Was ist Intersektionaler Feminismus?

UN Women:

Ein intersektionaler Ansatz zeigt, wie sich soziale Identitäten von Menschen überlappen. Dabei sammeln sich diskriminierenden Erfahrungen an und verstärken sich.

„Wir neigen dazu, über Ungleichheit aufgrund von Rassifizierung zu sprechen, als sei sie getrennt von Ungleichheit aufgrund von Geschlecht, Gesellschaftsschicht, Sexualität oder Einwanderungsgeschichte. Was dabei fehlt ist das Verständnis, dass manche Menschen all diesen Ungleichheiten ausgesetzt sind. Die Erfahrung dieser Menschen ist nicht einfach die Summe ihrer Teile”, sagt Crenshaw.

Ein intersektionaler Feminismus konzentriert sich auf die Stimmen derjenigen, die überlappende, gleichzeitige Formen der Unterdrückung erleben, um die Tiefen der Ungleichheiten und die Beziehungen zwischen ihnen in jedem Kontext zu begreifen.

(…)

Die berühmte brasilianische Frauenrechtlerin Valdecir Nascimento sagt: „Der Dialog über die Stärkung der Rechte von Schwarzen Frauen sollte sie ins Zentrum rücken.“ Seit 40 Jahren kämpft Nascimento für Gleichberechtigung. „Schwarze Frauen aus Brasilien haben nie aufgehört zu kämpfen“, sagt sie und weist darauf hin, dass Schwarze Frauen Teil waren der feministischen Bewegung, der Schwarzen Bewegung und anderer progressiver Bewegungen. „Wir wollen nicht, dass andere Menschen für Schwarze Feministinnen reden, weder weiße Feministinnen noch Schwarze Männer. Es ist unerlässlich, dass junge Schwarze Frauen diesen Kampf übernehmen“, sagt sie. „Wir sind die Lösung in Brasilien, nicht das Problem.“

Eine intersektionale Herangehensweise bedeutet auch, die historischen Kontexte, in die Probleme eingebettet sind, zu erkennen. Lange Vorgeschichten von Gewalt und systematischer Diskriminierung haben tiefe Ungerechtigkeiten geschaffen, die einige Menschen von vornherein benachteiligen. Diese Ungleichheiten überschneiden sich gegenseitig, wie zum Beispiel Armut, Kastensysteme, Rassismus und Sexismus, und sie verweigern Menschen ihre Rechte und Chancengleichheit. Die Auswirkungen erstrecken sich über Generationen hinweg.

(…)

Wenn wir durch eine intersektionale feministische Linse blicken, sehen wir, wie verschiedene Gemeinschaften unterschiedliche, miteinander verbundene Probleme gleichzeitig bekämpfen. In Solidarität miteinander zu stehen, Machtstrukturen in Frage zu stellen und sich gegen die Ursachen von Ungleichheiten auszusprechen, sind entscheidende Maßnahmen, um eine Zukunft zu erschaffen, die niemanden im Stich lässt.

„Wenn du Ungleichheit als ein Problem von „denen“ oder den „bedauerlichen Anderen“ ansiehst, dann ist das ein Problem“, sagt Crenshaw. „Wir müssen offen dafür sein, all die Arten und Weisen zu betrachten, wie unsere Systeme diese Ungleichheiten reproduzieren, und das schließt sowohl die Privilegien ein als auch das Leid.“

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Was ist Intersektionalität?

Keine der verschiedenen gesellschaftlichen Strukturkategorien wie Geschlecht, Rassifizierung, Klasse, Nationalität, sexuelle Orientierung, Alter etc. steht für sich alleine. Diese Kategorien wirken sowohl für sich, als auch im Zusammenspiel an der Gestaltung der gesellschaftlichen Machtverhältnisse mit. Sie müssen in ihren Verschränkungen und Wechselwirkungen betrachtet werden, wollen wir ihre Dynamik verstehen und Diskriminierungen und Ausschluss verhindern.

Intersektionalität geht auf das englische Wort intersection, also Strassenkreuzung, zurück. Die Schwarze US-amerikanische Juristin und Aktivistin Kimberlé Crenshaw benutzte diesen Begriff erstmals Ende der 1980er-Jahre, um mit dem Bild der Strassenkreuzung die Gleichzeitigkeit, das Zusammentreffen, Kreuzen und Überschneiden von Machtverhältnissen zu benennen. Und um damit die Verwobenheit sozialer Ungleichheiten sichtbar zu machen und diese Machtverhältnisse zu dekonstruieren.

Intersektionalität bezeichnet die Überschneidung verschiedener Kategorien, die Ungleichheiten verursachen. Der Begriff Intersektionalität ist in einem wissenschaftlichen Kontext relativ jung. Das Wissen und Verständnis von Intersektionalität sind sehr alt. Im Prinzip gibt es Intersektionalität seit es die Schwarze Frauenbewegung gibt. Es ist zentral, Intersektionalität in diesem Kontext und aus dieser Perspektive heraus zu verstehen. Im deutschsprachigen Raum wurde sie aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgerissen und fehlinterpretiert. (vgl. Natasha A. Kelly: „Intersektionalität ist die Grundidee des Schwarzen Feminismus“ (Interview auf editionf)

Die Frauenrechtlerin, Abolitionistin (Sklavereigegnerin) und ehemals versklavte Schwarze Frau Sojourner Truth wies bereits 1851 auf die Überschneidung von race und Geschlecht hin und wie sich diese mehrfache Diskriminierung auf sie auswirkte. An einem Frauenkongress in Ohio hielt sie ihre berühmte Rede «Ain’t I a Woman?» (Bin ich keine Frau?). Darin sagt sie, dass sie nicht als Frau anerkannt und ernstgenommen werde, weil sie Schwarz ist. Und prangert so gleichzeitig Rassismus und Sexismus an.

Das Konzept der Intersektionalität ermöglicht es, die verschiedenen und komplexen Positionen in Machtverhältnissen sichtbar zu machen. Es ermöglicht zu sehen, wie diese miteinander verwobenen Machtstrukturen wirken und wie jede* und jede*r sich in ihnen verorten kann. Dies bedeutet für weisse Menschen, eine selbstkritische Perspektive einzunehmen sowie die eigenen weissen Privilegien, und wie diese genutzt werden können, zu reflektieren.

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Intersektionalität beschreibt die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen in einer Person. Eine intersektionale Diskriminierung tritt auf, wenn eine Person aufgrund bestimmter Persönlichkeitsmerkmale Opfer verschiedener Diskriminierungsformen wird – beispielsweise nicht nur von Sexismus, sondern auch von Rassismus oder Homophobie. Diese Diskriminierungsformen addieren sich nicht nur auf, sondern führen in Kombination zu komplett eigenständigen Diskriminierungserfahrungen. Soll heißen: Eine schwarze Frau erlebt einen anderen Sexismus als eine weiße Frau. Denn Sexismus und Rassismus werden in Kombi zu einer ganz neuen, noch giftigeren Mixtur. Ein intersektionaler Feminismus möchte in erster Linie eines: diese Tatsache anerkennen.

Seinen Ursprung hat der Begriff in der feministischen Bewegung der 1960er-Jahre in den USA, als schwarze Feministinnen ihre besondere Situation aufgrund rassistischer Diskriminierung betonten. Sie warfen der feministischen Bewegung vor, sie würde sich lediglich mit den Belangen weißer Mittelschichtsfrauen befassen. Denn während weiße Frauen immer öfter angehört wurden, wurden die Interessen von nicht-weißen Frauen unter den Teppich gekehrt – und das passiert bis heute. Es äußert sich nicht zuletzt in Lena Dunhams komplett weißem Cast in Girls, in feministischem Sweatshop-Merchandise bei H&M oder im Fehlen weißer Personen bei #BlackLivesMatter-Demonstrationen.

1991 benutzte die amerikanische Juristin Kimberlé Crenshaw zum ersten Mal den Begriff Intersectionality, der daraufhin Eingang in unterschiedliche Forschungsfelder und Politikbereiche fand – auch, wenn die Idee dahinter nicht neu war. Seit ungefähr 20 Jahren gehört er fest zum feministischen Diskurs in der ganzen Welt und sorgt nach wie vor für Uneinigkeit. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Begriff schwer zu definieren ist: Denn es ist quasi unmöglich, Diskriminierungsformen zu kategorisieren. Neben Geschlecht, Race und sozialer Schicht könnte man ohne Weiteres noch endlose weitere Kategorien aufzählen, die zu einer Benachteiligung führen: Gesundheit, Aussehen, Alter, Religion, Nationalität, usw. Judith Butler hat dazu mal gesagt, dass dieses Projekt der Klassifizierung zum Scheitern verurteilt ist: „Theorien feministischer Identität, die eine Reihe von Prädikaten wie Farbe, Sexualität, Ethnie, Klasse und Gesundheit ausarbeiten, setzen stets ein verlegenes ‚usw.‘ an das Ende ihrer Liste (…), doch gelingt es ihnen niemals, vollständig zu sein.“ Ihr merkt: Vor dem „verlegenen usw.“ bin auch ich nicht sicher.

Das macht den intersektionalen Ansatz allerdings nicht weniger wichtig, denn es geht um mehr als nur darum, Mehrfachdiskriminierung sichtbar zu machen und anzuerkennen, dass es neben Sexismus auch noch andere Themen gibt, die den Feminismus betreffen. Es geht auch um Konsequenz und Solidarität: Denn es wirkt widersprüchlich und paradox, an einer Stelle mehr Rechte einzufordern und die eigenen Privilegien an anderer Stelle selbst nicht an Benachteiligte abgeben zu wollen. Das ist der Vorwurf gegen den sogenannten White Feminism. Er scheint zu sagen: „Ja, wir wollen gleiche Rechte. Auch wenn das nur für weiße, mittelständische, heterosexuelle Frauen gilt. Der Rest ist nicht mein Problem!“

Der intersektionale Feminismus der Gegenwart hat verstanden, dass es ohne Solidarität nicht möglich ist, Ungerechtigkeit zu beenden. Denn Geschlecht ist nicht die einzige Kategorie, die in unserer Gesellschaft Machtdifferenzen generiert. Und all diese Arten von Herrschaftsverhältnissen bedingen sich gegenseitig: Sie bilden ein komplexes Ganzes, das nicht zum Einsturz gebracht werden kann, wenn man bloß einzelne Bausteine herausnimmt. Will man soziale Ungerechtigkeit für alle beenden, dann muss man am Fundament rütteln.

Die US-amerikanische Soziologin Kathy Davis hat das mal folgendermaßen zusammengefasst:

„Intersektionalität thematisiert das zentrale (…) Problem in der feministischen Wissenschaft – die Anerkennung von Differenzen zwischen Frauen. Es berührt das drängendste Problem, dem sich der Feminismus aktuell gegenübersieht – die lange und schmerzliche Geschichte seiner Exklusionsprozesse.“

Kurz könnte man auch sagen: Intersektionaler Feminismus meint einen Feminismus für alle. Das bedeutet nicht, dass er für alle sprechen will: Gerade die Erkenntnis, dass das überhaupt nicht möglich ist, gehört zu seinen Errungenschaften. Es ist der Versuch, Unterschiede anzuerkennen und uns nicht trotz, sondern wegen diesen Unterschieden zu einen. Das ist eine riesige Chance: Wenn man bereit ist, eigene Privilegien anzuerkennen und sie für jene einzusetzen, die weniger Ressourcen haben, dann rüttelt das tatsächlich ein bisschen am Fundament. Denn es ist nicht im System vorgesehen, dass man im Sinne der Gerechtigkeit bereit ist, für die Abschaffung der eigenen Vorteile zu kämpfen.

Auf das Wesentliche herunter gebrochen meint der intersektionale Feminismus einfach Solidarität. Und es gibt nichts Bestärkenderes als Solidarität. Leider gibt es kein Handbuch dafür, wie man diese „richtig“ übt. Aber es ist die halbe Miete, anzuerkennen, dass andere Menschen oftmals eine andere Diskriminierungserfahrung haben, die wir selbst niemals nachvollziehen werden können. Ich werde niemals wissen, wie es sich anfühlt, in Deutschland schwarz zu sein. Ich weiß auch nicht, wie es sich anfühlt, offen lesbisch zu sein. Ich wurde nie aufgrund meiner Herkunft diskriminiert. Deswegen sollte man nicht versuchen, für die zu sprechen, die es besser wissen. Sondern sollte lieber das Mikro abgeben, zuhören, lernen – und so am Fundament rütteln.

51 Gedanken zu “Was ist Intersektionaler Feminismus?

  1. Aber es ist die halbe Miete, anzuerkennen, dass andere Menschen oftmals eine andere Diskriminierungserfahrung haben, die wir selbst niemals nachvollziehen werden können.

    Genau, so wie man niemals nachvollziehen kann, wie es ist, Gott zu sein.

    • Jupp. Groteske Formulierung, tatsächlich sogar ein groteskes Weltbild. Woher wollen die denn wissen, dass diese anderen Menschen überhaupt Diskriminierung erfahren haben? Nachvollziehbar ist das ja laut eigenem Bekunden nicht. #dogma

    • „Woher wollen die denn wissen, dass diese anderen Menschen überhaupt Diskriminierung erfahren haben?“

      Letztlich läuft es auf folgendes hinaus:

      „Alle sind Autisten, außer uns!“

    • Weiter schreibt sie:
      “ Ich werde niemals wissen, wie es sich anfühlt, in Deutschland schwarz zu sein. Ich weiß auch nicht, wie es sich anfühlt, offen lesbisch zu sein. Ich wurde nie aufgrund meiner Herkunft diskriminiert. “

      Sie wird auch nie wissen, wie es ist einberufen und gemustert zu werden. Sie wird nie wissen, wie es ist als Mann für alles schuldig zu sein.
      Sie wird wissen, wie es ist, männlichen „Privilegien“ zu haben …

    • Das ganze Diskriminierungserfahrungsgelaber sollte man ignorieren. So ein typisch weibisches Mitfühlding, welches sich nur Dank zunehmend weiblicher besetzten Redaktionen und Parlamenten am Leben halten kann.

      Denn was soll denn daraus folgen, dass jemand solche Erfahrungen (angeblich) gemacht hat? Vorwürfe an die Mehrheitsgesellschaft? (das ist besonders absurd bei Zuwanderern, darüber hinaus vollkommen sinnlos) Eine Art ausgleichende Gerechtigkeit auf Steuerzahlerkosten? (das wäre nicht nur unangemssen und ungerecht, es würde auch Trittbrettfahrer anlocken) Zwangsumerziehung und Gehirnwäsche der angeblich diskriminierenden Mehrheitsbevölkerung? (wird ohnehin schon seit Jahren probiert)

      Die Betonung solcher Gefühle, die eigentlich ins Private gehören, wo man (bzw. das Weibervolk) Trost spenden kann, hat in Politik und Medien einfach nichts zu suchen! Diese ganze Gefühlsduselei ist destruktiv und öffnet die Tore für pseudomoralische Willkür und massive emotionale Manipulation.

  2. Das Leben muss unglaublich bequem sein, wenn man für die eigenen Unzulänglichkeiten stets ein angebliches Unterdrückungssystem verantwortlich machen kann.

    Was z.B. Karriere angeht: In dem internationalen Großkonzern, in dem ich arbeite, hat man glasklare Vorteile, wenn man weiblich ist. Dazu noch schwarz, noch besser. Aber Potztausend, man muss trotzdem noch wenigstens etwas leisten und kriegt die Karriere nicht komplett leistungslos in den Arsch geblasen. Da muss man schon zu den Grünen oder dem ÖRR gehen.

  3. “ Sie warfen der feministischen Bewegung vor, sie würde sich lediglich mit den Belangen weißer Mittelschichtsfrauen befassen.“

    Wobei der „Vorwurf“ (die Feststellung?) durchaus berechtigt ist.

    „Auf das Wesentliche herunter gebrochen meint der intersektionale Feminismus einfach Solidarität.“

    Ist so ein Frauen-Dilemma: Machen auf miteinander kuscheln, sind aber jederzeit bereit der anderen den Stiletto-Absatz in den Rücken zu rammen wenn es für das Ich opportun ist…Deswegen auch das ewige jammrige Einfordern von „Solidarität unter Frauen“

    „Deswegen sollte man nicht versuchen, für die zu sprechen, die es besser wissen. Sondern sollte lieber das Mikro abgeben, zuhören, lernen – und so am Fundament rütteln.“

    Süß: Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jeder. 😀

    • „Solidarität unter Frauen“

      Die Erfahrung zeigt, dass die Forderung nach „Solidarität unter Frauen“ für die sprechende Frau synonym ist mit „Solidarität mit MIR“.

      Ungeklärt ist, ob die jeweilige Frau tatsächlich außer Stande ist, den Unterschied zwischen diesen beiden Forderungen zu kapieren oder ob das normal für (manche?) Frauen ist, rein egoistische Bedürfnisse als for-the-greater-good™ zu framen.

      • Ich würde sagen, es ist normal.

        Unter den Rahmenbedingungen auch vollkommen logisch, da hier das Risiko (z.B. für den Egoismus beschämt zu werden) auf das Kollektiv verlagert wird. Also eine optimale Strategie.

    • das ewige jammrige Einfordern von „Solidarität unter Frauen“

      Wobei es in der Praxis eher ein „nun schließ dich schon meiner Meinung an“ ist

  4. Intersektionaler Feminismus ist das Gerangel von Frauen um den höchsten Opferstatus innerhalb einer Welt, die den Feminismus als eine Art Weltreligion, als oberste Direktive zugelassen und über alles andere gestellt hat.

    Die Triebfeder Missgunst als dritte Säule des Feminismus (nach Herrschsucht und Habgier) wirkt in diesem Kontext explosiv. Denn als mehrfach benachteiligt gelesene Frauen machen den normalen Feministinnen (weiß, hetero, Volvo-SUV, Minijob mit Medien) ihren Status streitig.

    Da folgt ganz schnell Kratzen, Beißen, Haare ziehen. Damit ist ein guter Zeitpunkt gekommen, sich an den Fluss zu setzen und zu schauen, was da so vorbeitreibt.

    • Der fatale Denkansatz bei UN Women ist, dass das Leid und die Unterdrückung der betroffenen Frauen oft ohne den Kontext betrachtet werden. „Women have always been the primary victims of war. Women lose their husbands, their fathers, their sons in combat. Women often have to flee from the only homes they have ever known. Women are often the refugees from conflict and sometimes, more frequently in today’s warfare, victims. Women are often left with the responsibility, alone, of raising the children.“ sagte Hillary Clinton. Und genau in solchen Aussagen steckt die ganze verblendete Sichtweise dieser sektenartigen Zusammenrottung.

    • Sehr wahr.
      Aber leider erschöpft es sich nicht in der Tristesse und Armseligkeit. Sie rufen aktiv auf zum Kampf und zum Krieg gegen die Machtverhältnisse, die es immer geben wird.
      Eine Mutter kann ihr Kind sogar schon vor der Geburt töten lassen. Wie wollen die Feministen dieses Machtverhältnis zwischen Mutter und Kind auflösen und beseitigen?
      Wie wollen sie vorgehen, wenn der Wirt mir kein Bier mehr ausschenken will, weil er keine Lust mehr dazu hat?
      Machtverhältnisse! Manchmal glaube ich an globalen Infantilismus.

  5. „Lange Vorgeschichten von Gewalt und systematischer Diskriminierung haben tiefe Ungerechtigkeiten geschaffen, die einige Menschen von vornherein benachteiligen. Diese Ungleichheiten überschneiden sich gegenseitig, wie zum Beispiel Armut, Kastensysteme, Rassismus und Sexismus, und sie verweigern Menschen ihre Rechte und Chancengleichheit. Die Auswirkungen erstrecken sich über Generationen hinweg.“

    Mir kommt es vor, als ob hier 30 Jahre Feminismus in Deutschland und die Auswirkungen auf Mönner beschrieben wird. Wie sich Feminismus in den letzten Jahren in Deutschland bzw. europaweit ausbreitete, sind die Auswirkungen auf Mönner vor allem eines: gelebter Hass.

    Feminismus ist Hass. Strukturelle Hass auf Männer und Nicht-Feministen.

    Die herhen Ziele und Beonachtungen, wie sie oben beschrieben werden, mögen so sein und sicher aus feministischer Perspektive nicht falsch (wobei ich grundsätzlich feministische Forschungsergebnisse anzweifle, weil ideologisch verfärbt), aber sie treffen auch oft umfänglich auf Männer zu. Mit den aktuellen Akteurinnen wird es keine Feminismus für alle Menschen geben. Der politische Feminismus ist eine Machtwerkzeug und dient dazu eigene Interesse durchzusetzen. Dazu werden aber eben nicht die obigen feminisitischen Sachkenntnisse (aua! das beißt sich) genutzt, sonder die gefühlte Benachteiligung verwendet.

    Über die Entwicklung der feministischen Einflüsse bei der UN und der Entwicklung der UN Women gab es hier auch mal einen Link. Es war erschütternd zu lesen, wie amerikanische Feministinnen Druck auf die UN ausübten und ihre Interessen über die Bedenken schwarzer Frauenrechtlerinnen durchsetzten. Wenn ich es richtig gelesen haben, dann lässt sich dies als Erpressung mit Lügengeschichten erachten.

    Klar ist: es gibt den deutschen Opferfeminismus, der ein politisches Macht- und Missbrauchsinstrument ist. Und es gibt die internationalen Bemühungen Frauen zu schützen und um ihre Rechte zu kämpfen. Beides hat nichts mehr gemein. Feminismus ist Hass.

    • Mit den aktuellen Akteurinnen wird es keine Feminismus für alle Menschen geben.

      Was könnte das überhaupt sein, Feminismus für alle Menschen? Frauenbevorzugung für alle? Verweiblichung aller anhand von Frauen definierten Maximen?

      Sogar die Jungen Liberalen haben letztens ein Feminismus-Pamphlet rausgehauen, in dem es heißt: „Liberaler Feminismus ist männlich, weiblich, divers.“

      Was zur Teufelin ist denn „männlicher Feminismus“? Sind da schmächtige, bärtige Hipster gemeint, die auf der Schleimspur den Schnecken hinterherrobben, um ihnen in den Mantel zu helfen oder ihre Safe Spaces zu renovieren?

      Die ekelhaft dreiste Lüge, dass Feminismus für alle da sein könnte, soll durch Penetration in die Köpfe gehämmert werden. So, wie das bei der Mär von der ewig und überall unterdrückten Frau auch funktioniert hat.

    • „Aber in der Praxis werden Schwule härter diskriminiert als Lesben.“

      Das stimmt nicht! Lesben werden unsichtbar gemacht, während Schwule privilegiert in Strafrecht berücksichtigt werden.

      • Da gab es doch mal von Maren Kroymann, die Lesbischsein recht spät bemerkte, einen Artikel in der taz. Darin beschwerte sie sich, dass Lesben im Dritten Reich nicht verfolgt wurden und diese Unsichtbarkeit wäre schlimmer gewesen, als was den Schwulen im KZ widerfahren ist.

        Musste wirklich kotzen.

        • Wie geil. Die wahren Opfer von morgen sind die, die nie Benachteiligung, Verfolgung und Diskriminierung erfahren durften und auf diese Weise gänzlich unsichtbar gemacht wurden

  6. Am Ende kommt doch eh immer das gleiche raus:

    – Weiße Männer sind an allem Schuld.
    – Man muss Weißen und Männern/Jungen immerzu diese angebliche Schuld einreden
    – Weiße und Männer müssen diskriminiert werden
    – Der Anteil Weißer und Männer in Prestige-Positionen muss reduziert werden

    • Intersektionalismus: alle Weißen sind Rassisten

  7. Intersektionaler Feminismus wurde von Menschen erfunden, die Kapitalismus lieben. Die Linke und linke Theorien haben damit überhaupt nix zu tun, denn Linke wollen immer nur das Beste für alle Menschen. Und wenn das Beste für alle Menschen in die Hose geht, war es nicht links, sondern neoliberal-rechts.
    Fragt Leszek, crumar, Pjotr, Renton und djadmoros, die werden Euch das bestätigen.

    • @Adrian

      „Intersektionaler Feminismus wurde von Menschen erfunden, die Kapitalismus lieben.“
      Nun, sie sind in alle Institutionen hereingekommen, die Garanten des real existierenden Kapitalismus sind. Weltweit und zwar in jedes Gremium.
      Ich kann mich an keine Berufsverbote und keine Verfolgung gegen sie erinnern und keine einzige „radikale Feministin“ fiel je unter den Radikalenerlass.

      Die verfolgende Unschuld ist in den MSM und und den ÖR – wo ist die wöchentliche Kolumne von Leszek, Pjotr, Renton, Billy, djadmoros und mir auf SPON? Wo sind unsere Talkshows?
      Dir wird nicht entgangen sein, dass nur eine bestimmte Klientel von „links“ mit einem bestimmten Narrativ Rederecht hat.
      Und wir gehören nicht dazu.
      Deshalb schreiben wir anonym hier und nicht auf öffentlichen Kanälen mit Reichweite in Klarnamen, denn aus denen sind wir ausgeschlossen.

      Du hast uns nun seit Jahren mitbekommen und müsstest eigentlich wissen, dass wir nichts gemein haben mit diesen irrationalen Sektenangehörigen.
      Also denke ich, der kleine Adrian tollt mal wieder auf der Trollwiese herum. 😉

      • „Du hast uns nun seit Jahren mitbekommen und müsstest eigentlich wissen, dass wir nichts gemein haben mit diesen irrationalen Sektenangehörigen.“

        Man könnte glatt zum Schluss kommen, dass ihr gar nicht links seid. Anders: Dass das, was ihr für links haltet, nicht dem entspricht, was links ist.

        Ihr seid sozusagen Mein-Links Linke.

        • Ich bin sogar Mein-Links-mein-Liberal Links-Liberaler, und dabei noch ein wenig liberaler, als ich links bin. (Wobei die Liberalität vielleicht mit den Jahren ein wenig abnimmt.)

          Wir (politischen) Menschen haben das Bedürfnis nach Zuschreibungen. Wir wollen uns selbst und andere einordnen können. Dabei kommt es zu Meinungsverschiedenheiten und Kämpfen um die Deutungshoheit. Das ist im restlichen politischen Spektrum nicht anders. Was ist z.B. rechts? Wer ist rechts? Ist die CDU rechts? Für mich ja, auch Franz-Josef-Strauss hat mal gesagt: Rechts von der Union ist nur noch die Wand. CDU/CSU heute würden „rechts“ hingegen wohl eher als Vorwurf an sie auffassen und zurückweisen. Wessen Deutung stimmt?

          Wer ist „die Mitte“? Da gibt es viele selbsternannte Kandidaten, von nur die Union über die SPD bis zu fast alles von der FDP bis zu den Grünen. Und innerhalb dieser Gruppierungen gibt es welche, die anderen das Mitte-sein absprechen aus den unterschiedlichsten Gründen: „Der Islam gehört zu Deutschland“ – zu links für die Mitte! „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ – zu rechts für die Mitte!

          Adrian gefällt sich darin, eine Etikettierung vorzunehmen – „links“ -, als sein persönliches Feindbild zu betrachten und darauf einzudreschen, wenn ihn mal wieder der Hafer gestochen hat. Dabei ist er fein raus, vermeidet er es doch, sich selbst einmal irgendwo einzuordnen. Aber abgesehen vom guten Gefühl, dass ihm die Feindbildpflege bringt, haben weder er noch der Rest der Welt etwas davon.

          Hey, @Adrian, wenn Links gar nicht das ist, was ich (überwiegend) vertrete, was bin ich denn dann eigentlich? Mach doch mal einen konstruktiven Vorschlag.

          • fein raus, vermeidet er es doch, sich selbst einmal irgendwo einzuordnen

            Kann ich gut verstehen. Heutzutage geht es gar nicht darum, ob einer links oder rechts ist, sondern nur darum, ob er sich selbst als links oder rechts darstellt und fühlt.
            Wenn sich also einer als Linker bezeichnet, sollte man ihn auch so nennen dürfen.
            Ich schaue mir die jeweiligen Umstände an und ordne sie dann nach meinem Wertesystem ein. Wenn ich also zu dem Schluss komme, Feminismus schade unserer Welt, dann bin ich in den Augen anderer rechts. Oder wenn ich Regierungsmaßnahmen zu Corona kritisiere ebenfalls. Wenn ich das Familienbild der AfD kritisiere, dann bin ich Antifa.
            Wie soll man sich da einordnen? Und warum? Ich übernehme diese plumpe Schubladendenke nicht, auch wenn ich mich ab und zu selbst erwische, wie ich‘s mir mit solche Schubladen gemütlich mache.
            Das wird übrigens mit zunehmenden Alter üblicher und selbstverständlicher, die knarzenden Fächer zu bedienen. Schlimm, wenn man es nicht mehr merkt.

        • Äh, nö.
          Es gibt noch ein Leben jenseits der „Lifestyle-Linken“, wie sie Sahra Wagenknecht nennt.
          Ihr Buch „Die Selbstgerechten“ ist jetzt seit 13 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste auf Platz 1 oder auf Platz 2.
          Und rate mal, wie ihre These lautet: Dass die, die sich für links halten nicht dem entsprechen, was links ist und als links gegolten hat.
          Sie hat die lustige Bezeichnung „Linksliberale“ dafür geprägt, nicht ohne hinzuzufügen, sie seien zwar nicht links, dafür aber illiberal (dann stellt sich mir allerdings die Frage, was der Begriff eigentlich soll).
          Wie man also leicht sehen kann, existieren diese „meine Linke“ noch immer und an deren Positionen herrscht ein ausgesprochenes Interesse in der Öffentlichkeit.

          • „Dass die, die sich für links halten nicht dem entsprechen, was links ist “

            Ja, genau meine These.
            Nur andersrum interpretiert.

            Ich sehe keinen relevanten Unterschied zwischen „Links ist der Glaube an die Gleichheit der Menschen“ (wiki) und „Feminismus will die Gleichberechtigung der Geschlechter“.

            Eine bessere Definition von „Links“ in meinen Augen ist: „Ich bin für radikale Eingriffe in gesellschaftliche Strukturen, deren Konsequenzen ich nicht im Ansatz verstehe, in der Hoffnung, dass dadurch ein Zustand entsteht, der unrealistisch, aber in meinen Augen irgendwie fairer ist.“

            „an deren Positionen herrscht ein ausgesprochenes Interesse in der Öffentlichkeit.“
            Wieviele Exemplare muss man verkaufen, um auf der Sachbuch-Beststellerliste zu landen?
            Und wieviele der Käufer haben Interesse an Woke-Kritik, aber weniger an linken Positionen?
            Und wieviele Käufer haben das Buch gelesen?

          • @zehnter ochse

            „Ich sehe keinen relevanten Unterschied zwischen „Links ist der Glaube an die Gleichheit der Menschen“ (wiki) und „Feminismus will die Gleichberechtigung der Geschlechter“.“

            Dann unterstellst du damit, dass „Feminismus will die Gleichberechtigung der Geschlechter“ sich im konkreten Handeln und den Zielen dieses Feminismus finden lässt, oder nicht?
            Kritisieren wir hier nicht die Differenz von (theoretischem) Anspruch und (praktischer) Wirklichkeit?

            „Links ist der Glaube an die Gleichheit der Menschen“
            Liberté, Égalité, Fraternité – war schon die Losung der französischen, bürgerlichen Revolution.
            Sie haben die Aristokratie und den Absolutismus beseitigt, zugunsten der bürgerlichen Gesellschaft. Man kann also sagen, das waren „radikale Eingriffe in gesellschaftliche Strukturen, deren Konsequenzen sie nicht im Ansatz verstanden haben, in der Hoffnung, dass dadurch ein Zustand entsteht, der unrealistisch, aber irgendwie fairer ist.“

            „Wieviele Exemplare, wieviele der Käufer, das Buch gelesen?“
            Eine Menge, aber das ist nicht der Punkt.
            Sondern es wurde sich medial vorher alle Mühe gegeben, Wagenknecht mit ihrer Position in die rechte Ecke zu drängen, sie also medial und innerparteilich auszuschließen, zu canceln.

            IHR Erfolg ist der Beweis, SIE sind gescheitert und haben die Grenzen ihrer Macht erfahren.
            Ich glaube nicht, dass der „woke“ Spiegel Spaß daran hat, sie Woche für Woche für Woche für Woche für Woche an der Spitze ihrer Bestsellerliste zu sehen und diese zu veröffentlichen.
            Sie wissen haargenau, gegen wen sich der Titel „Die Selbstgerechten“ wendet, nämlich gegen sie.
            Und das Lesepublikum weiß das auch.
            Es ist also ein großer Spaß für mich.
            Woche für Woche für Woche für Woche für Woche. 🙂

          • @crumar

            „Liberté, Égalité, Fraternité – war schon die Losung der französischen, bürgerlichen Revolution.
            Sie haben die Aristokratie und den Absolutismus beseitigt, zugunsten der bürgerlichen Gesellschaft. Man kann also sagen, das waren „radikale Eingriffe in gesellschaftliche Strukturen, deren Konsequenzen sie nicht im Ansatz verstanden haben, in der Hoffnung, dass dadurch ein Zustand entsteht, der unrealistisch, aber irgendwie fairer ist.“

            „Wir waren die ersten, die einst dem Volke die Worte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit hinwarfen. Worte, die seither so oft von unwissenden Papageien nachgeplappert wurden, die, durch diesen Lockruf von überall her angezogen, die Wohlfahrt der Welt, die wahre persönliche Freiheit, die einst so wohl geschützt vor dem Druck des Pöbels war, nur zerstörten. Menschen, die sich für gescheit hielten, erkannten nicht den verborgenen Sinn dieser Worte, fühlten nicht den Widerspruch heraus. Sie sahen nicht, den Widerspruch heraus. Sie sahen nicht, daß es in der Natur keine Gleichheit gibt, dass die Natur selbst die Ungleichheit des Verstandes, des Charakters, der Intelligenz in Abhängigkeit von ihren Gesetzen geschaffen hat. Diese Leute haben nicht verstanden, dass die Masse eine blinde Macht ist, dass die von ihr gewählten Emporkömmlinge in der Politik ebenso blind sind als die Masse selbst, dass der Eingeweihte, auch wenn er ein Dummkopf ist, regieren kann, während der Uneingeweihte, auch wenn er ein Genie ist, von der Politik nichts versteht.“

            Ich gebs zu, ein fieser Tiefschlag. Vielleicht ahnst du, woher das Zitat stammt? Ich muss immer daran denken, wenn jemand mit „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ ankommt. Es sind genau die darin enthaltenen Widersprüche, die uns heutzutage so schmerzhaft auf die Füße fallen. Es ist fast wie eine Vorhersage des Status Quo. Ohne dass ich das Pamphlet sonst irgendwie bewerten möchte, keine Ahnung was da dran wahr ist und was gelogen.

            Meines Erachtens war mit „Gleichheit“ die „Gleichheit vor dem Gesetz“ gemeint, aber aus irgendeinem Grund wird sie schon lange nicht mehr so aufgefasst und in ihrer destruktivsten Form gefordert und praktiziert. Meines Erachtens getragen von der Eitelkeit der Menschen, die einfach nicht ertragen können, dass jemand besser ist, als sie selbst…

          • @Androsch

            Ich musste die Herkunft aus den „Die Protokolle der Weisen von Zion“ erst googlen.
            Du bist dir schon noch darüber im klaren, dass es sich um eine Fälschung bzw. ein schlechtes Plagiat handelt, oder?
            Von daher ist es für mich kein „Tiefschlag“, es bewegt sich auf der Ebene von „Echsen beherrschen die Welt“ und „der echsologische Kongress“ hat über seine Pläne zur Beherrschung der Welt (warum auch immer, da er sie ohnehin beherrscht) ein geheimes Protokoll angelegt.
            Er ist so geheim, dass man seine Adresse genau weiß: er hat sein Büro in Zürich.
            Ich fand das so logisch, dass ich „Die Protokolle der Weisen des Patriarchats“ ebenfalls in Zürich hätte schreiben wollen, wenn ich mir die Büromiete leisten könnte.

        • Wenn man genau zwei Kategorien kennt, nämlich „links“ und „rechts“, dann ist das zwangsläufig ein klein bisschen unterkomplex und wird der Wirklichkeit nicht so ganz gerecht. Insofern sind die Label „links“ und „rechts“ zunächst mal seeehr vage. Insofern bin ich links, habe aber mit manchen Linken so gut wie nichts am Hut.

    • Der Begriff „europäischer Kolonialismus“ wird so generalisierend überstrapaziert, weil Europa in den USA als „weiß“ gilt und die „Kolonialisierten“ in dieser Ideologie eine andere, vorzugsweise schwarze Hautfarbe hatten.
      Nun hat aber das größte Land in Europa, nämlich Russland, gar keine afrikanischen Kolonien gehabt. Ebenso wie ein Bündel anderer osteuropäischer Länder, die größtenteils selber kolonialisiert waren (durch Russland): Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Polen und die Ukraine bspw.
      Die Liste der durch das Osmanische Reich kolonialisierten europäischen Länder ist ziemlich lang und den Status hatten sie teilweise mehrere Jahrhunderte: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Rumänien, Serbien, Slowakei, Ungarn und Zypern. Alle nicht gerade durch eine schwarze Hautfarbe gekennzeichnet.
      Die reale Geschichte ist doch ein bisschen komplexer gewesen, als diese simplifizierend manichäische Weltsicht erklären kann.

      • Die Eroberung der iberischen Halbinsel durch die muslimischen Araber nicht zu vergessen:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Andalus
        und die anschließende „Reconquista“.

        Auch die Türkenkriege waren nicht ohne:
        https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkenkriege
        und es hat vermutlich nicht viel gefehlt, damit das heilige römische Reich ebenfalls zur islamischen Kolonie geworden wäre…

        Intersektionalisten eint vor allem eines: historische und psychologische Ahnungslosigkeit…

        • Jup.
          Darum reimt sich auch „schlechte Schul- und Universitätsausbildung“ auf das Herkunftsland, die USA.
          Wenn man das „dumbing down“ der Bevölkerung ernst nimmt, dann braucht man auch das „dumbing down“ einer „Theorie“, um die Welt zu erklären.
          Bestellt und geliefert.
          Das Problem von „dumbing down“ und Irrationalismus ist, irgendwann fällt das einem Kapitalismus auf die Füße, der Intelligenz und Rationalität benötigt, um seinen Geschäften nachzugehen.
          Ich frage mich, wann bestimmte Kapitalfraktionen in diesem Land den Zusammenhang begreifen und mit Blick auf die USA nervös werden.

  8. Keine Diskussion über Intersektionalität ohne Privilegientest, ihr alten weißen Schlingels!

    „Dieser Fragebogen ist nur für die Arbeit mit erwachsenen Multiplikator_innen geeignet!Privilegientest Ursprünglich erarbeitet von Daniela Hrzán und Susanne Baer auf der Grundlage von Barbara Lesch McCaffry,American Multi-­Cultural Studies,Hutchins School of
    Liberal Studies,and Women’sand Gender Studies,Sonoma State University,CA,US“

    Klicke, um auf Privilegientest.pdf zuzugreifen

    War jetzt zu faul dafür, aber bei
    „Wenn Sie jemals Versuche erleben mussten,Sie aufgrund Ihrer sexuellen Orientierung,Ihres Geschlechts,Ihrer kulturellen Zugehörigkeit,Ihres bevorzugten Sprachgebrauchs oder Ähnlichem„umzuerziehen“,also in Ihre Identität einzugreifen,machen Sie ein Kreuz bei -­1.
    Falls diese Versuche über längere Zeit an hielten oder bis heute psychischeoder körperliche Folgen in Ihrem Leben haben,machen Sie ein Kreuz bei -­2.“
    müsste hier wohl jede(r) -2 ankreuzen.

  9. Abgesehen vom ganzen Kübel rhetorischer Faulheiten in diesem Geschwurbel: Wenn man erst lernen muss, dass es einem schlecht geht, dann gehts einem zu gut.

    Da die selber keine Opfer von irgendwas sind (eher Gewinner), suchen die quasi als Opferparasit nach anderen Opfern, um sich an deren Opferspeise sattzufressen. Und sie nehmen denen die milden Gaben auch weg und fressen sie selber. Siehe Neofeminismus und deren Haltung zur islamischen Verschleierung oder Silvester in Köln oder das jüngste Beispiel in Wien der Stürmung dieses Radiosenders.

  10. Es gibt eine Kritik des Intersektionalismus von Lann Hornscheidt. Lann Hornscheidt hat nach meiner Einschätzung die größte Meise unter den real exisitierenden Feministen in Deutschland, die vorgeben, schreiben zu können.
    http://portal-intersektionalitaet.de/theoriebildung/ueberblickstexte/hornscheidt/#:~:text=intersektionale%20ans%C3%A4tze%20machen%20h%C3%A4ufig%20deutlich,sondern%20weiter%20ausdifferenziert%20werden%20m%C3%BCssten.
    Ich hatte dieses Machwerk vor längerer Zeit in einem anderen Blog thematisiert.
    Der Text wurde, wie ich sehe, überarbeitet und entschärft. Ich hatte damals noch die erste Fassung, die authentischer war.
    Der Text war in Genderisch verfasst, also unlesbar. Ich hatte ihn damals übersetzt. Interessant fand ich u.a. die Auffassung von Recht (meine Übersetzung) :
    „Wir brauchen ein Recht für eine transsexuelle schwarze behinderte Frau und nicht für einen Weltbürger!
    Denn diese Strukturen definieren eine Person, geben ihr Identität. Also sind diese Strukturen die logisch notwendigen Rechtskategorien! Außerdem nimmt das aktuelle Rechtssystem einen neutralen Staat an. Das bedeutet, man kann den Staat nicht wegen Diskriminierung anzeigen und auf Schadensersatz verklagen. So könnte man doch einen deutschen Richter auf Schadensersatz verklagen, weil er eine schwarze behinderte lesbische Frau verurteilt hat, was ein unleugbarer Beweis von struktureller Diskriminierung ist. Denn die Identität dieser Person wird durch Strukturen erzeugt, welche vom Richter aufgerufen und zur Grundlage der Verurteilung gemacht wird.“
    Diese Passage findet sich nicht mehr in der aktuellen Fassung. Ein Weichei ist Frau Hornscheidt also auch.
    Lann Hornscheidt (als sie noch jünger und nicht so weichgespült war) ist die konsequente theoretische Weiterentwicklung der intersektionalen Ideologie. Spielarten des Intersektionalismus, die sich empathisch, liebenswert, einfühlsam, solidarisch, unschuldig, etc. geben, sind Ergüsse bürgerlicher Linker, die naiv oder berechnend sind.
    Der gedankenlose Leszek empfiehlt dieses Buch
    https://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/ID140897237.html
    zur Weiterbildung. Dort heißt es in der Einleitung:
    „Da Rassismus zur Herausbildung der Kategorie geführt hat (und nicht umgekehrt), ist jede Verwendung des Begriffs rassistisch. Die Bedeutungstradition der sozialpolitischen Kategorie Schwarz, die sich daraus entwickelt und im deutschsprachigen Diskurs eingeschrieben hat, tragen wir in der vorliegenden Publikation mit seiner Großschreibung, auch in der adjektivischen Verwendung, fort. Alle rassistischen Fremdbezeichnungen lösen wir mit dieser Selbstdefinition ab, es sei denn, allgemeine gruppenbezogene Selbstdefinitionen wie Frauen* of Color kommen zum Tragen. Weiß verstehen wir in diesem Kontext als Analysekategorie für unterdrückende Machtverhältnisse, weshalb es kursiv gesetzt ist.“
    D.h. – weiße Deutsche sind Rassisten. Crumar gibt unreflektiert gleich den Link zu einer ganzen Textsammlung (unter denen auch der Text der verdrehten Lann Hornscheidt ist), ohne auf den Nullwert der dort ausgebreiteten Gedanken hinzuweisen.

    • @Quellwerk

      „Crumar gibt unreflektiert gleich den Link zu einer ganzen Textsammlung“ – weil crumar glaubt, dass ihr alle selber denken könnt.

      Darunter befinden sich auch Texte von deutschen Wissenschaftlerinnen (C. Klinger, T. Soiland), die in das Salbadern immerhin Verstand bringen.

      Das hier finde ich saukomisch: „Die Bedeutungstradition der sozialpolitischen Kategorie Schwarz, die sich daraus entwickelt und im deutschsprachigen Diskurs eingeschrieben hat, tragen wir in der vorliegenden Publikation mit seiner Großschreibung, auch in der adjektivischen Verwendung, fort.“

      Denn es ist die – „schlecht plagiiert von Crenshaw“ – Gernegroßschreibung.
      Die schrieb „Black“ mit der Begründung, es gäbe eine einheitliche schwarze Kultur und damit Identität, aber keine von Weißen (s. „Mapping the Margins“, Fußnote 1).
      Wenn wir uns nah an Crenshaw bewegen (deren These hanebüchen ist), können wir im traditionell monoethnischen und monokulturellen Deutschland demzufolge nur „Weiß“ und „schwarz“ verwenden.
      Alles andere wäre – mit Verweis auf den Ursprungstext und die schwarze Autorin – natürlich übel rassistisch.
      Hab Spaß mit den Intersektionalisten, das Leben ist schon hart genug! 😉

  11. Ich habe mich gefragt, wie Rassismus entsteht. Also der echte, nicht der eingebildete heutiger Prägung.

    Abgesehen davon, dass der Mensch vermutlich evolutionär Fremden gegenüber vorsichtig ist, liegt das m.E. an der Ursachensuche in Kombination mit „dem größten Unterschied“.

    Nehmen wir an, meine Freundin betrügt mich, nehmen wir außerdem an, ich wäre ein Hänfling mit Halbglatze und sie betrügt mich mit einem Bodybuilder mit blonder Löwenmähne. Abgesehen davon, dass ich auf sie sauer wäre, würde ich nach dem Grund für mein Elend suchen. Warum hat sie mich betrogen?

    An dieser Stelle erscheint es logisch, den „größten Unterschied“ dafür verantwortlich zu machen. Was unterscheidet mich am meisten? In dem Fall das Aussehen! Künftig werde ich blondmähnigen Hünen gegenüber also eine gewisse Abneigung empfinden.

    Was wäre aber gewesen, wenn sie mich z.B. mit einem Schwarzen betrogen hätte? Richtig, dann wäre es nicht die Bodybuilderfigur oder die Löwenmähne, sondern gefühlt die Hautfarbe/Rasse die den Hauptunterschied ausmacht. Künftig wären für mich also alle Schwarzen angezählt!

    Wo ist dabei das Problem? Bei Variante 1 ist es unwahrscheinlich, dass sich jemals zwei Leute treffen, die mit löwenmähnigen Hünen ein Problem haben, die Gruppe in Variante 2, die mit Schwarzen ein Problem hat, dürfte weitaus größer sein, weil eben die Gruppe der Schwarzen größer und der Unterschied der Hautfarbe immer am auffälligsten ist. Sprich: es finden sich Gleichgesinnte, die das Feindbild teilen und sich organisieren können.

    Wenn das tatsächlich so funktioniert (und ich halte das für naheliegend und plausibel), dann kann das ganze Anti-Rassismusgelaber, die permanente Umerziehung, gar nicht fruchten, einfach weil unsere Ursachenfindung gezwungenermaßen immer wieder Konflikte und Abneigung heraufbeschwört, sobald größere wahrnehmbare Unterschiede auftreten. Man kann versuchen das intellektuell zu unterdrücken, aber Instinkt und Emotionen sind einfach stärker. Selbst jemand der bewusst versucht, sich weiterhin neutral zu verhalten, ist dabei gezwungen, seine innere Abneigung mit Energieaufwand niederzukämpfen und er wird sich unbewusst unter seinesgleichen wohler und sicherer fühlen…

    • Alter, im 30 Kilometer Umkreis meiner damaligen Stadt gab es zwei Dörfer, deren Bewohner sich zutiefst, inständig und irrational gehasst haben.
      Denen hättest du nicht einmal eine „Rassentheorie“ liefern müssen, warum sie sich zutiefst hassen.
      Inklusive aller Ideen, wie: „DIE nehmen uns unsere Frauen weg!“
      Fest der „Versöhnung“ war, es gab eine Karnevalspaar bestehend aus Prinz und Prinzessin aus beiden Dörfern. Kein Scheiß.
      Beide Dörfer waren weiß bis auf die Knochen, die Minderheit, die den Karneval veranstaltete war katholisch = ehemalige Flüchtlinge aus Schlesien in einer evangelischen Mehrheitsgesellschaft.
      Man braucht keine „Muslime“ oder „Schwarze“, um den gleichen Quatsch BESONDERS durchzudeklinieren, der hier schon immer am Start war.
      ALLE Minderheiten haben es schwer – oder originelle Ideen.
      Die Definition von dem „Anderen“ ist „Xenophob“ auf einer Mikro-Ebene, die schwer nachvollziehbar ist, wenn man sie nicht einmal persönlich erlebt hat.

      • „gab es zwei Dörfer, deren Bewohner sich zutiefst, inständig und irrational gehasst haben.“

        ich kenn da einen kleineres Ort, da hat man sich über die Demarkationslinie Hauptstrasse hinweg so richtig gehasst. Die Schilderungen eines Freundes, der als Zugezogener auf der „falschen Seite“ verkehrte und wie er so ins Kreuzfeuer dieser Auseinandersetzung wurde, waren einfach zu köstlich ….

        So sind sie halt, die Menschen! Man kann aber auch anders!

  12. „Was ist Intersektionaler Feminismus?“

    Lediglich ein anderer Begriff für Antisemitismus. Mit dem klassischen Umweg über den Rassismus (gegen „Weiss“). Alles andere ist Geschwätz seitens der Apologeten des linken Antisemitismus.

  13. Pingback: Man kann es niemals wissen… | uepsilonniks

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