Über Sex reden mit dem Date

In dieser Gruppe hier, in der es um Tinder und dortige Pannen oder Erfolge oder einfach witzige Dinge in diesem Zusammenhang geht, wurde das folgende Comic eingestellt:

Frauen und Sex

Aus den Kommentaren dazu:

1.

As a woman I don’t want a man to bring up sex because it kills the mood. The best sex is when you spend time in that will we or won’t we banter phase and then let the chemistry build. The moment you actually mention sex it kills that and I lose interest. Foreplay starts way before most men think it starts. If you are just asking for sex or suggesting sex you’re doing it wrong.

2. 

This. Its all about the build up and the wonder as to whether they intended that innuendo, did they mean to touch my leg/hand, was that brush back of the hair with the looking up from under the eye lashes a sign? One of the things I miss most about being single, the will they won’t they? Not that I’d change what I have for all the tea in China 😊

Ich finde den Comic nicht so überzeugend, eher würde ich sagen, dass die meisten Frauen gar nicht über Sex reden wollen (jedenfalls im Verführungsprozess), sondern eine sexuelle Spannung aufgebaut haben wollen und im übrigen wollen, dass es passiert, ohne das man großartig reden muss.

Sexuelle Spannung aufbauen ist etwas, was ich im Pickup sehr interessant fand und was denke ich viele Männer falsch machen. Sie wollen eher Eindeutigkeit, eine Erklärung zum weiteren Vorgehen, eine Antwort auf die Frage „Haben wir jetzt Sex oder nicht?“. Und das finden die meisten Frauen in dieser Form ähnlich wie in dem Comic dargestellt als eher abtörnend. Denn es beendet ja gerade die Doppeldeutigkeiten, die Möglichkeit sich erobern zu lassen etc. Sie wollen ein gewisses Spiel, ein hin- und her, ein Teasen und einen hinarbeiten auf das Sexuelle, aus dem sich der eigentliche Sex dann ergibt. Natürlich geht das auch anders und eine Frau kann einfach direkt Sex haben wollen. Es sind eben Betrachtungen über den Schnitt.

 

30 Gedanken zu “Über Sex reden mit dem Date

  1. Ich fühl mich immer so alt und müde, wenn ich so was lese.
    Wer braucht dieses Drama und diese Mädchenspiele?

    OK, solange der Testosteronlevel so hoch ist, dass man pausenlos rallig ist, lohnt es sich vielleicht, diese Psychospiele zu lernen, aber bitte, bitte geht mit so einer keine LTR ein.

    Drei Streits die Woche, nur weil ihr sonst langweilig ist? Es gibt keinen Sex auf der Welt, der das wert ist.

    • Du sprichst mir aus dem Herzen, das seit einigen Jahren erheblich größer als meine Drüse geworden ist.

      Ist eigentlich mein Herz gewachsen oder die Drüse geschrumpft? Vielleicht beides…

    • Irgendwas hat das was mit Narzissmus zu tun. Sie wollen die Kontrolle, wie auch dieser Prozess abzulaufen hat.
      Mit #metoo haben sie’s allerdings bei vielen verk***t.
      Die haben keine Ansprüche mehr zu stellen, wie sie ihren blöden Sex oder das Angebandel dessen haben wollen, sondern können sich ihre Muschis und alles andere meinetwegen zunähen lassen.
      #metoo war das Tüpfelchen auf dem i bei all dem Affentheater, was die sonst noch so veranstalten. Und außerdem eine Kriegserklärung. Könnse haben. Auf die eine oder andere Art und Weise.

  2. Hallo weis auch nicht,
    mir voll aus der Seele gesprochen, obwohl noch nicht so alt, empfinde ich oft eine Müdigkeit, bei diesen ganzen albernen und angeblich Spannung aufbauenden, aber da so vorhersehbar doch im Grunde langweiligen weiblichen „Mädchenspielen“, wobei sich manchmal selbst schallmauernahe Expl noch als Mädchen lesen.
    Frage mich immer warum das Männer so mitmachen.

    • Es ist ermüdend.
      Nie direkt ansprechen. Das ist falsch. Dominanz ausstrahlen, aber richtig.
      Manchmal frage ich mich ernsthaft ob Escort nicht doch weniger nerv ist und die Kohle wert ist…

  3. »Denn es beendet ja gerade die Doppeldeutigkeiten, die Möglichkeit sich erobern zu lassen etc. Sie wollen ein gewisses Spiel, ein hin- und her, ein Teasen und einen hinarbeiten auf das Sexuelle, aus dem sich der eigentliche Sex dann ergibt.«

    Und genau darum ist die feministische Vergiftung des Sexuellen so überaus erfolgreich: weil das Sich-Einlassen auf diese Doppeldeutigkeit im Zeitalter von #metoo für den Mann existenzvernichtende Folgen haben kann.

    Vielleicht hat ja die seit »50 Shades« angeblich eingetretene Salonfähigkeit von Sadomasochismus auch damit was zu tun, dass hier die Rollen und Verabredungen eindeutiger sind.

    • „Vielleicht hat ja die seit »50 Shades« angeblich eingetretene Salonfähigkeit von Sadomasochismus auch damit was zu tun, dass hier die Rollen und Verabredungen eindeutiger sind.“
      Vielleicht, aber ich vermute, dass man das Thema bei Tinder &Co eh schneller ansprechen kann. Wenn einen eine Frau von Tinder matcht, dann weiß man ja bereits, dass sie einen optisch ansprechend finden, sie davon zu überzeugen fällt dann weg. Du brauchst sie also gar nicht mehr von dir überzeugen, sie ist es grundsätzlich bereits.

  4. Ich muss immer lachen, wenn ich daran denke, dass es Zeiten gegeben hat, in Heterosexuelle uns Homos von der Heterosexualität überzeugen wollten.
    Das ist wie, als würde man bei jemanden, der einen Ferrari fährt, mit einen Trabant werben.

    • Trabiphobie.

      Ich finde Trabante eindeutig sexischer und romantischer als Ferraris.

      Wenn ich irgendwo einen Trabi sehe, bleibe ich stehen und staune. Bei Ferraris tue ich das nicht.

      Ich frage mich noch, wie du zum Homo sapiens wurdest. Gab es irgendwelche Merkwürdigkeiten in deiner Kindheit?

      Das finden wir noch raus.

      Hast du deinen Vater als Kind vermißt?

      • Schatz, reden wir doch mal über die „NON-equality-of-outcome“ von hetreosexuell vs. homosexuell.
        Er hat Sex und wir müssen durch die albernen Mädchen-Vorstellungen hüpfen, um Sex zu haben. Allein die Vorstellung zu suggerieren, du kannst mit einer 1,60 m großen Frau „auf Augenhöhe“ reden ist soooooooooo ermüdend.
        Du musst „eine Spannung aufbauen“ und permanent arbeiten, um eine Sexualität zu haben, von der zwei Menschen profitieren und ihr trotzdem versichern, „ihre“ Sexualität wäre mehr wert als deine.
        Was es eben erfordert, dass du diese Arbeit investierst.
        Das alles, weil die „Eier wertvoll sind“, die gar nicht betroffen sein können, weil die Existenz von zuverlässigen Verhütungsmitteln erst möglich gemacht hat, was passieren soll.
        Das gesamte „script“ ist so überholt und passt nicht mehr in die Zeit, ich frage mich, wann das in den Köpfen der Männer ankommt.
        Die Schwulen müssen (größtenteils) sexuell unsere Vorbilder werden.
        Es-ist-nur-ein-Fick-und-das-war-es-hab-Spaß!

        • Ich empfehle dir eine Psychotherapie und das Eingehen einer vertrauensvollen Beziehung, in der du nicht die traumatische Abhängigkeit von deiner Mutter reinszenierst.

          Schwule können keine Vorbilder sein. Denn sie verdrängen ihre traumatischen Kindheitserfahrungen und flüchten sich in die Illusion einer Ersatzsexualität.

          • „Schwule können keine Vorbilder sein. Denn sie verdrängen ihre traumatischen Kindheitserfahrungen und flüchten sich in die Illusion einer Ersatzsexualität.“

            Da ist er endlich wieder: Der Schwachsinn, den Du von Dir gibst, weil Du nur so psychologische Kompensation für die Misshandlungen durch Deine Ehefrau findest. Gestehe Dir endlich Deine erlittenen Traumata ein, mache eine Therapie, befreie Dich von Ihnen! Du hast es in der Hand, nicht so dumm zu bleiben, wie Du bist. Ich weiß das, denn ich bin viel intelligenter und klüger als Du.

    • Adrian definitiv. Die meisten Kerle passen auvh optisch mehr auf such auf als Frauen.

      Hatte neulich wieder Gespräche mit Mädels, die pro fat acceptance sind. Angeblich sind Leute schlanker geworden, das was man heute als dick sieht, war früher ja schlank. Ich wäre gleichgeschaltet. Die Jungs gehen ins Gym und nehmen ab…

  5. Pingback: Der Koitus-Euphemismus – Der lange Weg zum ersten Mal

  6. An all die „Müden“ hier:
    Abgeklärte Damen solln ja ab nem gewissen Alter dieses Mädchenhafte ablegen, und eher sinngemäß sagen „Spar dir die Süßholzraspelei, lass uns ins Bett gehn.“

    • Ja, das scheint sich auch bei den Damen rumzusprechen. Mir haben mal zwei (so im Baerbock-Alter) erklärt, wenn sie einen Stich haben wollten, dann müssten sie relativ schnell zulangen, wenn ein entsprechender Typ greifbar ist – sonst sei der weg.
      Stimmt ganz genau. Bis die sich ihren Plan für den einzufordernden Fruchtbarkeitstanz zurechtgelegt haben, sind sie bei mir schon längst aus dem Adressbuch gelöscht.

    • Die gibt es sicherlich auch in jüngeren Altern.

      Ich wollte im Wesentlichen die jüngeren stillen Mitleser darauf hinweisen, dass so eine Dramaqueen bei ihren gleichaltrigen Mädchen vielleicht normal, im Sinne von weitverbreitet, ist, aber es auch a) normale, im Sinne von nicht-emotional-gestört, Mädchen gibt und dass b) mann in jedem Alter sich überlegen sollte, wie viel Zeit, Geld und Mühe Sex eigentlich wert ist.

      Ich habe zu oft zu viel bezahlt. Bin halt blue-pill aufgewachsen…

    • Wobei das dann auch wieder zu penetrant ‚direkt‘ sein kann, da bin ich auch etwas kompliziert und habe gerne etwas mehr Gefühliges dabei. Tatsache ist, daß ältere Semester auch sagen, daß sie im Bett seine Dominanz haben wollen, aber außerhalb soll er sich das abschminken.
      Finde ich auch sehr seltsam, diese Schizophrenie. Aber die sind wenigstens ehrlich.

  7. Wenn man mit dem Date erst beim eigentlichen Date über die Möglichkeit von Sex reden kann, hat man in meinen Augen bereits etwas falsch gemacht. Bei mir weiß jede, mit der ich mit treffe, dass es zum Sex kommen wird und sie kann dann ja oder nein sagen aber das Thema ist bereits klar. Da ich Frauen vor allem über Tinder und OKcupid kennenlerne, kann ich das Thema in Form entsprechender Fotos bereits vorher subtil ansprechen. Und dann frage ich einfach ob sie bereits BDSM Erfahrungen gesammelt hat. Wenn nein, dann sprechen wir darüber welche sie später sammeln wird und wenn ja, dann frage ich ihre Tabus ab. Die meisten werden davon schon heiß, dass ich dann nur noch frage ob wir jetzt zu mir gehen wollen, was die Mehrzahl will. Zwischendurch erfolgen Berührungen und Küssen, man muss das zeitlich entsprechend anpassen, dann muss man auch nicht so viel quatschen. Wichtig ist es die Führung zu behalten.

  8. Da ist schon was dran. Ich würde nicht sagen, dass die Frau es unbedingt zuerst aufbringen muss und sonst nichts geht, aber sie dahin zu bringen, dass sie es tut, macht es erheblich leichter. Natürlich sagen Frauen dann auch nicht „los ficken“ (es sei denn Du könntest auch eine wesentlich Attraktivere haben und sie weiß es, ev. im Gegensatz zu Dir), meistens erwähnen sie das Thema eher beiläufig. Und wenn sie das Thema aufbringt, egal wie (und sei es: wir werden auf keinen Fall Sex haben), dann bedeutet das los jetzt.

    • „(und sei es: wir werden auf keinen Fall Sex haben), dann bedeutet das los jetzt.“

      „los jetzt“ hoffentlich im Sinne von „schnell weg“?

      Don’t stick your dick in crazy. Nicht in diesen Zeiten.

      Aber manche lieben ja das Risiko und eine zu vögeln, die sowas sagt, ist vielleicht dann doch billiger als ein Gleitschirmsprung…

      Jedem das seine.

  9. Plumpe, direkte Sprache wirkt in der Tat unerotisch und abtörnend. Viel reizvoller sind zweideutige Anzüglichkeiten, die sich im gegebenen Kontext auch ganz anders verstehen ließen. Davon lebt ein prickelnder Flirt.

    eine sexuelle Spannung aufgebaut haben wollen

    Tja, und dann fordern die Feministinnen mit ihrem lustfeindlichen Ja-heißt-Ja-Konzept, diese Spannung kurzzuschließen.

  10. Frauen sind ebend Romantiker. Das weiß doch jeder.
    Hier noch mal das Wesen von Mann und Frau:
    direkt – indirekt
    physisch – psychisch

    Das war die Kurzfassung. Aber wir sind nun mal komplementär ausgelegt.

    @Anne

    Tja, und dann fordern die Feministinnen mit ihrem lustfeindlichen Ja-heißt-Ja-Konzept, diese Spannung kurzzuschließen.

    Feministinnen brauchen diese Scheiße, weil sie als Kind sexuell mißbraucht wurden und traumatisiert sind. Dem kleinen mißbrauchten Mädchen in ihnen hilft diese Ja-heißt-ja-Scheiße tatsächlich. Sie fühlen sich sicherer.

    Oder anders ausgedrückt: Man versteht neurotische Bedürfnisse besser, wenn man den Bezug zur Kindheit herstellt.

    Keine Frau kommt als paranoide, sexfeindliche Feministin zur Welt, die alle paar Meter „Me too“ schreit. Intelligente Menschen sollten sich die Frage stellen, wie man solch ein Mensch wird.

  11. Also das funktioniert nie. Wenn man es als Mann nicht sehr brutal angeht, braucht man eine Frau, die unnormal offensiv ist. Ansonsten gibt es zqei Möglichkeiten: 1) man kommt in eine Beziehung, die Frau, die man hat, egal wie freizügig vorher, ist nun eine Nonne. Sex gibt es keinen, maximal erzählt sie vin hunderten vergangenen Stechern. 2) man kommt direkt in die Friendzone. Bringt auch wenig, ganz lustig ist, wenn man solche Frauen Jahre später trifft „ich fand dich ja damals sooo gut, aber von dir kam ja nie was.“

    Meine Freunde, die sehr plump sind und oft fremde Frauen einfach in Bars etc begrabschen, haben da eher Erfolg. Darauf stehen Frauen, egal was sie sagen, sofern der Kerl geil ist.

    • Also da bin ich eher bei P&S (ohne BDSM). Ein Vorspiel muss sein und es kann sehr nett sein aber dann kommt der Punkt wo man wirklich deutlich sagen muss, was man möchte. Geht dein Gegenüber darauf nicht ein, dann muss man schnell das Weite suchen.

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