EM 2021: Deutschland vs Ungarn

Deutschland gegen Ungarn, das letzte Spiel der Vorrunde, bei einem Sieg sind wir sicher weiter, bei einem Unentschieden sieht es wohl auch noch ganz gut aus, je nach dem wie die anderen dann spielen.

Aber gegen Ungarn sollte eigentlich ein Sieg drin sein. Bisher haben die Ungarn alles auf die Defensive gesetzt und auf schnelle Konter gehofft, was ja auch gegen Frankreich mit immerhin einem Unentschieden geklappt hat.

Schön wäre natürlich ein schnelles Tor am Anfang, welches die Ungarn dann etwas aus der Defensive holt.

Ich tippe mal ein mutiges 3:0 (Traditionell für dieses Turnier mit mindestens einem Eigentor von Ungarn)

47 Gedanken zu “EM 2021: Deutschland vs Ungarn

    • Bei der Herz-Geste von Goretzka nach dessen Tor in Richtung der ungarischen Fans, die vorher „Deutschland, homosexuell“ gerufen haben, ist man dann doch ein bisschen Stolz auf ihn, auf die Mannschaft und das Land. Auch die vielen Regenbogenfahnen im Stadion fand ich sehr positiv. Jetzt bitte den ollen Opa Orban in der EU genau so abfertigen. *g*

      • Ich fand diese Regenbogenscheiße unfaßbar peinlich.

        Das Gesetz in Ungarn, worum die Debatte ging, schränkt nicht die Rechte von Homosexuellen ein.

        Was ist das für eine schwachsinnige Propaganda?

        Ich habe in der Schule nie etwas über Homo- und Transsexuelle gehört. Geschadet hat es mir nicht. Und „homophob“ bin ich auch nicht geworden.

        Wir sind mittlerweile völlig verblödet durch die Homo-Ideologie. Es ist ein Fußballspiel. Was soll da diese politische Regenbogenscheiße? Die Ungarn haben das gute Recht, ihre Kinder nicht über Homo- und Transsexualität zu informieren. Zumal diese „Informationen“ – wie man in Deutschland sieht – häufig mit Propaganda verbunden sind. Da werden KInder eher für das gute Gewissen der Erwachsenen verwirrt.

        Regenbogenkult ist ein ähnlicher Gutmenschenscheiß wie die Gendersprache. Virtue Signalling würde man hier sagen.

        Hochgradig peinliche Gehirnabschaffung. Wir leben wirklich in einem smarten 1984. Man stelle sich mal vor, irgendein Profi hätte die Eier gehabt zu sagen, ich bin gegen die Regenbogenbeleuchtung, gegen die Politisierung des Spiels, die Ungarn können selbst demokratisch entscheiden, wie und ob sie über Homosexualität informieren möchten.

        Der wäre am nächsten Tag weg.

        Ich finde dieses Gutmenschentum vor allem deshalb unangenehm, weil Deutschland sich aufgrund seiner Geschichte da besonders hervortut und immer wieder diese Nummer fährt. Außerdem ist es ein Fußballspiel, das Freude machen soll. Fans und Mannschaft der Ungarn können nichts für ihre Regierung.

        Billige Scheißmoral auf Basis von Lügen und verdrehten Fakten.

    • Die Deutschen werden sich das Frauenstatut der Grünen hinter die Schienbeinschoner klemmen und dann unverwundbar sein. Den Nike-Schlüpfer stabilisieren sie mit der Print-Version von „Der Junge im Rock“.
      Dann werden sie die Nation der „Schande“ (v. d. Leyen) zermalmen. Ich tippe auf Blitzsieg.

  1. Wenn die ungarischen Faschisten gewinnen, gibts hier noch mal eine Milliarde Fördergeld für… NGOs wie die AA- Stiftung.

    (wenn sie nicht gewinnen, erst recht)

    • Sie sind beleidigt dass sie hier nicht DDR-Nationalmannschaft spielen dürfen.
      (Damals auch der Repräsentant des Systems gewesen.)
      Daher, Stand 21:43, bin ich auch dafür, dass Ungarn gewinnt.
      Der Politdreck gehört nicht in den Sport, und wer das befeuert gehört rausgeworfen.

    • Das machen die, weil die Ungarn beschlossen haben, dass Homosexualität in der Schule kein Thema sein soll. Was natürlich totaler Blödsinn ist, das gehört halt zum Bereich Biologie (aber IMO genau wie Heterosexualität und Sexualität überhaupt auch NUR dorthin!).Mit welchem Recht man den Ungarn diese Entscheidung abspenstig machen will, ist die Frage. Hier wählen die Leute eben seit Jahrzehnten mit mäßigem Erfolg Wirtschaftskriminelle und Feminazis, dort rechtskonservative Religioten, so what?
      Dass die Ungarn sich jetzt in ihrem erklärten Ziel „Wir wollen nicht dauernd Schwulenpropaganda“ bestätigt sehen werden (anstatt vom Gegenteil überzeugt zu werden), wenn jetzt gerade auf allen Kanälen nur noch über Schwule geredet wird, kapieren die Wokies ohnehin nicht. Das ist genau das selbe wie wochenlang über irgendwelche zwergenhaften Naziaufmärsche in Hintertupfingen zu berichten, für die sich ohne die massenmediale Berichterstattung und die Proteste kein Schwanz (außer denen die eh mitlaufen) interessiert hätte.

      Das ist in Windeseile ein Wettbewerb geworden, sich auf Teufel komm raus im Virtue Signaling zu überbieten, egal wie absurd. Die verfickte ARD hinterlegt den Link zum Stream mit Regenbogen, das Wort Regenbogen fällt in den ersten 60 Sekunden zur Halbzeit- Pause allein aus dem Munde der ÖRR-Trulla vier Mal (der einzige Grund warum ich den Kack heute gucke war um mir das würdelose Spektakel zu geben). Dass das die (vermeintlich) Angesprochenen Ungarn nicht die Bohne juckt und im Hinblick auf Dinge wie die Teilnahme in Katar, das Hofieren von Erdogan etc. geradezu obszön wirkt, ist ja egal.
      Und alle die einfach nur Spocht sehen wollen, kotzt die ganze Woke-Scheiße eh an. Aber wer weiß, vielleicht sind ja in Wirklichkeit inzwischen verbitterte grüne Ökoschlunzen und LGBTQXYZLMAA-Aktivisten die Hauptzielgruppe des DFB.

    • Hä? Wie meinen? Schaum vorm Mund? Heftige Reaktionen?
      Sind etwa ausgerechnet die Menschen, die sonst von allem und jedem Toleranz einfordern, gar nicht tolerant, bspw. gegenüber anderen Meinungen?

          • Ich hatte mal einen schwulen Arbeitskollegen den konnte man gut ärgern mit Fragen wie:
            Warum dürfen zwei Männer heiraten und Sex haben aber zwei Brüder nicht?
            Wenn man einen Heteromann fragt ob er lieber Sex mit der frisch verstorbenen Jessica Alba (ist schon paar Jahre her) oder mit dem lebenden Mike Tyson haben möchte, wenn er sich entscheiden müsste, wie lautet wohl die Antwort?
            Warum kein Organspenderausweis zur Beglückung unserer nekrophilen Mitmenschen? Wenn, ab welchem Alter?
            Warum darf man Tiere für alle möglichen Zwecke benutzen, quälen und töten aber nicht Sex mit ihnen haben? Macht doch Spaß über sexuelle Vorlieben zu reden oder?

          • Wikipedia meint zum Inzestverbot: „So ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur der Vaginalverkehr strafbar, in Liechtenstein dagegen auch Oral- und Analverkehr sowie gleichgeschlechtlicher Verkehr.“

  2. Ich finde es schon bemerkenswert, daß ausgerechnet diejenigen, die „gar nichts gegen Schwule haben“ und nur wollen, daß „der Sport nicht durch die Politik vereinnamt wird“, jetzt Ungarn den Sieg gegen die doofen politisch korrekten Deutschen gewünscht haben.

    Merke: Doppelte Standards sind zwar ein Markenzeichen, aber kein Alleinstellungsmerkmal des Feminismus.

    • Ich finde es bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit wir anderen Ländern unsere Werte und Normen überstülpen wollen.

      Ich finde das ungarische Gesetz auch nicht gut – kenne allerdings auch nur die Darstellung der MSM -, aber die Ungarn haben das verdammte Recht, das in ihrem Land so zu regeln, wie sie es wollen, solange sie, salopp ausgedrückt, niemanden in Umerziehungslager stecken.

      Noch vor nicht ganz fünfzig Jahren hat die Polizei hierzulande Listen über Homosexuelle geführt. Vollständig entkriminalisiert wurde Homosexualität erst 1994. Vor nicht einmal zwanzig Jahren war Wowereits Outing für manchen noch ein Skandal, und im Profifussball traut sich bis heute kein Schwuler, sich zu outen. Aber wir maßen uns an, anderen Ländern, die noch nicht so weit sind wie wir, in der Hinsicht Vorschriften machen zu wollen.

      Mal als kleiner Vergleich: In Frankreich und Schweden ist Prostitution verboten. Das sehen auch viele als gesellschaftlichen Fortschritt an (ich gehöre nicht dazu, aber egal). Wenn eine französische Kommissionspräsidenten `on de Láyen nun unsere Gesetzgebung in der Hinsicht als beschämend bezeichnen würde, würden sich das viele (hoffentlich) verbitten, und zwar zu recht: Die hat sich da nicht einzumischen, und wir uns in anderer Länder Gesetzgebung auch nicht.

      • „…kenne allerdings auch nur die Darstellung der MSM…“

        Das ist das Schwierige daran. Und wir wissen, wie gerne unsere auch so objektiven Qualitätsmedien Dinge verkürzen und künstlich skandalisieren, die ihnen nicht ins eigene Weltbild passen.

        Meines Wissens geht es darum, dass in der Schule keine Literatur oder Filme mehr verwendet werden dürfen, in denen gleichgeschlechtliche Paare auftauchen. Das finde ich unsinnig und kunstfeindlich.

        Es soll wohl aber auch vermieden werden, dass Leute vom Schlage jener, die z. B. gestern tausende von Fähnchen fürs Stadion verteilt haben, keine „Informationsveranstaltungen“ und keine Verteilung von etwa Flugblättern mehr in Schulen machen dürfen. Das finde ich in Ordnung, beachtet man mal das Mindset vieler Aktivisten, die unter LGBTQI?“§“+-XYZ?!08/15… firmieren. Die müssen ihre ideologischen und nicht selten erheblich heterophoben Ansichten nicht wirklich unter Kindern verbreiten, die in der Regel noch gar nicht wissen, worum es da geht.

        Grundsätzlich fand ich die Art, wie man medial – mal wieder irritierend gleichgeschaltet – das Thema behandelt hat, einfach nur noch beschämend. Sport soll zwar von Politik getrennt bleiben… ja… aber doch nicht wenn es um was GUUUTES geht!!! Da wurde dann hergeleitet, dass die UEFA sich ein Eigentor geschossen hätte, weil sie ja nun weltweit von so vielen aufrecht Empörten Gegenwind bekommen. Sie sei vor Orban eingeknickt – meines Erachtens ist sie eben nicht eingeknickt und zwar vor Aktivisten, die für ihre Tendenz zu Denunziation und Hetzkampagnen berüchtigt sind. Den Vogel schoss gestern in der Halbzeitpause in den „Nachrichten“ ein Typ ab, der rabulisierte, die UEFA habe somit gegen ihre Prämisse, Sport von Politik zu trennen, verstoßen, weil sie sich durch ihre Verweigerung mit Orban gemein gemacht hätte. Das ist wirklich der Gipfel der Unredlichkeit. Politiker wollen eine eindeutig politische Aktion starten, die UEFA sagt „keine Politik im Sport“ und dann drehen Befürworter der Aktion die Sache so, dass die UEFA sich somit mit ihren politischen Gegnern gemein mache und damit selbst politisch Partei ergreife. Armseliger geht es nicht mehr. So macht man es jedem Sportverband unmöglich, noch die Verquickung von Sport und Politik zu verhindern, wenn man ihnen dann einfach unterstellt, sie würden damit ja nur die Gegenseite unterstützen.

        Und politischer hätte die Aktion wohl kaum noch sein können. Die Aktion zielte erkennbar und gar erklärt auf die Politik der ungarischen Regierung ab und wurde ins Rollen gebracht von Kommunalpolitikern. Hätte die UEFA das nicht unterbunden, hätte sie für politische Statements im Fußball Tür und Tor geöffnet. Mit welcher Berechtigung hätte man es dann demnächst verbieten sollen, die Allianz-Arena in Schwarz-Weiß-Rot anzuleuchten, um auf die Belange der gesellschaftlich sträflichst marginalisierten Reichsbürgerbewegung aufmerksam zu machen? Ach ich vergaß: das sind ja die Bösen! Andere Regeln gelten immer nur für die Guten!

        Aber warum sollen Sport und Politik getrennt bleiben? Naja, ich schätze mal, um zu vermeiden, dass durch politische Instrumentalisierung von Sportveranstaltungen unnötig Gift hineingetragen wird. So wie es hier nun auch geschehen ist. Letztlich hat sich gezeigt, wie unverhältnismäßig viel es gestern im Zuge des Spiels um Dinge ging, die mit Fußball nicht das Geringste zu tun hatten. So wie auch nun hier in dieser Diskussion. QED!!! 😉

        • EDIT: „Es soll wohl aber auch vermieden werden, dass Leute vom Schlage jener, die z. B. gestern tausende von Fähnchen fürs Stadion verteilt haben, keine „Informationsveranstaltungen“ und keine Verteilung von etwa Flugblättern mehr in Schulen machen dürfen.“

          Das soll natürlich nicht vermieden, sondern erreicht werden…

      • „aber die Ungarn haben das verdammte Recht, das in ihrem Land so zu regeln, wie sie es wollen, solange sie, salopp ausgedrückt, niemanden in Umerziehungslager stecken.“

        Nein, wenn sie gleichzeitig in der EU sein wollen, und das wollen sie ja, dann haben sie dieses Recht eben nicht mehr bzw. die Grenzen sind ein wenig enger gesetzt als nur „solange sie niemanden in Umerziehungslager stecken“.

        • Also hat ein Land noch nicht einmal mehr die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, welche Inhalte Teil des nationalen Bildungswesens sein sollen? Weil EU?

          Ohne dass das betreffende Gesetz jetzt mein persönliches Wohlwollen findet, aber eine EU, die sich derart gouvernantenhaft aufführt, muss sich nicht wundern, wenn in immer mehr Ländern offene Debatten über EU-Austritte geführt werden.

          • 1. Du weißt genau, daß es hier nicht nur um „Inhalte des nationalen Bildungswesens“ geht.
            2. Die Ungarn wollen ja offensichtlich nicht austreten, das Geld nimmt man dann doch gerne.

          • @stormking

            Und worum geht es? Es kann zunächst einmal überhaupt nur darum gehen, ob das ungarische Gesetz mit den EU-Regeln vereinbar ist. Um das beurteilen zu können, bräuchte ich eine inhaltliche Berichterstattung über das Gesetz (und die entsprechenden EU-Regeln). Dummerweise verschwenden die Hauptnachrichten meine Zeit aber mit ellenlangen Berichten von der Empörung über das Gesetz, statt mir inhaltlich von dem Gesetz selbst zu berichten.

            Und in einem zweiten Schritt, gesetzt den Fall, dass Ungarns Gesetz gegen EU-Regeln verstösst, kann man immer noch in Frage stellen, ob die entsprechenden EU-Regeln verkehrt sind, nicht das Gesetz.

            Aber ich weiß, meine Ansprüche sind zu hoch. Wie viel einfacher ist es doch, darüber zu streiten, wie Manuel Neuers Kapitänsbinde aussieht, und in welchen Farben ein Stadion illuminiert wird… alles immer unter der Überschrift: Bist du einer von den Guten oder einer von den Bösen? Auf neudeutsch: Virtue signalling, nur noch darum geht es. Zu mehr reicht es nicht.

          • „Es kann zunächst einmal überhaupt nur darum gehen, ob das ungarische Gesetz mit den EU-Regeln vereinbar ist.“

            Exakt. Und darüber entscheidet nicht das deutsche juste milieu.
            Und selbst wenn das Gesetz offenkundig rechtswidrig wäre, ergäbe sich daraus kein Recht, eine Sportveranstaltung für eine dieser typischen „Zeichen-Setzen“-Aktionen zu instrumentalisieren, die sowieso keinerlei Auswirkung auf die Gegebenheiten haben, sondern allein dem Selbstzweck dienen, sich gut zu fühlen bzw. die „richtige“ Haltung zu demonstrieren.

            Ich bin mir übrigens sicher, dass alle Beteiligten wussten, dass es für die UEFA völlig unmöglich war, die Aktion zu genehmigen, nachdem in der Begründung des Antrags ja anscheinend ausdrücklich klargestellt wurde, dass es sich um eine gezielt gegen Ungarn gerichtete politische Initiative handelte. Die Ablehnung war deshalb vermutlich bewusst provoziert worden, weil sich mit dieser Ablehnung viel besser Stimmung machen ließ.

          • Siehe weiter unten bei Hugo. Es geht jedenfalls nicht um die Rechte Homosexueller, wie immer wieder kolportiert wird, sondern um „Rechte“ von Gutmenschen, sich als gute Menschen inszenieren zu können, indem man Kinder möglichst viel mit Trans- und Homoinhalten behelligt.

            Selbst wenn Homo- und Transsexualität natürlich wären, würde das Gesetz keine Rechtseinschränkung bedeuten. Bezeichnend find ich ja, daß diese ganze Gutmenschenbagage so tut, als sei es letzthinnig bewiesen, daß Homo- und Transsexualität das Natürlichste von der Welt wären.

            Widerliches Pack. Und Leute, die Gegenargumente anführen, werden als „homophob“ diffamiert, statt eine Sachdiskussion überhaupt erst zuzulassen

            Das nächste Spiel der Germanen läuft übrigens am 29. um 18 Uhr. Wir werden ganz England coventrieren! Das erste Achtelfinale läuft wohl am 26., wie ich soeben auszumachen meinte.

          • „Leute, die Gegenargumente anführen, werden als „homophob“ diffamiert, statt eine Sachdiskussion überhaupt erst zuzulassen“

            Na, dann kannst du ja ganz beruhigt sein. Du hast bei der Frage „Ist Homosexualität natürlich?“ noch nie ein Argument angeführt.

  3. Zum Fussballspiel:

    Was für eine Krinte. Sage und schreibe fünf Gegentore nun schon in drei Gruppenspielen. Und fast alle davon durch schlechtes Verteidigen in 08/15-Situationen: Der Konter der Ungarn heute war gut abfangbar, beim Gegentor nach dem Wiederanpfiff haben anscheinend alle gepennt, gegen Portugal Gegentore nach einem Freistoß und einer eigenen(!) Ecke. Und dem Gegentor durch Frankreich ging ein nachlässig verteidigter Einwurf voraus.

    Ich formuliere es zum Abschluss der Vorrunde mal positiv: Wenn wir diese verdammten Nachlässigkeiten endlich abgestellt kriegen, können wir weit kommen.

  4. Am absurdesten an dem ganzen Spektakel finde ich, dass man, nur weil es eine Doktrin gibt, wonach die Politik aus dem Fußball rauszuhalten ist, jetzt soundsoviele bereit sind zu behaupten, Menschenrechte seien kein politisches Thema.

    Aus dem Nichts heraus behauptet das jemand, und stillschweigende Zustimmung auf allen Kanälen. Menschenrechte sind keine Politik mehr?

    Da bin ich nicht dabei.

    Ob die Politik aus dem Fußball rauszuhalten ist oder nicht – wenn Staatslenker zu Endspielen fahren ist damit auch regelmäßig Schluss – darüber kann man diskutieren. Präzedenzfall war schon das Engagement gegen Rassismus, das wenigstens für sich hatte, dass es halbwegs glaubwürdig war – in sehr vielen Mannschaften spielen Spieler diverser Ethnien zusammen, Spieler haben sich schon häufiger spontan mit ihren Kollegen solidarisiert.

    Bezüglich Homosexuellen sehe ich das nicht. Müsste der europäische Fußball da nicht kleinlaut sein und ganz andere Töne anschlagen? Profis outen sich frühestens nach der Karriere – sieht das in anderen europ. Ländern so anders aus?

    So ein Regenbogenstadion wäre ein billiges Lippenbekenntnis, aber dass man das nur für das Spiel gegen Ungarn machen wollte ist ja wohl eine offensichtliche Instrumentalisierung des Fußballs für politische Botschaften und die politische Botsschaft ist auch nicht konstruktiv. Der Antirassismuskampagne konnte man abkaufen, dass es auch eine Wirkung in die Vereine hinein und in die Fangruppen in den Stadien haben sollte. Aber es sollte nicht irgendwer an den Pranger gestellt werden.

    Zum Orban- oder Ungarnfan macht mich das nicht. Das 2. Tor der Ungarn hat mir sportlich sehr gut gefallen, aber ich bin froh, dass wir weiter sind.

    Martin Luther King war wohl auch vollkommen unpolitisch, die Geschwister Scholl, Ghandi, ….

  5. Man stelle sich mal vor, dass sich China für die WM qualifiziert und an das Stadion eine Parole projiziert würde, die den Umgang Chinas mit den Uiguren anklagt. Dabei handelt es sich um ein weitaus dringenderes Problem als Ungarn und seine Gesetzgebung bezüglich LGBT. Ich bin mir sicher, dass sich die Chinesen das nicht bieten lassen und ihre Mannschaft vom Turnier zurückziehen würden, falls das gemacht würde (was natürlich nicht geschehen wird).
    Wenn man den Fussball (und den Sport allgemein) derart politisiert, dann kann man es gleich vergessen und rund die Hälfte aller Nationen vom Wettbewerb ausschliessen, da sie rechtsstaatlichen/menschenrechtlichen Ansprüchen nicht genügen.

    • Vielen Dank!
      Wenn ich es richtig verstehe, sollen also Minderjährige möglichst von (insbesondere positiven) Darstellungen von LGBTQ…-Lebensweisen ferngehalten werden (ob das auch eine wissenschaftlich-pädogogische Auseinandersetzung damit verbieten soll, ist für mich auf Anhieb nicht erkennbar).
      Muss man ganz sicher nicht gut finden, aber dass das auf eine generelle Diskriminierung queerer Menschen hinausläuft, erschließt sich mir so erstmal nicht. Scheint mir eher eine Reaktion auf die übertrieben positive Darstellung queerer Lebensweisen durch den heutigen Zeitgeist zu sein, die sicherlich tatsächlich auch negative Einflüsse auf Heranwachsende ausübt.

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