Selbermach Mittwoch

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73 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch

  1. Ein interessanter Artikel zum dialektischen Denken von dem Entwicklungspsychologen Michael Basseches:

    The Development of Dialectical Thinking As An Approach to Integration

    Klicke, um auf pdf-template-issue.php zuzugreifen


    (editiert: funkionierender Link)

    Michael Basseches ist innerhalb des Forschungsbereichs der kognitiven Entwicklungspsychologie ein Experte zum dialektischen Denken. Er ist u.a. Autor des 1984 erschienenen Buches

    Dialectical Thinking and Adult Development

    welches als kognitiv-entwicklungspsychologische Pionierarbeit zum dialektischen Denken das Forschungsfeld zum sogenannten post-formalen Denken in der kognitiven Entwicklungspsychologie mitetablierte.

    Als post-formales Denken werden in der neo-piaget´schen kognitiven Entwicklungspsychologie Formen des Denkens bzw. kognitiv-entwicklungspsychologische Strukturen bezeichnet, die sich in der Regel nur im Erwachsenenalter herausbilden können und die über das von dem Entwicklungspsychologen Jean Piaget so genannte formal-operationale Denken hinausgehen, also besonders reife Formen des Denkens wie hochdifferenziertes, multiperspektivisches und synthese-orientiertes Denken.

    Dialektisches Denken wird von vielen führenden Vertretern der neo-piaget´schen Entwicklungspsychologie als eine Form post-formalen Denkens verstanden, also als ein Denken, das einer besonders reifen kognitiv-entwicklungspsychologischen Stufe zugehört.

    Es lohnt sich daher m.E. sich damit zu befassen, was dialektisches Denken bzw. post-formales Denken eigentlich ist und wie man es fördern kann.

    Michael Basseches gibt in dem oben verlinkten Artikel eine verständliche Einführung.

    • interessantes paper, danke für den Link. ich tu mich leider immer wieder mit dem Begriff „Dialektik“ schwer, da versteht irgendwie jeder was anderes drunter .. ich hatte das noch in der Schule als „lehre von der bewegung/entwicklung“. mit den entsprechenden „Gesetzen“, also den sich bedingenden und sich gleichzeitig ausschließenden Widersprüchen, dem Umschlag und von Quantität in Qualität, und diese Negationsgeschichte, aber das ganze geht wohl auf Marx und vor allem Engels zurück und ist damit wohl etwas verpönt ^^

  2. Die „Initiative Neue Deutsche Marktwirtschaft“ hat in mehreren Zeitschriften eine Anzeigenkampagne gestartet, die Annalena Baerbock in einer Kopie des von Charlton Heston in „The Ten Commandments“ verkörperten Mose:

    http://tinyurl.com/yfwsqsbg

    als Vorreiterin einer gegen die Marktwirtschaft gerichteten Verbotspartei persifliert. Das ist alles ziemlich peinlich und cringeworthy, die Reaktionen scheinen mir allerdings noch wesentlich vielsagender zu sein, speziell gleich zwei Artikel in der ZEIT, die der Kampagne Antisemitismus vorwerfen:

    tinyurl.com/yfmwqx6n

    tinyurl.com/ygcoourn

    Beide ignorieren den klaren Bezug auf den o.g. Film und die ikonische Darstellung Hestons als Mose komplett und erfinden stattdessen für Inhalte, die genau damit zusammenhängen, alternative Darstellungen und Interpretationen, um ihre These zu untermauern.

    Im ersten fabuliert der Politikwissenschaftler Michael Koß offenbar weitgehend unbeleckt von religionsgeschichtlichen Zusammenhängen von einer Anzeige „gegen Juden und gegen Frauen“, bei der Baerbock die „Mission des jüdischen Gottes“ vorgeworfen werden würde, genauer „ihr vermeintlich jüdischer Messianismus“. Keiner dieser Begriffe macht irgendeinen Sinn, weder in diesem Kontext, noch generell. Das religiöse globale Sendungsbewusstsein ist explizit christlich, nicht jüdisch und welche Mission der jüdische Gott haben soll, ist genauso unklar.
    Nur ein Beispiel für eine der Parodie des Films geschuldeten Darstellung, die absurdn uminterpretiert wird:

    „Das altertümlich wallende Gewand, Baerbocks ganze alttestamentarische Aufmachung, unterstreicht, dass sie keine von uns ist“

    Der Rest besteht dann nur noch aus einem Aufeinandertürmen aller möglichen Hobbythemen und Platitüden, die eine solche Anzeige als fundamental demokratiezerstörend brandmarken.

    Der zweite Artikel ist fast noch schlimmer und wirkt wie ein hastig zusammengegoogelter Offener Brief, den immerhin 8 zum Teil prominente Autoren unterschrieben haben. Auch hier wieder keinerlei Verweis auf dem Film (obwohl eine Professorin für Medienwissenschaft involviert ist!), stattdessen steht beispielsweise zu dem in beiden Bildern zu findenden Hintergrund:

    „Der blutrote Hintergrund der Anzeige – eine farbhistorische Anspielung auf die Teilung des Roten Meeres, also auf den von Moses geführten Auszug weg von den „Fleischtöpfen Ägyptens“ in die entbehrungsreiche Zukunft eines vorerst nur mehr prophetisch angekündigten „gelobten Landes“ – denunziert das politische Programm der Grünen zu einem Irrglauben, der autoritär zur Staatsreligion gemacht werden soll.“

    Völlig absurd wird es dann bei der Diskussion der politischen Ikonographie, bei der zunächst eine eindeutig PROsozialistische anonyme Karikatur als Beleg für antisozialistischen Antisemitismus verwendet wird. Eine zweite zu „Moses an der wall street“ verlinkt auf einen reddit-Beitrag, in dem ein anonymer Autor behauptet, dass es sich hier um eine antisemitische Karikatur handeln würde. 2 Minuten Recherche dazu zeigen: der Karikaturist war Kommunist, die Zeichnung erschien im St. Louis Post Dispatch, der Zeitung des jüdischen Verlegers Joseph Pulitzer.

    Sorry wegen des langen, leicht themenfremden Posts, aber ein solcher mehrfacher völliger logischer und wissenschaftlicher Totalschaden ist auch mir selten untergekommen. Und das nur wegen einer ziemlich dämlich-lächerlichen Werbekampagne gegen die arme Annalena, die doch nur Kanzlerin werden will.

    • grün ist eine Religion, inkl feministischem und ökologischen Heilsversprechen und Ablasshandel.

      Ist wohl nicht schön, wenn Satire so den Punkt trifft, da muss der Rationalisierungshamster ein paar hektische Überstunden einschieben.

    • Da stimme ich zu. Die Anzeige ist dämlich, da Annalena als Transatlantikerin fest und ohne jeden Zweifel an das derzeitige System glaubt. Oder, um im Bild zu bleiben: Die hält keine Steintafeln, die tanzt mit ums goldene Kalb herum 😉

      Die Reaktionen darauf, die „Das ist antisemitisch“ keifen, sind genauso dämlich. Und nur darauf aus, als apolitische Schmähung ein Buzzword aus der Waffenkammer zu verwenden.

      BTW: Noch dämlicher wäre eine genauso mögliche, positive Deutung der Bildmontage von Annalena als die Führerin welche ihr Volk aus der Sklaverei in die Freiheit und das gelobte Reich führt. *rofl*

  3. Ich habe mal Neo-Nazis dazu gezählt.
    99 Tote in 10 Jahren, 108 Verletzte und das nicht nur in den USA, sondern im Westen allgemein.

    Im Vergleich:

    Five people were killed in a weekend of violence in Chicago while eight people were killed in mass shootings in Oregon, Indiana, Utah, and Michigan. A high school student was killed in New Jersey and two people were killed early Monday morning in Florida.
    Eight people were wounded at a graduation party in Cleveland. In New Orleans, eight people were injured in a single shooting incident. Five people were wounded in a shooting in Oakland.

    „Much of the violence that we have seen over this weekend and throughout the year is driven by a gang culture. Gang culture of retaliation and revenge. Some call it street justice,“ Brown said.
    Fifty-five people were shot in 41 incidents in Chicago between 6 p.m. Friday and 11:59 p.m. Sunday, according to Chicago Police Department (CPD) spokesperson Kellie Bartoli.

    https://edition.cnn.com/2021/06/06/us/chicago-shootings-injured-dead/index.html

    In nicht mal 48 Stunden wurden 55 Menschen getötet… aber klar, die wahre Gefahr geht von White Supremacist aus.

    Ob dieser Politikerdarsteller selbst glaubt, was er da erzählt?

    • „Wir sind wütend, dass (…) keine jüdische Stimme mehr auf unserem Festival sprechen wird.“ Das ist das Fazit der Ver­an­stal­te­r*in­nen des antirassistischen Festivals „Dear White People“, das in der vergangenen Woche in Freiburg stattfand.

      https://taz.de/Kritik-am-Festival-Dear-White-People/!5778646/

      LOL, ein antirassistisches Festival, das allein Weiße als Ursache von Rassismus sieht und Weißen, weil sie weiß sind, das Sprechen verbieten will. Und der Autor stört sich daran das auch weiße Juden ausgeschlossen werden. Wenn es nur weiße Nicht-Juden wären, hätte er wohl kein Problem.

      Oh backe, diese Anti-Rassisten müssten sich eigentlich alle selbst bekämpfen.

      • Oh backe, diese Anti-Rassisten müssten sich eigentlich alle selbst bekämpfen.

        Gib ihnen etwas Zeit .. ich bin da eigentlich recht optimistisch.

      • Sorry Matze, du hast die „Theorie“ und deren Konsequenzen immer noch nicht verstanden:
        Da in ihrem Dogma die Opfer in der Geschichte immer die Nicht-Weißen und Täter immer die Weißen waren, stören weiße Opfer in der Geschichte.
        Die müssen weg.
        Weiße Opfer sind also uneigentliche Opfer in ihrer Geschichte.

        Sie kommen so völlig automatisch auf Holocaust-Relativierung/Leugnung u.a. durch Multiplizierung der Genozide und „Traumata“.
        Sie kommen so völlig automatisch auf Schlussstrich-Debatten, denn aus ihrer Sicht hat man sich lange genug um die uneigentlichen Opfer der uneigentlichen Geschichte gekümmert und sollte nun zurück zur eigentlichen Geschichte, nämlich ihrer Geschichte.

        Und wenn es diese, ihre Geschichte nicht gegeben hat, dann muss diese Version der Geschichte weg, mitsamt den „falschen“ Opfern.
        So wie es keinen Feminismus ohne Geschichtsfälschung geben kann, trifft das auch für den „Postkolonialismus“ und alle anderen x-studies zu.
        Aber diese Geschichtsfälschung ist kein Betriebsunfall, es ist eine sich aus dem Dogma selbst ergebende Notwendigkeit.

        • „Sie kommen so völlig automatisch auf Holocaust-Relativierung/Leugnung u.a. durch Multiplizierung der Genozide und „Traumata“.“

          Ich meine es wird gerettet mit der „sozialen Konstruktion des Weißen“. Weiß ist, wer Macht hat. Juden hatten im Dritten Reich keine Macht, waren also damals nichtweiß. Heute werden sie, da das dritte Reich vorbei ist, Weiß gelesen, es sei denn sie sind eben zusätzlich dazu Juden zu sein erkennbar nichtweiß. Schon ist das Dilemma in deren Sicht aufgelöst

          • Klar und wer Macht hat und sozial konstruiert weiß ist, erkennt man ohne weiteres an der Hautfarbe. Mehr braucht man nicht. Der kann auch unter einer Brücke schlafen.

            Welche Gruppe ist heute noch rassistischer als CRT-Idioten? Noch jagen woke Akademiker keine Weißen mit dem Ziele sie zu töten, aber deren kontinuierliche Dämonisierung und Entmenschlichung von Weißen im Bildungsbereich, schon in Grundschulen und in den Medien sowie der Politik trägt in meinen Augen bei anderen Menschen bereits ihre Früchte:

          • @Christian

            „Ich meine es wird gerettet mit der „sozialen Konstruktion des Weißen“. Weiß ist, wer Macht hat. Juden hatten im Dritten Reich keine Macht“

            Da sollte man die engagierten Nazis der damaligen Zeit befragen, die dagegen energisch protestieren würden, denn aus ihrer Perspektive (their truth) haben die Juden die Welt beherrscht. Mit der kognitiven Dissonanz, dass die „Untermenschen“ es schaffen die Welt zu beherrschen, konnte der gemeine Nazi bestens leben.

            „Heute werden sie, da das dritte Reich vorbei ist, Weiß gelesen“

            Die üblichen Geschichtslügen.
            Juden mussten einen Judenstern tragen, weil sie entgegen der Nazi-Propaganda in der Regel von (weißen) „Deutschen“ nicht zu unterscheiden gewesen wären. Ich habe „Deutschen“ in Anführungszeichen geschrieben, denn natürlich waren diese Juden Deutsche.
            Im Unterschied zu Juden wurden Schwarze von den Nazis nicht verfolgt und umgebracht. Im KZ Dachau befand sich m.W. genau ein Schwarzer, aber der war erstens Franzose und zweitens in seiner Eigenschaft als Kommunist dort.

            Es gab das Afrikakorps in Afrika – wo waren denn die KZs für Schwarze, wo waren die Vernichtungslager? Es gab keine.
            Die analphabetisch „Lesenden“ sollten mir erklären können, warum der rassistische Furor der Nazis ausblieb, obwohl sie die Gelegenheit gehabt hätten.

        • @crumar
          1. Ich hatte ja mal irgendeinen Tweet gesehen, wo jemand im Ernst behauptet hat, dass der Kolonialismus viel schlimmer gewesen sei als der Holocaust (wobei nicht mal auf das Verhalten des belgischen Königs in Belgisch Kongo spezifiziert wurde).
          2. Das Gleiche gilt übrigens auch für Nichtweiße, die nicht als Opfer gesehen werden können. Tim Pool hatte mal auf Youtube erwähnt, dass jemand, als er auf die Ostasiaten zu sprechen kam, die ja überdurchschnittlich verdienten, die Tatsache, dass Japan und Nazideutschland verbündet waren, als Beweis dafür sahen, dass Weiße und Asiaten natürlich Verbündete seien (oder so ähnlich, ich weiß es nicht mehr so genau, was er gesagt hat) und somit die Asiaten auch zu den Bösen zählte.

          • „die Tatsache, dass Japan und Nazideutschland verbündet waren, als Beweis dafür sahen, dass Weiße und Asiaten natürlich Verbündete seien (oder so ähnlich, ich weiß es nicht mehr so genau, was er gesagt hat) und somit die Asiaten auch zu den Bösen zählte.“

            Das ist so bescheuert, das glaube ich sofort.

            die Tatsache, dass Japan und Nazideutschland verbündet waren, als Beweis dafür sahen, dass Japan und Europäer natürlich Verbündete seien (oder so ähnlich, ich weiß es nicht mehr so genau, was er gesagt hat) und somit die Europäer auch zu den PoC zählte

          • „…und somit die Europäer auch zu den PoC zählte“

            Umgekehrt: „…und somit die Ostasiaten auch zu den Weißen zählte“

          • @Antidogmatiker

            Wenn man die reine Anzahl der Opfer nimmt, dann stimmt das. Aber auch nur, wenn man die „Untermenschen“ auf Juden eingrenzt und die Slawen nicht weiter erwähnt, die ebenfalls als solche galten.

            Nur gab es keine a. bürokratisch organisierten und b. industriell exekutierten Massenmord mit der c. wissentlich und willentlich geäußerten Absicht, eine ganze Bevölkerungsgruppe komplett auszulöschen.

            Beim Sklavenhandel gab es keine mörderische Absicht, denn das hätte den Profit geschmälert. Im Kongo wollte man die Bevölkerung terrorisieren, aber nicht bewusst auf 0 reduzieren.

            Die Relativierer des Holocaust sind angestrengt bemüht, sich mit solchen „Kleinigkeiten“ und weiteren Unterschieden nicht weiter zu befassen, weil es nicht ins eigene Weltbild passt.

    • „In nicht mal 48 Stunden wurden 55 Menschen getötet… “

      Vorsicht, „were shot“ heißt nicht zwingend erschossen, kann auch nur angeschossen sein.

      Ansonsten 100% Zustimmung.

  4. Könnt ihr euch erinnern? Die obenohne Radlerin in Freiburg? Da gab es teils heftige Reaktionen dazu.

    https://www.badische-zeitung.de/so-debattiert-das-netz-ueber-die-oben-ohne-radlerin-an-der-dreisam

    Beispiel:
    Hanna Hapunkt (Facebook): „Na wenn man es unbedingt braucht und es nötig hat, Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu müssen? Die weibliche Brust IST eben keine männliche Brust, da kann sie es noch so ungerecht finden!“

    Ich persönlich fand es sehr schade, dass sie nicht den Mut hatte ihre Brüste in der Zeitung zu zeigen. Wenn schon, denn schon…

  5. AHA!

    Ich muss gestehen: mal abgesehen von der Qualität, Relotius und bento Scheiße, ist das Fotzenkotzen von Stohkopfski der wichtigste Grund die Schwurbler vom Spiegel nicht mehr zu lesen. Und dabei war das mal das wichtigste Magazin für mich 😢
    Und ich gestehe: seit ich Spiegel nicht mehr lese, geht es mir besser 😁

    • Wobei Herr Utlu in dem konkreten Fall (leider) unrecht hat: Er wird in unserer inzwischen vom Woken Gesindel dominierten Gesellschaft (ausnahmsweise) als Mann nicht bzw. deutlich weniger diskriminiert als der Durchschnittsmann, und zwar GENAU WEIL er dieser Tage sowohl den Schwulen- als auch den Migrantenbonus in Anspruch nehmen kann. Damit steht er gleich mehrere Stufen höher in der Opferpyramide als ein einheimischer Mann der schwul oder sonstwie sexuell deviant ist.

  6. https://www.nzz.ch/feuilleton/liberalismus-wir-muessen-freiheit-neu-buchstabieren-lernen-ld.1630476

    Unabhängig von der Grundausrichtung dieses Blogs, möchte ich heute auf diesen mMn wichtigen Text in der NZZ hinweisen.

    Freiheit beginnt beim Einzelnen, und wir müssen sie wieder lernen: Wie sich der Liberalismus neu erfinden muss
    […]

    Das Neue besteht in einer informellen Übereinkunft zwischen Linksliberalismus und progressivem Neoliberalismus. Für die USA hat die marxistische Philosophin Nancy Fraser dieses Bündnis so charakterisiert: «Die US-amerikanische Form des progressiven Neoliberalismus beruht auf dem Bündnis ‹neuer sozialer Bewegungen› (Feminismus, Antirassismus, LGBTQ) mit Vertretern hoch technisierter, ‹symbolischer› und dienstleistungsbasierter Wirtschaftssektoren (Wall Street, Silicon Valley, Medien- und Kulturindustrie usw.).»
    […]
    Die erste Aufgabe eines tätigen Liberalismus besteht also darin, für eine offene und freie Diskussion, gegen Verdächtigungen, Cancel-Culture, De-Platforming und ideologische Zurichtung der Sprache zu kämpfen, die zweite, darauf hinzuwirken, dass im öffentlichen Disput wieder rationale Regeln herrschen. Der erste Populismus besteht darin, andere populistisch zu nennen. Die Diktatur kommt als neue Empfindlichkeit daher, Grossmoral ersetzt Verantwortung, wer das Gute will, darf das Böse tun, weil der moralische Zweck die Mittel heiligt. Die westliche Welt droht in einen neuen Irrationalismus zu kippen, der Irrationalismus aber ist der Tambour der Unfreiheit.
    […]

    Ich habe hier sträflich zwei Abschnitte extrahiert, weil ich sie in der kürze ihrer Aussagen für sehr wichtig halte, denn sie treffen auch den inneren Nerv einer Männerrechtsbewegung und der Antifeministen (ein Begriff den ich nicht so sehr mag, aber berechtigt ist). Der ganze Text ist aber wirklich lesenswert. Überhaupt bin ich mittlerweile von der NZZ eher überzeugt als von der FAZ. Zeit.de scheint aktuell irgendwie Probleme zu haben. Die Qualität ist extrem schlecht und die Kommentare werden oft gesperrt oder stark zensiert. Mir scheint denen weht ein strammer Gegenwind ins Gesicht.

    • Homo Duplex hat dazu sehr passend gesagt, daß sich kein Schwein für das Geseier der Neubauer interessieren würde, wäre sie ein kerl.

      • Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Denn wenn man mal schaut, wer unter anderem in dem „Kernthema“ dieser Schwätzerin wirklich was macht, Dinge erfindet und entwickelt, die uns helfen könnten, unseren Lebensstil ökologischer umzusetzen ohne uns, was man einzig von Hohlschwätzern Luisas Kaliber immer wieder vernimmt, gesellschaftlich in die Steinzeit zurück zu degenerieren, dann sind das in erdrückender Mehrheit Männer (alte, weiße gar) und Jungen. Von denen hört man aber komischerweise gar nichts. Wenn aber Luisa „das Hohlbrot“ Neubauer oder irgendein seelisch beeinträchtigtes Mädchen aus dem hohen Norden irgendeinen inhaltsleeren, nur aus einstudierten Talkingpoints bestehenden Furz absondern, dreht die Presse vor Begeisterung durch, als hätten Mohammed, Jesus und Buddha persönlich eine gemeinsame Pressemitteilung zur Aufforderung der Völker- und Religionsversöhnung herausgegeben.

        Und ganz nebenbei ist es wohl viel eher Spahns Geschlecht, welches diese nachgewiesene rassistische Sexistin dazu veranlasst hat, sich in ihrem vor Dämlichkeit triefenden Statement gerade auf ihn zu stürzen. Warum nicht auch auf Merkel, die durch ihre Veräußerung aus nationaler Verantwortung und somit Spahns Zugriff an ihre für ihre „Kompetenz“ hinlänglich bekannte Busenschwester und EU-Kommissionspräsidentin dafür gesorgt hat, dass wir in Deutschland noch auf die ersten Impfdosen überhaupt warten mussten, als in GB und den USA schon bald die halbe Bevölkerung ihren ersten Schuss bekommen hatte?

        Inkompetenz und schreiende Dummheit ist längst epidemisch unter unseren Parlamentariern, aber wenn ich mir angucke, wer schon alleine aufgrund von Äußerungen, welche man dem jeweils anderen Geschlecht selbst in deutlich harmloserer Weise niemals durchgehen lassen würde, somit unter objektiven Gesichtspunkten zurücktreten müsste um weiteren Schaden von Amt und Haus abzuwenden, dann fallen mir da ehrlich gesagt fast nur weibliche Politiker ein. Aber DIE werden da nie zu aufgefordert und ihre teils widerlichen sexistischen Aussagen in der Presse völlig ignoriert oder gar noch abgefeiert. Und das, kleine Luisa, WIRKLICH NUR weil sie Frauen sind.

        Es ist aber für den Zustand der heutigen „Linken“ bezeichnend, dass deren Gallionsfigur eine von jeglicher Lebensleistung unberührte Millionärstochter ist…

        • Aber… lieber, liebster Billy, schau Dir doch nur das Bild an.

          Sie lächelt so schön.
          Sie hat langes, wallendes Haar.
          Braune Augen.
          Jungendliche Haut.
          Grübchen und Pausbäckchen.
          Ein Stupsnäschen.

          Und ich kann mir meinen Schw*z wirklich, wirklich gut in ihrem Mund vorstellen.

          Man sollte ihr alles durchgehen lassen. Sie muss toll sein! 😉

          gez. Hitze-Renton

          • „Man sollte ihr alles durchgehen lassen. Sie muss toll sein!“

            Finde ich auch!

            Gezeichnet: Mit dem Schwanz denkender Dogmatiker

            PS: Es sollte NICHT ANTIdogmatiker heißen!

          • PPS: Es sollte natürlich „Antidogmatiker“ heißen, das, was ich davor diesbezüglich geschrieben habe, waren nur freudsche Verschreiber!

  7. Zensur: Die Twitter „KI“ sperrt offenbar Accounts nach Tweets mit Affen Emojis (Nichts sehen, hören, sagen, etc) in Verbindung mit EM Hashtags. Grund ist offenbar Rassismusverdacht

  8. Frauenquote, Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugen, NUR Frauen vor Gewalt/Hass/Diskriminierung/Sexismus/negativen Stereotypen/geschlechtsspezifischen Kosten/falschen Entscheidungen schützen.

    • „Bei den Börsenneulingen tummeln sich mehr »Christians« und »Stefans« als Frauen.“

      Twitterkommentar: Männern die Unternehmen gründen wird vorgeworfen, dass sie keine Frauen sind.

  9. Tagesschau.de,Rechtsextremismus in der Polizei: „Es ist ein männliches Problem“
    https://archive.is/eC02z 17.06.2021

    „Rechtsextremismus ist ein männliches Problem“
    tagesschau.de: Worin sehen Sie die Gründe für den Rechtsextremismus bei der Polizei?
    Behr: Die Gründe sind vielfältig. Zunächst hängen sie mit Arbeitsprozessen zusammen. Die Polizei nimmt immer nur einen kleinen Ausschnitt von Gesellschaft wahr und das in sehr schwierigen Umständen. Das tun aber andere Berufe auch. Das würde ich allein nicht gelten lassen.
    Wir haben es aber in der Regel mit Männerbünden zu tun, die sich zusammenschließen. Rechtsextremismus in der Polizei ist tatsächlich ein männliches Problem, kein weibliches. Es gibt zwar Kolleginnen, die da mitmachen in den Chats, aber wir haben noch nie etwas gehört von Rädelsführerinnen. Das heißt: Männerbünde, prekäre Aufgaben, keine Führungsaufsicht und vor allen Dingen keine Möglichkeit, über die Arbeit anders zu sprechen als in Vorurteilen oder in Worten, die deklassierend sind und abweisend sind.

    Es geht mir auf die Senkel….in Frankfurt zB gibt es mehrere Drogenbanden die komplett aus Ausländern bestehen, besonders Einheiten die mit Drogenkriminalität zu tun haben sehen oft extrem viele Ausländer.

    Verhaften und in ein paar Tagen wieder verhaften, für viele Polizisten sieht es aus als wäre das Gerechtigkeits-System defekt.

    In Frankfurt (wahrscheinlich auch in anderen Städten) gab’s ein Viertel, wo Zufahrtsstraßen von jungen Männern, nach Straftaten, gesperrt wurden (mit Hindernissen)

    Es kommt immer wieder vor, dass Polizisten bei Maßnahmen von einer schimpfenden und drängelnden Horde umzingelt werden, welche eiligst herbeigerufen wird, so müssen in manchen Vierteln für eine einfache Verhaftung gleich 3-4 Streifen anrücken, oder gar gleich ein Sondereinsatzkommando….

    Ich bin selbst mal einem Twitter-Shitstorm hinterher, und habe mir die „Rassismus“-Videos angeschaut, war zufällig auch Frankfurt, da wollten 2 Polizisten 2-3 Leute kontrollieren. Die waren umzingelt von 15-20 Leuten die unablässig schimpften, einige versuchten dazwischen zu gehen, „Rassisten“ wurde auch gerufen. Dieser Vorwurf gehört schon zum Standard, ein Polizist mit MiGraHiGru meinte mal er wäre auch so beschimpft worden…

    Ich habe in letzter Zeit nicht gehört, dass das SEK Frankfurt schlecht gearbeitet, Menschen gefoltert oder seinen Job nicht richtig gemacht. Das ist das Problem. Diese Spezialisten arbeiten sauber ihren Job ab. Nur die ganze Energie, die dafür notwendig ist, die wird in der Freizeit im zwischenmenschlichen Bereich, im kollegialen Bereich ausgelebt.

    Man will einerseits die Jungs fürs Harte, die Elite der Polizei. Andererseits sollen sie sich wie der Lieblingsschwiegersohn verhalten. Und das geht eben nicht. Dass diese Energie auch destruktiv sein kann, darum hat man sich nicht gekümmert. Das ist eigentlich die Kritik, die der Polizeiführung gemacht werden muss.

    Hier schimmert bei dem Experten mal etwas Mitleid durch, aber betroffene Polizisten werden nicht gefragt…

    Bei Polizei u. Militär ist der AFD-Anteil signifikant höher als im Rest der Gesellschaft, wen wundert es?

    Er spricht auch von Whistleblower-Einrichtungen und Verbesserung der Fehlerkultur, was ich auch sehr begrüße. Sein „PoC“ ist aber Schwachsinn, da viele Ausländer hier als weiß durchgehen.

    Ich habe den Eindruck in .de wird jetzt versucht, die USA nachzuahmen, ich wette in weniger als 2J gibt’s auch hier eine „blue lives matter“-Bewegung.

    • „Wir haben es aber in der Regel mit Männerbünden zu tun, die sich zusammenschließen. Rechtsextremismus in der Polizei ist tatsächlich ein männliches Problem, kein weibliches.“

      Für die Anti-Sexisten der Tagesschau ist das wahrscheinlich die Hauptaussage ihres Textes.

      Ich halte es für eine völlig nachvollziehbare Einstellung, wenn man die ÖRR verachtet.

    • Ja, so siehts aus. Danisch würde schreiben: „geliefert wie bestellt“.

      Das Ärgerliche ist, dass diejenigen, die das zu verantworten haben, erstens nicht (oder viel zu spät) kapieren, was sie zerstört haben und zweitens höchstwahrscheinlich weder darunter leiden, noch die Sache irgendwie verantworten müssen.

      Und natürlich: der „melting pot of nations“, die USA, sind Vorlage für alles, für die Schei*-EU, für „Diversität“ und „Einwanderungsgesellschaft“, für Geostrategie und neuerdings für Wokismus. Dass die ihre ethnischen Probleme seit Jahrhunderten nicht im Griff haben und dass das gerade mal wieder eskaliert, darf man ja nicht sagen.

    • Ich hatte mal einen Bekannten bei der Kripo. Der erzählte mir schon vor 20 Jahren, dass er jedes mal, wenn er einen Dealer verhaftet (nach seiner Aussage 90% Schwarze oder Araber), als Nazi und Rassist beschimpft wird.

      Die Rassismus Vorwürfe gegen die Polizei sind eine ganz klare Strategie der migrantischen Kriminellen, um den Staat zu delegitimieren.

      • Das Erschreckende ist natürlich, dass diese Strategie zunehmend von einer Phalanx aus Haltungsjournalisten und von Parlamenten gestützt und gefördert wird, für die natürlich der Fakt, dass Ausländer gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil weit überproportional oft verhaftet werden, nur ein Nachweis eines geradezu endemischen Rassismus‘ in der Polizei sein kann. Und so wird dieses schwachsinnige Narrativ mehr und mehr in der breiten Bevölkerung installiert und Polizisten sehen sich zunehmend bei Konflikten mit ausländischen Gruppen auch mit immer mehr Deutschen konfrontiert, die ihnen beleglos Rassismus unterstellen, sie dafür angreifen und ihnen ihre Arbeit erschweren bis unmöglich machen.

        Und so haben wir eine Polizei, die in der Öffentlichkeit kaum noch Achtung und politisch Null Rückendeckung erfährt – faktisch sogar noch von politischer Seite einen Tritt in die Eier nach dem anderen bekommt, man beachte nur mal Berlin, wo jeder des Rassismus‘ bezichtigte Polizist so lange als Rassist gilt und verfolgt wird, so lange er nicht beweisen kann, nicht mit rassistischen Motiven gehandelt zu haben – und somit immer weniger noch in der Lage ist, ihre ureigensten Aufgaben zu erfüllen, so dass in deutschen Großstädten No-Go-Areas, in denen der Staat längst nicht mehr fähig ist, noch seine Gesetze durchzusetzen, wie Pilze aus dem Boden schießen.

        Danke dafür, ihr hirnverbrannten Ideologen in euren Redaktionsstuben und Parteibüros. Ihr seid wirklich tolle Menschen und sooo wertvoll für unsere Gesellschaft und Demokratie. Danke, danke und tausendmal danke.

        • Die Rassismuskarte zu benutzen, wird bereits in der Schule eingeübt. Und natürlich, ohne dabei irgendwie stringent zu sein, es geht einfach nur um das Opferabo. Da beschimpfen sich dann z.B. zwei Schüler, beide hier geboren und mit deutschem Pass, aber der eine libanesischer und der anderer algerischer Abstammung, gegenseitig als Ausländer. Nehmen sie einen Lehrer in der Nähe wahr, heißt es: Der andere hat mich rassistisch beleidigt! (Dass der Lehrer den Streit von Anfang an mitbekommen hat und insofern weiß, wie er das einzuordnen hat, ist ihnen in dem Moment nicht klar.)

          Ich selbst habe einmal in einer Pausenaufsicht einen solchen deutschen Schüler libanesischer Abstammung wegen irgendeiner Kleinigkeit gemaßregelt. Er hat sich gefügt, aber im Weggehen ehrlich empört ausgerufen:

          „Nur weil ich schwarz bin!“

          Seine Haut war so hell wie die eines Libanesen halt ist. Innerlich lag ich vor Lachen auf dem Boden 🙂 Aber im Hinblick auf eine spätere, immerhin mögliche kriminelle Karriere bzw. auch einfach nur Scherereien mit der Polizei muss man natürlich feststellen, dass das jahrelange Einüben der Rassismusopferrolle einen überzeugenden Auftritt ermöglichen wird, vielleicht sogar zu der inneren Überzeugung führt, tatsächlich Opfer von Rassismus zu sein, auch dann, wenn es überhaupt nicht den Tatsachen entspricht.

          Was umgekehrt auf Polizeiseite dazu führt, solche Vorwürfe nicht mehr ernstzunehmen.

          Und so leben dann alle schlechter, die Polizisten, die sich unbegründete Vorwürfe anhören müssen, die echten Opfer von Rassismus, denen keiner mehr glaubt, und die unechten Opfer, weil die sich einbilden, echte Opfer zu sein. Nur die, denen selbst klar ist, dass sie nur so tun, die kommen wenigstens nicht schlechter weg, aber auch nicht besser. Und das alles mit freundlicher Unterstützung der identitären, woken Deppen.

  10. Nicht spielen u. gleichzeitig hier schreiben… nach:
    wo Zufahrtsstraßen von jungen Männern, nach Straftaten, gesperrt wurden (mit Hindernissen), „so dass die Polizei nicht ins Viertel kam.“

  11. Wieder wollen welche bewiesen haben, dass die Polizei (in GB) rassistisch diskriminiert:

    https://phys.org/news/2021-06-arabic-people-scanned-uk-police.html

    „According to the analysis, for every White North European person stopped and scanned in every 10,000 people, 48 Arabic people are scanned on average across the police jurisdictions. Similarly, for every one White North European person, 14 Black residents are scanned, 14 Asian people, almost four Chinese or two South East Asian.“

    Über Deepl.com ergibt das:
    „Laut der Analyse kommen auf jede weiße nordeuropäische Person, die angehalten und gescannt wird, im Durchschnitt aller Polizeibezirke 48 arabische Personen. Ebenso kommen auf eine weiße nordeuropäische Person 14 Schwarze Einwohner, 14 Asiaten, fast vier Chinesen oder zwei Südostasiaten.“

    Bedenkt man, dass in GB vor einiger Zeit – und vielleicht immer noch – pakistanische Kinderschändergangs nicht verfolgt werden, weil man Angst hat als Rassisten zu gelten, ist eine der folgenden Interpretationen wahrscheinlicher: Entweder verhalten sich die Leute aus anderen Ethnien häufiger verdächtig. Wobei sich dann allerdings die Frage stellt, warum das auch bei Chinesen der Fall ist. Oder das Unterbewusstsein beeinflusst das Verhalten der Polizisten und das weiß genau, dass viele Ethnien deutlich krimineller sind. Wobei es einen Zusammenhang zwischen Ausländersein generell und Kriminalität festgestellt hat, da die wenigsten Ausländer Ostasiaten sind, wobei das aber je nach Ethnie noch verstärkt oder relativiert (aber nicht aufgehoben) wird.

    Und wo wir schon beim Thema Rasse und Kriminalität sind:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Race_and_crime_in_the_United_States#Explanations_for_racial_discrepancies

    Wikipedia (hier bezogen auf die USA) behauptet hier, dass es zwei Korrelationen zur Kriminalität gibt (zusätzlich zur Rasse): Mit Gewalterfahrungen in der Kindheit, mit Armut. Hier wurde außerdem eine dritte erwähnt: Mit Väterlosigkeit. Da stellt sich die Frage, was verursacht was? Das mit der Väterlosigkeit erklärt die höhere Kriminalität bei US-Amerikanischen Schwarzen, aber nicht etwa bei Araber und Türken in Europa, wo die Familie noch relativ stabil ist. Auf derselben Seite steht außerdem, dass Gewalterfahrungen nicht nur mit Kriminalität korrelieren, sondern auch mit späterer Armut, diese also verursacht, was wohl die Korrelation mit der Armut erklärt. Natürlich muss dann die Häufigkeit von Gewalterfahrungen bei Schwarzen größer sein, da sonst nach Berücksichtigung der Gewalterfahrungen Schwarzer und Weißer als Kinder (wohl Verprügeln durch die Eltern) nicht gleich kriminell wären, sondern erstere WENIGER. Das kann durch (Erz-)Konservative Wertvorstellungen* verursacht sein, die bei Schwarzen viel verbreiteter sind (und natürlich auch bei Türken, Arabern und Co). Verursachen nun also die Gewalterfahrungen die Kriminalität? Nicht unbedingt: Es könnte auch sein, dass reaktionäre Drittweltkulturen sowohl zum deutlich häufigeren Verprügeln von Kindern führen als auch zu mehr Kriminalität, was auch wahrscheinlicher ist, da es unwahrscheinlich ist, dass kooperationsfeindliche Kulturen nicht zu mehr Kriminalität führen, und so auch die Abweichung der Ostasiaten bezüglich Kriminalität in die andere Richtung erklärbar wäre, obwohl diese in Ostasiaten auch relativ konservativ sind (andererseits werden vielleicht auch in kooperationsfeindlichen Kulturen nur jene wirklich kriminell, die Gewalterfahrungen erlitten haben, was aber die Abweichung der Ostasiaten in die andere Richtung nur erklärt, wenn diese ihre Kinder auch deutlich weniger verprügeln, obwohl sie konservativer sind).

    *Es sollte wohl klar sein, dass früher unsere Gesellschaft sowohl konservativer war als auch das Schlagen von Kindern akzeptierter war, was auch Schlimmeres gefördert haben dürfte.

    • Es gibt auch sehr arme, (nahezu) komplett weiße Viertel, aber die Kriminalität ist trotzdem bedeutend höher in schwarzen Vierteln (auch in erheblich reicheren).

      Die Vaterlosigkeit ist AFAIK ein größerer Indikator für eine spätere kriminelle Kariere, als die Armut.

      Die Herkunft, soziale Gegebenheiten und das Aufwachsen sollte genauer festgehalten und untersucht werden. Teilw. stimmt „Linke-Politik“ da ja zu: es sollte mehr in die Jugend investiert werden, um später weniger Geld für Polizei usw. ausgeben zu müssen. Aber teilw. verhindern sie fein-gradrige Erhebung von zB Herkunft u. Rasse, weil „es gibt keine Rassen“ und „alle Menschen sind gleich“…

    • „Die Vaterlosigkeit ist AFAIK ein größerer Indikator für eine spätere kriminelle Kariere, als die Armut.“

      Wie sieht’s dann mit etwa Arabern und Türken aus? Die haben ja noch intakte Familienstrukturen.

      • „intakte Familien“ Ich meine da gibt es mehr H4 Familien, oder Geringverdiener-Väter die durch lange Arbeitszeiten eher Abwesend sind, Prügelstrafe und verhärtete Rollenbilder kommen auch hinzu.

    • Im Übrigen:

      „Es gibt auch sehr arme, (nahezu) komplett weiße Viertel, aber die Kriminalität ist trotzdem bedeutend höher in schwarzen Vierteln (auch in erheblich reicheren).“

      Gibt es dazu Quellen? Die Wikipedia behauptet ja das Gegenteil, ist aber oft ideologisch verzerrt.

      • „Gibt es dazu Quellen? Die Wikipedia behauptet ja das Gegenteil, ist aber oft ideologisch verzerrt.“
        Wikipedia ist da mehr als ungeeignet. Ja die gibt es, das FBI hat sehr umfangreiches Datenmaterial zusammengetragen, ist ja in den USA ein großes Thema. Ich denke du wirst gleich mehrere finden, wenn du nach den Stichwörtern Einkommen und Kriminalität suchst. Ich hatte mich zu Beginn der BLM-Proteste damit auseinandergesetzt, ganz stark verkürzt sah mein Fazit so aus:

  12. Via Fefe: https://blog.fefe.de/?ts=9e32010f
    https://freiheitsrechte.org/pm-equal-pay-erfolg-gehaltsauskunft/
    “ Im Jahr 2017, für das die ZDF-Journalistin nach dem Inkrafttreten des Entgelttransparenzgesetzes Auskunft eingeklagt hatte, erhielten die Männer im Median rund 800 Euro im Monat mehr als sie. Obendrein gab es für Männer Leistungszulagen – nicht aber für die mehrfach für ihre journalistische Arbeit ausgezeichnete Redakteurin. Aufgrund ihrer ungleichen Einordnung in das tarifliche Stufensystem steigen die Männer zudem immer vor ihr auf; daher dürften sie im Median 2018 sogar 1.200 Euro und 2019 über 1.500 Euro pro Monat mehr verdient haben.“
    …“ Die Klägerin, eine beim ZDF als „Fest-Freie“ beschäftigte Investigativ-Journalistin“
    …“ Während des laufenden Verfahrens beim BAG wurde die Klägerin durch die Chefredaktion nach 13 erfolgreichen Jahren beim Politikmagazin Frontal21 von Berlin an den Einsatzort Mainz versetzt.“

    Es gibt vielleicht doch einen Pay-Gap, ob es hier wirklich nur am Geschlecht liegt?

    Ich finde mehr Transparenz beim Lohn sehr gut, meiner Ansicht nach sollte jeder in einem Betrieb erfahren können wie viel die anderen verdienen.

    Es sollte auch keine „Feste-Freie“ geben, wenn „Freie“ nur noch für einen Arbeiten und Weisungen wie Angestellte entgegennehmen, bzw. hauptsächlich vom Arbeitgeber in ihren Aufgabenfeldern bestimmt werden, dann sollte es eine Festanstellung geben.

    Allerdings finde ich den Kündigungsschutz teilw. zu hart für Arbeitgeber.

    Ganz wichtig finde ich einen Whistleblower-Schutz, hier gibt es offensichtlich erhebliche Mängel, Abhängige die Missstände, Gesetzeswidrigkeiten oder Ungerechtigkeiten aufdecken, sollten einen zugesicherten starken Schutz haben, statt ausgeliefert zu sein.

  13. OT Klimawandel u. reale Kosten: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/klimaschutz-luftverschmutzung-ueberduengung-plastikmuell-erstmals-zeigt-eine-studie-wie-viele-milliarden-deutschland-durch-umweltzerstoerung-verliert/27241574.html?ticket=ST-11065095-qavk1ecQWuO6U2cGEpal-ap6 Archiv: https://archive.ph/cdiFj

    Luftverschmutzung, Überdüngung, Plastikmüll: Erstmals zeigt eine Studie, wie viele Milliarden Deutschland durch Umweltzerstörung verliert

    Wirtschaftliche Aktivitäten verursachen Folgekosten für die Gesellschaft von mehr als 13 Prozent des BIP. Abhilfe könnte eine verursachergerechte Besteuerung bringen. 01.06.2021

    Besprochene Studie pdf Juni.2021: https://ariadneprojekt.de/media/2021/05/Ariadne-Kurzdossier_Steuerreform_Juni2021.pdf
    Ariadne-Kurzdossier
    Reformoptionen für ein
    nachhaltiges Steuer- und
    Abgabensystem
    Wie Lenkungssteuern effektiv und gerecht für den
    Klima- und Umweltschutz ausgestaltet werden
    können

    • Sie ist Ende 30. Das ist das Alter, in dem Frauen üblicherweise entdecken, dass es ganz ganz schlecht für eine Gesellschaft ist, wenn Männer weiblicher Erotik huldigen und dass es viel besser wäre, wenn Frauen für ihre inneren Werte haufenweise Angebote zugeschoben bekämen.
      Das war bei Pamela Anderson so, das war bei den metoo-Erynnien so, warum sollte das bei Blondmopsi anders sein?

      • Sie selbst hat dafür gesorgt das diese Rolle sexualisiert ist, aber ihr female hypoagency sieht das natürlich anders. Einfach nur verlogen.

        Sie weiß wie jede Frau, die ein zu enges T-Shirt oder einen kurzen Rock zu einer mündlichen Prüfung bei einem männlichen Prüfer anzieh,t um die Wirkung ihrer Reize auf Männer und wie sie sie einzusetzen hat. Und genau das hat sie gemacht… aber das war heute irgendwie die Schuld der anderen.

  14. „Im Unterschied zu Juden wurden Schwarze von den Nazis nicht verfolgt und umgebracht.“

    Ich glaube das stimmt so nicht. Die NS-Rassenlehre sah Schwarze als „Untermenschen“ nicht anders als Juden. Nur da es damals in Deutschland so wenige Schwarze gab, hatten die Nazis sie praktisch nicht auf dem Schirm und kein gezieltes Programm um sie aufzuspüren und in KZs zu bringen. Deswegen flogen die wenigen Schwarzen die es doch gab „unter dem Radar“ und manche überlebten so. Aber auch nicht alle.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Persecution_of_black_people_in_Nazi_Germany

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