„Die Tochter hat heute die letzten beiden Stunden geschwänzt, weil zwei Jungs aus ihrer Klasse nicht aufgehört haben, ihr auf den Hintern zu hauen. Was würdet ihr machen?“

Ich fand diesen Tweet hier für eine Diskussion interessant:

Noch einmal als Text:

Die Tochter hat heute die letzten beiden Stunden geschwänzt, weil zwei Jungs aus ihrer Klasse nicht aufgehört haben, ihr auf den Hintern zu hauen. Was würdet ihr machen? Erst Eltern ansprechen oder zur Klassenleitung gehen?

Die Tochter und die Jungs sind wohl 16 Jahre alt. Etwas darunter noch in den Kommentaren:

Es geht ihr gut. Inzwischen bagatellisiert sie die Sache selbst. Ich denke aber, ich werde es der KL trotzdem erzählen.

Natürlich wäre ich auch empört, wenn mein Kind (aber bis dahin habe ich ja noch einige Jahre) so behandelt würde und dann auch noch deswegen die Schule schwänzt, weil sie keinen Ausweg weiß oder den Jungs keinen Einhalt gebieten kann.

Aber es wäre noch aus vielen anderen Gründen aus meiner Sicht problematisch (ohne das es auf die Situation, die oben geschildet worden ist so zutreffen muss, es ist ja ein kleiner Ausschnitt einer größeren Geschichte):

Es würde mich die Vorgeschichte interessieren, wie sie zu den Jungs steht, warum sie nicht Schutz bei Freunden gesucht hat, ob sie Hilfe dabei braucht, dass sie deutlicher sagen kann, dass sie das nicht will oder ob die das tatsächlich ignoriert haben etc.

Ich wüßte gerne mehr über die Jungs, würde Fotos sehen wollen und mich würde interessieren, ob es als Spass begonnen hat und dann aus dem Ruder gelaufen ist, warum da gleich zwei Jungs aktiv waren und wie diese in die Klassengemeinschaft eingebunden waren.

Eine Anzeige der Kinder bringt aus meiner Sicht bei nicht absoluter Bösartigkeit beider wenig, ein Gespräch mit den Eltern schon eher, aber dazu muss man auch mit der Tochter erörtern, ob sie das will. Daneben wäre es interessant mit ihr zu besprechen, wer sie schützen kann, bei wem die das noch machen etc. Ich hätte Angst, dass meine Tochter aus irgendeinem Grund zu isoliert ist als das ihre Freundinnen dazwischen gehen und was da insgesamt schiefläuft. Oder hat man tatsächlich Angst vor den Beiden? Aber warum wäre dann gerade Fräulein Schmidt das Opfer?

Ein Klassengefüge, in dem ein Kind isoliert werden kann, ist etwas sehr ungünstiges für dieses Kind. Ich würde mich daher freuen, wenn es eine aus dem Ruder gelaufene Aktion war, bei der irgendwie alles schief gegangen ist und bei der alle Wissen, dass die Jungs es übertrieben haben und es ihnen peinlich ist.
Dann wäre es vielleicht besser nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen.

Wären sie hingegen Bullys, die meinen, sie könnten sich das herausnehmen, dann würde ich sicherlich erst einmal mit der Klassenlehrerin sprechen, mit den Eltern etc.

Und natürlich müsste ich wahrscheinlich Südländerin davon abhalten in ihrem südländischen Elan die beiden Jungs umzubringen.

 

57 Gedanken zu “„Die Tochter hat heute die letzten beiden Stunden geschwänzt, weil zwei Jungs aus ihrer Klasse nicht aufgehört haben, ihr auf den Hintern zu hauen. Was würdet ihr machen?“

  1. Hier fehlen mir zuviele Details. Sind die Jungen deutsch oder migrantisch? Ist die Tochter hübsch oder hässlich? Was war der Auslöser? Ist sie ne Schlampe? Mag sie ohnehin keiner? Sind die Jungen schon vorher auffällig geworden? Wie kann man jemanden durchgängig auf den Hintern hauen? Wo sind die Lehrer? Ist die Geschichte überhaupt wahr?

      • Zum Beispiel eine andere Sozialisierung im Umgang mit Mädchen und Frauen bzw. die Einteilung in anständige Mädchen (bezogen auf das eigene Milieu) und die verfügbaren Schlampen der Aufnahmegesellschaft.

        • Ja mag sein, trotzdem ist das Verhalten gleich zu bewerten.

          Oder denkt ihr, das ust der Grund für das passive Verhalten? Sehe das bei uns im Ort, das Asylantenheim war immer der Treffpunkt junger Frauen.

          • kann ich bestätigen. auch in meiner Stadt war das Asylantenheim, seiner jungen männlichen Insassen wegen ein magischer Anziehungspunkt für eine bestimmte Klientel junger Mädchen

      • Weil es einen Unterschied macht, ob Jean-Pierre-Sören dieser Tat beschuldigt wird, oder Hassan, der dafür bekannt ist, die „Ehre“ seiner Schwestern zu verteidigen.

        • Adrian sehe ich das richtig, dass du es beim Muslim anders bewertest, da man hier einw Doppelmoral attestieren kann, da er immer Ehrenmord schreit, sobald einer nur die Schwester ansieht.

          • Nein. Eine Doppelmoral bestünde, wenn ich um die Umstände wüsste und auf der Grundlage der Abstammung unterschiedlich werten würde.
            Ich möchte aber erst mal herausfindet, was eigentlich passiert ist.

            Ihr großen Antifeministen und MeToo-Skeptiker geht offenbar alle davon aus, dass Madame 16 Jahre schon die Wahrheit sagen wird. Aber vielleicht hat sie die Klasse geschwänzt, weil sie mit Jean-Pierre-Sören Dope geraucht oder für Hassan die Beine breit gemacht hat?

            So wie ich das sehe, ist hier alles offen. Und was ich ebenfalls sehe ist, dass ein Großteil der Herren hier bereit ist, zwei Jungen ohne Beweisführung zu verurteilen. Großartig!

          • „So wie ich das sehe, ist hier alles offen. Und was ich ebenfalls sehe ist, dass ein Großteil der Herren hier bereit ist, zwei Jungen ohne Beweisführung zu verurteilen. Großartig!“
            Danke, so sehe ich das auch.

          • „So wie ich das sehe, ist hier alles offen“

            Ich schäme mich ein wenig, dass das erst mein zweiter Gedanke war, dass „Rape!“ schreien die zeitgeistige GoTo Ausrede ist für Mädchen, die sich was haben zuschulden kommen lassen.

            WAW ist auch in mir drin. 🙁

          • Ich kann jetzt natürlich alles behaupten, aber tatsächlich habe ich zuerst überlegt ob das Mädchen überhaupt die Wahrheit sagt. Nur irgendwie scheint mir diese Lüge, wenn es eine ist, nicht in das typische Schema zu fallen wie Frauen lügen.
            Die Tat ist zu speziell.

            Hätte sie Vergewaltigung behauptet, wäre eine Lüge wahrscheinlicher. Genau solche Fälle gibt es öfters. Auf die Schnelle:

            http://www.chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=5730&context=journal_articles

            truancy = Schuleschwänzen

            Genderama hatte auch mal über so einen Fall berichtet. Es wäre also schon fast ein Klassiker.

          • „Du glaubst gar nicht wie westlich (um nicht zu sagen „deutsch“) manche Türken sind.“

            Ob dieses Argument jemals aussterben wird?

            „Manche Türken sind westlich, also gibt es keine Syrer, die – aus unserer Sicht – mittelalterliche Ehrenkodexe haben“

            „Ich kenne eine Frau, die kann programmieren, also sind Frauen im Schnitt gar nicht weniger an Dingen interessiert als Männer“

            🙄

  2. Im ersten Schritt sollte man ihr sagen, dass sie den Typen eine schmieren soll. Das kann helfen, wenn die Popoklopfer lernen, dass sie es nicht mit einem Opfer zu tun haben. Auch – und das ist wichtig – macht sie so eine Selbstbehauptungserfahrung, was heißt, dass der feuchte Traum der Feministen Wirklichkeit wird und sie später als Mannweib Maschinenbau studiert.

    Wenn das nicht hilft, Klassenlehrer, Eltern ansprechen.

  3. Ohne die Vorgeschichte zu kennen, kann ich mich dazu nicht sinnvoll äußern.
    Ich frage mich aber, warum sie sich nicht einfach hingesetzt hat.

    BTW – mir ist wieder ein altes Kinderspiel eingefallen. Auf Google habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Es hieß „Schinkenpatschen“. Ich erinnere mich nicht an Details, nur dass es darum ging den Mitspielern einen Klaps auf das Gesäß zu verpassen. Kennt das noch jemand?

    • Genau ! fallt mir auch ein, Bei uns hieß es Schinkenklopfen, ein altes Kinderspiel. Das haben aber oft Jungs unter sich gespielt, aber manchmal auch Mädchen mit, die das aber mit zunehmenden Alter meist schnell doof fanden, Mädchen reifen ja schneller als Jungs.
      Genau genommen war die Regel so, daß einer mit dem Rücken zur Gruppe stand, und einen auf den Hintern bekam. Er musste dann raten wer es war. Wurde richtig geraten musste der entlarvte Klopfer in den Kreis und nun seinerseits raten. So ging das bei uns. Sofern Mädchen mitgespielt haben, war es natürlich lustiger zu klopfen, wenn sie eine Jeans in Presspassung trug, als bei einer die im Ewa Walla Look rumflatterte.

  4. Das ist ein körperlicher Angriff, und das geht gar nicht. Dazu ist es sexuelle Belästigung.

    Da würde ich erstmal mit den beiden Jungs sprechen. Und ihnen klarmachen, dass sie Ärger mit mir kriegen, wenn das nochmal vorkommt. Und dass das maximal eskaliert wird, wenn sie sich nicht zusammenreißen.

    Und maximale Eskalation heisst nicht nur Klass Leitung und Eltern, sondern auch Polizei und Anzeige.

    • Das sie eine Stunde schwänzt macht deutlich, dass ihr das Problem über den Kopf gewachsen ist. Die Frage wäre aber warum. Waren die Jungs besonders aggressiv oder ist es langsam eskaliert? Hat sie noch die Möglichkeit dass selbst zu regeln, evtl weil die Jungs aufgrund ihres schwänzens selbst gemerkt haben, dass sie zu weit gegangen sind oder würden sie weiter machen?
      Das sie es beschwichtet deutet für mich darauf hin, dass sie nicht unbedingt einen elterlichen Eingriff will. Das kann viele Gründe, auch sehr vernünftige, haben. Aber natürlich auch irrationale. Ich würde fast lieber aus mit den Jungs mal mit ihrer besten Freundin reden.

      Was würdest du denn zu den Jungs sagen? Würdest Du dir „ihre Version“ anhören?

      • Ich würde mir „deren“ Interpretation und Sichtweise nicht anhören. Sie wäre mir egal. Ich war selber mal 16 und kenne genug solche Situationen, wo zum Spass auf anderen rumgehackt wird.

        „Ihr habt Euren Spass gehabt, jetzt ist Schluss mit lustig. Wenn Ihr meine Tochter angreift, greift Ihr mich an. Und wenn Ihr mich aus Spass angreift, greif ich Euch aus Spass an. Und mach Euch das Leben zur Hölle, bis Ihr heult wie ein Kindergartenkind und nur noch hofft dass es aufhört. Und dann mach ich noch ein bisschen weiter, einfach weil ich Spass dran habe und eine miese Drecksau bin.“

        • Aus Kindern solcher Väter werden Erwachsene die nie in der Lage sind ihre Probleme selbst zu lössen. Der Feminismus speist sich genau aus diesem Verhalten.

        • Du willst den beiden Jungs noch nicht mal die Gelegenheit geben, ihre Version der Geschichte darzustellen? Das schockiert mich jetzt schon.
          Woher weißt du, dass es sich um Mobbing oder sexuelle Belästigung handelt? Um das zu beurteilen, fehlen uns schlicht die Hintergrundinformationen.
          Woher weißt du, dass es sich überhaupt so zugetragen hat? Vielleicht hat das Mädchen übertrieben, oder die Sache aufgebauscht. Vielleicht hat sie sogar bewusst provoziert? Vielleicht ist eine anfangs harmlose, spielerische Angelegenheit einfach eskaliert, und beide Seiten haben dazu beigetragen.
          Wir wissen es nicht. Bevor die Jungen irgendwie deswegen belangt werden, müssen beide Seiten angehört werden. Das gebietet die Fairness.

          • Aber Anne, das passt doch in das seit Jahre aufgebaute Klischee. Es ist doch so wunderbar nur unterkomplex zu denken, so bequem ein Hassobjekt zu haben, so gewinnbringen einfach Ziele zu verfolgen. #menaretrash, toxische Männlichkeit etc. sind die Lösungen für Dumme.

          • Tja, so sind sie unsere MRAs, MGTOWs, Redpiller und Antifeministen. Nur einen Steinwurf entfernt zurück in die Arme des Feminismus zu kommen.
            Ich finde diese Metabotschaft übrigens viel interessanter, als die Reaktion darauf. Vermutlich steckt in den meisten, wenn nicht in allen der Feminismus so tief drin, dass es gar nicht möglich ist sich davon zu lösen. Rollo Tomassi meint ja ähnliches, wenn er sagt, dass wir ALLE Feministen sind. Nur die Frage, ob uns das bewusst ist oder nicht unterscheidet uns.

        • @_Flin_ bis du mal an den richtigen gerätst.
          1) was ist, wenn sie sich das beispielsweise ausdenkt, ist mir mehrfach passiert. Ich hatte mit 16 eher etwas Angst vor Frauen und hätte nicht maö können, wemm ich gewollt hätte. Ist mir aber trotzdem vorgeworfen worden
          2) ja auch aus meiner Erfahrung. Mit der Nummer verlässt du den Rechtsstaat und musst dann aich bereit sein. Ich hatte zwar angst vor Frauen, war aber aus mehreren Gründen ( führt zu weit) Gewalttäter. Wenn du dann Pech hast, hast du genau so jemanden bor dir, der haut dir das nächtbeste übern Schädel und dann brauchst nicht zur Polizei, die finden Bedrohung von halben Kindern eher unlustig.

          Ist bewusst ein worst case. Muss ja nicht sein.

        • Und dann mach ich noch ein bisschen weiter, einfach weil ich Spass dran habe und eine miese Drecksau bin.“

          Bei deiner Art der „Wahrheitsfindung“ möchte ich dem letzten Teil deiner (vermutlich nur rhetorischen) Selbsteinschätzung gar nicht mal so zwingend widersprechen.
          Gut, ich würde es vielleicht etwas netter formulieren…

          Ich glaube, so kommt es dann auch gerne mal zu Lynchmorden und/oder massiven Justizirrtümern. Glücklicherweise wäre es ja dann nur Jungen bzw. Männer, die unschuldig in den Knast müssten.

      • Ich sehe es tatsächlich, nach einem ersten impulshaften „Das geht ja gar nicht!“, ähnlich wie Adrian.
        Mein erster Weg wäre nicht Schuleschwänzen gewesen, sondern mich entweder zur Wehr zu setzen oder aber einen Lehrer anzusprechen.
        Schuleschwänzen, auf die Idee wäre ich vermutlich gar nicht gekommen. Ich würde also erst mal kritisch hinterfragen, wie viel Wahrheit in der Geschichte steckt, mit der deutlichen Tendenz, eher an eine Ausrede (um nicht zu sagen Lüge) zu glauben..

  5. Wir haben früher auch so etwas gespielt, allerdings unter Jungs. Ich vermute eher, dass die Gute mit den Jungs spielen wollte aber dann wohl nicht liefern konnte. Generell gab es in meiner Schulzeit alle möglichen Arten von körperbetonten „Spielen“. Da gab es z.B. das Spiel, dann man mit den Fingern ein „O“ formt und wenn der andere durchguckt, dann bekommt er einen Schlag auf die Schulter. Oder das Spiel, dass sich zwei Personen mit gefalteten Händen gegenüberstehen und der eine versucht, so schnell wie möglich dem anderen auf die Hände zu hauen, ist er zu langsam, kann der andere mit den Händen ausweichen, dann ist der dran. Davon gab es sehr viele und sie hatten den Sinn, die Sozialhierarchie zwischen den Jungs festzulegen.
    Das, was mit dem Mädchen geschehen ist, klingt für mich nach so einer Sache, denn manchmal wollten auch bei uns Mädchen mitspielen aber das hat meist nicht funktioniert, da Männer doch etwas empfindlicher, schwächer und langsamer sind als Jungs.
    Übrigens für mich ein Grund, warum die Geschlechter getrennte Schulen besuchen sollten.

    @Anne Nühm (breakpoint)
    „Es hieß „Schinkenpatschen“. Ich erinnere mich nicht an Details, nur dass es darum ging den Mitspielern einen Klaps auf das Gesäß zu verpassen. Kennt das noch jemand?“
    Der Name kommt mir bekannt vor aber ich weiß auch nicht mehr genau worum es ging.

  6. Mich wundert, dass sicb niemand mit dem Mädel solidarisiert hat.
    Hat das ganze vor Zeugen (Mitschülern/Lehrern) stattgefunden?
    Wie ist der Status des Mädels? Evtl. ganz unten in der Hackordnung?
    Wie ist der Status der Jungs?

    • Das wäre auch eher meine Sorge als die Klapse auf dem Po. Bei eingebundenen Schülern sollte das in der klassengemeinschaft gelöst werden können und zumindestens die anderen Kinder sollten sich entsprechend solidarisieren und entsprechende einschreiten bzw sie sollte auch ansonsten Solidarität über Freunde zur Verfügung haben um sich dagegen zu wehren.
      Natürlich gibt es die Situation, wo sich die Leute nicht ganz sicher sind, ob sie flirten und man eingreifen soll bzw sie durchaus Interesse an einen der Jungs hat aber das ganze dann doch irgendwie eskaliert, weil diese ihre Grenzen nicht kennen. Der Klaps auf den Hintern ist ja auch die alte Spielzeugschaufel auf den Kopf. Das bedeutet nicht, dass das okay ist, aber entweder hat man es im Freundeskreis nicht ernst gesehen und die Situation falsch eingeschätzt oder sie hat nicht die Freunde, die helfen, obwohl man die Situation als für sie unangenehm eingeschätzt hat. Das kann einmal daran liegen, dass man sich gegen diese Jungs nicht traut oder das man nicht bereit ist für sie aktiv zu werden

  7. Je öfter ich das lese desto mehr vermute ich, dass man das Mädel mal ins Gebet nehmen sollte. Das klingt einfach nicht glaubwürdig.

  8. Nun wichtig wäre hier, ob das außerhalb oder innerhalb der Klasse passiert ist. Wenn so etwas innerhalb des Klassenzimmers vor oder zwischen den Schulstunden passiert, wundert es mich erstmal, dass da keine anderen Mitschüler dazwischen gegangen sind. Denn so etwas würde ich durchaus als ein Zeichen für Mobbing ansehen und nicht zwangsläufig als sexuelle Belästigung im klassischen Sinn.

    Die Hinternklatscherei wäre in dem Fall nur der Tropfen, der bei dem Mädchen das Fass zum Überlaufen gebracht hat und deswegen die Stunden geschwänzt hat.

    Es kann gut sein, dass sie generell das Mobbingopfer der ganzen Klasse sein könnte. Ausgeschlossen von den anderen Mädchen und gehänselt von den Jungs.

    Ich kenn das noch aus meiner Realschulzeit, da ich selbst in einer Klasse gemobbt wurde von ein paar anderen Jungs… Jungs sind da eher körperlicher und greifen einen direkt an. Bei den Mädchen hat sich Mobbing eher in sozialer Isolation der anderen Person geäußert. Ein Mädchen in meiner Klasse wurde systematisch aus der Klassengemeinschaft der Mädchen ausgeschlossen und war sichtlich unzufrieden damit.

    Wenn das also tatsächlich innerhalb des Klassenzimmers vorfallen sollte, würde ich schätzen, dass das Mädchen innerhalb der Klasse die geballte Kraft an Mobbing und Ausgrenzung erfahren muss.

    Wenn die Jungs das außerhalb des Klassenzimmers allein mit dem Mädchen gemacht haben, würd ich das schon eher als sexuelle Belästigung sehen und sollte natürlich auch geklärt werden.

    Direkt mit den Schülern selbst reden wäre vielleicht nicht das geschickteste, weil die wenigsten Eltern sich da wohl entsprechend zurückhalten könnten. Ich würd da wohl einen Vertrauenslehrer und die Klassenleitung hier mit einschalten um herauszufinden ob da mehr dahinterstecken könnte. Die Lehrer sollten da mehr mitbekommen, als es bei Eltern der Jungs der Fall sein sollte. Im nächsten Schritt sollte man wohl mit den Eltern der betroffenen Jungs sprechen und gegebenen Falls auch noch die Jungs dazunehmen damit man denen auch wirklich einbläut, dass da eine Grenze überschritten wurde.

    Das ist jetzt alles sehr spekulativ, aber leider haben wir halt auch nicht mehr Infos…

  9. Die Tochter wird ja als pures Opfer dargestellt. Das geht doch nicht. Wo wird da die Tochter ermutigt, sich zu wehren? Dazu gehört die Frage, weshalb die Tochter nicht selber den Jungs eine gefeuert hat? Oder wenigstens vor der Klasse, anderen Leuten, als das passiert ist so einen Terz gemacht hat, dass alle es mitbekommen?

    Wenn man sich die Kommentare zu diesem Tweet durchliest frage ich mich, wie die meisten Kommentatoren durch ihr Leben kommen kommen? Da wir in der Mehrzahl nach einer Obrigkeit gerufen und drakonische Strafen gefordert, wie regeln diese Personen in ihrem persönlichen Umfeld/Nachbarschaft? Wird da sofort die Polizei gerufen oder ein Rechtsanwalt eingeschaltet?

    • To be fair.. Wir wissen nicht in welcher genauen Situation die beiden Jungs das Mädchen bedrängt haben. Wenn sie einem der beiden eingeschmiert hat und die drei alleine wären, könnte so etwas genauso gut nach hinten los gehen. Klar könnte eine Backpfeife so manchen Jungen abschrecken, aber wieder andere würden wohl dann auch noch sauer werden und erst recht weitermachen. Kommt ganz auf den gegenüber an. Und da es auch noch zwei Jungs sind, kann ich verstehen dass sie sich das nicht getraut hat.
      Wir wissen hier einfach nichts über die zwei Jungs, deren Elternhaus und Sozialisierung.

      Die Mutter der Tochter meinte in einem späteren Tweet, dass Ihre Tochter eigentlich nicht auf den Mund gefallen ist. Nun muss das erstmal nichts heißen, aber da wir nichts über die beiden Jungen wissen, können wir genauso gut davon ausgehen, dass es die Schulrowdys sein könnten, denen man nicht einfach so eine Ohrfeige verpassen sollte….

      So oder so, ist es viel Spekulation, wenn man mal gar nichts über die andere Partei weiß.

  10. Als Vater würde ich mich zumindest verpflichtet fühlen, eine Entschuldigung für die zwei Fehlstunden zu schreiben.

    Weitere Maßnahmen sowie Form und Inhalt des Entschuldigungsschreibens würde ich von den genauen Umständen der Tat abhängig machen.

  11. Letzten hat eine meiner Stieftöchter (14) gesagt sie möchte am nächsten Tag lieber zu Hause bleiben weil sie ein Junge mit seiner Clique permanent mit Sprüchen aber auch Körperlichkeiten (Tritte z.B.) drangsaliert. Der Junge ist bekannt und es gab auch früher schon Ärger mit ihm. Sie hat sich auch schon mal mit ihm geprügelt. Es ist eine Privatschule und vermutlich ist diese Schule die letzte Chance für den Jungen. Den Lehrern ist die Sache bewusst. Deshalb haben sie wohl auch nur halbherzig versucht zu unterbinden. Im Grunde tut mir der Junge auch leid. Ich glaube nicht das man einfach Arschloch ist. Der wird schon selbst was mitmachen. Aber es kann nicht sein das meine Tochter im Unterricht belästigt wird und er vogelfrei ist.
    Ich habe meiner Tochter gesagt sie geht auf alle Fälle in die Schule. Sie soll bei jeder Kleinigkeit die Lehrkraft informieren. Wenn die nichts macht soll sie sich aufführen, bis ein Unterrichten unmöglich wird. Von mir aus ins Nachbarklassenzimmer marschieren und die ganze Schule vom Unterricht abhalten.
    Wenn dann der Direktor anruft wissen wir Bescheid. Eigentlich freue ich mich schon auf den Anruf. In jedem Elternbrief wird gegendert, aber mein Mädel wird nicht geschützt. Bin schon gespannt was der Schulleiter*in dazu sagt.
    Meiner Tochter habe ich aber auch gesagt, dass sie natürlich schon auch brav und aufmerksam im Unterricht sein muss. Sonst mache ich mich vor dem Rektor lächerlich. Und sie darf natürlich auch selbst nicht provozieren. Erfahrungsgemäß gibt es nur sehr selten eine schwarz-weiß Situation. D.h. meistens schaukelt es sich hoch. Ein Wort auf das andere usw.. Meine Kinder sind schon nicht auf den Mund gefallen. Wahrscheinlich hat er sich meine Tochter rausgesucht weil da Kontra kommt. Da ist Musik drinnen. Zu meinen die eigene Brut wären immer Engel ist naiv. Ich vermute z.B. auch das meine Tochter das ein bisschen als Grund gesehen hat nicht in die Schule zu müssen. Homeschooling kann schon ganz lässig sein. 😉
    Bis jetzt war es wohl ruhig.

    • „Aber es kann nicht sein das meine Tochter im Unterricht belästigt wird und er vogelfrei ist.
      Ich habe meiner Tochter gesagt sie geht auf alle Fälle in die Schule. Sie soll bei jeder Kleinigkeit die Lehrkraft informieren. Wenn die nichts macht soll sie sich aufführen, bis ein Unterrichten unmöglich wird. Von mir aus ins Nachbarklassenzimmer marschieren und die ganze Schule vom Unterricht abhalten.“

      Feministische Denk- und Handlungsweise.
      1. Deine Tocher ist nicht vogelfrei. Das du sie beschützen willst ist legitim.
      2. Störverhalten ist ein gute Idee, kann aber sehr schnell auf deine Tochter zurückfallen. Dann bekommt sie Probleme. Femmenaktivismus ist keine Lösung.

      Junge Menschen müssen lernen mit solchen Situationen umzugehen. Stichwort ist hier Resilienz. Es ist besser sich aus der Situation zurückzuziehen, also die Person zu meiden und den Konflikten aus dem Weg zu gehen. Normalerweise verlieren sie das Interesse. Außer es sind Bullies, dann wird das nur mit externen Bemühungen gehen. Zudem hast du die Situation des Jungen dargestellt und ich vermute auch, dass sich hinter seinem Verhalten noch ganz andere Probleme verbergen.

      Wunderst du dich, dass Jungen heute in ihrer Entwicklung Probleme haben? Die feministischen Attacken, Grabenkämpfe, Verurteilung von Männlichkeit haben doch Auswirkungen auf alle Männer und solche, die es werden wollen. Es fehlt leider an der Darstellung solcher (negativen) Auswirkungen. Gäbe es nicht Blogs wie man-tau oder genderama uvm. dann wäre es zappenduster in dem Bereich. Es wird auch Zeit darüber nachzudenken die Jungs zu schützen, damit sie sich zu prächtigen Menschen entwickeln können,

      • Sorry, aber was soll den daran eine feministische Handlungsweise sein?

        Meine Tochter wird in der Schule, gar im Unterricht drangsaliert. Dem Unterricht kann sie nun mal nicht folgen wenn am laufenden Band beleidigende Sprüche kommen.
        Vogelfrei war vielleicht der falsche Ausdruck. Mir kommt es so vor als würde der Junge eine gewisse Narrenfreiheit genießen. Das problematische Verhalten dieses Jungen ist bekannt. Er selbst sagt er möchte weg von der Schule. Aber seine Eltern wollen das nicht. Vermutlich weil sie nicht wissen wo sie ihn sonst hin stecken können. Die Schule scheint da ein gewisses Verständnis zu haben. Ist vielleicht auch nicht so schlecht den Jungen nicht fallen zu lassen. Aber das führt wohl dazu das die Lehrer zum Teil die Auseinandersetzung mit ihm scheuen.
        Zu Hause bleiben und davon laufen ist keine Lösung. Gewalt anwenden, wie auf Twitter und katastrophaler weise auch hier, ist meiner Meinung nach geistesgestört. Sie soll ihm eine schmieren? Ein Tritt in die Eier? Wie gesagt. Geistesgestört!
        Sie hat sich ja mit ihm schon geprügelt. Sie ist also durchaus auch wehrhaft wenn es drauf ankommt. Gut so. Aber Lösung auf Dauer kann es nicht sein.
        Es müssen halt einfach die studierten Pädagogen für ein angemessenes Lernklima sorgen. Schaffen sie es nicht soll meine Tochter dafür sorgen, dass das gesamte Schulhaus nicht mehr lernen kann. Dann ist es das Problem der Lehrer und nicht mehr nur meiner Tochter.
        Was das mit femen Aktivismus zu tun hat verstehe ich nicht. Ich habe ihr ja nicht geraten sich barbusig auf den Lehrer zu stürzen.
        Das da was auf sie zurück fällt glaube ich nicht. Die Verhaltensprobleme des Jungen sind bekannt. Es ist eine kleine Schule mit kleinen Klassen. Und ich habe meine drei Kinder auf dieser Schule. Und sie sind bei den Lehrer eigentlich recht beliebt. Wenn ich dem Rektor die Pistole auf die Brust setze und sage der Junge oder meine Kinder, dann bin ich mir sicher das er weg ist.
        Aber das ist ja gar nicht mein Ziel. Keine Ahnung wie man dem helfen kann mit sich selbst zurecht zu kommen.
        Auch mal mit nem Arschloch zurecht kommen darf sie schon lernen. Aber wenn in einem kleinen Zimmer mit geringer Anzahl an Schülern ein ruhiges Unterrichten nicht möglich ist, muss sie es halt eskalieren lassen. Würde ich meinem Sohn genauso raten.

        • „Wenn die nichts macht soll sie sich aufführen, bis ein Unterrichten unmöglich wird.“

          Das finde ich eine feministische Radikalaktion, solange stören, bis etwas passiert.

          Naja, vielleicht ist die andere Blickrichtung besser, dass Feministinnen eher infantile Methoden anwenden und wie ein kleines Kind quengeln bis Mutti/Vati den Lolly an der Kasse kaufen… 😉

          Für deine Fall: Kontakt zur Schulleitung. Falls dies nicht hilft, dann über den Elternbeirat weiter Rat suchen. Weiter sich an den verantwortlichen Schulträger wenden. Wenn es eine gemeinnützige Schule ist (ich kenne so ein Schule aus der Nähe von KA), dann sollte es auch einen Beirat geben. Aber dann sollte das Problem schon gravierend sein. Oder direkt den Kontakt zu den Eltern, hier aber sehr umsichtig vorgehen, du hast da ein entsprechendes Gegenstück das seinen Sohn verteidigen wird. Und da sollte klar sein, dass deine Stieftochter ein Unschuldslamm ist, sonst endet das in gegenseitiger Schuldzuweisung.

      • Nein das Interesse verliert so niemand, wenn keind Gegenwehr kommt, wird es eher schlimmer, weil keine Konsequenz. Das ist so ein sau dummer Elternspruch. Ich wurde selbst gemobbt und das hilft nicht. Meistens hören Leute dann auf, wenn es unangenehm wird. Naja diese heulnummer käme eher lachhaft. Ich hatte irgendwann den Grundsatz “ auf jede Aktion folgt eine Reaktion „.

        • Ich hatte irgendwann den Grundsatz “ auf jede Aktion folgt eine Reaktion „.

          Ja, finde ich grundsätzlich nicht falsch. Bei einem echten Bullie wirkt das aber als Motivation weiterzumachen, weil sein Verhalten ja Wirkung zeigt. Zudem sind die meisten Bullie-Opfer nicht zufällig ausgewählt, sondern senden (unbewusst) oft entsprechende Signale aus: Verhalten, Sprache, Kleidung, Herkunft, etc. Ich weiß dies z.B. von Lehrerkindern, die aufgrund ihrer Abstammung zum Ziel werden können.

          Reagierst du auf den Bullie wird er nie aufhören.

      • „Gäbe es nicht Blogs wie man-tau oder genderama uvm. dann wäre es zappenduster in dem Bereich. “
        Glaubst du das ändert was? Das ist ein bisschen wie bei den Linken Antifaschisten die rumbrüllen, dass sie die Nazis alle einen Kopf kürzer machen würden. Sind dann aber echte Nazis anwesend, dann schweigen sie und hoffen nicht aufzufallen.
        Es ist genau das gleiche Problem wie bei Frauen denen gesagt wird, dass sie es mit einem Mann jederzeit aufnehmen können. Wenn sie dann aber an einen Mann geraten der zurückschlägt, dann ist die tolle Kämpferin ganz schnell am Boden.
        Die Meisten hier ärgern sich über die Frauen und den unverschämten Feminismus und lassen hier etwas Dampf ab, versuchen das logisch zu untersuchen aber würden niemals einer Frau irgendwie widersprechen. Es handelt sich hüben wie drüben um Maulhelden, die niemals die Konfrontation suchen würden und jeden der sie sucht, sogar noch in den Rücken fallen würden.

    • „Sie hat sich auch schon mal mit ihm geprügelt.“

      Zu meiner Schulzeit wäre sowas nur passiert, wenn das Mädchen anfängt. Aber die Antifanten machen es ja mittlerweile auch und vermöbeln Frauen.

  12. Naja, ich würde der Tochter den Tip geben sich auf den Hintern zu setzen.

    Bei 16 jährigen würde ich das jetzt auch nicht soooo ernst nehmen. Allerdings ist aus dem Tweet nicht erkennbar, ob die Jungs das öfter machen oder auch bei anderen und ob die Tochter alleine betroffen ist und ob es da vielleicht andere Verhältnisse zueinander gibt (Freundschaften). Da fehlen Informationen über das Klassengefüge, wie die Tochter eingebunden ist, wie die Jungs eingebunden sind.
    Klassenleitung (wohl eher Klassenlehrer) kann man ansprechen, wenn die Tochter das mit den Jungs nicht geregelt bekommt. Das nennt sich Mündigkeit und ist ein Lernprozess. Das kann für Kinder hart sein.

    Interessanter finde ich, dass der Tweet 512 Antworten hat.

    „Klassenleitung – sofort! Das ist unfassbar und die Schule ein quasi öffentlicher Raum, in dem Jugendliche sicher sein sollten vor (sexualisierten) Übergriffen. Vollste Solidarität!“

    „Es sind zwei unterschiedliche Problem lagen.
    1. Sexuell grenzverletzendes Verhalten
    2. Die Sicherheit deiner Tochter wird in der Schule nicht gewährleistet
    Daher gibt es auch zwei Adressaten, Lehrer*in und Eltern.“

    „Klassenleitung, Gewaltpräventionsbeauftragten oder ähnlich ausgebildete Menschen. Oder Vertrauenskreis. Muss es eigentlich an jeder Schule geben. Auch ggf mit Eltern und Schülern, aber die Betreuer vorrangig. No Go“

    „Das volle Programm. Sowas ist mit nichts zu rechtfertigen. Nicht mit „Jungs sind halt so“ oder ähnlichem abspeisen lassen. Wir bewegen uns hier evtl sogar im strafrechtlich relevanten Bereich. (je nach Alter) und das würde ich auch so kommunizieren. Das ist ein absolutes no-go!“

    usw.

    16 jährigen mit dem Strafrecht drohen finde ich überzogen. Wenn jeder „Vorfall“ in Schule so gehandhabt wird, dann wäre das Verhältnis Lehrer/Schulpsychologen/Sozialabrbeiter im Verhältnis 1 zu 1 und die Tribunale würden nie still stehen.

    Das müssen Heranwachsende selbst lösen. Sich als Elternteil mal mit dem Klassenlehrer kurzschließen schadet nicht. Einfach mal informieren, was das für eine Situation in der Klasse ist.

    Ich denke eher, der Tweet bedient hier sehr geschickt die Empörungsvolte auf Twitter. Toxische Männlichkeit hat sich etabliert und wird entsprechend einseitig wahrgenommen. Keiner spricht über das Fehlverhalten bei toxischer Weiblichkeit.

    Es gibt auch andere Hinweise, die mich stutzig werden lassen:
    „Die ist mit zwei Brüdern gesegnet. Die ist eigentlich nicht auf den Mund gefallen und ist auch sehr laut und deutlich geworden. Leider ist sie nicht zum Lehrer gegangen, weil sie den nicht kennt.“

    Es ist Juni, den Lehrer kennt sie mindestens seit September 20.

    „Ich war gleich bei der Schulleitung, weil weiblich, im Gegensatz zum Klassenlehrer. Sie sagte zwar sie könne wenig tun, da die Jungs das wohl nicht einfach zugeben werden, aber sie hatte ein Gespräch mit beiden und sowas kam bis heute nicht mehr vor.“

    Und dann ganz klar immer wieder der Vorwurf der toxischen Männlichkeit, die nichts unternimmt oder kein Verständnis dafür hat.
    Es scheint Männer gehen viel lässiger mit solchen Situationen um. In der Tat könnte man jetzt eine solche Situation nutzen und den Jungs Sensibiltät beibringen. Es wäre zu wünschen, dass auch Männer sich in entsprechenden Situationen wehren und gegen weibliche Übergriffigkeit vorgehen.

    „Was ich tun würde, zieht schwere Konsequenzen nach sich.“

    Auch sehr erstaunlich (oder auch weniger), dass es offensichtlich legitim erscheint die Jungs so hart zu bestrafen, dass für den Bestrafer schwere Konsequenzen nach sich zieht. Hier ist von offener Gewalt gegen Männer die Rede, die gerechtfertigt scheint, wenn Frau belästigt werden. Der gender-empathy-gap ist offensichtlich.

    Und hier der Tweet, der alles aussagt:
    „Lässt man die Polizei und Behörden außen vor, gibt man den Kindern das Signal, dass solche Vorfälle untereinander zu klären sind. Sexuelle Belästigung ist eine Straftat. Die Kids sollten lernen, dass man so etwas anzeigt. Frauen nehmen schweigend zu viel hin.“

    Der Gender-Krieg ist in der Schule angekommen. Ein Zusammenleben nur noch mit Gender-Scharia möglich. #metoo und #aufschrei wirken, die Schulen sind zu ideologischen Kampfplätzen verkommen (ich kann das aus Erfahrung sagen…).

    • „Ich war gleich bei der Schulleitung, weil weiblich, im Gegensatz zum Klassenlehrer.“

      Sie ist wahrscheinlich eine große Anti-Sexistin. Richterinnen, sofern keine Feministinnen, verpassen Straftäterinnen oft härtere Strafen als Richter es tun würden. Ich denke bei Männer ist es ähnlich. Ihre Annahme ist reiner, männerabwertender Sexismus.

  13. In welcher Schule können Jungs sowas ungestraft machen?
    Ich denke eher das Madchen wurde beim Schwänzen erwischt und hat eine Ausrede gefunden bei der sie ohne Kosten und weitere Nachfragen rauskommt.
    Ansonsten ist ihre Tochter auf einer Schule von der man sie sofort runternehmen muss. In meiner Schulzeit wäre, was die Tochter behauptet, mit blutigen Nasen geendet

    • Das sehe ich auch so: Schule schwänzen ist doch kein Kavaliersdelikt! Ich kann mich nicht erinnern, dass zu meiner Schulzeit irgendjemand mal geschwänz hätte. Die Chuzpe das durchzuziehen muss man erstmal haben. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das Fräulein mit einem zu kleinen Ego gestraft wäre, was es vom Kontaktieren einer Autorität abgehalten hätte. Bei und wäre man zur Not ins Direktorat, zum Hausmeister, dessen Frau, ins Lehrerzimmer oder die Schulbibliothek gegangen um sich Unterstützung zu holen.
      Was hat sie denn in den zwei „Freistunden“ gemacht? War sie shoppen oder saß sie weinend im Schulkeller? Unabhängig von dem was vorher mit den Jungs war, käme meine Tochter mir ggü. nicht mit so einer Räuberpistole bzgl. Schulschwänzen durch.

  14. In diesem Falle ist es sowas wie ernsthaftes Mobbing bzw. sexuelle Belästigung. Und dagegen muss eingegriffen werden.

    Gegen Mobbing und körperliche Gewalt an Schulen wird ohnehin viel zu wenig getan.

    Gegen sexuelle Belästigung hingegen müsste so eine Schule schon eher bereit sein, was zu unternehmen, da man auf dem Gebiet ja schon aus politischen Gründen viel schärfer eingestellt ist. Kann aber sein, dass da trotzdem nichts gemacht wird.

    Schule ist eben zum Kotzen. Und das muss sich ändern.

    Manche Schule (und mancher Politiker) wird leider natürlich bekloppt genug sein, um dem Thema folgendermaßen zu begegnen:

    1. Mobbing? Wird nichts gegen unternommen. Das Opfer ist selbst Schuld, ist ja ein Außenseiter und Sonderling, soll er/sie doch sehen, wie er da rauskommt. Ja wie der könnte im Extremfall Amok laufen? Och, einfach Ballerspiele verbieten, ein noch strengeres Waffenrecht verabschieden, und die Gefahr ist gebannt. Ist ja alles ganz easy.

    2. Körperliche Gewalt? Wird auch nichts gegen gemacht. Er kann ja zurückschlagen, auch wenn die Täter ihm körperlich und/oder zahlenmäßig weit überlegen sind. Milhouse van Houten kann sich schon gegen Nelson, Jimbo und Konsorten wehren können. Wird schon schiefgehen. besonders für ihn selbst. Für Martin Prince gilt dasselbe. Für Bart auch, zumal es dem ja aus Skinners Sicht eh recht geschieht, wenn er aufs Maul kriegt.

    3. Körperliche Gewalt/Mobbing, die von muslimischen Schülern ausgeht? Wir sind eine tolerante, weltoffene Schule. Offensichtlich sind die deutschen Kinder, die da Opfer geworden sind, noch nicht weltoffen genug und müssen noch umerzogen werden, dann gibt sich das schon.

    4. Sexuelle Belästigung gegen Jungs, also z.B. „Anschwulen“ als Mobbing-Attacke, die von anderen Jungs ausgeht? Ist der Schule doch egal, solange das Opfer nur ein Junge ist und sich bald deswegen einen Strick nimmt, weil es schon seit Jahren anhält.

    5. Mobbing, das von Lehrern gegen Schüler ausgeht? Auf UNSERER Schule doch nicht! Wir sind doch die beste Schule der ganzen Stadt. SOWAS gibt es bei uns ganz bestimmt nicht.

    6. Der oben geschilderte Fall mit dem Mädel, die die Schule schwänzt um Mobbing und/oder sexueller Belästigung zu entgehen? Psssssst, das darf niemand erfahren, der Ruf unserer Schule ist in Gefahr.

    7. Da hat ein Jugendlicher einer Jugendlichen einmal hintendraufgeklatscht? Er muss eine Stunde nachsitzen, auch wenn er mit ihr zusmammen ist und beide nach dem Klaps händchenhaltend dahergingen. Ist schließlich sexuelle Belästigung.

    8. Wie da hat ein Erstklässler ein Mädchen auf die Wange geküsst? Wir dulden keine sexuelle Belästigung! Wir sind eine seriöse Schule!!! Der Täter kriegt eine Klassenkonferenz und einen Verweis, und die Eltern werden benachrichtigt.

    DAS ist Schule!

    • In Schule begegnen sich sehr viele Menschen unterschiedlicher Charaktere. Das ist nie reibungslos.

      Es wird in Schule auch sehr viel getan um ein Zusammenleben zu ermöglichen, vom Sportunterricht über Ethik, spielen, Gruppenarbeit etc. bis zum Schulsozialarbeiter.

      Lehrer sind nicht frei von Beeinflussung und erleben selbst in der Schule etliche Extreme die sie prägen. Wer 20 Jahre an einer Schule ist, unterrichtet je nach Fächerkombi bis zu 150 unterschiedliche Kinder für ca. 2 Jahre. Nach 20 Jahren hast du also ungefähr 1500 Kinder und Jugendliche kennengelernt. Da gehst du nicht schadenfrei raus.

      Ich bin schon lange für eine gebundene Ganztagsschule. Mindestens 3-4 Tage die Woche, mit Mittagessen, mit Hausaufgabenbetreuung, mit Sport- und Freizeitangeboten. Dazu Einteilung in sog. Lernbänder und freie Lernzeiten. Das wird an manchen Schulen gemacht, setzt aber immer voraus, dass die Träger das wollen und die Lehrkräfte es können bzw. es von oben gelebt wird.

      Ich kann dir aber sagen, dass wir in den letzten 10 Jahren ganz andere Probleme in die Schule getragen haben, aber ich will hier kein AfD Kommentar aufmachen, dazu reicht mir die Zeit und der Platz nicht.

  15. Das mit dem Schwänzen klingt seltsam, auch dass die Tochter es später „bagatellisiert“.

    Klingt irgendwie nach Ausrede. Sucht sie nachträglich nach einem Vorwand?

    Mit 16 ist sie kein Kind mehr, und es erschließt sich auch kein Zusammenhang zwischen Unterricht und Hinternklatschen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Wenn es so dramatisch war, dass sie fluchtartig den Pausenhof verlassen musste, wieso bagatellisiert sie es dann später?

    Wahrscheinlich lohnt es überhaupt nicht, dem nachzugehen. Wahrscheinlich so ein typisch feministischer Fehlalarm.

  16. Das reicht nicht annähernd für eine Beurteilung und, nun ja, Twitter ist auch keine geeignete Plattform, das zu klären.

    Mehr würde ich dazu gar nicht sagen wollen.

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