Europameisterschaft – Eröffnungstagsbeitrag

Heute geht die EM los, auch wenn es bis zu den ersten deutschen Spielen noch etwas hin ist.

Was meint ihr, wird eine passende EM-Stimmung aufkommen? Freut ihr euch auf die Spiele? Welche Chancen rechnet ihr Deutschland dieses Jahr zu?

Ich plane wie bei den letzten EM und WMs auch eigene Artikel zu den deutschen Spielen einzustellen.

35 Gedanken zu “Europameisterschaft – Eröffnungstagsbeitrag

  1. Bin kein Fussballfan. Hab sogar das legendäre Finale D gegen Brasilien verpennt (bis mich die Böller geweckt haben). Aber bin schon gespannt auf die Diskussion. Nette Familienväter (ewige Linke 😉 ) entdecken den patriotischen Krieger in sich, und ich sitz kopfkratzend daneben. Ach Mädchen gehn da gut ab. Das Ergebnis interessiert mich wenig, Stimmung ist aber meist ansteckend euphorisch. Und dann die politisierenden Kommentare am nächsten Tag…

  2. Es gibt tatsächlich fast nichts, das mich weniger interessieren könnte als Übertragungen der mit Abstand langweiligsten und zudem (mathematisch bewiesen aufgrund der Tatsachen, dass man 1:0 gewinnen kann) am meisten vom Glück abhängigen Ballsportart, die jemals populär wurde.
    Ich hoffe allerdings aus Lärmschutzgründen, dass es bei drei Spielen für die deutsche Rumpeltruppe bleibt.

    Dennoch jenen, die „mitfiebern“ weil eine Handvoll überbezahlter Hanswurste Deutschland „repräsentieren“ indem sie 90 Minuten (von denen keine Stunden Nettospielzeit bleibt), einem Ball nachjagen, viel Vergnügen 😉

    • Das ist Hate Speech. Und Banausentum.

      Fußball ist spannend und angesichts der Länge eines Spiels und der Zahl der Mitspieler keinesfalls überwiegend Glückssache. Das erkennt man schon daran, daß der FC Bayern jetzt bereits neunmal hintereinander Deutscher Meister wurde.

      Bitte mäßige dich in deinem Tonfall. Sonst beklagen hier einige noch eine Verschlechterung der Atmosphäre. Dem wollen wir entgegen wirken.

      Minigolf ist auch eine Ballsportart – und hat womöglich mehr mit Glück zu tun als Fußball. Fallen jemandem noch andere Ballsportarten ein, die viel mit Glück zu tun haben? Vielleicht Baseball oder Maskenball. Oder Medizinball.

  3. Ich mag lieber MMA, bei Fußball schlafe ich direkt ein. Finde ich vollkommen uninteressant. Hab mir in meinem Leben 2 Spiele angeguckt und zwar weil ich einmal genötigt wurde und beim anderen Mal Frauen abschleppen wollte.

    • was guckst Du da, die „gängigen“ Sachen wie UFC/Bellator/PFL/Titan oder europäische/Indie-Sachen? Falls letzteres, welche taugen etwas?

      Ich hab früher gerne und viel live geguckt, seitdem ich unfreiwillig nicht mehr selber in der Verfassung bin soetwas selber zu machen, habe ich aber ein bisschen den Anschluss verloren und schaue nur sporadisch.

      Das was ich am aktivsten verfolge ist mit großem Abstand Schach, insb. seit Corona die online-Turniere hat explodieren lassen.

      • Ich bin immer zu „We love MMA“ gegangen. Ansonsten gucke ich alles Mögliche in dem Bereich. Mir geht es auch nicht so sehr um den Sieg eines der Kontrahenten, sondern um einen harten Kampf. Wenn das Blut fließt, dann fängt der Kampf an Spaß zu machen. Ich mag den Kampf um des Kampfes willens, nicht weil ich jemanden siegen sehen will, ich hab da keinen Favoriten und keine Seite.
        Ich bevorzuge deswegen auch Frauenkämpfe, die sind meist weniger technisch aber dafür brutaler. Und egal wer gewinnt, eine Frau die von einer anderen eine aufs Maul bekommt ist immer eine geile Mischung zwischen Sport, Porno und Comedy.

  4. Ich bin kein Fußballfan – aber die größeren Turniere verfolge ich schon.

    Außerdem weiß man (im Gegensatz zu den üblichen Spielfilmen) eben NICHT, wie es ausgeht. Belehrt, erzogen und belogen wird man zur Abwechslung auch nicht – das macht Fußball tatsächlich zu dem einzigen Ereignis, für das ich die „Öffis“ inzwischen noch nutze.

    Bisschen schade, dass etliche Spiele nur auf MagentaTV zu sehen sind, aber das Geoblocking von ORF und SRF kann man umgehen.

    • „Belehrt, erzogen und belogen wird man zur Abwechslung auch nicht“
      Nu, mal sehn dieses Jahr. Wird die politisch-mediale Szene ein schwarz-rot-goldenes Fahnenfeld zulassen?

      • Die EM ist ja noch jung.

        Heute kam jedenfalls nichts Belehrendes. Nur ein Mal sagte der Kommentator sinngemäß etwas in Richtung „Viele machen sich Sorgen, aber mal wieder Party erfreut das Herz“ <-[kein wörtliches Zitat]

        Da stimme ich jedenfalls zu.

        • Nachtrag: Ich hab erst eingeschaltet, als das Spiel schon ca. 10 Minuten lief. Die ganze Eröffnungszeremonie etc. habe ich also nicht mitbekommen. Sehr wahrscheinlich wird da Einiges über Sicherheitsvorkehrungen, Abstandsregeln und Lalala erzählt worden sein.

          Naja. War vielleicht gut für meine Laune, so spät eingeschaltet zu haben. Corona geht mir heftig auf den Zeiger. Ich bin nämlich die „arme Sau“, die bei uns im Betrieb fürs Kurzarbeitergeld zuständig ist. Das ist ein ärgerlich großer Haufen unschöner Arbeit.

    • Ich wünsche es Dir, dass nicht belehrt wird.
      Vllt haben sie ja z.B. daraus gelernt, wie 2019/20 die NBA Playoffs in den Zuschauerzahlen abgeschmiert sind, weil es kaum um Basketball sondern um so gut wie nichts anderes mehr als BLM und die Anlegen irgendwelcher Schwarzen ging und man das quasi in jeder freien Sekunde mit dem Vorschlaghammer eingeprügelt bekam.
      Was um so bizarrer war, als dass da halt einige hundert der privilegiertesten und bestbezahlten Menschen des Landes einen auf „arm und unterdrückt“ gemacht haben, allen voran der widerliche Arsch LeFlop James.

      Bei 60% weniger zahlenden Zuschauern hat sich das auf einmal ganz schnell mit der ganzen Woke-Scheiße. Hat sich ganz überraschenderweise herausgestellt, dass die 13% Schwarze gar nicht die sind, die für die ganze Chose bezahlen.

      • Ne, alles andere als vorbei. So einfach lässt man sich die Gelegenheit, billig virtue zu signaln nicht entgehen.

        In GB gibt’s gerade große Diskussionen darüber, weil ein Teil der Fans die knienden Fussballmillionäre ausgebuht hat und man jetzt ganz dolll traurig und ein Stück weit betroffen ist. Das gleiche beim Spiel Irland gegen Ungarn, wo die Ungarn nicht gekniet haben. Clown world.

      • Nee, die „politically fuckin‘ correct“ limeys wollen das durchziehen, bis die Knie so grün sind, dass die Farbe nicht mehr raus geht. Die Osteuropäer verzichten darauf dankendwerterweise.

  5. Als Jugendlicher habe ich Fußball gespielt, hatte den Kicker abonniert und Spiele gerne in der Glotze gesehen. Dann kam die Zeit, in der professioneller Fußball hinter der Bezahlschranke und in Kneipen mit Sky-Abo verschwand. Da hat es mich nicht mehr sonderlich interessiert, Fußball war nicht mehr leicht verfügbar. Zum Saisonende habe ich zur Kenntnis genommen, dass Bayern wieder Meister war.

    Jetzt kam eine epidemische Lage von merklich großer Tragweite. Keiner durfte mehr was. Aber Fußi ging trotzdem wieder. Hethas Trainer und zig andere waren Corona-Positiv, sind dann kurz in Quarantäne (eigentlich hätte es wie bei uns normalen Menschen Isolation sein müssen) verschwunden, um zwei Wochen später wieder fröhlich aufzuspielen in menschenleeren Stadien. Da dachte ich an „Brot und Spiele“.

    Ich bin skeptisch, ob das ein Thrill wird mit der EM dieses Jahr.

    • „Dann kam die Zeit, in der professioneller Fußball hinter der Bezahlschranke und in Kneipen mit Sky-Abo verschwand.“

      Was kurzfristig Gewinne maximiert, aber langfristig die Popularität des Fussballs mindert. Wer Fussballfan ist, ist es in der Regel, weil er das schon als Kind von den Erwachsenen mitgenommen hat. Ist eine Prägung durch das soziale Umfeld. Wenn der Fussball zu grossen Teilen hinter Bezahlschranken verschwindet, dann ist das langfristig ein Eigentor. Die Leute werden sich anderen Sportarten zuwenden.

  6. Im Grunde interessiert mich Fußball null. Selbst in der Kindheit mal kurrzeitig im Verein gespielt, zum Kampfsport gewechselt, weil zu langweilig.
    Wenn überhaupt, schaue ich mir vielleicht Spiele der EM/WM an, an denen unsere Nationalgemeinschaftlichfußballspielenden beteiligt sind. Und das eher mit mangelndem Interesse.

    Erstaunt bin ich allerdings über die skandalösen Zustände, bspw. auch jetzt wieder bei der Eröffnungsfeier. Die Belastung mit CO2 und Feinstaub ist vollkommen unnötig gewesen. Genau so, wie die linksgrünen Medien aber bspsw. sinnfreie Illuminationen an Gebäuden tolerieren – häufig sogar feiern, so hüllen sie sich auch jetzt in Schweigen und feiern sogar mit.
    Klimaschutz geht anders. 😉

  7. Fussball selber zu spielen ist toll, der Kampf, der Wettbewerb, der Zusammenhalt- und danach ab in den Biergarten. Einige Jahre habe ich 2-3x pro Woche gespielt, einfach so im Park und in Freizeitligen.
    „Erfrischend defensiv“ hieß unsere Mannschaft. Dann habe ich mir das Knie kaputt gemacht …

    Im Fernsehen würde ich sowas – wie jeden Sport – nie anschauen, Sport muss man selber machen.

    Erst recht, wenn irgendwelche zusammengekauften Söldnertruppen antreten. Ich habe ein paar Jahre am Tegernsee gearbeitet und wenn da die Dorfmannschaften gegeneinander antraten, das war durchaus unterhaltsam, da ging es wenigstens um etwas und nicht nur ums fette Geld.

    • „Knie kaputtgemacht“
      Ich kenn tatsächlich mehr Fußballer als Kampfsportler (von denen es hier erstaunlicherweise etliche zu geben scheint), die wegen Verletzung nicht mehr weitermachen.

  8. Ich frage mich in der Tat, ob es nur meine Wahrnehmung ist oder ob Fußball generell für die Masse der Bevölkerung unwichtiger geworden ist. Habe schon lange keinen mehr gesehen oder kennengelernt, der sich für das Thema Fußball offen interessiert oder auch nur versucht hat mir ein entsprechendes Gespräch aufzudrängen. Wenn dem so ist, dann wäre es etwas Gutes, denn diesen ganzen Zirkus von Millionären und Spiele für die Massen, verstellt oftmals den Blick auf die Realität.

    • Es gibt tatsächlich feministische Bestrebungen, FB- Spiele am Wochenende zu verbieten. Weil Weibchen sich da ja nicht mehr sicher bewegen könnten. Habe selbst jahrelang im Umfeld eines bekannten FB- Vereins und nahegelegenen Bahnhofs gewohnt, wenn man mit der Kutten-Schal-Bier-Atmosphaere nicht klar kam, nahm man halt einen Umweg.

      • „Kutten-Schal-Bier-Atmosphaere“

        Ich interessiere mich viel weniger für Fussball als früher, aber das liebe ich bis heute. Wenn die Fans mit ihren Schals und Trikots vorbeiziehen, der Geruch nach Bier, die Schlachtrufe und Gesänge… fühlt sich an, wie zu Hause zu sein 🙂

  9. Hauptsache, die unterbrechen kein Spiel, um kollektiv hinzuknien oder ihre regenbogenfarbenen Unterhemden zu präsentieren. Dann ist die EM für mich erledigt. Auf einen Haltungseuropameister lege ich keinen Wert. Ist wenigstens ein Transenschiri dabei?

  10. Falls jemand grad das Spiel Wales gegen Schweiz schauen möchte (der Stream auf orf.at funktioniert aus Deutschland wegen Geoblocking nicht) und keine Lust hat, mit VPNs oder DNS herumzufrickeln:

    Bei 2ix2.com kann man streamen, Qualität ist allerdings ziemlich mies und Verbindung instabil.
    tvpinto.com funktioniert deutlich besser. Zwar kein HD, aber für den Monitor nebenbei reicht’s.

  11. Hmm. Laut Liveticker sind im aktuellen Spiel 30 Minuten verstrichen, und die auf Platz 1 der Weltrangliste stehende Mannschaft (wieso zum hackenden Henker ist BELGIEN auf Platz 1???) hat es in der Zeit geschafft, gegen die Nummer 38 der Rangliste ZWEI Torschüsse abzugeben, während diese es auf genau EINEN gebracht haben
    .
    Hinterher wird man das Spiel für den Kurzbericht vermutlich, wie beim Fussi üblich, vollkommen verlustfrei auf etwa 120 Sekunden komprimieren können, von denen sich gut 60 Sekunden lang die Totschützen freuen oder jemand sich am Boden wälzt.

    Kann mir jemand erklären, wie so etwas interessant sein kann? Ich verstehe es wirklich nicht, beim besten Willen nicht.

    • Es geht hier vermutlich um eine Art des Tribalismus. Wenn man sich mit seiner Mannschaft identifiziert, dann ist man Teil des Stammes. Ich glaube, dass deswegen auch die Stadionbesuche so wichtig für diese Menschen sind. Außerdem ist das eine der wenigen Gelegenheiten wo Männer sich mal nicht von Frauen herumkommandieren lassen können, es ist einer der wenigen männlichen Safespaces weil Frauen in den meisten Fällen mit dem Thema nichts anfangen können.

    • „wieso zum hackenden Henker ist BELGIEN auf Platz 1???“

      *Grins*

      Weil die FIFA es trotz wiederholter Versuche nicht gebacken bekommt, ein auch nur halbwegs sinnvolles, die Spielstärke der Mannschaften adäquat abbildendes Weltranglistenregelwerk aufzustellen. Früher konnte man mit einem Sieg in der Weltrangliste sogar Plätze verlieren, und heute – führt Belgien die Weltrangliste an.

      Ist ein bisschen wie mit deutschen Politikern und dem Wahlrecht, nur schlimmer 😉

      • Ich hab irgendwo gelesen, dass das Ranking nun auf dem ELO-System basiert / basieren soll? Im Schach kriegt man damit, sei es national, international oder begrenzt auf einzelne online-Plattformen allerdings eine (innerhalb des selben Systems, ansonsten ist z.B. (grob gesagt) lichess ELO 1800 etwa chess.com ELO 1500 etwa FIDE ELO 1300 usw.usf.) recht akkurate relative Darstellungen der Spielstärken hin.

        Allerdings werden beim Schach i.d.R. mehr Partien gespielt als Spiele zwischen Nationalmannschaften stattfinden, muss man dazu sagen.

        • Fuck, zu schnell auf absenden gekommen.

          Das Problem was Fussi angeht, wäre dann, dass das ELO-System keine Wertigkeit eines Turniers kennt. Berechnet wird ein Zugewinn oder Verlust an Rating anhand einer durch die Rating-Differenz berechneten Gewinnwahrscheinlichkeit. Ob das Spiel bei der WM oder EM oder bei der (für die Auswertung angemeldeten( Vereinsmeisterschaft des SV Klein-Vorderwühl ausgetragen wurde, spielt dabei absolut keine Rolle.

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