Selbermach Mittwoch

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73 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch

  1. Mein kleines Corona-Resümee

    Erstmals konnten wir ein Virus ertesten in der Virensaison.
    Wir haben dann die Alten und Kranken einsam sterben lassen.
    Wir haben Kindern das Gefühl gegeben, tödlich für ihre Eltern und Großeltern sein zu können.

    Wir haben uns von anderen Menschen entfernt.
    Wir haben die Adaption des Virus an die Menschen verschleppt, weil wir glaubten, etwas bestimmen zu können.
    Wir haben Menschen zu Feinden gemacht.

    Wir haben das Thema der Pharmaindustrie übergeben und einen kleinen „Pieks“ empfangen ohne Prüfung der langfristigen Folgen.
    Jetzt wollen wir auch die Kinder impfen, die selbst nie erkranken.
    Vielleicht nimmt es ihnen die Befürchtung, ihre Eltern, Lehrer und Großeltern zu töten.

    Corona war der Spiegel unserer hässlichen und egoistische Fratze.
    Der Beweis, was Angst aus uns macht. Angst aus hochgerechneten Kurven.
    Was passieren könnte, ist jetzt das neue Normal.

    Wir haben viele Gründe, unser Antlitz hinter Masken zu verstecken.

      • Den Artikel finde ich schlecht und propagandistisch, denn er stellt das Gegenteil von dem dar, was im Text seiner genannten Quelle auf S. 33 steht: „Auf Basis der zusammengefassten Daten ergibt sich unter Verwendung eines Fixed- Effects-Modells eine Wirksamkeit zur Verhinderung einer laborbestätigten COVID-19-Erkrankung (ohne vorherige SARS-CoV-2-Infektion) nach zwei Impfstoffdosen von 95,0 % (95 % KI 91 – 97) (s. Abb. 6). Hinsichtlich der Verhinderung einer „schweren COVID-19-Erkrankung“ ergibt die Metanalyse eine Wirksamkeit von 96 % (95 % KI 78 – 99) (s. Abb. 7). Die Unsicherheit bei der Bewertung der Effektivität der Impfstoffe auf Grundlage der Daten aus den Einzelstudien wird in der gepoolten Datenanalyse geringer.“

        Was er hingegen in seinem Text zitiert, sind die Zusammenfassungen nach GRADE ab Seite 36 und die Überschrift heißt auch: 8.2.8 Vertrauenswürdigkeit der Evidenz (Evidenzqualität nach GRADE)

        Was bezweckt wird: „Empfehlungen zur Umsetzung oder Zurückhaltung einer Intervention sollten die Nutzen auf der einen Seite und die Risiken, Krankheitslast und möglicherweise Kosten auf der anderen Seite abwägen. Wenn die Nutzen die Risiken und Krankheitslast überwiegen, werden Experten eine Intervention empfehlen. Die Unsicherheit, die mit dem Tradeoff von Nutzen und Risiken und Krankheitslast assoziiert ist, bestimmt die Stärke der Empfehlungen.“
        https://de.gradeworkinggroup.org/faq.html

        Es gibt ohnehin nur „starke und schwache Empfehlungen“ und auch die Verwendung von „moderat“ oder „niedrig“ wird dort erklärt, denn sie ist definiert. Das ist ein Gastbeitrag eines Thomas Maul und entweder weiß er das nicht oder er möchte sein Publikum bewusst täuschen.

        • Danke crumar.

          Herr Thomas Maul reitet in seinem Propaganda-Artikel vor allem auf der schlechten Evidenzqualität herum, welche durch das „weite Konfidenzintervall“ in der Altersgruppe ü75 bzw ü65 zustandekommt. Er schreibt, jeweils zitiert aus der STIKO Studie

          zu Biontech:
          Die Evidenzqualität (Vertrauen in die Effektschätzer) […] in der Altersgruppe ≥ 75 Jahre aufgrund des weiten Konfidenzintervalls als gering (s. Anhang). […] Hier ergab sich aufgrund […] des weiten 95 Prozent Konfidenzintervalls […] eine sehr geringe Evidenzqualität.“

          zu Moderna:
          Die Evidenzqualität […] in der Altersgruppe ≥ 75 Jahre aufgrund des weiten Konfidenzintervalls als gering.

          zu Astra:
          wurde die Evidenzqualität […] für die höhere Altersgruppe (≥ 65 Jahre) aufgrund von Impräzision (weites 95 % Konfidenzintervall, welches die 0 einschließt) als gering [eingeschätzt]

          Auf S.30 ist das 95% Konfidenzintervall der Impfstoff-Effektivität (Biontech) für die Gruppe ü75 mit -13%(!!) bis 100% angegeben. Herr Thomas Maul möge erklären, was eine negative Impfstoff-Effektivität bedeuten soll. Alternativ möge er die Zahlen für die Impfgruppe sowie die Placebogruppe ü75 betrachten (jeweils n/N: 0/774 und 5/785) und eventuell erkennen, dass es sich hierbei um ein statistisches Artefakt handelt. Wenn die Anzahl in der Impfgruppe 0 ist dann kann man schwer ein Konfidenzintervall berechnen. Hier wurden m.E. die Zahlen in ein Statistikprogramm gefüttert und dessen Output blind übernommen.

          In den Ergebnissen für Moderna und AstraZeneca ist in so einem Fall in der Spalte Konfidenzintervall richtigerweise ein „k.A.“ oder „nicht kalkulierbar“ vermerkt.

          Ein ähnlicher Fall ergibt sich bei AstraZeneca in der Gruppe ü65, wo das Konfidenzintervall -1405%(!!) bis 94,2% beträgt. Die entsprechenden Zahlen aus der Impf- und Kontrollgruppe (n/N): 1/341 und 1/319. Immerhin ist für diese Gruppe beim Wert für die Impfeffektivität dann vermerkt „keine ausreichenden Daten für eine robuste statistische Aussage zur Effektivität“. Warum sie dann die Zahlen für das Konfidenzintervall trotzdem angegeben haben (wiederum blind aus dem Output eines Statistikprogramms übernommen?) wissen nur die Studienautoren.

          T. Maul ist hier insofern ein Vorwurf zu machen, als er solche offensichtlich unsinnigen Ergebnisse aus der Studie übernimmt, weil sie wunderbar in seine Argumentation Propaganda passen. Zur tatsächlichen Aussage der STIKO hat crumar bereits das wesentliche geschrieben.

          Wie auch immer, Sabrina hat wie üblich die Originalquelle wieder mal nicht gelesen, sondern verlässt sich stattdessen lieber auf das was Thomas Maul bzw. BR sagen. Das deckt sich so schön mit ihren Erwartungen und gibt ein gutes Gefühl. Wie das mit ihrer selbstproklamierten „kritischen Betrachtungsweise“ ggü Medien zusammenpasst weiß nur sie selbst.

          • Danke für das Lob und deine Ergänzungen.
            Ich finde es ätzend, dass inzwischen alles und flächendeckend wie früher nur „Feminismus“ zu betrachten ist.
            Wenn die Wahrheitsorientierung wegfällt und jeder narzisstische Spinner nur noch seine spezifische „Weltsicht“ – ohne Rücksicht auf Verluste – durchsetzen will, dann sind wir gesellschaftlich am Arsch. Keiner traut mehr irgendwem und jeder verdächtigt den anderen, seinen eigenen, kleinen miesen Vorteil zu suchen und durchzusetzen (beim Autoren liegt man da leider mit diesem Verdacht richtig).
            Resultat: Allgemeine Paranoia, wie in den USA bereits Tatsache.
            Es muss wieder eine (Selbst-) Verpflichtung auf diese Wahrheitsorientierung her.

          • @nouse @Androsch

            Da ich seit Monaten der „Laborthese“ zuneige, was tatsächlich bedeutet, es handelt sich m.E. um eine schief gelaufene „gain of function research“ (=wissenschaftliche Hybris), ist doch immerhin interessant, dass ich seit ca. zwei Wochen nicht mehr zu den „Verschwörungstheoretikern“ gehöre. 🙂

            Genau deshalb habe ich Respekt vor dem kleinen Drecksvirus und werde mich impfen lassen. Weil es keine natürliche Immunantwort auf etwas geben kann, was im Labor entstanden ist.
            Die kleinen Irren haben Gott gespielt.
            Einfach, weil sie es können und keiner sie rechtzeitig gestoppt hat.

            „Corona war für big Pharma ein riesiger Erfolg.“
            Das ist eine Legende.
            Es konnte ein Gates nur entstehen, weil „Big Pharma“ sich einen Scheißdreck um Krankheiten kümmert, die den ärmeren Teil der Erde betrifft (Malaria z.B.) und weil die WHO chronisch unterfinanziert ist.
            Dass Gates PPP präferiert und Spenden an die WHO nur zweckgebunden tätigt – was hat man eigentlich anderes erwarten können?
            Er gründet eine „Stiftung“ als Steuervermeidungsmodell und gewinnt damit politischen Einfluss.
            Fehler Nummer eins: Er gründet eine „Stiftung“ als Steuervermeidungsmodell und das ist möglich.
            Kennen wir auch.
            Nach deutschem Stiftungsrecht kann sich die Bertelsmann-Stiftung nicht einfach dafür entscheiden selber zu erforschen, was auch immer sie für richtig hält. Genau das aber tut sie.
            Widerspruch aus der Politik? Null Komma Null.
            Wie zahm die „Linke“ hier ist sieht man an der ausbleibenden Enteignungsforderung. Aber hier wäre es angebracht.

          • @crumar
            Weil es keine natürliche Immunantwort auf etwas geben kann, was im Labor entstanden ist.

            Die Kausalität kann ich nicht nachvollziehen. Für einen Säugling ist der erste Kontakt mit einer Banane so unnatürlich wie für uns ein umgeformtes Corona-Virus aus dem Labor. Deswegen sind Kinder auch so gut darin, mit Neuartigem umgehen zu können. Diese Fähigkeit schwindet stark mit zuehmendem Alter. Ob der Erreger im Reagenzglas oder in einer Fledermaus entstanden ist, ist doch einem jungen, fitten Immunsystem herzlich egal.
            „Natürlichkeit“, was immer du auch darunter verstehst, spielt meiner Meinung nach keine Rolle dabei.

          • „Weil es keine natürliche Immunantwort auf etwas geben kann, was im Labor entstanden ist.“

            Warum nicht? Dem Immunsystem sollte es egal sein wie das entstanden ist worauf es reagiert. Es kann es sowieso nicht „wissen“.

          • @beweis @anorak

            Der Vergleich mit Säuglingen hinkt.
            Das Immunsystem arbeitet bei frisch Geborenen herabgesetzt, um keine überschießende Reaktion auf bspw. Bakterien zu liefern, die zu starken Entzündungen führen könnten.
            Evolutionär „weiß“ das Abwehrsystem, wenn die Abwehrreaktion z.B. zu einer Blutvergiftung führen könnte, ist die Abwehr schlimmer als die Infektion.
            Weiter: Cov19 produziert Symptome, die es bei der Influenza gar nicht gibt, andere Symptome gibt es durchaus bei anderen Infektionskrankheiten, nur ist die Liste auffällig.

          • @crumar: Du hast irgendwie den Punkt nicht verstanden. Das Immunsystem der Säugetiere ist lernfähig. Es ist dadurch in der Lage, Viren als Bedrohung zu identifizieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die dieser einzelne Mensch im ganzen Leben noch nicht gesehen hat, sogar solche die noch kein Mensch jemals gesehen hat weil es sie noch nie gab sondern gerade erst frisch entstanden sind. Ob dieses „Neue“ natürlich oder künstlich mutiert ist, spielt dafür keine Rolle.

          • „Weil es keine natürliche Immunantwort auf etwas geben kann, was im Labor entstanden ist.“

            Diese Aussage ist „beside the point“, weil SARS-CoV-2 nicht im Labor entstanden ist. Der SARS-CoV ist in der Natur entstanden und im Labor technisch verändert worden.

            Mag sein, dass diese Unterscheidung nur auf einer Spitzfindigkeit beruht. Wie auch immer: Wenn es gegen SARS-CoV-2 keine natürliche Immunantwort gäbe, dann wäre nicht zu erklären, dass es etliche Leute gibt, die an COVID-19 erkrankt sind und diese Krankheit überwunden haben, obwohl sie nicht auf der Intensiv-Station behandelt wurden, sondern lediglich in Quarantäne ein paar Tage mit mittleren Symptomen im Bett gelegen haben. Wenn es gegen SARS-CoV-2 keine natürliche Immunantwort gäbe, dann müssten Länder wie Schweden weitgehend entvölkert sein.

            Wieso kann der menschliche Organismus von künstlichen Vitaminen profitieren, wieso können Pflanzen besser wachsen, wenn sie mit künstlichem Dünger versorgt werden?

            Es ist natürlich immer gut, wenn man vor Viren Respekt hat. Besser ist es, wenn man auch vor Impfungen Respekt hat.

          • @anarak @Jochen

            Du hast meinen Punkt nicht verstanden: „Du hast irgendwie den Punkt nicht verstanden. Das Immunsystem der Säugetiere ist lernfähig. Es ist dadurch in der Lage, Viren als Bedrohung zu identifizieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen“!

            Das Immunsystem wird im ersten Lebensjahr unterdrückt, weil es mehr schaden als nützen würde.
            Deine These ist falsch.
            Wenn das Immunsystem außer Rand und Band läuft, dann, weil die Lernfähigkeit keine adäquate Antwort parat hat.

            „Diese Aussage ist „beside the point“, weil SARS-CoV-2 nicht im Labor entstanden ist. Der SARS-CoV ist in der Natur entstanden und im Labor technisch verändert worden.“

            Das ist eben der Punkt, der immer wieder angebracht wird, es handle sich letzten Endes um eine „Zoonose“. Weder gab es Fledermäuse auf dem Markt in Wuhan, noch haben diese ihnen einen Gefallen getan, im Winterschlaf bis Wuhan zu fliegen und dabei keine Spuren auf dem Transportweg zu hinterlassen.
            Das „Ratg13“ existiert nicht.
            Ratg13 ist laut Veröffentlichung 2013 entdeckt worden – und 2020 landete es in der Datenbank.
            Ist das nicht ein mehr als merkwürdiger Zufall?
            Es gibt kein Ratg13.

    • Die Frage die mich bewegt: werden wir eine Ausweitung der Panik auf andere Krankheiten erleben?

      Corona war für big Pharma ein riesiger Erfolg. Es ist extrem wahrscheinlich, dass man jetzt für alle möglichen Infektionskrankheiten Tests entwickelt und dann die Politik unter Druck setzt. Irgendjemand stirbt ja immer oder hat Komplikationen. Das Folterinstrumentarium an Gesetzen steht, die Medien sind weitgehend gleichgeschalten. Wird es also künftig als fahrlässige Körperverletzung gewertet, wenn man nicht sofort beim kleinsten Krankheitsanzeichen zum Arzt rennt und sich auf alle entsprechenden Krankheiten testen lässt oder gleich von selbst in 2-wöchige Quarantäne begibt?

      Ohne die Tests, wäre das ganze Theater so nicht möglich gewesen. Es sind die neuen medizinischen Möglichkeiten, die uns einschränken.

      Einen neuen digitalen Impfpass soll es ja auch geben, der Moderater, der darüber sprach, kündigte auch gleich süffisant an: „klingt wie ein neuer Standard für Auslandsreisen“.

      Anpassung und Aufgabe der Bürgerrechte, wenn man sich nicht der Pharmaindustrie unterwirft? Wird es dahin gehen? Der medizinische Fortschritt macht nicht freier, sondern noch unmündiger? Er würde dem technischen folgen, der effektiv für eine Totalüberwachung gesorgt hat…

      • Die Frage die mich bewegt: werden wir eine Ausweitung der Panik auf andere Krankheiten erleben

        Ich vermute vorerst nicht. Man wird sich bis auf Weiteres mit den Mutanten beschäftigen und weiter wild rumtesten und lockdownen, bis ein Gewöhnungsfaktor eintritt.

        Aber der Mechanismus wird in anderen Lebensbereichen eingesetzt werden, wie jetzt auch schon gut beim Klima sichtbar. Die 17-jährige Nachbarin meines Bruder ist in psychotherapeutische Behandlung, weil sie nicht mehr normal leben kann aus Angst vor dem Klimakollaps.
        Das Prinzip der linear hochgerechneten, exponentiellen Möglichkeiten dessen, was passieren KÖNNTE, wird in Zukunft die Realität beherrschen. Gut auch sichtbar am Verfassungsgerichtsurteil zum Klima.

        Das hat meiner Meinung nach einen starken massenpsychotischen Akzent, da Realität und faktisches Gescheken statistischen Fiktionen und Mutmaßungen untergeordnet werden.

        Vielleicht kann das wirklich nur mit einem Big Bang enden, nach dem jeder froh ist, sich irgendwas in den Mund schieben zu können – und es komplett wurscht ist, ob das nun gentechnisch behandelt ist, fair gehandelt wurde oder Karies verursachen KÖNNTE.

        • Inwiefern war das „für Pharma“ ein riesiger Erfolg?

          Das exakte Gegenteil dürfte der Fall sein: Durch die Maßnahmen sind fast alle anderen gängigen Infektionskrankheiten gegen die man Medikamente verschreibt auf nahezu null abgesunken, Mittel gegen Erkältungen, Antibiotika wurden so gut wie nicht verkauft (wenn man von der ersten Panik/Hort-Phase Anfang 2020 absieht, als alles „weg“ war). Vermeidbare, sonst gern gemachte OPs sind ausgefallen, die notwenigen Hilfsmittel und Medikamente wurden von den Krankenhäusern weniger angefordert.

          Die potentiell 2-4x Jährlich 60 Millionen Impfdosen die stattdessen zu erwarten sind, machen für die Verhältnisse dieser Branche lediglich Peanuts. Und an den Tests haben überwiegend die Zwischen- und Retailhändler den großen Reibach gemacht.
          Was ich natürlich unmöglich finde, ist dass man es den Unternehmen gestattet hat, überhaupt was alle überwiegend per Steuergeldfinanzierung entwickelten Impfstoffe angeht, über dem Selbstkostenpreis zu verkaufen (AstraZeneca wurde zum SKP verkauft und sicher deswegen abgesägt, obwohl Metastudien ergeben haben, dass alle Bedenken maßlos übertrieben waren).

          Dennoch: Ab und an ein bisschen Logik zur Anwendung bringen anstatt über „Pharma“ zu hyperventilieren ist durchaus nicht verkehrt.

          Richtig gelohnt haben dürfte sich das ganze Kram wegen der absurd hohen Erstattung für die Maskengutscheine und jetzt 18 EUR für ein bisschen Abtippen vom Impfpass für die Apotheken lohnen, aber nicht wegen der Medikamentenverkäufe.

          • Ich finde ja gar nicht die Missgunst gegenüber BigPharma das zentrale Thema. Es macht mir nur Sorgen, dass alle „an die Nadel“ gebracht werden sollen. Viele aus der Angst heraus nicht begangenen Arztbesuche oder Verschreibungen werden natürlich künftig wieder stattfinden. Zusätzlich werden wir aber vierteljährlich eine Injektion erhalten, die uns angeblich unser Überleben sichert.
            Jetzt haben sie die britisch-indische Kolonial-Muntante ertestet, gegen die angeblich nicht mal die massive durchgeimpften Briten geschützt sind…
            Das Impf-Ding ist gerade erst gestartet und macht es uns künftig ohne Fixe nicht mehr möglich, am Leben da draußen teilzunehmen.
            Ich glaube nicht, dass das eine gute Lösung ist mit eines respiratorisch-saisonalen Virus umzugehen.

          • @Beweis
            was glaubst Du denn was in D jeden Winter los gewesen wäre, wenn sich nicht regelmäßig Millionen insb. älterer Menschen jährlich gegen die Grippe impfen lassen würden (schwankt immer so zwischen 35 und 65% der Ü-60-Jährigen)? Einen absoluten Tiefstand der letzten 20 Jahre hatten die Impfungen übrigens unmittelbar vor der von euch noch vor einer Weile als „ist doch viel schlimmer als Corona“ angeführten Grippewelle 2017/2018 erreicht. Muss nicht kausal sein, wäre aber schon ein ziemlicher Zufall, finde ich.

        • Das Impf-Ding ist gerade erst gestartet und macht es uns künftig ohne Fixe nicht mehr möglich, am Leben da draußen teilzunehmen.
          Ich glaube nicht, dass das eine gute Lösung ist mit eines respiratorisch-saisonalen Virus umzugehen.

          Was wäre dein Vorschlag?

          • Weg von der Illusion, vierteljährlich eine jeweils neue Herdenimmunität herstellen zu können. Abschied von der Allmachtsphantasie, das virale Geschehen auf unserer Welt bestimmen und steuern zu können.
            Konzentration auf die besonders Vulnerablen bei der Impfung. So wie es auch bei der Grippeimpfung oder ähnlichen gemacht wird.

            Nachdem diese Impfstoffe entwickelt wurden, war die klare Ansage, sie könnten das individuelle Risiko auf eine schlimme Erkrankung stark reduzieren. Erst später kam die Erkenntnis dazu, dass Geimpfte auch weniger ansteckend für andere seien. Jetzt soll das Zeug plötzlich flächendeckend zur Schaffung einer Herdenimmunität eingesetzt werden. Da stimmt doch was nicht.
            Selbst wenn das klappen könnte, werden wir mit der Durchimpfung nie so schnell sein, wie sich im Zweifel das Virus verändert und anpasst. Wir werden immer wieder auf kafkaesken Impfstraßen im „Stau“ stehen, obwohl wir uns gesund und munter fühlen…

          • Auf meiner Terrasse im Wald habe ich eine Mückenplage erheblicher Tragweite. Nach dem kühlen Frühling ging es plötzlich los. Zunächst habe ich mit einer Fliegenpatsche einige Mücken erlegt, habe sie sogar nachverfolgt, um sie zu erwischen. Dann wurden es aber immer mehr und die Fliegenpatsche half nicht mehr merklich.

            Nun hatte ich drei Optionen:
            – Reingehen und dauerhaft Fenster und Türen geschlossen halten, bis die Mückensaison vorbei ist.
            – Weiter mit immer größeren, dann sogar elektrischen Fliegenpatschen rumfuchteln.
            – Mich mit Mückenschutz einschmieren.

            Ich habe akzeptiert, dass ich die Mücken nicht beseitigen kann, wollte aber auch nicht auf ein freies schönes Leben auf der Terrasse verzichten – also habe ich mich eingeschmiert und akzeptiert, dass es eben die Mücken auch gibt.

            Natürlich hilft das nicht komplett. Ab und zu kriege ich schon noch einen Stich. Aber jetzt fühle ich mich halbwegs geschützt, fürchte mich nicht mehr vor den vielen Mistviechern und genieße die Zeit auf der Terrasse.

          • Konzentration auf die besonders Vulnerablen bei der Impfung. So wie es auch bei der Grippeimpfung oder ähnlichen gemacht wird.

            Also weiterwurschteln wie bisher? Weil das die letzten eineinhalb Jahre so gut geklappt hat? Halte ich nicht für besonders sinnvoll.
            Dein Vorschlag ist im Kontext der Covid-Pandemie zu wenig, weil es sich nicht um etwas Grippeähnliches handelt.
            (Nebenbemerkung: Ich habe schon öfter darauf hingewiesen, dass die „Risikogruppe“ gut und gerne 35%-45% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Mir hat noch niemand auch nur ansatzweise erklären können, wie konkret der oft zitierte „Schutz für Risikogruppen“ bei einer so großen Anzahl an Menschen halbwegs realistisch organisiert werden soll.)

            Selbst wenn das klappen könnte, werden wir mit der Durchimpfung nie so schnell sein

            Andere Länder schaffen es doch auch. Wenn „wir“ das nicht schaffen, dann sollten wir 1.) unseren zuständigen Entscheidungsträgern mal ordentlich in den Arsch treten, und 2.) uns selbst bei der Nase nehmen weil „wir“ es waren die diesen Entscheidungsträger in ihre Entscheidungsposition gewählt haben – Demokratie und so, du weißt schon.
            Die Reihenfolge 1. und 2. kannst du auch gerne umdrehen.

            wie sich im Zweifel das Virus verändert und anpasst.

            Je mehr Infektionen, desto mehr Chancen für das Virus sich zu verändern und anzupassen. Skaleneffekte sind in diesem Zusammenhang wesentlich.

            Natürlich hilft das nicht komplett. Ab und zu kriege ich schon noch einen Stich. Aber jetzt fühle ich mich halbwegs geschützt, fürchte mich nicht mehr vor den vielen Mistviechern und genieße die Zeit auf der Terrasse.

            Sehr vernünftig.

            Wie viele Stiche bekommst du jetzt noch ungefähr?

            Würde sich etwas ändern, wenn dieser unangenehm juckende Stich nicht auf dich beschränkt bliebe, sondern sehr leicht auf sagen wir mal die Personen in deinem Haushalt übertragen werden könnte?

            Würde sich etwas ändern, wenn ein Mückenstich eine Krankheit übertragen könnte, an der du eventuell so schwer erkrankst dass du auf Intensiv musst?

            Wie viele Stiche wären unter diesen Bedingungen für dich akzeptabel?

          • Wir wurschteln doch gar nicht, wir schlagen mit brachialen Maßnahmen um uns. Aber das hilft nicht.

            Lockdowns sind sinnlos und machen keinen Unterschied. Siehe auch hier: https://www.nature.com/articles/s41598-021-84092-1

            Noch bevor wir richtig losimpfen, ist der Impfstoff schon wirkungslos gegen die neueste Mutante. Die Briten mit ihrer hohen Durchimpfung leiden gerade unter der Kolonial-Mutante (politisch-korrekt: Delta). Wir werden mit dem Impfen von Milliarden den Wettlauf nicht gewinnen können.

            Also konzentrieren wir uns besser auf die besonders Gefährdeten. Die kann man gut durch Aufklärung und entsprechende Maßnahmen schützen. Man kann ihnen raten, Masken zu tragen (aber dann auch richtig, weil sonst komplett sinnentleert). Man kann ihnen zeitnah Impfungen zukommen lassen, weil man halt nicht die ganze Welt impft. Man kann ihnen sogar raten, in der Viren-Saison etwas sparsamer mit Knuddeln und Kuscheln zu sein.

            Aber man kann das nicht dauerhaft mit der ganzen Welt und dann auch noch per Dekret mit Strafandrohung machen.

            „Je mehr Infektionen, desto mehr Chancen für das Virus sich zu verändern und anzupassen.“

            Genau das sehen aber viele Epidemiologen anders. Die sagen, das Virus huscht in Windeseile ein- oder zwei Mal um die Welt, bis die Menschen das adaptiert haben. Zum Beispiel die ganzen positiv getesteten Gesunden. Natürlich kostet das Menschenleben unter den Kranken, Schwachen und Alten.
            Wenn wir diese Verbreitung künstlich verlangsamen, bleibt das Virus länger unter uns, bis eben irgendwann die Adaption erfolgt ist. Und dadurch hat es mehr Gelegenheit zu mutieren. Es wird seinen Weg finden. Selbst in China: https://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/corona-ausbruch-in-guangzhou-chinesen-greifen-mit-knallhart-regeln-durch-76687568.bild.html

            Die Mücken auf der Terrasse zog ich als Vergleich für das Virus heran, nicht als Vergleich für ansteckende Menschen. Ich kann das Virus jagen, bis ich müde bin oder ich kann mich auf eine Koexistenz mit ihm einstellen. Kein Wissenschaftler behauptet doch ernsthaft, dass wir Corona-Viren ausrotten könnten. Also müssen wir einen Weg finden, mit ihnen zu leben.

            Und ja, eine Tante von mir musste wegen einem entzündeten Ameisenbiss auf die Intensiv. Trotzdem schütze ich mich nicht besonders vor den Tieren. Wenn mich eine beisst, hoffe ich, dass mein Körper das gut verarbeitet – damit bin ich immer gut gefahren wie die meisten anderen auch.

          • Wir wurschteln doch gar nicht

            Nicht?

            Maskenbeschaffung – ein Desaster.
            Impfen – Desaster.
            Organisation beim Testen – Desaster.
            Contact-tracing App – Ohne Worte.
            Organisation für PPE in KH – Desaster.
            Organisation der Maßnahmen – Blindflug.
            Schutz der Pflegeheim-Bewohner – Desaster.
            EU-weiter „Grüner Pass“ – Mal sehen. Ich befürchte: Desaster

            Soll ich weitermachen?

            Lockdowns sind sinnlos und machen keinen Unterschied. Siehe auch hier: https://www.nature.com/articles/s41598-021-84092-1

            Junk-science, siehe hier. Ich übersetze dir einmal die wesentliche Aussage, du bist aber natürlich herzlich eingeladen es dir selbst in Gänze durchzulesen:
            Dies deutet darauf hin, dass die vorgeschlagene Methode a) einen Effekt von Lockdowns nicht zuverlässig erkennen kann, selbst wenn er existieren sollte, b) sinnvolle Daten nicht von zufälligen Werten unterscheiden kann und c) anfällig für Rauschen in den Daten ist. Insgesamt scheint dies den Ansatz ungeeignet zu machen, um selbst offensichtliche Effekte eines Lockdowns in künstlichen oder realen Daten zu erkennen.

            Also konzentrieren wir uns besser auf die besonders Gefährdeten.

            Ich erhebe meine Nebenbemerkung von vorhin zu eine Hauptfrage: „Ich habe schon öfter darauf hingewiesen, dass die „Risikogruppe“ gut und gerne 35%-45% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Mir hat noch niemand auch nur ansatzweise erklären können, wie konkret der oft zitierte „Schutz für Risikogruppen“ bei einer so großen Anzahl an Menschen halbwegs realistisch organisiert werden soll.“

            Genau das sehen aber viele Epidemiologen anders. Die sagen, das Virus huscht in Windeseile ein- oder zwei Mal um die Welt, bis die Menschen das adaptiert haben.

            Die verrückte Idee einer schnellen natürlichen Herdenimmunität „wir lassen das Virus einmal möglichst ungestört quer durch die Bevölkerung“ spielt völlig zurecht keine Rolle mehr in der wissenschaftlichen Diskussion. Mit den paar Unbelehrbaren von der Great Barrington Declaration will keiner mehr reden.

            In keinem einzigen Land der Welt hat das mit der natürlichen Herdenimmunität auch nur ansatzweise funktioniert. UK hat es probiert. Die Ergebnisse sind bekannt.

            Die Mücken auf der Terrasse zog ich als Vergleich für das Virus heran

            Das habe ich durchaus verstanden. Hast du auch verstanden, dass eine ansteckende Krankheit etwas anderes ist als ein nicht ansteckender Mückenstich, und dass dein Vergleich deshalb im Rollstuhl daherkommt?

            Kein Wissenschaftler behauptet doch ernsthaft, dass wir Corona-Viren ausrotten könnten. Also müssen wir einen Weg finden, mit ihnen zu leben.

            Dieser Weg lautet: Eliminierung (nicht Ausrottung), am besten mittels Herdenimmunität durch Impfung. Er könnte zumindest so lauten, bei den permanenten Anstrengungen, alles was für das Erreichen dieses Ziels hilfreich sein könnte zu verhindern, bin ich mittlerweile nicht mehr so sicher…

            Wenn mich eine beisst, hoffe ich, dass mein Körper das gut verarbeitet – damit bin ich immer gut gefahren wie die meisten anderen auch.

            Das ist schön für dich.
            Würdest du dieselbe Vorgangsweise wählen, wenn deine Mücken bekanntermaßen Denguefieber, Malaria, Zika-Virus o.ä. übertragen?

            Mir gefällt das alles auch nicht. Ich hätte lieber keine Pandemie und ich wünschte dieses Virus hätte sich nie entwickelt (natürlich oder im Labor, ist mir egal). Ich bin aber nicht gefragt worden. Niemand wurde gefragt. Das Virus ist jetzt da, und es ist auf der ganzen Welt. Wir können weiter darüber jammern wie schlimm alles ist, oder wir können uns zusammensetzen, einmal durchatmen, und etwas dagegen tun. Ich weiß, dass du den Gedanken wir wären gegen das Virus machtlos lieb gewonnen hast. Du hast in diesem Fall unrecht.

      • „Die Frage die mich bewegt: werden wir eine Ausweitung der Panik auf andere Krankheiten erleben?“

        Ich befürchte eher, dass der „Lockdown“ als Modellfall für andere politische Ziele verwendet wird, als erstes „Klimaschutz“.

      • @AK:
        „Wird es also künftig als fahrlässige Körperverletzung gewertet, wenn man nicht sofort beim kleinsten Krankheitsanzeichen zum Arzt rennt und sich auf alle entsprechenden Krankheiten testen lässt oder gleich von selbst in 2-wöchige Quarantäne begibt?
        …Ohne die Tests, wäre das ganze Theater so nicht möglich gewesen.“

        Genau so ist es, und darauf scheint es hinauszulaufen.
        Es ist schon beeindruckend, wie es interessierten und profitierenden Kreisen dieser ganzen Inszenierung binnen kurzer Zeit gelungen ist, das Verständnis von KRANKHEIT und GESUNDHEIT so grundlegend „auf den Kopf“ zu stellen:
        Galt man bislang als „krank“, wenn man entsprechende Symptome hatte, so konnten die unfehlbaren Institutionen für die Bestimmung dessen, was fortan als „Gesundheit“, und was als „Krankheit“ zu gelten hat, das Verständnis dahingehend grundlegend verändern, daß es nunnmehr des Nachweises bedarf, daß der nunmehr GENERELL kranke Mensch seine überwundene oder noch nicht vorhandene Krankheit tagtäglich neu via TESTS „beweisen“ muß, bevor man ihm im Gnadenakt temporär einen Teil seiner Grundrechte wieder gestattet.
        Der volkswirtschaftliche Irrsinn im Zusammenhang mit Masken-Beschaffung, Selbstbedienungs-Möglichkeiten für „Test-Zentren“, die i.d.R. ein Interesse an der dauerhaften Aufrechterhaltung und dem Ausbau des Geschäftsfeldes haben dürften, etc. sind ein gravierender Aspekt dieses „neuen Normal“.
        Ein anderer, mindestens ebenso fataler Effekt sind die von Umweltschützern doch ansonsten so sehr beklagten Plastik-Produkte bei Masken, Teststäbchen, etc, die uns die ansonsten allseits beklagten, „Un“-Mengen an zusätzlichen Plastik-Abfällen bescheren (werden), wenn sie denn überhaupt „ordnungsgemäß“ entsorgt werden. Dies ist aber leider oftmals gar nicht der Fall. Wir alle dürfen uns tagtäglich im Alltag weggeworfener (Drecks-)oder gar versuchter Masken „erfreuen“, die man überall auf Gehwegen, am Wegesrand oder wo auch immer draußen in der „Natur“ findet.
        Schöne „Neue Welt“!

    • Vielleicht ist Nils P. ja ein Maskulist der sich als Trojaner bei Pinkstinks eingenistet hat? Als solcher wäre dann seine Agenda, anderen Männern zu zeigen dass es ein Leben jenseits von Männerklischees gibt.

      Ob und wie Frauen mit Häkelnadeln und Wäscheklammern gefühlt unterdrückt werden, könnte ihm in diesem Fall herzlich egal sein. Bzw. es wäre ein gelegentliches Lippenbekenntnis um den Schein zu wahren.

      Immerhin, seit Stevie Schmiedel sich von Pinkstinks zurückgezogen hat, ist er dort der Boss. Hihi, so ganz jenseits der Männerklischees geht es dann wohl doch nicht… 😀

  2. Beim HPD beschreibt Hannah Wettig von den „Säkulären Grünen“ ihre Erfahrungen mit der „Mädchenmannschaft“ und der neuen woken Identitätspolitik sowie deren Auswirkungen auf ehemals „klassisch“ linke Themen:

    tinyurl.com/ygot7ylq

    „Ich las eine ellenlange hitzige Diskussion der letzten Tage. Daraus erfuhr ich, dass ich auf der Website in einem großen Artikel angeprangert wurde. Ich sollte mich öffentlich entschuldigen und meine weiße Position reflektieren. Mein Haupt-Vergehen: Ich hatte als weiß Positionierte über People of Color gesprochen. Sprich: ich hatte genau das getan, was ich angekündigt hatte und was sie begrüßt hatten: über Frauen in der ägyptischen Revolution berichtet.“

    • Sehr witzig. Die Geister die ich rief.
      Aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.
      Das Problem ist, dass diesen Clowns, und das bezieht die Autorin mit ein, die Distanz liberalen denkens fehlt. Es ist am Ende immer der Wunsch das Richtige zu pflegen und dem Rest seine Wahrheit überzustülpen.

  3. Es wurde an anderer Stelle gesagt, es komme in erster Linie darauf an, warum Ideen auf fruchtbaren Boden fallen, und nicht auf die Ideen selbst. Das ist sowohl richtig, als auch falsch, denn man darf dabei nicht vergessen, dass nicht nur die Lebensbedingungen, sondern auch bereits vorhandene Ideen einen fruchtbaren Nährboden darstellen können.

    Bsp. 1: Wichtiger Teil der Altgriechischen Religion war das Schicksalsgesetz, dem auch die Götter unterlägen. Von dort ist es nicht weit bis zur Erkenntnis universeller Naturgesetze, was erklärt, warum die griechische Philosophie war, wie sie war. Weil die griechische Philosophie aber von Adligen getragen wurden, die nicht arbeiten mussten, entwickelte sie sich in eine empiriefeindliche Richtung, d.h. die Lebensbedingungen haben die durch die ursprünglich vorhandenen Ideen angestoßene Entwicklung eingeschränkt.

    Bsp. 2: Da die Erfinder der griechischen Philosophie Heiden waren und die Christen gegen Letzteres, lehnten die Christen auch Erstere ab, mit Ausnahme des Neoplatonismus, der gut zum Christentum passte.

    Bsp. 3: Im Mittelalter war diese Korrelation zwischen griechischer Philosophie und Heidentum vergessen und niemand zweifelte mehr am Christentum, so dass keine unbewussten Zweifel mehr dazu führten, dass man sich irgendwelchen Bullshit ausdachte, nur um den eigenen Glauben zu rechtfertigen (Bullshit gab es natürlich schon, das ist für Religion typisch). Daher „erkannte“ man, was im christlichen Kontext absolut rational war, dass sich Vernunft und Christentum nicht nur nicht widersprächen, sondern die Regeln der Vernunft vielmehr die kodifizierten Regeln Gottes wären. So entwickelten sich die Christen wieder in eine rationalistischere Richtung

    Bsp. 4: Unter diesen Umständen machte es Sinn, die Natur zu „lesen, wie ein Buch“, wie die Bibel eben, und beide Bücher als gleichberechtigt und nicht im Widerspruch zueinander anzusehen, da ja die Natur auch von Gott geschaffen worden sei, was recht leicht zu einer empirischen Orientierung der Wissenschaft führte (auf der später die Aufklärung aufbaute). Was aber erst zu einer Zeit aufkam, als zusätzlich (in der Renaissance) Künstler zugleich auch Handwerker UND Wissenschaftler waren. Das heißt, es kam auf die vorhandenen Ideen und die Lebensbedingungen an.

    Bsp. 5: Als die Reformation und das kopernikanische Weltbild das Deutungsmonopol der katholischen Kirche infrage stellten (diese hatte sich ja auf das ptolemäische Weltbild festgelegt), entwickelte Letztere sich wieder in eine wissenschaftsfeindliche Richtung, was bis heute anhält. Wobei hier der Auslöser nicht nur das Vorhandensein einer oppositionellen Bewegung war. Ohne deren Ideen ließe sich die Art der Reaktion der katholische Kirche kaum verstehen.

    Natürlich muss man zwischen der Entwicklung einer Ideologie und deren Erfolg in der Gesamtgesellschaft oder Subgruppen derselben unterscheiden. Die Entwicklung einer Ideologie wird v.a. durch die Inhalte der Ideologie, aber auch durch die in der Gesellschaft verbreiteten Ideen bestimmt, ihr Erfolg dagegen v.a. durch die in der Gesellschaft verbreiteten Ideen, aber auch dadurch, wie gut sie zu diesen passt, d.h. hier ist es genau umgekehrt. In beiden Fällen kommen dann noch die Lebensumstände all der betroffenen Gruppen hinzu. Der Marxismus mag erklären, warum sich die Marxisten (und vielleicht noch, warum sich die Linke, die ja marxistisch beeinflusst ist bzw. es zumindest im späten 19.Jh. war) zu politisch korrekten Ideologen entwickelt haben, aber nicht, warum die herrschende Klasse und die obere Mittelschicht die politisch korrekte Ideologie übernommen haben. Das lag eher daran, dass sie die Arbeiterklasse hassen, weil diese es tatsächlich gewagt hat, IHRE Privilegien infrage zu stellen, wozu die politisch korrekte Ideologie passt, da die meisten Arbeiter Weiße und Männer sind (Frauen arbeiten ja weniger).

  4. Der hpd stellt die Kommentarfunktion unter seinen Artikeln ein:
    https://hpd.de/artikel/kein-kommentar-19329
    Angegebener Grund ist der Arbeitsaufwand, den die Kommentarsichtung für die nur sechsköpfige Redaktion bedeutet.

    Einerseits sind sie damit irgendwo ein Opfer ihres eigenen Erfolges. Andererseits hätten sie sich diverse Anrufe in der Redaktion ersparen können – neulich wieder – wenn sie nicht so unnötige Zensur unliebsamer Meinungen in ihrem Kommentarbereich betrieben hätten.

    Passenderweise haben sie meine Hinweise darauf unter dem oben verlinkten Artikel, unter dem letztmalig kommentiert werden kann (30 Tage lang), nicht freigeschaltet X-(

    Ich werde euch in Zukunft mit Hinweisen auf hpd-Artikel verschonen – weil ich selbst nicht mehr dort lese. Sollen sie in ihrer Filterblase eingehen.

    • Ich fürchte fast, in Deutschland kann man kein Forum mehr betreiben, ohne auf die schiefe Ebene zu geraten. Zensiert man nicht, kommen die Juristen (spätestens seit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz), fängt man einmal damit an, verprellt man Nutzer und außerdem steigt der Aufwand. Du weißt ja auch nicht, welche außer deinen Kommentaren da noch aufgeschlagen sind und nicht durchgelassen wurden. Mitunter werden da m.E. auch Seiten angegriffen, indem man ihnen bösartig-extreme Sachen ins Forum schreibt und das ganze dann aufbläst zu: „bei xyz sind die Nazis zu Hause“ oder sowas. Funktioniert ja leider sehr gut und führt u.U. sogar zu juristischen Stress für den Betreiber.

      Ich frage mich allerdings, ob man die Forenfunktion nicht generell auslagern könnte, auf irgendeinen Dienst in einem fernen Land, den man dann nur noch mit „hier kann man z.B. über unseren Artikel diskutieren (wir distanzieren uns von den Inhalten, die Diskussionsseite unterliegt nicht unserer Kontrolle)“ verweist. Disqus geht ja schon in die Richtung, wahrscheinlich noch nicht konsequent genug. Gar keine Moderation kann natürlich auch zum Problem werden, wenn sich da viele tummeln, wegen Spam usw. oder mit anderen Worten: die Moderation müsste anonym und gut abgesichert sein.

        • Das kenn ich noch, hatte ich in meiner Studienzeit manchmal genutzt. Später mal google-groups, die aber m.E. auch schon gesäubert werden.

          War mir nicht bewusst, dass das noch in Betrieb ist. Ich sehe da mehrere gravierende Nachteile:

          1) wird schnell unübersichtlich

          2) der Newsserver ist m.E. angreifbar (Störerhaftung)

          3) das nntp-Protokoll kann man vermutlich sperren und es verschlüsselt wahrscheinlich nicht (oder findet das auf einem anderen Layer statt? da kenn ich mich zu wenig aus)

          4) ich wurde da schon angepflaumt, weil ich keinen Realnamen benutzte (gehört da zur Netiquette)

          5) es war immer grausig zu konfigurieren und Zusatzsoftware ist ein Killer

          6) die Nachrichtenverbreitung kann dauern

          Meines Erachtens lebt das nur noch, weil es zu unwichtig ist und keinen nennenswerten politischen Einfluß nimmt (verglichen mit Facebook und Co).

          Aber der Ansatz ist ganz gut, vielleicht kann man das Protokoll nutzen oder erweitern und es auf eine Webseite umbiegen oder sowas. Wenn ich mehr Zeit oder Geld hätte (und mehr Ahnung 🙂 )… *seufz*

          • „1) wird schnell unübersichtlich“

            Nicht wirklich. Es ist eher sogar übersichtlicher als die meisten Webforen.

            „2) der Newsserver ist m.E. angreifbar (Störerhaftung)“

            Die Aussage verstehe ich nicht. Was meinst du mit „angreifbar“, und was mit „Störerhaftung“? Und warum benutzt du den Singular? Es gibt nicht 1 Newsserver, sondern hunderte auf der Welt. Und alle haben (mehr oder weniger) die gleichen Inhalte, weil sie alle Postings per Schneeballsystem untereinander weiterreichen. Es gibt deshalb per Definition nicht einen benennbaren Betreiber, dem irgendwelche juristischen Begriffe angehängt werden können.

            „3) das nntp-Protokoll kann man vermutlich sperren“

            Was meinst du mit sperren, und wer ist „man“?

            „und es verschlüsselt wahrscheinlich nicht“

            Nein, aber warum ist das wichtig?

            „4) ich wurde da schon angepflaumt, weil ich keinen Realnamen benutzte (gehört da zur Netiquette)“

            Nur in deutschsprachigen Gruppen, und ist dort auch umstritten. Solche Regeln sind aber nur Good-Will, ihre Einhaltung kann nicht erzwungen werden weil es keinen Moderator gibt.

            „5) es war immer grausig zu konfigurieren und Zusatzsoftware ist ein Killer“

            Es ist einfacher zu konfigurieren als ein Browser.

            „6) die Nachrichtenverbreitung kann dauern“

            Na und

            „Meines Erachtens lebt das nur noch, weil es zu unwichtig ist und keinen nennenswerten politischen Einfluß nimmt (verglichen mit Facebook und Co).“

            Es hat wahrscheinlich ein paar Millionen Nutzer auf der Welt, aber das ist schwer zu schätzen. Seine Bedeutung hat es verloren, weil es nicht mit dem Browser benutzt wird und deswegen der Klickibunti-Generation unbekannt ist. Das ist aber auch eine Stärke: Die „Neuland“-User in der Politik wissen gar nicht dass es existiert. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist so geschrieben als gäbe es nur zentrale Systeme mit benennbaren Personen als Verantwortliche. Usenet ist davon deshalb gar nicht betroffen.

          • @anorak2

            „Nicht wirklich. Es ist eher sogar übersichtlicher als die meisten Webforen.“

            Ich erinnere mich der Probleme, die ich hatte, mich zurechtzufinden. Ich bin mir aber nicht mehr sicher, an was das genau lag. Entweder fand ich nicht die richtigen Gruppen oder nicht die Server die diese Gruppen führten. Und wenn in einer Gruppe tausende drin sind, dann, na ja, wirds u.U. schwierig was zu finden. Ich weiß aber nicht, was da heutzutage an Softwarelösungen dazu existiert, ich schaue mir das mal an, interessiert mich schon. Hast du eine Empfehlung?

            „2) der Newsserver ist m.E. angreifbar (Störerhaftung)“
            Die Aussage verstehe ich nicht. Was meinst du mit „angreifbar“, und was mit „Störerhaftung“? Und warum benutzt du den Singular?

            Der, bei dem du die News holst. Das ist wie beim TOR-Netzwerk, irgendeiner ist ganz am Ende und der kann m.W. in Störerhaftung genommen werden, wenn er bestimmte Inhalte nicht filtert. Du kannst natürlich einen im Ausland nehmen, aber das könnte dann vermutlich auch dein Provider unterbinden. Ich bin kein Jurist und habe nur am Rande mit Netzwerken zu tun, erinnere mich aber an die Diskussionen bei heise damals. Vielleicht ist das mittlerweile alles geklärt, keine Ahnung.

            „3) das nntp-Protokoll kann man vermutlich sperren“
            Was meinst du mit sperren, und wer ist „man“?

            Derjenige in dessen Netzwerk du hängst, also z.B. dein Arbeitgeber.

            „und es verschlüsselt wahrscheinlich nicht“
            Nein, aber warum ist das wichtig?

            Weil sonst jemand in besagtem Netzwerk deine Beiträge im Klartext mitsniffen kann und du das u.U. nicht willst? Stell dir vor es geht ums Arbeitsrecht und du debattierst mit deinen Kollegen über die Gründung eines Betriebsrates.

            „5) es war immer grausig zu konfigurieren und Zusatzsoftware ist ein Killer“

            Mir geht es nicht um irgendeine Lösung (da gibt es noch andere, etwa Browser-Plugins), sondern um eine, die eine ähnlich niedrige Zugangshürde hat, wie ein Webforum bei einer Nachrichtenseite. Wenn ich nur 0,1% der Leser erreiche, weil eine Zusatzsoftware nötig ist, für die 99,9% zu dumm oder zu faul sind, dann bringt es nichts. Am besten wäre sogar, wenn man sich nicht erst anmelden müsste. Jeder zusätzliche Klick, kostet Leser und Kommentatoren.

            „6) die Nachrichtenverbreitung kann dauern“
            Na und“

            Ich selbst bin z.B. oft auf ein Thema fixiert und tausche mich intensiv darüber aus, aber normalerweise verliere ich nach einigen Stunden wieder das Interesse daran, weil ein neues in den Fokus gerückt ist. Wenn du eine Nachrichtenseite kommentieren willst, die allenfalls einige Stunden aktuell ist, ist es ein NoGo, wenn man nicht instantan antworten kann und nie weiß, ob das Gegenüber die Antwort schon erhalten hat. Außerdem kann es da zu Überschneidungen kommen. Usenet ist halt alt, damals waren Erfordernisse und Gewohnheiten noch ganz anders.

            „weil es nicht mit dem Browser benutzt wird und deswegen der Klickibunti-Generation unbekannt ist. Das ist aber auch eine Stärke: Die „Neuland“-User in der Politik wissen gar nicht dass es existiert. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist so geschrieben als gäbe es nur zentrale Systeme mit benennbaren Personen als Verantwortliche. Usenet ist davon deshalb gar nicht betroffen.“

            Das schätzt du genauso ein, wie ich 🙂
            Und eben deshalb ist es aber auch als alternatives Forum eher ungeeignet, wenn man möglichst viele Leute erreichen will. Ich stelle mir immer vor, wie ich das meinem Vater erklären würde… keine Chance. Aber WhatsUp kennen sie alle.

          • @AK

            „Ich erinnere mich der Probleme, die ich hatte, mich zurechtzufinden.“

            Die Newsgroups sind hierarchisch sortiert, und die Namen sind meist selbsterklärend. Man kann ja in allen Gruppen nach einem String suchen. Ein bisschen Gewöhnung hilft natürlich.

            „Ich weiß aber nicht, was da heutzutage an Softwarelösungen dazu existiert, ich schaue mir das mal an, interessiert mich schon. Hast du eine Empfehlung?“

            Ehrlich gesagt nein, ich benutze eine uralte Anwendung und habe keine Lust umzusteigen. Würde ich jetzt neu anfangen würde ich googeln, das kannst du aber auch selbst. 🙂 Es hängt zuerst sowieso vom Betriebssystem ab.

            „Der, bei dem du die News holst. Das ist wie beim TOR-Netzwerk, irgendeiner ist ganz am Ende und der kann m.W. in Störerhaftung genommen werden, wenn er bestimmte Inhalte nicht filtert.“

            Mir ist bisher nicht bekannt, dass deutsche Usenet-Serverbetreiber jemals in irgendeiner Form mit Haftungsansprüchen konfrontiert worden wären.

            „Du kannst natürlich einen im Ausland nehmen, aber das könnte dann vermutlich auch dein Provider unterbinden.“

            Dass der Provider hineinregelt welche Inhalte du woher mit welchem Protokoll woher ziehst, gibt es bisher in Deutschland nicht. Das ist bisher politisch nicht gewollt, und technisch gibt es dafür keine Strukturen. Die Internet-Provider wollen das aus eigenem Antrieb sowieso nicht, warum sollten sie.

            Wenn dann würden sie es aufgrund staatlicher Vorgaben machen und dafür dann die technische Struktur schaffen. Bisher gibt es dafür keinen mehrheitsfähigen politischen Willen. Sollte es je dazu kommen, haben wir ganz andere Probleme. Das wäre Internet-Zensur im China-Stil, und das würde bedeuten das Regime hat sich noch viel massiver geändert als wir derzeit ahnen. Das wäre dann natürlich ein politischer GAU, der noch ganz andere Folgen hätte. Technisch könnte man das mit VPN umgehen, solange sie das nicht auch verbieten. Aber das ist derzeit alles reine Spekulation.

            „Derjenige in dessen Netzwerk du hängst, also z.B. dein Arbeitgeber.“

            Ja beim Arbeitgeber sollte man private Aktivitäten weglassen. Aber der Internet-Provider an dem du zu Hause hängst, hat keine Motivation und technisch keine Möglichkeit da reinzuregieren.

            „Weil sonst jemand in besagtem Netzwerk deine Beiträge im Klartext mitsniffen kann und du das u.U. nicht willst?“

            Deine Nachbarn können das nicht. Wenn dann könnte es dein Provider bzw. essen Mitarbeiter, aber der kann theoretisch noch viel mehr mitlesen, zumindest alles was nicht verschlüsselt ist wie zB E-Mail. Rechtlich ist ihm das aber hochstreng verboten, das wäre eine strafbare Handlung. Wer davor trotzdem Angst hat, dem ist VPN zu empfehlen.

            „Wenn du eine Nachrichtenseite kommentieren willst, die allenfalls einige Stunden aktuell ist, ist es ein NoGo“,

            Im allgemeinen verbreiten sich Usenet-Postings innerhalb von Sekunden um die ganze Erde. Es gibt nur keine Garantie dafür, sie können je nach Anbindung eines Servers auch Tage unterwegs sein. Das war in den 1980er Jahren noch relevant, als manche Server an Dialup-Verbindungen hingen. Heute ist das glaub ich eher eine theoretische Frage.

            Ist so ähnlich wie E-Mail: Sie kann auch mal Tage unterwegs sein, aber der Normalfall ist wenige Sekunden.

            „Und eben deshalb ist es aber auch als alternatives Forum eher ungeeignet, wenn man möglichst viele Leute erreichen will“

            Im Prinzip ist Usenet DER Standard-Dienst für Diskussionsforen. Webbasierte Foren sind ein technisch unnötiger Schritt zurück. Je blöder und zensierter Webforen werden, umso mehr Leute finden vielleicht den Weg „zurück“ (bzw. für viele: zum ersten Mal hin). Das ist meine Hoffnung.

      • Überzeugend fände ich das Grundprinzip, Diskussionen immer nur zeitlich limitiert zuzulassen und dann komplett zu löschen. Wenn der hpd beispielsweise in der Woche 15 Artikel raushaut und jeder Artikel nur eine Woche lang diskutiert werden kann, reduziert sich der Aufwand für die Redaktion erheblich. Nach der Woche verschwindet die jeweilige Diskussion. Das verhindert unendlich lange Laberei Einzelner und schützt auch rechtlich in gewisser Weise, weil die entsprechenden Mechanismen sehr träge anspringen.
        Einfach generell auf Interaktion zu verzichten und auf Monologisierung umzuschalten halte ich heutzutage für ein Armutszeugnis.

        • Das wäre aber auch wieder schade, da einige User sehr viel Zeit in ihre Kommentare investieren und die z.B. beim heise-Forum auch gerne verlinkt werden oder man auf seine früheren Beiträge aufmerksam machen kann.

          Es ist auch ärgerlich, wenn man auf einen nicht ganz taufrischen Artikel stößt, den man dann nicht mehr kommentieren (oder wenigstens die Kommentare lesen) kann.

          Meines Erachtens würde das zu einem Abnehmen der Kommentar-Qualität führen. Das bliebe dann vermutlich auf so einem Niveau wie Twitter.

          Die Juristen und Politiker in Deutschland haben freien Meinungsaustausch systematisch ruiniert, aber Gott sei Dank muss man ja seine Webseite nicht in Deutschland betreiben, man kann es auch machen wie Christian 🙂

  5. Pingback: Hannah Wettig: „Von identitätspolitischen Strebern, die Professorinnen gefallen wollen“ | Alles Evolution

  6. Weiß jemand, wie Don Alphonso das meint?

    Da steht doch Degree:

      • Ein Forum (lateinisch, Plural: Fora oder eingedeutscht Foren) war in den Städten des römischen Reiches ein Platz, der das politische, juristische, ökonomische und religiöse Zentrum des Orts bildete. Es entsprach dabei weitgehend der griechischen Agora.
        —-
        Die Agora (altgriechisch ἀγορά agorá, Plural Agorai) war im antiken Griechenland der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt. Sie war damit eine bedeutende gesellschaftliche Institution und ein kennzeichnendes Merkmal der griechischen Polis.

        Wenn man engstirnig genug ist, ist es das wohl nicht.

    • „Scheißer“ schreibt man mit scharfem S, also mit ẞ. Seit 29. Juni 2017 ist das große ß (ẞ) offiziell Bestandteil der amtlichen deutschen Rechtschreibung.http://www.rechtschreibrat.com/DOX/rfdr_PM_2017-06-29_Aktualisierung_Regelwerk.pdf
      Und kann mit Altgr+Shift+S, auf der Tastatur, unter Windows sowie Linux(meistens) eingegeben werden. Allerdings ist „SS“ in der durchgängigen Großschreibung (Versalschrift), im Nicht-Amtlichen, weiterhin gebräuchlich.

      • ß ist eine Ligatur aus dem langen und dem kurzen s. Das lange s (das entfernt aussieht wie ein f) gibt es ausschließlich als Minuskel. Daher gibt es auch das ß nicht als Versal und typographisch korrekt ist in Versalien ausschließlich das Doppel-S.

  7. Bin wieder mal auf einen eklatanten Fall von Sexismus gestoßen/s

    https://en.wikipedia.org/wiki/Emoticons_(Unicode_block)
    1F645 🙅 face with „no good“ gesture, with lower arms crossed, derived from the japanese gesture for „no“. Intended as gender-neutral but represented as a woman on most platforms (Apple name: „Woman Gesturing No“).

    1F646 🙆 face with „ok“ gesture, described as a person with arms raised above the head forming a „circle“, interpreted as „OK sign“ (derived from the japanese gesture for „OK“). Intended as gender-neutral but represented as a woman on most platforms (Apple name: „Woman Gesturing OK“).

    🙭

    • Was gibt es an Lesben, die echte Lesben lecken wollen, aber keinen Bock auf modifizierte und schwanzamputierte Exkerle haben, nicht zu verstehen? Wobei mir die Lesben schnuppe sind, die Transformatoren aber mächtig auf den Keks gehen.

  8. Knowhow rund um den Gender Pay Gap

    „Someone newly promoted to a management position soon learns that managers are frequently more stressed by their multiple subordinates than subordinates are stressed by their single manager…struck to the core by the responsibility they bear“

    Quizfrage: Warum würde ein Mensch, der die Option hat, von seinem Partner ernährt zu werden und durch Statuszuwachs nicht attraktiver wird, sich dem Stress einer Managerposition aussetzen?

  9. Unter „Das war’s“ schreibt Bettina Gaus im Prügel, daß Trampelchen den Stab an Robert übergeben solle.
    Da müßten die Grün:!x_Innen eigentlich sehr viel Haß verspüren, auch was ihre eigene Statuten angeht. Das ist doch die Schmach und Schande schlechthin, wenn sie aus Unfähigkeit ihrer Kanzlerkandidatin nicht nur diese als solche verlieren, sondern auch noch einen Mann aufstellen müssen. Also ich will ja nicht lange auf diesem Thema rumreiten, aber sowas müßte den Grünen den Puls doch sowas von in die Höhe treiben… Außerdem, hätten sie gleich den Habeck aufgestellt, hätten sie nicht diesen Vertrauensverlust erlitten, wie er in Umfragen sichtbar wird.
    Es käme mir überhaupt nicht in den Sinn, in diese Wunde noch lange herumzurühren – Göttin bewahre! – aber hatte der Prügel nicht vor kurzem noch geschrieben, daß keiner mehr an Baerbock vorbeikomme? Danisch hatte das erwähnt, und tatsächlich steht es sogar auf der Titelseite vom 24.04.2021. Das muß nun schon ungeheuerlich wehtun, wenn nun nach all dem Malheur ausgerechnet der Schweinemelker und Hühnerzüchter doch noch zum Zuge kommen sollte. Im Grunde könnten da einige Radikalfeministinnen die Augen eindrehen und mit Schaum vor dem Mund kollabieren. Da muß man den Grünen die Daumen drücken, daß solche dann rechtzeitig in die Klinik – oder doch eher die Psychiatrie? – eingeliefert werden.

    Aber wie gesagt ich will da wirklich überhaupt nicht lange darauf herumreiten. Es reicht ja schon, daß das so ziemlich der Supergau für die Grünen sein dürfte, den sich keine Stratege vernichtender hätte ausdenken können.
    Auch euch würde ich bitten, das alles diskret und verständnisvoll zu behandeln, nicht daß jemand den Eindruck bekommt, daß womöglich Schadenfreude im Spiel sein könnte. Das ist ja völlig abwegig.

    Nochmal: Bitte nicht drauf herumreiten!

    • Und alle vier Kommentatoren knüppeln auf dem Vater rum.
      Er drücke damit der Tochter gegenüber aus „You are just a bill for me“.
      Dass die Aktion Ausdruck seines Gefühls „I am just a ATM for you“ sein könnte, kommt diesen Idioten nicht mal ansatzweise in den Sinn.

      Mainstream ist halt gynozentrisch bluepill bis zum Abwinken.

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