Viele Frauen sehen „bei den Kindern bleiben“ als einen Luxus, den die sich gern leisten können würden

Ein interessanter Bericht bei Forbes:

For the third year running, ForbesWoman and TheBump.com surveyed 1,000 U.S. women in our joint communities (67% were working outside the home and 33% stayed at home with their children) about their employment decisions post-motherhood, and how their family finances and the economy affected those choices. You can find survey highlights here.

At a moment in history when the American conversation seems to be obsessed with bringing attention to women in the workplace (check out “The End of Men,” or Google “gender paygap” for a primer), it seems a remarkable chasm between what we’d like to see (more women in the corporate ranks) and what we’d like for ourselves (getting out of Dodge). But it’s true: according to our survey, 84% of working women told ForbesWoman and TheBump that staying home to raise children is a financial luxury they aspire to.

What’s more, more than one in three resent their partner for not earning enough to make that dream a reality.

“I think what we’re seeing here is a backlash over the pressure we’ve seen for women to perform, perform, perform both at work and at home,” says Leslie Morgan-Steiner,

27 Gedanken zu “Viele Frauen sehen „bei den Kindern bleiben“ als einen Luxus, den die sich gern leisten können würden

  1. Die Überschrift hat mir jetzt ein kleines Rätsel aufgegeben; die Lösung ist wohl:
    Bei den Kindern zu bleiben, sehen viele Frauen als einen Luxus an, den sie sich gern leisten können würden.

    • Deshalb sollte man in Substantiven lieber keine Leerzeichen setzen. So wär’s richtig:

      Frauen sehen Bei-den-Kindern-Bleiben als einen Luxus, den sie sich gern leisten können würden

  2. What’s more, more than one in three resent their partner for not earning enough to make that dream a reality.

    Kann gar nicht sein. Frauen wollen den neuen Mann, der Haushalt und Kinder übernimmt, damit sie Karriere machen und sich selbst verwirklichen kann.

    • Und Feministinnen beschweren sich über male entitlement…
      Männer tun etwas und erwarten dafür im Gegenzug etwas, das ist nicht immer gerechtfertigt, aber zu mindestens verständlich.
      Frauen wollen etwas und nehmen es dann dem anderen übel, das er ihr das nicht auf Kosten seiner Lebenszeit ermöglicht. Ihre Gegenleistung ist ihre Existenz.

    • Exact das gleiche hab ich beim lesen gedacht…
      Damit ist das Danisch Zitat an dieser Stelle absolut zutreffend, „Geleifert wie bestellt“. 🙂

    • „sich das leisten können“. Bereit wären weiterhin viele.

      In der Zeit ohne Kinder gewöhnen sich Frauen an einen Lebensstandard. Sie sind dann glücklich, wenn sie mit Kinden die Abeit „aufgeben“ können, aber der Lebensstandard gleich bleibt.

      Es ist leicht für die Kindergärtnerin Anfang 20, einen Typ zu finden der ihr Leben so weiterfinanziert.

      Für die Abteilungsleiterin mitte 30, die nie vorgesorgt hat und 3 Mal im Jahr in Urlaub fliegt ist das nicht so leicht. Allein schon weil es zu viele von diesen Frauen und zu wenig Typen mit passendem Einkommen gibt. Dass diese Typen genausogut die Kindergärtnerin haben können ist da nur ein Bonus.

      • Hinzu kommt, dass ja weder die Attraktivität noch die Einsicht, dass diese temporär ist sonderlich verbreitet ist. Mann soll ja diese Geldegel auch noch für die inneren Werte ehelichen.
        Vermutlich weil man sich so toll mit ihnen unterhalten kann oder so

  3. Ob sich in den letzten 9 Jahren daran was geändert hat? Mehr? Oder Weniger?

    ForbesWoman and TheBump.com surveyed 1,000 U.S. women in our joint communities about their employment decisions post-motherhood

    TheBump scheint eine Seite zu sein für Frauen, die Forbes lesen und schwanger werden wollen.

    Die Umfrage ist also massiv vorselektiert: Hier reden keine Supermarktangestellte, sondern im weiteren Sinne Business-Women.

    Feminismus gibt ständig Unterfütterung für das Konzept „Luxury Beliefs

    In the past, upper-class Americans used to display their social status with luxury goods. Today, they do it with luxury beliefs.
    […]
    We feel pressure to display our status in new ways. This is why fashionable clothing always changes. But as trendy clothes and other products become more accessible and affordable, there is increasingly less status attached to luxury goods.

    The upper classes have found a clever solution to this problem: luxury beliefs. These are ideas and opinions that confer status on the rich at very little cost, while taking a toll on the lower class.

    Die meisten feministischen Überzeugungen sind kaum mehr als Tugendwedlereien für die Wohlsituierten, haben aber verheerende Folgen für das einfache Volk.

  4. „What’s more, more than one in three resent their partner for not earning enough to make that dream a reality.“
    Hinter jedem großen Mann steht eine Frau.
    Die mehr Geld möchte.

  5. Ist mir sowieso ein Rätsel, wie man das Zusammensein mit Kindern zu Hause derartig zu einem Schicksalsschlag framen kann.

    Das ist doch etwas Tolles. Auch für Männer.

    Für Feministinnen sind Frauen erst vollwertige Wesen, wenn sie in allen möglichen Statistiken wie Männer performen. Feministinnen sind eigentlich Frauen mit Minderwertigkeitskomplexen und einem gestörten Verhältnis zu ihrer natürlichen Weiblichkeit, wofür auch das stark ausgeprägte Lesbentum spricht.

    Evolutionsbiologisch ist es naheliegend, daß Frauen besondere Kompetenzen und Präferenzen hinsichtlich Kinderaufzucht, Empathie, Beziehung etc. haben. Es ist doch logisch, daß Frauen so ein Leben glücklich macht. Sonst wäre evolutionsbiologisch etwas falschgelaufen.

    Feministinnen und Gutmenschen sind in der Regel evolutionsbiologische Analphabeten und glauben wohl, während der letzten Jahrmillionen gab es schon Staubsauger, Waschmaschinen, Antibabypillen, Kindergärten etc.

    Muttersein war bis vor ca. 100 Jahren ein Vollzeitjob.

    Unsere Gesellschaft hat massive Probleme mit der Idee einer Wesenhaftigkeit von Mann und Frau. Und glaubt, daß Gleichberechtigung automatisch auch zu einer Gleichverteilung führe oder führen müsse.

    PS: Und Feministen sind für gewöhnlich so verblendet, daß sie einfach postulieren, daß auch Frauen schon gejagt hätten etc. Daß es daher also gar keine Mentalitätsunterschiede zwischen Mann und Frau gebe.

    Dagegen spricht die Anatomie von Mann und Frau, die geringere männliche Schmerzempfindlichkeit, das Stillen und die Muttermilch und vieles mehr.

    Aber das erzähle man mal Leuten, die sich im richtigen Bewußtsein wähnen, die „woke“ sind und endlich das schlümme Patriarchat besiegen wollen. Wo wir wieder beim Marxismus und seinem Klassenkampf wären. Diese Mentalität gibt es auch in der Geschlechterdebatte: Pauschale, unbelegte Annahmen, die man mit der Brechstange durchsetzen darf, weil man ja ein revolutionäres Subjekt ist. Also „woke“ und gut ist.

    Das ist die DNA des Marxismus und leider z.T. auch der demokratischen Linken.

    • „Unsere Gesellschaft hat massive Probleme mit der Idee einer Wesenhaftigkeit von Mann und Frau.“

      Hat sie nicht.

      Es geht nur um die Definitionshoheit dieser Wesenhaftigkeit, insbesondere der Wertung dieser Wesenhaftigkeit.

      Und konkret geht es um die Beseitigung aller sozialen/gesellschaftlichen Einschränkungen von Frauen bei der Gestaltung ihres Lebens. Natürlich Vollkasko und Risikofrei 🙂

  6. „Die meisten feministischen Überzeugungen sind kaum mehr als Tugendwedlereien für die Wohlsituierten, haben aber verheerende Folgen für das einfache Volk.“ Die Aussage gefällt mir, vorallem Tugendwedlereien. Muss ich mir merken.

    Feminisitische Forderungen haben sich in den letzten 50 – 60 Jahren gewandelt. Ging es früher eher um das Wohl der Frau körperlich und rechtlich, sind es heute eher moralische und ökonomische Forderungen: die Frau das bessere Wesen durch ökonomische Unabhängigkeit.
    Das klappt auf zwei Wege: 1.) alles Männliche wird verdrängt, schlecht gemacht, emotionalisiert und moralisch bewertet um es nieder zu machen (Quote, Bevorzugung, toxische Männlichkeit) 2.) ökonomische Eigenständigkeit durch mehr Bildung und höhere Abschlüsse.
    Davon profitieren aber nicht nur Frauen, sondern auch die gesamte Wirtschaft, Industrie, Verwaltung, etc.
    Stell‘ dir vor, du bist Arbeitgeberverband und musst mit den Männern den Rest der Bevölkerung durchfüttern, weil dieser Teil Kinder bekommt und dann nach 15 Jahren Pause nur noch Halbtags arbeitet. Das kostet, da fehlen Fachkräfte, das lässt bei Verknappung die Löhne ansteigen.

    Als Arbeitgeberverband würde ich mich aber so was von bemühen, dass ökonomische Unabhängigkeit und keine Kinder haben, das höchste feministische Ziel sind. Und die ganzen Kosten für die Kindererziehung an den Staat abwälzen, damit ich als Arbeitgeber weniger Lohn bezahlen muss, denn Familien brauchen nicht mehr viel Geld durch einen Alleinverdiener, nein, es reichen zwei kleinere Gehälter. Denn bei einem Überangebot an Fachkräften (toll ich bekomme einen Bachelor für unter einem Gesellengehalt) drückt dies die Löhne. Zudem werden die Ausbildungskosten aus den Betrieben auf die Allgemeinheit umgelegt (Studium statt Ausbildung).

    Die aktuelle Entwicklung (ca. die letzten 20 Jahre) ist mMn auch beeinflusst durch die Entwicklung neuer Vorstellungen einer neosozialen Marktwirtschaft. Zur Meinungsbildung haben ganz massiv Arbeigeberverbände im Hintergrund mitgewirkt. Akteure sind u.a. Allmendinger und Fratzscher. Unterstützt durch ein Presse, die mit Anzeigen von der Industrie abhängig ist.

    Kinder sind Luxus und feministisch unnötig.

  7. Na, fällt Dir wirklich kein geeigneter Vergleich ein? (Bezeichnend.) Ich verrats Dir: häusliche Pflege.

    Du kannst der Ehepartner sein, blutsverwandt oder auch nur befreundet… der Staat plant für den Fall ein, dass privat geleistete Alltagshilfe „entlohnt“ wird (geht allerdings wohl davon aus, dass 1 Person quasi Alles macht) – und zwar unabhängig davon, was Hilfsbedürftiger und -leistender bislang respektive früher verdient haben + er gibt auch keinerlei Verdienstgrenzen vor, die den Bezug reduzieren oder gar vereiteln könnten.
    (Wichtige Unterschiede zum asozial ausgestalteten Elterngeld!)

    Bei Pflegrad 2 handelt es sich um geschätzte/vermutete 3 Stunden Arbeit täglich (ergo: 21 Wochenstunden), vergütet mit 316 Euro – komplett ohne Nutzung ambulanter Pflegedienste schrabbt man allerdings immerhin auch schon an den 600 Euro Dank Umwandlungsanspruch.

    Ich würde dafür streiten wollen, dass die Versorgung eines Säuglings& auch Kleinkinds noch (von der Tätigkeitsbeschreibung her) über dieses Szenario hinaus geht, sich also eher, jedenfalls eine gewisse Zeit lang, auf dem Niveau von Pflegegrad 3 bewegt (wo dann passenderweise auch keine Abschätzung des zeitlichen Aufwands mehr versucht wird).
     
    Merkmale wie: Unsicherheit beim Gehen, Hilfe beim Treppensteigen, kann sich nicht alleine duschen oder waschen, an- bzw. umziehen, kann nicht kochen, sich gar nicht oder nur schlecht selbst beschäftigen… ja, sogar der Punkt „kann Hilfe nur schwer akzeptieren oder lehnt sie offen ab“ passen eigentlich doch hervorragend auch zu der Zeit mit kleineren Kindern.^^

    Jedenfalls reden wir da dann über 545 Euro Pflegegeld bzw. 1064,20 Euro monatlich bei Umwandlung der Pflege- und Sachdienstleistungen.

    Was dann noch beinahe 200 Euro UNTER dem liegt, was (es beantragende) Väter im Schnitt an Elterngeld monatlich erhalten, aber knapp 300 Euro ÜBER dem durchschnittlichen Mütter-Elterngeld… das vorallem deshalb so niedrig liegt, weil jede 4. Mutter – speziell jene, die zeitgleich mehrere Kinder versorgen – nur den Mindestsatz erhält (bekanntlich 300 Euro monatlich).

    Jetzt wart ich mal gespannt, was Euch einfällt, warum das absolut nicht vergleichbar sei, bzw. warum diese Ordnung (inkl.: immernoch fast 2 von 3 Vätern können/wollen/müssen es nicht beantragen) gerecht & in Eurem Sinne sei.

    • Huch!
      Beschreibung vergessen zu zitieren (dabei ging es da auf lustigerweise gar auch um einen Herrn Schmidt^^), muss man sich in der Mitte irgendwo denken:

      „Versicherte mit Pflegegrad 2 sind „in ihrer Selbstständigkeit erheblich beeinträchtigt“. Was das konkret bedeuten kann, beschreibt pflege.de in diesem fiktiven Fallbeispiel:

      Herr Schmidt ist 69 Jahre alt und leidet schon seit mehr als 20 Jahren an Diabetes Typ 2. Seine Erkrankung und die dazugehörige Medikation hatte er lange Zeit sehr gut im Griff. Seit ein paar Jahren zeichnet sich bei ihm eine leichte Demenz ab. Anfänglich brachte er lediglich Kleinigkeiten durcheinander. Mittlerweile vergisst Herr Schmidt immer häufiger wesentliche Dinge und ist daher im Alltag auf die Hilfe seiner Frau angewiesen.

      Teilweise hat Herr Schmidt Schwierigkeiten, sich an zeitliche Abmachungen zu erinnern. Es ist auch schon vorgekommen, dass er den Weg nach Hause nicht mehr gefunden hat. Außerdem vergisst er in Gesprächen manchmal die Antworten seiner Gesprächspartner. Im Modul „Kognitive und kommunikative Fähigkeiten“ attestiert ihm der Gutachter daher 6 Punkte und im Modul „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen“ 4 Punkte. Gewichtet ergibt das einen Wert von 7,5 Punkten.

      Aufgrund seiner Vergesslichkeit muss ihn seine Frau inzwischen an seine Medikamente erinnern. Sie spitzt ihm zudem einmal täglich das Insulin. Mittlerweile begleitet ihn seine Frau auch zu Arztterminen, weil Herr Schmidt sonst wichtige Informationen nicht weitergibt. Im Modul „Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Belastungen“ vergibt der Gutachter 8 Punkte, was einem gewichteten Wert von 20 Punkten entspricht.

      Auch das Reagieren auf akute Veränderungen im Alltag fällt ihm zunehmend schwer, weshalb er im Modul „Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte“ 3 Punkte erhält. Das sind gewichtet 3,75 Punkte.

      Insgesamt werden Herrn Schmidt während der Pflegebegutachtung 31,25 gewichtete Punkte zugeschrieben. Damit wird er in Pflegegrad 2 eingestuft und erhält entsprechende Leistungen der Pflegekasse.“

    • Vergleichst du gerade das Betreuen des eigenen Kindes, für das du dich bewusst entschieden hast, damit z.b. deine Mutter nach einem Schlaganfall zu pflegen?

      • Nicht bloß das. Wenn Du genau hinsiehst, stellst Du zudem fest, dass ich erneut in schwere Zweifel ziehe, dass das bereits im Prinzip zugestandene Elterngeld in irgendeiner Form sinnig ausgestaltet wär.

        Was glaubstn eigentlich: welcher Anteil Väter würde, so gefragt, die Inanspruchnahme ihrer „exklusiven“ Elterngeldmonate als „Luxus, den er sich gern leisten können würde“ bezeichnen?
        Mehr als das gute Drittel, das es derzeit finanziell verkraften kann, right?

        Und wem gibt die Mehrheit der Väter, die die zwei Monate reduzierte Einkünfte zugunsten ihres Nachwuchses nicht riskieren wollen/müssen womöglich am ehesten die Schuld dafür, dass sie sich „ihr Recht“ nicht leisten können?

        Glaubst Du, dass die privilegierten Neu-Väter (also vorallem speziell: die Gutverdiener) mehr leisten während ihres zeitlich meist eng begrenzten Care-Sabbaticals als der/die pflegende Angehörige bei Stufe 3? Wenn nein: warum bekommen sie dann so viel (für im Vergleich sehr viel weniger Leistung) & niemand meckert? Oder würdest Du den Höchstsatz lieber kürzen/anpassen wollen um der Gerechtigkeit Willen, oder irgendwie sowas?

        • „Gutverdiener“
          dieses gut verdienen passiert natürlich so nebenbei, während der Mann in der Hängematte liegt und das Geld einfach auf dem Konto auftaucht.

          Meinst du, die meisten Trullas würden positiv reagieren, wenn der Mann über längere Zeit bestenfalls nur noch die Hälfte des Geldes nach Hause bringt?

          • Weißt Du, was Du in etwa Brutto verdienen musst, um beim Höchstsatz 1800 Euro monatlichem Elterngeld rauszukommen?

            Schnell mal wieder so nen Rechner bedient:

            Als unverheirateter, zuvor Kinderloser (ergo: Steuerklasse 1) mehr als 4400 Euro & ähnliches gilt auch, wo beide Ehepartner Steuerklasse 4 gewählt haben.

            Als verheirateter „Haupternährer“ in Steuerklasse 3 wäre glücklicherweise nur mehr ein Brutto von 3750 Euro nötig – womit man dann zwar immernoch über dem allgemeinen (Vollzeit-)Durchschnittseinkommen liegt, aber das scheint jedenfalls noch nicht so völlig unerreichbar für die Masse wie die im Falle von Steuerklasse 5 „geschuldete Vorableistung“ von 5500 Euro Durchschnittsbrutto während der vergangenen 12 vorgeburtlichen Monate.

            Das Durchschnittsalter von Erst-Eltern liegt übrigens gerundet (inzwischen bereits) bei 32 bzw. 35 Jahren. Und die meisten Elternpaare sind auch weiterhin verheiratet…

            Der Unterschied ist nicht bloß in der Spitze derart gewaltig – dem typischen Paar (hier jetzt ausnahmsweise mal wieder als Wirtschafts-Einheit betrachtet) kann leicht so Einiges an staatlich bewilligter Unterstützungsleistung flöten gehen, wenn es nicht rechtzeitig (d.h. bestenfalls vor Eintritt der Schwangerschaft; Nachteil: dann greift natürlich auch noch kein Kündigungsschutz) die Steuerklassen ändert.

            Also ja: das ist m.M.n. Geld, das von den männlichen Elternbeziehern nebenbei/anstrengungslos „verdient“ wird, das einfach so auf dem Konto erscheint. Und dann aber von der Summe her (und das ist echt Knaller!) dennoch als ZU GERING BEMESSEN empfunden wird!
            DAS ist doch tatsächlich die Einzige Klage derer, die bereits in den Genuss kamen; oft gehört&gelesen, nicht zuletzt Seitens Protagonisten Eurer Bubble.
            Nicht bloß 67 % ihres baren Erwerbseinkommens wollen (diese) Väter für ihre freiwillige Familienauszeit haben, sondern mehr! Und bitte auch nicht mehr bei 1800 Euro Auszahlungsbetrag „gedeckelt“!

            Speziell, wer jenseits der Beitragsbemessungsgrenze verdient, ist schamlos gierig… und wird sehr viel eher gehört & bedient als Mütter, die häufig wirklich bloß mit Almosen abgespeist werden. Steht jedenfalls zu befürchten.

          • „Meinst du, die meisten Trullas würden positiv reagieren, wenn der Mann über längere Zeit bestenfalls nur noch die Hälfte des Geldes nach Hause bringt?“

            Dass das Elterngeld mehr als die Hälfte des letzten Einkommens ersetzt, hatte ich ja indirekt bereits richtiggestellt. Kommen wir nun also zur Klärung der Frage: was ist eine „längere Zeit“?

            Der Mutterschutz, der allen auf Gleichberechtigung erpichten ja als Bezugspunkt dienen muss, geht von 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis 8 Wochen (in besonderen Fällen 12 Wochen) postnatal. Vorgeburtlich lässt sich auf ausdrücklichen Wunsch der Frau hin umgehen (in der Praxis bleiben viele Frauen aus Gründen aber auch schon noch zeitiger zuhause), nachgeburtlich nicht, weil noch eindeutiger Schonungsbedarf besteht.

            Mein Ansatz ist bekanntlich: die Vätermonate – bitte auch wirklich direkt im Anschluß an die Geburt und nicht erst, nunja, vielleicht, wenns passt, ein 1 Jahr später! – (für Angestellte) verpflichtend zu machen, mit einer Veto-Möglichkeit für die jeweilige Kindsmutter.

            Da könnte man dann auch mal sehen, wieviele „Trullas“ aus welchem Grund auch immer tatsächlich bereit wären, den ebenso zauberhaften wie anstrengenden Neubeginn eines Lebens ohne den dazugehörigen Vater zu schaukeln.

  8. Anmerkungen noch:
    Zunächst mal MÜSSEN wir für die Durchsetzung des Grundsatzes „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ streiten (kann man gern ergänzen um „vermutet“; ich bezweifel nämlich wirklich, dass die Mehrheit der männlichen Elterngeldbezieher auch nur annähernd so viel leistet wie Mütter, die eben im Schnitt etwa 500 Euro weniger im Monat erhalten; im Extremfall sogar nur 1/6).

    1800 Euro im Monat wäre also gesetzt und würde gleichsam für Alle gelten – machte im Regelfall 21.600 Euro Transferleistung anlässlich einer Familiengründung oder -erweiterung, ausgezahlt an die Kindsmutter (kann auf Wunsch des Paares auch anders aufgeteilt werden, of course. Aber wir gehen halt davon aus, dass sie das erste Jahr Stillen will, respektive: keine staatliche Vorgabe darf je verhindern, dass die optimale Säuglingsversorgung überhaupt möglich wäre).

    Dazu gäben wir m.V.n. eben außerdem erstmals Müttern eine echte Wahlmöglichkeit, ob sie während des postnatalen Mutterschutzes den Kindsvater stets greifbar an ihrer Seite haben möchten oder nicht (was auch bedeuten könnte, entweder: sie sieht ein, dass 2 Monate Familienzeit beruflich bei ihm wirklich nicht passt; oder: seine Einkommensreduzierung wäre für sie weniger hinnehmbar als seine häusliche Abwesenheit in mehr als Vollzeitumfang). Wenn er seine beiden Pflicht-Vätermonate nimmt, wird auch er entsprechend dafür vergütet und erhält also 3600 Euro. Gesamtauszahlung an die Familie demnach 25.200 Euro.

    Und spätestens bei dieser Vorstellung gruselt es Viele,wenn nicht gar Alle von Euch.
    Sicher: für einen selbst wäre das natürlich echt prima.
    Aber wenn Alle das kriegen würden, dann…

    • (ich war eigentlich immer dafür, das Bundesdeutsche Vorjahresnetto oder gar -brutto als Bezugsgröße zu wählen, weil sich dadurch automatische Anpassungen je nach Wirtschaftslage ergäben. Aber zentraler ist eigentlich, dass es überhaupt mal in die richtige Richtung ginge, meinetwegen eben auch mit Festbetrag)

    • Mal davon ab, dass du offenkundig denkst, Geld wächst auf den Bäumen und es hätte gar keinen Effekt auf eine Wirtschaft oder konkret auf eine Währung, wenn permanent Unsummen vom Staat in den Markt gepumpt werden… Das ist leider viel zu hoch, als dass man es dir verständlich machen könnte.

      Aber: „Sicher: für einen selbst wäre das natürlich echt prima.
      Aber wenn Alle das kriegen würden, dann…“

      „Wir“ lehnen so etwas ab, weil wir wollen, dass Menschen in Beziehungen innerhalb dieser Beziehungen gemeinschaftliche, GLEICHBERECHTIGTE Entscheidungen darüber treffen können, wie sie sich ihr Leben organisieren. Ohne einen in alles reinschnüffelnden Big-Brother-Staat, der stets die Peitsche schon in der Hand hat, um sie, ganz nach deinem Gusto, stets und ständig einseitig gegen den Mann zu schwingen.

      Das, was du da beschreibst, wird nicht abgelehnt, weil es „dann alle kriegen würden“. Alles was du beschreibst, steht stets unter der Hegemonie der Frau. ER hat erst einmal Pflichtmonate. ER hat dabei keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten. Aber SIE kann entscheiden, ob sie willens ist, ggf. auf Einkommen zu verzichten. SIE kann entscheiden, ob sie ihn dabei haben will oder er doch lieber arbeiten gehen soll. Alles wird von der Frau entschieden. Der Mann will gerne zu Hause bleiben und unterstützen, aber sie will das nicht? Tja, Pech gehabt, lieber Mann, dann wirst du wohl doch arbeiten gehen müssen, damit deine Frau ihre Ruhe vor dir hat. Oder er möchte lieber die Erwerbsarbeit durchziehen, aber sie will ihn zu Hause haben? Tja, Pech gehabt lieber Mann. Pflichtmonate sind nun mal Pflichtmonate – zumindest wenn deine Frau deren Ausnutzung wünscht. Da wirst du wohl zu Hause bleiben müssen.

      Und das alles kommt von jemandem, der nicht müde wird, hier immer und immer wieder den die Realität radikal verkürzenden feministischen Mythos vom Mann der seiner Frau das Arbeiten verbieten konnte als Beispiel für übelste Frauenunterdrückung rauf und runter zu jammern. Und verlangt hier nun zum wiederholten Male, dass sich Männer beständig dem Willen von Frauen per gesetzlicher Peitsche unterzuordnen hätten.

      Was ist bloß alles kaputt bei dir, Semi?

      • „„Wir“ lehnen so etwas ab, weil wir wollen, dass Menschen in Beziehungen innerhalb dieser Beziehungen gemeinschaftliche, GLEICHBERECHTIGTE Entscheidungen darüber treffen können, wie sie sich ihr Leben organisieren. Ohne einen in alles reinschnüffelnden Big-Brother-Staat, der stets die Peitsche schon in der Hand hat“

        Wo die Reise aktuell gerad hingeht, zum direkten Modell-Vergleich:

        https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/elterngeld/faq/was-aendert-sich-beim-elterngeld-ab-01-09-2021–177368

        Sag mir nicht, dass Du das was ist und kommen soll/wird besser fändest… (allein schon der Verwaltungsaufwand wieder)

        „Alles was du beschreibst, steht stets unter der Hegemonie der Frau“

        Besser als unter der Hegemonie des Arbeitgebers oder familieninterner „wirtschaftlicher Zwänge“, nich? Mit ihrer (selbst finanziell bessergestellten) Partnerin werden Männer jedenfalls leichter verhandeln und individuelle Absprachen treffen können, sollte man meinen?

        „ER hat erst einmal Pflichtmonate.“

        Erstmals, wolltest Du bestimmt schreiben^^
        In meiner Vorstellung: genauso viele bzw. de facto sogar weniger als SIE

        „Aber SIE kann entscheiden, ob sie willens ist, ggf. auf Einkommen zu verzichten. SIE kann entscheiden, ob sie ihn dabei haben will oder er doch lieber arbeiten gehen soll. Alles wird von der Frau entschieden.“

        Schau Dir halt einmal mit offenen Augen an, wie es jetzt läuft.

        Was denkst Du denn: wer hat (warum) bspw. im Hause Schmidt entschieden, dass Christian bereits zum 2. (und wahrscheinlich letzten) Mal den Luxus seiner gesponserten Vätermonate einfach so verfallen lässt?

        Vielleicht entsprach das tatsächlich seinem innigsten Wunsch, aber ich glaubs jedenfalls nicht. Noch weniger, denke ich, wars aber Südländerins Entscheidung.

        Beide hättens sicher besser gefunden, er hätte 8 statt (geschätzt) 2 Wochen postnatalen „Urlaub“ gemacht. Ging aber nicht… am wahrscheinlichsten, weils finanzielle Polster dafür fehlte.
        Das aber – contrary to seemingly popular belief – fehlte nicht bei ihm, sondern eben in 1. Linie bei ihr, weil ihre Leistung staatlicherseits nicht angemessen anerkannt wird.

        Fast Alle frischgebackenen Müttern nehmen nicht bloß Elternzeit, sie haben im 1. Jahr auch bloß das Elterngeld als ihr Einkommen. Das nur den Mindestbetrag beziehende Viertel der Frauen (womit ich nicht sagen will, Südländerin gehörte dazu; aber sicher macht sich die Differenz zwischen Kind 1 und 2 auch bei ihr deutlich bemerkbar – und glaub mal: das schlägt auf die Laune!) hat mit ziemlicher Sicherheit gaaanz selten Partner zur Seite, die sich die Vätermonate überhaupt erlauben könnten.
        Diese (tendenziell traditionellen) Familien beziehen vom Staat also lediglich (ihre) 3600 Euro.
        Das, was Gutverdiener in ihren 2 Partnermonaten erhalten, soll hier fürs ganze erste Jahr reichen.
        Das schafft Druck!

        Und im anderen Extremfall (doppelt gut-verdienendes Paar) käme man eben genau auf die erwähnten 25.200 Euro Staatshilfe.
        Ist mir schon klar, dass das in der Praxis kaum je passiert. Aber theoretisch möglich wärs… weil HIER der Unterstützungsbedarf seitens der Allgemeinheit so viel größer wäre^^, oder wie sollte man das sonst begründen?

        „Der Mann will gerne zu Hause bleiben und unterstützen, aber sie will das nicht?“

        Ich sage voraus: das betrifft dann unter 5 %
        Vorallem wahrscheinlich (bereits) nicht (mehr) liierte Eltern.

        „Oder er möchte lieber die Erwerbsarbeit durchziehen, aber sie will ihn zu Hause haben? Tja, Pech gehabt lieber Mann.“

        Jup. Hat nunmal ein Kind gekriegt, muss er halt wohl oder übel so ein bisschen auch „in den sauren Apfel beißen“.
        Prognose Deinerseits, wieviele Väter das so sehen würden?
        (ich schätz ja nochmal weniger als im anderen „Problemfall“)

        „Was ist bloß alles kaputt bei dir, Semi?“

        Ich glaube fest daran, dass es besser werden kann/soll/muss.
        Nicht für mich, aber für unsere Kinder.

  9. Wenn man sich nochmal die bspw. herausgegriffenen Merkmale für Pflegegrad 3 anschaut, fällt vielleicht im Vergleich auf:
    Laufen lernt so ein Baby normalerweise erst um den 1. Geburtstag herum, ist auch noch ne ganze Weile danach nicht sicher (speziell bei Treppen).

    Und: auch wenn es Betreuungsangebote für 1jährige gibt, es gibt sie selten; gerade in Städten muss das ein ziemliches Hauen und Stechen sein ums rare Gut. Meiner Beobachtung nach gehen die Meisten, die einen Platz suchen für 12 Monate nach der Geburt (und das ist bei Weitem noch nicht die Mehrheit!), leer aus.

    Die „staatliche Garantie“ wiederum greift nur insofern, als dass (i.d.R.) Frau durch das fehlende Angebot entgangene Einkünfte einklagen könnte. Und wir ahnen Alle, was das bedeutet, nämlich: macht eh kaum Eine. Angehörige gewisser Gruppen bleiben von dieser Kompensationsleistung zudem schon per Definition ausgeschlossen.

    In meinem Denken bedeutet das logischerweise, dass auch für das 2. Lebensjahr noch Elterngeld-Bezüge eingeplant werden müssten.

    Und ich hab ja auch persönlich den Vergleich noch mitm über 24 Monate bewilligten Erziehungsgeld damals… das hat mir schon mehr Freiheit gegeben – auch, mich beruflich einzubringen, funny enough.

    (Beim ersten Kind hab ich nach 12 Monaten erst einen, dann noch einen zweiten – karriereorientierten – Nebenjob zusätzlich zum Studium gesucht&gefunden; beim 2. – nach Umstellung aufs Elterngeld; Aufgabe meines Studiums – an derselben Stelle hingegen erstmals ernstlich erwogen zu heiraten, speziell wegen Krankenkasse)

    • Hurra, wir freuen uns ja alle mit Dir, dass wir Dir Deinen Kinderwunsch querfinanzieren durften.

      Ein Mensch mit einem Hauch Verantwortungsgefühl würde genau dann Kinder in die Welt setzen, wenn er sie versorgen kann ohne dass andere, auch noch bevorzugt kinderlose Mitmenschen, dafür zahlen müssen…. Andererseits war es mir so etwas wie Anstand und würde bei Weibern wie Dir natürlich noch nie weit her.

      Der Vergleich mit dem Pflegegrad ist dann mal wieder so unfassbar bescheuert, dass er nur von Dir kommen kann. Niemand sucht sich aus alt und gebrechlich zu werden. Dass Du aber mehrere Kinder herausgepresst hast um Deinen ganz privaten Kinderwunsch zu erfüllen, ist ganz alleine Deine Angelegenheit. Ich kriege auch keine Pflegestufe für Haustiere, obwohl die sich nicht selber versorgen können. Und dass andere Menschen ohnehin schon Krankenversorgung, Schule und Studium etc. pp. für Deine Brut bezahlen und Du ohnehin schon mit Kindergeld belohnt wirst, sollte ja wohl eigentlich mal reichen.

      • „Hurra, wir freuen uns ja alle mit Dir, dass wir Dir Deinen Kinderwunsch querfinanzieren durften.“

        Ich denke ehrlich gesagt, speziell die ersten beiden Male waren das echte Schnäppchen für die Gesellschaft, da ich auf eine ganze Menge normalerweise von den Krankenkassen übernommene Untersuchungen verzichtete, nie ein Kaiserschnitt gewollt oder (toi toi toi) nötig war, ich nur beim 1. Mal ne Nachsorgehebamme mit an Bord hatte usw.

        „Ein Mensch mit einem Hauch Verantwortungsgefühl würde genau dann Kinder in die Welt setzen, wenn er sie versorgen kann ohne dass andere, auch noch bevorzugt kinderlose Mitmenschen, dafür zahlen müssen….“

        Was brauchts denn dafür an individuellem bzw. partnerschaftlichem Einkommen, Deiner Meinung nach (netto)?

        „Andererseits war es mir so etwas wie Anstand und würde bei Weibern wie Dir natürlich noch nie weit her.“

        Das wär ehrlich gesagt so ein Fall, wo ich Nichts dagegen hätte, wenn Christian seine Moderationsrechte mal wieder nutzte um Dich mit der Anmerkung „bitte höflich bleiben“ zu zensieren.

        „Der Vergleich mit dem Pflegegrad ist dann mal wieder so unfassbar bescheuert, dass er nur von Dir kommen kann. … Ich kriege auch keine Pflegestufe für Haustiere, obwohl die sich nicht selber versorgen können.“

        Den Wettstreit um unfassbar bescheuertere Vergleiche gewinnst Du haushoch, Gratulation.

        „Und dass andere Menschen ohnehin schon Krankenversorgung, Schule und Studium etc. pp. für Deine Brut bezahlen und Du ohnehin schon mit Kindergeld belohnt wirst, sollte ja wohl eigentlich mal reichen.“

        Kein Elterngeld mehr für Niemanden, is that what you’d wish for?
        Oder sollte sich der Sozialabbau gar noch weiter erstrecken, D.A.n.?

        FYI: den Steuerzahler kostet auch jeder U3-Kitaplatz zwischen 1200 und 1800 Euro monatlich. Man könnte die Frage demnach zuspitzen auf: was bzw. wen finanzierst Du lieber?

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