Landtagswahl Sachsen Anhalt (6. Juni 2021)

Eine Hochrechnung zur am Sonntag stattfindenden Landtagswahl in Sachsen Anhalt, auch ein Thread zur Diskussion dieser Wahl nach der Wahl

96 Gedanken zu “Landtagswahl Sachsen Anhalt (6. Juni 2021)

  1. Rot-Rosa-Grün:Innen-Schwarz würde ausreichen.
    Da die bei den meisten relevanten Themen ohnehin schon eine Blockpartei sind sollte es auch keine Probleme beim Programm geben.

  2. Bin gespannt auf Sprüche aus der medialen und politischen Szene wie „Wahlen bilden nicht das Spektrum ab. Wahlen können wiederholt werden. Nain, das ist gar nicht gegen das Grundgesetz.“

  3. Gut, daß dieser Faden schon recht früh angelegt wurde. Das kann man künftig immer so machen.

    Ich würde AfD wählen. Nicht, weil ich konservativ bin oder diese Partei total toll finde, sondern weil der Umgang der Blockparteien mit der AfD unfaßbar neurotisch ist.

    Selbst die rechtesten Rechten der AfD sind Milchbubis im Vergleich zu den historischen Nazis.

    In einem guten Land würden die Blockparteien auf die AfD zugehen, ihr trotz allem demokratisches Potential erkennen und sie einbinden. Das würde automatisch zu einer Entradikalisierung führen.

    Das wollen doch alle, oder?

    Oder wollen das die Blockparteien eigentlich gar nicht?

    Ich habe zufällig eine nicht so alte „Spiegel“-Ausgabe (10/2021) vor mir liegen, wo die „Gründe“ aufgeführt werden, warum die AfD angeblich extremistisch ist und beobachtet werden muß. Falls jemand dieser Ausgabe habhaft werden kann, es ist die mit dem Titelthema Gendersprache.

    Der Artikel ist sehr lesenswert, weil er zeigt, wie völlig paranoid der Verfassungsschutz und die Qualitätsjournalisten beim „Spiegel“ sind. Die angeführten Gründe sind allesamt lächerlich und keineswegs zwingend mit einem rechtsextremen Weltbild verbunden.

    Ist schon grotesk, wie sich die linken/etablierten Parteien dagegen immunisieren und wehren, einen tieferen Sinn in dem Wahlverhalten der Bürger zu sehen. Ist ja auch jüngst wieder geschehen, als man AfD-Wählern einfach absprach, Demokraten zu sein. Auch ein wirksames Fleckenmittel.

    Und hier sieht man wieder auch schön, daß auf der psychologischen Ebene dieselben Prozesse stattfinden wie in Diktaturen bzw. in allen Gesellschaften. Mißliebige Meinungen werden „externalisiert“, pathologisiert, ausgegrenzt, delegitimiert, während die etablierte Politik angeblich alternativlos und superdemokratisch, rechtsstaatlich etc. ist.

    So denken Erdogan und Putin sicherlich auch.

    Wir leben zwar glücklicherweise in einer Demokratie. Das sagt aber noch wenig über die tatsächliche demokratische Kultur aus.

  4. Als gebürtiger Eislebener der jetzt in Brandenburg lebt, finde ich das alles sehr interessant. Und ich kann auch den Aufstieg der AfD dort nachvollziehen. Mal schauen, was die alten Westmedien heute Abend aus dem Wahlergebnis machen.

  5. Christian ihm sein Twitter-Fake-Account hat gerade diese These abgelassen:

    These: wer die AFD schwächen will kommt um eine konservativere/bürgerlichere CDU nicht herum

    Klingt vordergründig plausibel, aber ich glaube, die Zeiten sind vorbei. Die CDU ist durchgemerkelt. Im Positiven wie im Negativen.

    Der eigentliche Weg zu einer besseren Demokratie ist nach meinem Dafürhalten wie oben ausgeführt ein Ende der infantilen Weimar-Neurose. Schluß mit dem Kindergarten. Koalitionen mit der AfD.

    So entstehen zwei Dynamiken:

    – läuft es gut, setzt sich das seriöse Potential der AfD durch und die Partei entradikalisiert sich
    – läuft es schlecht, präsentieren sich die AfDler als tumbe Dumpfbacken mit wenig Sachkompetenz und verlieren an Zustimmung

    Egal, wie es läuft: Die Demokratie reinigt und erneuert sich.

    Aber das checken unsere Nazi-Hypochonder von der Qualitätsfront eben nicht. Unsere Demokratie funktioniert. Die Bürger sind Demokraten und wissen, was sie tun. Und auch die AfD ist längst nicht so „demokratiefeindlich“, wie man sich das schön zurechtverfassungsschützt.

    Alles ein riesiger Kindergarten. Die etablierten Parteien profitieren eben von der Nazifizierung und Ausgrenzung der AfD, zumindest subjektiv. Sie müssen sich selbst nicht hinterfragen, weil sie ja gegen die pösen „Nazis“ kämpfen.

    Wer wirklich die Demokratie bewahren will, sollte die AfD integrieren.

    Grundproblem ist, daß wir Deutschen immer noch zu wenig Vertrauen in unsere eigene Demokratiefähigkeit haben.

  6. Ganz interessantes Ergebnis. Interessant ist das Absacken der Linken, RRG rückt in weite Ferne (auch im Bund?). Bei der SPD müsste man doch allmählich mal aufwachen und sehen, dass die eigenen potentiellen Wähler kein Interesse an mehr Migranten, Antirassismus und mehr Einfluss für die EU haben. Die dänischen Sozialdemokraten geben hier ein Vorbild.

    Für die CDU zeigt sich, dass der Kurs der Parteiführung (Merkel/Laschet) keineswegs alternativlos ist. Ähnliches gilt auch für die AfD, deren rechter (Ost) Flügel sich ja ein Signal gegen Meuthen erhoffte, das offenbar nicht erfolgt ist.

    Was das für die Wahl im September bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Der Höhenflug der Grünen könnte sich jedoch dem Ende zuneigen.

      • Künast scheint den Bezug zur Realität zu verlieren und sich selbst auf einer heiligen Mission zu sehen, die wichtiger ist als das was das Volk will.

        • So sehen sich doch fast alle Parteimitglieder (und „Medienschaffenden“), wäre es nicht so, hätten wir eine direkte Demokratie und neutral informierende Medien… wir hingegen zählen (nicht mit „zahlen“ verwechseln, das dürfen wir natürlich zunehmend) gar nichts.

          Sobald die hohe Politik sich einig ist (oder das glaubt), wird sie versuchen, auch Wahlen immer überflüssiger zu machen. Die stören nur, denn es könnten ja „die Falschen“ erstarken. Also verlagert man Entscheidungen auf EU-Ebene, hält bewusst Themen aus dem Wahlkampf heraus, zieht thematische „rote Linien“ und erschlägt per Parteimedien jeden, der sich erdreistet sie zu überschreiten und man schließt Koalitionen mit „den Falschen“ konsequent aus.

        • Immerhin weiß sie, dass ihre Politik gehasst wird. Das ist schon ein Fortschritt. Für den nächsten logischen Schritt, nämlich eine hassenswerte Politik einfach nicht zu machen, fehlt es aber wohl im Oberstübchen.

  7. Laut diversen Meldungen ist die AfD in der Altergruppe der 18-30-jährigen stärkste Kraft geworden, ich zitiere mal den Merkur:

    „Update vom 6. Juni. 21 Uhr: Je nach Altersgruppe gibt es beim Wahlverhalten der Stimmberechtigten deutliche Unterschiede. Ein Ergebnis fällt dabei besonders ins Auge. Bei den Unter-30-Jährigen ist die AfD stärkste Kraft. Das zeigen Daten der Forschungsgruppe Wahlen. So setzen 20 Prozent aus dieser Altersgruppe ihr Kreuzchen bei der rechtspopulistischen Partei. Die CDU kommt auf nur 17 Prozent, die Grünen und FDP hätten in etwa doppelt so viele Stimmen.

    Interessant ist auch das Wahlverhalten über alle Altersgruppen hinweg zu vergleichen. Daten von Infratest Dimap offenbaren, dass in den Altersgruppen 18 bis 24, 25 bis 34 und 35 bis 44 Jahre die AfD die beliebteste Partei ist. Besonders in der Gruppe 25 bis 34 Jahre ist die Differenz zwischen AfD und CDU deutlich. Während die AfD auf 30 Prozent kommt, liegt die CDU bei 21 Prozent. In der Altersgruppe 45 bis 59 setzt sich die CDU als stärkste Kraft durch, jedoch immer noch knapp gefolgt von der AfD. Erst bei den Über-60-Jährigen sind die Christdemokraten klar die dominierende Partei – mit 45 Prozent (AfD: 16 Prozent).
    Die Grünen wiederum fahren ihr bestes Ergebnis (17 Prozent) bei den 18- bis 24-Jährigen ein.“

    https://www.merkur.de/politik/landtagswahl-sachsen-anhalt-reiner-haseloff-cdu-afd-spd-gruene-fdp-magdeburg-sonntag-zr-90790367.amp.html

    Das ist schon interessant, beschrieb doch der Running Gag von der CDU (Wanderwitz) einen großen Teil der AfD-Wähler als durch DDR-Erfahrungen geprägte demokratieunfähige Menschen. Die AfD ist aber anscheinend bei denen fest verankert, die kaum noch DDR-Erfahrungen haben dürften (oder nur als Kinder/Jugendliche). Es muss also andere Gründe für den Erfolg der AfD geben…..

    Freuen tut mich allerdings ungemein das Abschneiden der SPD, der Linken und auch der Grünen.

      • Gerade beim ZDF gelesen:

        Verteilung Wählerstimmen
        Frauen / Männer:
        CDU 39% / 31%
        AfD 18% / 29%
        Linke 11% / 11%
        SPD 8% / 8%
        Grüne 6% / 6%
        FDP 7% / 6%
        FW 3% / 3%

        Eigentlich können sich SPD, Linke und Grüne freuen: alles schön paritätisch bei denen…..

  8. Vermutlich werden die AfD Rassisten ihren Teil vom Kuchen bekommen. Sehr ekelhaft, denn diese Partei ist in der Tat rassistisch und das betrifft nicht nur den einen oder anderen Parteisoldaten, sondern sie ist es bis in die Spitzen. Selbst im Umfeld miterlebt, was es heißt, wenn diese Partei die Möglichkeiten hat ihre Ideen umzusetzen. So dumm und ekelhaft ich all die anderen Parteien finde, werde ich wohl doch eine von denen wählen müssen, um diese braune Brut zu verhindern. Und das ist etwas, was ich diesen Arschlöchern niemals verzeihen werde.

      • Nein, das ist es nicht. Wenn aber Leute aber aus Verwaltungen rausgeschmissen werden, nur weil sie schwarz sind, ihr einziges Vergehen ist, dass sie keine deuschen Vorfahren haben, dann ist das rassistisch, egal wie man es nennt. Und wenn dies schon passiert, wenn diese Partei auf Bezirksebene Fuß fassen kann, dann kann man sich vorstellen, wie sie regiert, wenn sie weitere Posten bekommt.
        Ich schreibe hier auch nicht von einem Zeitungsartikel oder anonymen Twitter Beitrag, sondern weil ich die entsprechenden Personen kenne und die AfD Funktionäre haben es der Person unter 4 Augen direkt ins Gesicht gesagt.
        Ich weiß, es ist so schön eine Partei zu haben die Antiwoke ist aber das Gegenteil von Links ist halt nicht rechts, sondern Antiidiologisch. Rechte und Linke sind wie das Hufeisen sehr nah beieinander.

        • „Wenn aber Leute aber aus Verwaltungen rausgeschmissen werden, nur weil sie schwarz sind, ihr einziges Vergehen ist, dass sie keine deuschen Vorfahren haben, dann ist das rassistisch, egal wie man es nennt. Und wenn dies schon passiert, wenn diese Partei auf Bezirksebene Fuß fassen kann“

          Hast du einen konkreten Fall im Blick? Link?

        • Eine antiideologische Partei, bei der du nicht deine Stimme verschwendest, haben wir aber leider nicht.

          Zu dem Fall wüsste ich aber auch gerne mehr. So einfach ist das doch i.d.R. gar nicht, jemanden aus der Verwaltung rauszukegeln. Andererseits habe ich eh wenig Hoffnung, dass Mounks „Experiment“ gut und friedlich ausgeht. Auf die eine oder andere Art wird es wohl eskalieren, schon deshalb, weil sich normalerweise vor allem getriebene Ideologen und Opportunisten in Parteien engagieren…

          • „Eine antiideologische Partei, bei der du nicht deine Stimme verschwendest, haben wir aber leider nicht.“
            Nein, leider nicht. Daher wird es wohl die FDP werden. Leider bleiben mir nur diese Eierlosen als Möglichkeit.

        • Ich oute mich jetzt mal als jemand, der sich nicht intensiv genug mit der AfD beschäftigt hat, um begründen zu können, ob bzw. warum sie rassistisch oder rechtsextrem ist. Ich habe mir allerdings die kleine Diskussion zwischen Thilo Jung und der sachsen-anhaltinischen AfD-Führung angeschaut (hier ab ca. 14:00) und kann konstatieren, dass selbst Thilo Jung nicht in der Lage zu sein scheint, das vernünftig zu begründen.

          Es wundert mich daher nicht, dass die AfD sich immer wieder als Opfer von Verleumdungen hinstellt: Sie könnten recht haben.

          Selbst hier im Forum hat bisher keinen schlagende Belege geliefert. Kann/Könnte doch nicht so schwer sein, oder?!?

          • Lies dich doch mal ein. Die AfD hat in den letzten Jahren immer wieder Mitglieder rausgeschmissen die vorher bei der NPD waren, offen rassistisch agiert haben oder Bilder mit „Führerwein“ im Hintergrund hatten. Die AfD möchte sich, wie alle rechten Parteien ein bürgerliches Gewand geben und zu gewissen Teilen glaube ich auch, dass es die Mitglieder wollen. Nur sind es oft nicht die gemäßigten Mitglieder die den Diskurs bestimmen sondern die radikalen Mitglieder. Das ist bei allen Gruppen so, egal ob rechts, links, religiös oder feministisch. Der Gemäßigte möchte, dass sich etwas verändert und der Radikale zeigt einen Weg. Nun will der Gemäßigte vielleicht nicht den Weg gehen, also wird er vom Radikalen entweder dafür beschimpft, dass er eigentlich gar nicht der Sache dient oder er wird gleich rausgeckelt.

            Herr Göring hat dies kurz vor seinem Selbstmord gut beschrieben.
            „Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

            Man kann sagen, dass diese Methode in jeder geschlossenen Gruppe funktioniert.

          • Eine interessante Aufklärung zu der erfolreichen Verleumdung der AFD als „rassistisch/antisemitisch“ liefert das folgende Video mit Dr. Curio. Dabei wird erkennbar, inwiefern die AFD in besagter Weise geframet wird, und warum die Möglichkeiten für Problem-Lösungen sich nur dann bieten, wenn man die realen Gegebenheiten auch als solche zunächst einmal wahrnimt:

          • @PfefferundSalz Könnte es sein, dass die Medienhetze gegen die AfD sie sei rechts, eine selbstbestätigende Prophezeiung ist? Anfangs war die Partei sicher unstrittig konservativ mit einigen Spezialthemen, ohne rechtsextreme Neigungen. Dann haben die Medien angefangen, sie als rechtsextrem zu bezeichnen – mindestens zu Anfang völlig unzutreffend. Und als Reaktion darauf sind dan tatsächlich Rechtsextreme auf die Idee gekommen „Das könnte unsere Partei sein“ und deshalb eingetreten. Könnte es diesen Mechanismus geben?

            Wenn das so ist, sollte man versuchen die Rechtsextremen wieder rauszukicken, aber das nicht der Partei als Ganzes vorwerfen. Sonst läuft das auf Wahlkampf für die CDU raus 🙂

            Was man ihr mMn zu Recht vorwerfen kann, weil das wirklich zum Markenkern gehört, sind extrem neoliberale Vorstellungen vom Sozialsystem.

          • @PuS

            „Lies dich doch mal ein. Die AfD hat in den letzten Jahren immer wieder Mitglieder rausgeschmissen die vorher bei der NPD waren, offen rassistisch agiert haben oder Bilder mit „Führerwein“ im Hintergrund hatten.“

            Bei der Logik komme ich nicht mit. Weil die AfD Nazis rauswirft, ist sie rechtsextrem? Nach meinem Verständnis wären das Halten und Rekrutieren von Nazis ein Beleg für Rechtsextremismus.

            Dass die AfD (mindestens) nationalkonservativ ist, da sind wir uns sicherlich einig. Die Grundhaltung ist sicherlich auch für Rechtsextreme attraktiv, und daher wundert es mich nicht, dass sich davon einige in der Partei finden lassen. Nur, wenn man sie rauswirft, sobald man auf sie aufmerksam wird… inwiefern war das bei der Union bisher denn anders? (Der heutigen Union, nicht der Kiesinger-Union aus dem letzten Jahrhundert.)

            Ich weiß nur, dass Björn-Bernd Höcke gezielt die Sprache des rechten Randes bedient. Er verwendet Formulierungen, die auf das dritte Reich rekurrieren; er leugnet zwar die Absicht, aber das kann er seiner Oma erzählen. Aber selbst das ist noch nicht rechtsextrem; fischen am rechten Rand, sicherlich, aber das hat unser heutiger Innenminister früher auch gerne gemacht; die Rolle der CSU vor 2015 haben erstaunlich viele Menschen ja schon wieder vergessen. Rechtsextrem, das wäre Abschaffen-Wollen unserer freiheitlich-demokratischen* Grundordnung, Terroranschläge, politische Gewalt etc., das ist rechtsextrem. Und das muss die AfD entweder selber machen oder zumindest nachweisbar als Sprachrohr für andere Leute dieser Couleur dienen, also praktisch politischer Arm eines rechtsextremen Untergrundes sein, um selbst zurecht als rechtsextrem bezeichnet werden zu können. Ich warte immer noch auf den Nachweis.

            *So komplett demokratisch ja nun leider auch wieder nicht…

      • Björn Höcke. Als Beispiel seine Show, als er dem „Ministerpräsidenten“ Kemmerich gratuliert. Die Haltung wie Hitler anno dunnemals, als er Hindenburg die Hand schüttelte. Soll mir keiner sagen, das sei zufällig so ähnlich in der Gestik. Seine Doppeldeutigkeiten sind zur Genüge bekannt. Und er wird von den AfD-Anhängern gewählt, also …

        Ein paar Zitate – Höcke:
        „Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert, davon bin ich überzeugt.“

        „Die Überwindung des Parteigeistes und die enge Verbindung mit den neutralen, sachkompetenten staatlichen Institutionen halte ich für entscheidend bei der Lösung der anstehenden Probleme. Bis dahin ist es die Aufgabe der AfD, eine unüberhörbare parlamentarische Stimme und Vertretung der Volksopposition im Land zu sein.“

        „Ein paar Korrekturen und Reförmchen werden nicht ausreichen, aber die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen, dann werden die Schutthalden der Moderne beseitigt.“

        „Die Weißen und die Schwarzen setzten sich vor ihrer Amerikanisierung aus mehreren hochdifferenzierten Völkern mit eigenen Identitäten zusammen. Jetzt sind sie in einer Masse aufgegangen. Diesen Abstieg sollten wir Europäer vermeiden und die Völker bewahren.“
        „Auch wenn wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind, sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen.“

        „Überlegung über ein Zusammengehen oder Koalieren mit Teilen des politischen Establishments setzt deren Läuterung und prinzipielle Neujustierung voraus. Das ist erst zu erwarten, wenn das Altparteienkartell unter der steigenden Krisenlast zerbrochen ist.“

          • „Auch wenn wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind, sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen.“

            Man darf sich dumm stellen. Erst nach Belegen fragen und wenn man sie liefert, nicht verstehen wollen.

          • „Man darf sich dumm stellen.“

            Ich hab dich doch gar nicht „dumm“ genannt…?

            Aber OK, all die anderen Zitate waren also auch in deiner Einschätzung nicht so doll rassistisch, aber dieses ist es eindeutig.

            Aber was genau daran? Dass er vom „Volk“ redet?

            Ist das GG auch rassistisch wg §20?

            Oder „Islamisierung“?

            Vor 10 Jahren wusste ich nicht, was die Wörter „haram“, „halal“ oder „Ramadan“ bedeuten. Heute bin ich gezwungen, das zu wissen, obwohl es micht nicht interessiert. Welches Wort für diesen Prozess/Zwang wäre deines Erachtens akkurat, aber nicht rassistisch?
            Oder ist es bereits rassistisch, Details einer fremden Kultur uninteressant zu finden?

            Pack doch mal Butter bei die Fische und gibt eine Definition von „Rassismus“, die nicht emotiinal und ad hominem ist, sondern prüfbar.

            Ich kann aber vorausschicken, dass ich sie ablehnen werde, wenn sie z.B. den Tweet von Julie Burchill zu Megan Sparkles neuer Tochter als rassistisch einordnet: „What a missed opportunity! They could have called it Georgina Floydina!“
            Wer das „rassistisch“ nennt, hat nicht alle Latten am Zaun.

        • @Pjotr

          Björn Höcke. Als Beispiel seine Show, als er dem „Ministerpräsidenten“ Kemmerich gratuliert. Die Haltung wie Hitler anno dunnemals, als er Hindenburg die Hand schüttelte. Soll mir keiner sagen, das sei zufällig so ähnlich in der Gestik. Seine Doppeldeutigkeiten sind zur Genüge bekannt. Und er wird von den AfD-Anhängern gewählt, also …

          Ich beglückwünsche dich zu deiner ausgeprägten Paranoia und deinem Belastungseifer. Du wärst der ideale Mitarbeiter des Verfassungsschutzes.

          Ich sage nicht, daß Höcke ein lupenreiner Demokrat ist. Ich mache mir aber mehr Sorgen um unsere Gesellschaft wegen dieser unfaßbar infantilen Nazi-Paranoia.

          Manche Leute brauchen ihre „Nazis“ wie die Luft zum Atmen.

          • Und manche Leute erkennen den Nazi erst, wenn er ein braunes Hemd trägt, ein Hakenkreuz eintätowiert hat, das Horst-Wessel-Lied singt und über die Juden ablästert. Alles andere sind Demokraten.

        • Ich weiß nicht recht. Klar, Björn Höcke ist recht eindeutig auf der Nazischiene unterwegs, er fischt in braunen Gewässern, vielleicht meint er sogar alles ernst, und das sollte man der AfD auch immer wieder unter die Nase reiben. Grund genug, ihren rechten Flügel zum extremistischen Verdachtsfall zu machen, ist es auch. Aber das macht noch nicht die ganze Partei rechtsextrem oder rassistisch.

          Zum Vergleich mal ein paar Äußerungen aus Unionskreisen:
          Markus Söder sprach 2018 von Asyltourismus und hatte damit einfach so alle Asylanten unter Generalverdacht gestellt.

          Nicht rassistisch genug? Jürgen Rüttgers 2009:
          „Und im Unterschied zu den Arbeitnehmern im Ruhrgebiet, kommen die in Rumänien nicht morgens um sieben zur ersten Schicht und bleiben bis zum Schluss da. Sondern sie kommen und gehen, wann sie wollen, und sie wissen nicht, was sie tun.“

          Nicht extrem genug?
          Josef Ambacher, Präsident des Deutschen Schützenbundes, auf einer Schützenversammlung 2003. Man darf davon ausgehen, dass sehr viele Zuhörer mit CDU-Parteibuch anwesend waren:
          „Wann geht es wieder aufwärts in Deutschland? Wenn Bundeskanzler Stoiber auf der Beerdigung von Fischer die Witwe von Schröder fragt, wer den Trittin erschossen hat.“
          Das Publikum fand es erheiternd.

          Trotz der Entgleisungen einzelner Spitzenfunktionäre hat aber meines Wissens niemand die gesamte CSU, die gesamte CDU, den gesamten Schützenbund als extremistisch oder rassistisch qualifiziert.

          • @Renton & Rest
            Was man bei der ganzen Angelegenheit nicht vergessen darf, ist: Heute ist es ja schon Rassismus und gilt als Rechtsextrem, wenn man bestimmte Tatsachen im Zusammenhang mit Migranten schlicht benennt, selbst wie sie zu 100% und am besten sogar noch durch offizielle Statistiken belegt werden.
            Und wenn man die Grenze für Rassismus und Rechtsextremismus ins derart beliebige verwischt, dann kann man natürlich auch die gesamte AfD rechtsradikal nennen, denn sie sprechen sich ja z.B. gegen vollkommen ungebremste Einwanderung etc. aus – genau wie eben die Hardcore-Nazis in den USA, Kanada, Schweiz und zig anderen Ländern auch, da geht es ja zu wie im 4. Reich, weiß man ja.

            Die echten Rechtsradikalen sitzen aber in den schon lange dafür bekannten Parteien wie NPD usw. oder aber sind Islamisten. Und beide Gruppen werden anders als die AfD vom Staat finanziert: Die einen per V-Mann-Gehältern vom Verfassungsschutz und die anderen ganz offen über „antirassistische Fördergelder“.

            Ich bin ganz bestimmt kein Fan der AfD, aber ich kann nach all den Fickfingern der anderen Parteien gegenüber „normalen Leuten“ und den eigenen Wählern verstehen warum sie gewählt wird. Insbesondere von ehemaligen SPD-Wählern, die ihre Stammwählerschaft verraten haben wie noch nie eine Partei sich das erlaubt hat.
            Für mich ist die Konsequenz allerdings nicht AfD zu wählen, sondern diesen korrupten und verlogenen Scheißhaufen, der sich obendrauf aus lächerlicher Angst vor der Rassismuskeule von Islamisten und sonstigem Gesocks auf der Nase rumtanzen lässt, nie wieder mit meiner Stimme zu legitimieren.

            Ich bin Zeit meines Lebens im klassischen Sinne „links“, leite daraus aber anders als SPD/Linke/Grüne keine Verpflichtung ab, alle Augen dicht zu machen sobald ein Verbrecher/Betrüger/Abzocker keinen deutschen Pass oder Migrationshintergrund hat. Und die PARTEI kann man leider auch nicht mehr wählen, bei all dem Gesindel, das die sich schon eingefangen haben und das da inzwischen auch U-Boot für die Grünen spielt, Minderheitenpolitk durchsetzten will und noch was. Inhalte überwinden war mal der Claim 😉

    • Ich sehe die AfD als so ähnlich wie die CDU vor 40 Jahren. „Rassistisch“ ist Medien-Framing. Das wird zwar überall behauptet, aber wenn man sich Programmatik und eigene Aussagen ansieht, dann ist das da praktisch nicht zu finden – oder wenn dann nicht häufiger als in der CDU vor 40 Jahren 🙂 Vor allem wenn die gleichen Mainstream-Medien mit Critical Race Theory und ähnlichem liebäugeln, werfen sie Steine im Glashaus.

      Man soll sie dann lieber für das kritisieren für was sie steht: CDU vor 40 Jahren 😉 Das Schlimme ist, dass sowas Ekliges heutzutage als Erlösung empfunden wird angesichts des Angebots der übrigen Parteien. Denn leider hat die AfD auf einige richtige Aussagen derzeit ein Monopol:

      – keine Energiewende
      – kein Feminismus
      – kein Corona

      Da kann man nix machen.

      • Nein, Die CDU war nie auf die gleiche Art rassistisch wie es die AfD ist. Und was im Parteiprogramm steht kannst du vergessen, viel interessanter ist was nicht drin steht und was in der Realität umgesetzt wird. Und da kenne ich die Brüder schon persönlich.

        • Die CDU als Partei ist lt Programm und offiziellen Verlautbarungen nicht rassistisch, die AfD ist es auch nicht. Was es in beiden Parteien gab bzw. gibt, sind einzelne ausländerfeindliche Vorfälle, die aber dem Augenschein nach nicht die „offizielle“ Parteilinie repräsentieren. Ob man diese Vorfälle als typisch wertet („Die gespielte Harmlosigkeit ist nur Tarnung für rechtes Gedankengut“) oder als Ausnahmen die die nichtrassistische Regel bestätigen, kann man diskutieren. Ich hab dazu keine Meinung, weil ich das Innenleben beider Parteien nicht kenne.

          Das muss man dann aber bei beiden Parteien mit gleicher Elle messen, und man muss auch andere Parteien da rein nehmen.

          • Also ich habe führende Mitglieder kennengelernt und fand die und ihre generelle Einstellung nicht sehr angenehm. Was übrigens auch für die Grünen gilt auch da habe ich führende Mitglieder kennengelernt und könnte lieber darauf verzichten. Ich hab auch ein Führungsmitglied von der Werteunion kennengelernt und das fand ich weit angenehmer. War auch bei weitem die intelligenteste Person von denen, die ich kennenlernen durfte. Natürlich ist dies keine objektive Aussage, mir schon bewusst aber andererseits sehe ich jeden Menschen als Botschafter seines jeweiligen gewählten „Stammes“. Und wenn der „Stamm“ Arschlöcher aufnimmt und in den eigenen Reihen behält, dann muss ich Rückschlüsse auf den gesamten „Stamm“ schließen können.

          • Die CDU ist mir schon seit Schulzeiten unangenehm. All die Junge-Union-Schleimer waren widerlich. Wahrscheinlich sind alle Parteien so.

    • @Salz und Pfeffer

      Was genau ist denn an der AfD rassistisch? Gib mal bitte ein paar Beispiele. In der Regel ist es so, daß man im linken Spektrum „Rassismus“ sehr großzügig definiert. Ebenso wie „Sexismus“ oder die vielen Phobien, die man hat, wenn man linke Ideologie kritisch hinterfragt. 🙂

      Es wäre wirklich mal interessant, was du für Beispiele meinst.

      Der Führer Vorsitzende des Zentralrats der Jüdinnen und Juden meint ja, daß die AfD nur deshalb israelfreundlich abstimmt, gerade weil sie antisemitisch sei und sich reinwaschen wolle.

      Daß unsere Gesellschaft mal derartig paranoid wird und durchdreht, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Also daß die politische Debatte mal derartig infantil wird.

        • Erkennst du das nicht als typische Propaganda?

          Wagenknecht sagt „ihr Spitzenkandidat hat sich in einer Facebook-Gruppe wohl gefühlt, in der…“

          Das ist typische Kontaktschuld, die man auch auf das Forum von deinem Blog jederzeit anwenden kann. So eine Argumentation ist typisch links und unter der Gürtellinie.

          Ein Bekannter von mir, der Polizei-Azubi ist, hat wegen sowas ein Verfahren an den Hals bekommen, weil er in einer Facebookgruppe drin war, in der irgendjemand was „falsches“ gepostet hat. Das ist die totale Aushebelung von individueller Verantwortung und Freiheit, hin zu Kollektivschuld. Und führt übrigens zu wunderbaren Manipulationsmöglichkeiten und zu immer extremerer Zensur und SafeSpaces, am Ende ist es Antifa Zeckenbiss oder so ein Verein, die die Bilder dort einstellen, um sie flux zu dokumentieren und an die große Glocke zu hängen. Diese Säcke scheuen ja vor nichts zurück, wie man an dem mittlerweile verurteilten Hit*ergrüßer in Chemnitz gesehen hat.

          Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wer in Sachsen-Anhalt in der AfD ist, aber die Argumentation von Wagenknecht ist unfair. Ein sozialer Totalausfall ist eine Linke, die unbegrenzte Armutszuwanderung fordert, ohnehin selbst.

          • Parteien sind einfach das letzte, der AfDler, der auf diesem Niveau brüskiert und vorgeführt wird, tut mir echt leid. Wagenknecht hat ihm vermutlich einige Jahrzehnte intrigante Parteiarbeit voraus und sich gut vorbereitet. Wozu Sachthemen, wenn man auch auf FUD und Empörung machen kann?

            Normalerweise würde die Moderation solche Schlenker unterbinden, damit eine sachliche Debatte stattfinden kann. Natürlich nicht mehr heutzutage, nicht in Deutschland, nicht im ÖR, sowas sieht man bestenfalls noch im Schweizer Fernsehen…

          • Also wenn ich mit solchen Typen abhänge, die klar antisemitisch drauf sind, dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich zu denen gezählt werde. Es ist nun mal so, dass die AfD ein Sammelbecken für Rechtsradikale ist, was nicht heisst, dass jeder in der AfD ein Rechtsradikaler ist.

        • Diese billige Masche hätte ich von Sahra von Wagenknecht nicht erwartet.

          Zeigt eigentlich nur, dass tatsächlich schlagkräftige Argumente nicht vorhanden sind.

          Ich finde es übrigens schade, dass Moderatoren bei sowas nie einschreiten. Eigentlich müssten die doch ein Interesse daran haben, dass ein gewisses Mindestniveau aufrechterhalten wird.

          • Ach ja, nicht nur das immer gleiche und immer wieder dämliche Argumentationsschema. Auch der Gebrauch solcher Wörter wie „ekelhaft“ sollte in seriösen Diskussionssendungen tabu sein.

        • Den Vorwurf des Trollens gebrauchen Leute in der Regel dann, wenn sie argumentativ unterlegen sind und sich ertappt fühlen. 🙂

          Danke an Androsch und FS für die Ausführungen.

          Wenn jemandem irgendein Ismus oder eine Phobie vorgeworfen wird, dann kann man davon ausgehen, daß dieser jemand rechthat und der Vorwerfer einfach nur sein engstirniges Weltbild verteidigen will.

          Diese Manöver sind jedenfalls sehr durchsichtig und billig. Bei jedem intelligenten Menschen geht sofort Alarm Rot an, wenn er Wörter wie Sexismus, Homophobie oder Rassismus hört.

          Übrigens kann man der AfD in Teilen durchaus ein problematisch negatives, pauschalisierendes Verhältnis zu Ausländern, Muslimen vorwerfen. Das ist aber etwas anderes als Rassismus.

          Und eben nur die genau entgegengesetzte Nummer zu dem problematisch positiven, pauschalisierenden Verhältnis, das Linke beim Thema Islam, Migration, Asyl etc. haben. Letzteres wird aber kaum problematisiert.

          „Rassismus“ ist letztlich zu einer völligen Idiotenvokabel verkommen, die fast nichts mehr aussagt. 🙂

  9. Puh! Bisher hat Merkel noch nicht verlangt, die Wahl rückgängig zu machen.

    Da haben die Anhalter Sachsen also wohl richtig gewählt. Also so richtig demokratisch und so.

  10. Wenigstens hat das schlechte Wetter dieses Jahr auch eine positive Seite: die Grünen performen nicht so, wie sie sich das erhofft hatten. Trotz ÖR-Dauerwerbung. Das Kanzlerkandiatenweibchen mit seiner Hochstapelei mag auch dazu beigetragen haben.

    Heute früh gabs schon wieder das volle Radio-Programm auf die Ohren, Grünen-Werbung, direkt nach Grünenwerbung, zwischendurch ein Interview mit jemandem von der heute-Show, der anpries, wie gut das sei, den Leuten eine Haltung zu vermitteln (die machen auch noch Propaganda dafür, dass sie Propaganda machen) und zwischendurch jemanden der von Leugnern und „Klimakatastrophe“ schwafelte. Das kann nur bedeuten, dass die ÖR-Fuzzies sich das Rassismus- und Diskriminierungsblabla für heute abend aufgehoben haben… und ich habe jetzt schon schlechte Laune 😦

    Was für ein Irrenhaus. Und mit jedem Jahr wird es schlimmer, obwohl man immer meint, es kaum noch aushalten zu können.

    • Wieso schlechtes Wetter, gestern war doch ganz ordentlich. Und wieso sollte schlechtes Wetter Grünen-Wähler abschrecken? Versteh ich nicht.

      • Ich schätze, Androsch spielt darauf an, dass April und/oder Mai ausnahmsweise mal wieder kühler waren als im langjährigen Mittel. Deshalb ist die Klimaerwärmung als Thema nicht so prominent, wie sie sein könnte.

      • Bei uns pisst und nebelt es schon wieder seit drei Tagen. Wir haben bis Ende Mai heizen müssen, es hat ununterbrochen geregnet und war viel zu kalt. Ich merke das direkt, weil ich erstens einen großen Garten habe und zweitens mit Holz heizen muss, da springt nicht unbemerkt die Ölzentralheizung an, sondern das bedeutet Arbeit. Dank Solarthermie konnten wir die letzten Jahre oft schon im März mit heizen aufhören.

        Dieses Jahr ist pflanzenmäßig alles viel zu spät dran und es gibt Dank heftigem Spätfrost kaum Obst an den Bäumen. Mir sind sogar viele Pflanzen erfroren, die ich seit Jahren im Garten hatte. Dafür triumphieren die gottverdammten spanischen Nacktschnecken. Ich habe heute früh bestimmt 200 Stück von denen zerschnitten und es wird sicher fast nichts bewirken, die lassen nichts übrig, wenn es ständig feucht ist (irgendwie hatte ich mir das mit dem Garten anders vorgestellt, es ist endlos frustrierend).

        Sogar die Statistik erklärte den April (?) zum kältesten seit 40 Jahren, der Mai war es sicher auch, aber zu dem habe ich nichts gehört.

        Natürlich schadet das den Grünen, weil die meisten Leute nur die direkte Erfahrung in Wahlverhalten umsetzen. Schwitzen sie, dann ist „Klimawandel“, frieren sie, dann ist halt keiner. Für mehr reicht es doch ohnehin intellektuell bei den meisten nicht. Dass unser Wetter in Mitteleuropa vor allem von Luftströmungen bestimmt wird, schnallt eh kaum jemand (was die Propagandamedien auch weidlich ausnutzen).

        Davon abgesehen haben dieses Jahr alle dringend auf die Sonne gewartet, erstens damit die Coronagrippe endlich weggeht und zweitens um die Home-Office-Depression endlich loszuwerden. Und ausgerechnet in diesem Jahr, spielt das Wetter so gar nicht mit.

        • Wenn Alltagserfahrungen für den Glauben an den Klimawahn bestimmend wären, würde kein Mensch jemals die Grünen wählen und Greta würde ausgelacht. Das einzige was dafür zählt ist Medienbeeinflussung.

          Und bitte lass deine armen Schnecken leben.

          • „Wenn Alltagserfahrungen für den Glauben an den Klimawahn bestimmend wären, würde kein Mensch jemals die Grünen wählen“

            Die letzten Jahre waren verdammt heiß und trocken, zu trocken für Deutschland. Zumindest hier in der Gegend (wenn auch nicht bei uns am Berg, da ging es gerade noch so). Ich bezweifle, dass das nichts zum Aufstieg der Grünen beigetragen hat. Wenn jetzt 5 kalte und feuchte Jahre kommen, landet die Partei wieder zuverlässig unter 10%.

            Wenn du Nackschnecken verteidigst, hast du offenbar selbst keinen Garten…

            Als ich als naiver Städter endlich meinen Garten auf dem Dorf hatte, dachte ich anfangs noch, man kann dem Problem mit Vergrämungstaktiken (Pflanzen die Schnecken nicht mögen), absammeln und Bierfallen zu Leibe rücken, so wie mir das mein Opa in den 80igern noch gezeigt hatte und wie ich es aus dem Schulgarten kannte. Aber nein, irgendwann zu der Zeit sind die Drecksviecher nach Deutschland eingewandert und fanden hier paradisische Zustände: Feuchtigkeit, Erde zum Verkriechen und keinerlei Fressfeinde (die Dinger frisst kein Igel und kein Vogel, zu schleimig und bitter).

            Das hat dazu geführt dass sich der Aufwand, irgendwas zu pflanzen, vervielfacht hat. Einfach Samen aussähen und einmal die Woche das Unkraut jäten, geht schon lange nicht mehr. Im Regelfall wirst du die Keimlinge gar nicht zu Gesicht bekommen. Also streut man Schneckenkorn (je nach Art problematisch und bei Regen schnell aufgelöst), benutzt „Schneckenkragen“ (weht bei uns immer der Wind weg und hilft eh nur eingeschränkt) oder zerschneidet die kriechenden Scheißewürste. Zumindest dort, wo man will, dass irgendwelche Nicht-Wildpflanzen überleben. Und die Schnecken sind nicht wählerisch, die fressen fast ALLES, sie kriechen sogar in die jungen Obstbäume, sie sitzen oben auf dem blühenden Kohl und fressen die Blüten, zwanzig Stück auf einer Pflanze…

            Und wenn es dann noch ein bisschen wärmer wird, kommt die nächste Plage: Junikäfer (eigentlich Gartenlaubkäfer), eine Art kleine Maikäfer, in Massen. Die fressen das junge Obst an, die jungen Triebe der Bäume und sämtliche Blütenblätter, am liebsten die von Rosen. Und mein Garten ist naturnah…

          • „Die letzten Jahre waren verdammt heiß und trocken, zu trocken für Deutschland.“

            Na und? Kein normaler Mensch kommt deswegen auf die Idee, eine Katastrophe auszurufen oder heizen teurer zu machen.

            „Ich bezweifle, dass das nichts zum Aufstieg der Grünen beigetragen hat.“

            Ohne Ökopropaganda im TV würde kein denkender Mensch von „Wir haben einen Rudi-Carrell-Sommer“ auf „Ich muss unbedingt die Grünen wählen“ schließen. Das bewirken nur die progrünen Medien. Und die nehmen jeden Anlass als Argument für „Ich muss unbedingt die Grünen wählen“. Wenn es kalt wäre, würdense halt die Kältekatastrophe ausrufen, und wenn es Durchschnittswetter wäre die Durchschnittswetter-Katastrophe. Ökopropagandisten betrachten den Status Quo, wie auch immer er sein mag, und überlegen sich dann wie sie einen Weltuntergangs-Spin draufsetzen können. Es ist deswegen auch stets eine Themenverfehlung, über den Status Quo des Wetters groß nachzudenken ob da was dran sei.

            „Wenn jetzt 5 kalte und feuchte Jahre kommen, landet die Partei wieder zuverlässig unter 10%.“

            Nee. Das einzige was die Grünen unter 5% bringt ist eine Auflösung der ÖR-Sender. Wie das Wetter verläuft ist dafür egal. Mit den ÖR-Sendern im Nacken haben wir einen Grünen-Boom – auch egal was das Wetter macht.

          • @anorak2

            Ich wette dagegen. Die Propaganda wirkt schon auch, aber sie wirkt nur halb so gut, wenn die Alltagserfahrung nicht dazu passt…

          • @AK In den 1970er Jahren gab es mehrere kühle Jahre und eine heftige Schneekatastrophe (s. Rudi Carrell), und manche Medien riefen eine kommende Eiszeit auf. Das hat keine Grüne Partei ins Leben gerufen (es gab noch keine), und niemand ist auch nur auf den Gedanken verfallen der Mensch sei „schuld“. Ohne propagandistische Vorbearbeitung ist das ja auch ein so absurder Zusammenhang, den der normale Menschenverstand gar nicht erst in Erwägung zieht.

          • Der Spin bei den Grünen lautet doch „menschengemacht“. Egal, ob es mal heiß oder kalt wird, ist es immer eine Abweichung vom Durchschnitt. Und eine Abweichung hat den Grund, dass der Mensch etwas falsch macht. Darauf wird fokussiert.
            Und bei den Grünen kannst du dann mit einem Kreuz Buße tun, dich für einen immer gleich durchschnittlichen Planeten einsetzen. Wenn du deinen Ablass geleistet hast, kannst du dich über vorgeblich aussterbende Bienen auslassen, bevor du in den elektrischen, tempogedrosselten Volvo-SUV steigst. Du braust los in dem festen Glauben, einer der Guten zu sein.
            Daher ist es vollkommen wurscht, wie das Wetter künftig wird – es wird immer eine Abweichung von der Norm mit sich bringen und für irgendwen oder irgendwas schlecht sein. Und die Grünen haben den perfekten und immergültigen Ansatz, Menschen über ihr Gewissen zu melken.

          • Androsch, Du brauchst einen Laser mit mehr als 500mW, eine ordentliche, piezogesteuerte Spiegelmimik (wobei bei Schnecken auch xyz-Schrittmotoren ausreichen würden :-)) ) und einen tauglichen Schneckendetektor. Da fällt mir als gute Möglichkeit nur ein kameragesteuertes Verfahren ein, aber vielleicht ginge auch ein Wärmebildverfahren. Wobei die Schnecken dafür zu klein sein dürften und zu wenig Temperaturgradient bieten.
            Eine Kameraerkennung braucht man sowieso, damit man das Objekt vor dem Abschuß zweifelsfrei identifizieren kann und nicht aus Versehen die Katze oder die Hörige erledigt.

            Neidischen Nachbarn muß man eine plausible Erklärung für das nächtliche Starwars bieten, sonst holen die Behörden den ganzen Krempel ab.
            Vielleicht das Ganze auf eine möglichst lautlose Drohne montieren? Die kann dann auch schnell abhauen und am programmierten Notfallparkplatz landen.

            Das wäre mal ein gutes Kontrastprogramm gegen das ewige, grüne Geseier.

          • @Avus

            🙂

            Du wirst lachen, aber ich habe schon oft über genau sowas nachgegrübelt. Heutzutage, wo man sogar Entwicklungsbibliotheken für K.I. bekommt, dazu vielleicht eine Spektralkamera oder sowas, damit man die Viecher auch auf brauner Erde erkennen kann und los gehts.

            Vielleicht mache ich das mal, wenn mir niemand zuvorkommt. Semiintelligente mechanische Schädlingsbekämpfung würde sich vermutlilch auch super verkaufen, vor allem an bio-Landwirte. Kartoffelkäfer ablesen, Nacktschnecken weglasern und vielleicht noch Unkraut zupfen…

            Aber aktuell ist es wie mit dem Garten: mir fehlt schlicht die Zeit und die technische Hürde ist auch recht hoch, das Ding braucht ja auch Energie, muss sich bewegen können usw. Außerdem bastele ich gerade an einem anderen Projekt, einem vertikalen Windrad. Denn irgendwie gefallen mir die angebotenen Kleinwind-Lösungen alle nicht und ich würde gern den (reichlich vorhandenen) Wind irgendwie nutzen. Geht aber auch nur im Schneckentempo (sozusagen) voran, ich zahle da noch viel Lehrgeld und hoffe, dass meine Motivation noch eine Weile anhält 🙂

          • Klar, das sagt man so dahin, funktionieren würde es auch, aber der Zeitfaktor wird immer unterschlagen. Alleine, wenn man von heute auf dem Markt befindlichen Teilen (500mW kriegt man für 40€) ausgeht, würde es trotzdem noch 5 Jahre oder mehr dauern, bis es geht und einen nicht mehr beschäftigt, sondern von allein läuft. Der Knackpunkt dürfte in der Kameraerkennung und Anbindung an die mechanische Steuerung liegen.
            Bei Zusammenschluß von ‚Spezialisten‘ sieht das anders aus. Die Energie sollte gar nicht so sehr eine Rolle spielen, wenn man eine Ladestation im Garten aufbaut und Motoren mit großen Propellern nimmt (leise). Das naturnahe Sichern der Ladestation ist wieder was, was extra Zeit kostet.

            Der echte, effektive Zeitrahmen dürfte mit mehreren überschaubarer und machbarer werden.
            Dann einigt man sich auf ein grobes Konzept, und jeder Spezialist fängt mal mit dem Hirnen in seinem bereich an. Wenn da kein Stinkmorchel dabei ist, der alles an sich reißen will oder keine Ahnung hat, könnte man schicke Projekte für die Ökobauern draus machen, genau.

            Aber das Windrad reicht sicher für ein Haufen Arbeit, viel Spaß dabei :))

          • @Avus

            Ja so ist es. Mich hindert da auch mein eigenbrödlerischer Charakter, ich habe einfach kaum Freunde oder Bekannte, schon gar nicht technisch versierte. Mir wäre das sogar egal, wenn es jemand anderes entwickelt, auf das Geld bin ich gar nicht scharf, Hauptsache es gibt eine Lösung.

            Und eine richtige Werkstatt bräuchte ich, ich hab nur so Baumarkt-Zeug, das man in Koffer packen kann und ins Regal stellen, weil einfach kein Platz da ist. Selbst mein Prototyp steht schon im Weg herum. Ohne gescheites Werkzeug ist man auf verschraubbare Standardteile angewiesen. Zur Zeit hängt es an der Halterung der Rotoren. Ich habe da noch nichts gescheites gefunden, das was ich geplant hatte, scheitert an der unzuverlässigen Lieferung und war ohnehin nicht optimal. Ich bräuchte eine stabile Scheibe mit mehreren Bohrungen, die man am besten auf eine 2cm-Welle montieren kann. Sowas selber mit Handbohrmaschine und Flex zu machen, ist irgendwie vorhersehbar problematisch. Mal sehen. Wenn ich das habe, müsste ich eigentlich die wesentlichen Teile zusammen haben. Die Rotoren mache ich aus Dachblechen aus dem Baumarkt, Einspeisewechselrichter und Generator habe ich und wie ich die Welle festmache, habe ich auch so ungefähr im Kopf.

            Aber selbst wenn es nichts wird, hab ich dabei eine Menge gelernt 🙂
            Geld für so xperimente haben wir zum Glück genug, daran scheiterte es früher immer.

          • @Androsch: Ich bin bei dir, Bruder. Wir haben zwar nur einen kleinen Garten von 40qm hinter dem Haus, aber seit die Nacktschnecken mir eine teure neue Rosenpflanze (abgesehen von zahlreichen Töpfen it Basilikum, Petersilie usw.) zerstört haben, hasse ich sie auch.

            Bei uns in rauen Norddeutschland scheint es zumindest nicht so viele zu geben wie bei euch im Weinbauklima. Ich komme mit Schneckenkorn ganz gut zurecht.

          • @FS

            Danke. Der Grund, warum ich ein (eigentlich ineffizienteres) Vertikalrad bauen will: ich möchte ausprobieren, ob eine Windabschirmung funktioniert. Das Problem bei den Vertikaldingern ist ja, dass die vom selben Wind, von dem sie angetrieben werden, auch abgebremst werden. Der Vorteil ist, dass sie auch verwirbelte Winde nahe am Boden theoretisch nutzen können. Ich habe dazu fast nichts gefunden und will einfach ein Gefühl dafür bekommen. Vorteil wäre auch, dass die keine Vögel schreddern, nicht so eine Unruhe verbreiten und man könnte so Käfige mit Vertikalrad drin als eine Art Windschutzmauer einsetzen und gleichzeitig Strom damit produzieren. Wahrscheinlich Spinnerei, aber man muss es halt mal ausprobieren, um zu wissen, wo der Haken ist.

            @El_Mocho

            Ich glaube in Norddeutschland wirkt der sandige Boden evtl. mildernd. Bei uns ist es wirklich extrem, ungefähr so:
            „Bei feuchtwarmem Wetter kann die Vermehrung der Spanischen Wegschnecke extreme Ausmaße annehmen. So wurden im Sommer 2007 in Großbritannien bis zu 1.000 Exemplare pro m² gezählt.“
            https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Wegschnecke#Ausbreitung_%C3%BCber_Europa
            Dabei sind wir im Nordschwarzwald am Berg, also nichtmal Rheinebene (dort ist es wahrscheinlich sogar trockener und weniger schlimm).

            Meine Frau hat heute abend nochmal geschnippelt und 260 zerschnittene Exemplare gezählt. Wohlgemerkt das dritte Mal heute… wenn man nicht Rentner ist und den ganzen Tag Zeit hat, ist das wirklich unglaublich frustrierend. Gehäuseschnecken, Schnegelschnecken und Ackerschnecken kommen noch dazu. Ich benutze normalerweise Ferramol als Schneckenkorn, weil es nicht giftig ist und sich im Boden sogar zu Dünger zersetzt. Aber wenn es regnet, kann man es nicht benutzen, es löst sich zu schnell auf und zuviel Dünger ist auch nicht gut.

            Wenn das die einzigen Schädlinge wären, würde es ja mal noch angehen, aber Ortsrand ist echt die Härte. Jeder grüne Naivling sollte verpflichtet werden, mal einige Jahre so einen Garten zu pflegen. Was die Mäuse mir schon an jungen Bäumen zerstört haben, passt auf keine Kuhhaut. Diesen Winter haben mir erstmals (sonst hätte ich vorgesorgt) die Hasen die Rinde von den Bäumen gefressen, ein kleiner Apfelbaum ist wahrscheinlich ganz hin, der Rest hat hoffentlich überlebt. Freude und Frust am Garten halten sich aktuell gerade so die Waage…

          • Ein einzelnes vertikales Windrad soll von irgendwas anderem den Wind abhalten? So eine Art Windschutz?

        • PS Hier in Berlin/Brandenburg ist blauer Himmel und Sonne. Gestern war es wolkig, aber angenehm mild. Es gibt aber wohl zZ eine Wettergrenze durch Deutschland: Norden und Osten Sonne, Westen und Süden Regen. Die Trennlinie verläuft genau durch Sachsen-Anhalt 🙂

          • Also bei uns in Hannover war es auch den ganzen Tag trübe, hat aber nicht geregnet. Ich habe mich über das schöne Wetter in Berlin bei den Leichtathletik-Übertragungen gewundert. Eigentlich ist das da doch schon Westsibirien, oder?

          • „Eigentlich ist das da doch schon Westsibirien, oder?“

            Berlin hat ein ozeanisches Klima wie fast ganz Deutschland, allerdings sind die Temperaturgegensätze schon höher als in Westdeutschland. Das bedeutet kältere Winter, aber auch heißere Sommer, und weniger Niederschläge. Allerdings nur sehr graduell, Sibirien ist anders.

  11. Man sehe und staune: der permanente Niedergang der SPD lässt einige wenige verbliebene Mutige auf die Bühne treten:
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/spd-abgeordneter-verurteilt-linken-kulturkampf-und-cancel-culture/

    „Seiner Partei warf Post vor, einem seit Jahren vorherrschenden Irrglauben anzuhängen, „daß man aus der Summe einer Politik für Minderheiten eine Mehrheit formen kann!“

    Na mal sehen, wie lange er dem Shitstorm standhält…

      • 🙂
        Der Helge ist aber auch echt ein schräger (und unsympathischer) Typ, aber gut, da passt er zur SPD-Freakshow, Maas, Lauterbach, Lambrecht und wie die alle heißen. Möchte man alle nicht im Freundeskreis haben…

        • Beim Lindh frage ich mich ernsthaft wie der an ein Mandat gekommen ist. Er ist weder sympathisch noch überragend kompetent. Warum stellt man so jemanden auf?

          • Hmmm… der kleine Helge. Kann mir vorstellen, dass der bei Leuten, die früher Typen, die so ausgesehen haben und so aufgetreten sind wie er, gerne mit Backpfeifen bedacht haben, heute Kompensationsgelüste bedienen kann – und zwar gleich in doppelter Hinsicht.. Ihn erst einmal politisch zu unterstützen ist ein Wenig Buße für all die vielen Doofies, die man einst drangsaliert hat, gleichzeitig vermittelt er dann aber jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht, das unausweichliche Gefühl, damals doch nicht so ganz falsch gehandelt zu haben… 😉

    • @Androsch

      Post ist wohl kein unbeschriebenes Blatt….:

      „10.05.2021 – 07:57 Uhr

      München – Twitter-Ärger bei den Genossen.

      MdB Florian Post (39, SPD) ist vielen Parteikollegen mittlerweile zu konservativ-bürgerlich.

      Ausgerechnet ein Juso-Mitglied aus Regensburg, hatte im sozialen Netzwerk Twitter ein Foto von Franz-Josef Strauß (CSU) veröffentlicht mit dem Satz: „Franz Josef Strauß würde Florian Post wählen.“
      […]
      Es gebe Schlimmeres als mit Strauß verglichen zu werden. „Was das Gewinnen von Wahlen anbelangt, könnte sich übrigens die Bayern-SPD an Strauß ein Beispiel nehmen….“, so Post.“

      https://m.bild.de/regional/muenchen/muenchen-aktuell/twitter-aerger-bei-der-spd-post-ist-vielen-genossen-zu-konservativ-76337304,view=amp.bildMobile.html

  12. Berlin hat ein ozeanisches Klima wie fast ganz Deutschland,

    Bei Berlin beginnt Kontinentalklima. So habe ich das jedenfalls im Erdkund*innen-Unterricht gelernt.

    Es darf hier ja jeder erzählen, was er will. Ich weise aber mal dezent darauf hin, daß es etwas suboptimal ist, wenn man sich hier über Gender-Esoterik und Pseudowissenschaft lustigmacht, gleichzeitig aber die schwachsinnigsten Klimatheorien (Kiek mal, dit nasse, kalte Wetter!) ventiliert und einen auf Klimaquerdenker macht.

    Solange die Rechten derartig paranoid sind und Corona und den anthropogenen Klimawandel leugnen, können sich nicht erfolgreich sein.

    Linke und Rechte sind sich doch ähnlicher, als ihnen lieb ist. Jeder schwört auf seine eigene Esoterik.

    • „Bei Berlin beginnt Kontinentalklima. So habe ich das jedenfalls im Erdkund*innen-Unterricht gelernt.“

      Es hängt von der Definition ab. Die Klimatypen sind ja menschengemachte Kategorien, und es gibt verschiedene Klassifizierungssysteme. Aber nach dem gängigsten System (Koeppen) liegt Berlin in der Klimazone Cfb, weil die Durchschnittstemperatur des kältesten Monats über 0 Grad liegt (nämlich genau +0,1 Grad Celsius). Nach Trewartha-Klassifizierungssystem hat Berlin kontinentales Klima, aber dieses ist nicht so verbreitet.

      wikipedia listet Berlin auf allen relevanten Seiten als ozeanisch nach Koeppen.

      „Berlin has an oceanic climate (Köppen: Cfb);[70] the eastern part of the city has a slight continental influence (Dfb), especially in the 0 °C isotherm“

      „“Berlin is classified as a temperate continental climate (Dc) under the Trewartha climate scheme“

      https://en.wikipedia.org/wiki/Berlin#Climate

      https://en.wikipedia.org/wiki/Oceanic_climate#Europe

      Es ging mir auch drum, dem Label „Westsibirien“ zu widersprechen. Von der Atlantikküste bis Sibirien haben wir quer durch Europa und Asien einen allmählichen Übergang von extrem ozeanisch bis extrem kontinental mit vielen Zwischenstufen. Wenn das Klima von Irland hellweiß und das von Zentralsibirien pechschwarz ist, dann ist Westdeutschland ein helles hellgrau, und Ostdeutschland ein etwas dunkleres hellgrau. Aber nirgendwo haben wir in Deutschland Verhältnisse die denen von Sibirien auch nur ähneln. Nichtmal denen von Moskau.

      „gleichzeitig aber die schwachsinnigsten Klimatheorien (Kiek mal, dit nasse, kalte Wetter!) ventiliert und einen auf Klimaquerdenker macht.“

      Dass ich weiß wovon ich schreibe kannst du den Zitaten entnehmen. Dass du keine Ahnung vom Thema hast, kannst du den Zitaten auch entnehmen.

      „Solange die Rechten derartig paranoid sind und Corona und den anthropogenen Klimawandel leugnen“

      Einerseits bin ich viel linker als die meisten hier und sicher linker als du, andererseits leugne ich keines von beiden. Dass du die Themen hier vermischst, hat mit deinen privaten Kniescheibenreflexen zu tun. Um den politischen Klimawahn geht es bei der Beschreibung lokaler Klimate überhaupt nicht.

      • Verbessere mal deine Lesekompetenz. Ich bezog mich allgemein auf die Klimaleugner hier, die sich auf Wetter beziehen, um die Erderwärmung zu leugnen, und diverse andere krude Dinge von sich geben.

        Das hat mit dem Klima von Berlin nichts zu tun.

        Du bist mir jedenfalls bisher als sehr wenig intelligent aufgefallen, was der letzte Kommentar auch wieder bestätigt. Dein Belastungseifer und die damit verbundene Leseinkompetenz sprechen für sich.

        Ich freue mich für dich, daß du glaubst, du hättest sehr viel Ahnung vom Klimathema.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.