Marinov „Beim Menschen ist das Geschlecht binär und unveränderlich“: Warum „intersexuelle“ Zustände die Geschlechterordnung nicht außer Kraft setzen (Teil 4)

Ein interessanter Artikel von Georgi Marinov stellt die wissenschaftlichen Argumente dafür zusammen, dass das Geschlecht binär und unveränderlich („In Humans, Sex is Binary and Immutable“) ist.

Er bietet sich aus meiner Sicht für eine Besprechung in mehreren Teilen an:

Bisherige Teile:

Weiter geht es:

Why “Intersex” Conditions Do Not Invalidate the Sex Binary

Aus dem Text

But what about “intersex” individuals? Unfortunately, confusion and misunderstanding reign when it comes to their existence.

Humans are indeed born with a variety of “intersex” conditions at low frequency, but that does not mean that these conditions are part of normal healthy variation. Humans are also born with a great variety of devastating congenital deformities and diseases, and if alien exozoologists were to write a description of Homo sapiens based on extensive observations of the population, such a description would never feature, for example, anencephaly, and neither would it include anything else but binary sex.

In der Tat, da unterscheidet sich der Mensch nicht wesentlich von den Tieren, auch dort gibt es diverse sehr selten Fälle von genetischen Variationen und Fehlbildungen, die aber deswegen nicht neue Unterfälle darstellen.

Wichtig ist hier zu ergänzen: Das alles sagt nichts über den Wert des jeweiligen Menschen aus. Ein steriler Mensch, ein Mensch mit abweichenden Körper oder Deformitäten oder etwa genetisch bedingten Beeinträchtigungen ist nicht weniger Wert als andere Menschen. Er ist nur eben keine „neue Unterart Mensch“ und man würde das bei den vielen anderen Abweichungen, die nicht das Geschlecht betreffen auch so niemals anführen. Dort ist es ganz klar, dass es eine (nicht darauf hin selektierte) Abweichung von der Norm ist.

Extremely deleterious phenotypes, especially when their fitness is invariant with respect to environmental conditions, cannot be part of that description, as they are by definition actively eliminated from the population. The mathematics of natural selection is remorseless. For the human population, even an allele with an initial frequency as low as 0.01 and selection coefficient s = 0.05 is nearly ensured fixation. On the other hand, that should not be taken to mean that natural selection is all powerful.

First, even if an allele is strongly deleterious, its frequency will not be zero, as it is constantly reintroduced by mutations at some rate μ.

Second, alleles with small selective (dis)advantages are not ensured fixation. Genetic drift can lead to fixation of alleles with small selective coefficients irrespective of their effects, as long as s < ~1/Ne (Ne is the effective population size).

Therefore we cannot expect “perfection” from biological processes.

Dazu kommt noch, dass bestimmte Gene in vielen Umständen vorteilhaft sein können und dadurch im Genpool bleiben, in bestimmten anderen seltenen Kombinationen aber nachteilhaft sein können, was dann zu einer insgesamt, über alle Vorkommnisse noch vorteilhaften Selektion führen kann.

Beispielsweise wird bei der Sichelzellkrankheit diskutiert, dass die dafür verantwortlichen Gene unter anderen Vorkommnissen Vorteile gegen Malaria bieten.

Es wird auch beispielsweise diskutiert, dass Gene, die zu männlicher Homosexualität beitragen (was ein Nachteil bei der Fortpflanzung ist) in weiblichen Körpern eine höhere Fruchtbarkeit bewirken können (was dann wieder ein Vorteil wäre)

Imagine that a biochemical reaction runs with a given accuracy in a finite population. The selective advantage of mutations improving its accuracy will generally be at most the fractional improvement that they confer. Thus it is not possible for selection to push the system towards absolute perfection as further fractional improvements are “invisible” to it if smaller than the selection barrier ~1/Ne. Errors are thus expected to occur everywhere, and indeed they do. This is why important genes get mutated, developmental processes get disrupted, and the results are newborns with very low fitness. These facts bear on how we are to think about “intersex”‘ people. The great diversity of such conditions cannot be explored here in detail. These include Androgen Insensitivity Syndrome (feminization of males due to androgen receptor mutations), Klinefelter’s syndrome (47,XXY karyotype), XX male syndrome (46, XX “males” due to translocation of the master regulator SRY to the X), Turner’s syndrome (45,X0) and many others. These conditions present with a variety of phenotypes intermediate between typical male and female features, but they have one crucial commonality—individuals afflicted are almost invariably sterile. 20

Sterilität ist evolutionär ein sehr großer Nachteil für die Weitergabe der Gene. Das ist unabhängig davon, dass man evtl diese Sterilität heute beheben kann.

On the few occasions where fertility is possible, the phenotypes are mild and it is hard to even call them “intersex.” Their evolutionary fitness is therefore as negative as fitness could possibly be short of being stillborn (s = -1 for sterile individuals). Importantly, these fitness reductions are invariant to environmental variables. It is possible for a condition that is a debilitating disease under some circumstances to be beneficial under others (e.g. sickle-cell anemia and malaria).

Ah, hier führt er es noch einmal selbst an.

But this does not apply to the inability to produce viable gametes, which makes one unable to reproduce under all circumstances. All “intersex” conditions, when examined, clearly arise from single-gene mutations or chromosomal aberrations on a genetic background that would have indisputably been producing male or female gametes had these mutations not occurred, and, rarely, due to chimerism (i.e. individuals made up of both male and female cells).

Weswegen auch viele dieser Zustände sehr selten sind.

True hermaphrodites possessing both sets of functional gonads and genitalia have never been observed in Homo sapiens.

Man beachte die Definition, die hier verwendet wird. Es geht um Hermaphroditen, die nicht nur beide Geschlechtsorgane haben, sondern bei denen auch beide „Funktionieren“ (im evolutionären Sinne). Die also sowohl schwanger werden können als auch funktionsfähigen Samen produzieren um zu schwängern (und damit theoretisch eine Selbstbefruchtung vornehmen könnten).
An anderer Stelle wird unter „true hermaphrodites“ darauf abgestellt, dass beide Anlagen vorhanden sind, aber nicht, dass beide funktionieren.

Therefore the “intersex” argument against the sex binary is simply not valid. Intersex individuals exist only because of continuous de novo reintroduction of the relevant mutations in the population, recessive genes becoming unmasked, or disruptions of normal embryonic development. Sex in mammals is on a fundamental level binary and immutable, and claims that “intersex’” individuals disprove that can only be made in the absence of any consideration of the biological nature of humans and how our evolutionary history has shaped our biology.

So kann man es durchaus sehen, biologisch-evolutionär  interessant ist eben bei der Betrachtung einer Spezies nur, was sich fortpflanzt und was als Mutation weitergegeben wird.

Which brings us to the most worrying aspect of the widespread adoption of such denial.

Dazu dann in dem nächsten Artikel.

36 Gedanken zu “Marinov „Beim Menschen ist das Geschlecht binär und unveränderlich“: Warum „intersexuelle“ Zustände die Geschlechterordnung nicht außer Kraft setzen (Teil 4)

  1. Ich distanziere mich von dieser Aussage! Es gibt soviele Geschlechter, wie es Menschen gibt. Und Frauen werden von Männern unterdrückt!

  2. Ein steriler Mensch, ein Mensch mit abweichenden Körper oder Deformitäten oder etwa genetisch bedingten Beeinträchtigungen ist nicht weniger Wert als andere Menschen. Er ist nur eben keine „neue Unterart Mensch“

    Das befriedigt aber so wunderbar meinen Narzißmus, du Transphobiker.

    Wenn sich Ideologen in Kopf gesetzt haben, daß irgendetwas um jeden Preis gut und wünschenswert ist, etwas anderes aber böse und schlecht, dann kriegt man das aus denen auch nicht wieder raus.

    Sie sind von ihrem Seelenhaushalt her abhängig von dieser Gut-Böse-Dichotomie. Das ist bei allen Ideologien so.

    Du kannst einem eingefleischten Nazi um 1938 auch nicht erklären, daß der Jud‘ zwar merkwürdig, aber nicht minderwertig ist.

    Die Ausführungen von Marinov sind daher auch leicht naiv. Denn das, was er schreibt, sind ja Binsenweisheiten. Man sollte wohl viel eher das Gewicht darauf legen, daß man klar und deutlich ausspricht, daß unsere Gesellschaften mittlerweile von geistesschwachen Gutmenschen gekapert wurden, die jede Kritik als irgendeine Phobie framen und daher auf totalitären Pfaden wandeln.

    Die Unterscheidung in Demokratien und Diktaturen ist auf psychologischer Ebene sinnlos, da in allen Gesellschaften ein Kampf der Wahrheit gegen die Lüge stattfindet. Machtmißbrauch findet überall statt. Daher sollte man, wo immer man kann, seine Stimme gegen diese peinlichen Gender-Gutmenschen erheben. 🙂

    • Da es hier auch um das Wesen von Ideologien geht, importiere ich mal ein Zitat von Anorak:

      Ökos denken: Früher plätscherte das Klima ganz stabil vor sich hin, und plötzlich HUIIIIIIII ändert es sich ganz extrem und bedrohlich. Deswegen auch die Bezeichnung „DER“ Klimawandel, so als singuläres Ereignis an das man glauben könne oder nicht. Das scheint auch dein Weltbild zu sein.

      Dümmlicher geht es wohl nicht, aber Ideologen verzerren systematisch die Positionen der Gegenseite so, daß sie sich selbst ihr eigenes Lügensystem besser glauben können. Deshalb weise ich auch immer wieder darauf hin, daß es hier einige Leute gibt, die es noch nicht mal schaffen, die Standpunkte anderer Leute korrekt wiederzugeben. Und deshalb können sich Gender-Ideologen auch gar nichts anderes vorstellen, als daß Kritiker „rechts“, frauenfeindlich, konservativ, reaktionär etc. sein müssen, was für eine Sachdiskussion natürlich irrelevant ist, aber wunderbar hilft, sich zu immunisieren und dummzustellen.

      Das obige Zitat ist in seiner Konstruiertheit und Lügenhaftigkeit schon hochgradig peinlich. Deshalb ist von den Klimaskeptikern auch nichts zu halten. Sie sind mindestens genauso tendenziös, wie sie es den „Ökos“ vorwerfen. Sieht man auch schön an Leuten wie Michael Klein von Sciencefiles oder diesem Klimanews-Typen, der hier mal verlinkt wurde.

      Ich kreiere hiermit mal spontan den Begriff Klimaquerdenker. 🙂

      Danke an FS für den Einsatz. Ich diskutiere gerne auch klimaskeptische Argumente, aber was aus dieser Ecke kommt, ist schon wirklich erichvondänikenhaft. Und vor allem folgt es sehr stupide der Links-Rechts-Dynamik. Nach dem Motto: Die Klima-Aktivisten sind feministisch, gutmenschlich, islamophil. Also ist die ganze Klimathese schwachsinnig.

      Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

      Die oben erwähnte Gut-Böse-Dichotomie findet man also auch bei Rechten.

      PS: Auch die „Ökos“ wissen, daß es mal kälter und wärmer war auf Erden. Heute leben aber acht, bald 10 Milliarden Menschen. Heute gibt es eine intensive Landwirtschaft, die auch weiterhin funktionieren soll.

      Der Klimawandel wird zwar tatsächlich von manchen zum Armageddon hysterisiert. Aber er ist eben auch keine Harmlosigkeit, die man einfach ignorieren könnte. Zumal wir so oder so von den leider endlichen fossilen Energieträgern runter müssen.

      Spricht man diesen Punkt bei Klimaquerdenkern an, kommen obskure Theorien über endlos vorhandenes Erdöl und anderer esoterischer Scheiß.

      Letztlich verhalten sich viele Linke und Rechte wie kleine Kinder. Die einen haben Probleme mit rechten Wahrheiten. Die anderen mit linken. Und dann faselt man den größten Stuß zusammen, um das eigene Weltbild vor dem Einsturz zu bewahren.

    • Ähh, nein.

      Du schreibst: „Wenn sich Ideologen in Kopf gesetzt haben, daß irgendetwas um jeden Preis gut und wünschenswert ist, etwas anderes aber böse und schlecht, dann kriegt man das aus denen auch nicht wieder raus.“

      Wenn Ideologen für sich selbst befinden, dass sie nur Gutes tun können, weil sie selber gut sind, dann legitimiert das weder ihr Ziel, noch die Mittel, um dieses Ziel zu erreichen.

      In erster Linie, weil diese Selbstwahrnehmung auf eine Fremdwahrnehmung stößt, die mit dieser kollidiert, weil die objektive Realität Grenzen für die Zielerreichung setzt und beide zusammen die Mittel als u.U. inadäquat oder illegitim machen.

      Wer sich die „Dekonstruktion der Zweigeschlechtlichkeit“ auf die Fahnen geschrieben hat, weil er die Akzeptanz von „Geschlechtervariabilität“ erreichen möchte, stößt an die (biologischen) Grenzen, die in dem Artikel beschrieben werden.
      Für wen es nur noch „Geschlechtsdarstellungen“ gibt, Geschlechter lediglich als soziale Konstruktionen, der wird unter der Fahne „Biologie-ist-kein-Schicksal!“ bestreiten, dass diese Grenzen existieren.

      Die Frage ist, wie damit umgegangen wird und die Ideologen haben sich entschieden, dass dann gefälscht werden muss, um ihr Ziel zu erreichen. D.h. es werden Studien fabriziert, um Intersex als Widerlegung des Geschlechtsdimorphismus zu verwenden, die das übliche feministische Spielchen betreiben: „Verwässere die Definition und blase die Zahlen auf!“

      Wenn man sein Ziel aber nur mit Selbstbetrug und Betrug am Publikum – also mit unmoralischen Mitteln – erreichen kann, dann kann an der Selbstwahrnehmung als (moralisch) „gut“ etwas fundamental nicht stimmen.
      Und mit dieser Fremdwahrnehmung müssen sich die Ideologen auseinandersetzen, weil wir sie damit konfrontieren werden.

      Das schöne an einer Demokratie ist, einer solchen Konfrontation kann man sich nur begrenzt entziehen, während in einer Diktatur jede Lüge einfach als Wahrheit gesetzt und diktatorisch durchgesetzt werden kann.

      • ^^ Das stimmt halt nur auf einer steril politologischen Ebene unter Ausblendung der psychologischen Realitäten.

        Ich habe nicht umsonst von der psychologischen Ebene gesprochen.

        Die psychologischen Prozesse sind sowohl in Demokratien als auch Diktaturen exakt gleich. Der Unterschied ist lediglich graduell. In Demokratien hat es die Wahrheit langfristig leichter als in Diktaturen. Aber selbst in Diktaturen setzt sie sich langfristig durch und kann nicht einfach so per Dekret verhindert werden.

        Darauf wollte ich hinaus.

        Wir haben auch in Demokratien mitunter erstaunlich totalitäre Zustände. Wäre die Sache so einfach, wie du insinuierst, könnte dieser ganze Gender-Scheiß nicht bereits Jahrzehnte existieren.

        Immunisierung ist auch in Demokratien möglich. Die Veränderung geschieht eher durch das Konzept „Aussterben“. Es wird also nicht explizit die Wahrheit wiederhergestellt und die ganzen Gender-Zombies gefeuert., sondern die Sache erledigt sich von selbst, da nachfolgende Generationen weniger verstrahlt sind.

        Politikwissenschaften, Soziologie, Ökonomie und Geschichtswissenschaften sind da meist ziemlich naiv und halten sich an irgendwelchen abstrakten Begriffen fest. Psychologisch läßt sich die Welt nicht so einfach aufteilen, wie das oben genannte Wissenschaften häufig tun.

        Im Bereich der Psychologie herrscht sowieso noch eine große Naivität, die man aber auf dieser Seite beheben kann: http://alice-miller.com/de

        • „Psychologisch läßt sich die Welt nicht so einfach aufteilen, wie das oben genannte Wissenschaften häufig tun.“

          Wer die „Dekonstruktion der Zweigeschlechtlichkeit“ betreiben will, hat die Hoffnung aufgegeben, dass sich im Rahmen eines Geschlechtsdimorphismus die Akzeptanz von variablen (im Grunde) Geschlechtscharakteren wird herstellen lassen.
          Es ist eine Mischung aus Depression, Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit und du und Alice müsst uns jetzt nur verraten, mit welchen Psycho-Tricks wir sie zum vorzeitigen verenden bringen, bzw. „vor der Zeit“ in stinkendes Aas verwandeln.

          Das sehe ich als deine primäre Aufgabe ab dem jetzigen Zeitpunkt an. 🙂

          • Was soll diese dumme Antwort?

            Und was soll die Antwort unten mit dem Hinweis auf „Ideologen“?

            Du bist offenbar nicht an einer ernsthaften Diskussion interessiert. Meine Argumente sind wohl zu überzeugend.

            Glaubt hier jemand ernsthaft, wir kriegen das Gender-Gedöns mit Argumenten weg?

            Es ist sinnvoll, die Wahrheit ins Netz oder in Bücher zu schreiben. Sie pflanzt sich dann langsam fort. Ich kann mir aber kaum vorstellen, daß einer der jetzigen Gender-Zombies irgendwann seinen Posten räumen muß, weil die Uni-Leitung sagt, daß Gender Quatsch ist.

            Das alles ist letztlich ein soziales Problem, das sich über den Generationenwandel löst.

      • PS:

        Und mit dieser Fremdwahrnehmung müssen sich die Ideologen auseinandersetzen, weil wir sie damit konfrontieren werden.

        Dieser Fremdwahrnehmung müssen sich auch Diktatoren stellen. Siehe Weißrußland.

        Und auch in Demokratien versuchen Politiker und andere alles, um sich der „Fremdwahrnehmung“ zu entziehen. (Antifeminismus = Frauenfeindlichkeit)

        Und auch Demokratien können „einstürzen“. Die zurecht angeführten Sicherungssysteme wie Rechtsstaat, Grundrechte etc. sind eben keine gegen alles gefeite Grundeinrichtung.

        Ähh, nein.

        Wenn Ideologen für sich selbst befinden, dass sie nur Gutes tun können, weil sie selber gut sind, dann legitimiert das weder ihr Ziel, noch die Mittel, um dieses Ziel zu erreichen.

        Diese Passage ist mir ein Rätsel, da ich nirgendwo etwas dergleichen behaupte.

    • @GbdAk pöbelt im Nebenthread rum, statt an Ort und Stelle zu antworten 🙂

      „Ökos denken: Früher plätscherte das Klima ganz stabil vor sich hin, und plötzlich HUIIIIIIII ändert es sich ganz extrem und bedrohlich. Deswegen auch die Bezeichnung „DER“ Klimawandel, so als singuläres Ereignis an das man glauben könne oder nicht. Das scheint auch dein Weltbild zu sein.“

      Das Ökos und ihre Medien so denken folgt daraus, dass sie die Frage ob es „den“ Klimawandel gebe, zur Streitfrage erheben. Wer weiß dass es den Klimawandel sowieso gibt und schon immer gab und niemand es bestreitet, würde das nicht tun.

      • „Das Ökos und ihre Medien so denken folgt daraus, dass sie die Frage ob es „den“ Klimawandel gebe, zur Streitfrage erheben. “

        Das stimmt so nicht ganz. „Der Hund hat wieder in meinen Garten geschissen!“ heißt auch auch nicht „Ein Hund – es gibt nur einen – hat wieder …“, sondern „Ein Hund – du weißt schon wer – hat wieder …“. Entsprechendes gilt für „den“ Klimawandel.
        Wenn allerdings immer nur von „dem“ Klimawandel die Rede ist, kann bei Leuten, die sich nicht auskennen, der Eindruck entstehen, dass es keinen natürlichen Klimawandel geben, d.h. ohne Menschen das Klima konstant wäre. Und bei Klimaskeptikern entsteht so natürlich der Eindruck, dass das Klima ohne Menschen von den Ökos für konstant gehalten wird.

      • Das Ökos und ihre Medien so denken folgt daraus, dass sie die Frage ob es „den“ Klimawandel gebe, zur Streitfrage erheben. Wer weiß dass es den Klimawandel sowieso gibt und schon immer gab und niemand es bestreitet, würde das nicht tun.

        Sprachlicher Purismus und Formalismus sind auch ein Kernbestandteil von Ideologien. Sehen wir gut an der Gendersprache. Aber auch an den obigen Äußerungen von Anorak, der auch auf Kritikpunkte nicht eingeht.

        Wenn wir von Gender-Sekte reden, sollten wir auch von der Klimaquerdenker-Sekte sprechen.

        Ich kann diese Klimakids übrigens auch nicht ab. Ich bin aber nicht so doof und leugne den anthropogenen Klimawandel und die Sinnhaftigkeit des Carbonausstiegs.

        • Man muß ehrlicherweise auch noch anfügen, wie unglaublich infantil diese „Strategie“ des sprachlichen Purismus von Anorak ist.

          Kein erwachsener Mensch konstruiert sich derartig dämlich eine Argumentationsgrundlage herbei.

          Aber aktuell scheint es hier mehrere Leute zu geben, die sich auf Biegen und Brechen alles zurechtdrehen.

          Sinnvolle Diskussionen sind nur möglich, wenn man die Standpunkte der anderen nicht verdreht und ernsthaft zu verstehen versucht. Da hapert es hier bei einigen.

  3. „Ein Mann kann nicht schwanger werden. Ein Mann hat weder Gebärmutter noch Eizellen.“ Vorischt, Leute, ein spanischer Politiker wurde für diese Aussage auf FB gesperrt. Ihr bewegt euch auf dünnem Eis……hohoho…..

  4. Echte Hermaphroditen, also zeitgleich zeugungs- und gebärfähig kann es beim Menschen konstruktionsbedingt nicht geben.

    Ansonsten rennt Marinov mit seinen Aussagen überall nur offene Türen ein. Es geht doch in den ganzen Diskussionen nicht um biologische Grundfunktionen sondern um soziale Interaktionen und Zuweisungen (insbesondere negative) von Verhaltens- und Erscheinungsmustern aufgrund biologischer Grundfunktionen und -Anlagen.

    • „Es geht doch in den ganzen Diskussionen nicht um biologische Grundfunktionen sondern um soziale Interaktionen und Zuweisungen (insbesondere negative) von Verhaltens- und Erscheinungsmustern aufgrund biologischer Grundfunktionen und -Anlagen.“

      Ja?

      Geht es nicht eher darum, dass Begriffe mit in der Biologie klar definierter Bedeutung nicht mehr in diesem Sinne verwendet werden sollen/dürfen?

      Für „Männer können nicht schwanger werden“ wäre, würden die biologisch fundierten Bedeutungsebenen akzeptiert werden, kein Cancel-Grund.
      Ist es aber.

      Da geht es nicht darum, dass „weiblich“ auch eine soziologische oder psychologische Bedeutungsebene hat.

      Die Perversion besteht m.E. darin, dass die soziologische und psychologische Bedeutungsbenen bei völliger Entkopplung von der biologischen völlig sinnlos werden.
      „Weiblich“ bedeutet dann eben rein gar nichts mehr.

      • „Geht es nicht eher darum, dass Begriffe mit in der Biologie klar definierter Bedeutung nicht mehr in diesem Sinne verwendet werden sollen/dürfen?“

        So ist es. Es soll ein Angst-Regime etabliert werden, um die links-grüne Weltordnung durchzusetzen. Frei nach Marx, Derrida, Foucault und Butler. Die Dekonstruktion der westlichen Zivilisation mit dem Ziel einer permanenten Revolution.

        • Man sollte nie vergessen, dass das konstituierende Element jedweden linken Denkens die Macht des Kollektivs über den Einzelnen ist. Sämtliche Gewissheit sollen zerstört werden. Die Vorgaben der linken Nomenklatura sollen der einzige Bezugspunkt der Menschen sein.

          • Bei der Nomenklatura ist eine Kategorisierung in „links“, „rechts“, „süßsauer“ oder „rauchig-scharf“ bedeutungslos. damit bedienst Du nur Deinen eigenen Fetisch 😉

            Und – wichtig – die Vorgaben sollen variabel sein um sie den Bedürfnissen der Nomenklatura entsprechend anpassen zu können. Ozeanien ist nicht im Krieg mit Eurasien, Ozeanien ist im Krieg mit Ostasien! – Um mal den genialen George Orwell zu zitieren.

        • Du hast echt nen Fetisch, Adrian. Die permanente Revolution war übrigens Trotz. Du musst deine Liste der unvereinbaren erweitern! 🙂

          • Ich fand „Die Dekonstruktion der westlichen Zivilisation mit dem Ziel einer permanenten Revolution.“ schon „süßsauer“ bis „rauchig-scharf“, um Peter zu zitieren. 🙂

            Das ist zwar nett, aber diese Irren wollen einfach nur einen Job in einer (zukünftigen) Bürokratie, die sich um ihre Anliegen/Hirnfürze primär kümmert und dafür ordentlich (von den „Unterdrückern“) bezahlt werden.
            Seit den Erschütterungen, die 2008 hervorgerufen hat ist ein Job bei dem Staat, der für die „institutionelle“ und „strukturelle“ Dingens, ähhhh, „Unterdrückung“ verantwortlich ist überaus attraktiv geworden.
            Für das Akademiat der Lumpen.

  5. Zitat: „Echte Hermaphroditen, also zeitgleich zeugungs- und gebärfähig kann es beim Menschen konstruktionsbedingt nicht geben.“

    Also ist es für das Geschlecht unabdingbar zeugungsfähig zu sein?
    Vorpubertäre Kinder und Frauen im Klimakterium haben demnach kein Geschlecht, weil nicht zeugungsfähig?

    Gilt Klonen eigentlich auch als Fortpflanzung? Bekommt also der zeugungsunfähige und daher geschlechtslose Hermaphrodit ein Geschlecht wenn er sich klont?
    Falls solche technischen Hilfen nicht erlaubt sind: Gilt das dann auch für Hebammen? Dass also nur ein Geschlecht haben kann wer ohne Hebamme zur Welt kam?

    Fragen über Fragen.

      • Aber ich finde, die Frage von „Alter Freund“ ist durchaus berechtigt, wenngleich sie rhetorisch erscheinen mag, und sie richtet sich an alle, die Geschlecht ERNSTHAFT AUSSCHLIEßLICH an Zeugungs-/Gebärfähigkeit festmachen.

    • Von Hermaphroditen zu Kindern – da hast Du aber einen ziemlich großen Gedankensprung gemacht.

      Im übrigen: Ja, in der Tat. Die reine Lehre sieht das biologische Geschlecht zwingend im Kontext der Fortpflanzung. Daher sind Präpubertäre quasi geschlechtslos.

      Das hat sich sogar in unserer Sprache eingeprägt: Die Frau – Das Mädchen. Der Mann – Das Bürschchen oder allgemein: Das Kind. Und der Beginn der Geschlechtsreife wird (übrigens über alle Kulturen quer über den Globus) als Übergang gewürdigt/gefeiert/zelebriert.

      Klonen gilt nicht als Fortpflanzung. Sondern als Produktion mehrerer Individuen mit identischem Erbgut. Eine Zellteilung wird ja auch nicht als Fortpflanzung betrachtet. Etwas unschärfer wird es bei der parthenogenetischen Vermehrung, da diese auf einer Gonade aufsetzt (benötigt).

      Generell würde ich es so formulieren: Ungeschlechtliche oder asexuelle Reproduktion mit Erhöhung der Individuenzahl wird Vermehrung genannt, geschlechtliche Reproduktion wird Fortpflanzung genannt.

        • Können sie sich prinzipiell geschlechtlich fortpflanzen? Eben! Also sind nach der reinen Lehre auch Menschen mit angeborenen Ovarien geschlechtslos, wenn diese nicht (mehr) funktionieren.

          BTW: Die reine Lehre wird wegen der Komplexität und der unscharfen Bestimmbarkeit in der sozialen Realität weitgehend von dem „Hebammengeschlecht“, also der Fremdzuweisung nach Anschein, überlagert.

  6. Spahn wollte nicht funktionstüchtige Masken im Kaufwert von 1Mrd€, die nach einem ca. 2-monatigem Aussetzer zu Anfang der Pandemie – wo andrerseits noch allerhand Material aus D in verschiedene Länder verschenkt wurde – dann plötzlich eiligst in China bestellt wurden, an Hartz4-Empfänger, Obdachlose und Behinderte verteilen.

    Ob das was mit dem Denken vom unwerten Leben zu tun hat?

  7. Pingback: Marinov „Beim Menschen ist das Geschlecht binär und unveränderlich“: Der bevorstehende Kampf (Teil 5) | Alles Evolution

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