Wie attraktiv sind Kindergärtner für Frauen als Partner?

Arne hat einen interessanten Leserbrief bekommen, den ich einfach mal klaue:

Hallo Arne,

hier ein interessanter Artikel über Männer in der KiTa.

Einer meiner Freunde macht diesen Job und hat primär diese Probleme:

Die Kolleginnen trauen ihm nichts zu, er erfährt auch häufig Mobbing durch Kolleginnen und Vorgesetzte (w).

Bei der Partnerinnensuche ist er recht erfolglos. Für die Damen ist sein Status zu tief; sie finden das zwar „süss“, aber eine Beziehung mit ihm möchten sie nicht. Da ist ihnen der Mann mit einem „guten“ Job doch lieber.

Für Punkt 2 gibt es meiner Meinung nach folgenden Gründe:

Frauen suchen in der Regel einem Mann, der mehr verdient als sie, damit ist mein Freund heute bei mindesten 80% der Frauen schon mal draussen.

Frauen möchten, dass der Mann so viel verdient, dass sie in ihrem Job maximal 50% arbeiten müssen, sobald Kinder da sind. Damit sind weitere 19% draussen. Bleibt ein ganz kleiner Rest, den er zuerst mal kennen lernen muss.

Wir hatten mal in Tinder eine Anzeige mit folgendem Text aufgegeben:

„Kleinkinderzieher sucht karrierebewusste Frau mit Kinderwunsch. Du machst Karriere, ich halte Dir zuhause die Rücken frei.“

Rückmeldungen nach drei Wochen: Null, wirklich null. Er ist sportlich und sieht anständig aus. Auch das war im Tinderprofil ersichtlich.

Kindergärtner wären bei feministischer Betrachtung tatsächlich ideale Partner für jede Karrierefrau. Sie sind bei der Kinderbertreuung vom Fach, sie können keine große Karriere machen, so dass es sich eher lohnt, wenn er ihr den Rücken freihält, sie dürften auch meisten liebe und nette Männer sein, die vergleichsweise wenig „Toxische Männlichkeit“ transportieren. 

In Debatten über die Karriere führe ich auch gerne an, dass die Frauen auf dem Karriereweg ja gar nicht aussetzen müssen, sondern sich einen Kindergärtner als perfekte Ergänzung suchen können. Erstaunlicherweise kommt da meist eher keine positive Reaktion, eher der Hinweis darauf, dass Frauen eben eher einen „gleichwertigen“ Partner wollen, trotz all meiner Hinweise wie karriereschädlich das sein kann. 

Aus evolutionärer Sicht würde ich dem Leserbrief zustimmen, dass der Job insoweit auf dem Partnermarkt wenig Status darstellt. Was nicht bedeutet, dass nicht bestimmte Frauen sich schlicht in die Person verlieben oder eben eine „männlichere Einstellung“ haben. 

Das wie im verlinkten Artikel dargelegt die Stellen häufig Teilzeitstellen sind macht es in der Hinsicht auch nicht attraktiver. 

76 Gedanken zu “Wie attraktiv sind Kindergärtner für Frauen als Partner?

  1. Zitat: „Habe vor sieben oder acht Jahren nach einem Weinabend mit Freunden in Vorbereitung auf den nächsten drei Heiratsannoncen aufgegeben. Die erste als intellektuelle Schöngeist, Spiegel-Leser und Mozartliebhaber, die zweite als treusorgender Hausmann, der nichts mehr liebt als die Kinder und den Haushalt, und eine dritte als Macho nach dem Motto ‚mein Haus, mein Auto, meine Rolex, mein Schwanz‘. Auf die erste Annonce haben wir keine Antwort bekommen, auf die zweite eine und auf die dritte Anzeige 32! Das hatten wir zwar erwartet, aber dass es so krass sein würde, dann doch nicht. Die Antworten haben wir dann beim nächsten Weinaben vorgelesen. Das war fast noch lustiger als Musikantenstadl ohne Ton.“

    • Wesentlich spannender: Frauen sagen damit, dass der Partner, der dem anderen den Rücken freihält, NICHT gleichwertig ist.

      So viel zur ach so wertigen, unbezahlten Care Arbeit.

      • „So viel zur ach so wertigen, unbezahlten Care Arbeit.“
        Die sehr viele Ehemänner ganz selbstverständlich finanzieren und die mit Sicherheit wissen, was sie an ihren Ehefrauen haben. Über die Probleme, die Mönner haben, wenn sie sich in den femininen Status der Partnerschaft bewegen, wird kaum berichtet. Dem Herrn Ingeniör ist nix zu schwör, dass war mal, denn auch dieser wird bei der Umverteilung der Rollen mit Hindernissen zu kämpfen haben.
        Ich bin sehr dafür, dass Familienangehörige, die die Pflege von (Kindern)/Alten übernehmen Unterstützung bzw. Vorteile vom Staat erhalten, sei es konkrete Zahlunge wie Kindergeld oder freie Kitaplätze, dann halt auch für die Pflege von Eltern. Ich kenne mich nicht im Detail aus, aber es scheint auch schon steuerlich einiges zu geben.

        Letztendlich zeigt es sich aber auch hier, wie blind und einfältig die feministische Dauerempörung gegenüber den realen Gegenbenheiten ist.

        Feminismus ist Hass auf Andersdenkende, der nur mit massiver Hetze durch den ÖRR und unkritische Medien möglich ist.

    • @ Uepsi

      „Die Wertigkeit als Partner leitet sich vom Einkommen ab?“

      Man könnte diese Aussage auf die Personen, die so reden, gar noch böser interpretieren. Betrachtet man, wie oft Frauen, die einen „gleichwertigen“ Partner suchen, am Ende mit einem Partner mit erheblich höherem Einkommen als sie liiert sind, könnte man daraus den Schluss ziehen: solche Frauen betrachten nicht alleine das Einkommen an sich als Wertigkeitskriterium, sonst müssten sie ja stets auf weitgehende Einkommensgleichheit achten. Vielmehr dürfte da der gruppennarzisstische Gedanke mit reinspielen, dass Frauen ihre Wertigkeit, gar ihren Mehrwert alleine schon aufgrund ihrer Person, vor allem ihrer Universalkompetenz „Frau Sein“ beziehen und ein Mann entsprechend erst einmal seinen Minderwert durch ein entsprechend gutes Einkommen ausgleichen muss, um von ihr eventuell als akzeptabel wahrgenommen zu werden.

      Man muss sich, wie bei so vielem, aber immer vergegenwärtigen, dass nicht alle Frauen so ticken und nur relativ wenige tatsächlich derart fundamental narzisstisch drauf sind.

      • @Billy,
        „dass nicht alle Frauen so ticken “

        Sicher nicht „alle“, aber die Mehrheit oder die Minderheit?

        Da ich an allen Ecken und Enden im Blätterwald und Blogs erstaunte bis verzweifelte Ausrufe lese, die „Aber früher hat Frau-sein doch immer gereicht?!?“ als Tenor haben, neige ich zum Schluss „Mehrheit“.

        Der Ausgangspunkt aller Frauen ist: „Ich kann Kinder kriegen und was kannst du?“

        Einige schaffen es, ihre Persönlichkeit darüber hinaus zu entwickeln.

        Aber längst nicht alle.

        • -Der Ausgangspunkt aller Frauen ist: „Ich kann Kinder kriegen und was kannst du?“-
          Irrtum ! kann sie nicht !
          Sie kann Kinder gemacht bekommen, ohne Mann oder wenigstens Sperma läuft da gar nichts, da vertrocknet sie einfach.
          Kinder kriegen können, einfach so, ist Parthenogenese, Blattläusinnen können so was zum Beispiel.
          Vielleicht ist das ja tiefenpsychologisch eine Erklärung, für den Männerhass den nicht wenige Frauen, zum Glück aber nicht alle entwickeln, das es sie ankotzt in einem ganz zentralen Punkt ihres arroganten Selbstverständnisses, ihres Frauseins, dem Kinder bekommen, von der Natur so ungeschminkt ihre Abhängigkeit von Männern auf*s Tablett serviert zu bekommen. Bei allen anderen Dingen, wie schwerer schmutziger Arbeit usw. können sie sich diese Abhängigkeit noch irgendwie weghaluzinieren,
          Beim schwanger werden geht das nicht.

          • „ohne Mann oder wenigstens Sperma läuft da gar nichts,“

            Solange es an jeder Hausecke Männer gibt, die der Frau Geld geben würden, wenn diese nur ihr Speema nutzen würde, scheint mir das keine allzu schwerwiegende Einschränkung.

            Im Gegenteil: Gerade der Sperma“handel“ („Nimm einen Teelöffel von meinem Sperma und du bekommst einen Schrank mit Kleidern, ein Haus und eine lebenslange Rente dazu“) ist der Grund dafür, dass Frau-sein scheinbar immer gereicht hat.

            Die Empörung entsteht, wenn es für den Erfolg im Berufsleben (= Kleiderschrank, Haus, lebenslange Rente) NICHT reicht, einfach ein paar TL Sperma anzunehmen, sondern auch von Frau erwartet wird zu keuln wie ein Mann.

            Die Erkenntnis, dass auch im privaten Bereich, wo viele Frauen verbissen um wenige Männer konkurrieren, mehr vonnöten ist als „ich bin weiblich“, um einen der begehrten Männer rumzukiriegen, wird sich auch irgendwann rumsprechen.

        • Dazu passend mein Lieblingszitat aus meinem Lieblingsbuch meiner Lieblingsfeministin:

          „Eine Frau hat, im Gegensatz zu einem Mann, während ihrer Pubertät die Option für den Rest ihres Lebens auf ihrem gegenwärtigen Niveau zu verbleiben“

      • Die Münchner Stadtregierung wirbt um männliche Kindergärtner, aber auf den Werbeplaketen verpasst sie diesen einen Rock und viel rosa und lila Farbe. Die Botschaft scheint zu sein, dass solche Männer gar keine seien. Im Effekt werden Männer abgeschreckt und vielleicht gar Pädophile gelockt. Die Stadt kümmert sich um diese Aspekte nicht sondern signalisiert nur ein weiteres mal ihre bunte Gesinnung, derzufolge die Welt vielfältig ist, weil alle Unterschiede belanglos sind.

      • Fruchtbare Frauen haben einen Wert, wohingegen Männer diesen Wert erst noch beweisen müssen. Das ist doch eine anthropologische Grundbedingung.

        • Daher ja auch der Frust der nicht-mehr-fruchtbaren Frauen, die glauben *benachteiligt* zu werden, weil sie ansatzweise wie Männer behandelt werden indem sie nicht mehr so viel geschenkt bekommen (wie damals), sondern nützlich sein und was leisten müssen, um was zu bekommen.

  2. Ist natürlich Quatsch. Kindergärtner sind keine netten Männer, sondern alles nur Pädophile die sich an die Kinder ranmachen wollen.
    Das könnte dann auch ein Problem in der Kita sein. Kolleginnen und Vorgesetztinnen trauen ihnen zwar nichts zu (im positiven Sinne), so etwas dann aber durchaus. Viele Eltern übrigens auch. Und daraus wird dann auch gerne mal Mobbing.

    Es gibt allerdings mittlerweile durchaus einige Männer, die sich solchen Vorverurteilungen aussetzen und den Beruf des Erziehers ergreifen zum ergriffen haben. Bisher habe ich allerdings noch nie gefragt, wie viel Erfolg sie bei Frauen haben.

    Ich weiß allerdings von einem Freund, dass der lieber in den Bereich Jugenderziehung bzw. -pflege gegangen ist, weil er keine Lust auf solche Vorwürfe hatte.

    • Folgendes weiß ich zu berichten:
      Studiengang Frühkindliche Erziehung an einer Pädagogischen Hochschule. N=50.
      Von diesen 50 sind 5 Männer. ALLE diese Männer berichten im Studium von Anfeindungen und unbegründeten Verdächtigungen seitens Kolleginnen und Eltern der Kleinkinder. Seitens Professorenschaft werden Seminare angeboten, wie man(n) damit umgehen kann. Trotzdem geben 2 von 5 auf und brechen das Studium ab. Auch innerhalb des Studiengangs werden die Männer von ihren Mitstudentinnen angefeindet.
      Ich kann nicht sagen wo und wann das passierte (Schutz meiner Person), aber ich weiß, dass bis heute wenig dagegen getan wird.

      Aus aktuellem Anlass auch hier nachzulesen:

      https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/missbrauchsvorwuerfe-kita-koblenz-hass-kommentare-gegen-erzieher-100.html
      Erzieher aus Koblenz: „Der Hass im Internet hat mein Leben zerstört“

      • „Ich kann nicht sagen wo und wann das passierte (Schutz meiner Person), aber ich weiß, dass bis heute wenig dagegen getan wird.“

        Natürlich nicht, denn es ist ja viel wichtiger, etwas gegen den von Nerds ausgehenden Frauenhass zu unternehmen, welcher Frauen nach wie vor davon abhält, im Informatikbereich Fuß zu fassen. Oh ja, diese Nerd, jeder der ein Bild von ihnen hat, kann sich vorstellen, zu was für Bestien diese werden können, wenn sich ein weibliches Wesen wagt, auch nur daran zu denken, in ihre Domäne vorzustoßen… 😀

        Man, leben wir in einer kaputten, verdrehten Gesellschaft… 😦

        • Zu der Zeit gab es eine Aufkleber, der gerne die Runde machte und auf alles geklebt wurde, was sich bekleben lässt: „sexistische Kackscheiße“. Ausgefertigt in knallbunten Farben, war die feministische Hochschulschaft damit ausgestatte und trieb damit ihr Unwesen. Widerspruch zwecklos, was nicht gefiel, war ganz schnell sexistisch. Klar, dass über die Probleme im Studienfach Frühkindliche Erziehung kein Aufkleber passte.

          Ich hätte heute gerne einen solchen Aufkleber: „feministische Kackscheiße“ in knallbunten Farben und mit Herzchen. Wenn sich ein Blogger findet, der das machen würde: ich kaufe für 100€ Aufkleber. Es gibt auch so Industrieaufkleber von der Rolle, würde mir echt gefallen. Weiß jemand wo man die im Ausland (würde ich aktuell nicht in D bestellen) drucken lassen kann? A oder CH?

          • Ich verkaufe dir nen Drucker und sehr viele Aufkleber dazu für 100 Euro. Format dürfte so 60×70 sein. Erinnere mich daran, wenn du Interesse hast.

  3. M.M.n. DAS Tabuthema in der frauengeführten Geschlechterdebatte. Die Hypergamie der Frau erklärt warum Männer sich ihren Beruf nach Gehalt aussuchen und daher in gut bezahlten Berufen eher Männern zu finden sind, sie erklärt warum die besser bezahlten Führungspositionen eher mit Männern besetzt sind, warum Männer versuchen Status aufzubauen, in dem sie nach vorne drängen, auffallen wollen, Prestige-Positionen anstreben und daher auch in öffentlichen Diskussionen öfter zu sehen sind.

    Aber das wollen Frauen ja nicht zugeben. Für sie zählen ja die inneren Werte! Die Erklärung für diese gesellschaftlichen Unterschiede muss in bösen Absichten der Männer liegen, einer weltweiten Verschwörung namens Patriarchat, mit dem Ziel Frauen klein zu halten.

    Dabei ist sehr viel was Männer tun nur darauf ausgelegt bei Frauen attraktiver zu werden.

  4. Also aus meiner persönlichen Erfahrung mit Tinder ist dieser „Versuch“ wertlos. Zum einen wissen wir nichts über die Tindernutzung während des Versuchs, zum anderen gab es auch Experimente wo man geschrieben hat ein verurteilter Sexualstraftäter zu sein und trotzdem jede Menge Zuschriften bekam, einfach weil der Typ heiß aussieht.
    Und „Sportlich und Anständig“ sehen sehr viele bei Tinder aus. Das ist kein Merkmal welches heraussticht, vor allem da viele Frauen den Text erst gar nicht lesen bevor sie swipen. Da sind sie wie Männer. Deswegen braucht man bei Tinder immer einen Eyecatcher.
    Ich sehe ziemlich oft Kindergärtner im Berufsleben, auch männliche sind gar nicht soooo selten (Berlin halt). Ich werde mal gucken ob ich einige dieser Jungs frage ob sie Partner haben.
    Übrigens verdienen Kindergärtner normalerweise deutlich besser als viele Handwerker bei ähnlicher Arbeitserfahrung. Ein Installateur verdient oft auch nicht mehr als 11 € Stundenlohn, obwohl die Arbeit begehrt wie nie ist und kaum Nachwuchs nachkommt.

    • „Übrigens verdienen Kindergärtner normalerweise deutlich besser als viele Handwerker bei ähnlicher Arbeitserfahrung. “

      Das wird nur in den Medien und der Politik völlig anders dargestellt. Bin mir nicht sicher ob das vielen überhaupt bewusst ist.

      • „Das wird nur in den Medien und der Politik völlig anders dargestellt. Bin mir nicht sicher ob das vielen überhaupt bewusst ist.“
        Nein, denn die sehen nur den Handwerksmeister der meist gut verdient.

        • In den Medien wird zielgerichtet die Unwahrheit geschrieben; um so höher der Frauenanteil in der Branche, desto eher kannst du davon ausgehen, dass mit Lügen, Halbwahrheiten und Verdrehungen gearbeitet wird.

          Bei den Löhnen für „Pflegekräfte“ sieht man das besonders deutlich. Denn vermanscht wird erstens Pfleger, Pflegehelfer und Pflegehilfskraft – nur für die ersten ist eine dreijährige Ausbildung Pflicht. Bei den anderen beschränkt sich die theoretische Ausbildung auf ein bis drei Monate plus Praktika.

          Zweitens, Fachkräfte in der Altenpflege haben 2017 2855 Euro brutto im Monat verdient, das sind 17,84 pro Stunde bei einer 40-Stunden Woche – aber in Westdeutschland.
          In Ostdeutschland waren es 500 Euro (!) pro Monat weniger, bzw. 14,73 Euro pro Stunde. Hier stimmt es endlich mal: Für die gleiche Arbeit.
          Hilfskräfte verdienten 11,05 Euro (West), bzw. 10,55 Euro (Ost) und gefordert wird ein Mindestlohn von 14 Euro die Stunde.

          Hier kann man drittens grundsätzlich hinterfragen, wieso gibt es solche regionalen Unterschiede der Vergütung, wenn der von uns zu zahlende Pflegeversicherungsanteil bundesweit identisch ist?!

          Man sollte also aufpassen und sich keinen Bären aufbinden lassen.
          Auch das Gerede von den „ausgebeuteten Migrantinnen in der Pflege“ ist Käse, denn sie haben keinerlei Probleme, im Osten generell für die gleiche Arbeit weniger zu bezahlen.

          • Guter Kommentar der auch mal wieder schön zeigt, dass die Medien und der Feminismus eben nicht links sind, sondern weiblich. Kapitalismus oder Kommunismus ist egal, Hauptsache die Frau profitiert optimal. Es geht beim Feminismus NUR um die Frau.

          • @ crumar

            Danke für die Ausführungen.

            Dieses medial und politisch orchestrierte Dauerlamento geht mir auch schon lange extrem auf den Puffer. Und ja, der Frauenanteil ist ein erkennbar wesentlicher Faktor der Beimessung dieser Aufmerksamkeit. Das wurde gerade erst die letzten 13 bis 14 Monate überdeutlich. Dass infolge peinlich trotziger „jetzt zeigen wir es euch mal“-Politik der EU auf der britischen Insel zig Tausende LKW-Fahrer über die Weihnachtstage festsaßen und nicht zu ihren Familien konnten, war da nur mal ein in Nebensätzen erwähnter Aspekt; traf ja auch zu ca. 100 % nur Männer. Aber gleichzeitig wird medial und politisch seit Beginn der Pandemie der nimmer endende Heldenepos von den die Gesellschaft am Laufen haltenden Frauen gesungen. Und genau das klappt NUR, indem man jeden Beruf, nur weil dort überwiegend Frauen arbeiten, schon aufgrund dieses einen Fakts als ganz besonders wichtig darstellt.

            Und wenn dort, wie üblich, die heldenhaften Erzieherinnen völlig selbstverständlich mitgenannt wurden, hätte ich jedes Mal im Strahl kotzen können. Das sind nämlich die Heldinnen, deren Tätigkeit in der ganzen Zeit erheblich zurückgefahren wurde. Nicht wenige waren monatelang von der Arbeit freigestellt, was für Angestellte im öffentlichen Dienst heißt: zusätzlicher Urlaub bei vollem Lohnausgleich. Nur mal zum Vergleich die freie Wirtschaft: wer da von seinem Arbeitgeber zu 100 % in die Kurzarbeit geschickt wurde, durfte erst einmal gucken, wie er für die Zeit mit 60 % (ohne Kinder) oder 67 % (mit Kindern) seines durchschnittlichen Nettos über die Runden kommen soll. Und das ganz nebenbei bei einem nicht gerade kleinen Teil der in der freien Wirtschaft abhängig Lohnbeschäftigten von einem Netto, welches ohnehin schon – teils deutlich – unter dem von Erziehern liegt.

            Ich bin mir ziemlich sicher, dass es kein Versehen ist, dass bei den medialen Daueropferinszenierungen von Pflegern und Erziehern niemals konkrete Beträge genannt werden, sondern immer nur pauschal darüber gejammert wird, wie schlecht diese bezahlt würden. Denn würde man mal Butter bei die Fische geben, das wissen selbst unsere „journalistischen“ Tastaturvergewaltiger, trotz ihrer endemische Blödheit, würden sich sicherlich zwei Drittel der abhängig Lohnbeschäftigten aus der freien Wirtschaft unvermittelt verarscht fühlen und sich beim Blick auf die eigene Gehaltsabrechung die Frage stellen: „Verdammt, worüber jammern die da eigentlich???“

            Es bedarf eigentlich nur weniger Minuten Recherche, um zu erkennen, wie hochnotpeinlich und verlogen diese ganze Opferfrauenjammerpropaganda ist. Umso erschreckender, dass sie dennoch so gut funktioniert und die Vorstellung von den am Hungertuch nagenden Pflegerinnen und Erzieherinnen regelrecht zum gesellschaftlichen „Grundwissen“ geronnen ist.

          • „Hier kann man drittens grundsätzlich hinterfragen, wieso gibt es solche regionalen Unterschiede der Vergütung, wenn der von uns zu zahlende Pflegeversicherungsanteil bundesweit identisch ist?!“

            Das ist ein Überbleibsel der Wiedervereinigung. Damals waren Tariflöhne in Ostdeutschland deutlich niedriger als im Westen, mit der Begründung dass die Produktivität in Ostdeutschland geringer war. Das stimmte damals sicher in der Fläche, wenn auch nicht in jedem Einzelfall.

            Inzwischen sind wir 30 Jahre später, die damalige Begründung ist weitgehend gegenstandslos. Aber Interessen sind natürlich hartnäckig, und neoliberal gefärbte Journalisten sind nicht am Thema interessiert. Im Gegenteil, die haben noch vor wenigen Jahren für Lohnsenkungen getrommelt.

          • @ anorak2

            Das Witzige ist ja, dass sich eben diese „Journalisten“ selbst in der Regel als voll krass links sehen. Dabei haben sie sich aber mit all dieser „linken“ Identitätspolitik so sehr die Augen verkleistert, dass sie gar nicht mehr im Stande sind, noch tatsächliche Problemlagen und Ungerechtigkeiten aus klassischer, WIRKLICH linker Position bewerten, ja überhaupt noch sehen zu können. Fragt sich noch jemand, warum ich diese ganze Ideologie gerne als „hirnsedierend“ bezeichne…? 😉

            Häufiger wurden meines Wissens als Begründung die geringeren Lebenshaltungskosten im Osten benannt; die Produktivität hätte wohl kaum die ganzen Arbeitnehmer längerfristig überzeugt, denn auf diesen Faktor hatten sie selbst kaum Einfluss. Die geringere Produktivität hatte ja nicht zuvorderst damit zu tun, dass die Leute da alle faul waren und entsprechend weniger arbeiteten, als die im Westen, sondern das lag vor allem daran, dass die Betriebe im Osten vom technischen Stand her, gemessen am westlichen Standard, locker zwei bis drei Jahrzehnte hintendran waren.

            Das mit den Lebenshaltungskosten ist aber auch schon lange, seeehr lange nur noch ein Märchen. In einer ostdeutschen Stadt ist das Leben nicht pauschal billiger, als in einer vergleichbaren westdeutschen. Aber das Leben in einer ostdeutschen Stadt ist in der Regel weit teurer als das Leben irgendwo in einer ländlichen Pampa am Arsch der Welt – und zwar egal ob Ost oder West. Würde man das Argument der Lebenshaltungskosten als Begründung für unterschiedliche Entlohnung logisch konsequent umsetzen wollen, so müssten Tarifverträge unzählige Gehaltsgruppen definieren, in die Menschen jederzeit aufgrund ihres persönlichen aktuellen Wohnsitzes ein- und bei Umzug umgruppiert werden. Was, das erscheint lächerlich? Nun, die Unterscheidung zwischen Ost- und Westgehältern ist auch kein Deut weniger lächerlich und vor dem Hintergrund der Lebenswirklichkeiten zudem schon lange schreiend ungerecht. Wir haben uns nur viel mehr daran gewöhnt, so dass es uns nicht derart albern erscheint, wie ein wohnortabhängig ausgestalteter Tarifvertrag wie eben beschrieben.

          • „bei den medialen Daueropferinszenierungen von Pflegern und Erziehern niemals konkrete Beträge genannt werden, sondern immer nur pauschal darüber gejammert wird, wie schlecht diese bezahlt würden.“

            Ich bin mir sicher das sie da auch Teilzeit-Pflegkräfte mit Vollzeit-Handwerker/Facharbeiter vergleichen. Da sind sie völlig schamlos.

          • @ Matze

            Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch nur über diesen Trick, Teilzeit und Vollzeit undifferenziert in einen Topf zu werfen, erreicht wir, dass von prekärer Arbeit „vor allem Frauen“ betroffen sind. Da wird auch gerne unterschlagen, dass Frauen vor allem deshalb „stärker von prekärer Arbeit betroffen“ sind, weil sie weit häufiger in Teilzeit arbeiten und allein dadurch in ihren Monatseinkünften als „prekär Beschäftigte“ in den Statistiken auftauchen. Das verkennt natürlich, dass viele dieser Frauen bei Weitem nicht infolge ihrer Einkünfte auch in prekären Verhältnissen leben, weil sie einen Partner haben, der genug Geld herbeischafft, dass sie sich ohne Probleme ihre „prekäre Beschäftigung“ leisten, sie sich diese gar selbst genau so ausgesucht und gewünscht haben als kleines Zubrot oder als „Taschengeldaufbesserung“.

            Dieses künstliche nach vorne Stellen der armen, armen Opferfrauen als auch von prekärer Beschäftigung Hauptbetroffenen verdeckt die Lebensrealität, dass prekär beschäftigte Männer a) sich dies in weit geringerer Zahl so ausgesucht haben und aus der Not heraus diese Beschäftigung annahmen und b) auch weit häufiger als prekär beschäftigte Frauen dann tatsächlich in prekären Verhältnissen leben, weil sie nicht annähernd vergleichbar oft einen Partner haben, der ihnen ihr geringes Einkommen ausgleicht.

            Böse könnte man als Faustformal verwenden: prekär beschäftigte Frauen sind aus freien Stücken prekär beschäftigt, weil sie meist einen gut verdienenden Partner haben. Prekär beschäftigte Männer sind meist Single…

          • Zum dem Thema passt ein Bericht diese Woche auf RTL über Verkäuferinnen. Es wurden in dem Bericht bei der Vorstellung ihre Nettogehälter eingeblendet, 1100-1300 Euro, ohne die Arbeitszeit mit anzugeben.

            Interessant auch die charakterlichen Unterschiede zweier Verkäuferinnen. Die eine sollte (vorgeblich) wegen einer Lappalie gefeuert werden, hat sich vor dem Arbeitsgericht erstritten, ihre Stelle behalten zu dürfen, und kämpft seitdem im Betriebsrat für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, hat schon etlichen Kollegen zu mehr Geld verholfen, die von ihrer Firma um Lohnerhöhungen betrogen wurden. Vorbildlich.

            Die andere, jünger, vielleicht Ende 20, jammert auf Twitter, dass der Arbeitsminister mal was machen müsse. *facepalm*

            @Billy Coen

            Der Begriff „freie Wirtschaft“ triggert mich immer. Er suggeriert, Unternehmen der öffentlichen Hand seien unfrei und damit implizit „böse“. „Freie Wirtschaft“ ist für mich ein neoliberaler Propagandabegriff. Man sollte stattdessen „Privatwirtschaft“ sagen. (Ich will ja nicht den Sprachblockwart geben, aber… ist wie mit „geschlechtergerechte Sprache“ und „geschlechterbetonende Sprache“)

          • @ Renton

            Zu den Damen: ich befürchte aber, dass bei der ersten Dame die Berichterstattung auch eher unterkomplex blieb. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben soll, als Betriebsrätin höhere Gehälter erstritten zu haben, denn das Eingreifen in Verträge und Tarife liegt außerhalb betriebsverfassungsrechtlicher Mitbestimmungsmöglichkeiten. Betriebsräte sind ausdrücklich KEINE Tarifpartei. Das geht nur als Individuum oder über Gewerkschaften. Also entweder gab es da andere Hintergründe, die im Beitrag verfälschend verkürzt wurden oder der Arbeitgeber war so nett – was die beschriebene Vorgeschichte eher nicht nahelegt – oder so dusselig, sich mit seinem Betriebsrat auf Tarifverhandlungen einzulassen. Freiwillig geht natürlich alles, eine so zustande gekommene Betriebsvereinbarung kann aber auch vom Arbeitgeber jederzeit ersatzlos gekündigt werden.

            Zu freie contra private Wirtschaft: Wenn dich das triggert, versuche ich gerne, da mein Wording im Zaum zu halten. Ich habe selbst das aber nie als wertend empfunden, so als würde damit automatisch die öffentliche Hand als „unfrei“ dargestellt. Für die Arbeitnehmer ist wohl in der Regel gar oft eher das Gegenteil der Fall, denn der öffentliche Dienst gilt bekanntlich nicht gerade als der schlechteste Arbeitgeber, schon alleine aufgrund der relativen Sicherheit des Arbeitsplatzes. Jede Firma, egal wie winzig oder riesig, kann jederzeit in wirtschaftliche Schieflage geraten und unter Umständen pleite gehen. Behörden etc. tun das eher seltener…

            Ich interpretiere den Begriff deshalb auch eher als eine Tätigkeit innerhalb des FREIEN Marktes, welcher die öffentliche Hand nun mal zweifelsohne nicht nachgeht.

          • @alle vorher

            „Wir haben uns nur viel mehr daran gewöhnt, so dass es uns nicht derart albern erscheint, wie ein wohnortabhängig ausgestalteter Tarifvertrag wie eben beschrieben.“

            Man braucht doch nur zynisch sein – um so mehr Frauen im Osten erwerbstätig sind, desto höher ist der Gender Pay Gap bei gleicher Arbeitszeit.
            Wenn es völlig legal ist, dass die Pflegekraft im Osten für Vollzeit 18% weniger erhält als die im Westen, besteht der „unbereinigte“ Anteil des „GPG“ zu einem riesigen Anteil nicht aus „Gender“.
            Dann ist die mediale Diskussion über die Gruppe „Frau“ nur der Tarnmantel für die 30 Jahre nach der Wende immer noch ungleichen Lebensverhältnisse in Ost und West und die entstehen via ungleiche Löhne. Das Gequatsche um den einen Umstand ermöglicht das Schweigen über die tatsächliche Realität.

            „Damals waren Tariflöhne in Ostdeutschland deutlich niedriger als im Westen, mit der Begründung dass die Produktivität in Ostdeutschland geringer war.“

            Wie funktioniert in der „Dienstleistungsgesellschaft“ denn eine Steigerung der „Produktivität“ in der Pflege? Doch nur durch Arbeitszeitverdichtung, indem du den Personalschlüssel nach oben drehst oder die Arbeitszeit verlängerst.
            Beides hat mit dem gängigen Verständnis von Produktivität überhaupt nichts zu tun.
            Das war ein billiger Trick, um die Löhne allgemein nach unten zu drehen und einer ganzen Region Niedriglöhne aufzudrücken. Gab es die prophezeiten „blühenden Landschaften“ durch diese Lohnkonkurrenz? Eher nicht.

            „Böse könnte man als Faustformal verwenden: prekär beschäftigte Frauen sind aus freien Stücken prekär beschäftigt, weil sie meist einen gut verdienenden Partner haben. Prekär beschäftigte Männer sind meist Single…“

            Korrekt in den meisten Fällen. Bei der Beschäftigung mit den Lohnforderungen durch die Gewerkschaften ging mir erst ein Licht auf. Die hatten nämlich gemeinsam, das doppelte vom jeweiligen Mindestlohn zu fordern. Was auf deutsch heißt, ein existenzsicherndes Einkommen für Frauen auf der Basis von Teilzeitarbeit war das Ziel. Das ist natürlich nie so kommuniziert worden.

            Gefordert wird für Fachkräfte in der Pflege inzwischen ein Einstiegsgehalt von 4000 Euro brutto (entspricht 25 Euro pro Stunde) und man kann vorhersagen, worauf das hinauslaufen wird. Der Anteil zur Pflegeversicherung wird kräftig steigen, der Eigenanteil gerade für die unteren Pflegestufen wird drastisch wachsen, die zu Pflegenden werden das von ihrer Rente nicht bezahlen können und werden zu Aufstockern.
            Was bei dem Gequatsche um „Wertschätzung“ untergeht, Frauen arbeiten überwiegend nicht auf der Haben-Seite der Gesellschaft. Das werfe ich ihnen nicht vor, es ist aber ein Fakt.

          • @Billy

            Laut Reportage hatte die Supermarktkette automatisch vorzunehmende Höhergruppierungen erst auf Antrag der Beschäftigten vorgenommen. Die Frau nun hatte zunächst die Rückwirkung, das ist der entscheidende Punkt, ihrer eigenen Lohnerhöhung vor Gericht erstritten und hilft jetzt auch anderen Beschäftigten dabei, das zu erreichen. Dabei kommt ihr Ihre Tätigkeit als Betriebsrat und somit Ansprechpartner für die Kollegen zupass. Meine Darstellung war offenbar zu knapp.

            Ich finde es interessant, dass Du „freie Wirtschaft“ nie als wertend empfunden hast. So unterscheiden sich die Wahrnehmungen 🙂

        • Also der, der kaum unter 60-70 Arbeitsstunden pro Woche kommt und das unternehmerische Risiko trägt, während sich die Frau Zuhause mit einem arbeitslosen Musiker amüsiert, weil sie ja so viel Zeit alleine verbringen muss?

        • Der Meister verdient oft auch nicht so gut. Maximal der, dem der Laden gehört, wenn er gut geht. Ein Angestellter Meister bekommt oft auch nicht viel mehr.
          Ausnahme wäre das Arbeiten auf Montage.

      • Matze der verdient besser als die meisten da ÖD. Das ist ja hier das Problem. Die im öffentlichen Dienst bekommen Top-Gehälter , während in der freien Wirtschaft nix rumkommt. Wenn bei mir alles klappt, wie icj will, bin ich daher auch nächstes Jahr weg hier.

        Ist dann auch oft die Frage, inwieweit Ausbildung sich hier lohnt. Bei den Gehältern wundert es nicht, dass man keine Azubis mehr findet.

        • Also, die Kollegen Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf, die ich kennengelernt habe und die schon länger in der Privatwirtschaft gearbeitet hatten, haben immer gesagt, für die Menge an Arbeit, die sie im Seiteneinstieg leisten mussten, würden sie in der Privatwirtschaft besser bezahlt werden… waren alle TVL-13.

          • Ok wenn das Quereinsteiger sind, tippe ich, die haben ein Studium im Naturwissenschaftlichen Bereich. Da glaube ich das. Mit meiner normalen Ausbildung im kaufmännischen Bereich war das Gehalt eigentlich meistens deutlich unter 2000 €. Leute im ÖD sidn da sicher besser bezahlt

          • Ich kann mir vorstellen, dass das auf den Beruf ankommt. In einem Beruf, der in großer Zahl auch vom öffentlichen Dienst angeboten wird, ist jeder Private regelrecht in der Pflicht, mindestens Tarif, eher signifikant mehr anzubieten, denn sonst kriegt er Probleme, überhaupt noch Bewerber auf eine Stelle zu finden. Das zeigt im Übrigen auch, welche Einflüsse starke Tarifverträge auf ganze Branchen haben können, wenn selbst Arbeitgeber, die gar nicht dem Tarif angeschlossen sind, nicht umhin kommen, sich an diesem zu orientieren, um als Stellenanbieter konkurrenzfähig zu bleiben.

            Bei solchen Berufen gilt dann eben die Frage, was jedem einzelnen Arbeitnehmer wichtiger ist. Im öffentlichen Dienst hat man relative Jobsicherheit garantiert, bei privaten Konkurrenzanbietern kann man hingegen schnell besseres Geld verdienen.

          • Also habe nur Versicherungskaufmann gelernt, also nix spektakuläres. Würde da auch nie Reichtümer erwarten. Gehalt war bis vor 2 Monaten ber eine Zumutung. Nach der Lehre hatte ich 1800 € , danach gewechselt und etwas weniger, dafür bessere Arbeitsbedingungen und weniger Fahrtkosten. Leute, die ich kenne, die im ÖD sind haben da deutlich mehr. Natürlich nicht genau derselbe Beruf, allerdings auch ähnliche kaufmännische Ausbildungen.

          • @ Truth

            Mein Kommentar war auch eher als Antwort auf Renton gedacht. Und deine Darstellung scheint ihn zu bestätigen: Berufe, in denen der Öffentliche Dienst als starker Mitbewerber am Arbeitsmarkt auftritt, teils gar die Mehrheit der am Gesamtarbeitsmarkt vorhandenen Stellen anbietet, da ist die Privatwirtschaft (siehst du Renton, sogar ich bin lernfähig :P) in der Situation, sich am TVÖD zu orientieren und wirbt entsprechend nicht selten sogar offensiv mit „übertariflicher“ Bezahlung. Hat man nur eher allgemein etwas kaufmännisches gelernt und ist somit meist im Bürobereich mehr oder weniger universell einsetzbar, finden sich in der Privatwirtschaft um ein Vielfaches mehr Stellenangebote als im Öffentlichen Dienst. Als einfacher Bürohengst im Öffentlichen Dienst unterzukommen ist nicht unmöglich, aber braucht schon einiges an Glück, denn nicht selten ist die Zahl der Bewerber hoch und die Zahl derer, die nach Besetzung weiter am Arbeitsmarkt als potentielle Bewerber verfügbar bleiben ebenso. Somit können sich privatwirtschaftliche Anbieter von „Bürojobs“ recht entspannt ein Ei darauf pellen, was der Öffentliche Dienst da so zahlt, denn der spielt als Konkurrenzanbieter von solchen Arbeitsstellen eine untergeordnete Rolle, anders als etwa im Bereich des Bildungswesens.

          • @Billy ah ok.

            Trotzdem wird die Forderung der Betriebe ( auch bei Versicherungen), dass die Bewerber ja so schlecht seien zur Farce.

            Verstehe ich dann eher nicht.

          • Super, Billy! 🙂

            Könnte sein, dass es was mit Ausbildung vs Studium zu tun hat. Die Seiteneinsteiger waren allerdings bunt gemischt und nicht nur Naturwissenschaftler.

            Mein Schwester verdient ziemlich ordentlich mit ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau, soll heißen: sogar deutlich besser als TVL-13, hat allerdings auch mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung inzwischen und einen ziemlich zentralen Job in ihrer kleinen Firma.

          • @Truth

            Fragen darfst Du alles 😉

            Die Fachrichtungen waren so, dass sie inhaltlich zu den zu unterrichtenden Fächern passten (Erstfach) bzw. Studienleistungen im Umfang von wenigstens 22 Semesterwochenstunden (SWS) vorlagen (Zweitfach). Ich z.B. als Diplomphysiker habe Physik als Erstfach unterrichtet und Mathe als Zweitfach, auf die für Mathe verlangten SWS kommt man als Physiker locker. Ein Ingenieur hatte die Fächerkombi Maschinenbautechnik/Physik, eine Bekannte mit politikwissenschaftlichem Abschluss die Fächerkombination Politik/Deutsch.

            Hier eine möglicherweise unvollständige Liste der Fächer, die die Seiteneinsteiger an Berufskollegs mit mir unterrichtet haben:

            Steuern
            Deutsch
            Tiefbautechnik
            Bautechnik
            Mathematik
            Gestaltungstechnik
            Physik
            Wirtschaft/Politik
            Englisch
            Spanisch
            Elektrotechnik
            Agrar
            Chemie
            Biotechnik
            Fertigungstechnik
            Maschinenbautechnik

            Das Übergewicht der „technischen“ Fächer dürfte dem Umstand zuzuschreiben sein, dass es dort den größten Mangel an Lehrkräften gibt; nur in Mangelfächern werden ja überhaupt Seiteneinsteiger gesucht.

        • Geh am besten in die Schweiz, da bekommst du als Handwerker noch wenigstens ein anständiges Gehalt. Die Gewerkschaften sind da auch noch das, was der Name sagt und keine woken SJWs mit protzigen Gebäuden.

  5. Ein Kumpel ( Führungsqualitäten im Freundeskreis, attraktiv, Zimmermann, Freundin mit Hochschulabschluss) hat mit ca 40 einen Herzinfarkt erlitten. Und dann auf Kindergärtner umgeschult. Wobei ich ja Kinder noch stressig er als Kollegen finde…

  6. Also ich kenne einige Kindergärtner und hatte diese auch schon als Kunden. Gehalt mussten sie für die Versicherungen angeben. Die verdienen durchgängig nicht schlecht. Nicht super reich, allerdings war da bei Frauen anfang 20 ein Nettogehalt ( ist bei BU entscheidend) von 1500 bis 2000 € normal. Letzteres entspricht 3500 € brutto. Zumindesr hier ist das kaum mit normaler kaufmännischer Ausbildung oder im Handwerk drin.
    Da muss man entweder bei einem großen Insustriegebiet sein ( gibt einige Hütten hier) oder im Management. Als Vergleich, einige Handwerker hatten ( mit mehr Berufserfahrung) 1500 oder 1600 € brutto.

    Verstehe das wirklich nicht, wenn er da paar Jahre ist, wird er deutlich über dem Durchschnitt verdienen.

    • Das selbe Spiel wird oder wurde (in vielen Bundesländern schon fertig) bei der Bezahlung der Grundschullehrer gespielt. Da die überwiegende Mehrheit weiblich ist, ist es hier auch das Anliegen diesen eine höhere Bezahlung zukommen lassen.

      Witzigerweise teilweise mit dem Argument den Beruf für Männer dadurch attraktiver zu machen.

      Aber wie unattraktiv ist das Gehalt eines Grundschullehrers eigentlich?

      Das Studium dauert acht Semester/vier Jahre (https://studienangebot.uni-halle.de/lehramt-an-grundschulen-lehramt-240 – deckt sich so mit meiner Erinnerung, ich habe aber auch Unis gefunden, wo es auf 10 Semester/5 Jahre ausgeweitet wurde). Das ist unbezahlt. Danach kommen 1,5 Jahre Referendariat – das ist schlecht bezahlt.

      In NRW werden Lehrer in der Regel verbeamtet und Grundschullehrer erhalten dann A12. Das macht netto bei Steuerklasse I (also ledig) ohne Kind aktuell EUR 3.107 netto. Davon ab geht in der Regel die private KV (so zwischen 200 und 300 EUR je nach Vorerkrankungen und Optionen im Tarif (nehmen wir mal 250 EUR).
      Bleiben netto 2.857 EUR.
      Man steigt in der Besoldung ohne eigenes Zutun automatisch auf. Nach 11 Jahren ist man von Stufe 4 in Stufe 8 geklettert und hat dann 3.438 EUR – PVK = 3.188. (Heiraten bringt übrigens brutto 148 EUR – in welchem Betrieb bekommt man mehr als ein kleines Präsent?).

      Nun – netto 2.857 EUR – dafür eine lange Ausbildung hört sich nicht für jeden nach übermäßig viel an. Aber dabei sollte man bedenken, dass man dafür unkündbar ist – also nie Arbeitslos wird, Kurzarbeit wird auch niemals Thema sein, die Pension ist 71,75% des letzten bruttos (bei 40 Jahren Dienstzeit – Einstieg mit Mitte 20, Ende mit Mitte 60. Netto ergibt das (vor KV) 2.914 EUR. Das ist bei der gesetzlichen Rente praktisch unmöglich zu erreichen, weil man 45 Jahre in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze verdient haben müsste (https://www.vermoegenszentrum.de/ratgeber/wissensbeitraege/ruhestand-planen/wie-hoch-ist-die-gesetzliche-hoechstrente.html)
      Dieser Vorteil ist schwer zu beziffern, aber 300 bis 500 EUR monatlich sollten es netto schon sein, die man sich für zusätzliche Altersvorsorge sparen kann.

      Landen wir also bei rd. 3.160 bis 3.360 EUR netto Einstiegsgehalt mit Mitte 20. (Abi mit 18 + 4 Jahre Studium + 18 Monate Ref.).

      Nehmen wir davon mal als ungefähres Mittel 3.200. Um das in der freien Wirtschaft zu bekommen, braucht man schon ein Brutto-Gehalt von rd. 4.700 EUR – als EINSTIEGSGEHALT!

      Mit durchschnittlichem Studienabschluss (spielt ja für Lehrer auch keine Rolle für die höhe des Gehalts) in einigen größeren Konzernen vielleicht möglich. Aber dann kommen wir zu den Arbeitszeiten:

      Unterricht ist von morgens 7:30 oder 8:00 bis irgendwann mittags. Mo-Fr. Pause bedeutet eher Aufsicht als wirklich Pause. Täglich also ein Arbeitspensum von rd. 5 Stunden. Dazu kommen Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche etc. Im Mittel wie man so hört selten 15 Stunden pro Woche. Macht also ein Arbeitspensum in einer normalen Woche von rd. 40 Stunden.
      Dann gibt es aber Ferien – ca. 3 Monate, oder ungefähr 90 Tage im Jahr (darin fallen einige Feiertage, ziehen wir 10 ab) sind es noch 80 Tage. Arbeitnehmer haben meines Wissens nach selten mehr als 30 Tage.
      Macht also 50 Tage jedes Jahr mehr Urlaub.

      Dann zum Arbeitsort. Große Unternehmen gibt es nicht auf dem Dorf sondern in der Stadt – also wohnt man als Angestellter teuer oder pendelt (auch teuer). Als Lehrer der in der Stadt wohnt und arbeitet hat man das gleiche Problem. In Großstäten leben in Deutschland ca 30 % (kann die Quelle nicht finden), in NRW sicher mehr. Zugegeben, als Lehrer versetzt werden ist nicht immer einfach aber möglich. Wenn ich bei Henkel in Düsseldorf wohne kann ich mich aber nicht in die Eifel versetzen lassen und da ein Haus kaufen – womit wir da wären womit ich in diesem Absatz hinaus will.

      Fazit: Es werden höhere Gehälter für Lehrer gefordert mit dem Hintergrund, dass man weiß, dass es vor allem Lehrerinnen sein werden, die davon profitieren werden.

      • Vor allem musst du die KV ja nicht voll zahlen, Stichwort Beihilfe.

        Finde es lustig, das Unternehmen sich beschweren, dass sie keine Leute finden. Ist bei den Gehältern normal. Hier im Saarland wandern viele nach Luxemburg ab. Da ist Tankwart oft besser als Arbeir im Lehrberuf in D. Deutsche- sagte man mir mal – werden da gezielt gesucht wegen der guten Ausbildung.

        Kann natürlich nicht für die ganze BRD sprechen, aber die Gehälter im privaten Sektor sind ein Witz. Das veste war mal eine Ex. Kam nicht im Arbeitsmarkt unter. Daher bei der CEB ( christliche Erwachsenenbildung) da war das Gehalt besser als bei Leuten, die ähnliche Bürojobs in der freiem Wirtschaft haben.

        Das schlimme ist, ich habe das damals nicht gemacht, weil meine Eltern meinten, die Bezahlung wäre so schlecht. Argument war immer “ du willst doch mal eine Frau oder Familie ernähren. “

        Also Lehrer nicht Kiga.

        • Die 50% Beihilfe sind bei den Kosten von 250€ pro Person schon enthalten.

          Der Familienzuschlag I (148€ netto pro Paar) kommt aus der Zeit, wo männliche Beamte ihre Ehefrau noch voll versorgen mussten. Übrigens, bei Hausfrauenehen von Beamten muss die Frau auch versichert werden (also wieder 250€ weniger in der Tasche).

          Ich meine, die wöchentliche Arbeitszeit eines Lehrers wird mit 46 h/Woche angesetzt (im Gegensatz zu 41 h bei anderen Beamten). Daraus resultieren dann die längeren Ferien.

          Aber insgesamt gilt schon: A12 ist ne gute Bezahlung.

          Ich bin Dipl.-Ing. (FH) und bekomme A11. Kann nicht klagen, da meine Arbeitszeit voll erfasst wird und Überstunden durch Freizeit ausgeglichen werden.

          • Also ich habe KVs verkauft ubs bei jungen Leuten kostet sie oft weniger als 300 bei Nichtbeamten.

          • @truth:
            300€ im Monat?
            Für welche Alterskohorten? Was war dabei enthalten?
            Wieviel Selbstbeteiligung bei Medikamenten?

          • Also wenn du unter 30 bist ist das ein normaler Preis. Wovon ich bei jungen Lehrern ausgehe.

            Selbstbehalt ist da drin, 500 oder sowas.

          • Die 46h/Woche gehen meines Wissens auf eine GEW-Studie zurück, sind aber nur ein theoretischer Wert:

            „Die Wissenschaftler haben zwanzig Studien zur Arbeitszeiterfassung von Lehrern ausgewertet. Im Schnitt arbeiten Lehrer demnach 48 Stunden und 18 Minuten in einer Schulwoche.

            Die Wissenschaftler legten ihrer Berechnung die 40-Stunde-Woche von Verwaltungsbeamten zugrunde. „Da Lehrer durch die Ferien mehr Urlaub haben, kommen wir rein rechnerisch auf ein Soll von 46 Stunden und 38 Minuten pro Woche“, sagt Frank Mußmann von der Uni Göttingen. Soviel müsste ein Lehrer theoretisch arbeiten, wenn man davon ausgehe, dass er in den Ferien nur Freizeit habe. Tatsächlich arbeiteten Lehrer aber im Mittel eine Stunde und vierzig Minuten mehr in der Woche als sie müssten.“
            https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/deutschland-lehrer-arbeiten-laut-gew-studie-zu-viel-a-1190380.html

            Lehrer haben faktisch also eine 48-Stunden-Woche während der Schulzeit, teilweise ausgeglichen durch die Ferien. Ich kann aber aus Erfahrung versichern, dass fast kein Lehrer nicht in den Ferien arbeitet, aber natürlich keine 48-Stunden-Woche. (Ich habe überhaupt jemals nur einen Lehrer kennengelernt, der das strikte Credo hatte „Ich nehme nichts mit in die Ferien!“, und das durch diszipliniertes Vorarbeiten auch tatsächlich durchgezogen hat.)

            Die Arbeitszeiten unterscheiden sich stark je nach Fächern und Stufe (Unter-/Mittel-/Oberstufe). Wer zwei Hauptfächer unterrichtet, muss am laufenden Band Klausuren korrigieren. Am zeitaufwändigsten sind Deutsch und Englisch, gefolgt von Latein und Französisch, dann Mathematik. Wer die Fächerkombi Deutsch/Englisch wählt ist ein Idealist, Workaholic oder Vollidiot, möglicherweise mehreres davon. Bei den Nebenfächern gibt es aufwendigere wie Physik oder Chemie (wegen der Experimente; man kann natürlich auch ohne Experimente arbeiten, wovon ich persönlich nicht viel halte), mittlere wie Erdkunde oder Politik, und welche, in denen man sich sogar komplett zurücklehnen kann, kennt sicher jeder aus der Schulzeit. Ich sage mal so: Wer Religion + Kunst unterrichtet, ist mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit eine faule Socke.

            Dann gilt noch generell: Höhere Stufen zu unterrichten ist fachlich anspruchsvoller – das ist nicht unbedingt schlechter – und in Hauptfächern arbeitsintensiver (wegen der umfangreicheren Klausuren).

            Diese faktischen Ungerechtigkeiten bei der Arbeitszeit und -belastung verschiedener, aber komplett gleich bezahlter Lehrer sind ein offenes Geheimnis im System.

            Funny sidefact: Für verbeamtete Lehrer ist theoretisch tatsächlich das Beamtenarbeitszeitpensum von 41h/Woche vorgesehen, für angestellte Lehrer sind es 38,5h/Woche. Beide Gruppen haben aber dasselbe Unterrichtspensum, also z.B. am Berufskolleg in NRW 25,5 Unterrichtsstunden/Woche. Als angestellter Lehrer habe ich immer gewitzelt, dass die Verwaltung davon ausgeht, dass wir Angestellten für 2,5h/Woche effizienter arbeiten als die Beamten 🙂

      • Bei „das Studium ist unbezahlt“ kriege ich immer einen leichten Anfall: Das wird bezahlt, und zwar von jedem Steuerzahler 😉

        Der Student erhält eine sehr kostspielige (und i.d.R. später auf ein höheres Gehalt hinauslaufende) Ausbildung von der Gesellschaft, d.h. immer noch überwiegend Nicht-Akademikern, vollständig oder fast vollständig finanziert. Der gesellschaftliche Gesamtnutzen wird trotz steigender Studentenzahlen allerdings stetig geringer, in den meisten Fällen hat die Gesellschaft vom finanzierten Studium nichts mehr.

        Ich habe zwar selber auch davon profitiert, käme aber a) nie auf die Idee zu jammern, weil man mir für’s Studieren nicht auch noch ein Gehalt gezahlt hat und bin b) der Meinung, dass mindestens alle nicht-technischen bzw. „brotlosen“ Fächer drastische Studiengebühren erheben müssten. Gleiches gilt für gesamtgesellschaftliche Netto-Schädlinge wie BWLer und sonstige Finanzheinis *scnr*

  7. Vieles in der Geschlechterdebatte lässt sich aus meiner Sicht auf simples Paarungsverhalten herunterbrechen. Dabei bestimmt das eine Geschlecht durch seine Vorlieben und Partnerwahl das Verhalten des anderen.

    Kurzfassung Partnerwahlkriterien Mann: Bitte eine hübsche Frau um die Zwanzig.

    Kurzfassung Partnerwahlkriterien Frau: bitte einen Mann, der etwas älter ist und höheren Status/Einkommen hat.

    Erklärt viel, von Beauty-Youtube bis Selbständigenquote.

  8. ‚Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert.‘ Das kann man auch als Hypergamie bezeichnen.
    Das zum einen und dann noch die Anekdote aus dem Fränkischen, wo sich eine Dekanin darüber beschwerte, wie mit ihrem Sohn umgegangen wurde, als er Erzieher gelernt hat. Keiner hat sich getraut, der Dame zu erklären, dass da doch nur geliefert wurde, was bestellt worden war.

  9. Die vielen Beispiele aus dem Artikel und den Kommentaren zeigen vor allem eines: Wie lächerlich die Propaganda von der angeblich emanzipierten Frau und den zurückgebliebenen Männern ist, die an ihrer toxischen Männlichkeit etc. festhalten.

    Gerade prominente Frauen bringen dieses Narrativ ja immer wieder, um ihrer eigenen Seele zu schmeicheln. Wenn man sich dann aber mal die konkreten Frauen im Alltag so anguckt, sind sie halt typische Frauen, die nicht viel von „Rollenerweiterung“ etc. wissen wollen.

    In den klassisch männlichen Bereichen wie räumliche Orientierung, Technik oder Intellektualität sind Frauen nach wie vor nicht besonders präsent oder erfolgreich.

    Absurderweise habe ich zuletzt einen Artikel von dieser widerlichen Schmierfinkin Susanne Beyer vom „Spiegel“ gelesen. Thema: Frauen um die 50 und wie sie unsere Gesellschaft bereichern. 🙂

    Tenor: Von diesen Frauen könnten die Männer lernen, aus ihren toxischen Rollenmustern auszubrechen.

    Da ist es wieder dieses peinliche Selbstbespiegelungsnarrativ feministisch verblödeter Journalistinnen und Prominenter.

    Und dann diese völlig willkürlichen „soziologischen“ Gedankenfiguren, die mehr der Phantasie der Autorin folgen als der Realität. Also da wird einfach anekdotisch irgendwas zusammengeschrieben und herbeiinterpretiert, was nicht die geringste Validität oder Objektivität beanspruchen kann. Man fabuliert sich da einfach was zusammen, was schön zeitgeistig klingt, und illustriert das dann mit subjektiven, kasuistischen Anekdoten.

    Naja: Hauptsache feministisches Narrativ. Den ganzen Rest paßt man einfach entsprechend an.

    • Auch die Feministinnen bleiben in dem überlieferten Rollenmuster:
      1. Mann macht
      2. Frau meckert
      3. Mann muss besser machen
      Da gabs doch diese hübsche Szene in „Die lustige Welt der Tiere“ (?), wo die Vogelfrau brutalst das Nest testet, dass der Vogelmann (ja ja, Hahn&Henne) als Brautwerbung gebaut hatte. Das beschreibts perfekt 😉

      Oder der Klassiker aus der gelebten deutschen Realität, Herr Schmidt fackelt versehentlich Thujahecke ab und was die Frau dann tut. Der gehört in jedes Archiv :-))))))

      • Ja, das Video ist echt ein Klassiker! Er (hechelnd mit einem jämmerlich kleinen Eimerchen hin und her flitzend): „Kannst du vielleicht mal helfen?!“ – Sie: „ICH?!?!?! Nöhöhö!!!“ – Setzt dann noch kurz die schon minutenlang betriebenen Keif- und Beleidigungsarien fort, bis es selbst ihr zu doof wird, und sie mit dem Fido reingeht und die Verandatür zumacht, während draußen immer noch der Busch in Flammen steht und ihr Stecher versucht, ihn zu löschen.

        Wobei er natürlich auch schon unfassbar dämlich ist. Das Elefantengras abzufackeln – was ohnehin eine nachvollziehbar alles andere als sichere Methode der Entsorgung ist – bei dermaßen starkem Wind… also da hat jemand auch nicht vom Baum bis zu Borke gedacht. Und wie lange er sich da noch seelenruhig anguckt, wie die Flammen erkennbar gegen die nahegelegene Hecke schlagen, diese immer mehr anfängt zu qualmen, Glutnester zu sehen sind, erste Flammen entstehen, bis er eine erste Reaktion zeigt, die auf ein „Klick“ der Marke „Oh, oh, nicht gut! GAR NICHT GUT!!!“ hindeutet, ist schon bemerkenswert. Mein Fazit daher: da haben sich irgendwie zwei gesucht und gefunden…

        PS: „Herr Schmidt fackelt versehentlich Thujahecke ab“

        Ach, sieh mal einer an. So sieht der Herr Schmidt also aus. Aber ich muss sagen, Südländerin habe ich mir definitiv anders vorgestellt… 😛

        • Er stellt sich aber auch dämlich an…hat mein Stiefpapa neulich auch geschafft, erst den Kompost mit Asche in Brand setzen, dann Drama von Muttern (ich durfte stundenlang löschen).

  10. „Frauen möchten, dass der Mann so viel verdient, dass sie in ihrem Job maximal 50% arbeiten müssen, sobald Kinder da sind.“

    Das gilt übrigens nicht für die Dauer der Elternzeit, sondern für die nächsten 18 Jahre gell! Immer dran denken Männer!

  11. Pingback: Was notwendig wäre, um meine Meinung zu ändern | uepsilonniks

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