Werbung mit „Männerprodukten“ oder „Frauenprodukten“

Wir hatten hier schon diverse Männer oder Frauenprodukte, etwa die Männer- und die Frauenbratwurst oder das rosa Ü-Ei

In feministischen Theorien wird das gerne damit verbunden, dass da Männer ihre Männlichkeit bestätigen müssen, weil sie so fragil ist oder Frauen in Geschlechterrollen gezwungen werden. 

Hier also ein Brainstorming, was diese Produkte interessant macht:

Sie stellen einfache Entscheidungshilfen dar, wenn einen das Produkt an sich nicht so interessiert oder man sich nicht auskennt. 

Ein Beispiel wäre hier Haarshampoo. Frauen weisen „Schönheitsprodukten“ einen sehr hohen Wert zu, sie interessieren sich da eher dafür, dass beste aus ihren Haaren herauszuholen, so dass Shampoos für sie direkter mit den Eigenschaften beworben werden („für trockenes Haar, für die Spitzen, für gefärbte Haare, für silberglanz“) und es dort ein hohe Auswahl gibt. Es gibt aber etwa von Shauma ein Shampoo „for Men“ mit „kraftvollen Volumen mit Hopfenextrakt“. Daneben werden für Männer auch gerne „5 in 1“ Lösungen vermarktet. Statt sich damit auseinander zu setzen, was er nur für ein Haartyp ist kann er dann schlicht das Shampoo für Männer nehmen, weil er zwar nicht weiß, ob er einen Silberglanz oder diesen oder jenen Pflegezusatz braucht, aber er weiß, dass er ein Mann ist. Oder er kann eine Lösung für alles nehmen, damit kann man auch nichts falsch machen.

Das gleiche gilt auch bei der Männer- oder der Frauenbratwurst. Wenn jemand einkauft und er soll was für alle mitbringen, darunter Männer- und Frauen, dann kann er – abseits des politisch korrekten – nicht viel falsch machen, wenn er davon was mitnimmt, er kann dann anführen, dass es ja extra auf die beiden Gruppen abgestimmt war. 

Das gleiche gilt für den „Akkuschrauber in Rosa“ oder andere entsprechende Geräte. Da wäre dann vielleicht auch Griff gleich an kleinere Hände angepasst und das Gewicht reduziert etc. 

Danach wären solche Produkte dort zu erwarten, wo zumindest ein Geschlecht zwar etwas kaufen will, aber sich nicht groß mit dem Produkt beschäftigen will oder es zB nicht wirklich ausprobieren kann (wie bei der Bratwurst)

Sie bieten gerade weil man sich in seiner Rolle wohlfühlt eine Identifikationsmöglichkeit mit dem Produkt

Ich verstehe nicht, warum jemand per se unsicher in seiner Rolle sein muss, damit er ein ensprechendes Produkt kauft. Es kann gerade der Wunsch sein etwas zu haben, was die Identität noch betont und als zu ihr passend empfunden wird, was einem ein solches Produkt interessanter erscheinen lässt.

Die rosa Version des Smartphones kann dann für Frauen interessant sein, weil sie damit ein Gerät wählen, dass zu ihrer Identität als Frau passt und das ihnen dann evtl eine Zusatzzahlung wert ist. Der Käufer des Hopfen-Shampoos findet die Anspielung auf Bier passend („Hurr Hurr Hurr a la Tim der Heimwerker König“) und findet, dass das zu ihm passt. 

70 Gedanken zu “Werbung mit „Männerprodukten“ oder „Frauenprodukten“

    • Meine Freundin hat sich auch einen rosa Akkuschrauber von Malkita geholt – und ärgert sich inzwischen über die mangelnde Leistung 🙂

      • So was gibt’s? Oder anders: Ist das ein von Hause aus rosaner Akkuschrauber von Makita oder hat da nur im Baumarkt jemand einen handelsüblichen Makita-Akkuschrauber zu lang in der Sonne liegen lassen??? 😉

          • „Du bist doch sonst nicht so googlefaul, Billy 😉“

            Doch!!! IMMER!!!!!!!!! 😀

          • Ich bin gekommen, um mich jetzt wirklich mal über die Wirklichkeit zu beschweren.
            Es kann nicht angehen, dass es mir zusehends unmöglich ist, die Realität von der Satire zu unterscheiden: „Meine Freundin hat sich auch einen rosa Akkuschrauber von Makita geholt.“
            Hahaha, guter Witz! 🙂
            Halbe Stunde später per Bildbeweis, es gibt ihn wirklich, den rosa Akkuschrauber von Makita.
            Haaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. 😦
            Was ist eigentlich schlimmer, die Nachfrage oder das Angebot?
            Wie entsteht die Nachfrage nach einem Werkzeug, mit dem ich auch in einer dreckigen Umgebung arbeiten möchte und trotzalledem will „das“ Hirn dieses Werkzeug in einer schmutzempfindlichen Farbe? Kann mir bitte jemand der Denkprozess erklären, der zum Entschluss geführt hat?!
            Aber dass Makita, eine Firma, die ich weitgehend als „no nonsense“ empfinde, sich diesem opportunistischem Zug anschließt ist ebenso schlimm. Und so sinnlos.

  1. Bei Kosmetik stellen Frauenprodukte das Ergebnis in den Vordergrund. Schließlich sind Frauen aus gutem Grund sehr interessiert daran gut auszusehen, da ihnen bewusst ist, dass das einer der wichtigsten Aspekte beim Kampf um Partner ist (daher ja auch der Aspekt dass aus dem Schmetterling nach der Ehe eine Raupe wird).
    Produkte für Männer betonen mehr oder weniger den Komfortaspekt bzw „hier machst du nichts falsch“.
    Bei rosa Bohrmaschinen ist der Aspekt mehr *das ist besonders, das bin ich mir als Prinzessin wert „. Das ist auch generell das Missverständnis bei rosa. Natürlich ist das nicht die von Natur aus bevorzugte Farbe. Aber es bedient höchst erfolgreich den Punkt sich abzugrenzen (Kindergarten“ wir sind Mädchen „) und sich als besonders zu vermarkten. Ironischerweise natürlich mit dem weiblichen Ansatz des Kollektivismus. Schön zu sehen am Einhorn-Glitzer-Wahn. Auf einmal tun alle Frauen gleichzeitig so als wären sie speziell , weil sie Einhorn und Glitzer in ihrem Leben haben wollen.
    Bezüglich der Würste stelle ich wieder fest, dass ich kaum noch fernsehe, so dass mir das total entgangen ist. Es gibt Frauenbratwurst? Ich komme nicht umhin meinen Respekt vor dem Kapitalismus und dem Erfindungsreichtum der Menschen Tribut zu zollen.

    • „Bei rosa Bohrmaschinen ist der Aspekt mehr *das ist besonders, das bin ich mir als Prinzessin wert“

      Nicht eher: „Sonst wirke ich am Ende noch männlich und was würde das für meinen Status in der Frauenherde bedeuten? Sonst hält mich noch jemand für eine Kampflesbe.“ ?

      • Könnte auch die Angst sein, das normale Gerät sei zu kompliziert, zu schwer oder nicht für Frauenhände gemacht. Meine hat (vermutlich deswegen) so einen winzigen Akkuschrauber von Bosch gekauft.

  2. Wenn Feministinnen herumheulen, daß mit solchen Produkten Rollenzuschreibungen etc. verfestigt würden, könnte man ja einfach mal zurückfragen, was daran so schlecht ist?

    Aber hier sind wir wieder auf der intellektuell-philosophischen Ebene. Unsere Gesellschaft ist derartig gendermäßig und feministisch verstrahlt, daß viele Journalisten gar nicht dazu fähig sind, solche Fragen zu stellen. Viele feministische Wertungen werden einfach übernommen und als selbstverständlich vorausgesetzt.

    Es fehlt an Distanz und intellektueller Unabhängigkeit, Souveränität.

    Dann könnte man noch fragen, woher die eine oder andere Gender-Tante zu wissen meint, daß Geschlechterrollen durch bestimmte Produkte verfestigt würden. Hat sie da irgendwelche wasserdichten Belege? Und wie gesagt: Was wäre an einer Verfestigung so schlimm?

    Werden die Geschlechter daran gehindert, sich konsummäßig auch anders zu entscheiden?

    Es ist immer dasselbe: Wir haben es mit willkürlichen Wertungen und Phantasien zu tun, die persönlichen Komplexen und Betroffenheiten entspringen. Und statt Feministinnen und Gender-Tanten zu sagen, daß sie doch bitteschön eine Selbsthilfegruppe gründen sollen, wenn sie derartige Phantasien und Probleme haben, nimmt man diese Personen ernst, weil man glaubt, das gehöre heute nun mal zum Diskurs. Weil man ein guter und progressiver Mensch sein will.

  3. Das ist eines dieser Themen, über das außer Feministen niemand nachdenkt, weil es nicht wichtig ist. Es gibt sehr viele Produkte wo eine Mann-Frau-Unterscheidung aus anatomischen Gründen Sinn macht, zB Fahrradsättel oder Unterhosen. Bestreiten Feministen das eigentlich oder fordern sie es gerade, oder was?

    „Ein Beispiel wäre hier Haarshampoo. Frauen weisen „Schönheitsprodukten“ einen sehr hohen Wert zu, sie interessieren sich da eher dafür, dass beste aus ihren Haaren herauszuholen, so dass Shampoos für sie direkter mit den Eigenschaften beworben werden („für trockenes Haar, für die Spitzen, für gefärbte Haare, für silberglanz“) und es dort ein hohe Auswahl gibt.“

    Das sind keine „Frauenshampoos“, sondern unspezifisch für alle Geschlechter. Haben Männer kein trockenes oder gefärbtes Haar?

    Was an „For Men“ Shampoos das Besondere sein soll entzieht sich meiner Kenntnis (ich kaufe sie nicht), allerdings „For Men“ Deos werden damit beworben dass sie besser für die stärkere Schweißentwicklung bei Männern gedacht sind. Außerdem haben sie andere Duftnoten als Mädchen-Shampoos.

    Ansonsten gibt es viele „Mädchen“-Produkte die dem (meiner Meinung nach) schlechten Geschmack mancher Frauen entgegenkommen; zB die fürchterlichen Duftnoten mancher Frauen-Kosmetikprodukte.

    „Die rosa Version des Smartphones“

    Gibt es das? Mädchenhandys verbinde ich eher mit weiß, zB die ersten IPhones. Allein deshalb will man(n) keins.

    • Hehe, mein Shampoo & Deo war mir immer total egal, Hauptsache es macht sauber und man riecht nicht als wär man in einen Kessel Nuttendiesel gefallen. Madame hat dann aber schnell immer wieder was angeschleppt das sie selber gut riechend fand und wenn es mir nicht zu penetrant war, hab ich’s benutzt.
      Die finale Entscheidung trafen aber die Katzen, wenn die bei einer bestimmten Sorte nach dem Duschen verzückt wie sonst nur von Katzenminze an meinen Beinen rumrödelten musste es halt zur Dauereinrichtung werden 😀

      Nachdem das schwarze „Davidoff Champion“ nach einigen Jahren eingestellt wurde, ist jetzt „Boss Homme“ (irgendwie grüne Packung) seit geraumer Zeit das Mittel der Wahl.

  4. „Die Form folgt der Funktion.“

    Der Rest ist Liebhaberei und die Befriedigung persönlicher Bedürfnisse. Feministinnen bestehen doch auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei Produkte für Konsumentinnen ist es Preisdiskriminierung, also das klassisch-feministische Opfertum, weil mehr bezahlen für weniger bekommen. In der Medizin stellt die „feministische“ Forschung fest, dass es Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt (!) und somit eine Knieprotese für Frauen anders zu sein hat. Gleiches gilt wohl auch für andere medizinische Produkte, wo Frau eine Sonderbehandlung nötig hat. Nur der pinke Rasierer ist keine Sonderbehandlung, sondern Diskriminierung.

    Also merke, es gilt der Grundsatz wie immer: Frau=Opfer – wenn es Frau für Schlagzeile und Sonderbehandung nützt. Der Kampf gegen das Patriarchat wird täglich neu erfunden.

    Frau=Heldin – wenn es dem Mythos der Vergötterinung dient und Frau als Siegerin hervorgeht.

    Solange dieses Schema der täglichen medialen Unterhaltung dient und unzählige Redakteusen davon gut leben, so lange wird es fortgeschrieben, bis jeder daran glaubt, der nicht bei Verstand ist. Das sind heute immer mehr und es tut ja auch so gut das Hirn abzugeben und sich dem Herdentrieb hinzugeben.

    Aprops medial. Gestern habe ich zufällig beim DLF ein Interview bzgl. NSU 2.0 mitverfolgt. Interviewt wurde eine Frau Renner von den Linken. Was Frau Renner hier als Interviewpartnerin qualifiziert, weiß wohl nur der DLF.
    https://www.deutschlandfunk.de/drohschreiben-vom-nsu-2-0-renner-linke-absender-muss.694.de.html?dram:article_id=496703
    Über den Inhalt und die Wort, die Renner hier wählt, kann sich jeder selbst ein Bild machen. Wichtig ist mir die Aussage ganz am Ende des Interviews:

    Brandes: Sie haben schon gesagt, wer da im Fokus stand. Es waren ja auch hauptsächlich Frauen, die diese Bedrohungen erhalten haben. Welche Rolle spielt das, dieser Frauenhass, der in der rechtsextremen Szene weit verbreitet ist?

    Renner: Ich habe ja vorhin schon davon gesprochen. Ein Motiv ist Rassismus, das andere Hass gegen Linke, oder ein drittes, das kommt hinzu, sind antifeministische Einstellungen. Insbesondere ziehen engagierte Frauen, die auch in politischen Debatten, in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Rechtsentwicklung das Wort ergreifen, den Hass dieser Täter, aber auch nicht nur den Hass zu, sondern auf sie wird diese Vernichtungsvorstellung dann auch entwickelt. Das ist auch etwas, was durchaus in die gesamte autoritäre Rechtsentwicklung passt, wenn wir auch europaweit schauen, wie der Antifeminismus auf dem Vormarsch ist.

    Hier wird der neuer Opferstatus für Feministinnen aufgebaut: Antifeminismus.

    Es ist eine Frage der Zeit, bis hier ein spezifischer Schutz gefordert und gesetzlich verankert wird. Die Widerrede bei so erbaulichen Büchern wie z.B. von Pauline Harmange, das z.B. hier von den ÖRR beworben wird „Mund halten und zuhören! Pauline Harmange „Ich hasse Männer““ https://www.swr.de/swr2/literatur/mund-halten-und-zuhoeren-pauline-harmange-ich-hasse-maenner-100.html , kann also zu Antifeminismus erklärt werden und ist dann auf einer Ebene (zumindest bei Frau Renner) mit dem NSU 2.0.

    Irgendwelche rosa Werkzeuge gehen mir gepflegt am Arsch vorbei, wenn ich im ÖRR einer Frau Renner zuhören muss, die einen solchen Stuss verbreitet.

    • Sie ist das beste Beispiel für die geschmeidige Anpassung an alle Vorstellungen, die RRG begünstigen könnten. Präziser: An alle Vorstellungen, die Grüne vorgeben. Martina Renner war früher ganz anders.
      Aber das ist das fünfhundertdrölfigste Beispiel der ganz radikalen Linken, die mich inzwischen rechts überholt hat.

    • Frauen in der Politik sind öfters für bedingungslose, idiotische Einwanderung, weil man doch helfen muss! Rechte sind i.d.R. gegen Einwanderung. Frauenhass hat damit wahrscheinlich wenig zu tun.

      Aber eh egal. Wenn der eigentliche Grund nicht ins ideologische Weltmodell passt…

    • Anatomisch kann man schon Unterschiede zwischen Beinen von Männern/Frauen feststellen.

      Allerdings gilt auch hier:
      Innerhalb der Männer/Frauen sind auch beträchliche Unterschiede vorhanden.

      Eine zierliche 150 cm Frau benötigt ein anderes Gelenk, als eine stämmige 180cm Frau.
      Analog bei Männern.

  5. „In feministischen Theorien wird das gerne damit verbunden, dass da Männer ihre Männlichkeit bestätigen müssen, weil sie so fragil ist oder Frauen in Geschlechterrollen gezwungen werden.“

    Feministischer Schwachsinn halt, als ob eine Frau gezwungen würde, speziell für Frauengeschmack entworfene Produkte zu kaufen und noch Aufpreis dafür zu bezahlen. Mit den Männern hat das schon gar nichts zu tun, die meisten Männer kaufen vollkommen pragmatisch.

  6. Letztens bin ich über eine Pressemitteilung gestolpert (finde ich leider gerade nicht wieder), in der ein großes Unternehmen die unterschiedliche Preisgestaltung von rosanen und blauen Produkten begründet hat.
    Die Marktforschung habe ergeben, dass Frauen bevorzugt teurere Produkte kaufen, weil sie aus dem Preis die Wertigkeit ableiten (das kennt die Handtaschenbranche sicher sehr gut). Damit also Produkte Frauen ansprechen, müssen sie höherpreisig angeboten werden und werden nur zu diesem Zweck rosa eingefärbt, da der blaue Rasierer ansonsten ja komplett identisch ist.

    Diese weibliche umgekehrte Preissensitivität wird von Frauenrechtenden nun als „Pink Tax“ angeklagt und als Bösartigkeit ihres Patriarchatskonstruktes imaginiert.

    An sich alles normal. Blöd nur für Hubert, den erwerbsarbeitenden Frauenversteher, der Überstunden schieben muss, weil für die Gattin nur das Teuerste gut genug ist…

    • „dass Frauen bevorzugt teurere Produkte kaufen, weil sie aus dem Preis die Wertigkeit ableiten“

      Ich hoffe das ist nicht wahr.

          • Meine schon. Ich will keine Aussage treffen über die Fähigkeit von Frauen, logisch zu denken, aber ich merke immer wieder, dass Logik und Rationalität bei weiblichen Entscheidungen nicht unbedingt priorisiert werden (vorsichtig ausgedrückt). Da scheinen häufig andere Gesichtspunkte erheblich wichtiger zu sein.

          • Wow, entweder bist Du beneidenswert was Deinen Frauenumgang angeht, oder Du hast die letzten Jahrzehnte unter einem Stein verbracht…. Ich kenne doch eine ganze Menge Frauen, und die einzigen beiden bei denen ich eine grundsätzliche Dominanz der Logikschaltkreise feststellen kann, sind die in „männderdominierten“ == technischen Berufen arbeitenden. Und selbst die können das mit dem Ausblenden jeglicher Logik bei Bedarf oder entsprechender Gemüts-/Beziehungslage ganz hervorragend, wie ich oft genug am eigenen Leibe erfahren durfte.

            Die meisten Frauen geben es doch auch selber zu: Das ganze „Gefühlsbetonte“ das permanent als großartige Eigenschaft der Frau an sich gepriesen wird, verträgt sich ganz und gar nicht mit kalter Logik.

          • Das zu verallgemeinern wäre in der Tat falsch. Folgt man der feministischen Doktrin, dann ist es aber so, weil frau viel mehr Gefühl, viel mehr Mensch, viel mehr Opfer, viel mehr was-weiß-denn-ich.

            Argumentiere bei Feministinnen mal rational und man(n) ist toxisch, männlich, rechts, übergriffig und noch-viel-mehr-was-denen-so-einfällt.

          • „Wow, entweder bist Du beneidenswert was Deinen Frauenumgang angeht, oder Du hast die letzten Jahrzehnte unter einem Stein verbracht….“

            Ich kenne Frauen die völlig irrational urteilen, aber auch welche die rationaler sind als der nerdigste männliche Computer-Nerd. Aber das Gleiche gilt für Männer.

            „die einzigen beiden bei denen ich eine grundsätzliche Dominanz der Logikschaltkreise feststellen kann, sind die in „männderdominierten“ == technischen Berufen arbeitenden“

            Genau da arbeite ich auch 🙂

          • Es würde bedeuten, dass Frauen unlogischer denken als Männer. Das ist im allgemeinen nicht meine Erfahrung.

            Vielleicht denken sie einfach nur in bestimmten Lebensbereichen unlogischer und anders. Z.B. beim Einkauf. Das ist ja bei ihnen oft ein Event, ein Gefühl, ein Spektakel. Männer sind beim Shopping meistens froh, wenn es vorbei ist, für Frauen ist es der Tagesordnungspunkt 1 schlechthin.

            Und dann kaufen sie halt nicht so einen No-Name-Rasierer, sondern einen hübscheren. Wenn der teurer ist, dann schneidet er vielleicht gar besser und sanfter. Noch mal hier am Parfüm-Fläschchen riechen, dort durch die Blusen scrollen… Ach guck mal da drüben! Ist das nicht süß…

            Hubert in seinem grauen Anzug fleht derweil seine Cheffin an, sich die Überstunden doch bitte auszahlen lassen zu können,

    • Ich habe sowas auch schon gelesen. Eine Frau war ganz überrascht das der Damenrasieren, mit dem sie eigentlich ohne genau hinsehen müssen ihre Beine rasieren kann, tatsächlich nicht besser ist wie der Männerrasieren, mit dem Männer sich mitunter täglich ihr kantiges Gesicht rasieren.

      Frauen sind halt so unterdrückt und diskriminiert, das sie erwarten das Dinge für Frauen das Non plus ultra auf dem Markt sind.

  7. Derzeit gibt es ja tatsächlich einen Radiowerbespot den sogar ich als problematisch empfinde, wo es um Sicherheitsschuhe geht (nicht die mit dem „Dicken“, es gibt tatsächlich auch noch Konkurrenz, der Werbemarkt ist ja fast leer) und es werden explizit „Männer“ angesprochen, was ich den Technikerinnen gegenüber unfair finde

  8. In jedem Klamottengeschäft gibt es Männer und Frauen Abteilungen. Kleidung und Mode ist ja gerade dazu da, die Geschlechtszugehörigkeit sichtbar zu machen. Warum sollte sich das nicht auf andere Produkte übertragen lassen?

    • Da geht es aber auch um Anatomie.
      Z.B. ist der Beckenbereich bei m/w üblicherweise anders ausgeprägt.
      Auch die Körperlängen sind im Schnitt anders.

      Z.B. Damenstumpen für deren Beine, passen bei mir gerade mal am Unterarm 😉

      Dafür sind die Damenabteilungen sehr viel größer.

  9. Ich frage mich, ob wir wirklich ganz pauschal Frauen als so dumm ansehen wollen, dass sie nicht wissen was sie tun. Ich denke nein, die wissen schon, was sie tun. Natürlich nicht alle im gleichen Maß, so ist das bei Menschen. Jeder kann auf irgendwas reinfallen, aber wenn es nicht wesentlich ist, sollte man es auch nicht aufbauschen. Schließlich hat jeder die Chance, zu lernen.

    • „Ich denke nein, die wissen schon, was sie tun“

      Ich gehe hingegen davon aus, dass Menschen im allgemeinen nicht recht wissen, was sie warum tun.

      Der Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Selbstreflektion dürfte in der Verteilung liegen, wer mehr an Sachzusammenhängen und systemischem Denken Interesse und Fähigkeiten hat.

      Wer in seinem Denken mehr Wert auf systemische Zusammenhänge legt als auf persönliche Empfindsamkeiten, gelangt i.d.R. zu anderen Erklärungsmodellen für sowohl das eigene Handeln als auch das von anderen.

      Wenn Feministinnen sagen: „Männerrechtler hassen Frauen“, dann ist das Problem also nicht, dass sie nicht nachgedacht haben, sondern dass ihnen schlichtweg die intellektuellen Werkzeuge fehlen, eine andere als emotionale Begründung zu finden.

      Dass Männer in ihren Analysen quasi immer daneben liegen und „Marxismus“ zu einer Zebraherde sagen oder „links ist gut und ökonomisch“, steht auf einem anderen Blatt.
      Das liegt an der Komplexität der Realität, der eh keiner gewachsen ist.

    • Aquaman approves!

      Männer dürften aber tatsächlich mehr Schuppen haben, eben weil sie sich tendenziell weniger Gedanken um die Pflege ihrer Kopfhaut machen. Wenn ich mir ansehe, was meine Frau sich alles an feuchtigkeitsspendenen Aloezeug sich in die Haare schmiert, wundert es mich nicht dass sie keine Schuppen hat und ich im Winter bei trockener Heizungsluft schon.

      Vielleicht schmier ich mir das einfach auch mal in die Haare…

      Ansonsten nehm ich auch mal gerne das ein oder andere fruchtige Frauenduschgel her, auch wenn es tendenziell mehr kostet, einfach weil es lecker riecht! Was das kann man nicht essen? D’oh!

  10. Nivea. Gerüche kann ich eh nicht unterscheiden, mir gefällt aber das dunkelblaue Design. Und, dass es eine uralte Ost- Marke ist.

  11. Würde es ein Mittel geben, mit dem Männer sich die Haar und den Körper waschen, die Zähne putzen, das Fahrrad reinigen und Eingebranntes aus Töpfen entfernen könnten, dann würde sie es kaufen. Männer sind da sehr praktisch veranlagt und das hat nichts mit irgendwelchen Unsicherheiten in Bezug auf ihre Männlichkeit zu tun.

    Solche Vorwürfe von Feministinnen sind i.d.R. eh Projektionen ihrer selbst.

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