Selbermach Mittwoch 318 (05.05.2021)

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85 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 318 (05.05.2021)

  1. Ich freue mich, dass es zunehmend mehr fundierte Kritiken an dem pseudowissenschaftlichen Scharlatan und derzeitigen Hauptvertreter der antisemitischen rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie James Lindsay gibt.

    Der Philosoph Samuel Hoadley-Brill, ein Experte für die Themen „Postmodernismus“ und „Critical Race Theory“, dessen lesenswerte kritische Rezension zu James Lindsays und Helen Pluckroses Buch „Cynical Theories“ ich bereits in der Vergangenheit hier verlinkt hatte

    https://www.liberalcurrents.com/the-cynical-theorists-behind-cynical-theories/

    hat erneut einen interessanten kritischen Text zu James Lindsay verfasst:

    Samuel Hoadley-Brill – James Lindsay v. Critical Race Theory

    https://conceptualdisinformation.substack.com/p/james-lindsay-v-critical-race-theory?r=7v05d&utm_campaign=post&utm_medium=web&utm_source=copy

    Ich selbst habe mich ebenfalls in der letzten Zeit verstärkt mit den theoretischen und ideengeschichtlichen Grundlagen der politisch korrekten Variante des Antirassismus beschäftigt und meine Einstellung zur Critical Race Theory ist wesentlich kritischer als die des Autors Samuel Hoadley-Brill. Trotzdem verlinke ich seinen Text hier, denn auch bei der Kritik an der sogenannten Critical Race Theory sollte man m.E. (sowohl aus wissenschaftlichen wie aus ethischen wie aus pragmatischen Gründen) Kriterien wahrheitsorientierten Kritisierens einhalten..

    Eine linke Kritik an der postmodernen Political Correctness, die am Prinzip der Wahrheitsorientierung festhält, darf m.E. nicht so vorgehen wie z.B. der James Lindsay-Anhänger Sebastian Wessels, der es fertiggebracht hat, ein ganzes Buch zur Kritik an der Critical Race Theory zu verfassen, offenkundig ohne vorher auch nur ein einziges Buch zum Thema Critical Race Theory gelesen zu haben. Er hätte die inhaltliche Fehlerrate seines Buches reduzieren können, wenn er anstatt James Lindsay nachzuplappern wenigstens mal das Standard-Einführungswerk zum Thema Critical Race Theory von Richard Delgado und Jean Stefancic gelesen hätte:

    https://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/ID47372489.html

    Die politisch korrekte Variante des Antirassismus beruht in Wahrheit zudem nicht auf einer, sondern auf drei theoretischen Strömungen, die sich überlappen, aber nicht miteinander identisch sind:

    – die Critical Race Theory – die Critical Race Theory war ursprünglich eine juristische bzw. rechtstheoretische Denkschule, später hat die Critical Race Theory dann auch andere Disziplinen einbezogen, sie hat jedoch nach wie vor ihren Schwerpunkt in der Rechtstheorie. Die Critical Race Theory bezieht sich übrigens nicht nur auf Schwarze, sondern es gibt Unterströmungen der Critical Race Theory zu mehreren ethnischen Minderheitengruppen in den USA.

    – die Critical Whiteness Studies – diese haben ihren ideengeschichtlichen Ursprung in bestimmten, z.T. auch seriösen Erkenntnissen aus geschichtswissenschaftlichen Werken zum Thema der sozialen Konstruktion von Rassismus, die dann aber in einseitiger und verabsolutierter Weise auf die moderne US-Gesellschaft übertragen wurden. (Robin DiAngelo, die Autorin des Schundbuches „White Fragility – die deutsche Übersetzung ihres Buches liegt mir vor – ist z.B. eine Vertreterin der Critical Whiteness Studies, nicht der Critical Race Theory).

    und

    – der Black Feminism – auf deutsch meistens mit „Schwarzer Feminismus“ bezeichnet, womit in diesem Fall aber nicht der Feminismus von Alice Schwarzer gemeint ist, sondern der Feminismus schwarzer Frauen in den USA.

    Das Konzept der Intersektionalität stammt übrigens schwerpunktmäßig aus dem Black Feminism. Kimberlé Crenshaw, eine der aktuell bekanntesten Intersektionalitäts-Theoretikerinnen gehört gleichzeitig dem Black Feminism und der Critical Race Theory an, die meisten anderen bekannten Vertreterinnen des Black Feminism, die (in der Regel vor Crenshaw) Beiträge zur Theorie der Intersektionalität verfasst haben, gehören jedoch nicht der Critical Race Theory an, sondern nur dem Black Feminism.

    Hintergrund des Konzepts der Intersektionalität war ursprünglich, dass viele Vertreterinnen des Black Feminism einerseits in den unteren sozialen Schichten aufwuchsen und außerdem in einer Zeit erwachsen wurden (50er, 60er und 70er Jahre) als Rassismus gegen Schwarze und starre traditionelle Geschlechterrollen in den USA wesentlich verbreiteter waren als heute. Für diese Frauen war es daher, ausgehend von ihrer Lebenserfahrung, naheliegend, zu versuchen, die Kategorien „Class, Race und Gender“ zusammenzudenken sowie im Falle einer homosexuellen bzw. lesbischen Orientierung auch den Aspekt „sexuelle Orientierung“ noch einzubeziehen.

    Nicht im Zusammendenken der genannten Kategorien liegt allerdings m.E. das Problem, dies halte ich durchaus für einen theoretischen Fortschritt, sondern in der Idee der einseitigen Schließung, die sich leider letztendlich durchgesetzt hat, also in der einseitigen und falschen Perspektive, dass eine Seite stets als allgemein privilegiert, die andere Seite stets als allgemein diskriminiert konzeptualisiert wird.
    Dazu hatte ich mich in der Vergangenheit mehrfach geäußert, zu meiner Kritik an den derzeitig vorherrschenden Intersektionalitätsmodellen, siehe z.B. die beiden folgenden Beiträge von mir:

    https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2016/12/19/gastartikel-leszek-ueber-intersektionalitaet/

    und

    https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2016/12/23/gastartikel-leszek-darueber-wie-eine-echte-ungleichheits-und-diskriminierungsforschung-aussehen-kann/

    Die drei Denkschulen (Critical Race Theory, Critical Whiteness Studies und Black Feminism) begannen ursprünglich mit z.T. durchaus legitimen Anliegen und drifteten dann immer mehr in politische korrekte Einseitigkeiten und Blödsinn ab.

    Eine wahrheitsorientierte Kritik am politisch korrekten Antirassismus muss sich also mit den theoretischen und ideengeschichtlichen Grundlagen der drei genannten Denkschulen befassen, sowohl ihre Unterschiede als auch ihre Überlappungen registrieren, die ursprünglichen Teilwahrheiten rausfischen, bestimmen an welchem Punkt diese Denkschulen in Einseitigkeiten und Blödsinn umschlagen und Letzteres fundiert und begründet kritisieren.

    Ach ja, alle drei genannten theoretischen Strömungen – Critical Race Theory, Critical Whiteness Studies und Black Feminism – haben nichts mit der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule zu tun, was sich leicht nachweisen lässt, wenn man mal Einführungsbücher zu den genannten Strömungen lesen würde.
    (Und nein, Angela Davis ist keine Vertreterin der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule und sie ist keine Vertreterin der Kritischen Theorie Herbert Marcuses, sie ist übrigens auch keine Vertreterin der „Critical Race Theory“ – die mit der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule ohnehin nichts zu tun hat – Angela Davis ist eine Vertreterin des Black Feminism.)

    • „Angela Davis ist eine Vertreterin des Black Feminism.“

      Eine Kommunistin. Einfach eine solche, von wegen „Black Feminism“.

      • @ Alex

        „Eine Kommunistin.“

        Ja, aber keine „Neomarxistin“ und keine Vertreterin der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, sondern sie vertritt einen orthodoxen Marxismus, zeitweise vertrat sie leider sogar einen Marxismus-Leninismus – also weitgehend das Gegenteil von dem, was sogenannte Neomarxisten vertreten.
        von Herbert Marcuse wurde Angela Davis wegen ihrer damaligen unkritischen Einstellung zu DDR und Sowjetunion kritisiert.

        „von wegen „Black Feminism“.“

        Angela Davis ist eine von mehreren Vertreterinnen des Black Feminism. Im Black Feminism gibt es aber keine Festlegung auf eine bestimmte linke politische Richtung. Man trifft doch Anhängerinnen unterschiedlicher linker politischer Weltsichten an.

        • „Angela Davis ist eine von mehreren Vertreterinnen des Black Feminism. Im Black Feminism gibt es aber keine Festlegung auf eine bestimmte linke politische Richtung. Man trifft doch Anhängerinnen unterschiedlicher linker politischer Weltsichten an.“
          Feminismus ist nicht links oder rechts, Feminismus ist weiblich. Im Moment arbeiten der linke Zeitgeist und die Feministen zusammen. Vor hundert Jahren haben die Rechten und der Feminismus zusammen gearbeitet (Suffragetten). Diese ganze Links-Rechts-Theorie verstellt den Blick darauf, dass Feminismus nichts mit diesen Richtungen zu tun hat. Es geht nicht um linke Männer oder um rechte Männer. Männer sind der Feind auch, wenn man zeitweise mit dem einen oder anderen Zusammenarbeitet. Daraus dann aber abzuleiten, dass diesen dann irgendwelche Privilegien einräumt, kann man vergessen. Die Nazis haben auch mit den Kommunisten zusammen gearbeitet nur, um sie anschließend zu ermorden. Es gibt da keine tiefe Verbindung, die Frau ist im Feminismus der Übermensch und der Mann ein Untermensch. Nur vergessen Feministinnen oft, dass sie die Männer brauchen, denn ohne uns läuft nichts, so wie der weiße Master den schwarzen Sklaven braucht, sonst liegt die Farm brach.

    • Du schreibst oben folgendes:

      „Eine wahrheitsorientierte Kritik am politisch korrekten Antirassismus muss sich also mit den theoretischen und ideengeschichtlichen Grundlagen der drei genannten Denkschulen befassen, sowohl ihre Unterschiede als auch ihre Überlappungen registrieren, die ursprünglichen Teilwahrheiten rausfischen, bestimmen an welchem Punkt diese Denkschulen in Einseitigkeiten und Blödsinn umschlagen und Letzteres fundiert und begründet kritisieren.“

      Wieso schreibst Du hier „also“? Aus dem, was Du vorher ausgeführt hast („Die politisch korrekte Variante des Antirassismus beruht in Wahrheit …“), daraus folgt mitnichten, dass eine „wahrheitsorientierte Kritik am politisch korrekten Antirassismus“ alle die von Dir angegebenen Sachen tun muss. Also warum schreibst Du „also“?

      Davon abgesehen – eine „wahrheitsorientierte Kritik am politisch korrekten Antirassismus“ muss
      – mitnichten ideengeschichtlich vorgehen
      – mitnichten Unterschiede und Überlappungen in den Grundlagen registrieren
      – mitnichten ursprüngliche Teilwahrheiten rausfischen,
      – mitnichten bestimmen, an welchem Punkt diese Denkschulen in Einseitigkeiten und Blödsinn umschlagen
      – und mitnichten Letzteres fundiert und begründet kritisieren.

      Eine wahrheitsorientiere Kritik kann alles das tun, und vielleicht wäre es für den einen oder anderen besonders aufschlussreich, wenn sie es tun würde – aber sie muss dies nicht. Eine wahrheitsorientierte Kritik muss einfach nur die Wahrheit der zentralen Thesen des politisch korrekten Antirassismus in Zweifel ziehen, und diesen Zweifel schlüssig begründen. Sie kann noch vieles anderes tun, aber müssen tut sie es nicht.

      Darüber hinaus müssen sich Leute wie Lindsay oder Petersen nicht an Deinen Privat-Maßständen und -Standards messen lassen.

  2. Den Grünenwählern hier (gibt’s welche?), die sich von den Grünen grüne Politik erhoffen, und den Grünengegnern hier (davon gibt es sehr viele), die von den Grünen eine Ökodiktatur fürchten, lege ich dieses eineinhalb Jahre alte humoristische Video ans Herz:

    Beide Gruppen sollten ihre Erwartungen realistisch halten.

    • „Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird“ ist kein Argument. Bei fanatischen Ideologen trifft es außerdem nicht immer zu. Der Deutsche macht alles besonders gründlich, auch wenn es Quatsch ist.

      • Dann werden die Grünen also besonders gründlich umfallen, was ihre Ökoziele betrifft. Ich darf daran erinnern, dass sie schon nach der BTW’17 in den Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP den Kohleausstieg geopfert hatten.

        • Du wiederholst dein „Es wird nichts so heiß gegessen“ – Argument. Eine katastrophale Politik wird nicht dadurch schön, weil es manchmal Hindernisse gibt.

          Außerdem sind wir jetzt in einer anderen Situation als vor 4 Jahren. Die Klimadeppen haben 2019 eine gigantische Propagandaschlacht geschlagen die bis heute in den Köpfen nachwirkt, und es wurden letztes und dieses Jahr mehrere diktatorische Instrumente in Position gebracht auf die die Klimadeppen schon jiepern. Die böse alte Frau installiert derweil eine Verteuerung nach der anderen und ist scharf wie Nachbars Lumpi auf jedes Verbot das sie aussprechen kann. Derweil ist das BVerfG offenbar als Kontrollinstanz ausgefallen. Das alles passiert sogar schon ohne die Grünen, die sind dafür gar nicht notwendig.

          Der Funken Restverstand in den politischen „Eliten“ ist verschwindend gering, dass das ausreicht den Unfug zu stoppen wäre pures Glück. Wir sind 1932. Da gibt es nichts schön zu gucken.

          • Man soll den Tag nicht vor dem Abend tadeln – aber ich würde auch eher schwarz sehen. Ziemlich schwarz.

          • Noch viel schlimmer: die Frauenpolitik oder die Integrations-/Ausländerpolitik. Keine hörbaren öffentlichen Gegenstimmen aber jeden Tag massive und immer extremere Propaganda und Zensur.

            Und dieser Medienapparat protegiert eine von Merkel ideologisch gesäuberte (und mit vernetzten Frauen durchsetzte) CDU und eine grüne Partei, die offenen Sexismus und Rassismus toll findet, solange er der „richtigen“ Seite dient, mit einer mehr oder weniger unfähigen Kanzlerkandidatin. Bei rot-rot-grün eher noch extremer.

            Ehrlich gesagt emfinde ich das Schaffen von schwer zu korrigierenden Fakten, insbesondere in der Justiz und in der Bevölkerungszusammensetzung, als eine viel viel größere Bedrohung, als eine verfehlte Umweltpolitik! Der große Blackout wird m.E. ausbleiben, einfach weil wir halt dann von Franzosen und Polen (teuer) Strom einkaufen, wenn er uns mal ausgeht (mir weitgehend egal, ich hab Solar auf dem Dach, das wird mich dann auch nicht mehr ruinieren).

            So ganz ohne grüne Umweltpolitik ist BaWü übrigens nicht geblieben. Bei uns wurden im Nachbarort (unter massiven Protesten der Bevölkerung) riesige Windräder hingeklotzt, natürlich ganz an den Rand der Gemeinde, so dass wir auch was von dem schönen Ausblick und dem nächtlichen Geblinke haben.

            Auch Phillipsburg (ich konnte die Türme von unserem Berg aus sehen) haben sie sicherheitshalber 2020 weggeräumt, damit niemand auf die Idee kommt, das wieder hochzufahren:

  3. Wie geht die Freie Universität Berlin mit ihrer künftigen Bürgermeisterin um? Schließlich will die ja im Herbst die erste Hauptstadt der Herzen Frauen ausrufen.

    Die zweite Prüfung der Dr.-Arbeit ist abgeschlossen. Jetzt hat Dr. Giffey vier Wochen Zeit, sich dazu zu äußern. Inhalt und Ergebnis sind streng geheim.

    Sie hat ja schon abgewunken, werde ihren Titel nicht mehr nutzen. Das Ergebnis sei egal, sie werde trotzdem zur Bürgermeisterin (kandidieren).

    Na dann…

    https://www.bz-berlin.de/berlin/uni-gibt-giffey-gelegenheit-zur-stellungnahme-wegen-doktorarbeit

  4. Warum wir glauben, was wir glauben wollen

    https://www.nzz.ch/folio/warum-sie-nie-recht-haben-ld.1612968?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Bockstarker Artikel in der NZZ zum Thema Meinungsbildung. Erkläre ich hiermit zur Pflichtlektüre des Selbermach-Mittwochs 🙂
    Da es so viele interessante Abschnitte gibt, die eines Zitats würdig wären, beschränke ich mich auf diese mir bis dato unbekannte Untersuchung zweier Forscher:

    Kurz vor den Wahlen in Schweden im Jahr 2010 baten Lars Hall und Petter Johansson Passanten, einen Fragebogen zu zwölf politischen Fragen auszufüllen, in denen sich linke von rechten Parteien unterschieden. Durch eine Manipulation, die ihnen ein Zauberkünstler beigebracht hatte, verkehrten sie einige der Antworten auf dem Papier ins Gegenteil. Als die Psychologen danach um Erklärungen baten, hielten die Hälfte der Befragten die manipulierten Meinungen für ihre eigenen und begründeten eine Position, die sie nie bezogen hatten. 48 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben danach sogar an, sie würden anders wählen, als sie vor der Umfrage angegeben hatten.

    Ich habe die Veröffentlichung der Beiden jetzt nicht auf Herz und Nieren geprüft, aber das ist schon krass. Da verwundert es dann auch nicht mehr, wie schnell sich Umfrageergebnisse ändern können.

    • Dankeschön für den Link!

      Ich kenne tatsächlich den sozialen Aspekt der Meinungen ganz extrem: Bei meinem ersten großen Meinungswechsel (feministisch erzogen => Feminismuskritiker) bin ich ganz schön hart aus dem mich umgebenden sozialen Gefüge gerissen worden. Seitdem ist mir das noch ein paar Mal passiert, auch in Fällen wo ich von fester Meinung zu Undefined gewächselt bin und einfach nur durch das Zulassen einer anderen Position als Möglichkeit mein Umfeld verschreckt habe.

      Ich glaube, dass vor allem dieser Sozialaspekt das ist, was Meinungen festhällt, denn das Opfer, dass man für die Meinungsänderung bringt ist groß. Passend zum Evolutionsblock kann man vielleicht gut von einer Schutzfunktion sprechen, die das evolutionär wichtige soziale Umfeld erhällt.

      Inzwischen ändere ich meine Meinung regelmäßig, vielleicht aber vor allem, weil ich im sozialen nicht mehr allzu viel zu verlieren habe. Ist ja eigentlich schon (fast) alles weg.

      • Geht mir ähnlich, ich war immer ein bisschen Außenseiter, die Vorteil dieser Position ist, man kann viel freier urteilen und viele lästigen Zwänge vermeiden. Der Nachteil: man ist schnell einsam und kann das oberflächliche Geschwafel der anderen oft nicht ertragen. Bei vielen Themen ist meine Position mittlerweile so weit vom Mainstream entfernt, dass ich besser den Mund halte 🙂

        Was auch wieder nicht gut ist, weil man sich so ja nicht mehr weiterentwickeln kann, zum Glück gibts noch das Internet. Schade, dass die zunehmende Zensur dem Austausch mit Andersdenkenden ständig entgegenwirkt, weil der mir eigentlich am meisten Spaß macht, bietet er doch Potential zu überzeugen oder was neues zu lernen.

    • Große Klasse, vielen Dank!

      Dass wir unsere Rationalität hoffnungslos überschätzen, wird gut deutlich. Aber woran richten wir unsere Überzeugungen und unser Handeln dann eigentlich in Wirklichkeit aus?
      An der Entschlossenheit von akzeptierten Autoritätspersonen wie beim Milgram-Experiment? An dem, was Mutti uns eingetrichtert hat seinerzeit? Haben wir eigentlich wirklich ein halbwegs stabiles Wertesystem, von dem wir ja glauben, dass es unverrückbar ist, bis wir ganz plötzlich meinen, die Menschen nachts einsperren zu müssen?

      Und vor allem: Wo verklappen wir jetzt die ganzen irrelevanten Balkendiagramme, die uns einen evidenzbasierten Weg weisen sollen?

      • Weiter unten im Artikel wird ja ein Forscher genannt, der den Kippunkt ermittelt hat. Ab einer bestimmten Menge (er hat ca. ein Drittel in seiner Studie ermittelt) an Gegeninformation neigt man dazu, die Meinung zu ändern. Ich vermute, dass das auch früher passieren kann, wenn die Informationen besonders glaubhaft, plausibel oder markant ist. Manchmal reicht vermutlich auch schon ein Denkanstoß.

        Ich bin da nicht ganz so pessimistisch. So gut wie niemand ändert seinen Standpunkt sofort, aber ehrliche Argumente wirken nach und lassen einen die Welt auch schon ein bisschen anders wahrnehmen.

        Das Problem ist, dass die Medien das Quantitätsproblem kennen, dass nämlich die Menge die Meinung macht. Das ist da gut bekannt, habe ich schon öfter gehört. Sieht man z.B. am Deutschlandfunk, die oft eine Vorschau zu den Nachrichten bringen und dann noch eine Nachschau, schon hat man die oft sehr einseitige Message dreimal innerhalb von 10 Minuten gehört.

        Wenn man aber zehnmal am Tag MeinungX hört und nur einmal die Woche MeinungY, gewichtet man letztere als unwahrscheinlicher oder unwichtiger. Sich gegen Propaganda durchzsetzen ist also besonders schwierig, vor allem bei Menschen, denen die soziale Einbettung sehr wichtig ist und die nicht gerne selbst über Widersprüche nachdenken…

        • Klar: Je häufiger eine Behauptung verbreitet wird, umso glaubhafter scheint sie den Naiven. Das Stilmittel der permanenten Wiederholung ist daher das allerwichtigste dieser Medien. Die gute Nachricht: Diese Medien werden immer weniger beachtet. Das Durchschnittsalter der ÖR-Zuschauer liegt knapp unter 60. Unter 30 guckt so gut wie niemand ÖR-Fernsehen.

          • Gott sei Dank. Die Frage ist, wo die jungen Leute sich dann informieren und ob das ausgewogener ist…

          • @AK Natürlich nicht unbedingt bei glaubwürdigeren Quellen, überwiegend wahrscheinlich Internet. Das ist auch ein Problem um das man sich kümmern muss. Der Vorteil ist aber, dass diese Quellen nicht gleichgeschaltet sind, auch wenn viele davon grottige Qualität haben.

    • Du hast Recht, wirklich lesenswert, allein das:

      „Ein solches Stammesdenken zeigt sich heute bei vielen umstrittenen Themen, vom Klimaschutz über die Gentechnik bis zur Einwanderung – mit verhängnisvollen Konsequenzen. Das rationale Verhalten des Einzelnen, der im Zweifelsfall zuallererst zu seiner Gruppe hält, kann für die Gesellschaft als Ganzes irrational sein, «indem es die Bürger daran hindert, sich auf die besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber zu einigen, wie sie ihre gemeinsamen Interessen an Gesundheit, Sicherheit und Wohlstand sichern können», wie Kahan schreibt.
      .
      Überraschenderweise wirkt sich Intelligenz bei solchen Partisanenkämpfen negativ aus. Oft gilt: Je höher der Bildungsgrad, desto extremer die Positionen. Offenbar brauchen die Kontrahenten ihre beachtliche Denkfähigkeit nicht in erster Linie, um über Gegenargumente zu ihren Positionen nachzudenken, sondern, um sie wegzuerklären. Der beunruhigende Widerspruch, der sich daraus ergibt, steckt im Titel eines Artikels des kanadischen Philosophen Michael Hannon: «Sind kundige Wähler die besseren Wähler?» Eine klare Antwort kann Hannon nicht geben. Schon Benjamin Franklin bemerkte: «Es ist so praktisch, ein rationales Wesen zu sein, da es uns befähigt, für alles, was man zu tun gedenkt, einen Grund zu finden.»“

      Ja, diese menschliche Eigenschaft ist ein Problem. Andererseits führt sie auch zu einer gewissen Stabilität und dazu, dass ein Thema wirklich gründlich von allen Seiten ausgeleuchtet wird, weil jedes Fitzelchen Argument hervorgekramt wird… falls man noch miteinander redet, was ja leider immer weniger stattfindet.

      Aber zumindest emotional weniger involvierte Dritte könnten auf der Basis dieser Informationen dann theoretisch bessere Entscheidungen treffen.

      Es zeigt auch wie wichtig als neutral empfundene Medien sind, weil sie Argumente beider Seiten zu einer Synthese zusammenführen oder zumindest Widersprüche aufdecken können, welche man von der Gegenseite, aufgrund mangelnden Vertrauens, nicht annehmen würde. Leider schaffen es selbst viele professionelle Journalisten nicht, aus der Meinungsfalle zu entkommen, mittlerweile wollen sie es ja meist gar nicht mehr und bedienen von vornherein nur noch ihre Clientel.

      Auch schön:
      „Die blinden Flecken sind von links bis rechts gleichmässig über das politische Spektrum verteilt.“
      und
      „Brechen Sie mit der Erwartung, zu allem eine Meinung haben zu müssen. Wenn Sie wenig über ein Thema wissen, sowieso; aber auch, wenn Sie Experte sind. Der kanadische Pädagoge Laurence J. Peter sagte es so: «Manche Probleme sind so komplex, dass man hochintelligent und gut informiert sein muss, um bei ihnen unentschieden zu sein.»“

      Das trifft m.E. z.B. auf das Klimathema zu, Corona ist ähnlich gelagert. Man kann sich an einigen relativ deutlichen Indizien entlanghangeln und Plausibilitäten folgen, sich aber nie sicher sein.

    • Sehr wichtiger Punkt aus dem Artikel:

      Was wäre, wenn ich nicht recht hätte? Je dramatischer die Folgen, desto besser sollte Ihre Begründung ausfallen.

  5. Ob der Autor dieses Artikel in seiner Freizeit kleine Katzenbabies foltert ist nicht bekannt.

    Was stimmt nicht mit ‚Journalisten‘ wie diesen? Wissen die wirklich nicht was sie da tun?

    Oder hier: Lehrer!

    Ich habe zu ‚TonicMasculinity ja einige Beispiele gezeigt. Wir haben Männer, die bei Schießereien ihre Frauen mit ihrem eigenen Körper gegen Kugeln abschirmen, Männer und selbst Jungen die in Flüssen springen, ihr eigenes Leben riskieren um Frauen zu retten, Männer die in brennende Häuser rennen, um dort Menschen raus zu holen und da nicht Mal unbedingt Geld für bekommen. Die machen das freiwillig! Männer machen so viel mehr Gutes wie sie Schlechtes tun und dieser ‚Lehrer‘ schafft es Männer nur auf das Schlechte zu reduzieren.

    Wie dort auch jemand in den Antworten schreibt:

    „Wenn Männer biologisch zu irgendwas „verdrahtet“ sind, dann zum SCHUTZ von Frauen.“

    • Das haben sie wirklich geschafft. Eine politische Gruppe Männer, selbst wenn sie bekannt sind und sich nichts zu Schulden kommen lassen haben, wird als etwas schlechtes dargestellt, nur weil sie Männer sind. Während eine reine Frauengruppe als Vorzeigebeispiel für Gleichstellung und Diversity hergenommen wird.

  6. Sie schläg ihn mit dem Waffeneisen.. egal.. wegen instutionalisiertem Frauenhass!!!

    Meanwhile in Reality:

    Patriarchy

    Und auch hier:

    Feminismus will doch nur Equalitiy.
    Nö, Frauen und vor allem Feministinnen wollen gar nicht genau so behandelt werden wie Männer. Das wäre ja eine Verschlechterung!

  7. Lesenswertes Interview in edition F mit Janina Kugel (ehemals im Vorstand bei Siemens als Personalverantwortliche)

    https://editionf.com/interview-janina-kugel-fuehrung-vereinbarkeit-diversitaet/?mc_cid=2864e7de3f&mc_eid=f47d2c68e8

    „„Erstmal grundsätzlich, wenn wir über Quotierungen sprechen: Frauen sind nicht besser als Männer und nicht besser als diverse Menschen. Bei unserer Forderung nach einer Frauenquote von 30 Prozent geht es schlicht um eine Erkenntnis aus der Soziologie, dass aufgrund des sogenannten Ähnlichkeitsprinzips, auch „Mini-me-Prinzip“, nicht alle die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben. Menschen trauen den Menschen am meisten zu, die ihnen am meisten ähneln. Das gilt für die Ausbildung, Herkunft, aber auch für das Geschlecht. Und da die Entscheider*innen über Toppositionen meistens Männer sind, werden Männer eher bevorzugt. Entscheidungen über Besetzungen basieren nicht, anders als von vielen angenommen, auf objektiv messbaren Kriterien. Aber gemischte Gruppen treffen andere Entscheidungen, bei mehr Frauen in Gremien kommen andere Lebensrealitäten zum Tragen.“

    Wenn es mehr Bilanz- und Gewinnwachstum gibt…her damit 😉

    • “ Menschen trauen den Menschen am meisten zu, die ihnen am meisten ähneln. Das gilt für die Ausbildung, Herkunft, aber auch für das Geschlecht. Und da die Entscheider*innen über Toppositionen meistens Männer sind, werden Männer eher bevorzugt.“

      Belegt sie diese Behauptungen auch oder schließt sie von sich auf andere?

      • Sie verweist selber auf das „Mini-me-Prinzip“.

        Ein in der Organisationspsychologie gut erforschtes Thema und im Volksmund als „Gleich und gleich gesellt sich gern“ viral.

        Daneben gibt es speziell im Geschlechterbereich auch noch rationale Vorbehalte wegen „Schwangerwerdenkönnen“ und des geringeren sozialen Anreizes für Frauen im Beruf erfolgreich zu sein (Bringt kaum Statuspunkte und die Gesellschaft ermöglicht Ausstiegsoptionen). Was die Leistungsbereitschaft von Frauen massiv reduziert.

  8. Als Fan war ich sehr erfreut, dass die Comics von Carl Barks in einer Sonderedition neu aufgelegt werden – die habe ich mir natürlich nach und nach geholt! Vor allem, da der Egmont-Ehapa Verlag explizit mit der großartigen Übersetzung von Erika Fuchs wirbt:

    Ich hatte früher viele Comics gelesen und eine grobe Einteilung in „die sind lustig“ und „die sind meh“ entwickelt. Erst viel später habe ich herausgefunden, dass alle Comics die ich in die Kategorie „lustig“ eingeordnet habe diejenigen von Barks mit der Übersetzung von Erika Fuchs waren. Die Frau ist ein Genie und ihre Übersetzungen gelten völlig zu Recht als Meisterwerke.

    Aber ach, irgendwie wollte nicht so recht Freude aufkommen, das war in meiner Erinnerung doch anders. Zum Glück hat man ja die alten Comics noch vorrätig und kann vergleichen. Mal sehen.
    Version a:

    Version b:

    Erste Erkenntnis: Meine Erinnerung trügt mich nicht, die Übersetzung sind unterschiedlich. Und zwar wurden nicht nur hin und wieder einzelne Worte ausgetauscht, quasi jedes Panel ist komplett anders.
    Zweite Erkenntnis: Die eine Version finde ich spritzig und interessant, die andere reißt mich nicht vom Hocker. Es gibt einen deutlichen Unterschied in der Komplexität und der Länge der Sätze. Ich habe die Worte nicht gezählt, aber man sieht es schon alleine wenn man die beiden Seiten grob ansieht, dass bei einer wesentlich mehr Text ist. Das zieht sich allgemein durch die ganze Geschichte durch, hier ist nur eine Seite stellvertretend herausgegriffen.

    Was mir weiters sauer aufstößt, durch die andere Übersetzung wird auch explizit in den Fortgang der Handlung eingegriffen. Z.B. spielen die verschiedenen Farbstoffe für Süßspeisen im weiteren Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle, in der alternativen Übersetzung kommt das aber gar nicht vor. Da ist nur von „Eiskrempulver“ die Rede.

    Weiteres Beispiel aus derselben Geschichte:
    Version a:

    Version b:

    Selbe Erkenntnis wie zuvor. Eine Version spannend und dramatisch, die andere weichgespült: „Mein Land entbietet euch seine Grüße, ihr kümmerlichen Landratten“ – herrlich! „Holen wir uns das Bombastium“ – schnarch.
    Und warum der begeisterte Spruch der drei Kinder „Sensationen, Attraktionen! Was es auch sei – wir sind dabei!“ (ein Juwel der Übersetzungkunst!) einem langweiligen „Was gibt’s Onkel Dagobert?“ weichen musste versteht wirklich niemand.

    Spannender wirds hier:

    Aus Herrn Fridolin Freudenfett wird ein Herr Fridolin Freundlich. Ist das vorauseilender Gehorsam vor dem heutigen Zeitgeist? Angst vor Vorwürfen von Bodyshaming? So verschenkt man jedenfalls die ganze Pointe.

    Weiter:


    Wenn „Oh, mein Papa“ durch den „Letzten Walzer“ ersetzt wird, ist es schon einigermaßen schwer nicht zum Verschwörungstheoretiker zu werden. In einem der oberen Beispiele wurde z.B. auch ein „Bruderherz“ gekürzt.

    Was soll das alles? Die ganze Sache stinkt zum Himmel. Einmal ganz abgesehen von der Problematik bestehende Texte auf diese Art „anzupassen“, wenn ich Original Barks in der Übersetzung von Erika Fuchs kaufe, dann will ich das auch bekommen! Zumal der Verlag explizit mit der Fuchs-Übersetzung wirbt – die wissen ganz genau welchen hervorragenden Ruf diese Übersetzungen haben, und weisen an mehreren Stellen darauf hin dass die Geschichten in der Original-Übersetzung erscheinen. Dann auf diese plumpe Art und Weise heimlich(!) Änderungen vorzunehmen ist einfach eine Verarsche sondergleichen. Ich werde keine weiteren Bände der Reihe mehr kaufen und mich beim Verlag beschweren.

    • Ja, seltsam. Schreib mal, was die antworten.

      War mir gar nicht so bewusst, aber ich finde die neueren Sachen auch teilweise gähnenslangweilig. Müssen halt alles ultrakurze Sätze sein, zumindest glauben das offenbar die Macher, um vermeintlich lesefaule Comicleser nicht zu überfordern, schätze ich. Und alle Ecken und Kanten müssen raus, damit es keinen Shitstorm durch besorgte Eltern gibt. Auch so eine Anpassung nach unten, um den Massenmarkt besser bedienen zu können.

      • War mir gar nicht so bewusst, aber ich finde die neueren Sachen auch teilweise gähnenslangweilig.

        Das hier ist etwas anderes, die Übersetzungen der Barks-Geschichten durch Erika Fuchs sind aus den 60ern und 70ern. Es geht nicht darum dass neu erscheinende Geschichten einen anderen Stil haben. Hier werden bereits bestehende Texte, die zudem bereits eindeutig Kanon sind, mir nichts dir nichts verändert. Das ist ein ganz anderes Kaliber und nicht in Ordnung.

      • Interessiert mich auch, was die antworten. Es gab eine Zeit, da habe ich mein gesamtes Taschengeld in den Erwerb von Micky-Maus-Heften und Lustigen Taschenbüchern gesteckt.

        Ich finde sowohl den Betrug mit der nur vorgeblichen Fromm-Übersetzung schlimm, wie auch den neuen Stil. Was soll das sein, einfaches Deutsch für geistig Zurückgebliebene? Es sinkt für Sie: Das Niveau.

        • Dein Kommentar erspart mir einen eigenen! 🙂
          Cheers!
          Bei mir kamen sie zuerst von einem Ephapa-Vertriebsmann, geradezu kofferweise!

          Erika Fuchs hat geradezu literarische Qualität! Wie können die es wagen, ihr Erbe so zu verschleudern?
          Es tut nur weh, so überflüssig.

          Danke an pingpong für die Analyse!

        • Antwort des Egmont-Ehapa Verlages:

          vielen Dank für Ihre Zuschrift zum Thema der Übersetzungen von Carl Barks Comics und unseren Veröffentlichungen im Lustigen Taschenbuch Classic Edition.
          Speziell zur Veröffentlichung des Comics The Fantastic River Race (1957) /dt. Titel zumeist Jugenderinnerung, veröffentlicht in LTB Classic Edition 12, existieren 2 Übersetzungen, die aber beide aus der Feder von Dr. Fuchs stammen[…]. Grundlage für das LTB Classic Edition ist die Barks Library, ebenfalls von Dr. Fuchs übersetzt.

          […] erlauben Sie uns unsere Darstellung des Sachverhalts mit Ihnen zu teilen:

          Die beliebten Comic-Geschichten aus Entenhausen begeistern seit 1951 Generationen von Leserinnen und Lesern. Jedes Jahr werden viele neue Abenteuer und Geschichten mit Donald Duck, Micky Maus & Co. produziert und in verschiedenen Formaten und Editionen veröffentlicht. Darüber hinaus besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Nachdrucken und Neuauflagen klassischer Lieblingscomics, sowohl bei erwachsenen „nostalgischen“ Comic-Fans als auch bei neuen, jüngeren Leserinnen und Lesern. Aus diesem Grund veröffentlicht Egmont Ehapa Media immer noch Nachdrucke klassischer Comics, die etwa in den 60ern, 70ern oder 80er Jahren produziert wurden. Diese stammen von legendären Künstlern wie Carl Barks, dessen Geschichten vorwiegend von Dr. Erika Fuchs übersetzt wurden.

          Aber nicht alle älteren Comics sind heute zum Nachdruck geeignet. Inhalte können in einem modernen Kontext als veraltet und manchmal sogar unangemessen empfunden werden. Story House Egmont, wozu auch Egmont Ehapa Media gehört, hat daher Routinen eingeführt, um die Qualität und Eignung der nachgedruckten Comics sowohl in Bezug auf den Text als auch auf den visuellen Inhalt sicherzustellen.

          Die vereinzelten Reaktionen in Bezug auf die von unserem Verlag vorgenommenen leichten textlichen Anpassungen der Übersetzungen von Dr. Erika Fuchs, nehmen wir nun zum Anlass für diese Stellungnahme. Die geäußerte Kritik richtet sich auf die aktuelle Reihe LTB Classic Edition, im Speziellen auf eine vermeintlich unnötige Bearbeitung der Originaltexte.

          Auf Bitte und in Abstimmung mit unserem Lizenzgeber und dem Rechteinhaber Disney hatte der Verlag folgenden Hinweis in den Ausgaben platziert, um vorsorglich etwaigen Missverständnissen in Bezug auf sehr vereinzelte textliche Inhalte vorzubeugen: „Die hier abgedruckten Geschichten sind reine originalgetreue Nachdrucke in ihrer ursprünglichen Übersetzung, die zum Teil nicht den heutigen Zeitgeist widerspiegeln.“ Dieser Hinweis sollte aus unserer Sicht nicht wortwörtlich als Garantie für die Unverfälschtheit der Fuchs-Übersetzung verstanden werden, sondern vielmehr als übergeordnete Einordnung der Geschichten, einen größeren Kontext und das Zeitverständnis betreffend. Zusätzlich redigieren wir die alten Texte mit äußerster Vorsicht, da sich Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Zeitgeist immer weiterentwickeln, sodass heutzutage eine große Anzahl an Änderungen aufgrund der verwendeten Begrifflichkeiten vorgenommen werden muss.

          Da unsere Comics auch von vielen Kindern gelesen werden, sehen wir es als unsere Verantwortung, missverständliche Interpretationen der Übersetzungen in absoluten Ausnahmefällen zu vermeiden. Sämtliche Änderungen verfälschen jedoch nicht die Übersetzung und Bearbeitung von Dr. Erika Fuchs in ihrer Gesamtheit. Zumal Dr. Erika Fuchs höchstselbst viele ihrer Texte immer wieder bearbeitet hat, weil sich lebendige Sprache eben verändert.

          Es ist oft ein schwieriger Spagat zwischen dem Anspruch, der Originalarbeit der Schöpfer und Übersetzer so treu wie möglich zu sein sowie den Erfordernissen der textlichen Anpassung. Anderseits sehen wir aber, dass es sehr gut möglich ist, veraltete Inhalte zu ersetzen, ohne die ursprüngliche Geschichte tatsächlich zu verzerren.

          Ohne eine Bearbeitung wäre es uns zum Teil gar nicht mehr möglich, einige Geschichten überhaupt abzudrucken, wobei wir uns natürlich darüber im Klaren sind, dass wir nicht allen Interessen und Präferenzen gerecht werden können.

          Die aktuellen Zuschriften haben wir zum Anlass genommen, ab sofort den zusätzlichen Hinweis wie folgt zu verändern: „Die hier abgedruckten Geschichten sind zumeist originalgetreue Nachdrucke in einer weitestgehend ursprünglichen Übersetzung, die zum Teil nicht den heutigen Zeitgeist widerspiegeln.“ Wir bedauern es, dass die Informationen in der LTB Classic-Edition zu den Änderungen an der Originalübersetzung nicht klar genug kommuniziert wurden. Wir begrüßen die Debatte auch und sehen sie als Ausdruck des hohen Engagements, von dem die Barks-/Fuchs-Comics umgeben sind.

          Wir denken, dass wir damit allen Anforderungen genügen und hoffen sehr, noch viele weitere Generationen mit dem einzigartigen Werk von Carls Barks und Dr. Erika Fuchs begeistern zu können.

          Mit freundlichen Grüßen von Ihrem
          Lustiges Taschenbuch-Team

          Naja, ich bin anderer Meinung. „Nicht alle älteren Comics sind heute zum Nachdruck geeignet“ – doch, sind sie. Genauso wie andere alte Werke die heute eventuell wie aus der Zeit gefallen wirken. Dass „Inhalte als veraltet und manchmal sogar unangemessen empfunden werden“ liegt in der Natur der Sache. Sprache ändert sich nunmal, das schreiben sie ja selbst. Daraus folgt allerdings nicht, dass man alte Originale an den jeweils gerade herrschenden Zeitgeist anpassen muss. Im Gegenteil, gerade weil sich Sprache ändert wäre es umso wichtiger, dass man die Originale erhält.

          Zu „The Fantastic River Race“ / „Jugenderinnerung“, hier muss ich mich auf die Angaben der Redaktion verlassen. Laut Duckipedia gehört diese Geschichte NICHT zu denjenigen die von Erika Fuchs mehrmals übersetzt wurden, wie die Redaktion das behauptet.
          Zur anderen Geschichte „Fragwürdiger Einkauf“ (aus der stammen zwei der Beispiele im Anfangspost) schreiben sie nichts. Mein Urteil bleibt bestehen: Die Übersetzung in der Classic Edition finde ich langweilig und ohne Witz, es würde mich wundern wenn die in dieser Form von Erika Fuchs stammt. Ausschließen kann ich das aber nicht.

          Man muss allerdings dazusagen dass nicht alle Geschichten in der Classic Edition betroffen sind. Die meisten lesen sich richtig. Aber es sind eben einige Ausreißer dabei, wo nach meinem Empfinden ein mehr oder weniger deutlicher Abfall in der Qualität der Übersetzung spürbar ist.

          • Wie ich solche Antworten hasse. Könnte von einem Politiker stammen. Ganz viel Blabla, um zu verschleiern, dass sie gelogen haben, und dass sie das sprachliche Niveau herunterziehen.

            Naja, Comics galten früher schon als die Totengräber der Sprache.

            (Man beachte: Der Totengräber ist kein Mörder. Er trägt den Leichnam, den bereits toten, nur zu Grabe.)

  9. Ein Problem mit vielen Linken ist meines Erachtens, dass sie glauben, dass die Rechten immer, in allem, unrecht haben müssen, was natürlich Unsinn ist. Tatsächlich ist derzeit eher das Gegenteil der Fall: Die Rechten haben viel häufiger recht als die (die veröffentlichte Meinung) dominierenden linken Strömungen und die immer noch etwas häufiger als der Progressive Neoliberalismus! Das sage ich als Linker.
    Die Annahmen einer Ideologie, auch die Zentralen, müssen nämlich nicht alle falsch sein, damit die Ideologie falsch ist. Also kann man aus der Falschheit einer Ideologie nicht schließen, dass alle ihre Positionen falsch sind, noch nicht mal, dass alle zentralen Annahmen falsch sind.
    Aber müsste man nicht erwarten, dass die meisten Annahmen falsch sind? Nö, da kommt es nämlich ganz darauf an, aus welcher Quelle die Anhänger dieser Ideologie ihre Positionen beziehen! Der Liberalismus war einst sehr fortschrittlich und hatte in den meisten Fällen recht. Ab dem Ende des 19. Jhs. haben die Liberalen dann aber des öfteren reaktionäre Positionen übernommen. Seit dem 2. Weltkrieg ist jedoch der Faschismus diskreditiert und danach wurden immer mehr reaktionäre Positionen geächtet. Daher gaben die Liberalen diese reaktionären Positionen Schritt für Schritt wieder auf und die Rechten taten das auch vielfach zugunsten liberaler Positionen oder (so war’s am Anfang) taten zumindest so. Zugunsten liberaler Positionen, weil sie ja nicht links sein wollten, insbesondere seit der 68er-Bewegung. So wurde die Zahl ihrer Ansichten, die richtig sind, immer größer. Da die Linke spätestens seit den 70ern anfing alle Positionen der Rechten abzulehnen und die Liberalen da inkludiert wurden und die Rechten immer häufiger liberale Positionen bezogen, wurde die Zahl ihrer richtigen Positionen daher im Gegenzug immer geringer. Die Rechten reagierten darauf mit noch mehr liberalen Positionen.
    Wohl gemerkt: Die Annahme, dass die Rechten immer unrecht haben müssten, war damit im Endeffekt eine sich selbst zerstörende Prophezeihung!

    • Das Problem der Linken ist, sie haben nie Recht. Linke sind nicht produktiv und nur das zählt. Rechte sind idR produktiv und haben daher mehrheitlich Recht. Linke verstehen das natürlich nicht.
      Kriegste nie gelöst. Höchstens, wenn wir das Land teilen. Ein Teil Linke, ein Teil Rechte. Nach wenigen Monaten sind die Linken verhungert und dir Rechten reich.

      • War das jetzt Ironie? Gerade die hart arbeitende prekäre Bevölkerung ist oft links, da der Absturz immer droht. Das sich die Begriffe in den letzten 15 Jahren verändert haben muss man aber dafür ignorieren. Eine wirklich linke Partei gibt es nicht mehr. Nur noch ein paar linke Politiker.

  10. hihi

    Mein Reden…

    Heute Genderama:

    Wer Söhne hat, soll sich arbeiten schicken. Bildung brauchen die nicht. Und wenn es keine Arbeit gibt, dann können sie sich ja prostituieren. Wer Mädchen hat bekommt aber Essen.

    https://www.spiegel.de/ausland/ruanda-essensrationen-fuer-gefluechtete-gestrichen-tausende-kuenftig-ohne-unterstuetzung-a-db92a353-0f2b-4dd6-bb5c-04683ebe4a86#ref=rss

    Feminismus: Es gibt keinen Sexismus gegen Männer!

    Ebenfalls Genderama:

    „Kleinkinderzieher sucht karrierebewusste Frau mit Kinderwunsch. Du machst Karriere, ich halte Dir zuhause die Rücken frei.“

    Rückmeldungen nach drei Wochen: Null, wirklich null. Er ist sportlich und sieht anständig aus. Auch das war im Tinderprofil ersichtlich.

    Ja, aber, ja, aber nur weil Frauen wissen das Männer nicht damit klar kommen wenn die Frauen mehr verdienthonkhonk.

  11. Wenn heute eine nicht unbeträchtliche Zahl von Wissenschaftlern der Ansicht ist, in einem Klima zu leben, das die Freiheit der Wissenschaft bedroht, wird ihnen oft entgegengehalten: Von wem soll denn eine solche Bedrohung ausgehen? Man kann bei uns doch alles sagen! Es wird ihnen unterstellt, dass sie sich weinerlich nach den guten alten Zeiten sehnten, die es so nie gegeben habe, dass sie keine Kritik an ihrer Forschung ertrügen und sich als alte weiße Männer an ihren Privilegien festkrallten, die sie durch die neuen Zeiten in Gefahr sähen.
    ….

    https://zeitung.faz.net/faz/geisteswissenschaften/2021-05-05/5e1ea8bca2a3f7562fc3bed8bd8f0c3e/?GEPC=s3

  12. Die mit den drei roten Blindenpunkten haben sich mit der britischen Bettnässermutante zu Tode gefürchtet!
    Und dann keinen Humor haben mit Liefers ….
    Völlig neben der Spur LOL
    Und jetzt soll es gleich um das Weltklima gehen?!
    Hybris ist gar nichts dagegen LOL

  13. „Nicht nur beim Autobau, auch in anderen Bereichen der Technik werden Frauen ignoriert: Obwohl Frauen öfter stürzen, gibt es keine Geräte zur Sturzfrüherkennung, Beckenbodentrainer werden trotz Bedarfs nicht entwickelt, bessere Milchpumpen für Stillende werden abgelehnt zugunsten eines schmerzhaften Modells, die Headsets sind zu groß und so weiter und so fort. …Die Beispiele dafür, wie sehr Frauen von einer angeblich objektiven Wissenschaft ignoriert und vernachlässigt werden, sind in dem Buch überwältigend. Wer es nicht glauben will – und bitte weiter nachforschen – findet fast 50 Seiten Anmerkungen und Belegstellen. Ich bin der Meinung, das Buch sollte ein Muss sein. „Das war für mich eine Offenbarung zu lesen“ sagte eine junge Frau vor kurzem. Sie ist dadurch zur Feministin geworden. “

    https://www.bzw-weiterdenken.de/2021/05/die-unterwerfung-von-frauen-unter-die-maennliche-norm/

    • „Sie ist dadurch zur Feministin geworden.“

      Und plärrt jetzt rum das irgendwer das macht und entwickelt, was sie haben will 😉

      • Wäre sie männlich, sie wäre Ingenieur geworden. Da sie weiblich ist, wurde sie Feministin.

        Das ist wohl verallgemeinerbar.

    • “ Das Risiko schwerer Verletzungen ist für Frauen 47 Prozent höher, weil die Rückenlehnen ein Männergewicht von 76 Kilogramm bei 1,77 Metern Länge voraussetzen, …“

      Haben Frauen oder Menschen mit kürzeren Armen ein höheres Risiko, gegen das Lenkrad geknallt zu werden? Ist es vielleicht unveränderbare Physik?

      weiter: „…so dass Frauen mit ihrem geringeren Gewicht bei für sie härterer Rückenlehne leichter durch die Windschutzscheibe katapultiert werden. “

      Was soll damit wie erklärt worden sein? Durch die Windschutzscheibe fliegt niemand mehr, weil wir die Gurtpflicht haben… was habe ich hier verpasst? Warum ist jetzt die Rückenlehne für die Frau härter und „katapultiert“ sie durch die Scheibe (*hessisches Fragewort mit 16 Buchstaben*)?

      Was bitte soll bei Brüsten und Gurt anderes ausfallen?

      Autofahren ist halt nicht wie in der Autowerbung, es ist oft anstrengend, stressig und zuweilen gefährlich (ich bin mal während 20min Autobahnfahrt 2mal fast touchiert, weil die jeweils nicht geschaut haben ob da noch wer ist), jetzt schaue man mal wer öfter fährt, der Mann oder die Frau? Hat man dies statistisch Erfasst, kann man ein Buch darüber schreiben warum Frauen überwiegend faul und bequem sind, und Stressiges lieber auf den Mann abwälzen, oder man schreibt eins worin man sich Beschwert, dass DIE PÖSEN Wissenschaftler sich an der Realität orientieren!

      Berufsverletzungen u. -tote sind in der Größenordung 80%-95% männlich, wer schreibt darüber mal ein Buch und wer liest es in höhere Verkaufsränge?

      „Herzinfarkte bei Frauen wurden aufgrund ihrer anderen Symptome jahrelang nicht erkannt und die Frauen stattdessen mit Bauchschmerzen, Kurzatmigkeit und Übelkeit nach Hause geschickt.“

      Ja weil einer von 100 bei einer Frau passierte, war noch früher eher irreal das eine Frau einen Herzinfarkt bekam, aber beim Stress holen die Frauen ja langsam auf.

      „Medikamente werden in Versuchsreihen entwickelt, die oft nur mit Männern getestet wurden, obwohl Frauenkörper durchschnittlich ganz andere Fettgewebe und einen anderen Stoffwechsel haben.“

      1. gibt es viel weniger Frauen als Männer die an und in sich rumexperimentieren lassen und unbekannte Nebenwirkungen für Geld in kauf nehmen und 2. führt die Menstruation zu Messschwankungen. 3. Schaue man mal auf die Finanzierung bei Brust- vs Prostata-Krebs, letzteres bekommt etwa die Häfte bei etwa gleicher Todesrate 4. Wow! jemand hat bemerkt das Männer u. Frauen durchschnittlich anderen „Stoffwechsel“ haben! Ist ja selbstverständlich, dass Männer z.B. bei Hartz4 oder bei Hilfsrationen etwa 20% mehr Kalorien bekommen ist ja selbstverständlich…. Wie? Männer bekommen nicht mehr, und bei internationalen Hilfslieferungen manchmal gar nichts? Wie da heißt es „Frauen und Kinder zuerst“?(Hawaii) Was wir leben doch im Patriarchat und ich sollte Feminist werden!

      Hab‘ Obiges als Kommentar geschrieben, mal sehen ob es veröffentlicht wird…

  14. „Silence is violence but criticism is trauma: This is the new dispensation among the journalistic elite. Consider the case of Felicia Sonmez, now a reporter for the Washington Post. Sonmez became a well-known journalist-advocate for the MeToo movement a few years ago when she decided to destroy the reputation of a fellow male journalist, Jonathan Kaiman, who was then the Beijing bureau chief of the Los Angeles Times. …..“

    https://www.commentarymagazine.com/articles/christine-rosen/journalists-manufacture-trauma-weaponize-fragility/

    „Journalists who eagerly denounce “white fragility” in others seem happy to wield their own fragile emotional states as weapons against their employers. Those same institutions are encouraging this behavior by rewarding it.“

    BOOM

  15. Zwei kleine Episoden der Cancel-Culture:

    Jens Lehmann darf nicht mehr bei Sky und Hertha BSC Berlin arbeiten, weil er Dennis Aogo eine private Nachricht mit der Frage geschickt hatte, ob Aogo bei Sky „der Quotenschwarze“ sei. Die Nachricht war mit einem Smilie versehen.

    Dennis Aogo darf nicht mehr bei Sky arbeiten, weil er als Kommentator den Ausdruck „Trainieren bis zum Vergasen“ verwendet hat. (Er wurde genötigt, selbst zu kündigen.)

    Zum Vergleich: Der Radio-Reporter Herbert Zimmermann musste sich 1954 zwar öffentlich dafür entschuldigen, während der legendären Fußball-WM-Endspielreportage den Begriff „Fußballgott“ verwendet zu haben. Das galt damals als Blasphemie, und es wurde immerhin diskutiert, ob er noch weiter arbeiten dürfe. Durfte er aber.

    Wir sind de facto hinter die miefige Mentalität der Adenauerzeit zurückgefallen. O tempora, o mores.

    • Dass es Aogo jetzt auch erwischt hat, habe ich gar nicht mitbekommen. Wobei ich es da tatsächlich ein Wenig weniger bedauere, denn ich fand sein Verhalten im Umgang mit Lehmann auch nicht wirklich sympathisch – also die Sache umgehend in die Öffentlichkeit zu geben. Dabei, so wie ich im Radio darüber hörte, mit Screenshots, auf denen alles bis auf den Satz geschwärzt war. Klar, schwärzen kann man natürlich auch, weil es andere nichts angeht was das steht, aber warum sollte diese anderen dann auf einmal DIESER Satz wiederum sehr wohl etwas angehen? Für mich schwang da gleich das blöde Gefühl mit, ob das Schwärzen nicht auch dem Effekt der Aufbauschung dienen sollte, weil sich eventuell unter den geschwärzten Nachrichten Gesprächsverläufe finden könnten, die Lehmanns Darstellung, es habe ein Scherz sein sollen, hätten stützen können; nicht dass ihn das im derzeitigen gesellschaftlichen Klima irgendwie gerettet hätte… 😦

      In den späten 2000ern oder frühen 2010ern hatte mal ein Sportjournalist Miro Klose nach einem Länderspiel gefragt, ob das (es war wahrscheinlich ein Tor) vor den aktuellen Hintergründen (Probleme im Verein oder so etwas) für ihn ein „innerer Reichsparteitag“ gewesen sei. OH MEIN GOTT!!! REICHSPARTEITAG?!?! ALS FRAGE AN EINEN POLNISCHSTÄMMIGEN NATIONALSPIELER!!! HOW DARE YOU?!?!?!

      Das ist mir noch im Gedächtnis, weil es mir beim Schauen der Sendung so völlig skurril erschien, dass noch in derselben Sendung, in der Nachberichterstattung (merke: das Interview fand logischerweise auch schon nach Schlusspfiff statt) der Moderator sich aus heiterem Himmel genötigt sah, auf entsprechende Rückmeldungen zu dieser Äußerung zu reagieren, indem er sich im Namen des Senders bei „den Zuschauern“ – von denen es wohl nur eine verschwindende aber umso lautere Minderheit überhaupt als störend wahrgenommen hatte – für diese unsensible Interviewfrage entschuldigte. Zumindest durfte aber, so weit ich weiß, der betreffende Journalist damals auch noch seinen Job behalten.

      Man kann hier so richtig eine Entwicklung wahrnehmen. Irgendwann fing es mal an, dass sich vereinzelt Journalisten an Twitteraufreger dranhängten, dann begann man in diesen Kreisen, diese Hetz- und soziale Lynchmeute immer mehr als moralische Instanz wahrzunehmen, vor welcher man sich bei missfälligen Äußerungen oder Taten umgehend zu entschuldigen hätte und nunmehr werden ganze Karrieren und soziale Existenzen vernichtet, weil sich ein durchgedrehter Twitterpöbel an irgendwelchem Scheiß hochfährt, den jeder noch halbwegs klar denkende Mensch als ganz normalen Alltagssprech (siehe die Sache mit „innerer Reichsparteitag“) oder als vielleicht nicht besonders gelungenen aber deutlich als solchen erkennbaren Scherz abtun würde.

      Wer sich fragt, wie es den Nazis, wie auch vielen anderen radikalen, offen erkennbar bösartigen Ideologen, gelungen war, obwohl klar in der Minderheit, die ganze Gesellschaft unter ihre Fuchtel zu bekommen, der schaue sich nur an, wie es durchgeschallerten, sozial hochgradig toxischen SJWs gelungen ist, nur durch vor allem einfach bloßes Heraustwittern ihrer allzeitigen Empörung über jeden noch so belanglosen Schiss, faktisch zu Legislative, Judikative und Exekutive in Personalunion geworden zu sein.

      Aber klar, Geschichte kann sich niemals nicht wiederholen, denn heute sind wir natürlich alle viel klüger als die Leute früher, die natürlich noch alle sooo dumm waren, obwohl sie sich selbst trotzdem auch für viel klüger gehalten haben, als vorangegangene Generationen und meinten, „so etwas“ könne sich in ihrer Gesellschaft und ihrer Zeit unmöglich wiederholen… Tja…

      • Ich fand Aogos Verhalten unter aller Sau. Er hat eine private Nachricht veröffentlicht. Wenn er mit der ein Problem hatte, hätte er das mit Lehmann auf dem kurzen Dienstweg klären sollen, anstatt es öffentlich zu machen.

        Dass Aogo von „Trainieren bis zum Vergasen“ sprach, finde ich genau so lässlich wie die Rede vom „inneren Reichsparteitag“. Das kann man kritisieren, und der Arbeitgeber darf sich solche öffentlichen Äußerungen seiner Angestellten auch verbitten, aber wegen eines flüchtig gesprochenen(!) Ausdrucks, der man kritisieren kann, aber nicht muss, und der in der Umgangssprache nun mal vorkommt, jemanden zu feuern und zu ächten – da wünsche ich mir, dass die Geschassten des Rückgrat hätten, dass ihre Ex-Arbeitgeber nicht hatten, und einfach mal darauf bestünden, so zu reden, anstatt sich zu entschuldigen. Sie wurden doch eh gefeuert, was tut es denn da noch? Dann könnten sie wenigstens ihren Stolz behalten.

        Wo das alles noch hinführt, keine Ahnung… ich hoffe, das Pendel kehrt sich bald wieder um.

    • Wir haben 2020, technisch könnte das Volk, mittels sicherer Mittel übers Internet regieren, vor ca. 15-20J kam Angst auf, eine Gegenwehr der selbsternannten Eliten mag die Angst vor einem Hetzmob sein, und ein elitäres Werte- u. Sprachsystem dem 90% der Bevölkerung nicht folgen wollen, dessen Nichtbeachtung aber Angst vor Internet-Lynchen erzwingt.

    • Nicht, dass einer dieser Leute eine Ahnung hätte, was dieser Satz eigentlich bedeutet und woher er kommt … Wissen ist out, Empörung ist in!

  16. Was geht wohl bei David Beard im Kopf? Welche Gedankengänge führten bei ihm zu den Entschluss das er eine Tat von einem schwarzen Mann einem weißen Mann anhängen will?

  17. Da immer mal die Frage nach glaubhaften Ufo-Videos kommt, was haltet ihr von dem hier:
    https://www.ufowatch.de/ufo-in-heinsberg-2/

    Text dazu:
    „Ich war draußen mit meinem hund spazieren als mir diese komische, buntleuchtende Scheibe in der Lift aufgefallen ist. Es hat sich für bestimmt 25min nicht einen Millimeter bewegt und ist einfach danach im Himmel verschwunden
    Zuschrift von Dennis“

    Glaubhaft wird es (für mich) dadurch, dass die Fälschung eines solchen Videos (mit Zoom) nicht trivial ist und man bei ufowatch auch keine nennenswerte Aufmerksamkeit bekommt. Leider ist das Verschwinden nicht mit auf dem Video, aber ein Objekt welches 25min auf der Stelle verharrt, ist auch so schon reichlich merkwürdig.

    • Auch die Beschreibungen sind mitunter recht eindrucksvoll, selbst ohne Videos oder Fotos:

      „Hallo, ich habe heute gegen 15 Uhr in Iserlohn, Baarstraße Blickrichtung Kalthoff ein grellweißes, metallisch schwebendes Untertassenförmiges Objekt gesehen. Es war recht groß und verharrte schwebend nur über einem Feld. Höhe etwa so wie zwei oder drei mehrstöckige Wohnhäuser übereinander Plötzlich schwebte es kurz in meine Richtung, blieb wieder stehen und dann wieder rückwärts und wurde langsam unsichtbar….also entmaterialisiert! Meine Entfernung zu dem Vorgang war ungefähr 300 bis 400 Meter. Leider keine Aufnahmen. Aber vielleicht hat es noch jemand gesehen? MfG Mike“
      https://www.ufowatch.de/ufo-sichtung-ueber-iserlohn-23-april-2021/

      Das klingt ungewöhnlicher als es ist, Illobrand von Ludwiger hatte „plötzlich bzw. seltsam verschwindenden“ Objekten sogar den größten Teil des IGAAP-Berichtes Nr. 2 gewidmet (wenn ich mich richtig erinnere). Mit vielen historischen Fällen, einige mit hunderten Zeugen. Die von mir verlinkten Berichte sind aus April oder Mai diesen Jahres, alle aus Deutschland und von 0815-Leuten, die oft verzweifelt nach einer Ursache oder Bestätigung für ihr ungewöhnliches Erlebnis suchen, weil ihnen niemand glaubt.

      Es macht so ungefähr die Größenordnung sichtbar, in der das Phänomen auftritt. Es findet sehr viel öfter statt, als man annehmen könnte, selbst wenn man nur 10% der Fälle als „wirklich seltsam und gut belegt“ aktzeptieren würde. Die Wahrscheinlichkeit selbst mal eines zu sehen, bleibt natürlich trotzdem extrem gering, leider, sonst würde es nicht immer die ausufernden Diskussionen darüber geben, ob da wirklich was ist oder alles nur Fake und Einbildung…

    • Was sieht man den beim ersten bitte? Eine Drohne, welche als Scherz, als UFO verkleidet wurde.

      Oder das verrauschte Zweite, eindeutiger KtCm-Fall (Kill The Camera Men), Tremor ohne Ende und filmt auch noch seinen Schuh…

      Bin schon Interessiert an GUTEN Videos, die waren echt Zeitverschwendung.

      • „Was sieht man den beim ersten bitte? Eine Drohne, welche als Scherz, als UFO verkleidet wurde.“

        Unwahrscheinlich, viel zu groß, viel zu hell, viel zu lange am selben Ort. Außerdem unsinnig so einen Aufwand zu betreiben, wenn man nicht wenigstens vorhat, sich an die lokale Presse zu wenden. Aber klar: ganz ausschließen kann man es nicht, deshalb schade, dass man nicht sieht, wie es wegfliegt.

        Es ist ein bisschen deprimierend, wie dumm die meisten Zeitgenossen sind, dass sie entweder nicht drandenken zu filmen oder nicht wissen, auf was es ankommt. Manche bekommen noch nichtmal zwei fehlerfreie Sätze hin oder vergessen Datum und Ortsangabe, wenn sie ihre Sichtung einstellen etc.

        „Oder das verrauschte Zweite, eindeutiger KtCm-Fall (Kill The Camera Men), Tremor ohne Ende und filmt auch noch seinen Schuh…“

        Hast du schonmal was mit Zoom gefilmt? Ich habe das schon mehrmals versucht und da reicht schon einmal heftig ausatmen, damit alles verwackelt und man das Ziel nicht mehr findet. Das Objekt ist trotzdem deutlich genug als außergewöhnlich zu erkennen.

        „Bin schon Interessiert an GUTEN Videos, die waren echt Zeitverschwendung.“

        Ja, na klar „the smoking gun“, hätten wir alle gerne. Wirst du mit den Schei*-Handys aber höchstwahrscheinlich nicht bekommen, nicht von Laien. Zumindest nicht so bald und dann auch noch glaubhaft (je schärfer, umso sicherer ist es gefälscht, wenn es nicht mehrere glaubhafte Zeugen bestätigen). Ich frage zur Zeit herum, welche Sichtung zeugenmäßig wirklich gut belegt ist und dazu auch noch gutes Foto- bzw. Filmmaterial hat. Leider habe ich nicht sonderlich viel direkten Kontakt in die Szene.

        Der Luftraum ist halt riesig, richtige Nahsichtungen gibts relativ selten und oft stehen die Zeugen unter Schock und denken in dem Moment nicht dran zu filmen oder das Gerät geht nicht. Letzteres kommt relativ oft vor, was an den Magnetfeldern liegen könnte, die von manchen Objekten ausgehen:
        https://www.ufoforschung.de/magnetfeldanomalien/

        Zitat (aufgenommen mit automatischem Überwachungssystem von Gerhard Gröschel):
        „Ich kann ganz sicher sagen, das solch eine Magnetfeldänderung nicht aus der Nähe erfolgen kann, da dabei auch die X/Y Richtungen massiv verändert würden. Das ist hier eindeutig nicht der Fall.
        Knittelfeld 01.02.2010, die zweite massive Magnetfeldbeeinflussung. In der Spitze waren dies 14µ Tesla, das ist ein unglaublich hoher Wert. Der Sensor war im „Technikraum“ Dachgeschoss. Hierzu gab es auch Videoaufnahmen nicht erklärbare Lichtringe. „

        Oder auch das hier beim AKW:
        https://www.ufoforschung.de/akw-nw1/

        • Bei Gröschel sieht man übrigens schön, was möglich wäre, wenn sich die universitäre Forschung mit ihren Geldern und KnowHow beteiligen würde: Nachweis von künstlicher Änderung des Gravitationsfeldes zum Beispiel (siehe das AKW-Beispiel von oben).

          Gröschel macht das mehr oder weniger alleine und aus eigener Tasche (ein sehr teures und zeitaufwendiges Hobby). Trotzdem würde ich das vom Niveau her mindestens als semi-professionell bezeichnen. Multisensoraufnahmen über lange Zeiträume. Er hat sogar einen Sensor gebastelt, um Zeitabweichungen zwischen zwei Orten feststellen zu können (der m.W. aber bisher noch nicht angeschlagen hat).

  18. Gerade bei Phönix: Hamed Abdel-Samad im Interview.

    Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Typisches Alibi-Ding, nach 0:00 Uhr im Nischenfernsehen. Und morgen früh gehts dann weiter mit der üblichen Propaganda…

  19. Der Verein für deutsche Sprache klagt gegen Audi, wegen des dort herrschenden Gender-Sprachzwanges:
    https://www.bild.de/regional/muenchen/qualityassurancetest/audi-gender-streit-bei-audi-geht-in-die-naechste-runde-76306654.bild.html

    Ich hab das eigentlich aus einer Mail des VDS, aus dem Artikel ist nämlich nicht so richtig ersichtlich, dass der Verein dahinter steckt:
    „Liebe Genderskeptiker,
    es gibt schon wieder etwas Neues: Nachdem die Firma Audi sich weigert, den Genderzwang für ihre Mitarbeiter zurückzunehmen, haben wir nun Klage eingereicht, siehe hier: bild.de.
    Weitere Prozesse sind in Vorbereitung. Wer sich an den Kosten beteiligen will, ist dazu herzlich eingeladen: vds-ev.de/mitgliedschaft-und-spenden.
    Ihr Walter Krämer“

  20. Die SPD ist einfach eine Neid und Arschloch-Partei von Spaltern, Antidemokraten und verkappten Extermisten, eine echte linke Zwillingsschwester der AfD…..

    Deutschland ist eine Demokratie ohne Demokraten ….

  21. Arizona forensic election audit
    https://en.wikipedia.org/wiki/Post-election_lawsuits_related_to_the_2020_United_States_presidential_election_from_Arizona
    sagt: „the Donald Trump 2020 presidential campaign launched numerous lawsuits contesting the election processes of Arizona. All of these have been either dismissed or dropped.“

    https://justthenews.com/politics-policy/elections/ariz-gop-chair-slandering-election-audit-world-class-experts-are

    „We’re looking for objective information about what happened,“she said. „So we aren’t just doing a simple run the ballots back through the same machine and see if the numbers match up on the tape, from the zero to what we expect it to be.

    „There’s a full hand-count going on of 2.1 million ballots. So there are teams that are looking at every single paper ballot, and they’re deciding, you know, what that ballot — how it was cast, and they are tabulating those, so it takes a lot of time.““

    https://hereistheevidence.com/ (nach type->court ruling gefiltert) ergibt immerhin ~50 Urteile Richtung Pro-Trump. (ich hab‘ da nicht genauer geforscht, oder nachgelesen)

    https://azaudit.org/ hier kann man händische prüfen der Ballots live verfolgen.

    Bisher habe ich nur Gerüchte gelesen, was bisher herauskam, bin aber gespannt.

  22. Demokratie ohne Demokraten, dafür aber mit Geschlechterquoten:

    • Beispiel Identitätspolitik: Linke Parteien, allen voran die Grünen, setzen sich schon lange dafür ein, Gleichberechtigung durch «Gleichstellung» zu ersetzen, also eine Gleichbehandlung gemäss Gruppenzugehörigkeit herbeizuführen, statt Individuen gerecht zu behandeln. Die CDU hat sich dieses Ziel laut dem Vertragsentwurf inzwischen auch zu eigen gemacht, und zwar «in allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen und digitalen Belangen».

      https://www.nzz.ch/meinung/die-union-kann-die-gruenen-nicht-zugleich-bekaempfen-und-kopieren-ld.1623644

      • Das mit der anstidemokratischen Gleichstellung ist von der Kohl-CDU ge-kickstarted worden, mit der einschlägigen Grundgesetzänderung.

        Genauso stammt die grundgesetzliche Änderung mit der Politik zugusten der noch-nicht-existierenden Generationen von der Kohl-CDU.

        Das ist wie mit der ganzen Identitätspolitik. Von den Rechten ausgedacht und dann voll Begeisterung und Fanatismus von den Linken umgesetzt und vorangetrieben. Der gemeinsame Gegner: die Demokratie!

        Die CDU die Kopie der Grünen?! Vom Faktischen her kann man das auch genau andersherum sehen! Und ich glaube, das kommt der Wahrheit näher.

  23. Die USA dürfen gegenüber China einfach nicht ins Hintertreffen geraten. Biden & Trump haben hier gleichermassen recht, es geht um eine rein strategische Entscheidung von ausserordentlicher Tragweite. Es gibt also durchaus Hoffnung, dass Biden etwas Sinnvolles tut, sehr schön zu sehen. „America First“ ist auch im europäischen und gerade im deutschen Interesse!

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