Selbermach Samstag 338 (01.05.2021)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Zwischen einem Kommentar, der nur einen Link oder einen Tweet ohne Besprechung des dort gesagten enthält, sollten mindestens 5 Kommentare anderer liegen, damit noch eine Diskussion erfolgen kann.

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

188 Gedanken zu “Selbermach Samstag 338 (01.05.2021)

  1. Ein humorvoller Blick auf konservatives Gendern:

    https://gendersprache.wordpress.com/2021/05/01/die-kulturelle-unbehaustheit-der-monika-gruetters/

    Darin mache ich auch noch einen unkonventionellen Vorschlag dahingehend, wie Rechtsextreme und Nazis am besten gendern könnten. Jedes Milieu sollte sich empowern und ganz eigene Formen des Genderns entwickeln. Intersektionales Gendern wird der neue Trend – wage ich mal zu prophezeien.

    Und noch ein älterer Artikel über den ganz normalen Genderwahn im Radio. In diesem Falle ein vierminütiger Beitrag im Deutschlandfunk, in dem alles Mögliche herbeigegendert wird, nur kein vernünftiges Deutsch:

    https://gendersprache.wordpress.com/2021/04/20/gendern-bis-zur-vergasung/

    Der Nichtradiohörer kriegt da mal einen Eindruck, was heute los ist in diesem Medium.

    PS: Admoros, hast du schon mit „Am Anfang war Erziehung“ angefangen? Und denk‘ doch bitte noch mal darüber nach, ob es mit den Gesetzen der Logik vereinbar ist, wenn man behauptet, vor der Corona-Pandemie sei die Lage auf den Intensivstationen bereits genauso schlimm gewesen wie während der Pandemie.

    Das ist ja eine wunderbare Behauptung, wenn man die Intention hat, das Coronavirus zu verharmlosen und die Maßnahmen zu delegitimieren. Vielleicht kommt es daher zu gewissen logischen Fehlleistungen, wenn man diese Intention hat.

    Man könnte auch mal einen Blick nach Frankreich riskieren und sich fragen, ob die Triage dort bereits vor Corona angewendet wurde.

    Jüngst äußerte sich eine ehemalige Pflegekraft im Deutschlandfunk, daß die Sachlage erst durch Corona richtig schlimm wurde, auch wenn es vorher schon Probleme gab.

    Na ja, ich will mich hier nicht unbeliebt machen. 🙂

    Ich wünsche Euch noch viel Freude beim bedingungslosen Hinterfragen von allem und jedem.

    • Es gibt keine nennenswerte Übersterblichkeit und die Intensivstationen in Deutschland sind nicht (abgesehen von einigen Hotspots) voll belegt, obwohl die gerade Betten abgebaut haben, da sie bei Vollauslastung perverserweise ein Zusatzförderung bekommen (Politiker lernen es nie).

      Wie die Situation in Pflegeheimen ist: was solls? Dort liegen eh nur noch Leute im Endstadium des Lebens, die auf den Tod warten. Wenn dir das so wichtig ist, sollen die halt die Pflegeheime abriegeln, allerdings fraglich, ob die Alten das wollen. Davon abgesehen, dass man dem DLF nicht trauen kann, das ist ein übler Propagandasender geworden (ich habe die früher mal gern angehört).

      Was in Frankreich oder sonstwo (Indien blabla) ist, muss uns nicht interessieren und wir können weder einschätzen, was dort gelogen wird, noch wie die Bettenversorgung oder die allgemeine Krankenversorgung ist (in Indien soll sie durchgehend furchtbar sein).

      • Indien ist – trotz aller Fortschritte – ein Entwicklungsland. Die Menschen dort baden freiwillig im mit ihrem eigenen Kot und Müll verschmutzten Ganges, weil sie diesen Fluss für heilig halten.

        Die Pandemie in Deutschland ist übrigens so schlimm, dass wir Medikamente und Beatmungsgeräte nach Indien schicken.

      • Davon abgesehen, dass man dem DLF nicht trauen kann, das ist ein übler Propagandasender geworden (ich habe die früher mal gern angehört).

        Die interviewte Pflegekraft ist aber nicht beim DLF angestellt. Und sie arbeitete womöglich als Krankenschwester. Das ist ja begrifflich etwas unscharf.

        Ich finde es jedenfalls interessant, wie paranoid man hier ist und mit aller Gewalt alles ausblendet, verdreht und denunziert, was nicht ins eigene Weltbild paßt. Das ist auch an der aggressiven, apodiktischen Rhetorik erkennbar.

        Was in Frankreich passiert, ist schon interessant, da es eine vergleichbare Gesellschaft ist. Und hier ging es ja um die Frage, ob Covid gefährlich ist oder nicht. Und ganz offensichtlich waren die Zustände in Frankreichs Krankenhäusern nun mal seit Covid schlimmer als davor.

        Und noch mal: Ich finde es immer wieder interessant, zu was für Verdrängungsleistungen Leute fähig sind, wenn ihr Weltbild bedroht ist.

        Es ist immer das gleiche Muster: Man hinterfragt linke Ideologie – zurecht. Driftet aber nach rechts ab und kreiert sich eine ganz eigene Welt, die hinsichtlich Verblendung und Realitätsverleugnung durchaus konkurrenzfähig ist mit linker Ideologie.

        • „Die interviewte Pflegekraft ist aber nicht beim DLF angestellt. Und sie arbeitete womöglich als Krankenschwester. Das ist ja begrifflich etwas unscharf.“

          Du vergisst den „Selection BIAS“, Propagandasender suchen so lange, bis sie die passende Meinung gefunden haben und wenn sie dafür hundert andere hinten runterfallen lassen müssen.

          „Ich finde es jedenfalls interessant, wie paranoid man hier ist und mit aller Gewalt alles ausblendet, verdreht und denunziert, was nicht ins eigene Weltbild paßt. Das ist auch an der aggressiven, apodiktischen Rhetorik erkennbar.“

          Guter Witz, du machst dein rabulistisches Verhalten anderen zum Vorwurf?

          „Was in Frankreich passiert, ist schon interessant, da es eine vergleichbare Gesellschaft ist. Und hier ging es ja um die Frage, ob Covid gefährlich ist oder nicht. Und ganz offensichtlich waren die Zustände in Frankreichs Krankenhäusern nun mal seit Covid schlimmer als davor.“

          Prinzipiell ja, aber wir scheitern ja schon an einer seriösen Bestandsaufnahme in Deutschland. Andere Länder sind daher immer problematisch, schon wegen der Sprachhürde, anderen Gesundheitssystemen usw. ansonsten könnten wir auch Schweden als Vergleich nehmen, dort war es viel lockerer und auch nicht schlimmer als hier. Obwohl, hängt wieder davon ab, welcher Propagandaröhre man glauben mag.

          Und nein, „ganz offensichtlich“ ist leider gar nichts. Du könntest es ja wenigstens mal mit Statistiken probieren (selbst die sind immer angreifbar) statt auf die Manipulationsmedien zu verweisen.

          „Und noch mal: Ich finde es immer wieder interessant, zu was für Verdrängungsleistungen Leute fähig sind, wenn ihr Weltbild bedroht ist.“

          Du bist der/die Schlauste von uns allen! Du bist rein rational, würdest nie auf irgendwas reinfallen, vorschnelle Schlüsse ziehen oder gar irgendwas verdrängen. Hab ich Recht? Wie alt bist du nochmal?

          • „ansonsten könnten wir auch Schweden als Vergleich nehmen, dort war es viel lockerer und auch nicht schlimmer als hier. Obwohl, hängt wieder davon ab, welcher Propagandaröhre man glauben mag.“

            Also in meiner bubble kam sowas hier an:

            Und in Deiner?

          • Neben Island, Norwegen, Dänemark und Finnland (und Zypern, übrigens) sieht jedes andere europäische Land schlecht aus.

            Incidence of coronavirus (COVID-19) deaths in the European Economic Area and the United Kingdom as of April 25, 2021, by country


            von https://www.statista.com/statistics/1111779/coronavirus-death-rate-europe-by-country/

            In meiner Bubble liegt Schweden im Mittelfeld bei den Todeszahlen, und in Europa ganz weit vorne auf weiter Flur bei der Nichteinschränkung seiner Bürger. In Kombination macht das für mich den besten Umgang mit der Pandemie in Europa.

          • Was würdest Du annehmen als Gründe dafür, dass Ungarn und Tschechien europäische Spitzenreiter bei den Todeszahlen sind?

          • Dann eben zurück zu Schweden: was vermutest Du hier hat Alles mit dafür gesorgt, dass sie nur eine landesinterne Jahrhundert-Übersterblichkeit aufweisen, im europäischen Vergleich aber noch recht gut dastehen?

          • Hälst Du es nur für glücklichen Zufall… der natürlich nicht absehbar war?

            Und beim wievielfachen der Todesfälle einer starken Grippenwelle würdest Du eigentlich beginnen, krasses Politikversagen anzuprangern?

          • @Semikolon

            Mal davon abgesehen, dass die Grafik lausig ist, zeigt sie, dass 2020 die Übersterblichkeit/1000 Personen in Schweden genauso hoch lag wie 1931(?) und wesentlich niedriger als zur Influenza-Pandemie 1918(?). Eine starke Grippe halt, aber eine Grippe.

            Die Anzeige der absoluten Todeszahlen ist Panikmache und sagt nichts aus.

            An den ethischen Prinzipien ändert das ohnehin nichts: der Staat muss bei solchen Situationen dafür sorgen, dass man sich schützen kann, aber er darf einen nicht dazu zwingen, das ist ungerechtfertigt übergriffig und kann nicht geduldet werden.

          • Schweden hatte in der ersten Welle Pech und auch noch schlecht reagiert.

            Pech hatten sie, weil sie in Europa mit die ersten waren, die durch die heimkehrenden Touristen von Corona getroffen wurden. Schlecht reagiert haben sie, weil sie in der ersten Welle den Schutz der Altenheime verschlafen haben, wie Anders Tegnell selbstkritisch anmerkte.

            Dafür haben sie in der zweiten Welle, gemessen an den Infektionszahlen, deutlich weniger Tote gehabt. Vergleiche einfach mal die Kurven der Infektionszahlen und Toten für Deutschland und Schweden hier:
            https://ourworldindata.org/coronavirus/country/germany
            https://ourworldindata.org/coronavirus/country/sweden

            Die zweite Welle hat in Deutschland für deutlich mehr Infektionen UND Tote gesorgt, in Schweden nur für deutlich mehr Infektionen.

            Von einer „landesinternen Jahrhundert-Übersterblichkeit“ zu sprechen halte ich übrigens für eine der üblichen Dramatisierungen. Guck Dir doch Deinen Graphen „Sweden Mortality Rate“ an: Damit die Übersterblichkeit überhaupt klar sichtbar wird, muss die y-Achse bei 8 statt 0 beginnen. Dabei wird dem geübten Auge dann aber auch ersichtlich, dass im Jahr vor der Pandemie die höchste Untersterblichkeit seit einem Vierteljahrhundert herrschte. Dass im Jahr darauf eine Übersterblichkeit zu sehen ist, ist überhaupt nicht ungewöhnlich.

            Schweden steht so gut da, weil ihr oberster Seuchenchef ein besonnener Mann ist und unabhängig von der Regierung. Und mit „steht so gut da“ meine ich nicht nur die Todeszahlen, sondern die Handhabung der Pandemie insgesamt. Das darf man nicht getrennt betrachten. (Darf man natürlich schon, aber dann ist man halt ein Idiot.) Deshalb gibt es für mich auch keine einfache Betrachtung „beim soundsovielfachen der Todesfälle einer starken Grippenwelle würde ich beginnen, krasses Politikversagen anzuprangern“. Es kommt immer auf das Gesamtergebnis an. Mir sind weder die Gestorbenen egal, noch die Rückwirkung der Maßnahmen auf die Gesellschaft.

            Und wie ist es bei Dir, ist Dir die Gesellschaft egal? Dass Kinder nicht vernünftig zur Schule gehen können, Existenzen wegbrechen, Menschen vereinsamen, egal – Hauptsache möglichst wenig (Corona-)Tote?

          • Dass der Schulbetrieb nicht normal läuft, ist für mich eher nachrangig – obwohl es uns (wie bislang nur wenig in dieser Pandemie*) direkt trifft.

            Ich lasse unsere beiden Schulpflichtigen auch jetzt noch – entgegen der Wechselunterricht-Anordnung – zuhause (und kann dabei auf wirklich großes Entgegenkommen ihrer Lehrer:innen bauen). Am meisten leid tuts mir tatsächlich für unsere 3jährige, die nun schon gut die Hälfte der Zeit, die sie theoretisch in die Kita geht, eben doch nicht geht…

            Frage mich natürlich auch, wie lang ich das so durchhalten will… zumindest unter 100 müsst die Wocheninzidenz in konkret unserer Region fallen, damit ich ins Grübeln käme. Und/oder ich einen Arzt finden, der eine sichtbar Schwangere zu impfen bereit ist (was meine Gyn für aussichtslos hielt, aber die Lage ändert sich ja beinah täglich^^) .

            Noch lieber aber wär mir, die Landesregierungen würden nicht das 2. Jahr in Folge den Einsatz von Luftfiltern verschlafen – die es in bspw. schwedischen Klassenzimmern (und womöglich auch Kitas?) laut Presse quasi flächendeckend längst bereits gibt.

            Bis die kiddies selbst ihr Impf-Angebot erhalten haben, dauert in der Breite wahrscheinlich noch locker bis zum Beginn der nächsten „Grippe-Saison“. Und ich bin skeptisch, wie unsere Kinderärztin sich dazu verhalten wird…die gehört nämlich leider auch zu den „ist doch nur ne starke Grippe/Kinder infizieren sich eh nicht und wenn, bleibts folgenlos“-Verharmlosern (Schweden hatte vergangenes Jahr eine der weltweit ersten LongCovid-Stationen speziell für Kinder eingerichtet, wie ihr sicher wisst; Brasilien, als weiteres „Vorzeigeland“, schätzungsweise bereits allein ca. 1200 unter-1jährige Covid-Todesopfer zu betrauern)

            Ich hab übrigens auch mal für einen kurzen Moment gehofft, dass es mit den steigenden Temperaturen zumindest wieder so glimpflich abliefe wie vergangenen Sommer. Im Moment siehts leider (noch) voll nicht danach aus. Und spätestens das müsst Eure Fraktion doch ehrlich stutzig machen: wenn wir dann bald über KW 20 (klassischer, spätester Endpunkt einer Grippenwelle) hinaus sind und die Intensivstationen aber immernoch mehrheitlich oder gar stark mehrheitlich von Covid-Patienten (zunehmend häufiger auch in unserem Alter) belegt werden/würden?

            Die zerstörten, wirtschaftlichen Existenzen andererseits gehen mir sehr nah. Als ich zum 1. Mal nach dem letztjährigen Frühjahrs-Shutdown im Städtchen war, habe ich bereits erste Tränchen verdrücken müssen rein aus Mitgefühl mit dem drohenden Schicksal all der Selbstständigen. Auch bei den Angehörigen von Kunst&Kultur verstehe ich den Unmut.

            Es wird wahrscheinlich ja niemanden geben, der die „Linie“ unserer Regierenden komplett verteidigen wollte – aber muss man nicht zunächst auch mal sehen, wie verdammt schwer es war&ist, in dieser Situation „das Richtige“ zu beschließen?
            Du wusstest anfangs nicht, wieviele Millionen Tote & Langzeitgeschädigte es insgesamt geben wird und auch jetzt lässt sich das immernoch nicht abschätzen. Und anders als ihr (vorgeblich) denke ich sehr wohl, dass die Abwehr respektive Eindämmung einer derartigen Gefahr zum ur-eigensten Aufgabenbereich der Politik zählt.
            Oder anders: wie wollte man es sich selbst verzeihen, wenn mans in verantwortlicher Position sehenden Auges einfach laufen lässt… und dann plötzlich die Spitze der Todesfallzahlen anführt?

            *Also mir persönlich fehlt(e) ein bisschen die letzte Eislauf-Saison, ein bisschen mehr vielleicht noch die Besuche in Freizeitparks & Zoos, und ganz ganz doll aber Schwimmen gehen & private Feiern. Und eigentlich war ich auch immer eine sehr touchy person, die nach wie vor gegen speziell ihre Umarm-Impulse ankämpfen muss…

            Corona ist zwar für niemanden wirklich leicht – aber zugegeben in meiner Position doch sehr viel leichter zu ertragen als für Viele, Viele Andere, deren Leben komplett aus den Fugen geraten ist durch die Pandemie(-Politik). Womöglich zähl(s)t Du/Ihr auch einfach nur zu diesen „Vielen“?
            Aber auch für Dich/Euch wirds einen turning point geben, ab dem es heißt: „Hätten wir mal lieber auf die no oder zero covid-hardliner gehört…“ die Frage ist: was brauchte es dafür?

          • „Und anders als ihr (vorgeblich) denke ich sehr wohl, dass die Abwehr respektive Eindämmung einer derartigen Gefahr zum ur-eigensten Aufgabenbereich der Politik zählt.“

            Außer beweis will hier niemand alles einfach laufen lassen. Woran liegt das eigentlich, dass Du partout nie in der Lage zu sein scheinst, den differenzierten Standpunkt Deiner Gesprächspartner vollumfänglich zu erfassen?

            Zu den Politikern: Die Ausrede „war ja alles neu und ungewiss“ lasse ich für die ersten paar Pandemiemonate gelten, aber jetzt doch nicht mehr. Man könnte so vieles besser wissen und machen. Die Versäumnisse und Absurditäten gehen doch auf keine Kuhhaut. Und wenn Du rhetorisch fragst, wie Politiker es sich selbst verzeihen wollten, wenn sie große Todeszahlen, also falsche Entscheidungen, zu verantworten hätten, halte ich das in doppelter Hinsicht für Gewäsch. Erstens stehen die in der Verantwortung, wenn sie nicht bereit dafür sind und letztlich Angst vor dem Treffen falscher Entscheidungen eben diese Entscheidungen bestimmt, sind die sie treffenden Politiker eine Fehlbesetzung. (Das sie das sind, ist mir schon seit Jahren klar.) Und zweitens haben die jetzt zwar keine hohen Todeszahlen, aber dafür einen gigantischen, unnötigen gesellschaftlichen Kollateralschaden auf dem Gewissen.

            Aber wahrscheinlich ist dieser Kollateralschaden leichter zu ertragen, weil er abstrakter ist als die Toten und man so besser die Augen davor verschließen kann. Das passt zur Verantwortungslosigkeit dieser Politiker.

          • „Aber auch für Dich/Euch wirds einen turning point geben, ab dem es heißt: „Hätten wir mal lieber auf die no oder zero covid-hardliner gehört…“ die Frage ist: was brauchte es dafür?“

            Kann gut sein, dass es letzten Sommer besser gewesen wäre, da in ZeroCovid einzusteigen. Zur Zeit sehe ich absehbar nichts, was mich dazu motivieren könnte. Außer natürlich, am Ende dieses Sommers droht wegen mangelnder Impfungen absehbar(!) die nächste Welle. Dann soll man in drei Teufels Namen ZeroCovid fahren, wenn es sich als Desaster erweist, kann man es immer noch wieder beenden. Vor allem aber soll man verdammt nochmal wieder akzeptieren, dass wir alle sterben müssen und eine Lebensverlängerung um jeden Preis nicht wünschenswert ist.

            Und nur weil ich weiß, dass einige Mitleser nüchterne Betrachtung mit Gefühlskälte verwechseln, sei noch hinzugefügt, dass auch ich mir liebe Menschen habe, um die ich mir Sorgen mache, u.a. meine Eltern. Ich möchte nicht, dass sie an Covid krepieren, und wenn sie es tun, werde ich an ihrem Grab stehen und weinen. Ich werde aber sehr wahrscheinlich auch so irgendwann an ihrem Grab stehen und weinen. So ist das mit dem Leben. Face it.

          • „Es wird wahrscheinlich ja niemanden geben, der die „Linie“ unserer Regierenden komplett verteidigen wollte – aber muss man nicht zunächst auch mal sehen, wie verdammt schwer es war&ist, in dieser Situation „das Richtige“ zu beschließen?“

            Nein. Niemand hat sie aufgefordert, überhaupt irgendwas zu „beschließen“. Das haben die sich selbst angemaßt, und für jeden Fehler den sie machen verdienen sie voll in die Fresse.

          • @Renton „Außer beweis will hier niemand alles einfach laufen lassen.“

            Kommt drauf an was du damit meinst. Ich denke die Aufgabe der Politik ist es, die Krankenhäuser mit allen Ressourcen auszustatten die sie benötigen. Das ist das einzige was sie NICHT getan haben. All diese Verbote und Gängelungen können sie aber bitte schön weglassen.

            „Und zweitens haben die jetzt zwar keine hohen Todeszahlen, aber dafür einen gigantischen, unnötigen gesellschaftlichen Kollateralschaden auf dem Gewissen.“

            Vielleicht ist manchen inzwischen klar was sie für einen riesigen Bockmist verzapft haben, aber das zugeben können oder wollen sie nicht und müssen allein deshalb weitermachen. So wie die Regierungen 1914 in den 1. Weltkrieg geschlittert sind und dann nicht mehr rauskonnten.

          • „Außer beweis will hier niemand alles einfach laufen lassen. Woran liegt das eigentlich, dass Du partout nie in der Lage zu sein scheinst, den differenzierten Standpunkt Deiner Gesprächspartner vollumfänglich zu erfassen?“

            Ich les bei Weitem nicht jedes Gespräch hier, aber Dein positiver Bezug auf „die von ihrer Regierung kaum eingeschränkten Schweden“ (was eigentlich in Reinform nicht mehr stimmt seitm Herbst; geschlossene Sportstätten & Distanzunterricht gibts/gabs auch da abhängig von regionalen Inzidenzen) macht nicht den Anschein, dass Du irgendwelche Eindämmungs-Maßnahmen aus Überzeugung mitträgst. (Weil wir ja Alle mal sterben müssen, lol)
            Was also forderst Du konkret?

            „Kann gut sein, dass es letzten Sommer besser gewesen wäre, da in ZeroCovid einzusteigen. Zur Zeit sehe ich absehbar nichts, was mich dazu motivieren könnte. Außer natürlich, am Ende dieses Sommers droht wegen mangelnder Impfungen absehbar(!) die nächste Welle.“

            Die droht sogar trotz Impfungen. Wir haben inzwischen 2 Mutationen, bei denen die Impfungen nichtmal in der Hälfte der Fälle Infektionen zuverlässig zu verhindern scheinen. Und niemand weiß, wann die nächste auftaucht, ob sie schwächer (und damit vielleicht mal wirklich endlich mit der Grippe vergleichbar), oder aber noch gefährlicher ausfallen wird.

            „Und nur weil ich weiß, dass einige Mitleser nüchterne Betrachtung mit Gefühlskälte verwechseln, sei noch hinzugefügt, dass auch ich mir liebe Menschen habe, um die ich mir Sorgen mache, u.a. meine Eltern. Ich möchte nicht, dass sie an Covid krepieren, und wenn sie es tun, werde ich an ihrem Grab stehen und weinen.“

            Und Dich fragen: wo/bei wem/wie haben sie sich angesteckt? Gabs Regelverstöße, sprich wäre das einfach vermeidbar gewesen (given everything that’s been known and done before around the globe)?

          • „Vielleicht ist manchen inzwischen klar was sie für einen riesigen Bockmist verzapft haben, aber das zugeben können oder wollen sie nicht und müssen allein deshalb weitermachen.“

            Genau das denk ich bei den hardliner-Covidioten.
            Bei bspw. den Leuten, die Trump dafür gefeiert haben, dass er von einem hoax sprach… sich später nicht scheute, die unmöglichsten, untauglichsten Ideen rauszuposaunen… und zudem noch seine death-rallies abhielt, die x tausende – seinem Beispiel & Rat folgenden Unmaskierten – Anhänger das Leben kosteten.
            Die irgendwelche völlig obskuren Dinge über die Impfungen annehmen (Trump selbst hat sich übrigens – so heißt es – noch vor dem Amtsabtritt & trotz überstandener Corona-Erkrankung heimlich impfen lassen).
            Die – von Anfang an kontrafaktisch – behaupteten, es stürben daran eh nur Alte & Vorerkrankte. Usw.

            Ich gestehe zu:
            wir sind Alle mal gestartet mit purem Unglauben, als das in China losging.
            Und wohl niemand hätte sich vorstellen können, dass so etwas wie lockdowns durchgesetzt würden in nahezu allen westlichen Demokratien.

            Die Lernkurven verliefen nunmal unterschiedlich schnell

            Und häufig auch mit Rückschlägen (weil: Prinzip Hoffnung).
            Und bei manchen blieben sie scheinbar einfach ganz aus.

            Ich fände es sinniger, wenn hier persönliche Betroffenheiten besser kommuniziert würden.

          • „Dein positiver Bezug auf „die von ihrer Regierung kaum eingeschränkten Schweden“ […] macht nicht den Anschein, dass Du irgendwelche Eindämmungs-Maßnahmen aus Überzeugung mitträgst.“

            Ach nein? Hebe ich Schweden positiv hervor oder Brasilien? Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass die Schweden „von ihrer Regierung kaum eingeschränkt“ werden. Auch die Einschränkungen in Schweden sind nicht unerheblich, aber deutlich maßvoller, bzw. angemessener, als hier.

            „Was also forderst Du konkret?“

            Die Erlaubnis von allem, was draußen stattfindet, mit Maskenpflicht da, wo es Sinn macht und mit Personenzahlbeschränkung – besser eigentlich Personendichtebeschränkung – für größere Veranstaltungen. Öffnen von Geschäften, Kinos, Museen etc. wenn es ein vernünftiges Hygienekonzept gibt. Die von Dir angesprochenen Luftfilter in Schulen und Rückkehr zum Regelunterricht. Keine Ahnung, wie es in den Altenheimen gerade aussieht; ob dort schon alle geimpft sind und welche Hygienemaßnahmen dort sinnvoll wären, deshalb keine Forderung von mir für diesen Bereich.

            Mittel- und langfristig will ich die Deprivatisierung – schönes Wort übrigens – des Gesundheitswesens. Bessere Arbeitsbedingungen, bessere Personalschlüssel i.S.v. mehr Personal. Bei der Gelegenheit die Abschaffung der privaten Krankenversicherungen, die zu einem Zweiklassengesundheitssystem geführt haben. Mehr Unabhängigkeit für das RKI wäre nicht schlecht, mehr Personal in den Gesundheitsämtern sowie in den sinnvollen staatlichen Bereichen wie Lebensmittelkontrolle und Steuerfahndung. Aber das führt langsam zu weit vom Corona-Thema weg.

            Falls meine Eltern an Covid sterben:
            [Würde ich] „[m]ich fragen: wo/bei wem/wie haben sie sich angesteckt? Gabs Regelverstöße, sprich wäre das einfach vermeidbar gewesen (given everything that’s been known and done before around the globe)?“

            Nein. Ich finde Schuldzuweisungen bei einem Tod an einer Erkältungskrankheit sinnlos. Meine Eltern sind mündig, sie passen auf sich auf, aber wenn’s passiert, passiert es.

            „Und bei manchen blieben [die Lernkurven] scheinbar einfach ganz aus.“

            Das sind immer nur die anderen 😉

            „Ich fände es sinniger, wenn hier persönliche Betroffenheiten besser kommuniziert würden.“

            „Besser“ oder einfach „mehr“? Du selbst plauderst ja unheimlich gerne über Deine persönlichen Befindlichkeiten. Der Mehrwert davon in der Diskussion erschließt sich mir selten. „Ich habe Angst um meine Kinder“ kommt von Dir, „obwohl Corona für sie wahrscheinlich noch weniger gefährlich als Influenza ist“ ist meine gedankliche Ergänzung. Guck mal hier rein:
            https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/COVID-19_Todesfaelle.html
            In 57 Wochen gab es dreizehn Einträge „<4" in der Altersgruppe 0-19, der Rest sind Nullen. MAXIMAL 52 Kinder und Jugendliche können also an/mit Corona gestorben sein, vielleicht waren es auch nur 13. 2017/18 starben 187 Kinder an der Influenza (keine Ahnung, ob exakt oder geschätzt: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/grippe-influenza/was-ist-eine-grippe-influenza/)

            Wenn Deine Kinder also nicht gerade schwer lungengeschädigt sind, ist Deine Angst völlig übertrieben. Ich weiß daher nicht, was es bringen soll, diese irrationale, "persönliche Betroffenheit" noch besser zu kommunizieren.

          • Du scheinst es nicht kapiert zu haben, daher nochmal: ich bin schwanger. Heißt (deswegen) Risikogruppe für einen schweren Verlauf und/oder Fehlgeburt als Folge einer Infektion.

            Und Stand jetzt in D. gelten Schwangere als nicht-impfbar (dafür sind engste Kontaktpersonen Prio 2) – kann aber eigentlich nicht mehr lange dauern bis das angepasst wird. Österreich hat die Empfehlung erst letzte Woche geändert, die Erfahrungen speziell in Amiland sind wie zu erwarten war gut, und sogar Brasilien impft Schwangere nun mit erhöhter Priorität (natürlich nur, weil sie dort schwarz auf weiß tatsächlich eine deutliche Erhöhung der Sterblichkeit bei werdenden Müttern registrierten. In Summe nicht so hoch wie die Verluste bei Unter-1jährigen Corona-Infizierten, but well: Schwangere impfen wird aller Voraussicht nach ja auch bei dieser Risikoreduktion gut helfen können).
             
            Zwar bring ich einen tendenziell schützenden Faktor mit (Blutgruppe 0 nämlich), aber eben auch eine durch jahrzehntelanges Rauchen wohl durchaus vorbelastete (um nicht geschädigte zu sagen^^) Lunge.
            Ich weiß, interessiert Dich Alles nicht, aber ich sachs trotzdem.

            Schließlich darf man die unter LongCovid zusammengefasste Problematik nunmal auch nicht ausblenden: ca. jeder 10. Infizierte hat ein halbes Jahr bis Jahr danach (teilweise werden die Organschädigungen auch absehbar für immer bleiben) weiterhin mit starken, gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen – von denen der anhaltende Geschmacksverlust noch als harmlosestes zu nennen wäre. But guess what: selbst dieses Risiko ist mir noch zu hoch, um es leichtfertig einzugehen (auch für die Meinigen). Und ja, ich weiß, dass auch diese Häufigkeiten wieder divergieren je nach Altersgruppen, Kinder (nach derzeitigen Daten) eher bei 7 % liegen, Menschen meiner Kohorte dann aber schon beim doppelten (wobei Frauen mit ca. 70 %-Anteil besonders betroffen scheinen) …

            Glaub mir: ich hab im Leben (m.W.n.) noch keine Scheiß-Grippe gehabt, noch nie mich dagegen impfen lassen und Angst davor, sie zu kriegen, hatt ich erst recht nicht. Das hier ist aber leider keine Scheiß-Grippe… wenn wir uns doch nur darauf auch mal endlich (gesamt-gesellschaftlich) einigen könnten?!

            „Die Erlaubnis von allem, was draußen stattfindet, mit Maskenpflicht da, wo es Sinn macht“

            Wo machte es D.E.n. denn keinen Sinn?

            „und mit Personenzahlbeschränkung – besser eigentlich Personendichtebeschränkung – für größere Veranstaltungen. Öffnen von Geschäften, Kinos, Museen etc. wenn es ein vernünftiges Hygienekonzept gibt.“

            Vernünftige Hygienekonzepte beinhalteten dann auch Luftfilter, nehme ich an?

            Und was ist mit Industrie, Großraumbüros usw.?
            Darf man nicht wieder vergessen, right?

          • „Du scheinst es nicht kapiert zu haben, daher nochmal: ich bin schwanger.“

            Stimmt, ist mir durchgegangen. Interessiert mich das? Jein. Glückwünsche, natürlich, und alles Gute. Ich kenne mich mit der besonderen Gefährdung von Schwangeren durch CoVid-19 nicht aus. Gib halt auf Dich acht, wenn Du meinst, dass sie existiert. Aber davon ab… ob Du Risikogruppe wärst/bist wegen Alter, Lungenvorschädigung oder Schwangerschaft, was, glaubst Du, ändert das an meiner Beurteilung der Gesamtlage? Es gibt besonders gefährdete Menschen, und deswegen bin ich nicht dafür, gar nichts zu unternehmen. Aber derzeit unternehmen wir das Falsche und zuviel.

            „Das hier ist aber leider keine Scheiß-Grippe…“

            Nein.
            Für Vorgeschädigte ist es gefährlicher.
            Für Kinder weniger gefährlich.
            Insgesamt gefährlicher.
            Sind wir uns da einig?

            Gut. Dann können wir ja zum Thema zurückkehren, wie schlimm. Und landen wieder dabei, dass m.M.n. der derzeitige Lockdown ein mit Kanonen-auf-Spatzen-Schießen ist; Du hingegen findest es im Großen und Ganzen richtig, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Let’s agree to disagree, then.

            LongCoVid: Ich habe nach Pfeiferschem Drüsenfieber ein Jahr lang an den Folgen laboriert. Das ist alles andere als ungewöhnlich. Bloß, weil die Medien mit LongCoVid mal wieder ein Schreckgespenst an die Wand malen, lasse ich mir davon noch lange nicht bange machen. Du schreibst: „jeder 10. Infizierte hat ein halbes Jahr bis Jahr danach […] weiterhin mit starken, gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen“. Wenn ich recherchiere, erfahre ich, dass jeder 10. nach Genesung irgendwelche Beeinträchtigungen noch wahrnimmt. Starke gesundheitliche Einschränkungen hat also NICHT jeder 10., sondern allenfalls ein Bruchteil dieser 10%. Du übertreibst also, wahrscheinlich, weil besagte Medien Dich kirre gemacht haben. (Oder liegt es auch an den Schwangerschaftshormonen? Soll’s ja geben.)

            „Wo machte es[Maskenpflicht draußen] D.E.n. denn keinen Sinn?“

            Im Kletterpark meiner Wahl. Dort komme ich niemandem näher als im Park daneben.

            „Vernünftige Hygienekonzepte beinhalteten dann auch Luftfilter, nehme ich an?“

            Kommt auf die Belüftung der Räume und die Anzahl der Menschen darin an. Ist nicht unbedingt überall zwingend, soll aber helfen.

            „Und was ist mit Industrie, Großraumbüros usw.?
            Darf man nicht wieder vergessen, right?“

            Right.

          • „Das hier ist aber leider keine Scheiß-Grippe… wenn wir uns doch nur darauf auch mal endlich (gesamt-gesellschaftlich) einigen könnten?!“

            Das ist keine Scheiß-Grippe, aber damit vergleichbar weil es in die große Gruppe der Erkältungskrankheiten gehört von denen jedes verdammte Jahr irgendeine mehr oder weniger schwere die Runde macht.

            Das was wir „Erkältung“ nennen sind in Wirklichkeit ein paar Dutzend verschiedene Krankheiten mit verschiedenen Erregern, Diese Erreger fallen in die Familien der Rhino-, Influenza, Corona-, und Adenoviren, sowie einige Bakteriengruppen die nicht in diesem Chart dargestellt sind:

            Insofern ist Covid nicht Influenza (weil es einen anderen Erreger hat), aber wir würden es „Erkältung“ nennen, mancher würde auch medizinisch unzutreffend aber umgangssprachlich üblich „Grippe“ dazu sagen, weil alle möglichen Erkältungskrankheiten im Alltag schon immer so genannt werden.

            Gäbe es nicht einen Test der Covid-19 nachweist, und hätte nicht China mit seinem „Lockdown“ Anfang 2020 die Vorlage geliefert, wären weder Medien noch Politik bei uns auch nur im Entferntesten auf die Idee gekommen, Covid überhaupt zum Thema zu machen, und erst Recht nicht deswegen die Republik auf den Kopf zu stellen.

            Einige von uns wären letzten oder diesen Winter ein paar Wochen lang mit einer Erkältung flachgelegen deren Namen sie nicht gekannt hätten, aber die allermeisten hätten nichts davon mitbekommen, und diese Diskussion würde nicht stattfinden. Es wären sicher auch ein paar tausend Menschen an den Folgen gestorben, aber die Wahrscheinlichkeit dass irgendjemand der das hier liest einen Verstorbenen kennt wäre (und ist) verschwindend gering, und es würde sowenig darüber diskutiert wie über die jährlichen tausenden von Grippetoten. Die Krankheit wäre durchgerauscht wie dutzende anderer Erkältungswellen in früheren Jahren auch, ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen.

            Man kann darüber diskutieren, ob es bisher richtig war diese jährlichen Erkältungswellen einfach so achselzuckend hinzunehmen oder ob es nicht schon immer besser gewesen wäre, mehr Vorsicht und Rücksicht walten zu lassen. Ich meine ja, und ich habe mich auch schon in früheren Jahren über die Rücksichtslosigkeit mancher Leute geärgert, die sich rotzend und hustend in der Öffentlichkeit bewegten und damit jeden Tag sicher ein paar anderer Leute infizierten. Aber ihr alle habt das schulterzuckend hingenommen. Wenn die gleichen Leute die bei früheren Grippewellen keine Vorsichtsmaßnahmen befürwortet haben jetzt den Extremisten raushängen lassen, ist das allerdings inkonsequent und unglaubwürdig.

            Ob eine Erkältungswelle (und diese Bezeichnung IST absolut zutreffend) ein legitimer Anlass sein kann, die Verfassung zu ändern und Demokratie und Grundrechte zur Disposition einer bösen alten Frau zu stellen, muss ich mit einem scharfen Nein beantworten. Wer das warum will hat mit der Krankheit gar nichts zu tun, die ist nur ein willkommener Vorwand für extreme politische Kräfte, etwas durchzusetzen was sie sowieso schon immer aus ganz anderen Gründen wollten. Das ist ganz offensichtlich so.

            „Maskenpflicht da, wo es Sinn macht“

            „Wo machte es D.E.n. denn keinen Sinn?“

            ZB im Freien, bei sportlicher Betätigung, beim Radfahren, und natürlich überall wo kein anderer Mensch in der Nähe ist.

          • „Stimmt, ist mir durchgegangen. Interessiert mich das? Jein. Glückwünsche, natürlich, und alles Gute. Ich kenne mich mit der besonderen Gefährdung von Schwangeren durch CoVid-19 nicht aus. Gib halt auf Dich acht, wenn Du meinst, dass sie existiert.“

            Das tue ich (auch), indem ich eben unsere Kinder derzeit nicht zurück in Schule bzw. Kita lasse. Was die Behörde höchstens indirekt/versteckt gestattet hat; die Schulpflicht ist derweil nämlich nur – aber immerhin! – dadurch umgehbar, dass wir die Testung verweigern (btw zeigte eine Untersuchung bereits, dass symptomfrei infizierte SchülerInnen um knapp das 6 fache häufiger zu finden seien als die Schnelltests es nahelegten; fürs Lehrpersonal lag der entsprechende Wert bloß beim zweieinhalbfachen und damit in etwa auf dem Niveau, das Drosten vermutet)

            „Für Vorgeschädigte ist es gefährlicher.
            Für Kinder weniger gefährlich.
            Insgesamt gefährlicher.
            Sind wir uns da einig?“

            Deine Einschätzung, Covid-19 sei für Kinder weniger gefährlich als die Grippe, beruht auf dem Vergleich der Todeszahlen der Grippesaison 17/18 – wo absolut Alles normal geöffnet hatte und niemand auch nur Alltagsmasken trug oder Abstand hielt – mit denen jetzt bzw. vergangenes Jahr… also mit monatelangen Schulschließungen respektive halbierten Klassenstärken + medizinischen Masken als Pflicht + striktem Lüften nach Zeitplan; einem komplett auf Eis liegendem Vereinsleben usw.
            Das ist unredlich.

            „Ich habe nach Pfeiferschem Drüsenfieber ein Jahr lang an den Folgen laboriert.“

            Heißt was (was für Folgen, wie überwunden)?

            „Das ist alles andere als ungewöhnlich.“

            Da scheint mir der nochmalige Verweis auf sogar spezielle Kinderstationen zur Erforschung&Bewältigung von LongCovid angebracht.

            „Wenn ich recherchiere, erfahre ich, dass jeder 10. nach Genesung irgendwelche Beeinträchtigungen noch wahrnimmt. Starke gesundheitliche Einschränkungen hat also NICHT jeder 10., sondern allenfalls ein Bruchteil dieser 10%.“

            Wenn „nur“ Dein Geschmackssinn nicht zurückkehrte, zählte man das (allein) wahrscheinlich noch nicht als starke gesundheitliche Beeinträchtigung? Dazu sagte ich schon: selbst ad infinitum nix mehr schmecken zu können, fände ich furchtbar genug, um das Risiko dessen zu scheuen. Aber befass Dich ruhig mal näher mit den Langzeitschäden…

            „Kommt auf die Belüftung der Räume und die Anzahl der Menschen darin an. Ist nicht unbedingt überall zwingend, soll aber helfen.“

            Oh, wenn Du wissen willst, was für mich ein echter Grund ist, mich über die Regierung/Behörden in Zusammenhang mit Corona aufzuregen, dann lies mal:

            https://www.news4teachers.de/2021/02/der-luftfilter-skandal-wie-bundesbildungsministerium-und-umweltbundesamt-den-einsatz-der-geraete-in-schulen-schlechtreden-und-was-dahintersteckt/

            „„Und was ist mit Industrie, Großraumbüros usw.?
            Darf man nicht wieder vergessen, right?“

            Right.“

            Schön.^^
            Aber wir ahnen auch, warum bestimmte (Arbeits-)Bereiche von Schutzmaßnahmen bislang quasi völlig ausgenommen wurden, right?

          • „Das ist keine Scheiß-Grippe, aber damit vergleichbar weil es in die große Gruppe der Erkältungskrankheiten gehört von denen jedes verdammte Jahr irgendeine mehr oder weniger schwere die Runde macht. …
            Insofern ist Covid nicht Influenza (weil es einen anderen Erreger hat), aber wir würden es „Erkältung“ nennen, mancher würde auch medizinisch unzutreffend aber umgangssprachlich üblich „Grippe“ dazu sagen, weil alle möglichen Erkältungskrankheiten im Alltag schon immer so genannt werden.“

            FYI

            (und die neuen Varianten haben sich als nochmal deutlich ansteckender erwiesen)

            „Die Krankheit wäre durchgerauscht wie dutzende anderer Erkältungswellen in früheren Jahren auch, ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen.“

            Die ganze vorangegangene Passage wirkt, als hättest Du Dich aus der Realität verabschiedet.

            „Man kann darüber diskutieren, ob es bisher richtig war diese jährlichen Erkältungswellen einfach so achselzuckend hinzunehmen oder ob es nicht schon immer besser gewesen wäre, mehr Vorsicht und Rücksicht walten zu lassen. Ich meine ja, und ich habe mich auch schon in früheren Jahren über die Rücksichtslosigkeit mancher Leute geärgert, die sich rotzend und hustend in der Öffentlichkeit bewegten“

            Weil sie (gefühlt) keine Rücksicht nehmen _durften_?
            Auf breiter Flur der Gedanke installiert war, dass „ein bisschen Husten“ aber noch lange kein Grund für eine Krankschreibung darstellt? Haben das nicht vielleicht gar Ärzte selbst so gesehen? Nur eine Vermutung^^

            „und damit jeden Tag sicher ein paar anderer Leute infizierten. Aber ihr alle habt das schulterzuckend hingenommen. Wenn die gleichen Leute die bei früheren Grippewellen keine Vorsichtsmaßnahmen befürwortet haben jetzt den Extremisten raushängen lassen, ist das allerdings inkonsequent und unglaubwürdig.“

            Moment Moment, Deine Position ist:
            „Bisherige Erkältungswellen (mit einem Bruchteil Betroffener) haben niemanden zu Verhaltensänderungen wie Masken-tragen, Veranstaltungen meiden usw. animieren können, deshalb soll jetzt auch nix? angeordnet bzw. geschlossen sein – trotz objektiv größerer Gefahr“?

            „„Maskenpflicht da, wo es Sinn macht“

            „Wo machte es D.E.n. denn keinen Sinn?“

            ZB im Freien, bei sportlicher Betätigung, beim Radfahren, und natürlich überall wo kein anderer Mensch in der Nähe ist.“

            Nuja, gerade sportliche Betätigung (als Allgemeinbegriff) birgt unmaskiert größere Risiken – nicht zuletzt, weil meist mehrere Menschen gemeinsam auf mehr oder weniger engem Raum agieren und dabei heftiger als gewöhnlich atmen & sich dann noch oft durch die Atemwolken der Kollegen oder Gegner hindurch bewegen. Gibt natürlich Sportarten, für die das eher oder überhaupt nicht zutrifft, und im Freien ists wie wir wissen ja auch deutlich sicherer. Jedenfalls verlangte es viel (zeitfressender) Detailarbeit, wenn alle denkbaren Bewegungsformen von einem Gesetz zielsicher erfasst werden sollten. Und auf der anderen Seite ist/wäre Sport MIT Maske in den meisten Fällen aber auch keine wirklich ratsame Lösung.

            Wenn man NUR die Wahl zwischen schlechten Lösungen hat, wie entscheidet man? Das ist ja das ganze Dilemma…

          • „Die ganze vorangegangene Passage wirkt, als hättest Du Dich aus der Realität verabschiedet.“

            Die reale Realität ist nicht anders als während anderer schweren Erkältungswellen. Verändert hat sich nur die mediale Darstellung. Dass ich das bemerke kannst du Gift drauf nehmen, ich nehme es nur nicht für bare Münze.

            „Weil sie (gefühlt) keine Rücksicht nehmen _durften_?“

            Es gab vor 2019 kein Verbot für Atemschutzmasken, und man konnte sie in jeder Drogerie kaufen. Hat nur fast niemand gemacht. Gab auch keine offiziellen Empfehlungen oder sowas, von Pflicht ganz zu schweigen.

            „Auf breiter Flur der Gedanke installiert war, dass „ein bisschen Husten“ aber noch lange kein Grund für eine Krankschreibung darstellt“

            Auch schon „bisschen Husten“ ist Auslöser für Tröpfcheninfektion und kann deshalb andere anstecken. Aber viele haben sich auch noch mit schwerem Husten, Rotzen und Fieber zur Arbeit geschleppt, obwohl sie dabei in Bahn und Bus oder auf Arbeit sicher viele Menschen infizierten. War den meisten aber egal, einschl. denen die jetzt Hysterie verbreiten und extremste Maßnahmen fordern.

            Übrigens ich gehöre zu den wenigen denen das nicht egal war, ich habe auch schon bei Grippewellen vor 2019 Atemschutzmasken getragen (und dafür verwunderte Blicke geerntet).

            „Moment Moment, Deine Position ist:
            „Bisherige Erkältungswellen […] haben niemanden zu Verhaltensänderungen wie Masken-tragen, Veranstaltungen meiden usw. animieren können“

            Bis auf den Klammereinschub bis hierher richtig zusammengefasst.

            „deshalb soll jetzt auch nix?“

            Ab hier falsch.

            Sondern: Man kann daraus den Schluss ziehen, dass Medien, Politik und Mitläufer sind inkonsequent verhalten, und die Frage steht im Raum: Warum tun sie das?

            Als Antwort kommen in Frage Dummheit oder unlautere Absichten. MMn ist es eine Mischung aus beidem, je nach Akteur. Und dass die Medien mindestens teilweise Bockmist erzählen.

            Das bedeutet nicht, dass man nicht rücksichtsvoller miteinander umgehen soll. Vielleicht helfen Masken, und eine punktuelle Maskenpflicht könnte sinnvoll sein. Hab ich grundsätzlich nichts gegen. Wenn man zu dem Schluss kommt, gehört dazu aber auch das Eingeständnis dass sich fast alle in den vergangenen Jahrzehnten falsch verhalten haben.

            Man darf aber auch nicht von einem Extrem ins andere verfallen. Grundrechtseingriffe und Verfassungsänderungen bleiben illegitim und hochgefährlich.

            „trotz objektiv größerer Gefahr“

            Auch das ist so sicher nicht. Da die Medien wie gesagt Bockmist verbreiten kann sich derzeit keiner darüber ein Urteil erlauben. Das wird Jahre dauern bis sich dieser Staub lichtet.

            Bisher kann man feststellen: Es gibt an die 200 verschiedene Erreger von erkältungsähnlichen Krankheiten, darunter auch etliche Corona-Varianten. Fast jeder der dies hier liest war schon vor 2019 mehrmals in seinem Leben an einer Corona-Infektion erkrankt, und auch an Infektionen mit anderen Viren. Manche davon durchaus recht aggressiver und potenziell tödlicher Natur. Dein obiges Grippe-Video verfehlt deshalb das Thema, weil von diesen 200 nur eine Virusart thematisiert und die übrigen 199 verschweigt.

            „Nuja, gerade sportliche Betätigung (als Allgemeinbegriff) birgt unmaskiert größere Risiken“

            Aber man kriegt zu wenig Luft, wenn irgendwas gesundheitsschädlich ist dann das.

            „weil meist mehrere Menschen gemeinsam auf mehr oder weniger engem Raum agieren“

            Es gibt auch Sportarten die im Freien ausgeübt werden. Dort ist jede Maske absurd.

          • „Die reale Realität ist nicht anders als während anderer schweren Erkältungswellen.“

            Und bei welcher/n Erkältungswelle/n haben u.a. europäische Länder (Plural) Unterstützung ihrer Nachbarn zur Bewältigung ihres Intensivpatientenaufkommens anfordern müssen?

            Btw irgendwo las ich, dass in D. bislang mehr als 250 Personen des direkten, medizinischen Personals durch das Virus selbst ums Leben gekommen seien. Ist/Wäre das D.M.n. denn noch normal für eine Erkältungswelle?

            „Übrigens ich gehöre zu den wenigen denen das nicht egal war, ich habe auch schon bei Grippewellen vor 2019 Atemschutzmasken getragen (und dafür verwunderte Blicke geerntet).“

            Verwundert geschaut hab auch ich vergangenes Jahr noch, als mir die ersten Maskierten begegneten. (Wobei ich muss gestehen: als es für unsere Große im Februar auf Klassenfahrt nach England ging, gab ich ihr auch bereits 1 Maske mit. Versehen mit der Anmerkung, dass ich von ihr nu nicht erwartete, sich zum Außenseiter zu machen… nur halt für den Fall, dass sie das öfter sähe und selbst ein Bedürfnis danach entwickelte. War aber beides nicht).

            Was hat Dich denn dazu bewogen, Dich schon sooo lange so umsichtig zu verhalten?

            „Man kann daraus den Schluss ziehen, dass Medien, Politik und Mitläufer sind inkonsequent verhalten, und die Frage steht im Raum: Warum tun sie das?

            Als Antwort kommen in Frage Dummheit oder unlautere Absichten.“

            Du übersiehst das Naheliegende: die Einschätzungen von WHO und sonstigen Experten zählen für Viele (mehr als für Dich, offenbar).
            Oder siehst Du das schon, subsummierst es aber unter Dummheit?^^

            „Das bedeutet nicht, dass man nicht rücksichtsvoller miteinander umgehen soll. Vielleicht helfen Masken, und eine punktuelle Maskenpflicht könnte sinnvoll sein. Hab ich grundsätzlich nichts gegen. Wenn man zu dem Schluss kommt, gehört dazu aber auch das Eingeständnis dass sich fast alle in den vergangenen Jahrzehnten falsch verhalten haben.“

            Erinnert mich an einen hübschen Tweet, den ich leider gerad nicht wiederfinde. Und zwar schrieb da eine, sie habe auf youtube koreanische Influencerinnen gesehen, die mit dem Phänomen deutscher Maskenverweigerung konfrontiert waren und sich angesichts dessen verwundert fragten:
            „Warum sind die so ungebildet?“ 😱

            „Fast jeder der dies hier liest war schon vor 2019 mehrmals in seinem Leben an einer Corona-Infektion erkrankt, und auch an Infektionen mit anderen Viren. Manche davon durchaus recht aggressiver und potenziell tödlicher Natur. Dein obiges Grippe-Video verfehlt deshalb das Thema, weil von diesen 200 nur eine Virusart thematisiert und die übrigen 199 verschweigt.“

            Tz, ich sachs ja: Realitätsverweigerung.

            Mein Lieber: es „wären“ nicht _tausende_ gestorben, wenn man dieses Virus einfach hätte durchrauschen lassen. Vielmehr _sind_ bislang rund 85.000 unserer Landsleute/min. 3,5 Millionen weltweit daran verstorben, OBWOHL wir in globalem Maßstab wirklich beispiellose Anstrengungen unternommen haben, weitere Infektionen komplett zu verhindern.

            Fun fact: Influenza hat sich allem Anschein nach davon schwer beeindrucken lassen (und auch sonst „klagten“ bspw. Kinderärzte, sie hätten fast nix mehr zu tun, eben weil die normalen, saisonal-erkrankten, kleinen Patienten schlicht ausblieben) – Covid-19 eher weniger.

          • „Und bei welcher/n Erkältungswelle/n haben [..]“
            und
            „Btw irgendwo las ich, dass in D. bislang mehr als 250 Personen [..]“

            Beide Fragen kann ich nichr beantworten, weil die Medien in vergangenen Jahren über so etwas nicht berichtet haben, auch wenn es stattgefunden hätte. Die Medien haben seit 2020 ihr Verhalten geändert und berichten nun solche Details in dramatisierter Form. Welche dramatischen Entwicklungen früherer Jahre gemeldet worden wären, wenn die Medien sich schon immer so verhalten hätten, kann man nur spekulieren.

            „Was hat Dich denn dazu bewogen, Dich schon sooo lange so umsichtig zu verhalten?“

            Weil ich einerseits keine Erkältung kriegen möchte, und andere nicht anstecken möchte wenn ich selbst eine habe.

            Ob es funktioniert hat weiß ich nicht. Ich hatte in früheren Jahren gelegentlich auch schon eine schwere Erkältung, obwohl ich in der Öffentlichkeit so eine Maske trug. Aber vielleicht hätte es mich ohne öfter erwischt. Da die Maske nicht schadet und billig ist, habe ich es halt gemacht.

            „Schadet nicht“ und „ist billig“ trifft aber für die meisten politischen Lockdown-Vorschriften nicht zu, deswegen kann man die nicht so einfach rechtfertigen wie ich es mit meinem privaten Verhalten schon seit einer Weile tue.

            „Du übersiehst das Naheliegende: die Einschätzungen von WHO und sonstigen Experten zählen für Viele (mehr als für Dich, offenbar).
            Oder siehst Du das schon, subsummierst es aber unter Dummheit?“

            Ich sehe das als politischen Vorgang, dessen tatsächliche Begründung möglicherweise nicht die ist die man uns mitteilt.

            „Vielmehr _sind_ bislang rund 85.000 unserer Landsleute/min. 3,5 Millionen weltweit daran verstorben“

            Das ist das etwa 1 3/4 fache der schwersten Grippeepidemie der Ära seit dem 2. Weltkrieg: BRD 40.000, DDR 12.000, Welt 2 Millionen (Grippeepidemie1968). Also zwar mehr, aber in der gleichen Größenordnung.

            Damals hat die Bundesregierung NICHTS gemacht. Gar nichts. Die meisten Leute haben damals nicht einmal mitbekommen haben dass so eine schwere Grippewelle war. Es stand irgendwann nach Ende des Winters in einigen Zeitungen, manche haben es da erst wahrgenommen und manche auch dann nicht.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Hongkong-Grippe

            Beispiel für die Medienwahrnehmung der damaligen Zeit:
            https://www.spiegel.de/kultur/a-2-hongkong-68-a-f882db36-0002-0001-0000-000045878745

            Es wäre den damals Verantwortlichen gar nicht in den Sinn gekommen, deswegen das gesellschaftliche Leben einzuschränken oder Grundrechte auszusetzen. Und wenn es jemand vorgeschlagen hätte, wäre der nicht ernstgenommen worden.

            War die damalige Reaktion falsch? Oder ist die heutige falsch?

            Übrigens1: Ob es ohne „Lockdown“ jetzt mehr Tote gäbe, weiß niemand.

            Übrigens2: Es gibt Hinweise, dass die Zahlen getürkt sind, Stichwort Nichtunterscheidung zwischen „an Corona“ vs „mit Corona“ Vertorbenen in der Statistik.

            „Fun fact: Influenza hat sich allem Anschein nach davon schwer beeindrucken lassen“

            Ob es ein Fact ist, oder ein Seiteneffekt der getürkten Zählung, ist derzeit nicht bekannt. Ich kann subjektiv berichten dass ich seit 2020 bis heute keine Erkältung hatte, was für mich sehr ungewöhnlich ist. Vielleicht eine Wirkung der allgemeinen Maskenpflicht und weil ich seltener rausgehe.

          • „Beide Fragen kann ich nichr beantworten, weil die Medien in vergangenen Jahren über so etwas nicht berichtet haben, auch wenn es stattgefunden hätte.“

            Doch, insgesamt wurde durchaus berichtet, vgl.
            https://rp-online.de/leben/gesundheit/news/grippewelle-2017-krankenhaeuser-in-frankreich-sollen-ops-verschieben_aid-19104147
            Da war die Lage nur eben schlussendlich nicht vergleichbar dramatisch (und hier ist sie das sogar MIT Ansage! – which also makes a HUGE difference – & trotz allem, wie gesagt). 

            „Weil ich einerseits keine Erkältung kriegen möchte, und andere nicht anstecken möchte wenn ich selbst eine habe.“

            Aber wann hast Du damit angefangen, was war der Auslöser?
            Man kommt doch nicht einfach so, spontan&grundlos, irgendwann ganz von allein auf die Idee, im Alltag mit OP- oder FFP2-Masken rumzulaufen, wenns sonst absolut niemand tut?

            „Das ist das etwa 1 3/4 fache der schwersten Grippeepidemie der Ära seit dem 2. Weltkrieg: BRD 40.000, DDR 12.000, Welt 2 Millionen (Grippeepidemie1968). Also zwar mehr, aber in der gleichen Größenordnung.“

            Ach ja, 1968, wer erinnert sich nicht?^^

            Das war doch das Jahr, indem bspw. die Klinikgeburt zur Kassenleistung wurde? Die hiesige Säuglingssterblichkeit noch bei fast 24 auf 1000 Lebensgeburten lag (und damit rund 8 mal so hoch wie heute) und die Müttersterblichkeit bei… äh, find ich gerad nicht…

            Wo Verkehrstote im jährlichen Umfang von über 20.000 noch eher achselzuckend hingenommen wurden, der deutsche Michel sich lieber – und das wohl zunächst auch recht vehement – gegen die Idee verwehrte, eine gesetzliche Gurtpflicht könne seine „Freiheit“ (zugunsten seiner Sicherheit) einschränken?

            „Es wäre den damals Verantwortlichen gar nicht in den Sinn gekommen, deswegen das gesellschaftliche Leben einzuschränken oder Grundrechte auszusetzen. Und wenn es jemand vorgeschlagen hätte, wäre der nicht ernstgenommen worden.

            War die damalige Reaktion falsch? Oder ist die heutige falsch?“

            Als Nachgeborene vermag ich nicht zu beurteilen, ob das damalige Wissen & die Möglichkeiten theoretisch ausgereicht hätten, diese Grippewelle einzudämmen.

            In dem Fall hier aber kann man wohl festhalten: es wäre absolut ein Verbrechen gewesen, die Warnungen in den Wind zu schlagen.

            „Übrigens1: Ob es ohne „Lockdown“ jetzt mehr Tote gäbe, weiß niemand.“

            Unfug

            „Übrigens2: Es gibt Hinweise, dass die Zahlen getürkt sind, Stichwort Nichtunterscheidung zwischen „an Corona“ vs „mit Corona“ Vertorbenen in der Statistik.“

            Mich regt dieser ständige Zu-Satz in den täglichen Todeszahlmeldungen eigentlich nur dezent auf – weil ich überhaupt nicht verstehe, was er ausdrücken will.

            Die Behauptung aus Covidioten-Kreisen ist, soweit ich weiß, dass auch z.B. Verkehrstote – insofern als Corona-positiv gemeldet – hierunter gefasst würden, aber das klingt für mich erstmal ziemlich hahnebüchen? (bzw. in der Summe dann doch auch wieder vernachlässigbar. Wahrscheinlich jedenfalls…)

            „Ich kann subjektiv berichten dass ich seit 2020 bis heute keine Erkältung hatte, was für mich sehr ungewöhnlich ist. Vielleicht eine Wirkung der allgemeinen Maskenpflicht und weil ich seltener rausgehe.“

            Du bist wirklich ein komischer Kauz, das macht die Unterhaltung mit Dir interessant^^

            Ich hatte demgegenüber 20/21 2 Erkältungen: einmal, ganz klassisch, infolge des letztjährigen (Straßen-)Karnevals (hab ich echt IMMER danach, das ist wie Gesetz!). Und einmal jetzt Ende Februar, in der ersten Woche nachdem ich die Jüngste wieder in die Kita brachte (von wo aus sie ihre Schnupfnase mit Sicherheit einschleppte. Gott-sei-Dank eben nur Schnupfen, aber weder Husten noch Fieber o.ä.)

          • „Man kommt doch nicht einfach so, spontan&grundlos, irgendwann ganz von allein auf die Idee, im Alltag mit OP- oder FFP2-Masken rumzulaufen, wenns sonst absolut niemand tut?“

            Chinesen und Japaner tun es aus Rücksichtnahme schon seit langem, das konnte man schon vor vielen Jahren im Fernsehen bei Straßenszenen aus asiatischen Städten betrachten. Irgendwann hab ich mich dafür interessiert ob man die Masken hier auch kaufen kann, und stellte fest die gibt es in jeder Drogerie. Hab ich mir mal eine Packung geholt und sie dann bei der nächsten Grippewelle eingesetzt.

            Ein konkreter Anlass war eine schwere Erkältung vor ein paar Jahren, wo ich genau wusste wer mich angesteckt hatte: Eine lautstark telefonierende Chinesin im Flughafen-Express in London ein paar Tage zuvor, die durch den ganzen Waggon gerotzt hatte (ganz Asiaten-untypisch ohne Maske). Da dachte ich mir „Nächstes Mal schütze ich mich vor solchen Leuten“. Hätte ich aber auch ohne das Erlebnis irgendwann gemacht.

            Grundlos definitiv nicht. Ich möchte mir die körperliche Belastung und die verlorene Zeit einer Erkältung ersparen.

            „Als Nachgeborene vermag ich nicht zu beurteilen, ob das damalige Wissen & die Möglichkeiten theoretisch ausgereicht hätten, diese Grippewelle einzudämmen.“

            Einerseits war 1968 nicht die Steinzeit, man hatte auch damals schon modernes medizinisches Wissen.

            Andererseits sind die „Lockdown“-Maßnahmen 2020/21 mittelalterlich. Weder aktuelle Forschung noch irgendeine High Tech spielen dabei eine Rolle. Dass Epidemien durch Kontakt zwischen Menschen verbreitet werden und deshalb durch Kontaktvermeidung potenziell ausgebremst werden können, wusste man schon vor 1000 Jahren.

            Man kann höchstens sagen, dass die heutigen technischen Möglichkeiten die Akzeptanz des „Lockdowns“ erleichtern: Handys und Internet helfen Kontakte aufrechtzuerhalten, und Amazon verhindert dass trotz Geschäftsschließungen Mangel an irgendwelchen Produkten eintritt.

            Aber das Fehlen dieser Auswege ist nicht der Grund warum 1968 niemand auf die Idee „Lockdown“ kam. Das „Lockdown“-Getue ist ja auch eine Übersprungshandlung der kurz zuvor extrem runnervenden Klimaschreier, die den Gedanken überhaupt erst aufkommen ließen dass es eine gute Idee sein könnte die halbe Gesellschaft stillzulegen um irgendwas zu „retten“. Das ist aber eigentlich ein ziemlich perverser Gedanke, manche haben sich nur schon an die Perversität gewöhnt.

            „Übrigens1: Ob es ohne „Lockdown“ jetzt mehr Tote gäbe, weiß niemand.“
            „Unfug“

            Das kann man gar nicht wissen, weil man dafür ein zweites Deutschland ohne Lockdown zum Vergleich bräuchte.

            „Übrigens2: Es gibt Hinweise, dass die Zahlen getürkt sind, Stichwort Nichtunterscheidung zwischen „an Corona“ vs „mit Corona“ Vertorbenen in der Statistik.“
            „Mich regt dieser ständige Zu-Satz in den täglichen Todeszahlmeldungen eigentlich nur dezent auf – weil ich überhaupt nicht verstehe, was er ausdrücken will.“

            Ganz einfach:
            „An Corona“ = Corona war eindeutig Todesursache
            „Mit Corona“ = Todesursache war irgendwas, und zufällig wurde nach dem Tod auch das Virus in seinem Körper nachgewiesen.

            Die Medien melden nur die Summe der beiden Werte. Relevant um die Gefährlichkeit von Corona zu beurteilen wäre aber ausschließlich die Zahl „AN Corona Verstorbener“. Die wird aber nicht öffentlich genannt. Als Normalbürger wird uns also die Möglichkeit vorenthalten selbst abzuschätzen, wie tödlich im Vergleich zu anderen Epidemien Corona wirklich ist.

            „aber das klingt für mich erstmal ziemlich hahnebüchen?“

            Das wird gar nicht verheimlicht. Die Formulierung „mit“ sagt direkt aus dass Corona-Viren beim Tod nur zufällig anwesend waren, aber nicht notwendigerweise die Todesursache. Das ist die einzig mögliche Interpretation.

          • Wenn mir noch ein paar Nachfragen gestattet sind…
            Woran machst/machtest Du denn fest: „So, ab jetzt trage ich Maske in der Öffentlichkeit“?
            Oder andersrum: ab wann trägst Du sie nicht mehr?
            Ist die jährliche Grippeschutzimpfung für Dich (dennoch) ein Pflichttermin?
            Bist Du bereits gegen Covid-19 (doppelt) geimpft?

            „Einerseits war 1968 nicht die Steinzeit, man hatte auch damals schon modernes medizinisches Wissen.“

            Dabei fällt mir ein (only slightly related), dass Götz Werner gerne sagt, die Wiedervereinigung hätte 20 Jahre zuvor noch nicht geklappt ohne Rationierungen

            „Andererseits sind die „Lockdown“-Maßnahmen 2020/21 mittelalterlich. Weder aktuelle Forschung noch irgendeine High Tech spielen dabei eine Rolle.“

            ?

            „Dass Epidemien durch Kontakt zwischen Menschen verbreitet werden und deshalb durch Kontaktvermeidung potenziell ausgebremst werden können, wusste man schon vor 1000 Jahren.“

            Soso.

            „Man kann höchstens sagen, dass die heutigen technischen Möglichkeiten die Akzeptanz des „Lockdowns“ erleichtern: Handys und Internet helfen Kontakte aufrechtzuerhalten, und Amazon verhindert dass trotz Geschäftsschließungen Mangel an irgendwelchen Produkten eintritt.“

            Vergiss ebay(&Kleinanzeigen) nicht^^
            Aber im Prinzip hast Du damit imho sehr recht. Auch Distanzunterricht und mobiles Arbeiten wären anderenfalls fast unmöglich gewesen, jedenfalls in meiner Vorstellung.

            „Aber das Fehlen dieser Auswege ist nicht der Grund warum 1968 niemand auf die Idee „Lockdown“ kam.““

            Ich find das sogar ziemlich wahrscheinlich. Als 1 Baustein

            „Das kann man gar nicht wissen, weil man dafür ein zweites Deutschland ohne Lockdown zum Vergleich bräuchte.“

            Ich wiederhole: Unfug. Du willst doch nicht behaupten, ohne Maßnahmen hätte es auch nur grob genauso viele (bzw. wenige) Infektionen (daraus abgeleitet Todesfälle) gegeben?

            „„An Corona“ = Corona war eindeutig Todesursache
            „Mit Corona“ = Todesursache war irgendwas, und zufällig wurde nach dem Tod auch das Virus in seinem Körper nachgewiesen.

            Die Medien melden nur die Summe der beiden Werte. Relevant um die Gefährlichkeit von Corona zu beurteilen wäre aber ausschließlich die Zahl „AN Corona Verstorbener“. Die wird aber nicht öffentlich genannt.“

            Ich kann Dir (nach googlen) diese Sorgen nehmen:

            – man prüft nicht routinemäßig, ob ein bislang unauffälliger Verstorbener Träger des Virus war

            – die Gesundheitsämter weisen sehr wohl beides aus, auch wenn die Unterscheidung ohne Obduktion speziell bei Vorerkrankten schwierig sein kann

            – grob gesagt um die 90 % der täglich gemeldeten, neuen Toten sind AN Corona gestorben, auch wenn das nicht als Todesursache aufm Leichenschein steht, sondern nunmal verschiedene Organversagen

            – ach und als Bonus noch: ein mit Covid-19 verunfallter Toter wird zwar auch ans RKI gemeldet, aber (natürlich) nicht in die Statistiken eingepflegt

            Zum Vergleich möchtest Du vielleicht lesen:

            https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/wissen/corona-tote-kategorisierung-analyse-100.html

          • „Woran machst/machtest Du denn fest: „So, ab jetzt trage ich Maske in der Öffentlichkeit“?“

            Daran ob in Bahn und Bus Fahrgäste erkennbar erkältet sind. Ich trage die Maske wenn dann nur dort, nicht im Freien oder so.

            „Ist die jährliche Grippeschutzimpfung für Dich (dennoch) ein Pflichttermin?“

            Nein

            „Bist Du bereits gegen Covid-19 (doppelt) geimpft?“

            Nee. Wie du weißt kann man sich das nicht aussuchen sondern bekommt ein „Angebot“. Ich hatte noch keins. Vor Covid habe ich allerdings derzeit überhaupt keine Angst weil in Bahn und Bus so gut wie niemand rotzt und hustet. Daraus schließe ich, dass das Ansteckungsrisiko gering ist.

            Ich hab mich 2011 gegen die Schweinegrippe impfen lassen weil mein Arbeitgeber das damals kostenlos anbot. Ob es was genutzt hat weiß ich nicht.

            „Andererseits sind die „Lockdown“-Maßnahmen 2020/21 mittelalterlich. Weder aktuelle Forschung noch irgendeine High Tech spielen dabei eine Rolle.“

            „?“

            Weder Ausgangssperre noch Ladenschließungen noch Reiseverbote sind High Tech. Das konnte schon der Kaiser von China anordnen.

            „Soso“

            Dass ein Mensch krank wird wenn er Kontakt mit Erkrankten hatte, kann man durch Beobachtung und logisches Schlussfolgern erkennen, und daraus dann den Schluss ziehen dass Kontaktvermeidung hilfreich sein könnte. Modernes Wissen über Bakterien und Viren ist für diese Erkenntnisse nicht notwendig, nur ein funktionierender Verstand. Grips hatten die Menschen des Mittelalters auch schon, und zwar nicht weniger als wir heute.

            „Du willst doch nicht behaupten, ohne Maßnahmen hätte es auch nur grob genauso viele (bzw. wenige) Infektionen (daraus abgeleitet Todesfälle) gegeben?“

            Nein. Ich behaupte dass die Antwort niemand kennt, weil man dafür einen Test machen müsste der praktisch unmöglich ist.

            Das bedeutet u.a. ich kenne die Antwort auch nicht und stelle keinerlei Behauptung darüber auf. Aber es bedeutet auch: Diejenigen die felsenfest behaupten das hätte eine Wirkung, tun nur so als ob sie das wüssten. Sie wissen es in Wirklichkeit nicht, sondern sie bluffen.

          • „Wie du weißt kann man sich das nicht aussuchen sondern bekommt ein „Angebot“. Ich hatte noch keins.“

            Meine Eltern hatten von offizieller Seite aus auch noch keins (obwohl beide de facto selbst Risikogruppenangehörige sind), kamen aber gleich in Woche 2, nachdem ihr Hausarzt endlich mitimpfen konnte, zum 1. Mal dran. Mein Mann hatte sein Angebot (noch früher) via Arbeit erhalten (und auch nur, weil so Viele in Köln AZ nicht haben wollten), d.h. er musste den Joker: „meine Frau ist schwanger“ gar nicht ziehen (bzw. wäre dann auch nicht noch schneller dran gewesen).

            „Vor Covid habe ich allerdings derzeit überhaupt keine Angst weil in Bahn und Bus so gut wie niemand rotzt und hustet. Daraus schließe ich, dass das Ansteckungsrisiko gering ist.“

            Meine Tante infizierte sich vor einigen Wochen auf einer Krankenfahrt zur Dialyse. Weil das Taxiunternehmen – regelwidrig – einen weiteren Mitfahrer zulud, der – selbstverständlich regelwidrig – keine Maske trug (sie trug ihre, natürlich). Der hat übrigens nicht erkennbar gerotzt und gehustet…
            Sie scheint das jedenfalls verhältnismäßig gut überstanden zu haben (war aber wirklich ewig lange positiv).
            Und sie wäre, wenn nicht, sicher auch so ein Fall gewesen, wo das Gesundheitsamt geneigt gewesen wäre, sie als MIT und nicht AN Corona-Fall zu zählen; ihr Leben hängt nämlich seit Jahren am seidenen Faden (u.a. hätte sie vergangenes Jahr, noch bevor hier Alles losging, eine neue Herzklappe u.a. erhalten sollen; sie war schon mit der Tasche in der Klinik… galt dann aber als körperlich bereits zu geschwächt, um dieses Risiko noch einzugehen. Und war eigentlich sogar sehr froh darüber, weil das entsprach auch ihrem Empfinden/ihrer Vorahnung). Ich hoffe sehr, ihr im September unser Baby in den Arm geben zu können… erinnere mich daran, wie meine Großmama die letzten Wochen ihres Daseins diese besonderen Zeiten mit ihrer neugeborenen Urenkelin genoß. Sorry, I’m getting emotional…

            „Weder Ausgangssperre noch Ladenschließungen noch Reiseverbote sind High Tech.“

            Testungen, Impfungen & (ich wage es kaum zu erwähnen^^) App gehören allerdings auch zur Strategie, sind der moderne Anteil dessen – der deshalb aber nicht zwangsläufig besser akzeptiert ist…

            Srsly: dass es zu großen Unwuchten gekommen ist, „Wir werden uns viel zu Verzeihen haben“ der wohl treffendste, vorausschauendste Satz eines Politikers war, kann/darf/soll man festhalten – und Ausgleich fordern.

            Als bekennende, langjährige Advokatin des BGEs ist ja auch klar, dass ich mit zumindest diesem Teil des „great reset“-Schreckgespenstes so überhaupt gar keine Schwierigkeiten hätte…

            „Diejenigen die felsenfest behaupten das hätte eine Wirkung, tun nur so als ob sie das wüssten. Sie wissen es in Wirklichkeit nicht, sondern sie bluffen.“

            Das kannst Du Dir mit funktionierendem Verstand wirklich an drei Fingern selbst abzählen.

    • Das ist ja eine wunderbare Behauptung, wenn man die Intention hat, das Coronavirus zu verharmlosen und die Maßnahmen zu delegitimieren.

      Wenn man der Panikmache widerspricht und dazu sachliche Argumente anführt, ist das eher das Gegenteil von „verharmlosen“.
      Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah?
      Typisch linksgrünes Blasendenken oder? 😉

      Man könnte auch mal einen Blick nach Frankreich riskieren und sich fragen, ob die Triage dort bereits vor Corona angewendet wurde.

      Die Triage wird seit Jahrhunderten durchgeführt, auch hier in Deutschland. Selbst unsere Politiker organisieren derzeit eine riesige Triage. Sie wird nur halt nicht so bezeichnet, ist ohnehin als Kriegsbegriff negativ belegt, sondern heißt „Priorisierung“ bzw. „Impfpriorisierung“.
      Heißt also, ich werde also vielleicht an diesem fürchterlichen Corona-Virus fürchterlich verrecken, weil Politiker entschieden haben, dass ich weniger schutzwürdig bin als andere Menschen.

      Aber um es sicherheitshalber noch einmal deutlich zu machen. Eine Triage wird tagtäglich angwendet und ist weder etwas Negatives, noch außergewöhnlich. Bei einem Unfall mit mehreren potentiell Verletzten wird immer der akute Zustand abgefragt und Unfallopfer mit (größerem) Behandlungsbedarf vorgezogen, ohne das je ein Hahn danach gekräht hätte.
      Die Wartelisten bei Organspenden orientieren sich immer an dem Gesundheitszustand des Patienten, auch hier findet also eine Triage statt. Der fürchterliche Skandal vor einigen Jahren, der dann leider auch wieder einige potentielle Organspender abgeschreckt hatte, beruhte folgerichtig nicht auf irgendwelchen Horrorgeschichten von Menschen, die man extra für die Organspende verrecken lässt, sondern weil ein Arzt bei der Bewertung/Beurteilung des Gesundheitszustandes seiner Patienten betrogen hatte, um sie in der Warteliste vorrücken zu lassen.

      Einziger Unterschied von früher zu jetzt ist, dass der Begriff „Triage“ jetzt andauernd ins Spiel gebracht wird, um Ängste zu schüren, weil man so die Maßnahmen gegen Corona besser durchsetzen kann.

      • Ach so? Dann ist das alles Fake mit der Triage?

        Danke für die Aufklärung. Toll, daß wir hier solche woke Leute wie dich haben.

        Ach so. Und beim Impfen passiert auch Triage. Heißt nur Priorisierung. Okay, habe ich verstanden.

        Und dann die Sache mit dem Krankenwagen? Ist das nicht etwas anderes als das mit dem Krankenhaus?

        Bitte kläre mich auf. Ich bin von den Lügenmedien manipuliert. Wir brauchen solch tapfere Kämpfer wie dich, die ungeheure logische Leistungen vollbringen und höchste sprachliche Akkuratesse an den Tag legen.

        Ich muß feststellen, daß du meine Argumentation meisterhaft, völlig sachlich und seriös widerlegt hast. Allerdings halte ich in der Hinsicht Pippi Langstrumpf für noch talentierter.

        • „Ich muß feststellen, daß du meine Argumentation meisterhaft, völlig sachlich und seriös widerlegt hast.“

          Sachlich und logisch fundierter als deine Antwort allemal. Dafür arbeitest du wieder mit Abwertungen und Beleidigungen.

          Kann es vielleicht sein, dass du eine junge Frau bist? Bei denen fällt mir solches Verhalten öfter negativ auf (ohne, dass sie selbst es merken).

    • Erweiterer Infinitivsatz mit Komma nur dann, wenn er wirklich erweitert ist und nicht auf das Notwendigste beschränkt wie bei dir hier. Füge noch ein „zur Morgenstunde“ dazu, dann darfst du das Komma setzen. Ok, das war jetzt nicht die volle Begründung, aber vielleicht kann die jemand anders geben?

        • Sehe ich anders als Alex.

          Man kann es mit und ohne Komma schreiben. Beides ist richtig. Zumindest war das vor der marxistischen Rechtschreibreform so.

          Es ist deshalb auch ohne Komma richtig, weil es eine sehr verbreitete Wendung ist wie auch z.B. bitten oder glauben. Da mußte früher auch kein Komma hin. Aber prinzipiell eben schon, weil es eine erweiterte Infinitivkonstruktion ist. 🙂

          Heute wäre eher die Frage: Dürfen wir da noch ein Komma machen?

          Ist mir aber sowieso scheißegal. Ich schreibe die kapitalistisch-bourgouise Rechtschreibung.

          • @ Yiks

            Ja, ist auch so. Die haben das halt nur erweitert. Auch vorher konnte man bei bestimmten, wenigen Fällen wählen. Das Kriterium war meines Wissens, ob eine Wendung eine Feststehende ist, bzw. es betraf bestimmte, wenige Verben.

            „Ich bitte dich nach Hause zu kommen.“ „Ich glaube er hat die Wahl gewonnen.“

            Wobei der letzte Satz ja keine Infinitivkonstruktion ist. Ich bin da letztlich auch nur Laie. Aber mir war so, daß es früher diese Regel gab. Kann man ja auch irgendwie nachvollziehen.

            Weil es einfach so gängige, inflationäre Ausdrücke sind.

            Nach der Reform durfte man, glaube ich, auch bei „um zu“ wählen, ob man ein Komma setzen will, und bei noch anderen Sachen. Eine Katastrophe. Und ein völlig kranker Gedankengang dahinter. Der leider typisch ist für das linke Spektrum.

            Und das sprachliche Banausentum dahinter war schon erschreckend. Das haben ja überwiegend Germanisten verbockt. Ich sage nur „ein viel versprechender Politiker“. Auch die Gendersprache folgt ja einer Pseudorationalität, die sich windigen, lächerlichen Konstruktionen verdankt und eben nur pseudorational ist.

            Man kann das eigentlich kaum glauben, daß Experten und Politiker derartig rücksichts- und gewissenlos agieren.

            Und dieser mangelnde Respekt vor der Tradition, vor dem Wert kultureller Heimat ist sehr typisch für Linke, während Konservative dazu tendieren, auch unsinnige Traditionen zu überhöhen und zu mystifizieren.

            Die einen mystifizieren den Fortschritt, die anderen die Vergangenheit. 🙂

            Deshalb ist es auch so wichtig, Ideologiekritik unbeirrt in jede Richtung zu betreiben und unbestechlich zu bleiben.

          • @Gendern

            Lustig: „Zumindest war das vor der marxistischen Rechtschreibreform so.“
            Zeig doch mal auf den Marxisten.
            Nenne mir bitte einen einzigen verantwortlichen Marxisten in der KMK von 1995.
            Und bei der Gelegenheit, bitte belege das spezifisch „marxistische“ an der Rechtschreibreform – da sollte sich bei Marx haufenweise Material finden lassen.
            Den findest du hier: http://www.mlwerke.de

            Tipp: In Wirklichkeit waren es die Echsen. SIE stecken hinter allem.

          • Hey, crumar, schöne,dass wir mal einer Meinung sind.
            Ich finde die Rechtschreibreform übrigens gut. Die Regeln wurden vereinfacht, gestrafft und konsequent angewendet.

            Allein deshalb kann die Reform nicht marxistisch sein 😁

          • Gut fand ich:

            – die Eszet-Regeln
            – die Zulassung von 3 gleichen Konsonanten
            – das Prinzip der etymologoischen Schreibung
            – die vereinfachten Großschreibungsregeln

            Schlecht finde ich:

            – die gedeutschte Schreibung von Fremdwörtern (widerspricht auch dem etymologischen Prinzip)
            – die Getrenntschreibung zusammengesetzter Wörter

          • „Gut fand ich:

            – das Prinzip der etymologoischen Schreibung …“

            Und ich versteh‘ immer noch nicht, warum man so schreiben sollte, wie man gestern gesprochen hat, und nicht, wie man heute spricht. Letzteres ist doch viel logischer, das Wissen um die vergangene Aussprache dagegen relativ unwichtig im Vergleich zu anderem Wissen.

            Ich selbst finde Teile gut (etwa die Eszett-Schreibung oder die Dreifachkonsonanten), den Rest aber eher für eine Verschlimmbesserung (v.a. die Getrennt-und-Zusammenschreibung, die immer noch unlogisch ist, wohl weil man immer noch keine sinnvolle Definition für „Wort“ hat), und sie v.a. für zu wenig radikal. Das Dehnungs-h und die Doppelvokale zum Beispiel werden fast nur gerade dann verwendet, wenn sie überflüssig sind.

          • @anti „Und ich versteh‘ immer noch nicht, warum man so schreiben sollte, wie man gestern gesprochen hat, und nicht, wie man heute spricht.“

            Darum geht es nicht, sondern darum dass Wörter mit gleicher Wurzel gleich geschrieben werden. Das beseitigt Verwirrung und man kann sich die Schreibweisen leichter merken, außerdem ist es in der Nebenwirkung lehrreicht. ZB neu „Bändel“ statt alt „Bendel“, weil es von „Band“ kommt, was damit deutlich gemacht wird und Zweifel über die richtige Schreibweis ausräumt. Der Aussprache entsprechen sowohl die alte wie die neue Form.

          • „Der Aussprache entsprechen sowohl die alte wie die neue Form.“

            Du hast nie im Theater gespielt. „ä“ und „e“ sind ein himmelweiter Unterschied. Geht mir immer auf die Nerven, wenn irgendjemand einen „Ährenplatz“ zugewiesen bekommt. Das hat nichts mit Getreide zu tun.

          • @anorak2
            „Darum geht es nicht, sondern darum dass Wörter mit gleicher Wurzel gleich geschrieben werden. “
            Das nennt sich eigentlich das „morphologische Prinzip“. Wörter wie in ihrer Herkunftssprache zu schreiben, wie du es auch forderst, ist dagegen (rein) etymologisch. Natürlich gibt es zwischen beiden Prinzipien Überschneidungen, da Wörter mit gleicher Wurzel immer auch eine gemeinsame Herkunft haben, auch wenn sie leicht unterschiedlich ausgesprochen werden.

            @Renton
            „„ä“ und „e“ sind ein himmelweiter Unterschied. “
            Das hängt wohl von der Region ab, in der man lebt

          • „Ich dachte, wir reden über Standarddeutsch und nicht Dialektpampe.“
            Auch die Standardsprache wird regional unterschiedlich ausgesprochen. Wie etwa auch „ch“, als ch oder sch oder „-g“ am Wortende als k oder ch. Und anscheinend auch (kurzes) ä. Es wäre zwar sinnvoll, sich auf eine allgemeine Aussprache zu einigen, aber das ist meines Wissens noch nicht geschehen.

          • Laut Wikipedia gibt es eine Standardlautung normiert durch die Konventionen des Aussprache-Dudens. Im, wahrscheinlich inoffiziellen, „Theaterdeutsch“ (sehr nahe am Hochdeutschen) wird großer Wert auf Unterschiede wir „e“-„ä“ gelegt und dass keine Silben verschluckt oder geschliffen werden („werdEn“ vs. „werd’n“), andererseits wird dort aber aus wahrscheinlich ästhetischen Gründen das „-ig“ am Wortende „-ich“ gesprochen.

        • @Gendern

          Lustig: „Zumindest war das vor der marxistischen Rechtschreibreform so.“
          Zeig doch mal auf den Marxisten.
          Nenne mir bitte einen einzigen verantwortlichen Marxisten in der KMK von 1995.
          Und bei der Gelegenheit, bitte belege das spezifisch „marxistische“ an der Rechtschreibreform – da sollte sich bei Marx haufenweise Material finden lassen.
          Den findest du hier: http://www.mlwerke.de

          Tipp: In Wirklichkeit waren es die Echsen. SIE stecken hinter allem.

          Begriffsstutziger als Crumar geht es wohl nicht. Ich habe die Sache jetzt dreimal erklärt. Was machst du eigentlich den ganzen Tag mit deinem Gehirn?

          Quellwerk hat mich übrigens verstanden. Das ist die Meßlatte für dich. Mach mal ein HIrnworkout oder so. Das hast du bitter nötig.

          PS: Mit dem Begriff „marxistische Rechtschreibreform“ habe ich übrigens deine Paranoia veräppelt. Normalerweise würde ich mich so nicht ausdrücken.

          Du hast vermutlich auch noch nie etwas vom Begriff der „Deregulierung der Herrschaftssprache“ gehört. Von dort ist es gar nicht mehr so weit bis zu einem Verständnis meiner Aussagen. Aber dazu müßte man intelligent sein.

          • Was an Dir am meisten nervt, @Gendern, sind noch nicht einmal Deine teils absonderlichen Ansichten, sondern dass Du Deine Gesprächspartner permanent, mal mehr, mal weniger direkt, als dumm, ignorant oder einsichtsunfähig bezeichnest, wenn sie eine andere Meinung haben als Du.

            Deshalb bist Du ein solcher Kotzbrocken.

          • @GbdAk:

            Quellwerk hat mich übrigens verstanden.

            Also ich weiß ja nicht ob das eine sinnvolle Messlatte ist… 😉

            @renton:

            Was an Dir am meisten nervt, @Gendern, sind noch nicht einmal Deine teils absonderlichen Ansichten, sondern dass Du Deine Gesprächspartner permanent, mal mehr, mal weniger direkt, als dumm, ignorant oder einsichtsunfähig bezeichnest, wenn sie eine andere Meinung haben als Du.
            Deshalb bist Du ein solcher Kotzbrocken.

            Willkommen im Internet. Grow a pair, du Pussy.

          • @pingpong

            Zum sozialen Umgang gehört auch das Einfordern von Benehmen. Das hat nichts mit mangelnden Testikeln, Möpsen oder welches Paar Du auch immer meintest, zu tun.

            In Deinem Fall gehört auch das Necken anderer Leute dazu 😛

          • @renton:

            Zum sozialen Umgang gehört auch das Einfordern von Benehmen. Das hat nichts mit mangelnden Testikeln, Möpsen oder welches Paar Du auch immer meintest, zu tun.

            Es hat aber mit dem Raum zu tun. In der Bank gilt anderer sozialer Umgang als in der Kellerkneipe gilt andere sozialer Umgang als in der Staatsoper. Das Internet wiederum ist keines dieser drei.

            In Deinem Fall gehört auch das Necken anderer Leute dazu

            Na siehst du, du hast es doch verstanden (ein bisschen zumindest)!

          • @pingpong

            Ich würde jetzt gerne „Fick Dich!“ schreiben, um Dir zu zeigen, dass ich das Internet ganz gut verstehe. Nur leider würde ich damit ein wenig gegen meine eigenen Ansprüche handeln. Also lasse ich Dir an diesem Sonntagabend das wohlige Gefühl, mich schachmatt gesetzt zu haben.

            Gute Nacht 🙂

    • Warum sollte ich unterstützen wollen, dass Frauen für ihre Schwangerschaft bezahlt werden? Erstens würde das finanzielle Anreize bieten, noch mehr vaterlose Kinder zu produzieren. Zweitens könnte es bei Frauen, die nicht wirklich ein Kind haben wollen und ungewollt schwanger sind, dazu führen, dass sie das Kind möglichst lange in sich wachsen lassen, um es dann, kurz bevor es zu schreien und quängeln beginnt, doch noch abzutreiben (die Linken wollen ja Abtreibung bis im Geburtskanal legalisieren). Wahlweise kann eine solche Mutter das Kind auch nach der Geburt in der Babyklappe ablegen.

      Ich finde, wir leiden nicht an Menschenmangel, daher sollten nur Menschen entstehen, die von ihren Eltern auch wirklich gewollt sind. Und nicht welche von Frauen, die Schwangerschaft als Erwerbstätigkeit ansehen. Bei Leihmüttern sehe ich das natürlich anders, da bei denen ja Eltern vorhanden sind, die unbedingt ein Kind wollen.

      • Also da gehen unsere Sichtweisen auseinander. Die Ungeborenen können nichts dafür. Zwar verstehe ich deine Einwände, aber: Parallel muss man um rechtliche Gleichstellung der Väter kämpfen, um den infantilen Frauen, die Kinder als Eigentum betrachten, abzuschrecken.

        • Das ist doch die alte Diskussion: Gehört ungeborenes Leben nur den Frauen? Oder hat die Gesellschaft (oder gar der Vater) ein Mitspracherecht.

          Natürlich kann ein Fötus nichts dafür, was draußen los ist oder wie durchgeknallt sein Wirt ist. Aber einer Frau Geld zu überweisen, weil sie schwanger ist, führt nicht dazu, dass sie dieses Kind haben will oder mag. Es kann sogar zu Schwangerschaften führen, bei denen der Vater gar nicht angegeben wird, womit sich dann auch die rechtliche Gleichstellung der Väter erübrigt.

          Weiblicher Sex mag oft käuflich sein – weibliche Mutterliebe ist es nicht. Denn sogar ein Säugling merkt intuitiv, wenn die nur geheuchelt ist. Und an wen soll der Kleine sich dann in seiner emotionalen Einsamkeit wenden?

          • Wenn sich die Frau in einer wirtschaftlichen Notlage befindet, kann Kindergeld helfen.

            Und wenn das Kind nicht von der Mutter geliebt wird, dann vielleicht vom Vater. Und wenn nicht: Harte Erfahrungen (bei denen es nicht bleiben muss) sind besser als gar nicht am Leben zu sein. Ich habe auch viel Scheiße durchgemacht inklusive suizidalen Zuständen, bin heute aber nur noch froh, dass ich nicht den finalen Notausgang genommen habe.

          • So habe ich die Initiative aber nicht gelesen. Da stand nichts von Schwangeren in wirtschaftlicher Not, sondern von Umschichtungen vom Steuerzahler zu Frauen, weil sie schwanger sind. Und zwar egal, was für ein gutes Auskommen sie haben. Für notleidende Schwangere gibt‘s im Staatsfeminismus bereits Anlaufstellen bis zum Anschlag.

            Daher ist die Initiative yet another Frauenbevorzugungsprogramm, mit dem die Frauen, die sich aus Langeweile ein süßes kleines Baby machen, wirtschaftlich gleichgestellt werden mit denen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen.

            Nun ist die alte Frage natürlich, ab wann beginnt das menschliche Leben, in dem ein aus einer befruchteten Eizelle gewachsenes Wesen reflektieren kann, ob es nicht besser ist, gar nicht da zu sein. Dazu braucht es ja immerhin so etwas wie eine Ich-Identität. Daher hinkt der Vergleich mit einem eigenen schweren Schicksal, Suizidgedanken oder ähnlichem.

            Und wenn man es wirklich ernst meint mit dem Schutz des ungeborenen Lebens, dann verpflichtet man die Frau, ihren Körper für die Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen – so wie auch junge Männer verpflichtet werden, ihren Körper im Wehrdienst oder Krieg für die Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Das wäre konsequent und sozialistisch.

            Ich persönlich fänd‘s aber zum Kotzen.

          • Der „Zellhaufen“ – wie man ihn entmenschlichend nennt – das war mal Ich in einem frühen Entwicklungszustand, auch ohne Reflektionsfähigkeit – die ein Komapatient übrigens auch nicht hat, dennoch macht man es sich sehr schwer, ob man die lebenserhaltenden Maschinen abschalten darf. Hätte man den entfernt, wäre ich heute tot. Man entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch.

    • Analog zur heutigen Meinungsfreiheit darfst du zwar wählen, ob du ein Komma setzt oder nicht. Musst aber mit Konsequenzen rechnen.

      Wenn du im Freundeskreis jemanden mit Namen Orgasmus hast, könntest du ein Komma setzen, ohne Freund würde ich es weglassen.

      Ähnlich wie „Komm wir essen Opa.“
      Hier gibt es zwei Stellen, an denen ein Komma Sinn machen würde. Eine Alternative würde Opa vermutlich nicht gefallen. 😉

  2. Die Pogrom-Presse stachelt zur Gewalt auf oder entschuldigt diese, wie hier:

    ÖRR abschaffen!

  3. https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/smalltalk/prinz-william-und-herzogin-kate-feiern-10-hochzeitstag-17272185/page-besorgt-um-17317672.html

    Page besorgt um Transgender-Jugendliche
    Elliot Page sorgt sich um jugendliche Transgender in den Vereinigten Staaten. Nach Gesetzesvorlagen in Bundesstaaten wie Texas, Indiana und Florida, die Hormongaben und sogenannte Pubertätsblocker für Minderjährige verbieten, warnte der kanadische Schauspieler vor möglichen Suiziden. „Es ist ganz offensichtlich, dass diese Gesetzentwürfe verantwortlich am Tod von Kindern sein werden“, sagte Page bei Apple TV in einem Interview mit Oprah Winfrey. Der Vierunddreißigjährige, der als Mädchen geboren wurde, gab Anfang Dezember bekannt, künftig offen als Mann zu leben. Sieben Jahre zuvor hatte sich der frühere Kinderstar, der durch das Melodram „Juno“ berühmt wurde, als homosexuell geoutet. Wie er Winfrey jetzt sagte, habe er sich schon früh als Junge gefühlt. Ihm sei aber immer wieder gesagt worden, nicht als Junge oder Mann leben zu dürfen. „Jetzt komme ich aber langsam an den Punkt, an dem ich fühlen kann, wer ich bin“, sagte Page. (ceh.)

    AHA

    „Es ist ganz offensichtlich, dass diese Gesetzentwürfe verantwortlich am Tod von Kindern sein werden“, sagte Page bei Apple TV in einem Interview mit Oprah Winfrey.

    Es ist ganz offensichtlich, dass unzählige Männer wegen #metoo und unzähliger falscher Vorwürfe der Übergriffigkeit ihre Existenz und/oder ihr Leben verloren haben. Darüber wird nicht berichtet. Hauptsache das Mimimi der Berufsopfer ist medial präsent.

    • „offensichtlich“

      Ich finde die Ideologie dahinter wirklich krank. Ja, es gibt Transgender, aber in vielen Fällen sind diese Kinder nur homosexuell und ihre Suizidgefahr nimmt durch einen unnötigen Geschlechtswechsel nicht ab, sondern zu. Krank ist auch das angenommen wird, das ein Großteil der Kinder von Natur aus im falschen Körper steckt und man sie dabei unterstützen sollte, das Geschlecht zu wechseln.

      Leider werden diese Menschen, die kleinen Kindern falsche Ideen einpflanzen und mit Hilfe des Staates und verantwortungslosen, geldgeilen Ärzten gegen den Willen der Eltern diese kleine Kinder mit Geschlechtshormonen vollpumpen, nie für die Verbrechen bezahlen, die sie diese Kindern antun.

      • Das ist echt gruselig, bei Kindern und Jugendlichen in diese Entwicklung einzugreifen. Die sind doch noch in der Findungsphase. Schon immer hatten viele Kinder ihre ersten sexuellen Erlebnisse mit dem gleichen Geschlecht. Daraus aber dann einen Willen und ein Bewusstsein über die Tragweite von Behandlungen abzuleiten, ist total daneben.

        Als mein Kind noch ganz klein war, habe ich schnell gemerkt, dass ich ihm keinen Gefallen tue, wenn ich es basisdemokratisch wie einen Erwachsenen behandle: „Möchtest du jetzt Nudeln, Chicken-Nuggets oder Griesbrei?“ Das Resultat war totale Überforderung, die dazu führte, dass nachher gar nichts mehr schmeckte. Später sagte ich dann an: „Heute gibt‘s Nudeln.“ Jubel, keine Diskussion, leere Teller, allseitige Zufriedenheit. Ähnlich bei Aktivitäten: Mit Choice tat ich dem Kind keinen Gefallen – mit einer klaren Ansage schon.

        Nun könnte man das als autoritär oder gar als elterliche Macht ansehen. So what? Vollkommen egal. Denn es ist eindeutig gut für das Kind und hat ihm Orientierung, Klarheit und Sicherheit gegeben.

        Und jetzt wollen die ernsthaft mit Hormonspritzen solche Orientierung geben?

        • Es gibt ja leider auch Eltern, die diesen Wahnsinn unterstützen.
          Wenn deren Sohn mit Autos und Actionfiguren spielen will, dann sind sie ganz verzweifelt, das all ihre Versuche fehlgeschlagen sind das Kind geschlechtslos zu erziehen.
          Wenn der Sohn aber mit Puppen spielt, dann ist sofort und unzweifelhaft klar, dass der Sohn eigentlich ein Mädchen ist. Beginnt sofort mit der Hormonbehandlung und zieht ihm nur noch Kleider an!
          Völlig verrückt! Wieso zeigt dann nicht auch sofort das der Sohn ein Junge, wenn er mit typischen Jungenspielzeugen spielt?

          Es ist krank. Eine Perversion von einer gesunden Erziehung, die nur das Beste für das Kind und seine Zukunft im Sinn haben sollte. Es wird aus ideologischen Gründen komplett entgegen der Intuition und der Erfahrung aus früheren Generationen gehandelt.

        • Liegt vermutlich daran, dass Autorität, ähnlich wie Dominanz, mit Gewalt verwechselt wird.
          Vermutlich fällt es unter die Verbale Gewalt, wen du eine klar Ansage wie „Heute gibt es Nudeln!“ machst.

      • Es reicht ja schon wenn ein Mädchen lieber auf Bäume klettert statt mit Puppen zu spielen, oder wenn ein Junge lieber zeichnet als mit anderen zu rangeln, um sie zum potentiellen Kandidaten für Pubertätsblocker und spätere Operation zu erklären.

  4. 4.5% … das sich da überhaupt noch so viele Männer drauf einlassen. Eigentlich erstaunlich. Man sieht ja das auch viele Männer, die auf den ersten Blick keine 7+ sind oder dergleichen, trotzdem Freundinnen finden und das werden die wahrscheinlich zum Großteil in der direkten Konfrontation schaffen, während sie mit einem Online-Profil einfach weggischt worden wären. Also warum den Tanz überhaupt noch versuchen? Aus Angst vor persönlichen Körben? Sind die Kosten bzw. der Aufwand online so viel geringer, das es sich lohnt auch ein vielfaches an Frauen anzusprechen ggü. offline Kontaktanbahnungen?

    • Online hat den Vorteil, dass du es auch beim Kacken oder zu anderen, ansonsten ungenutzten Zeiten machen kannst. Anstatt vor die Tür zu gehen, lange nach einer attraktiven Frau zu suchen und die anzusprechen. Das ist nicht einmal in Berlin leicht, vor allem auch deshalb, weil viele Frauen heute übergewichtig sind und zum anderen, weil viele Frauen sich unattraktiv machen (also auf der Straße) sodass man oft nicht weiß, wie die aussieht, wenn sie sich attraktiv macht. Und da man schnell swipen kann und sich vor allem auch den Zeitpunkt selbst aussuchen kann ist das halt attraktiv. Außerdem muss man sich nicht zum Ansprechen überwinden.

    • Der Aufwand ist nur vermeintlich viel geringer. Selbst wenn man ein Match hat ist es oft nur die Bespaßung der Frau . Warum man(n) es trotzdem mach? Chance auf Sex. Deshalb ist Tinder/Lavoo ja auch eine Sexapp. Für Beziehung sind die Frauen, die einen attraktiv finden einfach zu schlecht. Oft <= 5. Denn die haben keine Chance auf die 8+ Männer.

  5. „Man wünscht jeder Feministin einen Sohn…
    .. aber keinen Sohn eine Feministin als Mutter.“

    Denn auch das reicht nicht immer damit eine Feministin erkennt wie ungerecht es ist das eine gleichqualifizierte Frau ggü. ihrem Sohn bevorzugt werden soll, weil sie eine Frau ist und warum es ungerecht ist nur das weibliche Geschlecht zu fördern, während man Männern versucht überall ein schlechtes Gewissen einzureden.
    Sie erleben die Ungerechtigkeiten in der Schule, wo Jungen für die gleichen Vergehen härter bestraft werden und bei gleichen Leistungen schlechtere Benotungen bekommen, bleiben aber bei der Überzeugung das Männer immer und überall privilegiert sind und man ein unsichtbares Patriarchat bekämpfen muss.

  6. Das Folgende ist insbesondere für Gegner des Ökologismus, wie Alex oder anorak2, interessant (für dessen Anhänger natürlich auch):
    Wie man Strom für eine Woche speichern kann, ohne pleite zu gehen:
    https://wattsupwiththat.com/2021/04/29/denmarks-largest-battery-one-step-closer-to-storing-green-power-in-stones/
    Siehe auch:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Thermal_energy_storage#Pumped-heat_electricity_storage

    Zumindest hat das Konzept das Potential dazu, da Gestein billig ist, wobei aber vielleicht die Wärmepumpe zu teuer wird, da sie bei Windkraft das fünffache und bei Solarenergie das 10-fache der benötigten Maximalleistung erbringen müsste, wenn diese jeweils 100% des Energiebedarfs decken soll (da Windräder im Mittel nur zu 20% ausgelastet werden und Solarzellen zu 10%), aber vielleicht können Batterien das abpuffern. Sofern die hohen Leistungsspitzen meistens nur maximal ein paar Stunden anhalten, dürfte das nicht ruinös teuer werden, wobei ich aber keine Ahnung habe, wie lange die andauern. Ich weiß nur, dass Dunkelflauten und so bis zu 2 Wochen anhalten können. Aber notfalls schmeißt man halt ein bisschen Elektrizität weg. Im Falle solarthermischer Kraftwerke wäre es dagegen besser, die Wärme gleich direkt zu speichern, so dass man die Wärmepumpe nicht benötigt.

    Leider haben erneuerbare Energien noch andere Nachteile.

      • Nachtrag: @antidogmatiker scheint davon auszugehen, das Problem bei all dem Speichergedöns seien schlechte Wirkungsgrade, und wenn man was hätte was tollen Wirkungsgrad hat ist alles super. Neinnein, Wirkungsgrade sind nur eine Fußnote. Das Problem sind die gigantischen Energiemengen die zu speichern wären, woraus gigantische Kosten bei egal-welcher-Technologie selbst bei angenommenem 100% Wirkungsgrad folgen. Ökos machen sich einfach über die Energiemengen keine Vorstellung, sondern denken darüber nur auf Lieschen-Müller-Niveau nach.

        Wirtschaftlich könnte sowas nur werden, wenn eine Speichermöglichkeit gefunden wird die ungefähr 1/100 (ein hundertstel) der Kosten der bisherigen Mainstream-Technologien aufwirft. Etwas wirklich Revolutionäres, Science-Fiction-mäßiges. Dass es 1001 physikalische Möglichkeiten gibt, elektrische Energie zu speichern oder wieder abzurufen, ist als solches bekannt aber nicht interessant.

      • „Von kostengünstig steht bei WUWT nichts.
        Hatte auch nicht behauptet, dass die das behaupten würden.

        „@antidogmatiker scheint davon auszugehen, das Problem bei all dem Speichergedöns seien schlechte Wirkungsgrade, und wenn man was hätte was tollen Wirkungsgrad hat ist alles super.“
        Nö, das wäre nur der Fall, wenn der Speicher selbst billig wäre (und die Umwandlung selbst auch). Und ich sagte nur, dass bei dem erwähnten Konzept das theoretische Potenzial dazu bestünde. Soweit ich weiß, hat Gestein eine Wärmekapazität von ca. 1 kJ/kg*K, was bei einer Tonne und 500 Grad Temperaturunterschied 500MJ oder ca. 150 kWh ergibt. Bei 100 €/Tonne gemahlenem Gestein, was eher hoch gegriffen ist, ergäben sich dann Investitionskosten* von (mind.) 0,66€/kWh Speicherkapazität, was dem Faktor 100 nahekommt (außer, siehe *). Bei Lithium-Ionen-Batterien betragen die Kosten irgendwo um die 150€/kWh.
        *Das ist natürlich nur das Minimum, da anderes noch dazukommt, was dann doch wieder den Faktor hundert zunichtemachen könnte. Bei dem Isentropic-Konzept ging man von 8$/kWh an Potenzial aus, was wahrscheinlich etwas zu hoch wäre (ich finde die Quelle allerdings nicht mehr).

        „Ökos machen sich einfach über die Energiemengen keine Vorstellung, sondern denken darüber nur auf Lieschen-Müller-Niveau nach.“
        Das ist mir bewusst, sonst hätte ich obige Rechnung nicht aufgemacht.

      • Nachtrag: Damit ihr mich nicht falsch versteht:
        Ich selbst halte vom Ökologismus, d.h. Natur (tendenziell) gut, Mensch (tendenziell) schlecht, nichts und auch die erneuerbaren Energien für nicht unproblematisch. Es ist lediglich so, dass sich manche derzeitigen Probleme* von diesen womöglich lösen lassen, vielleicht (aber auch nur vielleicht) auch solche, von denen man das nun wirklich nicht erwarten würde (etwa wegen des nötigen Faktors 100 an Kostenreduktion). Sollte das obige Konzept nicht funktionieren, wie gedacht, dann macht die Nutzung von Wind und Solar allenfalls (!) noch in großer Höhe Sinn, wo Wind beständiger und keine Wolken im Weg sind.
        *Sondermüll, Windreduktion, Vogel- und Fledermausschreddern oder -grillen, vielleicht Infraschall etc.

    • Ich denke die erneuerbaren Energien haben einen Denkfehler. Es wird geglaubt, dass man mit Wind und Sonne alle bisher benötigte Energie ersetzen kann und so weitermacht wie bisher. Das ist nicht der Fall. Bei einer kompletten Substitution von fossilen Energieträgern zu erneuerbaren Energien wird es zu einer drastischen Veränderung des Lebensstil kommen. Da werden viele Dinge wegfallen, die wir bisher hatten. Vor allem die Kühlung von Prozessen ist eine extrem Energieaufwendige Sache. Deswegen wird es das in der heutigen Form auch nicht mehr geben. Auch die Elektromobilität wird bestenfalls einer kleinen, sehr wohlhabenden Schicht vorbehalten sein. Das Internet wird deutlich teurer werden, ebenso sämtliche Anschaffungen. Die Ernährung wird weit regionaler werden und Fliegen wird wieder etwas seltenes werden. Es wird auch wieder viel mehr manuelle Arbeit geben. Im Prinzip kann man sich die Welt von morgen so wie die um 1900 vorstellen, nur mit Internet und Smartphones.
      Ich sehe das jetzt nicht als wirklich negativ an, witzigerweise werden sich aber genau die größten Befürworter dieses Konzepts besonders einschränken müssen, würde es Realität werden. Denn viele der gut bezahlten Bullshitjobs wird es dann nicht mehr geben und gleichzeitig werden auch die Soybois viel mehr anpacken müssen.

      • Ich fände es schrecklich. Ansonsten Zustimmung, allerdings gilt dein Szenario nur für eine Welt in der das die Energieversorgung „wohlkonzipiert“ wäre. Im echten Leben sind bei der „Energiewende“ jegliche Art von Konzepten abwesend, es wird daher auf einen Kollaps hinauslaufen, dessen Folgen nicht annähernd absehbar sind.

          • – Weil eine Agrargesellschaft nach Ökogeschmack freudlos wäre. Ich stelle mir da vor dass alle in Holzmöbeln wohnen, Klamotten in Hautfarben tragen, und Streichquartetten lauschen
            – Weil der Weg dorthin nicht friedvoll und harmonisch verliefe, sondern mit Ausbeutung, Armut und Hungersnot gepflastert wäre
            – Weil ich westlichen Massenwohlstand mag und zelebriere
            – Weil dieser Wohlstand auch die materielle Grundlage für die Sozialsysteme ist, die wir alle dringend benötigen
            – Weil es ethisch geboten ist, diesen Wohlstand nicht nur zu halten sondern mit Turboantrieb ansteigen zu lassen
            – Weil dieses Wachstum die Grundlage böte viele Menschheitsprobleme zu lösen – von der Heilung von Krebs über weniger Arbeit und mehr Freizeit (und mehr Freiheit) bis hin zu längerem Leben
            – Weil ich gern fliege – sowohl als Passagier wie als Pilot
            – Weil ich Plastik mag
            – Und weil ich erleben möchte dass die Versprechungen der Science Fiction wahr werden

          • Ich glaube, dass uns eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit auch diesen ganzen Genderschwachsinn austreiben würde. Von daher sehe ich das durchaus als positiv an, vor allem auch deshalb, weil ja nicht alles verschwinden würde, einige der Errungenschaften würden bleiben, halt die notwendigen, während der ganze dekadente Schwachsinn verdampfen würde.
            Es wird eh irgendwann geschehen, der Ölverbrauch ist dermaßen hoch, dass ständig neue Ölfelder gefunden werden müssen oder die alten mit immer mehr Aufwand ausgebeutet werden. Dies geht nur bis zu dem Punkt, wo der Energieaufwand den Ertrag überschreitet. Das kann in 20 oder in 50 Jahren sein und dann war es das. Die Ausweitung der Nukleartechnologie würde hingegen zu einer weiteren Proliferation von Atomwaffen führen, Stell dir halt mal vor, wenn sämtliche Staaten Zugriff auf Atomanlagen, Kernphysiker und spaltbares Material haben, das geht sicher nicht gut.
            Allerdings kann ich die Einwände natürlich nachvollziehen, auch wenn die Zukunft mir eher wie eine Dystopie vorkommt. Die Überwachung wird weiter zunehmen und bis ins Kleinste ausgeweitet werden. Arbeit und Freizeit verschmelzen, jeder Fehler wird bestraft und irre aber von der Regierung als Kettenhunde gehaltene Aktivisten werden dich für jeden falschen Gedanken bestrafen. Es gibt kein Gefängnis mehr, sondern dir werden einfach die Möglichkeiten entzogen zu bezahlen und jeder Freund, der dir hilft hat ein Problem. Stell dir vor, wenn du nur noch elektronisch bezahlen kannst und nur noch Wasser und Brot mit deiner Kreditkarte bekommst, du darfst nicht die Bahn oder ein Auto benutzen und auch nicht ins Internet. Wofür braucht man dann noch Gefängnisse?
            Nein, ich freue mich nicht auf diese Zukunft, da ist mir die Ökozukunft doch lieber obwohl ich vermute, dass diese „grüne“ Zukunft das schlechteste aus beiden Welten vereinigen wird. Zum Glück lebe ich nicht ewig, diesen Scheiß will ich gar nicht erleben, dass sollen diese Aktivisten mal selbst ausbaden. Sie wissen es noch nicht aber sie werden nicht davon verschont werden über die Klinge zu springen.

          • „Ich glaube, dass uns eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit auch diesen ganzen Genderschwachsinn austreiben würde. Von daher sehe ich das durchaus als positiv an“

            Dass Rückwärtsgewandte verschiedener Lager ein neues Mittelalter begrüßen würden, kann ich mir vorstellen.

            „während der ganze dekadente Schwachsinn verdampfen würde.“

            Was du als dekadent ansiehst, sehen andere als erhaltenswert.

            „der Ölverbrauch ist dermaßen hoch“

            Malthusianer sind eben nicht identisch mit Ökos, sie bilden mit diesen nur eine große Schnittmenge. Unrecht haben sie aber alle.

            „auch wenn die Zukunft mir eher wie eine Dystopie vorkommt“

            Was du als sichere Vorhersagen beschreibst, ist lediglich der Worst Case, der dann eintritt wenn wir den totalitären Kräften in der Gesellschaft nicht Einhalt gebieten. Die Ökos gehören zu diesen Totalitären, sich ihnen zu unterwerfen ist also kein Ausweg sondern würde das Schlimmste eintreten lassen.

          • @anorak2
            Zustimmung, mit einer Ausnahme:
            „Was du [PfefferundSalz] als dekadent ansiehst, sehen andere als erhaltenswert.“
            Ich glaube er meint (zumindest auch) Dinge, die du garantiert nicht als erhaltenswert ansieht, etwa Feminismus, „Anti“Rassismus und Co. Allerdings halte ich es auch für extrem (und viel zu) pessimistisch anzunehmen, dass man die nur mit einer Ökozukunft loswerden kann (abgesehen davon, dass die große Schnittmenge zwischen Ökos und Feministen und Co. eher dazu führt, dass man nur Beides oder keines von Beiden haben kann, wie du richtig bemerktest).

          • @anti „Ich glaube er meint (zumindest auch) Dinge, die du garantiert nicht als erhaltenswert ansieht, etwa Feminismus, „Anti“Rassismus und Co.“

            Ja das hab ich schon verstanden, aber deswegen ein neues Mittelalter herbeizuwünschen bedeutet, sich das Bein zu amputieren weil es im kleinen Zeh juckt.

            Die erhaltenswerten Dinge die ich meine sind demokratische Mitwirkung für die breite Masse, Skepsis gegenüber Autoritäten, Akzeptanz alternativer Lebensstile, Kunst und Kultur, die Möglichkeit für Behinderte ein sorgenfreies Leben zu führen, die Option ohne Arbeit leben zu könne ohne deswegen reich sein zu müssen uam. Alles das hat als materielle Voraussetzung, dass eine hochproduktive Industriegesellschaft existiert und Überschüsse produziert – auch wenn denen die diese Lebensstile pflegen das oft nicht klar ist. Mir ist das klar und ich will u.a. deshalb die Industriegesellschaft, aber ich fürchte dass Erzkonservativen all das ein Dorn im Auge ist und auch deshalb dem Kollaps der Industriegesellschaft mit einem Auge lachend entgegensähen.

          • @anorak2
            „Ja das hab ich schon verstanden, aber deswegen ein neues Mittelalter herbeizuwünschen bedeutet, sich das Bein zu amputieren weil es im kleinen Zeh juckt.“
            Ich würde es eher mit einer Infektion im Zeh vergleichen, die in Wundbrand oder gar Blutvergiftung überzugehen droht. Wie lange das dauern wird kann niemand sagen, aber es ist sehr wahrscheinlich, wenn niemand eingreift. PfefferundSalz will deswegen das Bein amputieren, ich und du aber ein Antibiotikum einsetzen, wobei, und das ist der Witz, die Bakterien noch nicht gegen alle Antibiotika resistent sind und auch keinen Biofilm bilden, so dass Pfefferund Salz‘ Methode völlig überflüssig ist.
            Der Vergleich hinkt natürlich in einem: Eine Amputation müsste selbst wirkungslos sein, obwohl sich die Infektion noch nicht über das Bein hinaus ausgebreitet hat.
            Ansonsten aber: Zustimmung. Die von dir genannten Sachen will ich auch erhalten.
            Wobei PfefferundSalz vielleicht glaubt, dass das Mittelalter damit vereinbar wäre, was unwahrscheinlich ist, denn ist ist nicht ohne Grund so, dass es die Bevölkerung der reicheren Länder ist, die so etwas eher befürwortet.

          • @Antidogmatiker
            „Ich glaube er meint (zumindest auch) Dinge, die du garantiert nicht als erhaltenswert ansieht, etwa Feminismus, „Anti“Rassismus und Co.“
            Nicht nur das, ich denke auch, dass viele der heutigen Zivilisationskrankheiten auf eine falsche Lebensweise herrühren. Allerdings halte ich auch das Mittelalter für zu unbequem ^^
            Daher würde ich mir schon eher eine Art High Tech Mittelalter vorstellen können. Die guten Seiten der heutigen Gesellschaft kombiniert mit den guten Seiten des Mittelalters. Ich bin daher ganz klar kein Öko-Gegner aber ich mag zum einen weder den Zwang für alle, noch diese, ins Esoterische abdriftende Art, vieler Ökos. Dieses Hippi-Frieden,-Freuede-wir-haben-uns-alle-lieb Getue kann ich nicht ausstehen. Der Mensch ist immer noch der Mensch und wenn die Konflikte nicht offen ausgetragen werden, dann werden sie halt im Verborgenen oder Hinterrücks ausgetragen. Interessen stehen halt oft anderen Interessen gegenüber, da unterscheidet sich das Bakterium nicht vom Menschen, jeder will am Ende gewinnen.
            Allerdings vermutel ich trotzdem, dass der Wunsch hier egal ist, immerhin werden die Rohstoffe irgendwann zur Neige gehen, die erneuerbaren Energien werden nicht so viel liefern wie sich das viele vorstellen, die Speichertechnologien werden alle irgendwelche Nachteile haben und auch der Stromtransport wird keine Kleinigkeit. Die Atomkraft ist auch nicht unendlich, auf die Probleme der Proliferation habe ich ja bereits aufmerksam gemacht und ob die Fusionskraft irgendwann Konkurrenzfähig wird ist ungewiss. Am Ende wird es auf eine Reduktion des Lebensstils hinlaufen, egal wie man es dreht. Und wenn denn eine Reduktion stattfindet, dann wenigstens so, dass diese ganzen negativen Seiten unserer Wohlstandswelt mit reduziert werden.
            Aber das ist halt nur ein Gedankenexperiment, mitreden kann da leider keiner von uns.

          • „Dieses Hippi-Frieden,-Freuede-wir-haben-uns-alle-lieb Getue kann ich nicht ausstehen.“

            Ich schon, allerdings sind Ökos keine Hippies oder umgekehrt. Ökos sind überhebliche Snobs mit Fascho-Allüren, deswegen mögen die auch die Reaktionären und umgekehrt. Die „Wir haben uns alle lieb“-Mentalität findest du heute eher bei Ravern, die haben auch die bessere Musik. Andererseits geht Techno ohne Strom nicht. Ein Leben ohne Techno ist zwar möglich, aber sinnlos. Also brauchen wir in jedem Fall Strom.

            „Allerdings vermutel ich trotzdem, dass der Wunsch hier egal ist, immerhin werden die Rohstoffe irgendwann zur Neige gehen“

            Malthusianismus ist auch bei der druffzichsten Wiederholung Quatsch. Im schlimmsten Fall ist er aber ne selbstbestätigende Prophezeiung: Wenn Leute dieses Schlages ans Ruder kommen, werden sie alles verbieten und damit die Armut erzeugen an deren Unvermeidlichkeit sie glauben.

            „Aber das ist halt nur ein Gedankenexperiment, mitreden kann da leider keiner von uns.“

            Solange wir Demokratie haben können wir, und deswegen nutze ich meine Möglichkeiten, meinen Ekel vor der Ökoideologie und ihren reaktionären Sympathisanten auszudrücken.

        • „Warum fändest du es denn schrecklich?“
          Auch, wenn es nicht an mich gerichtet ist: Ich, für meinen Teil, weil es eine deutliche Reduktion der Lebensqualität bedeutet und:
          1. Wenn die Erneuerbaren wirklich eine vollwertige Alternative sind, wie die Grünen behaupten, warum dann überhaupt verzichten und nicht einfach mehr Erneuerbare Energien produzieren als geplant? Tatsächlich scheinen die meisten Grünen wohl selbst nicht wirklich zu glauben, dass sie eine vollwertige Alternative sind, sonst würden sie keinen Verzicht fordern
          2. Falls sie keine vollwertige Alternative sind: Ist Atomkraft eine viel bessere Alternative, selbst wenn sie eine Hochrisikotechnologie wäre, was sie nicht ist.
          3. Falls sie doch eine Hochrisikotechnologie wäre: Gäbe es immer noch CCS
          4. Ist der Klimawandel höchstens moderat schädlich und schon gar keine Katastrophe.
          Den Rest überlasse ich anorak2.

  7. https://www.tagesschau.de/faktenfinder/geschlechtsspezifische-desinformation-101.html

    Ein Artikel über Desinformation, der selber desinformiert. mehr Männer als Frauen sind von „Hasskommentaren“ betroffen, der Artikel meint aber „Frauen besonders betroffen“.

    Ich habe vor Jahren aufgehört zu kommentieren, etwa 20 von meinen Kommentaren wurden auf Spiegel, Süd-Deutsche oder Tagesschau.de nicht frei geschaltet, auch die HDP.de hat meinen Kommentar „verschluckt“.
    Alle waren freundlich gehalten, und an Fakten orientiert, die allerdings den Artikeln oft widersprachen.

    Auf https://www.ipu.org/resources/publications/issue-briefs/2018-10/sexism-harassment-and-violence-against-women-in-parliaments-in-europe wird verlinkt, war dies die Studie wo ein enormer Anteil der Frauen nicht reagierte?

    • Mit dem hpd hatte ich auch schon Trouble. Irgendjemand in deren Redaktion hat was gegen Kommentare, die feministischer Doktrin widersprechen. Laut Auskunft von deren Chefredakteur neulich angeblich nicht er selbst, obwohl 90% der Kommentare von ihm freigeschaltet werden. Naja, der Anruf beim Chefredakteur hatte wenigstens geholfen.

      Insofern, probiere es ruhig wieder. Ich verlinke hier ja gerne mal auf hpd-Artikel, und bin interessiert, über deren Zensurpraxis zu erfahren. Vielleicht haben sie sich jetzt ja gebessert.

    • man sollte das „Frauen sind besonders betroffen“ eigentlich mit nem * versehen

      *das bedeutet nicht dass Frauen öfter als Männer betroffen sind, ganz im Gegenteil, sondern dass es Frauen aufgrund ihrer Erziehung sich besonders stark zu Herzen nehmen und wir als Gesellschaft von ihnen anders als von Männern erwarten dass sie so etwas nicht aushalten können ohne sich zu beschweren.

  8. In der New York Times wurde kürzlich ein Auszug aus John McWhorters demnächst veröffentlichtem Werk „Nine Nasty Words“ veröffentlicht. In dem Artikel geht es um die Unsagbarkeit des amerikanischen „N-Wortes“. Das Tabu es überhaupt zu ausszuschreiben existiert demnach gar nicht mal so lange. Ich fand das Recht interessant, bsp. mit dem Hinweis auf den OJ. Simpson Prozess.
    Ob das aber wirklich so organisch gelaufen ist wie McWorther meint?

    • *gicker*
      Wir schauen manchmal „Mein Leben mit 300kg“ auf TLC, schon weil es gruselig ist, diese wabbelnden Fettberge anzuschauen. Da sind tatsächlich überdurchschnittlich oft schwarze Frauen dabei. Könnte aber natürlich auch daran liegen, dass die sich eher für eine solche Doku anbieten.

  9. Cheers

  10. Deutschland hat keine Zukunft, und schon gar nicht mit Berlin. Fataler genuis loci. Berlin hat auch einfach nichts Demokratisches. Gar nichts. Berlin ist Pöbel und Diktatur. Deutschland sollte von woanders neu anfangen. Das war in Bonn ein guter Ansatz gewesen und vorher in Weimar. Daran sollte man anknüpfen, eine Kleinstadt ist eben so richtig deutsch und wäre eine ideale föderale Hauptstadt 🙂

    • Berlinophobie ist auch so ein typisch konservativer Topos, der den Nichternstnehmfaktor in bezug auf dieses Milieu enorm befeuert.

      und vorher in Weimar

      Die Hauptstadt des deutschen Reiches ist seit 1871 Berlin. Auch in der Weimarer Republik.

      Konservative machen Linken zunehmend das Klischee der Bildungsferne streitig. Bonn ist zudem keine Kleinstadt, sondern mit über 300.000 Einwohnern eine dreifache Großstadt unter den Top 20 in Deutschland. Mit dem einzigen Wolkenkratzer in Deutschland außerhalb Frankfurts.

      Auch Weimar ist keine Kleinstadt. Behaupte ich jetzt mal. Wird vermutlich eine Mittelstadt sein.

      Du bist definitiv ungebildet, Alex. 🙂 Und damit näher an Claudia Roth dran, als dir liebsein kann. 🙂

      • @all
        Ok, da habt ihr mich als berlinophoben Bildungsfeind! Bei den Kommata habe ich aber recht!!!1! Und Berliner mit Himbeerfüllung mag ich auch nicht!

    • PS Es gebricht dir ein wenig an historischem Wissen.

      „Berlin hat auch einfach nichts Demokratisches. Gar nichts.“

      Revolution 1848, Ausrufung der Republik 1918, aber vor allem natürlich die Luftbrücke, das Aushalten im Kalten Krieg, die Demo am Alex und last not least die Euphorie des Mauerfalls.

      „Das war in Bonn ein guter Ansatz gewesen und vorher in Weimar.“

      Bonn war ja nun absichtlich als zeitlich begrenztes Provisorium für Halbdeutschland gewählt worden und nicht als Dauerzustand. Die Hauptstadt der Weimarer Republik war Berlin, sie heißt nur nach dem Ort an dem die Verfassung geschrieben wurde.

      • Ich bin auch entschieden unglücklich mit Berlin, in der Praxis mag man dort einigermaßen leben können, aber von außen wirkt die Stadt wie eine linksextreme Irrenanstalt. Sei es die HU, Rigaer oder die aktuelle Regierung. Und dieses Milieu scheint sich auch erheblich negativ auf die Berichterstattung und Politik zu legen, die von dort gemacht wird. Zumindest hat das Niveau enorm abgenommen…

  11. Man macht sich wirklich keinen Gefallen mit tendenziösen Halbzitaten. Vor allem wenn es um die Entlehnung von Weisheiten geht, die man gerne in einen universalistischen Kontext stellen würde, aber einem partikularen Grund verhaftet bleiben müssen. Darin liegt die wahre Tragik der gesamten Moderne. Wir haben kein allgemein verbindliches und unbedingtes Konzept anzubieten, nur die Gewissheit mit guten Willen aus Schaden und Erfahrung klug zu werden.

  12. Es gibt keine „vierte Säule der Demokratie“, sondern nur drei. Und es gibt die Meinungs- bzw Redefreiheit und die ist nichts weniger als das Herz oder die Essenz der Demokratie …

  13. „some women are part of the misogyny problem“

  14. Für die bösen natürlich die angeblich allein männliche Form. Die Guten wieder geschlechtsneutral. Feminismus hat nichts gegen Männer. Das war nur ein Einzelfall. Einer von vielen, sehr vielen, seit man anfängt zu gendern.

  15. In mehrfacher Hinsicht interessanter Artikel von Susanne Kaiser über die angeblich von der Tötung junger, erfolgreicher Frauen faszinierte patriarchale Kultur. Einmal ein perfektes Beispiel für die mir aktuell regelmäßig auffallende Suggestion von statistischer Basis für rein anekdotisch belegte Phänomene. Man liest in den entsprechenden Artikel immer wieder Worte wie „oft“, „immer wieder“, „häufig“, die eine quantitative Aussage treffen, die aber auf rein gar nichts beruht oder mit keiner Studie belegt wird.
    Hier heißt es sogar, dass

    „überdurchschnittlich oft junge Frauen und Mädchen auf diese Weise Opfer von Gewaltverbrechen in Fernsehkrimis werden“

    Sie verweist auf drei angebliche Beispiele, irgendeinen Beleg für eine überdurchschnittliche Zahl bleibt sie natürlich schuldig.
    Der andere interessante Aspekt ist, dass sie behauptet, das Ganze wäre ein Komplott des Patriarchats, um die Frauen von der Selbstentfaltung abzuhalten:

    „Aber da ist noch mehr, nämlich die Funktion, die Gewalt gegen Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft erfüllt. Dadurch, dass diese Gewalt allgegenwärtig ist, ständig wiederholt und gezeigt wird und unsere Popkultur durchdringt, wird ein Bedrohungsszenario geschaffen. „Kenne deinen Platz“ suggeriert es dem weiblichen Teil der Gesellschaft. „Nimm dir nicht zu viel, gehe nicht mit Fremden mit und schon gar nicht ins Bett, wehre dich nicht gegen männliche Macht, sonst ist es ja kein Wunder, wenn …“ Frauen sollen nicht autonom sein, sie sollen beschützt werden müssen. Wenn sie nachts im Dunkeln alleine auf der Straße Angst haben und Männer nicht, dann haben solche Krimiszenarien daran einen Anteil.“

    Die Angst der Frauen im öffentlichen Raum wäre also demzufolge gar nicht real, sondern wird ihnen eingeredet. Sollte man mal verlinken, wenn es wieder einen Twitterthread gibt, wie viele Frauen im Dunklen ihren Schlüsselbund umklammern…

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/femizide-im-krimi-jung-weiblich-tot.1005.de.html?dram:article_id=496449

    • Meine Güte. Ebenfalls ohne statistische Evidenz behaupte ich, dass ich als Mann angesichts der Fernsehgewalt um ein Vielfaches mehr um Gesundheit und Leben besorgt sein müsste.

      1. Frauen sind – aus männlicher Sicht – Schissbüchsen. Ich glaube nicht, dass das einfach anerzogen ist, sondern es liegt in der weiblichen Natur. Praktisch alle Frauen gehören zur schwächeren Hälfte der Bevölkerung. Da sollte man vorsichtiger sein, Darwin lässt grüßen. Hinzu kommt, dass Männer durch Mut deutlich mehr zu gewinnen haben als Frauen, nämlich Status und damit verbesserte Fortpflanzungschancen, schon wieder Darwin.

      2. Junge Frauen sind begehrt und als solche objektiv gefährdeter als alle anderen Frauen, vergewaltigt und einem damit verbundenen Gewaltverbrechen (Mord zur Vertuschung) zum Opfer zu fallen. Ein solches Krimiszenario ist plausibel.

      3. Im Artikel wird behauptet: „Die Frauen wollten sich etwas nehmen, das ihnen nicht zusteht – sich beruflich weiterentwickeln, gegen Missstände wehren oder sexuell selbstbestimmt sein – deshalb müssen sie sterben.“ Berufliche Weiterentwicklung habe ich noch NIE in einem Krimi als Mordmotiv gesehen, allenfalls beruflichen Konkurrenzkampf. Sexuelle Selbstbestimmung sah ich nur als Motiv bei Ehrenmorden aus fremden Kulturkreisen. Sich wehren gegen Mißstände – trifft Männer genauso: Umweltaktivisten, Gewerkschafter, Mafiajäger…

      Zur Autorin:
      „Susanne Kaiser ist Literaturwissenschaftlerin, Journalistin, Buchautorin und politische Beraterin. Zuletzt erschien von ihr: „Politische Männlichkeit – Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen“ (edition suhrkamp 2020)“.

      Keine weiteren Fragen.

      • „Die Frauen wollten sich etwas nehmen, das ihnen nicht zusteht – sich beruflich weiterentwickeln, gegen Missstände wehren oder sexuell selbstbestimmt sein – deshalb müssen sie sterben.“
        Das ist besonders dämlich, denn was ist die Botschaft, das Framing dazu? Heißt es: „Jawoll, das geschieht ihr recht!“ oder wird das angeprangert?

    • Meine Beobachtung führt zum Gegenteil: Wenn z.B. in einem Actionspektakel ein Mensch stirbt, dann ist das in aller Regel ein Mann; würde ein Kind oder eine Frau auf diese Weise sterben, wäre der Popcorn-Filmspaß gründlich verdorben, das geht auf den Empathy-Gap zurück:

      Der Empathy-Gap als Ursache struktureller Benachteiligung von Männern

      Und wenn in einem Fernsehkrimi eine Frau stirbt, fiebert der Zuschauer besonders bei der Aufklärung des Mordes mit, stärker als bei einem Mann. Wenn man also Spannung aufbauen will, nimmt man eine Frau – selbiges gilt für Horrorfilme, die ihren Schrecken dadurch herstellen, dass es Frauen trifft. Grundsätzlich hat man weniger Empathie mit Männern, was den Holocaust erst möglich machte:

      Männerhass und Holocaust

    • Was für ein femozentrischer Müll. Frauen werden in Wirklichkeit gerne als Gewaltopfer in der Glotze dargestellt, da bei ihnen immer vorausgesetzt wird, dass sie die Unschuld vom Lande sind. Es erzeugt in unserer Welt einfach mehr Betroffenheit, wenn dort eine ermordete Frau zu sehen ist, als wenn das ein gleichalter Mann ist. Bei einem Mann ist immer eine latente Mitschuld vorhanden, er war in irgendwas verwickelt – die junge Frau hingegen ist so rein, dass die emotionale Vorgabe für den Zuschauer eindeutig ist.

      Gestern lief mal wieder Old Shatterhand im Fernsehen. Meine TV-basierte Evidenz lässt mich zu folgendem Schluss kommen: Hunderte abgeballerte Soldaten, ähnlich viele (wie sagt man) Ureinwohnende – keine einzige Frau. Wenn Winnetous Schwester in Not und Angst gerät, dann metzeln sich gleich Dutzende Männer gegenseitig ab – und sie wird gerettet.
      Frau Kaiser sollte mal die Fernbedienung wiederfinden und umschalten.

      Stattdessen schreibt sie so Sätze: „Erst der Tod bringt die totale, vollendete Reduzierung auf den Körper.“ Oder: „“Für manche Männer ist die absolute Machtlosigkeit einer Frau das erotischte, das sie sich vorstellen können“, konstatiert die feministische Essayistin ….“

      Ich finde das immer sehr entlarvend, wenn Feministen andere Feministen als Beweis dafür zitieren, was Männer wirklich denken. Es zeigt, dass Feministen für sich die umfassende Bestimmungshoheit reklamieren. Und der DLF publiziert das fröhlich und honoriert es sicher auch noch.

    • „Aber da ist noch mehr, nämlich die Funktion, die Gewalt gegen Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft erfüllt. Dadurch, dass diese Gewalt allgegenwärtig ist, ständig wiederholt und gezeigt wird und unsere Popkultur durchdringt, wird ein Bedrohungsszenario geschaffen.“

      Also die gleichen Behauptungen wie zur Rape Culture. Ob sie dann auch bald von Femizid Culture anfangen zu phantasieren?

      Das hier ist schon der Hammer:
      „und gezeigt wird und unsere Popkultur durchdringt, wird ein Bedrohungsszenario geschaffen“

      Gewalt gegen Männer dient als humorvolle Einlage in Filmen und wird als nix dargestellt, was irgendwie problematisch wäre. Dieses Video und ähnliche widerlegen doch schon komplett deren Behauptungen:

      Gewalt gegen Frauen wir als inakzeptabel angesehen. In den Köpfen besteht die Meinung das es keinen Grund für einen Mann gibt eine Frau zu schlagen und das mit Männern die das tun, irgendwas nicht stimmt. Während bei getauschten Geschlechter gegrinst und gelacht wird und ein Großteil automatisch annimmt das der Mann schon irgendwas gemacht hat, was die Schläge rechtfertigt.

  16. Männer zahlen mehr und länger ein, müssen länger einzahlen um keine Abschläge zu erhalten und Frauen sollen nun Ausgleichszahlungen – 50 bis 150 Franken pro Monat – dafür erhalten, das sie nur genau so lange arbeiten müssen.

    136€ pro Monat – Renteneintrittsalter 65 Jahre, Durchschnittsalter schweizer Frauen wenn sie sterben 85,4 Jahre. Also 32 Tsd. € sollen Frauen an extra Rente bekommen, weil sie Frauen sind.

    Was für ein Patriarchat!

    • Ein Mann der die gleichen Entscheidungen trifft wie eine Frau und die gleiche Rente bekommt und sogar gleich lange lebt, würde diese extra Rente nicht bekommen allein weil er ein Mann ist. Wie offensichtlich muss Sexismus und Männerdiskriminierung noch werden, damit selbst links-grüner Möchtegern-Anti-Sexisten es bemerken?

      • Krass. Ich dachte zunächst, da ginge es um die Kompensation von Mindereinkommen in Erziehungszeiten von Kindern. Aber da ist gar keine Rede von.
        Es geht wirklich nur darum, dass Frauen offenbar das wertigere und unterstützenswertere Geschlecht sind, früher in Rente gehen, erheblich länger Rente beziehen und jetzt auch noch einen Frauenbonus on top bekommen.

        Klingt vielleicht zynisch, aber ich bin inzwischen für jede dokumentierte willkürliche Frauenbevorzugung oder Besserstellung dankbar, da so irgendwann jedem klar wird, dass Menschen mit Uterus denen mit Penis gegenüber bevorzugt werden. Und zwar nur deswegen.

        • In der Schweiz gibt es noch die Wehrpflicht, natürlich nur für Männer. Männer die keinen Wehrdienst absolvieren müssen über Jahre eine Extra-Steuer bezahlen. Sie haben vor einiger Zeit darüber abgestimmt. Frauen durften mit abstimmen und haben für das Beibehalten dieser Extra-Steuer gestimmt, die sie selbst nicht bezahlen müssen und für die sie auch keinerlei Ersatzleistung erbringen müssen.

          Ab wayne, vor ein paar Jahrzehnten durften Frauen in der Schweiz noch nicht wählen – Vergangenheit. Das ist jetzt immer noch, obwohl abgeschafft, viel schlimmer wie jeder Sexismus zu Lasten von Männern.
          Was glaubst du wer sich in der Schweiz als größeres Opfer von Diskriminierung sieht – Frauen oder Männer?

  17. „Ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht“

    Interessantes Video: Sie haben über zwei Zahnräder die Lenkung am Fahrrad umgedreht. Wenn man nach rechts lenkt, fährt man nach links. Leute, die schon lange Fahrradfahren schaffen nicht mal 1,5 m damit. Alles ist kontra-intuitiv. Der Typ hat es nach 8 Monaten üben geschafft das Fahrrad zu fahren. Sein kleiner Sohn brauchte 2 Wochen.
    Nach diese 8 Monaten brauchte er mehrere Anläufe um ein normales Fahrrad wieder fahren zu können, aber das machte irgendwie klick und dann ging es wieder.

  18. Die 8 Mrd. € starke PR-Agentur der Grünen

  19. Langsam verarschen sie mich aber zu dreist.
    Eben bei Anne W:Ill: Justiziministherrin Margot Honecker Lambrecht:
    „Wir haben erfolgreich die dritte Welle gebrochen – die Zahlen gehen zurück.“

    Wie haben wir die denn gebrochen? Mit der Osterruhe? Mit der Bundesbremse? Mit Bußgeldbescheiden?
    Söder bestätigt die gebrochene dritte Welle. Der Grund sei aber, dass man in Bayern die Impfreihenfolge aufgehoben habe.

    Wow, danke Politik, danke Anne W:Ill. Das war aber effizient.

    Diese Verarsche ist so plump, dass ich wütend werde. Die Impfreihenfolge ist in Bayern vor wenigen Tagen aufgehoben worden, woher sollen die Immunen seither kommen? Die anderen Maßnahmen haben sich seit dem Inzidenz-Höhepunkt auch nicht geändert.

    Der Sommer kommt, die Zahlen gehen zurück – und diese Nasen wollen mir einreden, das sei nur möglich geworden, weil man uns die Grundrechte weggenommen hat.

  20. Da wird nicht aufgeklärt, sonder aufgehetzt.
    Da wird nicht informiert, sondern desinformiert.
    Irgendwelche Leut wollen das die Menschen der Straße sich gegenseitig an die Gurgel gehen.

  21. Ideen schaffen sich ihre eigene Realität. Es ist eben nicht die Realität, die die Ideen schaffen würde. Sondern andersherum.

      • Ein Zitat aus Genderama von heute.

        Feminismus versucht aktiv eine Antipathie gegen Männer in der Bevölkerung zu verwurzeln. Deswegen benennen sie schlechtes Verhalten das beide Geschlechter an den Tag legen nach Männern, deswegen werden Feuerwehrmänner gegendert, Verbrecher aber nicht, deswegen reden sie nur über und verallgemeinern sie nur bei den negativen Dingen, die einige wenige Männer tun, nie bei den positiven.

  22. Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken bekennt sich offiziell zur Geschlechterspaltung:

    Künftig soll nicht nur in allen Publikationen der Genderstern verwendet werden, sondern auch bei jeder mündlichen Äußerung in passenden Begriffen eine Sprechpause eingelegt werden. Nein, nicht um an Gott zu denken, sondern um „aktiv zur Gleichberechtigung aller Menschen“ beizutragen.

    Hört, hört! Werden die dann Päpst*In oder Kardinäl*In sagen, so wie Heiko Maas sich offiziell als „Bundesaußenminister*In“ bezeichnet?

    Stark auch das Votum des Katholiken-ZK gegen weibliche Genitalbeschneidung. Die sei nämlich deswegen zu ächten, weil sie so viel schlimmer sei als die männliche. Sie fordern, dass künftig alle Frauen, denen eine Beschneidung droht oder die beschnitten wurden, dadurch ein Anrecht auf Asyl haben sollen.
    https://antrag.zdk.digiv.de/std/A5_Nein_zu_weiblicher_Genitalverstuemmelung-30461

    Sonst noch was?
    Ach ja, die Missbrauchsopfer (fast ausschließlich männlich) der Kleriker*Innen, Priester*Innen und sonstigen *Innen durften erstmals auf der katholischen Vollversammlung (per Video) sprechen. Die kriegen zwar nirgends Asyl, aber feucht-warme Worte.

    Kirche hat sowas von fertig!

    https://www.katholisch.de/artikel/29574-zdk-kuenftig-mit-geschlechtersensibler-sprache-und-gender-stern

  23. Kein Wunder, dass die von den Femistinnen auf das Herzlichste vereinnahmt wurde. Ihr rechthaberischer Ton muss denen einfach reingelaufen sein.

  24. Mein Gott, sind die total durchgeknallt am Bundesverfasungsgericht? Lest euch mal die Presemitteilung zum Klima-Urteil durch:
    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html

    Ich zitiere mal:
    „Die zum Teil in Bangladesch und Nepal lebenden Beschwerdeführenden stützen ihre Verfassungsbeschwerden vor allem auf grundrechtliche Schutzpflichten“

    Seit wann gilt unser GG in Bangladesh und Nepal? Haben die einen Schatten? Das ist doch sowas von eindeutig gecastet, dass es quitscht. Ausgerechnet Bangladesh, eines der schmutzigsten Länder weltweit und mit 1% jährlichem Bevölkerungswachstum!

    Die Auslassungen, deuten übrigens schön die Stoßrichtung an, Klonovsky hat sich einige herausgegriffen, die einen schaudern lassen:
    https://www.klonovsky.de/2021/04/klimadiktatur-nachtrag/
    z.B.
    „Künftig können selbst gravierende Freiheitseinbußen zum Schutz des Klimas verhältnismäßig und verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein; gerade deshalb droht dann die Gefahr, erhebliche Freiheitseinbußen hinnehmen zu müssen.”

    Alles klar? Das Verfassungsgericht ist auf eine grüne Regierung gut eingestellt. Macht euch auf was gefasst!

    Weiß jemand, wer das Unsinnsurteil verbrochen hat? Erkennbar ist wieder Merkels Einfluß, hat nicht gerade der Chef bei denen gewechselt? Meine Fresse, diese Frau ist wirklich das Ende für Deutschland.

    • „Seit wann gilt unser GG in Bangladesh und Nepal?“

      Die Idee war doch, dass das CO2 überall gleichermassen auf der Welt wirksam ist. Daher werden dann wohl Leute irgendwo auf der Welt anstatt von Deutschen Missstände vortragen können, weil die sind ja überall gleich ….

      Eine noch grössere Farce ist doch das mit den noch ungeborenen Generationen, deren „Rechte“ man im Hier und Jetzt schon zu wahren und schützen hätte. So macht Recht doch gar keinen Sinn mehr, wenn es rein imaginativ und hypothetisch aufgerechnet werden kann! Dann man Recht eigentlich nach Belieben hindrehen, wie man gerade will – eine Begründung kann man immer in die Zukunft projizieren.

      Aber was das Ganze mit Merkel zu tun hat, das ist doch echt merkwürdig von dir und viel zu verschwörungsmässig gedacht.

      • „Die Idee war doch, dass das CO2 überall gleichermassen auf der Welt wirksam ist.“

        Aber im Ausland Lebende sollten keinen wie auch immer gearteten Handlungsanspruch an die deutsche Regierung durchsetzen können.

        Ich kann ja auch nicht die Regierung von Nepal verklagen, dass sie mal was gegen die dortigen Dumpinglöhne tun soll weil die mir bei der Jobsuche Konkurrenz machen. Da würden dir mir was husten, selbst wenn ich nachweisen könnte dass mir diese Verhältnisse wirklich schaden.

        Der Anspruch, die deutsche Regierung möge gefälligst schönes Wetter für Bangla-Desh herbeiregieren, quadriert allerdings die Absurdität ins Uferlose.

        Daher werden dann wohl Leute irgendwo auf der Welt anstatt von Deutschen Missstände vortragen können, weil die sind ja überall gleich ….

        „Aber was das Ganze mit Merkel zu tun hat, das ist doch echt merkwürdig von dir und viel zu verschwörungsmässig gedacht.“

        Die Personalbesetzung des Verfassungsgerichts hat einen erheblichen Einfluss auf dessen Rechtssprechung, und man munkelt Merkel hätte dorthin ihre Getreuen lanciert. Kann ich nicht beurteilen. Dass das Urteil hirnerweichend bekloppt ist, steht aber fest.

      • „Aber was das Ganze mit Merkel zu tun hat, das ist doch echt merkwürdig von dir und viel zu verschwörungsmässig gedacht.“

        Quatsch, es geht immer um schei* Parteien, wenn Merkel bei der Landesregierung anruft und einen bestimmten Kopf empfiehlt, dann spuren die schon (der Bundesrat wählt den m.W.), sofern kein besonderer Anlass zur Rebellion besteht. Und Merkel kennt Stephan Harbarth der von 2009 bis 2018 Mitglied des Deutschen Bundestags war und außerdem Fraktionsvize der CDU. Sie macht das wie immer: mit langem Atem setzt sie Gewährsleute an die Stellen, die ihr wichtig sind. Hat sie beim Verfassungsschutz ja auch schon praktiziert. Die werden sich jetzt gegenseitig den Rücken decken und das Land und unser Recht weiter zerstören. Jede Wette!

    • „Seit wann gilt unser GG in Bangladesh und Nepal? Haben die einen Schatten?“

      Außerdem hat irgendeine Politik der deutschen Regierung keine materielle Wirkung für Bangla-Desh. Nichts was wir tun kann die dort vor irgendeinem Klima-Unbill schützen, selbst angenommen er käme wirklich. Das nicht zu berücksichtigen ist das eigentlich Erschreckende an dem Urteil.

  25. Hier kommt das politische Grundgesetz ins Spiel:
    „Glaube kein Gerücht, solange es nicht von offizieller Seite öffentlich bestritten worden ist.“
    (Hat natürlich ein Brite entdeckt.)

  26. Das ist eine hervorragende Idee, die auch jeden Klimanationalismus verhindern würde. Und einen solchen will doch wohl niemand, oder?!

    • Ich hoffe dass die ersten Blackouts in grünen Wahlhochburgen ausgerollt werden. Soweit ich weiß stehen in Baden-Württemberg größere AKW-Abschaltungen ohne adäquaten Ersatz an, die Hoffnung ist also nicht unberechtigt.

  27. Der Schutz nicht-existenter Generationen ist auf einmal zentrales politisches Anliegen derer, die am liebsten ein uneingeschränktes Abtreibungsrecht bis zur Geburt (und vermutlich noch drüber hinaus) haben wollen. Eugenisch-völkisches Denken vom allerfeinsten …. und absolut bigott noch obendrein!

    Dann wollen die Grünen eine erweiterte „familiäre Bindung“ als neues Immigrationskonzept (siehe Welt-Artikel). Obwohl man bislang für nichts anderes stand als für anti-Familiarismus, um sich von allen Zwängen radikal emanzipatorisch zu befreien, von allen tradierten Strukturen und Bindungen. Aber auf einmal sind diese tradierten Strukturen, 1000mal hinterwäldlerischer und reaktionärer gar kein Problem mehr, sondern sogar Auswahlkriterium!!!

    Die Grünen sind die totale, ja geradezu die Verkörperung der Bigotterie!

  28. Mein Sohn ist 14, und er hat mit Identitätsproblemen zu kämpfen, bei denen ich wirklich einen Rat gebrauchen könnte. Letzte Nacht hat er sich über den Englischunterricht beschwert. „Alles, worüber wir reden, ist Zeug wie, ich weiß nicht … wie Frauen so toll sind und sich selbst verteidigen können und so.“ Alarmglocken schrillen, richtig? Ich habe ein wenig nachgeforscht und er fing an, sich aufzuregen. Er sprach davon, dass die Mädchen in seiner Klasse aggressiv gegenüber den Jungs waren, beschuldigte sie der … er war sich nicht sicher, was. Er murmelte etwas über Sexismus, das Patriarchat. „Du weißt schon, diese ganze Kill-all-men-Sache.“ Und damit brach er in Tränen aus. „Ich bin weiß, ich bin männlich und ich bin wahrscheinlich hetero“, schluchzte er (mit 14 behauptet er, dass das letzte noch nicht geklärt ist). „Es ist wie: Ich kann nichts sagen! Und die Mädchen, die können sagen, was sie wollen!“ Natürlich haben wir darüber gesprochen, dass diese Mädchen aus der Reihe tanzen, aber auch darüber, wie real der Sexismus ist – dass er stolz darauf sein kann, wer er ist, und gleichzeitig den Feminismus (und Black Lives Matter, und LGBTQ-Rechte, etc.) unterstützen kann. Und dass er absichtlich provokatives Zeug wie #killallmen ignorieren sollte.

    Trotzdem bin ich besorgt. Mein Gefühl ist, dass er ziemlich gut gegen rassistische und homophobe Propaganda geimpft ist. Aber offensichtlich kämpft er mit seiner Männlichkeit. Ich mache mir wirklich Sorgen, dass er über ein paar schlaue Jordan-Peterson-Videos stolpern könnte und am Ende in ein fieses Männer-Power-Incel-Kaninchenloch fällt … Haben Sie einen Rat, wie man damit umgehen kann? Kennen Sie insbesondere gute, altersgerechte Bücher oder Podcasts oder Sendungen oder was auch immer, die diese Themen – insbesondere die „Krise der Männlichkeit“ – auf sensible Weise behandeln? Eine Art, die mit feministischen Werten übereinstimmt?

    https://slate.com/comments/human-interest/2021/05/masculinity-incel-crisis-care-and-feeding.html

    https://genderama.blogspot.com/2021/05/verein-deutsche-sprache-fordert-gender.html

    Alternativ-Überschrift: „Als die Schule und ich meinen Sohn seelisch misshandelten“
    Er berichtet ihr was ihn stört und für sie scheint aber wichtiger zu sein das er weiß was richtiger Sexismus ist, also Sexismus der Frauen betrifft. Wenn Lehrer Mädchen alles erlauben und Jungs immerzu niedergemacht und bestraft werden, dann ist das ja nicht so schlimm wie wenn Frauen weniger arbeiten und dafür weniger Geld bekommen. Sie sagt ihm das Mädchen „kill all men“ fordern dürfen und er sich nicht darüber aufregen soll. Würde sie das gleiche auch ihrer Tochter empfehlen, wenn die sich über menschenfeindliche Aussagen über Frauen von Jungen beschwert? Bestimmt nicht. Aber als Junge soll er es runterschlucken. Sprache soll inklusiver werden, damit sich alle mit einbezogen fühlen, es soll Triggerwarnungen geben, damit niemandes Gefühle verletzt oder durcheinander gebracht werden, bestimmte Worte sollen verboten werden, weil sie angeblich bestimmte Menschen re-traumatisieren, aber wenn dir als Junge die Mädchen in deiner Klasse sagen das man alle Männer töten soll, dann störe dich nicht daran. Sein ein Mann!!!

    „Man wünscht keinem Jungen eine Feministin als Mutter, aber jeder Feministin einen Jungen als Kind.“

    Nee, ich nicht. Nur um einer selbstgewählten Sexistin, die Männer und Frauen in jeder Situation unterschiedlich und mit immer gleichgerichteten Bias bewerten, die Augen zu öffnen, sollte kein Junge mit einer solchen antipathischen Mutter aufwachsen müssen.

    Und die Kommentatoren auf Slate sind auch zu Kotzen. Die diskutieren darüber das der Jungen ja offensichtlich Blödsinn erzählt, denn es stimmt ja gar nicht das er „nichts sagen“ darf und natürlich war ja niemand dabei und ohne genaue Kenntnisse, sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen. Ja genau, aber gleichzeitig „believe women“ fordern.
    Die stellen sich doch absichtlich doof. Meine Fresse.

    • Und natürlich sind nicht die Mädchen, Feminismus und sexistische Lehrer das Problem, sondern seine Männlichkeit. Das weiß sie als Feministin natürlich viel besser. Sie alle greifen ihn für seine Männlichkeit an, ohne das er überhaupt etwas schlechtes machen muss, aber das Problem liegt natürlich in ihm selbst.

      Will mir vielleicht noch jemand erzählen das ja nicht alle Feministinnen so sind und dass das nur eine kleine Minderheit ist und daher niemand hier irgendwas tun muss? Feminismus ist auch gut für Männer, listen and believe.

  29. https://kontrast.at/gewaltschutzmassnahmen/

    Österreich ist also das einzige Land in dem mehr Frauen als Männer ermordet werden, das ist ein Problem und da muss etwas getan werden. Das in allen anderen Ländern mehr Männer als Frauen getötet werden ist hingegen egal. Da gibt es nix zu sehen. Das ist Geschlechtergerecht!

  30. Schüler werden belohnt, wenn sie einen Ketzer verpfeifen. Was soll da schief gehen und was sind das bloß für Lehrer?

    Die müssen sich auch mal fragen wie ihr Verhältnis zur Wahrheit ist und wenn sie die Wahrheit für die beste Lösung halten, warum sie dann kontinuierlich lügen und Kindern diese Lügen einimpfen wollen?

  31. Das ist das traurige Menschenbild des kollektivistischen Totalitarismus, welches hinter dem Feminismus steht. Das Individuum ist nichts, die Kollektive alles.
    „choice feminism“ war nie mehr als eine Irreführung um drüber hinwegzulügen, dass der Feminismus antifreiheitlich ist.

  32. Sexistisches Geblabbel in der „Welt“:

    „Es war die erste Sie-Zession nach einer Reihe von Er-Zessionen.“

    https://www.welt.de/wirtschaft/article230881893/Arbeitslose-In-dieser-Pandemie-verlieren-vor-allem-Frauen-den-Job.html

    Wer alle Klarheiten beseitigt haben möchte, der lese ruhig dieses konfuse und gleichzeitig sich in Banalistäten ergebene Machwerk eines Wirtschaftsartikels.

    Die einzige brauchbare, vernünftige Feststellung:

    „Inzwischen gehört die Bundesrepublik zu den Ländern mit einer der höchsten Frauen-Erwerbstätigenquoten in Europa, nur in Island, Schweden und der Schweiz sind weibliche Erwerbstätige noch häufiger.“

    Na logo, weil progressiv steigende Steuer- und Sozialabgaben und die menschliche Atomisierung der Gesellschaft immer mehr Leistung erforderlich machen, um über die Runden zu kommen. Wird natürlich nicht gesagt.

    • Mein Gott, ist das grausam.

      „Hat jemand einen Vorschlag, was man als Vater tun kann oder sollte?“

      Offen sein und sagen wie es ist (die Mutter lässt den Opa nicht aufs Grundstück, die Mutter lügt bei xy, die Mutter versucht, mich loszuwerden, weil sie mich nicht leiden kann). Denn die große Gefahr besteht, dass die Mutter früher oder später einen Weg findet, den Vater ganz rauszukegeln und bis dahin sollte das Kind seine Sichtweise kennen, damit es später den Weg zu ihm findet. Kinder werden ja Gott sei Dank irgendwann groß und mündig.

      Juristisch ist es wahrscheinlich das Beste, alles mitzuprotokollieren, wie er das ja schon macht. Ob er auch nur eine winzige Chance hat, weiß ich nicht.

      • Und er soll dem Kind um Himmels Willen sagen, was zur Trennung führte, ehrlich, auch mit dem Eingeständnis eigener Fehler. Er will das Mädchen schützen, aber so wie er handelt, wird sie extrem verunsichert und diese Lücke füllt die Mutter gern mit allerlei Lügen und Suggestionen.

  33. Noch so ein fauler Macho, der die Frauen für sich arbeiten lassen will und dafür noch einen hochnotmoralischen Grund dafür findet, lol

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