Selbermach Mittwoch 317 (28.04.2021)

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137 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 317 (28.04.2021)

  1. Heute ist Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (workers` memorial day).
    Gedenktag für alle abhängig Beschäftigten, die bei der Arbeit verstümmelt oder getötet werden.

    Kanntet ihr nicht? Ich auch nicht.

    Liegt wohl am Medienecho oder den Meldungen des BMAS (nix).
    Immerhin Europa hat einen Artikel vom letzten Jahr aufgewärmt.
    https://osha.europa.eu/de/highlights/world-osh-day-2021-calls-investing-resilient-safety-management

    Mit der Meldung „jeden Tag stirbt in Deutschland ein Mann bei der Arbeit“ ist einfach nichts zu gewinnen…

  2. Der Film „Antichrist“ hat mich nachhaltig beeindruckt. Am selben Tag bin ich über ein Video gestolpert. Das kann kein Zufall sein. Die Frau ist das pure Böse und mit wurden Zeichen gesandt, die Welt darüber aufzuklären und eine Gemeinschaft zu gründen. Frauen dürfen mitmachen, vorausgesetzt sie bezichtigen und geißeln sich selbst und verrichten Sklavendienste.

    Das Böse ist eine Frau

    • *Seufz*

      Man muss doch gar nichts ändern. Die rote Zora, Pippi Langstrumpf… „starke“ Rollenvorbilder für Mädchen gibt es schon lange. Bei „Jungs“ und „liebevoll“ fallen mir direkt die Brüder Löwenherz ein. Selbst in Grimms „Brüderchen und Schwesterchen“ werden flugs die Rollen getauscht: Erst kümmert sich der große Bruder um die kleine Schwester, dann muss die kleine Schwester sich um den verwunschenen Bruder kümmern.

      Mit Kleinkindliteratur kenne ich mich neben Märchen nicht so aus, aber ich mag nicht glauben, dass dort nicht auch schon seit Jahrzehnten keine einseitige Rollenverteilung mehr herrscht.

    • Genderkoffer für Kindergärten!

      Am Tollsten finde ich auf dem Aufmacherbild den Titel des Buches „Der Junge im Rock“. Ein Buch über Femozentrik. Erinnert mich an das Rezept „Würstchen im Schlafrock“.

      Aus dem Text:

      Kinder frei zu machen von diesen Erwartungen und den Klischees: hier soll der Genderkoffer helfen, Türen öffnen für eigene Wege. Und wenn dabei ein paar männliche Erzieher mehr herausspringen würden, schmunzelt man in Bordesholm, sei das ja auch nicht schlecht.

      Na dann schaue ich mal schmunzelnd auf die Stellenausschreibungen der Einrichtung:

      Erzieherin (m/w/d)
      (…)
      Sie erhalten eine Vergütung nach dem Kirchlichen Arbeitnehmerinnen-Tarifvertrag (KAT). Die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche ist wünschenswert.

      https://www.stellenvermittlung-nordkirche.de/Jobs/3275?page=&volltext=&area=&postcode=&category=

      Meinen die mich???

      • § 1 Abs, 2 S. 1 der Tarifvertrags: „Alle in diesem Tarifvertrag verwendeten weiblichen Personen-, Berufs- und Funktionsbezeichnungen umfassen auch die jeweils männlichen.“

        Die sind ja so woke, dass es weh tut.

        • Besser kann man doch gar nicht klarmachen, dass man den Spiess „nur“ umdrehen will. Jetzt sind wir dran mit der Unterdrückung des Männlichen und verwenden deshalb gleich nur die weiblichen Bezeichnungen ….
          Dieser Genderstern, Unterstrich etc ist bestimmt nur die Durchgangsstation zur rein weiblichen Form von allem. Denn nur so kann man ja „das Patriarchat“ wirklich ausheilen!

  3. #tonicmasculinity – Twitter-Hashtags bringen i.d.R. nichts, aber dort sind ein paar Perlen zu finden, die wortwörtlich zu Tränen rührend sind.

    Oder sowas. Niemand hat den Mann dazu aufgefordert und er brauchte auch keine Frau, die ihn erst zum Menschen macht, um sowas von sich aus zu tun.

    Oder hier. Achtet auf die Details:

    Und das hier können sich gerne alle Frauen anschauen, die überzeugt sind das Männer überflüssig sind und eigentlich Frauen ja alles am Laufen halten und ach so systemrelevant sind.

    (Btw. den Teller, Messer und Gabel haben wahrscheinlich auch Männer hergestellt.)

    Tragisch daran ist nur das öffentlich männerhassende Feministinnen und andere Female Supremacistinnen die einzigen sind, die in Bezug auf Männlichkeit und was es angeblich bedeutet ein Mann zu sein, zu Wort kommen und die sich immer nur auf die schlechten Dinge konzentrieren, die einige wenige Männer tun, ohne auch mal ein positives Bild bereitzustellen, an dem sich unsichere Männer orientieren könnten.

    • Sehr schöne Zusammenstellung.

      Ich werfe übrigens mal folgende These in den Raum:
      Mit positiven Botschaften kann man jeden erreichen, mit negativen nur die, die eh schon der eigenen Meinung sind.

        • Übung zum positiven Denken: Jedes Mal, wenn Du an etwas negatives, etwas abzulehnendes denkst, formuliere nicht nur, was Du nicht willst, sondern auch, was Du willst, und zwar positiv.

          Beispiel: Ein Hundehaufen auf dem Weg ist ärgerlich. Erster Gedanke: „Immer diese Hundehaufen auf dem Weg, die gehören da nicht hin!“ Zweiter Gedanke: „Ich möchte, dass jeder auf die Sauberkeit öffentlicher Wege achtet.“ Falsch wäre: „Ich möchte hundekotfreie Wegen“ – das ist ein Ziel, das eine Negierung („ohne Hundekot“) enthält.

          Anderes Beispiel: „Feministinnen interessieren sich einen Scheißdreck für obdachlose Männer.“ Bewusster Nachschub: „Ich will Empathie für jeden Menschen, unabhängig vom Geschlecht.“

          Als ehemals jahrelang Depressiver und Gerüchten zufolge schlechtester Motivator und Flirtcoach der Welt („Ich finde, für Dein Alter siehst Du echt prima aus!“ – „Ach, es gibt dickere Menschen als Dich…“) kenne ich mich mit der Thematik negativen Denkens ein wenig aus 🙂

      • Vor allem wenn die Vorwürfe falsch und ungerecht sind, wird kaum jemand bei Verstand einsehen das man sich deswegen selbst ändern muss. Bei einem Vorbild ist das anders. Man will keine Lorbeeren für seine Taten, sondern will selbst so werden und solche Dinge tun. Man kann es sogar erzieherisch benutzen, in dem man zeigt was dieses Vorbild z.B. in einer gefährlichen Situation geleistet hat, was dann andere in gleichen Situation ins Gewissen redet, ähnlich zu handeln.
        Es ist offensichtlich der bessere Weg und das wissen Feministinnen ja auch, denn genau das ist es was sie für Frauen angeblich tun wollen, wenn sie behaupten es brauche überall weibliche Vorbilder. Aber bei Männer versuchen sie es gar nicht erst. Und wenn dann mal doch: Gute Männer im feministischen Sinn sehen sich selbst als den Frauen untergeordnet an, immer bereit alles für Frauen zu geben, ohne selbst Ansprüche, selbst nur auf respektvolle Behandlung, zu haben. Eine Pervertierung eines gesunden Menschen. Und alles weil andere Frauen früher angeblich von anderen Männer schlecht behandelt wurden.

        Wahrscheinlich sind es auch Missgunst und eigene weibliche Minderwertigkeitkomplexe, die sie davon abhalten positive männliche Rollenmodelle zuzulassen.

    • „ohne auch mal ein positives Bild bereitzustellen, an dem sich unsichere Männer orientieren könnten“

      Dafür müssten die erst mal mit sich selber im reinen sein. Sind sie aber nicht. Im Gegenteil, speist sich Neid und Missgunst doch gerne aus Selbsthass. Misandrie ist da ein selbst-therapeutisches Ventil für die innerlich zerfressene Frau (auch die mit hübscher Hülle)

      • Höchstwahrscheinlich. Solange sie sich imaginieren können das Männer doch so viel schlimmer sind, brauchen sie selbst sich noch nicht ändern. Und da Männer in ihren Augen niemals genügend sein werden – weil bei Männern ist es Sexismus etwas zu tun UND es nicht zu tun, und selbst erfolgreich für Frauen einzutreten wird ihnen schlecht ausgelegt – erhalten sie selbst nie die rote Fahne und können schön bequem mit den Finger auf Männer zeigen.

  4. Die Sendung „Diagonal“ vom letzten Samstag auf Ö1 zum Thema Identitätspolitik:

    https://oe1.orf.at/player/20210424/635694

    Kann noch bis nächsten Samstag nachgehört werden.

    Zu Wort kommen u.a. Sarah Wagenknecht, Robert Pfaller, zwei Soziologen, sowie eine Übersetzerin und eine Schriftstellerin zum Aufreger um die Übersetzung dieses Gedichts bei Joe Bidens Amtsantritt. Ich fand es recht interessant, immerhin wurde auch prominente Kritik am gegenwärtigen Zustand der Linken (Wagenknecht, Pfaller) geäußert. Die zwei Soziologen hätten sie sich sparen können. Für eine öffentlich-rechtliche Produktion durchaus solide, die Kritik wird gehört und erreicht schön langsam auch die richtigen Kreise.

  5. Why Power Is Getting Woke
    The point of politicizing everything is to make you forget what real politics is.

    https://www.inquiremore.com/p/why-power-is-getting-woke

    Sehr originell und prima argumentiert! Wokeness ist weniger revolutionär, sondern eher das Gegenteil: konservativ — in Hinsicht auf die reine Macht nämlich ….! Unbedingt lesen!

    …. while he might be the most high profile (and perhaps most consequential) example, Biden’s overnight conversion characterizes a broader elite “awokening” that seems to have infected nearly an entire leadership class. What could explain all of it?

    It’s extremely common to find critics of “wokeness” and critical race theory decrying it as a radical activist- and academic-driven plot to upend the basic foundations of American society. And while it certainly does like to present itself that way, and is even believed to be exactly that by its most true believers, it’s an analysis that fails to explain why every Fortune 500 company, establishment politician, media executive, and entertainer has become an evangelist for these ideas. After all, radicalism is about threatening and upending existing power structures. What we’re seeing now is quite the opposite. Far from seeing these ideas as a threat, the existing power structure is enthusiastically adopting them as something of a ruling class ideology. So unless you think all of these people are critical theory sleeper cells who are just now being awakened to carry out a plot decades in the making, the more likely explanation is that not only are these ideas compatible with power, but something about them must actually lend themselves to protecting and even enhancing that power. In other words, it’s an ideology that seems much more suited not to radicalism, but to the opposite: repression.

    Das erinnert an die Situation in „1984“, die auch eine konservative war, gerade dadurch, dass sie sich permanent und unablässig revolutionär war. Am besten durch das Paradoxon, je mehr sich die Dinge ändern, desdo eher bleiben sie die gleichen, ausgedrückt. Und so kann man den Sexappeal der Wokeness für die cooporate & Staats-Eliten verstehen, die ihnen eine Kontinuität unter dem Wandel verspricht. Genau das, wonach sie sich am Ende einer langen 4 Jahrzehnte währenden Boomphase wähnen und jetzt die Wokeness als Rundumerneuerung und Frischzellenkur ergreifen.

    Maybe the point of politicizing everything is to make you forget what actual politics is?

    Das würde perfekt zum grossen Politikziel unser Zeit passen, den Klimawandel aufzuhalten. Die Polit-Spötter der 60er/70er waren versessen den Konservativen Entpolitisierung als Ziel (-> „Opium fürs Volk“) vorzuwerfen, wofür die Phrase „Über das Wetter“ gemünzt wurde. Die Klimawandelpolitik von heute ist ganz offensichtliches und permanentes „Reden über das Wetter“, mal zu heiss, dann zu trocken, dann wieder das und dann das: ein unablässiger Strom an letztlich entpolitisierter Info.

    Die grosse Frage zuletzt:

    Instead of antagonizing power and holding it to account, wokeness makes it invisible. It flattens everyone, elite and not, into fellow participants in a national religion, one in which those with power merely serve as a ceremonial priesthood whose sole responsibility is to ensure faithful observance. The great “awokening” of America’s elites is also something of a great unburdening — an unburdening from the responsibilities, accountability, and scrutiny that comes with power. Ultimately, it’s an unburdening of a leadership class from a country and its people. The question is: Can any country survive that?

    Den Autor sollte man sich merken: Shant Mesrobian.
    Ist ein Kumpel von Zaid Jilani, diesem quirligen und aufgeweckten (ich meine hier nicht woke!) Sinnzusammenhangssucher, was eigentlich gar nicht überrascht!

    • Das ist doch offensichtlich, dass bestimmte Eliten aus Wirtschaft und Politik sich diese „Revolution“ zueigen gemacht haben. Die gleichen Leute würden morgen auch wieder einen auf rechts tun, so wie sie heute einen auf links tun, je nachdem wie es ihnen nützt. Im Augenblick haben sie mit ihrer Wokeness jeden Angriff von Links neutralisiert. Wenn die Rechten jetzt wieder gewinnen, dann werden sie nach rechts gehen um auch da wieder jeden Angriff zu neutalisieren. Ganz nach dem Motto, sie waren ja immer schon konservativ aber mussten, um zu überleben, einen auf woke tun, blablabla. Disney macht es ja inzwischen bereits und auch andere wandern von der Wokeness gerade wieder weg. Am Ende geht es aber nur um Geld, Macht und Machterhalt für eine kleine Gruppe an bereits heute überreichen und übermächtigen Menschen. Das lustige ist ja, dass sie das auch gar nicht im geheimen machen, sondern es ganz offen verkünden. Offen kommunizierte Dinge kann man nicht enthüllen, es sind ja keine Geheimnisse und daher auch nicht interessant. Sie verstecken sich hingegen in langweiligen Reden, Debatten und Fachbegriffen die für Fachfremde so uninteressant wirken, dass man da gar nicht näher nachfragt.
      Leider glaube ich nicht, dass wir da etwas ändern können, denn inzwischen sind sie in der Lage jede aufkommende Bewegung gegen die Menschen zu benutzen. Das Einzige, auf was wir hoffen können ist, eine Katastrophe von der Größe eines kompletten nuklearen Krieges oder eines Asteroideneinschlages, ansonsten sehe ich da keine Hoffnung mehr diese Leute jemals wieder aus dem Sattel zu heben.

      • Die Wokeness ist eben zum Werkzeug des reinen Willens zur Macht geworden, ist assimiliert worden. Vom Kapitalismus. Das Patriarchat war wieder erfolgreich 😉

  6. https://7news.com.au/news/melbourne/students-shamed-in-melbourne-high-school-for-being-white-christian-privileged-males-c-2681609

    Ich wurde vor ein paar Tag auf Youtube mal wieder belehrt:

    „Nochmal: Feminismus bedeutet nicht „Frauen gut, Männer schlecht“, auch wenn du ihm das noch so gern unterstellen magst.“

    Diese Frau, die das von den Schülern gefordert hat… es fällt mir wirklich schwer zu glauben das sie überzeugt war dadurch irgendetwas zu verbessern. Ich weiß auch nicht, wie man noch bösartiger agieren kann, ohne Gesetze zu brechen. Die haben dort m.M.n. wirklich schon ihre Möglichkeiten ihren Hass auszuleben ausgereizt, wenn sie wie hier bestimmte Personengruppen öffentlich vor Publikum entmenschlichen können.

  7. Die Politik des Neides ist eine einzige ….

    Aufforderung zur Plünderei
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wer-hat-der-gibt-aufforderung-zur-pluenderei-17316416.html

    „Zum politischen Markenkern von Linken, Grünen und SPD gehört das fröhliche Halali auf Vermögende oder solche, die man dafür hält.“

    Das ist ja neben dem Männerhass ein anderes grosses Ding der Linken: die Befeuerung des Neides und der eigenen Habgier. Ein Thema, dessen sich eigentlich die Soziologie dankbarst annehmen müsse, wäre sie nicht durch ihre politische Positionierung hoffnungslos impotent und parteilich erscheinend.

    • Hierzu ein flammendes Statement des kritischen Trinkers: https://www.youtube.com/watch?v=9aRGYPxoZQY

      Fasst es ganz gut zusammen. Das Publikum hat einfach die Schnauze voll, sich von reichen, jeder Lebensrealität entrückten Spinnern erklären zu lassen, wie sie zu leben, zu reden, zu denken haben und das auch noch mit Hochdruck in einem primär Unterhaltungsmedium verabreicht zu bekommen.

  8. Eigentlich wollte ich endlich mal was über die Heim-Theorie schreiben, m.W. die einzige physikalische Theorie, die sowohl paranormale Phänomene, wie auch die Physik hinter Ufos, wie auch z.B. Evolutionssprünge erklären könnte. Aber ich finde keinen Ansatz dafür, ich bin einfach zu dumm und ungebildet, müsste massenweise zitieren usw. wofür weder meine Motivation ausreicht, noch der Platz hier im Forum. Zumal das Interesse vermutlich überschaubar ist und ich die Arbeit am Ende doch wieder nur mit dem Hohn und Spott noch größerer Dummköpfe (als mir selbst) gedankt bekomme.

    Daher beschränke ich mich auf einen youtube-Link zu jemanden, der versucht die Theorie herunterzubrechen, Dipl. Ing. Hannes Schmid:
    https://www.youtube.com/c/6DimensioneninFarbe/videos
    seines Zeichens IGAAP-Mitglied, hier im Interview mit cropfm:
    https://cropfm.at/archive/show/heim3
    Hab die Videos selbst noch nicht alle gesehen, aber im Interview macht er einen soliden Eindruck auf mich.

    Wer weiterführende Literaturtips oder mal einen Blick in Heims Formel-Geschwurbel werfen möchte, möge es mir mitteilen, ich müsste alle seine Bücher im Regal haben und kann zumindest mit den Titeln und evtl. einigen eingescannten Seiten dienen. Wenn auch nicht jetzt, ich hatte einen Schei**tag und mach für heute Feierabend.

  9. https://www.badische-zeitung.de/dass-frauen-taeterinnen-sein-koennen-koennen-sich-nur-wenige-vorstellen

    „Dass Frauen Täterinnen sein können, können sich nur wenige…

    In der Gesellschaft dominiert das Bild der Frau als Opfer. Die forensische Psychiaterin Sigrun Roßmanith will das ändern – mit einem Buch über Täterinnen. Ein Gespräch über die dunkle Seite der weiblichen Seele.

    Frauen verstümmeln, quälen, töten. Sie misshandeln ihre Kinder, missbrauchen sie sexuell. Doch in der Gesellschaft sind Täterinnen ein Tabu, sagt die österreichische Psychiaterin Sigrun Roßmanith, die seit mehr als 20 Jahren als Gerichtsgutachterin arbeitet und gerade ihr Buch „Täterin – Gewalt- und Sexualstraftaten von Frauen“ veröffentlicht hat. Claudia Füßler hat mit ihr gesprochen.
    BZ: Frau Roßmanith, warum braucht es ein Buch über Frauen als Täterinnen?
    Roßmanith: Weil es zwar stimmt, dass Frauen in sehr geringer Anzahl Gewalttaten und in noch geringerer Zahl Sexualstraftaten begehen, diese aber dennoch in der Betrachtung des Ganzen meist fehlen. Die Rolle der Frau als Opfer ist im gesellschaftlichen Blickwinkel nahezu einzementiert. Man traut Frauen Gewalttaten kaum zu und hört selten etwas von häuslicher Gewalt, die von Frauen verübt wird. Männer hingegen haben keinen Opferstatus, und wenn ein Mann wirklich mal anzeigt, dass eine Frau ihm gegenüber gewalttätig geworden ist, dann wird er als Loser wahrgenommen. Es stimmt, die Mehrheit der Frauen ist Opfer. Aber die Gesellschaft macht daraus ein immer. Das entspricht nicht der Realität.
    BZ: Wie sieht die denn aus?
    Roßmanith: Etwa zwölf bis 15 Prozent der Gewalttaten werden von Frauen verübt, weltweit sind weniger als fünf Prozent der Amoktäter weiblich. Häufig wird davon ausgegangen, dass Gewalt von Frauen nur reaktiv ist. Das ist allerdings nicht meine Erfahrung. Frauen sind nicht bessere Menschen als Männer, bei ihnen greifen nur andere Mechanismen. Wir sind Meisterinnen der destruktiven verbalen und emotionalen Gewalt. Doch dass Frauen Täterinnen sein können, können sich nur wenige vorstellen, da überwiegt das Gute-Mutter-Stereotyp. Diese Schattenecke wollte ich ausleuchten. Sachlich, wertfrei, ohne zu verurteilen. Ich sage einfach: Das gibt es auch. Das kann ich nur als Frau machen, und nur als eine, die schon Jahrzehnte an Erfahrung hat und nichts mehr werden möchte.

    Sigrun Roßmanith
    Sigrun Roßmanith ist Psychiaterin und Psychotherapeutin und seit fast 25 Jahren als Strafgerichtsgutachterin mit Schwerpunkt Gewalt- und Sexualdelikte in Österreich tätig.

    BZ: Weil das Thema angreifbar macht?
    Roßmanith: Mir ist schon vieles unterstellt worden, ich bin quasi die Verräterin, die Frauen an den Pranger stellt. Der Anteil von Frauen als Täterinnen sei doch vernichtend klein, wird mir oft entgegengehalten. Ja. Aber es gehört hingeschaut. Ich habe ja bei mir selbst gemerkt, wie stark das Tabu in diesem Bereich wirkt
    BZ: Können Sie das näher erläutern?
    Roßmanith: Ich habe eine Mutter begutachtet, die ihr Kind gewalttätig misshandelt hat. Sie war gleichzeitig aber auch eine Sexualstraftäterin, die ihre kleine Tochter nicht nur vom Partner missbrauchen ließ, sondern sie selbst, zu Strafzwecken, mit dem Finger vaginal penetriert hat. Als erfahrene Psychiaterin habe ich beim ersten Begutachtungstermin vergessen, nach dem Sexualdelikt zu fragen. Das hat mich im Nachhinein erschreckt. Offenbar habe ich selbst das Tabuthema ausgeklammert. Das wollte ich ändern, indem ich bewusst den Blick darauf lenke. Auch um andere wachzurütteln.
    BZ: Es wird ja oft angenommen, die Hemmschwelle zur Gewalt liege bei Frauen höher als bei Männern. Ist dem so?
    Roßmanith: Die Schwelle, die überschritten werden muss, um jemanden zu töten, ist üblicherweise enorm hoch – bei Männern und Frauen. Bei beiden entfaltet das Gefühl, gekränkt worden zu sein, eine enorme Sprengkraft, die zu Gewalttaten führen kann. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung hingegen fällt das Töten Männern leichter, Frauen töten immer nur aus gravierenden Gründen. Und es gibt noch etwas Eigentümliches: Der Begriff der traumatisierten Frau ist gang und gäbe. Es kommt vor, dass ein Täter oder eine Täterin etwas Traumatisches erlebt hat, was vielleicht dazu beigetragen hat, dass er oder sie die Tat begangen hat. Männer haben kein Opfergefühl, sie führen so etwas nie an, während Frauen oft von sich aus sagen: Ich bin traumatisiert, sonst wäre das nicht passiert.
    BZ: Das kann ja durchaus stimmen.
    Roßmanith: Natürlich. Es gibt sicher einen gewissen Anteil von Frauen, die ihr halbes Leben lang geprügelt werden. Die prügeln dann einmal zurück und es wird daraus irgendwann ein Tötungsdelikt. Auf die Diskussion „Aber Frauen wehren sich ja nur, weil sie unterdrückt werden“ lasse ich mich aber nicht ein. Es kommt vor, aber generell genommen ist es zu kurz gedacht. Es wird dem Spektrum an Taten und Täterinnen nicht gerecht.
    BZ: Inwieweit spiegelt sich diese Wahrnehmung von Frauen als Täterinnen in Gerichtsurteilen wider?
    Roßmanith: Gerichten wurde früher gern vorgeworfen, dass sie gegen Frauen niedrigere Freiheitsstrafen verhängen. Das stimmt zumindest bei Gewalttaten von Frauen in Österreich – und nur hier kann ich das bestimmt sagen – nicht mehr. Jüngst hat eine Mutter, die ihre drei Kinder getötet hat, lebenslänglich bekommen. Das wäre vermutlich vor 25 Jahren nicht so gewesen. Da wurden Frauen oft einfach als Mittäterin oder ihre Tat als einmalige Entgleisung in einer Lebenskrise gesehen. Bei Sexualstraftäterinnen ist das bis heute oft noch so. Nehmen Sie Ghislaine Maxwell, die Mittäterin des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Sie deklariert sich nur als Mittelsfrau, die selbst abhängig war von Epstein, während die Opfer sie als Täterin bezeichnen. Es fällt uns schwer, uns vorzustellen, dass eine Frau sich sexuell an Minderjährigen vergeht, weil sie das Zuschauen und Mitmachen genießt. Aber das gibt es.
    BZ: Sie arbeiten jetzt seit 25 Jahren als forensische Psychiaterin – hat sich Ihr Blick auf die Frauen verändert?
    Roßmanith: Ich blicke kritischer als anfangs auf das, was man mir erzählt. Die forensische Psychiatrie ist ein schwieriges Fach, da war ich zunächst sehr damit befasst, wie ich vorgehen muss. Inzwischen kann ich mich mehr auf die Frauen – und natürlich die Männer, die begutachte ich ebenfalls – einschwingen. Ich achte darauf, wie sie mir emotional begegnen und was sie mir vielleicht zwischen den Zeilen sagen. Anfangs war ich auch in dem Duktus „eine Mutter tut so etwas nicht“ gefangen. Jetzt bin ich offen, neugierig und fühle mich vorurteilsfrei. Ich möchte den ganzen Menschen erfassen. Mein Staunen über die Destruktivität von Menschen und meine Neugierde halten mich in Schwung. Wie kommt es zu dieser Tat? Das interessiert mich noch immer.

    Hervorhebungen teilweise von mir.
    Im Vergleich zu entsprechenden Beiträge über Männer, war dieser Beitrag bei der Badischen Zeitung etwas versteckt untergebracht. Ich denke, über dieses Buch wird man wenig in den Medien finden.
    Hier der Link zum Verlag https://www.springer.com/de/book/9783662622773
    Die Ärztezeitung berichtet https://www.aerztezeitung.de/Podcasts/Taeterinnen-die-dunkle-Seite-von-Frauen-417490.html
    Amazon https://www.amazon.de/T%C3%A4terin-Gewalt-Sexualstraftaten-von-Frauen/dp/3662622777 bisher immer 5 Sterne

    Vielleicht liest Arne hier mit und kann zu der forensische Psychiaterin Sigrun Roßmanith einen Kontakt herstellen.

  10. https://www.tagesanzeiger.ch/sie-will-verhindern-dass-sich-maedchen-noch-schaemen-muessen-110030231453

    Sie will verhindern, dass sich Mädchen schämen müssen

    Die deutsche Turnerin trägt an der EM einen knöchellangen Turndress und wehrt sich so gegen die Sexualisierung ihres Sports. Auch Ariella Kaeslin hatte damit ihre Mühe.

    Die „Sexualisierung“ der Lebenswelt schreitet weiter fort.

    “Voss gehört zur wachsenden Schar Turnerinnen, die sich schwertun damit, vor Publikum den engen Turndress zu tragen. Weil er tiefe Blicke zulässt. Weil er dazu führt, dass der Turnsport sexualisiert wird – in einer Zeit, in der vermehrt Missbrauch an Turnerinnen öffentlich wird. «Weil wir uns bewegen, verrutscht er ständig. Viele Mädchen fühlen sich unwohl, den Dress zu tragen. Ihnen möchte ich ein Vorbild sein», erklärt Voss nach ihrem Auftritt in der St.-Jakobs-Halle. «Ich bin froh und stolz, darf ich diesen Anzug tragen und zeigen, dass man auch mit mehr Stoff ästhetisch aussehen kann.»“
    […]
    „Auch Ariella Kaeslin kannte diese Scham. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte die ehemalige Schweizer Überturnerin einmal: «Ich hätte mir oft gewünscht, mehr anziehen zu können. Turnerinnern sind extrem entblösst: Am Balken stehen die Kampfrichter nahe, und für manche Figuren spreizt du die Beine Vollgas gegen die Richter. Das ist unangenehm. Mich hat das immer gestört.» Selbst in den Trainings unter dem ehemaligen Coach Eric Demay war es den Turnerinnen des Nationalkaders nicht erlaubt, nur schon kurze Hosen zu tragen.“

    Den Begriff „Sexualisierung“ mag ich nicht, weil es etwas dramatisiert, was in meinen Augen etwas normales sein sollte, nämlich das es neben Ästhetik, Anmut und Schönheit auch etwas Erotik geben kann. Erotik ist für mich nicht Sex oder Porno, sondern mit Anmut und Ästhetik verbunde.
    Wie seht ihr das?

    • Also es ist erlaubt lange Klamotten zu tragen, aber es einfach zu tun, reicht nicht? Frau muss ein politisches Statement daraus machen!
      Ich werde morgen früh eine Tasse Kaffee trinken als Kampf gegen den Kapitalismus oder so!

    • Wenn eine Turnerin ein Problem damit hat, dass ein kurzer Dress verrutschen kann und dabei der Intimbereich entblößt wird, kann ich das nachvollziehen. Wenn sie damit nicht klar kommt, ist der lange Anzug eine Lösung.

      Nicht nachvollziehen kann ich die Klage über Sexualisierung. Auch ich finde das eine Dramatisierung. Jede junge, sportliche Frau ist für normale Männer immer auch Sexualobjekt. Wir Männer schauen sie gerne an; es reizt unsere Lust. So ist die Welt, das ist normal, und damit sollte man bzw. hier: frau lernen, klarzukommen. Ich bin mir übrigens sicher, dass Frauen umgekehrt so manchen männlichen Sportler genauso lüstern betrachten. Davon bricht niemandem ein Zacken aus der Krone.

      • „Wenn eine Turnerin ein Problem damit hat, dass ein kurzer Dress verrutschen kann und dabei der Intimbereich entblößt wird, kann ich das nachvollziehen. Wenn sie damit nicht klar kommt, ist der lange Anzug eine Lösung.“

        Wenn dem so ist, kein Problem. Frage: wer sieht das und wo muss die Person stehen/sitzen?
        Die Wahrscheinlichkeit, dass da im Schritt etwas verrutscht ist gering. Die Anzüge sind gut konstruiert (ich weiß das). Vom Podium ist dies sicherlich nicht zu beobachten und im Wettkampfbereich wird sich dafür keiner interessieren. Wenn ja, wer?

        Weitere Frage: was siehst du bei einem Körperanzug denn nicht? Höchtens nackte Haut, ansonsten ist „figurbetont“ einfach nur untertrieben bei den Ganzkörperkondomen. Da sieht frau an den entscheidenden Stellen eher mehr.

        Es geht bei der Aktion nur um Symbolpolitik. Die einen knien nieder, andere machen einen Doppekadler, die Frauen sind einfach immer Opfer. Immer. Überall.

        • Für das persönliche Empfinden reicht es, wenn irgendwer das sehen könnte. Dafür habe ich volles Verständnis.

          Was den sonstigen Bohei betrifft, insbesondere die „Sexualisierung“ – da stimme ich Dir voll zu.

      • „Ich bin mir übrigens sicher, dass Frauen umgekehrt so manchen männlichen Sportler genauso lüstern betrachten.“

        Natürlich tun sie das. Auch nicht nur Sportler. Twitter ist ständig voll von weiblichen Kommentaren über männliche Promis und was die Damen mit denen gerne machen würden. Kommentare, die man in dieser Ballung und Direktheit von Männern über weibliche Promis nicht annähernd so findet. Aber wir kennen ja die alte Regel: It’s only sexist when men do it!

    • Das Opfer-Gehabe und vor allem die medial-sexualisierte Überhöhung solcher Themen nervt tatsächlich enorm.

      Andererseits lässt sich ja nur so ein Artikel daraus basteln. Ohne Sex-Bezug wäre die Aussage schlicht „Sarah Voss trägt beim turnen lieber Ganzanzug, Giulia Steingruber mag dagegen lieber beinfrei tragen.“ Das ist so belanglos wie die Frage welches Haarspray die Mädels bevorzugen.

      Vom Regelwerk (dem Code of Points) ist es den Turnerinnen bereits seit Jahrzehnten erlaubt anstatt dem Leotard einen Ganzkörperanzug zu tragen. Im Grunde steht das aber auch indirekt in dem Artikel und es steht auch drin, dass die Frauen das individuell für sich entscheiden aber mehrheitlich dann doch lieber mehr nackte Haut zeigen wollen.

      Aber es gieren ja alle nach Sex-Themen die von Frauen aufgebracht werden. Sonst würde und müsste Sarah Voss konsequenterweise aus dem Verband wegen ihrer Vorwürfe ausgeschlossen werden.

    • Sportkleidung bei Frauen ist natürlich betont sexy – insbesondere natürlich in Sportarten, bei der eine Jury Noten verteilt und der „künstlerische Eindruck“ – die Optik – eine Rolle spielt. Und viele Frauen ergreifen gern jede Gelegenheit, die sich bietet, um ihre ihre weiblichsten Partien vorzuzeigen – sobald es nur gesellschaftlich akzeptabel ist.

      Also, wo ist das Problem?

      Ist Ariella Kaeslin vielleicht Feministin?

    • Wer Turnerinnen generell sexuell anregend findet, der rudert – gemessen an dem was ich so bisher von professionellem Turnsport sehen durfte – hart an der Grenze zur Pädophilie. Was ist an i.d.R. altersunabhängig fast vollkommen „brustlosen“ fast-noch-Kindern, die bei ihrer Performance auch noch die ganze Zeit (vor Anstrengung fratzenhaft) grinsen müssen, erotisch?

      • Bleibt mir auch verborgen. Als Frauen nehme ich die auch nicht so wahr.
        Das ist bei Eiskunstlauf und tanzen ähnlich. Das ist roboterhaft und wirkt auf mich eher unheimlich.
        Die sehen immer aus wie die Außerirdischen in Galaxy Quest

  11. https://www.badische-zeitung.de/in-schweden-schliessen-sich-verstaerkt-frauen-verbrecherbanden-an

    Noch eine Männerdomäne wird erobert:
    Früher waren Frauen oft nur die Gehilfinnen von Gangstern in Schweden, heute sind sie Teil der Führungsriege bei Verbrechensbanden. Frauen erobern die Unterwelt.
    Schweden gilt als Europas emanzipiertestes Land. Dies bestätigt der EU-Geschlechtsgleichstellungsindex seit 2005 alljährlich. 2020 bekam Schweden wieder mal den ersten Platz mit 83 Punkten. Weit dahinter und knapp unter dem EU-Schnitt liegt Deutschland mit 67,5 Punkten. Fast alle Politikerinnen und Politiker des skandinavischen Königreichs – von links bis rechts – bezeichnen sich als Feministinnen und Feministen. Viele Frauen interessieren sich für …
    Der Rest ist leider hinter paywall.

    Komisch, wenn es um Täterinnen geht, dann geht auch ganz schnell die Bezahlschranke runter. Soll ja nicht jeder lesen, wie verkommen FraX.. äh, Menstruirende sein können.

  12. Lauterbach twittert, „nichts könnte schäbiger sein“

    Will er damit den Holocaust relativieren?

    Irgendwann fliegt den Maximalempörten ihr alarmistischer Superlativmoralismus um die Ohren. Oder meinetwegen auch in die Fresse. So ein aufgeblasenes Getue.

    • Das hat mit Holocaust nichts zu tun, es geht „nur“ um den Machtübernahmeprozess des NS, also um Nazi-Vergleiche, die Lauterborn mit den „Querdenkern“ macht.
      Na, es gibt auch so einige Nazis, die bei diesen Aufmärschen eine Rolle spielen und ungefährlich sind die nicht! Die killen haufenweise Leute, nicht sooo anders wie islamistische Terroristen (die viel nachlässiger behandelt werden, was wegen deren extra Grausamkeit besonders fragwürdig bei dieser Bigotterie sich ausnimmt).

      • Wobei es schon nicht frei ist von Realsatire, wenn sich gerade einer derer, die sich am vehementesten für immer drakonischeres Vorgehen aussprechen, für immer mehr Entzug von Grundrechten und der unlängst begeistert über die Disziplinierung des Volkes darüber sinnierte, die Coronamaßnahmen doch einfach zu übernehmen für die andere große Katastrophe: die Klimaapokalypse, dann hinstellt und auf Gegner dieser Maßnahmen zeigt und diese als Gegner der Demokratie bezeichnet. Unabhängig davon, inwiefern das auf die so betitelten zutrifft oder nicht, das was Lauterbach da macht, ist geradezu ein Lehrbuchbeispiel für Abspaltung und Projektion.

        • Korrekt. Jetzt hat der besorgte Bürger und Superdemokrat seine erste Packung von einer FDP-Politikerin bekommen. Er gab an, das Durchschnittsalter in den Intensivstationen betrage 47 – 48 Jahre.
          Das Alter wurde aber bisher gar nicht erhoben.
          Laberbach.

        • „Lehrbuchbeispiel für Abspaltung und Projektion.“

          „Dr Seltsam oder wie ich lernte das Corona-Virus und den Klimawandel zu lieben“ — lol

  13. Ach na ja, eines noch: ich stumpfe irgendwie ab.

    Ich wollte das mit der halb geköpften Polizistin aus Paris bringen, denn die Massenmedien verbreiten es allenfalls unter „ferner liefen“, aber was solls, wer es nicht gelesen hat, den interessiert es auch nicht, wer sich nicht informiert, wird halt weiter angelogen. Ein unterbelichteter meckernder Thüringer, der sich mit einem syrischen Sozialschmarotzer zankt, ist offenbar wichtiger, Rassismus und so, Alex hat dankenswerter Weise den dazu passenden stinkenden virtue-signalling-Twitter-Müll ja auch hier ins Forum gekippt.

    Oder auch aus Frankreich: die 10 Generäle und 100 (Offiziere) die vor einem Bürgerkrieg warnen und vom linksliberalen Establishment dafür beleidigt werden.

    Ich wollte darauf hinweisen, dass Merkel mit der Aushebelung des Förderalismus und u.a. der Einschränkung des (ohnehin kaum gesicherten) Post und Briefgeheimnisses einen weiteren Erfolg auf dem Weg zur Diktatur einfährt, alle alliierten Vorsichtsmaßnahmen nach dem 2 WK aushebelnd, im Namen der großen Corona-Grippe. Unterstützt von allen „demokratischen Parteien“, soviel ich weiß.

    Ich wollte darauf hinweisen, dass man bei dem Richter des Maskenurteils eine Hausdurchsuchung gemacht hat. Warum? Na vermutlich Schikane, weil Abweichler.

    Ich wollte darauf hinweisen, dass Querdenker jetzt vom Verfassungsschutz (dessen oberster Widerling seit Neuestem ja ein Merkel-getreuer Schleimbatzen ist) wegen „Demokratiefeindlicher Delegitimierung des Staates“ beobachtet werden, so nennt man das also, wenn Bürger gegen die willkürliche und massive Einschränkung ihrer Grundrechte demonstrieren. Na ja, Merkel, ein Stasi-Gewächs halt. Damals bezeichnete man Protestler in den Westmedien übrigens als „Bürgerrechtler“. So ändern sich die Zeiten.

    Ich hatte noch viel mehr, 80% habe ich schon wieder vergessen und verdrängt. Man kann eh nichts dagegen tun, man starrt wie das Kaninchen auf die Schlange. Wenn man sagt: „Schaut doch, die Schlange!“, bekommt man entweder übers Maul gefahren und wird belehrt, dass es maximal ein Regenwurm ist, wird gesperrt oder als Verschwörungsideologe ausgelacht. Die Mehrheit der Leute ist nicht mehr in der Lage, es überhaupt zu gewichten, weil sie sich über jede noch so belanglose Twittermeldung irgendeines Provokateurs aufregt und dabei alle wichtigen Weichenstellungen komplett aus den Augen verliert.

    Es ist faszinierend, ekelerregend, desillusionierend und traumatisierend zugleich, das alles mit anschauen zu müssen. Wann hat dieser Alptraum endlich ein Ende? Ich fürchte es geht gerade erst los…
    Gute Nacht!

    • „Weg zur Diktatur“

      Das ist ja lächerlich! Diese Regierung ist furchtbar aber längst keine Diktatur. Das haben deine Landsleute gewählt.

      • Wie ist Hitler wohl zur Macht gekommen und was ist daraus in der Folge geworden? Eine demokratische Wahl ist wohl nicht zwangsläufig ein „Qualitätskriterium“.

      • Klar, eine Diktatur ist es immer, eine auf Zeit. Oder willst du behaupten, der Souverän hätte in Deutschland bei wichtigen Themen ein Mitspracherecht? Die westlichen Demokratien sind eine Farce, abgesehen vielleicht von der Schweiz.

        Viel schlimmer als das Merkel sind die staatstragenden Lügenmedien, man weiß nicht genau, wer wen mehr vor sich hertreibt, Politiker die Medien oder Medien die Politiker. Ohne neutrale ausgewogene Massenmedien hat man Propaganda, Propaganda ist immer ein Zeichen für eine „failed democracy“.

        Jedenfalls sind wir mittlerweile so unfrei wie in der DDR, nur die Art der Sanktionen und Gängelung ist (noch) subtil anders.

    • @Matze, die von Dir erwähnten Themen haben mich ebenfalls beschäftigt.
      Sollte tatsächlich Abstumpfung eingetreten sein, so wäre das gar nicht so sehr verwunderlich.
      Abscheulich dagegen ist das beabsichtigte und vorsätzliche Totschweigen und Relativieren von Morden an Einheimischen seitens politischer Gruppen und Medien.

  14. The death of the French intellectual

    https://unherd.com/2021/04/the-death-of-the-french-intellectual/

    Erinnerung: die linke stalinistische Verschwindibus-Aktion gibt es schon fast seit 20 Jahren und war eine Reaktion auf den 11 Sept und seine politischen Korrektheiten

    What we get, in keeping with the rest of the world, are strident debates. Thoughtful thinkers like Alain Finkielkraut, once a promising Gallimard author, now a member of the Académie Française (an honour that usually smothers its holders to complete irrelevance), has become little more than a conservative columnist. Finkielkraut is regularly targeted by the Left: cancelling attempts, as early as 2005, by Le Monde, Libé and L’Obs, lumped him in a group of right-of-centre commenters as a Nouveau Réactionnaire (boo, hiss).

  15. sehr interessant:

  16. immer diese Ironie! Das wird doch nicht einreissen in Deutschland, dass die Deutschen sich auch noch in die Ironie verlieben!

      • Das ist nicht wahr, alle Menschen werden – wenn sie unterdrückt werden – sofort zu Profis in diesen Disziplinen. Dass die „einfachen Leute“ das nicht können würden ist die Vorstellung jener, die nicht wollen, sich die Leute der effektivsten und fürchterlichsten Waffe, die die Freiheit zu bieten hat, bedienen könnten — dem WORT.

        Das ist es doch, was die Aktion von Liefers et al. eindringlich unter Beweis gestellt hat: es funktioniert. Und das sehr, sehr gut. Wie haben die Freiheitsfeinde durch die Bank nicht alle aufgejault!

        Wie es aussieht steht der Ironie und dem Sarkasmus eine steile Karriere bevor und ein neuer Glanz dieser altehrwürdigen Taktiken des Freiheitskampfs.

  17. „Ich bezweifle allerdings, dass „Delegitimierung des Staates“ eine gute neue Kategorie ist. Damit macht man das Tor weit auf für Überwachung.“

    Genau das wäre perfekt auch den ganzen Heerscharen von bisher unbehelligten linksextremen Demokratiefeinden mal auf die Pelle zu rücken! Die Kompetenzen und Tätigkeit des VS sollten stark ausgeweitet werden! Da ist sehr, sehr viel zu tun noch. Dass dem Restle das nicht passt, ist genauso verständlich wie dass die „Linke“ den VS am liebsten abschaffen will!

    Und bei solchen Gewalttätigkeiten wie dem 1. Mai sollte endlich schluss mit lustig sein.

    Warum diesen Extremisten-Feiertag 1. Mai nicht abschaffen?! Der ist eh vom Adolf, weg damit! Und dass die Kommis ihn feierten ist ein exzellenter zweiter Grund!

    • Die Gerechtigkeit würde verlangen, dass die Menschen vor den Steuern gleichgestellt werden und jeder die gleiche Rate zu entrichten hat!

      Dass ausgerechnet diejenigen, die immer „Gleichstellung“ im Munde führen hier wie selbstverständlich und grundsätzlich für verschiedene Behandlung sind, zeigt, dass sie den Begriff der Gleichstellung missbrauchen und damit eine Verschiedenheit in der Behandlung fordern, was bei den Feministen und linken Neorassisten ja ganz offensichtlich der Fall ist.

      Es ist auch kein Wunder, dass Feminismus und Neorassismus auf dem Vormarsch sind, wenn die steuerliche Ungleichbehandlung so selbstverständlich ist. Diese hat – so könnte man durchaus meinen – die Struktur der ganzen Ungleichbehandlung von Menschen erst vorgegeben!

      Und so dringt antidemokratisches Gedankengut auf den etablierten Schienen des Gewohnheit – der steuerlichen Ungleichbehandlung – auch in andere gesellschaftliche Bereiche vor, weil so „bewährt“!

      Steuerungleichbehandlung ist undemokratisch, ja demokratiefeindlich!

  18. Oh, das Verfassungsgericht macht jetzt Klimapolitik

    Die Richter verpflichten den Gesetzgeber, bis Ende 2022 die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 näher zu regeln.

    Die Begründung: Die Kläger würden durch die Bestimmungen in ihren Freiheitsrechten verletzt. Die Vorschriften verschöben hohe Lasten für die Minderung der Emissionen unumkehrbar auf die Zeit nach 2030. Um die im Pariser Klimaabkommen festgelegte Begrenzung des Temperaturanstiegs zu erreichen, müssten die dann noch notwendigen Minderungen immer dringender und kurzfristiger erbracht werden. Dadurch sei „praktisch jegliche grundrechtlich geschützte Freiheit gefährdet“.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article230741529/Bundesverfassungsgericht-Klimaschutzgesetz-reicht-nicht-weit-genug.html

    Was für eine eigentümliche Begründung. Die Verletzung der Freiheitsrechte geht laut Karlsruhe zu langsam und muss daher jetzt beschleunigt werden? Es darf kein „dickes Ende“ geben, deshalb Freiheitsentzug möglichst jetzt und sofort?

    Oder ist es nicht eher so, dass das Pariser Klimaabkommen null und nichtig sein müsste, denn es bürdet den Bürgern unzumutbare und unerfüllbare Freiheitseinschränkungen auf?! Der Gesetzgeber kann also einfach aus dem sogenannten Klimaabkommen austreten und das Problem ist gelöst!

    Welche Partei erhebt sich gegen diesen apokalytischen und selbstzerstörerischen Wahn mit dem „Klimawandel“?! Die brauchen wir jetzt um so dringender!

    • Oder zumindet eine 1-Kind-Politik nach dem Vorbild des demokratischen Musterstaats China!

      Wie können die Grünen eigentlich eine *Mutter* als Spitzenkandidatin aufstellen? Was ist denn das für ein zutiefst reaktionäres und die kukünftigen Generationen gefährdendes Zeichen?! Die Grünen brauchen ganz unbedingt eine kinderlose Führerin! Immer vorbildlich vorangehen!

    • Ist das ein Trost, wenn man vor Augen hat, dass es den Amerikanern noch schlechter ergeht als uns, mit diesem Vollpfosten Kerry als „Klimazar“?

      Neee, nicht mal in Ansatz, ganz im Gegenteil 😦

  19. … „zersetzen“ ist typischer totalitärer und antidemokratischer Jargon. Fehlt nur noch „Schädlinge“ oder sowas.

    DLF ist hier verfassungsfeindlich, denn „eine Zensur findet nicht statt“ auch nicht unter fadenscheinigen Begründungen des „Hasses“ und der „Hetze“, hierfür gibt es die etablierten in allen demokratischen Gesellschaften erprobten Gesetze. Und Deutschland scheint – nicht ganz überraschend – hier einen Sonderweg wählen zu wollen. Na, Demokratie hat hierzulande in der kurzen Zeit eben keine tieferen Wurzeln geschlagen … man denke allein an die dikatorische DDR, deren Erbe zB in einer heutigen Partei besteht, die der DLF so überaus gerne zu allen möglichen Themen befragt….

  20. Dieser kollektivistische, ja völkische, Freiheitsbegriff ist absolut fürchterlich und hat keinen Platz in unser liberalen Demokratie & Rechtsordnung, die ganz auf dem Individdum aufgebaut ist und sich danach zu richten hat. Nicht nach den imaginären Interessen noch ungeborener Generationen, das ist komplett irrational. Das hat seinen Platz in der Religion, aber nicht in der Politik und auch nicht in der Verfassung.

    Ja, ja, den GG-Nachtrag Paragr 20 verdanken wir Kohl, wie den unausgesprochenen Trick mit der Gleichstellung. Ein wahrer Champion der Demokratie, der Kanzler Kohl!

      • Die Belege, was das um Corona angeht, geben das nicht her. Im Zweifel für die Regierung, die hier einfach nur hyperdämlich agierte.

        Ich sehe aber eher sowas wie die Veränderungen des GG durch Kohl in diesem Sinne einer Entwicklung weg von der Demokratie, hin zum völkischen Kollektiv. Und natürlich ist die Anbiederung und Förderung an diese ekelhaften Diktaturen Türkei, Iran, etc ein ganz schlechtes Menetekel.

          • Ich finde eigentlich schon den Begriff „Grundrecht“ fragwürdig. Für mich wollte man damit den viel stärkeren Begriff des Menschenrechts umgehen, der viel hinlänglicher wäre. Vielleicht macht man das ja beim nächsten Versuch einer deutschen Demokratie.

            Die Aussetzung von Grundrechten jetzt für diese Epidemie, das ist mir zu konkret bedingt und sowas finde ich auch prinzipiell in Ordnung. Man kann der Regierung zwar Missbrauch und/oder falsche Entscheidungen vorwerfen, aber das ändert nichts an der grundsätzlich richtigen Aussetzung von (Grund-)Rechten, wenn sie der Bekämpfung der Epidemie dienen. Und ob das jetzt so ein Testlauf ist, ist eine gewagte Spekulation, bzw Unterstellung, für die man einen klaren Beweis bräuchte und der fehlt.

          • Schlaf in der Demokratie und du wachst in der Diktatur auf.

            Eine Pandemie ist, wenn die Bestatter Personal suchen. Sie suchen nicht. Wir haben Untersterblichkeit.

            Alex, wach auf.

    • Es ist ein eklanter Bruch der Gewaltenteilung seitens des Verfassungsgerichts, Detailpolitik auf Jahrzehnte hinaus zu fordern. Zu dieser Hybris des imaginiert Machbaren neigt ja nicht einmal die Legislative!
      Ein rabenschwarzer Tag für die freiheitliche Demokratie ist dieser höchste Richterspruch.

      Na gut, dann wars das halt mit Wohlstand und Freiheit, waren ja immerhin eine tolle Zeit, die länger als ein halbes Jahrhundert währte. Aber dieses Deutschland scheint sich darin nicht wohl zu fühlen.

      • Für die ist „Freiheit“ eben ein rein kollektivistischer Begriff, wie für Nazis und Kommunisten. Was dem einen seine „Rasse“, ist dem anderen seine „Klasse“ und heute wird das von den neuen Kollektivisten „künftige Generationen“ genannt. Rein imaginäre Kollektive, die ihre Daseinsberechtigung nur in der politischen Ideologie als Werkzeug zur Unterdrückung der indiviuellen Freiheit, der einzigen echten und authentischen Freiheit, hat.

      • Deutschlands Klimaschutz wird zum Diktat der Verfassungsrichter

        https://www.nzz.ch/meinung/bundesverfassungsgericht-klimaschutz-wird-zum-diktat-der-richter-ld.1614612

        …. stellen sie im Kern doch eine absolute, gerichtlich einklagbare grundgesetzliche Pflicht des deutschen Staates fest, als geeignet erachtete Massnahmen zum Schutz des Weltklimas durchzusetzen. ….

        … Dabei akzeptiert das Gericht, dass die zu diesem Zweck beschlossenen Massnahmen so einschneidend sein können, dass «dadurch praktisch jegliche grundrechtlich geschützte Freiheit gefährdet ist». Das ist für die Richter nicht nur in Ordnung, es ist geradezu die Pflicht des Staates, solch extreme Massnahmen zu erlassen. ….

        Die sehr weitgehend formulierte Pflicht des Staates zum Klimaschutz stützen die Richter auf den 1994 noch unter der Regierung Kohl ins Grundgesetz aufgenommen Artikel 20a. Damit war eine Verantwortung des Staats zum «Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen» geschaffen worden. Bisher hatte dieser Artikel wegen seiner allgemeinen Formulierungen und des dort explizit genannten Vorrangs des Gesetzgebers eher als toter Buchstabe gegolten. Mit dem Entscheid des Bundesverfassungsgerichts wird er plötzlich zum scharfen Schwert der Klimaschützer.

        …. aus drei Gründen fragwürdig. Erstens greifen die Richter mit diesen Anordnungen unbotmässig in die Gestaltungsrechte künftiger Parlamentarier und Regierungen ein. …. übersieht das Gericht, dass die vom deutschen Klimaschutzgesetz von 2019 genannten und nun bemängelten Massnahmen ohnehin nicht geeignet sind, den vom Grundgesetz geforderten «Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen» zu garantieren. …. Drittens erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit die Richter extreme Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bürger zum Schutz des Klimas in den nächsten Jahrzehnten vorausschauend annehmen. Diese Gewichtungen und Entscheidungen müssen in einer Demokratie zu jeder Zeit den Bürgern bzw. den von ihnen gewählten Abgeordneten überlassen werden, nicht einigen Verfassungsrichtern ….

        Diese drei Punkte liessen sich unter Bruch der Gewaltenteilung verbuchen. Das Verfassungsgericht hat die Gewaltenteilung beiseitegewischt, und macht ganz direkt Politik zum „Schutze der natürlichen Lebensgrundlagen“.

      • Ich sach doch: es gibt nur eine Möglichkeit: raus aus dem idiotischen Paris-Abkommen, welches rein utopisch und fiktiv ist und pseudowissenschaftlich obendrein.

        Wenn Deutschland den Austritt nicht als politische Handlungsoption begreifen kann, dann ist es auch nicht mehr schade um den Wohlstand und die Freiheit dieses Landes. Wer so engstirnig und fanatisch ist, der bringt nichts anderes über sich als Armut und Fatalismus.

        Man könnte ja noch das mit der Kernkraft machen, aber das ist bei den Grünen und Konsorten schlimmer als der Pakt mit dem Teufel. Wohl weil sie die Moderne und die Industrie als solche ablehnen und verneinen.

        Die Würfel werden mit der nächsten Bundestagswahl fallen, es macht leider den Eindruck, dass der Rubicon schon längst überschritten ist.

  21. Everything wrong in identitiy politics

  22. Das ist eigentlich vollkommen egal, was dieses Verfassungsgericht heute sagt! Ihr Richterspruch von heute beschneidet die Freiheit zukünftiger Sprüche in unzulässiger Weise und kann daher niemals als verbindlich gesetzt werden.

    Das Verfassungsgericht hat vor allem auch die Möglichkeit des fristlosen und einseitig erklärten Austritts aus dem „Pariser Abkommen“ zu würdigen und allein dies verbietet freiheitseinschränkende Massnahmen in der Gegenwart.

    Wenn man schon mit einer spekulativen Zukunft argumentiert, dann bitte nicht einseitig. Und bitte immer zugunsten der Freiheit und der Freiheitsrechte.

    Das Verfassungsgericht macht in diesem Urteil einen auf Prophet. Das ist nicht deren Job! Daher ist deren Urteil null und nichtig. Eine Schande für die deutsche Demokratie ist dieses antifreiheitliche Urteil.

    • Möglich ist das schon, die Dialektik geht merkwürdige Wege. Die Leute haben ja im Allgemeinen einen guten Sinn für Gefühlsausdrücke und in den triumphalistische Jubel der ganzen Grünen und sonstigen Möchtegernklimaschützer war deutlich zu sehen eine hämische Bevormundungsattitüde druntergemischt und sowas kommt gar nicht gut an.

      • Deine hypothetischen Kindeskinder sind in Bezug auf die „Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“ von der Politik mitzuberücksichtigen, so dass du den Gürtel enger schnallen sollst.

  23. Warum machen da überhaupt noch Männer mit? Sind das Masochisten?

  24. Das wird den überdehnten Sozialstaat auch nicht retten. Kühnert will, dass die Kommunen noch mehr als bisher ihre monopolistische Stellung nutzen, um möglichst allen Vorteil aus der Ausweisung von Bauland zu ziehen, um die Gewinnspanne zu maximieren (Differenz Ackerland – Bauland).

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article230764803/Stellvertretender-SPD-Chef-Steht-Allgemeinheit-zu-Kuehnert-will-Wertzuwachs-von-Grundstuecken-abschoepfen.html

    Jemand, der die kleinen Leute fördern wollte, würde aber sagen, dass diese Preismacht dazu benutzt werden müsste, Bauland mit nur kleinem Aufpreis und ohne Profit weiterzureichen. Was würde Bauland dann kosten? 10-20 Euro den m2?
    Kühnert will aber die grösstmögliche Ausbeutung der einfachen Leute, dass die für den Sozialstaat bezahlen, der massgeblich durch eben dieses Geld finanziert wird.

    Das Problem ist nur, dass die Wertschöpfung der Industrie durch den von den Linken gleichzeitig verlangten Strukturwandel jetzt stark leidet und die Mondpreise des Baulands kaum zu halten sein werden. Die Investoren, die jetzt allenthalben den Mangel an Wohnraum meinen für ihr Geschäft zu nutzen, könnten die grossen Verlierer sein, wenn die Nachfrage wegbricht, weil sich die Leute das einfach nicht mehr leisten können.

  25. Na logo, die links-grünen Medien vertuschen und reframen das als rechtes Phänomen. Jeder, der Augen im Kopf hat und nicht komplett hirngewaschen sieht, dass „Querdenker“ vor allem Grünalternative sind.

    Das ist so wie mit den antiasiatischen Ausschreitungen in den USA, die auch vollkommen offen und mit grösster Dreistigkeit umgemünzt werden.

    Was soll das werden mit einer Gesellschaft, die so komplett unfähig ist in den Spiegel zu sehen?!

  26. Wenn der Mensch selbst und auch noch höchst physisch zur elementaren Naturkatastrophe wird. Gruseliger geht es nicht mehr, Loveparade in Duisburg, Mekka, jetzt Jerusalem, absolut furchtbar 😦

  27. What Is Systemic Racism?

    https://bariweiss.substack.com/p/what-is-systemic-racism

    Brainstorming at Bari´s: „John McWhorter, Lara Bazelon, Glenn Loury, Kmele Foster, Chloé Valdary and Kenny Xu weigh in.“

    Der Preis geht an Kenny Xu, der nachweisen kann, dass es das tatsächlich gibt heute:

    „Systemic racism is being carried out today in America’s elite university system against Asian-Americans. The Ivy League (and other selective schools like MIT and Stanford) currently coordinate to deny Asian-Americans equal opportunity in the admissions process based on their race.“

  28. „Man wird das doch mal sagen dürfen“

    Verschwörungs-Geraune & hate mongering, natürlich von einer Grünen-Spitzenpolitikerin

    • Analog: der Neorassismus, der häufig die Zwillingsschwester des Feminismus ist:

      Feminismus ist ein Verschwörungsmythos. Und ein sogar weithin geglaubter. Vor allem von denen, die sich als Aufklärer von Verschwörungsvorstellen geben, was besonders lustig ist!

  29. Das mit der „Generationengerechtigkeit“ stammt ursprünglich aus der Staatsverschuldung, daher darf man sich nicht wundern, wenn das von dem Klimaurteil gestärkt wird:

  30. „Oh? Well, who do you think is getting in? If you add whites, blacks, and Latinos together, they will constitute around 37 percent of the kids at these eight schools. Now take a wild stab at the ethnic origins of the absolute majority of admits—a stunning 53.7 percent in all. You guessed it. Asian.“

    https://www.commentarymagazine.com/john-podhoretz/when-a-minority-group-doesnt-count-for-diversity/

    HIeran sieht man, dass das Gerede von den „Weissen“ diesen strebsamen Asiaten schadet und sie diskriminiert.

  31. Outrage Overload
    You will be assimilated into the rage machine.

    Modern policing—or even policing qua policing—owes far less to slave patrolling than NASA owes to Hitler’s rocket program. And yet no one talks about the troubling Nazi roots of modern space exploration, or asks Elon Musk if he’s exorcised the ghost of Werner Von Braun from SpaceX.

    I have seen this slave patrol thing brought up countless times in interviews, and not once have I seen an interviewer say, “Really?” never mind, “What the hell are you talking about?” It’s as batty as any conspiracy theory, and it’s a deliberate attempt to heap innuendo on policing in lieu of making an intelligent argument.

    And that’s what frustrates me to no end. It’s the job of journalists to call out B.S. when it’s being thrown in their faces.

    https://gfile.thedispatch.com/p/tucker-carlson-tim-scott-policing-reform

  32. „Gegen Rechts und Verschwörungstheorien zeigt man Haltung oder rennt Ihnen hinterher.“

    So wie die SPD dem Feminismus seit vielen Jahren hinterherrennt 🙂

    Seit Euer Chefideologe die irre Losung ausgab die menschliche Gesellschaft würde die Überwindung der männlichen bedeuten. Soviel zur Vorstellung der SPD zur Gleichheit der Menschen.

    Wann fängt die SPD an an Echsenmenschen zu glauben?

    • Nichts können die versammelten Linksextremisten und ihre islamistischen Aliierten weniger gebrauchen als die Vorstellung eines Verfassungsschutz, der sich bei ihnen mal näher umsieht. Daher diese Allergie.

    • Und der SPD Bundespräsident legt Kränze am Grab des prominentesten Antisemiten seit Hitler ab.

      Der Glaube an die Echsenmenschen kann nicht mehr weit sein, vermutlich wird das an der Basis schon so praktiziert, wenn die Erfahrungen mit der britischen Labour hier dienen können.

  33. Das ist also die Ausgangslage für die Bundestagswahl 2021: Hier die Hamburger und Berliner Medien, also „Spiegel“, „Stern“, „taz“, „Tagesspiegel“, die „Zeit“ natürlich – dort das Wahlvolk. Man wird sehen, wer am Ende gewinnt.

    Wobei man sich nicht täuschen darf: Vom scheinbar Verständnisvollen zum Passiv-Aggressiven ist es nur ein kleiner Schritt. Ein spöttischer Geist hat angemerkt, ihn erinnere die Kanzlerkandidatin an diese supersympathische Vermieterin, von der man immer dachte, dass man mit ihr befreundet sei, und die dann beim Auszug jeden Kratzer im Parkett moniert und bei der Kachel im Badezimmer, bei der man schwören könnte, dass der kleine Riss am Rand uralt ist, mit strengem Ton anmerkt: Das muss jetzt aber leider alles ersetzt werden.

    Man kann auch jetzt mühlelos aus ihrem Tenor raushören, dass sie eine autoritäre und spiessige Type ist. Genau von der Art, die vor dem Frühstück im allinclusive Urlaub schon mal die Plätze am Pool mit einem Handtuch reklamieren.

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