Selbermach Mittwoch 316 (21.04.2021)

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197 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 316 (21.04.2021)

    • Leszek, wenn James Lindsay sich entscheidet ab morgen nur noch Schafe zu hüten, denkst du das sie irgendwas relevantes auf der Welt ändert? Denkst du er ist ein größeres Problem, wie eine Frauenministerin, die Studien zu gemeinsamen Erziehung verschwinden lässt, weil ihr das Ergebnis nicht passt? Wie die Leiterin der größten feministischen Gruppierung in den USA, die in eine Kamera behauptet das es keine häusliche Gewalt gegen Männer gibt? Wie IGM-Sprecher, die vor tausenden von Leute vom Gender Pay Gap erzählen und versuchen ihnen einzureden das der hohe Männeranteil in Führungspositionen in Berufen mit hohen Männeranteil nur durch Frauendiskriminierung entsteht? Ich kenne dich ja von früher und soweit ich es sehe hast du ziemlich den Faden verloren.

      • @ Matze

        Also ich sehe meine Recherchen, Analysen und Kritiken zur rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie u.a. als ernsthafte Antifa-Arbeit.

        Ich halte die rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie für eine der verlogensten, destruktivsten und potentiell schädlichsten Ideologien unserer Zeit.
        Ich denke, dass die rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie das Potential besitzt uns – bei vorliegenden begünstigenden soziologisch-ökonomischen Konstellationen – in die Nähe eines dem Nationalsozialismus ähnlichen Faschismus zu führen. Und ich gehe davon aus, dass die rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie insbesondere in ihren Antisemitismus-transportierenden Varianten (William S. Lind, Jordan Peterson, James Lindsay) eine potentielle Bedrohung für Juden darstellt.

        Diese rechte Ideologie mit guten und starken Argumenten zu bekämpfen, die Lügen ihrer Vertreter immer wieder ans Tageslicht zu bringen und so einen Beitrag dazu zu leisten diese destruktive rechte Ideologie wirksam öffentlich zurückzudrängen, ist mir daher seit Jahren ein wesentliches Anliegen.

        Des Weiteren verorte ich mich als Verteidiger aller freiheitlich-linken Strömungen und dass impliziert natürlich auch die argumentative Verteidigung solcher spezifisch freiheitlich-linken Strömungen und Denker, die von rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen verleumdet werden.

        Und des Weiteren vertrete ich eine Political-Correctness-Kritik aus linker Perspektive, die am Prinzip der Wahrheitsorientierung festhält. Eine wahrheitsorientierte Kritik an der postmodernen Political Correctness ist nur möglich, wenn man die falsche und verlogene rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie mit guten Argumenten aus dem Feld schlägt.

        Daher werden die rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie und ihre Vertreter auch weiterhin von mir kritisiert werden und ich werde auch weiterhin gute kritische Artikel hierzu verbreiten.

        • Jordan Peterson ist eine Judenbedrohung…

          Womöglich hat Danisch doch recht, was die Geisteswissenschaften angeht, wenn Leszek einer ihrer leuchtendsten Vertreter ist

          smh

        • Leszek, meinst du nicht, dass du den Einfluss dieser Kulturmarxismus-Theorie weit überschätzt? Ist das nicht nur ein Schlagwort der politischen Rechten allgemein, zumindest in Deutschland? Inhaltlich ist das natürlich größtenteils Unsinn, da bin ich ganz bei dir.

          Andererseits sehe ich gute Gründe, so ziemlich alle linken Theoretiker seit Lenin scharf zu kritisieren, aber im wesentlichen aus philosophischen (meist erkenntnistheoretischen) Gründen, nicht aus politischen. Menschen wie Foucault oder Adorno, die erheblichen intellektuellen wie politischen Schaden angerichtet haben, muss man eigentlich kritisieren, auch und grade wenn man sich selbst als Linker im Sinne der Aufklärung versteht.

          Hast du dich mal mit Jonathan Haidt beschäftigt? Der zeigt von einem naturalistischen und evolutionstheoretischen Standpunkt aus, wie man de unselige Links-rechts-Spaltung überwinden oder zumindest verstehen und relativieren kann.

        • „Ich halte die rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie für eine der verlogensten, destruktivsten und potentiell schädlichsten Ideologien unserer Zeit.“

          Irgendwie habe ich da eine andere Ideologie im Sinn, eine die von den Großteil der Medien und Politiker völlig unkritisch unterstützt wird, die an Universität Menschen zu schweigen bringt und Leute so in Angst versetzt, das viele sich nur trauen diese nur anonyme zu kritisieren.

          Wenn sich selbst als Linke sehende Social Justice „Progressive“ anfangen Juden zu den weißen Männer zu zählen, Israel als Unterdrückerstaat beschreiben und sie zum Abschuss freigeben, sind das dann für Rechte? Und wenn du dann Rechte kritisiert, glaubst du das diese „Progressiven“ sich davon angesprochen fühlen?

          Zählst du BLM zu den rechten Gruppierungen?

        • Und was machen Anti-Kulturmarxismus für schlimmes Zeug? Marx falsch zitieren?

        • Und was machen Anti-Kulturmarxismus an Schulen?
          Als ich ein Kind war, wollte ich bestimmt auch mal Polizist sein, einer der Verbrecher jagt und Menschen hilft. Nun wird Kinder dank Linker beigebracht das Polizisten die Bösen sind.

          Es gab schon Gelegenheiten bei denen die Polizei die Arbeit nieder legte. Da sah man sehr schnell, wie dünn der Filmriss ist den wir Zivilisation nennen.

    • „Cathy Young kritisiert James Lindsay in ihrem aktuellen Artikel“

      Das wird Cathy Young anschlussfähig genug machen, mal im „The Atlanik“ zu schreiben. Oder wenigstens in der Wash Post oder NYT.

      Mit der Biden-Administration und ihrer rassistischen Agenda hat sie ja kein besonderes Problem. Trump war ja so viel schlimmer! Und dass er auch noch die rassistische Indoktrination der Behörden durch executive order gestoppt hat, das geht ja nun gar nicht. Und wie kann es ein James Lindsay wagen, das zu bejubeln!?!

      • @Alex

        Ich muss Leszek in seiner Wahrnehmung von Peterson nicht folgen um festzustellen, dass die „Kulturmarxismus-These“ klar antisemitische Züge aufweist und falsch ist.
        Die Frankfurter Schule, um die es hier geht, hatte mit der Etablierung der Political Correctness in den USA nichts zu tun – die hatte bereits Anfang der 1980er radikal an Einfluss verloren.
        Und an diesem Punkt bescheißt sich Lindsay auch selbst, denn das Phänomen lässt sich auf die Institutionalisierung der xxx-studies in den USA eingrenzen.

        Zu diesem Punkt hat Leszek jedoch ausführlich geschrieben, warum die universalistischen Ideen linker Theorien zum Zweck der Institutionalisierung NICHT hatten übernommen werden können.
        Es gibt keinen Weg von einem radikalen Humanismus zum universellen Sündenbock „alter weißer Mann“. Es gibt keine (marxistische) Klassentheorie, in der aus Hautfarbe und Geschlecht eine „Klasse“ werden kann, solche Tendenzen würden als Spaltungsversuche verstanden werden. Es gibt für die „grievance studies“ auch keine Möglichkeit, das Ende einer „Diskriminierung“ festzustellen, denn dann machen sie sich und ihr Institut und ihre Karriere überflüssig.

        Die Hartnäckigkeit, mit der Lindsay – trotz Beteiligung am Hoax in der Nachfolge von Sokal – die Einflüsse außerhalb den USA ansiedelt, nimmt bereits eigenständig verschwörungstheoretische Züge an.

        • „Ich muss Leszek in seiner Wahrnehmung von Peterson nicht folgen um festzustellen, dass die „Kulturmarxismus-These“ klar antisemitische Züge aufweist und falsch ist.“

          Hier habe ich Verständnisprobleme. Wo ist der Bezug zu Antisemitismus? Den Terminus finde ich persönlich auch völlig bekloppt, weil mir die Bezüge zu Marx‘ Theorien zu weit hergeholt erscheinen, als dass es noch fair wäre, diesen ganzen Bullshit mit seinem Namen zu versehen. Aber für mich muss Antisemitismus immer auch einen erkennbaren verunglimpfenden oder sinisteren Verschwörungstheoretischen Bezug zu Judentum allgemein oder der bloßen semitischen Abstammung einer Person haben. Einfach nur eine Theorie zu kritisieren, egal wie plump und falsch auch immer das getan wird, welche (teils maximal lose) auf Theorien von Leuten fußt, die zum Teil, wie Marx, jüdische Abstammung hatten, ist mir ehrlich gesagt zu platt und ähnlich billig, wie die dauerhafte Kritikimmunisierung feministischer, politisch oder medial aktiver Frauen, einfach alles pauschal als Frauenfeindlichkeit abzuschmettern.

          Oder kurz und prägnant: meiner Meinung nach sind so schwere Vorwürfe wie Frauenfeindlichkeit oder Antisemitismus, wenn man sie erst um zwei, drei Ecken herleiten muss, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch.

          • Wikipedia: „Cultural Marxism is a far-right antisemitic conspiracy theory which claims Western Marxism as the basis of continuing academic and intellectual efforts to subvert Western culture. The conspiracists claim that an elite of Marxist theorists and Frankfurt School intellectuals are subverting Western society with a culture war that undermines the Christian values of traditionalist conservatism and promotes the cultural liberal values of the 1960s counterculture and multiculturalism, progressive politics and political correctness, misrepresented as identity politics created by critical theory.“

            Von Leszek bereits beschrieben, kommt zur VT spielerisch die historische Lüge: „Lind (Anm.: William S. Lind) used “cultural Marxism” to characterize the ideology of the Frankfurt School—a group of predominantly Jewish intellectuals who fled Nazi Germany in the 1930s. Lind argued that the Frankfurt School had developed anti-racism, feminism, and sexual liberation in order to undermine traditional American values. “Cultural Marxism,” for Lind, was a foreign Jewish plot meant to weaken the white Christian patriarchy that had made America strong.

            This is a conspiracy theory, which is to say, a complete lie. The Frankfurt School was not single-handedly responsible for developing anti-racist and feminist theories and politics. Anti-racist and feminist activists like Frederick Douglass, Ida B. Wells, Sojourner Truth, Jane Addams, W.E.B. Dubois, and many others preceded the Frankfurt School by decades; they didn’t need predominantly white men to invent their resistance movements. Those resistance movements are not, in any case, subversive attacks on true Americanism (as if such a thing even exists), much less a secret Jewish conspiracy.

            But what “cultural Marxism” lacks in accuracy, it makes up for in poisonous efficacy. The theory, in one stroke, paints all left opposition to conservatism as an evil plot formulated by Jewish people. It’s an easy bridge between typical anti-political correctness rhetoric and outright white nationalism.

            In other words, “cultural Marxism” is a very effective dog-whistle. The term’s deniability makes it convenient for bad faith laundering of antisemitism into mainstream discourse.
            https://jewishcurrents.org/the-lethal-antisemitism-of-cultural-marxism/

            Ich finde es kennzeichnend für solche VT, die Bedrohung, die „die Gesellschaft zersetzt“ muss von außen kommen. Keinesfalls sind Bewegungen gegen Benachteiligung aus dem Umstand erwachsen, dass es in dieser Gesellschaft gesellschaftliche Bedingungen gibt, die bestimmte Gruppen benachteiligen. Lind hat eine Breite Palette von Dingen, an denen die Frankfurter Schule Schuld sein soll: PC, Multikulturalismus, Feminismus etc., obwohl diese sich nicht auf die Frankfurter Schule berufen oder beziehen.
            Was sich heute in den USA als „Critical Theory“ bezeichnet, hat auch nichts mit dem zu tun, was wir hier „Kritische Theorie“ nennen (weil alle Frankfurter Schule meinen) – obwohl es suggestiv unterstellt wird.

            Dass Lind kontrafaktisch immer wieder auf die Frankfurter Schule abhebt, deren Vertreter als Juden aus dem faschistischen Deutschland fliehen mussten, zeigt m.E. sehr deutlich, er steht in der Tradition, Juden und Marxismus in eins zu setzen und den „zersetzenden“ Charakter beider zu betonen.

          • @Billy
            „weil mir die Bezüge zu Marx‘ Theorien zu weit hergeholt erscheinen, als dass es noch fair wäre, diesen ganzen Bullshit mit seinem Namen zu versehen.“

            Beim sogannten Darwinismus oder Sozialdarwinismus ist es sogar so, dass dieser zu Darwin sogar konträr ist, auch wenn der Darwinismus sich meint auf Darwin sich berufen zu können.

            Und so haben die lustigen Marxisten von heute einfach das revolutionäre Subjekt Proletariat gegen ein frisches Pferd getauscht, gegen Frauen, Minderheiten und die „dritte Welt“, „Trikont“ oder „Poc“. Lindsay hat mal Zitate von Erich Fromm ausgegraben, die genau diesen Wechsel des revolutionären Subjekts fordern. Aber wie auch immer das genau gelaufen ist. Es ist ja ganz eindeutig und unbetreitbar, dass Linksidentitäre immer und regelmässig auch grundsätzliche und tiefe Sympathien und Identifikation mit Marx, Hammer& Sichel, Kommunismus, Che Guevara und all denen demonstrieren. Das soll Zufall sein, wie Leszek und crumar versichern müssten? Das ist genauso so lächerlich, als würden Hakenkreuze als Identifikationsmerkmal für Rechtsextreme und Nazis abgetan werden.

            Das ganze Verleugnen macht ja schon Sinn. Die Marxisten können ja schlecht zugeben, dass der total peinliche identitäre Feminismus nicht zuletzt auf ihrem Mist gewachsen ist 😀

          • Nun ja, das ist schon alles ziemlich kompliziert. Was Marxismus, Frankfurter kritische Theorie, Radikalfeminismus, Antifa, BLM usw. gemeinsam haben, ist halt die radikale Ablehnung der bestehenden westlichen kapitalistischen Gesellschaftsordnung, wobei die Gründe durchaus unterschiedlich sind. Aber nicht umsonst geht das ja häufig zusammen, etwa wenn Fridays for Future die Abschaffung des Kapitalismus und des Patriarchats fordern.

            Es gibt da im Kopf vieler Menschen einen Zusammenhang. Kapitalismus ist Produkt des Patriarchats, ebenso Kolonialismus und Homophobie. (Das ist natürlich Unsinn, aber ich denke so sieht es im Kopf dieser Leute aus).

          • @ Alex

            „Lindsay hat mal Zitate von Erich Fromm ausgegraben, die genau diesen Wechsel des revolutionären Subjekts fordern.“

            Aha, Erich Fromm – m.E. ein großartiger Vertreter sowohl der Psychoanalyse als auch der Humanistischen Psychologie.

            Er war übrigens Neomarxist, Gegner des sogenannten real existierenden Sozialismus und relativ Anarchismus-nah.
            Allerdings war er (m.E. leider) ein reformistischer und kein revolutionärer Marxist. Ich bezweifle daher, dass sich der Begriff „revolutionäres Subjekt“ bei ihm nachweisen lässt.

            Aber vielleicht hast du diesbezüglich ja eine Belegquelle?

          • @Leszek
            Ich bin kein Sammler von Belegen und diesen hier würde ich dir mit grosser Freude weitergeben, dann hätte es sich mal gelohnt! Aber es war irgendein bekanntes Werk von ihm und dort wurde ganz deutlich gesagt, dass das mit dem Proletariat geschichtlich überholt sei und jetzt neue Klassen (das mit dem revolut. Subjekt hat er natürlich nicht so ausgedrückt) zu berücksichtigen seien, im Kampf um die Befreiung oder so ähnlich, die Frauen und die Farbigen. Ich habe den Twitter-Post von Lindsay hier im Selbermach-SonstwasTag gepostet, ist noch nicht so lange her, bestenfalls ein paar Monate, 1/2 Jahr.

            Ich finde es eigentlich ziemlich banal, da Ende der 60er der Marxismus unter der Flagge des Feminsimus und der schwarzen Bürgerrechts-Bewegung auftauchte und wie selbstverständlich zum Proletariat alle irgendwie Benachteiligten gerechnet wurden oder dadurch ersetzt. Bei diesen ganzen politischen Bewegungen scheint die Theorie eher der Praxis zu folgen als umgekehrt. Ideengeschichte ist eben nicht vergleichbar mit einem Fossilienschichtenhorizont, über den man ganz physisch die Evolution der Merkmale verfolgen kann.

        • @Crumar
          „Ich muss Leszek in seiner Wahrnehmung von Peterson nicht folgen um festzustellen, dass die „Kulturmarxismus-These“ klar antisemitische Züge aufweist und falsch ist.“

          Ihr Marxisten wollt doch nur die marxistischen Ursprung des linken Progressivismus vertuschen, um weitere marxistische Baustellen (zB mit einer „Männerbewegung“) anzurühren, damit es mal was mit der Weltrevolution werden kann 😀

          Komisch ausserdem, dass Leute, die einer antisemitischen Weltanschauung (nämlich dem Marxismus im weiteren Sinne) folgen, den immer nur woanders sehen, besonders gut wenn er gar nicht vorhanden ist. Aber wenn es um zB Jeremy Corbyn, Bernie Sanders oder Noam Chomsky geht, dann wird glatt durchgeblickt…

          • @Alex in zwei Teilen

            „Die jüdische Doktrin des Marxismus verwirft das aristokratische Prinzip der Natur und ersetzt das ewige Privileg der Macht und Stärke durch die Masse der Zahlen und ihr totes Gewicht. So leugnet sie den Wert der Persönlichkeit im Menschen, bestreitet die Bedeutung von Nationalität und Rasse und entzieht damit der Menschheit die Voraussetzung ihrer Existenz und ihrer Kultur.

            Als Fundament des Universums würde diese Doktrin das Ende jeder für den Menschen intellektuell vorstellbaren Ordnung herbeiführen. Und da in diesem größten aller erkennbaren Organismen das Ergebnis einer Anwendung eines solchen Gesetzes nur Chaos sein könnte, könnte es auf der Erde nur die Zerstörung für die Bewohner dieses Planeten bedeuten.

            Wenn der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die anderen Völker der Welt siegt, wird seine Krone der Totenkranz der Menschheit sein und dieser Planet wird, wie vor Tausenden von Jahren, menschenleer durch den Äther gehen. Die ewige Natur rächt unerbittlich den Verstoß gegen ihre Gebote. Daher glaube ich heute, dass ich in Übereinstimmung mit dem Willen des allmächtigen Schöpfers handle: indem ich mich gegen den Juden verteidige, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“
            Adolf Hitler, Mein Kampf, S. 60 (übersetzt aus dem Englischen mit DeepL)

            Hier hast du geballt alles, was A. Hitler zur Verbindung von Judentum und Marxismus zu sagen hat und wer will es ihm verübeln, denn er ist unterwegs im Namen des Herrn. /sarcasm
            Sowie der Aristokratie der Natur, der Macht und der Stärke, der Nation und der Rasse, der Menschheit überhaupt und des gesamten Universums vs. die Juden und ihr Credo des Marxismus, welches gegen die natürlichen Gebote verstößt und zum Untergang der Menschheit führen wird.

            Ich glaube, ich brauche hier nicht die einzelnen Unterstellungen, substanzlosen Behauptungen, Fehler und Fälschungen herausarbeiten um aufzuzeigen, welche Hybris nur in dieser einzigen Seite steckt.
            Es ist aber nicht so, dass er seine Denkweise, sein Menschenbild, seine Intentionen verheimlicht hätte haben wollen oder müssen, sondern es stand alles schon immer da.

            Was mich deprimiert, ist nicht die „Feinarbeit“ einer Herausarbeitung antisemitischer Stereotype oder Klischees aus den Aussagen aktueller Politiker oder Philosophen, sondern das klägliche Versagen, aus dem Ursprungstext eines Massenmörders Schlüsse zu ziehen.
            Das hier ist IN DIE FRESSE, Alex.
            Mit dieser Argumentation konnte man Menschen gewinnen – let that sink in.

          • @Alex

            „Und so haben die lustigen Marxisten von heute einfach das revolutionäre Subjekt Proletariat gegen ein frisches Pferd getauscht, gegen Frauen, Minderheiten und die „dritte Welt“, „Trikont“ oder „Poc“.“

            Nein, das war erstens in der Tat bereits das politische „Regenbogen“-Projekt von „Bobby“ Kennedy als „progressive Allianz“ der „Minderheiten“ gedacht: Frau und Poc und Arbeiterklasse in den USA.
            Die „neue Linke“ in den kapitalistischen Ländern gingen zweitens bereits von der These aus, das Proletariat und seine Organisationen in den entwickelten kapitalistischen Ländern seien korrupt und integriert, deshalb das naive Vertrauen auf die Bewegungen im Trikont und nicht integrierbare/integrierte Randgruppen/Subkulturen in den kapitalistischen Zentren. Dann kam die Theorie von den „Neuen Sozialen Bewegungen“ und das lief auf die Gründung der Partei der „Grünen“ hinaus und von da an ging es eigentlich nur abwärts. Was du als „neue Entwicklung“ beschreibst, ist als Weichenstellung bereits vor 55 Jahren geschehen und geschah als Frontstellung GEGEN Marxisten.

          • @crumar
            „das klägliche Versagen, aus dem Ursprungstext eines Massenmörders Schlüsse zu ziehen.“

            Auf was willst du hinaus? Es ist ziemlich unmöglich aus dem reinen Inhalt, wenn er unlogisch und unsinnig ist, überhaupt Schlüsse zu ziehen. Hitlers Antisemitismus hat er sich nicht selbst ausgedacht, sondern dieser Unsinn war viele Jahrzehnte vorher schon bildungsbürgerliche Erbauung. Deshalb nahm man Hitler auch nicht ernst, gerade weil sein Antisemitismus alles andere als originell war. Was nehmen wir also aus der Lektüre Hitlers mit an Schlüssen? Sicherlich, dass nichts wahnwitzig genug sein kann, als dass es nicht geglaubt werden kann. Was ja schon eine Menge ist. Schwierig wird es dann, aktuellen Unsinn zu erkennen und noch schwerer wozu er führen kann oder könnte.

          • „geschah als Frontstellung GEGEN Marxisten.“

            War aber durchaus vom Marxismus inspiriert! Sehe viele Linke hatten vom revolutionären Kommunismus aber die Schnauze voll, aber konnten mit Marxens Grundideen eben doch was anfangen. Das mag dann vielleicht „verkürzter“ oder modifizierter Marxismus sein, aber es ist vor allem ein Neuversuch mit diesen Ideen etwas Sinnvolles anzufangen und es keine Übertreibung in Marx einen Denker und Grundlagenschaffer zu sehen und keinen abgedroschenen Ideologen (wie Hitler). Und daher ist Marx nach wie vor attraktiv und zieht echtes Interesse auf sein Werk. Mitt anderen Worten: Marx ist wegen seiner Ideen Dauerbrenner, er erfüllt noch heute ein Bedürfnis wie kein anderer politischer Denker.

            Die Grünen nun sind ein merkwürdiges Konglomerat aus allen möglichen geistigen Inhalten, wobei Antimodernismus überwiegt, etwas geradezu Antimarxistisches. Aber wie das mit geistigen Inhalten nun mal so ist: sie können ziemlich krass umgegossen werden. Und heute sieht man eine Synthese dieses Neomarxismus mit neuen revolutionärem Subjekten verbunden mit fundamenalster Zivilisationskritik, eine Prise Nietzsche und Einsprengsel aller möglichen Esoterik. Ich denke, es ist dieser Eklektizismus, den man „Postmoderne“ nennen sollte.

          • @Alex

            „Es ist ziemlich unmöglich aus dem reinen Inhalt, wenn er unlogisch und unsinnig ist, überhaupt Schlüsse zu ziehen.“
            Echt jetzt!? Der Verteidiger der „göttlichen Ordnung“ vs. Judentum und Marxismus, die außerhalb dieser stehen und nur Chaos stiften und den Untergang der Menschheit bewirken wollen?
            Ich brauche lediglich ein paar Wörter tauschen und ich mache daraus einen lupenrein feministischen Text (inkl. allem, was der FFF-Jugend am „alten weißen Mann“ nicht behagt). 😉
            Schau nicht nur auf den Inhalt, betrachte die FORM des Arguments.
            Er beschreibt mit einer von AUSSEN einsetzenden Zersetzung der Realität, die er einem imaginären AUSSEN zuschreibt nicht eine reale Realität, sondern er entwirft einen MYTHOS einer stabilen und überhistorischen (Binnen-)Identität und „Natur“, die es nie gegeben hat.
            Beispiel: „Die toxische Doktrin des Maskulismus verwirft das friedfertige Prinzip der Natur und ersetzt das ewige Privileg des Lebens und der Empathie durch die Masse der weißen Männer und ihr totes Gewicht.“
            VERSUS
            „Die jüdische Doktrin des Marxismus verwirft das aristokratische Prinzip der Natur und ersetzt das ewige Privileg der Macht und Stärke durch die Masse der Zahlen und ihr totes Gewicht.“
            Wo ist der Unterschied?
            Die Frontstellung von dem, was als „natürlich“ dargestellt wird unterscheidet sich, die Zuschreibung von dem, was als „natürlich“ dargestellt wird NICHT – „zufällig“ sind die Kräfte und „Prinzipien“ der „Natur“ auf meiner Seite und die, die gegen „Natur“ und deren „Prinzipien“ verstoßen auf der anderen, die „Natur“ negierenden und zerstören wollenden Seite.
            Der Inhalt (aka politische Orientierung) unterscheidet sich, aber die Form ist identisch.

          • @Leszek: Du bist nicht das was Du vorgibst zu sein. Sondern das als was Du von der Umwelt wahrgenomnmen wirst.

          • @ Frogorek

            „Du bist nicht das was Du vorgibst zu sein.“

            Wesentliche philosophische und politische Positionierungen meinerseits habe ich z.B. hier kurz genannt:

            https://man-tau.com/2018/05/30/kritik-an-jordan-peterson-antwort-von-leszek-auf-genderama-leserbrief-zu-jordan-peterson-vom-16-mai-2018-eine-kleine-artikelserie-1-teil/#e123

            Daran hat sich in der Zwischenzeit auch nichts geändert.

            Und ich denke, dass meine Beiträge auf diesem Blog mit den genannten Positionierungen auch im Wesentlichen kongruent sind.

            „Sondern das als was Du von der Umwelt wahrgenomnmen wirst.“

            Das scheint mir in erkenntnistheoretischer Hinsicht falsch zu sein.

            Mein Eindruck ist, dass du eine wissenssoziologische Perspektive (wie sie z.B. der von mir geschätzte Historiker Michel Foucault einnimmt) mit einer erkenntnistheoretischen Perspektive verwechselt.

            Die erste – also die wissenssoziologische Perspektive – fragt:

            Was wird in einem gegebenen (soziokulturellen) Kontext als wahr angenommen und wie und warum hat sich das entsprechende Verständnis von Wahrheit allgemein sowie das Verständnis eines bestimmten Sachverhaltes bzw. einer bestimmten Aussage als wahr entwickelt?

            Ob der entsprechende Sachverhalt bzw. die entsprechende Aussage tatsächlich wahr ist, ist für den Wissenssoziologen oder wissenssoziologisch orientierten Historiker hingegen zweitrangig.

            Ebenfalls ist für ihn zweitrangig, wie gut oder schlecht begründet das jeweilige allgemeine soziokulturelle Wahrheitsverständnis ist.

            Ob das zentrale Kriterium für Wahrheit ein sogenanntes heiliges Buch oder die empirische Wissenschaft ist, ist für den Wissenssoziologen oder wissenssoziologisch orientierten Historiker nicht wesentlich, er erforscht und beschreibt einfach, was in einem gegebenen soziokulturellen Kontext als Wahrheit bzw. als wahr angesehen wird und wie sich dieses Verständnis von wahr bzw. Wahrheit historisch und soziologisch entwickelt hat.

            In diesem Sinne ist die wissenssoziologische Pespektive also sehr verschieden von der erkenntnistheoretischen Perspektive

            Die zweite Perspektive – also die erkenntnistheoretosche Pespektive – stellt hingegen Fragen wie z.B.:

            Was können wir wisen?

            Was ist Wisen?

            Was ist Wahrheit?

            Hierzu haben Philosophen (verschiedener Schulen) unterschiedliche Antworten gegeben, mit deren Begründungen wir uns genauer beschäftigen müssen, um zu einer (m.E. stets vorläufigen) Antwort auf diese Fragen zu gelangen.

            Bei mir persönlich steht nun dbzgl. die sogenannte Korrespondenztheorie der Wahrheit im Zentrum. D.h. jedoch nicht, dass andere erkenntnistheoretische Positionen nicht ebenfalls gute Argumente und (aus meiner Perspektive) interessante Teilwahrheiten beinhalten.

            Ich gehe jedoch wesentlich von der Annahme aus, dass Wahrheit Übereinstimmung mit der Wirklichkeit bedeutet bzw. bedeuten sollte.

            Eine Aussage ist demnach m.E. dann als wahr zu bezeichnen, wenn sie mit der Wirklichkeit übereinstimmt.

            Stimmt sie nicht mit der Wirklichkeit überein, ist sie hingegen falsch, (vielleicht teilweise falsch, vielleicht vollständig falsch).

            Und die Aussage

            „Leszek ist ein Marxist“

            entspricht gemäß dieser (also meiner) erkenntnistheoretischen Position (Korrespondenz der Wahrheit) nicht der Wirklichkeit.

            Und ist daher falsch.

            Und das unabhängig davon, wie ich (von der auf diesem Blog gegebenen Umwelt ) wahrgenommen werde.

            Nun könntest du natürlich sagen:

            „Ich definiere einfach mal so eben den Begriff „Marxist“ so um, dass du doch darunter fällst.“

            Das ist bekanntlich eine gängige Diskursstrategie von rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen.

            Hat aber nichts mit Wahrheit oder Wissenschaftlichkeit zu tun.

            Wissenschaftlich gut begründete und allgemein anerkannte Begriffe aus rein ideologischen Gründen willkürlich umzudefinieren, ist ja gerade das Kennzeichnen des Ideologen im negativen Sinne des Wortes.

            So funktioniert die „Political Correctness von links“ und so funktioniert eben auch die „Political Correctness von rechts“. Die rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologie ist eine Variante der Political Correctness von rechts.

        • @Crumar

          Das ist ja beruhigend, daß es angeblich keine Wege vom Marxismus zum Gender- und Diversity-Kult gibt. Auch nicht zur Rechtschreibreform oder zur Gendersprache.

          Vielen Dank für diese Beruhigungspille.

          Was können wir froh sein über Leute wie dich, die mutmaßlich selbst dem Marxismus nahestehen und uns Unwissende beruhigen.

          Für alle anderen: Es geht natürlich um die perverse Revoluzzergeisteshaltung vieler Marxisten, die eben auch allerlei anderen Unfug möglich macht. Es geht um dieses größenwahnsinnige Denken in „Geschichtsformationen“, wobei die Marxisten eben genau zu wissen meinen, was zur alten, zu überwindenden Formation gehört.

          Na ja. Man muß schon reichlich naiv sein, um solches Zeug zu faseln wie Crumar.

          Ich könnte auch viel Positives über Marx sagen. Seine Theorien sind und bleiben aber größenwahnsinnig und reduktionistisch bzw. fatalistisch und deterministisch. Kurz gesagt. 🙂

          Bei Alice Miller kann man einen Artikel lesen mit Namen „Feminismus, Marxismus und Kindheit“. (http://www.alice-miller.com/de/feminismus-marxismus-und-kindheit/)

          Marxismus ist schlicht etwas für intellektuelle Milchbubis.

          • Der von Dir verlinkte Artikel beginnt folgendermaßen:

            „Ich las kürzlich ein Zeitungsinterview mit einer Schriftstellerin, die ich hier Frau X nenne, das mir nur allzu deutlich vor Augen führte, wie Ideologien die Sicht auf das verdrängte Leiden des Kindes und dessen Einfluss auf das ganze Leben verschleiern. Frau X, die früher Kommunistin war, und heute immer noch Feministin ist, erzählt offen und unverblümt über ihr Leiden, aber sie scheint die Bedeutung der prägenden Erlebnisse ihrer Kindheit absolut nicht wahrzunehmen.“

            Hier eröffnet sich eine neue Facette in Millers, auf jeden Fall in Deinem Denken. Bisher galt: Wenn jemand eine Position vertritt oder eine Neigung hat, die Dir nicht gefällt, muss derjenige als Kind misshandelt worden sein.

            Nun kommt hinzu: Wenn jemand als Kind nachweislich misshandelt wurde, musst Du seine Position, so sie Dir nicht gefällt, erst recht nicht ernst nehmen.

            Ach, so neu ist das gar nicht. Eigentlich ist alles wie immer bei Dir. Die schwere Kindheit war schuld.

          • @Gendern, bis der Arzt kommt

            „Das ist ja beruhigend, daß es angeblich keine Wege vom Marxismus zum Gender- und Diversity-Kult gibt. Auch nicht zur Rechtschreibreform oder zur Gendersprache.“

            Nein, gibt es nicht.
            In den traditionellen Staaten des „real existierenden Sozialismus“ hätte man die in die Klapsmühle gesteckt. Und ich wäre dagegen gewesen, Menschen mit abweichender Meinung so zu behandeln.
            Aber Fakt ist, allein die Leugnung der Tatsache, es gibt eine objektive Realität, auf der wir uns alle (subjektiv) beziehen müssen, hätte eine Universitätskarriere dauerhaft unmöglich gemacht.

            Was die West-Feministinnen der BRD gestört hat war, dass bspw. Maschinenbau-Ingeneurinnnen in der DDR sich penetrant als „Ingenieur“ bezeichnet haben. Was sie nicht erklären konnten war, unter solchen ganz, ganz übel patriarchalen Bedingungen (der Sprache) war der prozentuale Anteil von Frauen an diesen Studiengängen wesentlich höher als in der BRD, obwohl sie die Frechheit besaßen, nicht „IngenieurInnen“ zu schreiben!

            Aber da die West-Feministinnen der BRD zu den Siegern der Geschichte gehören, haben sie entschieden, eine Geschichte zu entwerfen, warum es diese Maschinenbau-Ingeneurinnnen der DDR eigentlich hätte gar nicht geben sollen und können.
            Es hat nämlich der (Ehe-) Mann entschieden, ob sie überhaupt hätten arbeiten können und das müssen sich die Maschinenbau-Ingeneurinnnen der DDR doch mal sagen lassen! Sie waren eigentlich gar nicht existent.

            Dafür wird dieser „Staatsfeminismus“ gebraucht, nämlich als rückwirkende Geschichtsfälschung. Sie erfinden eine „gesamtdeutsche Geschichte“ der Frauenunterdrückung auf einer ideologischen Basis, die es nie gegeben hat.

          • @ Kirk

            “ Seine (Marx) Theorien sind und bleiben aber (…) reduktionistisch.“

            Ha, ha, ha – geil.

            Also Kirk, du betrachtest bekanntlich alles primär (um nicht zu sagen fast ausschließlich) aus Perspektive der Psychologie.

            Allerdings nicht der Psychologie allgemein – die Teilwahrheiten der verschiedenen Forschungsbereiche und Schulen der Psychologie interessieren dich im Allgemeinen ja leider eher wenig – sondern (fast) ausschließlich aus Perspektive einer bestimmten Schule der Psychologie, nämlich der Tiefenpsychologie.

            Und innerhalb (des weiten Feldes) der Tiefenpsychologie interessieren dich wiederum nicht die Teilwahrheiten der verschiedenen Schulen und Klassiker der Tiefenpsychologie, nein, es ist (fast) ausschließlich eine einzige Vertreterin der Tiefenpsychologie, auf die du dich berufst. (Diese ist m.E. auch durchaus lesenswert und hat ihren Klassiker-Status zu Recht, ich kritisiere hier also nicht die Orientierung an ihr, sondern deine (fast) ausschließliche Orientierung an ihr).

            Aber deine Kritik an Marx ist, dass er zu „reduktionistisch“ sei – noch schöner hättest du das (tiefenpsychologische) Konzept der Projektion nicht darstellen können.

          • Leszek, du bist wirklich ein unsagbar alberner Typ mit null Auffassungsgabe.und extrem verblendet.

            Marxens Reduktionismus besteht übrigens darin, die Potentiale der Demokratie und der emotionalen Gesundung der Menschheit nicht erkannt zu haben. Er sieht zurecht das ökonomische Drama, verschließt aber seine Augen vor all den Korrektiven und Potentialen, die dieses Drama zu entschärfen in der Lage sind.

            Das ist Mitte des 19. Jahrhunderts noch verständlich, und ich werfe das Marx noch nicht mal vor. Das eigentlich Schlimme ist, daß es heute noch genug Vollidioten gibt, die sich auf diese reduktionistische, deterministische Retro-Theorie positiv beziehen. Nach dem totalen Versagen des Kommunismus. Nach der Offensichtlichkeit, daß Märkte humanisiert werden können – ganz ohne infantile „Weltrevolution“ und Arbeiterdiktatur.

            Marxistisches Denken ist auch in einem übergeordneten Sinn für so manchen linken Unsinn verantwortlich. Aber Crumar fehlt offenbar die Intelligenz, diese psychologischen Zusammenhänge zu begreifen.

            Die Leute, die die „Herrschaftssprache“ deregulieren wollten, waren sicherlich auch vom Marxismus beeinflußt. Und sie waren sich sicher, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen.

            Also wer diese Zusammenhänge nicht begreift, muß schon ziemlich verpeilt sein. Mir geht es mehr als offensichtlich nicht um irgendwelche einzelnen Theorien von Marx, sondern um die Geisteshaltung dahinter. Quellwerk hatte dies übrigens unlängst erkannt und mir sekundiert.

            Ist schon traurig, wie man sich hier dummstellt mit irgendwelchen konstruierten Pseudoargumenten.

            Von diesem Problem abgesehen ist es schon äußerst absurd, den Marxismus zu verteidigen, wenn es Fairtrade-Biobananen gibt.

          • @Kirk

            „Marxens Reduktionismus besteht übrigens darin“

            So geil!
            Mit genau diesem Argument des „Reduktionismus“ ist mein (schwarzer) Genosse Adolf Reed von den „Demokratischen Sozialisten“ (Partei) der USA gecancelt worden.
            Alice Miller ist dein Hirte.
            Dir wird es an nichts mangeln.

    • Es ist doch nur so lange, bis wir die Internierungslager eingerichtet haben. Es ist doch nur so lange, wir genügend Munition haben. Es war notwendig, die Gesellschaft zu zerstören, um sie zu retten.

    • Diverse Beiträge von ihm wurden von FB schon wegen „Verstosses gegen die Nutzungsbedingungen“ gelöscht. Wer noch behauptet, dass Deu eine Demokratie ist, lügt, ist geistig völlig verblödet oder ein Systembüttel. Und wer die Grünen wählt, leistet dem Rotfaschismus Vorschub. Auch die NSDAP wurde gewählt und auch ihnen ist die Industrie in den Hintern gekrochen. Das macht die Wirtschaft ja z. Z. auch bei der Baerbock. Grün wählen heisst die Diktatur wählen.

  1. Das Staatsballett schiebt einer nicht-weißen Ballerina 16.000 Euro rüber und ein Jahresgehalt, weil sie sich von einer anderen Frau der Einrichtung rassistisch beleidigt fühlte. Außerdem habe man von ihr erwartet, sich für eine Schwanensee-Aufführung weiß zu schminken.
    Das Staatsballett ist weitgehend steuerfinanziert. Warum macht die Ballerina eigentlich nicht ihren gefühlten Anspruch zivilrechtlich geltend, anstatt Geld bei uns abzubuchen?

    https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2021/04/prozess-taenzerin-staatsballett-rassismusvorwuerfe-vertrag.html

    • Verstehe ich nicht ganz. Es ging doch vor Gericht?
      Die im Text erwähnten „Workshops und Seminare“ deuten auch auf den etwas unter diskutierten Aspekt hin, warum diese Industrie so boomt: Potentiell etwas (erhoffte) Absicherung für Arbeitgeber im Streitfall.

        • Schiedsgerichte sind (tarif-)vertraglich vereinbarte Sondergerichte mit dem Ziel, Streitigkeiten durch sachnähere Richter (die meistens keine staatlichen Richter, oft nicht einmal Juristen sind) sachgerecht, schnell und nach Möglichkeit einvernehmlich zu entscheiden, statt sich dem „normalen“ Rechtsweg mit seinem Instanzenzug und prozessualen Zwängen zu unterwerfen. Für Theaterkünstler gibt es offenbar tarifvertraglich eingerichtete Bühnen-Schiedsgerichte mit gesonderter Bühnenschiedsgerichtsordnung, derne Inhalt ich allerdings nicht kenne.
          Einer der Nachteile von Schiedsgerichten ist, dass oft „gefühltes“ Recht und Zeitgeist stärker zum Tragen kommt.

    • Lopes Gomes … habe sich wiederholt rassistische Kommentare der Trainingsleiterin anhören müssen, hatte sie dem Staatsballett vorgeworfen. So habe die Mitarbeiterin gesagt, das Staatsballett hätte sie nicht engagieren sollen, weil sie eine Schwarze sei. Eine Schwarze in einem «Corps de ballet» sei nicht ästhetisch, nicht homogen.
      Was an dieser Aussage ist rassistisch? Ballettgruppen sollen einen homogenen Eindruck vermitteln, da sind starke optische Ausreißer unerwünscht. Das wäre bei einer schwarzen Truppe mit einer einzelnen weißen Tänzerin nicht anders, aber auch unpassende Größen, Frisuren usw. sind tabu.

  2. Eine Serienempfehlung, aus Neuseeland:

    „A plague has wiped out the world’s male population. Here in New Zealand, a group of females are living in a rural man-free paradise. Or so it seems.“

    https://www.stuff.co.nz/entertainment/tv-radio/124767737/creamerie-tvnzs-new-series-about-a-world-without-men

    Alle Männer sind tot und endlich können die Frauen als das reine, nur durch das Patriarchat zu scheinbar Bösem gezwungene Geschlecht das feministische Utopia errichten. Heraus kommt dabei allerdings eine von einer esoterischen Wellness-Göttinnen-Sekte geführte Dystopie.
    Und das Schönste: eine Serie, geschrieben, produziert und geschrieben von 3 Frauen mit Migrationshintergrund, daher immun gegen Kritik. 🙂
    Leider habe ich bisher nur die erste Folge einschlägig gefunden und gesehen, es wird wahrscheinlich nicht ganz so einfach werden, aber der Pilot war auf jeden Fall schon sehr schön böse und nicht das, was man evtl. erwarten würde.

  3. Unicef hat einen Bericht zur Lage der Kinder und Jugendlichen heute herausgebracht:

    https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2021/bericht-kinder-in-deutschland-2021/239708

    Die materielle Armut hat abgenommen, aber auch – und zwar deutlich – die generelle Lebenszufriedenheit.

    „Rund 16 Prozent der Mädchen schätzen sich als depressiv ein. 13 Prozent der Mädchen erhielten verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel. In Griechenland waren es nur 2,8 Prozent.“

    Mein Fazit: Je mehr die Gesellschaft durch MSM und SocialMedia idealistisch feminisiert wird, umso unglücklicher sind gerade die Mädchen.

    Abgesehen davon haben die letzten 14 Monate eine massive Auswirkung auf die psychische Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gehabt. Diese wird noch sehr lange nachwirken und sich selbstverstärken. Und zwar nicht in Richtung einer friedlichen und ausgeglichenen Gesellschaft.

    • „generelle Lebenszufriedenheit“

      wenn auch alles immer so hyper-negativ dargestellt wird: Klimawandel, Bienensterben und Ökozid etc pp. Die toxischen Narrative sind der Lebenszufriedenheit entgegenstehend…

    • Wundert mich nicht. Man hat den Mädchen ja auch lange genug klar gemacht, dass ihre Bedürfnisse und Interessen vom Patriarchat manipuliert wurden und ihnen eigentlich nur schaden. Und wenn dann ein Mädchen keinen Spaß daran hat, mit Autos zu spielen oder Roboter zu bauen muss sie doch wohl denken, dass sie ein Versager ist und depressiv werden, oder?

      • Das ist eine interessante Frage. Ich habe jetzt mal den Bericht daraufhin durchforstet. Tatsächlich druckst er über die Ursachen so ziemlich herum. Es gibt allerdings einen Absatz (Seite 36) der wie folgt lautet:

        „Neben diesen beiden Erklärungen gibt es noch einen weiteren Ansatz, der sich mit der Entwicklung
        der unterschiedlichen Interpretation der Geschlechtsrollen auseinandersetzt (Jahn et
        al. 2017). Egalitäre Geschlechtervorstellungen lassen sich als androgynes Modell zusammenfassen,
        dem auch der Verfasser gefolgt ist. Pippi Langstrumpf als „toughes Mädchen“ will
        selbstbewusst „Macht“, sie will sich unabhängig von ihrer Herkunft durchsetzen können und
        selbstbestimmt ihr eigenes Leben gestalten, denn sie ist neugierig und mutig. Hier gibt es
        keinen Unterschied zu Jungen, von denen umgekehrt erwartet wird, dass sie ein höheres Maß
        an Fürsorglichkeit, Offenheit und Interesse an Beziehungen zeigen. Dieses Modell ist sicherlich
        für die meisten jungen Mädchen in diesem Alter attraktiv und eine wichtige Grundlage, um sich
        auch im späteren Leben durchzusetzen.
        Aber in diesem Diskurs gibt es noch ein zweites Modell, das als „geschlechter-sensibel“
        zu bezeichnen ist. Unterschiedliche Stärken und Schwächen, die in der Gesellschaft als
        gleichwertig anerkannt werden, lassen sich auch sozialen Rollen zuordnen. Möglicherweise
        gibt es in diesem Entwicklungsprozess eine Gruppe von jungen Frauen und Mädchen, die
        sich eher zu einem solchen Modell hingezogen fühlen und für die Pippi Langstrumpf eben
        nicht die Eigenschaften verkörpert, die sie für sich selbst wichtig finden. Vielleicht gehen viele
        Erwachsene, auch der Autor, von Vorstellungen aus, die nur von einem Teil der jungen Frauen
        geteilt wird (Finne et al. 2020). Möglicherweise lassen sich die Differenzen zwischen Jungen
        und Mädchen, die sich auf das Erscheinungsbild beziehen, verringern, wenn die Erwachsenen
        bei den Rollenvorstellungen der nachwachsenden Generation eine größere Toleranz an
        den Tag legen.“

        Der Absatz deutet tatsächlich sowas in diese Richtung an.

        Als Universalerklärung scheitert dies aber an Zahlenvergleichen mit z.B. Korea. Dort ist die Unzufriedenheitsdifferenz (Mädchen sind unzufriedener als Jungs) sogar noch höher, aber m.W.n. ist dort das Frauenbild noch sehr traditionell.

        Für Europa sind es aber tatsächlich DE, DK und SE wo die Mädels Psychopharmaka einwerfen wie Smarties…

        Wäre also ein echt spannendes Forschungsthema für die berühmten „Gender Studies“. Aber da die ja keine echte Forschung machen sondern nur Agitprop, dürften dort solche Studien gleich im Giftschrank landen…

        • „Möglicherweise gibt es in diesem Entwicklungsprozess eine Gruppe von jungen Frauen und Mädchen, die sich eher zu einem solchen Modell hingezogen fühlen und für die Pippi Langstrumpf eben
          nicht die Eigenschaften verkörpert, die sie für sich selbst wichtig finden.“

          Genau das meinte ich. Wir hatten ja hier vor längerem einen Artikel über junge Frauen, die sich auf Instagram überwiegend mit Kosmetik, Mode und Schönheit beschäftigen, offenbar ganz freiwillig, ohne das sie jemand manipuliert. Oder die sogenannten Girlsdays, die es seit 20 Jahren gibt und die nicht zu einer nennenswerten Veränderung der Berufswahl von Frauen geführt haben; Mädchen wollen immer noch lieber Erzieherin werden als Automechaniker.

          Könnte es evtl. doch Unterschiede geben zwischen Männer und Frauen, die nicht auf das Patriarchat zurückzuführen sind? Möglicherweise gar biologische Unterschiede, die sich durch Erziehung und Politik nicht verändern lassen? Macht man Mädchen evtl. unglücklich, wenn man sie nicht so leben lässt, wie sei es gerne möchten? Entwickeln sie dann möglicherweise psychische Störungen?

  4. „we deserve“

  5. Der Sicherheitsdienst könnte vom Nation of Islam Farrakhan sein:

    mobster & race hustler regieren mit, in den USA

  6. Fortsetzung von hier

    renton schrieb:

    Achso, die Sorte Bullshit meinst Du. Ja, dann hast Du natürlich recht. Sowas gibt es ja häufiger.
    Hier im Forum zum Beispiel, da geistert so ein Typ herum, der ständig behauptet, wir sollten in Europa endlich ZeroCovid durchführen, weil das ganz bestimmt funktionieren würde. Als hinreichenden Beleg führt er dann immer Länder und Regionen an, in denen es funktioniert hat, unterschlägt dabei aber immer die Unterschiede zu Deutschland und Europa, macht also aus der notwendigen Bedingung (kann es überhaupt irgendwo funktionieren) durch Auslassung die hinreichende (hier funktioniert es ganz bestimmt auch).

    Du fantasierst.

    Wir hatten erst kürzlich eine Diskussion, in der ich meinen Standpunkt klar gemacht habe.

    Du schreibst:

    der Typ behauptet ständig, wir sollten in Europa endlich ZeroCovid durchführen, weil das ganz bestimmt funktionieren würde. Als hinreichenden Beleg führt er dann immer Länder und Regionen an, in denen es funktioniert hat

    Der Grund für NoCovid ist weder „wir sollten [das] durchführen, weil das ganz bestimmt funktionieren würde“, noch führe ich als „Beleg“ dafür andere Länder an. Du bist derjenige, der sich auf einen „Beleg“ kapriziert, weil du es ohne diesen erst gar nicht versuchen willst. Ich habe weiß Gott wie oft klipp und klar gesagt, dass die erfolgreichen Länder selbstverständlich kein Beweis dafür sind, dass es auch bei uns funktioniert. Sie sind ein Beweis, dass es funktioniert. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die erfolgreichen Länder beweisen, dass Eliminierung möglich ist. Und in dem Moment wo das klar ist, lautet die wesentliche Frage nicht mehr „Kann es funktionieren?“, sondern nur mehr „Wollen wir es machen bzw. versuchen?“.

    Eliminierung ist möglich, und es völlig klar dass diese Strategie die größten Vorteile für alle bringt: Für die Gesundheit (medizinisch und psychisch), für die Wirtschaft, für die Kinder, für die Risikogruppen, für das soziale Zusammenleben. Das sagt die Theorie und das beobachten wir inder Praxis der erfolgreichen Länder. Was hindert uns noch daran, darauf hinzuarbeiten? Willst du weiter Dauerlockdown und Jojo Maßnahmen?

    Du schreibst:

    [Er] unterschlägt dabei aber immer die Unterschiede zu Deutschland und Europa,macht also aus der notwendigen Bedingung (kann es überhaupt irgendwo funktionieren) durch Auslassung die hinreichende (hier funktioniert es ganz bestimmt auch).

    Das ist so dermaßen schief und fehlerhaft, man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Deine Einschübe in den Klammern sind keine Bedingungen. Weder notwendige noch hinreichende.

    „Eine Bedingung […] ist die mit wenn, falls (konditional) oder weil (kausal) verbundene Teilaussage eines Satzes, die eine so bedingte Folgerung oder Wirkung hervorruft.“

    Deinen Einschüben in Klammern fehlen sämtliche Merkmale einer Bedingung. Das erste („kann es überhaupt funktionieren“) ist eine Frage, das zweite („hier funktioniert es ganz bestimmt auch“) eine allgemeine Aussage, oder, wenn du möchtest, eine Behauptung.
    Ich kann deinem ganzen Absatz nichts abgewinnen außer dem krampfhaften Versuch, irgend etwas völlig unpassendes mit notwendigen und hinreichenden Bedingungen zu konstruieren.

    Bitte vergleiche es mit dem, was ich im letzten post zur Gesetzeslage schrieb:

    „Wenn aktuelle Auslastung über 75% und wenn aktuell mehr Patienten in Behandlung als 2019, dann keine Ausgleichszahlung.“

    Das sind Bedingungen. Zwei mal „wenn“ (Konditional), „keine Ausgleichszahlung“ ist die Wirkung, die bei Erfüllung der Konditionale eintritt.

    Du hast erst kürzlich in meine Richtung moniert:

    Du hast nur Beispiele gebracht, die zwar ein Indiz für Deine Auffassung darstellen, aber keine abschließende Begründung.

    Bei dem video von S.E. bist du hingegen bereit, seine Indizien (wenn du mich fragst nicht besonders gute) umstandslos zu akzeptieren, ohne jegliche weitere Plausibilitätsprüfung. S.E. ist m.E. ein Spinner, und schon seine grundlegendsten Annahmen stimmen nicht. Im Video bei 7:20 führt er die Tatsache, dass die Auslastung (Anzahl belegte Betten) der ITS immer recht konstant bei ca 20.000 liegt, als Argument an warum an der „angeblichen Überlastung“ nichts dran sei. Er demonstriert damit nur absolute Unkenntnis von den Abläufen im Gesundheitssystem. Es ist nicht so einfach wie er sich das vorstellt. Ich habe einiges dazu hier geschrieben. Bereits bei einer Auslastung von 10% mit Covid Patienten beginnen die Probleme, und ab 30% Auslastung mit Covid Patienten ist Feuer am Dach.

    Dass die Gesamtanzahl der Betten relativ konstant ist liegt einerseits daran, weil nicht ganz Deutschland gleich stark betroffen ist – es mittelt sich heraus. Andererseits bedeutet z.b. eine Auslastung mit 20% Covid Patienten NICHT, dass im entsprechenden KH 20% mehr belegte Betten sind. Der Großteil der 20% Covid Patienten wird innerhalb der bestehenden Betten umgeschichtet, sodass insgesamt die Anzahl der belegten Betten relativ gleich bleibt. Weil es gar nicht anders geht – andere Patienten müssen dann eben warten. Es ist nicht so, dass KH eine solche Menge an ITS Betten „vorrätig“ haben, s. voriger Absatz.
    Ich brauche das nicht einmal nachprüfen, aber ich garantiere dir wenn du dir die Auslastungen genauer ansiehst (Bundesland oder LK Ebene), dann wirst du in den stark betroffenen Gebieten (z.b. Sachsen) auch tatsächlich einen Anstieg in der Bettenbelegung sehen. Das ist dann aber bereits die Situation „Feuer am Dach“, wo das Gesundheitssystem im Katastrophenmodus ist.
    (Übrigens: Deutschlandweit zur Zeit ca. 23% Auslastung mit Covid Patienten. Ganz Deutschland, d.h. einzelne Gebiete sind bereits schlimmer betroffen. Was diese Auslastung mit Covid Pat. bedeutet siehe voriger Absatz.)

    Es ist ein ähnlicher Fehler wie in seinen schwachsinnigen Videos zur Übersterblichkeit. Er nimmt einfach die Gesamtzahlen und sagt „oh, man sieht ja keinen Anstieg, das bedeutet wir haben keine Überlastung“. Bei den Übersterblichkeitsvideos machte er das halt mit den Gesamtzahlen die er immer nur auf das ganze Jahr betrachtet, „oh, man sieht ja bei den Jahreszahlen keine/geringe Übersterblichkeit, alles kein Problem“. Dass man es überdeutlich sieht wenn man es monats- oder wochenweise analysiert (was für jeden vernünftig denkenden Menschen völlig einleuchtend ist, weil man saisonale Effekte erfassen will die bei einer reinen Jahresbetrachtung verlorengehen) ignoriert er einfach. Was für ein Unsinn.

    Dass er auch die Gesetzeslage bez. der KH-Ausgleichszahlungen grob missverständlich bzw. falsch darstellt, verwundert nicht.

    Aber was will man von einem gescheiterten Wanderprediger und Virenleugner erwarten? Von Kreationisten oder flat-earthern kannst du auch keine vernünftigen Gedankengänge erwarten. Bei seinen Videos, egal welches, schlägt regelmäßig bereits nach wenigen Sekunden meine Bullshit Heuristik Alarm. Er ist m.E. ein verrückter Spinner, und ich unterstelle ihm hier explizit das allerschlechteste, nämlich dass er mit seinen toll produzierten Videos und seiner Popularität in gewissen Kreisen auf dem Rücken der Pandemie Geld verdienen will. Alleine in seinem letzten DIVI Video sind 3(!) Werbeeinschaltungen, so viel gibts nicht mal beim guten Boris R.

    Ein echtes Trauerspiel dass so jemand hier in diesem Forum, wo sich eine Menge kritisch denkender Leute tummeln, auf so viel Begeisterung (du, beweis, quellwerk, Jochen Schmidt und andere) stößt.

    • @pingpong stellt fest:

      a. …. bei den Übersterblichkeitsvideos machte er (SE) das halt mit den Gesamtzahlen die er immer nur auf das ganze Jahr betrachtet, „oh, man sieht ja bei den Jahreszahlen keine/geringe Übersterblichkeit, alles kein Problem“.
      b. … dass man es überdeutlich sieht wenn man es monats- oder wochenweise analysiert (was für jeden vernünftig denkenden Menschen völlig einleuchtend ist, weil man saisonale Effekte erfassen will die bei einer reinen Jahresbetrachtung verlorengehen) ignoriert er einfach. Was für ein Unsinn.

      @pingpong betrachtet also 2 Sätze, wobei, nach seiner Einschätzung
      a. wahr ist bezogen auf das Jahr unter Berücksichtigung der Demografie und im Verhältnis auf die Gesamtmenge
      b. wahr ist bezogen auf einen spezifischen kurzen Zeitraum ohne Berücksichtigung der Demografie und nicht bezogen auf die Gesammenge

      @pingpong denkt:

      1.
      a. ist zwar wahr, lässt aber keinen Schluss auf eine gefählriche pandemische Lage zu, denn dies könne nur geschehen unter Betrachtung kurzer Zeiträume und absoltuer Fallzahlen nach b.

      2.
      Der Grund für die Irrelvanz des relativen Jahresdurchschnitts nach a. zur Beurteilung einer pandemischen Lage liege in dem „was für jeden vernünftig denkenden Menschen völlig einleuchtend ist, weil man saisonale Effekte erfassen will die bei einer reinen Jahresbetrachtung verlorengehen“

      @quellwerk denkt:

      also muss nach @pingpong eine pandemische Lage tagesweise ausgerufen und/oder abgesagt werden. Unterstützung für diesen Standpunkt könnte die von @pingpong ins Spiel gebrachte Dynamik des Geschehens, die keine Empirie kenne, sein („Nicht-Ergodizität“)

      • @quellwerk

        Diese Pseudo-Logik ist ermüdend, deine Unterstellungen ebenso.

        Sobald du dich von der eindimensionalen Prämisse löst, wonach für die Beurteilung einer „gefährlichen pandemischen Lage“ alleine Todeszahlen (egal ob übers Jahr oder kürzere Zeiträume) ausschlaggebend wären, werden sich viele deiner „logischen Widersprüche“ auflösen. Bitte informiere dich z.b. hier, insbesondere dieser Teil:
        However, the case fatality rate might not be an adequate measure of pandemic severity during a pandemic response because […]

        Du schreibst:

        @pingpong denkt:
        1.
        a. ist zwar wahr, lässt aber keinen Schluss auf eine gefählriche pandemische Lage zu, denn dies könne nur geschehen unter Betrachtung kurzer Zeiträume und absoltuer Fallzahlen nach b.

        Meine Feststellung eine saisonale Betrachtung wäre sehr sinnvoll ist nicht gleichbedeutend mit deiner Unterstellung NUR eine saisonale Betrachtung wäre zulässig.

        2.
        Der Grund für die Irrelvanz des relativen Jahresdurchschnitts nach a. zur Beurteilung einer pandemischen Lage

        Vielleicht schaffst du es irgendwie, aus den lichten Höhen deiner abstrakten Gedankenwelt herabzusteigen in die Realität. Was ich schrieb bezog sich auf diese konkrete seit 14 Monaten andauernde Pandemie, und es ist ganz unkonstruktiv mir daraus zu unterstellen ich würde Jahresdurchschnitte generell(!) für irrelevant halten. Die Spanische Grippe 1918 war in den Jahresdurchschnitten deutlich zu sehen und selbstverständlich ist das NICHT irrelevant.

        Wenn du es schaffst von diesen beiden falschen Unterstellungen wegzukommen, dann löst sich auch deine beliebige Folgerung (ex falso quodlibet) in Luft auf:

        also muss nach @pingpong eine pandemische Lage tagesweise ausgerufen und/oder abgesagt werden.

        Du schreibst:

        die von @pingpong ins Spiel gebrachte Dynamik des Geschehens, die keine Empirie kenne, sein („Nicht-Ergodizität“)

        Dynamik und (Nicht-)Ergodizität sind ganz verschiedene Dinge die nur sehr am Rand miteinander zu tun haben. Wie der Teilsatz „die keine Empirie kenne“ mit Dynamik und/oder Ergodizität zusammenhängen erschließt sich nur dir.

        • Wir müssen aufpassen, dass wir beide nicht einschlafen, denn ich werde beim Lesen deiner Texte auch immer so müde.

          Ich habe 46 Sekunden für deinen Link investiert (Wikipedia) und dort gelesen, dass eine brasilianische Forschergruppe mit Hilfe der dort erwähnten Methoden ( -> könnte man hier von einer Erweiterung der Bewertungskriterien sprechen à la Intersektionalismus, welcher die Diskriminierung auch nach multiplen Kriterien misst, also eine Art intersektionale Betrachtung der COVID Pandemie unter Berücksichtigung der Nicht-Ergodizität des Infektionsgeschehens mit Schwerpunkt auf Saisonalität?), feststellt, dass Covid fast genauso gefährlich ist, wie die spanische Grippe, von der gesagt wird, dass …
          „Die Spanische Grippe tötete in nur wenigen Monaten Schätzungen zufolge zwischen 27 bis 50 Millionen Menschen.
          https://www.aerzteblatt.de/archiv/197155/Spanische-Grippe-Ein-Virus-Millionen-Tote

          Nach dem Urteil der Forschergruppe gemäß Wikipedia-Artikel gilt:
          Die Spanische Grippe hat für die intersektionalen Kriterien Transmissibility und Clinical Severity die Kennzahlen 5 und 7

          Covid hat für die intersektionalen Kriterien Transmissibility und Clinical Severity die Kennzahlen 5 und (4-7)

          Die Experten kommen zum Ergebnis, dass beide Pandedemien vergleichbar in der Gefährlichkeit seien.

          Covid hat aber laut dieser Statistik
          https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1103240/umfrage/entwicklung-der-weltweiten-todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus/
          nach über einem Jahr (also ein Mehrfaches des Zeitraumes der Spanischen Grippe) nur ca. 3 Mio Menschen das Leben gekostet. Wie wir (auch du) wissen, haben wir keine Übersterblichkeit, was die Annahme zulässt, dass viele Covid – Erkrankte mit Covid, aber nicht an Covid gestorben sind. Ich reduziere die 3 Mio, weil du es bist, nur um 1 Mio.
          Wir müssen die – ich nehme die Mitte – 40 Mio Tote der Spanischen Grippe mal – ich nehme den Faktor 3 (-> wenige Monate bei Spanischer Grippe ggü über 1 Jahr bei Covid) 3 nehmen, um einen Vergleich zu ermöglichen, also haben wir 120 Mio Tote bei der spanischen Grippe ggü 2 Mio Tote bei Covid, was die Experten von oben, trotz eines Missverhältnis von 1:60 von einer vergleichbaren Gefährlichkeit reden lässt („… the case fatality rate might not be an adequate measure of pandemic severity … “).

          Zum Thema Ergodizität. Diesen Begriff hattest du hier eingeführt (sicherlich, nachdem du ihn ohne Verständnis bei irgendwelchen organisierten oder nichtorganisierten Stichwortgebern aufgeschnappt hast). Er bedeutet:

          Streng ergodisch wird ein System dann genannt, wenn die Zeitmittel und Scharmittel mit der Wahrscheinlichkeit eins zum gleichen Ergebnis führen. Anschaulich bedeutet das, dass während der Entwicklung des Systems alle möglichen Zustände erreicht werden, der Zustandsraum also mit der Zeit vollständig ausgefüllt wird. Das bedeutet insbesondere, dass bei solchen Systemen der Erwartungswert nicht vom Anfangszustand abhängig ist

          Das heißt, Ergodizität ist gegeben, wenn ich von dem empirischen Befund auf die theoretisch berechneten, wahrscheinlich eintretenden Fall und umgekehrt schließen kann.

          Du brauchst NICHT–Ergodizität, weil du NICHT von empirischen Daten auf den wahrscheinlichen Ausgang schließen möchtest (so wie ich), sondern irgendwie ein sprunghaftes System, das sich mal so, dann wieder so verhält, also Zustände beliebig wählt.

          Du verstehst, deine eigenen Konzepte nicht. Auch dein Münzwurfbeispiel zur Veranschaulichung von Nicht-Ergodizität ist ein Rohrkrepierer – aber das wirst du nicht begreifen, weswegen ich mir die Ausführung spare.

          Weiterhin behauptest du: „Dynamik und (Nicht-)Ergodizität sind ganz verschiedene Dinge“. Wenn du, @pingpong, Nicht-Ergodizität willst, gleichzeitig Angst vor der gefährlichsten Pandemie seit der spanischen Grippe hast, welches Konzept benötigst du, um die Gefährlichkeit zu begründen (die nach dir ja nicht empirsch verifiziert oder modelliert werden kann): ein statistisches, sicher berechenbares System oder das Gegenteil davon?

          Du verstehst die grundlegenden Voraussetzungen und Konzepte deines Standpunktes überhaupt nicht. Deswegen werden die Leudde wahnsinnig, wenn sie länger mit dir parlieren.

          • Covid hat aber laut dieser Statistik nach über einem Jahr (also ein Mehrfaches des Zeitraumes der Spanischen Grippe) nur ca. 3 Mio Menschen das Leben gekostet.

            Letzter post, 2. Satz. Das ist der mit deiner fälschlichen Prämisse, es käme zur Beurteilung der Gefährlichkeit nur auf die Todeszahlen an.

            Das heißt, Ergodizität ist gegeben, wenn ich von dem empirischen Befund auf die theoretisch berechneten, wahrscheinlich eintretenden Fall und umgekehrt schließen kann.

            Nein. Du verstehst nicht, dass sowohl Zeitmittelwert als auch Scharmittelwert beides empirische Befunde sind. Ergodizität beschäftigt sich nicht mit einem Gegensatz zwischen „empirischem Befund“ und „theoretisch berechneten Fall“ so wie du das imaginierst. Lies dir ein paar Grundlagen durch.

            Auch dein Münzwurfbeispiel zur Veranschaulichung von Nicht-Ergodizität ist ein Rohrkrepierer

            Das Beispiel ist völlig in Ordnung. Ich erkläre es dir gerne wenn du Verständnisprobleme hast.

            welches Konzept benötigst du, um die Gefährlichkeit zu begründen (die nach dir ja nicht empirsch verifiziert oder modelliert werden kann)

            Unsinn.

            ein statistisches, sicher berechenbares System oder das Gegenteil davon

            Du hast offenbar weder von Statistik, noch von der Berechnung(?) von Systemen (insbes. komplexer) Ahnung.

          • Ergodisches System:

            Ein weiteres Beispiel ist das Würfeln: Die mittlere Augenzahl von 1000 Würfelwürfen kann man sowohl dadurch ermitteln, dass man mit einem Würfel 1000-mal hintereinander würfelt, als auch dadurch, dass man mit 1000 Würfeln gleichzeitig würfelt. Das liegt daran, dass die 1000 gleichzeitig geworfenen Würfel alle in leicht verschiedenen Zuständen (Lage im Raum, Ausrichtung der Kanten, Geschwindigkeit etc.) sein werden und damit ein Mittel über den Zustandsraum darstellen. Daher kommt auch der Begriff Scharmittel: Bei einem ergodischen System kann man die Entwicklung einer ganzen „Schar“ von Anfangszuständen gleichzeitig verfolgen und damit dieselbe statistische Information gewinnen, wie wenn man einen Anfangszustand für einen entsprechend längeren Zeitraum betrachtet.

            Nicht Ergodizität
            Um das Beispiel von oben nichtergodisch zu machen, musst du die Parameter des Experimentes ändern, was z.B. dadurch geschehen kann, dass man der Person, die 1000 mal würfelt, Restriktionen erteilt, die die 1000 Personen, die einmal würfeln, nicht haben. Dein Münzwurfbeispiel hatte unterschiedliche Parameter für unterschiedliche Spieler, deswegen hattest du den Effekt, der aber in der Konfiguration des Experimentes begründet war.

            Es gibt im Netz ein schiefes Beispiel zur Nichtergodizität, die dort nur deswegen auftritt, weil die Bedingen bei der Messung zu einem Zeitpunkt und der Messung über einen Zeitraum eklatant unterschiedlich sind:

            „Betrachten wir das Ganze aus Sicht von Russischem Roulette. Dabei gibt es einen Revolver, der 6 Patronen fassen kann, doch nur mit einer Patrone geladen ist. Wenn wir ein Ensemble betrachten, also 6 Leute, die sich alle dem Revolver aussetzen, so ergibt sich ein Erwartungswert zu sterben von 1/6 = 16,6 %. Wenn wir allerdings nur eine Person betrachten, die das Experimente 6 Mal durchführt, so ergibt sich ein Erwartungswert zu sterben von 1. Russisch Roulette ist somit nicht ergodisch und hat nicht die Eigenschaft der Ergodizität.“

            Das Problem hier ist die Definition der Parameter des Experimentes. Im Beispiel hat jede Person immer einen eigenen Revolver, wobei einmal zu einem Zeitpunkt 6 Personen nur 1 mal abdrücken, beim anderen Mal 1 Person 6 Mal abdrückt, jedoch mit der wesentlichen Einschränkung, dass die Möglichkeiten mit jedem Versuch abnehmen. Diesen Fall könnte man mit Würfeln so simulieren, dass eine Person einen Würfel erhält, dessen Anzahl verschiedener Seiten mit jedem Wurf um eine verringert wird. Es würde sich um einen gezinkten Würfel handeln

            Das bedeutet. wenn du Nicht-Ergodizität behauptest, musst du das Experiment genau definieren und nicht den verschiedenen Abteilungen unterschiedliche Restriktionen unterschieben – und wenn doch, dann muss das begründet werden.
            Zuerst stellt sich die Frage, ob so ein Experiment überhaupt möglich ist und der Begriff anwendbar ist.

            Ich würde so vorgehen, um ein solches Experiment zu definieren:
            a. 100000 Menschen werden zufällig gewählt und geschaut, ob eine Coviderkrankung vorliegt. Nehmen wir an, es sind 100
            b. Jetzt müssten 100 Personen genommen werden, wobei jede ein gleiches Alter, gleichen Wohnort, gleiche Gesundheit, Immunität, etc., wie jeweils 1000 aus der ersten Gruppe haben müssen. Diese Gruppe wird (bei konstant bleibender Durchseuchungsrate, ohne Auftreten von Immunitätseffekten, Mutationen, etc.) nach einem unendlichen Zeitraum alle an Covid erkranken. Alle 100 werden krank werden und beweisen, dass Ergodiziät gegeben ist. Das wäre mein Standpunkt
            c. Dein Standpunkt wäre, dass es überhaupt nicht vorhersagbar wäre, ob überhaupt einer von den 100 an Covid erkrankt (Nicht Ergodizität), vielleicht sogar nur 5, womit du zum Ausdruck brächtest, dass die Coviderkrankung sogar weit weniger gefährlich ist, als z.B. ich behaupte.

            Selbstverständlich ist so ein Experiment kaum durchführbar, womit der Begriff der Ergodizität/ Nicht- Ergodizität ein schwachsinniges Konzept für die Covid-Pandemie ist, weil nicht nachprüfbar, sondern nur in @pingpongscher Manier ohne Substanz behauptbar.

          • Der Begriff der Ergodizität wird u.a. in der Thermodynamik verwendet, um mittels relativ einfach berechenbarer Makrogrößen eine Vorhersage zu treffen, die man nicht machen könnte, wenn keine Ergodizität vorläge und man alle einzeln im Zeitverlauf ablaufenden Prozesse mittels Newtonscher Mechanik ausrechnen müsste. Es werden mathematische Funktionen auf der Basis von Makrogrößen verwendet, insofern ist das Phänomen der Ergodizität in komplexen dynamischen System eine Voraussetzung, um sie mathematisch (also theoretisch) behandeln und vorhersagen zu können.
            Wenn die Empirie stattgefundener Ereignisse, die mittels Berechnung mit Makrogrößen ermittelten Ergebnisse bestätigt, steht theoretisches Werkzeug zur Vorhersage zur Verfügung. Die Berechnung mittels Makrogrößen gilt dann als gesichert. Wenn die Berechnung mittels Makrogrößen eine Vorhersage gestattet, so muss im Umkehrschluss eine empirische Datenbasis, welche die Berechnung mit Makrogrößen verfizierte, auch in der Lage sein, eine Vorhersage zu treffen. Das natürliche Auffassen komplexer dynamischer Prozesse nimmt in der Regel Ergodizität an, weil viele komplexe dynamische Prozesse ergodisch sind. Wenn du einem komplexen dynamischen Prozess, wie die Pandemie, die Ergodizität absprichst, musst du das beweisen, es handelt sich dann nämlich um eine Ausnahme. Soweit du das nicht kannst, ist die Gemeinschaft von Menschen, die einer Pandemie ausgesetzt sind, berechtigt, von der Ergodizität auszugehen und daraus folgend, berechtigt, von der empirisch festgestellten Sterblichkeit auf die zukünftige zu schließen.

          • @pingpong Bitte mache anhand der Begriffe Scharmittelwert und Zeimittelwert deutlich, wie du die Nicht-Ergodizität der Covid- Pandemie nachweisen willst. Nenne eine Hypothese, die die Nichtübereinstimmung von Scharmittelwert und Zeitmittelwert zugrundelegt und die daraus möglichen Folgen. Wenn du keinen Nachweis führen kannst, nenne gute Gründe, die trotz eines fehlenden Beweises, Anlass gibt, Nicht-Ergodizität von Covid anzunehmen. Nenne einzelne, empirische Sachverhalte, die möglicherweise nur anekdotisch, aber geeignet sind, deinen Standpunkt zu veranschaulichen und plausibel zu machen.

          • Dein Münzwurfbeispiel hatte unterschiedliche Parameter für unterschiedliche Spieler

            Nein.

            Regeln Münzspiel:
            Faire Münze, beliebiger Starteinsatz (z.b. 1)
            Bei Kopf: Man gewinnt 50% vom aktuellen Einsatz.
            Bei Zahl: Man verliert 40% vom aktuellen Einsatz.

            Die Regeln sind für alle Spieler gleich.

            Das Problem hier ist die Definition der Parameter des Experimentes. Im Beispiel hat jede Person immer einen eigenen Revolver

            Denk nochmal darüber nach. Es ändert sich überhaupt nichts, wenn die Personen sich alle denselben Revolver teilen. Es ändert auch nichts, wenn die einzelne Person die mehrmals spielt für jedes abdrücken einen neuen Revolver nimmt, statt immer denselben weiterzuverwenden (alle Revolver natürlich mit 1 Kugel in der Kammer).

            Diese Gruppe wird […] nach einem unendlichen Zeitraum alle an Covid erkranken. Alle 100 werden krank werden und beweisen, dass Ergodiziät gegeben ist. Das wäre mein Standpunkt

            Die 100 würden nach einem unendlichen Zeitraum alle an Covid sterben, d.h. individuelle fatality rate 100%. Das steht im Widerspruch zum Scharmittelwert(!) „die CFR/IFR beträgt 0.x%“ und zeigt somit dass Ergodizität NICHT gegeben ist. Der Scharmittelwert ist unterschiedlich vom Zeitmittelwert.

            Dein Standpunkt wäre

            Bitte lass diese Phantastereien und Unterstellungen bezüglich meines Standpunktes.

            insofern ist das Phänomen der Ergodizität in komplexen dynamischen System eine Voraussetzung, um sie mathematisch (also theoretisch) behandeln und vorhersagen zu können.

            Nein.

            Das natürliche Auffassen komplexer dynamischer Prozesse nimmt in der Regel Ergodizität an, weil viele komplexe dynamische Prozesse ergodisch sind.

            Es ist umgekehrt: Komplexe Systeme sind i.A. nicht-ergodisch, deshalb sind sie ja so schwierig zu analysieren. Wären komplexe Systeme ergodisch, dann könnten wir ihr Verhalten verstehen indem wir die Eigenschaften der Einzelteile analysieren. Das können wir aber nicht, Emergenz, also das spontane Auftreten von Ordnung (oder plötzlicher Zusammenbruch) ist gerade eine der wesentlichen Eigenschaften von komplexen System:
            [Emergence] describes any phenomena which are difficult or even impossible to predict from the smaller entities that make up the system.
            Wir können gerade nicht, wie z.b. bei einem idealen Gas, von der Beobachtung eines Teilchens auf das Gesamtverhalten schließen. Es ist nicht ergodisch. Das Verhalten über die Zeit ist unterschiedlich vom (mittleren) Verhalten über die Schar.

            Wenn du einem komplexen dynamischen Prozess, wie die Pandemie, die Ergodizität absprichst, musst du das beweisen, es handelt sich dann nämlich um eine Ausnahme.

            Umgekehrt. Wenn du meinst die Pandemie wäre ergodisch, dann bist du in der Pflicht das zu beweisen, es wäre dann nämlich die Ausnahme. Nicht-Ergodizität liegt schon alleine deshalb nahe, weil der grundlegende Mechanismus einer Pandemie, nämlich die Ausbreitung von Viren, ein multiplikativer Prozess ist (Viren verbreiten sich multiplikativ, s. exponentielles Wachstum). Und multiplikative Wachstumsprozesse sind i.A. nicht ergodisch, z.b. das Münzspiel weiter oben.

            Nenne eine Hypothese, die die Nichtübereinstimmung von Scharmittelwert und Zeitmittelwert zugrundelegt und die daraus möglichen Folgen.

            Siehe oben. Scharmittelwert: Die CFR/IFR beträgt 0.x%. (Es ist ein Scharmittelwert, weil es mittels Durchschnittsbildung über viele unterschiedliche Individuen ermittelt wurde.)

            Wenn dieser Scharmittelwert gleich dem Zeitmittelwert wäre, würde das bedeuten dass im Falle einer sehr langen Pandemie (sagen wir Dauer 80 Jahre) die WS für ein Individuum an Covid zu sterben lediglich eben diese 0.x% beträgt. Die WS zu sterben ist aber offensichtlich viel höher, weil im Fall einer 80 Jahre andauernden Pandemie das Individuum immer wieder dem Risiko der Erkrankung ausgesetzt ist. Es ist genau die Situation „eine Person spielt viele male russisches Roulette“. Wir haben bereits jetzt nach knapp über 1 Jahr Dauer bestätigte Fälle, wo Leute nach überstandener Krankheit wieder infiziert wurden, wo Leute nach Immunisierung durch Impfen trotzdem erkrankt sind, und wo Leute in diesen Fällen auch gestorben sind.

            Was glaubst du, warum nach dem kurzen Hype um CFR/IFR letztes Frühjahr sich kein Mensch mehr für diesen Wert interessiert? Das ist genau der Grund. Weil dieser Wert immer unwichtiger wird je länger die Pandemie dauert. Warum wird er immer unwichtiger? Weil der Zeitmittelwert nicht mit dem Scharmittelwert übereinstimmt.

          • Ich sagte, dass dein Münzwurfbeispiel unterschiedliche Parameter für unterschiedliche Spieler hatte. Du verneinst es mit dem Hinweis

            „Faire Münze, beliebiger Starteinsatz (z.b. 1)“ – das ist richtig
            „Bei Kopf: Man gewinnt 50% vom aktuellen Einsatz.“ – das ist richtig
            „Bei Zahl: Man verliert 40% vom aktuellen Einsatz.“ – das ist richtig
            Die Regeln sind für alle Spieler gleich. – das ist falsch

            Begründung: Deine einschränkende und für die Spieler jeweils ungleiche (Spiel)-Regel lautete, dass Spieler A gewönne, würde er 2 mal „1“ hintereinander werfe, Spieler B hingegen gewönne, würde er die Folge „01“ werfen.
            Erläuterung an einem konkreten Beispiel (3 Würfe):
            Wenn Spieler A und Spieler B z.B. 3 Würfe machten, dann gibt es bei beiden 8 mögliche Kombinationen, wobei die Wahrscheinlichkeit, eine der 8 Kombination zu treffen 1/8 oder 0,5*0,5*0,5 => 0,125 ist. Die Spielregel fragt aber nicht nach einer kompletten Kombination, sondern nach einem Teil (01 bzw. 11), wobei jedem Spieler das Erreichen einer der beiden Kombination als einschränkende unterschiedliche Bedingung vorgegeben wird.
            Wäre die Regel, dass Spieler A 00 und Spieler B 11 werfen sollen, gäbe es bei beiden 3/8 Wahrscheinlichkeit, also 0,375. Du hättest deinen Effekt nicht.
            Wäre die Regel, dass Spieler A 01 und Spieler B 10 werfen sollen, gäbe es bei beiden 4/8 Wahrscheinlichkeit, also 0,5, Du hättest deinen Effekt nicht
            Die Regel lautet aber, dass Spieler A 01 und Spieler B 11 werfen sollen, was 0,5 bzw. 0,35 ergibt. Du erreichst deinen Effekt durch unterschiedliche Parameter.

            Deine Entgegnung auf meine Bemerkung: „ Im Beispiel hat jede Person immer einen eigenen Revolver“ ist eine unschöne Diskussionstaktik (Strohmann-Argument) oder einfach falsches Denken. Du sagst nämlich:
            „Denk nochmal darüber nach. Es ändert sich überhaupt nichts, wenn die Personen sich alle denselben Revolver teilen. Es ändert auch nichts, wenn die einzelne Person die mehrmals spielt für jedes abdrücken einen neuen Revolver nimmt, statt immer denselben weiterzuverwenden (alle Revolver natürlich mit 1 Kugel in der Kammer).“

            Ich hatte die Ausgangssituation des Experimentes beschrieben und keinen Hinweis darauf gegeben, ob es relevant wäre, dass ein Revolver mehrfach verwendet würde. Diesen Schluss unterstellst du mir, um einen Punkt zu machen, indem du sagst, dass sei irrelevant, was tatsächlich der Fall ist, wenn du das Beispiel (Russisch Roulette) ignorierst, an dem ich zeige, wie Nicht-Ergodizität falsch nachgewiesen wird, indem unterschiedliche Parameter für die Beteiligten verwendet wird (s.o.)

            Ein Teil von dein mir unterschobenes Argument ist richtig in deinem Sinne und falsch in meinem, was uns zu den lichten Höhen des @pingpongschen verdrehten Gedankenvielerleis führt, denn tatsächlich könnte für die Ermittlung des Scharmittelwerts jeder der acht Spieler denselben Revolver verwenden (dein Strohmann funktioniert hier), aber eben nicht die einzelne Person für die Ermittlung des Zeitmittelwerts für jeden Versuche jeweils einen neuen Revolver (mit beliebigen Ausgangszustand) nehmen, weil ja der Sinn meines Beispiels die (schiefe) Demonstration der Nicht-Ergodizität war (s.o. Demonstration von Nicht-Ergodizität, indem für die Beteiligten unterschiedliche Parameter gesetzt werden), was geradezu erforderte, dass die einzelne Person immer denselben Revolver nähme (-> unterschiedlicher Parameter, weil spätestens nach dem 6 Mal der Schuss fällt), damit (fälschlich) nachgewiesen werde, dass Scharmittelwert und Zeimittelwert sich unterschieden

          • @quellwerk:

            Du scheinst dich fälschlicherweise auf dieses Münzspiel zu beziehen. Das ist ein ganz anderes Spiel als das Ergodizitäts-Münzspiel aus diesem Beitrag.

            Das erste Münzspiel hat überhaupt nichts mit Ergodizität zu tun, es ist einfach ein interessantes Beispiel aus der WS-Rechnung. Nur du weißt warum du in dem Kommentarstrang damals das Thema Ergodizität überhaupt aufgebracht hast, es wurde weder von mir angesprochen als ich das Spiel definiert habe, noch von den anderen Kommentatoren die darauf geantwortet haben.

            Um es ganz deutlich zu sagen damit du es auch verstehst: Beim Ergodizitäts-Münzspiel geht es überhaupt nicht darum wer welche Sequenz wirft (01 oder 11), und es gibt auch keine Regel dass jemand beim Werfen einer bestimmten Sequenz „gewinnt“.

            Den Rest deines Konvoluts mit dem Revolver verstehe ich leider nicht. Du hast zuvor bemängelt:

            Im Beispiel hat jede Person immer einen eigenen Revolver, wobei einmal zu einem Zeitpunkt 6 Personen nur 1 mal abdrücken, beim anderen Mal 1 Person 6 Mal abdrückt, jedoch mit der wesentlichen Einschränkung, dass die Möglichkeiten mit jedem Versuch abnehmen.

            Es macht keinen Unterschied.

            Experiment A: Viele Menschen spielen ein mal russisches Roulette
            Experiment B: Ein Mensch spielt viele male russisches Roulette.

            Du kannst A auf verschiedene Weisen durchführen: Jede der Personen hat ihren eigenen Revolver und drückt ein mal ab. Oder alle haben einen gemeinsamen Revolver, und jeder gibt ihn nach ein mal abdrücken an die nächste Person weiter (eine Person bekommt den Revolver nicht in die Hand gedrückt, sondern muss ihn von einem besonderen Pechvogel aufheben).

            Du kannst B auf verschiedene Weisen durchführen: Die Person hat einen Revolver und drückt mehrmals hintereinander mit diesem ab. Oder die Person drückt ab, legt den Revolver weg, und nimmt sich für das nächste abdrücken einen neuen.

            Wie auch immer, es macht keinen Unterschied wie du es durchführst, das Ergebnis ist stets dasselbe: Du findest heraus, dass der Scharmittelwert ungleich dem Zeitmittelwert ist.

          • Nimm die Ergodizität weg und erläutere bitte deinen Satz: „Die Regeln sind für alle Spieler gleich“. Ich habe dir dargestellt, dass sie nicht gleich sind (abgesehen davon, dass beide mit einem fairen Würfel spielen).

            Das Revolverbeispiel ist ein Beispiel aus dem Netz, um Nicht Ergodizität zu veranschaulichen.

            „Betrachten wir das Ganze aus Sicht von Russischem Roulette. Dabei gibt es einen Revolver, der 6 Patronen fassen kann, doch nur mit einer Patrone geladen ist. Wenn wir ein Ensemble betrachten, also 6 Leute, die sich alle dem Revolver aussetzen, so ergibt sich ein Erwartungswert zu sterben von 1/6 = 16,6 %. Wenn wir allerdings nur eine Person betrachten, die das Experimente 6 Mal durchführt, so ergibt sich ein Erwartungswert zu sterben von 1. Russisch Roulette ist somit nicht ergodisch und hat nicht die Eigenschaft der Ergodizität.“

            Das heißt, du und ich sind der gleichen Auffassung, dass Schar- und Zeitmessung unterschiedlich ist. Hier greift dein Strohmannargument noch einmal, das insinuiert, ich würde das Gegenteil behaupten.

            Der Punkt, den ich schon seit längerem mitzuteilen versuche, ist die Anordnung des Experiments. Es macht keinen Sinn, ein Experiment so zu gestalten, dass es inhärent nicht-ergodisch ist. Du musst – im Gegenteil – das Experiment so gestalten, das die Messung für den Scharmittelwert und die Messung für Zeitmittelwert mit gleichen Parametern arbeiten – das ist ja der Witz. Es soll nachgewiesen werden, dass obwohl bei beiden Methoden die Bedingungen gleich sind und die Wahrscheinlichkeitsbetrachtung nahelegt, dass beide Methoden zum selben Ziel führen, wir eine Art Sprung haben, der unterschiedliche Mittelwerte produziert. Im Russisch Roulette Nicht-Ergodizität – Beispiel müsstes der einzelne Spieler für jedes Abdrücken einen frischen Revolver bekommen. Dann wären die Bedingungen gleich. Wenn jetzt aber durch Messung ein unterschiedliches Ergebnis nachgewiesen (mit unzähligen Toten als Seiteneffekt), hätten wir das überraschende Phänomen der Nicht-Ergodizität bei einer als ergodisch angenommenen Versuchsanordnung.

            Diesen Gedanken habe ich übertragen auf COID und gehe dort von Ergodizität auis, du nicht. Ich habe mir dann überlegt, wie eine Versuchsanordnung aussehen müsste, um deine These zu falsifizieren. Davon später – ich muss jetzt Software für einen Kunden fertig machen.

          • „Die Regeln sind für alle Spieler gleich“. Ich habe dir dargestellt, dass sie nicht gleich sind

            Du vermischt Regeln aus verschiedenen Spielen. Ich habe dir die entsprechenden Beiträge in meinem letzten post verlinkt, bitte lies es nach.

            Es macht keinen Sinn, ein Experiment so zu gestalten, dass es inhärent nicht-ergodisch ist.

            Ergodizität ist eine Eigenschaft des Prozesses (z.b. russisches Roulette oder das Münzspiel). Um herauszufinden, ob ein Prozess ergodisch ist oder nicht, machst du Experimente. Dein Satz ergibt keinen Sinn. Der Begriff Ergodizität ergibt für ein Experiment keinen Sinn. Du machst ein Experiment, um herauszufinden ob der Prozess ergodisch ist.

            und die Wahrscheinlichkeitsbetrachtung nahelegt, dass beide Methoden zum selben Ziel führen

            Das ist es, was du mit den Experimenten herausfinden möchtest.

            Im Russisch Roulette Nicht-Ergodizität – Beispiel müsstes der einzelne Spieler für jedes Abdrücken einen frischen Revolver bekommen. Dann wären die Bedingungen gleich.

            Genau das habe ich im letzten post geschrieben.

            hätten wir das überraschende Phänomen der Nicht-Ergodizität bei einer als ergodisch angenommenen Versuchsanordnung.

            Es geht darum, folgende Frage* zu beantworten: Ist russisches Roulette ein ergodischer Prozess? Ich weiß nicht was du mit Annahmen über „Ergodizität von Versuchsanordnungen“ (was soll das sein? Ergodizität ist eine Eigenschaft des Prozesses bzw des Systems, nicht der Versuchsanordnung) erreichen willst. Es trägt zur Beantwortung der Frage nichts konstruktives bei.

            *Zweck: durch die Beantwortung der Frage ein intuitives Verständnis zu bekommen was Ergodizität bedeutet.

          • Als ich sagte, das Experiment muss ergodisch sein, dann war es ein spontan geprägter terminius technicus von mir, der Anforderung an ein Experiment stellt, welches in der Lage ist, zu überprüfen, ob ein Prozess ergodisch sei. Es muss sichergestellt sein, dass sowohl die Scharmessung, als die Zeitmessung unter gleichen Bedingungen abläuft. D.h. das Experiment muss Eigenschaften erfüllen, die eine vorhandene Ergodizität nicht verschwinden lässt und umgekehrt eine Nicht-Ergodizität ergodisch werden lässt. Dies nannte ich ergodische Anordung des Experimentes – diesen Begriff kannst du aber wegwerfen, es war nur ein Kürzel. Ich hatte vergessen, dass du gerne Formalien aufgreifst, um den Inhalt zu vermeiden.
            Die ganzen Texte davor von mir kannst du unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Als nächstes wollte ich mich der Experiment-Anordnung zur Falsifikation der Nicht-Ergodizität These der Covid-Pandemie zuwenden. Dafür werde ich schauen, welche Argumente für eine Ergodizität von Covid sprechen und welche dagegen und dann die unwahrscheinlichere These (Nicht – Ergodizität n.m. Auffassung) in einer Experiment-Anordnung zu Fall bringen – falls so ein Experiment überhaupt möglich ist.

          • Wenn andere Menschen irgendwelche spontan erfundenen Begriffe aus der quellwerkschen Gedankenwelt nicht verstehen, liegt der Fehler nicht auf Seiten der anderen Menschen.

            Als nächstes wollte ich mich der Experiment-Anordnung zur Falsifikation der Nicht-Ergodizität These der Covid-Pandemie zuwenden.

            Mach das mal. Ich habe hier bereits einiges dazu geschrieben.

            Du könntest zum Aufwärmen nochmal das Münzspiel betrachten, nachdem dir jetzt hoffentlich klar ist in welcher Art und Weise du die Regeln von verschiedenen Spielen vermischt hast.

            Hier nochmal das Münzspiel und seine Regeln:

            Faire Münze, beliebiger Starteinsatz (z.b. 1)
            Bei Kopf: Man gewinnt 50% vom aktuellen Einsatz.
            Bei Zahl: Man verliert 40% vom aktuellen Einsatz.

            Ergodisch oder nicht?

            Münzspiel Variante:

            Faire Münze, beliebiger Starteinsatz (z.b. 1)
            Bei Kopf: Man gewinnt den fixen Betrag 50.
            Bei Zahl: Man verliert den fixen Betrag 40.

            Ergodisch oder nicht?

          • Deine Beispiele sind aus dem Internet abgeschaut inkl. der Ergebnisse. Der Nachweis der Nicht-Ergodizität oder Ergodizität durch geeignete Experimente steht außer Frage und kann zur Veranschaulichung des Problems dienen. Ich finde diese Experimente interessant, aber nicht für unseren Fall.
            Hier ist mein Ansatz:
            Du stellst die These auf, dass die empirischen Zeitmittelwerte der Toten in der Covid – Pandemie keine verlässlichen Daten für die Vorhersage zukünftiger Tote sei (du sagst sogar, Empirie habe mit dem Konzept der Ergodizität nichts zu tun), weil mathematische Berechnungen gründend auf den Scharmittelwertes zu ganz anderen Ergebnissen komme, als die realisierten Toten aufzeige.
            Dies steht im direkten Widerspruch zu einigen Epidemiologen, die aufgrund mathematischer Modelle ihrer Wissenschaft eine Nichtüberbelastung der Intensivbetten vorausgesagt hatten, was denn auch eingetroffen ist.
            Die empirischen Toten sind gemessene Zeitmittelwerte. Die mathematischen Funktionen der Epidemiologie nimmt nach meinem Verständnis den Scharmittelwert zwecks Voraussschau (wie die Thermodynamik) , woraus folgt, wenn die Berechnungen zutreffen, dass Ergodizität gegeben ist . Die Epidemiologie muss von einer Ergodizität ausgehen, sonst wäre sie eine nutzlose Wissenschaft.

            Das ist mein Ansatz. Es wäre also zu überprüfen, welche Experimentalanordnung die Epidemiologie verwendet, ob sie tatsächlich Scharmittelwerte, wie Boltzmann verwendet. Ich zerlege das Problem analytisch und gehe Schritt für Schritt weiter vor, um zu sehen, ob deine Nicht-Ergodizität von Covid nur heiße Luft ist.

          • die empirischen Zeitmittelwerte der Toten

            Was soll das denn nun wieder sein?

            du sagst sogar, Empirie habe mit dem Konzept der Ergodizität nichts zu tun

            Bitte Zitat.

            Dies steht im direkten Widerspruch zu einigen Epidemiologen, die aufgrund mathematischer Modelle ihrer Wissenschaft eine Nichtüberbelastung der Intensivbetten vorausgesagt hatten, was denn auch eingetroffen ist.

            Hahaha, ja weil die Voraussagen der Epidemiologen so gut sind, deshalb haben wir seit einem Jahr Krise und werden immer wieder von neuen Entwicklungen „überrascht“. Schon klar.

            Die mathematischen Funktionen der Epidemiologie nimmt nach meinem Verständnis den Scharmittelwert zwecks Voraussschau (wie die Thermodynamik) , woraus folgt, wenn die Berechnungen zutreffen, dass Ergodizität gegeben ist .

            Für jemanden der so viel Wert auf Logik legt, ist das erstaunlich blauäugig. Ein Ergebnis das mit der Berechnung übereinstimmt bedeutet natürlich nichts dergleichen, weil es einfach Zufall sein kann. Um Ergodizität zu zeigen brauchst du schon mehr als das.

            Das ist eine Trajektorie des Münzspiels. Sie zeigt einen Gewinn von fast einer Million nach 500 Runden, völlig in Übereinstimmung mit der Berechnung wonach der Erwartungswert des Gewinns positiv ist. Das Spiel ist trotzdem nicht ergodisch. Das Ergebnis ist einfach Zufall.

            Die Epidemiologie muss von einer Ergodizität ausgehen, sonst wäre sie eine nutzlose Wissenschaft.

            Unsinn.

            Es wäre also zu überprüfen, welche Experimentalanordnung die Epidemiologie verwendet, ob sie tatsächlich Scharmittelwerte, wie Boltzmann verwendet.

            Hier ist ein Hinweis: Die Studien zur CFR/IFR (oder anderer Parameter im Zusammenhang mit Covid) legten sehr viel Wert auf ein möglichst großes Sample zwecks Genauigkeit des zu ermittelnden Wertes. Den Schluss daraus darfst du selbst ziehen.

          • Ergodizitäts Syndrom.

            Gültiger Schluss:

            Es ist in der Tat nicht notwendig ein Fehler, wenn man sich für die Vorhersage eines nicht ergodischen Prozesses auf Kenngrößen bezieht, die mittels Ensemblemittelwerte ermittelt werden, weil aus einem nicht-ergodischen System zwar folgt, dass die Ergebniswerte der Berechnung des Zeitmittelwertes und Scharmittelwertes differieren, aber nicht, dass der Scharmittelwert für eine Vorhersage notwendig falsch ist, weil man nachweisen kann, dass der Zeitmittelwertes nicht sinnvoll ermittelt werden kann.

            Vergleiche hierzu pingpong falschen Schluss;
            „Folgendes ist in der Tat ein Fehler:Wenn man sich für die Vorhersage eines nicht ergodischen Prozesses auf Kenngrößen verlässt, die mittels Ensemblemittelwerte ermittelt werden.“

            Aus diesem Satz folgt. dass man Ensemblemittewerte für die allermeisten Prozesse nicht verwenden darf

            Ein gültiger Schluss ist zum Beispiel auch:

            Es ist in der Tat notwendig ein Fehler, wenn man sich für die Vorhersage eines Prozesses auf Kenngrößen bezieht, die mittels Ensemblemittelwerte ermittelt werden, wenn die Ergebniswerte der Berechnung des Zeitmittelwertes und Scharmittelwertes differieren und die Berechnung der Zeitmittelwerte sinnvoll (alle Zustände werden mit gegeb. Wahrscheinlichkeit mit der Wahrscheinlichkeit 1 durchlaufen) ermittelt werden kann.

        • Ich bin in der Welt der REST API und bin leider außerstande, mich z. diesem Ztpkt. mit diesem Thema ausführlicher zu befassen. Das muss ich später machen. Ich sehe aber schon an deiner Antwort, dass sie nur reaktiv und einfallslos ist. Du bist nicht wirklich neugierig, noch weniger in der Lage neues Terrain (=ist das Ergodizität – Konzept auf die COVID Pandemie anwendbar) begrifflich abzustecken. Wäre ich an deiner Stelle und wäre in diesem Gebiet bewandert, würde ich zuerst darstellen, dass die Covid-Pandemie dem Ergodizität – Konzept zugänglich ist und wenn ja wie. Dann erst würde ich Nicht-Ergodizität nachweisen mit entsprechenden mathematischen Größen für den Scharmittelwert und für die Berechnung des Zeitmittelwertes. Zu diesem Zweck würde ich mir perfekte Ergodizität Fälle nehmen, wie sie Boltzmann formuliert hat oder wie das Würfelspiel zeigt, wo bei beiden der Schar- und Zeitmittelwert identisch werden. Offenbar müssen Kriterien für die Anwendung des Ergodizität-Konzeptes erfüllt damit, damit die Verwendung des Konzeptes sinnvoll ist. N.m.E. gehört der Begriff der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses wesentlich hierhin, inklusive der Annahme, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit in der Scharmittelberechnung, als auch in in der Zeitmessung identisch sein muss. Ich sage hier bewusst nicht, dass die Werte gleich sein müssen, sondern dass die zugrundeliegenden Wahrscheinlichkeiten gleich sein müssen, welche zu den gleichen Werten führt. Bei der Thermodynamik heißt dies, dass der räumliche Ort eines Teilchens gleichwahrscheinlich ist, also dass ein Partikel in der Zeit an jedem Ort sein wird und im Gegenzug nimmt die Scharmittelwertberechnung alle möglichen Orte als gleichwahrscheinlich an. Bei dem Würfelspiel ist es genauso. Der Zeitmittelwert geht hier davon aus, dass jedes folgende Ereignis gleichwahrscheinlich ist, also nicht vom vorhergehenden gefärbt wird. Experimente, die einerseits Gleichwahrscheinlichkeit vorstellen, aber nachweisen, dass Ergodizität nicht gegeben ist, müssen notwendig einen Unterschied der Wahrscheinlichkeiten bei der Berechnung des Scharmittelwertes und des Zeitmittelwertes inkludieren, i.d.R. durch Hinzufügen von Bedingungen, also z.B. dass der Zustand 1 in der Zeitmittelwertbetrachtung die Wahrscheinlichkeit des Zustandes 2 bedingt und zwar anders, als es im Scharmittelwert ist.
          Ich würde dann kritisch hinterfragen, ob die Zeitmessung bei Covid überhaupt möglich ist, weil, um das Würfelspiel zu simulieren, die Person, an die die Messung in der Zeit erfolgt, ja alle Zustände (zeitlich, mental, physisch, gesellsch. Kontext, etc.), die die Scharmessung hat (Millionen von möglichen Zuständen), in der Lage sein muss zu durchlaufen. Eine offenbar praktisch nicht zu erfüllende Aufgabe, die schon am ersten Schritt scheitert, weil eine Person nicht mal in der Lage ist, exakt die Verfasstheit einer anderen Person zu übernehmen.
          Hier hätten wir ein methodisches Problem, von dem ich aber glaube, dass es Workarounds gäbe, um diesen Nachteil zu heben, irgendwie im Sinne von fiktiven Personen, die zwar nicht wirklich, aber potentiell diese Zustände einnehmen könnten, wozu irgendein Verhältnimaß zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit mit der die fiktive Person diese Zustände einnimmt, dienlich sein kann. Es wäre vielleicht auch möglich, die theoretischen Überlegungen der Zeitmessung mit dem theoretischen Konzept der Scharmessung zu verbinden, also dass Scharmeßberechnungen in die Zeitmessung einflössen, aber eben nur zu einem Teil und nach einem Gewicht. Vielleicht ist unter diesem Aspekt eine Aufweichung der der Zeitmessungsanforderung notwendig, also dass z.B. nicht nur eine Person, sondern eine Schar von Personen genommen wird, an die die Zeitmessung vorgenommen wird.
          Insgesamt also eine interessante Herausforderung, die du, wie ich befürchte, nicht annehmen kannst. Es ist leicht, Sachen zu sagen wie: das wurde doch schon alles nachgewiesen, das ist doch klar, lies erst mal das, siehe diese Grafik hier und diese Grafik dort, etc. – ein Verhalten, mit dem ich in der Softwareentwicklung oft konfrontiert bin, wo nur wenige in der Lage sind, konzeptionell ungesicherte Pfade zu betreten.

          • würde ich zuerst darstellen, dass die Covid-Pandemie dem Ergodizität – Konzept zugänglich ist und wenn ja wie

            Probieren wirs doch umgekehrt: Du zeigst, dass die Pandemie dem Ergodizität-Konzept NICHT zugänglich ist und aus welchen Gründen das so sein sollte.

            dass der Zustand 1 in der Zeitmittelwertbetrachtung die Wahrscheinlichkeit des Zustandes 2 bedingt und zwar anders, als es im Scharmittelwert ist. Ich würde dann kritisch hinterfragen, ob die Zeitmessung bei Covid überhaupt möglich ist, weil, um das Würfelspiel zu simulieren, die Person, an die die Messung in der Zeit erfolgt, ja alle Zustände (zeitlich, mental, physisch, gesellsch. Kontext, etc.), die die Scharmessung hat (Millionen von möglichen Zuständen), in der Lage sein muss zu durchlaufen. Eine offenbar praktisch nicht zu erfüllende Aufgabe

            Du hast offenbar noch immer nicht verstanden was Ergodizität ist. Dass ein Teilchen im Lauf der Zeit alle Zustände einnimmt ist keine Voraussetzung um das Konzept anwenden zu können, es ist das ERGEBNIS. Wenn ein Teilchen im Lauf der Zeit alle Zustände einnimmt, ist das System ergodisch. Wenn nicht, nicht. Aus Ergodizität FOLGT (Neumann-Birkhoff ergodic theorems), dass Zeit- und Scharmittel gleich sind.

            Die Aussage ist: Ein maßerhaltendes* System (X,\mu,T) wobei X eine Menge, \mu das Maß und T:X\to X ein Mapping, ist ergodisch, wenn für jede Menge A \subset X welche T^{-1}(A) = A erfüllt gilt: Entweder \mu(A)=0 oder \mu(A)=A.

            Das bedeutet: Bei einem ergodischen System ist der Orbit eines Punktes x\in A, also die Sequenz (x,Tx,T^2,x,\ldots) , entweder das leere Maß (d.h. Ergodizität gilt a.e.), oder das Maß von ganz A. Mit anderen Worten, das Mapping bleibt nicht in bestimmten Punkten „stecken“, sondern erforscht im Lauf der Zeit den gesamten Raum.

            Wie du leicht erkennen kannst kommt nirgends eine Voraussetzung der Art „es muss möglich sein dass das Teilchen alle Zustände einnimmt“ vor, im Gegenteil, OB das Teilchen im Lauf der Zeit alle Zustände einnimmt ist gerade die FRAGE um die es bei Ergodizität geht.

            Wie du ebenfalls leicht erkennen kannst, wenn es einen absorbierenden Zustand gibt, dann ist das System per Definition nicht ergodisch. Ein absorbierender Zustand ist z.B. beim russischen Roulette Pech zu haben: Aus diesem Zustand kommst du nicht mehr raus, game over. Deshalb ist russisches Roulette – bingo! – nicht ergodisch.

            Alles was du schreibst, die Schwierigkeiten dass eine Person im Lauf der Zeit nicht alle Zustände einnehmen kann, das sind keine Hindernisse für das Konzept Ergodizität. Im Gegenteil, du lieferst – ohne es zu merken – Hinweise FÜR die These dass die Pandemie nicht ergodisch ist.

            Für mich ist hier EOD, da die Diskussion mit dir fruchtlos ist und ich unterstelle dir schlechte Absichten. Du hängst dich an Nebensächlichkeiten auf und es braucht mehrere posts um Kleinigkeiten wie z.b. dein vermischen der Regeln von den zwei verschiedenen Münzspielen zu klären. Du weigerst dich beharrlich auf das was ich schreibe einzugehen und machst grobe Fehler wie z.b. die Behauptung wenn eine Berechnung/Voraussage mittels Scharmittelwert zutrifft würde folgen, dass Ergodizität gegeben ist. Dazu unterstellst du mir abstruse Standpunkte. Ich kann aus der Diskussion mit dir keinen Nutzen ziehen, deshalb mach ich hier EOD.

            *maßerhaltend: Das Mapping darf die Menge stauchen, dehnen, zerschneiden usw. aber die „Größe“ bzw das „Volumen“ (das Maß) muss gleich bleiben. Es darf sich nur die Verteilung innerhalb der Menge ändern, durch stauchen usw., nicht aber die Gesamtgröße.

          • Heisse Luft – wie zu erwarten war.
            Dein schiefes Denken ist so ausgeprägt, dass du deine eigenen Verwicklungen nicht bemerkst und sie bei deinem Gegenüber vermutest. Meine Kleinteiligkeit betrachtest du als böse Absicht, dabei ist es nur die Kärnerarbeit, die entsteht, wenn dein Gedankensalat jeden roten Faden verhindert.
            Viele Sätze von dir sind schräg, was dir irgendwann selbst auffällt und dich notwendig dazu bringt, das Ende der Diskussion (die bei dir vermutlich oft ergebnislos verlaufen) zu verkünden. Du hast keine Methode. Das erstaunt mich nicht.
            Ich gehe noch kurz auf deine Hysterie ein im Zshg. mit meiner Frage, ob das Konzept der Ergodizität überhaupt auf Covid anwendbar ist, woraus du machst, dass ich sage, Ergodizität ermögliche, dass „Teilchen alle Zustände einnehmen werden.“ Diese Unterstellung von dir ist nicht gemeint im Sinne einer Tautologie, also dass aus Ergodiziät dieses Verhalten der Teilchen und aus dem Verhalten der Teilchen Ergodizität folge, sondern im Sinne einer „ergodischen Kraft“, eines „ergodischen Gottesurteils“ oder gar eines „absoluten Begriffs der Ergodizität“ der erst dieses Verhalten der Teilchen ermögliche. Das hört sich jetzt bescheuert an, ich weiß, aber das sagst du selbst, zwar nicht direkt, sondern schräg, indirekt.
            Völlig irre.
            Du erkennst nicht, dass ich auf deinen Satz, Covid sei nicht ergodisch, daher sind alle Vorhersagen in Bezug auf die Pandemie unmöglich, die Gegenfrage stelle, ob überhaupt dein Satz in diesem Fall fruchtbar anwendbar ist. Ich formuliere es so: ist das Konzept der Ergodizität übehaupt anwendbar – du antwortest naiv: aber wieso denn, Ergodizität folgt doch erst. D.h., ich stelle den methodischen Ansatz in Frage, du nicht. Ich stelle nicht in Frage, dass man, ohne @pingpongschen Gedankensalat zu produzieren, bei vielen Gegenständen die Probe auf Ergodiziät machen kann, doch macht es jedesmal Sinn? Lässt sich aus dem Fehlen eines unmittelbaren Beweises, dass ein Phänomen ergodisch sei, seine Nichtvorhersehbarkeit schließen? Wenn du sagst, so sei dein Einwurf nicht gemeint, warum machst du ihn dann, wenn es doch Epidemiologen gibt, die Vorhersagen anhand mathematischer Methoden treffen, ohne, wie du sagst, ein ergodisches System vor sich zu haben? Täuschen sie sich? Muss dein Einwand auf alle mögliche Gegenstandsbereiche erweitert werden, wo möglicherweise Einschätzungen vorgenommen, die nach deiner Meinung eine falsche Sicherheit suggerieren, denn es gäbe fast überall unberechenbare Emergenzen, die beim Fehlen von Ergodizität mit großer Wahrscheinlichkeit auftreten werden, etc. usw.. So ist die Quantität von 500 Stuhlgängen einer Person im Zeitverlauf ziemlich gleich der Addition einmaliger Stuhlgänge von 500 Personen, womit Ergodizität nachgewiesen wäre, was uns berechtigt die Kapazität von Toiletten anhand der Menge der Personen zu berechnen, ohne erst warten zu müssen, bis alle ihr Geschäft verrichtet haben. Hier ist das Konzept der Ergodizität überprüfbar und praktisch sinnvoll. Die @pingpongsche Methode ist insofern unbefriedigend, weil sie erfordert, dass erst strenge Ergodiziät nachgewiesen werden muss, um eine Vorhersage zu machen.

          • Für die Mitleser, das hier

            Die @pingpongsche Methode ist insofern unbefriedigend, weil sie erfordert, dass erst strenge Ergodiziät nachgewiesen werden muss, um eine Vorhersage zu machen.

            ist ebenso Unsinn wie der Rest des Beitrages. Ergodizität oder deren Fehlen ist selbstverständlich kein Hindernis für Vorhersagen, auf so eine Idee kommt qw nur, weil er nicht verstanden hat worum es geht.

            Folgendes ist in der Tat ein Fehler: Wenn man sich für die Vorhersage eines nicht ergodischen Prozesses auf Kenngrößen verlässt, die mittels Ensemblemittelwerte ermittelt werden. Das habe ich im ursprünglichen Beitrag hier dargelegt:

            Der Ergodizitätsbruch bei multiplikativen Wachstumsprozessen (Pandemie) führt dazu, dass Erwartungswerte(=Scharmittelwert) andere Wachstumsraten haben als die Langzeit-Wachstumsraten der individuellen Trajektorien(=Zeitmittelwert).
            In so einer Situation eine Risikoanalyse oder -abschätzung auf Erwartungswerte aufzubauen ist, schlicht gesagt, ein grundlegender Fehler.

            Mann kann (und soll!) natürlich auch bei nicht ergodischen Prozessen Vorhersagen machen. Aber bitte mit den richtigen Kenngrößen, sonst vorhersagt man nämlich Unsinn. Siehe das Münzspiel, wo die Vorhersage mittels Scharmittelwert ein ganz anderes (falsches!) Ergebnis liefert als die Vohersage mittels Zeitmittelwert.

          • Wir haben alle mittlerweise verstanden, dass deine bisherigen konfusen Aussagen sich auf den dünnen Satz zusammedampfen lassen, man dürfe bei Vorhersagen bei einem nicht-ergodischen Prozess keine Berechnungsmethode verwenden, die annimmt, es handle sich um einen ergodischen Prozess.

          • Der Link von dir zeigt auf dein Argument:

            „Bei nicht-ergodischen Prozessen ist eine systematisch andere Herangehensweise nötig: es sollte nicht darum gehen, was wahrscheinlich ist, sondern darum was möglich ist.“

            Gekpppelt mit deinen Satz oben:

            „Mann kann (und soll!) natürlich auch bei nicht ergodischen Prozessen Vorhersagen machen“
            ergibt sich der Schluss, dass die „Vorhersage“ für einen nicht-ergodischen nach der pingpongschen Gedankensalatmethode mittels einer „Kennzahl“ vorgenommen werden soll, die im Wesentlichen eine Aufzählung aller möglichen ungewichteten Zustände ist.

          • Wenn die Mittelung einer Zeitreihe eines nicht-ergodischen Prozesses als Kennzahl für seine Voraussage genommen wird, so tritt die Kennzahl nicht mit dem Anspruch auf, der Mittelwert aller gewichteten theoretischen Möglichkeiten zu sein, die dem zeitlichen Mittelwert der Zustände eines beliebigen Teils der Gesamtheit gleich ist. Eine Kritik an dieser Kennzahl mit dem Hinweis, sie berücksichtige nicht die Nicht-Ergodizität des Prozesses, trifft nicht, weil sie die Kennzahl in Frage stellt indem sie der Kennzahl eine nicht vorhandene Bedeutung unterstellt
            Gedankensalat à la pingpong

          • Wenn eine Methode der Scharmittelwertberechnung eines ergodischen Prozesses dasselbe Ergebnis liefert, wie der zeitliche Mittelwert, folgt nicht, dass dieselbe Mehtode angewendet auf einen nicht-ergodischen Prozess notwendig falsche Voraussagen liefert. Die Falschheit derselben Methode bei der Berechnung einer Kennzahl für einen nicht-ergodischen Prozess folgt insbesondere dann nicht, wenn man nachweist, dass die Methode der Berechnung bei einem als ergodisch angenommen Prozess Nichtübereinstimmung liefert, also Nicht-Ergodizität nachweist.

    • @pingpong

      Ja, merkwürdig, wie bei mir der Eindruck entstehen konnte, Du meintest, ZeroCovid würde hierzulande funktionieren… und nein, ich will keinen Dauerlockdown, deswegen wollte ich auch kein ZeroCovid mitten im Winter beginnen. Ich will Schutz von Risikogruppen, moderate Maßnahmen und eine gelassenere Grundeinstellung, die nicht dramatisiert, sondern den Tod als unumgängliches Ende des Lebens anerkennt. Mit letzterem weiß ich mich übrigens einig mit sehr vielen alten Menschen, die auch weniger Maßnahmen wünschen, selbst, wenn das für sie ihr vorzeitiges Ende bedeuten sollte.

      „Deinen Einschüben in Klammern fehlen sämtliche Merkmale einer Bedingung.“

      Nennt man das Rabulistik oder Sophistik? Egal, man kann es auch sich-dumm-stellen nennen. Für Dich: „Wenn es überhaupt irgendwo funktioniert | wenn es in einem Österreich vergleichbaren Land funktioniert | dann funktioniert es auch in Österreich.“

      „Dass die Gesamtanzahl der Betten relativ konstant ist liegt einerseits daran, weil nicht ganz Deutschland gleich stark betroffen ist – es mittelt sich heraus.“

      Das halte ich für Quatsch…

      „Andererseits bedeutet z.b. eine Auslastung mit 20% Covid Patienten NICHT, dass im entsprechenden KH 20% mehr belegte Betten sind. Der Großteil der 20% Covid Patienten wird innerhalb der bestehenden Betten umgeschichtet, sodass insgesamt die Anzahl der belegten Betten relativ gleich bleibt. Weil es gar nicht anders geht – andere Patienten müssen dann eben warten.“

      …das hingegen kann ich nachvollziehen. Bis zu einem gewissen Maß kann man Operationen verschieben, so dass die Gesamtzahl an Intensivpatienten relativ konstant bleibt, sich die Art der Intensivbehandlung aber ändert, hin zu mehr Covid-Patienten, weg von planbaren, was weiß ich, Nierenkatheter-OPs. Gratuliere, Du hast mich überzeugt.

      Dass die jetzige Gesetzeslage einen Anreiz bietet, bei der Auslastungsquote eines Krankenhauses zu mauscheln, bleibt durch die Graphen im Video hinreichend belegt, vgl. meine Anmerkung zur veränderten Struktur der Graphen seit der Gesetzesänderung. Die Aussagekraft der Auslastungsquote eines Krankenhauses ist damit endgültig flöten gegangen. Allerdings konntest Du darlegen, dass die Auslastungsquote des einzelnen Krankenhauses auch so nicht sonderlich aussagekräftig ist, da planbare Operationen verschoben werden, was sicherlich auch negative Folgen haben kann.

      Damit verschiebt sich die Diskussion hin zu der Frage, wie das DIVI-Register zu verstehen bzw. zu interpretieren ist. Wenn freie Plätze nicht „eine solche Menge an ITS Betten „vorrätig“ haben“ bedeutet, kann man am Sinn des Registers zweifeln. Dann ist es sicherlich sinnvoller, die Einschätzung der Betriebssituation heranzuziehen.

      „Bei dem video von S.E. bist du hingegen bereit, seine Indizien (wenn du mich fragst nicht besonders gute) umstandslos zu akzeptieren, ohne jegliche weitere Plausibilitätsprüfung.“

      Diese Unterstellung verbitte ich mir. Du hast keine Ahnung davon, wie ich solch ein Video anschaue. Zu Deiner Info: Ich pflege fast alles kritisch zu hinterfragen.

      „Es ist ein ähnlicher Fehler wie in seinen schwachsinnigen Videos zur Übersterblichkeit.“

      Kennst Du den Werther-Effekt? Presseberichte, über Suizide, besonders, wenn die Artikel ausführlich sind, ziehen Nachahmungssuizide nach sich. Es gibt Leute, die das anzweifeln, und die argumentieren, diese Suizide würden sowieso stattfinden, nur ballen sie sich kurz nach dem Erscheinen der Artikel. Ohne Artikel hätten sie sich über einen längeren Zeitraum gestreckt auch noch ereignet.

      Ob das stimmt, sei dahingestellt. Ich schreibe das nur, weil Du die Idee, dass Covid19 hauptsächlich in starkem Maße Menschen tötet, die sowieso bald gestorben wären, anscheinend nicht raffst. Genau das ist zumindest in Deutschland aber der Fall gewesen, denn sonst hätte es eine Übersterblichkeit über das normale Maß hinaus gegeben, nach Korrektur für die sich stetig verändernde Altersstruktur in der Bevölkerung, was man dabei berücksichtigen muss; das ist nicht schwachsinnig.

      Sicherlich sind auch viele gestorben, die noch einige Lebensjahre vor sich gehabt hätten. Aber viele ist eben ein relativer Begriff. Die Übersterblichkeit im normalen Rahmen zeigt, dass es eben nicht viele waren.

      • Du willst es nicht verstehen. Diese verengte und ängstliche Sichtweise

        „Wenn es überhaupt irgendwo funktioniert | wenn es in einem Österreich vergleichbaren Land funktioniert | dann funktioniert es auch in Österreich.“

        ist nur für dich so unglaublich wichtig.

        Mein Standpunkt: Wenn Eliminierung möglich ist (ja, ist sie), warum sollten wir es dann nicht machen bzw versuchen? Wir können ggü. der jetzigen Situation nur gewinnen. Ein extra Beleg oder Beweis, dass es auch bei uns funktionieren würde, ist nicht notwendig.

        Dass die jetzige Gesetzeslage einen Anreiz bietet, bei der Auslastungsquote eines Krankenhauses zu mauscheln, bleibt durch die Graphen im Video hinreichend belegt

        Nur wenn man das Gesetz lediglich zur Hälfte liest und den Teil, der darlegt wie die Ausgleichszahlungen berechnet werden, weglässt.

        Fallbeispiel: KH behandelt im Vergleichszeitraum 2019 sagen wir 250 Patienten pro Woche. 2021 verringern sie die Anzahl der gemeldeten Betten so wie es im Video suggeriert wird, um die Auslastung nach oben zu treiben, auf über 75%. Aufgrund von Covid haben sie viele Patienten, pro Woche 270. Bekommen sie eine Ausgleichszahlung?

        Damit verschiebt sich die Diskussion hin zu der Frage, wie das DIVI-Register zu verstehen bzw. zu interpretieren ist. Wenn freie Plätze nicht „eine solche Menge an ITS Betten „vorrätig“ haben“ bedeutet, kann man am Sinn des Registers zweifeln. Dann ist es sicherlich sinnvoller, die Einschätzung der Betriebssituation heranzuziehen.

        Ja das finde ich auch. Sie verbessern es immerhin, vor einiger Zeit ist eine extra Zeitreihe für Kapazität zur invasiven Beatmung hinzugekommen, wo Gesamtzahl und „für Covid verfügbar“ ausgewiesen sind. Man sieht schon da, dass die reine Anzahl der freien Betten nicht der Weisheit letzter Schluss sind, denn die Anzahl der freien Betten dümpelt seit Jahresanfang bei ~3500 herum, für invasive Beatmung für Covid sind aber momentan lediglich ca 1200 verfügbar (jeweils Gesamtdeutschland).

        Vor allem bedeutet das alles, dass S.E. Analyse auf sehr tönernen Füßen steht, um es mal vorsichtig auszudrücken. Denn der interessiert sich für solche unbedeutenden Feinheiten überhaupt nicht. Bei ihm ist alles ganz einfach: 3500 Betten frei – kein Problem! Schöne Pippi Langstrumpf Welt.

        Zu Deiner Info: Ich pflege fast alles kritisch zu hinterfragen.

        Freut mich zu hören.

        Ob das stimmt, sei dahingestellt. Ich schreibe das nur, weil Du die Idee, dass Covid19 hauptsächlich in starkem Maße Menschen tötet, die sowieso bald gestorben wären, anscheinend nicht raffst.

        Auch für dich nochmal: Nur Todeszahlen alleine sind nicht das einzige Bewertungskriterium in dieser Pandemie. Schon gar nicht wenn man sich beharrlich weigert eine saisonale Betrachtung vorzunehmen.

    • Andere Länder sind eben kein Beweis dafür, dass ein Zero-Covid funktioiert. Unter anderem Australien hattest du ja als Beleg dafür angeführt, wenn ich mich schwach erinnere.
      Selbst auf dieser riesengroßen Insel gibt es immer noch kein Null-Covid, sondern weiterhin aktive Fälle. Es droht also auch in Australien dein propagierter „Jojo-Lockdown“.

      • Eliminierung != Ausrottung

        Es droht also auch in Australien dein propagierter “Jojo-Lockdown”.

        Nix verstanden.

        Eliminierung (AUS, NZ etc): Lange Perioden des normalen Lebens, unterbrochen von kurzen lokalen Lockdowns (Dauer einige Tage).

        Unterdrückung (Europa): Andauernde monatelange bundesweite Lockdowns, unterbrochen von kurzen Perioden des teilweisen Aufsperrens.

  7. Die Biden-Rassisten können gar nicht anders …., das ist reflexhaft

    „Jen Psaki baselessly and disgracefully racialized the killing in Columbus“

    https://nypost.com/2021/04/21/jen-psaki-baselessly-and-disgracefully-racialized-the-killing-in-columbus/

    „Who speaks for her and the countless Americans whose lives are saved every day by the intervention of law enforcement? Who will speak out for those who have saved them?“

    Sicher nicht Psaki, die für den Mord-Mob ist, verblendet von Rassismus.

    Welch eine Schande für die USA! Welch ein Versagen an Führungskraft!

    Genau in diesem Sinne passen auch die Grünen perfekt, zu eben *dieser Regierung* gerade ….

    • Schande über diese ganzen amerikanischen Rassisten! Diese Regierung da ist das allerletzte ….

      Und sicher niemandens Freund, wo sie sich so fleissig und selbstverliebt selbstverleugnen.

    • „Biden seeks to systematize it.“

      „Critical race theory is racism posing (unconvincingly) as anti-racism. Usually, it’s anti-white racism but it’s sometimes applied to other groups such as Asians who then become “white adjacent.” Think of it as a kind of inverse intersectionality. Biden seeks to systematize it.“

  8. „Können wir uns mal bitte endlich darauf einigen, dass Frauen (und besonders junge Frauen) keine Lichtfiguren ohne Fehl und Tadel sind sondern genauso blöde, verblendet, bösartig und inkompetent wie Männer sind? Ihr faselt immer von Gleichberechtigung und Gleichbehandlung und dann nehmt ihr bei Frauen einfach an, ihre Fürze stänken nicht.“

    https://blog.fefe.de/?ts=9e81323d

    Fefe ist endlich aufgewacht.

    • fefe sieht Menschen als Individuen und „an ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ und entsprechend hat er schon „immer“ kritisiert was da im Feminismus so läuft und abgeht.
      Er war also noch nie eingeschlafen!

  9. Die ganze progressive, und irgendwie marxistisch oder kommunistisch inspireirte Massenbewegung betrifft das. Ein fataler Fehler, der diese Linke um so gefährlicher und wahnsinniger macht…

  10. Wo sind denn diese Stimmen gewesen, als vor ein paar Jahren in der New York Times geschrieben stand, dass Anne Frank jetzt Syrerin sei?! Da haben sie alle geklatscht … und heute geht die Saat auf und man fällt aus allen Wolken …. und tut so als hätte man die ganze Politisierung um Anne Frank und Sophie Scholl gar nicht mitbekommen ….

    • „und tut so als hätte man die ganze Politisierung um Anne Frank und Sophie Scholl gar nicht mitbekommen ….“

      Mal davon ab, dass mir die ganze „gendergerechte“ Fixierung auf Sophie Scholl enorm auf den Pinsel geht, vor allem wenn man bedenkt, dass ihr irgendwie immer mehr ins historische Vergessen entsandter Bruder eine viel treibendere Kraft gewesen ist, sie vergleichsweise eher Mitläuferin mit ihm war.

      Aber ich verstehe nicht, wie man auf die Idee kommt, Anne Frank immer mit den Scholls in einem Atemzug zu nennen. Des Öfteren las oder hörte ich gar schon, dass man auch sie als Freiheitskämpferin betitelte. Was für ein Kokolores. Anne Frank war ein vierzehnjähriges Mädchen, welches mit ihrer Familie von den Nazis deportiert und ermordet wurde, nach längerem Versteckspiel, welches sie in ihrem Tagebuch protokollierte, welches wiederum prompt am Tag ihrer Ergreifung endete und post mortem aufgefunden und publiziert wurde.

      Ich finde, man tut Menschen keinen Gefallen, wenn man ihre tatsächlichen Hintergründe aufbläst und mystifiziert, aus ihnen jemanden macht, der sie niemals waren. Die Besonderheit an Anne Frank war, dass man auf Basis ihres Tagebuches den industrialisierten Massenmord der Nazis in personalisierter Form in die Geschichtsschreibung bringen konnte, abseits einfachen Zahlengewichses. Das ermöglichte, dass man auch eher begreifen konnte, was hinter diesen ganzen Zahlen im Einzelnen an Schicksalen steckte. Und ihre Identität als junges Mädchen machte das alles gleich noch für die breite Masse emotional weit zugänglicher.

      Aus ihre eine Kämpferin gegen das Naziregime zu machen, ist geschichtsklitternde, heroisierende Hochstapelei durch Dritte, die den tatsächlichen Hintergründen des Menschen Anne Frank einfach nicht gerecht wird.

      • Die Grundschule, bei der ich in den 1960′ eingeschult wurde, war nach Anne-Frank benannt.
        Als diese Schule aufgelöst wurde, wurde die Hauptschule des Ortes nach ihr umbenannt.
        Diese hieß davor Ortsname-Schule.

        Da gibt es allerdings auch viele Straßen, welche nach historischen Personen und Gegebenheiten bennant sind.
        So Solforino, Kurt Schumacher, Graf von Galen, uva.

        • „Die Grundschule, bei der ich in den 1960′ eingeschult wurde, war nach Anne-Frank benannt.“

          Also, sowas finde ich völlig in Ordnung. Das ist voll kompatibel mit dem richtigen Andenken, welches auch Billy angemahnt hat. Wäre es doch dabei geblieben! Aber das Andenken an Anne Frank herbeizuziehen, um damit Politik heute zu bemänteln, da wird mir einfach nur schlecht.

          • Sehr bezeichnend ist auch, dass solche politischen Umtriebe auch unter dem Label „Anne Frank“ laufen:

      • Was ist daran interessant, außer der immer wiederkehrende Taschenspielertrick nur die Zahlen übers ganze Jahr zu betrachten?

        Ein Kommentar unter dem Artikel enthält die wesentlichen Punkte, deshalb spare ich mir weitere Ausführungen. Ich hoffe ihr seid damit einverstanden 😉

        ch denke Sie machen einen Fehler wenn Sie die Sterblichkeit des gesamten Jahres 2020 heranziehen um damit auf die möglichen Sterbefallzahlen durch Covid 19 rückzuschließen. In Abbildung 1 kann man klar erkennen, dass Covid 19 2020 nur in den Wochen 12 bis 21 sowie 42 bis 53 in signifikanter Weise in Erscheinung trat. In genau diesen Zeiträumen kann man sehr deutlich sehen, dass auch die gesamten Sterbefallzahlen 2020 in der Größenordnung der angegebenen Covid 19 Sterbefälle über dem Durchschnitt der vorangegangenen Jahre lag.

        Sie führen an, dass das Sterberisiko in der Altersgruppe über 80 Jahre 2020 geringer war als 2018. Man sieht allerdings in Abbildung 1 auch, dass gerade im Jahr 2018 die Grippewelle besonders heftig war. Bislang las ich von Schätzungen von 25000 Toten durch die Grippewelle 2017/18, die die schlimmste der letzten 30 Jahre gewesen sein soll, wobei diese Zahl nicht durch entsprechende Buchführung, wie dies bei Covid 19 geschah sondern lediglich durch Ermittlung der Übersterblichkeit über das ganze Jahr ermittelt wurde. Aus Abbildung 1 erkennt man, dass 2018 zwischen der 6. und der 15. Woche die Übersterblichkeit im Durchschnitt ca. 4000 Personen pro Woche betrug; woraus man eher auf 40.000 Tote durch die Influenza schließen kann. Der Skandal hierbei scheint mir daher eher zu sein, dass die Grippe 2018 zu wenig Beachtung fand. Ähnlich verhält es sich mit der Grippewelle 2017.

        Wenn die Sterblichkeit mit den letzten Jahren verglichen wird, sollte zudem beachtet werden, dass 2020 durch Covid 19 Maßnahmen ergriffen wurden, die die Ausbreitung der normalen Influenza sehr deutlich einschränkten. Wir haben daher 2020 deutlich weniger Influenzatote als in den Vorjahren. Da dies, wie Abbildung 1 zeigt, nicht unerheblich ist, müssten Sie dies in Ihrer Statistik berücksichtigen.

        In diesem Zusammenhang weise ich noch darauf hin, dass der Effekt, den die Covid 19 Maßnahmen auf die normale Influenza haben, auch auf Covid 19 haben. Ich stelle hier daher die Frage in den Raum, wie viel Covid 19 Tote wir wohl hätten, wenn es keine Covid 19 Maßnahmen gegeben hätte?

        @*Leugner: Es gibt sicher viele Gründe unseren Regierungen zu misstrauen. Und sicher macht unsere Regierung viele Fehler im Umgang mit Covid 19. Aber, mit Ihrer Annahme, dass Covid 19 nur ein Fake sei, haben Sie sich in eine Idee verrannt, die keinen klaren Gedanken zulässt. Schauen sie sich einmal um! Praktisch in allen Ländern der Welt werden Maßnahmen gegen Covid 19 getroffen. Glauben Sie wirklich, die haben sich allesamt abgesprochen um die Bevölkerung für dumm zu verkaufen?

  11. If one takes into account both GDP (Gross domestic product) loss and new public debt, New Zealand is one of the worst affected countries in the world:

    • Aus dem Artikel:

      In general, the connection between economic growth and pandemic performance is weaker once one accounts for the contribution of stimulus.

      Leider verraten sie nicht, wie dieses „accounting for stimulus“ genau aussieht.

      Good national performance did not save countries from the severe economic consequences of this pandemic

      Wie auch in einer globalisierten Welt? Genau deshalb schrieb ich kürzlich:

      „Anm.: Ich bin nicht recht begeistert vom BIP als Vergleichsgröße, weil die Wirtschaftsleistung eines Landes in einer globalisierten Welt natürlich eine Funktion der Wirtschaftsleistungen der anderen Länder bzw. der Weltwirtschaft ist. Aber es taugt zumindest um die Befürchtung „Mit NoCovid wird es für die Wirtschaft ganz schlimm“ zu widerlegen. Nein wird es nicht, es wird besser.“

      Outbreaks are inevitable but — to paraphrase Larry Brilliant — pandemics are not. Preparation matters, and if governments work together, they can adopt feasible measures to prevent future outbreaks from unnecessarily morphing into the next global crisis.

      Sag ich doch.
      Unter „feasible measures“ ist übrigens ein papier verlinkt, welches möglichst frühe Maßnahmen (u.a. Lockdown) empfiehlt…

  12. France Is Allowing the State-Sanctioned Murder of Jews

    https://www.newsweek.com/france-allowing-state-sanctioned-murder-jews-opinion-1584825

    Like those complicit in the infamous wrongful conviction of the French Jewish army captain Alfred Dreyfus more than a century ago, you are the new building blocks of systemic Jew-hatred in 21st-century France.

    Shame on you for robbing Sarah Halimi’s family of justice, for sacrificing the safety of France’s Jewish community rather than face down the problem of Islamist anti-Semitism in your midst, and for forcing us Jews to relive the collective trauma and fear of state-sanctioned murder.

  13. Whoever fights monsters should see to it that in the process he does not become a monster,’ wrote the German philosopher Friedrich Nietzsche, and that appears to be what’s happened to the American Humanist Association.

    Once a staunch enemy of religious zealots of every stripe, the association has been captured by the woke cult, a hard-Left ideological movement that is every bit as dogmatic and intolerant as fundamentalist Christians and Islamists. ….

    …. Because they believe science and reason is on their side, they’ve always been willing to debate their opponents. Now, it seems, they’ve embraced the very characteristics of the enemy they used to despise.

    https://www.mailplus.co.uk/edition/comment/65784

  14. Was für ein Kult.

    Wie bei Frauen wird ihnen von Linken eingeredet, das die Gesellschaft sie hasst.
    Was soll da schief gehen?

    • Es ist unübersehbar, dass BLM sich sehr genau angeschaut hat, was in den letzten 40 Jahren für Feministinnen funktioniert hat und jetzt ein 1:1 Plagiat fährt.

      Inklusive dem Umstand, dass der durchschnittliche Schwarze hinterher deutlich schlechter dran sein wird als vorher.

      • In beiden Gruppen gab es leider schon vorher fruchtbaren Boden für solche Ideen.
        Schwarze, die anderen Schwarze einreden, das sie es nie zu etwas bringen werden.. Artikel darüber habe ich schon gelesen bevor es BLM gab.

      • „Es ist unübersehbar, dass BLM sich sehr genau angeschaut hat, was in den letzten 40 Jahren für Feministinnen funktioniert hat“

        Die BLM-Typen haben vorher schon, in den 1970ern, den Feminismus im Rahmen des sogenannten „Intersektionalismus“ gründlich aufgemischt und dabei bevorzugt alle jüdischen Personen aus dem Feminismus eliminiert („Antizionismus“). Diese brutalen Säuberungen nennen sich „trashing the sisterhood“ und waren offenbar so traumatisch, dass sie niemand mehr erinnert. Ersetzt wurden die marxistischen Feministinnen durch eine esoterisch-spiritistische Spezies, die zum Jahre 2000 von der Bildfläche verschwand und neben den „Intersektionalisten“ existierte, denen Butler die neue bis heute herrschende Richtung gab …

  15. Ob er dafür noch sozial gelyncht wird oder machen sie daraus etwas auf das man angeblich stolz sein soll?

  16. Ich denke das es hier einen Zusammenhang mit der steigenden Anzahl von Frauen im Journalismus gibt. Wer kennt sie nicht, die Artikel von Frauen, die über ihre Plattform das Approval für ihre Lebensentscheidungen einholen wollen.

  17. Oh, es gibt tatsächlich noch die gute alte Ironie. Und ich fürchtete schon, die sei ausgestorben. Gibt mir den Glauben an den Menschheit zurück, in trüben Zeiten 🙂 Danke!

    • Wer diese beiden Sachen nicht unter einen Hut bekommen kann, der hat doch die Kontrolle über sein Leben und seine Emotionen verloren!

      • Feine Ironie, wie sie das Kennzeichern dieser Aktion ist, ist für mich regelmässig die allerbeste Erinnerung an eine gemeinsame Menschlichkeit.
        Und wenn ich mir die heftige Kritik an dieser Aktion ansehe, dann bin ich sicher, dass sind eben die Leute, denen das mit einer gemeinsamen Menschlichkeit tendenziell abgeht.
        Mit anderen Worten: die Aktion sollte in einer „normalen Welt“ absolut mainstream sein.

        Wer heute von „Solidarität, Empathie, Fürsorge“ spricht, der meint damit praktisch immer Autorität, Emotionalität und Bevormundung. Das sind autoritäre Kontrollfreaks. Und leider der neue mainstream heute. Deshalb werden ja auch die Grünen und die autoritäre Baerbock gewählt. Hier ein typisches Beispiel:

        • Dass was mit unser Demokratie und Mitmenschlichkeit grundsätzlich nicht stimmt, zeigt der Umstand, dass solche Leute wie Albrecht überhaupt gewählt werden und dann noch Ministerposten besetzen können. Leute, die absolut keinen Realitätssinn besitzen, und diese postfaktisch auf den Kopf stellen vermögen. Oder wie kommt man sonst zu der Vorstellung:

          Dass bekannte Schauspieler*innen tatsächlich glauben, in Deutschland seien die Medien gleichgeschaltet, die Pandemie nur Angstmache, Menschen alle manipuliert und die Bundesregierung entscheide allein über Corona-Regeln …

          Er ist natürlich Minister für Schwurbeleien höherer Art: „für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung“

          • Du verstehst dass der Slogan Satire ist? Und dass gerade Menschen wie Liefers, der ja weiterhin über den Tatort Geld verdient, sich damit für Kollegen stark machen die auf persönliche Interaktion angewiesen sind um Geld zu verdienen, finde ich ziemlich ehrenhaft!

          • Dann habe ich die Aktion anhand dieser Kommentare hier falsch eingeschätzt. Danke für die Aufklärung

          • Sorry, ich gestehe, ich habe kaum etwas gelesen.

            Satire, die als solche sogar heute noch zu erkennen ist.
            Habe schon gesehen, Böhmermann ist natürlich dagegen… was für ein Honk!

          • „falsch eingeschätzt“

            Auf diese Idee bin ich nicht mal gekommen!! Dachte schon, du kritisierst die Aktion weil die so privilegiert seien.

          • „Böhmermann ist natürlich dagegen… was für ein Honk!“

            Der ist auch genausowenig Satire wie zB das Werk von Valerie Solanas. Wie kann der also Satire abkönnen, die seinem politischen Aktivismus entgegenläuft?! Natürlich nicht!

    • und das ist ein reminder, dass die deutschen Handwerkskammern zutiefst reaktionäre und retardierde Institutionen sind, die keinen Platz mehr in einem modernen und freiheitlichen Deutschland haben sollten:

      „allesdichtmachen“ was uns zurückhält! Wie diese ganzen Mittelalter-Zünfte!

      • Na, was sind wohl nach Masala die „wahren Feinde der Demokratie“, die ein „Berufsverbot“ verdienten?

        Hier tun sich ja echt Abgründe auf …

        • Abgründe:

          … so ein lahmer Versuch, sich die Sache auf die falsche Fahne zu schreiben. Stilsicher geschmackslos, wie man das von diesen Figuren her kennt.

      • Entschuldigung ohne Entschuldigung:

        „Meiner Rolle im Rundfunkrat nicht angemessen.“

        Doch und gerade das! Und deshalb kann die Sache auch nicht aus der Welt sein.

        Der ÖRR muss abgeschafft werden, da sitzen vor allem Leute wie Duin und das bekommt der Demokratie und der Meinungsfreiheit nicht! Man sieht es ja zB an dem, was die als Satire produzieren. Mal von dem ganzen Neorassismus und Feminismus ganz zu schweigen. Und dann der seit Jahrzehnten grassierende Antisemitismus, für den alleine der ÖRR abgeschafft gehörte!

  18. Die Demokraten sind genau das, für das man Trump immer gehalten hat: Aufrüherische und antidemokratische Rassisten.
    Man kann sich der Idee nicht entziehen, dass man die Vorwürfe an Trump so hochgeschraubt hat, um sie jetzt, wenn sie nötig wären, nicht machen zu brauch. Es ist das typische „Haltet den Dieb“-Geschrei, um die wahren Diebe zu schützen. Schande über die Pogrom-Medienlandschaft, die das alles mittragen, entschuldigen und anschieben!

  19. Leute – und insbesondere Männer – bringt Euch doch nicht einfach so um!

    Macht das Ganze doch lieber sozialverträglicher und ganz frei bestimmt, mit unser neuen Suizidhilfe! Damit Eugenik und Sozialdarwinismus endlich ihren Schrecken verlieren. Sind ja alles nur Missverständnisse darum …..

  20. Eine Suizidhilfe wäre schon gut. So könnte man alten,weißen Männern Stellen anbieten, mit denen sie therapeutisch und einfühlsam frischgebackenen Rentner/Pensionärinnen die Sinnlosigkeit deren Daseins nachhaltig in mehreren Sitzungen verdeutlichen.
    Somit wird die Lebensdauer endlich gleichgestellt, und auch die Renten/Pensionskasse mal ordentlich durchgegendert.

  21. #Allesdichtmachen finde ich eine gute Aktion zur numerisch und inhaltlich willkürlichen Aussetzung unserer Grundrechte. Auf Twitter tobt ja der Streit unter dem Hashtag und auf YT gibt‘s die Videos dazu. Allerdings kann ich die Seite http://www.allesdichtmachen.de nicht aufrufen, es erfolgt offenbar im mobilen Telekom-Netz einen DNS-Redirect auf localhost. Alles andere kann ich aufrufen. Komisch. Langsam werde ich paranoid…

    Dabei sind da wirklich gute Gedanken dabei:
    „Macht doch alle, was ihr sollt!“
    „Wenn ich abends Gassi gehe, muss ich 500 Euro zahlen, wenn ich meinen Hund vergessen habe.“
    (…)

  22. Hintergrund ihres Buches sei die Überlegung gewesen, dass die Gesellschaft hauptsächlich über Unterdrückungsverhältnisse strukturiert sei. Doch gerade diese würden aus intimen Beziehungen herausgelassen. Kurt hat sie nun wieder dorthin zurückgebracht:

    „Ich versuche, die Debatten, die wir über Antirassismus und intersektionalen Feminismus in den letzten Jahren führen – und die erfreulicherweise auch vor allem unter jungen Menschen sehr stark geworden sind –, mit in meine Beziehung zu tragen, weil es mir ein Anliegen ist, gewisse patriarchale Logiken zu dekonstruieren, die auch in der westeuropäischen Philosophie und Aufklärung sehr stark gemacht wurden“, erläutert die Autorin.

    https://genderama.blogspot.com/2021/04/friedrich-merz-liebaugelt-mit-verbot.html

    Liebe ist auch nur ein anderes Wort für Unterdrückung!!! Was für eine kranke Scheiße. In ihrer Pipilangstrumpf-Welt sind dann natürlich vermutlich Männer die Unterdrücker, weil sie (fremd-)arbeiten gehen und mehr Geld nach Hause bringen. Was sonst soll denn als Kriterium für Unterdrückung herangezogen werden? Etwas wer das Geld ausgibt? Wer die meisten Entscheidungen trifft? Wer die Wahl hat Arbeiten zu gehen oder nicht oder derjenige der entweder arbeitet oder mit erhöhter Wahrscheinlichkeit verlassen wird, wenn er es nicht tut?

  23. Da sieht man mal wieder das wir in einem Patriarchat leben. Hammer und Meißel scheinen nicht für Frauenhände gemacht.

    Wie die sich da aufführen, rechnen sie richtigerweise nicht damit ernsthaft bestraft zu werden.

    • „Lasst uns die nächsten Jahre Tausende € an eine Unterdrücker-Bank zahlen, für neue Fenster!“

      „HÄ, warum?“

      „Na, um unseren ANTI-UNTERDRÜCKER-BANK Standpunkt zu verdeutlichen!“

      Selten dämlich.

  24. Babylon Bee bringt mitunter dieses oder jenes ganz gut auf den Punkt.

    U.S.—There has been a growing anti-racist movement against whiteness and white males, identifying them as a scourge on society and the basis for all our problems. But now many have begun to realize that there is in fact no problem with white people in general but with only one: Steve.

    “Ugh, Steve,” said one person, thinking of Steve.

    “I kept writing about all these awful white people,” explained anti-racist activist Ibram X. Kendi, “ones who discriminate, oppress, and can’t dance, but then I realized each time I was just thinking of Steve. I couldn’t come up with any other examples.” Kendi laughed. “I guess I was making the same mistake as racists and overgeneralizing based on race. White people aren’t the problem; just Steve.”

    https://babylonbee.com/news/people-have-been-thinking-all-white-men-are-terrible-but-it-turns-out-its-just-steve

    • Die wären einigermaßen blöde, wenn sie mit dem vernichtenden Gegenwind nicht gerechnet hätten. Die müssen sich das leisten können.

      Selbstbezichtigung und Reue führen sowieso nicht zu Rehabilitation, mindestens ein vernichtender Wiki-Eintrag wird bestehen bleiben. Und überall wo die mitmachen und hinkommen, werden die woken Bluepiller aufschlagen und Merkels Willen herbeiplärren.

  25. Die allgegenwärtige Klima-Apokalyptik — ist die vielleicht der Psyche von Kindern abträglich? Warum fragen sich das eigentlich nicht die Leute, die sich das immer in Bezug auf Corona fragen? Doppelte Standards und concern trolling??

    Das Ganze sollte ja umso wichtiger sein, als dass Kinder ja besonders angesprochen werden dürften, wenn ihre Altersgenossen immer beim Demonstrieren gezeigt und hochgelobt werden …

    Was soll man von der Partei halten, die die Verfassung um „Kinderrechte“ erweitern will aber in der sich keine Stimme zum Schutz der Kinder vor den potentiell zutiefst deprimierenden Weltuntergangsphantasien des Klimawandels aufraffen kann?

    • das war er, der prima tweet:

      Willkommen in der postmodernen Welt. Hier ist man nicht dafür verantwortlich, wie man das Gesagte meinte, sondern man ist dafür verantwortlich, wie das Gesagte (falsch)verstanden wurde und ganz wichtig, wer es (falsch)verstanden hat. #allesdichtmachen

  26. Bezüglich Corona-Mainstream-abtrünniger Schauspieler:
    Hier sieht man mal Gesinnungsjournalismus vom Feinsten
    https://www.focus.de/politik/deutschland/kommentar-zu-allesdichtmachen-schauspieler-aus-dem-elfenbeinturm-was-fuer-ein-schaebiges-menschenverachtendes-theater_id_13223108.html

    Wie aus dem Textbaukasten mit moralisierenden Adjektiven versehen, auch die Nähe zur AfD fehlt nicht, Meinungsfreiheit adjöh. Alles dabei, was einen beschissenen Artikel ausmacht.
    Der Autor war mal Herausgeber der FAZ.
    Sicherlich plärrt er woanders dann von Vielfalt, der Einfältige.

    • Huch! Den Müller-Vogg hatte ich immer als vernünftigen Konservativen wahrgenommen.

      präsentieren prominente deutsche Schauspieler mal kurz einen Einblick in ihre egomane Innenwelt

      Der kann bzw will offenbar auch nicht das Dargestellte von der Person des Darstellers unterscheiden.

      Der künstlerische Elfenbeinturm von Liefers, Tukur und Co. steht mitten im verminten Gebiet von AfD und Querdenkern.

      Oh, sie sind den Positionen des Feindes zuzurechnen. Auch das natürlich reine Identitätspolitik.

      mit kurzen Videos, in denen sie höhnisch …

      Wieso kommen die Identitären auf „höhnisch“? Weil sie sich selbst verhöhnt vorkommen. Der Ton dieser Videos ist schnippisch-ironisch. Statt höhnisch müsste man viel eher sagen: mit eisgekühltem understatement. Aber man sieht sich selbst verhöhnt.

      zynischen Hashtags wie #allesdichtmachen, #niewiederaufmachen oder #lockdownfuerimmer.

      Auch hier wieder falscher Gebrauch von Begriffen, das kleine 1×1 des progressiven Gaslightens. Statt „zynisch“ muss hier korrekterweise „irionisch“ verwendet werden.

      triefen die Videos von ätzender Verachtung für die politische Klasse

      Auch dieses Urteil kommt ganz aus der Bewertung der Subjektivität des Empfängers. Als Exponent dieser Klasse fühlt sich Müller-Vogg von „ätzender Verachtung“ betroffen.

      dem implizierten Anspruch der Schauspieler, besser als Virologen und Epidemiologen zu wissen, was jetzt Not tut.

      Es folgen zwei Beispiele, die ganz klar machen, dass es um haltlose Überspitzungen geht, die klar ironisch und nicht mal im Ansatz als Verbesserungsvorschlag durchgehen können. Das soll Müller-Vogg nicht begriffen haben? Das ist absolut unglaubwürdig. Der Autor schreibt hier etwas wider sein besseres Wissen, um die ironische Parodie als Besserwisserei erscheinen zu lassen. Wie dumm muss man als Leser sein, um das zu schlucken?

      Müller-Vogg wird sich gedacht haben. dass es Zeit ist „mit den Wölfen zu heulen“, wie es so schön heisst. Anders ist das gar nicht verständlich.

      • Eine etwas präzisere Textanalyse als die von mir 🙂
        Mit den Wölfen heulen wird so sein – der wird sich an Grün andienen und das werden in nächster Zeit wohl noch mehr tun. Es nervt nur noch.

  27. https://taz.de/Genozidforscher-ueber-Klima-und-Gewalt/!5768089/

    taz: Herr Zimmerer, warum warnen Ge­no­zid­for­sche­r:in­nen plötzlich in einem dramatischen Appell vor der Klimakrise?

    Jürgen Zimmerer: Die Klimakrise ist die größte Herausforderung der Gegenwart und betrifft auch uns Genozidforscher:innen. Wir, die wir uns mit Massengewalt in Vergangenheit und Gegenwart befassen, dürfen und wollen über die Gewaltpotenziale des Klimawandels nicht schweigen. ….

    Das ist natürlich dieses sattsam bekannte Argument, welches besagt, dass die Umstände schuld sind an den Entgleisungen von Menschen. Dabei scheint es viel vielsagender und produktiver zu sein, auf herrschende Ideologien und Gedanken sich zu beziehen. Aber dann müsste man ja konkrete Inhalte kritisieren. Zimmerer will aber auf die unerklärlichen Strukturen hinaus, wenn er den Hauptverdächtigen …

    in der Variante des extremen Verschwendungs- und Raubbaukapitalismus, wie er sich im Zuge der europäischen Expansion in den letzten 600 Jahren über die Welt ausbreitete

    … identifiziert. Und diese Anspruchshaltung daraus hätte es uns „unmöglich“ gemacht, „Nachhaltigkeit und Wohlstandsverzicht“ zu üben….

    Dem Leser ist schon hier klar, wohin die dürftige Konstruktion läuft?

    Statt Raubbaukapitalismus brauchen wir globale soziale Gerechtigkeit.

    Und wenn wir da nichts tun, dann „werden wir von Zuschauern zu Tätern.“ Das muss man sich so vorstellen:

    Das heißt: Wer hier einen SUV fährt, wer Klimaschutzpolitik blockiert, ist mitverantwortlich für Gewaltausbrüche andernorts.

    Fährtst du einen fetten BMW und unversehens bist du Massenmörder ….

    Reichlich unterkomplex, das Ganze.

    Bitte sag mir jemand, dass das Satire ist, das kann doch nicht wahr sein!

  28. Die manichäischen Linksextremen sagen uneingeschränkt ja. Deshalb verwenden sie ja den Begriff „Narrativ“. Narrative sind immer auch politisch festgelegt in der identitären Welt und können klar in linke und in rechte Narrative unterschieden werden. Narrativ bedeutet: es gibt keine allgemeinverbindliche Realität oder gar Wahrheit, sondern nur Standpunkte.

    Aus diesem Grund sollte man sich der Verwendung des Begriffs Narrativ verweigern!

    • Die linke Erklärung: die Polizei ist rassistisch und überprüft/kontrolliert Ausländer besonders oft und daher werden diese auch öfter erwischt. Bio-Deutsche sind eigentlich mindestens genau so kriminell.

      • Da wird dann immer an das angebliche Nichtwissen Bezug genommen. Klassische Zerredungs-Rhetorik, appeal to ignorance-fallacy.
        Immerhin folgt das noch der Logik, das mit den „Narrativen“ dreht dann völlig frei.

        Schlauer ist das bekannte Argumentieren mit Wohlstand, den Ausländer weniger hätten. Problem ist dabei, dass wer ärmer ist, nicht deshalb mehr klaut (das zu denken verrät mE ein echt übles Menschenbild).

  29. Sowas hier?

    Wie bescheuert.

    • äh

      Da steht, es sei eine Illusion, dass Frauen eine Wahl haben, mit der Implikation, dass Choice Feminism ein Sedativ ist, das verhindert, dass Frauen sich die Wahlfreiheit erkämpfen.

      Das ist zwar auch bescheuert, aber nicht im verstandenen Sinne.

      • Ja klar, und die Entscheidungen, die RadFems nicht gut heißen, sind die die vom Patriarchat Frauen aufgezwungen werden, wie z.B. sich um die eigenen Kinder kümmern zu wollen anstatt einen Chefposten anzustreben.

  30. On this week’s episode of TheFallenState TV, host Jesse Lee Peterson is joined by Marilyn D. York, a Family Law Attorney in Reno, Nevada who specializes in Men’s Rights. Marilyn gave a viral TEDx Talk about the work that she does representing men in divorce cases. Tune in as Jesse and Marilyn discuss the indispensability of fathers, common pitfalls for men in divorce and custody cases, and how men can navigate these tricky waters. You don’t want to miss it!

    Jetzt LIVE! incl. Chat

  31. ablenkendes Framing.

    „Ich bin jetzt doch beruhigt, dass wir in Deutschland keine größeren Sorgen haben als 53 deutsche Schauspieler.“

    Das Problem ist die hasserfüllte Hysterie, mit der diese Leute angegangen wurden. Das erinnert an wirklich finstere Zeiten.

    • Mich stört die Überheblichkeit, das Abwertende, und die sich immer und überall „Schämenden“. Diese auf billigste Art und Weise Besserwisserei und Tugendhaftigkeit vortäuschenden Narzisstendeppen sind allenfalls selbst zum Fremdschämen geeignet, weil sie nur aus dem regierungshörigen Mainstream heraus die Klappe aufreissen und ansonsten Zäpfchen spielen.
      So stelle ich mir DDR-Denunzianten vor. Sowas trauen sie sich, da sind sie stark. Widerlinge.

      • Genau das ist es! Es ist letztlich auch nur Virtue Signalling. Keine echte Moral, keine Emotion. Der Haltungsfilterblase, die die immer mit blaming und shaming arbeitet, ist es doch egal, ob irgendwo irgendjemand verreckt.
        Mit einem Augen drücken die sich ein Krokodilstränchen raus, mit dem anderen schielen sie schon auf die Likes, wie die Zahlen nach oben schnellen.

  32. Das ist genau der Grund, warum ich Lachet verabscheue (und ich glaube auch der Grund, warum ihn keiner mag).
    Zwar stimmt es vermutlich, dass „keiner der 50 rechts ist“, aber das ist eine Einlassung, die einfach peinlich ist, ein appeasement gegenüber den fanatischen, hasserfüllten Hexenjägern, die Laschet angreifen sollte, als die 50 halbherzig zu verteidigen!
    Aber es wird noch viel schlimmer, wenn Laschet konstatiert, die 50 hätten eine andere Meinung als „die Mehrheit“. Nein, vor allem haben die 50 eine andere Meinung als die Regierung mit ihren Coronoschutzmassnahmen. Und es ist sicherlich keine Minderheit, die die Regierungsmassnahmen für überzogen halten und genau das haben die 50 mit ihrer übertreibenden Ironie aufgespiesst.

    Hätte Laschet auch nur ansatzweise menschlichen Anstand und Rückgrat, hätte er die Kritik der 50 auf sich, seine Partei und Regierung bezogen und diese 50 nicht zur Minderheit erklärt, mit dem fadenscheinigen und gegenüber den Fanatikern völlig unverbindlichen Persilschein, die seien „nicht rechts“.
    Was Lachet hier bringt, geht in die Richtung eines infantilisierenden Paternalismus. Er wäre der ideale Vizekanzler unter einer autoritären grünen Regierung!

    • Und gegen diese Widerlichkeiten der Merkel-Regierung hatten die intoleranten Fanatiker der „Zivilgesellschaft“ natürlich NULL einzuwenden:

      Sattt dessen greift die regierungsgefütterte Zivilgesellschaft mit dem Schaum vorm Mund eine total harmlose ironische Parodie auf die Überzogenheit der Coronamassnahmen an …

      Überhaupt: Zivilgesellschaft…. ist das eine Art Stasi von morgen? Oder doch nur ein hasserfüllter Pogrom-Mob zur Hexenjagd auf alles, was sich der schönen neuen progressiven, identitären grün-alternativen Welt verweigert?

      • Das ist wirklich interessant. Der „Zynismus“ der Regierung wurde von den meisten wieder vergessen.

        An solchen Dingen erkennt man die Inszenierung der Matrix, und es erscheint für einen kurzen Moment die häßliche Fratze der Manipulation, wie sie tausendfach von Pressesprechern, Beratern und Neuen Deutschen Medienmachern ausgesonnen wird.
        Während einem die Raute des Grauens mit ihrer Babysprache ein Ohr abkaut und blöd in der Gegend rumglotzt „Ich weiß von nix“.
        Auch das zu Laschet stimmt. Von ihm kann man nicht allzuviel erwarten, weil er selbst angezählt wird und sehr aufpassen muß.
        Es ist eine Art Gnade vor Recht, die die „Rechtschaffenen“ jetzt praktizieren und gumenschlich in den Äther posauenen dürfen. Heuchler.

  33. Alles ist Klimawandel, weil das die Top-Agenda ist, mit dem die westlichen Demokratien tatsächlich ausgehebelt werden können, so dass sich dem alles gleichzuschalten hat – der Feminismus, Antirassismus und all die anderen progressiven Einzelziele. Es handelt sich um eine revolutionäre Struktur, die sich nach den Gegebenheiten anpassen kann, um grösstmöglichen Erfolg zu erzielen. Der Feminismus hat praktisch total versagt und erschöpft sich in Forderungen nach verbilligten Tampos und ergeht sich im selbstbezüglichen Männerhass, der Antirassismus ist dabei am ihm innewohnenden hyper-fanatischen Antisemitismus zu scheitern und nur die Doktrin des Weltuntergangs durch Klimawandel bleibt übrig als geeignet, da das weit über die Grenzen des Progressivismus geglaubt wird.

    Also ist der Intersektionalismus bei seiner bestmöglichen Wahl angekommen.

    • Die antidemokratischen Pläne der grünen Böll-Stiftung sind so eine Blaupause für den „umfassenden Umbau der Gesellschaft in Richtung einer kollektivistischen „Gemeinwohlökonomie“, mit dem Klimawandel als perfektem Vorwand:

      Genau das ist ja auch der Plan des Linksextremisten-Flügels der USA Demokraten, „Green New Deal“ genannt.

      Das ist das, wozu die EZB-Lagarde ihr Placet gibt, wenn sie Baerbock in den Himmel lobt.

      Höchste Zeit für den Erhalt der Demokratie zu kämpfen und gegen die apokalyptische Irrlehre Klimawandel!

  34. Der Rassist Biden wählt als Wunschkandidatin eine Rassistin, um die Bundesbehörden der rassitischen Indoktrination des „Diversity Training“ zu unterwerfen:

    https://freebeacon.com/biden-administration/biden-nominee-to-opm-signals-woke-ification-of-the-federal-government/

    Kiran Ahuja, President Joe Biden’s nominee to lead the Office of Personnel Management, has said her goal is to free „black queer and trans people“ from the „daily trials of white supremacy.“ If confirmed, Ahuja would help set hiring standards and coordinate diversity training across the entire federal government. …..

    Shortly after taking office, Biden rescinded President Trump’s executive order barring agencies from conducting diversity trainings that promote „divisive concepts,“ such as the idea that „the United States is fundamentally racist.“ Those trainings are Ahuja’s specialty. Under her tenure, Philanthropy Northwest hosted a „racial equity speaker series“ about the „racism and implicit bias inherent in society’s structures.“ Kendi was a featured speaker at the series and is frequently cited in Ahuja’s writings. …..

    Na, wo sind all die vermeintlichen linken Gegner der Identitätspolitik hin, die dies als Bedrohung der Demokratie in den USA sehen, als das, was das ist?!

    Halten alle das feige Maul. Oder sind klammheimlich dafür. Oder einfach zu dumm und ignorant. Haben ja alle erzählt bekommen, dass Trump das Problem war und unter Biden doch nichts anbrennen kann …

  35. Genau diese Vorstellung Kunst hätte eine Aufgabe zu erfüllen, hat uns doch in die miese Situation geführt, dass Kunst zum reinen politischen Aktivismus verkommen ist. Leute wie der Beuys, Kahlo und Heerscharen anderer haben hier die Grundlagenarbeit geleistet. So dass Kunst so ausschliesslich mit Politik verbunden wurde, dass mittlerweile jede viertklassige „Comedy“ akzeptiert werden muss, wenn sie nur in der richtigen Weise politisch daherkommt.

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