„Die Unschuldsvermutung gilt nicht nur für Männer“

Stokowski weist zu recht darauf hin, dass die Unschuldsvermutung nicht nur für Männer (=richtiger: Nicht nur für Leute, die Sexualstraftaten begangen haben sollen) gilt:

Eine Frau, die öffentlich von Übergriffen erzählt und den Täter benennt, muss damit rechnen, dass ihr nicht geglaubt wird und sie der Lüge bezichtigt wird. »Unschuldsvermutung« ist ein Zauberwort, das alle Erzählungen, die außerhalb des Gerichtssaals stattfinden, zu Staub zerfallen lassen soll. Aber mit der Unschuldsvermutung ist es so eine Sache.

Denn die Unschuldsvermutung gilt auch für Frauen, die Männern Übergriffe vorwerfen. Man muss erst mal davon ausgehen, dass sie nicht lügen: Wer erklärt, dass eine Frau, die von Übergriffen spricht, lügt und das Ansehen dieser Person zerstören will, wirft der Frau mindestens üble Nachrede vor – und das wäre dann auch eine Straftat, die diese Frau begehen würde.

Richtig ist, dass die Unschuldsvermutung für alle Menschen gilt, die einer Straftat beschuldigt werden. Sie gilt insbesondere für den Staat, der immer berücksichtigen muss, dass jemand unschuldig sein kann und das er insbesondere Anspruch auf ein faires Verfahren hat, in dem der Staat ihm seine Schuld beweisen muss und nicht er seine Unschuld.

Wer sagt, dass man den Beschuldigen einer Sexualstraftat nicht vorverurteilen soll, weil eben die Unschuldsvermutung besteht, der muss dann ebenso den Beschuldiger nicht als jemanden, der eine mittelbare Freiheitsberaubung oder eine Verleumduung begehen will, vorverurteilen, weil die Unschuldsvermutung besteht.

Stokowski weiter:

Das bedeutet nicht, dass man jedem Menschen alles glauben muss. Es bedeutet aber, dass mehr Gewalt passiert als Gerichtsurteile bestätigen können und dass man dementsprechend natürlich Meinungen zu Fällen haben darf. Eine solche Meinung kann zum Beispiel sein: Ich neige dazu, Frauen zu glauben. Oder: Ich sehe die Auftritte oder Filme dieser Person inzwischen mit einem schlechten Gefühl. Oder: Ich wünsche mir, dass dieser Fall eines Tages aufgeklärt wird.

Eine Meinung zu haben hat wenig mit der Unschuldsvermutung zu tun. Denn diese gilt erst einmal nur für den Strafprozess, dessen Regeln müssen die Leute für ihre persönliche Meínung zu einem Fall aber nicht gelten lassen. Sie können in der Tat voreingenommen sein, sie können auch die bereits bekannten Fakten bewerten und darüber zu einer Einschätzung des Falls kommen. Sie können auch der Auffassung sein, dass weder eine Straftat vorliegt, noch eine Verleumdung bzw eine mittelbare Freiheitsberaubung, etwa weil der Sachverhalt bereits keine strafbare Handlung hergibt oder der Vorsatz nicht bewiesen werden kann, etwa weil beide eine bestimmte Wahrnehmung des Falls gehabt haben können.

Man wird Leuten, die nicht am strafrechtlichen Verfahren beteiligt sind, auch nicht verbieten können, eher oder immer einem bestimmten Geschlecht glauben zu können, auch wenn das weniger eine Meinung, sondern eher eine ideologische Position ist.

Das Problem ist: Solange keine Namen genannt werden, gibt es eine breite Öffentlichkeit, die bereit ist zu sagen, wie schlimm es ist, dass Frauen immer noch so viel Gewalt erfahren und dass endlich etwas passieren muss. Sobald allerdings Namen von mutmaßlichen Tätern genannt werden, verschiebt sich die Diskussion auf die Frage, ob hier die Karriere eines unschuldigen Mannes zerstört werden soll.

Das eine abstrakte Diskussion etwas anderes ist als eine konkreter Fall ist eigentlich wenig überraschend. Es ist erstaunlich, dass Stokowski den Unterschied nicht versteht.

In einer abstrakten Diskussion über sexuelle Gewalt wird ja nicht bestritten, dass es solche Fälle gibt und das sie für die Betroffenen schlimm sind.

Bei der konkreten Situation muss man aber natürlich die Umstände des jeweiligen Falls bewerten und schauen, ob sie einen überzeugen.

Sie greift da den „Luke Fall“ auf. Interessanterweise führt sie an, dass es da wohl sogar ein Verfahren gegeben hat:

 Ein Presseanwalt ließ später mitteilen, dass es ein Verfahren gab und dass dieses trotz Beschwerde rechtskräftig mangels hinreichenden Tatverdachtes zugunsten des Mannes eingestellt wurde.

Die Schilderung nochmal bei Stokowski:

Im ersten Fall erzählte eine Journalistin und Podcasterin von der Beziehung zu einem Mann, der direkt nach einem Gespräch über ihr Unwohlsein in der Beziehung körperlich übergriffig geworden sei. Er habe sie aufs Bett gedrückt, ihre Hose runtergezogen und angefangen an ihr »rumzuspielen«, bis er aufhörte und sagte, »boah, ich wollt dich jetzt einfach vergewaltigen, aber ich hab’s dann doch nicht gemacht«, woraufhin er eine Panikattacke bekommen hätte – »und dann hatte ich Mitleid mit ihm und hab ihn getröstet«.

Eine Schilderung an anderer Stelle, die ich hier zitiert hatte:

Als sie beide gemeinsam im Bett lagen, habe sie mit ihm darüber gesprochen, wie verletzt sie sei und distanzierte sich von ihm. Genervt davon, habe er zunächst angefangen, sie zu schütteln und kitzeln. Er habe ihren Oberkörper auf das Bett gedrückt, ihr die Hose ausgezogen und angefangen, an ihr “herumzuspielen”, wie sie sagt. “Ich war gerade kurz davor, dich zu vergewaltigen”, habe er demnach zu ihr gesagt und dann von ihr abgelassen. Das sei nur eine von vielen Geschichten, die sie selbst zunächst verdrängt habe.

Da merkt man bei ihr etwas die Belastungstendenzen heraus, denn in der anderen Version leitet er von kitzeln zu sexuellen Kontakt ein, während sie beide in einem Bett liegen, er zieht sie aus, merkt, dass sie keine Lust hat und hört auf, bevor er wirklich begonnen hat. . In dem hier verlinkten Beitrag sagt sie auch noch zu dem rummachen „Ich lag einfach so dar und dachte mir „Ja komm, lass es jetzt einfach über dich ergehen“.Seine Äußerung kann gerade deutlich machen, dass er gemerkt hat, dass sie nicht wollte und das beinahe übersehen hat und darüber erschrocken ist. Es lässt in der Version auch wen man ihre Äußerungen so als wahr übernimmt, einen ganz erheblichen Interpretationsspielraum und soweit ersichtlich sagt sie selbst auch nicht, dass sie vergewaltigt worden ist, sie sagt nicht, dass sie deutlich gemacht hat, dass sie nicht wollte, sie sagt nicht wie ihre Hose ausgezogen wurde etc.

Insofern hat der Artikel von Stokowski schon einen verleumderischen Anteil.

 

 

52 Gedanken zu “„Die Unschuldsvermutung gilt nicht nur für Männer“

  1. Der beschriebene Einzelfall klang für mich ebenfalls nach „gerade noch gemerkt, dass kein consent da war“.

    Stokowski sowieso ein Witz. Eine Homosexuelle (nur erwähnenswert, weil sie dadurch so gar nichts mit Männern zu tun hat oder haben will), der erlaubt wird, jede Woche ihren Männerhass in die Welt zu tröten. Würde sich dieser Hass gegen irgendeine beliebige andere Gruppe richten, würde man sie nicht mal mit Missachtung strafen. Und würde ein Mann so schreiben… Naja, das ist tatsächlich unvorstellbar, dass ein Mann in einer grossen deutschen Zeitung heutzutage über Frauen oder Homosexuelle so schreiben würde, wie sie über Männer. Sofortiger Jobverlust samt Ächtung wäre die Folge.

  2. Was vergleicht die da?
    Wenn einem Mann Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch an seinen Kindern vorgeworfen wird, ist diese Bezichtigung von Strafverfolgungsbehörden anders zu werten als üble Nachrede. Vor allem sind die Folgen von Falschbeschuldigung und ggf. Falschverurteilung in den beiden Szenarien nicht vergleichbar.
    Das müsste eigentlich auch in die stokowschke Femozentrik vorgedrungen sein.

    Aber vielleicht meint sie das auch perspektivisch. Wenn Unrecht, das Frauen widerfährt, künftig schärfer geahndet werden soll, dann könnte man ja das Strafmaß für eine üble Nachrede gegenüber Frauen so hochsetzen, dass es dem einer Vergewaltigung entspricht. Dann wäre es wieder schlüssig.

    • Die Zeiten ändern sich und Falschbeschuldigerinnen werden heute eher bestraft, aber früher wurde das als Kavaliersdelikt behandelt. Es kamen ja immer nur Männer unter die Räder.

      • Tja, warum behauptet solch eine Frau derartig zwanghaft, daß sie immer wieder vergewaltigt wurde? Ist das nicht von Interesse?

        Vielleicht hat sie ja tatsächlich sexuelle Gewalt erfahren, nur eben nicht in der Gegenwart, sondern als Kind in der Vergangenheit.

        Menschen, die das Ideal der Aufklärung und wissenschaftlichen Fortschritt schätzen, sollten doch daran interessiert sein, die psychologischen Mechanismen hinter solchen Zwangshandlungen zu verstehen.

        http://alice-miller.com/de

        Davon abgesehen ist der gesamte Feminismus eine einzige Zwangshandlung und Falschbeschuldigung. Feministinnen machen das, was diese Frau oben tut, nur etwas abstrakter und akademischer. Sie beschuldigen den Mann an sich.

        • Sagt Alice Miller eigentlich auch was darüber, was Menschen in der Kindheit widerfahren ist, die sich als ältere Menschen alles mit einer monokausalen Geschichte erklären?

        • Schade, daß Ihr so erschreckend dumm seid.

          Und schade, daß man sich offenbar so wenig dafür interessiert, warum eine Frau derartig zwanghaft falschbeschuldigt.

          Ist schon erschreckend, daß gerade viele Männer derartige psychologische Analphabeten sind und sein wollen.

          • Warum sollte mich das interessieren? Weil es eine arme Frau ist, die aufgrund ihrer schlechten Kindheit zu einer notorischen Falschbeschuldigerin wurde?
            Am Ende ist der Mann noch selbst schuld? Er wollte – äääh will es ja sowieso. So richtig geilen Sado-Maso-Sex im Männerknast. Da kann er dann endlich mal seine oralen und analen Vergewaltigungsphantasien ausleben. Dann aber vermutlich eher als Opfer. So sie denn mit ihrer Falschbeschuldigung erfolgreich sein sollte.

      • Falschbeschuldigerinnen werden heute eher bestraft,

        Vielleicht solch krasse Exemplare. Aber dass insbesondere im Familienrecht bei verfeindeten Paaren die Falschbeschuldigung wirklich geahndet wird, wäre mir neu. Und dort findet das mit Abstand am häufigsten statt. Der Ex-Partner soll vernichtet werden, seine Kinder und seinen Restbesitz verlieren. In diesem Haifischbecken tummeln sich die Falschbeschuldigungen, haben aber fast nie Folgen.

  3. Das Sturmgeschütz gegen die Demokratie mal wieder im vollen Einsatz. Am liebsten ergötzt sich die Kloakenjournalie des „Spiegel“ an allem Sexuellen, das hat Tradition bei denen. Diese Frau passt bestens in Portfolio. Absolut ekelhaft.

    • Als der Spiegel alle paar Wochen nackte ne nackte Frau auf dem Cover hatte, war der journalistische Inhalt noch hochwertig und lohnenswert.

      • Da ging es aber immer nur um Prostitution und Titel a la „Bordell Deutschland“, was man heute „concern trolling“ nennen würde. Das Sexualisieren geschah immer im Text, wenn ich mich korrekt erinnere, immer hübsch süffisant und höhnisch verpackt, zB über die Geliebte Kohls, seine Sekretärin.

        • „Da ging es aber immer nur um Prostitution und Titel a la „Bordell Deutschland“

          Nee, auch um banale medizinische Themen (Blasenschwäche oder so).

  4. Was uns Strokopfski eigentlich sagen will: Frauen sind unschuldige Opfer, Männer sind immer Täter und die(!) Unschuldsvermutung ist im femi-faschistischen Sinne nur auf Frauen anwendbar.

    Gestern bin ich nach langer Zeit mal wieder auf Spiegel gewesen. Nur wegen Thomas Fischer schaue ich da vorbei, sonst kann ich da nichts mehr lesen oder sehen, was mich interessiert. In Erinnerung ist mir, dass es einen Beitrag („Autorin XY protokolliert“) gab über einen Mann, der sich selbst als Feminist bezeichnet, aber wohl auch schon übergriffig gegen Frauen war und deshalb wohl eigentlich kein Feminist sein kann. Das ganze stand unter der Rubrik „toxische Männlichkeit“.
    Und dann etwas über Unschuldsvermutung schwafeln. 😬

    Ein „Nachrichtenportal/magazin“, das mit solchen Mitteln (framing) arbeitet, das Autorinnen wie Stroboskopski eine Bühne gibt für ihren Männerhass, die damit extrem privilegiert und überhöht dargestellt werden, hat mich als Leserin nicht verdient. Die femi-faschistische Einfärbung fast aller Beiträge, durch entsprechende Überschriften, Einleitungstexte oder aggressives Gendern und die hauseigenen Zensur des Kommentarbereichs ekeln mich an. Diesem „feministischen Stürmer(in)“ will ich die Ehre erweisen.

    Nun zum Inhalt. Strodummkowski hat Recht, dass die Unschuldsvermutung auch für Frauen gilt. Das bedeutet aber nicht, dass eine Frau einfach jede Anschuldigung öffentlich (medial) aussprechen kann. Hier gelten zwei Dinge, 1. es stimmt, dann gilt trotzdem für den Mann die Unschuldsvermutung, denn der Beweis einer Schuld muss vor Gericht erbracht werden; 2. es stimmt nicht, dann gilt auch für die Frau die Unschuldsvermutung und sie muss für die falsche Beschuldigung strafrechtlich die Konsequenzen tragen. Und da ist der Unterschied: Männer tragen, ob die Anschuldigung wahr oder falsch ist, ob es strafrechtlich aufgearbeitet ist oder „nur“ medial verbreitet wurd immer die Konsequenzen durch soziale Vernichtung.
    Gegensätzlich haben Frauen kaum oder keine Konsequenzen zu berfürchten (sozial eher als strafrechtlich), wenn sie Männer der Übergriffigkeit beschuldigen. Gerecht wäre es, wenn Falschbeschuldigerinnen das gleich hohe Strafmaß erhalten würden, wie Männer für die vorgeworfene Übergriffigkeit. Strafverschärfend sollten sich feministische Umtrieben auswirken, z.B. wenn sich eine Familienministerin in den Prozess einmischt (vgl. Lohfink). Die femi-faschistische Missbrauchsmaschinerie fordert ja schon lange, dass Frauen IMMER und ohne Widerspruch geglaubt werden soll. Deshalb hat die Unschuldsvermutung für mich eine unterschiedliche Gewichtung (oder Schlagseite) bekommen – ich tendiere mittlerweile eher dazu Frauen NICHT mehr zu glauben.

    AntiFe – AntiFe – AntiFeminista!

    • 1. es stimmt, dann gilt trotzdem für den Mann die Unschuldsvermutung, denn der Beweis einer Schuld muss vor Gericht erbracht werden

      Was auch nicht wirklich stimmt. Entscheidend ist kein Beweis, sondern wem der/die Richter glauben.
      Glauben sie dem angeblichen Opfer, wandert (meistens) der Mann in die Kiste.

      Nehmen wir z.B. Kachelmann:
      Aus dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft (Quelle Wikipedia) ist zu entnehmen.

      Alle Gutachter hätten bestätigt, dass die Verletzungen am Hals von dem Tomatenmesser stammen könnten. Die Möglichkeit der Selbstverletzung sei wegen der damit verbundenen Schmerzen auszuschließen. Am Messer hätten sich DNA-Spuren von ihr befunden und auch von Kachelmann, wenn diese ihm auch nicht mit Sicherheit zuzuordnen seien.

      Man hat bspw. DNA-Spuren von Kachelmann gefunden, kann sie ihn aber aus welchem Grund nicht mit Sicherheit zuordnen?
      Und wie lächerlich ist es, Schmerz als Grund dafür anzuführen, eine Selbstverletzung oder gar Selbstverstümmelung sei unmöglich.
      Als ob es noch nie Menschen gegeben hätte, die sich sich selbst Körperteile, wie bspw. Finger oder Hände, abzuhacken, um Geld von einer Versicherung zu kassieren.

      Dagegen die Verteidigung:

      Sie habe den Brief „Er schläft mit ihr“ nicht nur selbst geschrieben, sondern auch noch an der Arbeitsstelle ausgedruckt, damit er nicht zu ihr zurückverfolgt werden können sollte

      Kann man aber sehr wohl. Jeder Drucker bzw. Kopierer druckt eine Zeichenkombination (Machine Identification Code, MIC) aus, mit der man das Gerät identifizieren kann. Ist halt nur mit bloßem Auge nicht erkennbar.
      Bei größeren Büroanlagen werden die Ausdrucke ohnehin zusätzlich auf Festplatten gespeichert und sind teilweise jahrelang abrufbar.

      So lasse das Chat-Protokoll erkennen, dass die Reihenfolge von Essen und Sex in der von Kachelmann dargestellten Weise erfolgte (Sex vor dem Essen)

      Derartige Einwände haben aber nicht ausgereicht, um Kachelmann als unschuldig freizusprechen, tatächlich hat er ja nur einen Freispruch 2. Klasse bekommen. Freispruch aus Mangel an Beweisen.
      Wobei ich die Urteilsbegründung nicht ganz nachvollziehen kann.

      „Der heutige Freispruch beruht nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld von Herrn Kachelmann und damit im Gegenzug von einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt ist. Es bestehen aber nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme begründete Zweifel an der Schuld von Herrn Kachelmann. Er war deshalb nach dem Grundsatz ‚in dubio pro reo‘ freizusprechen.

      Entweder glaube ich, dass er lügt und schuldig ist und sie die Wahrheit sagt. Oder ich glaube nicht, dass sie die Wahrheit sagt, dann ist er zwangsläufig unschuldig.

      Besser ist es da schon mit den beiden Angeklagten im Fall Team Gina Lisa. Idealerweise filmt man heimlich den horizontalen Akt und kann anschließend per Videoaufnahme beweisen, dass sie gar nicht so unwillig war, wie sie hinterher behauptet.
      Dass sie dann nicht wegen Falschbeschuldigung für mindestens zwei Jahre in den Knast wandert, wie es die beiden Falschbeschuldigten wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung gemusst hätten, wissen wir ja alle.Halbwegs medienwirksam hat sie nur eine Geldstrafe bezahlen müssen, mit der sie dank Tagessatzregel immer noch behaupten kann, sie sei nicht vorbestraft.

      • „Schmerz als Grund dafür anzuführen, eine Selbstverletzung oder gar Selbstverstümmelung sei unmöglich.“

        Das ist wirklich bescheuert. Wie können Leute sowas für voll nehmen. Vielleicht hat die Stelle ja vorher betäubt, lol.

        Johnny Depp ist aber auch genau so ein Fall: die Aufnahmen sprechen für ihn, die Aussagen der Bediensteten und der Polizei ebenfalls, genau so wie die seiner Ex-Freundinnen. Alles was für sie spricht, ist ihre Aussage und der Richter entschied das sie dieser glauben will. Vielleicht war der ja Feminist und folgt ganz der feministischen Logik, bei der eine Sache um so richtiger ist, je mehr Leute dagegen sind.

        Was Richter heute abliefern ist mitunter unter aller Sau.

        • Nö, ich denke, dass ist eher das etablierte und seit Jahren gefestigte Bild von Männern und Frauen.
          Frauen sind schützenswerte Opfer und Männer entweder die Täter oder sie haben gefälligst für den Schutz zu sorgen. Heute am frühen Abend noch einen Bericht der Sexistischen Öffentlichen Rundfunkanstalten gesehen, bzw. mehr gehört als gesehen.
          Natürlich ist es draußen für Frauen nicht sicher, der Staat (als zumindest zu einem Teil die Männer) haben gefälligst dafür zu sorgen, dass Frau sich zu jeder Tages- und Nachtzeit unbehelligt draußen herumtreiben kann. Ging dabei um die Istanbuler Konvention, die Frauen, nicht jedoch Männer vor Gewalt schützen will.

      • Ist eigentlich dieses Vorhaben durchgekommen, wonach potentielle Vergewaltigungsopfer nicht mehr von der Verteidigung befragt werden dürfen? Nach dieser Regelung wäre Kachelmann als Vergewaltiger in den Knast eingefahren.

      • Ich halte es für einen Trugschluss, dass ich als Außenstehender überhaupt eine Meinung entwickeln muss. Klar kann ich einen Prozess verfolgen und auf Grundlage dessen und der begleitenden Berichterstattung eine Meinung bilden, aber genausogut kann ich sagen: „Joa, war Urteil/Freispruch. Keine Ahnung, ob’s richtig war.“
        Wie viel weniger muss ich mir VOR Verurteilung eine Meinung bilden?

  5. Es ist erstaunlich, dass Stokowski den Unterschied nicht versteht.

    Nein, es ist definitiv nicht erstaunlich, daß die Frau intellektuell eine Niete ist.

    Wirklich erstaunlich ist, daß sie den Tucholsky-Preis erhalten hat, weil sie angeblich satirisch etwas geleistet habe.

    Die Frau sollte eine Therapie machen und sich mit dem seuxellen Mißbrauch in ihrer Kindheit auseinandersetzen. Der ist nämlich die Ursache für ihren Feminismus, ihr Lesbentum, ihre Sex-Monothematik und ihren paranoiden Blick auf die männliche Sexualität, ihren Belastungseifer in dem Zusammenhang.

    Feministinnen beschreien indirekt immer wieder ihre eigenen traumatischen Kindheitserfahrungen, wenn es um das Thema sexuelle Gewalt geht, sei es Pornografie, Prostitution oder eben der universelle Sexualstraftäter Mann.

    PS: In Gerichten wird manchmal auch Gewalt festgestellt und geahndet, die gar nicht stattgefunden hat. Das nennt man Justizmißbrauch. Und davon hat diese Dame offenbar keinerlei Ahnung, wenn sie lamentiert, daß es viele Gewalt gebe, die nicht juristisch geahndet werde.

    Aber wie immer gilt: Das eigentliche Problem ist, daß unsere Gesellschaft solche Frauen wie Stokowski überhaupt ernst nimmt und hofiert.

  6. So richtig infam ist es, dass hier das bedingungslose „Listen & Believe“ des Feminismus in die scheinbar harmlosere Verkleidung gesteckt wird, einer Anklage müsse man wegen der Unschuldsvermutung prinzipiell Glauben schenken. Das ist ein zutiefst unehrlicher und vor allem rechtsstaatfeindlicher Umdeutungsversuch des Idee der Unschuldsvermutung. Die Umdeutung soll dafür sorgen, dass eine Anklage wegen des Verdachts auf Falschbeschuldigung ganz nicht erst erfolgen kann.

  7. Es ist einerseits bewundernswert, mit welcher Geduld du auf diese unsägliche Journalistin eingehst. Andererseits muss ich fragen, welchen Nutzwert dies bringt? Die Dummheit und Sachlichkeit ihrer Argumentation ist doch offenkundig und zeugt von einer gepflegten Ignoranz der auch für Laien erlenbaren Grundkenntnisse juristischer Fragestellungen.
    Schon im ersten Zitat verliere ich die Geduld, wenn sie argumentiert, eine Unschuldsvermutung läuft zwangsläufig auf üble Rede es zunächst vermutlich Unschuldigen, seiner Anwälte oder gar der Richterschaft/Staatsanwaltschaft. Das ist doch Kindergartenlogik.
    Wichtiger wäre, unsere knappe Ressourcen einzusetzen, um die staatlichen Institutionen zu untersuchen, die Gesinnung der Richter und Staatsanwälte, die sich vermutlich kaum seit Kachelmann verändert hat und damals schon skandalöse Ausmaße annahm. Ich empfehle das Buch dazu.
    Stochowski und Konsorten sind einfach nur Ablenkungen und sollten einfach ignoriert werden.

    • „… die Gesinnung der RichterINNEN und StaatsanwälteINNEN, die sich vermutlich kaum seit Kachelmann verändert hat und damals schon skandalöse Ausmaße annahm.“

      Da schreibst du etwas sehr wichtiges. Bei künftigen Juristinnen kann an ihrer Neutralität und einer kritischen Einstellung gegenüber dem Feminismus gezweifelt werden.

      Dazu möchte einen Zeit Artikel aus dem Jahr 2017 heranziehen, bei dem der Einfluss feministischer Ideologinnen sehr deutlich wird. https://www.zeit.de/gesellschaft/2017-02/joerg-kachelmann-alice-schwarzer-vortrag-crash-sexuelle-gewalt
      „Eigentlich wollte Alice Schwarzer bei einem Vortrag an der Kölner Uni ihr übliches Programm abspulen. Doch dann meldete sich Jörg Kachelmann mit einer Publikumsfrage.
      Fast 1.000 Besucher sind am Donnerstagabend in die Aula 2 der Uni Köln gekommen, um etwas zu lernen über „(Sexual)Gewalt gegen Frauen und Recht“*. Die Veranstaltung bildet das letzte Glied einer von der Kölner Strafrechtsprofessorin Elisa Hoven ins Leben gerufenen Vortragsreihe, zu deren früheren Rednern unter anderem die Rechtswissenschaftler Gereon Wolters und Tatjana Hörnle, der Vorsitzende Richter am BGH, Thomas Fischer, und die stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT, Sabine Rückert, zählen. Ergänzt und beschlossen wird diese Runde nun durch Alice Schwarzer, Expertin für Sexualstrafrecht schon qua historischer Gewöhnung.“

      Einer Feministin wie Schwarzer eine solche Bühne zu geben ist mehr als fraglich.

      „Auch der Fall Kachelmann, in dem einige wenige Qualitätsjournalisten zur Wahrung eines letzten Rests von Würde des später Freigesprochenen beigetragen haben, gibt der Rednerin nicht etwa Anlass zu Selbstkritik, sondern lässt sie konspirative Machenschaften vermuten. Dass Kachelmann vom Landgericht Mannheim freigesprochen wurde, erklärt sich für Schwarzer durchaus nicht aus den Defiziten der Anklage, sondern aus dem Umstand, dass namentlich die ZEIT schon früh und umfassend über diese Defizite berichtet und somit Ergebnisdruck auf die Verfahrensbeteiligten aufgebaut hätte. Und überhaupt: „So mancher Gutachter oder Journalist kann parteiisch sein, weil er selbst Sympathisant oder gar Täter ist. Denn irgendwo müssen die ja sein, die Millionen Täter der Sexualverbrechen.“

      Das sollte sich mal ein Mann zutrauen zu sagen.

      Jörg Kachelmann traut sich etwas zu sagen:

      „Mein Name ist Jörg Kachelmann.“

      Raunen, Lachen, vereinzelter Applaus.

      „Ich möchte nur ganz kurz ergänzen, weil das ja wichtig ist, auch für meine Familie: Es hat nicht mit dem Urteil in Mannheim aufgehört.“ Es folgt der Hinweis auf das erwähnte Urteil des OLG Frankfurt und auf die Feststellung des Gerichts, dass Kachelmann Opfer einer Falschbeschuldigung geworden sei. „Es gibt eben manchmal, und das ist eben das Schwierige und für manche das Unerträgliche, es gibt auch manchmal weibliche Verbrecherinnen. Das sind die zwei Seiten der Schere. Das ist sehr bedauerlich, dass die meisten echten Vergewaltigungen nicht angezeigt werden, aber es gibt eben auch viele Falschbeschul…“
      „Nimm ihm doch das Mikro weg!“

      An diesem Punkt geht seine Stimme in den Pfiffen und Buh-Rufen des Publikums unter. „Nimm ihm doch das Mikro weg!“, schreit ein junger Mann in Richtung der etwas ratlos wirkenden Moderatorin, doch Kachelmann schließt schon von selbst: „Es gibt hier drin nur eine verurteilte vorbestrafte Täterin, und die sitzt da vorne.“ Das Amtsgericht Köln hatte gegen Schwarzer 2016 einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung erlassen.

      • Kachelmann und Schwarzer. Z. Z. ist mir die Schwarzer sympathischer als der Kachelmann, denn was der so über die Gegner der Coronamassnahmen ablässt, verdient schon einen aufs Maul. Die Schwarzer legt sich dafür in letzter Zeit häufiger mit der PC-Fraktion an. Aber wenn zwei fremde Hunde sich beissen, halte ich mich raus.

      • Danke dafür. Ich kannte die Geschichte. Bei der Dreistigkeit dieser sich allmächtig Wähnenden bleibt mir manchmal die Spucke einfach weg. Zu lange ist das unwidersprochen geblieben, zu lange waren wir alle nett und freundlich, und die Männer stiefelleckende Pudel. Damit sollte Schluss sein. Verbindlich unfreundlich und sachlich sollten sie auf die Plätze verwiesen werden, wo sie hingehören: die Schulbank der 5ten Klasse. Fach: Evolutionsbiologie und -psychologie.
        Alice Schwarzer war immer Männerhasserin. Da ist nichts mehr zu erwarten, auch wenn sie manchmal Schlaues von sich gibt. Ich glaube das war im Gespräch mit Verena Feldbusch, als Schwarzer sinngemäß sagte: die Frauen machen einen Fehler; sie wünschen sich einen Wolf, wandeln den in einen Lamm um, nur um sich wieder nach dem Wolf zu sehnen.
        Aber sonst ist sie entsetzlich. Da muss man mehr mit Flaßpöhler reden, was wir wahrscheinlich für unsere Filmreihe http://www.genderwelten.de machen werden.

  8. > Es ist erstaunlich, dass Stokowski […] nicht versteht.

    Nicht, wenn man schon zwei, drei ihrer Kolumnen gelesen hat, dann erstaunt einen eigentlich nichts mehr.

  9. Pingback: Recht und Gerechtigkeit von Stokowski – apokolokynthose

  10. Stopfmopski hat ihren Charakter in „Des Rudels Kern“ gezeigt, als sie dort sinngemäß schrieb, daß die Deutschen ihre Frauen gerne selbst belästigen wollten, aber nicht von Fremden. So zeitnah nach den Attacken in Köln, so dreckig und verleumderisch, daß es einem schlecht wird. Sollte man aber als Mann lieber nicht zeigen, wie angewidert man ist, denn das freut eine Klostopfski.
    Die Rotztropfski ist spitz auf negatives Supply wie Nachbars Lumpi. .

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