Sexlosigkeit nimmt zu: Was sind die Gründe

Eine Grafik macht gegenwärtig die Runde, die beispielsweise auch in diesem Tweet enthalten war:

Zu berücksichtigen ist zunächst, dass es um Zahlen aus den USA geht. Zahlen aus Deutschland sind mir nicht bekannt.

Da sieht man einmal eine Grafik nur für Männer und dann die Grafik für Männer und Frauen. Es geht jeweils darum, wie viele Männer und Frauen zwischen 18 und 30 angegeben haben, dass sie keinen Sex im dem letzten Jahr hatten bzw in der Grafik nur für Männer darum, welche in dem Zeitraum zwischen 18 und 30 gar keinen Sex hatten.

Insofern ist die Angabe „Männliche Jungfräulichkeit steigt“ nicht ganz abgesichert, denn die Jungs könnten natürlich zum einen vorher Sex gehabt haben bzw wurden auch 19 und 20 jährige gefragt, die dann ja nur ein oder zwei Jahre keinen Sex gehabt haben müssten

Im Ganzen allerdings zeigt es gerade bei Männern einen deutlichen Anstieg der Sexlosigkeit. Das könnte man bei einem Anstieg über einen sehr langen Zeitraum damit begründen, dass früher eben früher geheiratet wurde und damit eine Sexlosigkeit seltener war. Aber das erklärt nicht den rasanten Anstieg ab 2008.

Ein Artikel greift das auf:

Wächst eine Generation von Sexmuffeln heran? Zumindest in den USA scheint das der Fall zu sein. Junge Amerikaner im Alter zwischen 20 und 30 Jahren haben einer aktuellen Erhebung zufolge weniger Sex als Gleichaltrige in früheren Jahrzehnten. Das belegen Zahlen des General Social Survey, die kürzlich in der „Washington Post“ veröffentlicht wurden.

2018 hat demnach die Zahl der Menschen, die keinen Sex haben, einen Höhepunkt erreicht. Das überraschende daran: Es sind vor allem junge Männer in ihren 20ern, die enthaltsam leben

Sexstudie: Große Unterschiede zwischen jungen Männern und Frauen

Die Langzeitstudie kommt zu dem Ergebnis, dass fast jeder Vierte (23 Prozent) der 18 bis 29-Jährigen im vergangenen Jahr überhaupt keinen Sex hatte. Vor zehn Jahren lag der Durchschnittswert noch bei 19 Prozent, 1989 waren es sogar nur 14 Prozent.

Noch größer werden die Unterschiede zwischen jungen Männern und Frauen: Besonders junge Männer, rund 28 Prozent der 18- bis 30-Jährigen, gaben an, das vergangene Jahr sexlos verbracht zu haben. Dasselbe berichteten aber nur 18 Prozent der gleichaltrigen Frauen. In der Gruppe der 30 bis 39-Jährigen beiden Geschlechts wiederum gaben nur sieben Prozent der Befragten an, ein Jahr lang keinen Sex habt zu haben.

Die Steigerung bei den Älteren, also 30-39, ist interessant, es ist eben ein Alter in dem man eher verheiratet ist.

Es ist kompliziert: Das sind die Gründe für die Enthaltsamkeit

Psychologin Jean Twenge deutet die Zahlen so: Junge Amerikaner würden sich immer später fest an einen Partner binden. Außerdem würden immer mehr junge Amerikaner zu Hause bei Ihren Eltern leben, was ihre Möglichkeiten, sexuell aktiv zu sein, erheblich einschränke, so die Psychologieprofessorin der San Diego State University zu den Ergebnissen. Auch Arbeitslosigkeit spiele eine Rolle. Wer keine Arbeit habe, lebe auch seltener in einer festen Beziehung.

Also die Faktoren in den USA:

  • Spätere Bindung
  • bei den Eltern leben
  • Arbeitslosigkeit

Wäre interessant ob das in Deutschland auch entsprechende Faktoren sind, die in diesem Zeitraum vorliegen

Sexualtherapeut Friedhelm Schwiderski aus Hamburg hat eine andere Sicht auf die Studie: „Sexlosigkeit muss man differenzieren. In dieser Erhebung wird beispielsweise nur der sexuelle Kontakt mit anderen Menschen erhoben.“ Selbstbefriedigung und Pornografie – besonders verbreitet und zugänglich durch das Internet – würden hier ausgeklammert, kritisiert der Sexualtherapeut. Und ist sich sicher, dass gerade junge Männer sehr viel im Internet unterwegs sind und sich dort intensiv mit Pornos, Cyber Sex und anderen Angeboten beschäftigen. „Das Angebot ist riesig. Sex verlagert sich in die virtuelle Welt“, meint Schwiderski.

Also Ausweichbefriedigung. Wer Pornos hat der hat eine Ausflucht und macht weniger um an tatsächlichen Sex zu kommen?

Junge Frauen haben Ansprüche – Männer flüchten sich ins Internet

Dazu komme, dass junge Frauen heute viel selbstbewusster und klarer signalisieren, was sie sich im Bett wünschen – und das auch einfordern. Das verunsichert junge, unerfahrenere Männer und sie flüchten in das sehr platte und einfache Sex-Angebot im Internet. „Wenn man sich Pornos im Internet anschaut, steckt keine emotionale Anforderung dahinter“, erklärt der Experte und ergänzt: „Frauen werden in den meisten Pornofilmen als sehr willige Wesen dargestellt, die den Mann in seiner Dominanz bestätigen und den Zuschauer nicht mit ihren eigenen Bedürfnissen konfrontieren.“

ich glaube nicht, dass es Männer abschreckt, was sich Frauen im Bett wünschen. So ausgefallen sind die Wünsche der Frauen da nicht. Das eine Flucht ins Internet Probleme mit sich bringen kann könnte eher daran liegen, dass jemand, der den ganzen Tag zB Computerspiele spielt eben kaum eine Frau treffen wird, was die Chance auf Sex stark reduziert. Insofern könnte die Flucht in die virtuelle Welt dazu führen, dass man einfach weniger Gelegenheiten hat.
Ein anderer Punkt könnte sein, dass die Gesellschaft auch anonymer geworden ist. Wer in eine große Stadt zieht, der hat vielleicht schlicht ein geringeres Umfeld und weniger Leute die er kennenlernt als jemand der in seinem ursprünglichen Bereich verbleibt.

Gerne angeführt wird auch, dass eben die Frauen über die höhere Anonymität des Internets eher die Auswahl haben und damit ein Großteil des Sexes eher bei bestimmten Männern landet und sich nicht mehr so stark verteilt.

Lassen sich diese Ergebnisse auf Deutschland übertragen?

Hierzulande gibt es keine vergleichbare Erhebung. Die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung mit dem Titel „Sexualverhalten in Deutschland“, die 2017 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde, scheint der US-Studie eher zu widersprechen. Dort ist gerade die Gruppe der 25- bis 29-jährigen sexuell am aktivsten.

Dort gaben Männer an, im Schnitt 60 Mal Vaginalverkehr pro Jahr zu haben – im Schnitt also 1,2 Mal pro Woche. Frauen hatten im Durchschnitt 47 Mal Vaginalverkehr – also 0,9 Mal pro Woche. Mit dem Alter sinkt die Häufigkeit: Männer im Alter von 50 bis 59 Jahren haben laut der Untersuchung 34 Mal pro Jahr Sex mit einer Partnerin, Frauen im selben Alter 22 Mal. Auch diese Studie lässt einige Faktoren unbeleuchtet, so Schwiderski. Andere Praktiken des Sexualverkehrs, Selbstbefriedigung und Pornokonsum werden auch hier ausgeklammert. Er wisse aus seinem Arbeitsalltag als Sexualtherapeut, dass es in vielen Partnerschaften ein Thema ist, wie der Mann sexuell auf die Frau eingeht, ob er viel im Internet unterwegs ist und sich die Frau davon bedroht fühlt.

Die Zahlen scheinen also so auf Deutschland gar nicht unbedingt zuzutreffen. Allerdings finden sich dort auch keine direkten Angaben dazu, wie viel Prozent in welchen Alter keinen Sex hatten oder wie lange sie zwischen 18 und 30 keinen Sex hatten

Sexlosigkeit ist kein Problem allein von Singles

Sexlosigkeit ist deshalb nicht nur bei Singles ein Problem. Auch in einer festen Partnerschaft ist es ein verbreitetes Phänomen, weiß der Therapeut aus seiner Praxis: „Mein Eindruck ist, dass es bei sexuellen Problemen in der Beziehung fast nie um Sex geht, sondern mehr um das Miteinander in der Partnerschaft.“ Alle erdenklichen Spannungen oder Schwierigkeiten könnten eine Auswirkung auf die Erotik haben.

Zu wenig Sex kann es natürlich auch innerhalb von Partnerschaften geben, wobei Null Sex im Jahr in den wenigsten vorkommen dürfte.

Es klingt damit etwas so als wäre es eher ein amerikanisches Problem als ein deutsches. Was ja auch interessant für eine Diskussion über die Unterschiede wäre. Ansätze wären die höhere Religiösität der USA, die strengeren Ansätze bei sexueller Belästigung, die ein Flirten stark erschweren etc

 

115 Gedanken zu “Sexlosigkeit nimmt zu: Was sind die Gründe

    • Was denkst du tragen Pornos bei?

      Mut Alkohol gebe ich dir aber recht. Hatte eine Zeit Freunde, die eher aus dem Prekariat stammten. Muss ich einfach so bezeichnen. Da wurde auch immer bis zum Umfallen gesoffen. Das wenige Geld wurde in irgendeinen Nachtclub investiert. Kannte sowas vorher wirklich gar nicht. Die hatten aber sehr viel Sex. Selbst ich hatte da mehr Kontakt zu Frauen durch die Jungs. 2019 ist der Kontakt abgebrochen, seitdem nichts mehr, wobei ich auch eine feste Beziehung habe.

    • Bin 100% bei dir. Kein Mann will sich als Täter vorführen lassen. Und entweder bist du als Mann Täter oder Versager – dazwischen gibt es leider kein Kontinuum an Vorstellungen. Die Wechselansprüche (ich will, ich will, ich will…) feministisch geprägter Frauen verunsichern Männer – also dann lieber bleiben lassen.

  1. Zum einen ist das natürlich aus den USA mit ihrer für Europäer nur begrenzt nachvollziehbaren Sexualmoral nicht direkt übertragbar. Selbst katholische Italiener dürften ein lockereres und realistischeres Bild von Sexualität haben als US – Amerikaner.
    Zum anderen deckt sich das meines Wissens mit Japan, was gegen den Einfluss der grundlegenden Kultur spricht.
    Ich habe den Eindruck, dass der Zugang zu partnerschaftlichen Sexualität eher komplizierter geworden ist. Da ist zwar mehr Wissen aber auch mehr Druck und Konkurrenz. Wer weiß wie frustrierend Tinder vor allem für die meisten Männer ist (ich kenne eine Frau meines Alters, die jetzt eindeutig jenseits der „Wall“ ist und völlig überrascht ist), der weiß auch, dass es eben für Otto Normaltwen schwer geworden sein könnte zu landen.
    Mr. Perfect lauert um die Ecke, scheinbar.
    Das verlockt offenbar viele junge Frauen immer auf dieselben Kerle reinzufallen. Hier scheinen die Incels tatsächlich einen gewissen Punkt zu haben. Die Freundin von der ich gerade geschrieben habe hat mir auch erzählt sie hätte gerade einen alten Bekannten wieder getroffen und hat mir ein Bild gezeigt. Ich fand den gutaussehend und sie auch. Aber er ist zu lieb. Die Frau ist über 40, kinderlos und nicht immer einfach und optisch nie eine Schönheit gewesen und jetzt wirklich jenseits von Gut und Böse. Aber man hat Ansprüche…
    Ich glaube, dass das auch bei den Twens mittlerweile einreisst. Die Männer die dann oft leer ausgehen stellen dann fest, dass Masturbation und Pornos der eigenen geschmacklichen Vorlieben gar nicht so übel sind.
    Ich fürchte das wird uns noch bös auf die Füße fallen. Einerseits, weil das am Ende weniger Einzahler für die Rente gibt, aber andererseits, weil Frauen die es nicht schaffen in einer Partnerschaft zu landen und vor allem Kinder zu bekommen sehr wunderlich werden. Siehe Meike Stoverock. Und ihre Vision von „Female Choice“ funktioniert daher für beide Geschlechter nicht.

    • Also ich als absoluter Incel-Befürworter und selbsternannter toxischer Hater freue mich.

      Hoffe es kommt noch härter. Wenn der Staat richtig kaputt geht, merken es alle von selbst, dann ist Schluss mit Demokratie, Feminismus und allem Quatsch.

      Glaube aber leider es kommt anders. Ich denke, bald haben schon Teenies only fans, das wird dann auch real beworben.Etwa so:“ Hey, tut mir leid, ich gehe mit wem anders, aber hier ist mein only fans.Lehrer simpen ganz offen und vergeben Noten nur noch so.
      Da die Männer die Obersimps sind, iat das kein Problem, dass es mehr Angebot gibt, dann haben die Männer wenigee Geld für sich.
      Wer dann auf der Arbeit oder privat nucht simpt, ist ein böser Hater und die Polizei kommt.

        • Nein feiere diese Jungs ab, bin oft in den Foren ubd hoffe, die hauen mal auf den Putz.
          Ich befürworte nicht das Phänomen, ich befürworte die Leute.

          • Echt? Ich dachte immer, Incels würden grundsätzlich gerne eindringen wollen, wenn Damen die Beine öffnen. MGTOWs hingegen haben in diesen Fällen noch einen Aufpasser namens Hirn am Mann.

          • Was für Schwachmaten hassen denn pauschal Frauen?
            Es gibt da ganz tolle Exemplare, ernsthaft. Vielleicht nicht erreichbar, weil die besten logischerweise vergeben sind. Muss man halt akzeptieren, dass oft nur schadhafte Exemplare auf dem Markt der Möglichkeiten verfügbar sind.

            Das Problem ist doch, dass Feminismus die verbliebenen Frauen zu solchen schadhaften Exemplaren macht. Und dann sei jedem geraten: Finger weg und freundliche Distanz, denn die schützt oft vor Vergeltung. Und weibliche Rache kann im Staatsfeminismus dein Leben kosten.

          • Oh Gott klassischer Verschwörungstheoretiker. Der böse Feminismus spaltet uns. Wenn er besiegt ist, dann werden Frauen wieder gut.
            Oder ist es der Kommunismus? Die J*den? Sorry, aber Frauen sind, wie sie sind. Dein Versuch, die Natur der Frau mit einem Sündenbock zu erklären ist bestenfalls lustig.

            Natürlich sollte man eine Gesellschaft hassen, die einen nur ablehnt und sich nicht anbiedern.

            Hatte heute auch eine Unterhaltung mit so einem Typen. Er meintd auch, Leute wie ich müssen sich seiner Herrenklasse eben fügen. Nein, das werde ich nicht. Warum sollte ixh da mitmachen, wo man mich ablehnt, nur weil die Gesellschaft mich zur Alimentierung irgendwelcher Frauen braucht.

    • weil Frauen die es nicht schaffen in einer Partnerschaft zu landen und vor allem Kinder zu bekommen sehr wunderlich werden

      Guter Punkt. Diese „Wunderlichen“ sind das weibliche Pendant zu den Incels, die offenbar männlich verortet werden.
      In meiner Welt gibt es diese Wunderlichen in Massen. Und die haben meistens ganz üble Gedanken über Männer. Aber sie finden im Feminismus der vierten Welle eine Heimat und müssen sich nicht komplett einsam fühlen.
      Und wenn sie dort permanent bestätigt werden, dass Männer für ihr trauriges Dasein verantwortlich sind, erscheint ihnen die Welt zwar als böse und ungerecht, aber auch als verständlich. Patriarchat eben.

      Vielleicht gibt es so viele Wunderliche, dass sie sich einfach den Feminismus als Erklärungsmodell für die Folgen ihres bestimmerischen und menschlich ärmlichen Lebens geschaffen haben.

      Frauen, die zurückgewiesen wurden oder nicht bekommen, was sie möchten, können ja sehr schlimme Dinge tun.

  2. Der Elefant im Raum, den ihr alle übersehen habt: „Zero FEMALE sex partners“. Wieviele männliche Partner sie hatten wurde also nicht gefragt und bleibt unbekannt. Eine denkbare Erklärung ist also, sie haben gar nicht weniger Sex, sondern sind vermehrt schwul.

    Ich halte die Erklärung zwar für unwahrscheinlich, aber dass sie von vornherein gar nicht abgefragt wird, offenbart den gynozentrischen Tunnelblick der Fragestellung.

    • „offenbart den gynozentrischen Tunnelblick der Fragestellung.“

      Entweder gynozentrischer Fokus oder ein demographische Ansatz „Sex = Fortpflanzung“ oder unbewusste tradierte Tabuisierung von homosexueller Betätigung.

      Zudem ist die Definition von Sex gerade in den USA bei weitem nicht eindeutig. Gerade religiös sozialisierte Amerikaner haben da eine sehr enge Definition (Ungeschützter Vaginalverkehr) und blenden alles andere aus.

  3. Wörter, die auf dieser Seite nicht auftauchen:
    – iphone
    – handy
    – mobile
    – tinder
    – social media
    – recession

    Das erste iPhone kam 2007 auf den Markt.

    When he and his girlfriend broke up, in 2014, he felt like he’d stepped out of a time machine.

    Before the relationship, Tinder didn’t exist; nor did iPhones. Simon wasn’t particularly eager to get into another serious relationship right away, but he wanted to have sex. “My first instinct was go to bars,” he said. But each time he went to one, he struck out. He couldn’t escape the sense that hitting on someone in person had, in a short period of time, gone from normal behavior to borderline creepy.

    The Atlantic

    • Korrekte Kritik.
      Gerade nach der Rezession von 2008, die in den USA tiefe Gräben geschlagen hat:
      „Massive job losses in just six years—during the 2001 recession and the China import surge of 2002–2004, and during the Great Recession of 2008–2009—account for more than all of the net loss of nearly 5 million manufacturing jobs in this period.“
      https://www.epi.org/publication/reshoring-manufacturing-jobs/

      D.h. „blue collar“ Arbeiter, Männer die arbeitslos und/oder unterbeschäftigt sind, dürften zu den primär leidtragenden gehören.

      Der nächste Punkt ist natürlich, dass sich das dating-Verhalten (wobei „dating“ in den USA ohnehin ein obskures Konzept ist) völlig geändert hat.
      Rekrutierte sich der zukünftige Partner früher vorwiegend aus dem Arbeitsumfeld und dem Freundeskreis, wurde die erste Option durch „sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ gefährliches Terrain und zur zweiten Option ist zu sagen, das soziale Umfeld in den USA zerfällt.
      Erschreckend fand ich bei einer Befragung von Incels, viele von ihnen hatten gar keine Freunde.
      Diesen Zusammenhang nicht herzustellen, ist der Mangel vieler aktueller Studien.

      Der Siegeszug von online-dating (und zugleich sein baldiger Untergang) macht einen zentralen Selbstbetrug sichtbar: Natürlich geht es Frauen bei Männern ebenso um das Aussehen. Selbst durchschnittlich aussehende Männer haben auf solchen Plattformen, die Auswahl per bildhafter Eigendarstellung in den Fokus rücken keine Chancen, während die ebenfalls durchschnittlich aussehenden Frauen mit Angeboten geradezu überschwemmt werden. Absehbar ist, es werden sich immer mehr Männer wegen Erfolglosigkeit zurückziehen.

      Bei Frauen wiederum führt es zu einer völlig verschobenen Wahrnehmung der eigenen Attraktivität und des Gegenübers – siehe die bekannte Analyse von OK Cupid. Aber man sollte sich hier auch nichts vormachen; der weibliche Narzissmus und die „narcissism epidemic“ in den USA waren vorher ausgeprägt vorhanden. Die sozialen Medien und die dating-Apps waren nur der Brandbeschleuniger dieser Entwicklung, die von Jean Twenge 2009 diagnostiziert worden ist.

  4. Kann mir irgendein:e Soziolog:in erklären wieso das so ist?

    Was für eine Frage! Wegen des Patriarchats natürlich!

    In der wirklichen Welt: das ist deshalb so, weil eine kleine Gruppe Verrückter es geschafft hat dass ganz normale Menschen sich bemüßigt fühlen „irgendein:e Soziolog:in“ zu schreiben, und sich dabei noch ganz toll fühlen. Die Sache mit dem sex wird wieder normal, sobald die Menschen auf Twitter wieder normal schreiben.

  5. Dazu tragen sicher viele der hier auch schon genannten Einflußfaktoren bei.
    Aus meiner Sicht ist aber die zunehmende Virtualität unserer Alltagswelt ein „Haupthindernis“ für die natürliche Begegnung; geschlechtsspezifisch nun mal unterschiedlich verteilte Kompetenzen tragen dann auch och ihren Teil dazu bei, daß sich viele Männer (durchschnittlich) vielleicht noch schwerer tun, sich auf das „unheimliche Terrain persönliche Beziehung“ einzulassen.
    „Social distancing“ , „am besten Dauer-Lockdown“, setzen dem ganzen dann auch noch „die Corona“ auf…

  6. Es liegt am Feminismus im Zusammenhang mit frei verfügbaren Pornos. Echte Frauen werden für junge Männer immer unattraktiver. Die Investition lohnt einfach immer weniger.

    Im Übrigen: Sexlosigkeit ist für die meisten Männchen im Tierreich der Normalzustand. Weibchen wählen „die Besten“. Freie weibliche Sexualität führt zur verschärften Auslese.

    • Ich denke das durch die Online-Dienste die weibliche Hypergamy immer mehr zu Tage tritt. Früher gab es die heutige Mobilität noch nicht. Man verpartnerte sich mit den Menschen in der Umgebung die man kennt. Heute können Frauen aus einem viel größere Angebot auswählen und dabei schießen sie lieber 10 gute Männer in den Wind, wenn doch die Chance besteht das ein herausragender Mann anbeißt.
      Und ich denke die intersexuelle Konkurrenz zwischen Frauen verstärkt das ganze noch. Wenn die 5 auf Instagram sieht was die 8 für einen Typen hat und was der für sie tut, dann will sie das auch.

      • @Matze, witzigerweise gehörte das zu den Dingen, worüber ich in meinen jungen Jahren am meisten gestaunt habe. Der Umstand, dass sich Pärchen vergleichbarer Attraktivität gebildet haben und sich irgendwie alle im klaren waren, was so in etwa in der Reichweite der eigenen Attraktivität lag.
        Das ist glaube ich mit dem Internet dramatisch schlechter geworden und ich glaube nicht für beide Geschlechter gleich. Ich halte es für möglich, dass Frauen da stärker von beeinflusst werden.
        Das in Zusammenhang mit dem Umstand, dass Frauen dramatisch wenig bewusst ist wie es um den zeitlichen Verlauf der eigenen Fruchtbarkeit steht, birgt sozialen Sprengstoff.
        Wenn immer mehr Durchschnittsuschis mit 35 feststellen, dass der junge auf dem weißen Pferd nicht mehr kommt und sie sich dann im besten Fall realistischerer Ziele besinnt und sich mit Kevin von der Klempnerei verpartnert und es trotz Expertise im Rohr verlegen nicht zu Nachwuchs kommt, dann droht Ungemach.
        Es ist ein nicht eingelöstes Versprechen der Gesellschaft, der die Uschis das anlasten werden. Der Staat hatte für alles zu sorgen. Dass die eigenen Entscheidungen das persönliche „Glück“ sabotiert haben, werden sie nicht akzeptieren

        • Und genau für diese Frauen wird jetzt die Reproduktive Gerechtigkeit in Form von anonymen Samenspenden und anschließender Solomutterschaft eingeführt und komplett von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Die Franzosen haben angefangen, jetzt ziehen die Deutschen nach.
          Wenn Frauen nicht mehr partnerschaftsfähig sind, werden halt einfach zunehmend vaterlose Kinder in die Welt gesetzt.
          Denken die Frauen dabei primär an die Kinder oder an sich selbst?

    • Hater, Hater Frauen ist nur Charakter wichtig. Aber die bösen Männer haben Vorstellungen, so kann keine Frau aussehen. Du willst nur dein sexistisches Weltbild durchdrücken, werde einfach schwul.

        • Klappt aber nur, wenn man als Kind (meist gleichgeschlechtlich) sexuell mißbraucht wurde oder einen traumatischen (meist gleichgeschlechtlichen) Elternverlust zu beklagen hat.

          Sonst dürfte es schwierig werden mit dem Schwulwerden.

          Einfach so schwul werden geht nicht, da Homosexualität eine Reinszenierung traumatischer Kindheitserfahrungen ist, wie jeder seriöse Mensch weiß, der sich nicht von der Homo-Propaganda blenden läßt.

          • Man sollte vorsichtig sein, altbackene Vorurteile als „Wissen“ zu verpacken. Ich glaube nicht, dass es darüber irgendein gesichertes Wissen gibt.

          • „oder einen traumatischen (meist gleichgeschlechtlichen) Elternverlust zu beklagen hat.“

            Moment, ich dachte davon wird man transsexueller Kommunist? 🤔

          • @ zehnter-ochse
            Alice Miller behauptet ja nicht mal, dass es einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Missbrauch gibt. Das zieht sich „Gender-Kirk“ aus dem Arsch.

          • Glücklicherweise weiß Frau Miller nicht, wie sehr Gender-Kirk hier ihren Namen in den Dreck zieht. Eine Klage wäre eigentlich überfällig.

          • @Gendern…

            „da Homosexualität eine Reinszenierung traumatischer Kindheitserfahrungen ist, wie jeder seriöse Mensch weiß, der sich nicht von der Homo-Propaganda blenden läßt“

            Wüsste ich nicht, dass es von Dir stammt, würde ich auf eine Titania-McGrath-ähnliche Satirefigur tippen. Wie verpeilt kann man sein…

          • Nope, Schwule wurde da rausgeschmissen, obwohl sie faktisch mit viel ernsteren Vorurteilen zu kämpfen haben wie z.B. Frauen. Schwule sind aber immer noch (cis)Männer, also nö.

          • Nö. Schwule fallen bei Quotierungen unter „Mann“. Sie werden inzwischen ja auch aus den alphabet people ausgemeindet („FLIT“)

          • Und schau mal die aktuellsten Änderungen im Familienrecht. Da sind Schwule nicht mal Lesben zweiter Klasse. Da fallen die einfach komplett raus…

  7. Es klingt damit etwas so als wäre es eher ein amerikanisches Problem als ein deutsches.

    Der intersektionale Feminismus war auch zuerst eher ein amerikanisches Problem… Warten wir mal ab, wie es mit den Zahlen in Deutschland in zehn Jahren aussieht.

    Darüber hinaus wäre noch die Frage interessant, ob sich der Stellenwert von Sex in den Altersgruppen verändert hat und ob die sexlosen Menschen ihre Sexlosigkeit überhaupt als Problem ansehen. Sollte dem nicht so sein, dann kann das sehr schnell zu einem existentiellen Problem für eine Gesellschaft werden.

  8. „Junge Frauen haben Ansprüche – Männer flüchten sich ins Internet“

    Nun Ansprüche kann jeder Affe haben, es ist leicht, immer noch mehr oben drauf zu legen und immer mehr zu wollen. Ich kann leicht sagen: „Ich bin ja sooo anspruchsvoll, ich fahre nur Maserati oder Lamborghini“
    Wenn ich aber nur soviel verdiene, dass ich mir bestenfalls ein gebrauchtes Fahrrad leisten kann, ist die Aussage über die eigenen hohen Ansprüche doch recht nutzlos bis peinlich.
    Das entscheidende ist, ob man sich diese Ansprüche auch leisten kann. Das sehe ich eben bei Frauen absolut nicht. Hier hält sich offenbar jede für die Miss Universum, auch wenn sie noch so unterdurchschnittlich ist. Es ist doch so, die meisten Frauen sind doch eher durchschnitt bis unterdurchschnitt. Daran ist ja auch zunächst nichts schlimmes, aber dann so zu tun, als hätte man grundsätzlich mindestes eine 10,5 verdient ist schon krank.

    Leider ist es ein bisschen so wie mit Mietwohnungen im angesagten Hipsterviertel von Berlin. Auch wenn es objektiv noch so ein heruntergekommenes Loch ist, vor der Tür stehen 100 Leute, die alle unbedingt reinwollen und diese Idioten sind bereit jeden erdenklichen Preis dafür zu zahlen.

    Aber es gibt wohl immer mehr Männer, die einfach verstehen, dass sich der Aufwand für das wenige, was man von einer Frau geboten bekommt nicht lohnt und sich daher lieber auf andere Hobbies konzentrieren, wie sich „ins Internet flüchten“.

    • „Hier hält sich offenbar jede für die Miss Universum, auch wenn sie noch so unterdurchschnittlich ist.“

      Auch für solche Frauen finden sich Männer und – ich weiß es nicht – ich wäre nicht überrascht wenn deren Chancen einen Mann zu finden sind immer noch genau so gut sind wie bei einem Durchschnittmann eine Durchschnittsfrau zu finden – auf jeden Fall mit weniger Aufwand.

      • Ja sicher, die werden immer was finden. Wie bei meinem Beispiel mit der Wohnung. Da kommt immer jemand, der sie haben will.
        Es ist ja auch für Frauen nicht schwierig Sex zu haben. Eine Frau muss sich dafür absolut nicht anstrengen. Es stellt keine für sie Leistung dar, im Gegenteil die meisten bekommen noch zusätzlich was dafür, beispielsweise eine Einladung zum Essen. (Ist ja für einige Voraussetzung).
        So ein Beispiel in der Art wollte ich auch noch hier posten. Das bekannte Bild: „When his height starts with 5´..when her weight starts with 200“.

        Bei diesem Video, was ja aus der Lifestyle Ecke kommt, sieht man in den Kommentaren ganz gut, dass Männer aber vielfach keinen Bock mehr drauf haben:

        Witzig ist ja, dass er Friseurinnen befragt, die ja selbst eher so am unteren Ende der Nahrungskette stehen, mit ihrem Einkommen und die dann als Kriterium nennen, dass er einen guten Job haben soll.

        Aus den Kommentaren:

        „I’ve went on dates with women who say „they love intellectual conversations“ but then I lose braincells everytime they open their mouth“

        „100! Most women can’t hold a conversation because they’ve never had to develop a personality.“

        „“When a guy has a good job”. Be careful with those chicks guys“

        „Red flag spotted „guy with a good job.““

    • Diese Legendenbildung um den Immobilienmarkt in Berlin ist schon eine komische Geschichte. Ich vermute das ist Medienhype in Kombination mit der Vollkaskomentalität der linken Subkultur dort, die kernsanierte Altbauwohnungen für 3€/m² erwarten.

      In Berlin kann man ganz normale Wohnungen zu ganz vernünftigen Preisen in ordentlichem Zustand mieten. Einfacher und günstiger als in Hamburg, Frankfurt, München, Stuttgart. Und das ist alles nicht zu vergleichen mit Weltstädten wie New York, Paris und London.

      Da wird einfach nur viel gejammert und aus irgendeinem Grund wird das in den Medien unkritisch verstärkt.

    • „das wenige, was man von einer Frau geboten bekommt“

      Was, bitte, soll man denn von einer Frau „geboten“ bekommen? Sorry, aber ich bin doch nicht mit einer Frau zusammen, um etwas „geboten“ zu bekommen.

  9. Während in Reallife das Sexleben abnimmt, wird die Kultur mit der Darstellung von Sex geflutet. Lauter Stars und Sternchen, die sich zum Sexobjekt machen, Sex in der Werbung, Film, Fernsehen etc… Egal welches Erzeugnis man sich vornimmt, ständig wird man sexuell getriggert.

      • Ist mir auch ziemlich aufgefallen. Vielleicht ist auch diese Daueranwesenheit von sexuellem Material das, was Incels so unglücklich macht. Wenn die Werbung dauernd reizt und zeigt man müsste doch Sex haben, am besten immer, und das wäre so toll und schön und das beste, dann wird man ohne natürlich unglücklich.

        Als ich plötzlich kein Incel mehr war, war ich vorallem absolut entteuscht. Die Erwartungen wurden nämlich durch die Realität um Meilen unterschritten.

      • Interessanter Einwand. Allerdings wird Gewalt ja nicht als nachlebenswert und vorbildhaft gezeigt, während beim Sex die Botschaft lautet, dass dies tatsächlich unsere Kultur repräsentiert: Noch nie wäre es so einfach und gesellschaftlich akzeptiert, Sex zu haben.

        • 1) Das war kein Einwand, sondern eine Ergänzung.
          2) Jetzt kommt ein Einwand: Die Gewalt wird sehr wohl zwar nicht durchgängig, aber oft als legitim und damit indirekt als vorbildhaft dargestellt.

          • Ja, das stimmt. Aber: Während Gewalt in allen Erzählungen aller Kulturen mal gut mal schlecht sein kann, ist die Flutung mit Sex doch ein neues, hervorstechendes Wesensmerkmal unserer Kultur. Bzw, da müsste noch mal drüber meditieren, vielleicht ein Wesensmerkmal dekadenter Kulturen wie dem alten Rom zum Ende hin.

          • Das stimmt, historisch war Gewalt teils gut, teils schlecht. Und reale Gewalt viel allgegenwärtiger.

            In meiner Kindheit in den 80ern wurde ernsthaft diskutiert, ob das A-Team (bei dem nie jemand zu Tode kam!) nicht zu brutal für das Nachmittagsfernsehen war. Heute undenkbar, da wird schon im Vorabendprogramm gemordet, und nach zwanzig Uhr laufen Sachen, die früher auf dem Index gelandet wären. Auf der anderen Seite hat Gewalt im Umgang miteinander abgenommen, so sehr, dass viele nicht einmal mehr wissen, wie man sich gegen sie wehrt, und im Gegenzug Dinge als Gewalt bezeichnet werden („Gewalt im Internet“), wo ein halbwegs normal gebliebener Mensch sich an den Kopf fasst und sich fragt, wo da die Gewalt sein soll.

            Sex wird idealisiert und gewisse Darstellungen erotischer Natur mit pornographischem Einschlag (halbnackte Models, etwa) sind quasi allgegenwärtig – „quasi“, weil normalerweise nicht im direkten Kontakt der Menschen, sondern als Darstellung in Film, Fernsehen, Werbung, Internet. Ob wir damit mehr oder weniger schambesetzt sind als frühere Kulturen, finde ich schwierig zu beurteilen. Immerhin ist aus der Zeit vor dem bürgerlichen Zeitalter obszönes von Mozart überliefert: https://de.wikipedia.org/wiki/Leck_mir_den_Arsch_fein_recht_sch%C3%B6n_sauber, und mittelalterliche Badehäuser waren auch nicht gerade als Keuschheitsstuben bekannt. Desweiteren finde ich die Frage interessant, wie versteckt Sex in, sagen wir, germanischen Langschiffhäusern vonstatten gehen konnte – faktisch nur ein Raum für die ganze Familie.

            Gut möglich, dass unser heutiger Umgang mit Sexualität in Summe immer noch prüder ist als er es vor der industriellen Revolution war. Die Allgegenwart von sexuellen Darstellungen kann man so auch als Kompensation auf dem Weg zu einem gesünderen Verhältnis zu Sexualität auffassen. Oder – viel profaner – als Ausdruck eines gewissen Liberalismus zusammen mit einer jahrtausendealten Erkenntnis: „Sex sells“, was zusammen wahrscheinlich >90% aller Sexdarstellungen erklärt.

    • Unsere Welt ist komplett medial versaut. Wir werden ständig mit Chantal konfrontiert, finden aber überall nur Karen. Wir sehen permanent kluge, starke und mutige Helden, fühlen uns manchmal auch so, können aber unterm Bierbauch unseren Schwanz nicht mehr sehen.

      Das führt auf die Dauer natürlich zu einem extrem verzerrten Eigenbild. Da wundern sich alle, dass sie nicht die Hammer-Schnecke abbekommen, oder dass der Traumprinz mit Goldsack und weißem Schimmel wieder nicht klingelt.

      Wir brauchen das andere Geschlecht eigentlich nicht mehr. Früher war es ein Wert für sich, einen „guten“ Mann oder eine „gute“ Frau zu haben. Beide ergänzten sich häufig und konnten so ihre Lebensqualität potenzieren. War der Sex nicht so gut, gab es noch viel anderes, für das der Partner wichtig war. Der interpersonale Stellenwert von Sex war viel geringer.

      Heute geht es interpersonal nur noch um das Eine. Und das bekommt damit den finalen Stellenwert. Plötzlich ist alles sexualisiert, sogar wenn einem die Hosennaht in den Eiern klemmt.

      • Ich denke, das sind zwei (vielleicht nicht gänzlich) verschiedene Ebenen: Sex und Partnerschaft. Ich nahme an, dass über die gesamte Vorgeschichte bis in die Neuzeit männlicherseits Sex ein großes Privileg war und hierfür schon Regeln für die Einhegung desselben existiert haben. Ähnlich wie bei Speisen, die besten Leckerbissen erhielten die Prestigeträchtigsten Männer.
        Hier als Anekdote, als ich vor einiger Zeit in Asien unterwegs war, sind wir zu einem ganz besonderen Essen eingeladen worden. Während Männer um den Haupttisch saßen, mussten die Frauen und insbesondere junge Mädchen die Männer bedienen. Es gehörte zum guten Brauch, dann die besten Leckerbissen einer Frau zu geben, die einem Mann aufgefallen war. Und das taten dann ungeniert durchaus ätere Männer, die junge Mädchen vielleicht so um die 16 Jahre beschenkten. Diese haben die Gabe mit gesenkten Kopf angenommen und durften diese auf dem Frauentisch zu sich nehmen. Also auch immer wieder die Bestätigung des alten Schemas: Status/Prestige führen zu männlichen Privilegien, die dann aber an eine Frau weitergegeben werden. Es würde mich nicht sonderlich wundern, wenn im Gegenzug die Mädchen für Sex zur Verfügung standen, in der Hoffnung in den Haushalt des privilegierten Mannes aufgenommen zu werden.

        Dein andere Gedanke „wir brauchen das andere Geschlecht eingentlich nicht mehr“ ist meiner Ansicht nach nicht ganz richtig. Vielmehr denke ich, Männer brauchen Frauen nicht so sehr, wie Frauen Männer. Sollte aus irgendeinem Grunde die männliche Bevölkerung von heute auf morgen verschwinden, werden zunächst in den industrialisierten Staaten später auch weltweit nach einiger Zeit Frauen beginnen zu sterben. Sie würden in der Regel, das natürliche Ende ihres Lebens nicht erreichen. Umgekehrt gibt es das Problem nicht. Die wirklich für das Überleben wichtigen Bestandteile der Infrastruktur werden schon jetzt meistens von Männern instand gehalten. Verschwänden Frauen, würde es vielleicht eine Umschichtung von Ressourcen geben (man braucht nicht mehr so viel und vor allem Anderes) aber es ginge ohne größere Verwerfungen weiter. Die letzte wichtige Aufgabe, für die Frauen gebraucht werden, ist die Reproduktion. Und da versagen in den Industriestaaten die Frauen vollständig.
        Leider ist der Gedanke nicht auf meinem Mist gewachsen, aber trotzdem zum großen Teil richtig.

        • Männer brauchen Frauen nicht so sehr, wie Frauen Männer

          Gesamtgesellschaftlich gesehen mag das richtig sein. Aber auf der individuellen Ebene gibt es keinen wirklichen Nutzen mehr durch geschlechtliche Partnerschaften. Frauen werden über den Staat versorgt und beschützt, sie können sich ihre Kinder von der Samenbank abholen und leben von der Umverteilung der Steuergelder.
          Männer wiederum können putzen, waschen, kochen – gelegentlich sogar besser als die durchschnittliche Frau, die dererlei nur mit eingebautem feministischem Widerwille macht bei eintsprechenden Ergebnissen.
          Die Geschlechter ergänzen sich nicht mehr und benötigen einandern nicht einmal mehr zur Reproduktion.
          Ich glaube, deswegen ist der Stellenwert von Sex im Interpersonalen so exorbitant hoch – es ist das Einzige, was die Geschlechter wirklich noch zueinander drängt.

  10. „Frauen werden in den meisten Pornofilmen als sehr willige Wesen dargestellt, die den Mann in seiner Dominanz bestätigen und den Zuschauer nicht mit ihren eigenen Bedürfnissen konfrontieren.“ Ist das so? Oder hat er sich, seinen eigenen Vorlieben folgend, da etwas einseitig „informiert“ ? Männer, die sich eine dominante Partnerin wünschen, sind scheints gar nicht so selten. Im realen Leben klagen die, mit denen ich mich online darüber unterhalten habe, dass es extrem schwierig sei Frauen mit den passenden Vorlieben zu finden. Ein Angebot an entsprechender Pornografie gibt es aber durchaus.

    • Wie ist „dominant“ zu verstehen? Im Sinne von SM-mäßig dominant? Dann kann ich die Erfahrung bestätigen. Reale SM-Stammtische haben in der Regel einen Männerüberschuss. Für online betrachte die Nutzerzahlen von http://www.sklavenzentrale.com:

      Männliche Bottoms ~ 10.000
      Weibliche Tops ~ 2.000
      .> Verhältnis 5:1

      Weibliche Bottoms ~ 4.000
      Männliche Tops ~ 12.000
      -> Verhältnis 1:3

      (Geschlecht unbekannt allgemein ~ 5.000
      Andere Geschlechtsangabe allgemein ~ 1.000
      Gesamtzahl der Nutzer ~ 35.000)

      Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

      1) Frauen sind nicht so seltener „kinky“ wie als Männer. Also fällt es insbesondere den männlichen Bottoms (vgl. die Zahlenverhältnisse) schwer, eine passende Partnerin zu finden. Es gibt einfach zu wenige weibliche Tops.

      2) Frauen sind genau so „kinky“ sind wie Männer (oder sogar noch mehr), aber weniger als Männer unterwegs, ob online oder auf Treffs im realen Leben, wo man entsprechende Partner kennenlernen kann. Auf suchende Männer macht das den gleichen Eindruck wie 1).

      Ich tippe aber auf 1).

      • Hmm, schwer zu vergleichen.

        Ich halte Frauen für tendenziell herrsch- und kontrollsüchtiger als Männer. Sie wollen sich aber nicht damit exponieren. Nicht zuletzt wegen der Verantwortungsübernahme die damit verbunden ist.

        Oder anders: Wieviele dieser ausgewiesenen weiblichen Bottoms haben denn fertige Drehbücher im Kopf, welche der Dom bitteschön sauber und authentisch runterspielen soll?

        In den besseren Fällen ist es kein Drehbuch sondern nur eine meterlange Liste von verschachtelten No-Gos und Tabus.

        Bei männlichen Bottoms haben die meisten vermutlich als zweiten Vornamen Ödipus…

  11. Ich dachte, wir leben im Patriarchat, wo Frauen für Männer sexuelle Verfügungsobjekte sind.

    Hat die Meike doch neulich erzählt in ihrem vulminanten Buch „Female Choice“, der ich hiermit eine rechtsextreme Gesinnung attestiere, da die kryptoneonazistische Buchstabenkombination „oi“ in ihrem Buchtitel vorkommt. 🙂

    Kampf gegen rechts!

    Aus dem ersten Tweet:

    Kann mir irgendein:e Soziolog:in erklären wieso das so ist?

    Wann lernen diese Genderfreaks endlich richtig, ihre „geschlechtergerechte“ Sprache anzuwenden.

    An diesem und vielen anderen Beispielen sieht man übrigens schön, daß es bei dem Gender-Dialekt nicht wirklich um sprachliche Dinge und Exaktheit geht, sondern schlicht um das Gefühl, man sei progressiv, geschlechtergerecht etc.

    Hauptsache, man benutzt die entsprechenden sprachlichen Codes, die die gewünschte Tugendhaftigkeit signalisieren.. Ob das Ganze korrekt oder sprachlich plausibel ist, zählt letztlich nicht.

  12. Internet, hohe Ansprüche von Frauen, falsche Ansprüche von Männern, …
    Quatsch!

    Die Männer/Jungen haben Angst vor Rache, vor Anschuldigungen und Verurteilung. Der Kachelmann Prozess und #metoo haben bei den Männern/Jungen tiefe seelische Wunden hinterlassen. Keiner will hier ein Harvey Weinstein sein und in den Knast wandern oder so vorgeführt werden wie Johnny Depp oder die anderen unzähligen Opfer femi-faschistischer Übergriffe.

    Nur ein Fall, der mir gut in Erinnerung ist:
    https://www.bz-berlin.de/tatort/menschen-vor-gericht/sexvideo-enttarnt-vergewaltigungsopfer-als-luegnerin
    „Abdallah F. ist Pizzabäcker und ließ sich wohl mit der falschen Frau ein. Der 48-Jährige soll die 31-jährige Mara A. am 4. August 2015 in seine Wohnung in Gesundbrunnen eingeladen haben. Dort soll er über sie hergefallen sein, sie gleich mit mehreren Messern bedroht haben. Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall lautetet der Vorwurf zu Prozessbeginn.

    Sind Waffen im Spiel, sieht das Gesetz für Vergewaltigung mindestens fünf Jahre Gefängnis vor.
    Nachdem Mara A. Strafanzeige gegen Abdullah F. stellte, wurde er festgenommen, saß 17 Tage in Untersuchungshaft. Das Verfahren eröffnete Richter Michael Rothbart, der nach Sichtung der Akten glaubte, dass „an den Vorwürfen etwa dran ist“, schreibt die Berliner Morgenpost.

    Vor Gericht schwieg Abdallah F.. Die einzige die sprach, war Mara A.. Sie belastete den Angeklagten auch im Gerichtssaal weiter schwer. Nach den Aussagen der Klägerin präsentierte der Verteidiger von Abdullah F. ein Video, dass das vermeintliche Vergewaltigung als einvernehmlichen Sex entlarvt.

    Nachdem Gericht und Staatsanwältin das Video als echt und vom Tag der angeblichen Vergewaltigung identifizierten, blieb für den Angeklagten nur noch der Freispruch übrig. Auch, wenn das Video ohne Einverständnis von Mara A. aufgenommen wurde. Geschmacklos und sehr fragwürdig, aber Abdullah F.s Ticket in die Freiheit.“

    Sex nur mit Protokoll und Beweismaterial.

    In den nordischen Ländern brauchst du eine App auf dem Handy um zu bestätigen, dass der Verkehr einvernehmlich ist.

    Welcher Mann will das riskieren? Da ist Sex im Internet doch um einiges ungefährlicher.

    Ist aber auch nur ein Frage der Zeit, bis die alte PorNO Kampagne wieder hochkommt. Pornhub ist ja erst Anfang des Jahres ins Visier von Aktivistinnen geraten.

    Feminismus ist Hass, reiner purer Hass auf alles Männliche.

    • „sie gleich mit mehreren Messern bedroht haben.“

      Also das hätte ich gerne genauer beschrieben gehabt. Wie lief das ab? Konnte er sich nicht entscheiden oder war eines in der linken, eines in der rechten und eines im Mund?

      Warum hat die Frau in der Vergewaltigung falschbeschuldigt? Welchen Sinn hat das?

      Es würde mich nicht überraschen wenn IHRE Strafe geringer ausfällt wie die 17 Tage Untersuchungshaft für das Opfer.

    • Ist aber auch cool vom Angeklagten und der Verteidigung, sie erst ihre Show abziehen zu lassen und dann lässig die Widerlegung vorzuführen.

  13. Dazu komme, dass junge Frauen heute viel selbstbewusster und klarer signalisieren, was sie sich im Bett wünschen – und das auch einfordern. Das verunsichert junge, unerfahrenere Männer und sie flüchten in das sehr platte und einfache Sex-Angebot im Internet.

    Da scheint mir der Therapeut den schwarzen Peter den Männern zuzuschieben. Dass Frauen ganz klar kommunizieren, was sie wollen, ist zumindest meiner Erfahrung nach eine Ausnahme, sowohl im als auch außerhalb vom Bett. Und vielleicht haben immer mehr Männer einfach keinen Bock mehr auf dieses infantile, verantwortungslose Gehabe und Gelaber über Consent.

    • „Dazu komme, dass junge Frauen heute viel selbstbewusster und klarer signalisieren, was sie sich im Bett wünschen“

      Wenn Frauen klar formulieren, was sie wünschen, sind sie Männer.

      • „Stimmt was nicht?“
        „Nein, alles gut!“

        „Das verunsichert junge, unerfahrenere Männer“

        Ich wette zu dieser Erkenntnis wurden keine Männer befragt. Frauen und vor allem Feministinnen unterstellen Männer allzu schnell Angst, nur um von jeder anderen Kritik abzulenken. Siehe Frauenquote. Da wird Männer auch Angst vor dem Verlust von nicht existierenden Privilegien oder Angst vor starken Frauen unterstellt, nur um nicht akzeptieren zu müssen, das es ungerecht ist das Frauen aufgrund ihres Geschlechts bevorzugt werden sollen.

  14. Ich kann diesem Sex-Hype nicht wirklich folgen. In meinem Garten läuft das so: Wenn die Katze alle paar Monate lange, laut und unterträglich plärrt, dann kommt irgendwann nachts ein Kater angeschlendert und sorgt für Ruhe.
    Der geht dann wieder weg. Ich gehe nicht davon aus, dass der zwischenzeitlich permanent onaniert oder im Internet Cat-Content-Pornos guckt. Und soviele Katzen gibt es nicht, dass er permanent zwischen denen nur pendelt.

    Woher kommt die Erwartung, dass man als Mensch täglich oder mindestens wöchentlich Sex haben sollte? Das bringt einem als Mann nur Probleme, in einer festen Beziehung genauso wie mit wechselnden Partnern.

    Vielleicht zeigen solche Befunde auch eine Art der Rückbesinnung oder sogar der Emanzipation. Männer werden womöglich zunehmend zu MGTOWs, wenn sie mit geballter weiblicher Selbstherrlichkeit und Herrschsucht konfrontiert sind. Sie denken nicht nur mit der Drüse, sondern treffen auch eine Kosten-Nutzen-Abwägung. Und wer einem durschnittlichen FFF-Fräulein in die Augen guckt, der kriegt doch niemals einen Steifen, der kriegt eher Angst.

    Ich finde die Entwicklung gut. And don‘t forget: Protect your sperm. Sonst habt ihr in der Regel euer Leben verwirkt.

    • „Woher kommt die Erwartung, dass man als Mensch täglich oder mindestens wöchentlich Sex haben sollte?“

      Da Du als Gegenbeispiel Katzen anführtest: Weil wir Menschen keine Brunftzeit haben, sondern a) praktisch durchgehend fruchtbar sind sowie b) Sex nicht nur zur Fortpflanzung, sondern, ähnlich Schimpansen, aber natürlich nicht so sehr, auch als Mittel zu sozialem Zusammenhalt benutzen.

      • als Mittel zu sozialem Zusammenhalt

        Kapiere ich nicht. Wenn es etwas gibt, das Menschen auf individueller und auch auf Gruppenebene zu Trennung und Abstand führt, dann ist das doch Sex. Sexismusdebatten, Rape Culture, weiblicher Opferkult, Penisneid, Liebeskummer, Eifersucht, er-will-öfter, sie-will-weniger-lässt-es-über-sich-ergehen-und-fühlt-sich-meetoo-und-missbraucht, Beleidigung mit sexistischem Hintergrund, Mikroaggression.
        Sozialer Zusammenhalt sieht anders aus. Die Gender-Wars basieren doch auf Sex.
        Da unterscheiden sie die Menschen sehr vom Affen.

        Und wenn der Mann fast immer reproduzieren kann, die Frau rund einmal im Monat, wenn sie nicht gerade schwanger ist – dann wäre doch die Konsequenz, dass die Frauen früher mindestens im Schnitt 30 Kinder geboren hätten. Katzen also zweimal im Jahr fruchtbar, Frauen halt ca. 13 mal.
        Dafür plärren die ja auch gefühlt sieben mal soviel. /unqualifiziertOff

        • „als Mittel zu sozialem Zusammenhalt“
          – „Kapiere ich nicht.“

          Paarzusammenhalt, seltener auch Gruppenzusammenhalt. Wir Menschen vögeln nicht nur, um unserem Fortpflanzungstrieb nachzukommen, sondern auch, um unsere emotionale Bindung an unseren Partner zu festigen.

          Und zum Gruppenzusammenhalt zitiere ich mangels eigener Erfahrung aus einem Roman:
          „Nichts schweißt eine Gruppe junger Männer mehr zusammen, als nacheinander dieselbe Frau zu besteigen und sich gegenseitig dabei anzufeuern.“ 😉

          • Du verwechselst da was. Das war der Roman mit den Schimpansen.

            Und wie festigt man beim Vögeln die emotionale Beziehung? Die muss doch durch teuren Schmuck und romantischen Ewige-Liebe-Versprechen warmgehalten werden. Oder was verstehst du unter emotionaler Beziehung? Sex dient doch dazu, entweder tolle Gefühle in sich zu provozieren, Lust auszuleben, oder/und sich fortzupflanzen. Bei hypergamen Menschen gibt es natürlich noch andere Motivation.
            Wenn der Sex irgendwann öde wird, dann entfernen sich die Menschen in der Regel weiter emotional voneinander, als wenn sie nie Sex gehabt hätten.
            Habe ich bei der Sexualaufklärung irgendwas verpasst?

          • „Und wie festigt man beim Vögeln die emotionale Beziehung? Die muss doch durch teuren Schmuck und romantischen Ewige-Liebe-Versprechen warmgehalten werden.“

            (Bindung, nicht Beziehung.) Ich kann Dir aus Erfahrung sagen: Es geht auch ohne, und Sex hilft.

          • antwort an „beweis“

            Und wie festigt man beim Vögeln die emotionale Beziehung?

            Stichwort Oxytocin, das „Bindungs-“ oder „Kuschelhormon“. wird nicht nur bei Geburt und beim Stillen verstärkt freigesetzt (um die Mutter-Kind Bindung zu vertiefen), sondern auch beim Vögeln .. wobei da noch mehr Faktoren mit reinspielen, schaut man sich in die Augen, ist man emotional mit dabei oder nur mit dem Schwanz usw.

  15. Wenn Sexlosigkeit bei Männern stärker zunimmt als bei Frauen, heißt das ja auch, dass es eine wachsende Gruppe an Männern gibt, die sehr viele Sexparterinnen haben. Ich würde mal darauf tippen, dass die alle zum Typ wohlhabendes Alphamännchen gehören.
    Feministinnen übersehen ständig, wie sie gerade die mächtigen Männer noch mächtiger machen. Denn denen rennen jetzt noch mehr Frauen hinterher als früher, da die wachsenden Ansprüche der Frauen nur noch von den Alphamännchen befriedigt werden können.

    • Ich muss immer gehässig grinsen, wenn ich einen schwarzafrikanischen Migranten mit einer Rastazöpfle tragenden Feminisin und deren gemeinsames Kind sehe. Die Kinder sind echt süß…

      • … und allzu oft ist der stolze Papa irgendwann mal weg. Sei es aus eigenem Antrieb oder weil er für sie nicht mehr alltagstauglich oder repräsentativ war. Die echt süßen Kinder werden dann von der Mutter (bzw. den Großeltern mütterlichseits) großgezogen, um später dann (Ausnahmen wie Marylyn Addo bestätigen die Regel) Karriere in den Medien, im Musikbusiness oder neuerdings als Anti-Rassismus – oder „Black Culture“ – Experten in obskuren, aber staatlich satt geförderten NGOs zu machen. Rassistisch? Nicht mit Absicht. Zynisch – realistisch? Mit Absicht.

    • @Marcus „Ich würde mal darauf tippen, dass die alle zum Typ wohlhabendes Alphamännchen gehören.“
      Das wäre das Übliche.
      Neulich habe ich durch Zufall etwas Anderes von Sam Vaknin aufgeschnappt

      Er meint, daß viele Frauen auf den Machtzug aufgesprungen sind; allerdings in der Art, daß sie vermehrt Betas wählen, um diese kontrollieren zu können. Das würde ihre Machtgelüste besser befriedigen. Fände ich witzigund paßt zu meiner letzten Geschichte, aber aufpassen muß mann dann umso mehr.
      Ich fand den Teil interessant, kann aber nicht mehr über das Video sagen, weil ich nach diesem Teil weggeratzt bin. Daß Vaknin sich für RedPillers interessiert, ist neu. Er ist ansonsten ein Spezialist für Narzissmus und Psychopathie.

  16. Sexlosigkeit nimmt den Männchen zu? Genau das postuliere ich seid 2016 hier:

    http://www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

    NATÜRLICH nimmt sie zu, wenn die lebenslange Einehe (für die ich hiermit nicht pauschal eintreten will, die wir aber wieder mehr brauchen) immer seltener wird und wenn in den für den Partnermarkt relevanten Altersklassen mehr Männer als Frauen da sind und dazu noch weitaus mehr Männer als Frauen einwandern.

    Näheres zu den demographischen Faktoren, die die männliche Konkurrenz beeinflussen, hier:

    Klicke, um auf maennerueberschuesse-auf-dem-partnermarkt.pdf zuzugreifen

    Heiratsstatistiken, die sich ohne serielle Polygynie so gut wie nicht interpretieren lassen, hier:

    Klicke, um auf statistik-neu.pdf zuzugreifen

    Klicke, um auf statistik-neu.pdf zuzugreifen

    Im fast ganzen Tierreich kämpfen Männchen auf vielerlei Art um Weibchen. Ist die Monogamie weg, bricht das auch beim Menschen voll durch. Die Entwicklung haben wir die gesamten letzten Jahrzehnte.

    Näheres zu allem in meinem Buch!

  17. Ich glaube nicht, dass das nur ein amerikanisches Phänomen ist.
    Auch in Deutschland gibt es weniger Beziehungen und Sex bei Männern als früher: https://sci-hub.st/https://doi.org/10.1016/j.jsxm.2018.03.010
    Und in Japan hat man das Problem auch schon länger: https://bmcpublichealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12889-019-6677-5

    Mich stört ja bei der Berichterstattung immer, dass es dargestellt wird, als wäre das quasi eine freie Entscheidung der Männer. Die sind Sexmuffel. Oder konzentrieren sich auf Pornos. Dabei dürfte der Prozentsatz der sexlosen Männer, die lieber Sex mit einer Frau hätten, als auf Pornos zurückzugreifen, wesentlich höher sein als der derjenigen, die freiwillig auf Sex verzichten. Aber viele haben eben keine Chancen, weil sie nicht wissen, wie sie flirten sollen/können/dürfen, und die Ansprüche der Frauen auch wachsen.

  18. Vielleicht ist das ab einem bestimmten BMI einfach zu anstrengend:

    Wenn wir schon beim Spekulieren sind 🙂

    Ärgerlich, dass die so eine Umfrage machen, ohne wenigstens das Umfeld ein bisschen abzufragen, um evtl. aussagekräftige Korrelationen herauszubekommen. Oder wurde das gemacht und nur noch nicht ausgewertet? Oder ist das nur so ein semiseriöses Zeitungsdings, um eine schöne Schlagzeile zu bekommen? Hab gerade keine Lust das zu recherchieren, weiß jemand mehr?

  19. Dazu komme, dass junge Frauen heute viel selbstbewusster und klarer signalisieren, was sie sich im Bett wünschen – und das auch einfordern

    Allerfeinstes Soziologensprech ohne reale Grundlage.

    Was ist denn das, was Frauen einfordern?

    Nehmen wir an, so ein junges Fräulein hat gerade so einen vielversprechenden Mann kennengelernt. Sie sind fleißig am Rumknutschen und Rummachen, und es kommt dann so die Zeit, wo man in die Kiste springt. Dann sagt sie schließlich: Ich hätte gern, dass du mich zwei Stunden massierst, meine Zehennägel ablutscht, dich meinem Gesicht näherst, nur wenn du mir dabei versaute Sprüche ins Ohr flüsterst, aber bitte keine Standardsprüche, sondern mal ein bisschen kreativer. Und den Pimmel bitte nur im Salsa-Takt bewegen. Danach möchte ich dich gerne auspeitschen.

    Oder wie läuft das heutzutage?

    Oder vielleicht so: Ich mache nur französisch und spanisch, für GV musst du noch ein Essen spendieren.

    Ich hätte da gern mal ein konkretes Beispiel.

    • Matze hat doch oben ein Beispiel gebracht:

      https://pbs.twimg.com/media/EyihV8XW8AsVSli?format=jpg&name=medium

      Eine sichtlich adipöse Frau mit fetischistisch inspirierten Beinen in modischen XXXL-Shorts entmannt kurzerhand mal alle Jungs unter 1,80 m und will auch mit großgewachsenen Männern nichts zu tun haben die weniger als 100.000 USD an Einkommen haben. Früher hätte man die mit dem Dorftrottel verkuppelt und sie wäre dankbar dafür gewesen…

    • nur wenn du mir dabei versaute Sprüche ins Ohr flüsterst, aber bitte keine Standardsprüche

      Konkret sieht das doch so aus: Sie leiert dir runter, was sie mag und was nicht. Dann versuchst du Clown dich dran zu halten, obwohl schon 50% sexuelle Energie bei ihren Sprüchen versiegt sind.
      Bei der Abarbeitung ihrer Vorlieben siehst du im Halbdunkeln ihre Zehnägel, gehst kurz in die Nasszelle und flüchtest durchs Fenster nackt in die April-Kälte.

      Es gibt kein Männerhaus, das dich aufnehmen könnte.

      • Hab ich so noch nie erlebt. Und ich habe einiges erlebt. Die Frauen sind gut im Bett, oder eben nicht. Hätte mir eine ne Betriebsanleitung vorgelesen, hätte ich mich mit nem Glas Riesling auf die Couch begeben und die Guteste mit einem Lächeln entlassen. Kam nie vor. Doch, einmal bin ich wegen Ansprüchen der Dame gegangen, mitten in der Nacht, aber das war nicht sexuell.

  20. Ich denke es hat verschiedene Gründe. Zum einen ist es natürlich so, dass man Frauen vermehrt über Tinder und Co kennenlernt, was eine Person fast vollständig auf das Aussehen reduziert. Zum anderen gibt es viel mehr Ablenkung in Form von Computerspielen, Handy, Filme usw. als noch vor 20 Jahren. Dann gibt es die Pornografie, welche viele junge Männer praktisch impotent gemacht hat.
    Dann ist natürlich das Anspruchsdenken der Frauen gestiegen, während gleichzeitig die Männer unmännlicher geworden sind. Härte, Stärke, Ehre sind heute alles überholte Werte die nur noch für nicht-Westler gelten. Und selbst die toleranteste Frau will keinen Fußabtreter oder Waschlappen der bei „Hüpf“ fragt „Wie hoch“. Und, ganz ehrlich, da kann ich die Frauen schon verstehen. Frauen sind immer das Gegenstück von Männern, werden die Männer schwach, werden die Frauen unzufrieden. Natürlich ist die Schuld hier in der Gesellschaft zu suchen, die Jungs komplett in eine unnatürliche Umgebung, nämlich in eine weibliche gibt. Von der Mutter zur Kindergärtnerin zur Lehrerin und dann zur Professorin. Dummerweise sind Männer auf die Gesellschaft von Männern angewiesen die ihnen Werte und Fähigkeiten vermitteln aber wenn der Vater selbst ein Weichei ist und zudem seine Zeit vor allem auf der Arbeit verbringt, dann kann der Junge halt nicht lernen, was es heißt ein Mann zu sein. Im Gegensatz zu Frauen werden Männer nämlich nicht geboren sondern müssen dies werden.
    Und da wir wissen, dass die Testosteronproduktion stark an männliches Verhalten gekoppelt ist, schließt sich hier der Kreis zu der verminderten Testosteronproduktion von Männern dieser Tage. Zudem kommt noch der Testosteronkiller Übergewicht und schon hat man seinen Genderfuliden Soyboy der Sex nur aus dem Porno kennt.

  21. Christian, du kannst deine Blog dicht machen. Jan hat alles schon selbst rausgefunden. Man muss nur sein Buch kaufen… was hat der eigentlich für Probleme, denn im Grunde kommentiert er immer das gleiche: steht alles in meinem Buch und DIESE Männerrechtbewegung ist ein Witz.

    Ist Jan irgendwie offline aktiv?

    M.M.n. reibt er sich wie Leszek an den völlig falschen Problemen.

  22. Pingback: Gendern, bis das „Soziolog:in“ kommt – "Geschlechtergerechte Sprache"

  23. Die größere Religiosität in den USA müsste dort eher ein Grund für WENIGER Sexlosigkeit sein. In einer religiösen Gesellschaft wird ja dafür Sorge getragen, dass sich Paare finden, um sich fortzupflanzen.
    Insbesondere die Verhältnismäßig geringer ausgeprägte Sexlosigkeit der weiblichen Bevölkerung widerspricht dem Argument der Religion.
    Sicher hat #metoo zur Unsicherheit vieler Männer beigetragen, aber ich bezweifle stark dass es eine signifikante statistische Auswirkung hatte.
    Viel eher halte ich den Wandel in der Partnerfindung, welche nun zunehmend digital stattfindet, für ausschlaggebend.
    Am Ende des Tages werden wir allerdings weiter nur spekulieren können. Ich bezweifle, dass jemals hierzulande eine stichhaltige Studie durchgeführt wird, die möglicherweise die Argumentation der Incels stützen würde.

  24. Ich lese an vielen Stellen hier immer wieder sinngemäss:

    Das Datingverhalten hat sich verändert, jetzt gibts eben Tinder und Co. die Frauen prinzipiell Zugang zu allen Männern erlauben, während das früher nicht der Fall gewesen sein soll.

    Auszugsweise mal z.B. von Crumar:
    „Rekrutierte sich der zukünftige Partner früher vorwiegend aus dem Arbeitsumfeld und dem Freundeskreis […] Siegeszug Onlinedating […] Selbst durchschnittlich aussehende Männer haben auf solchen Plattformen, die Auswahl per bildhafter Eigendarstellung in den Fokus rücken keine Chancen, während die ebenfalls durchschnittlich aussehenden Frauen mit Angeboten geradezu überschwemmt werde“

    Ihr wisst schon, dass das früher auch schon so war??
    Kennt Ihr Bars und Discotheken? Auch da war es möglich sich als Frau einen gesellschaftlich erfogreichen und gut aussehenden Mann zu ‚angeln‘, dessen sozio-ökonomischer Status weit über ihrem eigenen steht. Gleichzeitig bekommt die durchschnittliche Frau dort viele Angebote, während der durchschnittliche Mann viele Angebote macht.

    Deshalb ist das für mich kein gutes Argument, Tinder mag ein Nachtclub in verschärfter Form sein, aber die prinzipiell streuenden Strategien (Männer) und die prinzipiell selektierenden Strategien (Frauen) konnte man auch schon in der Offline-Disco feststellen.

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