Luke Mockridge und #KonsequenzenFuerLuke

Der Komiker Luke Mockridge ist gerade Gegenstand einer #Metoo Kampagne in der man Konsequenzen für ihn fordert, also wahrscheinlich seine Absetzung bei Sat1, weil er sexuell übergriffig gewesen sein soll.

Hintergrund ist, dass er mit Ines Anioli zusammen war und diese über eine toxische Beziehung gesprochen hat, in der sie extrem gelitten hat, ohne dabei, zumindest soweit ich es mitbekommen habe, wirklich konkret zu werden, was genau passiert ist und wer es war. Allerdings vermuten eben alle, dass es Luke Mockridge war.

nes Anioli liebte es, über Sex zu reden. In ihrem Podcast “Besser als Sex” widmete sie sich mit ihrer Kollegin Leila Lowfire Tabu-Themen, über die sich viele nicht trauen zu reden. Doch seitdem hat sich vieles geändert: Den Podcast gibt es nicht mehr seit August 2019, genauso wenig wie die Ines Anioli, die ihre Fans einmal kannten. Der Grund? Die junge Frau wurde Opfer von sexueller Gewalt, wie sie nun berichtet.

“Ich habe Alpträume. Nachts. Und tagsüber.”

“Die Wunde könnt ihr von außen nicht sehen. Was ihr seht ist, dass ich mich anders bewege. Benehme. Rede. Bin“, schreibt sie in ihrem aktuellsten Instagram-Post. Allein bei dem Wort “Sex” krampfe ihr ganzer Körper: “Ich habe Alpträume. Nachts. Und tagsüber. Ich bin gefangen in mir selbst.”

Gewalt gegen Körper und Seele

Es scheint, als habe die Frau zwei Seiten. Da gebe es die eine, wie sie sagt, “die macht, was sie will. Sagt, was sie denkt. Tanzt, wie sie sich fühlt. Trägt, was sie will.” Diese Version von ihr feiere das Leben, ihren Körper und ihre Freiheit.

Es gebe aber auch die Frau, die Gewalt gegen ihren Körper und ihre Seele erfahren habe, schreibt sie weiter: “Es fühlt sich an wie ein schwerer Unfall, bei dem mein Leben zerquetscht wurde.“

Thema in Podcast-Folge von 2019

Bereits im April 2019 sprach Anioli in ihrem Podcast über eine toxische Beziehung mit einem Mann. Wer dieser ist, verrät sie bis heute nicht. Aber in der Folge sprach sie bereits über eine Situation, die sie mit ihm erlebt hat. Sie beschreibt ihrer Kollegin Leila Lowfire darin, wie der Mann, den sie als toxisch und narzisstisch beschreibt, nach einer längeren Auszeit zurück in ihr Leben trat. Ihre vorherige gemeinsame Zeit sei vor allem durch wenige schöne Höhen und extrem tiefe Abgründe geprägt gewesen.

Lügen und Intrigen in früherer Beziehung

Trotz aller Skepsis durch frühere Lügen und Intrigen habe sie den Mann zurück in ihr Leben gelassen, so Anioli in dem Podcast. Es wurde jedoch nicht wie früher: “Da kann man nicht einfach sagen ‚es tut mir leid’ und alles ist wieder gut”, sagt sie.

Als sie beide gemeinsam im Bett lagen, habe sie mit ihm darüber gesprochen, wie verletzt sie sei und distanzierte sich von ihm. Genervt davon, habe er zunächst angefangen, sie zu schütteln und kitzeln. Er habe ihren Oberkörper auf das Bett gedrückt, ihr die Hose ausgezogen und angefangen, an ihr “herumzuspielen”, wie sie sagt. “Ich war gerade kurz davor, dich zu vergewaltigen”, habe er demnach zu ihr gesagt und dann von ihr abgelassen. Das sei nur eine von vielen Geschichten, die sie selbst zunächst verdrängt habe.

Warnzeichen wurden übersehen

Die Warnzeichen habe sie nicht wahrgenommen, erinnert sie sich. Dass sie einen toxischen Menschen jemals in ihr Leben lassen würde, hätte sie zuvor nicht geglaubt: “Ich habe auf jeden Fall gedacht, dass ich so mit mir selbst im reinen bin, dass ich jemanden, der so toxisch ist, gar nicht in mein Leben rein lassen kann.”

Hier wohl auch noch einmal der relevante Part aus dem Podcast:

Ich habe ihren Podcast, in dem sie die toxische Beziehung schildert, nicht gehört, aber sehr konkretes kann da auch nicht genannt worden sein, denn unter dem oben genannten Hashtag wurde auch immer wieder nachgefragt, was er nun konkretes gemacht hat, und es kam nur dieser Abschnitt.

Jetzt kann sie natürlich tatsächlich fürchterliches erlebt haben, aber auf der Basis der  konkreten Schilderungen, die sie liefert finde ich den Shitstorm recht hoch aufgehängt. 

Denn nach ihrer Schilderung könnte ich mir vorstellen, dass er schlicht dachte, sie würde sich auf ihn einlassen und als er seinen Fehler bemerkt hat, hat er es sein lassen.  Für eine Bewertung wäre interessant, wie sie sonst so Sex hatten, ob sie einen dominanteren Mann mochte und das evtl angefordert hat und natürlich wie sie sich während dessen verhalten hat. Eine Hose auszuziehen, wenn jemand nicht will ist ja auch nicht so einfach. Und sie sagte „ich lag dann einfach so da und dachte ja komm, lass es jetzt über dich ergehen“. Es klingt für mich eher so als wollte er sich in einen Versöhnungssex retten. Natürlich könnte man auch da die belästigenden Aspekte billigend in Kauf genommen haben.

Klar ist das nicht „Enthusiastischer Consent“ aber dennoch wird für mich aus dem beschriebenen nicht deutlich, warum eine so vergleichsweise banale Szene so fürchterlich gewesen sein soll. 

Ich kann mir auch vorstellen, dass sie schlimmeres erlebt hat und gerade eine eher harmlose Episode anführt, gerade weil sie eben eine Beziehung hatten und sie da nicht zu viel sagen will. Aber ohne das es konkreter wird kann man eben kaum eine Verurteilung fordern. 

Hier noch eine andere Schilderung zu ihrem gegenwärtigen Zustand:

„Hi, ich bin Ines. Die Olle, die es gerade nicht so mit Männern hat. Und wenn ich ‚gerade‘ sage, meine ich: seit 2 Jahren löst der simple Gedanke an eine Beziehung und alles, was damit einhergeht, bei mir mitunter Übelkeit und Schüttelfrost aus“, schreibt sie auf Instagram. (Der arme Fabian, der da kommt – immerhin hat er Blumen dabei. Aber er ist ja für den Podcast „gecastet“.)

Denn schließlich hat Ines „nicht nur ‚keinen Bock‘, ich hab Aversionen. Abneigung. Hass. Ekel. Abscheu. Groll.“

Für klare Worte ist die Neu-Comedian bekannt.

Ihr Männerhass kennt keine Grenzen mehr.

„Die Vorstellung, irgendwelche wildfremden Typen zu treffen, bei denen ich weder den geistigen noch körperlichen Gesundheitszustand kenne, am besten noch ohne Pfefferspray, an einem Ort der keinen Panikraum für mich bereithält und dann entspannt und locker Konversation machen, während mein Hirn die ganze Zeit schreit: ‚Was, wenn der bumsen will? Oder noch schlimmer: Liebe?'“

Sie hatte zwei Blind Dates, „die gar nicht voll scheisse waren“, schreibt sie.

Im Podcast-Date Nr. 1 mit „Fabian“ war sie übrigens niedlich locker (und er auch), dass man kaum glaubt, dass sie je derart von einem Mann miss- oder behandelt wurde. 

Puh, das klingt ernst. 

In einem anderen Interview erzählt sie, dass sie in der Beziehung die kleinen Sachen, die psychischen Spiele, gar nicht so bemerkt hat und das erst später gemerkt hat. Was es aber genau war wird eben nicht gesagt.

Jetzt gibt es natürlich wahnsinnig narzisstische und manipulative Menschen, das will ich insofern nicht ausschließen. Genau so gibt es Leute, die sich gegenseitig hochschaukeln und bei denen sich in gegenseitiger Abhängigkeit schlechte Verhaltensweisen ergeben und auch Leute, die schnell verletzt sind und Fehlverhalten bei dem anderen sehen. 

Der Punkt, dass sie nicht konkret wird, macht es allerdings für Mockridge auch zu der besten Strategie sich nicht weiter zu äußern. Denn dann muss er Sachverhalt aus der Beziehung schildern, sie wird wieder nachlegen und es wird nur mehr in die Öffentlichkeit gezogen und dann ausgeschlachtet. Er hat eine gewisse Chance, dass es die allermeisten nicht interessiert und sie nichts davon mitbekommen, zumal sein Name von ihr eben auch noch nicht wirklich genannt wurde, wenn ich das richtig verstanden habe. 

Fängt sie an, dass immer weiter auszubreiten und ihn direkt zu benennen, dann sieht es vielleicht anders aus. Aber solange ihm Sat1 noch nicht fallen lässt dürfte er eher ein Interesse daran haben, dass es sich irgendwann erledigt und eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. 

Hier noch ein paar Tweets:

79 Gedanken zu “Luke Mockridge und #KonsequenzenFuerLuke

    • „In einem gerechten Deutschland“

      wäre sowas gar nicht möglich:

      • Meine ganz persönlicher Eindruck von den Zuständen in diesem unserem Lande ist, dass man den Bösen und tatsächlich Gefährlichen mit allergrösster Nachsicht und Respekt begegnet und sich für die derart zugefügte eigene Demütigung dafür an Unschuldigen auslässt. Feigheit umschreibt dieses Phänomen nur teilweise. Jeder wird das schonmal in irgendeiner Form erlebt haben. Besonders deutlich wird das auch auf internationaler Bühne, zB wie die Demütigung der v.d.Leyen durch Erdogan.

      • Hä?

        Okay, im ersten der drei Beispiele wurde von Justizseite tatsächlich ein Riesenfehler begangen.

        Aber wo ist das Problem bei den anderen beiden? Dass wir in einem Rechtsstaat leben?

        • Ja, es ist eine slippery slope, auf der man in diesem Faden runterrutscht. Und man sieht wieder mal, dass Gerechtigkeit ein Ideal ist und kein Rechtsstaat das wirklich abzubilden vermag. Im Gegenteil, rechtsstaatliche Rückversicherungen scheinen hier sogar noch die Täterseite zu begünstigen. Und daher sind diese Schilderungen auch problematisch, da sie eine Empörung gegen das rechtsstaatliche System hervorrufen!

      • Das Problem ist das dumme Argument posterior zu wissen, dass genau das raus gekommen wäre wenn man sich anders entschieden hätte.
        Das ist aber eben nicht so. Klar kann bei der Justiz auch richtig was schief gehen, aber es geht eben nicht immer schief und nicht in der überwiegenden Zahl der Fälle! Wenn man allerdings nicht anzeigt entgeht man zwar dem Risiko einer Demütigung vor Gericht, aber bekommt auf alle Fälle nicht sein Recht.
        Dieselbe Argumentation wird ja auch immer gebracht warum Frauen nicht Ingenieure werden wollen, sie wissen ja schon dass sie da belästigt und ausgegrenzt werden. Warum also überhaupt probieren?

      • In einem „gerechten Deutschland“ gäbe es keinen Länderfinanzausgleich für Berlin….

        Und die Hauptstadt könnte da auch nicht sein … weg damit.

      • @Jolanda

        Die – sagen wir mal so – hysterischen Reaktionen des Amtsgerichts kann ich als Berliner verstehen.
        Es gibt hier tatsächlich eine Wohnungsnot und es ist finanziell attraktiv, via Airbnb seine Wohnung zu vermieten und wenn es nicht nur eine Wohnung ist, dann gerne auch ein ganzes Mehrfamilienhaus.
        Eigene Erfahrung kann ich beisteuern, denn die Nachbarn über mir sind schon seit Monaten nicht mehr im Lande, aber ihre Wohnung dennoch von zwei mir völlig unbekannten Menschen bewohnt.
        Das besagte Mehrfamilienhaus existiert genau eine Parallelstraße von mir entfernt und es existiert sogar ein Shuttle-Van, um dort die Touris abzusetzen.
        Wer in Mitte wohnt, hat die Arschkarte gezogen und in einige Gegenden, wie z.B. die Hackeschen Höfe geht kein Berliner mehr hin, weil dort ausschließlich Touristen sind.
        Wer dort ein Geschäft hatte, ist durch die Mietpreise vertrieben worden, die nur noch Konzerne aufbringen können, welche eine Art Visitenkarte hinterlassen, weil ein Betrieb dort gar nicht rentabel sein kann. In den knapp zehn Jahren, die ich hier lebe, hat sich diese Stadt gravierend geändert – Tourismus und „Gentrifizierung“ durch Luxus-Sanierung sind die Stichworte.
        Es gibt ganze Stadtviertel, aus denen die „Ureinwohner“ vertrieben worden sind durch eine linke Schickeria; der Prenzlauer Berg ist das prominenteste Beispiel und die ehemaligen Einwohner von Kreuzberg ziehen nach Neukölln.
        Durch Corona ist die Absetzbewegung, die „Landflucht“ noch einmal verstärkt worden und ich glaube, Berlin wird sich weit bis nach Brandenburg hin ausdehnen in Zukunft.

  1. Wenn jemand schlechte Erfahrungen mit messerstechenden Türken, Arabern, etc. machen würde, würde man es ihm nicht durchgehen lassen, dass er einen Hass gegen diese Gruppe entwickelt. Nur bei Männern hat man dafür vollstes Verständnis.

    • War auch – mal wieder – mein Gedanke beim Lesen des Artikelzitates. Es ist sozialer Konsens, dass man Erlebnisse mit einzelnen Menschen, egal wie diese konkret waren, nicht beliebig auf irgendwelche Gruppen, denen diese Menschen angehören, extrapolieren soll. Aber sobald die Gruppe „Männer“ heißt, sind alle sozialen Konventionen, alle zivilisatorischen Progressionen mit einem mal hinfällig und jeder Schiss kann beliebig aufgeblasen und wild pauschalisierend auf die ganze Gruppe projiziert werden.

      • Es ist sozialer Konsens, dass man Erlebnisse mit einzelnen Menschen, egal wie diese konkret waren, nicht beliebig auf irgendwelche Gruppen, denen diese Menschen angehören, extrapolieren soll.

        Auf den Einwand, dass ja nicht alle Männer (eigentlich nur ein sehr kleiner Teil) so sind, wird ja dann häufig entgegenet, dass die unschuldigen Männer aber nicht einfach nur zusehen sollen, wenn sowas (Belästigung von Frauen, sexistische Sprüche) passiert, sondern aktiv einschreiten. Man stelle sich vor, jemand würde zu einem Afghanen sagen „Hey du bist ein guter Afghane, aber behalte doch bitte mal deine Landsleute im Auge“.

        • „dass die unschuldigen Männer aber nicht einfach nur zusehen sollen“

          Das ist ein guter Witz in einer Gesellschaft, in der Einmischung als prinzipiell verfehlt gilt. Vor allem, wenn es ernst ist. Da lässt man lieber Dampf im ganz Vagen und Allgemeinen ab. Und stellt „die Männer“ an den Pranger, anstatt konkrete Missstände beim Namen zu benennen!

      • @uepsi, @Billy

        Moment, ihr zwei. Wenn ich das richtig verstehe, hat sie eine Aversion gegen Beziehungen und Intimität entwickelt. Da sie Hetero ist, heißt das in ihrem Fall: Auf bestimmte Kontakte mit Männern, nicht Männer allgemein.

        Vielleicht käme sie mit Frauen besser klar. Aber wir Menschen unterscheiden nunmal, seit wir auf die Welt gekommen sind, zwischen Männern und Frauen. Wenn sich ihr Misstrauen also nur auf Männer bezieht, finde ich das nicht sexistisch, sondern gut nachvollziehbar. Wir sind halt so verdrahtet.

        (Eine Verdrahtung bezüglich Fremder gibt es natürlich auch, aber die ist schwächer. Eine dementsprechende Aversion wäre aber natürlich auch bis zu einem gewissen Grad verständlich.)

        • Ich und wahrscheinlich auch Uepsi bezogen uns auf den Part aus einem der obigen Artikelzitate, der lautete: „Ihr Männerhass kennt keine Grenzen mehr.“

          Ich hab das schon oft erlebt, dass man in MS-Medien solche Aussagen liest, diese aber im Kontext mit Verständnis dafür einhergehen, während man bei anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit solch einen Satz eigentlich nur einbettet in eine allgemein düstere, beängstigende Darstellung des Abgleitens eines Menschen ins radikal Dissoziale.

          • Okay, jetzt verstehe ich. Der Fehler liegt nicht bei ihr, sondern bei rnd (ich meine, das ist das entsprechende Medium).

            Ja, da habt ihr recht.

  2. Dem Geschlecht, das bei einem vollen Kleiderschrank behauptet, nichts passendes zum Anziehen zu haben, soll ohne Beweisführung geglaubt werden.
    Es wäre witzig, wenn es nicht so tragisch wäre.

  3. Es gibt da so ein Muster: eine attraktive junge Frau wird darüber bekannt, dass sie „tabulos“ über Sex spricht.
    Das bringt ihr einen unverhältnismässig hohen Bekanntheitsgrad ein, führt aber auch dazu, dass sie von den „Alphas“ zu denen sie nun aufgrund ihrer Bekanntheit Zugang hat entsprechend eingeordnet wird. Nach ein paar Jahren hat sie dann die Nase voll davon und ein entsprechend negatives Männerbild. Aus ihrer Sicht ist das übrigens verständlich – es stellt sich aber die Frage wie man das selbst verhindern kann ohne die Welt zu verändern? Ich würde sagen: erwarte einfach, dass dein Köder funktioniert.
    Analog wird ja auch ein Mann, der seinen Reichtum zur Schau stellt um Frauen anzulocken von Golddiggern umlagert – und nicht von zukünftigen treusorgenden Familienmüttern. Auch er wird sich irgendwann fragen: wollen die alle wirklich nur Geld?

    Vielleicht sind manche alten Erziehungstugenden doch keine schlechten Tips. Auch wenn sie für die beiden Geschlechter leicht abweichende Regeln definieren.

    Dies ist unabhängig von der Frage ob Straftatbestände vorliegen – diese sind selbstverständlich Sache der Strafverfolgungsbehörden – unabhängig vom Köder.

    • Es würde mich wirklich interessieren, wieviel Prozent der Vorfälle, die unter die feministische Definition von „Rape“ fallen, bei normalen Menschen unter „Milking her sexuality, gone wrong“ fallen würden.
      80% ? Oder doch eher 90% ?

  4. Wenn sie meint, dass es eine Vergewaltigung war, warum geht sie damit nicht einfach zur Polizei?
    Klar, man kann damit keine große Aufmerksamkeit generieren und auch keine Spenden angreifen aber das wäre der rechtsstaatliche Weg.

  5. Da das ganze auf Canceln zielt und nicht auf Verurteilung, muss sie nichts Konkretes nennen.

    Den Weg über Gerichte kann man sich sparen. War schon bei Kachelmann und Türk so: Cancel Culture ist effektivere Weg, jemandem zu schaden. Dafür braucht man keine konkreten Vorwürfe. Sie können sogar unglaubwürdig sein oder sich als falsch herausstellen. Gecancelt wird trotzdem.

  6. Kann es sein, dass es von Frau Ines Anioli ein Foto gibt, wie sie sich treuherzig eine Banane in den Mund schiebt und dabei ihren halbnakten Busen in die Kamera reckt?

    Frauen sind so verletzlich. Und doch lassen sie sich nicht unterkriegen. Jedenfalls immer weniger Frauen. Ines Anioli ist wirklich tapfer. Und mutig. Wenn sie sich jetzt noch trauen würde, mal so richtig die Zunge rauszustrecken und dabei ihren halbnakten Busen in die Kamera zu recken …

    • Sie hatte zwei Blind Dates, „die gar nicht voll scheisse waren“, schreibt sie.

      Ich hoffe sie hat ihren Blinddates schon im Vorfeld mitgeteilt, das sie erwartet daß die Dates „voll scheiße“ werden und das sie eine schlechte Beziehung mit einem Mann hatte und jetzt alle Männer hasst. Ich bin mir sicher das hätte den beiden Zeit und Geld gespart.

  7. Ihre vorherige gemeinsame Zeit sei vor allem durch wenige schöne Höhen und extrem tiefe Abgründe geprägt gewesen. Trotz aller Skepsis durch frühere Lügen und Intrigen habe sie den Mann zurück in ihr Leben gelassen, so Anioli in dem Podcast. Es wurde jedoch nicht wie früher.

    Hä? Ist die dumm (rhetorische Frage)? Also früher war es schon scheiße und dann bedauert sie, dass es nicht so wie früher wurde, obwohl es das ja eigentlich wurde? Muss man das verstehen? Und sie lässt ihn zurück in ihr Leben (es war also ihre Entscheidung) und beschwert sich dann über die (absehbaren) Konsequenzen? WTF? Das ist mal wieder typisch feministisch, bloß keine Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen, immer sind die Anderen Schuld.

    • Ja, und dabei nie vergessen: wie Christian richtig betont, wird sie bislang nirgends konkret. Alles lässt sich bislang runterbrechen auf mehr oder weniger nebulöse Aussagen der Art: „Er hat mal was gemacht oder gesagt, bei dem ich mich unwohl fühlte und ich trage da bis heute tiefe Narben mit mir herum“.

      Als Außenstehender ist es schier unmöglich, überhaupt irgendwie die Sache bewerten zu können. Klar kann der Typ das hinterletzte Arschloch sein und sie ewig fertiggemacht haben – was natürlich nichts daran ändert, dass es ihre eigene Entscheidung war, es dennoch ein zweites Mal mit ihm zu versuchen. Genauso kann sie aber auch eine egozentrische, überempfindliche Zicke sein, die jede erlebte Handlung anderer, die von euphorischer Anbetung ihrer Person abweicht, direkt als unerträgliche Kränkung empfindet.

      Umso erschreckender, wenn, wie immer, sobald eine Frau Vorwürfe gegen einen Mann erhebt, sofort die ganzen Heerscharen von Social Justice Morlocks aus ihren Löchern gekrochen kommen, um diesen Mann für ewig in ihre Tiefen hinabzuziehen. Diese präzivilisatorischen Rechtsstaatsfeinde haben sich zu so einer Art waschechten Paralleljudikative und -exekutive entwickelt. Und dann behaupten da Dummköpfe auch noch, Frauen hätten rein gar nix davon, falsche Anschuldigungen gegen Männer zu erheben. Das ist vor dem offensichtlichen Hintergrund dieser sozialen Zustände ähnlich naiv, wie Milhouse, der Bart beim Strafputzen der Orgel fragte, warum die Kirche sich so etwas wie die Seele ausdenken sollte, während im Nebenraum gerade Reverend Lovejoy fröhlich trällernd die Spendenausbeute in den Münzzähler kippt… 😀

      • Ich habe immer wieder erlebt, dass Frauen eben beides sein können, überempflindliche Zicke und frivoler Vamp. Was sie gerade sind, hat nichts mit ihrem Gegenüber zu tun. Und meist genießen sie diese Willkür und dass sie ihn damit in ernste Gefahr bringen. Denn schließlich soll er für sie durchs Feuer gehen. Das ist heute eine Art Macht- und Fruchtbarkeitsritual, bei dem MeToo eine starke Waffe und ein wichtiges Element ist.

        Wenn ich mit jemandem nichts zu tun haben will, und die nähert sich und beginnt mich durchzukitzeln, dann brülle ich die so weg und zeige derart eindeutigen Unwillen und Entrüstung, dass die niemals meinen Hosenknopf anfassen würde. Das hat nichts mit körperlicher Überlegenheit zu tun. Aber so hört sich der Podcast-Ausschnitt oben eben nicht an.

        Widerlich ist es, das Spielchen dann nachher via MeToo auch noch öffentlich zu machen, um jemanden richtig zu zerstören.

        Durch weibliche Bestimmungshoheit über zwischenmenschliche Situationen auch im Nachhinein unterliegen Männer weiblicher Willkür. Frauen können beliebig den Daumen senken – dann wird der Gladiator von der Löwenhorde zerfleischt, wenn er nicht wunschgemäß performed hat.

        Und sie erzählen uns immer weiter, wir hätten Macht…

    • Es kann auch eiskaltes Kalkül sein, um sich zu profilieren. Oder ihr Lover hat einfach nicht nach ihren Vorstellungen performed und jetzt will sie ihn nicht nur absägen, sondern sich auch weiblich gepflegt an ihm rächen.

    • „Muss man das verstehen?“

      Ist glaube ich nicht allzu schwer zu verstehen: die wenigen Höhen sind das einzige, was für sie relevant ist. Sie lebt somit in einer Phantasiewelt, welche es ihr ermöglicht alles Negative, sei es auch noch so heftig auszublenden. Aber irgendwann ist der Druck zu hoch und dann schaltet man auf Weltuntergang um. Das sind Leute, die ihre Gefühle weitgehend ignorieren und in ihren Vorstellungen leben.

  8. @Christian

    hast du eigentlich schon eine Seite „Lektionen, die Jungs unbedingt über Mädchen lernen sollten“?

    – Don’t stick your dick in crazy
    – Achte nicht darauf, was sie sagt, achte darauf, was sie tut
    – Wenn sie nicht mit dir schläft, bist du nicht ihr Freund, sondern ihre Freundin
    – Erstes Date ist ein Drink, nicht ein Abendessen. Bezahl deinen Drink vorher.
    – Captain SaveAHoe ist der Charlie Brown der Dating-Strategien: verliert immer.

    Manche würden auch „Sie ist nicht Dein, du bist nur an der Reihe“ auf die Liste setzen, aber mich überzeugt das nicht.

    Was habe ich vergessen?

    • Super Idee. So eine Art Lebensratgeber von Männern für vaterlose Jungen oder Jungen mit feministischen Vätern. „Die neuen 20 Gebote – ein Survival-Guide für junge Männer“

      – Sei dir gewahr: Die kannst nie wissen, wie crazy das wird, in das du ihn reinsteckst
      – Schlage dich nie mit den anderen, die sie provoziert hat
      – Protect your sperm
      – Verlasse im Konflikt niemals auch nur kurzzeitig deine Kinder, du wirst sie verlieren
      – Mutti ist nicht Gott
      – Du bist nicht Muttis Ersatzpartner
      – Nimm immer die rote Pille

      • „Super Idee. So eine Art Lebensratgeber von Männern“

        Gibt es schon längst. Heisst Kamasutra(m) und wird von der „gebildeten“ Allgemeinheit aber für ein Sexratgeber gehalten (was es gar nicht ist).

    • Ich würde ergänzen: Achte auf alle roten Flaggen einer Narzisstin.
      Als da wären:
      – sie nimmt zu den Dates ein Handy mit und kann es auch während des Gesprächs nicht aus der Hand legen,
      – sie buhlt ständig, voraussetzungslos und aus völlig beliebigen Quellen um Aufmerksamkeit,
      – betrachtet alles was du sagst nur als Gesprächspause zwischen ihren Beiträgen,
      – sie ist auf sozialen Medien präsent und Beiträge bestehen vorwiegend aus selfies,
      – inflationärer Gebrauch von ICH in Sätzen,
      – sowie die völlige Unfähigkeit, andere Menschen nicht als Sockenpuppen anzusehen, deren Funktion es ist, sie zu bestätigen.

      Wenn du eines oder mehrere dieser Zeichen siehst, dann trink aus, bezahle und geh.

      Das „Manche würden auch „Sie ist nicht Dein, du bist nur an der Reihe“ auf die Liste setzen, aber mich überzeugt das nicht.“ verstehe ich, denn es hat in der menosphere auch einen völligen Bedeutungswandel hingelegt.
      Ursprünglich war es als rote Pille gegen „Oneitis“ gedacht, heute ist es zur resignativen black pill geworden, wonach Frauen ohnehin keine langfristige Beziehung eingehen wollen (hypergamy) und können (s. auch polygamy oder „sexuelle Selektion“ von Meike).
      Wobei ich glaube, da wird Frauen viel mehr an Möglichkeiten zugestanden, als sie tatsächlich haben.

    • Lass dir nicht von einer, die kein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat, erzählen, was ein „echter Mann“ ist.
      Von allen anderen auch nicht, aber von diesen schon gar nicht.

    • – Erstes Date ist ein Drink, nicht ein Abendessen. Bezahl deinen Drink vorher.

      Warum? Weil er sonst für sie die Zeche übernehmen müsste, falls sie sich verdrückt?
      Lass sie selbst bestellen. Wer bestellt zahlt.

  9. 2021 und Männer sprechen von Hexenjagd und Unschuldsvermutung wenn es um mögliche Täter sexualisierter Gewalt geht.

    Deutschland infantilisiert sich immer mehr. Und mir kommen viele Frauen wie Kinder vor. Auch dieses vermeintliche Opfer und seine Verteidiger. Wenn die Beziehung so scheiße war, dann hätte sie eben schlußmachen müssen. So einfach ist das.

    Wir schaffen es immer noch nicht, Frauen wie normale, also erwachsene Menschen zu behandeln.

  10. Vielleicht strebt sie einen Image-Wechsel an, vielleicht will sie mit diesem Verbalporno-Ding aufhören. Sie geht ja langsam auf die 40 zu, hat keine Kinder. Nur schafft sie es nicht alleine, diesen Image-Wechsel glaubhaft durchzuziehen, und braucht dafür jetzt den passenden Mann.

    • Sie haben den Blog schon 2019 beendet, angeblich wegen ihrer Unfähigkeit, weiter über Sex zu reden, welche wiederum aus der „toxischen Beziehungserfahrung“ resultiert.
      In der strikt feministischen Online-Jugendausgabe der „Zeit“, der „Ze.tt“, vom 13. August 2019 steht jedoch:

      „Mitverantwortlich für den Erfolg des Podcasts waren Ines‘ derbe Sprüche und die zahlreichen Sexgeschichten von Leila, die sogar eine ausverkaufte Podcasttour 2018 ermöglichten.

      Doch schon dort kriselte es zum Ende hin, wie Bento berichtete: Nach einer der letzten Shows in Hamburg, während der Leila von Sex mit einem Neonazi erzählte und Ines eine ähnliche Geschichte aus dem Publikum als „langweilig“ abtat, verlassen mehrere Fans die Veranstaltung und beschweren sich auf Instagram. Acht Monate danach steht es um den Podcast nicht wirklich besser. Die beiden Podcasterinnen wirken zunehmend lustlos, was sich auf die Qualität und Länge der Folgen auswirkt. Zudem scheint die Dynamik zwischen den zwei Freundinnen aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Während Leila Lowfire im Januar zwölf Tage lang im Dschungel campierte und nun ihr erstes Kind erwartet, hat Ines Anioli sich ihre ganz eigene Fanbase aufgebaut.“
      https://ze.tt/besser-als-sex-hat-es-sich-bei-dem-erfolgreichen-sex-podcast-bald-ausgebumst/

      Auch hier wird wieder die Beziehungserfahrung genannt, doch in diesem Bündel von Ursachen ergibt sich ein anderes Bild.
      Ich habe den Podcast kurz hereingehört und vom Sprachstil und Niveau würde man nicht annehmen, es unterhielten sich zwei Frauen Ende 20/Anfang 30 – wenn man Stokowski als Vergleich heranzieht, dann scheint das charakteristisch für diese Generation zu sein.
      Irgendwo in der Pubertät stecken geblieben.
      Frau Anioli ist jetzt 34 ich tippe, einer Beziehung mit einem durch das Fernsehen bekannten Comedian eine „zweite Chance“ zu geben, deren erste Auflage sie bereits als „toxisch“ bezeichnet hat, wird wohl einen naheliegenden Grund haben…

  11. Ich kenne Ines Anioli nicht. Ich kennen Luke Mockridge nicht.
    Es gibt aber in der obigen Beschreibung etwas, was mir auffällt und immer wieder medial gerne propagiert wird:
    „Es scheint, als habe die Frau zwei Seiten. Da gebe es die eine, wie sie sagt, “die macht, was sie will. Sagt, was sie denkt. Tanzt, wie sie sich fühlt. Trägt, was sie will.” Diese Version von ihr feiere das Leben, ihren Körper und ihre Freiheit.“

    Eine Frau, die macht, was sie will, sagt, was sie denkt, tanzt, wie sie sich fühlt, trägt, was sie will.

    Das ist schön. Das ist ein Ziel des Allmachts-Feminimus: grenzenlose Freiheit für Frauen – sie können alles erreichen, sagen, machen, schreiben – es gibt keinen Widerstand, kein Korrektiv. Wer sich der emanzipierten Frau in den Weg stellt ist toxisch, übergriffig, männlich, wird weggebissen.

    Es ist die Frage nach der Erziehung von jungen weiblichen Menschen in einer feministisch zentrierten Gesellschaft, die überall den Mythos der Unterdrückung durch das Patriarchat aufgebaut hat, die die Befreiung der Frau durch das toxische Männliche heraufbeschwört, die Safespaces für Frau schafft – reale (Quoten) und symbolische (#metoo, #aufschrei) – und dann voller Entsetzen an der Realität zerschellt.

    Wer glaubt denn wirklich daran, dass das eigene Verhalten – Sprache, Gestik, Äußeres – keine Anreize und Signale sind? Was wird uns seit Jahren, seit Jodie Foster in Angeklagt (1988) beigebracht: ein Frau ist an dem, was ihr passiert, nicht schuld! Schuld sind immer die Anderen. Schuld sind immer die Männer.

    Ines Anioli kann schildern, was sie will. In dem Moment, in dem sie damit an die Öffentlichkeit ging (und nicht strafrechtlich gegen Luke vorging) hat sie angefangen um sich einen feministischen Mythos aufzubauen: schaut her, das ist mein #metoo – es ist ein Symbol, eine Zeichen dafür, dass Ines Anioli alles sagen kann und jeden als Täter darstellen kann, so wie es schon seit langem von feministischen Aktivistinnen propagiert wird. Nein, heißt Nein und Einer Frau muss immer geglaubt werden sind die toxischen Auswüches eines Allmachts-Feminismus, der das Feindbild Mann dogmatisch ausbaut und stetig propagandistisch verarbeitet.

    Es ist in meinen Augen purer femi-faschistischer Hass. Die Aktion gegen Luke Mockridge ist Hetze. Ines Anioli ist eine Selbstdarstellerin, die gerade eine schwere Krise mit sich durchmacht, weil ihre glanzvolle Selbstdarstellung – Künstlerin, Frau – nicht ihren Vorstellungen entspricht und einen neuen Schwung braucht. Warum nicht einen Mann als Trittbrett dazu verwenden?

  12. Toxische Beziehung….früher sagte man unglücklich Liebe. Auf und ab in einer Beziehung hat jeder schon erlebt. Und man entwickelt auch einen gewissen Hass auf das, was man mit dem Gegenpart erlebte. Unprominente haken es ab, haben sicher auch immer wiederkehrende schlechte Gedanken daran, aber sie jammern sich höchstens bei ner Freundschaft aus.
    Diese gute Frau will sich scheinbar für die unglückliche Liebe/Partnerschaft rächen und ihren Vorteil daraus ziehen. Bringt schließlich Kohle. Wer sich das wirklich mal reinzieht, das stinkt zum Himmel. Sie deutet nur an, nichts wirklich konkret, dass sie auch selbst gar nicht angreifbar ist für etwaige Lügen und dumme Emanzen schreien dabei Hurra und vervollständigen die Andeutungen mit ihrem Hass auf die Männerwelt.
    Um es aber auch deutlich zu sagen, Gewalt gegen Frauen oder Männer(gibt es tatsächlich) sind abscheulich. Und da will und würde ich niemanden in Schutz nehmen.

    Aber das hier scheint nur Show, nix anderes. Rache und das für sich selbst finanziell noch ausbeuten. Willkommen in der doch so schönen Welt…..

    Ach ja, auch ich hatte ne unglückliche Beziehung / Ehe wo die Frauen gar handgreiflich wurden, nicht sexuell, aber dennoch Gewalt. Und ich spiegel das nicht auf die gesamte Frauenwelt. Ich liebe die Frauen trotzdem 🙂

  13. Immer wieder die grandiose Heuchelei, bei der der Deal, bei dem sich erotisches Kapital in finanzielles verwandelt, umstandslos zu einer einseitigen sexuellen Belästigung wird!

  14. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Anioli überhaupt keine Vorwürfe gegen Mockridge erhoben.

    So, wie auf Twitter der Mob ohne Belege die soziale Vernichtung von Mockridge fordert, weil sie fehlende Informationen ersetzen, wie es ihnen passt („Wir wissen nicht wirklich, was war, aber es war eine verdammungswürdige Untat – von Mockridge“), schieben hier so manche in die Lücken bei „Anioli erzählt über eine toxische Beziehung, ohne auch nur einen Namen zu nennen“ ihre eigene, völlig unbelegte Meinung „Sie will Mockridge vernichten“.

    Denkt mal darüber nach.

    • @Renton
      Kursiv von mir:

      „Doch woher kommen die Anschuldigungen gegen Mockridge, die seit Monaten im Netz kursieren? Im Frühjahr 2019 berichtete Ines Anioli laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ im inzwischen eingestellten Podcast „Besser als Sex“ von einer toxischen Beziehung, die sie durchlebt hat. Einen Namen nannte sie damals nicht, doch sie erzählte ihrer Kollegin Leila Lowfire, wie es für sie war, mit ebenjenem Mann nach einer längeren Auszeit wieder zusammen zu sein. Sie beschrieb den Mann als toxisch und narzisstisch, berichtete auch recht detailliert von einer Szene, die sich zwischen den beiden abgespielt hat.

      „Es sind viele Traumata entstanden und ich versuche vieles zu verarbeiten“, sagte Ines Anioli im vergangenen Oktober im Gespräch über ihren neuen Podcast „Me-Time“ zu t-online. „Ich find’s nicht cool, dass ich so eine Beziehung hinter mir habe – aber es ist ein Teil von mir“, betonte Anioli auch. Dass es sich bei dem Mann, mit dem sie diese Beziehung geführt hat, um Luke Mockridge handelte, sei ein „offenes Geheimnis“, heißt es im Netz. Laut „Tag24“ habe Ines Anioli in der Vergangenheit auf Nachfragen ihrer Fans, wer denn nun der Mann gewesen sei, in Instagram-Storys folgendermaßen reagiert: „Ganz ehrlich, ihr wisst es doch. Please stop asking me.“
      https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_89803104/vorwuerfe-gegen-luke-mockridge-sat-1-stellt-sich-vor-den-comedian.html

      • *Grummel*

        Okay, sie hat durchblicken lassen, wen sie meint, und es war wohl auch klar, dass die Leute es bereits beim ersten Mal erraten konnten. War also mindestens ungeschickt von ihr, falls sie den Namen eigentlich raushalten wollte. Ist aber immer noch kein Nachweis von Böswilligkeit, schließlich ist nicht sie es, die Konsequenzen für Mockridge fordert. Für sie sollte auch die Unschuldsvermutung gelten.

        • In einem weiteren Podcast hat sie in einem Interview wörtlich gesagt, es habe in Deutschland kein metoo gegeben, sonst hätte in der Unterhaltungsindustrie so dermaßen die Köpfe rollen müssen, dass die Frauenquote gar nicht notwendig wäre.
          Hier verquickt sich eine Unterstellung mit einem Motiv, würde ich sagen.

          Gunar und ich schrieben bereits zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz in den ÖR-Medien:
          „Auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern geht es laut SZ um die Frage: Was hat sich seit #metoo getan im öffentlich-rechtlichen Rundfunk?, statt Was hat sich VOR #metoo getan im öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

          Auf journalist (Das Medienmagazin) wurde nämlich gefragt: „Gab es in Ihrem Sender in der Vergangenheit Fälle von sexueller Belästigung, die aktenkundig geworden sind?“

          NDR: „Die AGG-Beschwerdestelle im NDR hat sich in den vergangenen fünf Jahren mit einem Fall wegen sexueller Belästigung beschäftigt.“

          Radio Bremen: „Es gibt bei Radio Bremen keine bekannten länger zurückliegenden Vorfälle. Es gibt eine Beschwerde, die Ende des vergangenen Jahres im Rahmen der #MeToo-Debatte geführt wurde.“

          rbb: „Nach meinem Kenntnisstand gibt es keine aktenkundigen Vorfälle.“

          SR: „Der SR hat selbst und vor Beginn der öffentlichen Debatte um den WDR Mitarbeitern in der oben beschriebenen Weise erneut die Möglichkeiten aufgezeigt, an wen sie sich wenden können, sollten sie Funktionsmissbrauch erleben oder beobachten. Das Echo war gering. Die wenigen gemeldeten Beispiele waren in Art und Umfang in keiner Weise mit den beim WDR bekannt gewordenen Fällen zu vergleichen.“

          BR: „Im Personalbereich wurden in den vergangenen zehn Jahren nur einige wenige Fälle von Belästigung gemeldet.“

          Angesichts dieser realen Zahlen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass #metoo zur Erreichung machtpolitischer Ziele benutzt wird, die nichts mit dem Umfang an sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu tun haben.“
          https://man-tau.com/2018/11/17/metoo-medienhysterie-betroffenenhilfe/

          Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Situation in den privaten Sendern grundlegend anders ist.
          Aber um auf ihren Fall zurück zu kommen wäre es natürlich interessant, die andere Seite der Beziehungserfahrung zu hören, was aber nicht stattfinden wird. Denn Luke ist gut beraten, die Klappe zu halten. Erst wenn sie ihre bewusst nebulös gehaltenen Anschuldigungen klar formuliert, würde ich an seiner Stelle an die Öffentlichkeit gehen.

          • Sehr guter Artikel von euch beiden auf man-tau. Ich kann aber nicht erkennen, was das Ganze damit zu tun, dass Anioli von vielen Kommentatoren hier eine Schädigungsabsicht unterstellt wird, die meines Erachtens nicht hinreichend belegt ist.

          • @Renton

            Vielen Dank für dein Lob! 🙂

            Die Schädigungsabsicht würde ich deshalb unterstellen, weil sie Sachen, wie z.B. eine Vergewaltigung oder auch, dass sie geschlagen worden ist unterschwellig in ihren Botschaften unterbringt, aber nie klar sagt, sie habe dies erlitten.
            Es wird ihm zwar von ihr in den Mund gelegt, er hätte gesagt, er hätte sie beinahe vergewaltigen wollen – aber das ist noch nicht einmal ein Tatvorwurf.
            In dem Podcast-Interview redet sie davon, sie wäre mit einer Freundin in den Urlaub gefahren und hätte aber noch Schmerzen gehabt seit einem Treffen mit ihm, redet dann von häuslicher Gewalt und überlässt es so dem Zuhörer eine Verbindung herzustellen.
            Ohne klar zu sagen, er habe sie geschlagen.
            Diese hochgradig manipulative Vorgehensweise macht mich sehr misstrauisch.
            Zufällig habe ich dann den oben angeführten „Zett“-Artikel entdeckt, der klarstellte, auch ohne Erfahrung einer „toxischen Beziehung“ ging es mit ihrem alten Podcast bergab und zufällig gibt es den neuen Podcast “me-time“ mit Ines Anioli seit dem 10.10.2020 auf Spotify.

            Und so wird dieser beworben: „Frauen, die über Schwächen reden, sind nicht stark? Comedienne Ines Anioli, bekannt aus dem Podcast „Besser als Sex“, beweist das Gegenteil. Für den Spotify Original Podcast „me-time mit Ines Anioli“ berichtet sie offen und authentisch über ihre außergewöhnlichen Versuche, das Trauma einer toxischen Beziehung zu bewältigen. Sie nimmt sich Zeit für sich selbst und ihr Seelenleben, probiert Neues und Aufregendes, reflektiert, verarbeitet und regeneriert. Ihr könnt dabei sein, wenn Ines an einem Vagina Kung Fu-Seminar teilnimmt, sich hypnotisieren lässt, Schamanen besucht und beim therapeutischen Boxtraining völlig neue Seiten an sich kennenlernt. Jeden zweiten Samstag, exklusiv auf Spotify.“

            Auch wenn es inzwischen Normalzustand geworden ist, die Grenze zwischen Privatem und der Öffentlichkeit einzureißen, aber findest du es normal, die individuelle Bewältigung einer traumatischen Erfahrung als „Neues und Aufregendes“ zu verkaufen?
            Selbst wenn es ein Werbetext ist, sie muss ihn doch abgesegnet haben.
            Hypnose, Vagina Kung-Fu, töpfern und Schamanen…und IHR könnt dabei sein, wie SIE völlig neue Seiten AN SICH kennenlernt – immer unter dem Vorzeichen der Erkundung der eigenen Seele.

            Wäre keine „toxische Beziehung“ zu bewältigen, wäre es der x-tausendste Aufwasch von „Frau im mittleren Alter auf Selbsterfahrungstrip“. Selbsterfahrung durch Sex als „Empowerment“ ist ja bereits durch. Ist ein Tacken Zynismus ist bei mir im Spiel, kannst du mir vorwerfen. Aber es fügt sich Steinchen auf Steinchen aus dieser Sicht.

      • Dass es sich bei dem Mann, mit dem sie diese Beziehung geführt hat, um Luke Mockridge handelte, sei ein „offenes Geheimnis“, heißt es im Netz. Laut „Tag24“ habe Ines Anioli in der Vergangenheit auf Nachfragen ihrer Fans, wer denn nun der Mann gewesen sei, in Instagram-Storys folgendermaßen reagiert: „Ganz ehrlich, ihr wisst es doch. Please stop asking me.“

        Ein gutes Beispiel für relationale Gewalt von Frauen. 😤
        „n der internationalen Forschung zum Bullying bzw. zur Viktimisierung unter Kindern wird seit einigen Jahren indirekten Formen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Indirekte, soziale oder relationale Aggression liegt vor, wenn eine Person über die sozialen Beziehungen versucht, einer anderen Person Schaden zuzufügen. Während Jungen häufiger als Mädchen direkte Formen aggressiven Verhaltens zeigen, scheinen die Mädchen eher indirekt- oder relational-aggressive Verhaltensweisen zu wählen.“ https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1026//0942-5403.9.4.231

        Passt zum pubertären Verhalten der erwachsenen Mädchen.

  15. Ey, das ist vielleicht alles nur Fake – ein Reality-Comedy-Programm.

    Eben habe ich in der Gala ein Interview mit ihr gelesen. Auszug:

    Was hat Ihnen geholfen?
    Körperliche Arbeit. Ich habe in meinen Therapiesitzungen viel geredet und mir wurde Hunderte Male gesagt, dass ich besser auf mich und meinen Körper aufpassen muss und nicht jedem direkt vertrauen darf. Aber dann passiert mir sowas wieder. Nach einer Stunde therapeutischem Boxen ging es mir zum Beispiel richtig schlecht, ich habe Rotz und Wasser geheult und mich zudem noch an der Hand verletzt. Ich würde es nicht wieder machen, aber es hat mir rückblickend extrem geholfen.

    Inwiefern?
    Ich musste vier Wochen lang eine Schiene tragen. Aber das war nur halb so wild, der seelische Schmerz war viel viel schlimmer. Und in diesem Moment habe ich gemerkt, dass ich nicht nur ein seelisches, sondern auch ein körperliches Trauma habe.

    https://www.gala.de/stars/news/ines-anioli—ich-habe-mich-von-meinem-ex-manipulieren-lassen–22335626.html

    Das kann so keiner ernst meinen.

    • Das meint die bestimmt ernst. Ihr Toyboy hat sich nicht so entwickelt wie sie das wollte und daher hat sie ihn abgeschossen. Und da dies in der krass-aktiven Form ihr nun gar keine Statuspunkte bringt, gibts eine Cover-Story mit ihm als Bösewicht und Sündenbock.

      Er ist ja schließlich am Ende auch Schuld an ihrer Armverletzung und der Schiene (weil ohne ihn hätte sie nicht therapeutisch boxen müssen) …könnte man also auch als Fall von körperlicher Gewalterfahrung einer Frau durch einen Mann statistisch gelten lassen… 😉

  16. Pingback: Konsequenzen für Luke – apokolokynthose

  17. Der Typ lebt von der Popularität seiner Eltern und ist ein typisches oberflächliches Privatsenderprodukt mit eher bescheidenem Talent. Mir wurscht, ob der mit seiner Schnepfe abschmiert. Auch so ein Vogel, der immer versucht hat, bloss auf der politisch richtigen Seite zu stehen. Who gives a fuck?

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  19. Von möchtegern Opfer, die behaupten ihre Menschlichkeit verloren zu haben, weil sie ein Mann für ein öffentlichen Foto an die Hüfte gefasst hat.

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