41 Gedanken zu “REZO zerstört Corona-Politik

  1. Die Coronapolitik ist scheisse. Aber wenn ein Blitzmerker wie der blaue Demenzschlumpf das feststellt, ist das eine überragende intellektuelle Leistung, wenn ein Reitschuster das gleiche konstatiert, ist er ein Nazi.

    • … weil – wissen wir doch alles – es nicht drauf ankommt, was gesagt wird – sondern von wem. Denn nur so kann weiterhin erfolgreich jeder normale Diskurs abgewürgt werden.

  2. Junge, Alter! Wie kann man sich den Idioten länger als 10 Sekunden freiwillig antun?
    Der sollte vielleicht erst mal selber worken, bevor er von Leuten, die „in der Pflege worken“ erzählt, die ja so gef… sind.
    Danisch meinte ja nach seinem letzen, MS-medienwirksamen Auftritt, Rezo wäre nur ein Mietmaul, finanziert von t-online.de bzw. einem Tochterunternehmen – oder so ähnlich.
    Dementsprechend stufe ich seine Schwachsinnsbeiträge auch ein.

    Nicht, dass er nicht recht damit hätte, dass der Pflegeberuf ein harter Job ist (sind andere Jobs im Übrigen auch), ich sehe hier aber einen relativ klaren Fall von CDSU-Bashing. Denn ich bin mir sicher, er ist einer dieser Schmarotzenden, die rot-rot-grün wählen und für deren Werte eintreten.
    Denn, auch da bin ich mir sicher, er wird von deren Politik profitieren – oder zumindest wird ihm die Politik nicht schaden. Wenn es um Verbote zum Kampf gegen den Klimawandel geht, ist er ja auch gerne mal an forderster Front dabei, tingelt dann aber per Flugzeug um die halbe Welt auf Urlaubsreisen.
    (Schade, habe das Bookmark nicht mehr, wo jemand über die Doppelmoral der Influencer „berichtet“ hatte.)

    Ahnung hat er ansonsten offenbar auch nur wenig, wovon er redet. Denn die Dividenden hat Daimler nicht „sozusagen“ an die bei Daimler ausgeschüttet (also an die Mitarbeiter), sondern an die Aktionäre. *facepalm

    Junge, Alter, für mich ist der Typ einfach nur voll abgefuckt, ich kann ihn wirklich seit seinem „ersten“ Video nicht ausstehen. Junge, Alter!

  3. Ich hab es nur ausgehalten bis zur der Stelle, als er sich selbst über den Klee lobte, weil er es geschafft hatte, „in seiner Freizeit“ etwas auf Twitter zu posten. Ich konnte es nicht genau erkennen. Sah nach ungefähr drei Wörtern aus.

  4. Ich bringe es nicht über mich, mir dieses Geplärre zur Verifikation nochmals anzuhören, Aber wenn ich das recht verstanden habe, dann behauptet dieser „Rezo“, die Abgeordneten mit den Maskengeschäften hätten sich darum gekümmert, für diese Artikel Zulassungen als Medizinbedarf zu bewirken. Das wäre etwas, was über die (zu Recht anstößige) Geschäftsanbahnung gegen Honorar hinausgeht, und wovon ich bislang noch nichts gehört habe. Als unbegründete Behauptung hat es damit für mich den Geruch einer strafbaren Verleumdung. Außerdem wäre dieses Video, wenn man mit dieser Kategorie operieren will, in meiner Sicht ein exemplarisches Beispiel für Haßrede.

  5. Wenn Klimatrommler und Vielflieger-Bubi mal wieder „pretty relaxed“ aus dem Schlauchreifen grüßt (der qualifizierte Jet-Set gönnt sich ja sonst nichts), und uns seine unverzichtbaren Geistes-Ergüsse zur Weltrettung „rüberbringt“, dann werden wir geholfen!

  6. Was für ein geistiger Unterflieger. Der hat ja gesagt, man soll nicht SPD, CDU, FDP oder AfD wählen, und dass es dazu nur eine legitime Einstellung gebe. Darum geht es hier wohl auch.

    • Auch auf die Gefahr, mich unbeliebt zu machen (wobei sich das beim Weiterlesen wieder relativieren wird): An und für sich gibt es auch nur eine wirklich VOLLKOMMEN legitime Einstellung, was aber keine Rechtfertigung für Arroganz, Ablehnung der Meinungsfreiheit* und so sein kann, da man sich
      1. Auch irren könnte und man, wenn man sich irrt, eben nicht die legitime Einstellung vertritt, so dass man sich lieber nicht zu weit aus dem Fenstern lehnen sollte
      2. Deswegen nicht alle nicht legitimen Meinung gleich absolut böse sind, sondern die meisten eher moderat oder gar nur ein wenig schlecht und in der Folge auch nicht VOLLKOMMEN illegitim
      *Ein Verbot anderer Meinungen würde im Fall, dass man sich irrt, einem Verbot der Wahrheit gleichkommen, was meiner Meinungen nach nie legitim ist.
      Außerdem: Wenn falsche Meinungen nicht schädlich sind, schadet das zwar der Gesellschaft nicht, aber das Verbot abweichender Meinungen nützt auch nichts, wenn man sich nicht irrt, und wäre somit immer noch abzulehnen. Wenn falsche Meinungen schädlich sind, wäre ein Verbot der Wahrheit dagegen verheerend, so dass man das lieber nicht riskiert und anderen Meinungen lieber erlaubt.
      Im Übrigen: Man kann auch irren bezüglich der Frage, ob jemand intolerant ist (man sieht das ja bei den selbst ernannten Nazi-Jägern), so dass man auch intolerante Meinungen lieber erlaubt, außer in Ausnahmefällen, d.h. wenn sie eine akute Gefahr sind (wobei dieser Ausnahmefall inzwischen bei den Nazis schon lange nicht mehr gegeben ist, bezüglich der Linksidentitären aber inzwischen eingetreten ist, da diese inzwischen offenbar alles übernehmen und so die Demokratie zerstören und zu einer akuten Gefahr werden).

      • Schön formuliert, Monsieur Antidogmatiker,

        habe ich dich richtig verstanden:

        1. Es gibt nur eine wirklich VOLLKOMMEN legitime Einstellung. Die ist absolut gut.
        2. Keiner, außer Gott, weiß mit Sicherheit, ob er sie besitzt.
        3. I.d.R. sind die meisten Einstellungen, die nicht unter 1. fallen, nicht absolut böse, sondern nur nicht absolut gut.
        4. Bei den Einstellungen unter 3. gibt es auch welche, die absolut unschädlich sind, auch wenn sie absolut falsch sind.
        5. Das Verbot von Einstellungen unter 3. kann nur durchgeführt werden, wenn man im Besitz der Einstellung unter 1. ist, was aber wg. Punkt 2, außer bei Gott, nie zutrifft, was zur Folge hat, dass man versehentlich die Einstellung unter 1. verbieten könnte, was schlecht sei, mithin ein Verbot von Einstellungen i.A. illigitim sei.
        6. Das Verbot von Einstellungen unter 3. ist nur erlaubt, wenn man im Besitz von 1 ist, außer im Fall von Einstellungen unter 4. nicht, weil es kein Nutzen hätte, sie zu verbieten. Daraus folgt, Gott urteilt nach dem Grad des Nutzens, den ein Verbot hat und nicht nach dem Grad der Wahrheit der Einstellung, die verboten werden soll.
        7. Die Wahrheit (Punkt 1) darf niemals verboten werden, womit aus 2. folgt, dass der 1.Satz von 6. niemals gültig wird, mit der Konsequenz, dass grundsätzlich keine Einstellungen verboten werden dürfen, soweit Menschen diese Verbote aussprechen. Nur Gott, der im Besitz von 1. ist, kann verbieten unter der Einschränkung von 6..
        8. Im Fall einer akuten Gefahr, wird 7 außer Kraft gesetzt und jedem Menschen erlaubt, alle Einstellungen (inklusive der aus 1.) zu verbieten.

      • “ An und für sich gibt es auch nur eine wirklich VOLLKOMMEN legitime Einstellung“

        Wie kommst du auf das schmale Brett?

        „Wenn falsche Meinungen nicht schädlich sind“

        Das Adjektiv „falsch“ hat vor dem Substantiv „Meinung“ nichts zu suchen. Meinungen sind keine Faktenbehauptungen, sondern Wertungen und deswegen per Definition subjektiv und können daher weder wahr noch falsch sein.

        Das ist einer der Gründe (allerdings beileibe nicht der einzige) warum die Kategorie „nur eine legitime Einstellung“ nicht existiert, und wer eine solche für sich in Anspruch nimmt wohl ein Spinner ist.

      • Eigentlich verwendet man doch den Begriff „Fakt“ für Annahmen, die man zu nahezu (oder genau) 100% für wahr hält und Meinung für solche, denen man eine geringere Wahrscheinlichkeit (meist aber über 50%) der Richtigkeit zubilligt, oder als Oberbegriff für beides. Analoges gilt für Moral und Politik, wobei ersteres hier selten verwendet wird (eigentlich nur von Fundamentalisten, wenn überhaupt). Jedenfalls habe ich sie so verwendet. Und, wenn man weiß, warum man sich moralisch verhalten sollte, und die Beschaffenheit der Realität kennt, dann folgt daraus doch, was objektiv moralisch richtig/falsch/keines von beiden ist. Analog für Politik. Wäre alles hiervon subjektiv, könnte man zwar immer noch moralische/politische Forderungen stellen, aber die anderen hätten keinen Grund, ihnen zu folgen, und umgekehrt genauso. Man würde also nur aneinander vorbei reden.
        PS: Was die oben angeführte Irrtumsmöglichkeit angeht, so gibt es zwei Quellen: 1. Die Imperfektion unseres Verstandes/einseitige Information und 2. Die unvermeidbare Variante aufgrund der Tatsache, dass wir nicht allwissend sind. Letzteres bedeutet, dass es zwar theoretisch eine (oder einige wenige*) an legitimsten Meinungen gibt, die aber von den praktisch, aufgrund unseres Wissenstandes, als am legitimsten Anzusehenden unterscheiden können. Natürlich können nur letztere zählen, da man Allwissenheit nicht verlangen kann.
        *Dahingehend will ich meine Aussage abschwächen.

        @quell werk
        Ich glaube, du hast da was missverstanden: Ich glaube, dass absolute Meinungsfreiheit gelten sollte, sofern eine Meinung nicht eine unmittelbare Gefahr ist. Dies, da man (außer Gott, an den ich nicht glaube) irren und man somit irrtümlich die Wahrheit verbieten und das Falsche zementieren könnte.

        • @Antidogmatiker „Eigentlich verwendet man doch den Begriff „Fakt“ für Annahmen, die man zu nahezu (oder genau) 100% für wahr hält und Meinung für solche, denen man eine geringere Wahrscheinlichkeit (meist aber über 50%) der Richtigkeit zubilligt,“

          Überhaupt nicht. Faktenbehauptungen sind Aussagen, denen man einen Wahrheitswert zuordnen kann. ZB:

          „Das Gras ist blau“, oder
          „Das Gras ist grün“

          Beides sind Aussagen, deren Richtigkeit objektiv feststellbar ist. Beide Aussagen sind von der gleichen Art. Welche wahr oder falsch ist, spielt dafür keine Rolle.

          Dann gibt es Aussagen, deren Wahrheitswert nicht objektiv feststellbar ist, sondern notwendigerweise nur subjektiv beantwortbar ist. Das ist eine Form von Meinung. ZB:

          „Das Kleid der Königin ist schön“

          Denn „schön“ ist keine objektiv feststellbare Eigenschaft.

          Zu guter Letzt gibt es Äußerungen, die gar keine Behauptung über die Welt sind, sondern Aufforderungen zum Handeln. ZB

          „Erhöht die Löhne“, oder
          „Senkt die Löhne“

          Solche Aussagen haben auch keinen Wahrheitswert. Es ist auch nicht objektiv feststellbar welche von ihnen „gut“ oder „schlecht“ sei, denn das hängt vom Standpunkt des Betrachters ab. Arbeitnehmer werden sagen, Lohnerhöhungen sind gut, Arbeitgeber werden sagen, Lohnsenkungen sind gut. Aber keiner von beiden hat „mehr Recht“ und keiner hat „weniger Recht“, es hängt einzig vom eigenen Geldbeutel ab welcher Ansicht man zustimmt und von nichts anderem. Für solche Konflikte hat die Menschheit die Politik erfunden. Und für alle politischen Fragen ist es deshalb handgreiflicher Unsinn zu behaupten „Es gibt nur eine legitime Einstellung“.

          Nun ist es so, dass das Klimagedöns von dem Rezo faselt, eine politische Frage ist, auf die es deshalb keine „objektiv richtige“ Antwort geben kann. Die Antwort hängt einzig von der subjektiven Befindlichkeit des Einzelnen ab. Zu behaupten es gebe „nur eine legitime“ Antwort darauf bedeutet daher, die eigene Befindlichkeit und das eigene egoistische Interesse als das einzig zulässige zu erklären, und die aller anderen Menschen für nichtig.

          • Ich werfe ein, dass Rezo nicht an eine Meinung glaubt, die absolute Wahrheit haben könnte. Er äfft diese Haltung lediglich nach, um seine hysterische Ansage noch hysterischer und wirkungsvoller zu machen. Er ist Zyniker. Ich glaube schon, dass es Standpunkte gibt, die absoluten Wert (Wahrheit) haben sollten. Zum Beispiel hast du einen Standpunkt, der von der Wahrheit von Fakten ausgeht, aber von der Unwahrheit von Meinungen, was n.m.E. ein absolut richtiger (wahrer) Standpunkt ist. Es müsste lediglich am konkreten Beispiel geklärt werden, ob ein Fakt nicht Meinung und eine Meinung nicht Fakt sei. Das ist deswegen notwendig, weil du sonst nicht an eine objektive (absolute) Wahrheit glauben kannst, welche sich i.d.R. erst dann einstellt, wenn sie zuerst skeptisch in Frage gestellt wurde.

          • „Das Kleid der Königin ist schön“
            Richtig, diese Möglichkeit habe ich vergessen (ich vergesse immer etwas). Solche Sachen wie die Schönheit oder der Gebrauchswert einer Ware für jemanden sind tatsächlich rein subjektiv.

            Ich glaube aber nicht, dass dies auch für Politik und Moral gilt. Diese sind zwar nicht objektiv in dem Sinne, dass sie in die Natur „eingraviert“ wären oder von einer übernatürlichen Macht befohlen würden, aber insofern, als sie aus ihren Grundlagen logisch folgt. Wenn man nämlich erstere Form der Objektivität nicht anerkennt, stellt sich die Frage: Warum überhaupt für eine Moral oder Politik sein? Weil die Menschen davon unterm Strich profitieren -> Objektiv gut ist, was den Menschen nützt, wobei immer das zu wählen ist, was am meisten nutzt. Gerecht ist, was dafür sorgt, dass das Ausmaß, in dem dem Interesse der Menschen gedient wird, nicht zu unterschiedlich ist. Zwischen beiden ist natürlich abzuwägen, was nur ungefähr möglich ist.

          • @ „Ich glaube aber nicht, dass dies auch für Politik und Moral gilt. Diese sind zwar nicht objektiv in dem Sinne, dass sie in die Natur „eingraviert“ wären oder von einer übernatürlichen Macht befohlen würden, aber insofern, als sie aus ihren Grundlagen logisch folgt.“

            Nein. Weder Moral noch die „richtige“ Politik lassen sich aus irgendwas logisch herleiten, weil beide aus Interessen und Wertesystemen abgeleitet sind, und beide subjektiv.

            „stellt sich die Frage: Warum überhaupt für eine Moral oder Politik sein?“

            Weil beides notwendig ist für das menschliche Zusammenleben, auch wenn es nicht „objektiv“ bestimmbar ist. Man muss es dann eben zwischen den widerstreitenden Meinungen ausfechten. Das ist was wir Politik nennen.

            „Weil die Menschen davon unterm Strich profitieren -> Objektiv gut“

            Mehrere Probleme:

            1. „Profitieren“ ist subjektiv. Was für einen Menschen gut oder schlecht ist, kann er nur selbst sagen, weil es von seinem Befinden und seinen Wertvorstellungen abhängt. Es ist nicht möglich, das über seinen Kopf hinweg „objektiv“ für ihn festzustellen.

            2. Bei den meisten politischen Maßnahmen profitieren manche und verlieren andere, es gibt also fast nie das „nur Gute“ oder „nur Schlechte“, sondern immer eine Mischung, deren Saldo ebenfalls nicht objektiv messbar ist.

            3. Der Mensch ist niciht perfekt. Die Leute die behaupten das vermeintlich „objektiv Gute“ zu bestimmen, sind selbst nicht frei von eigenen Befindlichkeiten und eigene Interessen, und werden erfahrungsgemäß danach entscheiden was ihnen selbst nutzt, wenn sie nicht aktiv davon abgehalten werden.

            Wir können das gern am Beispiel von Rezos Klimastuss ausbuchstabieren, wenn noch Interesse besteht.

          • Ich glaube ihr redet da stellenweise ein wenig aneinander vorbei:

            „Faktenbehauptung“ i.S.v. überprüfbarer Aussage (Du)
            vs.
            „Fakt“ i.S.v. bewiesenermaßen korrekter Aussage (Antidogmatiker)

          • „Wir können das gern am Beispiel von Rezos Klimastuss ausbuchstabieren, wenn noch Interesse besteht.“
            Ne, lass mal. Nur ein paar Sachen noch:
            „1. „Profitieren“ ist subjektiv. Was für einen Menschen gut oder schlecht ist, kann er nur selbst sagen…“
            Profitieren ist zwar subjektiv, aber dass jemand in seinen Augen in Ausmaß X profitiert, ist wieder ein objektiver (Meta-)Fakt. Und nur auf den kommt es an. Der Rest ist nur noch ein Problem der Feststellung hiervon. Da muss man sich auf die Aussagen der Leute verlassen, ohne ihnen blind zu vertrauen. Dann ist es auch kein über seinen Kopf hinweg feststellen.
            „2. Bei den meisten politischen Maßnahmen profitieren manche und verlieren andere…“
            Hier kommt es darauf an, wie weit die Leute im Schnitt profitieren (in ihren eigenen Augen).
            „3. Der Mensch ist niciht perfekt…“
            Gut, hier hilft dann nur noch kritisches Denken und sich für das einsetzen, was man für richtig hält (durch Argumente), in der Hoffnung, dass sich am Ende das Richtige durchsetzt oder zumindest etwas einigermaßen Annehmbares. Mehr geht nicht. Ändert aber nichts daran, was perfekt wäre. All zu viel Pessimismus halte ich aber für falsch.

      • Im übrigen wollte ich REZO selbst nicht verteidigen, der in der Tat ein Spinner ist. Leider kenne ich bisher keinen, außer mir*, der mit „es gibt nur eine legitime Meinung“ meint „es gibt nur eine legitime Meinung, von der ich glaube, dass es mit Wahrscheinlichkeit <100% X ist" und nicht "es gibt nur eine legitime Meinung, von der ich glaube, dass es mit 100% Wahrscheinlichkeit X ist, Irrtum völlig ausgeschlossen, alles andere ist zu ächten/verbieten".
        *Ich hoffe ich kann deren Zahl vermehren.

      • @Antidogmatiker
        Mein Kommentar war nicht ablehnend. Ich habe nur wiedergegeben, wie ich deinen Text aufgefasst hatte. Dein Standpunkt ist n.m.E., dass es absolute Wahrheit gäbe. Man müsste jetzt nur noch den Wahrheitsbegriff definieren. Das Argument, es gäbe nur relative Wahrheiten, kann leicht z.B. mit Mathematik widerlegt werden. Interessant wird der Wahrheitsbegriff, wenn er außerhalb von Mathematik angewendet wird. Ich denke, dass die meisten Menschen unbewusst mit einem absoluten Wahrheitsbegriff operieren. Dabei würde ich den Standpunkt, alles sei relativ, auch als eine Anwendung des absoluten Wahrheitsbegriffs einstufen. Dein Ansatz ist insofern interessant, weil er diesen Sachverhalt steigert und bewusst macht, im Sinne von, dass es Meinungen gäbe, die potentiell in der Lage wären, zur absoluten Wahrheit zu werden, d.h., Menschen würden tatsächlich an sich glauben, weil sie sich als wahrheitsfähig betrachteten. Das könnte man auch mit dem Begriff des autonomen Menschen beschreiben. Die Schwachstelle in deiner Auffassung ist natürlich deine Annahme, dass es Meinungen gäbe, die eine akute Gefahr darstellten. Wenn du diese Annahme wegläßt, hast du ein solides System.

  7. Ich habe die meisten von Rezos Sachen nicht verstanden.

    Z. B. habe ich nicht verstanden, wie Rezo am Schluss von „Die Entscheidungsträger handeln Wissenschafts-feindlich, oder zumindest Wissenschafts-ignorant“, wie Rezo von hier kommt zu der Schlussfolgerung: „Das Schlimmste, was man in einer Krise tun kann, ist: nicht zu handeln – das Schlimmste oder Schlechtestes ist, gar nicht zu handeln“.

    Wie kommt man von angeblicher Wissenschafts-Ignoranz der Entscheidungsträger zu Handeln-müssen-egal-was in einer Krise? Verstehe ich nicht. Vielleicht war diese letztere Aussage auch nicht als Schlussfolgerung gedacht, aber dann muss Rezo sie natürlich eigens begründen: Wieso ist es in einer Krise besser, irgendetwas – wirklich irgendetwas – zu tun, als gar nichts zu tun? Verstehe ich nicht.

  8. Rezo, der Maskenbildner, hat also schon im März zum Maskenzwang aufgerufen. Was für ein Hero.

    Hier ein sehr interessantes Transkript eines Hearings aus den USA:

    Gov. DeSantis:

    Die Daten sind jetzt, denke ich, ein wenig klarer, weil wir ein Jahr Erfahrung haben. Wenn wir ein Jahr zurückgehen würden, würden viele der Experten sagen, dass das Tragen von Masken für die Allgemeinheit nicht evidenzbasiert ist. Ich weiß, dass wir offensichtlich eine Reihe von Leuten im Weißen Haus hatten, die bekanntermaßen davon abrieten. Irgendetwas passierte im April, Mai, wo das dann zu etwas wurde, wo postuliert wurde, dass, wenn 80 % der Öffentlichkeit Masken tragen würden, wenn sie in der Öffentlichkeit sind, dass die Epidemie, dass die Fälle auf ein Rinnsal reduziert werden würden. Wie haben die Daten die Maskierung widergespiegelt? Sehen wir, dass in Gebieten wie Los Angeles mit starker Maskierung die Fälle auf ein Rinnsal gesunken sind?

    Dr. Battacharya:

    Ich meine, dass etwa 80 bis 90 % der Vereinigten Staaten in diesen Umfragen von Maskierung berichten. Ich denke, es ist interessant, denn wenn man erwarten würde, dass Masken ein Allheilmittel sind, hätte man einen enormen Effekt bei den Fällen im ganzen Land gesehen. Ehrlich gesagt, auch in ganz Europa. Und das haben wir nicht gesehen. Ich glaube, ich habe den ehemaligen Direktor des CDC sagen hören, dass Masken effektiver sind als Impfstoffe. Nun, ich denke, die Beweise widerlegen das einfach. Das ist nicht wahr. Das war damals nicht wahr. Es ist auch jetzt nicht wahr. Ich denke, dass Masken in gewisser Weise sogar schädlich sind, weil die Menschen glauben, dass Masken sie schützen, verletzliche Menschen, und sie gehen am Ende mehr Risiken ein, als sie sollten, weil sie das Gefühl haben, dass sie durch etwas geschützt sind, das sie in Wirklichkeit nicht schützt.

    https://tkp.at/2021/03/28/gouverneur-von-florida-zieht-bilanz-ueber-ein-halbes-jahr-ohne-einschraenkungen-und-masken/

  9. Na klar, Dunja Hayali ist immer mit von der Partie. Wird dann also doch was mit der Rezo-Tagesschau.

  10. Amüsant, wie ihr euch über eine jungen Burschen aufregen könnt, der völlig berechtigt eine Politik kritisiert, die vorne und hinten versagt hat.

    Viele hier sind aber so schwach in ihren Worten, dass sie nicht anders können, als ihn beschimpfen und runter zu machen (wie übrigens sehr oft, wenn ihr über Menschen sprecht, die nicht eurer Meinung sind).

    Wie wärs, einfach mal auf Augenhöhe inhaltlich seine Argumente wahrnehmen, ernst nehmen und sich damit auseinander setzen? Statt auf Rezo zu schimpfen wie ein Rohrspatz und dabei die eigene Hilflosigkeit ganz groß raushängen zu lassen?

    • Wie wäre es, wenn Du mal versuchst, drei wenigstens halbwegs widerspruchsfreie Sätze zustandezubringen? Die hier dargebotene Aufregung amüsiert Dich – anschlie0end erklärst Du also, daß amüsiert zu werden so ungefähr das Letzte ist, was Du wünschst, oder wie soll man das sonst verstehen? Im dritten Satz verlangst Du Dinge, die die Angesprochenen laut Deinem zweiten Satz nicht erbringen können – ultra posse nemo obligatur, falls Du davon schon einmal gehört hast.
      Um auf Deine Frage zu antworten: Auf „die Augenhöhe“ (das steht hier in Anführungszeichen, weil es eine Redensart ist, die ich nicht mag, schon wegen der Penetranz, mit der einem diese nichtssagende Floskel permanent um die Ohren fliegt) dieses „Rezo“ (das steht hier in Anführungszeichen, weil es ein mutmaßlich unter Marketingaspekten und nicht nur zum Zwecke der Unterscheidung oder der Selbstexpressivität gewähltes Pseudonym ist) werde ich mich zu halbwegs demenzfreien Lebzeiten ganz sicher nicht begeben. Die von Dir konstatierte Hilflosigkeit trifft allerdings insofern zu, als es sich bei Rezo-Videos um reine Zeitgeistphänomene handelt; sie bewegen sich insofern auf dem selben Niveau wie z.B. das Wetter. Auch das muß ich hinnehmen, wie es kommt, und bin ihm im Grunde hilflos ausgesetzt.
      Es ist ferner in Deinen Sätzen noch der performative Widerspruch festzustellen, daß Du ja auch nichts anderes betreibst, als andere „runterzumachen“, statt, was ja zumindest auch möglich gewesen wäre, die in dem Video angeblich enthaltenen Argumente herauszuarbeiten.

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