25 Gedanken zu “Thorium Reaktoren

    • Ich habe nur verstanden, dass der alte weiße Mann in dem Video jetzt auch noch den Mond KOLONIALISIEREN will.
      Das muss unbedingt verhindert werden!
      #GegenThorium!!!11

  1. Aus dem Buch „Not macht erfinderisch“.

    Sehr gut. Klingt fast zu gut.

    Habe mal gegoogelt:

    „Das Praktische am Thorium-Flüssigsalzreaktor ist, dass er nicht erst erfunden werden muss. Ein Prototyp wurde 1954 mit Erfolg am Oakridge National Laboratory in Tennessee getestet, ein zweiter Prototyp lief am selben Ort von 1965 bis 1969. Als einziger Nachteil wurde die Korrosion der Metallgehäuse durch das flüssige Salz ermittelt — allerdings waren die Konstrukteure zuversichtlich, dass dieses Problem lösbar sei.

    Und heute haben wir mehr Legierungen zur Verfügung als vor einem halben Jahrhundert. Warum wurden dann in den westlichen Industrieländern in den Fünfzigerjahren die altmodischen Uran-Wasserkocher gebaut und nicht die Thorium-Flüssigsalzreaktoren? Nebbich: Der Kalte Krieg war schuld. Zumindest am Anfang wurde in amerikanischen und sowjetischen Kernkraftwerken auch das Plutonium erbrütet, das dann in die Atomsprengköpfe kam.

    Die Folge: Es gab danach einfach mehr Infrastruktur für Uranreaktoren — und keine für die ganz und gar friedliche Thorium-Flüssigsalz-Variante. Die breite Autobahn führte in diese Richtung. Nur ein Feldweg – den zudem nur Eingeweihte kannten – führte in eine Zukunft ohne Angst vor Kernschmelzen und ohne menschengemachten Klimawandel.“

    Lesch hat da auch ein Video zu:

    • „und keine für die ganz und gar friedliche Thorium-Flüssigsalz-Variante.“

      So „friedlich“ sind die bei genauerer Betrachtung eigentlich gar nicht, denn das Problem bei Thorium-Reaktoren für die Gewinnung von Bombenmaterial liegt ja in der Bildung von U232, das einen starken Gamma-Strahler in der Zerfallskette hat, so dass das entstehende Uran kaum direkt zu Bomben verarbeitet werden kann, und kaum vom U233 zu trennen ist. Bei Flüssigsalz-Reaktoren ist es aber durch die ständige Abtrennmöglichkeit möglich einfach das als Zwischenprodukt entstehende Protactinium zu isolieren und zu Uran zerfallen zu lassen, das dann reines U233 wäre, welches somit als Bombenmaterial geeignet wäre. Das muss man eh machen, damit das Protactinium233 keine Neutronen wegfängt und am Ende zu nicht spaltbaren U234 wird. Das heißt also Thorium ist nur mit Atomwaffen unvereinbar, wenn es als Festbrennstoff in Festbrennstoffreaktoren genutzt wird, da es dann sehr häufig wiederaufbereitet werden müsste, um das Protactinium in ausreichender Menge zu gewinnen, bevor es zerfällt, was sehr aufwändig wäre.

      Allerdings halte ich das Proliferationsargument gegen Kernenergie auch für kein gutes Argument, denn die Atommächte haben ja bereits Atomwaffen, was sich nicht ändern wird, wenn sie auf Kernenergie verzichten, und Länder wie Deutschland wollen ohnehin keine Atomwaffen und nur, weil erstere und letztere Atomkraftwerke nutzen, kommen Schurkenstaaten nicht leichter an Atomwaffen. Nur, wenn sie sie selbst betrieben, wäre das der Fall. Es wäre also nur ein Argument dagegen, solchen Ländern Atomkraftwerke zugänglich zu machen.

  2. Eine weitere, seit langem bekannte hochtechnologische Möglichkeit, die HIER seit Jahrzehnten ausgebremst wird, so wie damals schon der von Prof. Scholten konzipierte THTR in Hamm-Üentrop:
    Kernkraftwerk THTR-300 – Wikipedia

  3. Es ist gar keine neue Technologie nötig. LED-Lampen, Solaranlagen, langlebige Elektro-Autos und kälte-isolierende Nano-Sweatshirts genügen. Zudem ist ein Brvölkerungsrückgang wünschenswert. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

    • Das größte Problem ist die Dunkelflaute im Winter. Zumal Strom nur einen kleinen Teil der nötigen Energie ausmacht. Wärme und Mobilität verbrauchen m.W. den Löwenanteil…

      Dummerweise ist auch die aktuelle Akkutechnik nicht geeignet, Strom über Wochen und in Größenordnungen zu speichern.

    • Kälteisolierende Nano-Sweatshirts werden kaum einen Hochofen befeuern oder einen ICE beschleunigen. Dafür braucht man schon etwas mit mehr Bums als was die Ökos sich vorstellen.

  4. Hmmm, wie bei jeder Wundertechnologie (nicht nur im esoterischen Bereich 🙂 ) gibt es doch einige Komplexitäten:
    https://scienceblogs.de/wasgeht/2015/05/19/was-geht-mit-thorium-und-was-nicht/

    Ich zitiere mal einige:
    „Der größte Mythos in Diskussionen über Thorium, den man bitte nicht weiter verbreiten sollte und ihm auch aktiv widersprechen sollte, ist der Mythos vom “Thorium Reaktor”. Jeder Kernreaktor lässt sich auch mit Thorium betreiben, manche etwas besser, manche etwas schlechter. Es gibt keine Reaktortechnik, die nur aufgrund der Benutzung von Thorium dem Reaktor ganz spezielle Spezialeigenschaften verleihen würde, nur weil sie mit Thorium statt Uran funktioniert. Das heißt aber auch, dass man keine speziellen Spezialreaktoren braucht, um Thorium benutzen zu können.
    .
    Alle Reaktorenkonzepte, die als Thoriumreaktoren bezeichnet werden, funktionieren genauso auch mit Uran und Plutonium und umgekehrt. Auch die Flüssigsalzreaktoren, die fast immer im Zusammenhang mit Thorium genannt werden, wurden mit Uran und Plutonium betrieben. Über Reaktorkonzepte werde ich demnächst schreiben.
    .
    Nichts davon sollte wirklich überraschen. Denn was ist das erste das passieren muss, damit Thorium zum Reaktorbrennstoff wird? Man verwandelt es in Uran, genau genommen Uran-233. Denn Thorium kommt in der Natur nur als Thorium-232 vor und ist nicht spaltbar. (Sehr kleine Mengen von Thorium-230 entstehen beim Zerfall von Uran-238. Aber die spielen hier keine größere Rolle.)

    Der Uran-Plutonium Kreislauf hat ohne die Verwendung von nicht-moderierten Reaktoren ein grundsätzliches Problem: Irgendwann reichern sich so viele nicht spaltbare Plutonium Isotope an, dass man den Kreislauf mit moderierten Reaktoren nicht mehr schließen kann. Danach braucht man einen schnellen Brüter oder zumindest einen Reaktor, der die Neutronen weniger abbremst als es beispielsweise Druckwasser- und Siedewasserreaktoren tun.“

    Und wie ist das jetzt zu bewerten? Fragt bitte nicht mich! Eines weiß ich sicher: es ist für Laien zu undurchschaubar, um geliebt zu werden.

    Es wird (wie immer) Experten geben, die alles für problemlos halten und andere, die Katastrophen heraufdämmern sehen. Letztere haben durch diverse Unfälle der Vergangenheit bei der breiten Bevölkerung die höhere Glaubwürdigkeit. Ich würde also nicht darauf wetten, dass sich sowas durchsetzen kann.

    Im Prinzip wäre das auch nicht nötig, wir haben genug Sonne. Leider versagen die Regierungen dabei, diese im Überfluß einstrahlende Energie, beispielsweise aus der Sahara, zu holen. Ich scheitere daran, einzuschätzen, ob das schon ewig laufende „Desertec“-Projekt mehr ist, als nur Alibi und Fördermittel-Abgreifer für Konzerne, Zitat (zu einem 2 GW-Projekt in Tunesien):
    „Aktuell (Ende 2017) wird eine Inbetriebnahme für 2020 anvisiert“
    Habt ihr was davon gehört?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
    Wenn Adolf damals mit den Autobahnen so dilletiert hätte, wie Merkel bei ihren „Chefsachen“, der zweite WK wäre uns erspart geblieben 🙂
    Verzicht predigen, ist halt einfacher…

    • „Desertec“

      Ich will aber keine Abhängigkeit von muslimischen Ländern, solange deren Bevölkerung und Eliten noch zu gläubig sind, und schon gar nicht von Diktaturen!

      • LoL schon mal was von Erdöl gehört?
        https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fe_von_Hormus#Wirtschaftliche_Bedeutung
        „Die Straße ist das wichtigste Nadelöhr für den Ölexport nach Asien (China, Indien, Japan), Westeuropa und in die USA. Tanker mit 16,5–17 Millionen Barrel Öl (2004; 25 Prozent des Weltölverbrauchs, 2013; 40 Prozent des Weltölverbrauchs) im Wert von 1 Milliarde US-Dollar (bei einem Ölpreis von ca. 60 Dollar / Barrel) durchfahren sie täglich. „

      • „LoL schon mal was von Erdöl gehört?“
        Dass ich das auch problematisch finde, versteht sich eigentlich von selbst. Zumindest die USA sind auf gutem Wege dieses Problem zu lösen, wenn auch nicht auf einem von den Klimaschützern gewünschten Weg, aber das ginge sicher auch. Wasserstoff, synthetische Treibstoffe und Elektroautos gehen auch mit Atomenergie oder CCS. Alternativ diversifiziert man einfach, was man mit der Sahara nicht machen kann.

        • Bei was sind die USA auf einem guten Weg? Fracking? Sich den Boden mit Chemikalien dauerhaft ruinieren? Keine besonders gute Idee und auch nur eine Herauszögerung des Unvermeidlichen.

          Atomenergie ist natürlich immer eine Option und aus den bekannten Gründen umstritten. Auch dafür sind wir eigentlich schon wieder zu dicht besiedelt. Ich weiß nicht, was die Amis z.B. mit ihrem Atommüll machen, aber wenn die den irgendwo in einer ihrere Wüsten verscharren, kräht da vermutlich kein Hahn danach, geht bei uns halt nicht.

          Wasserstoff erschien mir auch immer als gute Lösung, ist es vielleicht auch. Scheint sich aber nicht durchsetzen zu können, weil vermutlich zu umständlich im Handling. Haltbare günstige Brennstoffzellen scheinen auch noch ein Problem zu sein. Man sollte da jedenfalls weiterforschen, insbesondere an effizienten Katalysatoren und Verfahren für z.B. Methan, mit denen man das bestehende Erdgasnetz betreiben könnte.

          CCS ist eine teure Schnapsidee und m.E. Steuergeldveruntreuung zugunsten der Energiekonzerne, selbst wenn man tatsächlich glaubt, dass es den „menschengemachten Klimawandel“ gibt und man ihn damit bremsen kann. Hochverdichtetes CO2 in den Untergrund zu pumpen und zu hoffen, dass es dort bleibt (hohe CO2-Dichten direkt an der Oberfläche sind tödlich) und die verdrängten Stoffe keine Auswirkung haben, ähm, na ja. Schon mit Erdwärmekraftwerken gabs ja teilweise unangenehme Nebenwirkungen:
          https://www.bw24.de/baden-wuerttemberg/erdbeben-kraftwerk-baden-wuerttemberg-test-unfall-strassburg-kehl-geothermie-erdwaerme-90098836.html

          „Alternativ diversifiziert man einfach, was man mit der Sahara nicht machen kann.“

          Eine unsinnige Aussage, selbstverständlich kann man auch Windstrom usw. von anderen Ländern kaufen, notfalls auch Atomstrom (dann haben wenigstens wir nicht die Probleme davon). Das schöne am Strom ist ja eben, dass man schnell auf Alternativen ausweichen kann, wenn ein Zulieferer ausfällt.

          Natürlich sollten wir für einen Notfall einige Grundlastkraftwerke (und entsprechend Brennstoff) vorrätig halten. Den Luxus sollten wir uns gönnen.

        • Nur ein paar Dinge:

          Fracking vergiftet nicht die Böden (oder das Grundwasser), solange die Bohrungen hinreichend weit von ihnen entfernt bleiben (sodass die Risse nicht dorthin reichen) und dort, wo sie durch sie durch müssen, abgedichtet werden, wofür Regulierungen sorgen (auch in den USA herrschen eher über- als untertriebene Umweltregulierungen, wie im ganzen Westen). Eine Hinauszögerung ist immer noch besser als gar nichts.

          Atommüll bisheriger Kraftwerke kann von vielen zukünftigen Kraftwerktypen verarbeitet werden, so dass nur Spaltprodukte übrigbleiben, die nur 300-1000 Jahre problematisch radioaktiv sind.

          CCS ist nur dann eine teure Schnapsidee, wenn man, wie ich, kein Klimapaniker ist.

          Zu einem anderen Kommentar:
          Ich sehe Abhängigkeit von anderen nicht als problematisch per se, sondern nur, wenn die betreffenden Länder Diktaturen sind, die immer scheiße sind, oder deren Bevölkerung noch zu rückschrittlich, intolerant etc. ist. Von diesen sollte man höchstens einen Teil seines Bedarfs an wichtigen Dingen beziehen. Eine Abhängigkeit von diesen bestünde ja nur dann, wenn man sie nur von diesen Ländern bezieht.

          • „Fracking vergiftet nicht die Böden (oder das Grundwasser), solange die Bohrungen hinreichend weit von ihnen entfernt bleiben (sodass die Risse nicht dorthin reichen) und dort, wo sie durch sie durch müssen, abgedichtet werden, wofür Regulierungen sorgen (auch in den USA herrschen eher über- als untertriebene Umweltregulierungen, wie im ganzen Westen).“

            Du pumpst irgendwelche hochgiftigen Chemikalien (m.W. wird nichtmal bekannt gemacht, welche) mit Hochdruck in den Boden (wo du sie mit Sicherheit nie wieder vollständig herausbekommst) und hoffst, dass du in deinen Theorien und Messungen keinen Fehler hast, keinen Riss übersehen etc. Was kann da schon schiefgehen? Erde bewegt sich ja niemals…

            Also ganz ehrlich, man kann es mit seiner Technikgläubigkeit auch übertreiben… und das sage ich als technikaffiner Mensch und Entwickler. Gegen Fracking in meiner Gegend würde sogar ich alles mobil machen, was geht!

            „Eine Hinauszögerung ist immer noch besser als gar nichts.“

            Wir stehen nicht vor „gar nichts“, standen wir nie, werden wir in Zukunft nicht stehen. Aber der Wahnsinn sollte einem klar machen, dass es so auf Dauer nicht weitergehen kann.

            „Atommüll bisheriger Kraftwerke kann von vielen zukünftigen Kraftwerktypen verarbeitet werden, so dass nur Spaltprodukte übrigbleiben, die nur 300-1000 Jahre problematisch radioaktiv sind.“

            Ja, das habe ich schon öfter gelesen, kann es mangels technischem Wissen aber nicht beurteilen. Angeblich kann es in neueren Kraftwerken auch nicht zu größeren Strahlungsunfällen kommen etc. keine Ahnung ob das stimmt oder nur gutes Expertenmarketing ist. Ich hab nichts prinzipiell gegen solche Kraftwerke, verstehe aber die Vorbehalte in der Bevölkerung und möchte auch nicht unbedingt eines in der Nähe. Aber für den Notfall könnte ich trotzdem damit leben.

            „Ich sehe Abhängigkeit von anderen nicht als problematisch per se, sondern nur, wenn die betreffenden Länder Diktaturen sind, die immer scheiße sind, oder deren Bevölkerung noch zu rückschrittlich, intolerant etc. ist.“

            Die USA sind angeblich demokratisch und haben angeblich eine fortschrittliche Bevölkerung, trotzdem dominieren sie die halbe Welt mit ihren Geheimdiensten und ihrem Militär. Auch Russland bezeichnet sich als demokratisch und wenn unsere Medien nicht mit Transatlantikern durchsetzt wären, würden die das genauso wenig anzweifeln, wie bei den USA.

            Nein, wenn du im Bezug von irgendwas abhängig bist, bist du erpressbar und kannst deine Ethik in die Tonne treten! Konntest du bei Snowden und Assange sehen, bei den amerikanischen Folterknästen in Europa, bei der Ausspionierung des Internets etc. pp. das Imperium hat uns komplett im Sack und bei Russland würde es vermutlich nicht viel anders laufen…

            Der Bezug von Solarenergie würde uns auch nicht unabhängig machen, aber unabhängiger, weil mehr Staaten dafür in Frage kommen (ganz egal, wie weit die entwickelt sind).

      • Da stimme ich dir prinzipiell zu, aber:

        1) jetzt sind wir auch abhängig, Nahrung, Öl, Kohle, Holz, Gas alles wird zu großen Teilen importiert, wir sind einfach zu dicht besiedelt, um uns komplett selbst zu versorgen und Dank ungeregelter Zuwanderung nimmt das sogar noch zu

        2) gibt es sehr viel mehr Länder, die über große ungenutzte Sonnenflächen verfügen, als welche, die fossile Rohstoffe haben, die Abhängigkeit von einzelnen Ländern würde also sinken, zumal die Sonnenländer überwiegend arm sind und das Geld brauchen (nicht viel Spielraum für Erpressung haben)

        3) kann ein Teilausgleich auch innerhalb von Europa stattfinden, Spanien dürfte etwa sehr viel mehr Sonne haben, als wir, Saharastrom wäre eine Art üppige Dunkelflaute-Reserve

        Natürlich kann das nicht alles sein, wir müssen unbedingt Speichermöglichkeiten weiterentwickeln. Im Ausbau geht auch noch einiges, auch ohne alles komplett mit Windrädern vollzustellen, denke ich.

        Darüber hinaus sollte endlich eine Regierung den Mut haben, ein Bevölkerungsentwicklungsprogramm in Angriff zu nehmen, in dem man sich etwa über die Entwicklung der Bevölkerungsdichte Gedanken macht, statt das einfach so laufen zu lassen. Bei solchen langfristigen Programmen sieht man erst, von welchen Dilettanten wir regiert werden und wir kurzatmig die euphemistisch „Demokratie“ genannte Parteienvormundschaft ist…

  5. Ich bestreite die Prämisse. Wir haben keine Energiekrise, sondern eine Krise durchgeknallter Ideologie die „Probleme“ lösen will die gar nicht bestehen.

    • Selbst wenn es keinen Klimawandel gibt, kommst du um das Problem der Endlichkeit der fossilen Energieträger nicht herum. Ebensowenig um (mit der Knappheit) steigende Preise. Die Abhängigkeit von anderen Ländern korrumpiert uns auch jetzt schon, sei es gegenüber den USA, den Saudis oder Russland.

      Vielleicht ist Kernkraft tatsächlich eine Alternative, zumindest bestimmte Kraftwerkstypen und vielleicht kann man auch den Atommüll irgendwie vermeiden, aber in Deutschland ist das m.E. nicht mehr vermittelbar und den „Experten“ traue ich selbst auch schon lange nicht mehr. Wenn es um Milliardensummen geht, finden sich immer zahlreiche von denen, die gründlich alle Hindernisse für den Geldfluss aus dem Weg argumentieren, egal wie gewichtig diese sein mögen…

      Auf eine nachhaltige Energieversorgung umzusteigen, macht mittelfristig schon Sinn, man sollte dabei allerdings umsichtig vorgehen und nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Daran fehlt es mir momentan etwas.

      • „Selbst wenn es keinen Klimawandel gibt,“

        Es gibt einen Klimawandel, aber der ist kein Problem und durch Methoden wie Ruinierung der deutschen Energiewirtschaft ganz sicher nicht aufzuhalten.

        „kommst du um das Problem der Endlichkeit der fossilen Energieträger nicht herum. Ebensowenig um (mit der Knappheit) steigende Preise.“

        Fossile Energieträger sind endlich, aber nicht knapp, deshalb besteht das Problem nicht.

        • „Es gibt einen Klimawandel, aber der ist kein Problem und durch Methoden wie Ruinierung der deutschen Energiewirtschaft ganz sicher nicht aufzuhalten.“

          Wir können den nicht aufhalten, selbst wenn er durch uns verursacht wurde (wobei ich mir da nicht sicher bin). Bestenfalls können wir zeigen, wie es auch anders geht.

          Mein Mitleid mit den großen Energiekonzernen hält sich auch arg in Grenzen, aber es ist interessant, dass du einen Wechsel zu nachhaltiger Energiegewinnung gleichsetzt mit einem Sterben selbiger, ich schätze, ganz so einfach werden wir die nicht los.

          Ich plädiere ohnehin für ein Umschwenken mit Augenmaß, leider bilden sich hier schon wieder Lager, die sich vollkommen unversöhnlich gegenüber stehen. Die einen geeint in übertriebener Panik und totaler Naivität, die anderen mit fetten bequemen Ärschen. Dass eine Energiequelle, die sich natürlicherweise erst in Milliarden von Jahren selbst verbraucht, irgendwie eine sinnvollere Option ist, als (mit zunehmendem Aufwand) Zeug aus dem Boden zu buddeln, leuchtet dir aber, zumindest vom Prinzip her, schon ein, oder?

          „Fossile Energieträger sind endlich, aber nicht knapp, deshalb besteht das Problem nicht.“

          Noch nicht. Zumindest bei Kohle (angeblich), wie lange das Gas reicht, weiß ich spontan nicht. Beim Öl habe ich so meine Zweifel, auch weil da die Politik der Förderländer mit reinspielt bei der Wahrheitssuche.

          Wenn ich ganz ehrlich sein soll, halte ich es für einen Fehler, dass wir uns überhaupt davon abhängig gemacht haben. Aber gut, wenn es halt unvermeidbar war, sollten wir das luxeriöse Zeitfenster des Industriezeitalters wenigstens nutzen, langsam aber sicher wieder davon wegzukommen, auch wenn eine Knappheit (vielleicht) erst unsere Ururur-Enkel betrifft.

  6. Das klingt in der Tat nicht so schlecht, könnte ein paar der Probleme die auf uns zukommen (oder schon da sind) lösen. Die Erderwärmung wird uns gewaltig in den Arsch beißen, davon bin ich überzeugt, aber selbst wenn überhaupt nichts passiert, und wir hier nur ein mildes Mittelmeerklima bekommen, mit Olivenbaumhainen und Weinanbau, haben wir immer noch ein riesiges Resourcenproblem. Egal ob wir jetzt schon „peak oil/gas“ hatten, oder ob das noch ein paar Jahre dauert, die fossilen Brennstoffe gehen uns aus. definitiv, geht gar nicht anders. Energie aus Sonne, Wind und Wasser und schön, relativ ungefährlich und mittlerweile relativ günstig, haben aber andere, spezifische Probleme. So ein paar kleine, verträumte Thoriumreaktoren könnten da der fehlende Puzzlestein sein.

    Bleiben zwei Fragen: wie sicher bekommt man diese Technik? Heutige Kernkraftwerke sind nicht versichert, weil ein GAU ein im wahrsten Sinne des Wortes ein „unkalkulierbares Risiko“ für die Versicherungsunternehmen (und damit letztendlich auch für uns) darstellt. Das ist für mich der benchmark .. bekommt man die so sicher, das man sie versichern könnte? Und die andere ist die ungeklärte Frage des Atommülls.

    Und, weil ich’s gerade so sehe,

    Ich bestreite die Prämisse. Wir haben keine Energiekrise, sondern eine Krise durchgeknallter Ideologie die „Probleme“ lösen will die gar nicht bestehen.

    Anzunehmen, wir haben kein problem, bloß weil die Diskussion auf der einen Seite durch ein paar Dogmatiker dominiert wird, und man die große links-grün-versiffte Weltverschwörung wittert, ist (sorry) ziemlich naiv.

    • Richtig, da muss man auch nicht sorry sagen. Ganz allgemein ist es naiv, wenn Menschen immer wieder glauben, die Probleme, die sie auf Grund ihrer psychologischen und sexualpsychologischen Verfassung haben, durch technologische Methoden lösen zu können. Sieht man auch schön an z.B, an der Windenergie. Es wird wieder die unsinnigste Realisierung angegangen : immer mehr immer gigantischer, immer zentralisierter. Die Menschheit hat kein Technik- und kein Umweltproblem, sie hat ein dem Allem zu Grunde liegendes Verhaltenspsychologisches Problem.

  7. Die von Kirk Sorensen propagierte Variante des Flüssigsalzreaktors mit Thorium als Brennstoff und Online-Wiederaufbereitung ist technisch recht anspruchsvoll, und wird daher so schnell nicht in echt zu bewundern sein. Einfachere Designs dagegen, etwa von Moltex Energy, Thorcon oder Terrestrial Energy, sind bereits in der Entwicklung weit fortgeschritten und befinden sich schon in atomaren Genehmigungsverfahren, so dass man ein Demonstrationskrafwerk in etwa 5-10 Jahren erwarten kann.
    Thorium an sich lässt sich grundsätzlich in jedem Reaktor verwenden, hat aber im Moment keine entscheidenden Vorteile gegenüber dem bereits existierenden Uran-Brennstoff und der dahinter stehenden Industrie. Indien will langfristig Thorium in Kombination mit Plutonium verwenden; die Zeit wird zeigen, ob Thorium in dieser Nische oder vielleicht doch auf breiter Front Uran überflügeln kann.

    • naja dass das komplizierter ist als einen Staubsauger zu bauen scheint mir offensichtlich, allerdings scheint mir ein Stoffkreislauf mit flüssigem Salz bei 400°C einfacher zu managen zu sein als einer bei bei 10 Millionen K, wie für Fusionen notwendig. Aus dem Blickwinkel ist so ein Flüssigsalzreaktor warscheinlich simpel 🙂

      „Genehmigungsverfahren“ klingt doch schon mal nicht schlecht.

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