Sinkende Spermienzahl und das Ende der Menschheit

Ein hier in den Kommentaren verlinkter Bericht über sinkende Spermienzahlen:

The end of humankind? It may be coming sooner than we think, thanks to hormone-disrupting chemicals that are decimating fertility at an alarming rate around the globe. A new book called Countdown, by Shanna Swan, an environmental and reproductive epidemiologist at Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York, finds that sperm counts have dropped almost 60% since 1973. Following the trajectory we are on, Swan’s research suggests sperm counts could reach zero by 2045. Zero. Let that sink in. That would mean no babies. No reproduction. No more humans. Forgive me for asking: why isn’t the UN calling an emergency meeting on this right now?

The chemicals to blame for this crisis are found in everything from plastic containers and food wrapping, to waterproof clothes and fragrances in cleaning products, to soaps and shampoos, to electronics and carpeting. Some of them, called PFAS, are known as “forever chemicals”, because they don’t breakdown in the environment or the human body. They just accumulate and accumulate – doing more and more damage, minute by minute, hour by hour, day by day. Now, it seems, humanity is reaching a breaking point.

Swan’s book is staggering in its findings. “In some parts of the world, the average twentysomething woman today is less fertile than her grandmother was at 35,” Swan writes. In addition to that, Swan finds that, on average, a man today will have half of the sperm his grandfather had. “The current state of reproductive affairs can’t continue much longer without threatening human survival,” writes Swan, adding: “It’s a global existential crisis.” That’s not hyperbole. That’s just science.

As if this wasn’t terrifying enough, Swan’s research finds that these chemicals aren’t just dramatically reducing semen quality, they are also shrinking penis size and volume of the testes. This is nothing short of a full-scale emergency for humanity.

Irgendwie habe ich ähnliches immer wieder mal gelesen und ich meine auch der erste Bericht war lange genug her, dass eigentlich das Ende der Menschheit schon dargewesen sein müsste.
Die Methode aus einem Absinken einfach hochzurechnen halte ich auch nicht für sehr seriös. Aus einem bestimmten Absinken durch bestimmte Stoffe kann nicht geschlussfolgert werden, dass es auch weiter absinken wird. Vielleicht ist die schädigende Wirkung in der Hinsicht bereits ausgereizt.

Das bedeutet nicht, dass man sich des Problems nicht annehmen soll. Aber gleichzeitig habe ich ein gewisses Mißtrauen gegen solche „Wir sterben alle aus“-Botschaften

 

44 Gedanken zu “Sinkende Spermienzahl und das Ende der Menschheit

    • De facto haben wir schon 8 Milliarden Erdenbürger. Falls du mal am Anhalter Bahnhof bist, geh mal zum Europahaus. Da arbeitet der Herr Müller von der CSU. Dort gibt es auch eine Anzeige, die laufend aktualisiert wird.

      Die Menschheit liebt Weltuntergangsszenarien genauso wie Spekulationen um Außerirdische. Beides ist natürlich Unsinn und lediglich eine Projektion subjektiver Befindlichkeiten. Das Armageddon tritt nie ein, aber man kann so schön unbewußte seelische Inhalte in diesen Vorstellungen abladen.

      Mit den Außerirdischen ist’s genauso. Die werden auch nie kommen. Aber man kann wenigsten die Illusion ein bißchen nähren, daß wir nicht ganz allein im Kosmos sind, daß irgendwann ein paar gute Aliens für uns sorgen und auf uns aufpassen.

      Beide Komplexe sind eher so etwas wie ein Anti-Verantwortungssyndrom von Leuten, die nicht erwachsen werden wollen.

      Die Menschheit wird herausfinden, woher der Spermienverfall rührt, und eventuell Gegenkonzepte entwickeln. So wie wir das aktuell auch mit dem Chinavirus machen. Die Sperma-Causa kann uns aber mal dazu inspirieren, über unseren unnatürlichen und unökologischen Lebenswandel nachzudenken.

    • Und als jemand, der Kontakte zu Reproduktionsmedizinern hat, kann ich Euch beruhigen.

      Wie reproduziert man sich denn heutzutage als Mann, der richtiger Vater sein und bleiben will?

      • Meiner Meinung nach geht das in unserem Matriarchat nur durch die Unterwerfung unter die weibliche Willkür. Leihmutterschaft ist verboten, Solomütter mit anonymer Samenspende jedoch ausdrücklich erwünscht und werden gefördert. Das ist in den Wahl- und Grundsatzprogrammen der meisten Parteien manifestiert.

  1. Ein interessanter Aspekt ist, welcher nicht erwähnt wird (in anderen Artikeln schon) ist, dass dieses Schrumpfen der Spermienzahl fast ausschließlich in Industrieländern geschieht. In Entwicklungsländern passiert dies nicht. Dies kann aber mit der Verschmutzung nichts zu tun haben, da in diesen Staaten der Einfluss von Chemikalien praktisch grenzenlos ist, wenn man sich mal die Slums von Indien oder die Müllkippen in Afrika ansieht, den Moloch in Mexiko City und in Kairo, dann bemerkt man erst, wie sauber das bei einem ist.
    Nein, ich denke wir haben es hier mit einem direkten Zusammenhang zwischen Stress und einer körperlichen Reaktion zu tun. Der Körper reagiert, das Ganze ist vermutlich psychosomatisch. Weniger Testosteron aufgrund von geistiger Arbeit und devotem Verhalten gegenüber dem Staat und den Frauen führt dazu, dass der Körper sich zurückhält und weniger Spermien produziert.
    Es ist bekannt, dass Siege und Niederlagen in der Jugend eines Mannes zu einer veränderten Entwicklung führen, da bei Siegen Testosteron ausgeschüttet wird, was gerade in der Kindheit und Jugend zu einer körperlichen Veränderung führt. Gleichzeitig wird übersehen, dass diese Veränderung auch Auswirkungen auf seinen Reproduktionsapparat hat. Möglicherweise hat die Natur hier einen Switch eingebaut, da es der Spezies schadet, wenn sich schwache Männer genauso gut vermehren wie starke Männer.

    • Das ist mir am Ende viel zu spekulativ. Aber du könntest durchaus vom Prinzip her rechthaben.

      Die Spermienproduktion sinkt, weil Männer heutzutage ziemlich unmännlich leben. Gesunde sexuelle Aggression ist ja seit ein paar Jahrzehnten quasi verboten. Man müßte mal die Spermienproduktion von veganen, profeministischen Männern mit der von Pickup-Artisten vergleichen. 🙂

      Oder die von Bürohengsten mit der von Bauarbeitern etc.

      Aber das alles muß keineswegs heißen, daß diese Entwicklung schlecht ist. In hochentwickelten Gesellschaften braucht man halt nicht mehr so viel Spermium. Der Körper reagiert darauf.

      Es gibt viele Erklärungspfade. Armageddon scheint aber nicht der richtige zu sein.

      • „Oder die von Bürohengsten mit der von Bauarbeitern etc.“
        Ja, das wäre sicher interessant. Falls irgendwer dazu mal ein Paper findet, wäre ich sehr dankbar über einen Link.

        • Paper hab ich keins, aber ich bin bereit Wetten anzunehmen dass die Bauarbeiter das gewinnen. Muskeln und Testosteron korrelieren, und zwar in beide Richtungen, Testosterongaben verbessern dramatisch den Muskelaufbau (weiß jeder Bodybuilder), und umgedreht verbessert Muskelaufbau auch die Testosteron Produktion.

          Mit Spermien hab ich mich noch nicht so beschäftigt, aber das korreliert waarscheinlich auch.

          • Aber angeblich werden Bodybuilder, die spritzen, doch impotent, weil sich u.a. die Spermienanzahl verringert?!

          • Ja, ist korrekt, wenn Testosteron gespritzt wird stellen die Eier die T Produktion ein. D.h so lange die sich das Zeug spritzen ist alles Prima, aber nach dem Absetzen ist Schicht im Schacht

  2. Einen linearen Trend (@beweis: Hier ist die Kritik angebracht!) über alle Grenzen des erträglichen hinaus fortsetzen, in einen Bereich hinein in dem schon längst keine Daten mehr vorhanden sind, ist keine Wissenschaft sondern billiger Sensationalismus.

    Dieser twitter thread nimmt sich der Sache an:

    • ZeroSperm ist natürlich auch ein interessantes Projekt. Ich würde in die Linien allerdings noch ein paar prognostische Zacken einbauen – macht es irgendwie überzeugender.

  3. Ich weiß nicht wie’s mit Spermien aussieht, aber ja, da hört man immer wieder mal was. Ich beschäftige mich seit ein paar Jahren intensiver mit dem Themenkomplex Ernährung / Diäten / Hormonlevel / Homöostasis / Schlaf / Stress / BioHacking, und was da häufig mal erwähnt wird sind die „im Westen“ seit Jahrzehnten langsam, aber stetig abnehmenden Testosteronlevel. Und das ist nicht spaßig für die Betroffenen, neben den in obiger Studie angesprochenen Effekten wie Spermien, kleiner Penis usw. gibts noch ne Tonne anderer Auswirkungen, schwächerer Muskelaufbau, jede Menge psychischer Probleme wie Antriebslosigkeit, Willensschwäche, Depressionen usw usf.

    Potentielle Gründe gibts viele, über DIE Ursache wird noch gestritten, manche glauben die ganzen Antibabypillen, die über’s Abwasser in die Umwelt kommen sind schuld (halte ich eher für unwahrscheinlich), endokrine Disruptoren wie die Plastikweichmacher BPA/BPB sind ein großes Thema, Ernährung, insbesondere Phytoöstrogene (Soja zum Beispiel), Lebensstil, Übergewicht (der Bierbauch ist ganz hervorragend darin, Testosteron in Östrogen umzuwandeln), zu wenig physische Aktivität, und und und.

    Ich denk auch nicht das wir kurzfristig an dem Problem zugrunde gehen, aber bedenklich ist die Tendenz schon.

      • Ich hatte vor ein paar Jahren 140kg auf den Rippen (jetzt 85, war aber auch schon mal im 70er Bereich, wollte mal sehen ob ich noch einen six-pack zustande bekomme), ne Fettleber kurz vor der Zirrhose, und ne Reihe anderer gesundheitlicher Probleme. Gab genug zu reparieren. und ich bin der Typ der sich eher etwas genauer informiert

  4. Na ja, was erwarten wir, wenn Jungs nicht mehr raufen dürfen, verlernen im Stehen zu pissen, in der Schule solange zum femininen Stillsitzen gezwungen werden, bis sie ein Zappelphilipp-Syndrom entwickeln, das dann mit verhaltensbeeinflussenden Medikamenten behandelt wird?
    Wenn die Jungs keine Väter mehr zum Toben haben, sondern womöglich gleich zwei Mütter, die gemeinsam wegen der unerklärlichen Gewalt zum Kinderarzt rennen, wenn der Junge mal richtig rumschreit und -haut und mit schon früh schwindender Kraft versucht, nach außen zu gehen und seine Energie auszuleben und zu trainieren? Wenn ihm verboten wird, die Körperlichkeit zu erlernen, die später seine Herrin von ihm einfordern wird, wenn der Schnee meterhoch auf dem Dach liegt.

    Der fühlt sich mit Eintritt in die Pubertät so eingesperrt wie der Panther von Rilke. Und durch seine Pupille dringt nur noch der Egoshooter aus der Ballerkonsole, mit der er mental aus seinem Käfig flüchtet – bis er angefaucht wird, nun endlich der Mutter bei der Wohnzimmerdeko zu helfen.
    Glauben wir ernsthaft, dass die Jungen Spermien wie die Löwen entwickeln, nur weil Mutti mit Tränen in den Augen „Serengeti darf nicht sterben“ in der Glotze gesehen hat?

    Eigentlich ist es schlüssig, dass eine solche Gesellschaft ausstirbt und somit die CO2-Produktion komplett einstellt.

  5. „they are also shrinking penis size“

    Weltuntergang! Frauen besonders betroffen!

    Morgen dann wieder: Warum wir wegen des Klimawandels keine Kinder bekommen dürfen …

  6. Wir haben drei Kinder und meine Frau ist auch mit dem beständigen Spaßanteil der Sache zufrieden, aber man soll ja nicht induktiv schließen 😉

    Oder es liegt doch an den Phytoöstrogenen im Soja, was auch die derzeit vielen Weicheier unter den Männern voll erklären könnte, die sehr eng mit Bioladen und Veganismus korrellieren. Ich wollt’s ja nur mal gesagt haben.

    • Die „Soy Boys“ sind ein vielfach verwendetes Meme, allerdings haben in Studien, die das untersuchen, Veganer mitunter die höchste Sperminzahl.
      Bierbauch und das mehrfach verpacken der Nahrung in Plastik bei der Herstellerkette, könnten eine Ursache sein. Vegane Ernährung tendiert zu mehr Roh- u. Frisch-Kost und weniger Verpacktem. Anteil der mit veganen Tendenzen Ernährenden in .DE: 0.9-9% (überwiegend Frauen).

      https://archive.is/https://www.tagesschau.de/inland/mikroplastik-kosmetika-101.html
      http://archive.is/https://www.tagesschau.de/inland/mikroplastik-studie-101.html

      „laut WWF nimmt jeder Mensch bis zu 5g Microplastik pro Woche auf“

      Meiner Ansicht nach die die Plastik-Verseuchung unserer Erde ein viel ernsteres Problem als die Klimaerwärmung, wegen der hormon-ähnlichen Wirkung auf Tier- u. Menschenreich.

      Hoher Stress- u. Cortisol-Spiegel, weniger körperliche Bewegung, insgesamt die Männlichkeit unterdrückende Wege ab Krabbelstuben-Alter…

      • Die „Soy Boys“ sind ein vielfach verwendetes Meme, allerdings haben in Studien, die das untersuchen, Veganer mitunter die höchste Sperminzahl.

        Ich fürchte, mit einfachen Korrelationen kommt man da nicht weiter, da schlägt viel zu oft der „health consciousness bias“ zu. Das in Soja reichlich Phytoöstrogene enthalten sind, steht ausser Frage, auch dass sie zu einem gewissen Grade vom menschlichen Körper aufgenommen werden steht fest, welche kurz- und langfristigen Auswirkungen das (insbesondere bei Männern) hat, darüber gibt es bestenfalls hypothesen.

        Meiner Ansicht nach die die Plastik-Verseuchung unserer Erde ein viel ernsteres Problem als die Klimaerwärmung, wegen der hormon-ähnlichen Wirkung auf Tier- u. Menschenreich.

        Warum glaubst du das die Auswirkungen von plastik Inhaltsstoffen (ich nehme mal an du bist bei bisphenol a & co) um so vieles drastischer sind also phytoöstrogene? Der wirkungsmechanismus ist doch bei beiden vergleichbar (endokrine disruptoren), nur die Mengen sind bei den Weichmachern um mehrere Größenordnungen geringer?

        Im Vergleich mit der Klimageschichte .. ich hab mir da den Blick in die Glaskugel abgewöhnt, aber vom Potenzial her, mit Umweltkatastrophen, Hungersnöten, Verteilungskriegen usw usf sehe ich da genug Potential um hier und da ne Million wegzuradieren … nach ner Weile kommen da richtig Leute zusammen 🙂

        Na hoffen wir mal das ich komplett daneben liege

        • Warum glaubst du das die Auswirkungen von plastik Inhaltsstoffen (ich nehme mal an du bist bei bisphenol a & co) um so vieles drastischer sind also phytoöstrogene?

          Ich geb‘ mal eine etwas verkürzte Erklärung ab warum ich so denke:

          Bald schwimmen in den Ozeanen Plastikmengen die Kontinent-Größe erreichen, diese werden auf den Meeresgrund sinken, dort werden sie Teil des Stoffwechsels, und so wie’s derzeit aussieht wird deren giftige/hormonelle Wirkung nicht abgestoßen und vergraben, sondert wandert wieder nach OBEN.

          Auf dem Land sieht es auch nicht viel Besser aus, wir sind nur noch Jahrzehnte davon entfernt bis Plastikfreie-Ackerkrume rar und unglaublich kostbar wird. Hier meinte Jemand in 3.te-Welt Staaten gäbe es viel mehr Plastikmüll der rummfliegt, dort würde es aber kaum einen Spermienreduktion geben, wie in 1.te-Welt-Staaten. Dies verkennt wie sehr unsere Lebensmittel in der Herstellungskette mit Plastik verbunden sind, die Einzelzutaten wurden bis zum Endprodukt oft mehrfach darin gelagert u. transportiert und werden darin verkauft.

          Dieses Plastikzeugs hat Auswirkungen auf die Geschlechtlichkeit diverser Lebewesen, dort wurden schon Störungen entdeckt (vermehrt Hybride, verkümmertes Geschlechtsteil).

          Auf das Klima können wir reagieren. Umziehen, Kanäle bauen, Wärmepumpen für Klimaanlagen nutzen, aber wenn die Tierwelt sich mit Plastik zu Tode mutiert, dann ist für das Ökosystem mehr Landunter als bei 5,10 o. 15 Meter höheren Meeresspiegel.

  7. Mal ganz ehrlich: Na und? Das ist mir so etwas von scheissegal, ob unsere Spezies sich in ein paar Jahrzehnten so auf doch recht elegante Weise u. U. verabschiedet hat. Ich mache mir auch keine Sorgen, ob unser Sonnensystem vielleicht in hundert Jahren von einem Schwarze Loch gefressen wird.

  8. Jetzt mal von der Logik her: weniger Kinder heißt weniger Menschen heißt weniger Plastik.
    Dass das Zeug lange braucht, um abgebaut zu werden, bedeutet nicht, dass es ewig braucht.

    (Nebenbei gibt’s irgendwann Mutationen, die gegen Plastik resistent sind…)

  9. Ich frage mich ernsthaft, warum sich hier Männer Gedanken um ihre Spermienmenge machen.
    Das ist doch nur relevant, wenn man sich wirklich reproduzieren will und hat nichts mit Standfestigkeit beim Akt oder der Intensität des Höhepunkts zu tun.

    Wenn also wirklich der männliche Wille da ist zu reproduzieren, dann müssten doch andere Fragen im Vordergrund stehen: Wie kann eine Reproduktion erfolgen, wenn die Frau plötzlich doch keinen Bock mehr auf (gemeinsame) Elternschaft hat. Und wenn es dann trotzdem zur Geburt kommt – wie kann man dafür Sorge tragen, dass man mit dem neuen Menschen überhaupt etwas zu tun haben darf?
    Diese Fragen sehe ich als zentral aus männlicher Sicht.

    Aber in der echten Welt gibt es doch nur wenige Optionen:
    Variante 1: Mann und Frau machen Kinder und leben glücklich mit ihren Kindern bis zum Covid-48-Alterstod. Die Variante kommt immer seltener vor.
    Variante 2: Mann und Frau machen Kinder. Frau überlegt es sich kurz vor Geburtskanal anders und lässt abtreiben. Reproduktion vorzeitig beendet.
    Variante 3: Mann und Frau machen Kinder und trennen sich recht bald. Frau entzieht Mann die Kinder. Der arbeitet und zahlt den Rest seines Erwerbsleben für die Frau, die hoffentlich den Kindern was abgibt. Reproduktion erfolgreich – bleibt aber für den Mann unsichtbar.

    Gibt es noch andere Optionen?

  10. Das sind die Zahlen. Bemerkenswert finde ich den letzten Satz. Natürlich geht die Menschheit in 2045 nicht unter, aber eine ernstzunehmende Entwicklung scheint dies zu sein, oder ?

    sperm concentration (SC) and total sperm count (TSC)

    SC declined significantly between 1973 and 2011 (slope in unadjusted simple regression models −0.70 million/ml/year; 95% CI: −0.72 to −0.69; P < 0.001; slope in adjusted meta-regression models = −0.64; −1.06 to −0.22; P = 0.003). The slopes in the meta-regression model were modified by fertility (P for interaction = 0.064) and geographic group (P for interaction = 0.027). There was a significant decline in SC between 1973 and 2011 among Unselected Western (−1.38; −2.02 to −0.74; P < 0.001) and among Fertile Western (−0.68; −1.31 to −0.05; P = 0.033), while no significant trends were seen among Unselected Other and Fertile Other. Among Unselected Western studies, the mean SC declined, on average, 1.4% per year with an overall decline of 52.4% between 1973 and 2011. Trends for TSC and SC were similar, with a steep decline among Unselected Western (−5.33 million/year, −7.56 to −3.11; P < 0.001), corresponding to an average decline in mean TSC of 1.6% per year and overall decline of 59.3%. Results changed minimally in multiple sensitivity analyses, and there was no statistical support for the use of a nonlinear model. In a model restricted to data post-1995, the slope both for SC and TSC among Unselected Western was similar to that for the entire period (−2.06 million/ml, −3.38 to −0.74; P = 0.004 and −8.12 million, −13.73 to −2.51, P = 0.006, respectively).

  11. Hier hat das jemand auf Twitter analysiert (u. f. bullshit erklärt):

  12. Hier ein Artikel zum Thema in der Berliner Zeitung:
    Zu viel Plastik:
    Forscherin warnt: 2045 sind die meisten Männer zeugungsunfähig
    Dr. Shanna Swan will herausgefunden haben, dass Stoffe in Verpackungen die Spermienqualität verschlechtern. Ein deutscher Urologe stimmt ihr zu.

    Forscherin sieht die industrielle Verarbeitung von Plastik als eine der Hauptursachen für eine voranschreitende Zeugungsunfähigkeit bei Männern. (…) vor allem bei Männern in westlichen Ländern eine immer schlechter werdende Spermienqualität.
    Ursache dafür seien vor allem chemische Verbindungen in Verpackungen, Kosmetik und Nahrung. Wenn sich nichts gravierend ändere, gehe Swan davon aus, dass die Mehrheit der Männer im Jahr 2045 zeugungsunfähig sei. Dr. med. Christoph Pies, Facharzt für Urologie, bestätigte gegenüber Fitbook, dass sich die Spermienqualität vor allem bei Männern aus westlichen Ländern weiter verschlechtern wird.
    „Durchschnittswerte zu Testosteronspiegel und Spermaqualität haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in den Industrienationen konstant reduziert“, so Pies. Seit dem Jahr 1973 würde ein „Spermienschwund um 50 bis 60 Prozent“ verzeichnet. „Wenn der Trend sich konstant in der aktuellen Geschwindigkeit von 0,7 Millionen Spermien weniger pro Jahr fortsetzt, würde das von Swan geschilderte Szenario in 45 Jahren erreicht“, sagte der Arzt. „Also etwa 2066.“
    Nach Angaben der amerikanischen Ärztin kämen Jungs heute häufiger mit fehlgeformten Penissen auf die Welt als noch vor einigen Jahrzehnten. (…) sogenannter Phthalate. Diese sollen Männer zeugungsunfähig machen. (…) Die amerikanische Forscherin stützt ihre Warnung auf zahlreiche Studien, in denen der Effekt von Plastikfreisetzung auf die Fortpflanzungsorgane analysiert worden sei.
    Phthalate verändern den Hormonhaushalt bei Männern.
    Man habe dabei verheerende Folgen auf die männlichen Genitalien festgestellt. Demnach greifen Phthalate mit einer östrogenähnlichen Wirkung in den Hormonhaushalt ein. Verschiedene wichtige Prozesse kämen so durcheinander und führten dazu, dass Männer zeugungsunfähig würden.
    Neben Phthalaten sollen auch Parabene, also Konservierungsstoffe zum Beispiel als Pflege- und Kosmetikprodukten schädliche Wirkungen auf Fortpflanzungsorgane haben. Laut Pies hätten auch Pestizide in Obst und Gemüse sowie Hormone und Antibiotika in Tierprodukten oder im Grundwasser Einfluss auf den Hormonhaushalt und die Gesundheit.
    ——————————————————————
    Na ja, sagen wir’s mal so: Wenn PVC als nächste Sau durchs Dorf getrieben wird, erspart mir das ja vielleicht eine Pflichtwindmühle auf jedem Dach, eine Überwachungskamera im Ehebett und den Wiederaufbau der Mauer an allen Kreisgrenzen wegen Corona.

    • „Wenn PVC als nächste Sau durchs Dorf getrieben“

      Naa, das sind die Weichmacher im Plastik, die machen auch Männer ‚weich‘ und lassen ihre Penisse schrumpfen. Hat Östrogen nicht einen ähnlichen Effekt?

      • Ist ein echter Scheiß, vor allem weil jeder Journalist mit ner soliden Halbbildung drüber schreibt, und einer ungenauer als der andere. Mittlerweile relativ klar ist, das man Bisphenole (BPA, BPB usw) nicht in der nahrung haben will, das ist richtig übles Zeug, nicht nur für die Manneskraft. Die Theorie ist, dass diese „endokrinen Disruptoren“ an die Hormon-Rezeptoren der Organe andocken und sich dort „verklemmen“, wie der falsche Schlüssel, der irgendwo reingesteckt und abgebrochen wird, und damit den Hormonhaushalt durcheinanderbringen.
        Leider lassen sich da keine einfachen Wirkungsketten aufstellen, keine „3mg BPA, und dir fällt mit 50%iger Wahrscheinlichkeit der Schniedel ab“ Regel .. der prinzipielle Wirkungsmechanismus ist bekannt, aber sehr sehr viel ist auch noch unklar. Und also haben wir die gesamte Bandbreite von „euch fällt allen der Schniedel ab, wir sterben aus, solide PANIK!!!1!elf“ bis zu „jo mei, treiben’s halt wieder ne neue Sau durch’s Dorf“, Meldungen, wie hier gut zu sehen 🙂

        Die entspannteren unter den Medizinern empfehlen, Plastegeschirr und -flaschengebrauch zu minimieren, insbesondere nix in Plaste aufwärmen. Aber nicht stressen lassen . permanenter Stress bringt den Hormonhaushalt viel schlimmer durcheinander als jede Plaste 🙂

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