Astra Zeneca, Trombosen, die Pille und Frauen als Opfer

Das Corona-Impfmittel Astra Zeneca ist wegen Trombosengefahr kurzzeitig vom Markt genommen worden und relativ schnell wurde von verschiedensten Personen angemerkt, dass die Pille ja ebenso eine Trombosegefahr aufweisen würde.

Die einen nutzen das das Argument um die Aussetzung der Impfung zu kritisieren, aber natürlich fanden sich auch Stimmen, die meinten, dass bei Frauen eben solche Risiken egal seien.

Um einfach mal vier Tweets rauszugreifen.

Allerdings tritt die Trombose wegen der Anti Baby Pille meist im Beinbereich auf wo diese meistens ohne Komplikationen behandelt werden kann. Bei Astra Zaneca hingegen im Hirn, mit insofern höheren Folgen.

Und natürlich unterliegt ein älteres bereits lange eingeführtes Medikament auch anderen Regeln als ein neues Medikament, bei dem man zudem verhindern wollte, dass sich hier eine Panik breit macht, die sich auf die Impfbereitschaft niederschlägt, während die Pille eine Individualentscheidung ist und gerade in den neueren Versionen auch immer sicherer wird.
Die Reaktion wäre auch enorm gewesen, wenn man gesagt hätte „Stimmt, die Pille ist genau so gefährlich, wir nehmen sie auch vom Markt“.

Aber auch hier muss man alles wieder zu einem Angriff auf die Frauen hochspielen, der so gar nicht stattfindet.

77 Gedanken zu “Astra Zeneca, Trombosen, die Pille und Frauen als Opfer

  1. „Stimmt, die Pille ist genau so gefährlich, wir nehmen sie auch vom Markt“.

    Habe ich vorgeschlagen. Dann sollten Frauen mal sehen, wo sie bleiben.

    • Ohne Pille können Frauen aber nicht mehr stealthen.

      Mit Pille und deren heimlichem Weglassen können Frauen sich ihren Kinderwunsch erfüllen – und dem Mann ein paar Verpflichtungen aufhalsen.

      Jüngst wurde ja wieder irgendwas mit Strafbarkeit des männlichen Stealthens ventiliert, also des heimlichen Kondomweglassens.

      Daß Frauen böse, also vollwertige Menschen sein können, die ebenfalls so ihre Möglichkeiten in dieser Hinsicht haben, wird wohl mal wieder fleißig verdrängt, wenn ich richtig im Bilde bin. Davon war jedenfalls nichts zu hören.

      Frauen sind keine vollwertigen Menschen – jedenfalls nach Auffassung von Feministen und Gleichstellungsideologen.

  2. Schon komisch, nicht wahr? Als die Pille auf den Markt kam, haben die Frauen das als Befreiung empfunden, weil sie bei der Verhütung nicht mehr auf den Mann vertrauen mussten.
    Etwa ein halbes Jahrhundert später (in der die Pille auch weiterentwickelt wurde und heutzutage viel weniger Nebenwirkungen hat als am Anfang), und viele Frauen vermitteln den Eindruck, als wäre die Pille wieder mal nur eine fiese Ausgeburt des Patriarchats, um die Frauen zu unterdrücken.
    Erinnert ein bisschen an den Büstenhalter. Erfunden (u.a.) von Frauen wie Christine Hardt, Herminie Cadolle und Mary Phelps Jacob Ende des 19. Jh./Anfang des 20. Jh., wurde er viel später öffentlich von anderen Frauen verbrannt, weil sie ihn als Unterdrückungswerkzeug ansahen.
    „You either die a hero, or live long enough to see yourself become the villain.“

    • „und viele Frauen vermitteln den Eindruck, als wäre die Pille wieder mal nur eine fiese Ausgeburt des Patriarchats“

      Aber das machen sie doch mit allem. Die gleichen Frauen, die wegen der Pille rumheulen, würden auch rumheulen, wenn sie verboten wäre.

      • Bei der „Pille danach“ wurde fliessig rumgelogen, diese wäre verboten.

        Feminismus ist ein paranoider hasserfüllter Verschwörungswahn. Aber gesellschaftlich total akzeptiert und nicht mal als solcher gesehen. Total krank. Die warten nur darauf loszulegen, wie jetzt wieder mit der Pille/Thrormbosen.

    • Eine Pille für den Mann würde bedeuten, dass „Männer die Kontrolle über die Fortpflanzung, also den weiblichen Körper hätten“.
      Ja, überhaupt kein Konfliktpotential! 🙂

      • Ich sach gern nochmal, was ich glaube, warum es nie eine hormonelle Verhütungsmethode für Männer auf dem Markt geben wird: weil dann die Pharmafirmen in Grund und Boden geklagt würden.
        Denn in jedem Fall würden vorher, währenddessen und danach Spermiogramme erstellt = wertvolles Beweismaterial.
        Diese Transparenz ist bei Frauen schlicht nicht erreichbar, und das – und nur das – macht das so viel sicherer (für die anbietenden Firmen).

        • Es scheitert schon mal dran, dass die männliche Fortpflanzungsfähigkeit einerseits viel verletzlicher (schon allein wg. der Lage der Fortpflanzungsorgane) und gleichzeitig widerstandsfähiger ist. Richtig ist, ist mit den Nebenwirkungen würde heute keiner mehr die Pille zulassen und genau deshalb kommen die hormonellen Lösungen nicht auf den Markt. Die mechanischen Lösungen dagegen, analog zur Spirale sind da, werden aber nicht auf den Markt gebracht. Dabei sind sie sogar einfacher zu verabreichen.

          Und das weil man Männer nicht motivieren will (was ist mit dem Argument dre Partnerin den Hormoncocktail zu ersparen?) und gewisse Lobbygruppen nachweislich dagegen operieren. Das perfide ist, nichts verhindert die männliche Verhütung so gekonnt wie der feministische Unwillen, dass das Spielfeld angeglichen wird und Chancengleichheit zu schaffen.

          • „Die mechanischen Lösungen dagegen, analog zur Spirale sind da, werden aber nicht auf den Markt gebracht.“

            Was sind das für Lösungen?

          • „Was sind das für Lösungen?“
            Z.B. Vasogel, ein Gel das in den Samenleiter gespritzt wird und dort bis zu 10 Jahre verbleibt. Es filtert die Spermien aus dem Sperma und sorgt für einen 100%igen Schutz vor Schwangerschaft. Die Kosten liegen bei rund 1€ pro Spritze und das Gel lässt sich durch eine weitere Injektion einfach wieder entfernen.

          • wer technisch anspruchsvoller will, das Samenleiterventil entwickelt von Clemens Bimek. Auch nicht viel komplizierter als eine Vasektomie aber ein- und ausschaltbar. Aber hey, lieber lassen Feministinnen Frauen weiter Hormone schlucken. Immerhin hat man so weiterhin ein Argument gegen die Kerle in der Hand.

    • Pink war früher die Farbe von Jungen, das kleine rot, bis Feministinnen dafür sorgten das Pink zu einer Mädchenfarbe wurde, weil Gras für sie auf der anderen Seite grüner war und sie dachten wenn Mädchen mehr wie Jungen erzogen würden, ginge es ihnen besser. Heute beklagen sich Feministinnen das Spielzeug für Mädchen pink ist.

      • Cool. Den Hintergrund kannte ich noch gar nicht. Aber derzeit regen sie sich doch auf, dass blaue Einmalrasierer billiger sind als pinke.
        Da soll mal einer schlau werden draus. Kann dir auch keine Feministin schlüssig erklären.

        • Hm. Das Gerücht, im 19. Jhd. sei Rosa als kräftige Farbe eine „männliche“ gewesen, und erst des Kaisers Marinerüstung habe den Umschwung auf Blau bewirkt (Matrosenanzüge), habe ich auch mal gehört.

          Allein, stimmt es? Ich habe Zweifel, weil es zunächst mal eine rein auf Deutschland bezogene Argumentation ist. (Wie sahen die Matrosenanzüge anderer Staaten aus? War Marine bei ihnen überhaupt von Bedeutung?)

          Wikipedia meint im Artikel zur Farbe Rosa dazu:

          „Geschlechts- und Alterszuordnung

          […]

          Eva Heller vertrat die These, dass Rosa in Deutschland bzw. Europa erst seit den 1920er Jahren allgemein mit Weiblichkeit assoziiert werde. Vorher sei es als das „kleine Rot“ ein typischer Farbton für Jungen gewesen. Denn Rot galt lange Zeit als „männliche“ Farbe mit den Assoziationen Kraft, Aktivität und Aggressivität,[33] sowie Leidenschaft, Blut, aktiver Eros und Kampf.[34] Blau dagegen sei in der christlichen Tradition die Farbe von Maria (in Wirklichkeit die Kombination von Rot oder Rosa mit Blau; siehe oben). Sicher richtig ist, dass Rosa in einigen historischen Epochen nicht unbedingt oder ausschließlich als weiblich angesehen wurde, wie einige historische Porträts oder Gemälde bezeugen.

          Babykleidung war früher meist neutral weiß, da sie oft gewaschen werden musste; es wurden höchstens farbige Bändchen verwendet.[33] Eva Heller behauptete jedoch, dass Rosa vor allem in der Oberschicht eine typische Babyfarbe für Buben, und Hellblau (das „kleine Blau“) für Mädchen gewesen sei.[33] Erst nach dem Ersten Weltkrieg habe ein Umbruch der Auffassungen stattgefunden und die Farbe Blau sei zum Symbol für die Arbeits- und Männerwelt geworden, in Form von Marineuniformen, blauen Arbeitsanzügen und dem sogenannten „Blaumann“. Erst dadurch sei Blau in Form von Matrosenanzügen[33] und dann Hellblau zu einer Farbe für kleine Jungen geworden, und Rosa für weibliche Babys.

          Hellers Argumentation hat jedoch Schwachpunkte: unter anderem führte sie Abbildungen des Jesuskindes in Rosa an,[33] wobei es sich dabei jedoch um religiöse Symbolik handelt, die nicht unbedingt auf „normale“ Kleinkinder übertragen werden kann (siehe oben); es kommt hinzu, dass das Jesuskind auch in anderen Farben (oder nackt) und dass auch der erwachsene Jesus nicht selten in Rosa gemalt wurde (siehe oben). Heller übersieht anscheinend auch, dass die aggressive Kampf- und Kriegs-Symbolik des Rot mit der weicheren Wirkung des Rosa und mit Jesus Christus nicht in Einklang zu bringen sind. Auch ihre Idee, dass Soldatenuniformen „früher“ oft rot gewesen seien,[33] stimmt so nicht: Bevor es Uniformen gab, trugen Soldaten individuelle Kleidung und eiserne Harnische und danach (etwa ab dem 17. Jahrhundert) waren die Farben von Uniformen von Land zu Land und je nach Rang eines Soldaten unterschiedlich und häufig auch blau oder weiß. Knaben trugen schon Ende des 19. Jahrhunderts marineblaue Matrosenanzüge und nicht erst nach 1918.

          Stimmiger ist Hellers Argumentation, wenn es um erst seit den 1920er Jahren verwendete kochfeste Textilfarben geht, die beim häufigen Waschen von Babykleidung nicht verblassen, so dass sich überhaupt erst farbige Babywäsche durchsetzen konnte.[33] Auch wenn Kinderkleidung heutzutage immer farbenfreudiger wird, besitzt Rosa (und Hellblau) noch eine eindeutige Funktion, auch bei Spielzeug[34][35] und sogar in der Nahrungsmittelindustrie. Abgeschwächt wird diese Einteilung nach Rosa und Hellblau in der Erwachsenenwelt ebenfalls eingesetzt.[3][36]“

          https://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_(Farbe)

          • Also die Herleitung die ich kenne geht auf das aus dem Haus der entsprechenden Schnecke gewonnene rote/purpurne Färbemittel, was wohl ultra teuer gewesen sein muss zurück, das konnten sich dann wohl nur die ganz hohen Würdenträger leisten, Könige, Kardinäle, Bischöfe .. und rosa dann passenderweise für Prinzen & Co.
            Aber ansonsten war wohl, wie schon erwähnt, weiß die „Farbe“ der Wahl, da hat man noch keinen solchen Terz um’s Geschlecht gemacht.

          • Nope, was Du meinst, ist Purpur, das tatsächlich ultrateuer war. Ist mit Rosa jetzt nur bedingt gleichsetzbar.

          • Soziologen sind schon ein lustiges Völkchen. Da wird aus dieser „Farbumkehr“ (die wahrscheinlich bis auf eine ganz kleine Gruppe, die überall Diskriminierung wittert, keinen so wirklich interessiert hat, Kinderklamotten waren vor allem weiß) ein außerordentliches (extraordinary) Ereignis (sowas wie ein Perpetuum Mobile, oder künstliche Gravitation), und wie das so ist, außerordentliche Behauptungen erfordern außerordentliche Belege, und also wird postuliert, dass sich in zeitgenössischen Publikationen zu Hauf die Zeichenkette „pink for a boy“ finden müsste, was nicht der Fall ist. Und Zack!, schon haben wir „strong doubts“, ob das jetzt wirklich so war.

            Ein Zauberer, der auf der Bühne ein Kaninchen aus dem Zylinder zieht, ist ein Sch*** gegen diese Künstler.

        • @renton
          „im 19. Jhd. sei Rosa als kräftige Farbe eine „männliche“ gewesen“

          Rosa war eine Farbe des Adels, genauer gesagt des männlichen Adels.
          Die Feministen sind also sehr traditionsbewusst in der Auswahl der Farbe für ihren Neofeudalismus, muss man schon sagen.

          • Ah, also deswegen sind die rosanen Einmalrasierer teurer als die blauen. Die feministische Intimrasur ist geadelt. Mädchen verkleiden sich als Prinzessin mit Krone – Jungs als Matrosen bereit zum Befehlsempfang und Absaufen.

        • Rot ist wahrnehmungspsychologisch auffälliger als blau, das dürfte unbestritten sein.

          Ebenso unzweifelhaft ist es wohl, dass in den westlichen Zivilisationen die Entwicklung dahin ging, dass selbst die statushöchsten Männer kleidungsmäßig eher dezent und unscheinbar auftreten. (Gilt nicht für Künstler und Sportler, Generäle, Könige, aber das fällt vielleicht in die Kategorie archaische Relikte.)

          Am deutlichsten ist der Kontrast wohl bei Festkleidung: Männer schwarz, alle gleich, Frauen bunt, individuell, aufgeplustert, geschminkt, mit Gold und Glitter behängt.

          Insofern finde ich es sehr plausibel, dass die Farbe rosa nun weiblich konnotiert ist.

          Dunkle, unscheinbare Kleidung für Frauen gibt es halt dort, wo von den Frauen eine besondere „Sittsamkeit“ erwartet wird. Das kommt vielleicht wieder, die Feministinnen können es ja kaum erwarten.

  3. „ Lustig, wie alarmierend Thrombose auf einmal ist, wenn sie auch Männer betrifft. Hust Hust.“

    Waren nicht 7 Personen davon betroffen? 6 Frauen und 1 Mann ?
    Und ging es nicht um eine Trombose in einer Hirnvene ?

  4. Frauen sind arme Opfer? Ist ja mal was ganz Neues.

    Die Entscheidungsträger, die jetzt sagen, dass ein Impfstoff vermutlich zu gefährlich ist, weil er #trombose fördern könnte, dulden dass sich Frauen durch die Pille diesem Risiko in massiv erhöhter Form aussetzen.

    Es sind vor allem die Frauen selbst, die es dulden, daß sie sich diesem Risiko aussetzen.

    Wäre ich ein „als weiblich gelesener Mensch“ 🙂 , würde ich die Pille nicht nehmen.

    Peinlich, peinlich, diese Opferolympiade. Noch peinlicher ist, daß diesen Leuten keiner verbal in die Eier tritt und daß auch sich verdammt progressiv fühlende Männer bei diesem Unsinn mitmachen.

    Warum wird „Entscheidungsträger“ eigentlich nicht gegendert?

    Sprachliche Diskriminierung von als weiblich gelesenen Menschen!!!

    Dieselben Entscheidungsträger dulden es, daß Männer fette Bierbäuche kriegen, indem Bier freiverkäuflich ist!

    • Zu Erwachsenen würde ich ja sagen: Es ist deine Entscheidung, ob du die Pille nimmst, oder nicht. Musst halt mit den Konsequenzen klarkommen. Leider sind Feministinnen (inklusive deren Alliies) keine Erwachsenen. Sie möchten halt alles haben, nur keine Konsequenzen tragen, sie sind halt auf dem geistigen Stand einer Fünfjährigen stehengeblieben. Daher stampfen sie halt mit den Füßchen auf, wenn sie nicht sofort bekommen, was sie wollen. Und anstelle das die anderen hier mal klar die Grenzen aufzeigen, wird bei ihnen leider noch immer gekuscht.

  5. Liegt „der Pille“ kein Beipackzettel bei?
    Ist aber wahrscheinlich zu viel verlangt, den mal zu lesen.
    Außerdem: Beipackzettel = Mansplaning

    • Beipackzettel kannste doch komplett knicken.
      Neulich bei einem amerikanischen Mediziner gelesen: da hat sich einer den Spaß gemacht und die Beipackzettel von Aspirin und dem sehr gefährlichen Medikament X (Namen vergessen, die Rede war von 50.000 ER Aufnahmen jährlich wegen dieses Zeugs) verglichen, Ergebnis: kann man nicht auseinanderhalten, und noch viel wichtiger, es ist völlig ungeeignet abzuschätzen, ist das Zeug gefährlich oder nicht, und welche Konsequenzen ergeben sich aus der Benutzung. Und dann hat er mal die Regelungen auseinandergenommen, die die FDA dort aufgestellt hat … ein Beispiel machts schneller deutlich: Moderna hatte bei Ihren Zulassungstest für Ihren Corona Impfstoff einen Todesfall, der gute Mann ist vom Blitz erschlagen worden. Der Vorgang MUSSTE an die FDA berichtet werden, die das ganze prüfte und zu dem Schluß kam: ja, ist wahrscheinlich keine Nebenwirkung der Impfung, muss nicht auf den Beipackzettel.
      Und hier ist es mit Sicherheit das Gleiche, der einzige Zweck den die Dinger haben ist rechtliche Absicherung der Hersteller „Hey, wir haben euch drauf hingewiesen dass XXX passieren kann, selbst schuld wenn ihr es nehmt“

      • Wenn das intellektuelle Inventar nicht reicht, hilft auch ein Beipackzettel nicht weiter. Selbst schuld, kann ich da nur sagen.

        Ich hatte in der Vergangenheit ein Medikament in Verdacht, als Nebenwirkung Muskelschmerzen und Krämpfe zu verursachen. Bei 1 von 100 Fällen gar nicht mal so selten.
        Ein anderes Medikament hat zwar die selben möglichen Nebenwirkungen aber nur in 1 von 1000 Fällen.

        Was denkst du wohl, welches Medikament ich jetzt nehme und wieso?

        Ach ja, ich vergaß…
        Es geht hier ja um die Pille und um Frauen. Von denen kann man eigenständiges Handeln ja nicht erwarten. 😉

    • Der Beipackzettel nutzt erst mal gar nichts. Je länger diese bisher geworden sind, desto unverständlicher. Und bei mir entsteht regelmäßig der Eindruck, ich sollte ein Medikament eher nicht nehmen.

      Durch die Medien ging, dass hier Frauen zwischen 20 und 50 betroffen sind, die möglicherweise die Pille oder andere Hormonpräparate nehmen, rauchen und möglicherweise im Schichtdienst arbeiten (weil Krankenschwester). Denn das Schichtdienst auf Dauer krank macht (z.B. zu Übergewicht beiträgt und generell die Körperfunktionen negativ beeinflusst) ist bekannt.

      Was eher hilft ist eine genaue Anamnese vor der Impfung, um vor dem Hintergrund des aktuellen Wissen ggfs. Problemfällen einen anderen Impfstoff als AstraZeneca zuzuweisen: Sind Gerinnungsstörungen bekannt, ist man übergewichtig, wie sieht es mit der Flüssigkeitsaufnahme aus, nimmt man die Pille, raucht man. Der wohl auch in Deutschland verwendete Anamnesebogen stellt genau diese Fragen nicht.

      Und, was auch helfen würde, Schichtarbeit so zu gestalten, dass die Nachtschichten (auch im Pflegedienst) besser verteilt wird.

  6. „Allerdings tritt die Trombose wegen der Anti Baby Pille meist im Beinbereich auf wo diese meistens ohne Komplikationen behandelt werden kann“

    Wo diese sich meistens von allein wieder auflösen… (jetzt erst im Nachhinein ist mir btw klargeworden, dass ich mal eine hatte. Waren halt „nur“ übelste Schmerzen im Bein, die mich trotz Hochlagerung nicht schlafen ließen).

    Und falls Dus noch nicht mitgekriegt hast: neuesten Angaben zufolge sei der Mechanismus hinter den Hirnthrombosen durch diesen Impfstoff soweit verstanden, dass eine medikamentöse Behandlung bereits möglich wäre.

    Interessant ist halt, welche Informationen über Pillenrisiken weiterhin verschleiert werden. Wissen wir bspw., wie viele Pillennutzerinnen jährlich in D. an Thrombosen sterben? Ich fand da jüngst seitens eines Allgemeinmediziners die wirklich schockierende Angabe „mehr als 250“!

    „Und natürlich unterliegt ein älteres bereits lange eingeführtes Medikament auch anderen Regeln als ein neues Medikament“

    Und natürlich übergehst Du schon wieder & trotz besseren Wissens, dass gerade die neueren Pillengenerationen bekanntermaßen ein über den Daumen gepeilt doppelt so hohes Thrombose-Risiko aufweisen als die Alt-Präparate. Warum wird DAS zugelassen, you have to ask.

    • „und gerade in den neueren Versionen auch immer sicherer wird.“

      Srsly Christian. Weißt Du überhaupt IRGENDWAS?
      Wie kann mann so unverschämt lügen?

      • Semi, rüste doch einfach mal verbal ab. Unwissen und Lügen gleichzeitig zu unterstellen ist ein Widerspruch in sich. Unterstellungen sind sowieso kein Merkmal konstruktiver Diskussionen, ebenso wenig wie Sexismen („mann“).

        • Ich weiß 100 pro sicher, dass er weiß, dass er lügt.
          Die erste Frage sollte nur die Funktion einer Beleidigung erfüllen.
          So, what’s your guess: warum lügt er?

          • also was mich betrifft, hast du dich gerade für weitere Diskussionen disqualifiziert. Ich hab gewisse Mindestanforderungen an ordentliche, rationale Gespräche zwischen erwachsenen Menschen. EOD for me.

          • „Ich weiß 100 pro sicher, dass er weiß, dass er lügt.“

            Falls Christian lügt, wüsste er das natürlich, denn sonst würde er nicht lügen, sondern irren. Dein Satz ist genauso sinnfrei wie „Ich weiß, dass er weiß, was er weiß.“ Ach, @semi…

            Ich interpretiere Dich deshalb so, dass Du eigentlich sagen wolltest:

            „Ich weiß 100% sicher, dass er lügt.“

            Bevor ich Dir die Frage nach dem „Warum“ beantworte, sag‘ Du doch erstmal:

            Warum glaubst Du sicher zu wissen, dass er lügt?

      • Mir will nicht einleuchten, wieso (deinen Angaben zufolge) neuere Pillengenerationen schädlicher sein sollten als frühere, denn in den neuen Pillen ist ja die Hormonlast geringer. Da fehlt mir also dann der Zusammenhang zwischen Dosierung und Nebenwirkungsmechanismus. Viel wahrscheinlicher scheint mir da, dass heute genauer hingeschaut wird und man die Nebenwirkungen bei den älteren Pillengenerationen daher eher unterschätzt, weil die früher seltener diagnostiziert (und auf die Pille zurückgeführt) wurden.

        • Es scheint wohl so, dass die Art des künstlichen Hormons entscheinend ist:

          „Das Risiko für eine Beinvenen-Thrombose ist sehr gering, aber es wird durch die Pille erhöht, vor allem durch die neueren Pillen der dritten und vierten Generation, die andere Hormone enthalten, als die ersten Pillen – etwa Desogestrel, Dienogest, Drospirenon, Gestoden. …
          Die Einteilung in verschiedene Generationen ergibt sich aus dem Zeitpunkt, zu dem die Pille auf den Markt kam, weil sich über die Jahre die Zusammensetzung der Hormone änderte. Pillen der ersten und zweiten Generation enthalten etwa die Gestagene Levonorgestrel oder Norgestimat. In Pillen der dritten und vierten Pillengeneration werden Gestagene wie Desogestrel, Dienogest, Gestoden und Drospirenon mit einem Östrogen kombiniert. …
          Normalerweise bekommen in einem Jahr 2 von 10.000 Frauen eine Venenthrombose. Von 10.000 Frauen, die eine Pille der ersten oder zweiten Generation nehmen, tritt diese bei 5-7 Frauen ein. Und bei Frauen, die eine Pille der dritten oder vierten Generation nehmen, trifft es 9-12 Frauen. … Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt insbesondere bei der Erstverordnung und bei Anwenderinnen unter 30 Jahren hormonelle Verhütungsmittel mit Levonorgestrel, da diese ein geringeres Risiko für Venen-Blutgerinnsel aufweisen.“

          https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/wie-schaedlich-ist-die-pille/amp/

          Aber wenn Du (unten) beim Gynäkologen nachliest, der die Gegenposition zum verstorbenen Dr. Armbruster vertrat, gewinnt man natürlich u.a. weiter den Eindruck, die Pillen mit geringerer Dosierung (ergo: „die Neuen“) wären gegenüber den Altpräparaten vorzuziehen. Jedenfalls sagt er das so. (und auch sonst findet sich da ein Tick zu viel Marketing-Sprech, für mein Empfinden)

    • Interessant ist halt, welche Informationen über Pillenrisiken weiterhin verschleiert werden. Wissen wir bspw., wie viele Pillennutzerinnen jährlich in D. an Thrombosen sterben? Ich fand da jüngst seitens eines Allgemeinmediziners die wirklich schockierende Angabe „mehr als 250“!

      Woran machst du es fest, das Risiken der Pille „verschleiert“, also ihre Verbreitung aktiv unterdrückt bzw so viele Informationen verbreitet werden, dass die Risiken darin untergehen? Und wer verschleiert da, und warum? So richtig konret, mit Fakten und so?
      Und die 250 Todesfälle .. mit Pille oder durch Pille? Oder wollten wir’s nicht so genau wissen, auf jeden Fall ist das Patriarchat schuld?

      • Für Feministinnen ist auch Gewalt gegen Frauen ein Tabu-Thema. Also warum sollen dann frei zugängliche Informationen nicht auch gleichzeitig verschleiert werden?

          • eben war’s noch eine schamlose Lüge, mit anderen Worten eine bewusste Falschdarstellung und Täuschung … reflektierst du auch manchmal, was du so von dir gibst?

            Vielleicht solltest du erst mal runterkommen, dich beruhigen, vielleicht ein gutes Buch lesen … zum Beispiel über „confirmation bias“, sprich, wie geht mein Gehirn damit um wenn es mit Meinungen/Fakten usw konfrontiert wird die nicht in’s eigene Weltbild passen?

          • Die Frage ist: wem kann frau denn trauen?
            Gynäkologen (noch immer) eher nicht.
            Denn: trotz „rote Hände“-Brief von 2014  (der auf das verdoppelte Thrombose-Risiko der Pillengenerationen 3 und 4 hinwies), bekamen auch 6 Jahre später noch immer die schlappe Hälfte der jungen Frauen (die das Mittel auf Krankenkassenkosten erhalten) eben jene unumstritten deutlich risikoreicheren Präparate verordnet. Bspw.

          • Allerdings muss man hinzufügen, dass der Trend über die letzten Jahrzehnte hinweg insgesamt eindeutig ist: da passiert eine Abstimmung mit den Füßen!
            In meiner Alterskohorte ließen noch zwischen 80 und 90 % der Minderjährigen medikamentös Eisprung und Testosteronproduktion unterdrücken (aka sich chemisch kastratieren) – jetzt aktuell liegen wir nur mehr in der Größenordnung eines Drittels. Ende nicht absehbar…

    • „Wissen wir bspw., wie viele Pillennutzerinnen jährlich in D. an Thrombosen sterben? Ich fand da jüngst seitens eines Allgemeinmediziners die wirklich schockierende Angabe „mehr als 250“!“

      Weltweit? Das wäre ja immer noch verschwindend gering.
      Woher hat der Arzt denn die Daten?

      • „Ich fand da jüngst seitens eines Allgemeinmediziners die wirklich schockierende Angabe „mehr als 250““

        10 Sekunden Googeln

        In Frankreich ist die Debatte um die Gefahren durch die Antibabypille neu entfacht: Nach einer neuen Einschätzung der französischen Arzneimittelbehörde ANSM ist die Pille für den Tod von 20 Frauen jährlich sowie 2500 Vorfälle mit Blutgerinnseln in Frankreich verantwortlich. Von den 20 Sterbefällen gingen 14 auf die umstrittenen Pillen der dritten und vierten Generation zurück, gab die ANSM am Dienstag in Paris bekannt. Der Bericht der Arzneimittelbehörde bezog sich auf die Jahre 2000 bis 2011.

        In Frankreich nahmen 4,27 Millionen Frauen im Jahr 2011 orale Verhütungsmittel ein.

        Allein für Vergleiche hat der Konzern bis Mitte Februar 2012 eine Milliarde US-Dollar gezahlt.

        https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/thromboserisiko-laut-ansm-toetet-pille-jaehrlich-20-frauen-in-frankreich-a-891024.html

        Um den Faktor zehn zu hoch. Gar nicht so viel, für eine Feministin…

          • Du Scherzkeks^^
            Nix erhöht das Thrombose-Risiko btw so stark wie Schwangerschaft und Geburt, speziell nach dem 30. Geburtstag, da liegt es dann nämlich bei 1:200.

            Ist mir ehrlich gesagt aber auch erst jetzt durch diese Impfstoff-Diskussion (sprich während meiner bereits 3. Ü30-Schwangerschaft, die es über das 1.Trimester hinaus geschafft hat) so wirklich klargeworden (fand nämlich noch nie Erwähnung in den Vorsorgeuntersuchungen). Mit der Konsequenz, dass ich mir Kompressionsstrümpfe Klasse II besorgte sowie täglich Rosskastanienextrakt einnehme. Als Ü40 Gelegenheits-Kifferin mit (auch jetzt erst verstandener, aber natürlich unbelegbarer) Vorgeschichte sowie einem lebenslang schon niedrigem Blutdruck (90:60 im Normalfall), könnte mein individuelles Risiko gerad kaum noch höher sein (dass ich erneut – wie immer – letztlich insgesamt um die 20 kg zunehmen werde, halte ich für ausgemacht. Schön ist das aber natürlich nicht, nein. Vorallem aber hält mich da die drohende Belastung meiner vorgeschädigten Hüftgelenke in Atem – obwohl ich mich diesmal wesentlich umfangreicher informiert habe und vorbereite durch Nahrungsergänzungsmittel & -umstellung. Wish me luck)

      • Also ich hab jetzt mal kurz selbst mit den offiziellen Werten gerechnet und komme auf irgendwas zwischen Mininum ca. 350 bis über 2000 Frauen jährlich, wo Pillen-Thrombosen (hierzulande) zu Lungenembolien führen (müssten).

        Und wenn Du nun meinst „das ist aber eine große Spannbreite“, muss ich leider ergänzen, dass das für die durch Lungenembolien herbeigeführten, jährlichen Todesfall-Schätzungen der Experten auch nicht soo viel besser aussieht: diese forderten p.a. zwischen 40. und 100.000 Leben, heißt es. In der Masse verschwinden einige Dutzend bis hunderte (mglw.) Pillentote natürlich schon auch ziemlich leicht.

  7. Ob die Damen im Twitterhimmel wissen, was so feministischer Konsens ist was die Vorschläge angeht Männern eine der FUNKTIONIERNDEN reversiblen Verhütungsmethoden marktreif zu machen, zu bewerben und anzubieten. Dass dann nämlich Männer plötzlich in dem Spiel gleichberechtigt wären. Und dass die Techniken (Vasalgel, Bimek SLV) sogar verträglicher und mit weit geringerem Aufwand unterzubringen sind. Kleinliche uninformierte Kläffer!

    • Nicht zwangsläufig und außerdem immer mit Auswirkungen auf die Gesellschaft verbunden. Bei der Pille reicht es, wenn man sie absetzt und andere Verhütungsmittel nutzt.

    • Jein.
      Mal abgesehen davon, dass das eine der Allgemeinheit hilft und das andere eher nicht so, es gibt eine Reihe von Verhütungsmethoden, die alle zur Auswahl stehen, aber bei der Corona-Impfung wird einem ein Präparat vorgeschrieben.

  8. Praktisch an dem Debakel mit den Nebenwirkungen ist ja: man hat anscheinend völlig vergessen, dass Astrazeneca hinsichtlich seiner Wirkung vorher schon nur eine drittklassige Plörre war.

  9. Feminist(in) kann aus jeder Entscheidung eine Benachteiligung von Frauen konstruieren.
    Das aus dem Stopp der Impfungen zu drehen, war jedenfalls schwieriger als es beim Weiterlaufen gewesen wäre, daher Chapeau für diese Kreativität!
    Im anderen Falle (kein Stopp) wäre klar aufgefallen, dass vor allem Frauen von den Trombosen benachteiligt waren, während alte Männer von den Impfungen der jungen Frauen m meisten profitiert hätten

    • Es kann doch (selbst als Mann) eigentlich gar nicht so schwer sein, nachzuempfinden, dass eine Vielzahl wenn nicht Millionen Frauen einen ziemlichen Hass auf die Anti-Baby-Pille entwickelt haben?

      Und außerdem: wer beschwert sich jetzt darüber, dass nach wenigen Tagen Stopp sofort auch damit weitergeimpft wurde? (mein Gatte kam dann am Samstag in den Genuss)

  10. „Aber auch hier muss man alles wieder zu einem Angriff auf die Frauen hochspielen, der so gar nicht stattfindet.“
    Eben. Die sollen sich einfach öfter die Hände waschen.
    (frei nach Stockklopfski)

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