Buchbesprechungen: Wer möchte was besprechen?

Ich hatte gefragt, welche Bücher noch besprochen werden sollen.

Hier mal die Vorschläge, die gemacht worden sind:

  • Alice Schwarzer – „Der kleine Unterschied“
    in der Tat ein Klassiker des „klassischen Feminismus“. In sofern heute eher Rechtsgeschichte, wobei natürlich viele ältere Feministinnen noch genau aus dieser Ecke kommen
  • Simone de Beauvoir – „Das andere Geschlecht“
    Hier habe ich sogar schon eine Besprechung, von 2010, die ich geschrieben hatte bevor es diesen Blog überhaupt gab. Aber ich würde mich auch über eine weitere Besprechung freuen.
  • Gender Trouble von Judith Butler war erwähnt worden und Djadmoros hatte überlegt seine Besprechung hier noch mal zu überarbeiten
  • „Die geschützten Männer“ von Robert Merle
    Sagt mir gar nichts, ich verweise mal auf den Wikipedia-Artikel
  • Backes und Bettoni: „Alle drei Tage“: darüber, dass alle drei Tage eine Frau umgebracht wird. Würde mich interessieren, ob das einen gewissen Einfluss hatte. Immerhin scheint es zu erwähnen, das „Femizid“ in Brasilien ein eigner Straftatbestand ist.
  • Der dressierte Mann, von Esther Vilar Zweifellos ein Klassiker in der Gegenargumentation.
  • Debra W. Soh – The End of Gender Frau Soh ist eine canadische Kritikerin der Gender Studies, insofern sicherlich ein interessantes Buch
  • Karl Marx, Das Kapital Da würde mich eine Besprechung auch sehr interessieren.
  • V. Solanas – SCUM Manifesto Wäre sicherlich interessant, da mal den Wahnsinn und wie er sich in feministische Ansichten gerettet hat, näher vorzustellen
  • Sophie Passmann – Alte weiße Männer Als Einblick in die neuere deutsche Diskussion sicherlich interessant.
  • Mark Bray: Antifa:_The_Anti-Fascist_Handbook El Mocho hat sich bereits für eine Besprechung angeboten
  • „When Harry Became Sally“, von Ryan T. Anderson. Darin geht es um den Transsexuellen-Aktivismus und seine Folgen. El Mocho will auch hierzu evtl was schreiben
  • Robert Pfaller: „Erwachsenensprache“  Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur
  • „Human Diversity. The Biology of Gender, Race, and Class“ (Charles Murray): Sexismus, Rassismus und Klassismus
  • „The Righteous Mind. Why Good People are Divided by Politics and Religion“ (Jonathan Haidt): Moralpsychologie
  • „The Singularity is Near. When Humans Transcend Biology“ (Ray Kurzweil): Science Fiction
  • Kultur und Kognition. Die Beiträge von Psychometrie und Piaget-Psychologie zum Verständnis kultureller Unterschiede“ (G. Oesterdiekhoff & H. Rindermann): Denkstrukturen und Gesellschaft
  • „The Origin of Wealth“ (Eric Beinhocker): evolutionäre Wirtschaftssoziologie

Also: Jeder sucht sich jetzt ein Buch aus, dann sind wir da Ruckzuck durch!

44 Gedanken zu “Buchbesprechungen: Wer möchte was besprechen?

  1. Zu R. Pfaller „Erwachsenensprache“ hätte ich eine Frage. Und zwar spricht er an einer Stelle, die ich nicht wiederfinde und ich will nicht das ganze Buch nochmal lesen, davon, dass gerade jene Vertreter harter Maßnahmen (z.B. Abschiebung, könnte mich aber auch irren) besonders empört reagieren, wenn sie z.B. im Rahmen eines Kunstprojekts mit den Konsequenzen ihrer Haltung konfrontiert werden. Hätte da vielleicht irgendeiner eine Seitenzahl?

  2. Da fehlt noch „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller, welches Дед Мороз rezensieren will.

    Er sollte mal sagen, wann er ungefähr liefern will, bzw. zwischenzeitlich mal sagen, wie weit er ist, damit ich das auch nicht verpasse.

    Ich werde dann seine Rezension fundiert ergänzen und meinen Senf dazugeben. Das Buch kann ich nur jedem empfehlen, der sich ernsthaft für das Thema Kindheit und Traumatisierungen interessiert.

    • @Gendern …

      »Дед Мороз«

      вот у нас молодец! 😀

      Wie ich letzte Woche bereits sagte: ich muss mir einen Zeitrahmen von acht bis zwölf Wochen vorbehalten – davon darfst Du jetzt eine Woche abziehen! 🙂

      Diese Woche muss jetzt endlich der zweite Teil zur »Female Choice« fertig werden, dann muss ich eine Fachrezension fertigstellen, auf meinem Klarnamenblog soll wieder was zum Thema »Corona« erscheinen, und schließlich bin ich seit über einem Jahr damit beschäftigt, einen abgelehnten Telepolis-Artikel zu einem Buch aufzubohren, da will ich auch mal wieder ein Stück weiter kommen.

    • Und wie Christian korrekt anmerkt: »Gender Trouble« ist auch noch in der Pipeline.

      »Das andere Geschlecht« würde mich natürlich auch interessieren, aber da habe ich bis auf weiteres kein Zeitbudget übrig, um meinen eigenen Ansprüchen an eine Rezension gerecht zu werden.

      • YES! Wir treiben Djadmoros in den Burnout! Was der Arbeitsmarkt nicht schafft, darum kümmert sich mit Nachdruck das Forum von Alles Evolution. Stellt sich nur die Frage: wenn wir mit ihm fertig sind, who’s next? 😀

        • @El_Mocho:

          »Ist nicht „Bodies that matter“ das wichtigere Buch?«

          Da ich die Kritik ohnehin noch mal überarbeiten will, werde ich auch da auf jeden Fall noch mal reinschauen.

      • @Дед Мороз

        Gender-Trabbel ist ein Fall für den Tiefenpsychologen. Die Tante ist lesbisch, labert dauernd von Inzest usw. Ihr kennt meine Diagnose. Man sollte sich jedenfalls immer fragen, warum diese Gender-Fuzzis so auf’s Geschlechtliche fixiert sind und so häufig andersrum sind.

        Ich ermutige hiermit alle zum Pathologisieren, auch wenn das dem Zeitgeist entgegensteht. Vieles stand mal dem Zeitgeist entgegen und entpuppte sich später als Wahrheit.

        Nach der Lektüre von Miller wirst du auch besser meine Psychologisierungen verstehen. Meine Frage an dich war kein Akzelerationsbemühen. Laß dir ruhig Zeit und lies das Buch entspannt und mit Gefühl.

        Das ist schwere Kost für Männer, die bekanntlich eine geringere psychische Intelligenz haben als Frauen. 🙂

        Alice Miller ist eher Frauenliteratur, da Frauen besser in der Lage sind zu fühlen, die Wahrheit der Gefühle zu erkennen und einen geringer ausgeprägten Abwehrstatus haben.

        Also, Männers! Emanzipiert Euch! Entwickelt Eure verkümmerte weibliche Seite. 🙂

        Das Butler-Buch heißt auf Deutsch „Das Unbehagen der Geschlechter“, wa? Die Tante hat ’ne Macke. Schließt von sich auf alle Männer und Frauen.

        PS: Ändere mal deinen Nutzernamen und benutze die kyrillische Schrift. Und du solltest auf dein Blog verlinken – im dritten Eingabefeld unter dem Kommentar.

        • @Gendern …

          An dem Nick ändere ich nichts mehr, der ist so, wie er ist, jetzt Markenzeichen. Kyrillisch stiftet da bloß Verwirrung.

          Ansonsten überlasse ich das Psychologisieren weiterhin Dir, ich habe nicht umsonst Soziologie studiert. Aber wenn Du es hinkriegst, Dein missionarisches Bedürfnis zu zügeln, können wir anhand des Miller-Buches vielleicht eine ergiebige Diskussion über Nutzen und Reichweite der jeweiligen Denkweise führen.

          Bei Butler interessieren mich ihre möglichen tiefenpsychologischen Beweggründe einen feuchten Kehricht, den Part darfst gerne Du übernehmen. Mir geht es darum, wie sie es argumentativ bzw. mit sprachlichem Blendwerk fertigbringt, die Biologie zu eskamotieren, und wie sich das in den Kontext der poststrukturalistischen Ideengeschichte einordnen lässt.

          • eskamotieren

            Das habe ich jetzt gegoogelt.

            es­ka­mo­tie­ren, schwaches Verb
            Gebrauch: bildungssprachlich
            Häufigkeit: 1 von 5

            Bedeutungen:
            *durch einen [Taschenspieler]trick, durch ein [Zauber]kunststück verschwinden lassen; wegzaubern
            *durch gezwungene Erklärungen scheinbar zum Verschwinden bringen; weginterpretieren

            Wieder was gelernt.

  3. Ich mache „Die geschützten Männer“ von Robert Merle.
    Ist ohnehin ganz oben auf meiner Leseliste und als fiktiver Roman sicher nicht so mit Agitprop-Stereotypen vollgepumpt.
    Ist wohl eine Art Seher-Belletristik, da es um eine ansteckende Seuche und den Gender-Reigen geht. @Blue Jaw hatte das hier mehrfach empfohlen.

    • Da bin ich erleichtert, weil ichs nicht machen muss. Wie ich Dich verstehe, hast Dus noch gar nicht gelesen?
      Falls Dich interessiert, wie Robert Merle so getickt hat, kann ich noch „Malevil“ empfehlen, Menschen überleben in einer Burg in Frankreich einen Atomschlag, und müssen sich neu organisieren, dystopisches Endzeitszenario. Merle erzählt aus der Ich-Perspektive als Burgbesitzer, und alle Frauen fliegen ihm zu. Wie auch in „Die geschützten Maenner“. Ein gallischer Gockel halt. Aber alles lesenswert, “ Malevil“ wurde auch verfilmt.

  4. @Christian:

    »Hier habe ich sogar schon eine Besprechung, von 2010, die ich geschrieben hatte bevor es diesen Blog überhaupt gab.«

    Die Diskussion untendrunter ist ja allerliebst! 😀 Sogar Heinz-Jürgen Voß hat Dich mit ein paar Kommentaren beehrt, und beim Forenten »Thomas« frage ich mich, ob das nicht der Gesterkamp ist … 🙂

    • Ich hab Solanas SCUM-Manifest „damals“ (vor 20 Jahren?) von meiner Freundin geborgt (sie hatte es wiederum von ihrer lesbischen besten Freundin und Buchhaendlerin), und wir haben es ALLE für Satire gehalten, uns drüber amüsiert.

  5. V. Solanas – SCUM Manifesto Wäre sicherlich interessant, da mal den Wahnsinn und wie er sich in feministische Ansichten gerettet hat, näher vorzustellen

    Gibt es das noch nicht?! Immer wieder überraschend, das Werk ist so extrem. Die Leute sollten unbedingt wissen, was da drin steht. Es kann nichts Besseres geben als die Femis damit zu zwingen, sich ahnungslos zu ihrer Bibel stellen zu müssen.

    Karl Marx, Das Kapital Da würde mich eine Besprechung auch sehr interessieren.

    Das ist womöglich wirklich viel interessanter als es den Anschein macht. Eine „plain vanilla“-Kritik, also im Wesentlichen eine von grundsätzlicher Symapthie getragene Inhaltsangabe mit geschichtlichen Einordnungen und als spezieller Bonus mit einem Seitenblick auf das Heute wäre wohl das, was Jeder sich wünscht?

    • @Alex:

      »Eine „plain vanilla“-Kritik, also im Wesentlichen eine von grundsätzlicher Symapthie getragene Inhaltsangabe mit geschichtlichen Einordnungen und als spezieller Bonus mit einem Seitenblick auf das Heute wäre wohl das, was Jeder sich wünscht?«

      Himmel hilf (tut er bei Marx eh nicht 🙂 )!! Dazu müsste mein Tag 48 Stunden haben, oder ich werde doch noch Lottomillionär und verbringe meine verbleibende Lebenszeit als Privatgelehrter …

      • @djad
        Keine Sorge, habe mich doch angesprochen gefühlt 😉
        Im Ernst, fände ich interessant Marxens Werk mal zu lesen (das Schreiben drüber ist geschenkt). Die altbekanntesten Werke haben nämlich häufig die Eigenschaft ganz anders zu sein als man meint und das liefert nachhaltig Motivation … Also mal kaufen, das Werk.

          • @JCD
            „evolutionäre Wirtschaftssoziologie“ hört sich schon verdammt interessant an. Lese ich die Minikritiken, dann könnte das was sein. Schlecht finde ich nur, dass niemand mal konkret damit rausrückt, worin denn die grosse Neuerung des Werkes besteht. Wenn es das gibt, kann das eigentlich niemand zurückhalten. Kannst du ein ganz wenigen Sätzen das ausdrücken, was These und Vorzug dieses Buches sind?

          • @ Alex

            Die eine Große Neuerung wirst du nicht finden. Es ist eher die Menge an Informationen, die Beinhocker zusammen fasst. Es kommt von allem so ein bisschen darin vor: Etwas Psychologie, etwas Spieltheorie, etwas über „rationale Märkte“, etwas Managementtheorie, etwas Organisationssoziologie, etwas Thermodynamik, etwas Kritik an Gleichgewichtsmodellen, Computersimulationen wirtschaftlicher Abläufe, und natürlich Evolution. Das alles, recht verständlich erklärt und zu einem großen Ganzen verbunden, findest du im Buch.

  6. On second thought about the second sex: Beauvoir brauche ich für das erwähnte Buch ohnehin … ich kann nur keine Aussage machen, wieviel Zeit ich benötige, also wenn mir jemand zuvorkommen möchte, gerne! Ansonsten gilt: et kütt, wann et kütt!

  7. Das Buch von Debra Soh finde ich nicht besonders. Sie berichtet überwiegend von ihren persönlichen Erfahrungen als Sexologin und betont ständig, dass sie nicht rechts ist, schwule Freunde hat und Punk Rock mag. Finde ich eher peinlich.

    Das Buch „When Harry Became Sally: Responding to the Transgender Moment“ von Ryan T. Anderson ist nach meiner Einschätzung viel besser. Sachlicher, fundierter und wissenschaftlicher.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Ryan_T._Anderson

  8. de Beauvoir‘s „Das andere Geschlecht“ hab ich mal angefangen, bin aber schon in der Einleitung weggestorben, als die Sprache auf unterschiedliche „Charaktertypen“ wie „Jude“, „Neger“ oder „Frau“ kam, hab ich mir gesagt „komm, leg‘s weg, da regst du dich nur unnötig auf“

  9. Die Bücher von Beinhocker und Kurzweil gibt es auch auf Deutsch („Die Entstehung des Wohlstands“ und „Menschheit 2.0“). An mangelnden Englischkentnissen soll es also nicht scheitern.

  10. Gruselig. Aber es muss wohl jemand den niedergeschriebenen feministischen Müll – soweit es darum geht – noch einmal entlarven, bevor man den Schrott in die Bücherpresse wirft und Klopapier – also was sinnvolles – drauss macht.

  11. Das „DAMN“-Buch?

    „how to DESTROY A MAN NOW“ a handbook by Angela Confidential PSY.D.

    Rueckentext:

    WANT TO DESTROY A MAN’S REPUTATION AND remove him from power for misconduct? This handbook by Dr. Angela Confidential tells you how.

    In …(DAMN), buisiness psychologist Angela C. empwers women with a step-by-step guide for ruining a man’s reputation and removing him from positions of power.

    In easy to understand terms, the handbook reveals and explains the fundamental dynamics between allegations, the media, and authoriity as they relate to male misconduct in today’s society. It also unveils and details practical real-world methods for leveraging allegations, media, and authorities to dethrone a man.

    Neben psy.D. ist sie Consultant u. HR professional.

    Auszug vom Ende:

    Women are also winning because certain aspects of
    modern society have evolved in our favor. Especially
    with the emergence of information technology, typi­
    cal female advantages such as communication, social
    networking, and emotional intelligence have become
    more important than typical male advantages such as
    physical strength, size, and emotional detachment. As
    Richard Whitmire (2010, 28) states in Why Boys Fail,
    „The world has gotten more verbal; boys haven’t.“
    Similarly, education is now key to financial success
    and power, and it’s apparent that school is better suited
    for women. According to The End o f Men and the Rise
    o f Women, by Hanna Rosin (2013), thousands more
    women than men graduate from college each year,
    with women earning about 60 percent of all bachelor’s
    degrees. Likewise, women earn 60 percent of master’s
    degrees and earn more PhDs than men (Rosin 2013).
    Even more uplifting, trends like these are con­
    tinuing, and nothing is being done to stop them.
    Along with patriarchal society turning a blind eye,
    Mary Media ensures public condemnation for anyone
    who even tries to advocate for „men’s rights“-even
    women! And why? Because destroying a man now is

    profitable. As we’ve discussed, mainstream media prof­
    its mightily from scandalous allegations against men.
    Complaint websites make untold sums of money from
    the „legal extortion“ they levy. Lawyers siphon ridicu­
    lous amounts of money from men who are trying to
    defend themselves against allegations. And women
    profit from scandalous allegations against men in the
    form of legal settlements, career advancement oppor­
    tunities, and the like.
    Clearly, women’s power to destroy a man is stron­
    ger than ever, and our time is now!

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