Landtagswahlen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

32 Gedanken zu “Landtagswahlen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

  1. Verdammt, hätte ich doch hingehen sollen. Bei dem Dreckswetter (Sturm und Schnee) jagt man ja keinen Hund vor die Tür und ich war den ganzen Tag total neben der Spur. Von der Landespolitik weiß ich auch fast nicht, ist medial ja bestenfalls ein Nischenthema. Jedenfalls ärgere ich mich jetzt über mich selbst.

    Ich hoffe nur Kretschmann hält noch eine Weile durch, der hat wenigstens ansatzweise sowas wie Bodenhaftung.

    • Also ganz ehrlich, man muss seit mehreren Jahren bei der Anforderung der Briefwahlunterlagen nicht mehr begründen, warum man an genau diesem Sonntag keine Zeit oder keine Lust hat. Die Ausrede zählt also nicht mehr.

      • Heute früh war ich der festen Überzeugung hinzugehen, jetzt ärgere ich mich, nicht hingegangen zu sein.
        Also stocher nicht noch drin rum, ich weiß selbst, dass es eine verdammte Ausrede ist!

        Nicht, dass meine Stimme irgendeinen Ausschlag gegeben hätte, aber ich hätte es wenigstens versuchen müssen. Aber schei*egal, am Ende gibt man so oder so uns die Schuld daran, was irgendwelche korrupten Spinner machen, ganz egal was oder wen man gewählt hat. Wird schon seinen Sinn haben, warum ich heute Gehirnfasching hatte, es wird passieren was passieren muss.

        • Nicht, dass meine Stimme irgendeinen Ausschlag gegeben hätte, aber ich hätte es wenigstens versuchen müssen.

          Wenn jeder nur, wie du, im Konjunktiv denken würde, gäbe es wohl keine Wahlen mehr.

          • Wenn jeder wie ich denken würde, hätten wir schon seit zwanzig Jahren direkte Demokratie…
            Leider zerfleischen sich Deutsche gern gegenseitig und hassen ihren Nachbarn mehr, als korrupte und dumme Politiker.

          • Direkte Demokratie funzt leider auch nicht. Die Leute haben Angst vor dem Unbekannten und klammern sich an Gesichter und Ideen, die sie kennen. Den Wählern fehlt auch schlicht der notwendige Sachverstand. Die Oma von gegenüber wählt halt SPD, weil sie die schon immer gewählt hat. Und die einzige Partei, die sich wirklich mal Gedanken zum Land gemacht hat, verliert Stimmen, weil die irgendwie rechts sind, obwohl niemand diese rechten Positionen benennen kann. So wird das halt nix.
            Daher bin ich für Revolution. Hatten wir in D noch nie, wäre mal was Neues.

          • Fehlschuss! Was nutzt dir denn eine direkte Demokratie, wenn du deine Möglichkeiten nicht nutzt, weil deine, ich darf dich zitieren, „Stimme keinen Ausschlag gegeben hätte“?

            Versuchs noch mal… 😉

          • @Mario

            „Fehlschuss! Was nutzt dir denn eine direkte Demokratie, wenn du deine Möglichkeiten nicht nutzt, weil deine, ich darf dich zitieren, „Stimme keinen Ausschlag gegeben hätte“?“

            1) Ich würde auch bei direkter Demokratie nicht immer abstimmen, sondern nur, wenn es mich betrifft.

            2) Sachentscheide sind sehr viel motivierender, als einen Vormund aus einem Kungelclub zu wählen, der dann sowieso macht, was er will und nicht das, was ich will.

            3) Kann es durchaus mal vorkommen, dass meine Stimme wichtig ist. Ob die AfD durch Faulpelze wie mich bei der aktuellen BaWü-Wahl einige Prozent mehr oder weniger hat, spielt aber tatsächlich keine nennenswerte Rolle, sie ist weit von der 5%-Hürde weg und noch weiter von einer Mehrheit, und koalieren will auch niemand mit ihr.

          • @Mika

            „Direkte Demokratie funzt leider auch nicht.“

            Also in der Schweiz schon. Solange wir keine neutralen Massenmedien haben, ist der Nutzen natürlich eingeschränkt, aber schlechter als jetzt wäre es auch nicht.

            „Die Leute haben Angst vor dem Unbekannten und klammern sich an Gesichter und Ideen, die sie kennen.“

            Ja, damit wären uns der Euro, Massenzuwanderung usw. erspart geblieben. Vielleicht hätten wir sogar ein Burkaverbot wie die Schweizer und Asyl für Assange und Snowden. Also „nicht funktionieren“ ist für mich was anderes.

            „Den Wählern fehlt auch schlicht der notwendige Sachverstand.“

            Den Politikern auch.

            Wer ein Thema nicht versteht oder nicht betroffen ist, stimmt halt nicht mit ab, in der Schweiz liegt der Durchschnitt wohl bei 30% Beteiligung. Dafür, dass man sich kundig machen kann, gibt es Pro-Contra-Broschüren vor jeder Abstimmung.

            „Die Oma von gegenüber wählt halt SPD, weil sie die schon immer gewählt hat. Und die einzige Partei, die sich wirklich mal Gedanken zum Land gemacht hat, verliert Stimmen, weil die irgendwie rechts sind, obwohl niemand diese rechten Positionen benennen kann. So wird das halt nix.“

            Parteien schaffen Lagerzugehörigkeiten und Grabenkämpfe. Ein Parteiensystem ist so ziemlich das Kontraproduktivste, das man installieren konnte, es verstärkt alle menschlichen Schwächen, statt sie abzufedern.

            „Daher bin ich für Revolution. Hatten wir in D noch nie, wäre mal was Neues.“

            Pfff, gegen wen willst du denn revoltieren? Revolutionen geraten immer außer Kontrolle, selbst wenn du einen Plan hast, was danach kommen soll (hast du einen?)

          • @Mika

            „Daher bin ich für Revolution. Hatten wir in D noch nie.“

            Doch: Im letzten Jahrhundert 1918 und 1989.

    • Was hat der Harald Schmidt gesagt: Wenn der alte grüne Mann weg ist, stürzen die Grünen ab. Reine Personenwahl. Und in RP auch. Frage ist nur, wielange die Dreyer mit der Krankheit durchhält. Nach dem nächsten Schub könnte schon Schluss sein. Und die AfD ist stabil, trotz des ganzen Terrors. Die bekommen sie nicht mehr weg.

  2. Witzig, das Ergebnis in Ba-Wü eröffnet die Möglichkeit eines ganz neuen, noch nie dagewesenen Farbspiels: Eine Grün-Gelbe Landesregierung. Pappa Kretsche und der Verdruß über schamlos korrupte CDUler macht es möglich.

    Eine weitere Lehre: Man kann seinen Schäfchen auch pauschal zu wochenlangen nächtlichen Ausgangssperren verdonnern und gewinnt damit sogar noch Stimmen dazu. Das ist modellhaft.

    • Ach, gewählt wurde eigentlich nur Kretschmann. Die Menschen wählen lieber ein bekanntes Übel, als ein unbekanntes. Ich HASSE, HASSE, HASSE diese gottverdammte, pseudodemokratische Parteiendiktatur, in der Leute wie Merkel jahrelang das Land herunterwursteln können und die Medien decken das auch noch. Aber ich hab kein Recht mich zu beschweren, ich habe selbst mal wieder versagt, den minimalen Spielraum zu nutzen, den wir haben.

      • Hmm, woanders ist das Gras grüner? Heruntergewurstelt ist doch inzwischen der ganze Westen. Da ist es ja sogar ratsam nicht einen deutschen Sonderweg zu fahren sondern in der Herde zu bleiben.

        Also, ob ein Bundeskanzler Kubi irgendwas groß anders gemacht hätte? Insofern betrifft das mit dem minimalen Spielraum alle 😉

        P.S: Oh, schade. Die originelle Kombi „Grün-Gelb“ wird gerade durch Ausgleichsmandate verunmöglicht. Ich hätte das witzig gefunden. Dann hätten sich die Grünen nacheinander mit den Sozis, der CDU und den Gelben ins Koalitionsbett gekuschelt. Serielle Monogamie at its best 😀

        Aber ob sich Kretschmann wirklich eine Ampel antun will?

        • „Also, ob ein Bundeskanzler Kubi irgendwas groß anders gemacht hätte“

          Ach keine Ahnung. Ich will und könnte auch gar nicht Bundeskanzler sein, ich will eine verdammte direkte Demokratie, statt dieses verlogene, korrupte Marketinggelaber aller 4-5 Jahre, bei dem wir nur das Feigenblatt für irgendwelche egoistischen Psychopathen und durchgeknallten Ideologen sind, während uns die Massenmedien täglich den Kopf waschen…

          Sei doch ehrlich: „das Volk“ bestimmt in diesem System schlichtweg gar nichts!

          „PS: Oh, schade. Die originelle Kombi „Grün-Gelb“ wird gerade durch Ausgleichsmandate verunmöglicht. Ich hätte das witzig gefunden. Dann hätten sich die Grünen nacheinander mit den Sozis, der CDU und den Gelben ins Koalitionsbett gekuschelt. Serielle Monogamie at its best 😀
          Aber ob sich Kretschmann wirklich eine Ampel antun will?“

          Das weiß ich noch weniger. Ich habe Null Gefühl dafür, was die Taktierereien auf Landesebene angeht… und ich will es gar nicht haben, der Kampf um Macht und Einfluß widert mich dermaßen an, dass ich es gar nicht sagen kann. Was sind das nur für Menschen, diese „Politiker“?

      • @Androsch

        Klar musst Du Dir einen Vorwurf machen. Aber ein Recht, Dich zu beschweren, hast Du dennoch. Erstens aus Prinzip, und zweitens: Wärst Du wählen gewesen, würde das amtliche Endergebnis morgen exakt so ausfallen wie jetzt. Nur ganz, ganz, ganz vielleicht wäre genau ein einziger Sitz im Landtag anders besetzt.

        Insofern: Gräm Dich nicht zuviel 😉

          • Mein Kommentar fehlt noch 😉 Ich verstehe Dich überhaupt nicht. Ich gehe zu jeder Wahl – und ärgere mich jedes Mal, und zwar bevor das Wahlergebnis feststeht.

            Wählen gehen ist völlig sinnlos. Das weiß ich seit den 1980er Jahren. Und alle paar Jahre mach‘ ich diesen Scheiß mit. Ich verstehe mich selbst nicht. Andere Leute haben’s gut: die bleiben einfach zu Hause – oder noch besser: die machen am Sonntag was Schönes im Freien.

      • Wenn ich ein Pressezar wäre, würde ich nicht in diesen Untiefen fischen. Aber so muss ich mich eben mit dieser Umgebung benügen, wie ihr auch. Und wer ist dieser andere Murdoch? „Rote Ratte“ klingt übrigens schöner. Als „braune Kakerlake“ definiere ich Leute mit einem geschlossenen neonazistischen Weltbild, zu dem auch ein strikter Antisemitismus gehört. Spätestens da wirst du in meinen Äusserungen nichts finden. Sorry, dass ich dich enttäuschen muss.

  3. @Androsch

    „Pfff, gegen wen willst du denn revoltieren? Revolutionen geraten immer außer Kontrolle, selbst wenn du einen Plan hast, was danach kommen soll (hast du einen?)“

    Gegen die Sozialisten! Das wäre mal neu. Klar gerät das außer Kontrolle, das ist ja das schöne an Revolutionen. Natürlich habe ich keinen Plan, Deutsche machen keine Revolution, ist doch verboten.

    Mal ernsthaft. Unser Parteiensystem ist am Ende und direkte Demokratie sehe ich als nicht viel besser an. In der Schweiz läuft es so lala, die sind klein und nicht so wichtig. Aber in D bzw. in Europa läuft das nicht.
    Wir brauchen qualifiziertes Personal im Staat. Daran krankt doch das System. Um nen Blinddarm raus zu schneiden musste 6 Jahre studieren und brauchst ne Zulassung, Praktikum, Aufsicht etc…. Aber Kanzler und Minister wirste ohne Abi und dafür mit Taxischein. Aber das kriegen wir nicht geändert.
    Also dann doch lieber Revolution und dann die Monarchie, die kümmern sich wenigstens um das Land, weil es ihr Eigentum ist. Ach nee, hat ha auch nicht funktioniert……

    • Mit direkter Demokratie könnte man einen IQ-Test für Politiker fordern 🙂

      Von selbst werden die sowas nicht einführen, dummerweise natürlich auch keine direkte Demokratie. Wer gibt schon freiwillig seine dominierende Stellung am Futtertrog auf?

      Aber Revolution sehe ich keine. Vielleicht in einigen Jahren, wenn die Repressionen auch bei der Breite der Bevölkerung ankommen und die Leute realisieren, dass sie unfreiwillig in einem totalitären System gelandet sind. Immerhin hat die DDR ja sowas wie ein Revolution gehabt, man muss die Leute nur lange genug quälen und gängeln. Sehr hilfreich ist auch ein allgemeines Absinken des Lebensstandards.

      • Die Dedis hatten aber Westfernsehen und den großen Bruder, der sie aufgenommen hat. Alleine hätten die ziemlich alt ausgesehen. Denen sind nur keine Kugeln um die Köppe geflogen, weil Gorbi das nicht brauchen konnte.
        Wir stehen alleine gegen das Regime. Uns hilft keiner.
        Viel Hoffnung habe ich da nicht.

        • Ich weiß nicht, ob die allein alt ausgesehen hätten.

          Ich kann mich noch gut erinnnern, dass die Leute sich ziemlich schnell organisierten usw. es wäre alles schwieriger und langwieriger geworden, dafür wären sie nicht so gnadenlos untergebuttert worden. Der Osten wurde eine zeitlang in Westgeld ersäuft, die Firmen zu Spottpreisen verkauft und ausgeschlachtet, die Politik, Firmen und Unis füllten sich mit westdeutschen Führungspersonal, oft zweitklassiges, welches im Westen nicht hatte Fuß fassen konnte. Der eigene Nachwuchs verschwand hingegen, so schnell als möglich, über die alte Grenze in Richtung höhere Löhne. Die Gesetze und Verordnungen wurden mehr oder weniger kopiert, mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Hat halt alles seine Vor- und Nachteile.

          Aber die Ursachen des Sturzes sind interessant:

          1) musste die Besatzermacht schwächeln (das tun die USA auch zunehmend)

          2) musste ein Großteil der Systemlinge selbst das Interesse und den Glauben verloren haben

          3) mussten die wirtschaftlichen Verhältnisse schwierig werden (das kommt automatisch)

          4) und natürlich das „Westfernsehen“, damit man jeden Tag daran erinnert wird, was man haben könnte

          Westfernsehen fehlt noch bzw. wird nur vom Internet geliefert und es konsumieren nicht genug. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind noch ganz gut. Die Systemlinge scheinen noch voller Eifer am Aufbau des Systems zu arbeiten und fest an ihren Unsinn zu glauben. Die USA haben gerade wieder zurück Richtung Globalismus und Wokismus gewechselt, wenn auch ohne viel Elan und unter Glaubwürdigkeitsverlust.

          Dauert noch ein Weilchen, fürchte ich. Vielleicht übernimmt das nächste Mal Russland den Sehnsuchtsort, den früher „der Westen“ lieferte.

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