Die naive Ansicht, dass man ganze Bevölkerungsgruppen, etwa Männer, dazu erziehen kann, ohne Ausnahme gut zu sein, und dann Selbstschutz nicht mehr erforderlich wäre.

Am letzten Weltfrauentag bin ich mal wieder auf die Forderung gestoßen, dass nicht etwa Frauen beigebracht werden sollte sich zu verteidigen, seinen Männern, sie nicht anzugreifen.

Mit der feministischen oder intersektionalen Theorie macht das Sinn. Dort darf von einer nicht privilegierten Gruppe, die benachteiligt wird, nie etwas verlangt werden, sondern die privilegierte Gruppe muss sich ändern. Es hat zudem den schönen Vorteil, dass man die Gruppe zB der Männer in die Verantwortung nehmen kann sich zu ändern und alle Verantwortung für das Handeln der Gruppe auf den Einzelnen übertragen kann („Was machst du, damit andere Männer endlich nicht mehr vergewaltigen und Frauen schlagen? Ändere deine Männlichkeit, damit sich die Männlichkeit der Gruppe ändert!“)

Tatsächlich macht es jedoch aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn. Eine vollständige Erziehbarkeit einer Gruppe in diesem Umfang ist absolut naiv. Es werden angeborenes Verhalten Strukturen oder Geistesstörungen nicht berücksichtigt, so getan, als könne man in irgendeiner Form auf eine derart große Gruppe einen alleinigen Einfluss ausüben und eine Art Gehirnwäsche vornehmen.

Wer meint, dass dies geht, dem muss eine absolut vom Staat beherrschte super autoritäre Gesellschaft vorschweben, der jeder andere Einfluss ausgeschaltet ist und alle an einem Strang ziehen. Er müsste des weiteren von einer vollständigen Konditionierbarkeit aller Menschen ausgehen.

Das alles berücksichtigt Gefühle wie Wut, Erregtheit, Verzweifelung und Eifersucht nicht. es berücksichtigt auch nicht die Fähigkeit von Leuten in einer Schulung oder einer anderweitigen Form der Beeinflussung die offizielle Meinung nach zu kauen ohne sie zu glauben und im Privaten, insbesondere wenn man denkt, dass man nicht erwischt wird, anders zu handeln.

Angesichts dessen, dass Vielzahl dieser Taten bereits und erheblicher Strafe stehen scheint eine Abschreckung nicht zu funktionieren.

Es fragt sich auch, ob man in den intersektionalen Theorien dann nur diese „kleinen Probleme“ angehen will und nicht weit größer ansetzt und die Probleme nicht nur der Frauen etc angeht, sondern eben die, die sich aus schlechten Verhalten für alle Menschen ergeben. Unter diesem Gesichtspunkt könnte man ja den perfekten Menschen schaffen, der nur für das Allgemeinwohl arbeitet, immer nett ist, nie macht zum eigenen Vorteil benutzt, nicht stiehlt, nicht beleidigt, kein Narzisst ist, et cetera

Tatsächlich lohnt sich Einzelschutz schon deswegen, weil die Taten ja nicht von der Gruppe an sich begangen werden, sondern von Einzelpersonen aus dieser Gruppe. Die Gruppe zu Gewaltlosigkeit zu erziehen, wenn 99% bereits nicht gewalttätig sind bringt eben nicht viel Sicherheit. Die Frage ist dann, ob man das verbleibende ein Prozent überhaupt erziehen kann.

Zudem würde das auch für intersektionale Theorien eigentlich große Hürden aufwerfen, die aber ebenfalls nicht thematisiert werden.

Was macht man beispielsweise mit Personen aus anderen Kulturen, die die Vorstellung haben, dass sie eine Familienehre beschützen wenn sie etwa der Tochter oder Schwester, die Sex ohne Ehe hat, Säure ins Gesicht schütten? Oder die meinen, dass etwa die guten Frauen ihre eigenen Gruppe ehrenvoll behandelt werden müssen, Frauen aber ansonsten wertlose Schlampen sind, nur zum Spaß haben gut sind? Was hat da Vorrang, der Schutz der Frauen oder der Gesichtspunkt, dass jede Schuldzuweisung gegen „Nichtweiße Kulturen“ rassistisch ist? Interessanterweise würde dies viele der Parallelgesellschaften auflösen, die intersektionalen Theorien als schützenswert gelten. Vieles an Rap Musik und Gangkultur wäre damit ebenfalls nicht vereinbar.

53 Gedanken zu “Die naive Ansicht, dass man ganze Bevölkerungsgruppen, etwa Männer, dazu erziehen kann, ohne Ausnahme gut zu sein, und dann Selbstschutz nicht mehr erforderlich wäre.

  1. Anstatt „Don’t get raped“ heißt es „Don’t rape!“ – was ja heißt, dass „der Mann“ irgendwie ein Vergewaltiger wäre, den man noch erziehen müsste. Damit spuckt man aber jedem echten Opfer ins Gesicht, die einen Vergewaltiger nicht mit „Don’t rape!“ abhalten konnte.

    Wie gesagt wäre eine Gesellschaft ohne Kriminalität und Verbrechen nur unter autoritär-totalitärer Herrschaft möglich.

    https://uepsilonniks.files.wordpress.com/2018/12/dont-rape-BLNRQ7WK.jpg?

    Du kannst mich mal.

    • Kriminalität existiert auch in solchen Gesellschaften, die du anführst.

      Kriminalität wird es dann nicht mehr geben, wenn die elterliche Kriminalität gegenüber Kindern endlich gesehen wird. Und wir sind da durchaus auf dem richtigen Weg, wenn auch noch längst nicht am Ziel.

      Die sinkende Gewalt in der Erziehung ist übrigens der Grund dafür, warum die Kriminalitätsrate fortwährend sinkt. Auch die Tötungsdelikte etc. Auch die Kriegsaffinität sinkt ja immer weiter. Der Franzmann wird uns jedenfalls aller Wahrscheinlichkeit nach nicht noch mal den Krieg erklären wie 1870, die Sau.

      Die hohe Jugendkriminalität unter Schwarzköpfen und Ölaugen hängt damit zusammen, daß in diesem Milieu die autoritäre Erziehung noch viel ausgeprägter ist als unter Bio-Deutschen. Von den Araberclans will ich erst gar nicht reden. Jeder kann sich vorstellen, wie Kinder dort aufwachsen.

      Aber das bringe man mal einem linken Gutmenschen bei.

      • „Die hohe Jugendkriminalität unter Schwarzköpfen und Ölaugen hängt damit zusammen, daß in diesem Milieu die autoritäre Erziehung noch viel ausgeprägter ist als unter Bio-Deutschen. “

        Wenn das stimmt, dann müsste die autoritäre Erziehung unter Ostasiaten weniger verbreitet sein als unter Weißen, auch in ihren Herkunftsländern, was ich ehrlich gesagt für etwas unwahrscheinlich halte. Der Konfuzianismus war ja Gewalt auch nicht völlig abgeneigt.

      • Die Aussage ist in mehrerlei Hinsicht einfach falsch.
        a) Haben wir im Gewaltbereich keinen Rückgang, nur in den Bereichen, die weniger wichtig sind und man durch weniger Polizei halt weniger in der Statistik hat. Gut, mir ist klar, dass der Kommentar sich auf die einheimische Bevölkerung bezieht, wo ein Rückgang vorliegt. Ob es gut ist, dass viele Menschen jetzt gelernt haben, dass sie unterwürfig kuschen müssen und sich nicht zu verteidigen und für eigene Interessen einzutreten habe, würde ich nur bedingt als Fortschritt sehen.
        b) Hier wird aber u.a. ausgeblendet, dass die Leute heute vorm Computer sitzen und daher einfach weniger von potenziellen Tätern Leuten begegnen. Wir haben die Täter also quasi nur woanders abgelegt.
        c) Wird hier ausgeblendet, dass wir durch verbesserten Notruf durch omnipräsente Mobiltelefone im Ergebnis oft in einer niedrigeren Verbrechensklasse landen als früher, da z.B. der Notarzt heute schon da ist, wo man früher vielleicht erst das Telefon erreicht hätte und das Opfer überlebt.
        d) Analog zu c), dass wir durch viele Kameras im öffentlichen Raum sowohl durch die Polizei wie auch durch die Handies so dass öffentliche Verbrechen weniger leicht ohne erkannt zu werden durchführbar sind und damit Hemmschwellen erhöht werden.

    • Es ist nach meinem Verständnis ein absoluter Trugschluss dass man in autoritäten Systemen keine Kriminalität hätte und ich würde vermuten dass dass auch in der Geschichte bestätigt ist. Man kann bestimmte Formen der (Klein)Kriminalität stark dezimieren aber die Kriminalität als solche?

      • Abgesehen davon, dass die autoritären Systeme in sich bereits ein Verbrechen darstellen – finde ich -, habe ich mal irgendwo gelesen, die Erfolge der Nazis bei der Kriminalitätsbekämpfung seien einzig darauf zurückzuführen gewesen, dass sie keine Statistiken über Verbrechen mehr herausgaben X-(

        • Die Nationalsozialisten konnten bekannte Serien-Täter einfach an die Wand stellen, oder sich einen Sündenbock suchen (Bruno Luedke). Das erhöht das subjektive Sicherheitsempfinden ungemein.

      • Wie können wir Frauen dazu erziehen, sich Partner nicht Status und Einkommen auszusuchen, sondern danach, dass sie Care- und Hausarbeit machen wollen?

  2. Als wäre das Verhalten das man verhindern will nicht pathologisch sondern die Norm. Der Frust der so entsteht auf beiden Seiten der Diskussion ist vorprogrammiert. Nur denen um die se eigentlich geht, soziopathische Männer und angsterfüllte Frauen, wird so nicht geholfen. Beide sind krank.

  3. Dabei darf aber nicht darauf hingewiesen werden, das fast die komplette frühkindliche Erziehung im Lande des bösen weißen Mannes in Frauenhänden liegt. Es ist die ‚Gesellschaft‘, das Patriarchat, das Jungen richtig umerziehen muss – Frauen haben da nix mit zu tun.

  4. Möchte man wirklich ernsthaft etwas gegen männliche Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen tun, sollte die Gesellschaft erst einmal zur Kenntnis nehmen, wieviel mütterliche Gewalt gegen Jungen bzw. Söhne existiert.

    Wenn man das begriffen hat, kann man versuchen, auf verschiedenen Wegen diese Gewalt zu verhindern, indem man Lehrer, Jugendämter, Erzieher, Ärzte etc. dafür sensibilisiert.

    Kürzlich haben wir hier im Blog gesehen, wie Megan Fox ihren Sohn offenbar sexuell mißbraucht und ihm beibringt, daß Männlichkeit etwas Schmutziges, Perverses ist. Fox wurde offenbar als Kind sexuell mißbraucht, sonst käme sie nicht zu so einer absurden Auffassung. Statt eine Therapie zu machen, mißhandelt sie nun ihren Sohn.

    Jeder Gewalt von Männern gegen Frauen oder Mädchen geht eine ähnliche Gewalt von Müttern gegen ihre Söhne voraus. Das läßt sich auch alles nachprüfen, indem man die Kindheiten von Gewalttätern erforscht.

    Ich frage mich, wie lange sich unsere Gesellschaft noch derartig dummstellen will.

    Auch wer Gewalt allgemein bekämpfen will, braucht weniger UNO-Blauhelme oder endloses Blabla als ein systematisches Sensibilisieren dafür, wieviele Kinder auf diesem Planeten noch mit Gewalt aufwachsen.

    http://alice-miller.com/de

    PS: Das feministische Geheule über Männergewalt ist insofern verlogen, als Männer dort implizit oder explizit als geborene oder strukturelle Frauenfeinde dargestellt werden, die quasi von Geburt an solche Mängelwesen sind, daß sie nun mal leicht gewalttäig gegen Frauen werden.

    Und Frauengewalt gegen Männer blenden Feministinnen völlig aus.

    PPS: Für die völlig Begriffsstutzigen: Wenn Männer immer wieder gewalttätig gegenüber Frauen oder auch ihren Töchtern werden, dann inszenieren sie damit nur die Gewalt, die sie selbst als Kinder durch ihre Mütter erfahren haben. Der verdrängte Haß auf die Mutter bricht sich auf diese indirekte Weise Bahn.

    • Das ist eigentlich ein toller Ansatz, dass man Mütter, die von ihrem Vater misshandelt wurden, per Sozialamt davon abhalten kann, ihrerseits ihre Söhne zu misshandeln, damit diese keine anderen Frauen misshandeln.

      Moment, es gibt Gewalt, die nicht zwischen Eltern und Kindern stattfindet, sondern zwischen Menschen gleichen Alters?
      Ich frage mich, ob das auch was macht mit den Beteiligten und ihrer Einstellung zur Gewalt.

      Nein bestimmt nicht.

      Es reicht, wenn man eine Behörde schafft, die Eltern unter Kontrolle hat.

      Schöne Neue Welt, ick hör dir trappsen.

      • Es reicht bereits völlig, wenn sich die gesamte Gesellschaft für das Thema sensibilisiert.

        Lies mal diesen Text hier:

        Einige Leichen im Keller

        Darin wird geschildert, wie die Leute wegsehen, obwohl es offensichtlich ist, daß Kinder in der Nachbarschaft mißhandelt werden.

        Je größer das Bewußtsein in der Gesellschaft, desto eher können die Leute ihre Denkblockaden überwinden. Auch hier im Blog gibt es ja viele, die die Zusammenhänge leugnen.

        • Ist aber wohl zum Teil ein Griff ins Klo. Es ist zumindest fraglich, ob es denn Fall Pascal wirklich gegeben hat, alle Angeklagten wurden freigesprochen und Leiche des kleinen Pascal nie gefunden.

  5. Philosoph: „Niemand kann von uns verlangen, uns besser zu schützen! Die Mongolen sollen lernen, andere Völker nicht anzugreifen!“
    Ming-Dynastie: Wut?

  6. Wohlwollend betrachtet setzen die Feministas mit dieser Forderung Frauen unmündigen Kindern gleich. Denn tatsächlich ergibt dieser Slogan nur mit Kindern und Erwachsenen einen Sinn.

    Realistisch betrachtet kann man davon ausgehen, dass die Feministas keineswegs sich selbst entmündigen wollen, sondern eiskalt Schuldprojektion betreiben. Der Mann in all seiner Pauschalität als Sündenbock und Erbschuldig und schon lebt es sich als Frau angstfreier – also theoretisch.

  7. Viele Erfolgreiche Menschen haben ein gemeinsames Mindset. Und zwar, dass sie nur sich selbst ändern können. Dass sie Fehlerursachen bei sich selbst suchen und aus ihren Fehlern lernen.

    „Der andere muss sich ändern“ und „Ich bin nicht schuld“ ist ein Loser-Mindset. Weit verbreitet, und zum Beispiel in Wettbewerbsszenarien (Online Spiele, Sport, Kartenspiele, Börse) oft zu finden. Alles andere ist verantwortlich für die Niederlage. Pech, die schlechten Mitspieler, etc. Die wirklichen Gewinner sind emotional weniger involviert, bewerten ihre Age nüchtern, machen das Beste aus jeder Situation, und sorgen an jeder Stelle dafür, ihre eigenen Siegchancen zu maximieren. Geben seltener auf, halten sich nicht mit Vergangenheit auf und belügen sich nicht selbst, ausser um sich zu motivieren.

    Der moderne Feminismus ist ein Loser Mindset. Er entmachtet seine Anhänger. Erwartet, daß sich die anderen ändern. Sucht Schuld bei Anderen und übernimmt keine Verantwortung. Ist emotional. Ist subjektiv und nicht an Fakten interessiert.

    • Dieser Feminismus ist genau das, was Nietzsche Sklavenmoral nannte.

      Dass die Hüter der Nietzsche´n Sklavenmoral, die christlichen Kirchen, sich diesen Feminismus auf die Fahne schreiben, unterstreicht die Diagnose.

    • „Der moderne Feminismus ist ein Loser Mindset. Er entmachtet seine Anhänger.“

      Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Feminismus ist in einer feministischen Gesellschaft wie unserer eine Garantie für weiteren Machtgewinn.

    • Erfolgreiche Menschen haben aber auch primär eigentlich das Mindset: „Ich unterwerfe mich voll und ganz dem Zeitgeist, um nicht anzuecken und am besten mit der Karriere voran zu kommen und nicht mit unnötigem Kram geistig abgelenkt zu sein, wo man dann über irgendwas nachdenkt statt am eigenen Vorankommen zu arbeiten“

  8. Das Kernproblem mit „Don’t rape!“ ist nicht, dass die Feministas gesellschaftliche Normen etablieren wollen. Es ist legitim, in einer Gesellschaft um Normen zu streiten.

    Das Kernproblem ist, dass die von Ihnen angestrebten Normen bereits etabliert sind.

    Feminismus ist über weite Strecken Don Quichotterie, ein Kampf gegen Windmühlenflügel.

    • Feministas wollen suggerieren, dass der Vergewaltiger viel viel häufiger vorkommt oder sogar die Norm ist. Dass greifen natürliche männliche Allies gerne auf, um sich selbst möglichst positiv darzustellen. Eine Gelegenheit zum Virtue Signalling wie man sie sich nicht anders wünschen kann!

      Im Endefffekt beleidigt die Fraktion, die bei jeder Migroaggression entsetzt auf den Divan sinkt und nach der Ohnmacht von dort aus twittert wie ein Rohrspatz, mal eben damit zig Millionen Männer bis ins Mark. Bei einem Kerl der anderen sowas um die Ohren hauen würde, käme den Watschenaugust täglich zu Besuch.

  9. Auf don’t rape würde ich antworten mit:

    „Don’t kill a child! #NoInfanticide #SaveTheCildren“

    Die Facts: „Zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Kindstötungen werden durch die leiblichen Mütter verübt.“ #verantwortungübernehmen #DontDenyTheFacts

    Wenn dann eine kommt und auf den Bullshit darin hinweist, dann prima, der #DontRape ist der gleiche Bullshit. (Aber Tranferleistungen schafft leider nicht jede.)

  10. Mal nur fürs Protokoll dazwischengeschmissen: Ich stoße mich etwas an dem ersten Satz, in dem „intersektionale Theorie“ vorkommt. Sind deren Spekulationen tatsächlich bereits eine Theorie?

  11. Was verstehst Du unter Selbst- oder Einzelschutz bzw. wie gedenkst Du (ab wann) Deiner Tochter beizubringen, sich gegen sexualisierte Gewalt zu verteidigen?

      • Ich gehe davon aus, dass da kein entsprechendes Erziehungskonzept hinter steht, sondern er bloß leere Sprüche raushaut. Aber wer weiß…

    • Halthalt. Zunächst: Wenn man Jungen als potentielle Vergewaltiger ansieht, muss man auch Mädchen als potentielle Vergewaltigerinnen behandeln
      Gleiches Recht für alle.

    • Semi,
      man sollte seinen Kindern grundsätzlich beibringen sich in der Welt auch gegen Widerstand durchsetzen zu können. Man kann das schön im ‚Spiel‘ lernen – Stichwort Sportvereine.

    • Semi, Semi, Semi…

      Die Begriffe Selbst- und Eigenschutz nur darauf zu beschränken, sich zu verteidigen, nur um Chrissy mal wieder schön für dich in genau dem herzlosen Licht sehen zu können, in dem du ihn dir doch eh vorstellst, ist schon echt billig – also nicht für deine Verhältnisse außergewöhnlich billig, aber objektiv gesehen schon ziemlich billig.

      Selbstschutz beinhaltet vor allem auch die Erkenntnis, dass die Welt nicht perfekt ist und nicht alle Menschen gut sind. Die meisten Menschen sind ganz OK, aber es gibt echt üble Gestalten unter ihnen. Diese Erkenntnis, welche man sehr wohl auch in vernünftigem Maße an seine Kinder weitergeben sollte, wird dann idealerweise umgesetzt in der Form, dass man versucht, stets ein Auge für mögliche Gefahren zu haben. Das ist tatsächlich sogar ein evolutionär tief in unserem Wesen verhaftetes Verhalten. Deshalb hegen wir eine latente aber stete Skepsis Fremden gegenüber, welche sich nur noch verstärkt bei Fremden, die sich aufgrund äußerer Merkmale auch noch signifikant von anderen Otto-Normal-Fremden unterscheiden.

      Bewahrt man sich einen guten Detektor für mögliche Gefahrenquellen, heißt das noch lange nicht, dass einem nie was passieren kann, aber man hat zumindest gute Voraussetzungen, um derlei Gefahren schon im Ansatz maximal zu meiden.

      Wir sind uns wohl einig, dass jemand, der immer meint, wenn er Einkaufen geht, wäre das offenstehen Lassen der Haustür praktisch, damit man mit den ganzen Tüten in den Händen bei der Rückkehr problemlos gleich eintreten kann, in gewisser Weise mit dafür verantwortlich ist, wenn er irgendwann mal bei seiner Rückkehr in eine leergeräumte Wohnung kommt. Das mindert nicht die Schuld desjenigen, der ihn bestohlen hat, aber man kann ihn nicht von dem Vorwurf entlasten, unverantwortlich gehandelt zu haben, wenn alles, was er zur Vermeidung des Verbrechens hätte tun müssen, das Abschließen seiner Haustür gewesen wäre.

      Warum ist es für Leute wie dich dann aber so schwer zu kapieren, dass auch eine Frau zwar keine Mitschuld, sehr wohl aber eine Mitverantwortung trägt für das, was ihr unter Umständen geschieht, wenn sie rotzbesoffen mit irgendwelchen zwielichtigen Schmierlappen, die sie gerade erst seit ner Stunde kennt, in deren versiffte Assi-WG mitgeht, wenn alles, was sie dafür hätte tun müssen, um die hypothetischen Vorfälle zu vermeiden, einfach nur der Satz gewesen wäre „Nein, ich schlafe lieber im eigenen Bett“ und wenn die Typen zudringlich werden, einfach nur ein Signal an jemandem vom Bar- / Discopersonal.

      Ein normal tickender Mensch bremst sein Fahrzeug vor einer Kurve auf ein Tempo runter, mit welchem man die Kurve sicher und in straßenverkehrsgemäßer Weise – Info an Manche: Driften zählt da nicht zu 😉 – durchfahren kann. Die handelsübliche Feministin hingegen brettert mit 150 gerade aus in die Pampa bis ihr Auto irgendwann mit Totalschaden zum Stehen kommt, steigt aus und schimpft wie ein Rohrspatz auf das Patriarchat, dass dort nur die Kurve hingesetzt hat, um es ihr als Frau zu verunmöglichen, geradeaus zu fahren und nur die Gesetze der Physik erfunden hat, um Frauen daran zu hindern, mit jeder von ihnen gerade gewünschten Geschwindigkeit um die Kurve fahren zu können.

      • Ich bin hier voll auf Semimikolons Seite.

        Fräulein Schmidt ist, wenn ich mich recht entsinne, von 2018, also jetzt zwei oder drei Jahre alt. Wenn Christian jetzt immer noch kein vollumfängliches, verschriftlichtes Konzept dafür hat, wann, wie, in welchem Umfang und in welcher Reihenfolge er seiner Tochter psychische und körperliche Selbstverteidigung – Selbstbehauptung, Judo, Ju-Jitsu, Boxen, Karate, Krav Magar -, körperliche Ertüchtigung sowie Nahkampf- (Messer, Schlagstöcke, Tschakos, auch Säbel) und Schusswaffengebrauch (nur Pistolen, Gewehre und leichte MGs – sie ist ja ein Mädchen) beibringen möchte, ist er ein Rabenvater, dem seine Tochter so egal ist, dass er sie hilflos den menschlichen Raubtieren überlassen will, die hinter jeder Ecke lauern, um sie zu vergewaltigen, sobald sie Brüste hat.

  12. Männer können erreichen, dass sie weniger gewalttätig sind. Die Aussetzung der Wehrpflicht, die zu befürworten ist, ist auch auf männliche Politiker zurückzuführen. Die Rüstungsausgaben müssen weiter gesenkt.
    Die Geburtenrate muss gesenkt werden; aber nicht zu sehr. In allen Zeitabschnitten, in denen ein Mensch kein Kind möchte, sollte er einfach keinen sexuellen Kontakt haben (und z. B. ohne Abtreibung oder gesundheitsschädliche Antibabypille auskommen). Solo-sexuelle Tätigkeit muss stark eingeschränkt oder eingestellt werden.
    Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

    • „Aussetzung der Wehrpflicht, die zu befürworten ist“

      Was glaubst du, was Wehrpflichtige so lernen und machen?
      Ich hab da viele junge Männer gesehn, deren Eltern das erste Mal etwas stolz auf ihre Brut waren, unbekifft, Körperhaltung, konnten sich eigenhändig einen Windsor-Knoten in den Schlips binden, haben vielleicht die Verantwortung für ein teures Waffensystem übertragen bekommen, haben teilweise darum gebettelt, länger dienen zu dürfen.

  13. Das Ganze dient vor allem Männer unter Verdacht zu stellen. Es ist haargenau die gleiche Vorgehensweise gegen „Ausländer“ oder eine andere gehasste Gruppe, die man dehumanisieren will.

    Und daher spielt es absolut keine Rolle, ob die angedachten Lösungen sinnvoll sind, das ist eh völlig egal. Diese feministischen Hasskappen können sich ohnehin keine echte Lösung vorstellen, denn „Männer“ sind für sie an und für sich ein Problem für das es keine Lösung geben kann.

  14. Mein Haupteinwand ist das Kollektivdenken – Kollektivschuld ebenso wie Kollektiveinfluss:

    Ein einzelner Mann hat genauso wenig Einfluss auf das Handeln anderer Männer, wie eine einzelne Frau. Sein Penis gibt ihm keine besondere Macht. Genau das scheinen Feministen aber anzunehmen, entgegen dem was sie sonst behaupten. Das ist psychologisch aufschlussreich, inhaltlich aber Quark.

    • „Genau das scheinen Feministen aber anzunehmen“

      Glaubst du? Vielleicht haben die ja auch nur überdurchschnittlich häufig eine Foltermentalität und sind erst glücklich wenn Männer unglücklich machen können. Mitunter scheint es nur darum zu gehen Männer oder Jungen ein schlechtes Gewissen einzureden, egal wofür. Das scheint schon ein Mittel der intrasexuellen Konkurrenz zu sein oder sowas So wie wenn Frauen sich öffentlich beschweren, das alle Männer nicht gut genug für sie sind.

  15. Gutes Thema, gute Analyse von Christian.

    Man findet dieses naive Denkweise übrigens in verschiedenen Versionen. Eine ähnliche Naivität trifft man z.B. bei Anarchisten an (niemand übt mehr Macht über andere aus, alle nützen einander, sobald die Regierung wegfällt), eng verwandt mit Kommunisten (alle arbeiten für die Gemeinschaft, niemand ist egoistisch). Auch Friedensbewegte und Pazifisten schlagen in diese Kerbe und hoffen, dass dereinst kein Staat mehr den anderen bedroht. Multikulturalisten (zu denen ich die Intersektionalen zählen würde) glauben, dass beliebig verschiedene Menschen dauerhaft ohne Konflikte zusammenleben könnten, wenn nur alle so „tolerant“ (=duldsam) wie sie selbst wären. Selbst viele Umweltfreunde und Veganer meinen, man müsse nur alle Menschen umerziehen, damit die Welt endlich eine bessere, tierfreundlichere, umweltfreundlichere etc. würde.

    Nichts davon ist ein Selbstläufer. Jede dieser Ideologien hat erbitterte Feinde, die mit Gewalt bekämpft werden (müssten), wodurch sichtbar wird, dass ein „contradictio in adiecto“, ein „Widerspruch in sich“ besteht, mit dem die entsprechende Ideologie sich selbst ad absurdum führt. Niemals werden alle Menschen gleich denken und handeln.

    Wer jetzt glaubt, der westliche Liberalismus sei der einzige Weg da heraus, der irrt ebenfalls, denn auch dieser scheitert gerade an sich selbst, seinen inneren Widersprüchen und seinen Feinden…

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