Das Einfamilienhaus und der Platzverbrauch

Die Grünen äußern sich kritisch zum Einfamilienhaus:

Die Grünen hatten am Wochenende Vorwürfe zurückgewiesen, sie wollten den Neubau von Einfamilienhäusern pauschal verbieten. „Die Behauptungen sind falsch“, sagte ein Fraktionssprecher am Sonntag.

„Die eigenen vier Wände sind für viele Menschen wichtig – dazu gehört auch das Einfamilienhaus. Das wird es auch in Zukunft geben – so wie Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Mietshäuser.“ Was aber wo gebaut werde, entschieden die Kommunen. Dabei werde etwa auch berücksichtigt, wie viel Fläche da sei und wie viel Leerstand es gebe, so der Grünen-Sprecher.

Fraktionschef Anton Hofreiter sei nach einem Interview mit dem „Spiegel“ überspitzt wiedergegeben worden, schrieb der Sprecher zudem auf Twitter. Hofreiter war in dem Interview nach einem Beschluss eines Hamburger Bezirksamts gefragt worden, das keine Einfamilienhäuser in die Bebauungspläne aufgenommen habe.

Er kommentierte diese Entscheidung mit der „dramatischen Wohnungsnot“ in der Gegend. Der Bezirk habe entschieden, Wohnraum für viele statt für wenige zu schaffen. Zugleich stellte Hofreiter klar: „Natürlich wollen die Grünen nicht die eigenen vier Wände verbieten.“

Das Einfamilienhäuser so beliebt sind ist klar. Man hat einen eigenen Bereich, etwas mehr Abgeschiedenheit, auch evtl einen eigenen Garten, Raum sich zurückzuziehen und üblicherweise auch mehr Raum als in einer Wohnung.

Natürlich nehmen sie aber mehr Raum weg als etwa ein Mehrfamilienhaus auf dem gleichen Grundstück. 

Einigen Grünen wäre es bestimmt ganz recht, wenn man insgesamt weniger ausweisen würde – Platzverbrauch etc. Aber gegenwärtig ist es wohl eher für Großstädte im Gespräch. Dabei ist Wohnraum aber eben nicht gleich Wohnraum. Wer passend aufgestellt ist, der möchte eben keine kleine Wohnung, sondern ein Haus. Der Wohnungsnot ist insofern nicht geholfen, wenn es keine neuen Häuser gibt. 

 

87 Gedanken zu “Das Einfamilienhaus und der Platzverbrauch

  1. Die Grünen machen hier ein komplett berechtigten Punkt. Die Lebensweise in zersiedelten Einfamilienhaussiedlungen ist nciht mit dem Programm eines nachhaltigen Klimaschutzes vereinbar. Das ist bedauerlich für jene die so leben wollen, aber eine Partei die sich Zentral um den Erhalt von Klima, gesunder Natur und Nachhaltigkeit zu kümmern behauptet muss sich irgendwann dieser Frage stellen. Das haben die Grünen an der Stelle getan, auch wenn es sogar in den eigneen Reiohen unangnehm knirscht. Ich bin in dem Punkt positiv überrascht von ihnen.

      • Das gibt es bereits.
        Goslar ist da Vorreiter. In den 70ern haben die in den umliegenden Dörfern Sudmerberg und Oker schöne Plattenbauten hingezimmert.

          • Hab jetzt noch mal kurz gegooglet.
            Das eine ist eine gar nicht mal so kleine Flüchtlingssiedlung, das andere eine Kleinstadt, beides keine landwirtschaftlich geprägten Dörfer fernab von einem größeren Ort mit Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung, Schulen ..

          • Als die Hochhäuser gebaut wurden gab es in Fahrradentfernung noch tausende Arbeitsplätze. Beegbau, Zinkhütten, Chemiewerke,…
            Ebenso gab es damals noch kleine Läden.

            Heute gibt es da nur noch ein paar Hundert Arbeitsplätze. Gewohnt wird lieber weiter weg, mit besserer Aussicht.

        • Hab jetzt noch mal kurz gegooglet.
          Das eine ist eine gar nicht mal so kleine Flüchtlingssiedlung, das andere eine Kleinstadt, beides keine landwirtschaftlich geprägten Dörfer fernab von einem größeren Ort mit Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung, Schulen ..

    • @sumu
      „ist nciht mit dem Programm eines nachhaltigen Klimaschutzes vereinbar.“

      Warum da stoppen? Hier mein bescheidener Vorschlag für einen *wirklich* nachhaltigen Klimaschutz ….

      Verbieten wir das Kinderkriegen! Kinder sind schädlich fürs Klima!

      Warum überhaupt eine grosse Weltbevölkerung? Wir werden alle sterben, also reduzieren wir die Weltbevölkerung. Am besten die anderen, die haben ja ohnehin weniger vom Leben in ihrer Armut.

      Na gemerkt, wohin dein idiotischer apokalyptischer Glauben vom Klimawandel hin abdriftet?!

      • Ist nicht mein Ansatz, ist der der Grünen. Ich sagen nur: es ist konsequent diesen Teil für einal nicht auszuklammern. Klar geht das den Leuten auf den sack, mir ngeht es auch auf den Sack das ich nicht überall wo ich möchte 200 Fahren kann, aber ich habe glernt das zu akzeptieren, weil es richtig ist.
        Im Moment werden die Kosten der Nachhaltigkeitswende im Wohnungsberiech verdeckt auf die Mieter und Käufer abgewältzt, das muss mittelfristig explodieren. Der Klimawandel ist reichtig odere falsch, da muss jeder seine eigene Antwort finden. Aber wenn er richtig ist, dann muss unsere Lebensweise umgestellt werden und dann wird er nicht plötzlich falsch weil es usn nicht gefällt was dann ist.
        Politik heisst manchmal auch unpopuläre Wahrheiten zu verkaufen und die Grünen müssen das tun, sonst verlieren sie im Bereich Klimapolitik ihre Glaubwürdigkeit. Egal o es mir oder jemandem anderen passt, das Wohnen im EFH im Dorf ist nciht mit der Behauptung verinbar man würde sich um das Klima sorgen, so ehrlich sollte ein erwachsener Mensch schon sein.

        • Du glaubst ernsthaft, dass deine persönliche Lebensweise einen messbaren Einfluss auf das Klima hat? Meine Güte. Ich habe eine Nachricht für dich : Niemand wird einen Unterschied bemerken, egal was du tust oder lässt.

          Noch merkwürdiger als dieser Glaube ist aber die Prioritätensetzung: Die eigene Lebensgestaltung danach auszurichten welchen Einfluss sie eventuell auf das Wetter ausübt – selbst wenn es „funktionieren“ würde – ist so dermaßen weltfremd, da fehlen einem die Worte.

        • „Politik heisst manchmal auch unpopuläre Wahrheiten zu verkaufen und die Grünen müssen das tun“

          Eine echte Wahrheit wäre eine wie: ohne Zuwanderung müssten wir längst zurückbauen, denn die Deutschen sind ein unfruchtbares Volk, wohl auch Dank des Dichtestresses.

          Warum glaubst du, verkünden die nicht solche Wahrheiten, sondern wollen neben dem Klima auch noch die besonders verantwortungslos fruchtbaren Ethnien hier ansiedeln (und am besten ohne Obergrenze)?

          Weiter unten lege ich auch dar, dass man mit EFH sehr viel besser autark werden kann, als in der Stadtwohnung, in Käfighaltung. Die Argumentation der Grünen ist überaus löchrig und ja, menschenfeindlich.

          • Wahrheiten und Grüne, was haben die beiden Wörter in ein und demselben Satz zu suchen? Wenn die Grünen irgendwas sagen, kannst du drauf wetten dass das genaue Gegenteil richtig ist.

    • Die Lebensweise in zersiedelten Einfamilienhaussiedlungen ist nciht mit dem Programm eines nachhaltigen Klimaschutzes vereinbar.

      Warum?

      • Die Nachteile exzessiver Suburbanisierung sind seit Jahrzehnten bekannt:

        – Hoher Flächenverbrauch
        – Hohe Investitions- und infrastrukturellen Kosten bei geringer Siedlungsdichte
        – Verstärkung der Pendlerströme
        – Verfall der Innenstädte

        Wir in Europa können froh sein, dass wir gut durchmischte, attraktive Städte haben, in denen man sowohl arbeiten, als auch wohnen und erleben kann.

        • @adrian:

          Die Nachteile exzessiver Suburbanisierung sind seit Jahrzehnten bekannt […]
          Wir in Europa können froh sein, dass wir gut durchmischte, attraktive Städte haben, in denen man sowohl arbeiten, als auch wohnen und erleben kann.

          Reality Clash: Die Leute wollen das Gegenteil von dem was du schreibst: seit Jahren weg von der Stadt und aufs Land, durch Corona nochmal deutlich stärker…

          • Die meisten Städte in Deutschland gewinnen seit Jahren an Einwohnern. Ländliche Siedlungen verlieren an Einwohnern.

          • Die meisten Städte in Deutschland gewinnen seit Jahren an Einwohnern. Ländliche Siedlungen verlieren an Einwohnern.

            Na dann ist doch alles in Ordnung und es entwickelt sich so wie die Grünen das wünschen. Wo ist das Problem?

          • Weniger wollen als müssen. Die Stadt ist einfach zu teuer und die Leute werden aufs Land umgelenkt, von der in diesem Bereich sehr aktiven Politik, die mit der Bepreisung des Bodens anfängt. Das ist übrigens ein ziemlich sozialistisches Program, was hier abläuft. Stell ich mal klar, bevor hier wieder jemand an „Marktversagen“ auch nur denkt.

            Diese Entwicklung ist von der Politik gewollt und aktiv gestaltet worden. Jetzt ist das wegen der benötigten Mobilität ja hochnotproblematisch geworden, „wegen des Klimas“. Also müssen die Leute gezwungen werden, sind sauteure Elektroautos zu kaufen und am besten noch die Infrastruktur dazu aufs Dach verpflichtend machen….

            Die Lektion hier: alle staatliche Lenkung unbedingt vermeiden, man wird langfristig nur in etwas reingesteuert, wo man doppelt und dreifach draufzahlt ….

          • „seit Jahren weg von der Stadt und aufs Land, durch Corona nochmal deutlich stärker…“

            Wenn das stimmen würde, würden die Mieten für Mietwohnungen sinken.

          • @Adrian, der Markt hier ist durch Sondereffekte so verzerrt, dass einfache Angebots/Nachfragelogik nicht anwendbar ist.

          • Ich denke, Adrian meint die endlosen Suburbs rund um die Metropolen der USA.
            Denkt an die typischen Einfamilienhäuser aus Filmen/Serien mit riesiger Auffahrt, riesigen Garagen usw.
            Und jetzt stellt euch eine Fläche wie das Ruhrgebiet vor, die quasi nur aus solchen Straßen besteht.

    • Sumu und die Grünen haben recht.

      Monotone Einfamilienhaussiedlungen sind auch unter Urbanitätsgesichtspunkten eine Fehlentwicklung. Die Mischung macht’s. Man sollte also stärker auf kleine Mehrfamilienhäuser setzen, wo auch jeder seinen Gartenbereich haben kann.

      Es geht ja auch nicht nur um’s Klima, sondern auch um den Flächenverbrauch.

      Unsere pseudoliberalen, kapitalistischen Gesellschaften mit ihrem individualistischen Grundrechtsfundamentalismus lernen langsam, daß es auch so etwas wie ein Kollektiv gibt, kollektive Bedürfnisse, die wichtiger sind als der Narzißmus einzelner Individuen.

    • Inwiefern sind Einfamilienhäuser schlecht für das Klima. Heute muss man nur „Klima“ sagen und alle nicken. Ob die Behauptung wirklich stimmt ist nebensächlich. Z.B. der Flächenverbrauch: wenn man höher baut braucht man größere Abstände zwischen den Gebäuden. Die Grünen zeigen in erster Linie, dass sie populistische Sprüche machen, aber von der Materie keine Ahnung haben.

      • Du hast keine Ahnung, da du hier postulierst, daß das Klima-Argument Bullshit sei, ohne daß du zwingende Belege dafür lieferst. Du gibst Mutmaßungen ab.

        Diese sind aber nicht besonders plausibel. Da kleine Mehrfamilienhäuser nicht unbedingt höher gebaut werden müssen. Zudem ist auf den Grundstücken auch meist genug Platz, sodaß mehr Höhe nicht unbedingt mehr Abstand bedeuten muß.

        Bist du auch ein Coronal-Leugner?

        Es ist ja das eine, linke Ideologie zu hinterfragen. Das mache ich auch. Aber man darf dann nicht genauso agieren wie linke Ideologen, bloß andersherum.

        • „Du hast keine Ahnung, da du hier postulierst, daß das Klima-Argument Bullshit sei, ohne daß du zwingende Belege dafür lieferst.“

          Das Klimadenken wäre auch dann Bullshit, wenn alle Behauptungen der Klimapäpste von A – Z wahr wären. Es ist deshalb überflüssig, sich damit näher zu beschäftigen, denn: Die Beeinflussung des „Klimas“ zum höchsten Ziel einer Gesellschaft zu machen und viel wichtigere Dinge dem unterzuordnen läuft auf kollektiven Selbstmord ninaus.

    • „Klimaschutz“ ist eine irrationale Vokabel, die nur Ökoschwaben ernst nehmen. Aber deren Wohlstandsverwahrlosung gedeiht genau in den Reihenhaus-Vorstädten die ihre Partei jetzt verbieten will. Gönn gönn.

  2. Suburbanisierung ist in der Tat ein kritischer Bereich der Stadtplanung. Allerdings ist Deutschland hier gut aufgestellt. Unsere ausgewiesenen Einfamilienhaussiedlungen vermeiden bereits die Nachteile derer in angelsächsischen Ländern, weil sie bereits heute kleinräumig ausgewiesen werden und vor allem auch unsere Städte attraktiv gehalten werden. Unsere Städte sind halt nicht nur Hochhäuser für Business mit einem anschließenden Meer aus Einfamilienhäuser drumherum.

    Im Übrigen: Was sollen auch 50 Prozent Singles in Einfamilienhäusern?

    • „Was sollen auch 50 Prozent Singles in Einfamilienhäusern?“

      Bei den Kosten heute können sich ohnehin nur noch solche Einzelpersonen ein solches Haus leisten, wenn sie Topverdiener sind. Ohne Erben ist da sowieso kaum was zu machen, für die anderen. Aber das darf ja auch nicht sein, die Klimawandel-Weltuntergangsfreaks wollen ja auch das Erben abschaffen …

      • Weil eine Familie drin Platz *hätte*. Ein typisches EFH neu gebaut ist eher ein „tiny house“ für eine bis zwei Personen….. Kosten, Kosten, Kosten

        • Ein typisches EFH neu gebaut ist eher ein “tiny house” für eine bis zwei Personen….. Kosten, Kosten, Kosten

          Das typische EFH wie es im überwiegenden Großteil der Fälle von den großen Organisationen gebaut wird ist für 2 Kinder gedacht. D. h. 3 Schlafzimmer. Wenn du da alleine oder zu zweit keinen Platz hast, dann stimmt etwas mit deinen Ansprüchen nicht.

          • Ich habe nur die Situation beschrieben, was ich um mich herum tatsächlich sehe.
            Und natürlich kann man als Familie sich auch ein Zimmer teilen, und sich zB beim Schlafen abwechseln. Man muss sich ja was einfallen lassen, um die Welt zu retten.

  3. Die Grünen sollten sich lieber fragen, warum heute im Vergleich so viel weniger Menschen „passend aufgestellt“ sind sich ein EFH leisten zu können als noch vor 20,30 Jahren. Mit einer passenden finanziellen Aufstellung ist man auch weniger gezwungen, so billig wie möglich bauen zu müssen (billig bauen ist in der Regel umweltschädlicher)

    Das wäre mal eine interessante Frage.

    • Das sind Fragen im Detail.
      Du darfst nicht vergessen, dass unsere Bauvorschriften mit die schärften europaweit sind. Schau mal nach Belgien oder Niederlande, wie da gebaut wird.
      Welche Materialien werden erlaubt, Versorgungsleitungen über oder unter Putz, Dachform und Ausführung, Verputz bzw. Außenverkleidung etc. Ich habe selten so viele hässliche Häuser gesehen, wie in den Niederlande, aber auch oft mit sehr ausgeklügelte Bauten.
      Und nur unter Schmerzen verlinke ich hier auf ze.tt https://ze.tt/diese-belgischen-haeuser-sind-so-haesslich-dass-es-weh-tut/

      • @jolanda:

        Ich weiß nicht ob Bauvorschriften der entscheidende Punkt bei der Finanzierungsfrage eines EFH sind. Ich kanns mir aber nur schwer vorstellen.

        Wenn es so wäre: Heißt das, die Bauvorschriften sind in den letzten 20 Jahren so von Grund auf verändert worden, dass es die Häuslbauer heute in den Ruin treibt? Und vor 20 Jahren nicht? Hm…

        • Vor 20 Jahren musstest du anders Dämmen, als heute. Du hast auch eine andere Auswahl, weil z.B. viele nachhaltig bauen wollen, wird dann mit Schafwolle gedämmt oder Lehm und Stroh. Je mehr technische Details vorgeschrieben werden, je teurer wird das Haus. Heute habe viele EFH auch Photovoltaik Anlagen oder Brauchwassernetze, das kostet. Manches ist auch einfacher geworden, wie z.B. die Vorfertigung von Bauteilen.

        • Ein Ex-Kollege von mir hat gebaut und m.E. ist es die Kombination aus: exorbitanten Flächenpreisen, Bauvorschriften (vor allem zur Einhaltung ökologischer energiesparen-sollender Bauweise) und Steuern. In der Größenordnung eines Hauses, wenn mal eben 500k Euro über den Tisch wandern, arbeitet man allein für die Mehrwertsteuer mehrere Jahre, dazu kommt Grunderwerbssteuer,
          Grundsteuer, die Einkommenssteuern der Handwerker etc. pp.

          Last but not least, sind die Ansprüche höher geworden. Fußbodenheizung etc. man will zwar den Dämmwahnsinn einhalten, aber bitte ökologisch statt Styropor usw. was nochmal alles verteuert.

          Früher waren die Zinsen noch der typische Genickbrecher, die sind wenigstens weitgehend weggefallen. Wäre nicht der massive Zuzug nach Deutschland, mit entsprechender Platzverknappung, die Zeiten wären eigentlich nicht so schlecht, da ja auch laufend wieder Häuser frei werden.

  4. Die USA sind da schon weiter:

    Für NUR 840€ pro Monat hat man einen trockenen Schlafplatz, ohne Privatsphäre (und 28560€ Einnahmen pro Monat für den Betreiber) … aber es reicht um ein Leben für die Arbeit zu führen und fleißig Steuern zu zahlen, die man dann von den altruistischen Staat als Sozialhilfe wieder zurückerbitten muss, weil die Lebensunterhaltskosten immer weiter steigen und man nicht genug Geld über hat, um etwas besseres zu finden und sich etwas aufzubauen. Aber damit der Staat einem das Geld gibt, kann er nun Bedingungen stellen.

    Käfighaltung für Hühner ist aber böse…

  5. Bezeichnend ist auch wieder wovon NICHT die Rede ist, von den Gewerbegebietszonen, die vor allem in kleineren Gemeinden wie die Pilze aus dem Boden geschossen sind und die mancherorts die Bedeutung der Wohlgebietszonen auf den hinteren Platz geschoben hat. Dieser Flächenverbrauch wird natürlich nicht als Landschaftszersiedlung von den Grünen und ihren Epigonen angeprangert. Das ist alles die pure Heuchelei. Damit kann man halt gut die Politik des Anti-Individualismus trommeln. Wir brauchen ja mehr „Gemeinschaftssinn“, um den bevorstehenden Weltuntergang aufzuhalten.

    • Bei jedem Flachdachsupermarkt in Stadtrandlage und in Billigstbauweise erstellt, ringeln sich meine Fußnägel nach oben. Da wird, auch wegen der Parkflächen, so viel Land verbraucht, das macht schon nachdenklich. Da finde ich die Idee, dass Discounter in eine Wohnanlage integriert werden und darüber Wohnungen oder Büro errichtet werden sehr vernünftig. Das ist sicher nicht überall möglich, aber Städte und Kommunen sollten mit Bedacht prüfen und es im Bedarfsfall durchsetzen können.
      Ich gehe gerne zu Fuß einkaufen und freue mich, dass in meiner kleinen Stadt im Innenstadtbereich ein Lebensmittelladen noch besteht und der Lidl fußläufig 15 Min. entfernt ist (es ist keine große Stadt, der Lidl liegt am Stadtrand an eine Ausfallstraße).

      • Das mit der Innenstadt klappt nicht, weil alles in einem kompliziertem und höchst korrupten Sumpf aus 1001 Interessen steckengeblieben ist. Das ist das, was derzeit mit „Staatsversagen“ ausgedrückt werden soll. Da ist es viel einfacher für die Gemeinden neues Gewerbebauland auzuweisen, schnelle, schnelle Kohle für diese Pleitegeier. So läuft das heute und weniger mit EFH-Siedlungen. Aber den Grünen geht es ja gar nicht darum vielleicht unsinnigen Flächenverbrauch anzuprangern, sonst würden sie das als erstes machen.

  6. Also ich brauche Platz und mein eigenes Reich. 500m2 Grund und 200 m2 Wohnfläche sind okay. Auf dem Dorf geht das noch. Viel Natur und himmlische Ruhe incl.
    In einem Hasenkasten in der Stadt wollte ich nicht leben. Aber jeder so, wie er mag

    • Der grüne Politiker und der typ. Grünenwähler wohnt aber nicht im Hasenkasten sondern im 100m² Altbau (mit 3m Raumhöhe) oder im EFH. Ob dem Wähler das dann selbst gehört oder den Eltern sei mal dahingestellt, aber auf die 30qm oder weniger die man einem Single noch zugestehen möchte würden die sich von der Zeit im Studium mal abgesehen auch nicht einschränken lassen.

      • Streng genommen sollte ich grün wählen, denn ein Haus habe ich ja schon und nen Hasenkasten in der Stadt auch. Die Wertsteigerung dank grün ist beachtlich. Hätte ich damals mal besser zwei Wohnungen gekauft…..

  7. „Das Einfamilienhäuser so beliebt sind ist klar. Man hat einen eigenen Bereich, etwas mehr Abgeschiedenheit, auch evtl einen eigenen Garten, Raum sich zurückzuziehen und üblicherweise auch mehr Raum als in einer Wohnung.“

    Man könnte es auch den Wunsch nach einem eigenen Safe Space nennen.

    • Ist nicht die, ja jede, menschliche Behausung *der* safe space schlechthin? Der Mensch ist da nicht viel anderes als eine Schnecke! Immer die Höhle im Gepäck, auch wenn es nur ein Zelt oder ein Schlafsack ist 😀

  8. Technisch gesehen hat Hofreiter Recht. Das macht ihn oder die Grünen mir aber nicht sympathischer oder gar wählbarer. Bei der Geschlechterpolitik sind die Grünen unwählbar!!11!!1

    Ein EFH ist ja nicht nur im Flächenverbrauch etwas größer (da habe ich bei der Größe der Grundstücke heute auch meine Zweifel, ob das viel ausmacht, denn auch MFH brauchen Parkplätze und Grünbereiche) sondern es sind der höhere technische Aufwand wenn es um Energie geht und die unflexiblere Verwertbarkeit geht.

    Jedes EFH braucht eine eigenen Heizung, muss Ver- und Entsorgt werden (Wasser, Abwasser) und Strom. Außerdem ist die Außenfläche um einiges größer als ein MFH, also ist die Dämmung bzw. der Wärmeverlust größer bzw. aufwendiger. Deshalb ist das EFH auch teurer.

    Das EFH wird auch über Jahre meist von den gleichen Menschen und dies vielleicht über Generationen bewohnt. Eine Wohnung lässt sich leichter anpassen, wenn der Platzbedarf nicht mehr so groß ist – wann will man bauen: wenn die Kinder das sind. Mit 20 sind die aus dem Haus und die Eltern wohnen auf 140-200qm. Wohnungen wären hier flexibler, dann könnte man bedarfsgerecht umziehen und den Wohnraum frei machen für Menschen, die dies benötigen.

    Trotzdem hat der Vorstoß Hofreiters einen bitteren Geschmack: die Grünen sind seit Jahren in der Regierungsverantwortung, teilweise auf Bundes- oder Landeswebenen, und damit auch für den sozialen Wohnungsbau verantwortlich. Und da hat sich einfach zu wenig getan.

    Die Hochhäuser der 70er Jahre sind meist mit gut geschnittenen Wohnungen ausgestattet, viele mit Balkon und ab der 7./8. Etage ist die Aussicht nicht schlecht. Klar, eine EFH mit Garten hat einen Mehrwert und ist individueller, aber man muss es sich eben leisten können. Ich hätte keinen Einwand für ein Penthouse in der 22. Etage 😉

    Seit es die Technik zulässt, sind auch mehrgeschossige Bauten aus Holz möglich. Hier Beispiele aus Schweden https://www.swedishwood.com/publications/wood-magazine/2016-1/urban-development-in-wood/ und https://www.architecturaldigest.com/story/wooden-skyscraper-stockholm-built-new-technology
    gefällt mir saugut

    Ich finde, wer die Möglichkeit hat zu bauen, sollte das dürfen. Es braucht hier keine gesetzlichen Einschränkungen (die werden durch den Markt geregelt) oder moralischen Vorhaltungen (von den Grünen schon gar nicht!).

    Aber wir brauchem bezahlbaren Wohnraum auf dem Land und in den Ballungszentren. Nachverdichten ist nicht immer eine gute Lösung, es braucht Freiflächen in den Städten und das Aufstocken von Dächern bedeutet auch nur, dass die zusätzlichen Menschen weiteren Raum im Umfeld des Hauses benötigen (Parkflächen, Erholungsflächen). Ich bin für die Errichtung neuer Hochhäuser, wo es passt und nötig ist.

    • „Aber wir brauchem bezahlbaren Wohnraum auf dem Land und in den Ballungszentren.“

      Schöne Parole, leider reichlich platt.
      Wer oder was bedingt denn, dass dieser Platz so teuer ist …. ?

      • Wer oder was bedingt denn, dass dieser Platz so teuer ist …. ?
        Die Grundbesitzer, in erster Linie der Staat und öffentliche Hand. Dann kommen die Landwirte, die sich bei der Umwandlung von Ackerflächen in Bauland goldenen Nasen verdienen. Auf der Alb hat dies so an manchem Ort den ein oder anderen heimlichen Millionäre hervorgebracht und in anderen Bundesländern bestimmt auch. Und dann die institutionellen Investoren wie Versicherungen, Genossenschaften, Banken, Fonds, etc.
        So macht das der Boris in Tübingen https://www.tagesspiegel.de/politik/enteignungen-in-tuebingen-boris-palmer-will-eigentuemer-zum-bauen-zwingen/24264450.html

        • Wer kann darüber bestimmen, was überhaupt Bauland ist? Das ist die entscheidene Frage für die Menge an Bauland und was seinen Preis angeht. Landwirte, Investoren, etc sind es nicht ….

          Das über Palmer zeigt ja schon klar, wer hier „nach Gutsherrenart“ agieren kann …. (und nebenbei, dass er eben für eine autoritäre und illliberale Politik steht)

          In China ist es übrigens so, dass die Geldschöpfung der Zentralbank an Bodenentwicklung gekoppelt ist, was der wirkliche Grund für die Millionen-Geisterstädte, die in die Pampa gebaut werden, ist. Es geht eben noch irrsinniger als in Deutschland …

          • Palmer ist da aber kein typischer Grüner, dem steht nur die schwäbische Behäbigkeit und die Gewinnsucht mancher Spekulanten Oberkante Unterlippe.

    • Das EFH wird auch über Jahre meist von den gleichen Menschen und dies vielleicht über Generationen bewohnt.

      Aber das spricht doch nicht gegen sondern für EFH.

      • Nicht wenn man bedenkt, wie sich über die Jahrzehnte die Anforderungen ändern. Als junges Paar reicht vlt. 2 Zimmer, als junge Familie 3-4 Zimmer oder mehr, im Alter dann wieder 2-3 Zimmer. Und ob ein Garten dabei sein muss, liegt ja auch an der Mobilität der Bewohner. Wo Baugrund Mangelware ist, sollte über andere Wohnformen schon mal nachgedacht werden. Nur sollten die Grünen dies vielleicht Experten überlassen. Die Grüne Realität in Berlin zeigt, dass sie das nicht können.

        • Wo ein EFH äber Generationen hinweg genutzt wird, spielt Baugrund aber keine Rolle. Denn es wird ja nichts neues gebaut, sondern Bestand genutzt.
          Gilt übrigens auch für die Einsparung von Ressourcen.

          Im Nachbarhaus (eigentlich ein EFH) wohnten auch Oma, Vater, Mutter und Kind – theoretisch auch der Urenkel. Der Sohn hat es dann aber irgendwann vorgezogen, auszuziehen.
          Wenn die Alten (im konkreten Fall die Oma) sich mit dem sozial- und klimaverträglichen Ableben nicht so viel Zeit lassen würde, könnte das der Sohn mit dem Urenkel jetzt im EFH leben.

          Der Knackpunkt ist kein angeblich menschengemachter Klimawandel, den es auch ohne Menschen gibt, die Überbevölkerung auf dem Planeten ist das Problem.
          Das können und sollten die linksgrünen Klimahysteriker und -deppen lösen.

          • „Das können und sollten die linksgrünen Klimahysteriker und -deppen lösen.“

            Können sie nicht, ebensowenig wie sie weltweit die Verbrennung fossiler Rohstoffe beenden können. Die anderen Länder kümmern sich nämlich nicht die Bohne, um deutsche Kasper wie den Hofreiter oder um das Wohlbefinden unserer grünen Schickeria.

            Was sie tun könnten, wenn sie genug zwischen den Ohren hätten, wäre nachzudenken, wie man dieses Land positiv und im Sinne der Bürger und der Natur in die Zukunft führt. Wenn man mehr Wald und Natur will und alles bio produzieren und nur noch erneuerbare Energien: meinetwegen, aber dann sollte man halt nicht so dämlich sein und vorsätzlich die Bevölkerungsüberschüsse aus anderen Ländern importieren, wenn die Deutschen gerade so freundlich sind, sich sowieso kaum noch zu vermehren. Eine Bevölkerungsdichte wie Schweden (23 Einwohner pro qkm, statt 230) und wir könnten 100%ig ökologisch leben und das bei gleichbleibendem oder steigendem Lebensstandard und unabhängig von Energieimporten.

  9. „dazu gehört auch das Einfamilienhaus. Das wird es auch in Zukunft geben – so wie Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Mietshäuser.“ Was aber wo gebaut werde, entschieden die Kommunen. Dabei werde etwa auch berücksichtigt, wie viel Fläche da sei und wie viel Leerstand es gebe, so der Grünen-Sprecher.“
    Mit anderen Worten, man wird Angebote machen die die Bauherren nicht ablehnen können. Diese Art des unredlichen Vorgehens unterminiert auf Dauer die ganze Gesellschaft.

    • Die Gesellschaft wird von diesem „unredlichen Vorgehen“ schon jetzt getragen. Wer oder was glaubst du, gegenfinanziert den Sozialetat der Gemeinden?

      • Mir geht es um die Unehrlichkeit. Nach Außen vorgeben, dass man de jure nichts gegen das Eigenheim hätte, dann aber durch frisch eingeführte Verordnungen de facto Neubau so zu verteuern, dass es den Allermeisten* unmöglich wird, zu bauen. Wobei dann gilt „so fühlt man Absicht, und man ist verstimmt.“ Diese Perfidie ist der Weg in den Failed State weil natürlich die Bürger sich wehren (z.T. einfach durch Bestechung) und dadurch auf Dauer das Staatsgefüge zerfressen wird welches auf einem Grundvertrauen der Akteure beruht, dass das Gegenüber einigermaßen ehrlich ist.

        *Was dann dazu führt, dass die 0,1% profitieren.

  10. Ich werd wohl mal das Haus meiner Urgroßeltern/ Großeltern/ Eltern auf dem Land erben, und hab auch vor, meine Rente dort zu verjubeln. Ich seh da nur 3 Probleme aufgrund der extremen gesellschaftlichen Entwicklungen.

    1. Vielleicht kann ich mir die Erbschaft aufgrund massiver Steigerung der Erbschaftssteuer dann gar nicht mehr leisten.
    2. Falls ich solo dort leben sollte, meldet der Staat vielleicht Platzbedarf für eine ganze Familie an, und spendiert mir eine Einraumwohnung in der Stadt (Na Opi, freuste dich? Fahrstuhl und Balkon mit Aussicht auf n Parkplatz, Supermarkt und Apotheke um die Ecke, und viele andere Opis und Omis!).
    3. Die langfristigen Landentvölkerungsphantasien etlicher Grüner: Dörfer sollen aussterben, Bürger solln die Natur nur noch in Ausnahmefällen betreten dürfen (Schüler und Studenten auf Öko-Exkursion, grüne Aktivisten natürlich, dazu die Arbeitsameisen wie Förster und Waldarbeiter, Jäger natürlich garnicht, und selbstverständlich Bio- Landwirte. Konventionell produzierte Nahrungs-Produkte für 95% der Bevölkerung werden dann teuer aus dem Ausland importiert.).
    Eine „sanfte“ Methode jetzt schon: Einstellung des ländlichen Nahverkehrs.

    • Um 1. zu umgehen, könnten deine Eltern dir das Haus heute schon überlassen, unter ihrem vollen Niesbrauchrecht. Das macht dich zum Eigentümer und sie sind die vollen Besitzer mit allem Rechten und Pflichten. Nach 10 Jahren ist diese Schenkung dann unabhängig von einem etwaigen Erschaftsfall geworden. Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt!

      • Ich schließe mich der Empfehlung von Alex an.
        Aus diesem Grund bin ich seit 1,5 Jahren Eigentümer eines schönen Hauses im erweiterten Speckgürtel einer Uni-Stadt.

        Bei Schenkungen an die eigenen Kinder gilt übrigens ein Freibetrag von 400.000 €. Pro Elternteil.

        • @ GOI
          Da würde es gar nicht ranreichen.
          Hab bei Muttern grade vorgefühlt, sie kuckte gleich misstrauisch, als ob ich sie ins Heim stecken will.
          Aber sie kennt sich beim Thema schon aus, will nur ihren Trumpf gegen den manchmal widerborstigen Sohnemann nicht leichtfertig hergeben. 😉

    • Wie schon geschrieben, vorzeitige Überschreibung mit Niesbrauchrecht. Lief bei in der Großfamilie so zu Gunsten eines Geschwisterteils. Auf Erbstreitigkeiten hatte keiner Lust, hätte sich bei der Masse der Kinder eh nicht groß gelohnt.

      Zu dem folgenden Satz: „Die langfristigen Landentvölkerungsphantasien etlicher Grüner: Dörfer sollen aussterben, (…).“ Nein, das ist Humbug.

      Die Vernachlässigung der ländlichen Regionen ist seit langem Programm. Insbesondere seit 1995 hat diese deutlich zugenommen (vor allem im Osten), wegen Einsparzwängen und Finanzkrise und der fixen Idee, Zentralisierung würde zu Kosteneinsparungen führen. Bestes Beispiel sind Schulen, anstatt auf das Konzept Zwergschulen zu setzen, zentralisiert man auch schon Grundschulen konsequent in vielen Bundesländern. Ergebnis, selbst Erstklässler müssen in vielen Ecken des Landes morgens bereits 10km durch die Pampa geschaukelt werden. Ein Beispiel von vielen. Die Einstellung von Bahnverbindungen gehört dazu, ebenso die Zentralisierung staatlicher Behörden (z.B. im Rahmen von Gebietsreformen wie in Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg) oder Schließung von kleinen Krankenhäusern (wofür ein Herr Lauterbach und die Bertelsmann-Stiftung trommeln). Auch so gehen in den Regionen wichtige Ankerarbeitsplätze verloren, in deren Zuge wichtige andere Vorortfunktionen peu à peu aufgeben müssen, weil die Kundschaft fehlt (Geschäfte, Apotheken, etc.). Wenn dann Medizinerin mehr Landarzt werden möchte, weil wegen Work-Life-Balance ein Ganztagsjob ja gar nicht möglich ist, verliert eine ländliche Region ihre ärztliche Versorgung. Und schwupp, gibt es nur noch Alte, Abgehängte und verfallende tolle Altbauten in den ländlichen Regionen mit enormen Denkmalschutzauflagen und den Fesseln des Baurechts belegt.

  11. Das Ausplündern der Menschen mit den hohen Bodenpreisen war nicht mal erfolgreich. Viele Gemeinden sind hoffnungslos überschuldet. Die Verantwortung für diese korrupte Misswirtschaft soll jetzt mit einer „Altschuldenregelung“ auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Ich wäre viel eher für eine harte Abwicklung dieser Pleitegeier. Die Menschen dieser Gemeinden haben das zu tragen, schliesslich haben sie immer ihre Vertreter gewählt und sollten jetzt deren Verbindlichkeiten vollumfänglich übernehmen! Wer wegzieht, der stimmt mit den Füssen ab! Danach kann der Neuanfang stattfinden und die Preise für die Immos da, die sollten auf einem Niveau angekommen sein, den auch der Normalo bezahlen kann ….

    • „Das Ausplündern der Menschen mit den hohen Bodenpreisen war nicht mal erfolgreich. Viele Gemeinden sind hoffnungslos überschuldet.“

      Bevor man irgendwas macht, sollte man mal analysieren, woran das liegt. Nicht selten sind Forderungen und rechtliche Vorgaben von Bund und EU dafür verantwortlich, die die Gemeinden zu eigentlich unnötigen Investitionen (z.B. in den Neubau von Asylantenheimen) zwingen.

      „Die Verantwortung für diese korrupte Misswirtschaft soll jetzt mit einer „Altschuldenregelung“ auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Ich wäre viel eher für eine harte Abwicklung dieser Pleitegeier. Die Menschen dieser Gemeinden haben das zu tragen, schliesslich haben sie immer ihre Vertreter gewählt und sollten jetzt deren Verbindlichkeiten vollumfänglich übernehmen!“

      Ja klar, als ob man mit einer Wahl irgendwas beeinflussen könnte. Es sind ohnehin meist die Gemeinden überschuldet, die schon wenig haben und in strukturschwachen Regionen liegen. Nötig wäre, eine generelle Diskussion über die Finanzierung und die Verschuldungsrichtlinien von Ländern und Kommunen und insbesondere eine über Bürgerbeteiligung.

      „Wer wegzieht, der stimmt mit den Füssen ab! Danach kann der Neuanfang stattfinden und die Preise für die Immos da, die sollten auf einem Niveau angekommen sein, den auch der Normalo bezahlen kann“

      Sonst noch Wünsche? Da werkelt man das halbe Leben am eigenen Haus herum und dann soll man mal eben „mit den Füßen abstimmen“, die Hütte in eine Flaute hinein verkaufen und wegziehen? Strukturschwache Regionen erholen sich normalerweise auch nicht, wenn die Leute wegziehen, sie entvölkern lediglich weiter und werden noch schwächer. Marktwirtschaft funktioniert in diesem Bereich nicht zugunsten des Menschen, sondern sie tut, was sie am besten kann: alles konzentrieren, in Ballungsgebieten, wo die Leute sich dann gegenseitig auf die Füße treten.

      Die betroffenen Kommunen würden pleite gehen und könnten ihre Gläubiger nicht mehr bedienen, was weitere Kreise zieht. Nein, wenn wir aus 2008 und 2015 irgendwas gelernt haben, wenn wir von Merkel und der EZB irgendwas gelernt haben, dann das, dass GELD in einem Fiat-Money-System immer genug da ist! Sollen sie halt weiter welches drucken, für die Schei**-Banken und irgendwelche virilen Männer aus Nordafrika, sowie für arabische Großfamilien ist doch auch immer genug da… und wenn sie es übertreiben, bekommen wir halt eine Hyperinflation und irgendwann ein richtiges Reset. Davon sind dann wenigstens alle betroffen, auch die ganzen dämlichen Merkelwähler, die weltfremden grünen „urbanen Eliten“, die Städter genauso wie die Dörfler.

  12. Platz ist doch nur ein Strohmann.
    Den Kern sehe ich im zugrundeliegenden Familienbild. Ist die Familie die Keimzelle der Gesellschaft oder ist es das Individuum?
    Ein grünes Weltbild, das eben das Individuum in den Vordergrund stellt, richtet sich natürlich gegen Einfamilienhäuser.

    Auf der einen Seite stehen einzelne Menschen, die, wenn sie zusammenleben, exakt gleich viel erwerbsarbeiten, verdienen und Carearbeit verrichten sollen. Sie sollen Nachwuchs in der staatlichen Sammelbetreuung verklappen und gegeneinander in der Partnerschaft für die absolute Gerechtigkeit kämpfen.

    Auf der anderen Seite steht eine Gruppe namens Familie, die nach außen souverän erscheint. Die Mitglieder ergänzen sich, teilen die Aufgaben im Sinne der Familie untereinander auf. Sie leben einen Grundkonsens, das Leben der Familie möglichst schön zu machen. Dazu kann es auch gehören, dass die Frau eine 50-Stunden-Woche als Aufsichtsrat ertragen muss und der Mann die Miele bedient und den Kindergeburtstag ausrichtet. Diese Familie möchte ein eigenes Haus haben – mit einem Garten, in dem die Kinder auch Auslauf haben, mit dem Gefühl, dieses Haus haben wir gemeinsam für uns geschaffen – und jetzt können wir gemeinsam gut darin leben.

    Diese familiäre Souveränität widerspricht grünen und anderen linken Grundsätzen. Als Folge verbieten sie Einfamilienhäuser, damit Hühner mehr Auslauf haben können.

    • „Ein grünes Weltbild, das eben das Individuum in den Vordergrund stellt ….“

      Bei den Grünen stehen immer nur Kollektive im Vordergrund, wie zB Frauen. Eine Familie ist denen schon zu sehr individualismusfördernd.

  13. Das ist alles pure Heuchelei. Die Grünen wollen noch Millionen Migranten ins Land holen, die alle Wohnungen brauchen, da kann man sich natürlich keine EFHs leisten, alle müssen zusammenrücken, um Platz für die neuen Nachbarn zu schaffen, schließlich holen die meisten ihre Familien nach. Und wir denken auch nicht daran, denen evtl. nahe zu legen, nur so viele Kinder zu zeugen, wie sie auch ernähren können, das wäre ja rassistisch.

    Jeder der in einer Großstadt wohnt kann beobachten, dass immer mehr Freiflächen bebaut werden. Das sind i.d.R. Flächen, auf denen Unkraut und Sträucher wuchern konnten und viele Vögel ihre Nester bauten, ökologisch sicher wertvoll. Aber weg damit, wir haben ja Platz.

    • die Frage ist, ob die Grünen tatsächlich überhaupt so kohärent denken. Ich glaube nicht. Das mit der Bau- und Siedlungspolitik und die Migration sind bestimmt zwei ganz verschiedene Welten für die, ohne Zusammenhang!

        • Ja, es gibt nur selten bessere. Sagt einem, dass diese multipolare Geisteshaltung weitgehend geteilt wird, wenn diese Steilvorlage ungenutzt liegen bleibt. Es ist weniger ein grünes als ein deutsches Problem.

  14. Ich finde die Argumentationsweise immer ein bisschen seltsam, ich habe ein Haus und was die Energiegewinnung angeht, könnte ich damit fast autark werden, ich hab schon das ganze Dach vollgepflastert und ein Kleinwindrad wäre auch noch denkbar, wenn es da nicht erhebliche Rechtsunsicherheiten gäbe. Ich kann eine Menge in Eigenarbeit erledigen, selbst Holz machen z.B. eine Wärmedämmung anbringen (die sich bei den deutschen Handwerkerkosten sonst niemals lohnt) etc. wenn Elektroautos jemals zu vernünftigen Preisen angeboten werden, könnte ich mir auch eines holen, eine Wallbox habe ich jedenfalls mit der PV-Anlage montieren lassen (wenn man schonmal einen Elektriker im Haus hat, muss man das ausnutzen 🙂 ).

    In der Stadt, in einem Hochhaus, vielleicht auch noch auf Miete, ist das unmöglich. Will man Stadtleben ökologisch haben, muss man vor der Stadt alles zupflastern mit Großwindrädern (massiver Platzverbrauch, Vogelgefährdung, Infraschallbelastung usw.), Solarflächen etc. Mit anderen Worten die Leute leben vollkommen von der Natur entfremdet und selbst die Flucht aus der Stadt lohnt dann kaum mehr wirklich. Das Ganze in erster Linie, um ein bisschen KfZ-Verkehr und Heizenergie einzusparen. Zumindest theoretisch, ob das im Endeffekt wirklich aufgeht, oder ob die Leute das nicht vielleicht überkompensieren, weiß der Teufel.

    • „Mit anderen Worten die Leute leben vollkommen von der Natur entfremdet und selbst die Flucht aus der Stadt lohnt dann kaum mehr wirklich. “
      Was glaubst du wohl, warum die Ökologisten Anhänger des Ökologismus sind? Nur, wer die Natur nicht kennt, kann sie für gütig halten (was die Basis des Ökologismus ist, deswegen wollen die Umweltschutz und ähnliches um jeden Preis), von Ausnahmen abgesehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.