Beförderungen und das Risiko einer Scheidung: Frauen in hohen Positionen haben ein höheres Scheidungsrisiko als Männer

Eine interessante Studie:

We study how promotions to top jobs affect the probability of divorce. We compare the relationship trajectories of winning and losing candidates for mayor and parliamentarian and find that a promotion to one of these jobs doubles the baseline probability of divorce for women, but not for men. We also find a widening gender gap in divorce rates for men and women after being promoted to CEO. An analysis of possible mechanisms shows that divorces are concentrated in more gender-traditional couples, while women in more gender-equal couples are unaffected.

Quelle: All the Single Ladies: Job Promotions and the Durability of Marriage

Aus der Studie:

Man sieht, dass die Frauen eher eine kürzere Ehezeit hatten, die Männer hingegen eher noch eine etwas längere.

Aus einer Besprechung der Studie:

Getting a top job dramatically increases women’s chances of divorce, even in egalitarian countries. Why isn’t it the same for men?

Having a successful and enjoyable career alongside a fulfilling romantic relationship is a life goal for many of us. But even in the most gender-equal countries, finding a partnership that lasts is trickier for high-flying women than men.

In Sweden, which ranks first in the EU’s gender equality index thanks to factors like generous parental leave, subsidised daycare and flexible working arrangements, economists recently studied how promotions to top jobs affected the probability of divorce for each gender. The result: women were much more likely to pay a higher personal price for their career success.

“Promotion to a top job in politics increases the divorce rate of women but not for men, and women who become CEOs divorce faster than men who become CEOs,” summarises Johanna Rickne, a professor at Stockholm University and co-author of the research, which was published earlier this month in American Economic Journal.

The paper, which looked at the lives of heterosexual men and women working for private companies with 100 or more employees, found that married women were twice as likely to be divorced three years after their promotion to CEO level compared to their male counterparts. In the public sector, using three decades’ worth of records, women mayors and parliamentarians promoted after an election doubled their chances of splitting from their partners; 75% were still married eight years after the vote compared with 85% of those who didn’t get promoted, while there was no evidence of a similar effect for men. Female medical doctors, police officers and priests who progressed in their careers also followed the trend.

Natürlich muss man erst einmal anführen, dass die meisten noch verheiratet waren. Aber von 85% auf 75% ist schon ein deutlicher Wert. Insbesondere wenn die Chancen sich bei den Männern nicht verändern.

While Rickne’s research did not measure which party initiated divorce in each case, one theory is that the husbands of top managers who got promoted found the situation harder to deal with than wives who were married to high-performing men. She points out that the marriage market has not kept up with the labour market when it comes to gender equality, since it is “still seen as quite unusual for men to be the main supportive spouse in someone else’s career”.

“I think this norm changing is pretty far off,” she adds. Her team’s research, she argues, might therefore act as a lesson about what lies ahead for other countries that are moving towards more egalitarian economies.

Und weiter:

So how might women aiming for top jobs mitigate their chances of entering into a relationship that destabilises when they reach the top of their career ladder?

Rickne points out that, even in egalitarian countries like Sweden, women still tend to marry older men who start out having more money than them, harking back to traditional “prince in the fairytale” narratives that “try and teach us to find as successful a husband as possible”.

“High-income high-status women – they don’t marry a low-income man who wants to be a house husband. They tend to seek an even more high-income husband. But thinking forward to your possibilities in the labour market, this might not be ideal,” she argues. “Maybe try and get into a more egalitarian relationship from the start.”
Couples who were closer in age and took a more egalitarian approach to childcare were less likely to divorce following a wife’s promotion.
Her research in Sweden found that divorces after promotions were most likely in couples where the wife was younger than her husband by a larger margin and took a bigger share of parental leave (which, in Sweden, partners legally have the right to split evenly between them).

Couples who were closer in age and took a more egalitarian approach to childcare were less likely to divorce following a wife’s promotion. The paper calls for more research to explore the conditions that might encourage “women at the top of the ability distribution to expand their choice set of partners to ‘marry down’ and for men to do the opposite”.

Leider gar nicht diskutiert wird, dass die Frauen der beförderten Männer vielleicht jetzt einfach einen statushöheren Mann hatten, der ihnen ein angenehmeres Leben geboten hat und sie von der Arbeit freigestellt hat während die Männer der beförderten Frauen diesen Luxus nicht hatten, weil sie selbst Karriere gemacht haben bzw die beförderten Frauen dann, wenn der Mann seine Karriere hinten an gestellt hatte, plötzlich einen statusniedrigeren Mann hatten und dies für sie teilweise weniger attraktiv war.

Ein Tweet dazu:

I imagine a woman telling her female friends that her husband stays home and changes diapers hits a bit differently from telling them he bought her a high priced luxury bag.

Der Status des Ehepartners ist unter Frauen eben auch ein Statusobjekt.

Dazu kommt, dass sich die Partnerschaft mit der beförderten Frau auch für den Mann mit höheren Status weniger lohnen könnte: Beide sind gestresst, beide haben keine Zeit etc. Er ist gleichzeitig auch für andere Frauen interessanter, während die statushohe Frau nicht im gleichen Maße im Partnerwert steigt.

Und natürlich kann es daneben bei den Männer auch die Einteilung „Frau für die Familie, Geliebte für den Sex“ geben, die für die beförderten Frauen wahrscheinlich weniger interessant ist, aber „ehebewahrend“ sein könnte.

27 Gedanken zu “Beförderungen und das Risiko einer Scheidung: Frauen in hohen Positionen haben ein höheres Scheidungsrisiko als Männer

  1. Was ich auf die Schnelle nicht gefunden habe ist, von wem die Trennung ausgeht; das ist aber der entscheidende Punkt wenn man die Ursachen untersucht. Vielleicht wollen die Karriere-Frauen einfach andere Männer oder a la Carte und reichen selbst die Scheidung ein?
    Aber vielleicht habe ich das nur überlesen.

  2. Ich finde diese Formulierung in der Überschrift „Frauen in hohen Positionen haben ein höheres Scheidungsrisiko als Männer“ nicht so gelungen, weil damit die Möglichkeit ausgeblendet wird, dass Frauen in hohen Positionen selbst ein höheres Scheidungsrisiko für ihre jeweiligen Männer sind.

    Siehe das Zitat im Haupt-Artikel: „High-income high-status women […] tend to seek an even more high-income husband.“ Na, wenn das mal kein guter Grund für die Frau in einer hohen Position ist, sich scheiden zu lassen … Vielleicht war sie ja bei ihrer letzten Heirat noch nicht in einer so gehobenen Position, und ihr aktueller Ehemann ist eben nach ihrem Aufstieg unter ihrer Würde.

    • Meine Assoziation war: „Selbstmordgefährdete haben ein erhöhtes Risiko, von einer Kugel getroffen zu werden.“

      Es ist, als würde einem Journalisten der Bleistift durchbrechen in dem Moment, wo er einen Satz „Frau [aktives Verb] [negative Sache]“ schreibt.
      Es sei denn, natürlich, das aktive Verb ist „bekämpft“ oder „protestiert“.

    • @Jochen
      „„Frauen in hohen Positionen haben ein höheres Scheidungsrisiko als Männer““

      -> Frauen in hohen Positionen haben eine höhre Scheidungsrate als dementsprechende Männer.

      Ist gleich sachlicher und vom sexistischen Bias befreit.

      • „-> Frauen in hohen Positionen haben eine höhre Scheidungsrate als dementsprechende Männer.“
        „Ist gleich sachlicher und vom sexistischen Bias befreit“

        da die Scheidungsrate von erfolgreichen und nicht erfolgreichen Männern gleich bleibt stimmt die obige Aussage allerdings durchaus

        • Naja, „Risiko“ impliziert, dass jemandem etwas Ungewolltes passiert, und wir wissen nicht, ob das hier für die Frauen tatsächlich zutrifft.

  3. Risiko an Scheidung klingt ja nett, aber mich würde interessieren wer denn jetzt mit dem Status Quo am ende wirklich unzufrieden war und warum – also wer quasi „schuld“ an der Scheidung war.

    • Vielleicht der Grund, warum Frauen „stay-at-home-dads“ überwiegend ablehnen? Die Missgunst, dass er fröhlich fremdvögelt während sie in öden Meetings abhängt? 😉

    • Verstehe ich voll, sie hat sich ja nur um ihre Karriere gekümmert, war nie für ihre Kinder da, hat ihren Mann emotional vernachlässigt, und dann noch weniger als die Hälfte des Haushalts erledigt. Und hat ihren Mann von sich finanziell abhängig gemacht, das bösartige Weib.

      Die volle Schuld liegt also komplett auf ihrer Seite, eine Karrierefrau deren Mann fremdgeht muss dringend an sich arbeiten, überlegen was sie falsch gemacht hat, und versuchen ihre toxische Weiblichkeit zu überwinden.

      (Argumentieren wie eine Feministin macht Spass …)

  4. Erstmal wäre noch wichtig wer da jeweils die Scheidungen eingereicht hat.
    Traditionell tun das ja häufiger die Frauen.
    Generell würde ich sagen, dass Frauen die einen ranghöheren Mann haben eventuell ganz anders motiviert sind die Beziehung zu erhalten? Immerhin könnte da ja auch Konkurrenz drohen. Jünger, sexier, hübscher. Andersrum ist das ja nicht so der Fall. Einen Rangniedrigeren Mann kann Frau jederzeit bekommen und die Konkurrenz ist da nicht höher als sonst auch. Und auf der anderen Seite ist Karriere nichts was den Marktwert in irgendeiner Weise für Frauen beeinflussen könnte. Intelligenz ist in gewissen Grenzen sexy, aber beruflicher Status? Das bedeutet lediglich, dass sie seltener Zeit hat. (Die Idee Geld und Rentenpunkte abzugeben dürfte für nahezu alle Frauen überraschend und eher unattraktiv sein. Des Mannes Vermögen ist unser Geld, ihr Vermögen ist ihres) Wenn dann noch der Anspruch der Frau auf möglichst repräsentative Haushaltsführung dazu kommt und der ebenfalls beruflich tätige Mann das nach seinen Standards durchführt ist Knatsch vorprogrammiert. Dazu dann noch die übliche Reduktion an Sex durch die Frauen in Kombination mit dem unattraktiven tieferen Status des Mannes und es gibt der Beziehung den Todesstoß.

    • Wer die Scheidung einreicht ist beispielsweise im deutschen rechtssystem ohne viel aussagegehalt. denn dann muss das trennungsjahr ja schon abgelaufen sein und man kann schlecht akzeptiert haben, dass ich der andere trennen will.
      Interessanter wäre, ich werde jetzt endlich die Trennung gewollt hat. Aber auch das kann natürlich in so eine Sache sein: wenn der andere immer desinteressierter wird, immer später nach Hause kommt weil er sich lieber noch mit Freunden trifft oder zu viele Besprechung hat (bei denen vielleicht vermutet wird, dass es sie gar keine Besprechung sind) kann natürlich auch die Umstände herbeiführen, aus denen sich der andere dann trennt

  5. Ich hasse solche Studien.
    Vorgeblich sollen zwei Gruppen untersucht werden, nämlich Politiker und CEOs von Unternehmen. In der gekürzten Fassung (29 Seiten) wird das Sample für die Politiker deskriptiv dargestellt (S. 268), für die CEOs wird aus Platzgründen auf den Anhang verwiesen. Es gibt keinen Anhang. Langfassung (59 Seiten) herunter geladen. Auf Seite 53 gibt es die Abbildung W6 „Proportion of divorced individuals by gender, occupation, and career performance“, die immerhin CEOs darstellt und auch weitere Berufe – was zeigt, sie haben die Daten – aber es gibt keine Darstellung des CEO Samples.
    Damit beschränkt sich die Studie lediglich auf die Gruppe der Politiker und -innen.
    Von daher bezieht sich „promotion“ nicht auf „Beförderung“, sondern auf die Wahl (oder Nicht-Wahl) in ein politisches Amt.
    Damit zurück auf die rein deskriptive Ebene der Tabelle und DUUUH-Moment für alle. Denn was heißt hier eigentlich „outearn“ im konkreten Kontext?

    Ich habe dafür die durchschnittlichen Verdienstangaben von Kronen in Dollar (1 schwedische Krone ca. 12 US-Cent) umgerechnet. Die nicht gewählte Politikerin hatte einen Jahresverdienst von 34.886 Dollar, der ihres Ehemannes betrug 34.790 Dollar. Gewählt bekam sie 40.264 Dollar und ihr Ehemann 33.950 Dollar. „Outearn“ sind etwas mehr als 520 Dollar im Monat Mehrverdienst – das ist signifikant mehr, aber sicher weniger, als hier wahrscheinlich durch die Köpfe geistert, bzw. nahegelegt wird.
    Für den männliche Politiker hingegen: Vor der Wahl 41.333, danach 44.466, verheiratet mit einer Frau, die 21.549, respektive 20.960 Dollar verdiente.
    Und das ist ein hoch signifikanter Unterschied.

    Die nächsten Unterschiede: Politikerinnen waren im Schnitt mit 28 Jahren verheiratet, Männer erst mit 29 respektive 30 Jahren.
    Politikerinnen haben einen durchschnittlich vier Jahre älteren Mann geheiratet, bei Politikern beträgt der Altersunterschied zur Frau 1,6-1,8 Jahre.
    Das durchschnittliche Alter bei der Wahl war für Politikerinnen 48,6, für Männer jedoch 49,8 Jahre.
    Die mentale Gymnastik, aus der Verteilung der Elternzeit irgendein „fortschrittliches“ Modell abzuleiten unterschlägt Daten.
    Nämlich das Alter und der Verdienst der angehenden Politiker und ihrer Partner bei der Geburt des ersten Kindes, die daraus resultierende Dauer der Erwerbsunterbrechung insgesamt und die Verteilung von Voll- und Teilzeitarbeit.
    Gefälligkeitsstudie.

    • Wann immer irgendwo eine neue Studie vorliegt, frage ich mich: Was würde crumar dazu sagen? 🙂

      Die Unterschiede bei Heiratsalter und Wahlalter finde ich jetzt nicht sonderlich beachtenswert, die Unterschiede bei der Altersdifferenz und bei den Verdiensten hingegen schon. Es werden also Äpfel mit Birnen verglichen.

      Ich schätze, für eine sorgfältige Analyse war einfach keine Zeit – dann lieber etwas ohne Aussagewert produzieren, für den cititation index une/oder den Auftraggeber :-/

      • @Renton

        Ich würde sagen, die haben gezielt auf irgendwelche „progressiven“ Inhalte hin ausgewertet, die aber trotz der vielen Bildchen und statistischen Verfahren im Grunde nichts aussagen, weil entscheidende Daten nicht preisgegeben werden oder nicht vorliegen (Alter, Verdienst bei der Geburt des ersten Kindes, Erwerbsunterbrechung, Verteilung von Voll- und Teilzeitarbeit).

        „Unterschiede bei der Altersdifferenz und bei den Verdiensten hingegen schon“

        Jup! Denn man kann sicherlich annehmen, vor der Heirat lag eine Phase der Paarbeziehung und mich interessiert schon, wie hoch der Verdienstunterschied zu diesem Zeitpunkt war. In dem Fall, sie wäre 24 Jahre alt gewesen, machen 4 Jahre Unterschied in Sachen Aufbau eines Status eine Menge aus.
        Wie man aus den Zahlen erkennt, deutet das zum Zeitpunkt vor der Wahl auf einen Gleichstand im Einkommen hin, der erst nach der Wahl zu ihren Gunsten entschieden wird.

        Insofern könnte man die gehässige These formulieren, dass das gleiche hypergame Bewusstsein, welches ihre Partnerwahl diktierte, auch der Grund für die Scheidung war.
        Was hältst du davon? 😉

        • @crumar

          Ich möchte es nicht ausschließen, bin mir aber nicht sicher. Das Phänomen „weibliche Hypergamie“ halte ich für prinzipiell gut belegt, aber im Detail, also bei den hier betrachteten Fällen, könnte natürlich auch anderes ausschlaggebend gewesen sein.

          M.a.W.: Ich möchte nicht auf mangelhafter Datengrundlage so voreilig urteilen wie das Gros der Rezipienten dieser Studie 😉

          • Neiiiiiíiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin, das würden wir nieeeeeeeeeeeeeeeeee tun!
            „So what you´re saying…“ 😉

    • Das Problem hat man aber mittlerweile in allen Bereichen, was heutzutage zum Teil so publiziert wird und sich Studie schimpft, ist völlig irre. Technisch oder fachlich schlecht gemachte Studien, gekaufte Resultate, Forscher mit einem Bias so groß wie der Mount Everest, nicht reproduzierbare Ergebnisse .. die gesamte Bandbreite. Der peer review Prozess funktioniert nicht mehr, ich vermute, einfach weil die Leute zugeschissen werden .. und irgendwann wird nur noch durchgewunken. Und um so weiter man von den „harten“ Naturwissenschaften Mathe, Physik etc, wegkommt, um so großer wird der Unsinn, die grievance studies sind nur da nur ein spotlight.

      Ich habe mich in den letzten Jahren ziemlich intensiv mit Ernährung beschäftigt, was da veröffentlicht wird ist zum Teil jenseits von gut und böse, Stanford’s John Ioannidis hat wohl mal die Zahl gebracht, das 70% der veröffentlichen medizinischen Studien falsche Aussagen liefern … und die Tendenz wird nicht besser, im Gegenteil.

      • Ich sehe vier (Haupt-) Gründe hierfür 1. publish or perish, 2. Aufmerksamkeitsökonomie, 3. politische Verwertbarkeit, 4. Durchsetzung der woken Ideologie in der Wissenschaft.

        Der erste Punkt ist naheliegend und mit bullshit-Studien in einschlägigen PC-„Fachzeitschriften“ bekommt man Ratzfatz eine eindrucksvolle Liste an Publikationen hin (s. Sokal squared hoax).
        Bullshit Artikel und Studien bekommt man schneller geschrieben – klarer Vorteil in der Konkurrenz.
        Der zweite Punkt betrifft die Verzahnung von Wissenschaft und (Mainstream-) Medien. Erzähl einfach eine schöne Geschichte (das wurde in der US-Sozialpsychologie regelrecht geraten), die auf dem ideologischen bias der MSM segelt und prompt giltst du als „Experte/in“ einer Thematik.
        Siehe V. Kracher zum Thema Incel – NULL Recherche, aber medial und politisch nützliche Resultate (s. „Frauenhass“).
        In den Netzwerken in der Verzahnung von Medien, „NGOs“ (also meistens durch Steuermittel ministeriell alimentiert, eine „Zivilgesellschaft“ simulierende Organisation) und der Politik – drittens – ist deren Realität durch eine Beschreibung und Analyse getrieben, die mit ihrer Ideologie alles, mit der empirischen Realität jedoch nichts zu tun hat.
        Das ist alles nur Selbstbestätigung und sie erwarten Selbstbestätigung.
        Du schreibst: „Der peer review Prozess funktioniert nicht mehr“ – weil er von Menschen betrieben wird, die Politaktivismus für wichtiger halten als Wissenschaft und nach ihrer Ansicht die Herstellung von „Gerechtigkeit“ als Zweck die Mittel heiligt. Anders ist Cordelia Fine und „How sexual dimorphic are we?“ nicht erklärbar. Der „peer review Prozess“ ist nicht nur ökonomisch, sondern auch (politisch-) ideologisch korrumpiert. Entweder die Selbstreinigungskräfte greifen in Kürze oder Wissenschaft wird bald ein so unansehnliches Image haben, wie es Politik und Journalismus derzeit bereits hat.

        • Da gibts nicht viel zu ergänzen.

          Entweder die Selbstreinigungskräfte greifen in Kürze oder Wissenschaft wird bald ein so unansehnliches Image haben, wie es Politik und Journalismus derzeit bereits hat.

          Ich bin mir nicht sicher ob wir es da 5 vor zwölf oder doch schon eher ein paar Minuten nach Mitternacht haben.

          • Ich möchte gerne klassisch antworten und nehme Shakespeare für 1000 Euro.

            JULIA.
            Willst du schon gehn? Der Tag ist ja noch fern.
            Es war die Nachtigall, und nicht die Lerche,
            Die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang;
            Sie singt des Nachts auf dem Granatbaum dort.
            Glaub‘, Lieber, mir: es war die Nachtigall.
            ROMEO.
            Die Lerche war’s, die Tagverkünderin,
            Nicht Philomele; sieh den neid’schen Streif,
            Der dort im Ost der Frühe Wolken säumt:
            Die Nacht hat ihre Kerzen ausgebrannt,
            Der muntre Tag erklimmt die dunst’gen Höh’n:
            Nur Eile rettet mich, Verzug ist Tod.

          • classic indeed
            „[…] es war die Nachtigall, und nicht die Lerche.“ 🤣🤣🤣
            Thank you, made my evening

    • Ich würde sagen, es geht hier auch nicht nur ums Gehalt. Der Status wird ja insbesondere auch durch die Beförderung bzw. den Wahlsieg erhöht. Ich könnte mir vorstellen, dass für die Selbsteinschätzung der Frauen weniger das höhere Gehalt als vielmehr die neue Position wesentlich ist. Frau steigt in höhere Kreise auf, da ist ihr aktueller Mann schnell mal nicht mehr gut genug.
      Wobei ich allerdings auch denke, dass so mancher Ehemann durchaus Probleme damit haben könnte, dass seine Frau jetzt wichtiger ist als er und/oder weniger Zeit für ihn/die Familie hat.

    • @crumar
      „Ich hasse solche Studien.“

      Ach, nur nicht so ernst nehmen. Das ist ein bisschen das moderne Äquivalent zur antiken Eingeweideschau 😀

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