Selbermach Samstag 328 (20.02.2021)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

213 Gedanken zu “Selbermach Samstag 328 (20.02.2021)

  1. Weil die SPD rassistisch ist?
    Weil die SPD sexistisch ist?
    Kann natürlich auch beides gleichzeitig zutreffen…

    Was für ekelhafte Heuchler, aber das ist die SPD heute, ein Haufen demokratieferner bis -feindlicher Extremisten und überaus „deutsch“ dabei, um das mal gesagt zu haben.

    • Die Mutter hat der Sohn ja nicht aus rassistischen Motiven getötet. Die Unterscheidung ist also durchaus nachvollziehbar. Dennoch wäre es gut, wenn man sie mitaufgelistet hätte. Die Opfer sind übrigens fast nur Männer. Wie auch beim NSU. Keine „Emma“ oder Luise Pusch krächzt etwas von Männerfeindlichkeit. Man erinnere sich noch an den Fall Winnenden, wo viele Mädchen unter den Opfern waren und die „Emma“ einen auf „Tabubrecher“ machte..

      Erschreckend an diesem ganzen Fall Hanau und der Hysterie darum ist, daß nirgendwo in Deutschland diskutiert wird, warum der Sohn wohl seine Mutter erschossen hat. Was hat diese Mutter dem Sohn in der Kindheit angetan, daß er einen derartigen Haß entwickelte?

      Auch der Amokläufer von Newtown vor ein paar Jahren, der viele Grundschulkinder erschoß, tötete seine Mutter.

      Diese ganzen hohlen Phrasen vom „Kampf gegen Rechts“ sind wirklich erschreckend. Als ob man so solche Taten verhindern könnte.

      In einer Welt ohne körperliche und psychische Gewalt gegen Kinder wird es auch solche Amoktaten nicht mehr geben. Weil jemand, der als Kind geliebt und respektiert wurde, nie auf solch eine Idee käme.

      Erschreckend ist, daß sich offenbar niemand für Details aus dem Familienleben der Täter interessiert bzw. sich fragt, was die Täter wohl als Kinder erlebt haben.

      Stattdessen heult man über eine angeblich rassistische Gesellschaft und ignoriert die sekundären Gründe für solche Taten. Der Täter hat ja keine Vietnamesen erschossen. Warum sind also gerade Muslime das Ziel solcher Taten?

      Solche Taten würde es auch nicht geben, wenn Muslime sich hier in Deutschland so verhalten würden wie Vietnamesen, Griechen oder Italiener. Auch darüber spricht niemand.

      Wir leben im totalen Gutmenschenponyhof. Keiner traut sich mehr, sein Gehirn zu benutzen – aus Angst, er könnte als rassistisch, sexistisch, homophob oder sonstwas denunziert werden.

      Kindheit, Hass und der Zwang zu töten: “Base Instincts – What Makes Killers Kill?“

      „Der amerikanische Neurologe Jonathan Pincus befragte zahlreiche gewalttätige Kriminelle und Serienmörder, die in amerikanischen Gefängnissen auf die Vollstreckung der Todesstrafe warteten. Meist wurde er von der Verteidigung beauftragt, durch neurologische Untersuchungen Material zu liefern, das helfen könnte, die Todesstrafe in eine lebenslängliche Haft umzuwandeln.
      Pincus war von Beginn seiner beruflichen Laufbahn an interessiert, die Ursachen extremer Gewalttätigkeit zu untersuchen. Hierbei konzentrierte er sich zunächst nicht unbedingt auf die Familiengeschichte der einzelnen Häftlinge. Er erwartete kein bestimmtes Ergebnis, sondern offenbar erschloss sich ihm selbst erst allmählich das Ausmaß der an Kindern verübten Misshandlungen und ihrer Langzeitfolgen. Die Resultate seiner Befragungen stellte der Autor 2001 mit seinem Buch “Base Instincts” der amerikanischen Öffentlichkeit vor.“

  2. Interessante „Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie“ von Prof. Roland Wiesendanger ist erschienen.
    https://www.researchgate.net/publication/349302406_Studie_zum_Ursprung_der_Coronavirus-Pandemie

    Ich habe sie mir erst einmal herunter geladen, wegen der Länge von 105 Seiten kann ich aber noch nichts zum Inhalt sagen, als das, was hier angekündigt worden ist:

    „Sie liefert keine hochwissenschaftlichen Beweise, wohl aber zahlreiche und schwerwiegende Indizien:

    Im Gegensatz zu früheren Coronaviren-bedingten Epidemien wie SARS und MERS konnte bis heute, d. h. weit über ein Jahr nach Ausbruch der gegenwärtigen Pandemie, kein Zwischenwirtstier identifiziert werden, welches die Übertragung von SARS-CoV-2-Erregern von Fledermäusen auf den Menschen ermöglicht haben könnte. Die Zoonose-Theorie als mögliche Erklärung für die Pandemie besitzt daher keine fundierte wissenschaftliche Grundlage.
    Die SARS-CoV-2-Viren können erstaunlich gut an menschliche Zellrezeptoren ankoppeln und in menschliche Zellen eindringen. Ermöglicht wird dies durch spezielle Zellrezeptor-Bindungsdomänen verbunden mit einer speziellen (Furin-)Spaltstelle des Coronavirus-Zacken-Proteins. Beide Eigenschaften zusammen waren bislang bei Coronaviren nicht bekannt und weisen auf einen nicht-natürlichen Ursprung des SARS-CoV-2-Erregers hin.
    Fledermäuse wurden nicht auf dem in Verdacht geratenen Fischmarkt im Zentrum der Stadt Wuhan angeboten. Im virologischen Institut der Stadt Wuhan gibt es jedoch eine der weltweit größten Sammlungen von Fledermauserregern, welche von weit entfernten Höhlen in südchinesischen Provinzen stammen. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass sich Fledermäuse aus dieser Entfernung von nahezu 2.000 km auf natürliche Weise auf den Weg nach Wuhan begeben haben, um dann in unmittelbarer Nähe dieses virologischen Instituts eine weltweite Pandemie auszulösen.
    Eine Forschungsgruppe am virologischen Institut der Stadt Wuhan hat über viele Jahre hinweg gentechnische Manipulationen an Coronaviren vorgenommen mit dem Ziel, diese für Menschen ansteckender, gefährlicher und tödlicher zu machen. Dies ist in der wissenschaftlichen Fachliteratur durch zahlreiche Publikationen belegt.
    Es existierten erhebliche Sicherheitsmängel im virologischen Institut der Stadt Wuhan bereits vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie, welche dokumentiert sind.
    Es gibt zahlreiche direkte Hinweise auf einen Laborursprung des SARS-CoV-2 Erregers. So soll sich eine junge Wissenschaftlerin des virologischen Instituts in Wuhan als erste infiziert haben. Es gibt ferner zahlreiche Hinweise darauf, dass sich bereits im Oktober 2019 der SARS-CoV-2 Erreger ausgehend von dem virologischen Institut in der Stadt Wuhan und darüber hinaus verbreitet hat. Ferner gibt es Hinweise auf eine entsprechende Untersuchung des virologischen Instituts durch die chinesischen Behörden in der ersten Oktoberhälfte 2019.“
    https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2021/pm8.html

    Da alle wissen, ich bin ebenfalls ein Vertreter der Theorie, es hat sich um eine schief gelaufene „gain of function“-Forschung gehandelt, sollte man meinen „bias“ berücksichtigen.

    • „Beide Eigenschaften zusammen waren bislang bei Coronaviren nicht bekannt und weisen auf einen nicht-natürlichen Ursprung des SARS-CoV-2-Erregers hin.“

      @crumar, die Zellrezeptoren, an die das Coronavirus andockt sind ganz bestimmt hochkonserviert und von Fledertier bis zum Menschen weitgehend gleich — daher ist hier kein nicht-natürlicher Ursprung anzunehmen. Das Viruslabor hätte hier also gar nichts optimieren müssen, es passte ohnehin schon.

      Wie die „New York Post“ schon vor einem Jahr berichtet hat, könnte das Virus einfach über den (illegalen) Handel mit den Labor-Versuchstieren auf den Markt und damit in die Freiheit gekommen sein.

      • Ok, wir haben hier ein schönes Exempel davon, wie mediale Manipulation läuft (bitte nicht persönlich nehmen!!!).

        DASS wir alle „wissen“, das Virus stammt von einer Fledermaus, haben wir einem Artikel in der „Nature“ von Shi Zhengli zu verdanken. Sie hat darin behauptet, ein COV ähnelndes Virus namens RaTG13 im Jahr 2013 gefunden zu haben, welches von Fledermäusen stammt.
        Der Witz ist nun aber, RaTG13 wurde erst 27.01.20 in NCBI db eingetragen.

        Was natürlich Fragen aufgeworfen hat, so z.B. von Yuri Deigin: „Where Did RaTG13 Come From?
        RaTG13 is a very unusual strain. Odd to see that Shi Zhengli’s group was silent about it for all these years. After all, it is very different from its SARS-like siblings, especially in the spike protein, which is precisely what determines which types of cells (and in which animals) this virus can infect.“
        https://yurideigin.medium.com/lab-made-cov2-genealogy-through-the-lens-of-gain-of-function-research-f96dd7413748 (Artikel in Gänze zu empfehlen, besonders zu gof research)

        Auftritt Dr. Li-Meng Yan, Dr. Shu Kang, Dr. Jie Guan, Dr. Shanchang Hu, die eine Studie mit dem Namen: (ich kürze ab): „Unusual Features ot the SARS-CoV-2 Genome Suggesting Sophisticated Laboratory Modification (…)“ veröffentlicht haben. Damit sollte jeder den Artikel finden können.

        Bitte auch beachten, WIE über diese Studie berichtet wird:
        1. Es wird ausschließlich SIE erwähnt, die Co-Verfasser werden weggelassen.
        2. Ihr Doktortitel wird medial aberkannt – also ebenfalls weggelassen.

        Sie (Dr. Li-Meng Yan) hat m.E. ursprünglich unter dem Pseudonym „nerdhaspower“ einen Blog veröffentlicht und in dem stand ein bemerkenswerter Artikel: „RaTG13 – the Undeniable Evidence That the Wuhan Coronavirus Is Man-Made“ https://gnews.org/192144/

        Daraus: „As an expert as Shi is, she only needed to take one peek at the sequence of RaTG13’s RBD and immediately realize: this virus closely resembles SARS in its RBD and has a clear potential of infecting humans. If Shi’s public statement is true and she indeed intends to discover bat coronaviruses with a potential to cross-over to humans, how could she possibly overlook this extremely interesting finding of RaTG13? If this RaTG13 was discovered SEVEN years ago in 2013, why did Shi not publish this astonishing finding earlier and yet let the “less-attractive” viruses take the stage? Why did she decide to publish such a sequence only when the current outbreak took place and people started questioning the origin of the Wuhan coronavirus? None of these makes sense.“

        Sie schließt: „These facts only add to the suspicion – Zhengli Shi either was directly involved in the creation of this virus/bioweapon, or helped cover it up, or both. Of course, these facts also add to the claim that RaTG13 is a fake virus – it exists on Nature (the journal) but not in nature.
        A closer look at the gene sequence of RaTG13’s spike reveals clear evidence of human manipulation.“ Dort speziell Abbild 3A und B für ihre Beweisführung anschauen.

        D.h. der eigentliche Clou ist, der Beweis für den natürlichen Ursprung des Virus ist gefälscht, denn dieses Virus existiert gar nicht.

        • Diese Sorte Coronaviren sind aus allen möglichen Tieren bekannt. Da spielt es keine Rolle, dass dieses eine aus Fledermaus vielleicht ein totaler Murx ist…. Ob ein Virus natürlich oder durch künstliche Zuchtwahl so wurde, wie es ist, dürfte aber praktisch immer ununterscheidbar bleiben, wenn man nur die Sequenz hat und keine Zeugenaussagen, Laborprotokolle uä

          • Der erste Punkt ist, es gibt weder Proben, noch Zeugenaussagen, denn es wurde erstens alles vernichtet und zweitens sind einige junge Wissenschaftler auch „verschwunden“.
            Die Sequenz, zweitens, weist aber eine gewisse Auffälligkeit auf, die in dem obigen Link beschrieben wird (bitte Abb. 3A und 3B vergleichen):

            „In Figure 3A, synonymous and non-synonymous mutations are counted when the gene sequences of the spike proteins from two closely related bat coronaviruses, ZC45 and ZXC21 (6) are compared. The green curve depicts how the number of the synonymous mutation grows (Y axis) when the codons are analyzed sequentially (X axis). The red curve represents the trend of non-synonymous mutations. As expected, there are more synonymous mutations than non-synonymous mutations. Importantly, a correlation between the two curves is clearly present: they climb up and go through plateaus in a roughly synchronized manner. Throughout the whole length of the gene, at any point, the ratio between the accumulated synonymous and non-synonymous mutations is maintained at around 5:1. As described in the preceding paragraph, these features are consistent with what is the expected when two lineages closely relate to each other evolutionarily and the differences in their sequences are results of random mutations.

            Does this hold true for RaTG13 and the Wuhan coronavirus? Not really.

            Figure 3B is the same comparative analysis done between RaTG13 and the Wuhan coronavirus. One thing you can immediately appreciate is that, in the second half of the sequence, while the green curve continues to grow steadily, the red curve stays flat. For a region as wide as over 700 amino acids (corresponding to 2100 nucleotides), which is statistically substantial, the synchronization between the two curves is non-existent.

            Surprisingly, or maybe not so surprisingly, at the end, the final counts of synonymous and non-synonymous mutations yield a ratio of just over five, consistent with what’s expected out of natural evolution.

            Let’s bring out some numbers to help us better comprehend the difference here. Let’s focus on the S2 protein, the second half of the spike ranging from 684 to 1273 (numbering according to the Wuhan coronavirus). Detailed analysis of this region reveals that, between ZC45 and ZXC21, a total of 32 nucleotides have changed and 5 of them lead to amino acid mutations (27 synonymous mutations vs. 5 non-synonymous mutations). It is, again, consistent with the scenario of natural evolution: every six nucleotide changes result in the change of one amino acid; synonymous/non- synonymous ratio is about 5:1. In contrast, for the same S2 region, between the Wuhan coronavirus and RaTG13, there are a total of 90 nucleotide changes and only two amino acid mutations. Here, every 45 nucleotide changes correspond to one amino acid change. The synonymous/non-synonymous ratio is 44:1.

            It is noteworthy that ZC45 and ZXC21 share ~97% sequence identity, just like that between the Wuhan coronavirus and RaTG13. So, the above comparison is very proper and reliable.

            If a person is studying the sequence differences between the Wuhan coronavirus and RaTG13 and yet pays attention only to the overall synonymous/non-synonymous ratio for the spike sequence, nothing would look strange. However, if one digs out as much details as shown in Figure 3, any person with a reasonable mind would say that something is clearly wrong.

            What is the best way to interpret this? A safe conclusion is that, between the Wuhan coronavirus and RaTG13, at least one is non-natural. If one is natural, then the other one must be no. Of course, the other possibility also exists – neither of them came from nature.

            If the Wuhan coronavirus is non-natural, then we have reached the end of our investigation.

            In fact, the Wuhan coronavirus may “look” natural even if it is a bioweapon because it is most likely made by using a natural coronavirus as a template. This would lead to a conclusion that the RaTG13 is non-natural, which is consistent with the facts we have brought up earlier: no physical copies of the virus exist and the sequence is highly likely fabricated.

            How could Zhengli Shi fail so badly in fabricating the RaTG13 sequence? When I said it was easy to type out a fake sequence that is 96% identical to a template, I did not say that it is easy to maintain a reasonable synonymous/non-synonymous ratio throughout the whole genome. Unfortunately for Shi, when she had to come up a good sequence for S1 and the RBD within it (she knows that this part will be scrutinized the most), she
            had somehow exhausted the number of non-synonymous mutations she could use here. To maintain a reasonable synonymous/non-synonymous ratio for the whole Spike- encoding gene (we can actually give her some credit here as she did remember to get it close to 5:1), she had to strictly limit the number of non-synonymous mutations in the S2 half of spike, which ended up flattening the red curve. It is hard to be a cheater after all.“

    • „Länge von 105 Seiten“

      Ich habe rund die Häfte gelesen bzw. zum Teil überflogen (nach ca. 10 Seiten sind zum Teil ganze Seiten aus Originalpublikationen eingeblendet, von denen man nur die farblivh markierten Stellen lesen braucht). Unter einer Stunde Zeit sollte man aber nicht veranschlagen.

      „liefert keine hochwissenschaftlichen Beweise“

      Wörtlich S. 4:

      Die Studie basiert auf einem interdisziplinären wissenschaftlichen Ansatz, d.h. nicht auf einer ausschließlich fachspezifischen Sichtweise, sowie auf einer umfangreichen Recherche unter Nutzung aller denkbaren Informationsquellen.

      Das Papier ist eine Art virtuelle Gerichtsverhandlung (und spannend zu lesen), in der Indizien für zwei übliche Erklärungshypothesen zum Ausbruch der COVID-Epididemie (natürlich vs. Laborunfall) verhandelt werden. Die Evidenz für eine natürliche Ursache tendiert gegen Null, für einen Laborunfall ist sie sehr stark.

      Das hindert diverse Kritiker nicht daran, die Studie in Bausch und Bogen zu verdammen, weil sie keine hochwissenschaftlichen Beweise liefert und weil der Autor Physiker, also kein Biologe/Edipemologe o.ä. ist. Die Reaktionen auf die Studie sind fast noch interessanter als die Studie selber: eine Demonstration eklatanter Diskussionsunfähigkeit.

      Die Studie wurde am 18.02. veröffentlicht, noch am gleichen Abend erschien ein halbes Dutzend Presseartikel / ÖRR-Nachrichten (ich hatte nur an dem Abend und am nächsten Morgen recherchiert, inzwischen gibt es bestimmt mehr), in der kurzen Zeit konnte man die Studie kaum gelesen und auch noch einen Text darüber geschrieben haben.

      Negativ bis hit piece: ZDF, Focus, Süddeutsche

      Neutral bis leicht positiv: NDR (Überraschung! man berichtet über die Uni Hamburg…), eine mehrfach kopierte Agenturmeldung

      Quellen:

      Hamburger Forscher: Coronavirus stammt wohl aus Labor. NDR, 19.02.2021. https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Forscher-Coronavirus-stammt-wohl-aus-Labor,corona6764.html

      Oliver Klein, Nils Metzger: Uni Hamburg verbreitet fragwürdige Theorie. ZDF, 18.02.2021. https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-labortheorie-universitaet-hamburg-100.html

      Studie sorgt für Kopfschütteln: Uni-Professor behauptet: Corona kommt aus Labor – es hagelt vernichtende Kritik. Focus, 18.02.2021. https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/kommt-aus-labor-in-wuhan-hamburger-uni-professor-veroeffentlicht-studie-zu-corona-ursprung-und-erntet-boese-kritik_id_12998230.html

      Christoph von Eichhorn: Covid-19: Forscher geißeln Gerüchte um das neue Coronavirus. Süddeutsche, 19.02.2021. https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/covid-19-coronavirus-labor-1.4805658

      • Den Vogel abgeschossen hat der „Studierendendachverband fzs“ und natürlich eine Frau (meine Herv.):

        „Carlotta Kühnemann, ebenfalls fzs Vorstandsmitglied, ergänzt:
        „Wissenschaft muss ergebnisoffen sein. Wiesendangers stellt aber gleich zu Beginn klar, was das „Ergebnis“ sein soll: ein vertuschter Unfall in einem chinesischen Labor. Diese Behauptung ohne klare Belege aufzustellen ist fahrlässig, denn sie befeuert anti-chinesischen Rassismus (!!!), der seit Beginn der Pandemie in Europa ohnehin um sich greift. Wissenschaftssenatorin Fegebank und Universitätspräsident Lenzen müss klarstellen, dass der Missbrauch des prestigeträchtigen Labels „Universität Hamburg“ für Unwissenschaftlichkeit und Rassismus (!!!) nicht zu akzeptieren ist.“ https://www.fzs.de/2021/02/19/fzs-uhh-corona-pfusch/

        „Deine-Meinung-passt-mir-nicht: Rassismus!“ vom allerfeinsten.
        Folgt der Linie der KP, die auf den laufenden Wagen aufgesprungen ist und nun fröhlich verkündet, es gäbe eine um sich greifende „Sinophobie“.
        Die sich insbesondere darin äußert KP-kritisch zu argumentieren und – wie alle wissen – steht die KPC mindestens (!) für das ganze chinesische Volk (und alle sich als chinesisch Identifizierenden).

        • „Wissenschaft muss ergebnisoffen sein. Wiesendangers stellt aber gleich zu Beginn klar, was das „Ergebnis“ sein soll: ein vertuschter Unfall in einem chinesischen Labor. “

          Ich weiß nicht, was von der Studie zu halten ist, aber die Kritik von Carlotta Kühnemann ist abenteuerlich. Bei absolut jeder wissenschaftlichen Arbeit wird zu Beginn in einem Abstract das wesentliche Ergebnis genannt. Das heißt doch nicht, dass die Forschung nicht ergebnisoffen gewesen ist. Wer das nicht weiß, sollte besser die Klappe halten.

      • weil der Autor Physiker, also kein Biologe/Edipemologe o.ä. ist.

        Hast du das Memo nicht bekommen? Zu corona dürfen sich selbstverständlich nur Leute vom Fach äußern. Das war ja noch schöner wenn nicht-epidemiologen, nicht-virologen und anderes gesocks dazwischenquatschen.
        Wenn du nicht mindestens mit J. P. Ioannidis auf Augenhöhe kollegiale Gespräche führst oder regelmäßig mit C. Drosten zu Mittag isst brauchst du den Mund gar nicht erst aufmachen…

  3. Na klar, es geht nicht um „Gleichstellung“ (das ist „bailey“), sondern es geht nur um das Zurückdrängen des „Männlichen“ („motte“). Wer die menschliche Gesellschaft will, muss das Männliche abschaffen, wie der bekannte SPD-Grundsatzslogan das mal recht ehrlich ausdrückte. Rechtfertigen tut man Unterdrückung ja IMMER mit der eingebildeten Unterdrückung durch die Zielpopulation, die man unterdrücken will – so hat Totalitarismus IMMER funktioniert, so auch jetzt!

  4. Die Daten beziehen sich nur auf Online-Dating, wo Frauen viele Anfragen auf einmal erhalten und die Männer gemäß ihrer Anforderungsliste gleich aussortieren können.
    Im Face-to-Face-Flirten sind die Effekte geringer.

    Aber schon interessant. Lustig in dem Kontext ist natürlich die Behauptung von Feministinnen das Männer Frauen das Essen wegessen und nur deswegen stärker, größer, schneller usw. sind.
    Hat natürlich überhaupt nix mit weiblichem Partnerwahlverhalten zu tun 😉

  5. So old and attention-seeking oppressed…

    Machen Männer sowas auch? Klar, betrügen und Lehrer vögeln, aber das auch noch öffentlich feiern? In Gruppen? Habe die schon mal was gehört von „Das Internet vergisst nicht“`?

      • „Meiner Beobachtung nach haben wir sowas von „female choice“.“

        Sehe ich auch so.

        Eines der wesentlichen Argumente gegen die Annahme der Existenz eines Patriarchats, das Frauen diskriminiert, unterdrückt, ausbeutet, usw., ist genau dieses Phänomen: Auch in der heutigen Gesellschaft bestimmen Frauen darüber, welcher Mann Sex mit Ihnen haben darf. Nicht nur das: Es gibt diverse Gesetze und Vorschriften darüber, in welcher Weise Männer mit Frauen intim werden dürfen – oder besser gesagt: nicht intim werden dürfen. Dies alles bestätigt und festigt ein einziges Prinzip: Female Choice.

        So findet sich das auch bei etlichen Wissenschaftlern, z. B. bei Roy Baumeister.

        In einem echten Patriarchat würden Männer darüber bestimmen, mit welchen Frauen sie Sex haben, und auf welche Weise sie mit ihnen Sex haben.

    • Das ist ja nicht das erste mal, dass Evolutionsbiologen meinen es besser zu wissen als die Evolution! Nix aus der eigenen Geschichte gelernt. Tja.

    • Da braucht man einen Account um das lesen zu können. Wenn das stimmt, was da in den Antworttweets steht, tritt sie dafür ein das sich nur 20% der Männer fortpflanzen sollen, weil der Rest genetisch minderwertig ist.

      Und ich nehme an die restlichen 80% sollen schöne die Schnauze halten und mit ihrer Arbeit den Frauen den Kinderwunsch finanzieren oder vielleicht auch gleich abgetrieben werden, da in ihren empathischen Augen nutzlos, kann weg.

      Das ist die Ex von Sasha Lobo. Habe nicht rausgefunden wie alt sie ist. Er ist 1975 geboren und soweit ich weiß kinderlos. Wenn sie jetzt, sagen wir mal, 5 Jahre jünger ist, dann hat sie die 40 auch schon überschritten. Ich vermute auch kinderlos. Nicht ungewöhnlich das solche Frauen sich zu solchen Themen auf solche Art äußern.

      • @Matze @all

        Kann jemand den Artikel besorgen und hier einstellen?
        „Wenn das stimmt, was da in den Antworttweets steht, tritt sie dafür ein das sich nur 20% der Männer fortpflanzen sollen, weil der Rest genetisch minderwertig ist.“

        Es handelt sich „zufälligerweise“ um die 20% der Männer, auf die 80% der Frauen stehen? 😉
        Ich finde es immer köstlich, sie sind wirklich der Meinung, die würden sich im vollem Bewusstsein mit ihnen fortpflanzen wollen.
        Dabei sind die in deren Augen noch nicht einmal Material für eine LTR.

        „Wenn sie jetzt, sagen wir mal, 5 Jahre jünger ist, dann hat sie die 40 auch schon überschritten.“

        Dein Ansatz ist völlig richtig.
        Wir können jetzt Alterskohorten von Frauen im Journalismus mit schwindendem SMV untersuchen, die sich in Richtung 100% Menopause bewegen und dann ihre lustigen „Theorien“ unter diesen Vorzeichen untersuchen.

        „Ich vermute auch kinderlos. Nicht ungewöhnlich das solche Frauen sich zu solchen Themen auf solche Art äußern.“

        Jup. Schnüffeln wir hier etwa Narzissmus, Projektion und Neid???
        Wenn sich die genetisch überlegene Meike Stoverock nicht mit den 20% fortpflanzen kann, wieso sollten es die 80% der männlichen Untermenschen tun?
        Erinnerst du dich noch an meine Frage, ob die Zurückweisung der These vom Sozialfaschismus wirklich richtig war? 😉

    • Ich habe das Interview gelesen und fasse mal zusammen:

      Bis vor 10000 Jahren herrschte ein „nicht von der männlichen Zivilisation geprägte[r] Urzustand“. Mit der Sesshaftigkeit fingen Männer an, Frauen als Besitz zu betrachten. Frauen wurden zur Ressource und das naturgegebene „Female Choice“-Prinzip, das wir heute nur noch bei „ursprünglich lebenden Völkern“ sehen, wurde ausgehebelt.
      Die nächsten paar Jahrtausende blieben Frauen praktisch Sklavinnen der Männer. Dann kam der 1. Weltkrieg und Frauen merkten, dass sie auch allein ganz gut zurecht kommen, während die Männer an der Front sind. Danach kam aber ein Rückfall in konservative Verhältnisse.
      Es werde möglicherweise noch 1000 Jahre („mit Augenzwinkern“) dauern, bis sich das natürliche Prinzip der Female Choice wieder etabliert. Jetzt hätten wir erst mal einen Backlash: Hass gegen Frauen im Internet, Manosphere, Incels, Pick-Up-Artists, Rape Culture. Zitat: „Alle sind sich einig in der Vorstellung, dass eine Frau in allererster Linie Material zum Sex ist, auf das man straflos zugreifen können sollte.“
      Wenn „Female Choice“ komme, werde das alles erst mal noch zunehmen, weil dann wohl nur noch die attraktivsten 20% der Männer die Chance auf Partnerschaft und Fortpflanzung haben werden. Das soll aber dadurch abgefangen werden, dass man „das Narrativ änder[t]“, sprich: Die Gesellschaft muss aufhören, den Status eines Mannes über seinen sexuellen Erfolg zu definieren.
      Die ZEIT fragt dann noch, ob es bei Partnerschaft nicht um mehr geht als sexuelle Grundversorgung, z.B. Nähe. Sie wird dann etwas vage und weicht vom Thema ab; auf die nächste Frage, was mit den anderen 80% der Männer passieren soll, meint sie nur, dass „Female Choice das Zusammenleben [nicht] einfacher macht.“
      Sie schließt damit, dass die Errungenschaften männlicher Zivilisation (Kunst, Wissenschaft, …) nur durch Unterdrückung und Ausbeutung der Frau möglich gewesen seien, aber wie man letzteres loswerden und dabei ersteres erhalten könne, wisse sie auch noch nicht.

      • Das ist ja noch bescheuerter wie vermutet.

        „Female Choice das Zusammenleben [nicht] einfacher macht.“

        Ist das „nicht“ von dir oder steht das da so?

        • Ich habe die Position des „nicht“ verändert, um bei geänderter Satzstruktur den Sinn zu erhalten.

          Im Original:
          „ZEITmagazin Online: Sie ziehen Norwegen als Beispiel heran, dort hat sich die Zahl der Männer, die keine Kinder bekommen, in den letzten 30 Jahren von zwölf auf 23 Prozent erhöht. Gleichzeitig ist die Zahl der ‚recycelten‘ Männer gewachsen, die mit mehreren Frauen Kinder haben. Klingt schon schwierig für die, die keine Partnerin finden.

          Stoverock: Ich sage nicht, dass Female Choice das Zusammenleben einfacher macht. […]“

          • Vielen Dank!
            Bis vor 10000 Jahren herrschte ein „nicht von der männlichen Zivilisation geprägte[r] Urzustand“. Mit der Sesshaftigkeit fingen Männer an, Frauen als Besitz zu betrachten. Frauen wurden zur Ressource“

            Das ist unverdauter Engels plus Matriarchatsforschung plus These der Ausbeutung weiblicher Sexualität.
            Hier setzt auch das feministische Narrativ an: Der Urzustand war demzufolge weiblich. Und dann kam die „männliche Zivilisation“. Quark.

            Dass vor 10.000 Jahren „Besitz“ einfach nur wg. „Besitz“ eine „Ressource“ war, von der die „männliche Zivilisation“ profitierte, übersieht den wichtigsten Faktor. Erst durch Arbeit + Boden entsteht ein Ertrag.
            An dem Frauen über den Umweg männlichen Besitz und männliche Arbeit partizipierten.

            Diese Teilhabe am Ertrag, bzw. das Recht auf diesen – zu dem Frauen im wechselnden Umfang beigetragen haben – ist der tatsächliche „Naturzustand“ eines aktuellen weiblichen Bewusstseins. Welches wiederum als „Naturzustand“ in die Geschichte zurück transferiert wird.
            Das Recht auf „Teilhabe“ wird zu einem „Naturzustand“.

            „Wenn „Female Choice“ komme, werde das alles erst mal noch zunehmen, weil dann wohl nur noch die attraktivsten 20% der Männer die Chance auf Partnerschaft und Fortpflanzung haben werden.“

            Dann werden die sich vorzugsweise für die Partnerschaft die 20% der attraktivsten Frauen auswählen und die Autorin wird dem Bild und ihrer Lebensgeschichte zufolge leer ausgehen.
            Denn auch wenn Frauen „gatekeeper“ der Sexualität sind, bleiben Männer doch „gatekeeper“ einer Partnerschaft.

            Damit hätten 80% aller Männer keine Partnerin und 80% der Frauen keinen Partner. Ihrer Idee zufolge haben die 80% der Frauen dann jedoch Kinder mit den 20% aller Männer. Damit müsste ein Mann ein Kind in der Partnerschaft versorgen und vier mit den restlichen Frauen.
            Da muss die Gleichung attraktiv und finanziell solvent noch um den Faktor: Jede Menge frei verfügbarer Lebenszeit erweitert werden, denn sonst wird für die 80% der Frauen „alleinerziehende Mutter“ Normalzustand.

            Die Bereitschaft der 80% aller Männer hingegen – die in keiner Partnerschaft leben und keine Kinder haben – zur Finanzierung von bspw. Kindergärten, Schulen, Kinderärzten wird schätzungsweise auf 0 sinken, weil sie davon nicht profitieren. Sie werden ihr Arbeitspensum auf das herunterschrauben, was zu ihrer eigenen Reproduktion ausreicht.

            Dann müssten 20% aller Männer und 100% aller Frauen die Gesellschaft finanzieren, was meiner Schätzung zufolge nach ca. 1-2 Jahren zum Bankrott führen wird.
            Kleinbürgerliche Feministinnen haben bizarre Utopien, die nichts anderes sind als die Fortschreibung von Lustprinzip=Frau, Realitätsprinzip=Mann.

            Ich habe immer öfter den Verdacht, dass die bei der Mehrheit der Frauen anzutreffende Unfähigkeit zur Abstraktion und ihr selbstreferentieller Solipsismus nicht nur gesellschaftliche Ursachen haben kann.

          • Die pösen Patriarchen haben sogar Nahrung rangeschafft, das es ihrem Besitz (=Frauen) nur deswegen überhaupt möglich war zu überleben-

          • @crumar

            In dem Interview schwärmt sie davon, dass in der „ursprünglichen“ Gesellschaft die Kinderversorgung Aufgabe des ganzen Stammes war, bevor sie vom Patriarchat allein der Mutter aufgebürdet wurde.
            Ich glaube, sie stellt sich das so vor, dass in ihrer „Female Choice“-Utopie Frauen in kleinen Gruppen, z.B. WGs, zusammen leben und gegenseitig ihre Kinder versorgen und für sie aufkommen, und dass sich eine ab und an mal einen Typen angeln kann, der dann vielleicht der Vater des nächsten Kindes wird oder auch nicht, und danach nicht mehr viel mit dem ganzen zu tun hat (sagt jemandem „Raising Gazorpazorp“ was?)
            Sie glaubt offenbar nicht, dass Partnerschaft und Fortpflanzung für Männer die Motivation sind, überhaupt etwas zu leisten. Aus ihrer Sicht wurde der Zwang, sexuell erfolgreich zu sein und Kinder zu zeugen, den Männern nur vom Patriarchat eingeredet, weil man ihnen nur dadurch Status zugesteht.
            Deshalb will sie ja „das Narrativ ändern“: Männern soll aufgrund von künstlerischer oder beruflicher Leistung Status zuerkannt werden, nicht mehr aufgrund von Fortpflanzungserfolg; ihnen soll beigebracht werden, dass sie auch ohne Partnerschaft und Sex glücklich sein können. Dann, so glaubt sie wohl, würde die Frustration der Incels verschwinden, Pick-Up-Coaches würden arbeitslos werden und Vergewaltigungen würden der Vergangenheit angehören. Ihre Karrieren würden Männer natürlich trotzdem weiter verfolgen, nur der lästige, gesellschaftliche Zwang zum Sex wäre weg.

          • @crumar
            „Dann müssten 20% aller Männer und 100% aller Frauen die Gesellschaft finanzieren, was meiner Schätzung zufolge nach ca. 1-2 Jahren zum Bankrott führen wird.“

            Ich glaube, du hast hier was übersehen, @crumar. Die 80 % überflüssigen Männer werden entweder als Arbeitssklaven und/oder Pfünderungsarmee eingesetzt. Dieser Staat, den diese Feministin hier träumt kann nur ein imperialistischer Sklaven- und Kriegstreiberstaat sein, so wie zB Sparta.

          • „Ich glaube, sie stellt sich das so vor, dass in ihrer „Female Choice“-Utopie Frauen in kleinen Gruppen, z.B. WGs, zusammen leben und gegenseitig ihre Kinder versorgen und für sie aufkommen.“
            Jup,
            1. individuelle Entscheidung, aaaaber kollektive Verantwortung.
            2. Zusammen leben, Kinder versorgen – aaaber wie genau „aufkommen“?

            Gespräche mit „Anarchistinnen“ gehabt, die ebenfalls die Kindererziehung so „kollektivieren“ wollten, indem „wir alle“ Verantwortung für ihre Verhütungsunfälle übernehmen, was eine elegante Verlagerung der eigenen Verantwortung und faktische Verteilung von Mehrarbeit ist.
            Durch „zusammen leben in WGs“ wird auch nicht die Frage geklärt, wie das eigentlich finanziert werden soll.

            „Sie glaubt offenbar nicht, dass Partnerschaft und Fortpflanzung für Männer die Motivation sind, überhaupt etwas zu leisten.“

            Wie ich schon schrieb: Die Bereitschaft der 80% aller Männer eine Gesellschaft zu finanzieren, die nur 20% aller Männer und 100% aller Frauen etwas nützt, aber ihnen nicht wird auf 0 sinken.
            Es wird niemand mehr da sein, der ihren feuchten Traum vom Matriarchat via Staatsmittel und Sozialversicherung finanzieren wird.
            Sie wird staunen, wie teuer Krankenkassenbeiträge und eine Rentenversicherung, ein Platz im Kindergarten und in einer Schule ist, wenn all das nicht mehr von Männern quersubventioniert wird.

            „Aus ihrer Sicht wurde der Zwang, sexuell erfolgreich zu sein und Kinder zu zeugen, den Männern nur vom Patriarchat eingeredet, weil man ihnen nur dadurch Status zugesteht.“

            Seufz, dieser Selbstbetrug.
            Männer müssen sich Status erarbeiten, um von Frauen selektiert zu werden; diese Frauen partizipieren dann an dem mit dem Status verbundenen Ressourcen.
            Das „Patriarchat“ kann Kindererziehung von der Krippe bis zu Schule ganz in Frauenhände legen und es setzt sich dennoch durch.
            Es ist nur merkwürdig, wie sehr das „Patriarchat“ auf eine Männerrolle fokussiert ist, deren Ertrag Frauen zugute kommt.
            Die altmodische Frage: „Wem nützt es?“ führt aber leider nicht zu „Patriarchat“.

            „Deshalb will sie ja „das Narrativ ändern“: Männern soll aufgrund von künstlerischer oder beruflicher Leistung Status zuerkannt werden, nicht mehr aufgrund von Fortpflanzungserfolg; ihnen soll beigebracht werden, dass sie auch ohne Partnerschaft und Sex glücklich sein können.“

            Gibt es schon, nennt sich MGTOW. 🙂

            „Ihre Karrieren würden Männer natürlich trotzdem weiter verfolgen, nur der lästige, gesellschaftliche Zwang zum Sex wäre weg.“

            Nope. In ihrer Illusion müssen diese kleinen Arbeitsdrohnen weiter funktionieren. Irgendwer muss ohne irgendwelche Anreize oder Belohnung ihren Traum einer matriarchalen Gesellschaft finanzieren.
            Nicht ein zweites Mal drüber nachdenken: „Nah, it´ll be fine!“

            Hier passiert m.E. etwas ganz anderes im Hintergrund: Stück für Stück werden klassische Bestandteile einer Frauenrolle überflüssig, weil technisch rationalisiert (waschen, putzen) oder verstaatlicht oder kommodifiziert (Kinderkrippe, -garten, Schule, Altenheime, Pflegeheime).
            Von den „Care“-Arbeiten gibt es immer weniger und die nur kann man überhaupt nur in partnerschaftlichen Beziehungen geltend machen, während der Anteil der Single-Haushalte in den Großstädten inzwischen die Mehrheit stellen.

            Der Kern von dem, was Frauen ihrer Ansicht nach überhaupt noch als Frauen zu bieten haben ist Sex und Reproduktion.
            Zieht man in Betracht, Sex ist auch ein Bedürfnis von Frauen, kann man mit diesem Pfund nicht wuchern, denn sexuelle Bedürfnisse tauschen sich wechselseitig aus. Bleibt Reproduktion.

            Mehr ist nicht mehr übrig.
            Würde man Männer Leihmütter erlauben und ggf. von der Krankenkasse bezahlen, würde sich die Frage stellen, warum Männer überhaupt Frauen brauchen, wenn sie Kinder wollen.
            Ist es nicht merkwürdig und damit meine ich natürlich naheliegend, dass diese Option gar nicht in ihrem Hirn auftaucht? 😉
            Angenommen wir bestimmen den Wert einer Leihmutterschaft mit 30.000 Euro, dann ist der von ihr geforderte Betrag für ihren Traum vom Matriarchat ein Mehrfaches.

            In ihrem Hirn jedoch stellen Frauen das reproduktive Nadelöhr der Gesellschaft dar und demzufolge hat die Gesellschaft die Funktion, Frauenbedienerin von Frauenwünschen zu sein.
            Wir lebten in einem „Patriarchat“, das „vor allem Männern nützt“ beißt sich jedoch mit dieser Vorstellung – was allerdings keine neue Erkenntnis ist.

          • „Die 80 % überflüssigen Männer werden entweder als Arbeitssklaven und/oder Pfünderungsarmee eingesetzt. Dieser Staat, den diese Feministin hier träumt kann nur ein imperialistischer Sklaven- und Kriegstreiberstaat sein, so wie zB Sparta.“

            Die „Überflüssigkeit“ bezieht sich sich in der Tat auf ihre utopistisches Matriarchat und die „Arbeitssklaven“ beziehen sich auf die Notwendigkeit dessen Alimentierung.

            Aber wie stellt sich denn die Durchsetzung ihres feuchten Traums vor, in dem Männer sich selbstlos für sie aufopfern, ohne Motivation und Anreiz?
            Ein männliches Proletariat, das den genetischen Adel alimentiert?

            Wir bräuchten nur eine Reihe von Generalstreiks, um selbst den einfachsten Handwerkslohn in Höhen zu treiben, dass Teilzeitarbeit für Männer völlig ausreicht (inkl. drei Monate bezahlten Urlaub).
            Wie das finanziert wird, ist dann nicht unser Problem – wir erarbeiten den Kuchen und wir essen ihn auch.
            Oder wir greifen kurz zu den Waffen und beenden diesen Spuk.
            Es gibt eine Vielzahl historischer Beispiele, wo der angemaßte Adel einen Kopf kürzer gemacht worden ist.

          • „Aus ihrer Sicht wurde der Zwang, sexuell erfolgreich zu sein und Kinder zu zeugen, den Männern nur vom Patriarchat eingeredet, weil man ihnen nur dadurch Status zugesteht.“

            Frauen finden die gleichen Männer attraktiver, wenn sie wissen das diese Männer auch von anderen Frauen als attraktiv angesehen werden… aber klar, das Patriarchat hat Schuld.

          • @pingpong @Matze

            1. Vielen Dank für Dein Lob! 🙂
            2. „Frauen finden die gleichen Männer attraktiver, wenn sie wissen das diese Männer auch von anderen Frauen als attraktiv angesehen werden… aber klar, das Patriarchat hat Schuld.“

            Logo – wer denn sonst??? 😉
            Das System „preselected“ klappt tatsächlich verblüffend gut.
            Gehe mit 2 bis 3 wirklich gut aussehenden (7-8, keine 9 oder 10, denn dann wirkst du unerreichbar) Frauen aus und wirf verstohlene Blicke auf die Aufmerksamkeit, die dir zuteil wird.
            Auch hier greift ein „default“ – aber in der intrasexuellen Konkurrenz und zu deinem Vorteil.

      • „Bis vor 10000 Jahren“

        Von anderen feministischen Expertixen habe ich die Zahl 6000 gehört, davor war ein seeliges Matriarchat (mit Damenwahl natürlich), danach Patriarchat, also die Hölle. Aber was sind schon 4000 Jahre.

        • Gar nicht, da Evolution immer nur im Rückspiegel sichtbar wird und werden kann. Das ist die Kernaussage Darwins. Den so wahnwitzige Möchtegern-Sozialkonstrukteure wie diese Feministin hier konsequent missachten, weil sie absolut davon überzeugt sind es besser zu wissen.

        • Wenn ich das richtig verstehe, geht es bei »fermale choice« um ein Prinzip, das sich bei vielen Arten des Tierreichs beobachten lässt. Womit die Übertragbarkeit auf Menschenaffen und homo sapiens allererst zu klären wäre: wie funktioniert das (wenn überhaupt) unter den spezifischen evolutionären Bedingungen der Hominisierung?

          • „Womit die Übertragbarkeit auf Menschenaffen und homo sapiens allererst zu klären wäre“

            Das es sehr nach Brifault’s Law klingt, hat sich vielleicht in MGTOW Kreisen bereits jemand Gedanken dazu gemacht?

            Mir fällt spontan allerdings nichts ein.

            Briffault’s Law
            The female, not the male, determines all the conditions of the animal family. Where the female can derive no benefit from association with the male, no such association takes place.

            There are a few corollaries:

            1. Past benefit provided by the male does not provide for continued or future association.

            2. Any agreement where the male provides a current benefit in return for a promise of future association is null and void as soon as the male has provided the benefit (see corollary 1)

            3. A promise of future benefit has limited influence on current/future association, with the influence inversely proportionate to the length of time until the benefit will be given and directly proportionate to the degree to which the female trusts the male (which is not bloody likely).

          • Brifault’s Law setzt die Existenz eines umfassenden Matriarchats voraus und das hat es niemals gegeben und wird es nie geben.

          • „Briffault’s Law
            The female, not the male, determines all the conditions of the animal family. Where the female can derive no benefit from association with the male, no such association takes place.“

            Wie djadmoros schon schreibt, lässt sich female choice bei vielen Arten beobachten, aber eben nicht bei allen.
            Gegenbeispiele:
            – Mauerbienen. Die Männchen schlüpfen zuerst aus den Niströhren und lauern dann vor den Röhren auf die Weibchen. Wagt sich ein Weibchen heraus, gibt es einen in Sekundenschnelle entschiedenen Kampf, und das Männchen, dass dann zuunterst auf dem Weibchen sitzt, lässt nicht mehr locker, bis es es begattet hat. Da ist nix mit „female choice“.
            – Orang Utans: Immerhin jeder dritte beobachtete Sexualkontakt soll eine Vergewaltigung das Weibchens durch das Männchen sein. Orang-Utans leben solitär, und wenn sich dann mal Männchen und Weibchen begegnen, sind die Männchen offenbar nicht sehr zimperlich, um ihren Samenstau abzubauen.
            – Auch Enten sind oft nicht zimperlich. Wenn mehrere Männchen gleichzeitig mit Gewalt versuchen, ein Weibchen zu begatten, kann das Weibchen auch schon mal ertrinken.
            – Nicht zuletzt bei uns Menschen durchbrechen Vergewaltigungen immer mal wieder die Regel des „female choice“. Allerdings muss hier natürlich betont werden, dass das eben die Ausnahme, nicht die Regel ist.

            Beispiel für female choice:
            – Bei verschiedenen Vogelarten, z.B. Zaunkönigen, bauen die Männer Nest(er) für das (die) Weibchen. Die Paarungsbereitschaft der Weibchen hängt von der Begutachtung des Nestes ab: Wird das Nest für unzureichend befunden, gibt es keinen Sex. Dass ein Männchen ein paarungsbereites Weibchen abweist, dürfte praktisch nie vorkommen. Mehr female choice geht nicht.

            Generell gibt es in der Biologie keine Regel ohne Ausnahme. Deshalb finde ich es auch vermessen, von einem Gesetz, „law“, zu sprechen: (Faust)Regel bzw. rule (of thumb) oder Prinzip trifft es viel besser. Da es sich nicht um ein allgemeingültiges Gesetz handelt, muss jede Spezies einzeln betrachtet werden.

            Beim Menschen haben die Weibchen die dominantere Position bei der Paarungs-/Partnerschaftsanbahnung inne. Es ist aber nicht so extrem wie beim Zaunkönig: Menschliche Männchen sind auch wählerisch und lehnen desöfteren Weibchen ab. (Na, welcher Vater erinnert sich an seine verheulte Teenagertochter?) Unter dem Strich sind die Weibchen aber wählerischer, und die Männchen müssen sich dementsprechend mehr anstrengen. Ausnahmen (wie @PfefferundSalz 😉 ) bestätigen die Regel.

            Aber mal ehrlich: Für diese „Erkenntnis“ braucht man keine hochtrabenden biologischen Forschungen, sondern kann einfach seine Oma fragen.

          • Wenn eine Frau von keinem Mann angesprochen wird, kann sie noch so wählerisch sein. Sie müsste dann schon selbst aktiv werden, aber das tun Frauen i.d.R. nicht. Diese Female Choice kann also erst greifen wenn da überhaupt mehr als ein Mann Interesse haben.

            Wenn es dann zur Beziehung kommt, sind es meistens Frauen die die Beziehungen beenden, weil ihnen etwas nicht passt. Da passt das schon eher. Würden sich aber alle Frauen nur mit 20% der Männer paaren, dreht sich das Verhältnis wieder um und die Männer werden derjenigen sein, die die Beziehung eher beenden, da sie schnell eine neue Frau finden.
            Die anderen 80% der Männer spielen hier ja keine Rolle, da das empathische Geschlecht sie für Beziehungen als nutzlos ansieht, außer vielleicht als Arbeitssklaven im Geschlechtergerechten Matriarchat.

          • So ganz „nebenbei“ bringt es die 20% gegen die 80% in Stellung, so müssen sie sich nicht die Hände schmutzig machen

          • „Übertragbarkeit auf … homo sapiens“

            Spontan fallen mir dazu die Libido-Differenz zwischen Frauen und Männern als bio-chemisches Phänomen und die weibliche Hypergamie als soziales Phänomen ein.

            Generell frage ich mich, ob die ganze Theorie von Stoverock nicht auf einer Art Kategorienfehler basiert. „Female choice“ ist ein Verhaltensmuster, also ein soziales Phänomen (die Biologie besteht großenteils darin, solche Verhaltensmuster zu beschreiben), das diverse Ursachen haben kann. Die Ursachen können sowohl in der Umwelt als auch in der eigenen Biochemie liegen, z.B. hormonell gesteuerte Verhaltensweisen oder diverse physische Geschlechterdifferenzen. Letztere ändern sich nur sehr langsam bzw. sind bei vielen Lebensformen offenbar über 100.000e Jahre konstant.

            Verhaltensmuster können sich dagegen bei Änderungen der Umweltbedingungen sehr schnell ändern, das ist das Besondere an intelligenten Lebewesen. Ich halte die grundlegende Annahme bzw. Unterstellung von Stoverock, daß die „female choice“ genauso unveränderlich ist wie die bio-chemischen Strukturen, deshalb für falsch.

          • @mitm
            „Female choice“ ist ein Verhaltensmuster, also ein soziales Phänomen (die Biologie besteht großenteils darin, solche Verhaltensmuster zu beschreiben), das diverse Ursachen haben kann. “

            Die Ursache heisst „geschlechtliche Zuchtwahl“ und wird schon von Darwin im Rahmen seiner Theorie ausreichend beschrieben. Die Wahl ist übrigens wechselseitig und muss es auch sein, da beide Geschlechter Vertreter einer Art sind. Wer sich da eine Seite raussucht, wie unsere feministische Sexistin, betreibt also alles andere als Wissenschaft, sondern Pseudowissenschaft. Genauso kann man das feministischen Biologismus nennen. Ein ganz übler Sozialdarwinismus ist damit ja auch noch verbunden. Und dieses pseudowissenschaftlich verbrämte Menschenfeindlichkeit wird just von den Medien begeistert bejubelt, die einst unermüdlich vor solchem Missbrauch der Wissenschaft gewarnt haben! Sie müssten also genau wissen, was sie da promovieren….

    • Ich habe ungefähr die Hälfte der oben verlinken Leseprobe (Einleitung zu ihrem Buch) gelesen, da hatte ich genug.

      Ausweislich der Selbstdarstellung beim Verlag Klett-Cotta ist sie studierter Biologe, d.h. die rein biologischen Aspekte bei der Darstellung der female choice hat sie vermutlich richtig verstanden. Sobald sie die Biologie verläßt und sich zu soziologischen Themen äußert, wird es sehr schnell hanebüchen bis absurd. Beispiel:

      Die Sesshaftigkeit entstand vor circa 10.000 Jahren nach der Erfindung von Ackerbau und Viehzucht.

      Die Zivilisation, die darauf folgte, wurde, und hier liegt der entscheidende Punkt, ausschließlich von Männern nach ihren Bedürfnissen gestaltet. Und sie arbeiteten dabei an der Unterdrückung und Kontrolle eines biologischen Prinzips, das zuvor seit Millionen von Jahren gültig gewesen war: des Urprinzips der Partnerwahl, bei dem die Entscheidung, welches Männchen Sex hat, von den Weibchen abhängt  die Female Choice .

      Diese Unterdrückung  und damit auch die der weiblichen Bedürfnisse  ist das Fundament, auf dem die heutigen Staaten, politischen Systeme und Kulturkreise stehen.

      Auf Amazon ist eine ziemlich negative Rezension einer überzeugten Feministin, die kommt zu ganz ähnlichen Schlüssen (irgendwas kann hier eigentlich nicht stimmen, wenn ich der gleichen Meinung bin 😉 )

      Ich rechne trotzdem mit einem Dutzend Rezensionen bzw. Interviews in unseren feministischen Feuilletons, denn auch der größte Stuß muß dem Volke nahegebracht werden, wenn er von jemand aus der medialen Elite stammt.

      • Ich glaube aus dem Text auch eine Projektion ihrer persönlichen Erlebnisse auf die Allgemeinheit herauszulesen.
        In einem Absatz schreibt sie sinngemäß, dass der Mann ja von der Beziehung im Wesentlichen nur Sex erwarte, d.h. solange er sexuellen Zugriff auf seine Frau habe, sei für ihn alles OK. Jede Frau werde aber ihres Mannes früher oder später überdrüssig und habe den Drang, sich nach etwas Neuem umzusehen (als Beweis führt sie an, dass bei „ursprünglich lebenden Völkern“ üblicherweise eine Frau Kinder von lauter verschiedenen Männern hätte).
        Daraus hat sie anscheinend die Theorie entwickelt, dass das Ideal der monogamen Beziehung einer Verschwörung der Männer entspringt, sich ohne weiteren Aufwand permanenten freien Zugang zu Sex zu sichern.
        Ich habe so den Verdacht, warum das mit ihr und Sascha Lobo in die Brüche ging.

        • Als die noch zusammen waren, hatte sie ja auf Twitter einige Tweets veröffentlicht, nach denen sie gerne mit anderen Typen ins Bett gehen würde und wie emanzipiert das wäre. Ich schätze, der liebe Sascha wollte sich das nicht mehr lange antun und hat sich deswegen eine jüngere und loyalere Partnerin gesucht. (Weitere Tweets ließen darauf schließen, dass die restliche Männerwelt auch nicht so sehr auf die Gelegenheit zu einem Stelldichein mit Meike gewartet hat, wie sie sich das ausmalte, als sie ihre Freivögel-Fantasien in die Welt zwitscherte.) KC hatte sich regelmäßig königlich über Meikes Twitter-Postings amüsiert, vom Unterhaltungswert als Außenstehender war das köstlich.

          • Ach herrje, sie hat also eine Theorie gebastelt, um ihre eigene bevorzugte Beziehungart und ihr Sexualleben zu rechtfertigen. Man, ich würde gerne sagen das sowas ja mal etwas vollkommen neues ist, aber solche Frauen gibt unter Jounralisten auch eher häufiger.

            Dann stellt sich nur noch die Frage, ob sie dem Mann dann auch zugesteht und das ohne ihn moralisch abzuwerten alá ‚bei Frauen ist das was ganz anderes‘, das er sich seinen Sex woanders zu holt, z.B. bei jüngeren Frauen.

      • »Die Zivilisation, die darauf folgte, wurde, und hier liegt der entscheidende Punkt, ausschließlich von Männern nach ihren Bedürfnissen gestaltet.«

        Das ist genau die feministische Bullshit-These, die jeder Argumentation schon vorausliegt, anstatt erst mal plausibel gemacht zu werden. Da hat sie (crumar spielt schon darauf an) schlicht das Prinzip der sozialen Arbeitsteilung nicht verstanden. Katrine Marçal hat in »Machonomics« denselben Bullshit erzählt, und im Grunde funktioniert die ganze feministische Bewußtseinsindustrie auf diese Weise: setze die Existenz »des Patriarchats« als Prämisse und investiere Deine Kreativität in ein »ex falso quodlibet«. Lévi-Strauss hätte seine Freude an den zahlreichen Variationen des Grundmythos gehabt.

      • „Ich rechne trotzdem mit einem Dutzend Rezensionen bzw. Interviews“

        Ich muß zugeben, ich habe mich verschätzt. Bisher sind es erst 3. Das schon oben zitierte Interview in der Zeit, eine Rezension im DLF und als Glanzstück ein Video im Ersten, wieder mal ttt, s. hier: https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/sendung-vom-21022021-video-102.html

        Da kann man die Dame auch in mehreren Clips bewundern. Das Video behandelt auch das in 2020 erschienene Buch „Die Wahrheit über Eva“ von Carel van Schaik und Kai Michel, van Schaik kommt auch zu Worte.

        Alleine die Anmoderation von Max Moor ist dermaßen peinlich, pures Männerbashing nit großer Geste. Der Inhalt des Videos ist … sage ich jetzt nicht — Meinungen sind willkommen.

        Ansonsten sammeln sich die Rezensionen auf Amazon, am plausibelsten fand ich dieses von „Thomas“

        • „Aber anstatt völlig sachlich und weniger politisch das Thema zu beleuchten, hat die Autorin sich einfach nur auf der gegenüberliegende Seite der Maskulinisten und der kritisierten „Manosphere“ eingereiht. “

          Selbst feminismuskritische Menschen sind ausreichend von den MSM eingenordet.

          • „von den MSM eingenordet“

            Ich interpretiere das so, daß „Thomas“ sich damit auf das Buch von Stoverock bzw. darin enthaltener Hetze gegen MRAs bezieht. D.h. Stoverock merkt nicht, daß ihre Kritik an der „Manosphere“ auf sie selber zutrifft.

    • Also die Leseprobe liest sich interessant und deutlich differenzierter als das ZEIT Interview (wen wunderts?). Kann ich nur empfehlen. Achtung: Jordan P. kommt darin vor, wen das triggert… 😉

      Sie konstatiert auch gleich am Anfang ziemlich nüchtern, dass „female choice“ untauglich ist um stabile und sattmachende Kulturen zu erhalten oder gar zu schaffen. Und stellt fest, dass Frauen in dekadenten Gesellschaften ihre gewonnenen Freiheiten dazu nutzen, um genau dieses „female choice“ radikal und rein auf das eigene Ego fixiert auszuleben.

      So gibt auch die Argumentation einer durch einen kulturellen Überbau domestizierten weiblichen Sexualität einen Sinn. Wobei sie natürlich auch die gleichermaßen domestizierte männliche Sexualität nicht unter den Tisch hätte fallen lassen dürfen.

      Aber vielleicht kommt das ja in dem Buch irgendwo auch zur Sprache – ich kenne jetzt nur die Leseprobe.

      Allerdings findet sich auch dort schon peinlich unterkomplexe Misandrie. So jazzt sich die FFF Bewegung als von Frauen getrieben hoch. Ohne auch nur in Erwägung zu ziehen, dass FFF ein zeitgeistiges Medien-Event ist und gezielt niedliche Mädchen und Kindfrauen als Wortführerinnen inszeniert werden.

      Was mir an der Leseprobe zum Thema prähistorisches female choice allerdings auffiel: Ganz offensichtlich ist die Annahme eines solchen wirksamen Wahlmonopols unplausibel. Frauen sind körperlich schwächer und können auch bei ungewolltem Geschlechtsverkehr schwanger werden. Allein diese zwei Fakten lassen „female choice“ nur in Gesellschaften mit hohem Organisations- und Befriedungsgrad möglich werden. Oder plakativ: Alles andere ist wie Tindern in Mogadishu.

    • Ich würde Deine zweite Säule etwas erweitern: Die Forderungen des Feminismus werden in den einzelnen Organisationen, Institutionen usw. umgesetzt von Männern in den höheren Rängen. Diese sind etwas älter, z. B. in ihren 50er Jahren, haben bereits eine Scheidung hinter sich, oder wären bereit sich scheiden zu lassen, wenn sie eine jüngere Frauen finden könnten.

      Mit dem Umsetzen feministischer Forderungen kommen nun vermehrt Frauen, und zwar jüngere Frauen in die betreffenden Organisationen, Institutionen usw. und werden dort tätig. Viele von ihnen sind nicht verheiratet, und alle haben eine Vorliebe für sozial hochstehende Männer. Das finden viele der hochrangingen Männer in den Organisationen, Institutionen usw. prima, und sie beginnen, Kontakte zu den neuen Frauen zu knüpfen … Bei 22 Jahren Altersunterschied beginnt die wahre Liebe.

      (Diesen Kommentar konnte ich auf Deiner website nicht posten, irgendwie ging das nicht.)

  6. Kann es sein das FFF eine Schwerpunktverschiebung erlebt und Umweltschutz nicht mehr Prio 1 hat? Gegen Rassismus zu kämpfen ist ja heute auch viel einfacher. Das Feindbild ist schon aufgebaut und man darf ihm jede Unmenschlichkeit konsequenzenlos vorwerfen.

  7. Keine Einfamilienhäuser mehr, da die Platz wegnehmen für Windkraftwerke, die soweit ich das sehe immer noch nicht Mal theoretisch den deutschen Energiebedarf wirklich kontinuierlich decken werden können.

    Bei solchen Leuten kriege ich manchmal das Gefühl die freuen sich ein wenig über ihre Freiheitsberaubung.

    Unser geliebter Staat ist kontinuierlich auf der Suche uns etwas anhängen zu können.

    • „… die soweit ich das sehe immer noch nicht Mal theoretisch den deutschen Energiebedarf wirklich kontinuierlich decken werden können.“

      Regenerative Energien decken in Deutschland nur knapp 15% des aktuellen Energiebedarfs:

      https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/beitrag-erneuerbaren-energien-alle-bereiche/

      Achtung: hier wird häufig gelogen. Bspw. hat die Bundeskanzlerin in Ihrer Rede beim letzten Weltwirtschaftsgipfel in Davos von mehr als 40% gesprochen. Das ist falsch.

      Übrigens liegen diese knapp 15% in Deutschland deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, der bei knapp 20% liegt.

      https://www.publicomag.com/2021/02/fake-nuss-in-ihrer-davos-rede-operiert-merkel-mit-falschbehauptung-und-irrefuehrung/

      • „Achtung: hier wird häufig gelogen. Bspw. hat die Bundeskanzlerin in Ihrer Rede beim letzten Weltwirtschaftsgipfel in Davos von mehr als 40% gesprochen. Das ist falsch.“

        Wahrscheinlich nahm sie da nur den Anteil am Strombedarf zur Hand; da würden die über 40 % sogar stimmen. Wenn sie das dann aber so hat rüberkommen lassen, als ginge es um den Energiebedarf gesamt, ja, dann hat sie dort das verbreitet, was man mainstreammedial und politisch, wenn es von mainstreammedial und regierungspolitisch nicht genehmer Seite kommt, als Fake News bezeichnen würde.

          • Was ist der Unterschied zwischen „Bruttoendenergiebedarf“ und „Bruttoninlandsstromverbrauch“? Warum sind die EE Anteile zwischen den beiden so verschieden (17% vs 42%)?

          • Naheliegende Vermutung: Energiebedarf preist alles ein, also auch Kraftstoffe zum Betrieb von Fahrzeugen und anderen Maschinen sowie auch Wärmeenergie, damit uns im Winter nicht die Eiszapfen von der Nasenspitze runterhängen.

            Tatsächlich ist Strombedarf nur ein Teil unseres Energiebedarfs. Dass man sich gerade den separat gerne rauspickt, um dann zu argumentieren, wir würden „fast die Hälfte“ unseres Energiebedarfes aus EE beziehen (was ich auch noch weit von einem beruhigenden, zufriedenstellenden Anteil entfernt bewerten würde) das ist oft der Versuch, den Bürgern Sand in die Augen zu streuen, wenn die Frage aufkommt, wie viele Teile unseres täglichen Lebens, unserer gesamten Infrastruktur wir denn weiterbetreiben könnten, würden wir mal eben von jetzt auf gleich komplett von konservativen Energiegewinnungsmethoden weggehen.

          • @peter, billy:

            Danke!

            Energiebedarf beinhaltet auch alle andere Energieformen (Benzin/Diesel, andere Kraftstoffe, Fernwärme…), nicht nur Strom. Klingt einleuchtend.

          • @pingpong: Elektrischer Strom macht nur etwa 20% (ein Fünftel) des Gesamtenergieverbrauchs aus. Der Löwenanteil des Energieverbrauchs ist Raumheizung, Warmwasser, industrielle Prozesswärme, Verkehr. Deren Energiequellen sind überwiegend nicht-elektrisch sondern ganz konventionell direkte Verbrennung fossiler Energieträger. Da die sog.“Energiewende“ so gut wie ausschließlich die Stromerzeugung betrifft, wird der Löwenanteil des Energieverbrauchs davon gar nicht erfasst. Es gäbe auch keine realistische Möglichkeit, das zu tun.

          • @BillyCoen Mich beunruhigen eher die Versuche der Ökos, das was sie „erneuerbar“ nennen zu erzwingen. Das kann in einem Kollaps enden wenn es falsch gemacht wird, und es wird falsch gemacht. Es gibt gar keine Möglichkeit, es „richtig“ zu machen.

    • Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass nicht jeder heterosexuelle Fußballer es mag, wenn er sich umzieht und der homosexuelle ihn begafft. Der Grund warum es getrennte Räume für Männer und Frauen gibt ist ja genau der, dass sich Frauen belästigt fühlen könnten. Und mir als heterosexuellem Mann geht das genauso. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Schwule, außerhalb der Arbeit oft Probleme mit heterosexuellen Männern haben. Wir werden halt, genauso wie Frauen, ungern von den falschen Leuten sexualisiert. Und da reicht das Konjunktiv „könnte“ genau wie bei Frauen aus, denn natürlich wird auch nicht jede Frau in der Umkleide sexualisiert aber es könnte ja sein.

      • Das mag darein spielen, aber dann wäre die Lösung für die Heteros ja nicht die, dass Schwule sich nicht outen, sondern die, dass man möglichst alle Schwulen entdeckt und aus der Mannschaft wirft.

        Mir kommt gerade eine Idee, warum _beide_ Parteien dieses Argument nicht anführen.

        • „Das mag darein spielen, aber dann wäre die Lösung für die Heteros ja nicht die, dass Schwule sich nicht outen, sondern die, dass man möglichst alle Schwulen entdeckt und aus der Mannschaft wirft.“
          Im Islam gibt es die Regel, dass derjenige der sündigt, dies wenigstens im geheimen machen soll, damit er nicht als schlechtes Vorbild dient. Wenn jemand sich outet, dann zwingt er sein Gegenüber Farbe zu bekennen, wie beim Pokern, wenn jemand sehen will. Das Problem hierbei sind nicht die Worte, sondern die Taten. Es bringt Schwulen gar nichts, wenn man sie mit warmen Worten gutheißt aber sie anschließend schneidet. Und man kann sich vorstellen, dass wenn ein Schwuler zwischen 10 Leuten befindet, die sich in seiner Gegenwart belästigt fühlen, diese schon einen Weg finden, dass er sie nicht mehr belästigt. So ähnlich wie die Linken total für mehr Migration sind aber ihre Kinder doch bitte in eine Schule mit vorwiegend deutschen Kindern geben.
          Deswegen denke ich, wäre es für beide Seiten besser, wenn die Schwulen die Klappe halten und ihre Sexualität, wie auch Heteros, nicht in die Öffentlichkeit tragen. Ansonsten könnten sie mit einer Realität konfrontiert werden, die ziemlich von dem gesagten Wort abweicht.

          • „wenn die Schwulen… ihre Sexualität, wie auch Heteros, nicht in die Öffentlichkeit tragen“

            Hetero-Fußballer heiraten, bringen ihre Partnerin mit zu offiziellen Anlässen etc. Wenn Schwule ihre Sexualität genau so „nicht“ in die Öffentlichkeit tragen, entspricht das einem Coming-Out.

          • @renton

            Ich denke niemand hat was gegen ein „coming out“, ich schätze, was PfefferundSalz meint, ist das, was in Russland unter:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Russland#Gesetze_gegen_%E2%80%9Ehomosexuelle_Propaganda%E2%80%9C
            fällt.

            Angesichts der progressiven Dummbratzen, der LGBTIrgendwas-Regenbogen-WirSindOpfer-Fraktion, erfasst mich ein gewisser Neid auf Russland, was diesen Punkt betrifft. Allerdings war ich immer Gegener davon, Meinungsfreiheit einzuschränken. Ich würde eher die Massenmedien mit Qualitätsstandards und IQ-Tests ketten, damit würde man mehrere Problemfelder mit einem Mal erschlagen.

          • „Deswegen denke ich, wäre es für beide Seiten besser, wenn die Schwulen die Klappe halten und ihre Sexualität, wie auch Heteros, nicht in die Öffentlichkeit tragen.“

            Heteros tragen ihre Sexualität andauernd in die Öffentlichkeit: Hochzeiten, Eheringe, Kinder, Erzählen über Freund/Freundin …

          • @Androsch

            Ich bin zwar auch nicht @PfefferundSalz, aber ich glaube, seine Aussage war ziemlich klar: Er hat nichts gegen ein Coming-Out, rät Schwulen aber davon ab, weil sie sich sonst Ärger mit – jetzt kommt meine Wortwahl, nicht seine – intoleranten A*löchern einhandeln könnten. Und mir scheint, er sieht nicht deren Intoleranz als Problem, sondern meint, für die schwulen Fußballer wäre ohne Coming-Out alles paletti, weil „wie bei Heteros“. Dass es aber eben nicht so ist wie bei Heteros, wollte ich aufzeigen.

            Russland geht meiner Ansicht den falschen Weg. Immer unter der Prämisse, dass die Wikipedia den Sachverhalt richtig darstellt, ist ein Verbot „jeglicher positiver Berichterstattung über Homosexualität“ aus Gründen des Kinderschutzes verfehlt. Klar sollte man Altersgrenzen festlegen, die die Begegnung von Kindern mit jeglicher Form von Sexualität begrenzen. Aber da man sich seine Sexualität ja nun mal nicht selbst aussucht, sondern sie in sich selbst und in der Interaktion mit seiner Umgebung entdeckt, sollte Jugendlichen ab einem gewissen Alter keine Form und Darstellung von Sexualität (also solcher, die nicht per se ein Verbrechen ist) aus Prinzip mehr verboten sein, damit sie sich in der Auseinandersetzung damit über ihre eigene Sexualität klar werden können, und nicht unnötig lange an für sie ungeeigneten Vorstellungen, wie Sexualität zu sein habe, festhalten.

            Den Auswüchsen der „LGBTIrgendwas-Regenbogen-WirSindOpfer-Fraktion“ sollte man anders begegnen. Bindende Qualitätsstandards für Massenmedien sind sicherlich wünschenswert. Die Verpflichtung zu Gegendarstellungen in entsprechender Größe und Prominenz wie der Ursprungsartikel wäre ein wunderbarer Schritt. Man stelle sich vor, was das Forum Soziale Inklusion e.V. für eine Publicity hätte, wenn ein Gericht die ganzen Gazetten, die groß unbelegte Vorwürfe von Frauenfeindlichkeit wiederkauen, dazu verpflichten würde, deren Gegendarstellung groß im eigenen Blatt abzudrucken.

            Schöner Gedanke.

          • @Renton

            „seine Aussage war ziemlich klar: Er hat nichts gegen ein Coming-Out, rät Schwulen aber davon ab“

            Ja, hast recht, mein Fehler. Wenn ich mich schon reinhänge, sollte ich wenigstens gründlich lesen. *seufz*

          • „Heteros tragen ihre Sexualität andauernd in die Öffentlichkeit: Hochzeiten, Eheringe, Kinder, Erzählen über Freund/Freundin …“
            Eigentlich nur unter Seinesgleichen. Fremde haben mir noch nie irgendwas von ihrer Sexualität erzählt, das würde ich mir auch verbitten. Eheringe sind übrigens bei Schwulen inzwischen auch möglich.
            Aber natürlich unterliege ich wie jeder einem Bias, da ich nie Boulevard lese und auch Smalltalk bestimmter Art aus dem Weg gehe. Vielleicht ist das bei anderen Menschen anders, kann ich nicht beurteilen.

            @Renton
            „Und mir scheint, er sieht nicht deren Intoleranz als Problem, sondern meint, für die schwulen Fußballer wäre ohne Coming-Out alles paletti, weil „wie bei Heteros“. Dass es aber eben nicht so ist wie bei Heteros, wollte ich aufzeigen.“
            Du wirst dieser Intoleranz nicht begegnen können. Wenn du versuchst es mit dem Holzhammer einzuprügeln wirst du schnell auf Widerstand stoßen. Viele derjenigen die heutzutage Schwule nicht akzeptieren machen dies ganz bewusst und berufen sich auf bestimmte Prinzipien, welche sie höher einstufen, als Toleranz. Und das betrifft bei weitem nicht nur die Muslime, ich war überrascht wie hasserfüllt Osteuropäer gegenüber Schwulen sind.
            Allerdings, und hier kann ich nur von mir reden, würde ich es auch nicht mögen, wenn mir jemand (den ich selbst nicht geil finde) in der Umkleide auf dem Schwanz starrt, weil er ihn so geil findet. Ich würde zwar keinen Stress machen aber unangenehm wäre mir das auch. Und ich würde mich durchaus als sehr tolerant dem Thema gegenüber sehen. Wie ergeht es einem der Schwule bereits offen ablehnt. Der würde vermutlich extrem wütend werden.
            Deswegen denke ich auch, dass bestimmte Menschen halt, nicht kompatibel sind, was in einer großen Gesellschaft wie der unseren natürlich niemand hören will. Wir MÜSSEN uns alle lieb haben aber das funktioniert halt nicht.
            Wenn es also nicht möglich ist, dass man seinen Privatkram nicht in die Öffentlichkeit trägt, dann muss halt die eine Gruppe die Klappe halten. Und das wird meist die Schwächere sein, denn selbst wenn diese das moralische Recht auf ihrer Seite hat, nützt es doch wenig gegen einen Schlag ins Gesicht. So wie der Anifant auf einer Veranstaltung der Rechten auch besser die Klappe hält und andersherum. Am Ende kann derjenige, welcher die Macht hat seine Regeln durchsetzen.
            Die Welt ist nun einmal nicht fair.

      • „Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass nicht jeder heterosexuelle Fußballer es mag, wenn er sich umzieht und der homosexuelle ihn begafft“

        Dann sollten sie auch Sportunterricht und Schwimmbäder meiden.

        „Vielleicht ist das auch der Grund, warum Schwule, außerhalb der Arbeit oft Probleme mit heterosexuellen Männern haben.“

        Das ist unplausibel. Wäre das die Erklärung für Homophobie, gäbe es keine kulturellen Unterschiede.

        • „Dann sollten sie auch Sportunterricht und Schwimmbäder meiden.“
          Mit Moral kommst du hier nicht weiter. Es nützt dir da nichts, wenn dich plötzlich die Mehrzahl der Leute schneidet oder mobbt. Da kannst du noch so sehr das moralische Recht auf deiner Seite haben.

          Ich denke, getrennte Sportstätten wären das Richtige. Gibt ja schließlich auch schwule Saunen und Fitnessstudios, warum also die auch welche nur für Heten? Erzwungene Toleranz hält nur solange, wie es eine externe Macht gibt, welche diese erzwingt. Falls sich der Staat irgendwann mal aus dem Thema zurückzieht, könnte es knallen.

  8. Hier mal ein Artikel, der zwar nichts mit Feminismus oder Intersektionalität zu tun hat, der aber wieder mal ein Beispiel dafür ist, wie dumm und kurzsichtig die Politik in Bildungsfragen agiert und wie Männer einfach aus der Not eine Tugend machen.

    https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2014/arbeit/eine-idee-macht-schule?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Im Mai vergangenen Jahres waren er und seine Kollegen auf einer Konferenz, auf der Hamburgs Schulsenator Ties Rabe verkündete, dass Informatik in Hamburger Stadtteilschulen kein Pflichtfach mehr sein soll. Es fielen Sätze wie „Eine weitere Fremdsprache ist wichtiger als eine Programmiersprache“, und Behördensprecher Peter Albrecht sagte, Informatik sei „nicht für alle in gleicher Intensität vonnöten.“

    Ja klar. Wer braucht auch schon im Digitalzeitalter, im Zeitalter der Algorithmen und KI, des machine learning und der Automatisierung Informatik? Keine Frage, Fremdsprachen sind wichtig, aber für die wirtschaftliche Zukunft einer modernen Volkswirtschaft ist Informatik von essentieller Bedeutung. Da würden mir eher andere Fächer einfallen, die nicht vonnöten sind.

    David Cummins sagte an diesem Konferenztag im Mai den entscheidenden Satz: „Dann muss man das halt selber machen. So eine Art Hacker School.“ Damit war die Idee in der Welt. Die beiden erzählten ihrem Freund Timm Peters von der Idee. Peters war Mitglied der Geschäftsleitung von Etracker, einem Unternehmen für Webanalyse-Software, und baut derzeit den Europäischen Verband für Digital Analytics auf. Er hat gute Kontakte in die Szene und erwies sich als Brandbeschleuniger für die Hacker School.

    Bäm. Einfach mal gemacht. Frauen hätten sich wahrscheinlich einfach nur beschwert, bis irgendwann einer was macht, wahrscheinlich ein Mann.

    Auch eine Lehrerin hatte sich beim Robotik-Kurs angemeldet. Sie wollte schauen, ob das auch für ihre Schüler interessant sein könnte. „Man muss den Jungs ja was bieten“, sagt sie. Und den Mädchen? „Die interessieren sich eher weniger dafür“, sagt sie. „Gerade bei Mädchen mit Migrationshintergrund entspricht das nicht dem Rollenverständnis.“

    Da würde mich interessieren, ob das generell am Migrationshintergrund liegt oder an einem speziellen Migrationshintergrund. Ich denke eher letzteres.

      • Weil das Freiheit von der patriarchalen Unterdrückung bringt, deswegen überwiegen dort Frauen in Mint. Eigentlich textbook feminism, aber seltsamerweise wollen die Schwestern hier das gar nicht wahrnehmen.

      • Im Iran gibt es aber auch keinen Bedarf an Schwafelbacken von der Uni. Und ich bezweifle, dass es da irgendeine Art von HARZIV gibt. Wenn du nichts gelernt hast was dir Geld bringt, dann kannst du dich als Frau zwar noch unter die Obhut des Vaters oder eines Ehemannes geben aber ich vermute auch im Iran will nicht mehr jeder heiraten, was bedeutet, dass der Vater die Frau mal eben schnell mit dem Nächstbesten verheiratet der gerade verfügbar ist.

      • Mandarin.
        China wird auf Dauer dominieren.

        Deshalb spreche ich regelmäßig in mein Huawei-Telefon: „Ich liebe die Volksrepublik!“
        Dann habe ich schonmal ein paar Punkte bei denen… 😉

        • Ich telefonier ja sträflicherweise noch über ein Samsung, also einem Produkt des nicht nur systemischen sondern auch historischen Erzfeindes der Volksrepublik. Als Ausgleich habe ich aber dafür ein Foto von Xi Jinping als Hintergrundbild sowie die chinesische Nationalhymne (mit gesungenem Text) als Klingelton eingerichtet. Also von mir aus können unsere neuen Herren kommen… 😉

  9. Absolut lesenswert und stark ist dieser Kündigungsbrief von einer wahrlich heldenhaften Frau, den muss jeder gelesen haben!!! daher poste ich das nochmal!

    „that is what we´re up against“

  10. Gestern Abend einen Werbespot über irgendein Medikament gegen Halsschmerzen gesehen.
    So weit, so nicht ungewöhnlich.
    Aber dann der Schlusssatz: „Für Risiken [blablabla] fragen Sie Ihre Ärzt Innen oder Apotheker Innen“.

    Klar kann ich dieses Produkt erst mal boykottieren (zumal ich eh aktuell keinen Bedarf habe), aber ich befürchte, dass dies nur der Anfang war, und weiter um sich greifen wird.
    Irgendwann wird man nicht mehr drumrum kommen, auch Produkte zu kaufen, die genderisiert beworben werden.

  11. Kommunismus statt Demokratie, mit freundlicher Empfehlung der „Zeit“:

  12. Wer diesen Aufsatz liest wird irregeführt. Die absolut entscheidene Information wird hier nicht gegeben, dass die GEMEINDEN die grossen Monopolisten der Baulandausweisung und damit der Preise für dieses Bauland ist! Diese Einkünfte dienen vor allem der Gegenfinanzierung des SOZIALSTAATS.

    Die Bauland-Ausweisungs und Verkaufs-Maschine ist das Herzstück des real existierenden deutschen Sozialismus. Wer irgendwo Bauland kauft, für 100 bis 400 Euro den Quadratmeter, der kauft sich einen Platz im dortigen Sozialgefüge könnte man pointiert sagen. Die Preise gehen steil nach oben, da die masslose Ausgabensucht des Sozialstaats immer höhere Preise für das Bauland nötig macht! Sparen kann man ja an der Grösse des Hauses, so dass am Ende immerhin noch kleine Hasenställe als Häuserchen für eine Lebensleistung drin sind, das grosse „Einfamilienhaus“ von damals ist einfach ein Relikt alter Zeiten als die Wirtschaft noch gewachsen ist.

    Da die Leute die Ausgabensucht des entfesselten Sozialstaats nicht mehr nachkommen werden können, wird diese Sorte eines Strukturvertriebs-Spielchen bald zu einem Ende kommen. Daher setzt man auf eine grosse neue industrielle Revolution (die „Energiewende“), um sich mit dem damit entfesselten Produktivitäts- und Wertzuwachs aus dem Sumpf ziehen kann, an den eigenen Haaren, wie Münchhausen.

    Dieses Thema ist ein Paradebeispiel dafür, wie voller „falschem Bewusstsein“ jede öffentliche Debatte bei uns geworden ist. Keine Klarheit mehr über die Grundfakten, wobei nebensächliche Details alles einnebeln ….

    • Die politische Macht der Grünen (siehe Medien!) kommt mE aus der positiven Funktion als ordnungspolitische Rechtfertiger und Verschärfer des Bauboden-Monopols. Besitzer, die ihr Ackerland nicht für den von der Gemeinde festgelegten Preis ausspucken wollen, wird ihr Acker einfach in ein Naturschutzgebiet umgewandelt, dann hat man nämlich gleich die nötigen Ausgleichsflächen! Noch viel besser als mit dem Naturschutz liess sich das monopolistische Kohleabgreifen (und weiterhin das Bauen selbst sogar!) mit dem Klimaschutz begründen, weswegen man ja den alten Naturschutz praktisch vergessen hat und ignoriert. Ist ja auch kein so tolles Machtmittel mehr.

  13. ZON veröffentlicht mal wieder einen Artikel einer Professorin aus den social justice studies, der vor Dummheit und Rassismus nur so strozt.

    https://www.zeit.de/zett/politik/2021-02/emilia-roig-why-we-matter-gerechtigkeit-rassismus-sexismus-politikwissenschaft-buch

    Was in unserer Gesellschaft als normal gilt, wird von den dominanten Gruppen bestimmt. Meist bestehen diese aus weißen cis Männern. Ihre Sicht gilt als neutral und objektiv. Ihre Perspektive bestimmt die sozialen Hierarchien unserer Welt. Alles, was von ihrer Norm abweicht, ist unterlegen und subjektiv. Diese vermeintliche Normalität ist eine Illusion, die tiefe historische Wurzeln hat und dekonstruiert werden muss. (…) White Supremacy, auf der diese vermeintliche Normalität basiert, baut auf Vernichtung, Unterdrückung und Genozid auf.

    Genau. Denn andere Ethnien haben nie irgendwen vernichtet oder unterdrückt. Frauen sowieso nicht. Das hat auch bestimmt nichts mit der menschlichen Natur zu tun.

    Wer zur dominanten Gruppe einer Gesellschaft gehört, lernt nicht, Empathie für jene zu entwickeln, die nicht der Norm angehören: Jungs nicht für Mädchen, weiße Menschen nicht für Schwarze Menschen und People of Color, Menschen ohne Behinderung nicht für Menschen mit Behinderung. Umgekehrt ist das aber der Fall. Deshalb wird das als Lücke beschrieben. Es ist dabei wichtig, Empathie nicht mit Mitleid und Erbarmen zu verwechseln.

    Auf jeden Fall. Als weißer, nicht behinderter Mann mache ich auch den lieben langen Tag nichts anderes, als nicht-weiße oder behinderte oder nicht-Männer zu unterdrücken. Das ist quasi mein Lebensinhalt. Nur frage ich mich manchmal, wie das wohl bei schwarzen Männern ist. Empfinden die keine Empathie gegenüber Frauen, aber dafür gegenüber Weißen? Und dann nur gegenüber weißen Männern oder auch Frauen? Ich finde da sollte dringend mal geforscht werden.

  14. Die Eliminierung-Strategie beginnt auf breiterer Basis diskutiert zu werden:

    Und um Missverständnisse zu vermeiden:

        • Trollen auf AllesEvolution und Diskutieren sind verschiedene Dinge.

          Andere Länder zeigen wies geht:

          New Zealand ends lockdown after deciding outbreak contained. (Lockdown Dauer: 4 Tage)
          https://apnews.com/article/new-zealand-coronavirus-pandemic-auckland-70a1da6f3471990b915552f81929c90b

          Community transmission = Null, Victoria öffnet nach 5 Tagen Lockdown.

          Was ist euer Problem, habt ihr Angst davor dass die Dauerbeschränkungen aufhören könnten?

          • Gibts eigentlich Beispiele für erfolgreiches ZeroCovid mit dem gleichen Binnenverkehr wie Deutschland und grenzüberschreitenden Berufspendlern?

          • @Michael:

            Gibts eigentlich Beispiele für erfolgreiches ZeroCovid mit dem gleichen Binnenverkehr wie Deutschland und grenzüberschreitenden Berufspendlern?

            Worauf willst du hinaus? Ich habe diese Diskussion schon oft geführt, ich fürchte auf alles was ich sage kann immer das Totschlag-Argument „Das ist aber nicht das gleiche wie in Deutschland“ kommen.

            Natürlich ist es nicht das gleiche, jedes Land ist anders. Es gibt mittlerweile genug Beispiele aus vielen Ländern auf der ganzen Welt, die zeigen dass die Strategie unter verschiedensten Bedingungen funktioniert.

            Australien und Neuseeland haben ebenso Binnengrenzen zwischen ihren Provinzen (im Großraum Auckland lebt ein Drittel der Bevölkerung Neuseelands, Bevölkerungsdichte ähnlich Deutschland), Vietnam hat eine riesig lange Landesgrenze, die Hochtechnologie in Taiwan ist auf Heerscharen ausländischer Experten angewiesen, China, die Provinzen Atlantic Canada usw usf. Alles erfolgreiche Beispiele.

          • „Ich habe diese Diskussion schon oft geführt…“

            Stimmt, z.B. mit mir 🙂

            „…ich fürchte auf alles was ich sage kann immer das Totschlag-Argument „Das ist aber nicht das gleiche wie in Deutschland“ kommen.“

            Jipp, so war es bis jetzt. Die bisherigen erfolgreich durchgeführten ZeroCovid Strategien fanden in Ländern/Gegenden/Provinzen statt, die sich durch Klima, Jahreszeit, Bevölkerungsdichte oder Geographie (Insellage) von Deutschland deutlich unterscheiden. Eine Ausnahme: Nord(ost)china. Wer einen Vergleich mit zu Deutschland ähnlichen Bedingungen sucht, wird hier am ehesten fündig; den einzig relevanten Unterschied zu D würde ich dort noch im politischen System sehen.

            Ich denke allerdings – kipp jetzt bitte nicht vom Stuhl, @pingpong – dass in Summe die erfolgreichen Beispiele reichen, um diese Strategie auch für Deutschland ernsthaft zu erwägen. Zu bedenken gebe ich nur folgendes:

            – Das Argument „Wenn es nicht funktioniert, gibt es statt weniger Einzellockdowns am Ende halt wieder einen großen Totallockdown, wir können also nur gewinnen“ ist zu kurz gedacht. Bei ZeroCovid werden die roten Zonen von den grünen Zonen und den anderen roten Zonen abgeschottet. Verwandelt sich das ganze Land in einen Teppich aus roten Zonen, sind diese definitionsgemäß alle voneinander abgeschottet. Das ist vom Charakter her ein deutlich restriktiverer Lockdown als bisher.
            – Die Gesamtdauer der Maßnahmen gegen Corona kann sich durch ZeroCovid auch in die Länge ziehen. Coronaviren gibt es seit Jahrtausenden und wird es auch noch in Jahrtausenden geben. Wann wollen wir den ganzen Spuk wieder beenden? Wann akzeptieren wir wieder, dass Coronaviren Menschen töten, wie sie es vor 2020 auch schon getan haben? Dadurch, dass bei erfolgreichem ZeroCovid immer nur kleine Einheiten von Maßnahmen betroffen sind, sinkt der Druck, zu einer Normalisierung zurückzukehren.
            – Letztgenannte Überlegung führt mich dazu, ZeroCovid nur dann akzeptieren zu wollen, wenn es mit einer Diskussion über das Ende der Maßnahmen verknüpft wird. Ich will eine Perspektive für eine Rückkehr zur Normalität.
            – Davon ab bin ich weiterhin der Ansicht, dass weder Totallockdown noch ZeroCovid nötig sind, sondern weniger invasive Maßnahmen wie Hygienekonzepte, Schutz der Risikogruppen und einfach mal zu akzeptieren, dass der Tod zum Leben dazugehört, die richtigeren Maßnahmen wären. Also alles wie immer, @pingpong 😉

          • @renton:

            Ich denke allerdings – kipp jetzt bitte nicht vom Stuhl, @pingpong – dass in Summe die erfolgreichen Beispiele reichen, um diese Strategie auch für Deutschland ernsthaft zu erwägen.

            Freut mich zu hören!

            Ich erlaube mir zu deinen Bedenken meinen Senf abzugeben:

            Verwandelt sich das ganze Land in einen Teppich aus roten Zonen, sind diese definitionsgemäß alle voneinander abgeschottet. Das ist vom Charakter her ein deutlich restriktiverer Lockdown als bisher.>

            Definitionsgemäß ist der Status „rote Zone“ temporär. Eventuell extrapolierst du fälschlicherweise aus der jetzigen nicht erfolgreichen Situation des Dauerlockdowns? Der ganze Sinn und Zweck der green Zone Strategie ist es, möglichst schnell den Status grün zu erreichen und zu behalten. Die Erfahrung aus allen erfolgreichen Ländern zeigt, dass der Übergang rot->grün relativ schnell geht. Das ist ja gerade der Grund, warum wir diese Strategie anwenden sollten, weil es dann besser wird als das was wir jetzt haben.
            Die Erfahrung zeigt weiter, dass wenn ein Land einmal überwiegend grün ist, der von dir beschriebene Fall „Teppich aus roten Zonen“ nicht mehr auftritt. Es gibt dann hin und wieder einzelne (!) rote Zonen, die aber wie in den oben geposteten Beispielen sehr schnell (weniger als 7 Tage) wieder aufsperren können. Vom Charakter her ist das um vieles besser als der monatelange Dauerlockdown und die Unsicherheit die wir jetzt haben. Den Status „Teppich aus roten Zonen“ gibt es einmal am Anfang, wenn man sich dazu entschließt von einer nicht erfolgreichen Strategie auf Eliminierung zu wechseln und mit entsprechend vielen Fällen startet.

            Dadurch, dass bei erfolgreichem ZeroCovid immer nur kleine Einheiten von Maßnahmen betroffen sind, sinkt der Druck, zu einer Normalisierung zurückzukehren.

            Warum?
            Alle außer den (wenigen) kleinen Einheiten mit Maßnahmen haben (weitgehend) Normalität.

            Ich will eine Perspektive für eine Rückkehr zur Normalität.

            Du meinst, wann wir mit ZeroCovid/NoCovid aufhören können? Wenn Herdenimmunität durch die Impfung erreicht ist. Oder anders ausgedrückt, wenn keine Gefahr mehr besteht, dass durch unkontrollierte exponentielle Ausbreitung des Virus das Gesundheitssystem zusammenbricht. Ich habe hierzu vor einiger Zeit folgendes gepostet:

            Davon ab bin ich weiterhin der Ansicht […] Also alles wie immer, @pingpong

            Alles wie immer…

            Wann akzeptieren wir wieder, dass Coronaviren Menschen töten, wie sie es vor 2020 auch schon getan haben? […] einfach mal zu akzeptieren, dass der Tod zum Leben dazugehört

            Es ist ein Kategorienfehler. Die Covid-Pandemie ist keine Naturkatastrophe außerhalb unserer Kontrolle, die Pandemie fällt in die Kategorie der Ereignisse die wir beeinflussen können. Es ist nicht wie eine Überschwemmung mit der wir leben müssen weil wir das Wetter nicht beeinflussen können. Es ist wie ein Waldbrand. Wir leben seit jeher mit dem Risiko eines Waldbrandes, aber niemals leben wir „mit dem Waldbrand“. Wir löschen ihn.

          • Renton: „Wann akzeptieren wir wieder, dass Coronaviren Menschen töten, wie sie es vor 2020 auch schon getan haben?“

            Der ganze #ZeroX oder #NoX Käse ist doch schon deswegen zum Scheitern verurteilt, weil selbst bei erfolgreichem Ausrotten einer Virenart sofort andere Viren das Töten übernehmen. Da kennen die nichts, die kleinen Schlingel. Man stirbt ja nicht spezifisch an Corona, sondern an einer SARI (schwere akute Atemwegserkrankung). Und eine SARI kann auch von X anderen Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Dann müsste man also als nächstes #ZeroEverything, bis zur Sterilität, ganzer Kontinente durchziehen.

            Wenn der letzte Stohhalm, der den Kamelrücken bricht (lies: schwaches Immunsystem, Patient kurz vor dem Exitus), vom Erregertyp 1 bis 3000 sein kann, dann hilft es natürlich nix, speziell Typ 537 auszurotten. Oder Typ 537 bis 583. Der bessere Weg ist das Stärken von Immunsystemen. Ganz klassisch mit guter Ernährung, Bewegung und Hygienemaßnahmen in vernünftigem Rahmen. Dann klappt’s auch im Altersheim besser. Aber wie Du schon geschrieben hat, unsterblich werden wir auch dann nicht. D.h. die PingPongs dieser Welt werden weiter ihre Top Spins versuchen über den Tisch zu bringen. #ZeroAhnungVonBiologieAberDenDickenNetzwissenschaftlerMarkierenWollen

          • @pingpong

            „Definitionsgemäß ist der Status „rote Zone“ temporär. Eventuell extrapolierst du fälschlicherweise aus der jetzigen nicht erfolgreichen Situation des Dauerlockdowns?“

            Ich stelle mir einfach nur vor, wie es wohl im Winter sein könnte, wenn alles wenig nützt. Ob das „fälschlich extrapoliert“ ist, wissen weder Du noch ich, weil es ja keine erfolgreichen ZeroCovid-Beispiele unter deutschen Winterbedingungen gibt.

            „Dadurch, dass bei erfolgreichem ZeroCovid immer nur kleine Einheiten von Maßnahmen betroffen sind, sinkt der Druck, zu einer Normalisierung zurückzukehren.“ – „Warum? Alle außer den (wenigen) kleinen Einheiten mit Maßnahmen haben (weitgehend) Normalität.“

            Genau darum, weil die Politik dann argumentieren kann: „Alle außer den (wenigen) kleinen Einheiten mit Maßnahmen haben (weitgehend) Normalität.“ Infektionsschutz forever!

            „Du meinst, wann wir mit ZeroCovid/NoCovid aufhören können? Wenn Herdenimmunität durch die Impfung erreicht ist.“

            Das hoffe ich auch, inständig. Und dass dann nicht irgendein Lauterbach erklärt, wegen der 7000. Mutante müsse man aber weiterhin vorsichtig sein, und in Gelsenkirchen-Buer sei ja auch schon wieder eine 97-jährige Oma mit Diabetes, aber ohne Übergewicht daran gestorben… bzw., dass man nicht auf so einen Lauterbach hört.
            Je nachdem, wie schnell wir die Impfungen hinbekommen, also, wenn wir Herdenimmunität vor dem nächsten Winter erreichen, erübrigt sich auch die Diskussion um ZeroCovid. Im nahenden Sommer droht uns doch wohl garantiert keine Überlastung des Gesundheitssystems, selbst, wenn wir uns alle gegenseitig alle zehn Minuten ungeschützt beatmen.

            „Es ist wie ein Waldbrand.“

            Nein, ist es nicht. Muss ich den Vergleich wirklich nochmal lächerlich machen? Ich verstehe ja, was Du sagen willst – dass wir etwas tun können und sollten. Da sind wir uns einig. Aber unser Urteil, was nötig ist, unterscheidet sich. Deshalb liegt aber kein Kategorienfehler vor.

            Übrigens noch:

            Unten hast Du Hugor zweimal geschrieben:

            „The same people who demand proof before accepting one piece of information, are often quick to claim another without any evidence whatsoever.“

            Wenn Du Dich wunderst, dass Dir hier (oder woanders) teilweise Feindseligkeit entgegenschlägt, übersetze den Satz mal ins Deutsche, und dann mach Dir klar, was für eine unverfrorene Unterstellung an Hugor darin enthalten ist, zu der er null Anlass gegeben hat. Den Satz auf Englisch zu schreiben, trägt zum Eindruck der Arroganz bei. Wer so mit seinen Diskussionspartnern spricht, braucht sich über Feindseligkeit nicht zu wundern.

          • @renton:

            Ich stelle mir einfach nur vor […]

            Ja. Manchmal, so wie hier, stellst du dir die schlechtest mögliche Situation vor, obwohl die Empirie zeigt dass es dazu wenig Anlass gibt. Andere male, z.B. bei der Frage wie schlimm die Pandemie ist, stellst du dir die bestmögliche Situation vor, obwohl die Empirie zeigt dass es dazu wenig Anlass gibt.

            Das einzige was konsistent ist: du bist dagegen (gegen die Maßnahmen, gegen NoCovid, gegen die „Hysterie“) und unzufrieden mit der jetzigen Situation.

            Ich sehe da wenig Licht.

            Je nachdem, wie schnell wir […] wenn wir […] droht uns doch wohl garantiert keine Überlastung

            Siehe oben, Annahme der bestmögliche Situation. Diesen Fehler haben wir, beginnend mit Frühjahr 2020, doch nun wirklich schon oft genug gemacht, oder?

            „Es ist wie ein Waldbrand.“

            Nein, ist es nicht.

            Worauf basiert dein Verständnis der Pandemie-Maßnahmen? Meines basiert auf der mathematischen Formulierung aus der Komplexitätsforschung. Mathematische Korrespondenzen sind anders als bloße Analogien. Es geht um die relevanten Variablen und die Kontrollparameter des Problems, und in dieser Hinsicht sind Waldbrände und Pandemien sehr ähnlich.

            was für eine unverfrorene Unterstellung an Hugor darin enthalten ist, zu der er null Anlass gegeben hat

            Klär mich auf.

            Hugor hat wiederholt Argumente, Nach- und Beweise verlangt, noch nachdem ich ihm längliche Beiträge mit einer Menge Argumenten, Links und Ressourcen geschrieben habe.
            Gleichzeitig hat er selber folgende unbelegte (ohne Nachweis) Behauptungen aufgestellt:
            * es wird nicht dargestellt wie westliche Zivilisationen ein green zone Modell implementieren können.
            * es ist schwierig nach 4 Tagen zu beurteilen ob ein Ausbruch unter Kontrolle ist.
            * die geringe Bevölkerungsdichte in Atlantic Canada spielt eine große Rolle.
            * es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen „Fallzahlen von 1000 auf 100 reduzieren“ und „von 10 auf 0 reduzieren“. Jeweils Faktor 10, aber letzteres sei quasi unmöglich.

            Dieses Verhalten ist das, was der englische Satz beschreibt. Ich habe ihn aus dem Internet geklaut und nicht übersetzt, weil ich es auf englisch kürzer und prägnanter fand. Wenn dich das stört, hier ist die deutsche Version:

            Die gleichen Leute, die erst Beweise verlangen, bevor sie eine bestimmte Information akzeptieren, sind oft schnell dabei, eine andere Information ohne jegliche Beweise zu behaupten.

          • @pingpong

            Inkonsistenz? Jetzt wird’s aber dreist. ZeroCovid arbeitet mit Inzidenzwerten; wenn die hoch sind, gibt es eine rote Zone. Das ist schlecht im Sinne von ZeroCovid, aber nicht schlecht in meinem Sinne, denn mir für mich sind die Inzidenzwerte nicht der Maßstab.
            Wenn ich sage, die Pandemie wird überdramatisiert, begründe ich das mit den Todeszahlen, wen es trifft und welche Maßnahmen deshalb getroffen werden. Das zu ersterem, einer völlig anderen Sache, die ihren eigenen Maßstab mitbringt, ins Verhältnis zu setzen und als „bei der Frage wie schlimm die Pandemie ist, stellst du dir die bestmögliche Situation vor“ zu interpretieren, grenzt schon an Böswilligkeit.

            „Ich sehe da wenig Licht.“

            Mh-hm, weil Du die Arroganz mit Löffeln gefressen hast.

            „Je nachdem, wie schnell wir […] wenn wir […] droht uns doch wohl garantiert keine Überlastung“ -„Siehe oben, Annahme der bestmögliche Situation. Diesen Fehler haben wir, beginnend mit Frühjahr 2020, doch nun wirklich schon oft genug gemacht, oder?“

            Bitte? Möchte Herr „empirisch bestätigt“ mir jetzt voraussagen, dass es diesen Sommer anders laufen wird als letzten Sommer? Als in D im 7-Tages-Mittel wochenlang noch nicht mal 1000 Personen gleichzeitig mit Covid infiziert gemeldet waren? Als auf der ganzen Nordhalbkugel die Pandemielage völlig entspannt war? Als jetzt im Sommer auf der Südhalbkugel? Wer ist hier inkonsistent?

            „Mein Verständnis der Pandemie-Maßnahmen basiert auf der mathematischen Formulierung aus der Komplexitätsforschung.“

            Yeah, auf Arbeiten wie „The tail risk of contagious diseases“: Mal eben alle harmlosen Krankheitsausbrüche zur Seite legen und aus dem Rest schlussfolgern, dass Infektionskrankheiten besonders gefährlich sind. Was nebenbei noch NULL Relevanz für eine Infektionskrankheit mit bereits bekanntem Risikoprofil hat. Die Diskussion hatten wir schon.

            „Hugor hat[…] folgende unbelegte (ohne Nachweis) Behauptungen aufgestellt:
            * es wird nicht dargestellt wie westliche Zivilisationen ein green zone Modell implementieren können.“

            Ein Nachweis von Nichtexistenz? Hätte er verlinken sollen auf alle Textstellen, wo die Implementation nicht dargestellt wird? Dein Ernst?

            „…es ist schwierig nach 4 Tagen zu beurteilen ob ein Ausbruch unter Kontrolle ist.“

            Das hat er nicht behauptet. Er hat gefragt, wie das geht.

            „die geringe Bevölkerungsdichte in Atlantic Canada spielt eine große Rolle.“

            Er hat wieder nicht behauptet, sondern vermutet, dass das eine große Rolle spielen könnte. Ist es zuviel verlangt, diese Bedenken ernst zu nehmen? Erscheinen sie so unplausibel?

            „es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen „Fallzahlen von 1000 auf 100 reduzieren“ und „von 10 auf 0 reduzieren“. Jeweils Faktor 10, aber letzteres sei quasi unmöglich.“

            Dazu hat er eine Begründung geschrieben, du Honk!

            Es ist schon fast lustig: Obwohl ich friedlich angefangen hatte, bin ich innerhalb weniger Wortwechsel mit Dir schon wieder auf hundertachtzig. Da es aber nicht nur mir so geht, gehe ich davon aus, dass nicht ich der Geisterfahrer bin, wenn Du verstehst, was ich meine.

          • @renton:

            Vielleicht liest du den Beitrag mit ein bisschen Abstand die nächsten Tage nochmal, wenn du wieder auf unter hundert bist.

            Möchte Herr „empirisch bestätigt“ mir jetzt voraussagen

            Ich treffe keine Voraussage, ich weise darauf hin dass eine (ad-hoc) Voraussage/Annahme zu treffen der Fehler ist den wir vermeiden sollten. Du unterstellst mir gerade das Gegenteil von dem was ich sage.

            auf Arbeiten wie The tail risk of contagious diseases

            Das hat in diesem Fall gar nichts mit dem Thema zu tun, es geht eher um sowas:
            https://necsi.edu/why-complexity-is-different

            Ein Nachweis von Nichtexistenz?

            Stell dich nicht dumm. Hugor behauptet es würde nicht dargestellt wie ein green zone Modell funktioniert, obwohl es direkt hier im Thread einige Ressourcen dazu gibt.

            Das hat er nicht behauptet. Er hat gefragt, wie das geht.

            Hugor sagt:
            „Und die Beispiele, wo nach wenigen Tagen die Lockdowns aufgehoben wurden, finde ich etwas seltsam.“
            Seine darauf folgende Frage auf die du dich beziehst ist ein ad-hoc Einwand weil er meine ursprünglichen Informationen „seltsam“ findet (demand proof before accepting one piece of information & claim another without any evidence)

            Er hat wieder nicht behauptet, sondern vermutet, dass das eine große Rolle spielen könnte. Ist es zuviel verlangt, diese Bedenken ernst zu nehmen? Erscheinen sie so unplausibel?

            Hast du die deutschen Übersetzung des von dir beanstandeten Satzes gelesen? Ist es zuviel verlangt ein bisschen Recherche-Eigenleistung zu erwarten, besonders bei einem Thema das schon seit Monaten durch ist, bevor man einfach mal wild etwas vermutet und dem Gegenüber ein „glaub ich aber nicht, zeig doch mal Argumente und Evidenz!“ hinknallt?

            Ich springe über das Stöckchen wenn ich Zeit und Lust habe, aber diese penetrante Art von mir zu erwarten alles bis ins kleinste auszuführen und zu begründen geht mir auf die Nerven.

            Ich bin nicht euer Erklärbär.
            Es gibt tonnenweise für alle frei zugängliche Ressourcen zu diesen Fragen. Lest sie halt. Oder schaut ein Video wenn ihr nicht lesen mögt. Ich habe oft genug welche hier verlinkt.

            Dazu hat er eine Begründung geschrieben, du Honk!

            Er schreibt:
            „Um das Virus auszurotten, müssen dagegen alle Ansteckungsvorgänge unterbunden werden. Das dürfte unmöglich sein“

            1. falsche Prämisse, Eliminierung != Ausrottung. Ich habe direkt hier im Thread etwas zum Unterschied gepostet.
            2. „dürfte unmmöglich sein“ ist a) keine Begründung und wurde b) zigfach empirisch widerlegt. Es ist möglich.

          • @TrustButVerify

            Ich sehe Corona schon als größere Bedrohung als eine „normale“ Grippewelle, weshalb Corona durchaus speziellere Maßnahmen erfordert. Aber ich halte es in der öffentlichen Darstellung für deutlich überdramatisiert.

          • @pingpong

            „Ich treffe keine Voraussage, ich weise darauf hin dass eine (ad-hoc) Voraussage/Annahme zu treffen der Fehler ist den wir vermeiden sollten.“

            Ahja. Und ich ahne auch, warum: Weil die Voraussage, dass die Infektionszahlen im Sommer sinken, nicht Deinem Bedürfnis nach Dramatisierung entspricht. Zumindest fällt mir keine bessere Begründung ein, warum man diese, auf die seit Menschengedenken gemachte Erfahrung, dass Erkältungskrankheiten besonders in der kalten Jahreszeit auftreten, gestützte Annahme als „Fehler“ bezeichnen sollte.

            „Ein Nachweis von Nichtexistenz?“ – „Stell dich nicht dumm.“

            Doch, tue ich. Machst Du ja auch: Es wäre ein leichtes gewesen, ihn auf das hinzuweisen, was er übersehen hat – wenn es das gibt.

            „Hugor sagt:
            „Und die Beispiele, wo nach wenigen Tagen die Lockdowns aufgehoben wurden, finde ich etwas seltsam.“
            Seine darauf folgende Frage auf die du dich beziehst ist ein ad-hoc Einwand weil er meine ursprünglichen Informationen „seltsam“ findet.“

            Und was machst Du daraus? Behandelst ihn wie einen Idioten, anstatt auf seine moderate Anmerkung einzugehen. Hatte ich schonmal erwähnt, dass Deine Kommunikationsfähigkeiten unterentwickelt sind? Ja, hatte ich, ich bin mir ziemlich sicher.

            „Ist es zuviel verlangt ein bisschen Recherche-Eigenleistung zu erwarten,… bevor man einfach mal wild etwas vermutet und dem Gegenüber ein „glaub ich aber nicht, zeig doch mal Argumente und Evidenz!“ hinknallt?…
            Ich bin nicht euer Erklärbär.“

            Jaja, wenn alle nur mal ordentlich recherchieren würden, dann würden sie auch bestimmt Deine Meinung teilen. Wir sind halt einfach nur zu faul oder dumm, oder beides. Argumente und Evidenz von einem Gesprächspartner zu fordern, ts! Wo kämen wir da hin?

            „Er schreibt:
            „Um das Virus auszurotten, müssen dagegen alle Ansteckungsvorgänge unterbunden werden. Das dürfte unmöglich sein“
            1. falsche Prämisse, Eliminierung != Ausrottung. Ich habe direkt hier im Thread etwas zum Unterschied gepostet.“

            Dann sag ihm das doch, kläre das Missverständnis, statt ihn wie einen Idioten zu behandeln.

            „2. „dürfte unmmöglich sein“ ist a) keine Begründung und wurde b) zigfach empirisch widerlegt. Es ist möglich.“

            Wo sind wir jetzt? Bei Hugor und Ausrottung? Es wurde in der gesamten Menschheitsgeschichte noch kein Virus ausgerottet. Für ein „dürfte unmöglich sein“ sollte das reichen.

            Oder bei Dir und Eliminierung? Dann nochmal: Kläre das Missverständnis, anstatt dass Du Leute arrogant behandelst. Dein Diskussionsstil ist es, um den es hier (in meinen Anmerkungen zu Deiner englischen Sentenz) geht und der nicht nur mir sauer aufstößt. Begreife das endlich, oder höre auf rumzuheulen, dass Du ach so feindselig behandelt wirst. Es liegt nämlich nicht an Deinen Ansichten, es liegt an Deiner Art.

          • @renton:

            Bitte lies nochmal was ich geschrieben habe.

            Es geht darum, ordentliche Entscheidungen unter Unsicherheiten zu treffen. Da sind Annahmen nicht gut genug, sie führen zu dem hin und her von dem alle, auch du und ich, die Schnauze voll haben. Wir sollten anfangen, systematische Entscheidungen zu treffen die tatsächlich effektiv sind, anstatt nach dem Prinzip Hoffnung weiterzuwurschteln.

            Es wäre ein leichtes gewesen, ihn auf das [wie funktionieren grüne Zonen?] hinzuweisen, was er übersehen hat

            Das habe ich direkt in diesem Thread hier und hier und in dem verlinkten älteren Beitrag hier gemacht.

            anstatt auf seine moderate Anmerkung [wie können Lockdowns nach 4 Tagen aufgehoben werden?] einzugehen

            Ich bin direkt hier im Thread hier darauf eingegangen.

            Dann sag ihm das doch, kläre das Missverständnis

            Ich habe auf den Unterschied zwischen Ausrottung und Eliminierung buchstäblich im ersten Beitrag hier im Thread hingewiesen, und später nochmal hier (jeweils die verlinkten tweets).

            Was wir hier aufarbeiten zeigt nur, dass die englische Sentenz die dich so stört zutreffend war. Was übrigens nicht bedeutet dass ich Hugor als „Idiot“ behandeln würde – weder diese Unterstellung von dir noch deine Anmerkung zu meiner Kommunikationsfähigkeit sind angebracht.

            Dass du so schnell auf 180 bist liegt vielleicht auch an deinem Diskussionsstil. Dinge die dir nicht passen (z.b. Pandemien und Waldbrände sind von der Problemstruktur her sehr ähnlich), verneinst du erstmal, reagierst auf Gegenargumente mit Unterstellungen (es gine um das paper über tail risk) und wirfst mir dann vor ich würde keine Argumente bringen – dabei hast DU diesen Punkt einfach ohne irgendwelche Argumente verneint. In der weiteren Diskussion spielt dieser Punkt dann gar keine Rolle mehr und du konzentrierst dich auf andere Dinge an denen du etwas auszusetzen hast. Das ist ein wiederholtes Muster bei dir.

            Mit persönlichen Beleidigungen und Unterstellungen bist du auch nicht gerade sparsam.

            Anderswo nennt man das trollen.

          • @pingpong

            „Es geht darum, ordentliche Entscheidungen unter Unsicherheiten zu treffen. Da sind Annahmen nicht gut genug, sie führen zu dem hin und her von dem alle, auch du und ich, die Schnauze voll haben. Wir sollten anfangen, systematische Entscheidungen zu treffen die tatsächlich effektiv sind, anstatt nach dem Prinzip Hoffnung weiterzuwurschteln.“

            Ich versuche an diesem Absatz noch ein letztes Mal, dass entscheidende Problem an der Kommunikation mit Dir dazulegen.

            Der Aussage ist ein Allgemeinplatz. So ziemlich alle Entscheidungen im Leben werden unter Unsicherheit getroffen, auf gesellschaftlicher Ebene erst recht. „Systematische Entscheidungen“, die Du forderst, würde jeder begrüßen. Die Frage ist nur, nach welchem System? Und „stimmt“ die Systematik? Hier scheiden sich die Geister. Wenn nun ein Diskutant eine derart selbstverständliche Aussage anführt, hat sein Diskussionspartner üblicherweise den Eindruck, dass der Diskutant nicht etwas grundsätzliches klären will – wozu etwas selbstverständliches so lang und breit erwähnen? -, sondern damit die Aussage verbindet: „Nur meine Position ist systematisch, Deine ist es nicht.“ Wie kommt das wohl beim Diskussionspartner an, der, wie jeder normale Mensch, davon ausgeht, auch seine Position sei systematisch begründet?

            „Was wir hier aufarbeiten zeigt nur, dass die englische Sentenz die dich so stört zutreffend war.“

            Das sehe ich anders. Sie war unangebracht und arrogant.
            Hast Du eigentlich gar kein Gespür für den Tonfall eines Diskutanten? Für seine in nuancierten Äußerungen zur Schau gestellte Absicht?

            „weder diese Unterstellung von dir noch deine Anmerkung zu meiner Kommunikationsfähigkeit sind angebracht“

            Wenn Du meinst. Eigentlich will ich Dir nur helfen, aber man kann ein Pferd nur zur Tränke führen, trinken muss es selbst.

            „deinem Diskussionsstil:
            Dinge die dir nicht passen (z.b. Pandemien und Waldbrände sind von der Problemstruktur her sehr ähnlich), verneinst du erstmal“

            Soll ich sie etwa bejahen? Außerdem hatten wir das Thema schon einmal.

            „reagierst auf Gegenargumente mit Unterstellungen (es gine um das paper über tail risk)…“

            Bestenfalls eine Vermutung, keine Unterstellung. Dann habe ich mich da geirrt. Zufrieden?

            „…und wirfst mir dann vor ich würde keine Argumente bringen“

            Nein, ich werfe Dir vor, darüber zu jammern, dass man das von Dir verlangt. Übrigens an völlig anderer Stelle und zu einem anderen Thema, aber egal. Zurück zum Waldbrand:

            “ – dabei hast DU diesen Punkt einfach ohne irgendwelche Argumente verneint. In der weiteren Diskussion spielt dieser Punkt dann gar keine Rolle mehr und du konzentrierst dich auf andere Dinge an denen du etwas auszusetzen hast. Das ist ein wiederholtes Muster bei dir.“

            Das ist ein wiederholtes Muster in Onlinediskussionen generell. Auch bei Dir. Beispiel: Das Thema „Die Corona-Maßnahmen könnten gerade bei ZeroCovid noch länger andauern“ ist einfach so verschwunden. Dahinter steckt nicht notwendigerweise ein „Verdammt, hier habe ich keine Argumente mehr, einfach ignorieren und schnell ablenken.“ Üblicherweise geschieht so etwas, weil man Themen für geklärt oder unwesentlich hält. Bezüglich des Pandemie-Waldbrand-Vergleiches gilt für mich: Ich halte es für unwesentlich, bzw. für den Aufwand nicht wert. Es kommt mir nämlich vor, wie wenn man über die strukturellen Probleme eines Waldbrandes redet, während der Wald in Flammen steht. Es sollte dann um die Anlage von Brandschneisen und die Abwurfpunkte der Löschflugzeuge gehen, nicht um Komplexitätsforschung.

            „Mit persönlichen Beleidigungen und Unterstellungen bist du auch nicht gerade sparsam.“

            „Du Honk“ sehe ich als einzige Beleidigung an, die ich Dir in diesem Diskussionsstrang an den Kopf geworfen habe. Der wiederholte Vorwurf von Arroganz, die Konstatierung unterentwickelter Diskussionsfähigkeiten sind nicht nett, aber begründet. Doch ja: Ich bin unfreundlich zu Dir, definitiv. Weil ich von Dir ebenfalls Unfreundlichkeit erlebe. Und das „erlebe“ würde ich am liebsten doppelt kursiv setzen, um zu betonen, dass es darum geht, wie Deine Aussagen bei mir ankommen. Und in dem Zusammenhang würde mich etwas jetzt doch wirklich mal interessieren. Wegen mir kannst Du Dir sämtliche Antworten auf meinen Post sparen (musst Du natürlich nicht, Du willst bestimmt eine Gegenrede bringen), bis auf die zu folgender Frage:

            Ist Dir eigentlich klar, warum einige – das meiste ist sachlich, aber um den Teil geht es jetzt nicht – Deiner Aussagen unfreundlich wirken?

          • @renton:

            Ich beantworte gerne die für dich drängende Frage:

            Ist Dir eigentlich klar, warum einige – das meiste ist sachlich, aber um den Teil geht es jetzt nicht – Deiner Aussagen unfreundlich wirken?

            Es ist mir egal. Wir sind, nach deinen Worten, keine Freunde und ich schreibe nach meinen eigenen Bedingungen, nicht nach deinen.

            Und zu den anderen Dingen habe ich, wie von dir befürchtet, natürlich auch etwas zu sagen 😉

            „Systematische Entscheidungen“, die Du forderst, würde jeder begrüßen. Die Frage ist nur, nach welchem System? Und „stimmt“ die Systematik?

            Ich habe es oben bereits erwähnt, meine Systematik basiert auf der mathematischen Formulierung aus der Komplexitätsforschung. Dieses System ist passend, weil es sich bei der Pandemie um ein komplexes Phänomen handelt. Wenn Pandemiebekämpfung nach diesem System im größten Slum Asiens erfolgreich ist (Bevölkerungsdichte 277.000 / km^2), dann kann es überall funktionieren. Genaueres siehe hier.
            Was ist deine Systematik?

            Wenn nun ein Diskutant eine derart selbstverständliche Aussage anführt, hat sein Diskussionspartner üblicherweise den Eindruck

            Wir haben aber, seit mittlerweile 12 Monaten, keine systematischen Entscheidungen. Die Selbstverständlichkeit, die du hier ganz selbstverständlich annimmst, ist offensichtlich nicht gegeben. Und deshalb ist meine Aussage gerade kein Allgemeinplatz, sondern im Kontext des Herumeierns bei der Bekämpfung der Pandemie relevant.
            Oder hast du den Eindruck, unsere politischen Entscheidungsträger würden systematisch überlegt und strategisch auf ein klares Ziel hinarbeiten?

            Meine Forderung nach systematischem und effektivem Handeln mag in anderen Kontexten selbstverständlich und ein Allgemeinplatz sein. In der Pandemiebekämpfung der europäischen Länder in den letzten 12 Monaten ist diese „selbstverständliche Aussage“ ignoriert worden, und darauf weise ich hin.

            Das Thema „Die Corona-Maßnahmen könnten gerade bei ZeroCovid noch länger andauern“ ist einfach so verschwunden.

            Ich habe dazu Stellung genommen. Wenn es dir weiterhin wichtig ist:
            Zeig die Informationen, auf denen deine Vermutung basiert. Meine Informationen hierzu sind in diesem post, und wir können darüber reden warum das keine singulären Beispiele sind, sondern warum solche Ergebnisse System haben.

            Bezüglich des Pandemie-Waldbrand-Vergleiches gilt für mich: Ich halte es für unwesentlich, bzw. für den Aufwand nicht wert.

            Es ist wichtig, weil es darum geht die wesentlichen Kontrollparameter des Problems zu identifizieren. Waldbrände und Pandemien haben sehr ähnliche Kontrollparameter. Wenn du die verstanden hast, sagen sie dir wie du den Waldbrand oder die Pandemie stoppen kannst.

            Es kommt mir nämlich vor, wie wenn man über die strukturellen Probleme eines Waldbrandes redet, während der Wald in Flammen steht. Es sollte dann um die Anlage von Brandschneisen und die Abwurfpunkte der Löschflugzeuge gehen, nicht um Komplexitätsforschung.

            Ganz genau. Es sollte darum gehen, grüne Zonen mit geschützten Grenzen zu roten Zonen einzurichten (Brandschneisen), und Regionen mit hoher Inzidenz zu identifizieren in denen lokale Lockdowns sehr effektiv sind (Abwurfpunkte für Löschflugzeuge).

            Warum tun wir es nicht?

          • Ich fasse „Es ist mir egal“ mal als „Nein, ich verstehe es nicht“ auf. Da es Dir egal ist, lohnt es aber auch nicht, es Dir begreiflich machen zu wollen.

            Zum Rest in aller Kürze: Ich habe keine Systematik, die ich mit einem Fachausdruck benennen könnte. Und es ist mir egal, welche Systematik hinter Deinen Ansichten steht. Ich brauche keine Systematik, um meine Ansichten zu begründen und andere zu beurteilen. Hinter meinen Ansichten steckt die Abwägung zwischen der Notwendigkeit der Pandemiebekämpfung und den Folgen der getroffenen Maßnahmen. Nenne diese Systematik, wie Du willst.

            Unsere Entscheidungsträger handeln nicht systematisch, nein. Aber auch hier gilt: Mir reicht eine begründete Abwägung, deren Ergebnis nicht mit meinem übereinstimmen muss. Aber nicht einmal das kann ich bei unseren Entscheidungsträgern erkennen.

            Warum wir keine grünen und roten Zonen einrichten? Unter der Prämisse, dass das sinnig wäre: Vielleicht… weil ihre Befürworter unfassbar ungeschickt darin sind, die Vorteile dieses Konzeptes zu erklären? Weil sie meinen, Menschen überzeugen zu können, indem sie alle Einwände abbügeln, anstatt sie aufzunehmen und mit in ihre Idee einfließen zu lassen? Weil ihre Selbstgewissheit verlogen wirkt? Weil sie meinen, dass, bloß weil sie mathematische Komplexitätsforschung verstehen, andere das auch müssten? Weil sie damit den Eindruck erwecken, sich Eulers Trick des „Monsieur, es ist a + b^n / n = x, also existiert Gott; antworten Sie!“ zu bedienen?

            Unter genannter Prämisse: Vielleicht…

          • @renton:

            Ich habe keine Systematik, die ich mit einem Fachausdruck benennen könnte. Und es ist mir egal, welche Systematik hinter Deinen Ansichten steht. Ich brauche keine Systematik, um meine Ansichten zu begründen und andere zu beurteilen.

            Warum stellst du dann in deinem letzten Beitrag solche Fragen:
            „Die Frage ist nur, nach welchem System? Und „stimmt“ die Systematik?“

            Hinter meinen Ansichten steckt die Abwägung zwischen der Notwendigkeit der Pandemiebekämpfung und den Folgen der getroffenen Maßnahmen.

            Wenn wir über die Notwendigkeit der Pandemiebekämpfung erst diskutieren müssen, dann haben wir überhaupt keine gemeinsame Grundlage und können und alles weitere sparen. In einer Pandemie zu leben ist schlechter als ohne Pandemie, und wenn wir das Pech haben dass eine Pandemie auftritt dann bekämpfen wir sie (no na). Ich unterstelle dir eine unglückliche Formulierung, und dass der Streitpunkt sich auf die zu treffenden Maßnahmen bezieht – nicht darauf ob überhaupt Maßnahmen getroffen werden sollen.

            Mir reicht eine begründete Abwägung, deren Ergebnis nicht mit meinem übereinstimmen muss. Aber nicht einmal das kann ich bei unseren Entscheidungsträgern erkennen.

            Eben. Deshalb fordere ich ja ein systematisches Vorgehen (von mir aus auch eine begründete Abwägung). Wir haben dasselbe Ziel.

            Warum wir keine grünen und roten Zonen einrichten? Unter der Prämisse, dass das sinnig wäre: Vielleicht… weil ihre Befürworter unfassbar ungeschickt darin sind, die Vorteile dieses Konzeptes zu erklären?

            Hier zum ich weiß nicht wievielten mal die Vorteile des Konzepts:

            Der Rest deines Beitrags enthält hauptsächlich persönliche Abneigung und Unterstellungen, und befasst sich nicht inhaltlich mit dem Konzept der grünen Zonen oder der Eliminierungsstrategie. Ich spare mir darauf einzugehen.

    • Geht es da eigentlich um NoCovid oder um ZeroCovid? Werden ja beide Begriffe verwendet, aber das sind doch zwei verschiedene, sich nicht unerheblich unterscheidende Initiativen?

      Wenn ich es richtig richtig verstehe, ist ja Grundvoraussetzung, die Fallzahlen zuerst einmal auf ein extrem niedriges Niveau abzusenken. Gibt es da konkrete und plausible Vorschläge, wie das erreicht werden soll?

      Und wie werden die „befreiten Gebiete“ abgesichert? Grenzen dauerhaft dicht?

      • @hugor:

        Meines Wissens gibt es nur im deutschsprachigen Raum die Unterscheidung NoCovid – ZeroCovid. Das liegt daran, weil ein paar Aktivisten (vermutlich die üblichen Twitter Aufmerksamkeits Junkies) den Begriff ZeroCovid für ihre Kampagne gekapert haben. Ungefähr zeitgleich hat eine Gruppe Wissenschaftler einen fundierten Plan veröffentlicht, wie man erfolgreich mit der Pandemie umgehen kann:

        Klicke, um auf no-covid-strategie.pdf zuzugreifen


        Zeit-Artikel dazu

        Da der Begriff ZeroCovid in Deutschland bereits vergeben war, sind sie auf NoCovid ausgewichen (zumindest reime ich mir das so zusammen). Der wichtige Punkt: die Eliminierungsstrategie NoCovid ist eine in der Realität erprobte Methode, wie sie u.a. von Australien, Neuseeland, Taiwan, Vietnam erfolgreich angewandt wird. International läuft das nach wie vor unter dem Begriff ZeroCovid und geht auf die Arbeiten von Yaneer Bar-Yam zurück:
        https://www.endcoronavirus.org/green-zones

        Das deutsche ZeroCovid hat außer einem superharten Lockdown nichts zu bieten.

        Einen Vergleich der beiden Konzepte, von denen ich wie gesagt nur NoCovid (international: ZeroCovid) für sinnvoll halte, findet sich hier:
        https://www.mdr.de/nachrichten/politik/gesellschaft/nocovid-zerocovid-coronavirus-pandemie-strategie-vergleich-100.html
        Die kommen im übrigen zum selben Schluss:
        Eine reine Lockdown-Strategie „wird grundgesetzlichen Verpflichtungen des Staates gegenüber seinen Bürgern nicht gerecht“, schreiben die Autoren. In ihrem NoCovid-Konzept sehen sie die Chance, bei diesen „zeitlich sehr begrenzten, aber erheblichen grundrechtlichen Einschränkungen“ einen Interessenausgleich zu ermöglichen.
        Das ist der Vorteil einer fundierten gegenüber einer ad-hoc Methode: Die Einschränkungen sind zeitlich begrenzt und es gibt eine Strategie wie infektionsfreie Gebiete auch infektionsfrei beliben, sodass dort das normale Leben weitergehen kann. Ich habe oben zwei Beispiele gepostet, jeweils weniger als 7 Tage Lockdown bis das Geschehen unter Kontrolle ist und wieder normal aufgesperrt werden kann. Das ist der Unterschied zu uns, wir haben seit Monaten Dauerlockdown und kein Ende in Sicht. Trolle wie TrustButVerify oder Stormking interessieren sich für solche Unterschiede nicht, die ergehen sich lieber in ihren absurden Faschismus Fantasien.

        Wenn ich es richtig richtig verstehe, ist ja Grundvoraussetzung, die Fallzahlen zuerst einmal auf ein extrem niedriges Niveau abzusenken. Gibt es da konkrete und plausible Vorschläge, wie das erreicht werden soll?

        Wenn die Fallzahlen erst einmal so hoch sind wir wir das in vielen europäischen Ländern hatten, dann ist realistischerweise nur ein Lockdown effektiv. Deshalb ist es ja so wichtig, frühzeitig und entschieden zu handeln und nicht zu warten bis die Infektionszahlen aus dem Ruder laufen. Eine Lektion, die wir nach 3 Lockdowns hoffentlich bald verstanden haben. Außer die oben genannten Trolle, die wollen das nicht verstehen. Da kann man nichts machen, Gott sei Dank ist die Eliminierungsstrategie robust gegenüber so etwas. Ähnlich wie beim Impfen, das ist im großen und ganzen auch erfolgreich trotz ein paar die-hard Impfverweigerern.
        Sie auch Punkt 5 der nicht-erfolgreichen vs. erfolgreichen Covid Strategien:

        Klicke, um auf Versus.pdf zuzugreifen

        Portugal hat gerade mit 8% Verringerung pro Tag (!) gezeigt, dass eine effektive Reduktion möglich ist (Halbierung der Fälle alle ca 8 Tage – das Virus wächst exponentiell, aber es kann auch exponentiell reduziert werden).

        Mit grünen Zonen und gezielten lokalen Lockdowns geht es noch schneller und infektionsfreie Gebiete können bereits früher aufsperren.

        Und wie werden die “befreiten Gebiete” abgesichert? Grenzen dauerhaft dicht?

        Zwischen grünen Zonen gibt es keine Beschränkungen, dort ist auch die Reisetätigkeit wieder normal. Zwischen grünen und gelben/roten Zonen gibt es entsprechenden Vorkehrungen und Einschränkungen (Quarantäne etc).
        Siehe hier
        https://www.endcoronavirus.org/green-zones#faq
        und hier
        https://www.endcoronavirus.org/papers/travel-between-zones

        • Hm, scheint so zu sein, wie ich es befürchtet hatte. Der „Plan“ ist also, die Inzidenz regional auf Null zu bringen und dann die „grünen“ Regionen von den anderen abzukapseln – nur leider wird weder dargestellt, wie man regional auf Null kommen soll, noch, wie in einer westlichen Zivilisation auf angemessene Art Regionen abgekapselt werden können.
          Überzeugt mich bisher nicht…

          Und die Beispiele, wo nach wenigen Tagen die Lockdowns aufgehoben wurden, finde ich etwas seltsam. Wie kann man nach vier Tagen wissen, ob ein Ausbruch gestoppt wurde, wenn die Inkubationszeit häufig länger ist?

          • @Hugor:

            nur leider wird weder dargestellt, wie man regional auf Null kommen soll

            Mit denselben Mitteln wie bisher: Bei hohen Fallzahlen wenn kein contact tracing mehr möglich ist mit Lockdown, bei niedrigeren Fallzahlen mit TTI (test-trace-isolate). Der Unterschied zu bisher: Man hört nicht bei einer Inzidenz von 50 oder so auf wie wir das gemacht haben, weil „das ist ja nicht mehr so schlimm“, sondern geht weiter.

            Das ist es was die erfolgreichen Länder machen.

            Wenn du eine neue „Wundermethode“ erwartet hast, die anders ist als alles bisherige – sorry.

            Ich habe oben ein Beispiel gepostet wie schnell man die Fälle reduzieren kann, hier noch ein weiterer Vergleich:

            Sieh dir an, wie effektiv Belgien, Irland und Portugal ihre großen Ausbrüche eingedämmt haben – um dann bei 150 oder so aufzugeben (bei Portugal wird man sehen ob sie gescheiter geworden sind, es wäre ihnen jedenfalls sehr zu wünschen). Deutschland hat dem gegenüber sogar eine viel bessere Ausgangssituation, weil man mit wesentlich niedrigeren Zahlen beginnt. Was mir noch niemand erklären konnte: Wenn es möglich ist von 1000 Fällen/Tag auf 500 Fälle/Tag zu kommen, und von 500 auf 100, warum sollte es dann nicht möglich sein von 100 auf 50 und von 50 auf 0 zu kommen? Es gibt überhaupt keinen Grund, wenn überhaupt ist es sogar leichter, weil bei weniger Fällen alles (TTI, Gesundheitsssystem etc) besser funktioniert.

            wie in einer westlichen Zivilisation auf angemessene Art Regionen abgekapselt werden können

            So wie z.b. Australien und Neuseeland das machen. Beides Länder, die im Demokratieindex über Deutschland stehen. Oder nimm Atlantic Canada, wenn du ein Land willst wo Winter ist.

            Überzeugt mich bisher nicht…

            Die Realität in vielen Ländern der Welt zeigt dass es funktioniert.

            Wie kann man nach vier Tagen wissen, ob ein Ausbruch gestoppt wurde, wenn die Inkubationszeit häufig länger ist?

            The same people who demand proof before accepting one piece of information, are often quick to claim another without any evidence whatsoever.

            Wenn du alle bekannten Fälle in Quarantäne hast, deren Kontakte bis in die n-te Ebene nachverfolgt und unter Beobachtung/getestet/isoliert hast, und es keine neuen Fälle gibt, dann kann man einen Ausbruch wohl als unter Kontrolle ansehen. TTI funktioniert und ist sehr effektiv wenn man es ordentlich macht, auch bei Effekten wie Inkubationszeit u.ä.

          • Schon wieder Australien und Neuseeland? Das sind zwei Inseln, denen es leicht fällt, sich abzukapseln, deren Bevölkerungsdichte sehr gering ist und die vor allem nie größere Infektionszahlen hatten (Australiens Maximum war, glaube ich, irgendwo so bei 7-Tage-Inzidenz: 15). Das ist mit der Situation hier überhaupt nicht zu vergleichen.
            Zur Corona-Situation in Atlantic Canada weiß ich nichts, aber auffällig ist auch da eine extrem geringe Bevölkerungsdichte von <1/km², im Vergleich zu 233/km² in Deutschland.

            Zu den Graphen kann ich nichts sagen, ohne Kontext und Testzahlen sind sie wohl auch nur begrenzt aussagekräftig. Aber dass es deutlich einfacher ist, Fallzahlen durch einen Lockdown erheblich zu reduzieren als sie auf Null zu bringen, sollte eigentlich selbsterklärend sein. Um eine Verringerung zu erzielen, reicht es aus, wenn man einen Teil/die meisten Ansteckungsvorgänge unterbindet. Das kann ein Lockdown schaffen. Um das Virus auszurotten, müssen dagegen alle Ansteckungsvorgänge unterbunden werden. Das dürfte unmöglich sein, wenn wir unsere Zivilisation auf dem aktuellen Level halten wollen

          • @hugor:

            Schon wieder Australien und Neuseeland? Das sind zwei Inseln, denen es leicht fällt, sich abzukapseln

            Bitte bleib beim Thema. Es ging darum, wie Regionen erfolgreich voneinander „abgekapselt“ werden können. Australien und Neuseeland haben genauso Regionen wie Deutschland, im Großraum Auckland auch mit vergleichbarer Bevölkerungsdichte und Binnenverkehr. Selbiges für die Millionenstädte & Umgebung in Australien.

            Die machen auf nationaler Ebene genau das worum es geht: Grüne Zonen, und zwar erfolgreich.

            Wie man die Sache auf internationale Maßstäbe ausdehnt wissen wir. Wir hatten bereits Einreisebeschränkungen und -verbote zwischen europäischen Staaten. Gerade aktuell wieder zwischen Deutschland und Tirol wegen der dortigen Südafrika Mutation, auch vor einiger Zeit mit der britischen Mutation wurde der Reiseverkehr von UK eingestellt. Wir wissen wie man das macht, das ist kein ungelöstes Problem. Dass es leichter ist als Insel – geschenkt. Keine Insel zu sein ist allerdings kein prinzipielles Hindernis.

            Zum Rest (Bevölkerungsdichte, Reduktion geht aber auf Null geht nicht, zu hohe Zahlen bei uns, Graphen nicht aussagekräftig, zuwenig/zuviele Tests…) dasselbe wie vorhin:

            The same people who demand proof before accepting one piece of information, are often quick to claim another without any evidence whatsoever.

            Ich habe diese Diskussionen schon so oft geführt, es kommt immer was neues. Nach der Bevölkerungsdichte kommt die Temperatur (aber in Neuseeland ist viel wärmer!), nach der Temperatur kommt der nicht aussagekräftige PCR Test, dann kommt das Vitamin D usw usf. Ich habe darauf keine Lust mehr, sorry. Ist nicht böse gemeint.

          • „The same people who demand proof before accepting one piece of information, are often quick to claim another without any evidence whatsoever.“

            Das ist kein Argument, sondern die Verweigerung, Argumente zu liefern.

            Du stellst hier die Behauptung auf, dass der „australische Weg“ bei uns funktionieren würde, und wischst jegliche erhobenen Bedenken weitgehend argumentlos beiseite.
            Kann man machen, sollte dann aber nicht erwarten, die Diskussionspartner überzeugen zu können.

          • pingpong,

            wurde in Österreich eigentlich auch von interessierter Seite der ZeroCovid-Ansatz durch Kaperung des Namens obstruiert und damit neutralisiert? Es ist erstaunlich wie gut selbst so alte FUD-Techniken immer noch funktionieren…

            Und hast Du Dich denn jetzt getraut, damit am Ballhausplatz vorstellig zu werden oder war Dir das zu riskant?

          • @hugor:

            Das ist kein Argument, sondern die Verweigerung, Argumente zu liefern.

            Die Argumente sind für alle in vielfacher Form im Internet zugänglich, ich selbst habe sie hier so oft ausgebreitet dass ich mir die Feindschaft einiger Kommentatoren zugezogen habe.
            Hier wäre ein Beitrag für den Anfang, in dem Thread dort kannst du einige Argumente nachlesen/hören:
            https://allesevolution.wordpress.com/2021/01/05/neuer-bzw-verlaengerter-und-verschaerfter-lockdown/#comment-593985

            Es geht nicht um richtig oder falsch, es geht darum was funktioniert und was nicht.

            Die Realität sieht so aus:

            Alle Länder die eine Eliminierungsstrategie verfolgen sind erfolgreich*.
            Alle Länder die eine andere Strategie verfolgen scheitern**.

            Schließ daraus was du willst, die Tatsachen liegen auf dem Tisch.

            *erfolgreich = weitgehend ohne Einschränkung wieder normales Leben.
            **scheitern = Wiederholte Lockdown-Aufmachen Zyklen, Dauerlockdown, anhaltende wirtschaftliche/soziale Unsicherheit wie es weitergeht.

  15. Insane

    Schwarzer tötet Asiaten.
    Jetzt aber nicht wütend auf Schwarze sein!
    Und auch nicht Pro-Polizei, weil…
    Der Feind ist White Supremacy!

    Je mehr Schwarze Asiaten angreifen, desto mehr muss gegen White Supremacy getan werden.

    Insane

    Aber hey, es gibt keine Rassismus gegen Weiße!

  16. „wie eine Versicherungswerbung“ — das trifft es genau, lol

  17. Das ist das neue Normal in Bidens Amerika:

    Schande über diejenigen, die sich über den Sieg dieser rassistischen Administration gefreut haben! Nur wer Amerika hasst, kann Biden lieben.

    • Eine der zahllosen Antisemiten, die mit Biden jetzt aus ihren Löchern kriechen können, natürlich unter dem „Black Lives Matter“-Label, der „Womens March“ ist ja so ein bisschen angebrannt.

    • Israel impft anscheinend selbst schon die Flüchtling aus Afrika und man kann sogar in Bars geimpft werden und kriegt dafür einen kostenlosen Drink.

      Während man in Deutschland zum Ziel hat, mehr Zeit dafür zu brauchen den Impfstoff an die Risikogruppen zu verteilen wie die Entwicklung des Impfstoffs selbst gedauert hat.

      SNL habe ich früher echt gerne gesehen, aber dann sind sie dazu übergegangen die Sketche nicht mehr auswendig zu lernen, sondern offensichtlich und unübersehbar abzulesen. Tja, und da wurden sie intersektional, was wie zu erwarten dazu führte das regelmäßig Männer und Weiße schlecht gemacht wurden und zwar immer nur die.

  18. Der Tagesspiegel veröffentlich etwas Kritisches zur eigenen Zunft:

    „Einerseits liefert Malte Lehming eine zutreffende Darstellung solcher Befunde, die den Medienfrust großer Bevölkerungsteile dokumentieren. Er nennt eine Studie, die über die Corona-Sondersendungen der Öffentlich-Rechtlichen zu dem Schluss kam, die Medienmacher hätten ein permanentes Krisen- und Bedrohungsszenario erzeugt. Lehming weist auch auf eine Studie hin, die im vergangenen Frühsommer den Medien ein „distanz- und kritikloses“ Verhältnis zu Zahlen und Statistiken ankreidete. Er zitiert weiter eine Repräsentativbefragung, der zufolge jeder vierte Bürger glaubt, dass Politik und Medien „unter einer Decke stecken“. Andere Erhebungen bekräftigen, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung den Eindruck hat, die Mainstreammedien – allen voran ARD und ZDF – propagierten die Corona-Politik der Bundesregierung, während zur Corona-Politik kritisch eingestellte Fachleute kaum zu Wort kämen. Die vorige Woche publizierten Daten des Edelman Trust Barometer spiegeln ein noch krasseres Bild: Rund 60 Prozent der Befragten finden, die Journalisten würden nicht überparteilich und objektiv berichten, sondern politische Positionen und Ideologien vertreten. Die Deutung ist also gut belegt, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung die Mainstreammedien für regierungsgläubig hält und sie deshalb intensiv nutzt, weil man die Verlautbarungen der anordnenden Politiker und Magistraten detailliert erfahren und interpretiert haben möchte.

    Sofern die Journalisten davon ausgehen, dass die Erwachsenenbevölkerung überwiegend aus zurechnungs- und denkfähigen Personen besteht, müsste die von Lehming referierte Medienkritik in den Redaktionen wie ein Alarmsignal schrillen: Was machen wir falsch? Das Missverständnis besteht darin, dass Malte Lehming die Alarmlampe als grünes Licht deutet: nur weiter so!“

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/medien-in-der-pandemie-gesinnung-wir-brauchen-aufklaerung/26935626.html

  19. Dieses suhlen im sexistischen Hass auf Männer IST die Denkpause. Feminismus ist eine Hassideologie und die sind immer auch antiintellektuell, also einzige grosse „Denkpausen“.

    Schafft den ÖRR ab und gebt den Leuten ihr Geld zurück!

    • „Denkpause“ meint doch vermutlich „Pause vom Denken“, oder?

      Gibt es schon Berichte, wann sie gedenken, wieder damit anzufangen? Nach weiteren 50 Jahren?

    • Das werden die gleichen Männer sein, deren Frauen denken, dass sie mit einer Teilzeitstelle oder gar nicht arbeiten auch ungefähr die Hälfte vom Broterwerb übernehmen.

  20. Leider ist es aber jetzt absolut klar geworden, dass der Moralrelativismus nur dazu diente, den heutigen Suprematismus der Moral vorzubereiten. All das Gerede von der Kunst- und Wissenschaftsfreiheit von damals — ein verlogenes Rumtaktieren. Alle, die das wirklich ernst nahmen und verinnerlichten finden sich heute „urplötzlich“ in einer Linken wieder, die ganau das ausmacht, was einst die Rechte ausmachte: penetrantes, überhebliches Moralisieren gepaart mit höchster Intoleranz.

    So wurde aus einer fast schon heiligen Warnung, „1984“, unbemerkt eine praktische Anleitung und so manche Gesellschaftskritik passt auf das heute viel, viel besser als vor 40 Jahren, nachdem die „kritische“ linke Denke tonangebend wurde:

    „Art, Empire, Industry“! …. Ignorance is Bliss!

  21. Die Biden-Regierung hat diesem Rassismus aktiv Vorschub geleistet, da sie die executive order Trumps widerrufen hat, der diese rassistische Indoktrination (den Bundesbehörden) untersagt hat!
    Daher ist es absolut richtig, angemessen und auch notwendig diese US Administration als rassistisch zu bezeichnen.

  22. Der „Schutz der Menschenrechte bedeutet“ – für die Merkel-Regierung – mit den übelsten Diktaturen dieser Welt im Konzert zu singen und dem antisemitischen Konsenz dieser Diktaturen zuzustimmen. Natürlich nur, um so so einen korrigierenden Einfluss zu bekommen!

    Warum gehen die von der Merkel-Regierung dann in Deutschalnd nicht zu den Nazis, um deren Reden zu beklatschen? Das müsste dann ja die beste Strategie gegen Rechts sein, wenn ihr Verhalten bei der UN der zu grunde liegende Massstab wäre….

  23. Die „Klimakrise“ ist ein reaktionäres und antidemokratisches Konstrukt der politischen Machtausübung. Für jede Partei, die sich underem liberal-demokratischen System verpflichtet fühlt, ist es umumgänglich sich allerschärfstens von dieser pseudowissenschaflichen Weltuntergangspanikmache zu distanzieren! Genauso wie vom dem Sexismus, den den Grünen institutionalisiert haben, sowie dem aufkommenden Rassismus (a la Biden-Admin).

  24. Und dann Autos und Eigenheime verbieten wollen. Freiheit ist nur was für die Eliten.

  25. Einfach mal Geschichte umschreiben.
    Was denken die eigentlich was die da tun?

    • Ein drittel der befragten Frauen nimmt es dem Mann übel das er nicht genug verdient um IHREN TRAUM ZU FINANZIEREN!

      Und eines der großen Rätsel unser Zeit ist der Gender Pay Gap und warum Männer sich auch gefährliche Jobs suchen, wenn man da nur viel Geld verdienen kann, warum sie fast alle Überstunden machen und bereit sind weite Strecken zur Arbeit zu fahren, wenn das nur mehr Gehalt bedeutet..

      Mit Frauen hat das gar nichts zu tun. Das ist toxische Männlichkeit und das Patriarchat!

      Da ist ein Elefant im Raum und faltet mit allen vier Füßen gleichzeitig vier Origami, aber niemand darf drüber reden!

  26. Habt ihr das auch gehört? Rechte Schlägertrupps überfallen einen Wahlkampfstand und prügeln einen Landtagskandidaten ins Krankenhaus?

    Ach so, nee, könnt ihr gar nicht gehört haben, waren nämlich die anderen, die guten Faschisten, die von links:
    http://www.pi-news.net/2021/02/schorndorf-afd-landtagskandidat-nach-antifa-angriff-im-krankenhaus/

    Die dürfen das natürlich. Sowas muss als Lokalereignis gewertet werden und hat in unseren GEZ-Wahrheitsmedien selbstverständlich nichts zu suchen, sonst stilisieren sich wieder „die Falschen“ zu Opfern. Wo doch jeder weiß, dass die AfD quasi einen neuen Massenmord plant und man da die Samthandschuhe ausziehen muss (kam ja oft genug in den Haltungspostillen)…

    • Sowas kann man von aufrechten Antifaschisten natürlich auch erwarten:
      https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/stuehlingen-hausarzt-lehnt-weitere-behandlung-einer-patientin-wegen-afd-mitgliedschaft-ab-a3452554.html

      Wehret den Anfängen! Ich meine natürlich den Anfängen eines vierten Reiches unter der AfD! Nicht den Anfängen einer wohlmeinenden humanistischen-Diktatur, eine solche kann ja nur gut sein, auch wegen Corona und Klima und so…

      • Wo wir gerade bei cancel-culture sind, die woken Faschisten in den USA, in Gestalt der Demokraten, tun das, was ich schon vorhergesagt hatte, falls Trump nicht gewinnt. Sie schleifen den letzten Rest an Widerstand, versuchen es zumindest:
        https://www.epochtimes.de/politik/ausland/demokraten-setzen-tv-anbieter-unter-druck-fox-news-newsmax-und-oan-sollen-auf-linie-gebracht-werden-a3454879.html

        „Sie forderten die Betreiber auf, bis zum 8. März auf eine Reihe von Fragen zu antworten, einschließlich der Frage, welche moralischen und ethischen Prinzipien sie bei der Auswahl der Kanäle anwenden. Ebenso: wie viele Abonnenten in den Wochen vor der Präsidentschaftswahl die Netzwerke eingeschaltet haben, und ob gegen die Kanäle Maßnahmen im Zuge der Wahlberichterstattung und den Sturm auf das US-Kapitol ergriffen worden sind.“

        Außerdem hat der Supreme Court mehrere noch anhängige Klagen der Trump-Seite nicht zur Entscheidung angenommen:
        https://www.epochtimes.de/politik/ausland/supreme-court-weist-klagen-zur-praesidentschaftswahl-2020-ab-richter-clarence-thomas-aeussert-abweichende-meinung-zu-urteil-a3454515.html

        Einer der Richter, Clarence Thomas, kritisiert das heftig und nachvollziehbar:
        „Wir haben das Glück, dass viele der Fälle, die wir gesehen haben, nur unzulässige Regeländerungen und keinen Betrug vorwarfen“, schrieb Thomas. Aber diese Feststellung bietet nur einen kleinen Trost. Eine Wahl, die frei von starken Beweisen für systemischen Betrug ist, ist allein nicht ausreichend für das Vertrauen in die Wahl. Wichtig ist auch die Sicherheit, dass Betrug nicht unentdeckt bleibt.“

        Die Trump-Seite hatte ja das Problem, dass sie teilweise die Größe des Betruges nicht prüfen konnte, bzw. die Beweise sichern, weil die Richter davon ausgingen, dass der Betrug nicht groß genug gewesen sein kann und den Zugriff deshalb verweigerten. Ein typischer catch-22. Deren Wahlsystem war vorher schon schrottig, jetzt ist für alle offensichtlich, dass selbst ein Wahlbetrug nicht aufgedeckt werden kann, wenn die „Eliten“ das nicht wollen. Wer glaubt noch an „Demokratie“? Wer glaubt, dass es bei uns anders laufen würde? Muhuhuhahahahah. Die Sache ist durch, die Maske längst gefallen, es haben nur noch nicht alle bemerkt…!

  27. Auch in Deutschland findet ein neuer staatlicher Übergriffsversuch auf alternative Medien statt.

    Im Herbst 2020 wurde (habe ich nichts davon mitbekommen, bei dem ständigen Corona-Blablabla) ein neuer „Medienstaatsvertrag“ beschlossen, auf dessen Basis jetzt agiert wird, faszinierend:

    „Demnach werfen die Medienanstalten in Schreiben an 13 Online-Medien diesen vor, gegen journalistische Regeln verstoßen zu haben. Den Betroffenen würden Sanktionen drohen, heißt es. Neben AfD-nahen Medien und Kanälen geriet dem Bericht zufolge auch das reichweitenstarke Online-Portal KenFM ins Visier der zuständigen Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB). Laut DLF geht es dabei „um den Anfangsverdacht, dass journalistische Grundsätze nicht eingehalten wurden und gegen journalistische Sorgfaltspflichten verstoßen wurde“.“

    Witzig, dass es einen Linken wie Ken Jebsen trifft. Aber das ist natürlich nur der Anfang. Staatliche Agenturen, mit unbegrenztem finanziellen Spielraum (ähnlich den GEZ-Medien) gehen gegen kleine finanzschwache Blogger usw. vor, das hat so oder so disziplinierende Wirkung.

    Was können die eigentlich tun? Dürfen die klagen oder Strafen verhängen? Oder ist das selbst nur wieder ein Propaganda-Ding?

    Das muss man sich mal klarmachen: die ÖR-Lügenmedien dürfen tun und lassen was sie wollen, manipulieren, falsche Statistiken (21%gender-pay-gap!) usw. ohne dass irgendjemand was sagt! Die verstoßen nachweislich immer wieder und immer penetranter gegen ihre Informations- und Neutralitätspflicht, aber denen fährt nie jemand übers Maul! Gegen die Kleinen geht man aber vor! Und das auch noch teilweise basierend auf dem politisch korrekt zurechtgebogenem Pressekodex.

    https://multipolar-magazin.de/artikel/neue-zensurbehorde

  28. Ich weiß nicht, ob es schon verlinkt war, aber homoduplex hat am 15.02 einen lesenswerten Artikel geschrieben, in dem er sich auf den „Wokeness-Kritiker“ James Lindsay bezieht:
    https://www.homoduplex.de/pseudo-realitaet/

    „Pseudo-Realitäten sind falsche Konstruktionen der Wirklichkeit, die ein oberflächlich plausibles, aber falsches Verständnis von ihr abbilden. Es sind unwahre Erzählungen über die Beschaffenheit der Welt, die sich tarnen, indem sie sich an vereinzelten Körnchen Wahrheit festmachen, wie ein Bündel Falschgeld unter einer echten Note, die sichtbar ganz oben liegt. Es sind Unwahrheiten, die von der Warte einer oberflächlichen und selektiven Wahrnehmung aus wahr aussehen.“

    Obwohl man alles schon irgendwie kennt und ahnt, ist es bemerkenswert klar und sehr erhellend formuliert.

  29. Ganz richtig, Pinguine, Delfine, Schafe, Fledermäuse, Guppys und Stockenten haben erst angefangen ihre Weibchen zu vergewaltigen, als sie das erste Mal einen weißen Mann gesehen haben. Genau so war es auch mit Elefanten und Seebären, die sogar abseits ihrer eigenen Art andere Tiere vergewaltigen.

    Wie bescheuert kann man eigentlich sein? Wie kommt man auf sowas? Da ist doch die Annahme, dass die Erde eine Scheibe ist, noch besser nachzuvollziehen.

    Ich frage mich wie viel gemeinsame Realität ich noch mit solchen Menschen teile.

    • Die Person wünscht sich das die Täter weiß wären. Warum? Damit sie ihr Weltbild nicht korrigieren muss?

    • Oh, sie hat ja recht. Erst die Weißen haben die schon vorher praktizierte, nicht ganz so freiwillige Penetration, „rape“ genannt, skandalisiert und sanktioniert 🙂

      Vorher machte man das einfach und hatte keinen extra Namen dafür.

  30. „Im Wahn der Beherrschbarkeit“ – Dachte: da muss es doch um Staatsgläubigkeit gehen?

    Den Verweis auf Adorno find ich hier aber super witzig 😀

  31. lol, das bedeutet, dass es keine Vorzugsbehandlung für Geimpfte geben soll und es appelliert an den eigenen Nutzen geimpft zu sein. Selten war Herr Söder liberaler! Die Hintersinnigkeit der Parole ist auch bemerkenswert! Der Herr Söder ist PR-Profi (bzw sein Team natürlich, soviel Anerkennung muss sein)

    • BTW: lieber ein Bayer als Kanzler wie jemand von dort aus dem illiberalen Rheinland, aus deren Hauptstadt:

      „Verweilverbot“

      Was sagen die toten Hosen überhaupt dazu? Tote Hose.

  32. Welche Logik! So dement wie rassistisch. „Biden-Amerika“ hört sich schon so an wie „Bigotterie“.

    sind die Gewaltakte bei Nacht vielleicht als Ninja-Aktivitäten einzuordnen und deshalb nicht als Terrorismus?

  33. Mit den linken Antidemokraten will man sich lieber nicht anlegen, denn es gibt davon viel zu viele…. Lieber drüber hinwegsehen und den Kopf in den Sand stecken, irgendwas muss ja an deren Grundüberzeugungen richtig sein, das mit dem bösen Kapitalismus zB. Und macht nicht die Technik die ganze Mutter Erde kaputt?

    Wieviel Leute würden den „Kapitalismus“ als „moralisch fragwürdig“ bezeichnen? Das ist ist dann direkt das Mass für eine antidemokratische Grundhaltung. Sind es 60 oder nur 50 %?

  34. Zensur dient dem Schutz der Meinungsfeiheit!

    Ein weitere antidemokratische Haltung, die ganz offen und zynisch gezeigt werden kann und davon Zeugnis ablegt, dass Demokratie in Deutschland als hochgradig gefährdet gelten muss. Nicht weil die Mehrheit so denkt, sondern weil die politisch-gesellschaftliche Elite so denkt. Haben sie das wohl von China abgeguckt?

  35. Es ist sinnvoll sich der Tatsache zu stellen, dass unsere ethischen Standards, die wir gewohnt sind, nicht so universell sind, wie viele glauben. Ein solches „richtiges Handeln“ muss überall auf der Welt ja nicht sinnvoll sein. — So drückte sich ja Präsident Biden neulich aus. Wenn man das noch verschärfen will, dann macht man diese Fingerübung mit der Naturwissenschaft und am allerbesten gleich mit der Mathematik.

    Das ist der erste Schritt auf der slippery slope zur Dehumaniserung „der Anderen“. Lasst sie so sein, wie sie vermeintlich „sind“ und dann müssen wir auch nicht mehr Anteil nehmen. Das kann nicht der richtige Weg sein, nein, gar nicht, ganz und gar nicht.

  36. Manche Dinge sind so absurd, dass man einfach drüber lachen muss. Aber das heisst nicht, dass man sie nicht auch gleichzeitig ganz ernst nehmen kann bzw MUSS. Und diesen Fanatismus hier muss man absolut ernst nehmen und zwar gerade deshalb, *weil* er so bescheuert irrational und haltlos ist.

    Also nicht etwa so: „…. Heute kamen sie für die Muppets – aber ich bin ja kein Muppet …. Das sind ja höchstens jene Vögel, die sich dauernd mit Sophie Scholl vergleichen.“

  37. Pingback: Crumar über Geschlechterrollen im „Patriarchat“ | uepsilonniks

  38. Bezeichnenderweise schwebt noch der „israelbezogene“ Antisemitismus über allem („Free Palestine!“).

    … genau das, was das klammheimliche Wohlgefallen von Maas, Steinmeier und zB Thierse hätte …. Also wegsehen, abtun, weisswaschen ….

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