Redhandday – Aktion gegen Kindersoldaten

Am 12.2.2021 war Redhandday – Politiker, Promis etc malen sich eine Hand rot an, was nehme ich an an eine blutige Hand erinnern soll und sprechen sich gegen Kindersoldaten aus. Das ist zweifellos eine gute Auktion, wenn sie auch an der konkreten Situation nichts ändern wird. Immerhin mag es einzelne für das Problem sensibilisieren.

Ich habe die Aktion über Twitter wahrgenommen und fand es einfach mal interessant zu schauen, wie ein Problem dargestellt wird, was ganz überwiegend Jungs oder junge Männer betrifft.
Hier etwas zu den Zahlen:

There is not enough data on girls’ association with armed forces and groups, and 2019 data from the UN-led Monitoring and Reporting Mechanism (MRM) on the six grave violations against children in conflict, for example, shows that only 8% of the 4,594 CAAFAG identified in 11 countries were girls.

Also etwa 92% Jungs.

Bei Kampagnen, die zu 92% Mädchen betreffen würden, würde man glaube ich sehr deutlich machen, dass gerade Mädchen betroffen sind.

Mal sehen wie es bei Jungs ist. Ich verlinke mal die „Top Tweets“ unter dem Hashtag #Redhandday

Frau Jelpke von den Linken (die neulich  vermeiden wollte, dass man Hass gegen Männer von Feministinnen aus Versehen strafbar macht) wendet sich erst einmal nur gegen die Bundeswehr und hält es Geschlechtsneutral

Terre des Hommes hält es geschlechtsneutral und schließt auch Transpersonen ein.

Künast hält es mit „Kindern“ neutral

Ricarda Land spricht auch nur von Kindern.

Die Linke bleibt auch bei Kindern und im Video „Kindersoldat:innen“

Herr Bartsch bleibt auch bei Kindern

Man muss einige Zeit scrollen, dann kommt immerhin ein Tweet, der auf Jungen abstellt:

Er bleibt aber recht einsam

Sucht man nach „#Redhandday Jungen“ dann findet man meist Tweet, die von „Mädchen und Jungen“ oder „Jungen und Mädchen“ sprechen.

Jetzt ist natürlich auch nichts dagegen zu sagen, dass man sich allgemein gegen Kindersoldaten wendet und es bei Jungen und Mädchen verurteilt. Zumal ein Tweet, gerade ein solcher, der ja eine Teilnahme an einer solchen Aktion ist, auch nicht zuviel Platz für Differenzierung bietet.

Insofern sollte man es auch nicht überbewerten. Aber ich wollte es zumindest mal festhalten und bei Auftauchen einer ähnlichen Aktion mit umgekehrter Geschlechterbetroffenheit mal vergleichen.

28 Gedanken zu “Redhandday – Aktion gegen Kindersoldaten

    • Von der Erniedrigung von Männer? Nein. Der moralischern Überhöhung von Weiblichkeit? Nein. Unsere tägliche Klischeeschlagzeile gib uns heut‘: „Warum die deutschen Fußballerinnen jetzt eher Vorbild sind als die Männer https://www.badische-zeitung.de/warum-die-deutschen-fussballerinnen-jetzt-eher-vorbild-sind-als-die-maenner Im Anriss zu lesen hre Blase für die ersten Länderspiele des Jahres haben die deutschen Fußballerinnen dieser Tage im Lindner-Congress-Hotel in Düsseldorf errichtet. Die Herberge gleich gegenüber der Rheinaue richtet sich an alle Geschäftsreisende, die trotz Corona noch ihrem Job nachgehen.
      Genau dort wollen auch Manuel Neuer, Toni Kroos und Timo Werner in rund einem Monat residieren, wenn sich die deutsche Männer-Nationalmannschaft zu den ersten Länderspielen der WM-Qualifikation trifft. Vielleicht beziehen die Männer sogar dieselben Zimmer wie die Frauen – wenn direkt etwas von der Vorbildwirkung abfärbt, wäre das nicht verkehrt.

      Scheiß Arschlochmänner, jetzt werdet endlich mal so moralisch wie die vorbildlichen Frauen. Herr, äh Herrin, wir danken dir für deine journalistischen Einsichten und Erhellungen.

  1. Unter dem Vorwand „Kindersoldaten“ können diese ganzen totalitären Freiheits- und Demokratiefeinde mal wieder kräftig Kreide fressen und einen auf menschlich machen! Kostet ja auch wenig bis nix. Die heuchlerische Tour wird freilich schon an dem penetranten Sexismus, der heute ganz typisch für den protototalitären Polit-Apparatschik ist, sichtbar. Abartig und widerwärtig.

  2. „Insofern sollte man es auch nicht überbewerten. Aber ich wollte es zumindest mal festhalten und bei Auftauchen einer ähnlichen Aktion mit umgekehrter Geschlechterbetroffenheit mal vergleichen.“

    Da hast du natürlich Recht, nicht überbewerten. Das ist aber typisch toxische Männlichkeit. Denn, wie du anmerkst, mit umgekehrter Geschlechterbetroffenheit wäre hier ein medialer Sturm, Twitter Kampagnen und Betroffenheitsbekundungen bei den bekannten (u.o. genannten) feministischen Sirenen.
    Die aufgeführten Tweets sind doch Alibibekundungen: schaut her, ich bin da! Der Inhalt ist denen doch scheißegal. Kinder, immer dann gut, wenn es Mädchen sind und das Unrecht herausgearbeitet werden kann. Kleine Jungs, naja, daraus werden ja potentielle Missbrauchstäter. An dem Mythos muss gearbeitet werden, das ist wichtig. Was kümmern da 92% männliche Kindersoldaten, Tatsachen waren doch selten Inhalt feministischer Mythologie (oder besser Verschwörungstheorien).

  3. Frauen sichtbar machen

    Die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen, aber sie leben in einer Welt nach männlichen Maßstäben, so Caroline Criado-Perez. Und das ist nicht nur ungerecht, sondern im schlimmsten Fall tödlich: In ihrem aktuellen Buch „Unsichtbare Frauen“ belegt Criado-Perez, wie Industrie, Forschung und Wissenschaft sich an Männern orientieren.

    Warum alternde Frauen einfach unsichtbar werden

    Die ehemalige Chefredakteurin der „taz“, Bascha Mika, hat ein Buch über das Altwerden geschrieben – und warum Frauen anders damit umgehen als Männer. Wir haben mit ihr gesprochen.

    Das Problem des männlichen Prototyps

    Auf Denkmälern, bei Wikipedia und in Computerspielen: Überall fehlen Frauen. Wir merken es nur nicht, weil Kanon und Algorithmen anders programmiert sind. Warum mit der Unsichtbarkeit der Frau Schluss sein muss.

    Weiblich, obdachlos, unsichtbar – Frauen zwischen Straße und Notunterkunft

    Frauen machen etwa ein Viertel aller Wohnungslosen in Deutschland aus. … Im Straßenbild sind obdachlose Frauen meistens kaum sichtbar.

    Frauen sind fast unsichtbar

    Die Werbeagentur Scholz & Friends gibt sich als Vorbild in Sachen Gleichberechtigung. Doch etliche aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen werfen ihr ein Klima des Sexismus vor.

    Frauen werden unsichtbar

    Sind die Frauen die Verlierer der Corona-Krise? Gleichstellungsrätin Michela Morandini bejaht diese Frage, sie verweist auf die zahlreichen Covid-Infektionen von Frauen und sieht das Home-Office problematisch.

    Gewalt gegen Frauen muss sichtbar gemacht werden – Ein Kommentar

    Frauen sind häufig Opfer physischer und psychischer Gewalt. Frauenfeindliche Straftaten gezielt auszuweisen würde helfen, um das Problem in den Fokus zu rücken. Denn viele Attentäter verbindet nur nicht ihr Rassismus.

    😒

  4. „Terre des Hommes hält es geschlechtsneutral und schließt auch Transpersonen ein.“

    und nur ein Tweet weiter…

    Ob Kindersoldat:innen oder Kindersoldat*innen, diese Schriftweise macht das männliche Geschlecht unsichtbar.
    Schreibeweise und auch die dumme Aussprach stimmen fast vollständig mit Kindersoldatinnen überein.

    Aber vielleicht hilft es ja wenn alle glauben das ein Großteil Mädchen sind, das tatsächlich etwas unternommen wird. Denn wenn es nur Jungen betreffen würde, juckten das vielen nicht die Bohne.
    mahr als 2000 entführte und getötete Jungs vs 400 entführte Mädchen = #BringBackOurGirls

    Aber ich vermute das sobald diese Kindersoldat:innen ein Dorf überfallen und schlimme Verbrechen begehen, sehr schnell wieder nur von Kindersoldaten die Rede ist.

    Die Aktion an sich finde ich wie gemacht für Politiker. Sie können so tun als ob es sie kümmert, ohne wirklich etwas an der Situation zu ändern. Das scheint mir heutzutage eh schon deren selbstgewählten Handlungsrahmen zu entsprechen, so tun als ob oder die Situation für die Bürger zu verschlimmern.

    • „Kindersoldatinnen sind in besonderem Maße verletzlich“

      Lese ich jetzt erst. Ist wohl wie bei den Pädophilen bei den Grünen. Für Jungen ist es nicht so schlimm wie für Mädchen, wollten sie glauben, daher haben sie hauptsächlich Jungen missbraucht, mit Wissen der Frauenorganisationen der Grünen, denen es nur darum ging das weibliche Opfer nicht an Aufmerksamkeit verlieren.

      • Das ist psychologisch aber sehr naiv und hinterläßt nicht den besten Eindruck von Männerrechtlern. Denn Pädophile sind in der Regel nicht „bisexuell“. Die sind schon auf ein Geschlecht fixiert, und das sind sehr häufig Jungen.

        Homosexuellenverbände haben früher auch sehr häufig mit den Pädophilen zusammengearbeitet und sie als Verbündete betrachtet. Jüngst las ich von einem bekannten Homosexuellen (Michael Kühnen), der als Kind wahrscheinlich sexuell mißbraucht wurde und forderte, Sex mit Jungen zu legalisieren.

        Wenn man Homosexualität kritisch hinterfragt, fällt einem so einiges auf, das nicht so recht in den Zeitgeist passen will.

        PS: Haben die Frauenorganisationen der Grünen wirklich von dem Mißbrauch gewußt und ihn nur deshalb toleriert, weil es ja nur Jungen betraf? Oder ist das nur ein bißchen Belastungseifer von dir? 🙂

        Ich spreche das an, weil es wie gesagt nichts bringt, wenn wir den Fanatismus und die Ideologisierung von Feministinnen und Gender-Freaks imitieren – auch wenn wir meinen, die besten Absichten zu haben.

        Man sollte immer seriös bleiben und einen kühlen Kopf bewahren. Keine Opferinszenierung betreiben.

        • „In der Befürchtung, eine offene Auseinandersetzung mit der sexuellen Gewalt gegen Jungen würde die Konzentration auf weiblichen Opfer (72) stören, hatten Feministinnen sogar ein wesentliches gemeinsames Interesse mit den Pädosexuellen des Schwulenbereichs. Beiden war daran gelegen, die systematisch ausgeübte sexuelle Gewalt gegen Jungen zu kaschieren und ihre Dramatik herunterzuspielen.“

          https://man-tau.com/2015/12/08/wie-die-grunen-jungen-opferten/

          Klare Empfehlung, den ganzen Text zu lesen.

        • Schwul zu sein und schwulen Sex zu haben ist nicht strafbar oder verwerflich und was ganz anderes als schwul UND pädophil zu sein und Jungen zu missbrauchen. Homosexualität muss hier nicht kritisch hinterfragt werden.

          „Innerhalb der Frauenbewegung, die um die Öffentlichkeit und Akzeptanz des Themas Missbrauch von Mädchen kämpfte und sich durch das Thema Missbrauch von Jungen (‚wieder rücken die Jungen/Männer in den Vordergrund und verallgemeinern das Thema’) wieder übergangen fühlte, war das Thema Pädophilie nicht sehr interessant. Es wurde außerdem als Konkurrenz abgelehnt. Diese Haltung teilte letztlich der (Landes-) Frauenbereich der AL. Das war ein Grund, weshalb es zwischen der Kreuzberger Frauengruppe und dem Frauenbereich kaum Kontakte gab.“

          Klicke, um auf bericht_komm_aufarbeitung_gruene_berlin_.pdf zuzugreifen

          Das ist der Bereich den die Grünen selbst erstellt haben. Missbrauchte Junge sah man damals schon als Konkurrenz an.

          • @Matze

            Ich beglückwünsche dich zu der Meinung, daß Homosexualität nicht kritisch hinterfragt werden muß. So kannst du weiterhin ein guter Mensch sein. Wegsehen kann so wunderbar sein.

            @weiss_auch_nicht

            Mir ging es nicht um allgemeine politische Erwägungen, sondern darum, ob, wie behauptet, die Frauenorganisationen von dem konkreten Mißbrauch in grünen Communitys wußten und darüber aus ideologischen Gründen weggesehen haben.

            Das wurde ja behauptet.

            Und das wäre etwas anderes als allgemeinpolitische Erwägungen im Zusammenhang mit den pädophilen Interessengruppen. Man sollte schon korrekt sein und nicht in Belastungseifer verfallen.

        • Habe ich zwar keine konkreten Zahlen zu, soweit ich weiß ist aber auch nicht jeder Täterin eines sexuellen Missbrauchs von Kindern tatsächlich pädophil.
          Für manche Menschen sind Kinder eben Verfügungsmasse, beim Sex, in der Politik und in Kriegen.

    • Ich finde das ein anschauliches Beispiel dafür, wie man propagandistisch den Spin „in die richtige Richtung“ dreht:

      Aus dem völlig geschlechtsneutralen und auch absolut korrekten

      „Kinder brauchen Zuneigung, keine Kleinwaffen“

      wird – nachdem die Basisaufmerksamkeit da ist – dann von der gleichen Organisation ein erhobener Zeigefinger nachgeschoben:

      „Auch Mädchen werden von bewaffneten Gruppen als Kundschafterinnen, Kämpferinnen oder Sexsklavinnen missbraucht“

      und das abschließende Statement am Ende der Entwicklung ist dann

      „Kindersoldatinnen sind in besonderem Maße verletzlich“

      Und die PMs von terre des hommes (sic!) sind dann auch genau in dem Spin (https://www.welt-sichten.org/artikel/38588/kindersoldatinnen-sind-besonderem-masse-verletzlich)

      Es bleibt also beim gutgläubigen Leser hängen: „Jungs zwangsrekrutieren ist eigentlich nicht so erwähnenswert, aber die armen Mädchen!!“

  5. Wie passend und besonders ärgerlich in diesem Zusammenhang, just eben flatterte aus einer Zeitschrift die ich bekommen habe eine Werbeeinlage die für Spenden für die 3. Welt wirbt. Und Achtung Überraschung ! Wir sollen für Mädchen Spenden (Patenschaften), damit diese eine Chance auf Bildung erhalten.
    Ich habe diese Aufrufe von Planinternational Deutschland e.V. schon öfters gesehen, bzw. bin aufmerksam gemacht worden. Die Prominenten die sich outen sind Ulrich Wickert Birgit Schrowange, Senta Berger.
    Aber nun kommt’s ganz am Schluss des Werbeblattes steht: „Natürlich helfen wir auch Jungen aber der Schwerpunkt der Unterstützung liegt derzeit bei besonders benachteiligten Mädchen….. “
    Wer kann dazu schon Nein sagen. Mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

    • Vor einigen Jahren stieß ich im Internet auf ein kleines Spiel einer großen Kinderschutzorganisation, welches einen verdeutlichen sollte, warum Mädchenförderung in Drittweltländern besonders notwendig sei. Man begleitete hierbei ein Mädchen von der Geburt an und musste an verschiedenen Stationen ihres Lebens wichtige Entscheidungen über ihre weitere Biographie treffen, etwa, ob man sie zur Schule schickte oder in die Kinderarbeit. Traf man die falsche Entscheidung, glitt das fiktive Mädchen ins Elend ab, wie beispielsweise, dass sie später mit einem armen Tagelöhner verheiratet war, der trank und sie schlug.

      Ich schrieb die Organisation an, und stellte die Frage, welche Anstrengungen sie unternähme, zu verhindern, dass aus einem kleinen, hoffnungsvollen Jungen kein alkoholkranker Verlierer würde. Ich erhielt niemals eine Antwort.

      https://uepsilonniks.wordpress.com/2015/12/19/feministen-rufen-auf-bitte-benachteiligen-sie-nur-jungen/

      • …warum Mädchenförderung in Drittweltländern besonders notwendig sei. Man begleitete hierbei ein Mädchen von der Geburt an und musste an verschiedenen Stationen ihres Lebens wichtige Entscheidungen über ihre weitere Biographie treffen, etwa, ob man sie zur Schule schickte oder in die Kinderarbeit. Traf man die falsche Entscheidung, glitt das fiktive Mädchen ins Elend ab, wie beispielsweise, dass sie später mit einem armen Tagelöhner verheiratet war, der trank und sie schlug.

        Die Ironie dabei ist einfach nur zu geil.
        Hätte man sich auch um Jungen gekümmert, würde sie im Idealfall ein schönes, glückliches Leben mit einem „guten“ Ehemann führen, selbstbestimmt oder manchmal vollversorgt, wie so manche privilegierte Frau hierzulande.
        Eine Hälfte der Menschheit (oder auch nur einer Gesellschaft) zu „vergessen“, nützt Frauen nicht, schadet aber Männern und Frauen. Ein schönes Beispiel dafür, wie nützlich Feminismus ist.

    • „Natürlich helfen wir auch Jungen…“

      Yepp, sie helfen Jungen dabei zu lernen wie sie Mädchen helfen können. Sowas findet man tatsächlich bei Plan auf der Homepage. Man kann da auch die Patenschaft für ein Kind (Junge oder Mädchen) oder ein Mädchen übernehmen:

  6. Die Kritik an dieser Sprachpraxis ist meines Erachtens überzogen und wirkt auch ein bißchen wie das zwanghafte Gegendere aus Feministenkreisen, die überall Frauen „sichtbar“ machen wollen.

    Das Wort „Kindersoldat“ ist nun mal im allgemeinen Kontext recht griffig, und jedem ist klar, daß damit Jungen gemeint sind, da ja zuhauf Bilder im Umlauf sind, wo Jungen mit Maschinengewehren zu sehen sind.

    „Jungensoldaten“ hört sich doof an – und da muß man wieder an die Genderkrieger denken, falls jemand so ein Wort tatsächlich fordern würde. Bezeichnenderweise wird das Wort „Junge“ erst in einem konkreten Kontext gebraucht, wie man an dem letzten Tweet sehen kann. Und dort wird es auch nur solo gebraucht.

    Man müßte also das Problem mit den oben genannten Einschränkungen angehen, damit man sich von dem fanatischen Getue der Genderkrieger abgrenzt und zeigt, daß man durchaus differenzierungsfähig ist und nicht zwanghaft Benachteiligungen konstruieren will.

    Es gibt wohl wirklich Anzeichen dafür, daß Jungen sprachlich marginalisiert werden, aber man darf halt nicht so plump an das Thema rangehen wie diese Gender-Freaks, die sich auf rein formalistischer Ebene alles Mögliche zusammenphantasieren.

    PS: Soldatsein ist nun mal eine männliche Angelegenheit, Mädchen würden sich da nicht so gut machen, zumal es den Wertvorstellungen von Islamisten oder christlichen Fundamentalisten vermutlich widerspricht, Mädchen für so etwas einzusetzen.

    Also, man muß immer aufpassen, daß man nicht so abdreht wie diese Feministinnen und Gender-Freaks. Man sollte einen kühlen Kopf bewahren. 🙂

    Irgendwelche Gegenargumente?

    • Die Kritik an dieser Sprachpraxis ist meines Erachtens überzogen und wirkt auch ein bißchen wie das zwanghafte Gegendere aus Feministenkreisen, die überall Frauen „sichtbar“ machen wollen.
      Das ging mir heute morgen auch erst mal durch den Kopf. Kinder, heißt ja, dass es eine unbestimmte Menge junger Menschen in einem bestimmten Alter ist, ohne ein Geschlecht herauszustellen. Im Kampf gegen Kindersoldaten ist das auch gut.

      Das Wort „Kindersoldat“ ist nun mal im allgemeinen Kontext recht griffig, und jedem ist klar, daß damit Jungen gemeint sind, da ja zuhauf Bilder im Umlauf sind, wo Jungen mit Maschinengewehren zu sehen sind.
      Das ist mir auf Twitter auch aufgefallen, die Bilder zeigen nur Jungen. Und genau deshalb sollte auch dies in Texten erwähnt werden, dass annähernd 90% davon männlich sind, damit klar ist, welcher Gruppe hier geholfen werden muss, wo Maßnahmen ansetzen sollten. Es geht nicht um Bildung, Sicherheit und Geborgenheit für Mädchen, sondern Jungen brauchen hier Schutz!
      Ich stelle mal eine steile These auf: diesen Jungen fehlen die Väter, die ihnen als Vorbild dienen können. Sind es Waisen? Sie sie Kinder alleinerziehender Mütter? Wo sind die Väter? Ist das fernbleiben der Väter ein Ausdruck einer väter-/männerfeindlichen Gesellschaft? Ist das strukturell?

      „Jungensoldaten“ hört sich doof an – und da muß man wieder an die Genderkrieger denken, falls jemand so ein Wort tatsächlich fordern würde. Bezeichnenderweise wird das Wort „Junge“ erst in einem konkreten Kontext gebraucht, wie man an dem letzten Tweet sehen kann. Und dort wird es auch nur solo gebraucht.
      Warum ist das so? Ich habe keinen Tweet entdeckt, wo das im Kontext klargestellt wurde. Die tägliche Presseschau hat mir noch keinen Artikel geboten, wo das klar steht. Das ist strukturell so, weil es einen gender-empathy-gap https://genderempathygap.de/ gibt. Deshalb tendiere ich zum Begriff männliche Kindersoldaten.

      Man müßte also das Problem mit den oben genannten Einschränkungen angehen, damit man sich von dem fanatischen Getue der Genderkrieger abgrenzt und zeigt, daß man durchaus differenzierungsfähig ist und nicht zwanghaft Benachteiligungen konstruieren will.
      Das ist der Grund, warum Männerthemen kein Gehör finden und Twitter bzw. Medienkampagnen von/über Frauen so groß werden. Männer sind, wenn es um auf sie gruppenbezogenen Hass geht, um das Wegducken ihrer Probleme, um ihr gehört werden geht, so was von weit weg vom Aufschrei feministische-/frauenbezogener Themen, wie Nord- vom Südpol. Wir sollten ebenso laut sein, wie die fanatischen Genderkriegerinnen, weil wir es auch wert sind und verdient haben.

      Es gibt wohl wirklich Anzeichen dafür, daß Jungen sprachlich marginalisiert werden, aber man darf halt nicht so plump an das Thema rangehen wie diese Gender-Freaks, die sich auf rein formalistischer Ebene alles Mögliche zusammenphantasieren.
      Wenn’s wirkt, warum nicht? Schlage den Feind mit seinen eigenen Waffen. So plump es es auch ist, es bleibt in den Köpfen der Leute, weil es Propaganda ist, weil einfache Botschaften immer wiederholt werden, weil in hinterfragen nicht erwünscht ist, weil die Menschen genervt sind und dann die nächste Stufe gezündet wird (vgl. Spiegel Story diese Woche).

      PS: Soldatsein ist nun mal eine männliche Angelegenheit, Mädchen würden sich da nicht so gut machen, zumal es den Wertvorstellungen von Islamisten oder christlichen Fundamentalisten vermutlich widerspricht, Mädchen für so etwas einzusetzen.
      Von der Leyen und Jeanne d’Arc dürften dir da widersprechen. Und alle BW-Soldatinnen auch.

      Also, man muß immer aufpassen, daß man nicht so abdreht wie diese Feministinnen und Gender-Freaks. Man sollte einen kühlen Kopf bewahren.
      Keinen Bock mehr darauf die Fresse zu halten und sich strukturellem Hass von Feministinnen auszusetzen. Lerne von deinen Feinden. Und in den letzten 2-3 Jahren haben diese sehr kopflos gehandelt.

  7. Ganz typisch; ein Problem, das überwiegend Jungen betrifft ist ein Problem von Kindern. Ein Problem, das überwiegend Mädchen betrifft. (aber auch Jungen), ist ein Problem von Mädchen bzw. Frauen, und die Jungen spielen keine Rolle.

    • Ist ja genau so bei Berufen, die großes Ansehen genießen, z.B. der Feuerwehr oder (zu mindestens unter Nicht-Linken) Soldaten.

      Da wird dann auch eine Schreibweise verwendet die Männer unsichtbar machen soll.

  8. Ca. 8% Mädchen?
    Und wieder ein systematischer Femizid, bei dem sich die Männer als Opfer vordrängeln…
    /Sarkasmus

    Hat nicht letztes Jahr im Juli herumgeheult, dass die ca. 500 weiblichen Opfer des Andizids in Sebrenica unsichtbar gemacht werden?

  9. Dieses pseudomoralische virtue signalling ekelt mich wirklich an. Und jeder versucht irgendwie draufzuhüpfen und es für seine Agenda umzubiegen. Als ob es keine Kindersoldaten mehr geben würde, wenn man keine Kleinwaffen mehr exportiert oder die Bundeswehr keine Soldaten mehr hat. Die massakrieren ohnehin oft mit Macheten. Ein spitzer Stock oder ein Messer reicht auch.

    Als ob sich auch nur ein Afrikaner dafür interessiert, dass dumme Deutsche sich die Hand rot anmalen. Als ob wir irgendeinen nennenswerten Einfluß auf afrikanische Rebellen haben. Oft übrigens muslimische, also von einer Religion, die man hier bereits nicht mehr kritisieren darf, ohne als Rassist eingestuft zu werden.

    Es ist einfach zu lächerlich, so als ob wir uns die Hand blau färben, damit es in der Sahelzone mehr regnen möge.

    Würden sich die selben Flachpfeifen genauso intensiv für Meinungsfreiheit in Deutschland einsetzen, dann könnten sie vielleicht was bewegen, aber das ist ja heutzutage gefährlich und gibt keine Gutmenschenpunkte, sondern nur Haue…

  10. Irgendwie ist dieser Aktionstag völlig an mir vorübergegangen. Liegt das daran dass ich Nachrichten mittlerweile gerne auch mal genervt meide?
    Egal…

    Zu Tweet von Düzen Tekkal kann ich leider nur sagen, dass er auch in sich selbst ziemlich einsam bleibt.
    Positiv ist zwar, dass dann tatsächlich auch endlich mal von Jungen bzw. männlichen Opfern die Rede ist, mir persönlich kommt es aber wieder hoch, wenn ich dann ihre „Werbung“ für ihre Doku lese.

    In meinem Dokumentarfilm Jiyan, erzähle ich auch die Geschichte von dem ehemaligen Kindersoldaten Ayham.

    Zutreffender ist da wohl eher die Beschreibung des RBB, wonach es in der Dokumentation um eine
    Jesidin geht.

    Der Film erzählt das Schicksal der Jesidin Najlaa Matto, die als junge Frau im Irak vom IS verschleppt und versklavt wurde. Najlaa begibt sich nach ihrer Befreiung noch einmal auf eine Reise in ihr Heimatdorf und trifft auf ehemalige Mitgefangene und ihre Leidensgeschichten.

    Der im Titel genannte Protatgonist bekommt immerhin, zusammen mit einem anderen Jungen, rund 10 Minuten „Sendezeit“, um seine Geschichte zu erzählen.
    Dank des „auch“ ist ihre Eigenwerbung natürlich auch zutreffend.
    Und wir Jungen und Männer können ja schonfroh sein, dass wir überhaupt noch Erwähnung finden.
    Passender wäre vermutlich ein Titel wie „die übergangenen Opfer“.

    Da ich niemanden hier übergehen will, gibts hier die passenden Links.
    https://www.rbb-online.de/doku/h-j/jiyan—die-vergessenen-opfer-des-is.html
    Stream in höchster Qualität.
    [video src="https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content-de/23/a8/23a8f95a-e60e-43c2-83cd-9c4581ad3f28/23a8f95a-e60e-43c2-83cd-9c4581ad3f28_hd-3584k.mp4" /]

  11. das ist schockierend:

    „UNICEF, Human Rights Watch, and other groups claim that they have not been able to identify the use of child soldiers by Palestinian organizations. When it comes to Palestinian child militancy, they hide behind stricter definitions and greater burdens of proof for violations than they hold for other parties.“

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