„Vorsicht, nicht dass wir Feministinnen uns noch wegen unserer männerfeindlichen Parolen strafbar machen“

Aus dem Spiegel zu dem Vorschlag frauenfeindliche Bemerkungen unter Strafe zu stellen:

Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, ist für die Einführung einer eigenen Kategorie »Frauenhass« für die Kriminalitätsstatistik.

 

50 Gedanken zu “„Vorsicht, nicht dass wir Feministinnen uns noch wegen unserer männerfeindlichen Parolen strafbar machen“

  1. Wie der gute alte Tacitus zu sagen pflegte: „Früher litten wir an Verbrechen, heute leiden wir an Gesetze“

    Früher hatten wir Menschlichkeit, heute haben wir #FeMiMiMinismus

    • „Früher hatten wir Menschlichkeit, heute haben wir #FeMiMiMinismus“

      Yep, das sieht ein Großteil der Kommentare zu diesem Spiegel-Stück ebenso.

    • Tja, solange die SPD weiterhin gewählt wird, solange braucht man nicht meckern. Das Problem ist, dass die absolute Mehrzahl von uns weniger strikt ist, als es die anderen sind. Eine Grüne würde niemals einen Bekannten der die AfD wählt die Hand geben oder ihn weiterhin zu den Bekannten zählen aber „wir“ machen das weiterhin. „Der Kumpel von früher wählt die Grünen oder die SPD? Kein Problem, er ist ja immer noch ein Kumpel. Reden wir einfach nicht über Politik.“
      Und diese Toleranz ist genau das Problem. Anstatt diese Leute zu chanceln wie sie es mit anderen machen, vergibt man ihnen. Ich bin da übrigens auch nicht anders aber ich habe mir wenigstens abgewöhnt mich über das Thema zu erregen. Mir ist das inzwischen fast schon egal, wenn es falsch ist, dann werden die Kinder der Grünenwähler den Preis dafür bezahlen. Und das juckt mich absolut nicht.
      Bei Rechts ist das übrigens auch nicht besser, auch da sitzen oftmals Opportunisten die bestenfalls in bei manchen Themen minimal besser sind, dafür bei anderen schlechter.

      • Ich glaube nicht, dass diese Toleranz ein Problem ist – sie ist der entscheidende Unterschied. Und auf lange Sicht unsere Chance auf das Leben was wir wertschätzen.
        Wer das aufgibt entfernt sich vom Ziel – am Ende kann man dann nur noch zwischen unterschiedlich lackierten Totalitaristen wählen.
        Die Grünen wählen mag dumm bzw. arg kurzsichtig sein – ein Verbrechen welches zum Kontaktabbruch führen sollte ist es nicht.

    • Ich spendiere außerdem noch ein „er“, damit Christian die Überschrift rechtschreibgerecht gestalten kann. Kleiner Tip: die Wörter „das“ und „unser“ noch mal genau angucken.

      beschränkt man sie auf Frauen muss ein Grund dafür vorliegen, sonst kassiert sie das Bundesverfassungsgericht. Selbst wenn Frauen etwas mehr beleidigt werden sollten (was so gar nicht der Fall ist) rechtfertigt das ja nicht nur eine Gruppe zu schützen

      Könnte Christian mal ausführen, wo das belegt ist? Ich glaube das durchaus. Trotzdem werden Frauen ja mitunter schon sehr scharf angegangen, und diese Form der Aggression entspricht ja auch mehr dem männlichen Wesen.

      Das Statement von Ulla Jelpke ist ja der Gipfel der Verlogenheit. Denn wovor müssen Feministinnen Angst haben, wenn der Paragraph geschlechtsunspezifisch wäre? Sie spricht ja ausdrücklich von „vermeintlicher Männerfeindlichkeit“, geht also davon aus, daß „feministische Parolen“ nicht männerfeindlich sind.

      Ich bin immer wieder schockiert über die Verlogenheit der linken Parteien, aber die rechten sind auch keine richtige Alternative. Wann gibt es wieder Linke wie Helmut Schmidt oder Willy Brandt?

  2. Und komischerweise sehen Politikerinnen einen höheren Frauenanteil in der Politik als ein Mittel gegen Sexismus. Dabei zeigen Politikerinnen eins um andere Mal das sie immer wieder versuchen Politik nur für Frauen zu machen, Quoten nur für Frauen, Förderung nur für Frauen, Schutz nur für Frauen.
    Seit es solche Politikerinnen gibt, ist der Sexismus in unseren Gesetzen und auch anderen Verordnungen wirklich deutlich mehr geworden und das ist ein Sexismus der schwarz auf weiß in Gesetze oder Verordnungen gegossen wurde und damit genau dem entspricht, was Normalsterbliche als strukturell bezeichnen würden.

    Aber unsere Antidiskriminierungsstelle des Bundes weiß es besser: Männer werden nicht strukturell diskriminiert.

    Feminism is cancer

    • „Dabei zeigen Politikerinnen eins um andere Mal das sie immer wieder versuchen Politik nur für Frauen zu machen(…)“ Wenn man es genau nimmt, machen derartige Politikerinnen v. a. Politik für sich, auch wenn sie es als Politik zugunsten aller Frauen darstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass z.B
      eine führende Politikerin direkt von einer Frauenquote in einem Firmenvorstand profitiert (etwa nach Ende ihrer politischen Karriere) ist deutlich höher als für die allermeisten Frauen.

  3. „Um das zu vermeiden, sollte konkret Frauenfeindlichkeit oder Homophobie als Motiv benannt werden.“ Der Schlusssatz des Artikels, den beim Spiegel vermutlich niemand als Problem wahrgenommen hat.

    Tatsächlich bedeutet dieser Satz, dass ein Gesetz eigens so formuliert sein sollte, dass Angriffe gegen Angehörige bestimmter Gruppen MÖGLICH sein sollen. Hass ist es eben immer nur dann, wenn die anderen es tun.

    Daran zeigt sich, dass die Gesetzesinitiative insgesamt ein Problem hat. Es gibt Gesetze gegen Beleidigungen, Bedrohungen, Verleumdung, üble Nachrede etc., unabhängig von Gruppenzugehörigkeiten. Wer darüber hinaus die Gesetzgebung von der Gruppenzugehörigkeit Betroffener abhängig machen will, verfolgt damit mindestens eines von zwei Zielen.

    Erstens werden bestimmte Menschen über die genannten Tatbestände hinaus geschützt – aber wovor genau dann? Oder, zweitens, wird de Schutz anderer Menschen vor den genannten Tatbeständen aufgeweicht.

    Die solche Überlegungen stützende Standardphrase, dass es keine Diskriminierung von Angehörigen privilegierter Gruppen geben kann, ist hohl, und das aus mehreren Gründen.

    Logisch ist sie zirkulär. Denn ob jemand privilegiert ist, zeigt sich ja u.a. gerade daran, ob er/sie spezifische Benachteiligungen und Diskriminierungen erlebt. Dann kann logischerweise nicht andererseits die Frage, ob etwas als Diskriminierung zu werten ist, davon abhängig sein, ob jemandem eine privilegierte Position zugeschrieben wird.

    Politisch ist sie naiv und vormodern – als lebten wir noch in einer klar strukturierten Feudalgesellschaft. In einer funktional ausdifferenzierten modernen Massengesellschaft können Menschen in einem Bereich Nachteile erleben, im anderen Vorteile. Mehr noch: Was in einem Kontext ein Privileg ist (für Frauen z.B. die weiterhin gewaltigen rechtlichen Vorteile im Kindschaftsrecht), kann sich in einem anderen als Nachteil auswirken (z.B. Vorteile im Kindschaftsrecht > schwächere Position auf dem Arbeitsmarkt).

    In empirischer Hinsicht baut diese Phrase zudem auf einen Kategorienfehler (oder ist eine bewusste Täuschung). Der Satz, dass es keine Diskriminierungen gegen Angehörige bestimmter Gruppen gäbe, erweckt den Eindruck, etwas über eine empirisch erfassbare soziale Realität auszusagen. Tatsächlich bewegt er sich rein auf der Ebene von Definitionen, nicht einmal ein Seitenblick auf soziale Realitäten ist nötig: Wer Angehöriger der Gruppe X ist, kann damit per Definition kein Opfer von Diskriminierungen sein, was immer ihm auch geschieht. In realitätsleerer Satz.

    Es ist wirklich beunruhigend, dass dieser identitäre Quatsch immer selbstverständlicher als Mainstream-Position dasteht, obwohl er argumentativ nicht haltbar und in den Konsequenzen womöglich fatal ist.

    • „als lebten wir noch in einer klar strukturierten Feudalgesellschaft“

      Wir befinden uns seit über 10 Jahren auf dem Weg in den Neo-Feudalismus. Und solche Kampagnen sind sowas wie Rangeleien um bessere Plätze bei dieser Wanderung. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der Spiegel da nichts Kritikwürdiges daran findet.

    • „Tatsächlich bedeutet dieser Satz, dass ein Gesetz eigens so formuliert sein sollte, dass Angriffe gegen Angehörige bestimmter Gruppen MÖGLICH sein sollen.“

      Der Bundestag hat auch entschieden das der Angriff auf die körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung bei Jungen möglich sein soll. Es wäre also nicht das erste Mal.

      „Es ist wirklich beunruhigend, dass dieser identitäre Quatsch immer selbstverständlicher als Mainstream-Position dasteht, obwohl er argumentativ nicht haltbar und in den Konsequenzen womöglich fatal ist.“

      Ich habe gerade heute wieder gelesen, dass das ja nur ein paar laute Radikale auf Twitter sind und man jetzt nicht verallgemeinern soll.

    • [quote]Denn ob jemand privilegiert ist, zeigt sich ja u.a. gerade daran, ob er/sie spezifische Benachteiligungen und Diskriminierungen erlebt. Dann kann logischerweise nicht andererseits die Frage, ob etwas als Diskriminierung zu werten ist, davon abhängig sein, ob jemandem eine privilegierte Position zugeschrieben wird.[/quote]

      Ich finde hier die Wortherkunft von „Privileg“ interessant. Letztlich bedeutet es „Privatgesetz“, es bezeichnet ein Gesetz, was eben nicht allen nutzt, sondern nur einer bestimmten Gruppe (Wiki definiert es als: „Vorrecht, das einer einzelnen Person oder einer Personengruppe zugeteilt wird“).

      Ein Hatespeechgesetz, welches „gilt nur für [X]“ beinhaltet, ist im Wortsinne ein Privileg.

    • „Der Satz, dass es keine Diskriminierungen gegen Angehörige bestimmter Gruppen gäbe, erweckt den Eindruck, etwas über eine empirisch erfassbare soziale Realität auszusagen. Tatsächlich bewegt er sich rein auf der Ebene von Definitionen,“

      Deshalb auch mein Vorschlag, sich diesen „Merksatz“ anzuschauen:
      „Es kann keinen Antisemitismus gegen Juden geben, weil Juden die Macht haben.“
      Adolf Hilter

      Man kann in jedem in sich geschlossenen Wahnsystem einer Gruppe die Weltherrschaft/Macht zuschreiben und selbst geschaffene Ressentiments gegen diese Gruppe als Widerstand gegen die „Macht“/“Privilegien“ dieser Gruppe verkaufen, weil man ihnen diese zugeschrieben hat.
      Selbstverständlich kann in diesem System eine Hasssprache nur gegen Arier_*:Innen gerichtet existieren – schließlich sind Juden per Definition privilegiert.
      Daher kann sich zweitens eine Diskriminierung unmöglich gegen Juden richten, ergo kann es auch keine Juden diskriminierenden Handlungen geben.
      QED

      • „Daher kann sich zweitens eine Diskriminierung unmöglich gegen Juden richten, …“

        Hiermit hast Du Deinen Merksatz von oben implizit verbessert. „Antisemitismus“ ist definiert als speziell gegen Juden gerichtet, darum ist die Aussage widersinnig, es könne keinen Antisemitismus gegen Juden geben wegen dem-und-dem. Auf Grund dieser Widersinnigkeit kann Dein Merksatz nicht dazu dienen, die eben nicht genau analoge Aussage über Männer zu entlarven.

        Dagegen ist „Diskriminierung“ nicht definiert als speziell gegen Juden gerichtet – oder als gegen Männer gerichtet, oder gegen sonst wen. Bei Diskriminierung ist das Ziel sozusagen offen oder beliebig. Darum ist die analoge Aussage, es könne keine Diskriminierung gegen Juden geben wegen dem-und-dem (z. B. weil sie die Macht haben), eben nicht widersinnig. (Allerdings ist sie falsch – aber genau das soll ja Dein Merksatz deutlich machen.)

        Deshalb würde ich Deinen Merksatz oben ersetzen: Die strikte Analogie zu „Männer können nicht diskriminiert werden wegen dem-und-dem (z. B. weil einige Männer Macht haben)“ ist: „Juden können nicht diskriminiert werden wegen dem-und-dem (z. B. weil einige Juden Macht haben)“.

        • @Jochen

          „Hiermit hast Du Deinen Merksatz von oben implizit verbessert. „Antisemitismus“ ist definiert als speziell gegen Juden gerichtet, darum ist die Aussage widersinnig, es könne keinen Antisemitismus gegen Juden geben“

          Das ist mein Punkt, weil ich die Aussage, es könne „keinen Sexismus gegen Männer geben und keinen Rassismus gegen Weiße“ zuspitze und ins Absurde treibe.
          Es kann die spezifische Diskriminierung spezifischer Personengruppen in diesem Wahnsystem nicht existieren – weil sie per Definition privilegiert sind. Ergo: „Weil wir das so sagen!“

          Dabei spielen die realen sozialen Verhältnisse keinerlei Rolle.
          Dass einige schwer vermögende und mächtige Männer existieren, hat für die realen Lebensverhältnisse von 99% aller Männer keinerlei Auswirkungen, die „Privilegien“ werden ihnen jedoch einfach unterstellt.
          Es handelt sich um eine reine Privilegienunterstellung oder -behauptung.

          Dabei haben sie sich am Feminismus orientiert, der die Behauptung, es existiere eine „patriarchale Dividende“ in die Welt gesetzt hat, selbstredend ohne ein einziges Mal zu errechnen, wie hoch diese Dividende ist. Der Charme der immer wieder erhobenen Behauptung ist die Hoffnung, irgendetwas möge von der Propaganda in Erinnerung bleiben.

          Lucas hat auf den Punkt formuliert: „Wer Angehöriger der Gruppe X ist, kann damit per Definition kein Opfer von Diskriminierungen sein, was immer ihm auch geschieht. Ein realitätsleerer Satz.“
          „X“ ist deshalb ein Platzhalter für irgendeine, jederzeit austauschbare Gruppe, gerade weil die soziale Realität in dieser Definition nicht enthalten ist.

    • Excellent formuliert.
      Aber zu optimistisch. Diese Bestrebungen zielen mit voller Absicht darauf ab, einen neuen Rassismus zu errichten. Und wie das letzte Mal mit pseudo-wissenschaftlichen Begründungen.

  4. Wie kann man(n) unter diesen Vorzeichen eigentlich noch bei einer Wahl für eine Frau stimmen? Doch nur, wenn sie sich ganz klar von den feministischen Untrieben distanziert. Und doch besteht die Gefahr, dass Frau sich davon einnehmen lässt, weil sie unter Druck gesetzt wird.

    Das ist ein Sekte, eine Glaubensgemeinschaft hasserfüllter Menschen, feministische Nazis, die Untermenschen definiert und vernichtet. Ich kann nicht glauben, dass 2021 ist, eher 1933.

    Adorno hatte Recht: Ziel aller Pädagogik, so Adorno, müsse es sein, dass Auschwitz sich nicht wiederhole.
    „[…] Diese „Würde“ eines Menschen ist der äußere Ausdruck seiner Selbstachtung, also jener Haltung, „die Menschen ihrem eigenen Menschsein gegenüber einnehmen, und die Würde ist die Summe aller Verhaltensweisen, die bezeugen, dass ein Mensch sich selbst tatsächlich achtet“.
    Diese Selbstachtung wird verletzt, wenn Menschen die Kontrolle über ihren Körper genommen wird, sie als die Person, die sie sprechend und handelnd sind, nicht beachtet oder ernst genommen bzw. wenn die Gruppen oder sozialen Kontexte, denen sie entstammen, herabgesetzt oder verächtlich gemacht werden. Die Verletzung dieser Grenzen drückt sich bei den Opfern von Demütigungshandlungen als Scham aus.[…]“

    • Die Verfassung (Grundgesetz) wird schlicht umdefiniert. Gleichberechtigung wird zu Gleichstellung, und mit dem Begriff Gerechtigkeit kann eh jeder rumspielen wie er will.

      • Die Gefahr sehe ich mittlerweile auch, dass die Rechtsphilosophie von kruden feministischen Kämpferinnen unterwandert wird. Es gibt eine ausreichende Menge an Juristinnen, die darauf Einfluss nehmen können, z.B. der Juristinnenbund und ein SPD geführtes Justizministerium mit einer Ministerin, die gegenderte Gesetzestexte wichtiger findet, als den Inhalt.

        • Hallo Jolanda,
          ich denke, glaube, dass Du den „Deutschen Juristinnenbund e.V.“ meinst. Hab ich das richtig geschrieben? Jedenfalls eine eine Ansammlung von bestenfalls halb gebildeten Juristen, die das GG aushebeln wollen.

          • Ja, meine ich. Gibt es weitere feministische Juristinnenbünde? Gibt es eine Linksammlung zu feministischen Bünden allgemein?

            Finde ja so eine Übersicht ganz hilfreich https://www.claudia-klinger.de/digidiary/geschlechter-blogs/

            Sowas zu lesen finde ich auch sehr erhellend https://diestoerenfriedas.de/hoert-endlich-auf-mit-cancel-culture-ein-plaedoyer-fuer-mehr-streitkultur/
            „Ganz dringend brauchen wir endlich eine Alarmbereitschaft. Und zwar immer dann, wenn Frauen wegen unbequemer Meinungen aus der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen werden sollen. Dass Machtstrukturen wirklich angegriffen werden, merkt man nämlich immer auch an dem, was nicht gesagt werden darf. Das Einstehen für Frauenrechte macht einen nicht zur „Hate-Group“. Wir merken diese Tendenz auch immer dann, wenn ausgerechnet Männer sich sehr scheinheilig unter dem Label des „Feminismus“ wie ein wütendes Wolfsrudel gegen Frauen zusammenrotten.“ und auch die Kommentare darunter.

          • Die Initiative die Gleichberechtigung durch Gleichstellung zu ersetzen geht auf Rita Süsmuth und die Kohl-Regierung zurück, der wir diesen heimtückischen Angriff auf die Demokartie und das GG zu verdanken haben. Ganz klar die politisch rechte Ecke, aus der das kam, niemals vergessen!

          • @Alex

            Kohl oder gar die Rita als „rechte Ecke“ zu bezeichnen, ist… absurd. Konservativ sicherlich aber absolut irgendwo im bürgerlichen Mileu.

          • „Kohl oder gar die Rita als „rechte Ecke“ zu bezeichnen, ist… absurd. Konservativ sicherlich aber absolut irgendwo im bürgerlichen Mileu.“
            Nein, Rechts stimmt schon. Man sollte aufhören falsche Begriffe zu benutzen. Und nein, Rechts will, jedenfalls in seiner gemäßigten Form keine KZs und Links will in seiner gemäßigten Form keine Gulags.
            Mich nervt diese Begriffsverschiebung schon länger.

  5. Der ganze Sexismus ist nur das Vehikel, um die Menschen UNGLEICH zu machen — und das im Namen der Gleichheit!

    Wer das mitmacht, macht am Ende alles mit. Und hält zB Genozide für kulturelle Besonderheiten, die man auch gar nicht kritisieren darf (nach Präsident Biden).

  6. „Der Schlusssatz des Artikels, den beim Spiegel vermutlich niemand als Problem wahrgenommen hat.“

    Genauso, wie ihnen wohl auch aus eigener Festigkeit im Glauben nicht der absolute Offenbarungseid aufgefallen ist, der sich hinter dem Bestreben verbirgt, feministische Männerfeindlichkeit auf keinen Fall sanktionierbar zu machen. Ewigkeiten wurde, trotz milliardenfacher Beweise, immerzu geleugnet, dass Feminismus auch nur das Geringste mit Männerfeindlichkeit zu tun hätte. Inzwischen hat man es dank politischer, medialer und institutioneller Kaperung geschafft, Männerfeindlichkeit so sehr als soziale Norm zu etablieren, dass man sie nicht mehr leugnen braucht. Nunmehr geht es nur noch darum, explizit „die anderen“ zum Schweigen zu bringen durch einseitige Strafandrohungen für bevorzugt maximal wachsweich „definierte“ Tatbestände (was Frauenhass ist, hängt dann natürlich davon ab, was jede betroffene Frau in diesem Moment als gegen sie gerichteten Hass empfindet – das ergibt sich zumindest in logischer Konsequenz aus all den Kopfgeburten, die diese Ideologie beständig hervorbringt). Naja und warum Männerhass nicht mit Frauenhass gleichzusetzen ist und ein solches legislatives Bestreben vollends legitim ist, das wissen wir ja spätestens nun dank der „großen Denkerin“ Pauline Harmange. Zwar gab es in der Geschichte nie etwas gegen Frauen gerichtetes, was mit dem männerhassenden, zigtausendfachen Brechdurchfall vergleichbar wäre, wie er sich verlässlich immer wieder in die sozialen Medien ergießt, wenn mal wieder eine feministische Kampagnensau durchs Dorf getrieben wird, genauso wie auch noch nie konsequenzlos in derart herabsetzender bis entmenschlichender Art in reichweitenstarken Medien über Frauen gesprochen oder geschrieben wurde, wie es über Männer seit Jahren geradezu rituell praktiziert wird, aber dennoch ist all dieser Männerhass immer nur eine Antwort, eine Reaktion – auf was auch immer; diejenigen, die es behaupten bleiben jedenfalls über die bloße Behauptung hinaus und beim Benennen konkreter Beispiele entlarvend stumm.

    „Es ist wirklich beunruhigend, dass dieser identitäre Quatsch immer selbstverständlicher als Mainstream-Position dasteht, obwohl er argumentativ nicht haltbar und in den Konsequenzen womöglich fatal ist.“

    Nicht nur womöglich und auch nicht erst künftig. Die Folgen sind schon jetzt erkennbar. Zum einen die in ihrer offenkundigen Doppelmoral nicht mehr zu überbietende Einstellung zum Umgang mit Männern und Frauen, wie ich oben beschrieb, aber auch in anderen Identitären Kategorien sind die Folgen bereits sichtbar.

    So auch bei dem Thema Rassismus. Die nach meiner Meinung zu 100 % intersektional durchdrungene BLM-„Bewegung“ bauscht einen Fall mutmaßlich überzogener Polizeigewalt zum ganz großen Rassenthema auf, obwohl aus nichts erkennbar war, dass das Vorgehen des Polizisten durch die Hautfarbe des zu Tode Gekommenen motiviert war. Sofort wird das Thema dennoch in der ganzen westlichen Welt medial distanzlos in genau der Narration übernommen und weitergepumpt, wie sie von „Anti“-Rassismusaktivisten vorgegeben wurde. Das Ergebnis: Sportler werden regelrecht von Verbänden dazu verpflichtet, vor Wettbewerben zu Ehren von BLM niederzuknien, wo es seit Ewigkeiten als oberstes Gut sportlicher Wettbewerbe galt, den Sport von Politik unbeeinflusst zu lassen und gar olympische Medaillengewinner ihre Medaillen zurückgeben mussten, nachdem sie auf dem Podium eine Geste der damaligen schwarzen Bürgerrechtsbewegung gezeigt hatten. Die alle Menschen inkludierende Aussage „All Lives Matter“ wird, gar von unseren Medien, als Affront und rassistische Aussage dargestellt, obwohl es ein Satz ist, der, im Gegensatz zu „Black Lives Matter“, den wesentlichen Geist der Aufklärung und Zivilisation wiedergibt.

    Dass der Satz „Black Lives Matter“ weniger Forderung als vielmehr unverfrorene Zustandsbeschreibung ist, das sieht man einfach an den vollends unterschiedlichen medialen Reaktionen auf dieselben Taten, je nachdem, welche Hautfarbe Opfer und Täter. Matze postete hier neulich zwei amerikanische Medienberichte über gleich zwei Gewaltverbrecher, die bei ihrer Verhaftung zu Protokoll gaben, so viele Weiße wie möglich umbringen gewollt zu haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ergreifung zweier Weißer, die als Vorhaben angeben, so viele Schwarze wie möglich umzubringen, im Blätterwald so vollkommen ohne jede Aufregung abgehandelt worden wäre. Ich wage sogar zu behaupten, selbst hier hätten wir umgehend und reißerisch davon erfahren.

    Man gewinnt zunehmend das Gefühl, dass tatsächlich die Leben von Menschen unterschiedlich gewertet werden und, ganz entgegen den medialen und politischen Narrativen, sind es nicht die Leben Schwarzer, die durch etwaige Darstellung in eben Politik und Medien als geringer erachtet werden.

    Das alles wird aber in den ideologische Echokammern gar nicht wahrgenommen, eben wegen des von dir korrekt als zirkulär dargestellten Trugschlusses, einer privilegierten Gruppe, die aufgrund ihrer Privilegien gar nicht diskriminiert werden kann. Wo sind die Privilegien weißer Bürger in den Staaten, wenn sie im Zuge von BLM-Protesten nur aufgrund ihrer Hautfarbe von Mobs bestehend aus Schwarzen und Antifanten mit deutlicher Absicht der Zufügung mindestens schwerer Verletzungen durch die Straßen gejagt werden? Welche Macht übt ein Weißer über den Schwarzen aus, von dem er hinterrücks, wie es in den letzten Monaten zu so einer Art Sport geworden zu sein scheint, ohne erkennbaren Grund einen harten Gegenstand über den Kopf geschlagen bekommt? Und wo ist die sozial endemische und ach so strukturelle Negierung der Bedeutung schwarzen Lebens, wenn es gerade Fälle wie diese sind, über die in den sich im umgekehrten Fall monatelang vor Empörung nicht wieder einkriegenden Medien geradezu ohrenbetäubend geschwiegen wird?

    All das zeigt die Toxizität, die gesellschaftszersetzende Wirkung von Identitätspolitik. Der durch die Aufklärung längst zum Konsens gewordene Glaube, dass jeder Mensch, jedes Leben erst einmal gleichwertig ist, unabhängig von irgendwelchen – vor allem auch noch vom Individuum nicht beeinflussbaren biologischen – Gruppenzugehörigkeiten, wird vollkommen aufgekündigt, ist mit dieser Ideologie konzeptionell inkompatibel.

    Sie schürt Feindschaft und Hass, indem sie Menschen in Opfer- und Tätergruppen einteilt, unabhängig von den tatsächlichen individuellen Lebensbedingungen der so kategorisierten Menschen. Und sie fördert schiere gruppenzugehörigkeitsmotivierte Gewalt, weil eben die inhärenten Opfer- und Täternarrative denen, die als Opfer klassifiziert sind, bis zum geht nicht mehr Relativierungen, wenn nicht gar Legitimationen für jede nur erdenkliche Unmenschlichkeit gegenüber den als Täter klassifizierten Menschen liefert.

    Menschen, die ein völlig normales Leben führen, kriegen eingetrichtert, dass sie nur aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit von Angehörigen einer anderen Gruppe ununterbrochen diskriminiert, unterdrückt, gehasst werden. Aus dieser angeblichen Situation heraus wird ihnen eine allumfassende Blancovollmacht ausgestellt für alles, was ihnen nur jemals einfallen könnte, darauf zu reagieren, denn alles andere wäre ja nur weitere Unterdrückung und Viktimisierung. Gleichzeitig bringt man den Angehörigen der angeblichen Tätergruppe bei, was sie doch nur aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit für fürchterliche Menschen sind und sich schon alleine deshalb alles gefalle zu lassen haben, was sie von der von ihnen vermeintlich unterdrückten Gruppe gesagt oder angetan kriegen. Das heißt, man redet einer Gruppe ein, Opfer zu sein und schürt damit deren Zorn, welcher zu mannigfaltiger tatsächlicher Diskriminierung der anderen Gruppe führt, die daraufhin ihrerseits Zorn entwickelt.

    WHAT COULD POSSIBLY GO WRONG???

    Es wäre allerhöchste Zeit, diese Ideologie zu bekämpfen, zu verbieten und jeden, der sie gefördert hat umfassend zur Rechenschaft zu ziehen. Denn nach meinem Empfinden zeigen die Zeichen der Zeit, was die gruppenbezogene Verrohung der westlichen Gesellschaften angeht, dass wir eher schon fünf nach als fünf vor Zwölf haben…

    • „[…] Sportler werden regelrecht von Verbänden dazu verpflichtet, vor Wettbewerben zu Ehren von BLM niederzuknien, wo es seit Ewigkeiten als oberstes Gut sportlicher Wettbewerbe galt, den Sport von Politik unbeeinflusst zu lassen und gar olympische Medaillengewinner ihre Medaillen zurückgeben mussten, nachdem sie auf dem Podium eine Geste der damaligen schwarzen Bürgerrechtsbewegung gezeigt hatten.“

      Schon immer so gewesen, mit den groooooooßen Gesten.

      „Vortäuschung von Weltoffenheit
      „Reichskanzler Adolf Hitler und Propagandaminister Joseph Goebbels sahen in den Spielen eine Chance, das internationale Ansehen des Deutschen Reiches zu verbessern. Die Zeitung „Der Angriff“ rief die Bevölkerung dazu auf, sich gegenüber den Gästen zuvorkommend zu verhalten, „um alle Vorurteile, die Böswilligkeit und Unverständnis … dem deutschen Volke angedichtet haben“ auszuräumen.

      Die NS-Führung benutzte die Spiele als Gelegenheit, antike Symbole und Traditionen für die eigene Ideologie zu beanspruchen.“ https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/141881/olympische-sommerspiele-in-berlin-1936-01-08-2012

      Finde die Parallelen. Ein Aufgabe für die 9. Klasse Realschule einer Gemeinschaftsschule. Wer wagt das Experiment?

      Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Feminismus und Missbrauch (allgemein), dass mir mittlerweile einfach nur noch übel wird, wenn ich mir die ganzen feministischen Hofschranzen anschaue und ihren ach so politisch korrekten Verbalauswurf anhören/lesen muss.

  7. Es macht einen schon fassungslos, wenn man sieht, wie in letzter Zeit immer mehr rechtsstaatliche Grundsätze durch (hauptsächlich) feministische Identitätspolitik angegriffen und schrittweise ausgehebelt werden. Die Festschreibung der Unschuldsvermutung, des Konfrontationsrechts, der Gleichheit vor dem Gesetz oder der Meinungsfreiheit gehört zu den herausragenden Fortschritten der Zivilisationsgeschichte – und gegen deren Aufhebung regt sich selbst bei den vermeintlich verantwortungsbewussteren politischen Kräften so gut wie gar kein Widerstand.

  8. Pingback: Redhandday – Aktion gegen Kindersoldaten | Alles Evolution

  9. Pingback: Coen: Sexismus, Rassismus und das Säen von identitärem Hass | uepsilonniks

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.