Mal wieder: Die Präsenz im Netz und in den Medien von Männerrechtlern

Eine These, die ich mal wieder angesichts der nicht ausgezahlten Gelder an den FSI äußere:

Männerrechtler sind in den sozialen Netzen nicht hinreichend aufgestellt um deutlich zu machen, dass sie einen Rückhalt in der Bevölkerung haben

Dazu noch einmal mein Tweet dazu:

Verschiedene andere Leute hatten auch getwittert, aber ich denke sie werden sich in ähnlichen Bereichen bewegt haben.

Man stelle sich einmal vor, wenn einer unter intersektionalen Feministen anerkannten Gruppe die Gelder gestrichen worden wären. Ich denke mal es wäre im Netz deutlich mehr losgewesen und diverse feministische Autoren hätten Artikel dazu im Netz gehabt.

So sind auch Artikel im Netz, aber solche, die es als Sieg gegen den Antifeminismus feiern. 

Das soll erst einmal nicht die Arbeit des FSI schmälern, die es immerhin geschafft haben, dass Politiker sie überhaupt wahrgenommen haben und Fördergelder durchgeboxt haben. Das ist schon erstaunlich und sehr begrüssenswert. 

Aber es gelingt eben nicht eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen, auch wenn im Spiegel-Forum durchaus erfreuliche Kommentare stehen. 

Es fehlt der Journalist, der klarstellt, dass hier Verleumdungen stattfinden. Es fehlt der „Shitstorm“, der dem Ministerium deutlich macht, dass da eine Vielzahl von Leuten hinterstehen etc. 

Das FSI ist sogar bei Twitter, mit 100 Followern und zwei Leuten, denen es folgt.

Natürlich kann auch das taktisch richtig sein, denn ein zu breiter Followerkreis kann auch gleich wieder dazu anregen diesen auf „Personen non grata“ zu durchsuchen. Aber wenn dort 2000 oder besser 20.000  Follower wehren, die präsent wären, wäre es natürlich schön. Aber damit ist anderseits wohl kaum zu rechnen.

Ich hatte schon kurz überlegt, ob man schauen könnte, welche Politiker sich für die Vergabe stark gemacht haben um die zu aktivieren, aber wer bin ich dann wieder um sie in die Öffentlichkeit zu ziehen und Solidarität zu verlangen, wenn sie sich dann vielleicht das nächste Mal zweimal überlegen, ob das eine gute Sache war? 

In eine Fernsehshow zu kommen wäre vielleicht interessant, vielleicht Hart aber fair oder etwas in der Art, aber das wird vermutlich auch schwierig. 

Zuletzt wäre eine Klage interessant. Wenn FSI das machen wollte könnte man über irgendwelche Fundingseiten vielleicht eine Aktion starten, damit sie das Geld für die Anwaltskosten haben.