Sollten Männer vorrangig gegen Corona geimpft werden?

Ralf Bönt hat einen Artikel in der Zeit geschrieben, in dem er dafür plädiert, dass Männer zuerst geimpft werden, weil sie durch Corona stärker gefährdet sind, also eher sterben.

Dieser liegt hinter einer Zahlschranke, so dass ich wenig zum Inhalt sagen kann, aber da auch ansonsten nach Gefährdungslage geimpft werden soll spricht eigentlich wenig dagegen, dass man es als Kriterium einbezieht und dann eben der Mann auf der „Impfrangliste“ genauso „Bonuspunkte“ bekommt, wie alte, dicke oder herzkranke Menschen.
Wir erinnern uns etwa an Meldung wie diese:

Und wenn man den Umstand, dass Männer eher sterben und damit ihre Rettung ungewisser ist, bei einer Triage nutzen kann, warum dann nicht zu ihren Gunsten?

Allerdings vermute ich – soweit ist man ja schon in der Sichtweise, dass Männer nicht eher geholfen werden darf – das Bönt es vielleicht eher als Denkanstoß sieht, warum das Geschlecht diesmal keine Rolle spielt, als das er sich wirkliche Hoffnungen macht, dass Männer nach vorne gesetzt werden.

Hier einmal die Resonanz auf Twitter, wo man größtenteils das Argument mit dem Immunsystem einfach mal ausblendet:

Darf man es „Fragile Weiblichkeit“ nennen, wenn bei einem Ansinnen, dass Männer einmal vorgezogen werden, sofort in eine Abwehrhaltung gegangen wird?