„Multirassisches Weißsein“

Eine Autorin bei der Washington Post führt Beispiele von „Trumpisten“ an, die nicht weiß sind und versucht das in die intersektionalen Theorien zu bringen:

What are we to make of Tarrio — and, more broadly, of Latino voters inspired by Trump? And what are we to make of unmistakably White mob violence that also includes non-White participants? I call this phenomenon multiracial whiteness — the promise that they, too, can lay claim to the politics of aggression, exclusion and domination.

(….)

 

Trump, by contrast, knows nothing of the history of Latinos in the United States and rarely even pretends to find value in Latinos’ distinct identities. Rather than offering his non-White voters recognition, Trump has offered them multiracial whiteness.

Rooted in America’s ugly history of white supremacy, indigenous dispossession and anti-blackness, multiracial whiteness is an ideology invested in the unequal distribution of land, wealth, power and privilege — a form of hierarchy in which the standing of one section of the population is premised on the debasement of others. Multiracial whiteness reflects an understanding of whiteness as a political color and not simply a racial identity — a discriminatory worldview in which feelings of freedom and belonging are produced through the persecution and dehumanization of others.

Also schlicht die Idee, dass auch Nichtweiße an „weißer Überlegenheit“ teilhaben können und gegen Schwarze sein können. 
Das passt nicht wirklich zu den intersectionalen Theorien – da können PoCs ja keine Rassisten sein – also werden aus den Farbigen dort eben Weiße als „politische Farbe“. 

„Multirassisches Weißsein spiegelt ein Verständnis von Weißsein als politische Farbe und nicht einfach als rassische Identität wider – eine diskriminierende Weltsicht, in der Gefühle von Freiheit und Zugehörigkeit durch die Verfolgung und Entmenschlichung anderer erzeugt werden.“

Ein interessanter Satz: Sie könnte auch sagen, dass Trump eben gerade keine Identitätspolitik betreibt, in seiner Ideologie Rasse relativ egal ist. Aber das klingt nicht so unterdrückerisch und für intersektionale Theoretiker ist es natürlich auch schon Verfolgung und Entmenschlichung anderer, wenn man ihre Theorien nicht anerkennt. 

Es ist für diese Denkrichtung einfach vollständig unvorstellbar, dass Trump als Milliardär eine Bewegung anstoßen könnte, die weit eher auf Klassenfragen setzt: Wir müssen Arbeitsplätze zurückholen, wir dürfen uns die Preise nicht durch Einwanderung kaputt machen lassen, wir müssen „die da oben“ entmachten, die Bestechlichkeit und die Korruption eindämmen („Drain the Swamp“), wieder den „Normalen Amerikaner“ nach vorne bringen. Und  davon können sich eben alle Arbeiter angesprochen fühlen, egal welchen ethnischen Hintergrund sie haben.
Im Gegenzug bedienen die Demokraten eben eher vieles, was virtue Signalling ist. Und bei Studierten besser anzukommen scheint. 

 

Multiracial whiteness promises Latino Trump supporters freedom from the politics of diversity and recognition. For voters who see the very act of acknowledging one’s racial identity as itself racist, the politics of multiracial whiteness reinforces their desired approach to colorblind individualism. In the politics of multiracial whiteness, anyone can join the MAGA movement and engage in the wild freedom of unbridled rage and conspiracy theories.

„Multirassisches Weißsein verspricht Latino-Trump-Anhängern Freiheit von der Politik der Vielfalt und Anerkennung. Für Wähler, die den bloßen Akt der Anerkennung der eigenen rassischen Identität selbst als rassistisch ansehen, verstärkt die Politik des multirassischen Weißseins ihren gewünschten Ansatz des farbenblinden Individualismus.“

Also etwas kürzer: Trump wäre etwas für alle, die gerade nicht ihre  „rassische Identität“ als wichtig ansehen und eher wollen, dass alle gleich behandelt werden. Was ja auch durchaus ein vernüftiger Ansatz ist.  

„In der Politik des multirassischen Weißseins kann jeder der MAGA-Bewegung beitreten und sich in der wilden Freiheit der ungezügelten Wut und Verschwörungstheorien engagieren.“

Das kann er allerdings auf der anderen Seite auch: Dort kann er etwa die ungezügelte Wut auf Weiße, Männer, heterosexuelle etc ausleben und sich Verschwörungstheorien wie dem Patriarchat hingeben. 

Multiracial whiteness offers citizens of every background the freedom to call Muslims terrorists, demand that undocumented immigrants be rounded up and deported, deride BLM as a movement of thugs and criminals, and accuse Democrats of being blood-drinking pedophiles.

Was ja auf der anderen Seite so viel anders nicht wäre, nur eben mit anderen Gruppen. 

Here, the politics of exclusion, violence and demonization are available to all. If you want to speak Spanish and celebrate a quinceañera in your family, go ahead. If you want to be a Proud Boy, be a Proud Boy. Trump doesn’t care. As long as you love him, he’ll love you.

Warum nur kann das für Leute attraktiver sein als die linke Identitätspolitik?

America’s racial divide is not simply between Whites and non-Whites. Thinking in terms of multiracial whiteness helps us recognize that much of today’s political rift is a division between those who are drawn to and remain invested in a politics of whiteness and those who seek something better.

„Amerikas rassische Kluft besteht nicht einfach zwischen Weißen und Nicht-Weißen. In Begriffen des multirassischen Weißseins zu denken, hilft uns zu erkennen, dass ein Großteil der heutigen politischen Spaltung eine Spaltung zwischen denen ist, die sich zu einer Politik des Weißseins hingezogen fühlen und darin investiert bleiben, und denen, die etwas Besseres suchen.“

Das scheint mir sehr dich an dem zu sein, was man in den intersektionalen Theorien erkennen sollte, aber es verfehlt dann im letzten Teil doch wieder das Ziel. Denn sie machen es sich einfach und erklären alles, was sonst noch an Problemen vorhanden sein kann eben schlicht auch zu „whiteness“, dann eben als Machterhalt oder was auch immer. Es darf keine Problem daneben geben, also ist alles „whiteness“

 

We witnessed this very divide in Georgia, when a significant segment of White voters broke with Georgia’s White majority, joining a multiracial coalition that sent Raphael Warnock and Jon Ossoff to the U.S. Senate, following the leadership of Black women whose organizing made that electoral victory possible.

This is the hopeful side of the shifting and diverging politics of whiteness. In the post-Trump era, the challenge will be to prevail over the extremism of Trump’s White majority while trying to prevent the politics of whiteness from becoming an increasingly multiracial affair.

Weniger Ernst kann man glaube ich die Sorgen anderer Wähler kaum nehmen. Entweder sind sie weiße Rassisten oder sie wollen weiße Rassisten sein, nur eben mit anderer Hautfarbe. 

44 Gedanken zu “„Multirassisches Weißsein“

  1. Das ist Trumpismus von links. Wahrheit existiert nicht. Begriffe sind das, zu dem wir sie machen. Weiss ist schlecht. Also sind auch schlechte Leute, die keine weisse Hautfarbe haben, weiss. Wer dem nicht zustimmt, ist Rassist.

    Und Mann ist auch nicht mehr, wer einen Penis und ein y Chromosom hat, denn das ist transfeindlich.

    • So falsch ist das nicht, es gibt ne Menge Frauen die mansplainen und andere Frauen für unfähige Hascherl halten… nennt man in der Regel FeministINNEN.

      • Gab es nicht sogar einen alten Artikel in der EMMA, wo dann behauptet wurde das Gewalt in lesbischen Beziehung ein Ausdruck von Männlichkeit ist oder sowas?

        Irgendwer hatte das hier doch vor einigen Monaten gepostet.

  2. Wow. In was für abgehobenen Sphären muss man sich bewegen, um sich so eine Gülle auszudenken? Hier werden wieder vollkommen beliebig irgendwelche Grenzen gezogen und Gruppen mit einem Etikett (oder einem Stern?) versehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Theorien jemals abseits der woken Akademikerblase großen Anklang finden werden, einfach weil sie so realitätsfern sind und eigentlich gesunder Menschenverstand ausreichen sollte, um sie nicht ernst zu nehmen.

    • Tja, schön wäre das, aber in Eng und Deu ist es doch auch schon Gang und Gäbe, siehe z. B. die Gestalten von den „Neuen Deutschen Medienmachern“ oder diverse „Integrationsinstitute“ wie das in Köln oder das von der Fouroutan in Berlin.

  3. Kann man sich nicht auf viele der Aussagen der Washington Post einen Reim machen, wenn man Ausdrücke wie „Multiracial whiteness“ interpretiert als: „konservativ“, oder von mir aus auch „Right-Wing“?

    Das würde zeigen, dass die Phänomene, welche die Washington Post bespricht, eben gar nichts mit Hautfarbe oder mit Rasse zu tun haben, sondern einfach mit zentralen politischen Ansichten der Leute.

    Nur dass bei dieser Interpretation eben die zentrale Pointe der Washington Post verloren geht: dass sie eben unterstellt, dass zentrale politische Ansichten eine Frage der Rasse oder zumindest der Hautfarbe sind – ein richtig Schwarzer kann nicht konservativ sein und schon gar nicht Right-Wing, ein richtig Schwarzer ist immer progressiv.

    Wäre da nicht eine naheliegende Konsequenz zu behaupten, dass die weiße Unterschicht tatsächlich schwarz sein müsse? Jedenfalls dann, wenn sie progressiv ist.

    Man muss sich mal vergegenwärtigen: Dieser Schwachsinn steht in einer großen Zeitung. Die Autorin wird dafür bezahlt, dass sie solchen Schwachsinn unter die Leute bringt. Ja, die Washington Post brüstet sich geradezu mit solchen Beiträgen. Man stelle sich einmal vor, in den 1950er Jahren hätte eine Zeitung sowas gebracht …

    • „Die Autorin wird dafür bezahlt, dass sie solchen Schwachsinn unter die Leute bringt.“

      Schlimmer die ist Prof, Link siehe unten. D.h. sie schreibt das vermutlich umsonst für die Zeitung, weil es ihre Mission ist. Außerdem ist das Prüfungsstoff für ihre Studenten, die sogar freiwillig hohe Studiengebühren zahlen, um „die Wahrheit“ zu erfahren.

      Es ist schwer zu sagen, ob das eine „Elite“ in den Machpositionen in den Medien oder Unis ist (vgl. diesen Kommentar: https://allesevolution.wordpress.com/2021/01/16/selbermach-samstag-323-16-01-2021/#comment-600334) oder ob das tatsächlich einen Markt bedient und ein Teil des Leute gerne Geld dafür zahlt, auf diese Weise das Gehirn gewaschen zu bekommen.

    • Ich finde das in Summe positiv, denn es öffnet die vermeintliche „White Supremancy“ für all diejenigen, die für Ordnung, Leistungsprinzip, Chancengleichheit und Farbenblindheit sind – die Toleranten die das Individuum sehen. Das wird dann „White“ genannt – von mir aus. Man könnte os auch ocker nennen oder gelb.

      Damit ist dich der einzige Grund (zu den anderen kannst du nicht) für gute Leute bei den Dems zu bleiben weg. Das ist begrüßenswert dass die das auch selbst so proklamieren.

  4. Wenn ich recht sehe ist das die Bankrotterklärung der Critical Race Theory, das Eingeständnis, dass „Racial Identity“ eben nur in den Köpfen weißer Politaktivisten eine Rolle spielt und nicht in der Realität.
    Wir hatten das ja schon diskutiert, als Florida an Trump ging bei der Wahl weil so viele Latinos ihn gewählt haben. Dass deren Identität eher vom Katholizismus und Lateinamerikanischen Traditionen geprägt ist als von linken Theorien ist eben unerklärlich, also müssen es eben irgendwie doch Weiße sein.

    Ich denke da steht auch in Deutschland noch so manchen ein Erwachen bevor, wenn sie merken, dass die PoC, für deren Interessen sie sich so massiv einsetzen, gar nicht ihre verbündeten sind sondern in ihrer Mehrheit Konservativ und religiös.

    • Etwas off topic: Bei Twitter entsteht jetzt eine Liste, in die sich insbesondere auch PoC eintragen können, die sich nicht als Opfer sehen, also somit Leute, die Identitätspolitik, „critical Race“ usw.
      tendenziell eher kritisch gegenüberstehen.

  5. Autor dieses Artikels: https://as.nyu.edu/content/nyu-as/as/faculty/cristina-beltran.html

    Man muß sich diese neue Professorenschaft als religiöse Fanatiker vorstellen, ähnlich wie Islamisten oder Zeugen Jehovas, mit einer Prise Verfolgungswahn, deren gesamter Lebenssinn darin besteht, „das Böse“ oder den Teufel zu bekämpfen. Und dem wird die gesamte Realitätswahrnehmung untergeordnet, dann gibt es eben braune Weiße, denn „weiß“ ist einfach nur noch Synonym von „böse“, „der Teufel“.

    Die Argumentationsstruktur erinnert mich irgendwie daran, wie Islamisten über Ungläubige oder Nazis über Juden sprechen.

    • Ganz definitiv. Das ist eine säkulare Ersatzreligion, nicht anders als der Feminismus. Komplett mit Engeln, Teufeln, Propheten, Heiligen Büchern und einem Paradies für die Gläubigen (nicht im Jenseits sondern im Diesseits sobald man die männliche/weiße Gesellschaft überwunden habe).
      Der Mensch hat IMO ein ihm innewohnendes Bedürfnis nach Religion. Wo hierzulande das Christentum auf dem absteigenden Ast ist sprießen andere Kulte.
      Dank dieses genetisch bedingten Vorteils sind diese neuen Kulte auch „gute Meme“.

      • „Ganz definitiv. Das ist eine säkulare Ersatzreligion, nicht anders als der Feminismus.“

        Ist es nicht so, dass beide häufig (immer?) Hand in Hand gehen? Nicht umsonst gibt es ja den intersektionalen Feminismus, aber gibt es auch Intersektionale, die den Feminismus ablehen, oder Feministen, die die Intersektionalität ablehnen? Da beide auf dem gleichen konstruierten Schwarz-Weiß-Schema basieren und man in beiden Fällen schon ziemlich dumm sein muss, um daran zu glauben, kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen. Denn man kann wohl schwer eine Sache durch logisches Denken widerlegen und zugleich die andere glauben, obwohl diese genauso leicht zu widerlegen wäre. Und in beiden Fällen sind ja auch Frauen, die häufigsten Vertreter. Dennoch wird es manchmal schwierig, z.B. bei weißen Frauen oder schwarzen Männern, aber selbst da kann man noch irgendwelche geistigen Verränkungen machen.

    • „Professorenschaft als religiöse Fanatiker“
      Priester halt.

      Mich erinnert es inzwischen an das, was ich über Savonarola gelesen habe. Muss mich da nochmal vertiefen. Aber ich weiss, dass er am Ende seines Regimes sogar seinen eigenen Opfergang verpatzt hat.

  6. „Entweder sind sie weiße Rassisten oder sie wollen weiße Rassisten sein, nur eben mit anderer Hautfarbe.“

    Es geht darum, (unliebsame) Menschen als unwürdig zur Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs zu markieren. Ein Stern reicht nicht mehr aus, um aus der Gruppe verstoßen zu werden. Attribute werden wahllos zugewiesen: Rassist, Trumpist, Antifeminist, Maskulist, Sexist, Nazi – mit solchen Leuten redest du nicht, schließt sie vom Dialog aus, verbannst sie in ihre Blase. Willkommen im Sozialismus. Willkommen in der Hass-Gesellschaft.

  7. „dehumanization of others“

    Es sieht so als ob sie sich ihren Wochenarbeitsbericht anschauen was sie alles an sexistischen oder rassistischen Dingen sie getan oder gesagt haben und werfen das dann ihrem erklärten Feindbild vor.

  8. Wie mich das ganze pseudointellektuelle linke Gewäsch inzw. ankotzt. Wenn diese Schlauberger meinen, ich wäre ein Rassist, dann bin ich eben einer. Und wenn sie mich als Nazi beschimpfen, weil ich für Zuwanderungskontrolle bin, dann bin ich eben einer. Und wenn sie mich als Islamfeind bezeichnen, weil ich ich diese Religion als rückständig und faschistoid empfinde, dann bin ich eben einer. Man sollte diesen kleinen lästigen Kläffern, die einem ans Bein pinkeln wollen, einen kräftigen Tritt verpassen.

    • Zustimmung. Blöderweise verstecken sich diese lästigen Kläffer im echten Leben (zumindest außerhalb von Berlin 🙂 ). Ich bin zumindest noch nie einem begegnet. Alle zu den ich Kontakt habe und über solche Themen rede, finden die aktuelle Entwicklung befremdlich und verstörend, sofern sie diese wahrnehmen.

      • So geht es mir auch. Selbst Bekannte von mir, die wohl links einzuschätzen sind, schütteln über so einen abstrusen Schwachsinn nur den Kopf. Leider sind die deutschen Medien zum Grossteil dermassen weit nach links gerückt, dass man kritische Stimmen mit der Lupe suchen muss (Don Alfonso, Fleischhauer oder der Wegscheider in Öst). Mir ist erst gestern wieder aufgefallen, wie das Sprachgendern voranmarschiert, als in den ÖR-Nachrichten von „Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten“ die Rede war. Da kann man ja froh sein, dass es nicht nur eine MP ist, das sprachliche Ungetüm möchte ich nicht hören.

  9. Eines begeistert mich aber an den linken Scheinintellektuellen: Sie sind die Meister im Erfinden nichtssagender Begrifflichkeiten. Das hat natürlich viel mit der Tatsache zu tun, dass übermässig viele in den „Geschwätzwissenschaften“ unterwegs sind, also Politologie, Soziologie, Medienlehre, Theater“wissenschaft“, Sozialpädagogik, etc. Indem man neue „Wissenschaften“ erfindet – wie z. B. „Gender Studies“ – kann man auch neue „Fachbegriffe“ installieren und wenn es nur die beliebten Kürzel sind. Zudem braucht man gar kein bis wenig Faktenwissen. Es reicht aus, halbwegs mit Worten umgehen zu können und rhetorisch ein wenig über dem Schnitt zu liegen. Von Vorteil ist es auch, einer „diskriminierten“ Bevölkerungsgruppe anzugehören, also weiblich, schwarz, schwul, behindert, lesbisch, migrantisch, etc. zu sein. Ein klassisches Beispiel in Deu sind Naika Foroutan und Peggy Piesche. Ich behaupte ja nicht, dass die beiden dumm sind, intellektuell sind sie wahrscheinlich den meisten von uns hier überlegen, allerdings fehlt ihnen das, was echte Wissenschaftler ausmacht, nämlich die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, das die Menschheit voranbringt. Diese beiden Damen leben in einer intellektuellen Blase und betreiben l’art pour l’art-Studien, mit denen man die Gräben in einer Gesellschaft vertiefen kann, aber kein einziges Problem löst – ausser man zieht die gute alte Art des An-die-Wandstellens hinzu. Gleiches gilt natürlich auch für die Beltrán. Auch sie ist ein klassischer linksintellektueller Parasit, der ohne die Existenz von Universitäten oder staatlich geförderten Instituten gar nicht existieren würde. Es sind Zecken des „Forschungs“betriebs, die Probleme schaffen, um sich selbst als Lösung anzubieten. Mich würde schon mal interessieren, wie Naturwissenschaftlerinnen, Medizinerinnen oder mittelständische Unternehmerinnen – gleich welcher ethnischer Herkunft – über solche Beispiele westlicher Dekadenz denken. Ich postuliere einfach mal, dass keine von diesen sonderlich Verständnis für die abstrusen Theorien dieser Elfenbeinturmbewohnerinnen aufbringt. Und ich postuliere auch, dass weder eine Piesche noch eine Beltrán nur ein Jahr in der Realität ohne ihre „gewokten“ Pampers überleben würde. Mein Frau ist Alten- und Behindertenpflegerin in Nachtschicht und bringt für solche Kreaturen – und mehr sind sie nicht – nur Verachtung und Abscheu auf. In diesem Sinne….

    • „Ein klassisches Beispiel in Deu sind Naika Foroutan und Peggy Piesche.“ – die es über die Merkmalskombination Frau, Migrationshintergrund und Hautfarbe in den Wissenschaftsbetrieb geschafft haben. Und nicht anders.
      „Ich behaupte ja nicht, dass die beiden dumm sind“ – dann tue ich das an deiner Stelle und ich lege noch einen auf „dummdreist“ drauf.
      Foroutan ging und geht mit der Bedeutung eines Islam in Deutschland hausieren, den dieser nicht hat, um eine „gleichberechtigte Teilhabe“ zu fordern, die es Angesichts der nackten Zahlen nicht geben kann.
      Sie predigt auch die Akzeptanz einer Heterogenität der Bevölkerung Deutschlands auf der Basis einer Geschichte, die es nicht geben hat.
      Das framing der „Teilhabe“ ist hier eng verbunden mit Fälschung von Statistiken und Geschichte.

      Zu Piesches Werdegang aus der Wikipedia: „Anschließend war sie von 2013 bis 2016 an der Academy of Advanced African Studies der Universität Bayreuth mit dem Forschungsschwerpunkt „Zukunftskonzeptionen in Afrika und der Diaspora“ tätig. In Bayreuth arbeitete sie zu Verschränkungen von Diaspora und Translokalität, Performativität von Erinnerungskulturen sowie Black Feminist Future Studies und Critical Race/Whiteness Studies.“

      Oh, political correctness-Studies, die sich in Deutschland etablieren und zu deren Existenz in den USA Leszek bereits alles geschrieben hat, was es über diese zu wissen geben könnte.

      Weiter: „Nach ihrer universitären Tätigkeit wechselte Piesche 2017 zum Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie der Heinrich-Böll-Stiftung. Dort arbeitete sie als Referentin zu reproduktiver Gerechtigkeit und intersektionaler Erinnerungspolitik. Seit November 2019 ist Piesche als Referentin für Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität bei der Bundeszentrale für politische Bildung tätig.“

      Ist irgendwer überrascht, über die „Schwingtür-Karriere“ vom grünen thinktank zur Bundeszentrale für politische Bildung? Insbesondere für „Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität“?
      Djad hat berechtigt geschrieben, da ist der Anfang des flächendeckenden Netzes von „Politkommissaren“ (m/w/d) und wunderbar staatlich gefördert – zu den Staatsfeministinnen gesellen sich die Akteurinnen der political correctness im Auftrag des Staates.

      • Wirklich beeindruckend, wie man da eine Karriere machen kann indem man sich mit seinem Steckenpferd beschäftigt, ohne dass das irgendeinen Nutzen bringt. Und gleichzeitig maßt man sich eine höhere moralische Position an und will anderen vorschreiben, was sie zu tun haben.

        Man sollte mal darüber nachdenken, wie so etwas möglich geworden ist. Basis sind natürlich politische Entscheidungen über die Geldvergabe an den Unis und in den Instituten der Parteien bzw. der Regierung.

        • Der Boris Johnson hat Mitte letzten Jahres wohl die Fördermittel für die Muschi…..sorry……Geschwätzwissenschaften zusammengestrichen, gleichzeitig aber mehr Unterstützung für Studenten der Natur- und Ingenieurwissenschaften angekündigt. Was ist daraus eigentlich geworden? Es wäre der richtige Weg, um diesen Sumpf auszutrocknen.

      • Nach ihrer universitären Tätigkeit wechselte Piesche 2017 zum Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie der Heinrich-Böll-Stiftung. Dort arbeitete sie als Referentin zu reproduktiver Gerechtigkeit und intersektionaler Erinnerungspolitik. Seit November 2019 ist Piesche als Referentin für Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität bei der Bundeszentrale für politische Bildung tätig.
        Anschließend war sie von 2013 bis 2016 an der Academy of Advanced African Studies der Universität Bayreuth mit dem Forschungsschwerpunkt „Zukunftskonzeptionen in Afrika und der Diaspora“ tätig. In Bayreuth arbeitete sie zu Verschränkungen von Diaspora und Translokalität, Performativität von Erinnerungskulturen sowie Black Feminist Future Studies und Critical Race/Whiteness Studies.

        Intersektionale Erinnerungspolitik. Intersektionalität und Dekolonialität. Forschungsschwerpunkt Zukunftskonzeptionen in Afrika. Performativität von Erinnerungskulturen. Oder kurz und bündig: Wie komme ich fett zu Kohle, ohne irgendwas Nützliches zu leisten.

      • U. U. könnte man einer „instinktiven Intelligenz“ sprechen. Diese Damen wissen, wie sie mit ihren intellektuellen Fähigkeiten das Maximum aus dem „Wissenschafts“betrieb rausholen können, um sich ein gutes – privilegiertes – Auskommen zu sichern unter gleichzeitiger Statuserhaltung in linksdiversen Kreisen, indem sie erforderlichen Agitprop“forschungs“ergebnisse abliefern. Eine Art von Intelligenz, die dermassen von Ideologie und Dogmen unterfüttert ist, dass sie ausserhalb der Filterblase völlig unnütz ist.

  10. Hat doch Joe Biden schon gesagt: Wenn sie für die Republikaner stimmen sind sie nicht wirklich schwarz.
    Ich denke wir haben bislang einfach nicht verstanden was gemeint ist, wenn die idenditären Linken die Spaltung der Gesellschaft überwinden wollen: Sie wollen die Leute zusammenbringen, indem sie geeint gegen sie sind.
    Sehen wir es positiv: Im Herbst 2022 sind schon wieder Kongresswahlen.

  11. Ich frage mich immer häufiger, wie außerhalb universitär-elfenbeintürmischer Strukturen derart lebens- und logikferne Konzepte wie „multirassisches Weißsein“ überhaupt Verfechter finden können. Und wenn sich die finden: warum nicht dann darauf aufbauend weiterdenken? Wenn man multirassisch weiß sein kann, kann man dann auch multirassisch Mongolisch sein? Oder inuitisch Maori? Und wenn man nur weiß sein kann, warum? Ist Weißsein so eine (zumindest im Geiste der geistig Weißen) überlegene Ideologie, dass keine andere auch nur in Frage kommen?

    Und wenn das stimmt, wie ordne ich dann Rachel Dolezal ein, die ihren Namen in Nkechi Amare Diallo ändern ließ, um klarzumachen, dass sie sich als Schwarze sieht, obwohl ihre beiden Eltern Weiße sind?

  12. Passt vielleicht halbwegs hier zu diesem Thema:

    Bin per MSN gerade über dieses Machwerk intellektueller Unredlichkeit gestolpert (Original aus der Zeit, woher auch sonst):

    http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/rassismus-in-den-usa-amerikas-trauma/ar-BB1cUR2n?ocid=ientp

    Natürlich die üblichen Kniffe: es wird einfach nur permanent Rassismus insinuiert, indem auf die höhere Tötungsrate von Schwarzen durch die Polizei pro 100.000 Einwohner hingewiesen wird, ohne auch nur ein Wort über die entsprechenden Kriminalstatistiken zu verlieren, die vielleicht Aufschluss geben könnten, warum das so ist.

    Ebenso werden konfuse narrative Verbindungen erzeugt ohne sie klar zu benennen, rein suggestiv. Z. B. die Verbindung der Statue von Rosa Parks vorm Capitol mit der dortigen Randale einiger durchgeknallter Demonstranten. Die Suggestion: die haben da auch Rosa Parks und ihr Vermächtnis angegriffen.

    Und wo sich Trump auch nur einmal in einer „White Supremacy“ Art geäußert haben soll, bleibt natürlich auch unbelegt. Es wird einfach nur hergeleitet. Der Text ist so lang wie er dämlich und verlogen ist. Nur für Hartgesottene zu empfehlen.

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