Feministin Loujain al-Hathloul zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren verurteilt

Eine Meldung noch aus dem letzten Jahr:

Loujain al-Hathloul, 31, has already been in a maximum security prison for two and a half years.

She and other activists were detained in 2018 on charges including contacts with organisations hostile to Saudi Arabia.

International human rights groups have repeatedly called for her release.

But on Monday, the country’s Specialised Criminal Court, which was set up to try terrorism cases, convicted her of various charges including trying to harm national security and advance a foreign agenda.

It sentenced her to five years and eight months in prison. Two years and ten months of the sentence are said to have been suspended.

Die Wikipedia teilt dazu noch mit:

Im Dezember 2020 wurde sie schließlich in einem Schnellprozess zu fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Da die Hälfte der Haftzeit zur Bewährung ausgesetzt wurde und die bereits in Haft verbrachte Zeit angerechnet werden kann, könnte al-Hathloul rein rechnerisch im März 2021 aus dem Gefängnis entlassen werden.

Was hat sie letztendlich gemacht:

Al-Hathloul nutzte die sozialen Medien erfolgreich für ihren Aktivismus.

Sie hat sich für die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen in Saudi-Arabien eingesetzt,[3] außerdem dafür, die rechtliche Vormundschaft für Frauen durch Männer zu beenden.

Im September 2014 unterzeichnete sie mit 14.000 anderen eine Petition, die König Salman dazu aufforderte, die rechtliche Vormundschaft für Frauen durch Männer zu beenden. Am 1. Dezember 2014 wurde sie für 73 Tage festgehalten, als sie versuchte, in ihrem Auto über die Grenze der Vereinigten Arabischen Emirate nach Saudi-Arabien zu fahren, da sie damit gegen das Fahrverbot für Frauen verstieß. Am 4. Juni 2017 wurde sie am Flughafen Dammam festgenommen, und ihr wurde der Kontakt zu ihrer Familie und die Verteidigung durch einen Anwalt verwehrt.[4]

Am Abend des 15. Mai 2018 wurde sie zusammen mit Eman al-Nafjan, Aisha al-Mana, Aziza al-Yousef, Madeha al-Ajroush und einigen Männern, die sich für Frauenrechte in Saudi-Arabien eingesetzt hatten, erneut festgenommen.[5][6] Human Rights Watch sagte, dass der Sinn der Verhaftung sei, „jeden, der sich skeptisch über die Agenda des Prinzen äußert, einzuschüchtern“ (mit „Prinz“ ist Mohammed bin Salman gemeint). Laut Angaben ihrer engsten Verwandten wurde sie nach der Festnahme in Einzelhaft gehalten und gefoltert. Sie wurde mit Waterboarding, Schlägen, Peitschenhieben und Elektroschocks gefoltert, zudem sexuell belästigt und mit Vergewaltigung und Mord bedroht.[7][8]

Seit Juni 2018 ist es Frauen erlaubt, in Saudi-Arabien Auto zu fahren. 

Das ist ein Feminismus, den ich selbstverständlich unterstütze und es ist ein Skandal, dass sie und andere Aktivisten (m/w) auf diese Weise behandelt werden und auch, dass Frauen dort gleiche Rechte vorenthalten werden. 

Es ist sicherlich zu begrüßen, dass bereits – auch aufgrund solcher Aktionen – Lockerungen stattgefunden haben, etwa das Frauen nunmehr endlich Auto fahren dürfen, aber dennoch bleiben es veraltete Regeln, bei denen Männer und Frauen in ein wesentlich zu enges Korsett gepresst werden.

Es ist für die Gleichberechtigung der Frau aus meiner Sicht zu begrüßen, wenn auch gerade die muslimischen, aber auch sonstige konservative Staaten oder Gemeinschaften ihre Regeln an die moderne anpassen und eine Gleichberechtigung (nicht: Ergebnisgleichheit sondern gleiche Rechte und gleiche Chancen (bei gleichen Einsatz etc)) schaffen.