„Boys vs Women“: 16 jährige High-School-Schüler schneiden in Wettbewerben besser ab als weibliche erwachsene Olympiateilnehmer

Eine interessante Seite vergleicht 16jährige Schüler bei Schülerwettkämpfen mit den Finalistinnen in Olympischen Wettkämpfen.

25 Gedanken zu “„Boys vs Women“: 16 jährige High-School-Schüler schneiden in Wettbewerben besser ab als weibliche erwachsene Olympiateilnehmer

    • Mich nicht. Im Fussball hat vor Jahrenden (2003) mal die B-Jugend des VfB Stuttgart ein 45-Minuten-Match gegen die damalige deutsche Damennationalmannschaft, amtierende Weltmeisterinnen, gespielt: 3:0 für die Jungs.

      Vor vier Jahren wurden die weiblichen Socceroos (Australien), damals immerhin Weltranglistenfünfte, bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele von einer Jungen-U15 7:0 überrollt. Vor drei Jahren haben die US-Amerikanerinnen auch mal gegen eine Jungen-U15 gespielt und 2:5 verloren. Immerhin zwei Ehrentreffer für die Damen!

      Im Tennis unterlag Steffi Graf im zarten Alter von elf Jahren der acht Jahre älteren Weltranglistenachtzigsten(!) Eva Pfaff bei einem Hallenturnier denkbar knapp in drei Sätzen. Dass bei den Herren ein Elfjähriger einen 19jährigen Profi in arge Bedrängnis bringt, erscheint im Vergleich dazu völlig undenkbar. Daran kann man ermessen, welchen körperlichen Entwicklungssprung die Pubertät bei Jungen auslöst, bzw. im Vergleich dazu bei Frauen nicht auslöst.

      Deshalb überrascht es mich auch wenig, dass bei den sportlichen Vergleichen in der Leichtathletik Frauen nur beim 5000 m-Lauf die eine Goldmedaille und eine Silbermedaille (plus Bronze) und beim Dreisprung die zweite Silbermedaille geholt hätten. Dreisprung ist technisch sehr anspruchsvoll, man profitiert enorm von Erfahrung. Mit Abstrichen gilt das mit der Erfahrung auch für Ausdauerläufe, auch wenn ich glaube, dass es dort noch mehr auf körperliche Voraussetzungen ankommt; anscheinend sind die Jungen da noch nicht so weit.

      • „Im Fussball hat vor Jahrenden (2003) mal die B-Jugend des VfB Stuttgart ein 45-Minuten-Match gegen die damalige deutsche Damennationalmannschaft, amtierende Weltmeisterinnen, gespielt: 3:0 für die Jungs.“

        Kleiner Klugschiss: Wenn ich mich recht erinnere fand das Spiel als Teil der Vorbereitung auf die WM 2003 statt. Zu dem Zeitpunkt war die deutsche Damenmannschaft noch kein amtierender Weltmeister. 😉

  1. http://boysvswomen.com/#/

    Bei der Webside habe ich das Problem, dass ich kein Impressum finde oder wie die Daten von wem erhoben wurden. Vielleicht stelle ich mich auch zu doof an.

    Wenn dem so Glauben geschenkt werden kann, dann muss jedem klar sein, dass Frauen die physisch schlechteren Männer sind ;-)))
    Scherz bei Seite. Was die Daten zeigen ist doch irgendwie nicht verwunderlich.

    Aber ich bin ja gerne für Gleichstellung, wenn Frauen dann mal endlich mehr Verantwortung in der Müllentsorgung, auf dem Bau oder der Autobahnmeisterei übernehmen – und nicht verwunderlich, es ist physisch anstrengend und das will kaum eine Frau machen. Als Mann kann man sich zumindest nach „unten“ orientieren und Erzieher werden (auch ein anstrengender Beruf, aber nicht physisch), wird eine Frau Gleisbauerin, dann bricht sie eine Männerdomäne.

  2. Das liegt einzig und alleine daran, weil Stoppuhren so ne doofe Männererfindung sind. Es kommt doch darauf an, sich schnell zu fühlen. Warum können nicht einfach alle Erste sein? 🙂

  3. Eigentlich nichts Neues. Im Laufe diesen Jahres – oder war es schon 2019 oder noch früher – gab es einen Bereicht (via Arne) über eine Jugendmannschaft U15, die die australische Frauen-National-Elf geschruppt hatten.
    Frauen können alles mindestens genau so gut wie Männer. Glücklicherweise waren es noch „Kinder“ bzw. Jugendliche. 😉

  4. Interessant wären zusätzlich die Zahlen der 16 jährigen Mädchen. Es scheint ja ein landesweite Wettbewerb zu sein dann hätte man noch einen Vergleichspunkt.
    Zusätzlich, in unserer Zeit der realen und eingebildeten Benachteiligungen, wäre eine Statistik über die sexuelle Orientierung interessant. Meine unbedarfte Vorhersage wäre dass heterosexuelle Frauen hier massiv diskriminiert werden (also statistisch seltener sind als aus der Grundverteilung zu erwarten ist)

  5. Die Unterschiede sind in der Tat riesig, insbesondere auch im Fussball: Die U14 Junioren schlugen in einem Testspiel die 1. Frauenmannschaft eines Superleagueklubs (oberste Liga in der Schweiz) mit 12:0. Auf dem Kleinfeld schlug ein mir bekanntes Fussball-Team von 10jährigen Buben ein Mädchenteam, das durchschnittlich 3-4 Jahre älter war. Hier muss man allerdings sagen,dass die Buben auch mehr trainierten.
    Trainer von Frauenmannschaften betonen allgemein, dass die Unterschiede sehr gross sind. Untersuchungen (soweit ich mich an den Report von einem Physiker erinnere) zeigen, dass das Spiel bei Frauen unter anderem für viele Zuschauer auch deshalb nicht so spannend wirkt wie bei Männern, weil das Feld zu gross ist. Die Spielerinnen sind zwar technisch gut, haben aber „zu viel Zeit“ den Ball anzunehmen und weiterzuleiten, weil es zu viel Platz hat bzw. die Frauen halt zu wenig rasch reagieren können. Bei der Athletik sind grosse Unterschiede vorhanden.
    Man muss einfach akzeptieren, dass es ein anderer Wettkampf ist und kann so auch Freude an Frauenwettkämpfen haben.
    Die Herausforderung sind jedoch alle Fragen im Zusammenhang mit Intersexualität.

    • Auf dem Kleinfeld schlug ein mir bekanntes Fussball-Team von 10jährigen Buben ein Mädchenteam, das durchschnittlich 3-4 Jahre älter war. Hier muss man allerdings sagen,dass die Buben auch mehr trainierten.

      Bedenkt man dabei, dass Mädchen im Alter von ca. 9 bis 11 Jahren einen deutlichen Entwicklungsvorsprung (physisch) gegenüber Jungen haben, ist das gute Ergebnis der Jungen noch mal deutlich besser zu bewerten.

    • Wer soll eigentlich die Freude am Wettkampf haben. Ich frage das wirklich. Ich schaue weder Herren- noch Frauensport, wer besucht denn die Frauenwettkämpfe hauptsächlich?

    • Wenn sie die gleichen Einnahmen generieren, spricht nichts dagegen. Wenn sie mehr Einnahmen generieren, sollen die Frauen ruhig auch mehr Geld bekommen als die Männer.

      (Disclaimer: Ich habe keine Ahnung, wieviel Geld die US-Amerikanerinnen im Vergleich zu den Herren für ihren Verband hereinholen.)

      • Die Damen generieren in den USA mehr Geld soweit ich weiß. Der Witz war, dass die Damen und Herren die gleichen Verträge angeboten bekommen hatten. Einen mit mehr Fixanteil und einen mit mehr Prämien. Und, oh Wunder, die Damen haben die sichere Bank gewählt und die deutlich erfolgloseren Herren das Risiko. Am Ende haben die Damen sich beklagt, dass sie mehr Geld bekommen hätten, wenn sie damals den Vertrag der Herren genommen hätten…. Fischer un sin Fru…. Wie immer

  6. Ich bin nach wie vor dafür, die problematische Unterteilung in a priori gute Gruppen und a priori schlechte Gruppen zu unterlassen. Das führt spätestens bei trans-Themen konsequent in die Verballhornung jeden sportlichen Engagements.

    Fair wäre, Frauen, Männer, Trans, eben alle in der gleichen Liga antreten zu lassen. Werimmer gewinnt, hat ein ehrliches Ranking. Im Club der einbeiningen rechts ohrlosen bei Vollmond Geborenen zu gewinnen ist in erster Linie mal eins: Ein Fleißkärtchen. Für’s Mitmachen.

  7. Beim Volleyball hats Markierungen für die bei Turnieren vorgeschriebenen Netzhöhen an (etwas hochwertigeren) Netzpfosten. Diese unterscheiden sich je nach Geschlecht und Altersklasse. Ratet mal die Reihenfolge. Genau. Und nein, es liegt (folglich) nicht nur an der Körpergröße.

    • Im Schulsport hatten wir in unserem Volleyballkurs genau ein Mädel, ich nenne sie mal Sabine, die Sport als viertes Fach mit ins Abi nahm. Sie war ca. 1,50 m groß. Für sie hing das Netz sogar auf der sogenannten “Sabine-Spezialhöhe‘ 🙂

  8. Mal nicht so überheblich, gegen damalige DDR- Schwimmer innen oder Kugelstosserinnen hätten nicht mal ältere College- Boys eine Chance gehabt. Und alleine beim Anblick der Russinnen wären sie gar nicht erst angetreten. 😉

    Ich habs tatsächlich vergessen, war DDR in in der Olympiade- Medaillen- Liste in den 80ern auf 2.em oder 3.em Platz?

    Jedenfalls haben sich USA und DDR penetrant um den 2. gefetzt.

  9. Einen recht schönen ungefähren Leistungsvergleich kann man im Leichtathletik und den dortigen Bestenlisten machen.

    https://www.leichtathletik.de/ergebnisse/bestenlisten/bestenlisten-archiv-seit-2001

    Kinder in der Klasse m14 (= 13-14 jährige Jungen, die in dem Jahr 14 werden) und m15=U16 (=14-15 jährige, die in dem Jahr 15 werden) kommen da schon oft ziemlich nahe an die Leistungen der Top10 der besten deutschen erwachsenen Frauen heran.

    a) 2019
    Vergleicht mann z.B. das Jahr 2019 wäre der beste m14-100m-Läufer (11,36s) wäre Platz 8 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-100m-Läufer (10,82s) hätte alle Frauen in dem Jahr geschlagen (beste Frau in 2019 11,09s).

    Der beste m14-800m-Läufer (2:01,84 m) wäre Platz 3 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-800m-Läufer (1:56,18 m) hätte alle Frauen in dem Jahr sogar deutlich geschlagen (beste Frau in 2019 1:59,41 m).

    Der beste m14-Hochspringer (1,87 m) wäre Platz 5 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Hochspringer (1,95 m) wäre Platz 2 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2019 1,96m).

    Der beste m14-Weitspringer (6,46 m) wäre Platz 4 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Weitspringer (7,19 m) wäre Platz 2 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2019 7,3m).

    Der beste m14-Kugelstoßer (15,81m) wäre Platz 12 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Kugelstoßer (18,23 m) wäre Platz 3 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2019 19,37m).

    Der beste m14-Speerwerfer (54,74m) wäre Platz 7 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Speerwerfer (60,73 m) wäre Platz 3 in der 2019-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2019 66,59m).

    b) 2018
    Ähnliches ergibt sich für 2018.

    Der beste m14-100m-Läufer (11,17s) wäre Platz 3 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-100m-Läufer (10,96s) hätte alle Frauen in dem Jahr 2018 geschlagen (beste Frau in 2018 10,98s).

    Der beste m14-800m-Läufer (2:01,22 m) wäre Platz 2 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-800m-Läufer (1:59,21 m) hätte alle Frauen in dem Jahr 2018 geschlagen (beste Frau in 2018 2:00,48 m).

    Der beste m14-Hochspringer (1,85 m) wäre Platz 5 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Hochspringer (1,93 m) wäre Platz 2 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2018 1,96m).

    Der beste m14-Weitspringer (6,72 m) wäre Platz 3 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Weitspringer (6,81 m) wäre auch Platz 3 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2018 6,99m).

    Der beste m14-Kugelstoßer (15,32m) wäre Platz 16 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Kugelstoßer (19,57 m) wäre Platz 2 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2018 20,06m).

    Der beste m14-Speerwerfer (58,26m) wäre Platz 12 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen. Der beste m15-Speerwerfer (68,42 m) wäre Platz 3 in der 2018-Frauenbestenliste gewesen (beste Frau in 2018 71,50m).

    Wenn man zudem bedenkt, dass die Frauen in den Top10 Deutschlands sehr wahrscheinlich gezielter, häufiger und professioneller trainieren, als irgendwelche Schüler, die das nur als bloßes Hobby betreiben, kann man davon ausgehen, dass 12-14 jährige Jungen in etwa das Leistungsvermögen von Frauen haben.

    Selbst ich, als absoluter superstümperhafter Schüler, der seinerzeit lediglich in einem kleinen Mini-Kuhkaff im Leichtathletik-Verein zu erbärmlichsten Bedingungen war und absolut nichts Besonderes in meiner Altersklasse war, würde mit meinen Leistungen als 13-15 Jähriger schon in ein paar der Bestenlisten der besten deutschen Frauen auftauchen. Wir hatten damals beim Trainung die meiste Zeit eigentlich nur Fußball gespielt, da unser Trainer uns machen ließ, was wir wollten und das war halt die meiste Zeit Fußball 🙂 Ich hatte keine einzige Disziplin gezielt trainiert, kein besonders ausgerichtetes Muskel-oder Ausdauertraining betrieben, keine Ernährung angepasst, … ich war zwar vermutlich schon recht sportlich (im Wesentlichen Fußball gespielt), aber in Bezug auf Leichtathletik wirklich nur belangloser Hobbysportler in einem völlig belanglosen Dorfverein, der alle Disziplinen einfach mal aus Spaß durchprobiert hat, ohne irgendetwas davon auch nur ansatzweise gezielt zu trainieren.

    meine Bestleistung als (m15) im Diskus waren 48m > damit wäre ich unter den Top 30 der besten 2019-Frauen gewesen.
    meine Bestleistung als (m15) im Kugelstoßen waren 14,60m > damit wäre ich unter den Top 20 der besten 2019-Frauen gewesen.
    meine Bestleistung als (m15) im Hochsprung waren 1,82m > damit wäre ich unter den Top 10 der besten 2019-Frauen gewesen.
    meine Bestleistung als (m15) im 400m Lauf 55s > damit wäre ich unter den Top 30 der besten 2019-Frauen gewesen.

    Man sieht daran auch, dass die Leistungsdichte bei Frauen kaum vorhanden ist. Es gibt ein paar wenige Frauen, die offenbar die jeweiligen Disziplinen gezielter trainieren und dann auch deutlich bessere Leistungen als bloße Hobbysportler (wie ich als m15) bringen. Aber das machen halt nur wenige Frauen, so dass sehr viele Jungs, die im Vergleich zu anderen Jungs nichts Besonderes sind, noch relativ weit oben in den Frauen-Bestenlisten zu finden wären.

    Hätte ich auch nur ansatzweise gezielter im Hinblick auf die Disziplinen trainiert (richtige Bewegungsabläufe, Muskeln, Ernährung,…) wäre bei mir mit Sicherheit noch einiges Potential gewesen.

    Bei vergleichbaren Trainingsaufwand werden daher vermutlich 12-14 jährige Jungs ungefähr die körperlichen Leistungsfähigkeiten von Frauen haben.

    • Schön ist auch folgende Seite, wo die Weltrekorde der jeweiligen männlichen Alterklassen mit den Frauenweltrekorden verglichen werden, so dass man in etwa ablesen kann, in welchem Alter Jungs die Leistungen von Frauen erreichen bzw. überholen:

      http://boysvswomen.com/#/world-record

      Geht man dabei zudem davon aus, dass die besten Frauen sehr wahrscheinlich gezielter und professioneller als 12-15 Jungs trainieren und Bewegungsabläufe mit größerer Erfahrung erfolgen, dürfte das Erreichen der Leistungsfähigkeit somit eher noch ein Tick früher anzunehmen sein.

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