Gamma bias

Über einen Kommentar bin ich auf dieses Konzept gestoßen:

Consider this:

1/ The careers and achievements of women in science, politics, business and education are publicly celebrated and promoted in the media, politics and academia.

2/ Boys have been falling behind girls in education since the 1980s. Today, for every 13 girls who enter university, only 10 boys do, but this is not the subject of public concern, media awareness or political action.

Some readers at this point will be experiencing “cognitive dissonance”, the uncomfortable feeling of trying to hold in one’s mind two incompatible ideas. In this case the incompatible ideas are:

1/ There is evidence that women are disadvantaged compared to men

2/ There is evidence that men are disadvantaged compared to women

 

Psychologists know that it’s common for people to harbour all sorts of conflicts, biases and distortions in their thinking. In relation to gender, psychologists have identified alpha bias (exaggerating or magnifying gender differences) and beta bias (ignoring or minimising gender differences). Seager & Barry (2019) have now developed a hypothesis relating to a third cognitive gender bias – gamma bias – which represents a combination of alpha and beta bias. Gamma bias occurs when one gender difference is minimised while simultaneously another is magnified.

The gamma bias phenomenon can be conceptualised as a symmetrical 2*2 matrix of cognitive distortions, the gender distortion matrix. The matrix below describes examples of gamma bias, where perceptions of men and women are differentially magnified (capital letters underlined) or minimised (lower case letters in italics).

Zu dem Link habe ich das folgende gefunden:

Psychology has identified many examples of cognitive biases and errors. In relation to gender, there are alpha bias (magnifying gender differences) and beta bias (minimising gender differences). In this chapter we identify another gender bias, gamma bias, which simultaneously magnifies and minimises gender differences. An example is domestic violence, where violence against men tends to be overlooked whereas violence against women is often highlighted. It is argued in this chapter that although we live in times where we now rightly talk a lot about conscious and unconscious bias against women, we are not yet conscious of our biases against men. The gender distortion matrix is proposed as a framework for identifying cognitive bias regarding men and boys.

Quelle: Cognitive Distortion in Thinking About Gender Issues: Gamma Bias and the Gender Distortion Matrix

Den Volltext habe ich leider nicht gefunden.

Hier immerhin ein Video dazu:

Und aus einem weiteren Text:

Gamma bias operates within a matrix of four possible judgments about gender: doing good (celebration), doing harm (perpetration), receiving good (privilege) and receiving harm (victimhood). The theory predicts that within mainstream western cultures, masculinity is highlighted only in the domain of ‚privilege‘ and ‚perpetration‘ but hidden in the domains of ‚celebration‘ and ‚victimhood‘. This means for example that the heroism performed mainly by men (e.g. firemen) will be gender neutralised (‚firefighters‘) by the inclusion of a small minority of women, whereas a much larger proportion of female perpetrators and male victims will be excluded from our highly gendered narratives and policies about sexual and domestic violence.

Such cognitive distortions, we believe, are leading to a systematic exaggeration of the negative aspects of men and masculinity within mainstream culture, and a minimisation of positive aspects. These embedded distortions could be having a significantly harmful impact on the psychological health of boys and men and therefore on our society as a whole, including the psychology profession. 

Klingt interessant bzw nach etwas, was so schon häufiger formuliert worden ist in ein gewisses Schema gepackt, welches ganz interessant ist. 

Was meint ihr?

18 Gedanken zu “Gamma bias

  1. to hold in one’s mind two incompatible ideas. In this case the incompatible ideas are:

    1/ There is evidence that women are disadvantaged compared to men

    2/ There is evidence that men are disadvantaged compared to women

    Das scheinen mir die falschen Konflikte zu sein da 2/ versucht wird weg zu reden. Der Konflikt ist eher, das Leute einerseits feiern das Mädchen besser Noten bekommen, öfter aus Gymnasium gehen, öfter studieren und öfter Abschlüsse machen UND das sie glauben wollen das Mädchen/Frauen trotzdem ganz schlimm diskriminiert werden und man es daher noch leichter für sie machen muss. Gerne auch auf Kosten von Jungen/Männer.

    This means for example that the heroism performed mainly by men (e.g. firemen) will be gender neutralised (‚firefighters‘)

    Diese Bias ist aber nicht von selbst entstanden, so wie Stereotype entstehen, sondern wird von Feministinnen angetrieben, die jedes positive Rollenmodell für Männer auslöschen wollen.

    Das gleichen sehen wir schon bei Kindern, wenn Jungen Opfer werden, sind sie Kinder, wenn Mädchen Opfer werden, sind sie Mädchen.

  2. Ich sehe das wie Matze. Die Beobachtung, dass Männer und Männlichkeit negativ geframed werden, ist von niemanden zu übersehen, der mit offenen Augen in der Welt steht. Und nichts anderes wird da doch beschrieben.

    Es wird nicht analysiert, warum das so ist – und welche gesellschaftliche Mechanismen dazu führen.
    Wenn wir uns hier darüber unterhalten, warum dieses geschlechtliche Ungleichgewicht besteht, kommt als einzig stichhaltiger Hinweis, dass für die Reproduktion von Menschen insgesamt mehr Frauen als Männer gebraucht werden. Das ist jedoch in einer total überbevölkerter Welt kompletter Quatsch. Außer man bezweckt damit primär, dass die eigene Sippe oder Rasse dominanter wird oder eben nicht verschwindet. Das wiederum läuft ja heute in der woke-feministischen Welt als übelster Rassismus und wird bekämpft.

    Am Ende reduziert sich die Erklärung wieder schlicht auf die feministischen Verhaltensmerkmale Herrschsucht, Habgier und Missgunst, die sich im Nahfeld auf den anderen Teil der Bevölkerung, nämlich auf die Männer richten. Einfach, um zusätzliche Vorteile zu generieren. Das ist urmenschlich. Urmenschlich ist aber auch, dass Männer inklusiv sind, also ihre Familie und Sippe ernähren und beschützen, was Frauen eben nicht tun.

    Durch den Wegfall dieser Aufgaben für Männer und die Ersetzung durch Frauenschutz und -versorgung als allgemeines Staatsziel hat der Mann seine Schuldigkeit getan – er kann gehen.
    Er steht im Weg, verbraucht Ressourcen – es wird Zeit, dass die Verteidigungsministerin mal wieder einen Kriegsgegner findet, um die Zahl der Männer zu reduzieren. Corona schafft das nur zögerlich.

    • Nach den woke-feministisch geäußerten moralischen Wertvorstellungen müssten eigentlich Junge und Mann die besonders wertvollen Menschen sein. Sie leben und wirken eben nicht zum Eigennutz. Ihr Leben ist ihren Liebsten, ihrer Familie und Sippe, der Gesellschaft gewidmet. Sie gehen nach außen, engagieren sich politisch, bedienen Kanonen und sterben bei der Rettung anderer.

      Bei Frauen sieht das anders aus. Sie wirken überwiegend nur für sich selbst und höchstens noch abstrakt für ihresgleichen Geschlecht.
      Selbst das Säugen und Aufziehen der Kinder machen sie nicht für diese, nicht für den Vater oder für die Gesellschaft. Es ist purer Eigennutz. Sie heben ihre Wertigkeit und ihr Selbstwertgefühl als stolze Mütter, die in Wirklichkeit ihre Bälger in die Ganztagsbetreuung verklappen, noch bevor die reden und laufen können.

      Da wir gesellschaftlich wieder an diesem schlimmen Punkt stehen, an dem ganz offen über die Wertigkeit von Menschen auf Basis ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts debattiert wird, muss es auch erlaubt sein darauf hinzuweisen, dass Männer die sozialen und inklusiven Menschen sind.

      • Ihr Leben ist ihren Liebsten, ihrer Familie und Sippe, der Gesellschaft gewidmet. Sie gehen nach außen, engagieren sich politisch, bedienen Kanonen und sterben bei der Rettung anderer.

        Gamma bias.

        Selbst das Säugen und Aufziehen der Kinder machen sie nicht für diese, nicht für den Vater oder für die Gesellschaft. Es ist purer Eigennutz. Sie heben ihre Wertigkeit und ihr Selbstwertgefühl als stolze Mütter, die in Wirklichkeit ihre Bälger in die Ganztagsbetreuung verklappen, noch bevor die reden und laufen können.

        Ebenfalls gamma bias.

        muss es auch erlaubt sein darauf hinzuweisen, dass Männer die sozialen und inklusiven Menschen sind.

        Ohne das „die“ hätte ich keine Probleme mit der Aussage.

        Männer sind Menschen. Frauen sind Menschen. Menschen sind grundsätzlich soziale und inklusive Wesen. Ausnahmen (bei beiden Geschlechtern) bestätigen die Regel.

        • „Ohne das „die“ hätte ich keine Probleme mit der Aussage.“

          Du hast absolut recht. Aber warum ist eine solche Bewertung im Feminismus und in der Folge in der Gesellschaft selbstverständlich (Frauen sind sozialer, empathischer, unterstützenswerter und fleißiger) – und wenn ich dieses Stereotyp umdeute, kommt sogar schon hier Widerspruch.

          Feminismus schafft durch seine Bestimmungshoheit Fakten. Maskulisten sagen immer nur: „Gar nicht, stimmt nicht“. Aber das können sie auch ihrem Friseur erzählen…

          Männer sind ausgewogen und versöhnlich, interessieren sich für die Wahrheit, während Frauen den Feministen kaum Grenzen aufzeigen, wenn die mit ihren Behauptungen vom bösen weißen Mann, vom unterdrückenden Patriarcht und der einseitigen Gewalt gegenüber Frauen aufwarten und damit Männer pauschal abwerten.

          • „Feminismus schafft durch seine Bestimmungshoheit Fakten. Maskulisten sagen immer nur: “Gar nicht, stimmt nicht”.“

            Hier sind wir ganz einer Meinung. Niemand hier bezweifelt die Einseitigkeit und die Tatsache dass der gemeine Genderfeminismus weithin institutionalisiert ist.

            „und wenn ich dieses Stereotyp umdeute, kommt sogar schon hier Widerspruch.“

            Weil das dieselbe Einseitigkeit ist, die wir dem institutionalisierten Gemderfeminismus völlig zurecht vorwerfen.

            „Männer sind ausgewogen und versöhnlich, interessieren sich für die Wahrheit, während Frauen den Feministen kaum Grenzen aufzeigen“

            Was du über Männer sagst gilt auch für Frauen und umgekehrt.
            Der fehlende Widerspruch gegenüber Feministen ist ein Versäumnis, welches wir uns als Gesamtgesellschaft zuzuschreiben haben, da sind nicht alleine die Frauen dran schuld. Angefangen von den dysfunktionalen Korrekturmechanismen welche ein Einnisten der diversen Schwachsinn-Studies and den Unis hätte verhindern müssen bis hin zu fehlendem oder wegzensierten Widerspruch in Online-Kommentarspalten.
            Ich würde dir allerdings insofern zustimmen, dass die Bewegung, die die feministische Einseitigkeit geraderückt, dann richtig Erfolg hat wenn sie (auch und besonders) von Frauen getragen wird.

          • „Der fehlende Widerspruch gegenüber Feministen ist ein Versäumnis, welches wir uns als Gesamtgesellschaft zuzuschreiben haben“

            Da ist wieder das männlich inklusive Denken. Dass viele Frauen fröhlich und still dankend die Privilegien annehmen, die der Feminismus bringt, und nicht der pauschalen Abwertung des Männlichen aktiv widersprechen, ist dann wieder ein Versäumnis aller?
            Nun stelle dir mal vor, es würden im großen Stil Privilegien ausschließlich für Männer geschaffen: Quoten, Männerhäuser, Männerparkplätze, Plakatierungen gegen Gewalt an Männern – meinst du wirklich, Männer würden nicht in merklichem Maße aufstehen und sagen: „Hey Leute, denkt doch auch mal an die Frauen und Kinder!“?

            Ich bin sicher, dass sie das tun würden.
            Sie tun das immer. Sogar, wenn es sie in Gefahr bringt. Es gibt schon Unterschiede.

          • Dass viele Frauen fröhlich und still dankend die Privilegien annehmen, die der Feminismus bringt, und nicht der pauschalen Abwertung des Männlichen aktiv widersprechen, ist dann wieder ein Versäumnis aller?

            Da viele Männer genauso schweigen (und im Gegensatz zu frauen nicht mal privilegien dafür bekommen), ja, es ist ein gesamtgesellschaftliches Versäumnis.

          • Nein, es ist ein erheblicher Unterschied, ob die Privilegierten wegen ihrer Bevorzugung protestieren, oder die Benachteiligten wegen ihrer Benachteiligung. Bei den Benachteiligten ist das lange nicht so stark.

      • Sehe ich auch so. Ich nenne mal den Untertitel eines Buches von Roy Baumeister:

        „How Cultures Flourish by Exploiting Men“

        Da steht nicht: „How Cultures Flourish by Exploiting Men and Women“. Das ist ein ganz unauffälliger, sehr weiser Untertitel von Baumeister. Und er bestätigt Deinen Haupt-Punkt.

    • Hä??
      Ich zitiere dich:
      „Es wird nicht analysiert, warum das so ist – und welche gesellschaftliche Mechanismen dazu führen.
      Wenn wir uns hier darüber unterhalten, warum dieses geschlechtliche Ungleichgewicht besteht, kommt als einzig stichhaltiger Hinweis, dass für die Reproduktion von Menschen insgesamt mehr Frauen als Männer gebraucht werden. Das ist jedoch in einer total überbevölkerter Welt kompletter Quatsch. Außer man bezweckt damit primär, dass die eigene Sippe oder Rasse dominanter wird oder eben nicht verschwindet. Das wiederum läuft ja heute in der woke-feministischen Welt als übelster Rassismus und wird bekämpft.“
      – Kannst du nicht zwischen Grund/Ursache (Sein resp. Gewesenheit) und Rechtfertigung/Begründung (Sollen resp. Wollen) unterscheiden? Kompletter Quatsch ist allein dein larmoyantes Geschwafel hier. ^^ Selbstverständlich ist die (reproduktions-)biologische Höherwertigkeit der Frauen der Grund/die Ursache für das Zustandekommen solcher Ungleichgewichte (inkl. „gesellschaftliche Mechanismen“), auch für viele geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede. Völlig egal, ob man das gut findet oder nicht. Daran würde auch eine vermeintlich total überbevölkerte Welt nichts ändern. Und nur weil man sagt, was man für wahr hält, bezweckt man damit auch nicht gleich, dass eine Sippe oder Rasse dominanter wird oder nicht verschwindet.
      (Übrigens: Ob wir tatsächlich eine überbevölkerte Welt haben, ist reine Ansichtssache. Ich würde sagen: nein. Aber das soll hier nicht weiter Thema sein, weil es ja irrelevant ist.)

      Übrigens zu deinen Aussagen:
      „Sie [(d.h. Männer)] leben und wirken eben nicht zum Eigennutz. Ihr Leben ist ihren Liebsten, ihrer Familie und Sippe, der Gesellschaft gewidmet. Sie gehen nach außen, engagieren sich politisch, bedienen Kanonen und sterben bei der Rettung anderer.
      Bei Frauen sieht das anders aus. Sie wirken überwiegend nur für sich selbst und höchstens noch abstrakt für ihresgleichen Geschlecht.“
      etc.
      Hier ein Auszug aus einem „ZeitOnline“-Artikel von Sebastian Herrmann, vom 19. November 2020 („Psychologie: Die Bösen sind immer die anderen“):

      „Nun sollte niemand die Sozialen Medien mit dem sogenannten echten Leben verwechseln. Und doch verdeutlichen die digitalen Wutkammern, was auch im analogen Leben stattfindet: Es stehen sich zunehmend unversöhnliche politische Lager gegenüber, die aus jedem kleinsten Anlass dankbar übereinander herziehen.

      Die Politikwissenschaftlerinnen Heather Ondercin und Mary Lizotte haben das gerade in einer großen Stichprobe für die USA nachvollzogen und die Ergebnisse im Fachblatt American Politics Research publiziert. Darin zeichnen die Forscherinnen für den Zeitraum von 1980 bis 2016 nach, wie sich die Animosität der politischen Lager in den USA stetig verschärft hat. Zudem präsentieren sie einen überraschenden Befund: Unter Frauen ist demnach ein etwas stärkeres Ausmaß an affektiver Polarisierung zu finden als unter Männern. Der Grund dafür liege darin, dass „Frauen festere Lagerindentitäten pflegen“, schreiben die Wissenschaftlerinnen. Frauen identifizieren sich demnach eher und stärker mit einer politischen Seite als Männer, die sich etwas häufiger als politisch unabhängig bezeichneten, sagen Ondercin und Lizotte.

      Aus anderen Studien ist bekannt, dass Frauen sich tatsächlich stärker über Gruppenidentitäten definieren als Männer und auch einen etwas ausgeprägteren In-Group-Bias pflegen – sie bevorzugen also die Mitglieder des eigenen Lagers oder der eigenen Gruppe gegenüber anderen. Natürlich, dass muss stets betont werden, handelt es sich bei solchen Befunden um Durchschnittswerte, aus denen sich keine Aussagen über Einstellungen und Verhalten von Individuen ableiten lassen. Zudem, auch das sei betont, sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern wie fast immer eher gering. Interessant sind sie dennoch, sind sie doch antiintuitiv, Lagerdenken wird ja eher Männern unterstellt.

      Der Polarisierungs-Geschlechter-Gap zeigte sich laut Ondercin und Lizotte in den 1990er-Jahren und weitete sich bis in die gegenwärtige Phase der zunehmend unversöhnlichen Gegnerschaft der Demokraten und Republikaner in den USA aus. Im Vergleich zu Männern sind „Frauen gegenüber Anhängern der politischen Gegenseite heute etwas feindseliger“, schreiben die Wissenschaftlerinnen. Auch der Vergleich zwischen den Anhängern der beiden großen US-Parteien überrascht. Der Unterschied in der affektiven Polarisierung zwischen Anhängern und Anhängerinnen der Demokraten ist größer als zwischen den Frauen und Männern, die den Republikanern zugeneigt sind.“

      https://www.sueddeutsche.de/wissen/politik-frauen-maenner-feminismus-usa-trump-psychologie-1.5120887

      Natürlich ist es auf die verqueren Ansichten des Artikelautors und das soziale Milieu, in dem er sich anscheinend ausschließlich bewegt, zurückzuführen (also auf seinen Bias), dass er ständig an für die meisten Leute hier oder zumindest für mich nicht nachvollziehbaren Stellen von „überraschendem Befund“, „antiintuitiven Unterschieden“ oder überraschenden Ergebnissen des Vergleichs zwischen den Anhängern und den Anhängerinnen von zum einen den „Demokraten“ und von zum anderen den „Republikanern“ hinsichtlich der affektiven Polarisierung spricht.

      Letzteres Beispiel führt übrigens im Kontext der anderen dargestellten Studienergebnisse zu einer interessanten wissenschaftlichen Erkenntnis: dass die Anhängerinnen der „Demokraten“ den Hauptanteil zum Polarisierungsunterschied zwischen „Demokraten“ und „Republikanern“ beitragen, weil ja zum einen Frauen generell mehr affektiv polarisiert sind als Männer sowie zum anderen „Demokraten“ mehr als „Republikaner“ und weil zum einen die diesbezüglichen durchschnittlichen Unterschiede der beiden Geschlechtergruppen insgesamt sowieso „eher gering“ sind/seien sowie zum anderen der diesbezügliche Unterschied der beiden Geschlechtergruppen innerhalb der „Republikaner“ gering ist (im Vergleich zu demjenigen innerhalb der „Demokraten“).

  3. Der Suchbegriff „Gamma bias“ führt nahezu ausschließlich zu diesem Artikel; die Autoren pflegen einen für echte Wissenschaftler sehr komischen Stil („mich interessiert das, weil…“) und begeistern sich (im Vorwort des Buches) für APA Division 51; das sind die, die die unendlich misadrischen neuen, feministischen APA-Leitlinien rausgegeben haben und „toxissche Männlichkeit“ (ebenfalls im Vorwort) nicht für reine Misanthropie einer geisteskranken Transe halten.

    Soviel zu den Autoren; zum Inhalt muss man halt einfach mal die Prämissen lesen; ich zitiere nochmal:

    > 1/ There is evidence that women are disadvantaged compared to men
    > 2/ There is evidence that men are disadvantaged compared to women

    „There is evidence“ bedeutet hier im Neusprech der Autoren, denen ihre eigene kognitive Dissonanz offenabr nicht auffält, im Fall (1) „dumme Feministinnen behaupten das“, im Fall (2) „Es gibt unwiderlegbare, empirische Beweise“.

    Für das, was die Autoren dann „alpha-“ und „beta-bias“ nennen, beziehen sie sich auf irgendeine obskure Studie mit Depressiven – nicht etwas zB auf Kahneman & Tversky, die diese Biases mit Ihrer Framing -Theorie deutlich besser erklären; gefolgt von einem Dutzend Seiten faktischer Bevorzugung von Frauen und realer Diskriminierung von Männern, die jeder Leser jedwedes auch nur in der Nähe von Feminismuskritischen Blogs auswendig kennt.

    Um dann zu der Frage zu kommen: „Why Do These Gender Distortions Exist?“ – übrigens mit der sofort nachgeschobenen Prämisse, dass wir die Leute, die diese „Biase haben“ – also, nicht etwa dumme und/oder verlogene, widerliche „Menschen“ sind – nicht verurteilen sollen; nei, Ziel ist „absolving people of blame for holding them“.

    Warum wir das nicht tun sollen, „erklären“ (also, tun sie nicht) dann mit (1) dem Patriarchat, (2) irgendeinem unverständlichen intersektionellen Mist („Männer sind doof“) unter Reinwerfen einer AVOVA, weil das klingt so, als wäre das Ergebnis einer ANOVA nicht (a) vom Input und (b) der Qualifikation des Nutzers abhängig, und, weil das irgendwie dann der Patriachatsthese widerspricht, (3) dem Patriarchat.

    Auszug zu (2) – For example, it can be argued that the concept of “masculinities” is largely based on subjective judgements by theorists trying to make the case for alternatives ‘hegemonic’ masculinity.“

    Es mag sein, dass die Autoren hier (sehr subtil) die „Forschung“ in diesem Bereich kritisieren…. Ein paar noch schönere Teile hat der Artikel auch noch:

    > In academia, beta-bias and the gender similarities hypothesis are encouraged to such a degree that the term “sex diferences” now has an air of controversy, and to point out diferences between men and women is considered somewhat distasteful.

    > There is a serious risk arising from using terms such as “toxic masculinity”. We wouldn’t use the term “toxic” to describe any other human demographic. Such a term would be unthinkable with reference to age, disability, ethnicity or religion. The same principle of respect must surely apply to the male gender. It is likely therefore that developing a more realistic and positive narrative about masculinity in our culture will be a good thing for everyone.

    ———–

    Dem stimme ich zu. Und es ist in der politisch korrekt aufgeladenen Wissenschaft immer schwerer, mal was sinnvolles zu sagen. Ich habe neulich das Wort „SIMPing“ gelernt („suckers idolizing mediocre pussy“); effektiv erklärt der Artikel, warum das für Männer zu einem echten Problem wird. Das ist jetzt aber nix neues hier im Forum; den Artikel halte ich mal wohlwollend für ein antifeministisches U-Boot.

    Ich kann mich da aber natürlich auch irren, und die beiden SIMPs wollen nur einen „wissenschaftlich“ klingenden Begriff für Doppeldenk etablieren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.