Es ist schwierig Frauen für bestimmte Arbeiten zu finden, aber leicht Männer zu finden.

Ein Leser hat mich auf diese Tweets hingewiesen, die mal wieder das klassische Problem wiedergeben, dass es enorm schwer ist Frauen zu finden, die bestimmte Sachen erledigen, aber relativ leicht ist, Männer dafür zu finden:

Ich gebe den weiteren Text einfach mal direkt als Text wieder:

Ich habe es so satt, superkluge Autorinnen überreden zu müssen, Texte zu schreiben, die dann doch absagen, weil sie verantwortungsbewusst mit viel Zeit richtig gut schreiben wollen – mit dem Ergebnis, dass ich dann einen Typen frage, der den Text in 2 Stunden aufs Blatt klatscht.

Viele Autorinnen haben die Care-Arbeit am Hals, in der Pandemie um so mehr, plus eine größere Unsicherheit, gepaart mit dem Anspruch, es richtig gut zu machen. Ergebnis: Autorinnen sagen mir wesentlich häufiger ab als Autoren, das bereitet mir dann wieder mehr Stress und Arbeit.

Frage ich einen Mann an, gibt es fast immer eine Zusage, und wenn der eigentlich keine Zeit hat, sagt er es nicht, sondern man merkt es bloß dem Text an, dass da Hektik im Spiel war. Der Inhalt enttäuscht dann zwar, aber hey: immerhin ist meine Seite voll!

Wie geht man damit um? Im Vollstress führt das bei mir dazu, dass ich zwar erst Autorinnen anfrage, die auch sehr spontan arbeiten – das sind wenige. Oder ich frage halt: einen Autoren, mit dem Vorsatz, bei mehr Zeit wieder mehr Autorinnen zu fragen. Aber wann gibts schon Zeit?

Das Problem ist ja nicht neu:

Frauen zu finden ist schwierig, Männer zu finden ist leicht. Und natürlich liegt es an der Care-Arbeit, dass sie nicht abends, wenn die Kinder schlafen, nicht gerade mal noch schnell einen Artikel für ein linkes Blatt zusammen schreiben können.

Das Patriarchat muss ja irgendwie auch wieder schuld sein. 

Das Männer es interessanter finden, solche Artikel zu schreiben, lieber theoretische Diskussionen führen und deswegen auch eher einen Artikel schreiben darf vermutlich nicht sein. 

Es wird eher so getan als würden die Frauen alle in den Startlöchern sitzen, aber bewußt übergangen werden. 

66 Gedanken zu “Es ist schwierig Frauen für bestimmte Arbeiten zu finden, aber leicht Männer zu finden.

  1. Was ihr nicht aufgeht, ist dass Männer mit mehr Zeit auch bessere Texte schreiben würden, bzw. dass unter Zeitdruck auch die Ergebnisse von Autorinnen enttäuschen würden. Aber interessant: Obwohl Frauen schlechtere Leistungen zeigen, hält man krampfhaft an „Frauen sind besser“ fest.

    • „Frauen sind besser“

      Das völlig schamfreie „Ich bevorzuge Frauen“ stört mich mehr, vor allem im Kontext weiblicher Unzulänglichkeit.

      Purer Sexismus, über den niemand stolpert.

      • Ja! Es quillt regelrecht aus jeder Silbe, ihre Abscheu, auf Männer zurückgreifen zu müssen, weil sie sich mal wieder auf ihre Schwesternschaft nicht verlassen kann, wenn es mal heißt, wirklich was zu leisten und nicht einfach nur in brachialer Selbstüberschätzung das Maul aufzureißen.

        Aber schon interessant, wie sie es schafft, um die offensichtliche Schlussfolgerung herum zu salbadern, dass es mal an der Zeit wäre, die Wahrheit zu benennen und sich bei den männlichen Autoren für ihren Eifer zu bedanken. Stattdessen bringt sie es schon beinahe dummdreist zustande, jene männliche Autoren, die ihr mit ihrem Einsatz den Arsch retten, dafür dann auch noch anzuschmieren und irgendwie doch die weiblichen Autoren, auf die – mal wieder – kein Verlass ist, als die eigentlich wahren Helden dastehen zu lassen. Die sagen NATÜRLICH nur ab, weil sie ja sooooooooo hohe Qualitätsstandards an sich selbst anlegen, aber bei all der Care-Arbeit nicht dazu kommen, derartige Hochqualitätstexte abzuliefern, während die Männer, die NATÜRLICH alle Zeit der Welt hätten, dann immer nur irgendwas aufs Papier rotzen.

        Man möchte hoffen, dass bei Anfragen von dieser sexistischen, undankbaren Hexe, nach diesem Traktat hier, die männliche Autorenschaft sie nicht mal mehr mit dem Arsch anguckt. Soll sie doch sehen, wie sie ihre Postille vollkriegt. Vielleicht ja mit Texten ihrer ach so tollen weiblichen Autoren… Moment… D’ough!!!

        • Die Männer sind auf das Honorar angewiesen* und können sich nicht leisten, die Brücken zu einer üblen Frau in Machtposition abzubrechen.

          Das weiß sie ganz genau. Sonst würde sie ihre Leistungsträger nicht so runterputzen.

          *) Was sagt das über die Autorinnen, die lieber nicht schreiben?

          • Traurig aber wahr. So sieht das halt aus in unserem Patriarchat. Als Mann musst du damit klarkommen, dass man bedenken- weil konsequenzlos alles über dich rauskübeln kann, was gerade so durch die Hohlräume zwischen den Ohren geistert. Und inzwischen wirst du sogar schon von Unis gefeuert, wenn du dich erdreistest, diese permanente Beleidigungs-, Diffamierungs- und Dämonisierungskakofonie als den menschenverachtenden Bullshit zu demaskieren, der er ist.

            Ehrlich, wenn es das ist, was Feministinnen als Patriarchat bezeichnen, will ich echt ums Verrecken nicht erleben, was die sich unter einem Matriarchat vorstellen…

          • „Die Männer sind auf das Honorar angewiesen* “

            Das ist auch ein Punkt. In DE bezahlen Männer in Beziehungen 77% der gemeinsamen Ausgaben. Bei den superklugen Autorinnen mit Care-Arbeit ist das Gehalt vielleicht auch eher nur ein Zuverdienst.

          • „Die Männer sind auf das Honorar angewiesen* “

            Das ist nämlich der zweite Teil eines Gesamtsachverhalts, den Opfermenschen wie Feministinnen einseitig völlig ausblenden.

            Wer nicht so stark auf Gehalt angewiesen ist, der wird angebotene Jobs eben eher ablehnen bzw. nur die Jobs annehmen, die einem liegen bzw. lukrativ erscheinen. So hatte Elsa Koester auf die Nachfrage, ob die Autorentätigkeit bei ihrem Blatt immer noch so schlecht bezahlt werden würde, geantwortet, dass man für eine linke WE-Zeitung halt auch Leidenschaft mitbringen müsse.

            Wenn man daher in einer Partnerschaft eine gewisse Arbeitsteilung eigenverantwortlich frei ausgestaltet hat, wonach ein Partner die Hauptlast in Bezug auf das Einkommen trägt und der andere die Hauptlast in Bezug auf die Care-Arbeiten, dann ist es vollkommen logisch, dass einer dieser beiden Partner den größeren Druck hat, auch schlecht bezahlte Arbeiten annehmen zu „müssen“ bzw. dass der andere Partner dann halt entsprechend eher danach schauen muss, wie er zudem die „Care“-Arbeit mit unter einem Hut bekommt.

            Das hat alles wenig mit einer Bevor- oder Benachteiligung eines Geschlechtes zu tun, da jeder ja selber die Aufgabenverteilung in einer Beziehung gleichberechtigt mit organisieren kann, sondern einfach nur damit, dass jeder Vorteil gewöhnlich auch Nachteile hat.

        • @Billy

          Also mir war die Verachtung noch nicht intersektional genug.
          Sie hätte m.E. stärker betonen müssen, besonders weiße heteronormative Männer würden dazu neigen, ihr kurzfristig richtig miese Texte zu schreiben, die sie dann nur veröffentlicht, weil sie – wie alle Frauen – in einem ständigen Zustand der Angst (Care-Arbeit) lebt.
          Insbesondere, weil sie als Redakteurin für einen weißen heteronormativen Mann arbeitet (Jacob Augstein), der sein defizitäres, weil linksidentitäres Käseblatt (Freitag) mit den ererbten Millionen seines weißen heteronormativen Vaters (Rudolf Augstein) subventioniert.

          Der sich dann leider nur eine Redakteurin (Elsa Koester) leisten kann, weil die bekanntlich für 21% weniger Geld arbeitet. Dafür muss man dann in Kauf nehmen, dass sie einfach nicht planen kann, wie diese ganzen Texte in eine sogenannte „Wochenzeitschrift“ kommen.
          Weil die einmal die Woche erscheint und es sich damit um unmöglich zu erfüllende Ansprüche des Patriarchats handelt, denen – besonders Frauen – niemals gerecht werden können.

          Elsa Koester ist übrigens Verfasserin des Romans „Couscous mit Zimt“, von dem der Rezensent Stefan Michalzik laut Perlentaucher zu sagen weiß: „Obgleich ihm eine Bezeichnung als Frauenliteratur fern liege – der Männermangel in Koesters „strikt matriarchalem“ Erzählen scheint ihm dennoch bemerkenswert.“
          Womit die Zukunft des „strikt matriarchalen Erzählens“ mit Hilfe der Gelder und Texte strikt heteronormativer weißer Männer bereits treffend beschrieben worden ist.
          Die aber nur erscheinen können, weil die „superklugen Frauen“ einfach keine Zeit haben, supertolle Texte zu schreiben, bzw. hätten schreiben können.

          Wegen der vielen kostenlosen Care-Arbeit vor, während und nach der Arbeit sind sie aber gar nicht erst zur Arbeit gelangt, z.B. über die Care-Arbeit zu schreiben, die besonders Frauen davon abhält über Care-Arbeit zu schreiben, die besonders Frauen verrichten müssen.
          Da bin ich sehr solidarisch mit und deshalb lasse ich auch keine Frauen in meinen Haushalt, denn die machen nur Dreck und Unordnung, die ich später mit unbezahlter (!) Arbeit beseitigen müsste.

          Viele gesellschaftliche Probleme ließen sich so einfach lösen, wenn man uns MGTOW einfach mal zuhören würde! 😦

          Subcomandante crumar

        • Komisch, eigentlich hatte ich den Text als Lob und Anerkennung von Männern gelesen: die arbeiten zuverlässig, und schaffen auch in knapper Zeit verwertbare Texte.
          Da hatte ich wohl in das „superkluge Autorinnen“ eine Ironie hineingedeutet, die gar nicht vorhanden war 8-O. Aber schließlich ist in diesem Kontext ein ernstgemeinter Elativ IMHO schon reichlich deplaziert.

  2. Für Frauen ist Erwerbsarbeit oft eine Schmach, für Männer ganz normaler Teil des Lebens.
    Wer auch versorgt werden könnte, der arbeitet eher fürs eigene Selbstwertgefühl als für den Broterwerb. Und da macht man halt nicht alles, sondern schiebt auch gerne mal die ganztagsbetreuten Kinder als Ausrede vor,
    Das, was heutzutage unter „starke Frauen“ läuft, sind häufig „faule Frauen“, bei denen die „Stärke“ oft eben nur in dem überbordenden Selbstwertgefühl liegt.

    • Es ist ein bisschen wie bei Sex. Die Frauen müssen es nicht tun und gewähren ihn dann bei Laune.
      Fast keine Frau richtet die Berufswahl nach Einkommen und der Notwendigkeit mehr als eine Person davon zu ernähren aus. (Ostfrauen tun das noch)
      Wenn ich die „Carearbeit“ vorschieben kann, dann geht es mir wirtschaftlich zu gut und offensichtlich nicht weil ich dafür arbeite, sondern weil jemand anders das tut.

  3. Risikoaversion die hunderttausendste…
    Wie war das neulich in der Doku zu Frauen in Führungspositionen? Da hatte der österreichische BahnChef doch erwähnt, dass er erst zweimal jemandem einen Vorstand angetragen hat und eine Ablehnung bekam. Von Frauen, weil diese nicht sicher waren ob sie es hin bekommen.
    Deckt sich mit meinem persönlichen Erleben absolut. Frauen machen nichts wenn sie nicht hundertprozentig überzeugt sind es perfekt hin zu bekommen. Mit der Konsequenz nichts anzufangen und auch wenig dazu zu lernen. Der gute alte Top Gear Spruch „how hard can it be“ ist geradezu prototypisch männlich.
    Frauen müssen nicht probieren, es reicht wenn sie da sind.
    Letztlich eben der Gedanke hinter den Quoten.

  4. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß Männer jeden Text annehmen müssen, weil sie hauptverantwortlich für das materielle Wohlergehen der aktuellen Familie oder unterhaltspflichtig sind.

      • „Die vielen berufstätigen Frauen – Sekretärinnen, Fabrikarbeiterinnen, Verkäuferinnen, Stewardessen -, denen man überall begegnet, die sportlichen jungen Mädchen, die in immer größerer Zahl Colleges und
        Hochschulen bevölkern, könnten einen fast auf die Idee bringen, die Frau habe sich in den letzten zwanzig Jahren grundlegend verändert. Sie könnten einen glauben machen, das moderne junge Mädchen sei fairer als seine Mutter und habe sich – vielleicht von einem großen Mitleid mit seinem Opfer überwältigt – entschlossen, nicht mehr die Ausbeuterin des Mannes zu sein, sondern seine Partnerin.
        Dieser Eindruck täuscht. Die einzig wichtige Tat im Leben einer Frau ist die Wahl des richtigen Mannes
        (sie darf sich sonst überall irren, hier nicht), und deshalb trifft sie diese Wahl meist dort, wo sie die männlichen Qualitäten, auf die es ihr ankommt, am besten beurteilen kann: beim Studium und bei der Arbeit. Büros, Fabriken, Colleges und Universitäten sind für sie nichts weiter als gigantische Heiratsmärkte.
        Welches Milieu sie zum Ködern ihres künftigen Arbeitssklaven tatsächlich wählt, hängt weitgehend vom
        Einkommen des Mannes ab, der sich vorher für sie versklavt hatte – ihres Vaters. Die Töchter gutverdienender Männer suchen sich den Mann zum Heiraten vorzugsweise auf Hochschulen und Universitäten, denn dort bestehen die größten Chancen, einen mindestens ebenso gut verdienenden Mann zu finden (außerdem ist ein Pro-Forma-Studium bequemer als eine – wenn auch vorläufige – Berufstätigkeit). Mädchen aus weniger gutem Hause müssen sich zum gleichen Zweck vorübergehend in einer Fabrik, einem Laden, Büro oder Krankenhaus verdingen. Beide Formen des Engagements sind provisorisch – sie dauern bis zur Hochzeit, in Härtefällen bis zur Schwangerschaft – und haben einen großen Vorteil: Jede Frau, die heute heiratet, hat »dem Mann ihrer Wahl zuliebe« entweder einen Beruf oder ein Studium aufgegeben. Und solche »Opfer« verpflichten.“

      • „Die Frau, um die es bei diesen Kämpfen [der Männer im Beruf] in erster Linie geht und unter deren Augen sich das alles abspielt, sieht dem gelassen zu. Für sie ist die Zeit ihrer Berufstätigkeit eine Zeit der Flirts, Rendezvous, Neckereien – in der als Vorwand auch noch ein bißchen Arbeit erledigt wird, mit der meist keinerlei Verantwortung verbunden ist. Sie weiß, daß das alles vorübergeht (und falls nicht, dann hat sie wenigstens jahrelang in dieser Illusion gelebt). Die Kämpfe der Männer beobachtet sie deshalb aus sicherer Distanz, gelegentlich applaudiert sie einem der Kämpfer, tadelt oder ermutigt ihn. Und während sie ihnen Kaffee kocht, ihre Post öffnet und ihre Telefongespräche abhört, trifft sie kaltblütig ihre Wahl. Sobald sie den Mann fürs Leben gefunden hat, zieht sie sich zurück und überläßt das Terrain dem Nachwuchs.“

      • „Die Frau kennt keinen Kampf. Wenn sie ihr Studium abbricht und einen Universitätsdozenten heiratet, hat sie ohne Anstrengung das gleiche erreicht wie er. Als Ehefrau eines Fabrikanten wird man sie mit noch größerer Ehrerbietung behandeln als diesen (und nicht wie jemand, den man in der gleichen Fabrik bestenfalls am Fließband beschäftigen könnte). Als Frau hat sie immer den Lebensstandard und das Sozialprestige ihres Mannes und muß nichts tun, um diesen Standard und dieses Prestige zu erhalten – das tut er. Der kürzeste Weg zum Erfolg ist deshalb für sie immer noch die Heirat mit einem erfolgreichen Mann. Und den bekommt sie weder durch Fleiß noch durch Strebsamkeit oder Ausdauer, sondern einzig und allein durch eine attraktive Erscheinung.“

      • „Und alle diese Frauen »geben aus Liebe eine Karriere auf«. Jedenfalls erzählen sie das dem Mann, und der glaubt es. Der Gedanke, daß er durch seinen Antrag die Frau im letzten Augenblick vor der Mühe eines Abiturs oder Staatsexamens gerettet hat, wäre nicht so schmeichelhaft für ihn, deshalb schiebt er ihn weit von sich und berauscht sich statt dessen an der »kompromißlosen« Liebe, die diese Frau nach ihren eigenen Angaben für ihn empfindet. Wer weiß, denkt er – immer seinen eigenen Wertmaßstäben folgend -, vielleicht wäre eines Tages aus ihr eine berühmte Chirurgin (gefeierte Primaballerina, brillante Journalistin) geworden – und das alles hat sie aufgegeben, für ihn! Die naheliegende Idee, daß sie lieber die Frau eines berühmten Chirurgen, mit dessen Einkommen, dessen Prestige und ohne dessen Arbeit und Verantwortung ist, kommt ihm nicht. Er nimmt sich vor, ihr das Leben an seiner Seite so angenehm wie möglich zu gestalten, damit sie ihr großes Opfer nie bereuen muß.“

      • „Ein geringer Prozentsatz der Studentinnen westlicher Industrienationen (10-20 %) schafft dennoch vor der Heirat ein Hochschuldiplom. Trotz gelegentlicher Ausnahmen sind es meist die weniger attraktiven Frauen, denen es nicht gelungen ist, während ihrer Studienzeit eine brauchbare Arbeitskraft zu engagieren. Dieses Diplom erhöht dann automatisch ihren Marktwert, denn eine gewisse Sorte Mann fühlt sich – vorausgesetzt, er hat selbst ein Diplom – durch den Titel seiner Frau persönlich geschmeichelt (wie gescheit muß er sein, daß diese hochgebildete Frau sich für ihn interessiert!). Und wenn seine Koryphäe dann noch einigermaßen sexy ist, fühlt er sich im siebenten Himmel.
        Doch nicht lang. Denn auch die Ärztin, Juristin oder Soziologin wird ihre Karriere für die seine »opfern« oder zumindest zurückstellen. Sie wird in eine Vorortvilla ziehen, Kinder gebären, Blumenbeete anlegen und sein Heim mit dem üblichen Kitsch anfüllen. Nach ein paar Jahren hat sie über diesen Amüsements ihr bißchen auswendiggelerntes Fachwissen vollkommen vergessen und wird im Grund genauso sein wie ihre Nachbarinnen.“

      • „Es gibt aber auch Frauen über fünfundzwanzig, die berufstätig sind. Das kann verschiedene Gründe haben:
        a) Die Frau ist mit einem »Versager« verheiratet (mit einem Mann; der nicht genug Geld verdient, um
        ihre Kitschorgien zu finanzieren).
        b) Die Frau ist aus biologischen Gründen kinderlos (einige Männer sehen dann nach dem Abklingen ihrer
        Leidenschaft keine Veranlassung mehr, sie zu versorgen).
        c) Die Frau ist häßlich.
        d) Die Frau ist emanzipiert.
        e) Die Frau hat Interesse an einem bestimmten Beruf (und verzichtet daher von vornherein auf den eigenen
        Sklaven und die eigenen Kinder).
        Die Motive für die Berufstätigkeit von a) und b) liegen nahe. Wichtig sind die beiden nächsten Gruppen,
        denn die häßliche Frau gilt oft als emanzipiert, und das ist falsch. Die Chancen, einem Exemplar der letzten Kategorie zu begegnen (einer Frau, die geistigen Interessen zuliebe – oder gar aus Fairness! – auf Komfort und Leibeigene verzichtet), sind fast aussichtslos.
        Die häßliche Frau (die Frau, die nach dem Geschmack der Männer häßlich ist, weil ihre sekundären Geschlechtsmerkmale entweder unvollkommen entwickelt oder ungenügend zur Schau gestellt sind, und weil ihren Gesichtszügen jeglicher Baby-Look fehlt) arbeitet aus dem gleichen Grund wie der Mann: weil es sonst niemand für sie tut. Doch während der Mann mit seinem Gehalt Frau und Kinder ernährt, arbeitet sie immer nur für sich selbst und nie, um mit dem verdienten Geld das Leben eines schönen jungen Mannes zu finanzieren.
        Diese Frau ist oft ziemlich intelligent. Anfangs läßt sie zwar wie alle Frauen, dem Beispiel ihrer Mutter
        folgend und im Vertrauen auf den künftigen Arbeitssklaven, ihre geistigen Anlagen verkümmern. Doch je älter sie wird, desto mehr sieht sie ihre Chancen auf einen solchen Sklaven dahinschwinden. Und eines Tages bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich der letzten Überbleibsel ihrer Intelligenz zu erinnern unddaraus das Beste zu machen.
        Manche Frauen aus dieser Gruppe bringen es damit sogar sehr weit: als Schriftstellerinnen, Politikerinnen, Journalistinnen, Ärztinnen, Juristinnen kommen sie nicht selten (und gerade, weil sie als intelligente Frauen so sehr aus dem Rahmen fallen) zu großen Ehren. Damit erweisen sie natürlich der Ausbeuterin in der Vorortvilla unschätzbare Dienste: »Seht ihr«, sagt diese, »wir Frauen könnten auch so manches, wir verzichten nur immer zugunsten der Männer.« Und anhand der abschreckenden Beispiele dieser Intelligenzbestien kann sie dem Sklaven an ihrer Seite immer wieder klarmachen, wie häßlich, hart und uncharmant (wie »unweiblich«) eine große Leistung die Frau macht. Und er wird selbstverständlich die Gehirnamputierte in seinem Bett jener anderen immer noch tausendmal vorziehen (reden kann er ja notfalls auch mit Männern).“

      • „Auch die Häßliche verzichtet trotz ihres Erfolges nie ganz auf ihren weiblichen Sonderstatus und erwartet mit größter Selbstverständlichkeit, daß ihre Umwelt sie – »als Frau, die erfolgreich war« – wie eine Art Weltwunder betrachtet. Es ist fast obszön, wie sehr gerade diese Frau immer ihre »Weiblichkeit« herausstreicht. Sie produziert sich vor Presse und Fernsehen, wann immer es geht, läßt ihren schwabbeligen Busen über ihre große Schreibtischplatte hängen und klagt, wie schwer gerade sie, »als Frau«, es in ihrer hohen Position habe.“

      • „Die Emanzipierte hat auch Kinder (allerdings oft nur eins bis zwei), eine komfortable Wohnung und alle
        Statussymbole ihrer Clique. Doch sie findet ihre Vergnügungen nicht nur im Heim und auf den von ihren
        Geschlechtsgenossinnen organisierten Maskenbällen: Am besten amüsiert sie sich mit untergeordneten
        Handlangerdiensten, bei denen sie viel Publikum hat. Man findet sie ätherisch durch Korridore von Verlagen und Zeitungsredaktionen schwebend, im Vorzimmer der Film-, Fernseh- und Theaterbosse, in der Rolle der Regieassistentin, der Dolmetscherin, an den Schaltern der Reisebüros, in Juwelier- und Antiquitätengeschäften, in Boutiquen. Kurz, überall dort, wo sich reiche und interessante Leute treffen. Das Geld, das sie verdient, verbraucht sie meist restlos für ihre aufwendigen Maskeraden, mit deren Hilfe sie sich an ihrem Arbeitsplatz jeden Tag von neuem wieder in Szene setzt.
        Die emanzipierte Frau ist genauso dumm wie die anderen, aber sie möchte nicht für so dumm gehalten
        werden: Von Hausfrauen spricht sie nur auf die abfälligste Art. Sie glaubt, allein die Tatsache, daß sie eine Arbeit ausführt, die auch eines Mannes nicht unwürdig wäre, mache sie intelligent. Sie verwechselt dabei Ursache mit Wirkung: Die Männer arbeiten ja nicht, weil sie so intelligent sind, sondern weil sie müssen. Ihre Intelligenz könnten die meisten von ihnen erst dann sinnvoll gebrauchen, wenn sie frei von finanziellen Verpflichtungen wären (so frei wie die Hausfrauen zum Beispiel). In der Regel hätte eine Frau in ihrer Vorortvilla viel bessere Voraussetzungen für ein reges Geistesleben als zwischen Schreibmaschine und Diktiergerät.
        Die Arbeit der Emanzipierten ist selten schwierig oder verantwortungsvoll, doch sie lebt in dem Wahn, sie sei sowohl das eine als auch das andere. Diese Arbeit »füllt sie aus«, »regt sie an«, sie könnte »ohne sie nicht existieren«. Doch wirklich angewiesen ist sie auf diese Arbeit nie, sie kann sie jederzeit aufgeben, denn die Emanzipierte arbeitet, im Unterschied zur Häßlichen, nie ohne Rettungsautomatik: Immer gibt es einen Mann, der irgendwo im Hintergrund bereitsteht und bei der ersten Schwierigkeit zu Hilfe eilt.
        Daß sie langsamer aufsteigt als ihre männlichen Kollegen, findet sie zwar unfair, doch an deren mörderischen Kämpfen nimmt sie deshalb noch lange nicht teil. Das sei eben so: »als Frau«, selbst wenn man »emanzipiert« sei, habe man nicht die gleichen Chancen. Anstatt an Ort und Stelle für eine Veränderung der Tatsachen zu sorgen, rennt sie, geschminkt wie ein Clown und über und über mit Lametta behangen, auf die Versammlungen ihrer Clique und schreit nach Gleichberechtigung. Daß die Frauen selbst – und nicht die Männer – wegen ihrer Interesselosigkeit, ihrer Dummheit, ihrer Unzuverlässigkeit, ihrer Käuflichkeit, ihren albernen Maskeraden, ihren ewigen Schwangerschaften (und vor allem wegen ihrer erbarmungslosen Dressur am Mann) die Schuld an diesen Zuständen trifft, kommt ihr nicht in den Sinn.“

      • „Man könnte nun annehmen, die Männer der Emanzipierten hätten es besser als die anderen, weil sie die Verantwortung nicht allein tragen. Das Gegenteil ist der Fall: Die sogenannte emanzipierte Frau macht ihren Mann unglücklich. Denn dieser Mann wurde natürlich, wie alle seines Geschlechts, nach dem Leistungsprinzip dressiert und muß ihr deshalb immer ein paar Schritte voraus sein: Die Übersetzerin hat einen Schriftsteller zum Mann, die Sekretärin einen Abteilungsleiter, die Kunstgewerblerin einen Bildhauer, die Feuilletonistin einen Chefredakteur.
        Die emanzipierte Frau ist deshalb nie eine Entlastung für ihren Mann: Sie beutet ihn noch mehr aus als die anderen. Je höher sie hinaufkommt, desto unbarmherziger treibt sie ihn an (und manchmal kommt eine solche Frau, durch Zufall oder die Protektion eines Mannes – denn sie ist ja attraktiv – tatsächlich in eine wichtige Stellung). Wenn er nicht selbst eine hohe Position hat, wird jede ihrer Gehaltserhöhungen für ihn zum Trauma, jede ihrer beruflichen Anerkennungen kann ihn in Panik versetzen. Er lebt ständig in Angst, sie könnte ihn eines Tages doch noch überrunden, und findet keinen Augenblick Ruhe. Die fremden Männer, die sie täglich trifft, stürzen ihn in wilde Eifersucht. Er fühlt sich überflüssig, sein ganzes Dasein scheint ihm sinnlos, denn er glaubt, daß sie ihn nicht mehr braucht. Das Glück des Sklaven – das einzige Glück, das den Männern nach ihrer Dressur noch erreichbar ist – bleibt ihm versagt.“

      • „Die Emanzipierte verzichtet prinzipiell auf nichts: Sie ißt die Torte und den Kuchen auch noch. Damit sie
        ihrer »anregenden geistigen Tätigkeit« nicht entsagen muß, gibt sie ihre Kinder in Tagesheime und Internate oder läßt sie von jenen Hausfrauen erziehen, die sie so sehr verachtet. Und auch die Hausarbeit macht sie natürlich nicht allein: Sie erledigt sie mit ihrem Mann gemeinsam nach Büroschluß. Dafür darf er sich auch beim Parkettbohnern, Blümchengießen und Silberputzen mit seiner »geistig regen« Frau »anregend« unterhalten. Denn auf den traditionellen Plunder ihrer Sippschaft verzichtet die Emanzipierte natürlich genauso wenig wie auf den Arbeitssklaven und die Kinder.“

      • „Um ihrem Anspruch auf die männlichen »Privilegien« Nachdruck zu verleihen (ihren Anspruch auf die
        gutdotierten Stellungen der Männer, nicht etwa auf die »Privilegien« des Soldaten), organisiert die Emanzipierte von Zeit zu Zeit sogenannte Emanzipationsbewegungen. Bei solchen Gelegenheiten lenkt sie dann mit viel Gezeter die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich, steckt sich Kampfabzeichen an den jeweils neuesten Suffragetten-Look, stellt zur Demonstration ihrer politischen Interessen etwa Kerzen an ihr Wohnzimmerfenster, kneift unter den Augen des Fernsehpublikums Bauarbeitern in die Hinterbacken und macht dergleichen Mätzchen mehr. Regelmäßig befreit sie sich dabei auch von irgendwelchen »Fesseln«. Und diese »Fesseln« versteht sie (da ihr geistige Fesseln fremd sind) immer ganz wörtlich: Zu Beginn dieses Jahrhunderts war es das Korsett, von dem sie sich befreite, in den siebziger Jahren war es der Büstenhalter (damit diese Sensation auch niemandem entgehen konnte, ließ sie ihre Sklaven die durchsichtige Bluse erfinden), und bei der nächsten Emanzipationswelle wird es vielleicht der unbequeme lange Rock sein, den sie gerade gegen den Willen der Männer mit viel Koketterie in ihren Maskenfundus aufnimmt. Nur ihre Dummheit, ihre Albernheit, ihre Lächerlichkeit, ihre Verlogenheit, ihre Gefühlskälte und ihr abgrundtief blödes Geschwätz das hat sie bei einer solchen Gelegenheit noch nie abgelegt.“

  5. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Nämlich dass es sich nicht um gleiche Leistung handelt.

    Ein schlechter Artikel innerhalb von 2h ist nämlich besser als ein wasauchimmer-Artikel wenn sich keiner mehr für das Thema interessiert.

    Und ich glaube auch dass „schlecht“ hier vorgeschoben ist. Ein Filmtipp hierfür wäre Extrablatt, das waren noch echte Journalisten. Der Film ist aber auch so richtig cool.

    Hab gestern nacht auch noch eine App hinprogrammiert, weil ich tagsüber nicht die Konzentration aufbringen kann, weil dauernd Familienmitglieder was von mir wollen (Carearbeit). War dann halt bis 3 Uhr beschäftigt.

  6. Kurzzusammenfassung solcher jammerarien: alle anderen sind schuld außer ich (und Mami).

    Da es zweifellos stimmt dass man an Herausforderungen wächst, sollte sich die Autorin des tweets mal überlegen was ihre Erkenntnis eigentlich bedeutet.

  7. Ihre Twitter-Bio:

    Ist das feministisch oder kann das weg? | Redakteurin
    @derfreitag
    | Autorin
    @fva

    Wie ein Islamist, sieht sie wahrscheinlich auch alles durch ihre religiös-ideologische Brille. Ihre Bewertungskriterien können ziemlich abweichend zu den Kriterien von Rest der Bevölkerung sein. Wenn z.B. eine Frau einen völlig belegfreien Text, in dem sie anhand Taten einzelner Männer oder einem Verhalten das Frauen genau so zeigen, was aber nur für Männer problematisiert wird, alle Männer verteufelt, ist das für sie vielleicht ein super wichtiger und richtiger Text einer superklugen, unabhängigen, starken Frau. Für alle anderen ist es menschenverachtender Schund.

    Mich würde daher interessieren, ob ein Text einer superklugen Autorinnen, die selbstredend und beleglos immer noch Care-Arbeit machen muss, auch von den Lesern als besser bewertet wird, wie ein Text den „halt irgendein ein Mann“ geschrieben hat.

    Männliche Autoren sollten ihr helfen und aufhören anzubieten Texte für sie zu schreiben.

  8. Elsa Koester bitte einfach mal googeln und sich ihre Elaborate und Vita anschauen, dann ist der Hintergrund etwas klarer. Für diese Art Person fällt mir immer der Begriff halo-Effekt ein (Kurzzusammenfassung): „Der Halo-Effekt ist eine aus der Sozialpsychologie bekannte kognitive Verzerrung. Dabei schließt man von bekannten Eigenschaften einer Person auf unbekannte.“

  9. Ich weiß jetzt nicht, wie ernst man eine Redakteurin beim freitag und ihr Gejammere nehmen kann bzw. soll.

    Das eigentlich Interessante an ihren Tweets (und einigen Antworten darauf) ist die Aussage, daß Texte regelmäßig in 2 Stunden runtergeschrieben werden. Nun hat sie nicht gesagt, wie lang die Texte sind und von wieviel Zeit für 1 Seite mit ca. 300 Worten wir hier reden.

    So eine Seite schaffe ich vielleicht in einer halben Stunde, wenn ich nur meine vorgefaßte Meinung runterschreibe, nichts recherchieren muß, keine Links und Querverweise und sonstigen Schnickschnack drin habe und nicht besonders auf den Stil achte („drin habe“ schreibe 😉 ). Von Korrekturlesen und Feintuning gar nicht erst zu reden.

    Ich frage mich manchmal, wie die Zeitungen es schaffen, jeden Tag solche enormen Mengen an Text zu produzieren. Ohne Journalisten, die Texte wie ein Akkordarbeiter produzieren, geht das kaum. Daraus folgt aber letztlich, daß der Großteil dessen, was man da so liest, nur nur Nacherzählungen von DPA-Meldungen oder die wiedergekäute Vorurteile und Privatmeinungen.

    • „Daraus folgt aber letztlich, daß der Großteil dessen, was man da so liest, nur nur Nacherzählungen von DPA-Meldungen oder die wiedergekäute Vorurteile und Privatmeinungen.“

      Nacherzählungen? Schön wär’s. Es ist ja längst bekannt, dass oft sogar die DPA-Meldungen komplett reinkopiert und ggf. noch einmal um ein zwei eigene Sätze ergänzt werden. Das geht mir regelmäßig enorm auf den Keks, wenn ich mir über irgendein aktuelles Ereignis ein etwas breiteres Bild machen möchte, aber feststelle, dass bei nahezu allen Portalen dasselbe steht – wortwörtlich. Das ist vor allem ärgerlich, weil die so offensichtlich einfach nur stumpf reinkopierten DPA-Meldungen eben nur das sind: kurze, knappe, auf das absolut Wesentliche reduzierte Meldungen. Will man mehr Details haben, findet dann aber raus, dass alle nur dieselbe Meldung, bestenfalls minimal bearbeitet, bei sich reinstellen, ist das höchst frustrierend.

    • „Ich frage mich manchmal, wie die Zeitungen es schaffen, jeden Tag solche enormen Mengen an Text zu produzieren. Ohne Journalisten, die Texte wie ein Akkordarbeiter produzieren, geht das kaum. Daraus folgt aber letztlich, daß der Großteil dessen, was man da so liest, nur nur Nacherzählungen von DPA-Meldungen oder die wiedergekäute Vorurteile und Privatmeinungen.“

      Schau dir die „Qualität“ bei ZON und SPON an. Ich bin damit groß geworden, dass diese beiden Medien für die Meinungsbildung essenziell waren. Kam der Spiegel raus, dann wurden Themen im Freundes- und Familienkreis diskutiert. Heute spritzt Stokowski ihren Hass frei heraus und die Hofschranzen jubeln. Und dann kam bento und das Niveau glit ins bodenlose ab, letztlich unterschieden sich bento Meinungen nicht mehr von Agenturmeldungen. Und bei ZON gab es vor Jahren eine heftige Auseinandersetzung zwischen Thomas Fischer und Renate Künast und ein zwei unerfahrenen Jungjuristinnen. Es ging um die Abschaffung der Unschuldsvermutung und Fischer hatte klar Oberwasser in der Argumentation. Und was macht ZON – holt die Künast und zwei Jungjuristinnen, die sich alle drei gegenüber Fischer blamierten. Das Niveau der Portale und der Zeitungen ist ins bodenlose gesunken. Und dann wundern sich alle, wenn beim Reitschuster der Server qualmt.

    • derFreitag hat auch nur eine Auflage von knapp 25.000. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass Autoren dort viel verdienen. Mehr als ein Nebenverdienst oder Hobby kann es eigentlich nicht sein.

  10. https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/in-corona-pandemie-tragen-frauen-wegen-homeoffice-die-hauptlast-17078143.html
    Wegen Corona arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Das sorgt in Familien für erhöhten Druck – die Hauptlast dabei tragen Frauen, sagt die Soziologin Sarah Speck. F. „Ihre Schwerpunkte als Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Uni sind unter anderem die Geschlechterforschung und der Wandel der Erwerbswelt, nun befassen Sie sich mit den Folgen der Corona-Krise. Wie verändert sich die Arbeitswelt in Zeiten der Pandemie?“ A. „Die Pandemie und die hier erprobten neuen Formen der Zusammenarbeit werden die Arbeitswelt massiv verändern, und vieles davon wird auch nach Corona nicht mehr zurückzudrehen sein. D…“ der Rest verschwindet hinter der Bezahlschranke.

    Hier wird gerade massiv an einem modernen Mythos gestrickt, der in Zukunft unhinterfragt von Feministinnen und getreuen Medien missbraucht wird. Das Justizministerium wird dann daraus das „Gute-Frauen-Arbeitsgesetz“ machen, Symbolpolitik pur.
    Und auch hier muss man sich die Hintergründe zur Interviewten anschauen: „Sarah Speck studierte von 2000 bis 2006 Angewandte Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie promovierte 2012 an der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Geschlecht als Wissenskategorie“ mit einer Arbeit über verberuflichte Mutterschaft am Beispiel der SOS-Kinderdörfer. Von 2012 bis 2015 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität (TU) Darmstadt im DFG-Forschungsprojekt „Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist. Zum Wandel von Geschlechterbeziehungen in Familie und Paarbeziehung im Milieuvergleich“ tätig und vertrat im Anschluss daran den Lehrstuhl „Mikrosoziologie mit dem Schwerpunkt Geschlechterverhältnisse“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seit 2015 ist Sarah Speck wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschlechterforschung, der Paar- und Familiensoziologie, des Wandels der Erwerbswelt, in der Milieuforschung und der Soziologie der Intimität.“
    Nur so am Rande: auch die Doktormutter von Frau Giffey, Tanja Börzel, war an der HU https://www.sowi.hu-berlin.de/de/forschung/projekte/forschungsgebiete . Die HU Berlin, die Napola der Feministinnen. Wann wird jemand mutig aufstehen und sich gegen diesen korrupten hasserfüllten Sumpf stemmen?

    • Der Mythos das sobald Frauen zu Hause sind sie unbezahlte Care-Arbeit leisten. Dabei ist auch egal ob sie alleine wohnen, eine Putzhilfe, überhaupt Kinder haben oder die Kinder in eine Ganztagesbetreuung stecken. Es soll als Grundannahme gelten: Frauen sind super fleißig, halten alles am Laufen und werden nicht angemessen dafür bezahlt und Männer sind faul.

      • Genau das ist es: Die Legende von der unter ihren vielen Aufgaben zerquetschten Frau, die in ihrer Not sogar multitasken muss, umringt von unendlich vielen an ihr zerrenden Kleinkindern (huch, wo sind die denn?). Und dann wird sie mit den Pantoffeln geschlagen, die sie ihrem Mann vor dem Fernseher kniend über die Füße gestülpt hat. Der hat gerade den letzten Schluck aus dem Kasten Bier genommen, erhebt sich und vergewaltigt sie bis zum Sendeschluss des ZDF.

        Das geht aus einer Studie der FH Krächzen hervor, die im Auftrag des Familienministeriums den Alltag deutsche Familien in der coronalen Adventszeit untersucht hat.

      • Wenn sie keine Kinder haben, haben sie aber evtl. einen Ehemann bzw. sonstigen Lebensgefährten.
        Um den kümmern sie sich natürlich auch ständig. Naja, zumindest manchmal – dafür aber ganz sicher niemals unbezahlt. Ob sie Kinder oder Katzen haben, ist dabei egal. So lange sie mit einem Partner zusammenleben, der Vollzeit arbeitet (meistens tatsächlich ein Mann), kommt der (mit) für ihren Lebensunterhalt auf.
        Kostenlose Care-Arbeit leistet sie allenfalls, wenn sie allein lebt. Dann leistet sie ihre kostenlose Care-Arbeit aber auch nur für sich selbst.

    • „Sarah Speck studierte von 2000 bis 2006 Angewandte Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg.“

      Wohl kaum. Die Uni Lüneburg wurde erst 2007 in „Leuphana Universität Lüneburg“ umbenannt:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Leuphana_Universit%C3%A4t_L%C3%BCneburg#Umbenennung_in_Leuphana_Universit%C3%A4t_L%C3%BCneburg
      Dieser hochtrabende, lateinisch-alterwürdig klingende Name ist Dummenfang.

      Außerdem fusionierte die Universität Lüneburg am 1. Januar 2005 mit der Fachhochschule Nordostniedersachsen. Man weiß also nicht so ganz sicher, ob Frau Speck an einer Uni oder an einer FH studiert hat.

      • arrgh: „altehrwürdig“ (Warum ist die Schriftgröße in diesem Antwort-Feld eigentlich dermaßen klein?)

        Noch mal zu Speck: bei dem Lebenslauf kamen mir spontan Zweifel, ob sie irgendwo das mathematische Rüstzeug erworben hat, um empirisch zu forschen. Kurze Recherche ergibt:
        http://www.ifs.uni-frankfurt.de/mitarbeiter_in/dr-sarah-speck/
        Forschungsschwerpunkte
        Geschlechterforschung; Paar- und Familiensoziologie; Wandel der Erwerbswelt; Soziale Ungleichheit und Milieus; Soziologie der Intimität; qualitative empirische Sozialforschung (insbesondere ethnographische und hermeneutische Methoden)
        Alles klar!

    • „Die HU Berlin, die Napola der Feministinnen“

      Da gibt’s den Doktor für Frauenkunde. Aber nur für Frauen. Fast für lau. Dieser Doktortitel wird so lange und so häufig verliehen, bis mindestens so viele Frauen einen Doktortitel haben wie Männer in der Menschheitsgeschichte diesen Titel trugen.
      Und da diese Form der Gleichstellung noch nicht erreicht ist, tut sich die FU auch so schwer, der Giffey ihren Doktor abzuerkennen. Schließlich ist sie doch eine Frau.

      Denn wir lernen schon inzwischen lange: Gleichstellung sticht Fähigkeit. Und selbst komplette Unfähigkeit oder gar Betrug schützt die Gesellschaft nicht vor Gleichstellung.

      • „Napola der Feministinnen“ find ich gut, hoffentlich merk ichs mir.
        ;-)))
        Obwohl man an Napolas wohl wenigstens noch Mutproben bestehn musste, um nicht rauszufliegen.

      • Lässt sich natürlich nicht rechtfertigen. Dass Giffey beschissen hat, ist erwiesen. Sonst wäre sie ja nicht mit der (unzulässigen) Rüge abgestraft worden.

  11. Ich psychologisiere mal ganz selbstgefällig, ohne alle Kommentare gelesen zu haben.
    Ihr -also die, deren Kommentare ich gelesen habe- sucht nach den Motiven für den Inhalt an der falschen Stelle.
    Frau Koester musste sicher den Vorwurf, zumindest empfand sie es als solchen, ertragen, warum sie diesen oder jenen Artikel nicht an einen ihrer Geschlechtsteilgenossen genetzwerkt hat.
    Dagegen musste sie dann gleich „direkt“ vorgehen.
    Der Inhalt ist jetzt nicht so wichtig, gibt aber schön unoriginell Einblick wie sie ihr Problem in ihrer Umgebung auf arrogante, sexistische , emotional- und sozialintelligente ähh manipulative Art lösen gelernt hat.

    • Ein verzweifelter „Ich TUE doch schon alles was ich kann!!1!“ Ausruf?

      Sehr wahrscheinlich korrekt.

      Ändert aber nichts an der Stichhaltigkeit all der anderen Beobachtungen.

      • wollt ich auch garnicht behaupten. war eher witzig gemeint. ich könnte mich zumindest kaputt lachheulen, wenn ich bedenke, wie oft ich mich auf der sachebene diskutierend glaubte, während es eigentlich um ganz etwas anderes ging, das aber nicht offen gesagt werden konnte.

  12. Ist eigentlich dieses übertriebene Lob „superkluge Autorinnen“ eine Art Frauen bzw. Feminismus-Ding? Ich lese das öfter so nach dem Motto lest die superintelligente, superkluge Autorin XY.

    Ich werde da immer skeptisch bei so einer überzogenen Bewertung.

    • Das ist normal bei Frauen. Musst du mal drauf achten in der Gruppe und nach außen sind die immer voll des Lobes übereinander. Hinter dem Rücken ist dann Bürgerkrieg, aber öffentlich ist nur positives erlaubt.
      Das ist ein totaler Gegensatz zu Männern. Da wird sich ja auch gerne mal hochgenommen und deutliche Kritik ist verbreitet. Das sind evolutionär erworbene Handlungsunterschiede. Ironischerweise denken diese „starken“ Frauen, dass Männer sich genauso gegenseitig in den Himmel loben und deshalb die Karrieren machen, obwohl das Gegenteil der Fall ist.

      • Hatte ich vor einigen Jahren(?) schon mal hier erzählt.
        Drei ziemlich beste Freundinnen unterhalten sich angeregt, diskutieren und quatschen über dies und das. Es wird getratscht in absoluter weiblicher Einigkeit.

        Dann verabschiedet sich eine und verlässt die heiligen Hallen Kaum ist sie zur Tür raus, geht die Lästerei los…

        Unter Männern habe ich das so noch nie erlebt. Klar, man „diskutiert“ auch mal über jemanden, der nicht anwesend ist. Aber es wird auch sonst nicht auf Friede, Freude, Eierkuchen gemacht. Wenn man sich nicht mag, werden die Feindseligkeiten doch relativ offen ausgelebt.
        Muss mann in einem Team zusammenarbeiten, funktioniert das dazu aber trotz allem.

        • Ja Frauen sind leider im statistischen Mittel charakterlich etwas minderwertiger als Männer ( obwohl es auch unter denen viele Arschlöcher gibt (dies recht oft aber wieder eine Folge des Weiblichen, weil sie durch Erziehung/Dressur oder freiwillige Anpassung an weibliche Erwartungen so geworden sind))
          Nicht zu vergessen auch immer wieder Schopenhauers Erkenntnis, das Unehrlichkeit das über alle individuelle Varianz charakteristische Merkmal des weiblichen Wesens ist.

          „das ist normal bei Frauen. Musst du mal drauf achten in der Gruppe und nach außen sind die immer voll des Lobes übereinander. Hinter dem Rücken ist dann Bürgerkrieg, aber öffentlich ist nur positives erlaubt.“
          Eine der Ursachen für dieses Verhalten liegt in der Tatsache: Nichts vereint Frauen mehr als der Kampf GEGEN DIE Männer (eigentlich der Kampf um Kontrolle über sie) und nichts entzweit Frauen mehr als der Kampf UM EINEN Mann (wieder eigentlich der Kampf um Kontrolle über ihn, also den exklusiven Zugriff auf seine sexuellen, wirtschaftlichen handwerklichen und sonstigen Fähigkeiten und Potenzen)
          —–
          Danke noch mal an Adrian für sei Zitatfeuerwerk, wer da nicht aufwacht ist tot.

          • „Frauen sind leider im statistischen Mittel charakterlich etwas minderwertiger als Männer“

            Ich möchte das einschränken durch „…in Kulturen, die keine oder nur geringe Ansprüche an den Charakter der Frau stellen. Wie der unseren, in der es verboten ist, den Begriff der ‚bösen Frau‘ zu verwenden, wodurch es Frauen viel weniger in den Sinn kommt, dass sie grad böse handeln/sein könnten.“

    • Woran erkennt man u.a. einen Alpha-Mann?

      Er bezeichnet sich nicht als Alpha-Mann.

      Kluge Menschen bezeichnen sich selbst auch nicht als klug und in der Regel sagt man sowas auch nicht über andere. Entweder man ist klug oder nicht. Die Leute mit denen man zu tun hat, merken das eh irgendwann. Sich selbst als starke Frau zu bezeichnen macht einen auch nicht zur starken Frau.

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