Karriere machen wie ein Mann bzw. die Überzeugung einiger Frauen, dass bestimmte Arbeiten der Frau anscheinend nicht übertragbar sind

Wenn man mit Frauen über Hindernisse für Frauen bei der Karriere redet, dann kommt häufig so etwas wie „Sie müssen ja auch noch die Carearbeit machen“ und „Klar kann sie nicht 60 Stunden arbeiten und sich danach noch um Haushalt und Karriere kümmern“ oder zumindest ein „Und wer macht ihm diese und jene Arbeiten, damit er das kann?“

Karriere machen wie ein Mann klingt dann für eine Frau geradezu unmenschlich und kaum vorstellbar.
Aber es kann ganz interessant sein, da mal eine Version zu entwerfen:

Sie studiert ein Karrierefach. Bei der Partnerwahl achtet sie strikt darauf, dass er weniger als sie verdient und bereit ist die Kinderbetreuung zu übernehmen. Sie muss schauen, wie sie ihn in der Situation glücklich hält, was bei den Frauen der Manager der Shoppingtrip ist muss eben dann zb der Einkauftrip in den Technikladen sein und die Anerkennung als Mann dafür wie er den Haushalt führt etc.
Ansonsten wird die Frau alles den Beruf unterordnen.60 Stundenwoche, wenn es wichtige Termine erfordern auch mal länger. Wenn man die Schulausführung des Kindes verpasst, weil gerade irgendwo ein Problem eingetreten ist, dann ist das eben so. Es gibt im nächsten Jahr eine neue und man kann sich die Fotos anschauen.

Die „Carearbeit“ überlässt man ganz ihm, man hat keine Zeit dafür und bringt ja das Geld nach Hause. Zur Not kann man dann am Wochenende etwas Zeit mit der Familie verbringen. Es gilt hier für die Frau vollkommen loszulassen und nicht zu glauben, dass man etwas besser machen kann. Er wird es schon auf seine Weise hinbekommen, das ist sein Bereich.

Überhaupt Kinder: Man kann auch direkt abstillen oder jedenfalls sehr schnell um dann direkt wieder im Büro zu sein. Wenn das Kind nachts schreit, dann überlässt man das dem Hausmann, denn morgen sind wichtige Sitzungen.

Die Kinder kommen ansonsten früh in Kinderkrippen oder Kindergärten, wenn es mit der Karriere besser läuft kann man auch noch Kinderbetreuer anstellen oder eine Haushaltshilfe.

Man sieht die Kinder vielleicht noch mal morgens, die Arbeit ist zu weit weg um Mittags noch mal nach Hause zu kommen und wenn man von der Arbeit kommt, dann schlafen sie schon. Immerhin sind Teile der Wochenenden für die Familie reserviert, sofern nichts dazwischen kommt und ein paar Akten oder Vorgänge kann man auch mal in Ruhe am Wochenende zuhause bearbeiten, da stören einen die Leute nicht pausenlos mit anrufen.

Und wenn es auf diese Weise mit dem Partner nicht klappt, dann wird er eben die Kinder mitnehmen oder man sucht sich einen neuen, jüngeren Partner, mit dem man neue Kinder haben kann bzw der die alten betreut. Wenn man sich 2-3 mal scheiden lässt muss das – je nach Branche – kein Untergang sein. Hauptsache das Geschäft leidet nicht und der Ehevertrag hält.

Nach der Arbeit besucht man noch Verbände wie sagen wir mal Lions Club oder Rotary oder politische Veranstaltungen oder wirbt im Golfclub um neue Aufträge.

Den Urlaub bucht man in Deutschland, da kann man wenigstens von der Insel noch mal kurz zu einer wichtigen Sitzung fahren, man ist ja am nächsten Tag wieder da.

Das kommt dann in Schilderungen von Führungspositionen nicht so vor und eine solche Beschreibung würde von den meisten Frauen als unzumutbar angesehen werden.

59 Gedanken zu “Karriere machen wie ein Mann bzw. die Überzeugung einiger Frauen, dass bestimmte Arbeiten der Frau anscheinend nicht übertragbar sind

  1. Sie müssen ja auch noch die Carearbeit machen

    klar, ist ja a) ein wesentliches Element der Ausübung ihrer familiären und gesellschaftlichen Macht und Kontrolle

    und/oder b) ein innerer Zwang. Da kann der Mann 10x sagen du must jetzt hier nicht putzen für mich ist es so ok, wenn der innere Zwang stärker ist muss sie halt trotzdem….

    • Der innere Zwang ist immer wieder frappierend. Wie bereits erwähnt sind deswegen Anschaffungen wie Staubsaugerroboter des Teufels. Der kann das eben b) nicht richtig machen und a) geht auch das Druckmittel „hier musste aber mal wieder gesaugt werden und du liegst auf dem Sofa“ verloren.
      Ich glaube, dass nur sehr wenige Frauen das abgeben können. Insbesondere auch weil die soziale Interaktion über die Kinder stärker ist bei Frauen. Ich kenne ein paar Freunde meiner Kinder, aber nur einzelne Lehrer und die Eltern dazu sind mir weitgehend unbekannt und das interessiert mich auch nicht. Die meisten Mütter beziehen das alles in ihr soziales Netz ein. Und auch das ist für Frauen wichtig und angenehm.

  2. Tatsächlich hat so ein Modell viele Vorzüge. In meinem Freundeskreis gibt es ein Pärchen, was so einen kompletten Rollentausch vollzogen hat, wobei sie „nur“ Beamtin in Leitungsfunktion mit entsprechend moderaten Arbeitszeiten und Einkommen ist.

    Das größte und schönste Zimmer im gemeinsamen Haus ist sein Computerspielzimmer. Sie hat zum in Ruhe schlafen ein Bett in der Abstellkammer. Er kommt aus dem handwerklichen Bereich und arbeitet Teilzeit im Messebau, vor allem am Wochenende. Dadurch kann er aber neben der Kinderbetreuung das Haus in Schuss halten, umbauen etc. Seinen Kindern hat er einen Abenteuerspielplatz in den Garten gebaut. Und meinem Eindruck nach sind die Kinder auch noch besser erzogen als weiblich erzogene Vergleichskinder.

    Das ganze Problem bei dem Modell ist, eine Frau zu finden, die das macht. Die hier haben sich kennengelernt als sie 18 waren. Sie war Jungfrau und hatte vorher noch keinen Freund. Sie war jetzt nicht super heiß, aber auch nicht hässlich oder so was.

    • Wenn man Ehe als Team versteht, ist so ein Modell obendrein eine sehr vernünftige Anpassung an heutige Gegebenheiten: Denn mit den ganzen Quoten etc. ist es als Frau viel leichter, Karriere zu machen. Natürlich muss sie schon auch ein bisschen Arbeiten können. Aber dann muss sie nur immer schön dabei bleiben Vollzeit zu arbeiten, die Gebärpausen möglichst kurz halten und vor 35, wenn Karriere überhaupt erst richtig losgeht, schon abgeschlossen haben. Dann wird nach oben hin die Konkurrenz um den Quotenjob in der Führung immer geringer.

      Denn für die meisten Frauen ist „Karriere“ eigentlich nur der Versuch, ihren Preis auf dem Heiratsmarkt nach oben zu treiben. Und nicht wenige verzocken sich dabei völlig.

      • Inwiefern treibt Karriere den Preis auf dem Heiratsmarkt nach oben?
        Ich weiß natürlich nicht wie es anderen geht, aber Karriere macht Frau doch nicht attraktiver? Ok sie darf nicht blöd sein, aber das Leben dem Job verschrieben zu haben macht Frauen in meinen Augen null attraktiv….

        • Menschen heiraten in westlichen Gesellschaften immer öfter Menschen mit gleichem Bildungshintergrund oder ähnlichem Verdienst. Der Arzt heiratet nicht mehr die Krankenschwester – er heiratet eine Ärztin.

          https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/heiratsmarkt-hoehergebildete-frauen-und-maenner-heiraten-untereinander-a-1016268.html

          Es gibt also einen Trend, den Frauen vermutlich unbewusst wahrnehmen.

          Dazu kommt die Neigung von sowohl Männern als auch Frauen, bei der Partnerfindestrategie zu projizieren, als gäbe es kein Morgen.
          „Ich finde Frauen attraktiv, die nett sind und aufmerksam, also bin ich selber so. ‚Gegensätze ziehen sich an‘? Ach was, ‚Gleich und Gleich gesellt sich gern‘.“
          „Ich finde Männer attraktiv, die tough und erfolgreich sind, also bin ich selber so. ‚Gegensätze ziehen sich an‘? Ach was, ‚Gleich und Gleich gesellt sich gern‘.“

        • Es kann je nach Betrachtung den Preis schon nach oben verändern, wenn man die weiblichen Präferenzen miteinbezieht: ein armer Mann würde bei einer Frau mit hohen Einkommen vermuten, dass sie nicht an ihn interessiert ist, weil er eben nicht den gleichen Status hat.
          Es haben insofern gewisse Männer er die Vorstellung, dass sie den Preis, den sie haben will, nicht zahlen können.
          Und natürlich kommt sie, wenn sie selbst in „besseren Kreisen“ unterwegs ist auch eher zu einem hohen Grad mit Männern aus dem Bereich in Berührung. Insoweit erhöht ist ihre Chancen, in dem Bereich ein Partner zu finden.

        • Ich denke, dass da ist was dran. Da Frauen eher nach oben heiraten wollen, erwerben sie in ihren Augen durch eine gute Ausbildung bzw. Karriere das Recht auf einen noch statushöheren Mann.
          In der Realität funktioniert das nicht so, deshalb sind die über 40jährigen, alleinstehenden Karrierefrauen am unglücklichsten.

          • Exakt. Ich bestreite nicht dass es die Denkweise gibt. Und ja ein gewisses intellektuelles Niveau würden die meisten Männer wohl definitiv erwarten. Aber wirtschaftlichen Wohlstand? Eher nicht.
            Ich hatte mal einen Versuch mit einer Managerin bei einem deutschen Großunternehmen. Mir war ihre Kohle echt egal. Was mich irritiert hat war wie sehr sie sich ihr Leben dadurch wegnehmen hat lassen. Zusammen war ich aber mit ihr weil sie hübsch war.

        • Du kommst ohne die Karriere gar nicht in die Kreise in denen die interessanten Männer sind. Außerdem hat, entgegen der Vorstellung, auch ein ranghoher Mann meist kein Interesse mit einer Dumpfbacke Zeit zu verbringen die außerhalb des Bettes stattfindet. Darum ist eine Krarriere schon nützlich. Nur sollten sich die Frauen halt nicht selbst belügen, was den Sinn dieser Karriere betrifft.

          • Das halte ich für ein Gerücht. Eine eigene „Karriere“ dürften die wenigsten Gattinnen von Vorstandsmitgliedern im Dax aufweisen.
            Als Beispiele verweise ich hier mal auf Liz Mohn (Zahnarzthelferin) und Ursula Piech (Kindergärtnerin). Beiden genügte Zugang zum entsprechenden Kreis. Auf Augenhöhe war das aber keineswegs.

          • „Als Beispiele verweise ich hier mal auf Liz Mohn (Zahnarzthelferin) und Ursula Piech (Kindergärtnerin).“
            Die Zeiten sind lange vorbei. Heutzutage brauchst du ein Studium um Sekretärin eines solch hochrangigen Managers zu werden. Die Sekretärin tippt auch nicht nur, sondern macht weitaus mehr, daher müssen die Fähigkeiten auch andere sein.
            Karriere ist auch nicht so gemeint, dass du als Konzernsklavin 10 Jahre lang arbeitest, sondern, dass man sich durch einen Job beim Konzern den Zugang dahin verschafft. Denn, so wenig eine Feministin es glauben, will, die meisten Konzernchefs haben ziemlich wenig Zeit um durch Bars und Clubs zu ziehen.
            Meine Investoren haben mir das anschaulich erzählt und unter diesen sind ziemlich hochrangige, ehemalige Konzernchefs.

          • Du kommst ohne die Karriere gar nicht in die Kreise in denen die interessanten Männer sind.

            Soll das heißen, dass Männer ohne Karriere nicht interessant sind? Und in welchem Sinne überhaupt interessant?

          • „Soll das heißen, dass Männer ohne Karriere nicht interessant sind?“
            Es gibt Frauen die gerne hochrangige Männer abgreifen wollen – unter anderem, weil sie dann reich werden ohne groß zu arbeiten. Für diese Frauen ist Joe Sixpack uninteressant. Nicht jede ist bereit so weit zu gehen aber es gibt sie.

  3. Großes Mitgefühl mit Südländerin wieder.
    Einen so tiefen Einblick in Dein Denken hast Du hier wahrscheinlich noch nie gewährt.

    „Sie studiert ein Karrierefach.“

    Einige der seit einer kleinen Ewigkeit beliebtesten Studienfächer von Frauen haben an sich sehr großes Karrierepotential. Die Idee, dass sie quasi nur Germanistik und Orchideenfächer wie Kunstgeschichte usw. anzögen, ist hingegen absurd.

    „Bei der Partnerwahl achtet sie strikt darauf, dass er weniger als sie verdient“

    Weil er jünger ist als sie?

    „und bereit ist die Kinderbetreuung zu übernehmen.“

    Verbal aufgeschlossen geben sich sehr viele Männer dafür, heutzutage. Ob das gelogen ist, kann man erst rausfinden, wenns dann im Zweifel zu spät wäre.

    „Sie muss schauen, wie sie ihn in der Situation glücklich hält“

    Eine Aufgabe, der sich Karrieremänner wahrscheinlich doch nur selten und dann auch eher nur wenig verschreiben (verglichen mit der Pflege von wichtigen Geschäftsbeziehungen).

    „Die Kinder kommen ansonsten früh in Kinderkrippen oder Kindergärten“

    Ne, ein Karrieremann profiliert sich (auch gegenüber seinen weiblichen Peers oder Untergebenen, die Mütter sind) üblicherweise gerade damit, dass sein/e Kind/er eben nicht in die Fremdbetreuung gegeben werden, bevor sie laufen und wenigstens rudimentär sprechen können (vor 10+ Jahren noch: bevor sie tagsüber trocken sind).

    „Und wenn es auf diese Weise mit dem Partner nicht klappt, dann wird er eben die Kinder mitnehmen oder man sucht sich einen neuen, jüngeren Partner, mit dem man neue Kinder haben kann bzw der die alten betreut. Wenn man sich 2-3 mal scheiden lässt muss das – je nach Branche – kein Untergang sein. Hauptsache das Geschäft leidet nicht und der Ehevertrag hält.“

    Keine Frau hat jemals so kalkuliert, das wäre nämlich völlig unrealistisch. Unrealistischer als ein Lottogewinn oder plötzlich irgendwann „entdeckt“ zu werden, bspw.

    Tröstlich ist nur, dass viele Männer das Scheitern ihrer Ehe letztlich doch mehr mitnimmt als erwartet. Und die Aussicht auf (immer mehr) Frauenquoten.

    • „Großes Mitgefühl mit Südländerin wieder.
      Einen so tiefen Einblick in Dein Denken hast Du hier wahrscheinlich noch nie gewährt.“

      Was leitest du denn aus einem Artikel, der nicht über mich geht, über mich her?

      „Einige der seit einer kleinen Ewigkeit beliebtesten Studienfächer von Frauen haben an sich sehr großes Karrierepotential. Die Idee, dass sie quasi nur Germanistik und Orchideenfächer wie Kunstgeschichte usw. anzögen, ist hingegen absurd.“

      Richtig. Aber im Schnitt haben die Fächer der Männer recht unstreitig ein größeres Karrierepotential oder nicht?

      Germanistik und Deutsch, Pädagogik, Anglistik (dazu wahrscheinlich noch häufig auf Lehramt) siebt schon mal einiges aus. Selbst Medizin ist relativ Selektiv und einen Psychologieabschluss dürfte man in den Vorständen auch nicht so häufig sehen.

      „„Bei der Partnerwahl achtet sie strikt darauf, dass er weniger als sie verdient““
      „Weil er jünger ist als sie?“

      Weil er Pädagogik oder Germanistik studiert hat oder eine Ausbildung gemacht hat, am besten in einem Kindernahen Beruf.

      „Verbal aufgeschlossen geben sich sehr viele Männer dafür, heutzutage. Ob das gelogen ist, kann man erst rausfinden, wenns dann im Zweifel zu spät wäre.“

      Deswegen muss sie ihn sich ja auch warm halten. Ihn ordentlich verwöhnen mit dem Geld, was sie verdient. Es darf ihm an nichts fehlen, wenn er die Kinder betreut. Und er muss entsprechend viel verlieren, wenn er sich trennt. Aber wenn es mit ihm nicht klappt, dann muss sie eben einen neuen finden und sich weigern die Kinder zu übernehmen solange sie nicht umfassend anderweitig betreut werden können, etwa durch eine Haushälterin

      „Eine Aufgabe, der sich Karrieremänner wahrscheinlich doch nur selten und dann auch eher nur wenig verschreiben (verglichen mit der Pflege von wichtigen Geschäftsbeziehungen).“

      Klar machen sie das. Du meinst das Leben der Frauen von CEOs von DAX-Unternehmen ist (abgesehen von dem geringen Kontakt mit ihrem Mann) nicht gut? Etwas übertrieben, aber lies mal „Wolf of Wallstreet“ und die Beschreibungen wie er sie mit Shoppingtripps bei Laune hält und damit, dass sie das Haus einrichtet etc

      „Ne, ein Karrieremann profiliert sich (auch gegenüber seinen weiblichen Peers oder Untergebenen, die Mütter sind) üblicherweise gerade damit, dass sein/e Kind/er eben nicht in die Fremdbetreuung gegeben werden, bevor sie laufen und wenigstens rudimentär sprechen können (vor 10+ Jahren noch: bevor sie tagsüber trocken sind).“

      Auch gut, hauptsache sie kosten sie keine Zeit.

      „Keine Frau hat jemals so kalkuliert, das wäre nämlich völlig unrealistisch. Unrealistischer als ein Lottogewinn oder plötzlich irgendwann „entdeckt“ zu werden, bspw.“

      Warum nicht? Gibt ja genug Männer in hohen Positionen mit 3 oder 4 Ehe. Fokus auf Karriere, alles andere kann man austauschen.

      • „Was leitest du denn aus einem Artikel, der nicht über mich geht, über mich her?“

        Scherzkeks. Du hast hier genau Deinen bisherigen Werdegang beschrieben und wie sich Dein Familien-Alltag gestaltet, oder weiter gestalten müsste, wenn Du noch „groß rauskommen“ willst.

        „Aber im Schnitt haben die Fächer der Männer recht unstreitig ein größeres Karrierepotential oder nicht?“

        Also mir fällt jedenfalls ad hoc kein Elektrotechniker ein, der eine weltbekannte (z. B. Vorstands-)Karriere hingelegt hätte? Ingenieure (als Allgemeinbegriff) schon eher, aber obwohl gutbezahlt und besonders wertvoll fürs Unternehmen, sind das ja mehr die workhorses, die eher selten auch das Talent mitbrächten, souverän vor Publikum zu sprechen?

        „Selbst Medizin ist relativ Selektiv und einen Psychologieabschluss dürfte man in den Vorständen auch nicht so häufig sehen.“

        Also jedenfalls eher als irgendeinen anderen Mediziner^^

        • „Also mir fällt jedenfalls ad hoc kein Elektrotechniker ein, der eine weltbekannte (z. B. Vorstands-)Karriere hingelegt hätte?“

          Herrlich, Ignoranz als Argument! Die Werdegänge von wie vielen Vorständen kennst Du überhaupt? Und ist „Konzernvorstand Dipl.-Ing. Elektrotechnik“ bei Google einzutippen und drei Seiten Suchergebnisse durchzugehen wirklich so schwierig?

          „Selbst Medizin ist relativ Selektiv und einen Psychologieabschluss dürfte man in den Vorständen auch nicht so häufig sehen.“ – „Also jedenfalls eher als irgendeinen anderen Mediziner^^“

          Psychologen sind keine Mediziner. Keine Ursache, ich bilde gerne weiter.

          • „Herrlich, Ignoranz als Argument! Die Werdegänge von wie vielen Vorständen kennst Du überhaupt? Und ist „Konzernvorstand Dipl.-Ing. Elektrotechnik“ bei Google einzutippen und drei Seiten Suchergebnisse durchzugehen wirklich so schwierig?“

            Hey hey, sie kennt immerhin eine Person, die es als Germanistikabsolventin zu etwas geschafft hat, was sich wohl, nach ihrer Beschreibung, im Bereich Abteilungs- oder ggf. sogar Bereichsleitung bewegen dürfte. Wenn das mal kein unumstößlicher Beweis dafür ist, dass Germanistik als Studienfach mindestens so gut geeignet ist, um groß Karriere in der freien Wirtschaft zu machen, wie einen Diplomingenieur in der Tasche zu haben, was erwartest du denn dann noch??? Check mal deine Privilegien!!!

            Warum lassen wir uns eigentlich immer wieder zu Diskussionen mit dem Satzzeichen triggern. Wir wissen doch eigentlich alle, worauf das immer wieder hinausläuft.

          • „Warum lassen wir uns eigentlich immer wieder zu Diskussionen mit dem Satzzeichen triggern.“

            Also ich mache das, um mich dabei zu amüsieren. Deshalb auch die vielen kleinen Nickeligkeiten. An die Möglichkeit einer ernsthaften Diskussion mit ; glaube ich schon lange nicht mehr.

          • „ist „Konzernvorstand Dipl.-Ing. Elektrotechnik“ bei Google einzutippen und drei Seiten Suchergebnisse durchzugehen wirklich so schwierig?“

            Wenn du das gemacht hast, warum verrätst Du dann nicht einfach ein paar (oder sämtliche gefundene) Namen?

            Ich find die Gewinnung dieser Information tatsächlich nicht trivial, da nichtmal die DAX-Konzerne auf ihren eigenen Homepages in jedem Fall angeben, welche Ausbildung (alle) ihre Vorstandsmitglieder besitzen.

            Aber gut, wenigstens ein Beispiel aus der Vergangenheit für einen Elektrotechnik-Absolventen hätt ich kennen können: Dieter Zetsche – der wohl erste Name, der einem einfällt zum Stichwort Dieselaffäre.

        • „Scherzkeks. Du hast hier genau Deinen bisherigen Werdegang beschrieben und wie sich Dein Familien-Alltag gestaltet, oder weiter gestalten müsste, wenn Du noch „groß rauskommen“ willst.“

          Ach so. Na dann hast du recht. Arme Südländerin.

          „Also mir fällt jedenfalls ad hoc kein Elektrotechniker ein, der eine weltbekannte (z. B. Vorstands-)Karriere hingelegt hätte?“

          Der Abschluss in Elektrotechnik ist ja auch ein „Dipl Ing und da dürfte es einige geben.

          „Ingenieure (als Allgemeinbegriff) schon eher, aber obwohl gutbezahlt und besonders wertvoll fürs Unternehmen, sind das ja mehr die workhorses, die eher selten auch das Talent mitbrächten, souverän vor Publikum zu sprechen?“

          Das kann ja durchaus beides vorliegen.

          Sind wir uns denn nun einig, dass die Männerberufe weitaus eher „Karrieregeeignet sind?

        • Interessant, allerdings von 2018, also nicht mehr ganz aktuell ist https://www.taledo.com/de/blog/karrieretipps/dax-30-vorstande-im-bildungs-check-ein-bachelor-abschluss-reicht-nicht-aus
          Danach hatten von 131 DAX-Vorständen 47 ein MINT-Studium und 60 ein Wirtschaftsstudium absolviert.

          Insbesondere bei den Vorstandvorsitzenden sind viele Ingenieure und Naturwissenschaftler dabei.

          Informier dich das nächste Mal erst selbst, bevor du substanzlose Vermutungen raushaust.

      • „Weil er Pädagogik oder Germanistik studiert hat oder eine Ausbildung gemacht hat, am besten in einem Kindernahen Beruf.“

        Aber wenn er ein paar Jahre älter ist, verdient er damit doch wahrscheinlich immernoch mehr als eine Studentin oder Berufseinsteigerin?

        „„Verbal aufgeschlossen geben sich sehr viele Männer dafür, heutzutage. Ob das gelogen ist, kann man erst rausfinden, wenns dann im Zweifel zu spät wäre.“

        Deswegen muss sie ihn sich ja auch warm halten. Ihn ordentlich verwöhnen mit dem Geld, was sie verdient. Es darf ihm an nichts fehlen, wenn er die Kinder betreut. Und er muss entsprechend viel verlieren, wenn er sich trennt. Aber wenn es mit ihm nicht klappt, dann muss sie eben einen neuen finden und sich weigern die Kinder zu übernehmen solange sie nicht umfassend anderweitig betreut werden können, etwa durch eine Haushälterin“

        Ich weiß nicht, was fürn Film Du da fährst?

        „Du meinst das Leben der Frauen von CEOs von DAX-Unternehmen ist (abgesehen von dem geringen Kontakt mit ihrem Mann) nicht gut? Etwas übertrieben, aber lies mal „Wolf of Wallstreet“ und die Beschreibungen wie er sie mit Shoppingtripps bei Laune hält und damit, dass sie das Haus einrichtet etc“

        Nein Danke. Fiktionale Texte waren einfach noch nie mein Ding.

        „Auch gut, hauptsache sie kosten sie keine Zeit.“

        Jaja…

        „Warum nicht? Gibt ja genug Männer in hohen Positionen mit 3 oder 4 Ehe. Fokus auf Karriere, alles andere kann man austauschen.“

        Frauen sind sich – biologiebedingt – bewusster, dass sie trotz im Schnitt längerer Lebensdauer als Männer verglichen mit eben jenen sehr viel weniger Versuche frei haben/hätten, um das Projekt „eigene Familie“ auf die Wege zu bringen. Das macht bescheidener.
        (Und Bescheidenheit ist das Drama der Frauen)

        • „Aber wenn er ein paar Jahre älter ist, verdient er damit doch wahrscheinlich immernoch mehr als eine Studentin oder Berufseinsteigerin?“

          Hä? Wo schreibe ich, dass er älter sein soll?

          „Ich weiß nicht, was fürn Film Du da fährst?“

          Was findest du denn daran falsch? Würde es dich mit umgekehrten Geschlechtern auch so entsetzen?

          „Nein Danke. Fiktionale Texte waren einfach noch nie mein Ding.“

          https://en.wikipedia.org/wiki/The_Wolf_of_Wall_Street_(book)

          Das Buch sind die Memoiren von Jordan Belford, also keine Fiktion

          „Frauen sind sich – biologiebedingt – bewusster, dass sie trotz im Schnitt längerer Lebensdauer als Männer verglichen mit eben jenen sehr viel weniger Versuche frei haben/hätten, um das Projekt „eigene Familie“ auf die Wege zu bringen. Das macht bescheidener. (Und Bescheidenheit ist das Drama der Frauen)“

          Bescheidenheit gibt aber nun einmal keine Führungspositionen

          • „Hä? Wo schreibe ich, dass er älter sein soll?“

            Im Schnitt sind Männer m.W.n. etwas um die 4 Jahre älter als die Frauen, mit denen sie eine Familie gründen. In welchem Altersbereich konkret sollte Deine Ideal-Frau wildern, um „Karriere wie ein Mann“ machen zu können?

            „Was findest du denn daran falsch?“

            Es passt nicht in den Kontext

            „Würde es dich mit umgekehrten Geschlechtern auch so entsetzen?“

            Aber natürlich, was für ne Frage

            „Das Buch sind die Memoiren von Jordan Belford, also keine Fiktion“

            Oh wow, also gut, dann versuchen wir uns mal kurz eine Karrierefrau mit dieser Vita vorzustellen: irgendne Lebensmittelklitsche aufgezogen und mit 25 auch schon pleite gegangen. Glücklicherweise qualifikationsfrei Dank familiärer Kontakte ein Traineeship erhalten und dann gut Geld gemacht Dank betrügerischer Praktiken. Knastaufenthalt (plus 110 Millionen Geldstrafe), und im Anschluß einen Roman geschrieben über sein ach so erfolgreiches Leben.
            Doch, ich bleib dabei: Du stützt Dich auf Illusionen.

            „Bescheidenheit gibt aber nun einmal keine Führungspositionen“

            That’s where Frauenquoten come in handy.

            Was würdest Du – fähig zur Selbstreflektion über Dein Geschlecht – eigentlich andersrum als das Drama des Mannes beschreiben?

          • „Im Schnitt sind Männer m.W.n. etwas um die 4 Jahre älter als die Frauen, mit denen sie eine Familie gründen. In welchem Altersbereich konkret sollte Deine Ideal-Frau wildern, um „Karriere wie ein Mann“ machen zu können?“

            Das ist aus meiner Sicht relativ egal, solange sie die Karriere macht. Ein Kindergärtner wird nicht dauerhaft mehr verdienen als eine Managerin.

            „Es passt nicht in den Kontext“

            Warum nicht.

            „Aber natürlich, was für ne Frage“

            Würdest du es da aber für wahrscheinlicher halten?

            „Oh wow, also gut, dann versuchen wir uns mal kurz eine Karrierefrau mit dieser Vita vorzustellen: irgendne Lebensmittelklitsche aufgezogen und mit 25 auch schon pleite gegangen. Glücklicherweise qualifikationsfrei Dank familiärer Kontakte ein Traineeship erhalten und dann gut Geld gemacht Dank betrügerischer Praktiken. Knastaufenthalt (plus 110 Millionen Geldstrafe), und im Anschluß einen Roman geschrieben über sein ach so erfolgreiches Leben.
            Doch, ich bleib dabei: Du stützt Dich auf Illusionen.“

            Ich habe ihn nicht für seine spezielle Karriere benannt, sondern wegen der Schilderung seiner Bemühungen in dem Buch seine Frau bei Laune zu halten und zu besänftigen

            „That’s where Frauenquoten come in handy“

            Dann werden dort die Frauen, die über die Quote nach oben kommen, recht schnell freiwillig wieder aufhören

            „Was würdest Du – fähig zur Selbstreflektion über Dein Geschlecht – eigentlich andersrum als das Drama des Mannes beschreiben?“

            Bei Führungspositionen geht es um eine sehr enge Gruppe von Personen, die bereit sind ihr Leben im Wesentlichen ihrem Job zu widmen. Genug davon brauchen das, die Anspannung und die Herausforderung des Jobs. Es ist für sie das richtige Leben.

          • „Das ist aus meiner Sicht relativ egal, solange sie die Karriere macht. Ein Kindergärtner wird nicht dauerhaft mehr verdienen als eine Managerin.“

            Ja, Dein Lieblingstipp in Sachen „so macht man Karriere als Frau“:
            sich einen „Kindergärtner“ als Partner suchen.
            Davon gibts bundesweit nur leider erheblich weniger als Karrieregeeignete Frauen vorhanden wären.
            Und wer sollte das ändern – Frauen?

            „„Es passt nicht in den Kontext“

            Warum nicht.“

            Weil es darum ging, dass Männer in immer größerer Anzahl freimütig behaupten (um Frauen für das Projekt Kinderkriegen mit speziell ihnen zu erwärmen), sie würden nur zu gern jegliche Jobambitionen für die Elternzeiten aufgeben – was dann aber nicht selten keinerlei Priorität mehr hat, wenns Kind einmal da ist, sondern im Gegenteil. Was will man da „warmhalten“?

            „Würdest du es da aber für wahrscheinlicher halten?“

            Also diesen Text hier:

            „Deswegen muss er sie sich ja auch warm halten. Sie ordentlich verwöhnen mit dem Geld, was er verdient. Es darf ihr an nichts fehlen, wenn sie die Kinder betreut. Und sie muss entsprechend viel verlieren, wenn sie (oder er) sich trennt. Aber wenn es mit ihr nicht klappt, dann muss er eben einen neuen finden und sich weigern die Kinder zu übernehmen solange sie nicht umfassend anderweitig betreut werden können, etwa durch eine Haushälterin“

            Ja, gibt bestimmt Männer, die so denken. Nur über den Grad, wie sehr sie die offizielle Frau an ihrer Seite verwöhnen, herrscht wohl noch Uneinigkeit (den Zwang zum warmhalten sehe ich auch eher weniger gegeben). Und natürlich: ich bin – anders als Du, scheinbar – der Meinung, solche Leute sollten möglichst geringe, gesellschaftliche Gestaltungsmacht haben, weil sie die charakterliche Tendenz haben dürften, allen um sie rum das Leben schwer zu machen.

            „Ich habe ihn nicht für seine spezielle Karriere benannt, sondern wegen der Schilderung seiner Bemühungen in dem Buch seine Frau bei Laune zu halten und zu besänftigen“

            Und die waren natürlich totaaal authentisch!!111!1!
            Sach ma, weißt Dus zufällig? Es waren doch bestimmt Männer, die die ganze Story so großartig fanden, dass sie verfilmt werden müsse (und dann auch ein Männerfilm)?

            „Dann werden dort die Frauen, die über die Quote nach oben kommen, recht schnell freiwillig wieder aufhören“

            Gibts dafür Indizien?
            Aber zerbrich Dir mal lieber nicht den Kopf über Sachen, die Dich nicht tangieren müssten, das schadet nur Deiner Potenz.

            Das Drama des Mannes runtergebrochen auf ein Wort wäre also was, Überheblichkeit vielleicht?

          • „Ja, Dein Lieblingstipp in Sachen „so macht man Karriere als Frau“: sich einen „Kindergärtner“ als Partner suchen. Davon gibts bundesweit nur leider erheblich weniger als Karrieregeeignete Frauen vorhanden wären.
            Und wer sollte das ändern – Frauen?“

            Es gibt ja auch nur sehr wenige Führungskräfte. Aber der Kindergärtner ist auch nur ein Beispiel. Lehrer an sich gibt es ja durchaus viele. Sie haben eh schon abgestellt auf die Pflichtpräsenz Halbtagstätigkeit, dass ist ideal für das aussetzen. Aber es geht auch ein Kunststudent oder ein Musiker oder ein einfacher verkäufer. Wenn sie sich einen Handwerklich begabten Mann sucht kann er gleich noch was ums Haus machen. Ein Dachdecker ist vielleicht ganz froh nicht mehr aufs Dach zu müssen.
            Es gibt so viele Möglichkeiten.

            „Weil es darum ging, dass Männer in immer größerer Anzahl freimütig behaupten (um Frauen für das Projekt Kinderkriegen mit speziell ihnen zu erwärmen), sie würden nur zu gern jegliche Jobambitionen für die Elternzeiten aufgeben – was dann aber nicht selten keinerlei Priorität mehr hat, wenns Kind einmal da ist, sondern im Gegenteil. Was will man da „warmhalten“?“

            Klar, solange die Frauen nicht den Hauptverdienerpart übernehmen klappt das nicht. Aber dazu ist unsere Managerin ja nicht nur bereit, es ist sogar ihr konkreter Plan

            „Ja, gibt bestimmt Männer, die so denken. Nur über den Grad, wie sehr sie die offizielle Frau an ihrer Seite verwöhnen, herrscht wohl noch Uneinigkeit (den Zwang zum warmhalten sehe ich auch eher weniger gegeben). Und natürlich: ich bin – anders als Du, scheinbar – der Meinung, solche Leute sollten möglichst geringe, gesellschaftliche Gestaltungsmacht haben, weil sie die charakterliche Tendenz haben dürften, allen um sie rum das Leben schwer zu machen.“

            Das ist ja aus Sicht der Karrierefrau relativ egal. Aber was heißt überhaupt „solche Leute?“
            Was hast du gegen Leute, die versuchen ihre Ehepartner möglichst gut zu versorgen?

            „Und die waren natürlich totaaal authentisch!!111!1!“

            Ja, würde ich sagen.

            „Sach ma, weißt Dus zufällig? Es waren doch bestimmt Männer, die die ganze Story so großartig fanden, dass sie verfilmt werden müsse (und dann auch ein Männerfilm)?“

            Es gibt genug weibliche Fantasien, wo der Prinz sie erwählt und sie fortan wie eine Königin lebt. Aschenputtel etwa und alle darauf aufbauenden Versionen inklusive Pretty Women.

            „Gibts dafür Indizien?“

            Oh, ich kenne viele Frauen, die aus sehr guten Jobs ausgestiegen sind, weil sie gemerkt haben, dass sie da keine Zeit mehr für ihr Kind haben und lieber in eine Behörde gegangen sind, teilweise unter ganz erheblichen Lohnverzicht aber dafür mehr Lebensqualität.

            „Aber zerbrich Dir mal lieber nicht den Kopf über Sachen, die Dich nicht tangieren müssten, das schadet nur Deiner Potenz.“

            Was soll das denn für ein schlechter Angriff sein? Mehr hast du nicht?

            „Das Drama des Mannes runtergebrochen auf ein Wort wäre also was, Überheblichkeit vielleicht?“

            Das ist etwas, was du nicht verstehst: Für eine bestimmte Anzahl von Männern (und auch Frauen, aber eben selteren) ist ganz oben zu sein, täglich die Herausforderung einen Weltkonzern zu leiten, wichtige Arbeit zu machen, keine Last. Sie könnten gar nicht anders. Es sind eben Workaholics. Reduziere ihre Zeit im Büro und sie langweilen sich.

            dazu auch:
            https://allesevolution.wordpress.com/2012/03/21/der-beruf-als-berufung/
            und
            https://allesevolution.wordpress.com/2013/11/01/workaholics/

          • So, ich hab mir jetzt mal ein Mühlenkölsch (bestes Kölsch, falls ichs noch nicht sachte) aufgemacht und das wolf of wallstreet pdf geladen… wo im Buch (Kapitelüberschrift oder ca. Seitenzahl) fänd ich denn Schilderungen davon, wie er seine Frau verwöhnt/sie sich warmgehalten haben will?

            „Es gibt genug weibliche Fantasien, wo der Prinz sie erwählt und sie fortan wie eine Königin lebt. Aschenputtel etwa und alle darauf aufbauenden Versionen inklusive Pretty Women.“

            So was ist das? Meinst Du: wie Aschenputtel? Oder: wie so ein typisches Märchen, nur halt für Männer?

            (Julia Roberts beste Rolle war übrigens Erin Brockovich, auch wenn ich ganz bestimmt nicht Alles von ihr kenne; diese auf wahren Tatsachen beruhende Story war wirklich genial)

          • Bis S.130 (also etwa ein Drittel) hab ich – ich sach ma – abgescannt, und bislang noch überhaupt nix finden können, das wie eine authentische Schilderung anmutet. Gestoppt hab ich jetzt nach dem ganzen Gejammer, was für ein schlechter Mensch er doch sei. Ja, bitte, please go shoot yourself.

          • Nebenbei hab ich dann noch ne Doku über ihn laufen lassen… wusstest Du, dass er heutzutage fälschlicherweise behauptet, er habe seine Opfer ausbezahlt?
            Das ist genau sone Type wie Trump. Die habens einfach nicht drauf, die Wahrheit zu sagen, und zwar praktisch nie.

          • „Oh, ich kenne viele Frauen, die aus sehr guten Jobs ausgestiegen sind, weil sie gemerkt haben, dass sie da keine Zeit mehr für ihr Kind haben und lieber in eine Behörde gegangen sind, teilweise unter ganz erheblichen Lohnverzicht aber dafür mehr Lebensqualität.“

            Und das heißt für Dich jetzt, dass
            a) man ihnen diese „sehr guten“Jobs gar nicht erst hätte anbieten sollen?
            b) dass sie „kein Recht“ hätten haben sollen, sich temporär umzuentscheiden?
            c) dass sie nie wieder irgendeine Chance auf beruflichen Aufstieg bekommen sollten – z.B., wenn die Kinder dann aus dem Gröbsten raussind, sie noch gute 20 oder mehr Arbeitsjahre vor sich haben?

          • a) man ihnen diese „sehr guten“Jobs gar nicht erst hätte anbieten sollen?

            Als Arbeitgeber muss man sich sehr gut überlegen, wem man Schlüsselpositionen zutraut, d.h. wer voraussichtlich die damit verbundene Verantwortung auch dauerhaft durchhält.

            b) dass sie „kein Recht“ hätten haben sollen, sich temporär umzuentscheiden?

            Freilich haben sie das „Recht“, müssen dann aber auch die Konsequenzen tragen, wenn diese Umentscheidungen Nachteile haben.

            c) dass sie nie wieder irgendeine Chance auf beruflichen Aufstieg bekommen sollten – z.B., wenn die Kinder dann aus dem Gröbsten raussind, sie noch gute 20 oder mehr Arbeitsjahre vor sich haben?

            Sie konkurrieren dann halt mit denjenigen, deren Lebenslauf keine Unterbrechung aufweist, und sind i.A. im Nachteil, da u.a. wesentlich weniger Berufserfahrung.

          • Und das heißt für Dich jetzt, dass

            a) man ihnen diese „sehr guten“Jobs gar nicht erst hätte anbieten sollen?

            b) dass sie „kein Recht“ hätten haben sollen, sich temporär umzuentscheiden?

            c) dass sie nie wieder irgendeine Chance auf beruflichen Aufstieg bekommen sollten – z.B., wenn die Kinder dann aus dem Gröbsten raussind, sie noch gute 20 oder mehr Arbeitsjahre vor sich haben?

            Vermutlich weder noch, sondern dass die Bereitschaft alles für einen hochranigen Job zu opfern (um nichts anderes geht es hier eigentlich) bzw. hintenan zu stellen, statistisch deutlich weniger häufig vorkommt und das entsprechende Konsequenzen hat.

            Was glaubst Du, passiert bei einem Mann, der zurücksteckt? Warten da alle, dass er sagt „So, jetzt will ich wieder mit 120% loslegen!“ Ich denke dem geht es dann wie allen: Die Welt dreht sich ohne ihn weiter und auf einmal sind andere Leute wichtig. Die gehen auch nicht zur Seite, wenn er es sich plötzlich anders überlegt. Stattdessen muss er drei Schritte zurück und wieder Anlauf nehmen. Das klappt aber nach 15 Jahren Abwesenheit oft nicht mehr so gut wie beim ersten Lauf. Deshalb glaube ich, sind die Erfolgsaussichten auch schlechter (aber nicht Null).

            Das sind aber Konsequenzen, die aus den eigenen Entscheidungen resultieren. Niemand sonst kann dafür verantwortlich gemacht werden. Auch kein Patriarchat.

        • „Ich weiß nicht, was fürn Film Du da fährst?“

          Er hat sich einfach die Klischees einer Manager-Ehe mit vertauschten Rollen vorgestellt. und geguckt was rauskommt, namentlich was dümmste anzunehmende Feministin dazu sagen würde. Er hat sich geirrt ,sie akzeptiert das Beispiel erst gar nicht.

      • Alles andere hätte mich jetzt auch überrascht.
        Wenn eine Frau es machen muss, ist sie arm dran.
        Wenn ein Mann es machen muss, sind es Privilegien.

  4. „Großes Mitgefühl mit Südländerin wieder.
    Einen so tiefen Einblick in Dein Denken hast Du hier wahrscheinlich noch nie gewährt.“

    Du gewährst wohl mal wieder nur Einblick in die Projektionen deiner eigenen Vorurteile…

    Wenn er hier als Beispiel anführt, dass seine Modellfrau ein Karrierefach studiert, heißt das nicht, dass so gut wie keine reale Frau das tut.

    Aber es ist lustig, dass du hier als Beispiel für Fächer, die entgegen des Klischees Frauen nicht besonders anziehen würden, Germanistik aufführst. Das ist nämlich tatsächlich das zweitbeliebteste Studienfach bei Frauen… d’ough!

    https://www.studycheck.de/ratgeber-studium/beliebteste-studienfaecher-bei-maennern-und-frauen

    Und ja, unter den zehn beliebtesten Studienfächern bei Frauen finden sich einige durchaus auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtete, aber eben auch zwei, die geradezu die Definition brotloser Kunst sind und ein bis zwei, die zumindest nur über Umwege zur Wertschöpfung führen. Die zehn bei Männern beliebtesten Studienfächer sind durchweg klar erkennbar auf Berufslaufbahn ausgerichtet. Also einen Unterschied gibt es da schon, was bei der Sozialisation, die an Jungen von früh an die Erwartung kommuniziert, für sich und andere Verantwortung tragen zu müssen, nicht gänzlich überrascht.

    • „Aber es ist lustig, dass du hier als Beispiel für Fächer, die entgegen des Klischees Frauen nicht besonders anziehen würden, Germanistik aufführst. Das ist nämlich tatsächlich das zweitbeliebteste Studienfach bei Frauen… d’ough!“

      Aber das weiß ich doch, Dummchen. (Auch wenns kleinlich rüberkommt: Germanistik liegt meiner Quelle zufolge doch nur auf Platz 4)

      „Und ja, unter den zehn beliebtesten Studienfächern bei Frauen finden sich einige durchaus auf den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtete, aber eben auch zwei, die geradezu die Definition brotloser Kunst sind und ein bis zwei, die zumindest nur über Umwege zur Wertschöpfung führen.“

      Spannendes Quiz, an Alle:
      Welche beiden Studiengänge aus nachfolgender Liste sind „die Definition brotloser Kunst“, welche weiteren 1-2 könnten „nur über Umwege zur Wertschöpfung führen“?

      Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften, Medizin, Germanistik, Wirtschaftswissenschaften, internationale Betriebswirtschaft/Management, Informatik, Architektur, Psychologie und Biologie

      • Och Hasi, das sollte sich erschließen: Germanistik und Anglistik (laut studycheck.de auf Platz 8) sind Studiengänge, die auf dem regulären ersten Arbeitsmarkt einen stark gegen Null tendierenden Wert haben. Das sind ganz klassische Fächer für Leute, die es entweder schaffen, im Umfeld universitärer Elfenbeintürme ein Auskommen zu finden oder, wenn nicht, alsbald mit ihrem Zuständigen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt per Du sind.

        Pädagogik und Wirtschaftswissenschaften wiederum – speziell zweiteres – bedürfen in der Regel noch spezifischerer beruflicher Weiterbildungen um sie tatsächlich ausschöpfen zu können.

        • Besagte studycheck-Liste hab ich jetzt spontan nicht gefunden (?) und der nächste, erste Link führte mich dann auch auf eine Liste, wo der Studiengang mit „A“ nicht Architektur, sondern Anglistik lautete, Pädagogik enthalten war, weniger „Wirtschaft“ und außerdem Mathe auf Platz 10. Hm. Gibt’s da nix offizielles? (meine erste Quelle schrub, man habe sich auf das statistische Bundesamt bezogen. Internet halt^^)

          Die Germanistik-Absolventin (Master) aus meiner Familie leitet btw die Unternehmenskommunikation eines Energieanbieters, find ich jetzt auch nicht gerade „Karriereungeeignet“ (für jemanden von 30 Jahren).

          Und selbstredend verdienen Lehrer (man ist da im Studium eingeschrieben in Pädagogik, neben den zwei Lehrfächern) ihre Brötchen auf dem ersten Arbeitsmarkt, was glaubstn Du? (übrigens sind auch gar nicht wenige Politiker im Erstberuf Lehrer gewesen, aus naheliegendem Grund)

          • Ja, wobei das, wie du schriebst, durchaus sehr spezifisch ist. Der Bedarf an Englich- und Deutschlehrern mag gegeben sein, ist aber relativ klar beschränkt. Dass dann diese beiden Studienfächer bei Frauen derart hoch im Kurs stehen… weiß nicht, ob da nicht eine klare Überkapazität generiert wird.

            „auf Lehramt“

            Das ist wohl übrigens auch längst eine irreführende Bezeichnung, auch wenn sie noch sehr gebräuchlich ist. Meines Wissens fährt der Staat das Beamtentum schleichend aber beständig zurück. Davon ist wohl das Bildungswesen in besonderer Weise betroffen. Jüngere Lehrer sind nur noch sehr selten Beamte sondern in der Regel nur Angestellte im Öffentlichen Dienst. Inklusive aller Sauereien, die sich im Arbeitsmarkt im Umgang mit Berufseinsteigern so etabliert haben, wie etwa dem zum Grundsatz gewordenen Ausschöpfen aller rechtlichen Möglichkeiten zum Vergeben von Zeitarbeitsverträgen.

            Eine Gepflogenheit aus der freien Wirtschaft, welche ich von staatlicher Seite betrieben persönlich aber überaus unappetitlich finde…

          • „Jüngere Lehrer sind nur noch sehr selten Beamte sondern in der Regel nur Angestellte im Öffentlichen Dienst.“

            Das kommt sehr auf das Bundesland an. Nicht verbeamten machen wohl ggw nur Berlin und Thüringen (und gelten deswegen als entsprechend unattraktiv). Gerade sind wohl Lehrer wieder durchaus gefragt. Zumindest mit bestimmten Fächerkombinationen

          • @ Christian

            Danke für die Präzisierung.

            „Nicht verbeamten machen wohl ggw nur Berlin und Thüringen (und gelten deswegen als entsprechend unattraktiv).“

            Was sehr interessant ist, wenn man sich mal anschaut, welche Parteien in gerade diesen Bundeländern seit geraumer Zeit die Zügel in der Hand haben. Wieder mal ein Beispiel von „Wasser predigen und Wein saufen“?

            Aber ist nichts neues, dass man bei „Linken“ als Arbeitnehmer weiß Gott nicht automatisch im Paradies lebt. Im Zuge meiner Tätigkeit als Betriebsrat und in Gesprächen mit anderen Gewerkschaftsmitgliedern habe ich oft gehört, dass gerade Gewerkschaften als Arbeitgeber einen geradezu katastrophalen Ruf haben sollen. Klingt zunächst unlogisch, ist aber eigentlich folgerichtig, denn Gewerkschaften haben notorische Personalknappheit, stehen also unter erheblichen Drucksituationen in Bezug auf zu erledigende Arbeiten und dafür zur Verfügung stehende Arbeitskraft und – naja – wenn es einen Arbeitgeber gibt, der auf jeden Fall bestens Bescheid weiß, wie man jederzeit im Rahmen des rechtlich möglichen das letzte aus einem Angestellten rausquetschen kann, dann sind das gewiss diejenigen, deren Job es eigentlich ist, zu verhindern, dass andere Arbeitgeber genau dies tun… 😉

      • Wobei in der Liste Psychologie als solche ebenso wie Biologie eher brotlose Künste sind. So wie Germanisten dem Klischee nach Taxifahrer werden, so werden Biologen Pharmareferenten…

  5. Schöne Darstellung. Nur an einer Stelle klappt der 1-zu-1-Übertrag vin Männern auf Frauen nicht:

    „Und wenn es auf diese Weise mit dem Partner nicht klappt, dann wird er eben die Kinder mitnehmen oder man sucht sich einen neuen, jüngeren Partner, mit dem man neue Kinder haben kann…“

    …was für Frauen, im Gegensatz zu Männern, mit zunehmendem Alter immer schwieriger wird.

    • Das sehe ich genau so. Wärend ein Mann mit dem Alter eher auch an Status gewinnt und damit für Frauen attraktiv wird. Lamentieren Frauen über die Unsichtbarkeit auf dem Partnermarkt, wenn sie in die 40-er kommen.

  6. Ich finde diese androzentrische Sichtweise empörend. Wer sagt denn, dass die ambitionierte Frau von heute nach diesen patriarchalen Regeln spielen muss. Wenn die beschriebene Verhaltensweise heute im Wirtschaftsleben Vorteile bringt, dann muss halt das ganze Wirtschaftssystem geändert werden. Das ist sowieso durch alte weiße Männer pervertiert. Es kann doch nicht sein, dass frau schlechtere Karrierechancen hat, wenn sie mehr Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance legt. Wir brauchen eine gesetzliche Regelung!

    Diese ganze Sichtweise ist so patriarchal aufgeladen, da fehlen mir die Worte. Deshalb ist der Kommentar hier zu Ende.

    • Du schreibst das im spottenden Tonfall, aber ich sehe keinen Hinweis, dass das nicht EXAKT die Ansicht der durchschnittlichen Feministin ist.

      Wie zum Beispiel in dem Channel4 Interview:

      P: well, women in aggregate are paid less than men.
      okay well then we break it down by age, we break it down by occupation, we break it down by interest, we break it down by personality

      N: but you’re saying, basically, it doesn’t matter if women aren’t getting to the top. Because that’s what’s skewing that gender pay gap isn’t it. You’re saying well that’s just a fact…

      P: No I’m not saying it doesn’t matter either. I’m saying there are multiple reasons for it

      N: Why should women put up with those reasons? why should women be content not to get to the top?

      P: I’m saying that the claim that the wage gap between men and women is only due to sex is wrong and it is wrong there’s no doubt about that

      Warum sollten Fairness und Kausalketten auch für Frauen gelten? Frauen haben ein RECHT darauf, dass die Welt sich so ändert, dass sie bekommen, was si wollen, unabhängig davon, wie sie sich verhalten.

      Newmans Kommentar lässt m.E. keine andere Interpretation zu.

      • Ich bin ein Fan von Titania McGrath, sie ist mein feministisches Vorbild. Es liegt nicht an ihr, dass Wirklichkeit und Satire nicht mehr unterscheidbar ist, sondern an der Aggressivität, mit der toxische Männlichkeit immer noch Raum greift.

        Und weil Logik und Äquivalenzprinzip patriarchale Kackscheiße sind, wird sich auch keine durchschnittliche Feministin auf Christians Argumentation einlassen. Ich bewundere ja die Energie von Semikolon, die für diese -eigentlich allgemeinbekannte – Sicht hier immer noch Verständnis zu wecken versucht.

  7. Ein Unterschied fällt mir da noch auf, als Vater der auch öfter mal Wochentags auf dem Spielplatz war, dort gab es auf 20-50 Mütter/Frauen 1-3 Väter/Männer. D.h. evtl. hat so eine theoretische Karrierefrau erheblich mehr Anlässe für Eifersucht?

  8. Pingback: Feministische Argumentationsformen: „Die Frauenquote ist nur ein fairer Ausgleich für die Männerquote“ | uepsilonniks

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