Deutschland: Seit 15 Jahren eine Bundeskanzlerin

Seit dem  22. November 2005 ist Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.

Deutschland wird damit seit 15 Jahren von einer Frau regiert. Auch die sonstige Bundesregierung dürfte größtenteils recht gleichmäßig mit Frauen und Männern besetzt gewesen sein.

Würde man amerikanische Feministinnen fragen, was sich verändern würde, wenn die nächsten 4 Wahlen eine Frau zur Präsidentin gewählt werden würde, würden wir sicherlich viel davon lesen, welche unglaublichen Verbesserungen sich in dem Land einstellen würden. Endlich würde das Ende des Patriarchats eingeläutet werden!

Deutschland ist allerdings nach Meinung aller Feministinnen immer noch ein Patriachat. Nicht besser als die USA vermutlich. 

Wie baut man das in die feministischen Theorien ein? Dort sollte man ja eigentlich meinen, dass es wesentlich mehr Frauen für Politik begeistert, Frauen als Anführer normaler werden, der Gender Pay Gap sinkt und überhaupt die Geschlechterrollen durchbrochen werden. 

 

 

 

 

17 Gedanken zu “Deutschland: Seit 15 Jahren eine Bundeskanzlerin

  1. „Deutschland ist allerdings nach Meinung aller Feministinnen immer noch ein Patriachat. Nicht besser als die USA vermutlich. “
    Das würde es auch sein, wenn es keine Männer mehr geben würde und wir nur noch eine Legende wären. Der Feminismus braucht seinen Sündenbock um seine eigene Unfähigkeit zu kaschieren, wie dies jede faschistische Ideologie benötigt. Ohne den Sündenbock müssten sich seine Anhänger mit ihren Widersprüchen auseinandersetzen.

    • Wenn kein Mann mehr da wäre, würden nach 2 oder 3 Generationen selbst die Feministinnen merken, daß das Narrativ vom bösen Patriarchat allmählich keine mehr interessiert.
      1 übriggebliebener Mann dagegen reicht völlig aus als Sündenbock und leibhaftige Projektionsfläche, so daß die Legende in alle Zeit und Ewigkeit Bestand haben dürfte.

      Auf der Achse des Guten gibt es über Merkel und andere Huldigungen, die zu empfehlen sind.

      • Wenn kein Mann mehr da wäre, würden nach 2 oder 3 Generationen selbst die Feministinnen merken, daß das Narrativ vom bösen Patriarchat allmählich keine mehr interessiert.

        Da habe ich meine Zweifel Das Patriarchat wirkt bestimmt auch noch 2-3 und bis zu x Generationen nach. Irgendwie müssen es Feministinnen doch schaffen, dass sie sich nicht mit ihren Widersprüchen und Falschbehauptungen auseinandersetzen müssen. Dazu braucht es vermutlich nicht einmal Männer.

        • „Dazu braucht es vermutlich nicht einmal Männer.“

          Ein bekannter Schriftsteller (vergessen, welcher) hat am Beispiel des Nationalsozialismus illustriert, wie der Antisemitismus auch ohne Juden weiter funktionierte.
          Nachdem sie im Alltag nicht mehr präsent waren, wurden sie eben beschuldigt, gemäß ihrer verschlagenen Natur im Geheimen Ränke zu spinnen, Fäden zu ziehn.

        • Ok, überzeugt. Sich mit den Widersprüchen etc. außereinanderzusetzen, wäre unzumutbar. Da muß auch PfefferundSalz zurückrudern.
          Meine Fehlannahme war, daß nur humanoide Männer Schweinepatriarchen sind. Allerdings gibt es auch ohne Männer noch genug männliche Tiere, auf die der Fluch übergehen kann.
          Vermutlich werden dann Ralf Königs sexgeile Rammelbären zuerst auf’s Korn genommen.

  2. Wie baut man das in die feministischen Theorien ein?

    Genauso wie man es beispielsweise bei den britischen (und zuvor englischen) Regenten tut.

    Ob Mary I. (bekannt als Bloody Mary), Elizabeth I. oder Victoria (zweitlängste Regentschaft der britischen Geschichte, nur von der derzeitigen Königin Elizabeth II. übertroffen), schuld sind natürlich immer die Männer. „Böse“ Dinge mußten die armen unterdrückten Königinnen tun, um sich gegenüber den „bösen“ Männern zu behaupten – wenn sie nicht gar von diesen dazu gezwungen wurden, „gute“ konnten sie nicht tun, weil das (von den diskriminierten Königinnen regierte) Patriarchat sie nicht ließ.

  3. Entscheidender ist, dass Merkel der bisher schlechteste Kanzler in der Geschichte der BRD ist. Das liegt natürlich nicht daran dass sie eine Frau ist, Frausein ist aber offensichtlich auch kein Garant für gute Politik.

    • Ja, im Wettbewerb um den schlechtesten Kanzler ist sie weit vorn.

      Aber das hat durchaus damit zu tun, dass sie eine Frau ist. Sich nur am Ansehen im Volk orientieren, ständig die Positionen wechseln und keinerlei Sinn für längerfristige Konsequenzen und Strategien zu haben war ziemlich genau das, wovor die „reaktionären misogynistischen Alten“ gewarnt hatten, wenn man Frauen in die Politik lässt.

      • Meines Erachtens passt Merkels Führungsstil ganz gut zur heutigen Zeit voller narzisstischer Opportunisten ohne Verantwortungsbewusstsein und ist eher ihrer Person (und Inspiration durch ihren Lehrmeister Kohl) als allein ihrem Geschlecht geschuldet. Mal transaktional (Griechenland-Krise, aktuell COVID-19), mal pseudo-transformational („Wir schaffen das“) , und dazwischen ganz viel Aussitzen und populistische Spontanentscheidungen – es passt schon, dass sich der Neologismus „merkeln“ als passende Umschreibung dieses Führungsstil entwickelt hat, mit dem seit 15 Jahren offenbar viele gut leben können.

  4. Ihre Versprechen, das mit Frauen alles besser wird, können sie einfach nicht halten, deswegen glaube ich das sie ihre Argumentation über kurz oder lang, genau wie in anderen Bereich auf Rache ändern werden. „Jetzt sind wir mal dran (damit alle Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, von staatlichen Sexismus bis Rassismus)“

    Schaut euch diese heuchlerischen Grünen an:

    Sie behaupten auch immer das die Politik die Bevölkerung abbilden muss und fordern deswegen 50% Frauenquoten. Aber warum nicht auch 58% Frauenquote oder 70%. Und das ist nicht die Ausnahme bei Frauenpolitikerin, es ist die Regel.

  5. „Wie baut man das in die feministischen Theorien ein? Dort sollte man ja eigentlich meinen, dass es wesentlich mehr Frauen für Politik begeistert, Frauen als Anführer normaler werden, der Gender Pay Gap sinkt und überhaupt die Geschlechterrollen durchbrochen werden.“

    Das wird gar nicht eingebaut. Die Schuld, dass sich gewissen Dinge nicht ändern, obwohl eine Frau die Führung inne hat, wird unhinterfragt und ohne weitere Ausführungen den Männern zugesprochen. Mittlerweile ist ja jedem Menschen klar, dass Männer geschichtlich und politisch an allem schuld sind: Klimawandel, Konsum, Krieg, etc. männliche Attribute sind nicht gesellschaftsfähig (https://www.heise.de/tp/features/Maennlichkeit-heute-und-einst-4965456.html) Und warum soll man als überzeugte Täterin sich hinterfragen, wenn man seinen Opfern die Schuld zuweisen kann (und damit auch noch durchkommt, denn jegliches korrektive Narrativ wird unglaubwürdig gemacht, weil eben männlich)?

  6. „Wie baut man das in die feministischen Theorien ein?“

    Mit Tesafilm und Spucke, wie üblich, anders ist der Rahmen auch nicht konstruiert, brauch ja nicht belastbar sein.

    Beispiel: 15 Jahre Kanzlerinnenschaft minus 30 Jahre Zurückgeworfenheit des Feminismus durch Corona, da befinden wir uns in 1990, also fast zur Zeit der Hexenverbrennungen.
    zwingende Schlußfolgerung:
    Mindestens 2 Drittel- Quote und ausschließlich Frauen als Kanzler, um den Rückfall in die Barbarei wenigstens abzufedern.

    • [blockquote]Mindestens 2 Drittel- Quote und ausschließlich Frauen als Kanzler, um den Rückfall in die Barbarei wenigstens abzufedern[/blockquote]
      Meinen Lebensabend hätte ich mir schöner vorgestellt :(. In der Schweiz gibt es ‚Exit‘, da geht es schnell und sanft.
      Gibt es denn keine Möglichkeit, das aufzuhalten? Man könnte ihnen ihre nichtvorhandenen Schwänze abhacken, z.B.. Das wird ihnen eine Lehre sein.

  7. „Wie baut man das in die feministischen Theorien ein?“

    Ich glaube die taz hatte doch mal eine Seite 1, auf der Kanzlerin, EU-Chefin und Kriegsministerin zusammensaßen mit der Überschrift:
    „So hatten wir uns das Matriarchat nicht vorgestellt“

    Es wird halt nie die Richtigen geben, so wie auch der hübsche Prinz auf dem Schimmel für immer auf sich warten lässt.

    Die Schuldfrage ist schnell geklärt: Neben dem Prinz sind die männlichen Strukturen verantwortlich.
    /TheorieEnde

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