„Was stimmt eigentlich mit Typen auf Tinder nicht, die schnell zu sexuell werden?“

Einen Tweet fand ich als Aufhänger für eine Diskussion ganz interessant:

Die Frage ist ja berechtigt: Da ist wenig Überleitung, es ist kaum zu erwarten, dass eine Frau da sonderlich positiv reagiert, selbst wenn sie Analsex in anderen Situationen nicht abgeneigt ist.

Ein paar mögliche Erklärungen:

1. Er will provozieren

Der Tindermarkt ist für Männer nicht der günstigste, wenn sie nicht sehr hübsch oder anderweitig sehr begehrenswert sind. Ein Mann hält im Schnitt relativ wenig „Matches“ und führt relativ viele Konversationen, die im Sand verlaufen oder nichts bringen. Es kann dann, gerade wenn man dem Match eh wenig Chancen zugesteht, eine nette Abwechselung sein, einfach mal sie zu provozieren und daraus etwas „Überlegenheit“ herzuleiten. Es kann also eine Form des „shitposting

Aus meiner Sicht der wahrscheinlichste Ansatz.

2. Er setzt auf reine Masse und fährt eine Strategie mit geringen Einsatz

Es kann sich lohnen schnell zur Sache zu kommen und damit Frauen auszusortieren, die nur auf Beziehungen aus sind, statt auf den Sex den man will. Aufgrund der hohen Ablehnungsquote und dem sehr geringen Anteil an Frauen, die überhaupt direkt nach Sex mit einem durchschnittlichen Mann suchen hat eine andere, direktere Strategie vielleicht nur den Nachteil, dass man genau die gleichen Ablehnungen bekommt, aber dazu noch stundenlange Konversationen betreiben muss. Bleibt sie bei einer solchen Aussage dran, dann könnten sich die Chancen erhöhen, dass es tatsächlich etwas wird mit dem Sex (wenn sie nicht nur aus Langeweile mit einem spielen will indem sie zum schein darauf eingeht).

3. Er glaubt, dass Frauen dominante Männer mögen und hält das für die richtige Art dies darzustellen oder etwas in der Art

Ich könnte mir einige vorstellen, das einige Männer das wirklich für passendes Flirten halten. Mit dem passenden Aussehen mag das auch klappen. 

Das so aus dem Kopf dazu.

 

67 Gedanken zu “„Was stimmt eigentlich mit Typen auf Tinder nicht, die schnell zu sexuell werden?“

  1. Gebe Erklärung 2 die größten Chancen, in Verbindung mit Erklärung 1 aus Frustration über stundenlanges konversieren, aus dem dann letztlich nichts folgt.

    Tinder wird von Frauen meiner Einschätzung aus dem Bekanntenkreis folgend, auch deutlich anders wahrgenommen, dass sie eher ein persönliches Überangebot an Matching-Partner haben, wenn sie selbst mal schnell zur Sache kommen wollen und es schwer nachvollziehen können, dass das bei Männern komplett anders aussieht, als bei ihnen selbst.

    Da wird das dann darauf geschoben, dass die Jungs sich einfach nur dämlich anstellen würden.

      • Du musst nicht von deinem Mann auf andere schließen. Nur weil deiner ein Schlappschwanz ist (er musste sich ja mit einer Männerhasserin zufrieden geben), gilt dies für alle Männer.

        • Ich halte speziell „kleiner Schwanz“ für eine wirklich sehr logische Begründung für eine AV-Vorliebe. Von Seiten einer Pornodarstellerin geäußert wäre übrigens das Gegenteil logisch („der Arsch hat wenigstens kein Ende“).

          • Semikolon hat ihren eigenen Logikraum, der bleibt uns Normalsterblichen verschlossen.

            Aber lustig ist sie. Stell Dir vor ; hat ein Date zur Beischlafreife gebracht und kurz bevor es zur Sache geht, kramt sie aus ihrer Handtasche ein Maßband hervor, misst nach und stellt lakonisch fest „0,8 cm zu kurz, Du darfst nur die Hintertür benutzen“

            😀

          • Semikolon hat ihren eigenen Logikraum
            Wenn sie wie manch andere Feministin hier Argumente auch nur zur Kenntnis nehmen würde, würde sie sich wie manch andere Feministin hier nicht mehr blicken lassen.

          • Im Allgemeinen (Anwesende sollen sich bitte nicht angesprochen fühlen) bin ich großer Fan von Schwulen bzw. Bi-Männern; kaum eine meiner sexuellen Phantasien kommt ohne sie aus.

            „kurz bevor es zur Sache geht, kramt sie aus ihrer Handtasche ein Maßband hervor“

            Ich hab a. Hände und b. ein Millimetergenaues Augenmaß

            „„0,8 cm zu kurz, Du darfst nur die Hintertür benutzen““

            Was ich nicht habe: ein striktes Mindestmaß
            Durchschnitt bzw. drüber wäre aber sicher die Erwartung (Durchschnitt würde mir heutzutage wahrscheinlich schon eher klein vorkommen; die Schwänze der meisten meiner Exen erscheinen mir im Rückblick… naja, sagen wir: optisch unbefriedigender als sie es in Aktion waren)

            Nochmal für die Logikbefreiten: „enger“ wünscht mensch sichs bei einem mehr oder weniger Missverhältnis der beteiligten Genitalien (wobei eine Vagina viel viel stärker trainierbar ist als ein Schwanz – der aber m.E.n. auch etwas zunehmen kann vom Umfang her im Laufe der Zeit); mit Vorarbeit kriegt man andersrum aber auch noch die größten Monster-Geräte unter (und zwar besser, Stichwort Muttermund)
            ergo: ein Mann, der AV bevorzugt vorallem wg. der „Enge“, ist mutmaßlich weniger gut bestückt; eine Frau mit entsprechender Vorliebe hat womöglich u.a. Intimkontakt mit besonders stattlich ausfallenden, männlichen Geschlechtsteilen, die ihr da im Verhältnis weniger Schmerzen bereiten (wenn mann bis zum Anschlag durchziehen will… und wer will das nicht mal?^^)

            Persönlich bin ich natürlich ein quasi durchschnittlich-braves Mädchen, das Anal (passiv) mit gerad mal 3 Männern verkehrt hat und das wohl kaum bei einem ONS täte. Die ich aber sowieso nicht hatte, mit einer Ausnahme (zu kleiner Schwanz^^)

            Und um den heutigen Anwärter auf einen bad-taste-Award noch abzurunden, ein der Jahreszeit entsprechender Erklärungsversuch:

          • Semikolon,

            dein Humorzentrum ist weiblich normal entwickelt, Deine gynozentrische Argumentation zur Sache ist nachvollziehbar. Der Vaginalmuskel ist längsseitig weniger flexibel als der Mastdarm Raumreserven hat.

            Deine Spekulation zur Motivation der Männer ist dagegen…hmmm…strange.

            „Persönlich bin ich natürlich ein quasi durchschnittlich-braves Mädchen“

            Huahaahhha, scary.

            „das Anal (passiv) mit gerad mal 3 Männern…“

            OK, und wie oft Anal (aktiv)? Wenn Du schon differenziert formulierst?

            Schnappschuss: Semikolon wie sie versucht einen Witz zu verstehen

          • „Nochmal für die Logikbefreiten: „enger“ wünscht mensch sichs bei einem mehr oder weniger Missverhältnis der beteiligten Genitalien…“

            Jetzt verstehe ich, was Du meinst und ich kann tatsächlich nachvollziehen, dass man das so sehen kann.

            Wenn man frau keine Ahnung hat.

            Als Beitrag zu Deiner Aufklärung über männliche Sexualität: Enger mag mann es eigentlich immer, unabhängig von der Größe des eigenen Genitals. Zumindest habe ich noch nie die Aussage gehört: „Boah, die Kleine gestern war echt zu eng, das nächste Mal brauche ich eine mit größerer Muschi.“ Auch selbst hatte ich nie das Bedürfnis danach.

            Sollte es hier jemanden geben, der aus eigener oder fremder Erfahrung berichten kann, dass ein Mann sich gegen enger ausgesprochen oder über zu eng beklagt hat, möge er das bitte mitteilen. Ich bin gespannt, wie viele Fälle wir zusammenkriegen – oder ob überhaupt einen.

          • Na Semikolon, jetzt such doch mal eine Studie die zu mindestens eine Korrelation zwischen Penisgröße und die Lust auf Analsex zeigt oder sowas. Weil mit dem was du für logisch hältst kannst du i.d.R. niemanden überzeugen.

          • „dein Humorzentrum ist weiblich normal entwickelt“

            Man merkt die Absicht und ist verstimmt

            „OK, und wie oft Anal (aktiv)?“

            Als ob da jemand mitzählt… ach Du meintest Anzahl Männer? Einer weniger (wir waren anderweitig beschäftigt^^)

            „Schnappschuss: Semikolon wie sie versucht einen Witz zu verstehen“

            Übrigens: Dich mag ich.
            Trotz häufig unterirdischer Ansichten und Kommentare.

            Hier noch ein so Liedchen, bei dem ich mich fast schon angesprochen fühle:

          • „Enger mag mann es eigentlich immer, unabhängig von der Größe des eigenen Genitals. Zumindest habe ich noch nie die Aussage gehört: „Boah, die Kleine gestern war echt zu eng, das nächste Mal brauche ich eine mit größerer Muschi.““

            Es gibt ganz sicher „zu eng“, nennt sich als Krankheitsbild Vaginismus und verhindert dann mitunter, dass es zur (genussvollen) Penetration kommt – jedenfalls für die Frau und jeden nicht-Sadisten/Vergewaltiger. Und ist ein häufiger Männer-Einwand gegens Gummi nicht auch gerade, dass es „zu eng“ säße? Auf diesen Seiten hab ich zudem häufiger Klagen vernommen über unsensible Handjobs (womit teilweise bestimmt auch zu großer Druck bzw. Krafteinsatz gemeint war).

            „Sollte es hier jemanden geben, der aus eigener oder fremder Erfahrung berichten kann, dass ein Mann sich gegen enger ausgesprochen oder über zu eng beklagt hat, möge er das bitte mitteilen.“

            Was meinste, wie sehr Du jammern würdest, wenn Du auf eine Vagina-Kung-Fu-Meisterin träfst und die mal ihre Muskeln spielen ließe?

          • „jetzt such doch mal eine Studie die zu mindestens eine Korrelation zwischen Penisgröße und die Lust auf Analsex zeigt oder sowas.“

            Als ob Männer – im Schnitt – besonders ehrlich wären, wenn sie ihre Genitalgröße beziffern sollten?

          • @semi

            „Es gibt ganz sicher „zu eng“… und verhindert dann mitunter, dass es zur (genussvollen) Penetration kommt – jedenfalls für die Frau“

            Genau – für die Frau. Die Frau ist aber nicht der Mann.

            „Und ist ein häufiger Männer-Einwand gegens Gummi nicht auch gerade, dass es „zu eng“ säße?“

            Ein zu enges Kondom ist unangenehm, das ist richtig. Das liegt an zweierlei: Die Innenwand eines Kondoms ist nur bedingt rutschig ist, deshalb zieht ein zu enges Kondom unangenehm an der Vor- bzw. Penishaut. Außerdem staut sich das Blut unangenehm. Nur: Ein Kondom ist keine Vagina. Die ist innen glitschig und verteilt den Druck ganz anders als ein Kondom. Ich warte weiter auf den Mann, der von einer zu engen Muschi berichtet.
            (Davon ab reduziert ein zu enges Kondom das Gefühl noch etwas mehr als ein Kondom in der richtigen Größe – man denke an die Stelle zwischen Eichelkranz und Penisschaft, wo ein zu enges Kondom sich nicht mehr anschmiegt sondern darüberspannt und so Luft zwischen sich und dieser Stelle am Penis lässt – und droht leichter zu reißen. Und der häufigste Vorbehalt eines Mannes gegen Kondome im allgemeinen dürfte übrigens generell die Gefühlsverminderung sein, egal welche Größe das Kondom hat. Wer findet, dass ein Kondom zu eng sitzt, soll sich eines in passender Größe besorgen.)

            „Auf diesen Seiten hab ich zudem häufiger Klagen vernommen über unsensible Handjobs (womit teilweise bestimmt auch zu großer Druck bzw. Krafteinsatz gemeint war).“

            Zu viel Kraft, zu wenig Kraft, Druck an der falschen Stelle, unangenehmes Ziehen an der Penishaut, Überstimulation der Eichel, zu kurze Bewegungen, zu weite,… frau kann so viel falsch machen :-O Für einen guten Handjob braucht es eine Menge Erfahrung, Naturtalente sind selten. Ist halt schwierig, wenn das zu bearbeitende Organ sehr sensibel ist und frau die Wirkung ihrer Handlungen nicht aus eigener Erfahrung kennt.

            Nur: Ein Kondom Eine Hand ist keine Vagina. Die Vagina ist innen glitschig und verteilt den Druck ganz anders als ein Kondom eine Hand. Ich warte weiter auf den Mann, der von einer zu engen Muschi berichtet.

            „Was meinste, wie sehr Du jammern würdest, wenn Du auf eine Vagina-Kung-Fu-Meisterin träfst und die mal ihre Muskeln spielen ließe?“

            Keine Ahnung. Vielleicht fände ich es ziemlich geil, du kennst weißt ja von meinen Vorlieben 😉

          • „Genau – für die Frau. Die Frau ist aber nicht der Mann.“

            Wo sie unwillkürlich so stark zukneift, dass er gar nicht reinkommt, stört ihn das sicher ebenso erheblich^^ Und ich weigere mich auch zu glauben, die Mehrheit der Männer wäre nicht wenigstens etwas verunsichert, wenns eindringen richtig Mühe kostete, ihre Partnerin erkennbar Schmerzen dabei hätte (und das öfter). Gut möglich, dass er sobalds doch geschafft ist besonders schnell käme, und erklären mag er sich das womöglich auch bloß mit der „Enge“, aber ich vermute aus sozusagen Evo-Psycho-Sicht einen anderen Hintergrund (Ziel ist ja Weitergabe der Gene, und bei einem nicht gerade enthusiastisch kopulierenden Weibchen ist es daher zweckmäßiger, damit nicht zu warten – wer weiß, wann sie „abhaut“)

            „Für einen guten Handjob braucht es eine Menge Erfahrung, Naturtalente sind selten.“

            Kappes. Was es braucht, ist Einfühlungsvermögen plus die Chemie muss passen (deshalb ist wahrscheinlich pay-Sex auch oft so ernüchternd schlecht).
            Wenn ich mich auf einen neuen Partner einlasse, synchronisiere ich mich mit ihm (Atmung, Herzschlag und im Kopf). Dann spürt man ganz intuitiv, was als Nächstes angesagt wäre, was erwartet wird und was positiv überraschen kann. Da gabs auch keine Lernkurve.

            „Ist halt schwierig, wenn das zu bearbeitende Organ sehr sensibel ist und frau die Wirkung ihrer Handlungen nicht aus eigener Erfahrung kennt.“

            Ich würd eher denken, Frauen überschätzen die Sensibilität des Penis (weil ihr Lustorgan nunmal sehr viel empfindsamer ist, vorallem beim Kaltstart). Wie oft hab ich schon gedacht „oh Scheiße, da war ein Fingernagel oder Zahn im Weg… das hat bestimmt wehgetan jetzt?“ und nix war, Alles gut lautete die Rückmeldung.

            „Die Vagina ist innen glitschig und verteilt den Druck ganz anders“

            Übrigens nicht ausschließlich „automatisch“.
            Ich geb zu: als junges Ding hab ich nichtmal versucht, die Bewegungen dieses Muskelschlauchs bewusst zu steuern, weil es mir (haha!) „unehrlich“ vorkam (als würd ich ihm nen Orgasmus vorspielen oder so), aber bei der Beschäftigung mit Tantra lernte ichs dann. Funktioniert so richtig aber nur im mehr oder weniger Ruhezustand. Sobald er losballert, gibts eigentlich nurnoch eine Art, auf die frau mit-tun kann (und bei Anal machste besser nix außer „auf“).

          • „ich weigere mich auch zu glauben, die Mehrheit der Männer wäre nicht wenigstens etwas verunsichert, wenns eindringen richtig Mühe kostete, ihre Partnerin erkennbar Schmerzen dabei hätte“

            Die überwältigende Mehrheit der Männer würde bei erkennbaren Schmerzen der Partnerin das Eindringen abbrechen. Na und? Du versuchst wieder über den Umweg der Frau, die Gleichung „enger = besser für den Mann“ zu widerlegen. Kleiner Tipp: In der Gleichung kommt das Empfinden der Frau gar nicht vor.

            „Für einen guten Handjob braucht es eine Menge Erfahrung, Naturtalente sind selten.“ – „Kappes…Bei mir gabs keine Lernkurve.“

            Also bist Du eines dieser Naturtalente. Glückwunsch!

            „Ich würd eher denken, Frauen überschätzen die Sensibilität des Penis…“

            Über- und unter, kommt beides vor. Außerdem sind wir Männer nicht alle gleich empfindlich. (Ei verbibbsch!)

            „als junges Ding hab ich nichtmal versucht, die Bewegungen dieses Muskelschlauchs bewusst zu steuern, weil es mir „unehrlich“ vorkam“

            Unerfahren hat man so manch komische Vorstellung, die man erst im Nachhinein als absurd begreift. Ich schätze, das geht jedem so.

            Übrigens: Aufhänger für unsere Plauderei war ja Deine Behauptung, Männer mit kleinem Penis bevorzugen Analverkehr. Hast Du gemerkt, dass wir uns in dieser Frage keinen Schritt angenähert haben? Stattdessen reden wir über alles und jedes, hauptsächlich, weil Du derailst. So ist es immer in Diskussionen mit Dir. Deswegen respektiert Dich hier auch kaum einer als Diskussionspartner. Kannst ja mal drüber nachdenken.

          • „Als ob Männer – im Schnitt – besonders ehrlich wären, wenn sie ihre Genitalgröße beziffern sollten?“

            Aber da hast eine Studie zu, oder? Verstehe ich sonst auch nicht warum man bei anonymen Befragungen bzgl. seiner Penisgrößer lügen sollte. Das kriegt ja niemand mit.

            Denkst du denn dann das Männer z.B. aus der Türkei, Arabien, Ostasien im Schnitt eher mehr Anal-Sex wollen und Männer aus dem Sudan, Niederlanden oder Kanada eher weniger?

      • Ich stimme dir selten zu, aber ich denke, auch die von dir genannten Möglichkeiten kommen in der Realität vor. Allerdings denke ich, hängt es oft mit low key BDSM, also Dominanzstreben etc. zusammen – zumindest wenn ich mir so angucke, welche Pornovideos wieviele Aufruf- und Positivbewertungszahlen haben … Häufig ist es aber glaube ich auch ein Bedürfnis, jemanden an einer noch intimeren/vulnerableren Stelle penetrieren zu dürfen und sich dem Partner besonders nah zu fühlen, sich von ihm besonders gewertschätzt/geliebt zu fühlen oder sich als Sexgott o.Ä. zu fühlen, dem aufgrund seines Sex-Appeals „die Ehre zuteil wird“ (ggf. bei häufigem Sexualpartnerwechsel quasi ein subjektives „höheres Level“ des Schürzenjägers) …

        Ich würde zu den Gründen/Ursachen noch Prägung durch Anal-Pornografie (genauer: durch Masturbieren oder gar Wichsen zu Anal-Pornografie) hinzufügen, besonders bei denjenigen, die jung mit dem Konsum angefangen haben. Der Mensch ist ein Gewöhnungstier und an Gewohnheiten hält man bekanntlich eher fest. 😉 Das menschliche Hirn ist auch extrem (wahrscheinlich am meisten) prägungsfähig, weil es besonders tief prägbar ist aufgrund der hohen Anpassungsfähigkeit. Von Leuten, die mit Wölfen aufgewachsen sind und einen Hunderte mal feineren Geruchs- und auch einen zig mal feineren Gehörsinn haben als unsereiner durchschnittlich, bis hin zu Leuten, die Opfer von Geheimdienst- und oder Satanistensektenprogrammen zur Mind-Kontrolle (z.B. MK Ultra, Monarch-Programm, s. etwa Cathy O’Brien & Mark Phillips: „The Tranceformation of America“, 2005; oder auch die arte-Doku von Liz Wieskerstrauch: „Höllenleben – Ritueller Missbrauch in Deutschland“, 2001) wurden und deren Psyche durch gezielte Traumatisierung jeweils in mehrere, einander gegenseitig kontrollierende Persönlichkeiten des jeweiligen Opfers gespalten und geformt resp. „programmiert“ wurden/werden, die teils enorme Fähigkeiten entwickel(te)n (vgl. z.B. Dr. Marcel Polte: „Die Dunkle Neue Weltordnung“, 2019) … das menschliche Hirn, die menschliche Psyche ist extrem präg- bzw. formbar.
        Ich könnte mir sogar vorstellen, dass das erste mal (gewollten oder gar befriedigenden) Sex zu haben mit jemandem oder eben dies vorm Bildschirm (mit entsprechenden audio-/visuellen Reizen) fürs Gehirn simuliert zu bekommen, ähnlich – auch wenn nicht ganz so – konditionierend/prägend ist in bezug auf die Umstände (ggf. inkl. Gesicht des Sexualpartners/Pornodarstellers und/oder die Stellung und die damit verbundenen Körperausschnitte) wie für einen Säugling das erste mal gestillt zu werden – er wird ja stark auf diese primäre Bezugsperson geprägt. Ich denke es kommt auch nicht von ungefähr, dass wir für besonders positive sexuelle, erotische oder paarungsbeziehungsattraktive Reize gerne auch Wörter aus dem Bereich der Nahrungsaufnahme und des Geschmacks – und nicht stattdessen andere – haben (v.a.: sex-/schwanzhungrig, durstig/thursty, lecker, süß, Sahneschnitte, vernaschen, saftig/juicy, Apfelform-Brüste/-Po & Birnenform-Brüste, Pfirsisch (z.B. AT-biblisch, im Hohelied des Salomon), …).

        Da ich meine eigene sexuelle Entwicklung erfahren und von relativ vielen anderen auch mitbekommen habe, wie pornografiebeeinflusst man werden kann, halte ich nichts von den Sprüchen, dass „man“ als „Gesunder“ doch Realität und Pornografie auseinanderhalten könne. Nein, man glaubt bloß, dies zu können, aber gerade das, was man – evtl. noch – nicht sieht oder es für „normal“ hält, obwohl es dies von Natur aus (ohne Pornografiebeeinflussung) nicht ist, ist ja gerade das, worum’s geht. Gerade Kinder und Jugendliche versuchen, die Großen nachzuahmen, ihnen nachzueifern, auch so zu sein wie sie, den selbst erwarteten und/oder realen Erwartungen des Sexualpartners zu entsprechen – und die kostenlose Pornografie zeichnet halt (insgesamt) ein sehr unnatürliches, (z.B. anal-)fetischisiertes Bild von Sexualität, wo das Gehirn des Kindes/Jugendlichen Rollenbilder sieht, was Sexualität sei und was so eher einfach dazu gehöre und was nicht – und zwar im unbewussten Teil der Psyche selbst dann noch in gewissem Ausmaß, wenn das Kind/ der Jugendliche schon stark über das Gesehene reflektiert und ein gutes Selbstwertgefühl/-bewusstsein hat (was aber ja bei vielen nicht mal gegeben ist).
        Es gibt heutzutage nicht wenige Mädchen, die denken, dass Analsex zumindest ab einer gewissen Zeit der Sexualbeziehung dazugehört und sie es zu machen haben, wenn sie ihrem weiblichen Sexualrollenbild entsprechen wollen – egal ob sie es mögen oder ob sie es nur erdulden (können), aber es ihnen eigentlich nicht so gefällt (anders sieht’s allerdings i.d.R. (!) erst bei Schmerzen aus, zumindest solchen über einer gewissen Grenze; also leichtes Brennen/Ziehen/Zwicken – was Mädels/Frauen beim Analsex u.U. ja auch (mit) erregend finden können(*) – wird von den Mädels trotzdem oft auch dann hingenommen, wenn sie nicht drauf stehen). Woher ich das weiß? Es gibt einige, die wenn sie ein bisschen älter und gereifter/selbstbewusster sind, darüber sprechen (in Foren, aber teilw. sogar in die Kamera auf YT) und auch sagen oder zumindest durchblicken lassen, was in ihrer Clique oder ihrem Bekanntenkreis als normal galt/gilt.

        Ich gehe davon aus, dass auch Mädchen/Frauen von Pornografie beeinflusst werden – vielleicht sogar noch mehr als Jungen/Männer (und vermutlich etwas mehr hinsichtlich der Erwartung, was wann wie von ihnen bzgl. Sex erwartet wird), wenn es sich nicht um Weiber handelt, die relativ Pornografie-abstinent leben.

        Übrigens kaufen nach Schätzungen von Experten ca. ein Drittel der Männer (Schweiz) zu kleine Kondome. Nach einer kanadischen Studie waren über 80 % der Männer zwischen 19 und 52 J. der Meinung, ihr Penis sei „zu klein oder zu kurz“, und bzgl. des schlaffen Penis schätzten sie das, was noch als eine „normale“ Länge bezeichnet werden kann, 3 mal geringer ein, als was tatsächlich noch normal lang ist. Eine Umfrage unter über 50.000 Männern und Frauen ergab, dass zwar 85 Prozent der Frauen mit der Penisgröße ihres Partners zufrieden waren, aber nur 55 Prozent der Männer mit sich selbst. Mir kann keiner erzählen, dass das nicht zum Großteil auch durch Pornografiekonsum herbeigeführt wird.
        https://www.nau.ch/lifestyle/fitness/die-eigene-penis-grosse-ist-vielen-mannern-ein-ratsel-65658879
        https://www.menshealth.de/potenz/die-perfekte-penisgroesse/
        https://www.gq-magazin.de/beziehung-sex/artikel/neue-studien-zur-penislange-so-gross-ist-der-durchschnitt-wirklich
        https://rp-online.de/leben/gesundheit/sexualitaet/wie-gross-ist-der-durchschnittliche-penis-in-deutschland_aid-9671089

        Das alles sage ich als jemand, der selber ab und zu (bei bestimmten, i.d.R. unausgeglichenen, gefallsüchtigen oder sehr devoten Weibern :D) auf Analsex steht und auch manchmal Pornografie konsumiert.

        (*) = Achso, ja, und bei („passiven“) Schwulen wird’s vermutlich ähnlich sein, was ich im obenstehenden Text gesagt habe; aber wie’s bei den Leuten vom andern Ufer genauer aussieht, habe ich keine Ahnung, weil’s mich nicht interessiert(e). 😉
        Und zu meiner Aussage zu Lustschmerz/Schmerzlust für dich mal das hier als Quelle:
        https://editionf.com/bdsm-eine-ohrfeige-kann-genauso-zaertlich-sein-wie-ein-streicheln/
        .
        .
        Übrigens bzgl. deiner Aussage, dass der Umfang eines Penis im Laufe von Jahren verändert/gesteigert werden könne: Bei einer Broschüre von „pro familia“ (die Anführungszeichen haben hier zwei Funktionen) habe ich gelesen:
        „Es ist übrigens normal, dass sich die Penisgröße im Laufe des Lebens ändert. Jungs und junge Männer haben in der Regel einen schlankeren Penis als ältere Männer. Auch im steifen Zustand. Und die Größe des steifen Penis kann auch davon abhängen, wie sehr die Schwellkörper anschwellen.“

        Klicke, um auf man_nehme_ein_kondom_2010.pdf zuzugreifen


        Dass der Penis mit dem Alter längenmäßig schrumpft, steht in einer der weiter oben angegebenen Quellen (Men’s Health?). Dort steht auch, dass der Penis von Rauchern kleiner wird, weil die Blutgefäße geschädigt werden.

        • „durch Masturbieren oder gar Wichsen zu Anal-Pornografie“

          🤔 Der Unterschied?

          „Da ich meine eigene sexuelle Entwicklung erfahren und von relativ vielen anderen auch mitbekommen habe, wie pornografiebeeinflusst man werden kann, halte ich nichts von den Sprüchen, dass „man“ als „Gesunder“ doch Realität und Pornografie auseinanderhalten könne. Nein, man glaubt bloß, dies zu können“

          Schlimmer find ich noch die Leute, die ankommen mit: „das ist doch nur Phantasie!“
          Nein, verdammte Hacke, das sind echte Menschen, denen viele der Praktiken echte Probleme machen, spätestens im Nachgang.
          (Hauptgrund für mich, Anal nur höchst selten zu praktizieren, sind die wie mir scheint fast unvermeidlichen Krämpfe im Anschluss – zumindest wenn der Akt von gewisser Dauer war und sich Ejakulat im Darmtrakt befindet)

          „Es gibt heutzutage nicht wenige Mädchen, die denken, dass Analsex zumindest ab einer gewissen Zeit der Sexualbeziehung dazugehört und sie es zu machen haben, wenn sie ihrem weiblichen Sexualrollenbild entsprechen wollen – egal ob sie es mögen oder ob sie es nur erdulden (können), aber es ihnen eigentlich nicht so gefällt (anders sieht’s allerdings i.d.R. (!) erst bei Schmerzen aus,“

          Again: Analsex und Schmerzen sind ein nahezu untrennbares Duo. Schwule haben – den Erzählungen nach, jedenfalls früher – die Problematik abzuschwächen versucht durch Poppers (heut sind wahrscheinlich weniger berauschende Relaxations-Medikamente gebräuchlicher) und klar: vordehnen durch z.B. plugs hilft viel. Und dennoch.

          „Ich gehe davon aus, dass auch Mädchen/Frauen von Pornografie beeinflusst werden – vielleicht sogar noch mehr als Jungen/Männer (und vermutlich etwas mehr hinsichtlich der Erwartung, was wann wie von ihnen bzgl. Sex erwartet wird)“

          Selbst wenn sie keine oder nur selten welche konsumieren – weil ihre Partner tuns ja höchstwahrscheinlich on the regular.
          Ich selbst gehörte (ab ca. 12) zu den „besonders neugierigen“, die sich bestimmte VHS-Kassetten (allein) wiederholt ansah – und bis heut noch genau die ersten Szenen erinnert. Und das dazugehörige Schockgefühl. Pornos haben mir gezeigt, wie ich um Gottes Willen nicht sein will. Mir in besonderem Maße den männlichen Blick antrainiert, der geprägt ist von Verachtung. Um zu begreifen, wie toxisch Porno ist, muss man eigentlich nur die Zuschauer-Kommentare lesen.

          Zur edition femmes BDSM-Verherrlichung:

          „Eine Ohrfeige kann genauso zärtlich sein wie ein Streicheln. Es kommt darauf an, wie sie gemeint ist“

          😖

          Wie kann man aus aktiver Sicht jemandem eine runterhauen und sich dabei nicht von negativen Emotionen (für speziell diese Person) geleitet sehen? Körperliche Gewalt auszuüben, glaubwürdig „böse“ rüberzukommen, kostet wahnsinnig viel Energie, wo nimmt man die her, wenn in der Beziehung und auch bei einem selbst mental „Alles stimmt“?

          Und aus passiver Sicht versteh ichs halt noch viel weniger.
          Lust an der Angst? – „Aber nein, ich hab doch keine Angst vor meinem Partner“…
          Also wenn mir mal eine runtergehauen worden wäre (disclaimer: der typische Fall scheint mir zu sein, dass Frauen auf die Art „ganz überraschend“ auf diese sogenannte „Spielwiese der Sexualität“ entführt wurden) – ich hätt Angst gehabt! Und Wut! Große!

          Ich finde, manche Grenzen muss man einfach halten. Zum Wohle der Menschheit.

      • Und das mit dem kleinen Schwanz als Ursache für Wunsch nach (aktivem ;-)) Analsex könnte auch insofern stimmen, als dass (stark Anal-Pornografie-beeinflusste) Männer, die glauben, ihr Schwanz sei (zu) „klein“ und würde daher die Muschi nicht genug stimulieren, als dass die Sexualpartnerin ihn richtig spürt, denken, dass dieses Problem bei der analen Penetration wohl nicht bestehen dürfte und sie so die eigene Stimulationswirkmächtigkeit in bezug auf die Sexualpartnerin ausreichend herbeiführen könnten. Natürlich sind sich diejenigen Männer, bei denen dies zutrifft, dessen i.d.R. nicht so bewusst, sind aber trotzdem aufgrund d e s s e n zur Analsexanstrebung motiviert. Das war zumindest bei mir ein Teil meiner damaligen Analsexfixierung, meine ich. 😉

        • Ich glaub, Fisten ist auch so ne Praktik, die vorallem u.a. Männer mit kleinem Schwanz anspricht…
          Aber damit Du Dich wahrgenommen fühlst^^: wie klein war Dir denn zu klein, haste nachgemessen? Und was hat sich getan seither?

    • Ich schätze wenn eine Frau zehn Löcher hätte, gäbe es auch zu jedem eine Sexpraktik 🙂
      Schön warm wären die ja alle und für Glitschigkeit kann gesorgt werden *g*

      In der Praxis machen m.E. nur wenige Heteromänner Analsex, auch weil die Anforderungen an die weibliche Hygiene hoch sind, wenn das nicht unappetitlich werden soll. Es wird also vermutlich oft nur dann stattfinden, wenn die Frau das auch irgendwie reizvoll findet oder der Mann eine entsprechend hohe Ekelschwelle hat.

      • Adrian scheint sich Hetero-Sex übrigens ohne Gummi vorzustellen, warum bloß?^^

        „In der Praxis machen m.E. nur wenige Heteromänner Analsex“

        Ich glaub, die meisten langjährigen Paare probieren es mal aus (selbst, wenn frau zuvor nur schlechte Erfahrungen hatte)

        „auch weil die Anforderungen an die weibliche Hygiene hoch sind, wenn das nicht unappetitlich werden soll“

        Ach Gott, Du schon wieder.
        Du, der sich davor ekelt, abends (s)eine Frau zu lecken, weil/obwohl die morgens geduscht hat… (normalerweise läuft die Dynamik m.M.n. eher so, dass SIE sagt: „lass mal lieber, bin nicht frisch“, worauf ER meint: „mir doch egal“, oder gar: „umso besser“. Und so ists auch richtig) – oder hast Du Dich doch noch weiterentwickelt, bis endlich bissje unverkrampfter jeworde?

        • „mir doch egal“, oder gar: „umso besser“. Und so ists auch richtig

          Ähhhm ja. Was lässt das wohl für Rückschlüsse auf dich und deine Hygiene zu?

          Aber lass gut sein. Ich muss mich sicher nicht vor dir rechtfertigen, nur weil ich mich nicht wie ein Tier verhalte. Und was du für normal hältst, ist mir ziemlich wurscht, du bist sicher alles, aber nicht repräsentativ. Und du verstehst weder meine Beziehung noch mein Sexualleben, aber das ist O.K. musst du ja auch nicht…

          • „Was lässt das wohl für Rückschlüsse auf dich und deine Hygiene zu?“

            Auszug „Basiswissen Frau“: solang keine akute Pilzinfektion oder andere Geschlechtskrankheiten vorliegen, schmeckt sie super. Auch noch nach Tagen, (wahrscheinlich^^) Wochen ohne Reinigung. Pilzinfektionen wiederum können leichter auftreten durch Gebrauch von Seife.

            Aus aktiver Sicht: Seifenreste sind _wirklich_ ein ekelhafter Geschmack

            „Ich muss mich sicher nicht vor dir rechtfertigen, nur weil ich mich nicht wie ein Tier verhalte.“

            Und Du redest über Sex. Haha.

          • @Semi

            „Auszug „Basiswissen Frau“: solang keine akute Pilzinfektion oder andere Geschlechtskrankheiten vorliegen, schmeckt sie super. „

            Hast du sicher schon öfter ausprobiert, bei einer Frau? Selbst Haare im Mund schrecken dich nicht, sondern machen dich an?

            Bringen wir es doch auf den Punkt: es ist nur wieder weibisches Geschwätz. Wenn der Mann mit Schweißfüßen, Mundgeruch und ungeschnittenen Nägeln kommt, heißt es „Igitt, was für ein ungepflegter Ekel!“ Aber eine Frau ist nicht nur immer schön, grundgescheit und gerade richtig dick, ein Mann soll sie auch immer so nehmen, wie sie ist, notfalls auch stinkig und ungepflegt (kleiner Scherz, Frauen können natürlich gar nicht stinken und sind naturgepflegt, schon wenn sie früh aufstehen, auch aus „Basiswissen Frau“).

            „Pilzinfektionen wiederum können leichter auftreten durch Gebrauch von Seife.“

            Ich kann mich nicht erinnern, eine inwendige Anwendung von Seife empfohlen zu haben.

            „Und Du redest über Sex. Haha.“

            Du tust es doch auch und verstehst noch nichtmal BDSM ansatzweise.

            Deine Tendenz, andere runterzumachen, noch dazu mit deren vermeintlichen Schwächen, macht dich übrigens nicht gerade sympathisch und lässt dich ziemlich unreif wirken, für eine Frau mit 3 Kindern…

          • „Hast du sicher schon öfter ausprobiert, bei einer Frau?“

            Hatten wir doch schon?

            Aber selbst wenns nicht so wäre: eine erwachsene Frau, die verneinte zu wissen, wie sie selbst schmeckt (in jedem Zyklusstadium), ist so wenig glaubwürdig wie ein erwachsener Mann, der vorgäbe sein Sperma noch nicht gekostet zu haben.

            „Selbst Haare im Mund schrecken dich nicht, sondern machen dich an?“

            Beschäftige Dich doch bitte mal mit weiblicher Anatomie, herrje; wo Du lecken sollst, wächst normal nix.

            Davon ab: mein Mann ist ein halber Bär; ich dürft fast nix von ihm küssen, wenn ich Schiss hätt vor Haaren im Mund.

            „Wenn der Mann mit Schweißfüßen, Mundgeruch und ungeschnittenen Nägeln kommt, heißt es „Igitt, was für ein ungepflegter Ekel!“

            Schweißfüße haben nur für Menschen mit entsprechender Neigung/Mundgeruch hat für wahrscheinlich niemanden aphrodisierende Wirkung – im Gegensatz zu u.a. (normalen) Vaginalsekreten, die auf praktisch jeden berauschend wirken sollten.

            Ach, und Thema Fingernägel: am schlimmsten sind die frischgeschnittenen, nicht abgefeilten. Die können ein echtes Sicherheitsrisiko sein und große Schmerzen verursachen (wenn ich lange Fingernägel hab, bin ich natürlich auch vorsichtiger).

            „Aber eine Frau ist nicht nur immer schön, grundgescheit und gerade richtig dick, ein Mann soll sie auch immer so nehmen, wie sie ist, notfalls auch stinkig und ungepflegt (kleiner Scherz, Frauen können natürlich gar nicht stinken und sind naturgepflegt,“

            Die Pussy ist naturgepflegt bzw. ein Selbstreinigungssystem, das eigentlich nur Wasser goutiert, beton ich nochmal.
            Ist sonst aber im konkreten selbstredend eine Frage von Veranlagung sowie Lebensstil, doch im Allgemeinen schwitzen Frauen sehr viel weniger als Männer _und_ pflegen sich mehr – meint nicht unbedingt tägliches Duschen, was wiederum mehr Männerdomäne ist (ich leck entweder morgens vor dem Duschgang, oder aber abends; am liebsten hab ich aber mehr als 1 Tag Pheromon-„built up“… ein eher seltenes Vergnügen). Die tägliche Benutzung von Shampoo und Duschgel ist übrigens weder für Haut noch Haar auf Dauer gut; Männerhaut toleriert aber mehr (und dass Euch das Haupthaar schütt wird, nehmt ihr als Kollektiv scheinbar hin).

            „Ich kann mich nicht erinnern, eine inwendige Anwendung von Seife empfohlen zu haben.“

            Ich hatte früher (= zu Pillenzeiten, worans womöglich am stärksten lag) öfter mal Pilzinfektionen und lasse seither wirklich große Vorsicht walten (und ja, ich weiß auch wie das schmeckt. Nicht gut halt^^)

            „Du tust es doch auch und verstehst noch nichtmal BDSM ansatzweise.“

            Was ich verstehe, ist, dass das ein Spiel ist, oder jedenfalls sein soll. Was ich nicht verstehe, ist vorallem die in den Szenekreisen zelebrierte Schmerzgeilheit. Aus meiner Sicht ist das Leben echt schmerzhaft genug, und während ich noch in der Lage bin, akuten körperlichen und seelischen Schmerz durch lustbetonte Handlungen mehr oder minder zu überdecken, steig ich auf jeden Fall aus wo es heißt, Schmerz und Lust seien im Kern identisch usw.

            Deine Vorliebe gepaart mit dem zur Schau gestellten Reinlichkeitswahn läd übrigens auch zu Spekulationen ein, welche Rollenverteilung bzw. Szenarien Du Dir (heimlich) ersehnst…

            „Deine Tendenz, andere runterzumachen, noch dazu mit deren vermeintlichen Schwächen, macht dich übrigens nicht gerade sympathisch und lässt dich ziemlich unreif wirken“

            Like it or not: als Mann und älterer Part einer Hetero-Konstellation steckst DU den Rahmen ab, wie (positiv konnotiert:) versaut es maximal werden kann. Es ist sicher ganz, ganz selten, dass Frauen Männern eine unkonventionellere Praktik aufdrücken, nachdem er seine Ablehnung dessen hat durchblicken lassen. Und Deine außergewöhnlich skurrile Ablehnung normaler, weiblich-körperlicher Ausdüstungen/Deines tierischen Erbes ist wie ich das sehe keine „Schwäche“, sondern ein echtes, bearbeitungswürdiges mindset-Problem. Tut mir auch leid, dass sich hier kein Mann finden lässt, der Dir mitteilt wie stark lustfeindlich Du damit rüberkommst.

          • „Tut mir auch leid, dass sich hier kein Mann finden lässt, der Dir mitteilt wie stark lustfeindlich Du damit rüberkommst.“

            Wahrscheinlich haben die Männer hier eine Eigenschaft, die Dir abgeht: Toleranz gegenüber anderen sexuellen Vorlieben. Androsch hat seine Hygienestandards, fertig. Du hast Deine, fertig. Als Menschenfreund wünsche ich euch, dass ihr einen Partner gefunden hat, mit dem das kompatibel ist.

            Fertig.

        • Jeder wie er mag, ich brauch das jetzt nicht unbedingt. Ich würds mal probieren, wenn sie es sich wünschen würde, aber explizite Wünsche äußert sie selten und ihr Hintern ist jetzt auch nicht das attraktivste Körperteil an ihr, als dass ich das unbedingt penetrieren müsste.

  2. Hmmm, ich hab das früher auch gemacht, bin gleich beim ersten Spruch auf den Sex genommen. Sicher, ich war charmanter aber bei einer Erfolgsquote von rund 50% bei relativ vielen Matches, hatte ich längere Zeit 3-4 ONS pro Woche.
    Die meisten Frauen, selbst solche die nicht interessiert waren, haben meine Ehrlichkeit sehr positiv aufgenommen, da sie sowieso wussten, was ein Mann will der sie auf dieser Plattform anschreibt.
    Die Twitter Tante tut also einen auf empört, genauso als hätte sie Pornhub geöffnet und dann da lauter Leute beim Sex gesehen. Oh mein Gott.
    Wem diese Apps nicht gefallen, der soll halt zu Elitepartner oder Paarship gehen. Oder sie kann ja auch ganz klassisch Männer auf der Straße absprechen, hat sogar den Vorteil, dass sie nur die Männer absprechen kann, die ihr gefallen.

      • Das ist doch normal. Viele nutzen sie Gelegenheit dafür um zu glänzen, in der Hoffnung, bei den Frauen als etwas besseres dastehen zu können.
        Das sind die gleichen Typen, die von Frauen abgelehnt werden, weil sie zu nett sind.

      • Wobei es egal ist, wie sie sich nennt, wie dieser Kommentar beweist: https://twitter.com/inoguha/status/1328781767185211393?s=21

        Eine Frau kann sich nennen wie sie will, verhalten wie sie möchte, sexuelle Anspielungen bringen, wie sie will, etc.
        In letzter Konsequenz ist nur der Mann für sein Handeln verantwortlich.

        afqueen 69 als Nickname wäre natürlich kein bisschen cringe.
        Bei deren Dopppelmoral verschlägt es mir jedes mal die Sprache.

  3. 4. Der Ablauf war nicht so übergangslos, wie im Tweet dargestellt.

    Ist Tinder nicht gerade dazu da, sexuelle Kontakte unkompliziert zu knüpfen?

    Erst wollte ich die vulgäre Sprache kritisieren, aber wenn @Moloch recht hat, dann ist genau das doch zu erwarten.
    Vor einiger Zeit gab es auf Twitter den Hashtag #joyfails, bei dem es gerade um solche Dialoge bei Joyclub ging – einer Plattform, bei der es ausdrücklich um Sex in allen Variationen geht.
    Zufällig hatte ich vor exakt einem Jahr das Thema auf meinem Blog aufgenommen: https://breakpt.wordpress.com/2019/11/19/es-hoert-doch-jeder-nur-was-er-versteht-2266/

  4. „WAS STIMMT MIT EUCH TYPEN NICHT?!?!!“

    a) Feminismus will alte Rollenmuster aufbrechen!
    b) Hier ist einer, der hält sich nicht an die Kavaliersrolle!!

    WAS STIMMT MIT EUCH WEIBERN NICHT?!?!!

    • Du vermengst hier unzulässig die Gruppe „Weiber“ mit der Gruppe „Feminist(inn)en“. Uffpasse, sonst wirst zum Weiberfeind.
      (Und was mit den Feministen nicht stimmt, wissen wir doch eh. ;-))

  5. Ich habe das Gefühle das Tinder für Männer eine Sex-App ist, als diese war/ist sie ja auch konzipiert, und Frauen denken das es eine Beziehungs-App ist. Lass uns reden. Ich verstehe schon das Frauen selbst bei Gelegenheitssex im Vorlauf bestimmte Bedürfnisse haben, auch wegen des höheres Risikos. Bloß die Männer denken, ich bin hier für Sex auf diese Sex-App und gehe davon aus das die Frauen es auch sind. Also warum lange drumherum quatschen?

  6. Ich verstehe die Reaktion nicht. Ich dachte Tinder ist eine Hetero-Dating-App, da gehen doch Junx und Mädelz hin wenn sie Sexpartner suchen. Gut es ist sprachlich etwas derb, aber er kommt zur Sache um die es da geht. Warum ist das nicht in Ordnung?

  7. Ich sehe da jetzt eigentlich keinen so großen Unterschiede, ob man in den ersten Kontakten abzufragen versucht, ob man auch irgendwann heiraten und Kinder haben möchte oder eben wozu man ansonsten grundsätzlich bereit ist.

    Diese Leute möchten halt möglichst keine Zeit und Energien in Personen investieren, die nicht den eigenen Wünschen entsprechen würden.

    Wer zB gerne einen Partner zum heiraten und Kinder bekommen finden möchte, der möchte halt ungerne längere Zeit, Gefühle, Energien, … in Personen investieren, sich verlieben, … um dann irgendwann (wenn die Frage passender erscheint) zu erfahren, dass der Gegenüber von Anfang an andere Wünsche hatte bzw. nicht zu den eigenen Lebenswünschen passt, weil der Gegenüber das generell ablehnt, was man sich selber wünscht. Der Gedanke ist dann halt, ob man sich den ganzen Kennlernaufwand bzw. Energien nicht hätte sparen können bzw. besser in eine andere Person investiert hätte, die die gleichen Lebenswünsche hat.

    Dass man mit zu schnellen und zu direkten Fragen vielleicht aber auch viele Personen abschreckt, die irgendwann aus (dann stetig gewachsener) Liebe auch Dinge gerne erfüllen bzw. mitmachen würden, verstehen viele nicht bzw. den Schwund nimmt man in Kauf. Denn nur, weil man „Heiraten“ oder „Arschficken“ nicht schon beim ersten Date als wichtiges eigenes Lebensziel hatte, bedeutet das ja, dass man mit stetig wachsener Liebe auch Dinge mit dem Partner macht, die man sich beim ersten Date noch nicht vorstellen konnte bzw. in Bezug auf die man beim ersten Date noch keine Absichtserklärungen abgeben möchte.

    Es ist halt immer ein wenig Lotto, ob ein Gegenüber zu seinen eigenen Lebenswünschen passt bzw. sich dahin entwickelt.

    Und einige Menschen möchten dieses Lotto halt beinflussen, indem sie frühzeitig Absichtserklärungen vom Gegenüber abfragen. Wer einen Partner zum heiraten und Kinder bekommen sucht und auch das Lotto nicht mitmachen möchte, ob der Gegenüber sich mit der Zeit dahin entwickelt, der versucht halt möglichst frühzeitig abzufragen, ob der Gegenüber auch zu denen eigenen Lebensträumen passend erscheint.

    Das zügige Ausfragen des Gegenübers machen gewöhnlich 2 Arten von Personen:

    a) Menschen mit wenig Selbstbewusstsein, die sich selber nicht für fahig halten, andere von den eigenen Lebensträumen auf positive Art und Weise überzeugen zu können, so dass diese sich das irgendwann ebenfalls wünschen.
    b) begehrte Menschen, die selber viel Auswahl haben und selektieren können, denen es also egal sein kann, wenn man mit seiner direkten Art auch durchaus viele passende Menschen abschreckt, die mit etwas Zeit und wachsener Liebe zu den Lebenswünschen bereit gewesen wären bzw. sich dahin entwickelt hätten.

    Eine Frau, denen tausende Männer nachhecheln und die daher selektieren kann, braucht das Lotto halt weniger eingehen. Indem sie früh abfragt, ob der Mann auch das Ziel Heirat und Kinder hat und somit zu ihrem eigenen Lebenswunsch passt und früh die aussortiert, die bisher noch nicht die gleiche Begeisterung für das Thema hat, braucht sie sich halt weniger bemühen, auf den Gegenüber einzugehen und den Gegenüber von den eigenen Lebenswünschen zu überzeugen. Da bereits genug weitere Bewerber in der Pipeline Schlange stehen, besteht auch keine Notwendigkeit, anders vorzugehen.

    Und so ähnlich ist es halt, wenn man bereits sehr frühzeitig sexuelle Vorlieben bzw. Bereitschaften abfragt. Wer begehrt ist und genug andere Bewerber in der Pipeline hat oder zu haben glaubt, der kann es sich eben erlauben, gleich die Menschen in die Flucht schlagen zu lassen, bei denen es Lotto (und somit möglicherweise Zeitverschwendung) wäre, ob diese sich zum erwünschten Ziel hinentwickeln.

    • Ob der Typ dass machen würde, weiß ich natürlich nicht.

      Aber grundsätzlich ist das eine Strategie die durchaus auch in RL angewandt werden kann. Frauen die an einem Mann interessiert sind schlucken sehr viel (pun intended). Und daher ist die Methode, unverblümt sexuelle Präferenzen anzusprechen, ein sehr guter Shittest um herauszufinden wie weit mann gehen kann.

      Via Tinder dürfte es die erste Filterebene sein, da Jungs dort wohl erstmal alles nach rechts wischen was ihnen angeboten wird und erst nach dem Match sortieren.

    • Vermutlich nicht aber ist das nicht eher negativ? Ich kläre auch recht schnell ab, ob eine Person die Grundvoraussetzungen mitbringt um mit mir Zeit zu verbringen. Und ob es sexuell passt, sie z.b. auf Anal steht ist auch für mich wichtig. Ich habe keinen Sex mit einer Frau wenn sie meine Vorlieben nicht teilt, Standartsex interessiert mich schon lange nicht mehr, egal wie nett oder hübsch die Frau ist.
      Auch ob eine Frau Veganerin ist sehe ich als wichtig an, mit einer Veganerin würde ich nie etwas längeres anfangen, da es nicht passt.
      Und waren es nicht die Frauen, die wollten, dass man vorher unmissverständlich fragt? Nein heißt nein und ja heißt ja. Hätte der Typ verschwurbelt gefragt, dann hätte es wieder geheißen, dass sie es anders verstanden hätte. Von daher hat der Typ alles richtig gemacht.

      • Die Öffentlichkeit scheint mir nicht der richtige Vergleichsrahmen zu sein. Ein Swingerclub, in dem sich ein Mann und eine Frau gesehen, einander angelächelt und dann direkt zu zweit an einen Tisch in einer anonymen Ecke gesetzt haben, scheint mir verglichen mit einem Tindermatch ein wesentlich passenderes Real-Life-Szenario zu sein.

      • Bin ich bei dir, kann ich mir auch nicht vorstellen, aber vielleicht bin ich auch einfach zu freundlich. Aber eines ist schon auffällig: es ist völlig ok frühzeitig von weiblicher Seite eine Bestätigung einzufordern, dass ernsthaften Interesse vorliegt, Langfristigkeit und am besten Kinder und Einfamilienhaus geplant sind. Dagegen sind deutlich kurzfristigere Ziele wie in dem Beispiel Analsex maximal taktisch während des Gefechts zu klären.
        Logik funktioniert anders, aber es zeigt deutlich wer in dem Zusammenhang die Hoheit über den Ablauf hat….

      • Nein, ich hätte es etwas besser verpackt. Man kann so etwas auch charmant fragen. Aber von der Sicht der politisch Korrekten war das nicht nur gut, es war perfekt.
        Sagt ja keinen, dass sie dazu „ja“ sagen muss.

  8. „WAS STIMMT MIT EUCH TYPEN NICHT?!?!! 😡“

    Nichts. Wer meint, dass auf einer Sex-Dating-App alle einem ganz bestimmten Benimm-Knigge folgen müssten, demzufolge das Ansprechen auf eine bestimmte Sexpraktik erst nach soundsoviel Plauderei erfolgen darf, hat das Internet noch nicht richtig verstanden. Die Dame ist geistig noch im letzten Jahrhundert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.