Ist die Beteuerung, dass Feminismus auch Männern helfen will, ein potemkinsches Dorf?

Viele Feministinnen führen immer wieder gerne an, dass Feminismus ja eigentlich für Männer gut ist und Feministinnen ja auch Männeranliegen vertreten würden. Damit untermauern sie zum einen ihren Alleinvertretungsanspruch in Geschlechterfragen und wehren zum anderen Kritik ab.

Tatsächlich ist dieses „Helfen“ in Richtung Männer meist relativ inhaltsleer. Eher geht es darum, dass Männer von der ominösen „toxischen Männlichkeit“ Abschied nehmen sollen und dann wären alle Probleme irgendwie gelöst. Und zu diesem Abschied nehmen von der toxischen Männlichkeit gehört ja letztendlich sich zum Feminismus zu bekennen und auch einzusehen, dass Männer an allem Schuld und außerdem privilegiert sind. Ein wirklich positives Männerbild wird soweit mir bekannt unter der Überschrift „Nichttoxische Männlichkeit“ nicht präsentiert.

Insofern errichtet der Feminismus eine gewisse Fassade, nach der er Männern hilft, aber es steckt nichts dahinter.
Es sind eben potemkinsche Dörfer:

Als Potemkinsches Dorf – meist im Plural als Potemkinsche Dörfer, seltener auch Potemkin’sche Dörfer oder Potjomkinsche Dörfer (erlaubt ist laut Duden auch die Kleinschreibung: potemkinsche Dörfer usw.)[1] – wird Vorgetäuschtes bzw. die „Vorspiegelung falscher Tatsachen“ bezeichnet:[1] Durch materiellen und/oder organisatorischen Aufwand („Attrappen“, Schauspieler usw.) wird die Illusion von vorweisbaren Erfolgen, Wohlstand usw. geschaffen. Die Bezeichnung geht zurück auf die unwahre Geschichte, dass Feldmarschall Potemkin (moderne Transkription: Potjomkin) Kulissen von Dörfern aufgestellt und angebliche Dorfbewohner von einem zum nächsten transportieren lassen habe, um Katharina die Große auf einer Reise nach Neurussland über die Entwicklung bzw. den Wohlstand der neubesiedelten Gegend zu täuschen.

Passt das oder was wäre eine bessere kurze Umschreibung/Bezeichnung?

46 Gedanken zu “Ist die Beteuerung, dass Feminismus auch Männern helfen will, ein potemkinsches Dorf?

  1. „Potemkinsches Dorf“ will mir nicht so recht passen, irgendwie assoziiere ich das mit einer Behauptung der Art „wir tun jede Menge für Männer“, etwas was selbst die Hartgesottenen nicht von sich geben. So richtig Neusprech ist es auch nicht, passt aber schon besser. Aber was richtig gut passendes fällt mir auch nicht ein.

  2. Nach dieser Definition müssten erstens die Feministinnen einen höheren Aufwand betreiben, „Attrappen“ aufzustellen, so dass die Männerwelt das Gefühl bekommt, alles wäre normal und okay – das aber ist ja nicht der Fall, denn ob bewusst oder unbewusst fühlt sich die feministische Bewegung der heutigen Zeit selbst für einige (nicht wenige) Frauen total falsch an. Täuschung misslungen. Zweitens würde das auch noch bedeuten – wenn die Attrappen funktionieren würden – dass den Männern eine gewisse Naivität und Doofheit zugeschrieben wird, welche auf die Attrappen tatsächlich reinfallen könnten. Feministinnen schlau – Männer doof. Letzteres scheinen Feministinnen tatsächlich zu glauben.

    Die Täuschung, dass es der Männerwelt auch zu Gute kommt, ist für Feministinnen selbst eine Täuschung. Sie glauben tatsächlich daran. Das Dorf voller Attrappen ist demnach nicht von Ihnen erbaut, sie sitzen genauso in der Kutsche nach Russland und fallen auf den Schwindel rein.

  3. Wenn man Feministinnen fragt, inwiefern der Feminismus Männern hilft, kommen üblicherweise Antworten wie „damit sich Männer schminken dürfen“, „Kleider anziehen“, „über ihre Gefühle reden“.
    Ob Männer das tatsächlich wollen, interessiert sie nicht, und ihre Vorstellungen gehen völlig an ernsthaften und gerechtfertigten Männeranliegen vorbei.

    • @Anne „kommen üblicherweise Antworten wie „damit sich Männer schminken dürfen“, „Kleider anziehen“, „über ihre Gefühle reden“. Ob Männer das tatsächlich wollen, interessiert sie nicht“

      Teilmengen der Männer wollen das, andere Teilmengen wollen anderes. Wenn man die Aussage allgemeiner auffasst, bedeutet sie „Rollenerwartungen auflösen“. Das wäre ein ehrenwertes Ziel, aber der Feminismus hat es nicht erfunden und hilft dabei auch nicht, im Gegenteil verstärkt er Rollenklischees und verwendet sie als Waffe.

      • @anorak2 : Wobei die Teilmenge der Männer, die sich unbedingt schminken oder Kleider tragen möchten und es ohnehin nicht schon tut, eher gering sein dürfte. Und Männer zeigen durchaus Gefühle – nur nicht in der Art und Weise, wie es manche anderen gern hätten.

        • @Durin: Freiheit ist auch die Freiheit von Minderheiten. Aber sicher freut sich auch eine Mehrheit darüber, wenn sie nicht „der Mann“ sein muss, der bei Gefahren die Kohlen aus dem Feuer holen müssen, oder die Kohlen ranschaffen 🙂

          • Nur ist es nicht so, dass die Mehrheit der Frauen mit einer derartigen Auflösung des (männlichen) Rollenbildes überhaupt glücklich wäre.

          • Männer müssen doch nach wie vor die Kohlen aus dem Feuer holen und sich in Gefahr begeben.
            Man sieht fast immer nur Männer, die bei gefährlichen Rettungseinsätzen an vorderster Front tätig sind. Und auch bei gefährlichen Berufen sind es fast ausschliesslich Männer, die diese ergreifen.

            Und last baut not lest erwarten auch Feministinnen, dass der Mann beim Date die Zeche zahlt. Oder Frau in nahezu allen Belangen des Lebens alimentiert.

          • @anorak2 Ich gönne den Drag Queens und eitlen hiesigen Erdogan-Fans ihre Kosmetika, wie auch Nils Pickert seinen Kleiderfetisch. Ich frage mich nur, ob diese „Freiheit“ einiger weniger zu teuer erkauft wird und mehr Menschen schadet als nutzt.
            Ich habe kein Problem damit, Kohlen heranzuschaffen oder sie aus dem Feuer herauszuholen, im Gegenteil; ich sehe diese traditionelle Definition von Männlichkeit für mich als sinnvoll und zu mir passend an, ohne mich nur allein darüber zu definieren. Und freue mich darüber, dass mein Sohn mir da sehr ähnelt, ohne dass wir beide, wie auch meine Frau und Tochter, in ein typisches 08/15 Schema passen. Wir sind da eher pragmatisch und rational. Mir tun da eher Jungen und Männer leid, die durch das Verschwimmen von Polen und klaren Definitionen verunsichert sind und keinen Halt haben. Und wenn das seitens Feminismus als Vorteil und Gewinn verkauft wird, kann ich mich nur wundern.

          • Mir tun da eher Jungen und Männer leid, die durch das Verschwimmen von Polen und klaren Definitionen verunsichert sind und keinen Halt haben.

            Was wird wohl aus den Jungen unserer heutigen Zeit werden, die mit dem Mann als Feindbild aufwachsen und groß werden?
            Wer ständig erzählt und vorgelebt bekommt, wie toxisch, allgemein schädlich und schlecht er ist, hat zwar vielleicht „klare Definitionen“, leider aber die falschen.
            Es fehlen männliche Vorbilder im familiären Umfeld und im Bereich der (früh)kindlichen Erziehung, die auch als völlig normal und gut/richtig wahrgenommen werden – können und dürfen.
            Da hilft unsere Gesellschaft nicht – und vor allen Dingen nicht der Feminismus.
            Der Feminismus ist einzig und allein darauf ausgerichtet, Frauen zu pampern und zu bevorzugen.
            Siehe auch Arne Hoffmanns „Lexikon der feministischen Irrtümer“ und Gunnar Kunz’s „Besonders Frauen – Schwarzbuch Feminismus“.

          • @Mario: Kommt dazu, dass all die sogenannten toxischen Männer in hohem Maß von weiblichen Alleinerziehenden erzogen und geprägt werden.

          • @Mario: Die Welt besteht nicht nur aus dekanten (sub) urbanen Grünenwählern und woken „Erleuchteten“. Und da deren reproduktive Leistung vergleichsweise gering ist und ihre Wirkung jenseits ihrer üblichen Rezipienten verpufft, werden sich früher oder später (wieder?) klare Definitionen (sic) durchsetzen, die langfristig Bestand haben werden. Leider, so befürchte ich, nicht unbedingt basierend auf rationalen Prinzipien. Oder im Sinne des Fortschritts.

      • Hinter diesem „Rollenerwartungen auflösen“ steckt leider nur zu oft „Rollenerwartungen umkehren“.
        Das Auflösen wäre ein legitimes Ziel, beruht allerdings häufig nur auf Projektion. Eine Feministin, die z.B. gerne über ihre eigenen Gefühle redet, ist überzeugt, dass (alle) Männer das auch wollen, aber nur durch den gesellschaftlichen Erwartungsdruck davon abgehalten werden. Sie ignoriert also tatsächliche Interessen und Bedürnisse der meisten Männer, und ersetzt sie durch eigene Klischees, von denen sich nur eine kleines Subset von Männern angesprochen fühlen dürfte.
        Und das ist nur der Typus Feministin, der noch nicht von Männerfeindlichkeit zerfressen ist. Sie glaubt wirklich, Männern damit etwas Gutes zu tun. Probleme, die Männer tatsächlich belasten, oder diesen auf den Nägeln brennen, liegen außerhalb ihres Vorstellungshorizonts.

        • @Anne: Ich sag ja, der Feminismus hat das nicht erfunden, und er ist auch keine Hilfe dabei sondern eher ein Klotz am Bein, und wenn er sich als „Fürsprecher“ für aufgeweichte Rollenerwartung aufspielt ist das eine Anmaßung

          Als Beispiel was ich meinte: Meine Eltern haben mir im Alter von 4 oder 5 auf meinen eigenen Wunsch Mädchenpuppen geschenkt. Ich erinnere mich dunkel, dass meine Mutter mich damals gegen einen erwachsenen Nachbarn verteidigt hat, der sich über meine Puppen lustig machte. Sie haben sich also bewusst entschieden, die „Rollenerwartung“ an Jungen zu ignorieren, aber dazu haben sie keinen Feminismus gebraucht. Der hätte ihnen dabei auch keinen guten Rat geben können.

          • Schön, dass das auf deinen eigenen Wunsch hin geschah. Um sich nach den Interessen ihrer Kinder zu richten, brauchen Eltern nun wirklich keinen Feminismus. Das machen die allermeisten auch so, selbst wenn die Wünsche nicht den üblichen Erwartungen entsprechen.
            Schlimm jedoch ist es, wenn Feministinnen geäußerte oder erwartbare Wünsche ignorieren, und – um im Beispiel zu bleiben – fordern, Jungen Puppen als Spielzeug aufzuzwingen, oder ihnen das Spielzeugauto zu verwehren.

          • @Anne: Genau, aufzwingen ist genau das Falsche und widerlegt auch den feministischen Claim sie wollten nur das Gute 🙂 Ich hatte natürlich auch technisches Spielzeug, und das hat am Ende die Oberhand behalten.

          • Meine Eltern haben mir damals eine Figur von „Mein kleines Pony“ gekauft. Auch ganz ohne Feminismus.

            Als Ausgleich habe ich dann als einziger männliche Nachkomme unserer gesamten Verwandtschaft den Wehrdienst absolviert.

            Heterosexuell bin ich dann aber doch nicht mehr geworden 🤣

  4. Als ich zum ersten Mal die Aussage „Feminismus hilft auch Männern“ gehört hatte war ehrlich meine allererste Assoziation die Marsianer aus dem Film „Mars Attacks“. Ziehen eine Schneise der Vernichtung hinter sich her, und „to add insult to injury“ verkünden gleichzeitig über grosse Lautsprecher „We come in peace! Don’t run away!“, während sie hinten irgend ein weiteres Menschheitsmonument in die Luft sprengen, oder wie im SJW Sprech: ‚dekonstruieren‘.

  5. Nein, denn ein potemkinsches Dorf wird mit der reinen Absicht, dem Vorsatz, zu täuschen aufgestellt. Die Femis aber glauben selbst daran, wie sie auch glauben, dass Feminismus „den Frauen“ nützen würde, was genauso Unsinn ist. Feminismus nützt nur jenen autoritären Charakteren, die hier mit gutem Gewissen die dikatorische Sau rauslassen dürfen, woran sich auch Männer beteiligen dürfen. Sofern sie immer bereit sind, einer „Frau“ sich unterzuordnen. Eine typische autoritäre, strikt hierarchische Struktur.

  6. Im Feminismus hat halt der Mann, alleine durch die Tatsache dass er ein Mann ist, schon eine kollektive Erbsünde auf sich geladen und ist der Unterdrücker und somit moralisch als böse und schuldig beschrieben und soll sich auch selbst so sehen. Schuld ist eine essentielle Herrschafts- und Dominanztechnik die der Feminismus gerne und oft einsetzt und die auch von vielen Männern übernommen wird. Die Männer sind kollektiv die Beherrscher der Welt die sich gegen die armen Frauen verschwören.

    Daraus kann natürlich kein positives Männerbild erwachsen, weil es durch die Kollektividentität „Mann“ auch keine Möglichkeit zur Differenzierung gibt, egal ob Obdachloser oder CEO. Egal ob es ein sensibler Mann ist oder ein Frauenschläger. Darüber hinaus kann sich ein Mann nicht aus seiner Identität Mann lösen, er bleibt immer der „Erbsünde“ verwachsen.

    Feminismus in seiner derzeitigen Form, kollektivistisch, stark an der Standpunkttheorie orientiert, kann keine Vision für Männer bieten. Nur die Tatsache auf ewig „Schuldsklave“ zu sein.

    • Genau meine Meinung. Es geht primär darum, im Feminismus die höhere Wertigkeit der Frau gegenüber anderen Menschen festzuschreiben und Kindern und Männern vorzugaukeln, das helfe auch ihnen. Ob Feministen das wirklich ernsthaft glauben, oder ob sie es nur behaupten, um ihre Dominanz zu festigen, ist mir letztlich egal.

      Wenn Feministen eine Welt schaffen, in der männliche Kinder keine Identifikationspunkte mehr finden und im komplett feminisierten Erziehungssystem zu Bildungsverlierern geformt werden; wenn sie dafür sorgen, dass männliche Gewaltopfer keine Hilfe und Unterstützung finden, weil alles nur an den höherwertigen Wesen, den Frauen orientiert ist, dann ist die Behauptung, männliche Wesen würden profitieren, entweder komplett verblödet oder vorsätzlich gelogen.

      Das, was bei den Nazis als Herrenrasse bezeichnet wurde, sind jetzt die Herrenfrauen, die ihre Vorherrschaft und Bestimmungshoheit an angeborenen Attributen festmachen. Früher war es die Rasse, jetzt ist es das Geschlecht. Früher hattest du dein Leben weitgehend verwirkt, wenn du eine bestimmte Kopfform hattest, heute wenn du mit Penis auf die Welt gekommen bist. Unsanktioniert verbreiten Feministen KillAllMen oder malen ihre Herrschaftsphantasien von Umerziehungslagern für Männer aus.

      Aber wenn einer mal das N-Wort sagt, dann ist das plötzlich furchtbar. Darin besteht meiner Meinung nach das Potemkische Dorf. Es werden hoch moralisierte Nebenschauplätze eröffnet mit Dingen, die man nicht macht oder sagt. Dass Jungen nicht raufen dürfen, weil das Gewalt sei, dass man Leute so und so zu nennen oder zu beschreiben habe, weil das sonst Gewalt sei. Dass man Frauen nicht auf den Po gucken darf, weil das sonst Gewalt sei.

      Und wer bestimmt das alles? Die Herrenfrauen mit ihren Knechten.

      • Das, was bei den Nazis als Herrenrasse bezeichnet wurde, sind jetzt die Herrenfrauen, die ihre Vorherrschaft und Bestimmungshoheit an angeborenen Attributen festmachen. Früher war es die Rasse, jetzt ist es das Geschlecht.

        Wie kannst du es nur wagen, Feminismus mit den Nazis zu vergleichen? Damit relativierst und verharmlost du den Holocaust!!!!
        Und wirst dann auch gerne mal aus einer Diskussionsrunde rausgeworfen… Selbst wenn die größtenteils selbst unter dem Feminazismus unserer Zeit leiden müssen.
        Aber sie fühlen sich als Angehörige des Patriarchats ja so herrlich privilegiert…

        • „Und wirst dann auch gerne mal aus einer Diskussionsrunde rausgeworfen…“

          Moderator: „Das geht hier aber wirklich nicht. Verlassen Sie sofort das Studio!“

          Beweis: „Aber mir geht es nicht um eine Relativierung. Ich möchte doch eher warnen, dass so etwas nicht mehr passieren darf.“

          Moderator: „Aber sie nennen Feminismus in einem Atemzug mit Nationalsozialismus…“

          Beweis: „Klar, wie soll man denn sonst davor warnen. Sehen Sie, unsere Gesellschaft ist so aufgestellt, dass Männer erheblich kürzer leben als Frauen, dass sie fast alle extrem gefährlichen und selbstaufopfernden Tätigkeiten übernehmen und oft dabei umkommen. Dass in vielen kriegerischen Konflikten nur Männer sterben. Dass sie sich verheizen und verheizen lassen für ihre Liebsten, für Frauen und Kinder. Dass sie in schwierigen Lebensphasen keine Hilfe bekommen und sich furchtbar oft selbst töten.“

          Moderator: „Aber das ist ja nun wirklich nicht die Schuld des Feminismus.“

          Beweis: „Aber doch. Der Feminismus stellt die Frau in den Mittelpunkt der Welt. Sie wird als das Opfer von allem angesehen und soll daher besonders geschützt, versorgt und gepampert werden. Wenn ein Mann eine Frau umbringt, ist es ein Femizid oder mindestens Bösartigkeit, wenn eine Frau einen Mann umbringt, hat sie sich gewehrt, womöglich Angst empfunden und war überfordert.“

          Moderator: „Ja, ist doch so. Wollen Sie das nicht einsehen?“

          Beweis: „Nein. Wo ist denn die Verantwortung des Feminismus, wenn wir ihn schon zu einer Art Staatsreligion erklären? Ist es den Feministen egal, wenn Männer früh sterben, weil ihnen nicht geholfen wird?“

          Moderator: „Aber es gibt doch bestimmt auch Hilfsangebote für Männer.“

          Beweis: „Nicht wirklich. Im Staatsfeminismus wird gerne eine winzige Blaupause von feministischen Hilfsangeboten auch für Männer angelegt. So eine Art Alibi. Und dann wundern sich alle, dass die Männer nicht zu den garstigen Frauen dort mit Doppelname und Haaren auf den Zähnen strömen, um ihr Leid kundzutun.
          Allein schon, dass Ihnen, werter Moderator, die Hilfsangebote für Männer nicht präsent sind, beweist doch, dass Männer mit ihrem Elend selber fertig werden müssen.“

          Moderator: „Aber das hat noch nichts mit Nationalsozialismus und den schlimmen Verbrechen zu tun.“

          Beweis: „Es zeigt doch aber, dass unsere Gesellschaft für das eine Geschlecht mehr tut als für das andere. Und daraus eine Wertigkeit abzuleiten, ist ja nicht wirklich fernliegend. Diese unterschiedliche Wertigkeit haben auch Nazis den Menschen zugeordnet…“

          Moderator: „Jetzt reicht‘s aber wirklich!“

          Fünf schmächtige, langbärtige ÖR-Angestellte kommen und tragen Beweis raus. Die Tür des Senders wird hinter ihm zugeschlagen. Er steht im Dunklen, es ist saukalt – sein Mantel mit dem Handy ist noch drinne.

  7. Weil Fühlen und Mitfühlen leichter als Denken und Nachdenken sind, verwundert es kaum, dass diese Art des Betrachtung von Männern nur ein weiterer Exzess dieser weiblichen Stuhlkreise geworden ist. Solange diese Jüngerinnen der Stuhlkreise unentwegt Fleißstempel für ihre beflissene Verbiegung der Wirklichkeit erhalten., wird sich an diesen Exzessen nichts ändern.

  8. „Ist die Beteuerung, dass Feminismus auch Männern helfen will, ein potemkinsches Dorf?“
    Jain.
    Nein, weil viele Feministinnen, in ihrem Glauben an die gute Sache, einfach so sehr überzeugt sind, dass ihr Handeln sich auch auf Männer positiv auswirkt. Gestern war auf ZON ein Interview mit der französischen Feministin Pauline Harmange https://www.zeit.de/campus/2020-11/pauline-harmange-abneigung-maenner-frauen-gesellschaft-bedrohung-maennerhass-schriftstellerin zu lesen. Wohl aus gutem Grund verschwand es nach kurzer Zeit hinter der Paywall. Die kleine Einleitung ist noch zu lesen „Die radikal feministische Autorin Pauline Harmange steht offen zu ihrem Männerhass. Im Interview spricht sie darüber, welche gesellschaftliche Vision damit verbunden ist.“ Der Text des Buches, soweit im Interview dargestellt, besteht aus potemkinschen Dörfern, die den Männerhass Harmanges begründen, die Auswirkungen auf Männer sind keine potemkinschen Dörfer. Das Buch ist in Frankreich ein Erfolg und wird auch nach Deutschland kommen. So ist das mMn bei vielen feministischen Themen, wie genderpaygap oder Gendersprachregelungen. Sie basieren auf feministischen potemkinschen Dörfern, um dann in „greifbares“ feministisches Handeln umgesetzt zu werden. Welches dann (also das ist jetzt das Ja) in entsprechende Gesetze gegossen werden, z.B. wenn es um Vaterschaftsurlaube geht. Mir fällt aber nicht viel positives an Auswirkungen für Männer ein.

  9. Potemkin wollte so tun, als hätte er für blühende Landschaften gesorgt.

    „Feminismus hilft auch Männern“ heißt nicht: „Feminismus hat dasunddas für Männer erreicht“, sondern bestenfalls: „Helft uns, dann fällt schon was für Euch ab.“, weil Männerprobleme in dieser Denke nur als Nebenprodukt von Frauenproblemen möglich sind.

  10. Die ganze Forderung oder feministische „Utopie“ vom neuen, sensiblen Mann der seine Gefühle zeigt ist meiner Ansicht nach Heuchelei.
    Meiner Erfahrung nach mögen weder Feministinnen auf kollektiver Ebene diesen Mann. Da kommt dann schnell der Vorwurf „male tears“. Nun gut sie mögen ihn vielleicht auf einer theoretischen Ebene weil er unterwürfig ist.

    Auf privater Ebene ist es ähnlich. Das einzige wo der Mann Sensibilität zeigen soll ist im Binnenverhältnis zur Frau. Was in der Regel heißt dass er ihr nachgiebig ist und auf ihre Launen Rücksicht nimmt. Aber nach außen soll er immer noch der „alte“ Mann sein der durchsetzungsfähig ist.
    Man will sich halt den perfekten Mann ideologisch zurechtschneiden. Männliche Bedürfnisse, Rollenbilder, Gefühle kommen da nicht vor, bzw. kommen nur insoweit vor als dass sie die Frau oder die Ideologie in ihren Interessen unterstützen.

  11. Feminismus ist für Frauen, Frauenfrauen und Frauenfrauenfrauen. Sofern, unwahrscheinlich, ein Nutzen für Männer resultiert, handelt es sich um einen unbeabsichtigten Kollateralnutzen.

  12. „Passt das oder was wäre eine bessere kurze Umschreibung/Bezeichnung?“

    Wie wäre es mit „Dass Feminismus auch Männern helfen will, ist eine Lüge“ ?

    Dabei spielt es noch nicht mal eine Rolle, ob sich damit Feministas selber belügen oder ob es eine Notlüge ist um aktive Gegenwehr zu verhindern oder um Unterstützungsleistungen zu erschleichen. Es ist eine Lüge.

  13. Dass der Feminismus Männern hilft ist nur eine billige Ausrede, um das eigene Gewissen der Feministen zu beruhigen. Mehr nicht.
    Hilfsprogramme für Knaben in der Schule oder für Männergesundheit (Movember) werden in der Politik gezielt torpediert und von der Presse schlechtgeredet. Männerhäuser müssen sich immer noch selbst finanzieren.
    Männerhilfsprogramme kosten auch Geld, und das würde bei den Feministen fehlen (Omnibusprinzip, oder Nullsummenspiel in der Spieltheorie).
    Würde der Feminismus Männern helfen, müsste das Männerbashing auf der Stelle aufhören. Dann müsste Stockdoofsky Hartz4 beantragen.

  14. Ich glaube, dass Egalist mit: Das ist die feministische Variante von „Jesus ist auch für dich gestorben.“ den religiösen Nagel in die Wand gehämmert hat, an der die Ikone des Patriarchats hängt.
    In dieser Religion sind die Geschlechterrollen und Erwartungen an die Geschlechter diktiert von einer ominösen Kraft, die deckungsgleich ist mit „Gesellschaft“ und diese ist identisch mit „Mann“.
    Nur feminin-istische Kräfte (Auserwählte) können das Werk des Patriarchats (= der Weisen von Zion) sehen und feststellen, dass es Männer privilegiert. Aber auch schadet. Und zwar gleichzeitig. Oder anders herum. Besonders jedoch Frauen.

    Wer dieser Religion – also Fiktion – verfällt hat die undankbare Aufgabe, „Mann“ und (toxische, hegemoniale) „Männlichkeit“ als sinnlich erfahrbaren Sündenbock zu verkaufen, zu dem sich Frau nur hingezogen fühlt wg. „Zwangsheterosexualität“ (Butler).
    Hiermit sind alle Feministinnen – insbesondere Frauen – aufgerufen, meditativ und in Endlosschlaufe zu begründen, warum es richtig ist, Männer abgrundtief zu hassen.
    Um dann den FEIND zu heiraten oder mit ihm zusammen zu leben (Farrell).

    Dass es MGTOW als Massenbewegung gibt und WGTOW nicht, wird damit zu tun haben, Männer nehmen praktische Konsequenzen aus Theorien zu ziehen ernst.
    Was an einer Theorie liegt, die nicht in der Lage ist, die Praxis der Geschlechterverhältnisse zu beschreiben und das wiederum deutet darauf hin, das potemkinsche Dorf der Geschlechterverhältnisse ist der Feminismus.
    Pure Fassade.

    • Religiös ja, natürlich.
      Aber es ist niemand gestorben, schon gar nicht für einen Mann.

      Der Satz ist eher ein halbarschiger Ablasshandel: „Eigentlich ist mir scheißegal, ob du in der Hölle schmorst, aber ja, meinetwegen, das Heilsversprechen gilt unter vagen Umständen auch für dich. Nu aber her mit den Ressourcen, sonst kannst du das voll vergessen!!“

  15. Die Beteuerung, dass Feminismus auch Männern helfen will ist grundsätzlich anzuzweifeln. Die Aussage impliziert nämlich, dass der Feminismus Frauen hilft. Das trifft jedoch nicht zu, oft genug schadet Feminismus den Frauen nachhaltig und von Nutzen ist er selten.

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