Politik und junge Leute: Was interessiert sie?

Ein interessantes Interview dazu, was „junge Leute“ heute an der Politik interessiert. Ein Interview mit einem Parteienforscher (Wolfgang Merkel):

ZEIT Campus ONLINE: Herr Merkel, Deutschlands Studenten bezeichnen sich, wie Umfragen regelmäßig zeigen, weiterhin in großer Zahl als politisch links. Gleichzeitig sind sie aber kaum noch in Parteien oder – wie derzeit etwa in Frankreich – auf der Straße in großer Zahl zu finden. Wo spielt sich junges Linkssein eigentlich derzeit ab?

Ich vermute mal einer der Gründe ist, dass normale Parteiarbeit weit weniger zu virtue Signalling geeignet ist als die Teilnahme an bestimmten Aktionen.  Die Mitgliedschaft bei den Grünen mag da noch eher was taugen, aber auch da wird ein Bericht über die Kreistagssitzung zu dem geplanten Verkehrskreisel wenig her machen. 
Die meiste Politik betrifft eben recht langweilige Fragen mit einer geringen Strahlwirkung. 

ZEIT Campus ONLINE: Und inhaltlich?

Merkel: Auch da lässt sich eine ganz spannende Entwicklung beobachten – und die geht weg von der Verteilungspolitik. Die Frage danach, wie sich gesellschaftlicher Wohlstand gerecht verteilen lässt, war ja seit jeher der Wesenskern linker Politik. Und der ist unter jungen Linken heute fast gänzlich in den Hintergrund getreten. Stattdessen dominieren kulturelle und identitätspolitische Themen, über die sich junges Linkssein heute definiert. Das zentrale progressive Anliegen ist mittlerweile die unbedingte Gleichstellung von Minderheiten. Das können ethnische, religiöse oder sexuelle Minderheiten sein.

Der Vormarsch der intersektionalen Theorien.  

Gerade im Fall der Religion hat dies jedoch hochproblematische Konsequenzen: Denn die junge Linke neigt dazu – entgegen einer aufklärerischen oder marxistischen Tradition der Religionskritik – Religion unter Immunitätsschutz zu stellen und Kritik am Islam unmittelbar als „rechts“ oder als „Phobie“ zu brandmarken. Linke Religionskritik gerät dann in Vergessenheit, kritische Diskurse werden schlicht nicht mehr geführt – und das ist ein großes Problem.

Schön knapp zusammengefasst.

ZEIT Campus ONLINE: Gibt es also gewissermaßen ein selbst auferlegtes Sprachverbot in der Linken?

Merkel: So hart würde ich nicht es formulieren, aber sicherlich gibt es so etwas wie Zonen diskursiver Immunität. Und die darf man eben erst betreten, wenn man vorher drei Minuten ein Bekenntnis abgelegt hat, dass man kein Rechter, nicht xenophob ist und auch für offene Grenzen ist. Und dann darf man vielleicht irgendwann darüber reden, ob die Minderheitspositionen für die man ja – im Übrigen mit vollem Recht – eintritt nicht möglicherweise selbst kritisiert werden dürfen. Beim Islam sieht man sehr deutlich, dass ein freier Diskurs kaum zugelassen wird, sondern entsprechende Positionen sofort mit Vorwürfen überzogen werden. Ein Diskussionsverbot kann nicht links sein.

„Zonen diskursiver Immunität“? Für bestimmte Positionen reicht kein Bekenntnis mehr, sie bedeuten, dass man den „erlaubten Bereich“ verläßt. Und „Ein Diskussionsverbot kann nicht links sein“ ist schön. Ein klassischer falscher Schotte. 

ZEIT Campus ONLINE: Die junge Linke ist also weniger an Verteilungsfragen interessiert, engagiert sich aber umso mehr für kulturelle, identitätspolitische Themen. Und ihr Diskurs ist dabei ein in Teilen restriktiv geworden. Welche Veränderungen lassen sich darüber hinaus beobachten?

Merkel: Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass sich die junge Linke heute ganz eindeutig kosmopolitisch orientiert. Das heißt, Gerechtigkeitsfragen werden nicht mehr im nationalen Kontext, etwa anhand von sozial- oder lohnpolitischen Auseinandersetzungen, verhandelt. Stattdessen geht es um globale Zusammenhänge, der Nationalstaat wird dagegen als überholt und gestrig betrachtet. Auch dies ist ein Bruch mit einer klassisch linken, sozialdemokratischen Tradition, in der Solidarität und Gemeinschaft etwas ganz Konkretes, Nachbarschaftliches war und Wirtschaftspolitik als Nationalökonomie verstanden wurde. Dieses, an den unmittelbaren Lebenswelten und dem Nationalstaat orientierte Politikverständnis ist einer globalen Orientierung gewichen.

Das ist auch eine interessante Gegenüberstellung: Kann man etwas, was man in einen globalen Zusammenhang stellt, nicht mehr konkret behandelt werden? Ergibt sich daraus, dass es zu Grundsätzen wie „Weiße sind immer privilegiert, Pocs haben nie als Pocs Privilegien“ statt „welche Ursachen liegen in der konkreten jeweiligen Gesellschaft vor, die bei bestimmten Gruppen zu Unterschieden führen?“

Man nimmt eher Abstand von konkreten Lösungen für die jeweilige Position und erschlägt alles mit globalen Positionen (die häufig nur global zu sein vorgeben und aus der Betrachtung amerikanischer Verhältnisse stammen, aber als global gesetzt werden)

Das macht natürlich auch die Welt einfacher, sie wird eher unterteilt in gut und Böse

ZEIT Campus ONLINE: Wenn man die von Ihnen beschriebenen Entwicklungen zusammennimmt, lässt sich damit auch ein Stückweit die derzeit wieder diskutierte Entfremdung der sogenannten „einfachen Leute“ von der politischen Linken erklären? Schließlich konnte sich der Hilfsarbeiter vermutlich noch nie sonderlich für geschlechtergerechte Sprache begeistern, und der Nationalstaat erscheint doch gerade in Zeiten beschleunigter Modernisierung als letztes Ordnungsprinzip in einer zunehmend unübersichtlichen Welt.

 

Merkel: Der von Ihnen angesprochene Entfremdungsprozess ursprünglich linker Kernklientel von ihren einstigen Repräsentanten ist sicherlich sehr vielschichtig. Grundsätzlich lässt sich aber sagen: Die Globalisierung hat Gewinner und Verlierer geschaffen und die Linke in ganz Europa vermag es kaum mehr, die Globalisierungsverlierer an sich zu binden. Diese Leute – prekär Beschäftigte, Arbeitslose oder kleine Angestellte – wählen nun in großer Zahl rechtspopulistisch. Das gilt auch für Arbeiter mit autoritären Einstellungen, auch wenn diese als Facharbeiter keineswegs zu den Verlierern der Globalisierung zählen.

Dabei hat diese Form der Protestwahl sicherlich kulturelle Gründe, denn verteilungspolitisch ist die Positionierung der Rechtspopulisten keinesfalls einheitlich. Die Parteien unterscheiden sich hier von Land zu Land stark. Der Front National etwa fordert erhebliche Umverteilungen, während die Schweizer Volkspartei eher neoliberal ausgerichtet ist. Was sie jedoch eint, ist ein konsequent anti-europäischer Kurs sowie eine klar national-chauvinistische Ausrichtung. Dies spricht Wählergruppen an, die sich zu den Verlierern der Modernisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zählen, vom öffentlichen Diskurs ausgeschlossen wähnen und sich eine Rückkehr zu bekannten Strukturen und klar geordneten Lebenswelten wünschen. Diesen subjektiv wie objektiv abgedrängten Gruppen hat die Linke, tief im kulturellen Kosmos der Mittelschichten verankert, bisher wenig angeboten.

Eine erstaunliche Entwicklung. Wo vorher der Arbeiter und der „kleine Bürger“ (m/w) das wichtigste Element der linken Theorien war sind diese nun mehr immer uninteressanter geworden und wurden durch „Minderheiten“ ersetzt, die nur teilweise und sehr eingeschränkt Überschneidungen haben. Das sieht man etwa bei „Frauenpolitik“, die sich eben gerade nicht mehr an die „Unteren“ wendet, sondern an die „Oberen“, die die Chancen auf Führungspositionen haben.

ZEIT Campus ONLINE: Zudem hat man ja bisweilen das Gefühl, dass die junge Linke diese neue und tiefgreifende Polarisierung mit einem Achselzucken, einer Mischung aus Desinteresse, Herablassung und Ratlosigkeit betrachtet.

Merkel: In der Tat. Die junge, intellektuelle Linke hat den Bezug zu der Unterklasse im eigenen Land fast gänzlich verloren. Da gibt es vonseiten der Gebildeten weder eine Sensibilität noch eine Aufmerksamkeit und schon gar keine Verbindungen mehr. Die Linke hat sich eben kosmopolitisiert und, wie gesagt, ihren politischen Schwerpunkt auf eine kulturelle Ebene verlagert, und eben auf dieser Ebene unterscheiden sich die Milieus der hoch und weniger Gebildeten deutlich voneinander. Dieser Verlust der Kommunikation zwischen den Klassen, wenn ich diesen Begriff einmal verwenden darf, ist massiv und ein Problem für die soziale Gerechtigkeit.

Wir sehen das übrigens nicht nur im Diskurs. Auch in den Lebensstilen und Werthaltungen sind die Differenzen  zwischen „oben“ und „unten“ sowie den urbanen und ländlichen Milieus unübersehbar. Das drückt sich dann auch im Abstimmungsverhalten bei Wahlen aus. Ähnliches können wir zum Beispiel auch im Heiratsverhalten beobachten. Klassenstrukturen prägen hier ganz enorm. Menschen suchen ihre Partner in der eigenen Schicht und im gleichen Bildungsstand. Dies verschärft die soziale Spaltung und Segregation unserer Gesellschaften noch weiter. Im Schatten der wachsenden kulturellen Sensibilität der Linken ist also eine neue Klassengesellschaft entstanden. Und diese Klassengesellschaft ist bislang zumindest nicht Thema des jungen intellektuellen Diskurses.

Klasse: Vom beherrschenden Element zu etwas quasi unwichtigen. 

67 Gedanken zu “Politik und junge Leute: Was interessiert sie?

  1. „Das heißt, Gerechtigkeitsfragen werden nicht mehr im nationalen Kontext, etwa anhand von sozial- oder lohnpolitischen Auseinandersetzungen, verhandelt. Stattdessen geht es um globale Zusammenhänge,“

    Das ist doch so nicht richtig. Wenn junge Linke in globalen Zusammenhängen denken würden, dann würden sie ja zu dem Ergebnis kommen, dass die westliche Welt – gerade bei identitätspolitischen Fragen der „Gleichstellung“ – die beste aller Welten ist. Tatsache ist, dass junge Linke über die Welt überhaupt nichts wissen. Ihr „globalistischer Ansatz“ beschränkt sich darauf, dass ihre westlichen Heimatländer das Böse schlechthin sind und irgendwo das Paradies wartet.

    • Vielleicht wird das mutwillig ignoriert, um die Erkenntnis zu vermeiden, dass man tatsächlich zu den privilegiertesten Menschen der gesamten bekannten Weltgeschichte gehört.
      Stell dir vor, du träumst jahrelang von der Revolution des Proletariates, und plötzlich wird dir klar, dass du selbst der Feind bist.
      Also schafft man sich einen neuen Gegner und hat das Beste beider Welten.
      „Ich brauche dieses Macbook um gegen den Kapitalismus zu kämpfen! Auf Twitter!!“

      • „Stell dir vor, du träumst jahrelang von der Revolution des Proletariates, und plötzlich wird dir klar, dass du selbst der Feind bist.“
        😀

        Die tragische Ironie der postmodern „Linken“ so herrlich auf den Punkt gebracht.

      • Nett gedacht, aber falsch.
        Das „linke Denken“ hatte nicht abstrakt mit einer Revolution des Proletariats zu tun, sondern ganz praktisch und konkret mit der Frage von Interessenvertretung und ehrenamtlichem Engagement.
        Ob das im Fachschaftsrat oder Asta, im Stadtjugendring oder in einer Gewerkschaft oder Partei war.
        Ich würde mutmaßen, das alles gleichzeitig rückläufig ist.
        Wenn ich z.B. lese, man denkt an Dienstverpflichtungen für die „Freiwillige (!) Feuerwehr“, dann denke ich mir meinen Teil.

        Es geht nicht um einen abstrakten „Globalismus“, sondern die abstrakte Ebene ist selber das Problem.
        Sie ist völlig entkoppelt von jeder empirischen Erfahrung, weil diese Individuen gar keine mehr haben.
        Als ich studentische Politik machte, war eine „gewerkschaftliche Orientierung“ völlig selbstverständlich, ich war Mitglied der IG Metall und habe in den Semesterferien in einem Unternehmen gearbeitet. Ich würde mutmaßen, heute könnten die studierenden Jugendlichen keine drei Einzelgewerkschaften mehr benennen und haben eine Fabrik nie von innen gesehen.

        D.h. es handelt sich um eine Flucht in den „Globalismus“, also in eine Scheinwelt.
        Die „Theorien“, die sie vertreten sind eine bloße Ansammlung von unbewiesenen Behauptungen und Mutmaßungen über die Realität und beim Diskussionsverbot ist meine These, ihnen ist im Innersten klar, dass ihre Positionen dieser Realität nicht standhalten.

        • „Nett gedacht, aber falsch.
          Das „linke Denken“ hatte nicht abstrakt mit einer Revolution des Proletariats zu tun, sondern ganz praktisch und konkret mit der Frage von Interessenvertretung und ehrenamtlichem Engagement.“

          Ich glaube, Yayson meinte in seinem Kommentar nicht konkretes, reales „linkes Denken“ sondern viel mehr „linkes Denken“ in seiner grotesk simplifizierten Form, wie es bei denen, die sich heute so für links halten sehr weit verbreitet ist.

          Dass z. B. Sozialdemokratie nie zuvorderst auf eine Revolution des Proletariats ausgerichtet war, das erkennt man an der Kontinuität sozialdemokratischer Politik in Deutschland. Darum wurden sie in der Weimarer Republik von nicht wenigen Kommunisten als gar größerer Feind betrachtet, als die Rechten. Denn Rechten gestand man nämlich zu, dass die in ihrer Bösartigkeit aufrichtig waren, während man den Sozialdemokraten Verrat am Proletariat vorwarf.

          • @Billy

            „linkes Denken“ in seiner grotesk simplifizierten Form, wie es bei denen, die sich heute so für links halten sehr weit verbreitet ist.“

            Ich frage mich, was an diesem, die Mehrheit der Bevölkerung verachtenden Denken, an seinem elitären Selbstverständnis (das aber nicht durch die reale Tätigkeit des Verstandes gedeckt ist) überhaupt „links“ sein soll.

            Wenn von vorne herein alle Männer, alle Weißen, alle Heterosexuellen aus der praktischen Solidarität und jeder Form der Anteilnahme ausgeschlossen worden sind, dann bleibt von der hiesigen Bevölkerung nicht mehr viel übrig.
            Es ist doch kein Wunder, dass der Appell an den Staat den an die Mehrheit der Bevölkerung ersetzt – wen will denn dieses obskur elitäre Pseudo-linke Politikverständnis überzeugen, wenn man die Mehrheit der Bevölkerung als „falsch“ deklariert?
            Von der Anlage her ist diese Theorie der „Richtigen“, der „Auserwählten“ und „Erwachten“ eine Herrschaftsideologie.

            Übrigens hat sich die heutige SPD nicht durch die Gemeinheiten von Kommunisten zerlegt, die sie des Verrats bezichtigten, sondern weil sie diesen Blödsinn unterstützen.
            Dazu hat sie niemand gezwungen.

          • Ich frage mich, was an diesem, die Mehrheit der Bevölkerung verachtenden Denken, an seinem elitären Selbstverständnis (das aber nicht durch die reale Tätigkeit des Verstandes gedeckt ist) überhaupt „links“ sein soll.

            Meine Theorie ist, dass durch die Globalisierung das Primat der Politik verloren gegangen ist. Nationalstaatliche Sozialpolitik, die Domäne der klassischen Linken, läuft mehr und mehr ins Leere, da sozialstaatliche Massnahmen durch die Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer ausgehebelt werden. Die Identitätspolitik ist in Tat und Wahrheit ein Politiksubstitut, das (linke) Relevanz vortäuscht, wo keine Relevanz mehr gegeben ist.

          • @Billy
            Danke für die Erläuterung, so war das gemeint.
            Die von Adrian beschriebene Verteufelung der westlichen Gesellschaft dürfte hier wohl eher auf den Drang zur plumpen Selbstinszenierung als Kämpfer gegen das Böse zurückgehen, weniger auf tatsächliche politische Inhalte.

            @crumar
            Nun, sie nennen sich „links“. Damit sind sie die Guten. Und jeder, der sie kritisiert, muss folglich rechts und damit böse sein.
            Und wenn Sprache Bewusstsein schafft, dann ist das alles sogar doppelt wahr. Ungemein praktisch, und so schön rund, wie ein Kreis! 🙂

          • @Pjotr

            „Nationalstaatliche Sozialpolitik, die Domäne der klassischen Linken, läuft mehr und mehr ins Leere, da sozialstaatliche Massnahmen durch die Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer ausgehebelt werden.“

            Man hat das vor Jahrzehnten als These behauptet, so wie auch das Verschwinden der Industrie überhaupt und die Ablösung dieser durch die „Dienstleistungsgesellschaft“.
            Was sind die drei dominanten Exportbranchen Deutschlands?
            Automobil-, Maschinenbau und chemische Erzeugnisse – immer noch.
            Es gibt nur ein Softwareunternehmen von Weltrang aus D und SAP macht ein achtel des Jahresumsatzes von VW. Der angekündigte „Strukurwandel“ hat nicht stattgefunden.

            Die ausgezeichneten Ergebnisse der „Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer“ hat man in der Epidemie kennen lernen dürfen. Wenn bspw. keine FFP2-Masken da sind. Man hat verlagert und sich auf die Existenz von globalen Lieferketten verlassen plus spuckebilligem Transport. Dumm gelaufen, wenn die globale Nachfrage größer ist als das Angebot und die Nachfrager nicht den Markt(-preis) bestimmen.

            Dann bemerkt der Produzent auf einmal, dass sein Angebot völlig alternativlos ist, die Nachfrager überhaupt nicht in der Lage sind, entsprechende Produktionskapazitäten aufzubauen (in den USA gibt es bspw. keinen einzigen Fabrikausrüster mehr) und dann kostet die Maske das zehnfache.
            Meine These ist, bereits jetzt sind alle Einsparungen weg, die jemals durch die Verlagerung erzielt worden sind.

            Ich halte die These, man könne keine nationalstaatliche Sozialpolitik machen wg. „Globalisierung“ für eine faule Ausrede. Faktisch hat man in D einen Niedriglohnsektor und eine solche Region (in den 5 neuen Bundesländern) und prekäre Arbeitsverhältnisse (s. Leiharbeit, befristete Verträge) geschaffen sowie allgemein ein europäisches „race to the bottom“ initiiert.
            D.h. man hat ja „Sozialpolitik“ national betrieben – nur eben gegen die eigene Bevölkerung.

          • @Billy

            „während man den Sozialdemokraten Verrat am Proletariat vorwarf.“

            Mit Blick auf die Novemberrevolution ’18 völlig zu recht.

            @Pjotr

            „Meine Theorie ist, dass durch die Globalisierung das Primat der Politik verloren gegangen ist. Nationalstaatliche Sozialpolitik […] läuft mehr und mehr ins Leere, da sozialstaatliche Massnahmen durch die Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer ausgehebelt werden.“

            Finde ich nicht, denn: Globalisierung und die Verlagerung in Billiglohnländer sind kein neue Phänomene mehr. Schon vor dem ersten Weltkrieg war die internationale Wirtschaft so verflochten, dass Optimisten meinten, Kriege seinen unmöglich geworden, weil niemand seine Handelspartner erschießen wolle. Und Deutschlands Textilindustrie beispielweise ist bereits in den 50er Jahren den Bach ‚runtergegangen, weil die Produktion in den Süden verlegt wurde – erst Südeuropa, dann Nordafrika, dann Ostasien. (Die Modebranche in Italien ist davon übriggeblieben, und die Reste in Nordafrika nähen heute noch unsere Fußbälle zusammen.) Dennoch wurde der Sozialstaat bis in die 70er Jahre weiter ausgebaut.

            Unter Beschuss kam der Sozialstaat m.M.n. so richtig erst durch den Siegeszug der Neoliberalen (Thatcher, Reagan, Blair, Schröder…), welcher selbst erst durch den Zusammenbruch der Systemkonkurrenz im Ostblock so richtig Fahrt aufnehmen konnte: Das Damoklesschwert der alternativen Ordnung, durchgesetzt von unzufriedenen Massen, fiel weg. „Globalisierung“ und „Arbeitsplatzverlagerung“ sind nur die vorgeschobene Drohkulisse, mit der die Arbeitgeberverbände gerne arbeiten, treffen aber imho nicht den Kern des Problems, nämlich dass uns eine bestimmte Entwicklung, die neoliberale, als alternativlos verkauft wird, was sie nicht ist.

          • Das Damoklesschwert der alternativen Ordnung, durchgesetzt von unzufriedenen Massen, fiel weg. „Globalisierung“ und „Arbeitsplatzverlagerung“ sind nur die vorgeschobene Drohkulisse, mit der die Arbeitgeberverbände gerne arbeiten …

            Ja natürlich tun sie das. Es ist aber eine Tatsache, dass bedeutende Teile der Produktion abgewandert sind, weil die Produktionskosten, insbesondere die Löhne andernorts tiefer sind und damit höhere Profite versprechen. Was noch hier produziert wird und einem internationalen Wettbewerb unterliegt muss seine Produktionskosten tief halten. Das beisst sich doch mit kostenverursachenden sozialstaatlichen Massnahmen. Globalisierung heisst doch, dass nationalstaatliche Massnahmen umgangen werden können. Und was Deutschland betrifft und crumars Einwand, dass doch Chemie und Automobilbau nach wie vor bedeutend sind: Die Löhne in Deutschland sind erstaunlich tief. Das ist der Preis, den eine Volkswirtschaft, die sich Exportweltmeister nennt, zu zahlen hat.

          • @Pjotr

            „Globalisierung heisst doch, dass nationalstaatliche Massnahmen umgangen werden können.“

            Das ist aber kein Naturgesetz; ein Staat muss das auch mit sich machen lassen. Das Abwandern der Produktion kann man prinzipiell politisch unterbinden durch z.B. a) Importzölle, die das Abwandern und den anschließenden Import nicht mehr lohnenswert machen, oder b), eine Pflicht zum Erhalt von lokalen Produktionsstätten als Voraussetzung für nationalen Marktzugang. Das sind nur zwei Möglichkeiten die mir spontan einfallen.

            Im Agrarsektor wird das in der EU mit den Importzöllen ja auch bis heute so gemacht – oder irre ich mich da?

            „Die Löhne in Deutschland sind erstaunlich tief.“

            Japp. Die Frage ist, ob höhere Löhne zu mehr Arbeitslosigkeit führen würden, weil Exporte zu teuer werden, oder ob die zusätzliche Binnennachfrage durch die höheren Löhne den Wegfall der Exporte kompensieren könnte. Das ist pauschal nicht zu beantworten und hängt meines Erachtens mit der begleitenden Wirtschaftspolitik zusammen.

          • Natürlich ist die westliche Welt für alles Böse verantwortlich, aus Sicht von Linken auch schon vor Jahrzehnten. Ist historisch und sozial zwar größtenteils falsch, aber das ist genau, was Studierende denken und manche Denken dann richtig und kommen davon weg, aber an der Uni sieht man das noch nicht.

            Sämtliches Böse an den anderen Ländern ist nämlich Schuld des Westens und des alten weißen Mannes. Etwas anderes (was andere so angestellt haben) hat man in Geschichte ja nicht gelernt, denn anderes kam nicht vor. Der Islam glaubt auch nur an den Koran wegen der Kolonialisierung. Das waren die Briten und Franzosen. So ist das Wissen und Denken von jungen Menschen und Ansätze davon mag ich auch gehabt haben. Und durch den Marsch durch die Institutionen ist natürlich auch die radikale Denkweise Lehrmeinung geworden, was zu meiner Zeit noch nicht so extrem war, zumindest aus der Ferne betrachtet, als MINTler.

            Es ist jedenfalls so, dass viele so Denken wie Adrian das beschreibt. Und die politische Linke nutzt dies aus.

            Ich würde, was den Artikel angeht, vermuten, die meisten sind apolitisch und kennen sich mit Politik nicht aus. Aber da links sein aktuell und schon immer richtig war, wenn man jung ist, so sind sie dasnatürlich. Aber da sie eigentlich nicht politisch interessiert sind und nur Ängste aus den Medien mit Politik verbinden, sind sie natürlich nicht aktiv.

          • @Blub @Yayson

            „Sämtliches Böse an den anderen Ländern ist nämlich Schuld des Westens und des alten weißen Mannes. Etwas anderes (was andere so angestellt haben) hat man in Geschichte ja nicht gelernt, denn anderes kam nicht vor.“

            Was nur beweist, für diese albernen Thesen muss man in der Lage sein, eine massive Geschichtsfälschung zu betreiben.
            Um nämlich die heutige Situation als „outcome“ einer hirnerweichend simplen Konstellation von „white power“ zu beschreiben, kann es das osmanische Reich und Sklavenhandel der muslimischen Staaten gar nicht gegeben haben.
            An was kann dieser Revisionismus bloß scheitern?
            Ich würde sagen, an der tatsächlichen Existenz des osmanischen Reiches und des muslimischen Sklavenhandels.

            „Nun, sie nennen sich „links“. Damit sind sie die Guten. Und jeder, der sie kritisiert, muss folglich rechts und damit böse sein.
            Und wenn Sprache Bewusstsein schafft, dann ist das alles sogar doppelt wahr. Ungemein praktisch, und so schön rund, wie ein Kreis!“

            Eine Tautologie ist eine Tautologie, ist eine Tautologie.
            Das Problem an der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ ist, man kann nicht fortwährend so tun, als wären „die Weißen“ und „die Männer“ KEINE Menschen.
            Zumindest nicht, ohne sich dauerhaft zu blamieren.
            Wer sich permanent der Mittel der Dämonisierung und Entmenschlichung „der Weißen“ und „der Männer“ bedient, macht sich auf Dauer verdächtig, es mit seinem Humanismus nicht ganz so ernst zu meinen.
            Insofern haben „die Guten“ ein Problem mit IHREN Bösen.

          • @crumar
            Genau. Aber das alles ist nur ein Problem, wenn man es als vernünftiger Mensch betrachtet. Woraus natürlich folgen muss, dass auch Vernunft BÖSE ist.

            Vor wem sollen die sich denn noch blamieren? Intern ist jede Kritik verboten, und die Externen „sind alle Nazis“(TM).

      • Ich glaube nicht, dass junge Studenten oder Grüne heute Begriffe wie „Proletariat“ benutzen oder von der Revolution im Namen der Arbeiterschaft träumen. Insofern keine zutreffende Analyse.

        • Die Begriffe bedeuten nichts. Sie sind beliebig austauschbar. Heute ist es eben „Irgendwas mit Gerechtigkeit“. Es macht keinen Unterschied, weil es gar nicht um Inhalte geht, sondern nur darum, die gerade als tugendhaft geltenden Signale zu senden.

    • @adrian
      „Wenn junge Linke in globalen Zusammenhängen denken würden, dann würden sie ja zu dem Ergebnis kommen, dass die westliche Welt – gerade bei identitätspolitischen Fragen der „Gleichstellung“ – die beste aller Welten ist. “

      Das erlaubt ihr egozentrischer Narzissmus aber nicht. Der macht ihnen vor, exklusiv über die komplette Welterlösung zu verfügen. Alle anderen: bösartige Konterrevolutionäre. Die „kosmopolitische Sicht“ ist nur die Illusion einer solcher, nichts ist schleuklappenhafter, intoleranter und auch autoritärer als diese Art von Endzeitapokalyptik, die „linkes Denken“ eigentlich nur ist.

  2. Ich hab auch den Eindruck, dass junge Linke sehr unwissend und desinteressiert in Sachen Geschichte sind.
    Wenn man denen mit Stalin, oder auch nur der DDR kommt, gilt man schnell als Lügner, Propagandaopfer.
    Und als RECHTS.

    Ich seh da durchaus die Bereitschaft, alte böse Fehler zu wiederholen.

  3. Wer noch ein bisschen mehr über diese Thematik bzw. Problematik erfahren möchte, dem empfehle ich folgende Lektüre:

    De Wilde, Pieter, Ruud Koopmans, Wolfgang Merkel, Oliver Strijbis und Michael Zürn, Hrsg. 2019. The Struggle Over Borders. Cosmopolitanism and Communitarianism
    Neues zur K-Frage: Kosmopoliten und Kommunitäre in neuen Konfliktlinien
    David Goodharts (2017) griffige Gegenüberstellung von ‚Somewheres‘, an ihrem Lebensmittelpunkt Verwurzelten, und ‚Anywheres‘, die heute hier und morgen dort leben können, ist zum Gemeinplatz geworden. Sie dient nicht nur als Illustration unterschiedlicher Mobilitätsmuster, sondern wird auch normativ eingesetzt: Anywheres gelten oft als egozentrische Globalisierungsgewinner, die mit ihrer Arbeitsweise, ihrem Lebensstil und ihrer Weltanschauung den Rest der Welt abhängen. Unter vermeintlich „Abgehängten“ grassiert bisweilen Wut, wenn nicht Hass auf diese hypermobile Elite, sie glauben, ihnen seien mit der frivolen Entgrenzung dieer gemeinschaftlichen Grundlagen geraubt worden. Gegen die „Kosmopoliten“ (Weltbürger) halten sie Heimat und Herkunft hoch, und dieser Terminus hat sich auch unter welterfahrenen Zeitgenossen zur (selbst)kritischen Größe bei der Ursachenanalyse des elitenfeindlichen, protektionistischen, oftmals völkisch-autoritären Nationalismus entwickelt.

    Ob es sich bei diesem „Kampf um die Grenzen“ um eine oberflächliche Zuschreibung oder eine tiefgehende Spaltungs- und Konfliktlinie in heutigen Gesellschaften handelt, will der profunde, zugleich neue Fragen aufwerfende Band klären, den Angehörige des Berliner Wissenschaftszentrums WZB (Ruud Koopmans, Wolfgang Merkel und Michael Zürn) mit Kollegen aus Trondheim und Zürich vorgelegt haben. Die eher intuitive Vermutung einer tektonischen Verschiebung der kulturellen, strukturellen und organisatorischen Grundlagen liberaler Gesellschaften (vgl. Leggewie 2017, 2019, S. 189 ff) wird derzeit in diversen Projekten ausgelotet. Die Autoren dieses Bandes, der Spezialisten wie Studierenden nachdrücklich empfohlen sei, fragen auf der Grundlage eines datengestützten Fünf-Länder-Vergleichs (USA und Mexiko für die NATFA-Region, Deutschland, Polen und die Türkei für die EU-Zone) in Beiträgen von Strijbis und de Wilde et al. auch nach den inter- und transnationalen Dimensionen und Verwerfungen dieses Erdbebens. Ihr Anspruch ist, eine tragfähige Erklärung für die ubiquitäre Emergenz populistischer, gegen die ökonomische, kulturelle und politische Globalisierung gerichteter Bewegungen und Parteien zu liefern, die – das ist die Pointe – überkommene Rechts-Links-Schemata sprengen.

    „Kosmopolitans“ und „Communitarians“ sind Begrifflichkeiten aus der politischen Philosophie, die Koopmans und Zürn im konzeptionellen Einleitungsbeitrag in die politische Soziologie übertragen. Sie rekurrieren auf das „cleavage“-Theorem, das Seymour M. Lipset vor über fünfzig Jahren mit Stein Rokkan entwickelt hat (Lipset und Rokkan 1967); die empirischen, auf Daten des World Values Survey, des Transatlantic Trends Survey und des WZB International Leaders Survey gestützten Beiträge des Bandes stärken die Hypothese des „tectonic shift“: weg von nationalstaatlich eingehegten Verteilungskonflikten zwischen Kapital und Arbeit (bzw. auf der Parteienebene zwischen Konservativen und Sozialisten) hin zur Konfrontation zwischen Befürwortern und Gegnern diverser (ökonomischer, kultureller, politischer) Globalisierungsstrategien. Plakativ könnte man auch sagen: zwischen Verfechtern der offenen und geschlossenen Gesellschaft.Footnote1

    Koopmans selbst zeigt freilich in einem weiteren Beitrag, wie viele Facetten beide „Lager“ aufweisen, und durchgängig wirkt die von den Autoren in Anspruch genommene Äquidistanz zu den beiden K‑Polen problematisch. Kosmopoliten stehen, auch wo sie ein materielles Interesse an offenen Grenzen haben und in Distanz zu Unterschichten stehen, in einem objektiveren Verhältnis zur faktischen Externalisierung nationaler und lokaler Angelegenheiten, den Globalisierungswellen seit Jahrhunderten mit sich gebracht haben (Lessenich 2016), während Kommunitäre eine Begrenzung von Solidarität auf „ihresgleichen“ nur noch schwer rechtfertigen können und das Risiko laufen, in ethno-nationalistische Positionen jenseits der liberalen Demokratie abzudriften. Schon Lipset hat 1970 mit Earl Raab die These aufgestellt, jede Verschiebung der Konfliktlinien ziehe einen Backlash nach sich, der soziale Gruppen, die real oder gefühlt ihrer Macht verlustig gehen, in den Rechtsextremismus treibt, faktisch vornehmlich weiße Männer (Lipset und Raab 1970). Eben dieser Trend bestätigt und verstärkt sich heute weltweit, kommunitäre Ontologien der Politik verlieren ihre Grundlage. Doch auch die Kosmopoliten müssen sich vom neoliberalen Globalisierungsdogma verabschieden und supranationale Regulierung, Umverteilung und Anerkennung befürworten. Die rhetorische und institutionelle Dominanz globalisierungsgeneigter Eliten hat nämlich eine kapitale Repräsentationslücke aufgerissen, und beide Strömungen verfehlen in ihrer Polarisierung das Angebot übergreifender politischer Projekte.

    Die Generalhypothese des Bandes, die Merkel und Zürn im Abschlussbeitrag zuspitzen, wird damit nur unterstrichen: die Globalisierung hat eine neue Spaltungs- und Konfliktlinie hervorgebracht, die einer sozialen Revolution gleichkommt. Das zeigt sich auf der normativen Ebene (in den Narrativen), in strukturellen Interessengegensätzen und in einem organisatorisch-institutionellen Wandel etwa des Parteiensystems, der speziell die Sozialdemokratie erodieren ließ.

    Der Band zeigt, wie spannend Politologie sein kann. Zu den offenen Forschungsfragen, die der Band aufwirft, gehört die Bedeutung der ökologischen Frage, die herkömmliche cleavages und Formationen erneut sprengen könnte, und die Rolle generationeller Oppositionen, die sich jüngst an dieser Überlebensfrage der Menschheit zu Wort gemeldet haben.
    https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs12286-019-00439-z

    Und:

    Kosmopolitismus versus Kommunitarismus: Ein neuer Konflikt in der Demokratie

    lässt sich der sich formierende cleavage mit einer Repräsentationslücke in den europäischen Parteiensystemen. Es hat sich in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten eine anwachsende Gruppe von Bürgern gebildet, die sich weder ökonomisch noch diskursiv oder kulturell von den etablierten Parteien repräsentiert fühlt. In diese Repräsentationslücke haben sich in West- wie Osteuropa die Rechtspopulisten eingenistet. Die Dynamik ihrer zunehmenden Wahlerfolge und die Tatsache, dass in der einstigen demokratischen Vormacht der Welt mit Trump ein Präsident gewählt wurde, der sich rechtspopulistischer Techniken bedient und nationalistische Inhalte vertritt, wird die neue Konfliktlinie weiter verstetigen.
    https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-17446-0_2

    • Was für ein Geschwätz: „Schon Lipset hat 1970 mit Earl Raab die These aufgestellt, jede Verschiebung der Konfliktlinien ziehe einen Backlash nach sich, der soziale Gruppen, die real oder gefühlt ihrer Macht verlustig gehen, in den Rechtsextremismus treibt, faktisch vornehmlich weiße Männer (Lipset und Raab 1970).“

      Mit diesem plumpen Machtreduktionismus kam es zu Trump 2016 und es beweist, er hat nie einen Blick auf die soziale und ökonomische Lage der dortigen weißen Bevölkerung geworfen; auch nicht 1970.

    • Was für ein elitaristisches, dämliches Geschwätz! Völlig neben der Spur und genau das, was man „kognitiven Egozentrismus“ nennen muss. Das ist alles nur Klassenkampf von oben. Selbstbeweihräucherung einer larmoyanten, bigotten und sebstgerechten Elite. Die sich auch obendrein einreden wollen, sie seien die da unten. Was so richtig verachtenswert ist, was für ein Hochmut!

    • @ crumar, @ Alex

      Ich finde Eure Kritik an Mark völlig überzogen.

      Zunächst einmal finden sich in Marks Beitrag ja eine ganze Reihen von Hinweisen und Anregungen. Darauf kann man aufbauen und weitergehen

      Bei konkreten Fehlern oder Unstimmigkeiten könnte man konkret widersprechen und argumentieren.

      • @Jochen
        Ich habe nicht Mark widersprochen und kritisiert, sondern den von ihm zitierten Lipset und Raab.
        Es existiert keine Gruppe namens „weiße Männer“, die die „Macht“ haben.
        Damit – mit dieser Denkweise – sind wir sind schon wieder beim zweifach privilegierten weißen männlichen Obdachlosen.

        Das kennen wir doch bereits: „An apex fallacy (also semantic apex fallacy) occurs when someone evaluates a group based on the performance of best group members, not a representative sample of the group members (e.g., evaluating how well women are doing by looking only at national leaders). Conversely, the nadir fallacy occurs when someone evaluates a group using the worst group members.“

      • „Marks Beitrag“

        Das ist kein Beitrag von Mark, sondern der erste Teil ist eine Rezension von Claus Leggewie und der zweite der Klappentext es Verlags. Siehe die beiden Links.

    • „Der Zeit-Artikel ist von 2016.“

      Das Alter ist mir auch sofort beim ersten Satz aufgefallen: „ZEIT Campus ONLINE: Herr Merkel, Deutschlands Studenten bezeichnen sich, ….“
      Studenten!!!!111213!! Nicht gegendert!! Schlimmer als das N-Wort!
      Heute undenkbar.
      Ich hatte erst getippt, der Artikel wäre bestimmt über 10 Jahre alt, aber die Wokeifizierung unserer Medien hat wohl erst in den letzten Jahren solche Ausmaße angenommen.

  4. Gegen genau diese Aufsteiger, typischerweise Zugezogene aus dem Ausland, brav, strebsam und mit Familie, richtet sich der linke Klassenkampf von oben! Man will sich ja die Butter vom Brot politisch nicht nehmen lassen.

  5. Sehr interessantes Interview und treffende Kommentare im Hauptartikel!

    Merkel sagt z. B.:

    „Die Linke hat sich eben kosmopolitisiert und, wie gesagt, ihren politischen Schwerpunkt auf eine kulturelle Ebene verlagert, und eben auf dieser Ebene unterscheiden sich die Milieus der hoch und weniger Gebildeten deutlich voneinander.“

    Ich denke, hier fehlt ein wichtiger Punkt: Der Grund, warum sich viele Leute der gebildeten Mittelschicht entsolidarisieren von der klassischen Arbeiterschaft (bzw. dem, was von dieser Arbeiterschaft heute noch übrig ist) und von den sozial niederen Schichten, der Grund, warum sie sich vornehmlich kulturell und kosmopolitisch ausrichten, dieser Grund ist häufig, dass die gebildete Mittelschicht selbst vom sozialen Abstieg bedroht ist, teilweise selbst sozial absteigt, oder zumindest Angst davor hat.

    Ergebnis: die gebildete Mittelschicht will sich aggressiv abgrenzen von den sozial niederen Schichten und erst recht von Facharbeitern und Handwerkern, die ökonomisch möglicherweise besser oder zumindest besser abgesichert dastehen als die Gebildeten. Wenn die Gebildeten schon nicht ökonomisch gegen den Pöbel bestehen können – entweder weil der immer noch gutes Geld verdient, oder weil man selbst auch bald auf ein niedriges Niveau herabgesunken ist -, dann muss man sich eben geistig, kulturell, identitär von diesem Pack abgrenzen – sich darüber erheben.

    Mir scheint, diese Abkehr der heutigen „Linken“ von den sozial oder ökonomisch niederen Schichten ist häufig – in der Mehrheit der Fälle? – eine Art Kompensation für die eigene prekäre Lage eben dieser Linken. Man müsste das mit Bourdieu und seinen feinen Unterschieden analysieren: Die „Linke“ ist selbst weitgehend prekär und kämpft um ihren eigenen sozialen Status – nicht gegen die da oben, sondern gegen die da unten. Hierzu passt vielleicht ganz gut, was crumar oben von der „Flucht in den Globalismus“ geschrieben hat.

    • Ja. Grade das akademische Prekariat, Gesellschaftswissenschaftler, Journalisten (die dank Ideologielastigkeit der Lehre tatsaechlich immer schlechter ausgebildet sind) machen einen auf elitär und Distinktion.
      Ist natürlich schwer durchzuhalten, wenn man neben dem Hilfsarbeiter auf dem Arbeitsamt sitzt.

      • Ja, das ist ein gutes Stichwort.
        „Der Begriff Lumpenproletariat wurde von Karl Marx geprägt und bezeichnet jene Vielfalt an Menschen mit unterschiedlicher Klassenherkunft, insbesondere jedoch Proletarier, die auf das unterste Ende der Gesellschaft herabgestiegen sind oder aus ihm stammen und keiner typischen Lohnarbeit nachgehen. Politisch sind sie für Marx aufgrund ihrer Lebenslage oftmals unzuverlässig, passiv und reaktionär.“

        Lumpenakademiat, Lumpenintelligenz ist das, was „bento“ und „Jetzt“ dargestellt haben und sind. 50% von dieser Darstellung sind tatsächlich bankrott.
        Vielleicht möchte das
        Lumpenakademiat vor dem eigenen Untergang verhandeln?
        Nur als These. 🙂

  6. Ein auffälliges Merkmal Jugendlicher und junger Erwachsener in der Politik ist ein zu viel an Idealismus und ein Mangel an Realismus. Intersektionale Theorie, die Freund und Feind anhand weniger Merkmale in fein säuberlich getrennte Schublädchen verstaut, kommt dem Idealismus und mangelnden Realismus entgegen. Idealismus benötigt klare und einfache Freund-Feind-Muster, während sich der Realismus mühsam durch die Komplexität der bestehenden Verhältnisse kämpft und keine einfachen Antworten kennt.
    Vieles von dem, was Jugendlichen und ihrem politischen Engagement angekreidet wird ist lediglich eine Frage des Alters. Bei manchen weicht mit zunehmendem Alter der Idealismus mehr und mehr dem Realismus. Dann gibt es noch solche, die nach 17 nichts mehr dazu lernen.

  7. Voraussetzung eines funktionierenden Gemeinwesens ist die Bereitschaft der Bürger, in den Mitbürgern ihresgleichen zu sehen, d.h. Menschen wie sie selbst, auch wenn sie weniger oder mehr Geld haben und eine andere Partei bevorzugen oder einer anderen Religion angehören, so dass eine Bereitschaft besteht, für die anderen zu zahlen, wenn die es brauchen. Ich bin z.B. bis heute von schweren Unfällen oder chronischen Krankheiten verschont geblieben und habe mit Sicherheit ein vielfaches dessen an Krankenkassenbeiträgen bezahlt, was ich den Kassen an Arzt- und Krankenhauskosten verursacht habe.
    Sprich: Ich habe draufgezahlt anstatt zu profitieren. Aber das ist für mich OK, schließlich könnte ich ja auch plötzlich schwer krank werden oder einen schlimmen Unfall haben und weiß, dass dann für mich gesorgt ist.

    Diese Bereitschaft setzt man im allgemeinen bei den Menschen voraus, mit denen man zusammenlebt, die man kennt, die die gleiche Sprache sprechen und eine vergleichbare Mentalität haben. Sprich: die der gleichen Nation angehören.

    Der Paradigmenwechsel der modernen Linken besteht nun darin, diese Bereitschaft von der Nation auf die gesamte Menschheit auszudehnen. Ich soll bereit sein, die soziale Absicherung aller Menschen zu finanzieren, ein afghanischer Migrant hat den gleichen Anspruch auf meine Unterstützung, wie meine direkten Mitbürger. Damit das funktionieren kann, müsste es einen Weltstaat geben, der z.B.so etwas wie eine weltweite Krankenversicherung einrichtet, in der alle Menschen Mitglied sind und Beiträge zahlen, was natürlich völlig utopisch ist, nicht nur wegen der Schwierigkeit der praktischen Umsetzung, sondern auch, weil die meisten Menschen eben gar nicht daran denken, die Solidarität von ihrer Nation, ihrem Stamm ihrer Glaubensgemeinschaft auf die ganze Menschheit auszudehnen.

    Diese Annahme, dass alle Menschen gleich sind nicht nur an Rechten, sondern auch an Ansprüchen aneinander, ist das Kennzeichen der postmodernen Linken in den Großstädten des Westens. Kein Moslem, kein Afrikaner, kein Chinese denkt so. Eine krasse Utopie, deren Verwirklichung völlig unmöglich ist und nicht umsonst zu einem völlig irrationalen Fanatismus führt.

    • Genau darum geht es!
      Eine hochnäsig-„weltbürgerlich“, sich der „Elite“ zugehörig wähnende neue/junge „Linke“ („die GUTEN“) untergräbt die letzten Fundamente einer einstmals funktionierenden Solidargemeinschaft, indem sie die von ihnen selbst nicht geschaffenen und erwirtschafteten Ressourcen „großzügig“ mit vollen Händen als „Welt“-Sozialamt „zivilcouragiert“ verprassen, für jeden hier einfordernden „Weltbürger“, vornehmlich für jene aus „shithole-countries“.
      Derweil hat das Weltwirtschaftsforum von Davos schon längst „Pläne“, so daß wir spätestens 2030 wohl (fast) alle „mittellos/besitzlos, aber glücklich“ sein werden.
      Sorgt dafür u.a. die „neue Arbeitsteilung“ zwischen jungen Klugscheißern (nützliche Idioten) und der wahren MACHT-ELITE?

    • So ist es, Volltreffer! Danke! Diese „Linken“ können nicht logisch denken, sie wissen nicht wie die Sozialsysteme funktionieren, wer sie finanziert und wo ihre Grenzen sind, sie kennen keine fremden Mentalitäten und Sichtweisen (und wollen sie auch nicht kennen), sie haben keine quantitativen Vorstellungen von der Weltbevölkerung oder von sonstwas, das Einzige, das was sie zur zweiten Natur verinnerlicht haben, ist das Mantra, dass alle Menschen gleich seien.

      • Ich hab dich ja mal auf die Seite/ den Blog nachrichtenbrief.com hingewiesen.
        Dort war ich mal auf folgenden Text zu diesem Thema gestoßen, der ein Teil eines Textes ist, den er von der Seite des Autors kopiert und in mehreren Teilen veröffentlicht hatte. Vorab sei noch gesagt, dass W. Reich unter „Faschismus“ auch Stalinismus etc. zählte. (Die Einleitung – nächster Absatz plus zerstückelter URL – ist halb von mir und hier auch nicht so relevant. Die Bemerkung am Schluss – vorletzter Absatz – und der dort erwähnte Text – ebenfalls mit zerstückelter URL – hingegen sind hier schon eher relevant.)

        Tatsächlich handelt es sich bei der Antifa um eine faschistische Organisation im Sinne Wilhelm Reichs, der Faschismus als politisch organisierten Ausdruck der durchschnittlichen menschlichen Charakterstruktur definierte. Dazu als Einstieg ein Zitat von Prof. Paul Mathews aus seinem Artikel „Ideologie und das Nichtglaubenwollen“ und ein Blog-Artikel für denjenigen, der sich dafür interessiert (jeweils die Leerzeichen aus der URL entfernen):

        https: //orgonomie. wixsite. com/paulmathews/post/ideologie-und-das-nichtglaubenwollen

        >>
        Lassen Sie uns an dieser Stelle eine Pause einlegen, um einige zwingende Fragen zu stellen: Wie bestimmen wir, was ideologisch und was natürliches, rationales Denken ist? Wie messen wir den Grad der Wahrheit in der Ideologie? Auch hier können wir uns an Reich wenden, um Orientierung zu gewinnen:

        _“Wahrheit ist voller, unmittelbarer Kontakt zwischen wahrnehmendem und wahrgenommenem Leben. Je besser der Kontakt ist, desto voller ist das wahrheitsgetreue Erleben. Je besser die Funktionen der lebendigen Wahrnehmung koordiniert sind, desto umfassender ist eine jeweilige Wahrheit. Und die lebendige Wahrnehmung ist genau in dem Grade koordiniert, wie die Bewegung des lebendigen Protoplasmas koordiniert ist. (…) Wahrheit ist ihrem Wesen nach kein ethisches Ideal, wie viele Glauben. Sie wurde erst zum ethischen Ideal, als sie zusammen mit dem „Paradies“, d.h. der vollen Funktionsfähigkeit des Lebendigen im Menschen, verlorenging. (…) Wahrheit ist in einem und wirkt in einem, genau wie das Herz eines Menschen schlägt und seine Augen sehen, nämlich gut oder schlecht, je nach dem Zustand seines Organismus. (…) Wahrheit ist demnach eine natürliche Funktion, ebenso wie das Gehen oder das Laufen oder das Jagen von Bären bei den Eskimos oder das Auffinden von Spuren des Feindes bei den Indianern. (1, S. 297f)“_

        Wenn es also eine grundlegende Wahrheit gibt, dann sind es die Gesetze des Lebens. Reichs Entdeckung der Orgasmusformel und des funktionellen Denkens haben verdeutlicht, welche diese Gesetze sind. Die Wahrheit liegt also unter den Trümmern der sekundären Schicht und ihrer oberflächlichen Fassade. Sie liegt innerhalb des primären Kerns der Lebensstruktur. Rationales Denken muß daher in funktioneller Hinsicht den Bedürfnissen dieses Kerns entsprechen und nicht der Abwehrfunktion der oberen destruktiven und täuschenden Schichten. Reich bezeichnete die sekundäre Schicht als das „Reich des Faschisten“ und die äußere Schicht als das „Reich des Liberalen“ (15, S. 12). Damit verdeutlichte er die Charakterfunktion des Liberalen; daß er seine Schuld und Scham vor anderen und vor sich selbst verbergen muß. Die humanistische Ideologie des Liberalen ist, wie E.F. Baker und andere gezeigt haben, nur eine große Täuschung, die ironischerweise versucht, das Gute des primären Kerns zu nutzen, um eben dieses Gute abzuwehren (16, 17). Der Liberale tut dies, indem er eine Ethik von Güte und „Fairneß“ schafft, die aufgrund ihrer kontaktlosen und mechanistischen Anwendung unweigerlich zum Gegenteil führt und zur Unterstützung der schlimmsten Unterdrücker der Menschheit, der organisierten und der unorganisierten. Hinsichtlich der Liberalen („Freiheitskrämer“) sagte Reich:

        _“Er meint nicht das, was er sagt. Er weiß nichts über das Leben und dessen Schwierigkeiten. Er verwandelt alle Realitäten in Formalitäten und alle praktischen Probleme des Lebens in Ideen über ein zukünftiges Paradies der Menschheit. Auf diese Weise bringt er sich – und wenn er durch gutgläubige Massen an die Macht gebracht wurde, auch diese – in eine schlimme Situation. (…) Wahrheit ist für ihn ein „Ideal“ und nicht die Art und Weise, in der alle Angelegenheiten erledigt werden. Ist er rechthaberisch, so glaubt er, daß er die Wahrheit verteidigt. Der Konservative, der aus der instinktiven Kenntnis der großen Schwierigkeiten, die mit dem Streben nach Wahrheit verbunden sind, den status quo im gesellschaftlichen Leben verteidigt, ist weit ehrlicher. (1, S. 307)“_

        In Übereinstimmung mit dem obigen Zitat neigt der Liberale dazu, sich selbst als ein Modell für Mitgefühl, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit darzustellen. Doch wo immer sein Einfluß vorherrscht, wird entweder das Gegenteil von dem erreicht, was er angeblich anstrebt – oder eine grobe Verzerrung davon – etwa ein Zustand der Zügellosigkeit, der Verwirrung, des Chaos und der Unordnung, der sich leicht für eine Übernahme durch eine Gegentyrannei (das Weimarer Deutschland, Kerenskis Rußland, Benes‘ Tschechoslowakei usw.) oder die Reaktion eignet. Dafür gibt es, wie bereits erwähnt, einen guten Grund, also lassen Sie uns unter anderem speziell die Frage des modernen Liberalismus und des Rassismus untersuchen.
        <<

        Und dann ein Blog-Artikel mit Bezug zu einem aktuellen politischen Thema (Covid-1984), wo auf Grundlage von Reichs Theorie das Handeln der Regierung/Gesellschaft eingeordnet wird:
        https: //nachrichtenbrief. com/2020/05/04/covid-19-und-die-antiautoritaere-gesellschaft/

        Außerdem empfehle ich in dem Zusammenhang noch einen meiner anderen Kommentare hier: https://allesevolution.wordpress.com/2020/11/10/politik-und-junge-leute-was-interessiert-sie/#comment-571746

  8. Warum können wir uns so schwer von den Schubladen links und rechts lösen? Die klemmen doch immer öfter. Wohin also mit den Bestrebungen der jungen Menschen?

    Selbst wenn wir links nur plump als Streben nach Gerechtigkeit definieren und rechts als eben nicht, passt das nicht mehr. Es geht auch schon lange nicht mehr um materielle Verteilung, sondern um gesellschaftliche Bestimmungshoheit. Und vor allem darum, das Verhalten, das Sprechen und idealerweise auch das Denken möglichst vieler anderer bestimmen zu können.

    Zentrale Orientierungspunkte sind für mich inzwischen der Grad der Übergriffigkeit, die Herrschsucht verbunden mit dem Streben nach gesellschaftlicher Repression auf der einen Seite – und Toleranz, Freiheitlichkeit, Vertrauen auf der anderen – leben und leben lassen.

    Wenn welche, die sich selbst als Linke sehen, plötzlich fordern, in Leipzig sollten Menschen zusammengeknüppelt werden, die ordnungswidrig ohne Masken durch die Straßen ziehen – weil da womöglich welche dabei sind, die sie als rechts ansehen, dann ist eigentlich nicht mehr die Klassifizierung nach links und rechts entscheidend, sondern wer wem etwas vorzuschreiben hat und dazu ggf. sogar Gewalt anwendet.

    Vielleicht müssen wir uns sogar davon lösen, dass es klar umrissene Ideologien gibt. Die ändern sich inzwischen fast täglich mit den Twitter-Trends. Da kommt plötzlich das Bestreben auf, den Begriff „Zigeuner“ aus der Zigeunersoße zu verbannen, dann sprechen sich Sinti und Roma für eine Beibehaltung aus und huch – wird doch nicht umbenannt. Also wird ein weiteres winziges Ferkel mit viel Gequieke durch die Schluchten der Großstädte getrieben.

    Und als hätten die Menschen nichts Sinnvolles zu tun, glorifizieren sie das Andersartige, gaukeln über ihre Tastatur inflationär Empathie und Moralität vor und verordnen das auch allen anderen. Wer nicht mitmacht, wird zunächst ermahnt, dann als rechts bezeichnet, schließlich ausgegrenzt und vielleicht zusammengeprügelt.

    Vielleicht erkenne ich den Plan der jungen Aktionist*_         Innen nicht. Oder haben die womöglich gar keinen?

  9. Links = Progressiv = zur Selbstdarstellung geeignet = Anlaufstelle für Narzissten

    Mit einer konservativen Einstellung kann man sich nun mal schlecht von anderen abgrenzen und selbstdarstellen. Und durch das Aufkommen von Facebook, Instagram, Twitter und Co wurde der Hang vieler Menschen zur Selbstdarstellung massiv verstärkt und hat sich auf andere Felder ausgeweitet. Früher ging das noch über Kleidung oder Musikgeschmack, aber heutzutage ist auch die politische Einstellung zu einem Vehikel der Selbstdarstellung verkommen. Das bevorzugte Links-sein ist dabei auch auf die Medien zurückzuführen, die ständig einen Artikel nach dem anderen raushauen, warum rechts schlecht ist, ohne das irgendwie zu begründen. Die Selbstdarstellung besteht dabei hauptsächlich in einer zur Schau getragenen moralischen Überheblichkeit.

    • „Mit einer konservativen Einstellung kann man sich nun mal schlecht von anderen abgrenzen und selbstdarstellen.“

      Oh doch, es trauen sich nur viel zu wenige. Auch Konservative könnten zu ihren Einstellungen und Lebensentwürfen stehen. Sie haben nur in der Regel nicht die Eier(?). „Flüchtlinge ertrinken lassen!“ ist genau das, was viele denken, nur sagen tun sie es höchstens hinter vorgehaltener Hand. Warum? Sind sie zu feige? Woher dieses Bedürfnis danach, sich und anderen in die Tasche zu lügen? Es werden „robuste Stabilisierungseinsätze“ statt Kriegseinsätze gefordert. Es wird das Rentensystem „fit für die Zukunft gemacht“, statt offen zu sagen, dass man die Renten kürzt. Wer so viel Angst vor der Wahrheit hat, hat es nicht besser verdient, als dass man ihm mit moralischer Heuchelei auf der Nase herumtanzt. /rant

      Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich teile die angerissenen Positionen nicht, aber ich wünsche mir, dass die, die sie vertreten, offen und ehrlich zu ihnen stehen. Dann kann man diskutieren und am Ende entscheidet die Mehrheit. Das Problem ist doch, dass viel zu viele sich nicht trauen, anzuecken, und so bleiben die eigentlich notwendigen Diskussionen auf der Strecke, haufenweise Bürger fühlen sich nicht vertreten und das Gemeinwesen erodiert, langsam aber sicher.

        • Seit wann bist Du ein Konservativer? 😉

          Spaß beiseite, ich bin Deiner Meinung, aber darum ging es mir nicht (für das F-Thema gibt es andere Blogs), sondern um den Mangel an Haltung, der auch bei Konservativen anzutreffen ist. mispel meint, Haltung sei für Konservative schwieriger zu demonstrieren als für Linke (oder Liberale). Ich bin anderer Ansicht.

          • Ich habe ein Problem mit dem Islam, da er rechts ist, deshalb bin ich gegen Einwanderung jener Anhänger.

            Libertäre, die Eier haben sagen: „Mein Geld meine Freiheit ist mir wichtiger als dein Überleben, wenn du also krank und schwach bist, geh Sterben, wie es dir am besten deucht!“ (Schattenmacher, aus dem Gedächtnis)

          • Ich denke btw. dass es Pseudolinke einfacher haben als Konservative. (Ich bin Links, nicht pseudolinks, also identitär verseucht). Die haben so ziemlich den Mainstream hinter sich.

          • mispel meint, Haltung sei für Konservative schwieriger zu demonstrieren als für Linke (oder Liberale). Ich bin anderer Ansicht.

            Ne ich sprach von (moralischer) Selbstdarstellung, nicht von Haltung. Das ist ein großer Unterschied, denn wer Haltung zeigt, stellt sich nicht zwangsläufig auch selbst dar. Und konservativ sein erzeugt nun mal kein positives mediales Echo unter den Gutmenschen, weshalb man sich damit auch nicht gut selbstdarstellen kann.

  10. Nun ja, historisch gesehen waren die Linke ja die, die für Veränderung des Status Quo eintraten und die Rechten die, die sich für seine Erhaltung einsetzten. Links tendenziell optimistisch, rechts tendenziell pessimistisch. Linken sehen eher die Schwächen des aktuellen Zustandes, die geändert werden sollten, Rechte sehen eher seine Vorteile, die man nicht aufs Spiel setzen sollte.

    Die Unterscheidung macht aus meiner Sicht durchaus Sinn.

  11. „Stattdessen dominieren kulturelle und identitätspolitische Themen, über die sich junges Linkssein heute definiert. Das zentrale progressive Anliegen ist mittlerweile die unbedingte Gleichstellung von Minderheiten. Das können ethnische, religiöse oder sexuelle Minderheiten sein.“

    Das wird ihnen ja auch so beigebracht, sei es durch die Medien oder durch die Universitäten und vielleicht schon selbst in den Schulen.

    „So hart würde ich nicht es formulieren…“

    Ja, weil das wäre ja schlecht und Linke tun nichts schlechtes, per Deifnition.

    „Ein Diskussionsverbot kann nicht links sein.“

    Tja, was soll man dazu sagen? Wir sind „die Guten“(TM)! Seit 10 Jahren wollen Menschen, die sich selbst als links sehen, anderen Leute das Wort verbieten und bestimmen, wer zu was diskutieren darf. Und sie begegnen Leuten, die ihrem Weltbild widersprechen, nicht argumentativ, sondern in dem sie versuchen sie arbeitslos zu machen.

    „Stattdessen geht es um globale Zusammenhänge, der Nationalstaat wird dagegen als überholt und gestrig betrachtet.“

    Und das auch noch falsch. Weiße z.B. sind global eine Minderheit, werden aber wie eine Mehrheit behandelt und es wird dabei so getan als ob es in allen Ländern eine weiße Mehrheit in Film & Fernsehen sowie der Politik besteht. Und daraus wird dann geschlossen, das Weiße nicht diskriminiert werden können.

    Es gibt nicht nur kaum noch eine Verbindung zwischen den Linken und der Arbeiterklasse, sondern genau so wenig zwischen dem was Linke tun und wie sie sich selbst sehen.

    • Ich erinnere mich dunkel an die Sozialkunde in den 80ern. War der Faschismus nicht der Sozialismus auf Länderebene, statt international?
      Heute scheint mir, der neue Faschismus grenzt nicht mehr Länder ab sondern selbsternannte elitäre Gruppen. Wobei diese Gruppen ohne die Ausgegrenzten verhungern würden.
      …..aushungern, das wäre eine Idee, sollte man ausprobieren

  12. Ich möchte noch einen weiteren Aspekt in die Diskussion werfen, den ein amerikanischer Underdog während seines Studiums an einer Evy League Uni aufgeworfen hat: Distinktionsgewinne durch das Vertreten von exotischen Meinungen bzw. Haltungen.

    Der Vorteil von bestimmten Haltungen ist, dass sie, wenn aus ihnen Handlungsweisen abgeleitet werden, die Folgen für unterschiedliche Wohlstandsstufen unterschiedlich sind und so zu einer handfesten Zementierung der eigenen Priviliegien führt.

    Beispiel:
    Haltung: „Ehe und Monogamie sind eine unnütze Beschränkung der persönlichen Freiheit.“
    Handlung: Der Anteil stabiler Paarbeziehungen sinkt (in wirtschaftlich schwächeren Schichten stärker als in wirtschaftlich stärkeren).
    FolgenNun ist aber eine stabile Paarbeziehung der Eltern ein guter Indikator für die Entwicklungsmöglichkeit des Potentials von aufwachsenden Kinderen. In wirtschaftlich schwächeren Schichten kann die Lücke, die das Fehlen einer langfristigen Partnerschaft für die Kinder reisst, nicht durch zusätzliche finanzielle Aufwendungen ausgeglichen werden. Die Kinder entfalten ihr Potential deshalb nicht und sind so auch keine Konkurrenz mehr auf dem Arbeitsmarkt. In wirtschaftlich stärkeren Schichten existieren, trotz der Lippenbekenntnisse, nicht nur mehr stabile Partnerschaften, die Folgen ihres Fehlens können auch durch den Zukauf von Dienstleistungen leichter abgefedert werden. Deshalb können die in diesen Schichten aufwachsenden Kinder ihr Potenzial trotzdem entfalten.

    Voilá: Distinktionsgewinn, weil „progressive Haltung“ und dabei sich und der nächsten Generation sogar einen Vorsprung gesichert.

  13. Kompetenzen: Frau, Minderheit

    Und der Islam wird mit Samthandschuhen angefasst.

  14. Es gab früher zur Hochzeit der „Jugendsekten“ (Mun, Kinder Gottes, Hare Krshna, TM u.s.w.) den Begriff „Fast-Food-Religion“. Im Prinztip minimaler Einstiegsaufwand bei sofortiger Seeligkeit, und immer war man Teil der Rettung der Welt vor irgendwas, darunter taten die das ja nie.
    Ich denke, mit dem Postlinkssein ist das heute nicht viel anders – schwätzen reicht, es ist weder Vorbildung noch irgend eine Qualifikation nötig, schon gar keine echte anstrengende regelmäßige Politarbeit. Durch das jederzeit überaus preiswert mögliche Niederdrücken Anderer wird man moralisch selbst automatisch auf eine höhere Ebene gehoben, darüber hinaus besteht ohnehin auch hier der Anspruch, nichts weniger als die Welt zu retten bzw. daran Anteil zu haben. Außenstehende werden wie bei den „alten“ Jugendsekten als feindlich wahrgenommen oder gar dämonisiert.
    Das kostet alles nicht viel bzw. viel weniger als bei den alten Sekten, weil die Verbindlichkeit nicht durch physischen Druck der festen Gruppe hergestellt wird, sondern durch soziale Vernichtung bei kleinster Abweichung. Aktuelles Beispiel siehe unten. Aber auch das ist mit wenig Aufwand verbunden. Irgendwie wirkt es auf mich, wie die esoterische Variante der alten Jugendsekten. In der Esoterik macht ja eher jeder seins und kann durchaus von Projekt zu Projekt hoppen.
    Auch in Sachen Marxismus – eigentlich ist der streng materialistisch, aber dieser Seitenzweig des Konstruktivismus (Frankfurter Schule u.s.w.) macht mit seiner völligen Überbetonung des die-Welt-konstruierenden Subjekts eine Religion daraus bzw, zumindest wieder eine idealistische Weltanschauung, von der der Marxismus doch gerade weg wollte.
    Ich staune Bauklötzer, dass die klassischen linken Parteien einschließlich der Grünen nicht eher sowas wie Sektenbeauftragte benennen und die identitären (Post-) Linken nicht als ihre Hauptgefahr bezeichnen.

    OK, jetzt aber das Beispiel für die öffentlichen Kritik-Selbstkritik-Abende, wo sich der Adept auf der Bühne zerfleischen muss, weil er von der reinen Lehre abweicht, Übersetzung von mir ist geschenkt 😉

    URL: https://www.latimes.com/entertainment-arts/story/2020-11-09/eva-longoria-apology-comment-erasure-black-women-latinas-biden
    Quelle: Los Angeles Times vom 9.9.2020

    Übersetzung:

    Eva Longoria entschuldigt sich für Kommentar, der die Auslöschung schwarzer Frauen beim Biden-Sieg impliziert

    Die Schauspielerin Eva Longoria hat sich für kontroverse Äußerungen entschuldigt und erklärt, die sie während eines MSNBC-Interviews gemacht hat, nachdem viele sie beschuldigt hatten, die Schlüsselrolle der schwarzen Frauen beim Wahlsieg des gewählten Präsidenten Joe Biden herunterzuspielen.
    Die U.S.-Latinas sind die „wahren Heldinnen“ des Wahlsiegs von Biden im Jahr 2020 und Senatorin Kamala Harris, sagte die demokratische Aktivistin Longoria am späten Sonntag im Kabelfernsehen in einem Satzfragment, das anscheinend in die hitzige Vorstellung hineinspielte, dass schwarze Frauen für ihre Beiträge zum Sieg von Biden ausradiert würden.
    „Wenn ich mir das hier anschaue, kann ich sehen, dass das klingt, als würde ich Latinas mit schwarzen Frauen vergleichen, was ich niemals tun würde“, schrieb Longoria am Sonntag im Instagram. „Ich habe Latinas mit ihren männlichen Gegenstücken verglichen, aber meine Formulierung war nicht klar, und das bedauere ich zutiefst.
    „Schwarze Frauen sind seit langem das Rückgrat der Demokratischen Partei, etwas, das sich bei dieser wie auch bei früheren Wahlen bewährt hat. Schwarze Frauen verdienen eine stehende Ovation für die Arbeit, die sie Jahr für Jahr geleistet haben! … Nochmals, es tut mir so leid für die Verwirrung und den fehlenden Kontext meinerseits“.

  15. Danke, ganz gute Analyse von Christian.

    „Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass sich die junge Linke heute ganz eindeutig kosmopolitisch orientiert. Das heißt, Gerechtigkeitsfragen werden nicht mehr im nationalen Kontext, etwa anhand von sozial- oder lohnpolitischen Auseinandersetzungen, verhandelt. Stattdessen geht es um globale Zusammenhänge, der Nationalstaat wird dagegen als überholt und gestrig betrachtet.“

    Vermutlich wird die ZEIT das gerne hören, denn seit ich sie kenne, forciert sie das. Was die „jungen Linken“ partout nicht in den Schädel bekommen wollen: global sind wir eine Mücke, da ändern wir nichts! Die meisten Menschen auf der Welt denken nicht wie bürgerliche deutsche Salonlinke…

    „Diese Leute – prekär Beschäftigte, Arbeitslose oder kleine Angestellte – wählen nun in großer Zahl rechtspopulistisch. Das gilt auch für Arbeiter mit autoritären Einstellungen, auch wenn diese als Facharbeiter keineswegs zu den Verlierern der Globalisierung zählen.“

    Schon ist dieser komische Merkel wieder durch bei mir. Schaffen die es nicht, den „Populismus“-Begriff mal wegzulassen? Und nein, ich habe keine „autoritäre Einstellung“, nur weil ich der Meinung bin, dass Grenzen eine nützliche Einrichtung sind. Die bräsige Dummheit, diese ständige subtile Gehirnwäsche, bringt mich auf die Palme!

    „Dieser Verlust der Kommunikation zwischen den Klassen, wenn ich diesen Begriff einmal verwenden darf, ist massiv und ein Problem für die soziale Gerechtigkeit.“

    Ich bin in keiner anderen Klasse, als all die euphemistisch „linke Intellektuelle“ genannten verbildeten und blasierten Deppen! Nur akzeptiere ich keine Sprach- und Denkverbote!

    Da ist eine Generation herangewachsen, die weder logisch denken kann, noch nennenswert mit der Realität konfrontiert wurde und wird und damit das nicht versehentlich geschieht, gibts die ganzen Verbote. Und die GRUNDVERLOGENE ZEIT, war eins von den Mistblättern, welches mich immer und immer wieder gesperrt hat, wenn ihnen die Argumente oder Links nicht in den Kram passten!

    Das war kein „Kommunikationsverlust“, sondern eine Sperre, Zensur, die Schaffung von Safe-Spaces und Filterblasen von Seiten genau dieser grundständig verblödeten und eingebildeten, bürgerlichen Salonlinken, die mittlerweile alle Redaktionsstuben übernommen haben!

    Und dabei wird es nicht bleiben, die ZEIT, als globalistische Transatlantikpostille weint hier auch nur Krokodilstränen, wie seit Jahren! Schon bald wird sie wieder schärferes Vorgehen gehen „HateSpeech“, Maskulisten, „Rechte“ und was weiß ich was fordern…

  16. Aber der Wind scheint sich langsam zu drehen:

    „Deutschrapper verteidigt das Eigene | Rassismus gegen Deutsche“, von Feroz Khan.

    Es geht hier um das Lied „Alman“ von dem sehr credibilen Rapper Cashmo (bürgerlich: Achim Welsch), dem niemand irgendwie Rassismus oder xenophoben Rechtspopulismus vorwerfen kann, weil er schon seit seiner Jugend immer auch mit Migranten zusammen abhing oder mit ihenen zusammenarbeitete. Genauer gesagt geht es um das Interview, das „Toxic“, Chefredakteur von HipHop.de, mit ihm geführt hatte zu dem Lied (er hatte das neue Album vorab hören können) – für welches Cashmo auch von den meisten Migranten Zuspruch erhält und welches auf YT (mit Videoclip) innerhalb von einer Woche jetzt schon bald ’ne halbe Million Klicks und fast nur Likes hat – sein persönlicher Rekord (und doppelt so viel wie der bisherige Rekord von ihm). Das Musikvideo wurde erst nach dem Interviewvideo veröffentlicht, sei mal dazu gesagt, damit keine Verwirrung aufkommt. 😉 Und noch nach diesen beiden und nach dem oben verlinkten Video kam übrigens nochmal eine Stellungnahme Cashmos zu dem Interview und einem späteren absurd-lächerlich konstruierten, in die völkische Ecke drängenden Text, der von HipHop.de veröffentlicht und dann wieder zurückgezogen wurde – die ich auch noch interessant fand (findet man auf seinem YT-Kanal) …
    Feroz Khan schreibt in der Videobeschreibung zu dem oben verlinkten Video: „Der Deutschrapper CashMo, welcher in NRW geboren und aufgewachsen ist und Gefängniserfahrung hat, spricht in seinen Interviews zu seinem am 20.11.20 erscheinenden Album „1998“ über den Rassismus, den er zeitlebens in migrantisch dominierten Sphären erfahren hat. Mein Kommentar dazu.“
    Feroz gibt in der jeweiligen Infobox eines jeden Videos von ihm übrigens auch immer die verwendeten Quellen an. Das gilt also auch für das weiter oben schon verlinkte Video von ihm zur PC, deren Gewinner und Verlierer.

    Aber es gibt noch andere Anzeichen dafür, dass sich der Wind langsam dreht: z.B. das Gespräch zwischen Peter Gauweiler, Oskar Lafontaine und Thilo Sarrazin zu der Thematik des neuen Buches von Letzterem. Das heißt, es war Lafontaine und Gauweiler (nun) egal, einen Shitstorm abzubekommen …

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