Selbermach Samstag 314 (07.11.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

199 Gedanken zu “Selbermach Samstag 314 (07.11.2020)

    • Der Kapitalismus hat den Anspruch Wohlstand zu erzeugen, nicht Wohlstand für alle. Der Harzer hat einen Flachbildschirm, weil man Sozialreformen oben drauf gepackt hat. Das ist keine Eigenschaft des Kapitalismus.

        • Nö, billig werden Waren auch im Sozialismus/Kommunismus. Alleinstellungsmerkmal des Kapitalismus sind niedrige Preise also nicht.
          Davon abgesehen ist fraglich, ob ein Hartzer sich wirklich einen neuen Flachbildschirm-TV leisten kann. Der Regelsatz beinhaltet nämlich nur Mindestleistungen, die teilweise noch nicht mal erfüllt sind. So fallen die Stromrechnungen dank überhöhter Strompreise häufig deutlich höher aus als die dafür u.a. veranschlagten 40,-€.
          Beschämend ist zudem, dass insbesondere an Bildung gespart wird. Gerade mal 0,26% des Regelsatzes sind dafür vorgesehen. So hält man die „dummen Hartzer“ wenigstens schön dumm. Der größte Niedriglohnsektor Europas (übrigens ein Ergebnis des Kapitalismus in Verbindung mit SPD und Grünen) muss schließlich weiterhin das Kapital bedienen.

          • Das Problem sind nicht die Regelsätze, sondern dass es Leute gibt, die keine Arbeit finden, denn es wird wohl niemand behaupten, dass es nicht genug zu tun gäbe. Alles nur eine Frage des Geldflusses. Gerade sehen wir, dass die Quellen (Dank Corona) reichlich sprudeln können, wenn Politik und Zentralbanken das zur Abwechslung mal wollen…

            Nö, billig werden Waren auch im Sozialismus/Kommunismus.

            Theoretisch schon, praktisch nicht. Fernseher waren in der DDR Luxusware oder sowas, ebenso Kassettenrekorder etc. entsprechend wurde mit dem Geld anderes querfinanziert. Ein Farbfernseher mit Fernbedienung kostete m.W. 5000 Mark, was ein halbes Jahresgehalt sein konnte, ein einfacher Kassettenrekorder 1000 Mark (so um die Drehe, ich war da noch ein Kind). Konnte auch gar nicht anders sein, denn 5-Jahrespläne und eine nahezu redundanzfreie Wirtschaft, sind eben sehr starr, teuer und ausfallanfällig. Und alles was nicht zum „Grundbedarf“ zählte, war entweder nicht ausreichend automatisiert (also extrem teuer bzw. „do it yourself“-Ware), knapp (Autos) oder gar nicht erhältlich (z.B. Geschirrspüler, außer gegen Westgeld). Alles was konkurrenzfähig war, wurde gegen Devisen ans Ausland verramscht, damit man Rohstoffe und neueste westliche Technik (fürs Reengineering) kaufen konnte…

          • „billig werden Waren auch im Sozialismus/Kommunismus. “

            Billig, nur leider nicht verfügbar.

            Was waren doch gleich die Lieferzeiten für einen Trabbi? Zehn Jahre?

          • @zehnter-ochse

            Meines Wissens hat man den Trabi zur Geburt bestellt (maximal ein Auto pro Person). Wie lange man genau warten musste, wusste ja niemand, irgendwas zwischen 10 und 20 Jahren. Hing vermutlich auch von der Linientreue der Familie ab, bzw. ob die beruflich einen brauchte (kam selten vor). Los wurde man ihn auf jeden Fall wieder, auch zum doppelten Preis 🙂

            War zwar meines Wissens verboten, die überteuert wieder zu verkaufen, aber ich war mal mit meinem Vater auf so einem halblegalen Markt, da standen die Autos (auch Skoda, Wartburg und Mazda etc. die noch viel teurer waren) leer und mit leicht heruntergekurbelter Scheibe auf einem Parkplatz und man konnte auf einem Zettelchen sein Angebot reinwerfen. Wer das meiste bot, bekam das Ding vermutlich. Wir waren zu arm dafür. Mit Beziehungen hatten meine Eltern irgendwann einen 16jährigen (?) bekommen, so einen alten, der ein bisschen dem VW Käfer ähnelte, so rundgelutscht, so ein Ding:

            Der hatte noch nichtmal Gurte drin, aber wir sind es noch einige Jahre gefahren, immer mit der Angst, dass er bald liegen bleibt und immer auf der Suche nach Ersatzteilen 🙂

          • @Androsch

            Der Punkt, den weder du begreifst, noch die „realsozialistischen“ Staaten wirklich begriffen haben: Es gab bereits Marktpreise LANGE BEVOR es einen Kapitalismus gegeben hat.
            Das originelle am Kapitalismus war nie „Markt“.

            Das idiotische an den festgesetzten Preisen für Brot bis hin zur Miete war, es gab keinerlei Hebel mehr, den festgesetzten und subventionierten Preisen wenigstens nahe zu kommen.
            Aber wenn man haargenau weiß, egal welche produktivitätssteigernden Klimmzüge man unternimmt, es wird nie gelingen, ein Brot für 50 Pfennig und einen qm Wohnraum für 1 Mark im Monat anzubieten, warum soll ich das versuchen? Zumal wenn ich jede Eigeninitiative ohne abwürge?!
            Es gab ja keine mit dem Westen vergleichbare Baumärkte.

            Das hat ihnen das Genick gebrochen, nicht der Farbfernseher oder die Geschirrspülmaschine.
            Selbst ohne eine Pfennig Profit hätte die Miete und das Brot mindestens drei mal so teuer sein müssen. Das wird irgendwann uferlos, wenn selbst die Bauern anfangen die Schweine mit Brot zu füttern, weil es billiger ist.

          • @Crumar

            „Der Punkt, den weder du begreifst, noch die „realsozialistischen“ Staaten wirklich begriffen haben: Es gab bereits Marktpreise LANGE BEVOR es einen Kapitalismus gegeben hat. Das originelle am Kapitalismus war nie „Markt“.

            Warum sollte ich das nicht begreifen? Du hast natürlich deine intellektuelle Version davon, was „Kapitalismus“ ist, aber für so gut wie alle mit denen ich bisher diskutiert habe, war Markt und Kapitalismus nahezu gleichbedeutend. Schließlich führt Markt zu Kapitalakkumulation, der Übergang ist fließend. Deshalb hat man ihn in der DDR ja auch so gut wie möglich unterbunden und mit Horrorsteuern belegt.

            Das idiotische an den festgesetzten Preisen für Brot bis hin zur Miete war, es gab keinerlei Hebel mehr, den festgesetzten und subventionierten Preisen wenigstens nahe zu kommen.
            Aber wenn man haargenau weiß, egal welche produktivitätssteigernden Klimmzüge man unternimmt, es wird nie gelingen, ein Brot für 50 Pfennig und einen qm Wohnraum für 1 Mark im Monat anzubieten, warum soll ich das versuchen? Zumal wenn ich jede Eigeninitiative ohne abwürge?!
            Es gab ja keine mit dem Westen vergleichbare Baumärkte.

            Der Preis ist doch eigentlich gar nicht wichtig, wenn theoretisch alles allen gehört. Er spiegelt nur einen Verteilschlüssel wieder. Man hätte überhaupt keine Miete verlangen müssen und das hätte auch nicht schlechter oder besser funktioniert, weil man ja eh nicht nach Belieben umziehen konnte und man konnte sich auch der Arbeit nicht so einfach entziehen. Man kann den Preis aber benutzen, um eine Verfügbarkeit vorzugaukeln, die nicht existiert, etwa bei Unterhaltungstechnik.

            Geld ist ja kein Problem, solange es sich um Binnenwährung handelt, das eigentlich Wichtige ist, die Leute zufrieden zu stellen. Und das schaffte der Ostblock halt nie. Man kann eine komplexe Gesellschaft halt nicht komplett durchplanen.

            Das hat ihnen das Genick gebrochen, nicht der Farbfernseher oder die Geschirrspülmaschine.
            Selbst ohne eine Pfennig Profit hätte die Miete und das Brot mindestens drei mal so teuer sein müssen. Das wird irgendwann uferlos, wenn selbst die Bauern anfangen die Schweine mit Brot zu füttern, weil es billiger ist.

            Planwirtschaftliche Unternehmungen neigen zu ungewollten Nebeneffekten, die dann noch mehr Kontrolle und Bürokratie nach sich ziehen.

            Die „Grundversorgung“ war aber gar nicht das Problem, die funktionierte (zumindest in der DDR) immer ganz gut. Aber das reicht den Menschen halt nicht, ist ein Bedürfnis befriedigt, wird das nächste drückend, erst Recht, wenn das Nachbarland seine Werbesendungen rüberstrahlt und die Leute kaum begreifen können, warum die dort um Kunden werben, während bei uns der Kunde den Verkäufer umwarb.

            Planwirtschaft ist einfach brutal ineffizient (fehlende Redundanz in den Lieferketten, viel zu umständliche Planungsprozesse, die falschen Entscheider usw.)! Und da stand die DDR noch gut da, weil die Deutschen halt gut planen können und viel arbeiteten, in Rumänien oder der SU sah es angeblich noch viel karger aus.

          • @Crumar

            Oder habe ich dich falsch verstanden und du meinst, es könnte so etwas wie einen sozialistischen Markt geben, also alles zum Eigenpreis verkaufen, ohne „Profit“?

            Abgesehen davon, dass damit das Hauptargument der Kommunisten (alle Grundbedürfnisse für jeden können billig gedeckt werden) wegfiele, würde das auch nichts ändern, weil weiterhin kein wirklicher Anreiz bestünde, die Defizite zu beheben oder neue Produkte zu entwerfen.

            Die unglaublich schnelle, kreative bis skrupellose Aktivität in einer Marktwirtschaft, ergibt sich ja vor allem daraus, dass Zeit Geld ist, die Leute bis an die erlaubten Grenzen gehen, um ein Ziel zu erreichen und dass derjenige, der zuerst eine Marktlücke entdeckt, das meiste Geld rausholen kann. Das hat mitunter einige Nachteile, aber es ist im Endeffekt halt auch extrem effizient und sorgt für eine breite Abdeckung der Bedürfnisse und dicke Redundanz (und damit Ausfallsicherheit), die eine Planwirtschaft niemals erreichen kann, weil sie viel zu zentralistisch-paternalistisch organisiert ist, sprich: die meisten Bedürfnisse und Optimierungsmöglichkeiten gar nicht erkennen und bewerten kann und mit ihrer Trägheit jede Verbesserung von unten im Keim erstickt!

          • „Planwirtschaft ist einfach brutal ineffizient (fehlende Redundanz in den Lieferketten, viel zu umständliche Planungsprozesse, die falschen Entscheider usw.)!“
            Eigentlich ist Planwirtschaft brutal effizient wie man an China oder auch in Großkonzernen sieht. Man gibt einen großen Plan vor und sorgt dafür, dass dieser erfüllt wird. Nur darf man nicht den Fehler machen, Mikromanagement zu betreiben oder sich jede Entscheidung mehrfach absegnen lassen zu müssen.
            Die Ineffizienz kommt, wenn die Leute entweder schlecht ausgebildet sind oder keinen Entscheidungsspielraum haben, was dann jedes Verantwortungsgefühl und jede Eigeninitiative abwürgt.
            Und dieses fehlende Vertrauen war seit Lenin bereits Bestandteil der Komministischen Idee, die DKP wirbt ja sogar mit „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Auch in Deutschland wird, je mehr kontrolliert wird, die Eigeninitiative abgetötet – ganz ohne Planwirtschaft. Je mehr der Staat Mikromanagement betreibt und jeden Gedanken des Bürgers überwachen möchte, desto weniger Verantwortung übernehmen die Bürger für sich selbst. Auch China wird daran langfristig scheitern, da das Social Credit System genau dafür sorgt, dass eben keiner mehr selbst was machen kann oder ausprobiert.
            Es hat schon seinen Grund, warum der Grundstein für erfolgreiche Unternehmen meist während einer unkontrollierten Phase gelegt werden. Ein Google könnte im heutigen Internet nicht mehr entstehen, genauso wenig wie ein AliBaba im heutigen China noch entstehen könnte.

          • „Eigentlich ist Planwirtschaft brutal effizient wie man an China oder auch in Großkonzernen sieht“
            China plant ja gerade weniger und lässt Leute selbst planen. Dadurch ist es effizienter geworden

            Und Planung funktioniert auch bei Großfirmen besser, wenn man Gegenspieler mit eigenen Interessen hat, und Kunden die man immer wieder neu erobern muss, weil sie zu anderen gehen können. Das zwingt einen den Plan immer wieder anzupassen um am Markt bestehen zu können.

            Planwirtschaften meinen Konkurrenz durch Planung ersetzen zu können. Und anwandernde „Kunden“ durch Mauern und Kontrolle über eingeführte waren.

          • „China plant ja gerade weniger und lässt Leute selbst planen. Dadurch ist es effizienter geworden“
            Nein, das stimmt nicht. China Plant sehr wohl aber nicht mehr in Mikromaßstab, sondern im globalen Maßstab. Der Plan die Armee auf den 1. Platz zu bringen, die neue Seidenstraße, der Umbau der Energie – alles geplant. Die Umsetzung im kleinen Maßstab überlassen die Chinesen aber anderen, die sich damit auch profilieren können und somit Eigeninitiative einbringen.

            Klar ist Konkurrenz auch ein wichtiges Ziel zur Verbesserung aber die Konkurrenz auszuschalten kommt tatsächlich in allen Wirtschaften vor. Auch im Kapitalismus gibt es oft Marktverzerrungen, Monopole und unlauteren Wettbewerb der die Konkurrenz ausschließt. Patente sind da ein gutes Mittel.

      • Der Kapitalismus hat den Anspruch, Profite zu erzeugen, nicht „Wohlstand“.
        „Flachbildschirm“ ist auch nur ein technisches Argument für Fernsehen als Element der Freizeitgestaltung. Es gab Fernsehen bereits mit der guten alten CRT.
        Auch das Forum hier ist ein Element dieser Freizeitgestaltung, die sich aber nicht nur in passivem Konsum ergeht. Die materiellen Zugangsvoraussetzungen dafür sind Internetanschluss und Computer, bzw. „mobile devices“. Diese Zugangsvoraussetzungen werden – ebenfalls mit Gewinnabsicht – als Produkt oder Dienstleistung angeboten.

        • Der Kapitalismus hat den Anspruch, Profite zu erzeugen, nicht „Wohlstand“.

          Ich würde sogar sagen, dass allein schon der Mensch den Anspruch hat, Profite zu erzeugen. Und der Wohlstand kann dann in der Folge aus den Profiten entstehen.

    • „Ich suche gute Gegenargumente zur These, Kapitalismus schaffe Wohlstand für alle, so nach dem Motto: Selbst der Harzer hat noch einen Flachbildschirm…“

      Da kommst du auf keinen grünen Zweig. Du könntest anhand von Elendsepochen argumentieren, aber dann wird dein Gegner das Zeitargument ziehen, denn das Thema ist viel zu weit gefasst, fast so, als ob du darüber diskutieren wölltest, ob es im Winter kalt ist… hängt halt immer von den Randbedingungen, dem Jahr und außerdem von der subjektiven Einschätzung ab.

      Vielleicht hilft es, dem Gegner einige allgemeine Zugeständnisse abzuringen, um die Debatte auf ein sachlicheres Niveau zu bringen, etwa dass das nur stimmt, wenn die Wirtschaft wächst. Oder dass es nur in freien Gesellschaften mit demokratischem Feedback zutrifft und nur, wenn gerade keine Krise ist. Oder du kannst fragen, was mit den Leuten passiert, die nicht die Fähigkeit haben, ein ausreichendes Einkommen zu generieren, spätestens dann gehts ins Detail, denn unter Kapitalismus hast du natürlich ein riesiges Spektrum subsummiert, von der sozialen Marktwirtschaft, bis zur turbokapitalistischen Militärdiktatur, vom Entwicklungsland bis zur Industriegesellschaft…

    • Da stellt sich mir die Frage: In welche Kategorie werden denn die vielen Armutsländer eingeordnet? Offensichtlich sind viele davon kapitalistisch, werden aber nie genannt, wenn wieder mal behauptet wird, dass Kapitalismus Wohlstand schafft. Der grosse, blinde Fleck.

      • Das bringt als Argument i.d.R. wenig, weil die dir dann Statistiken vor die Nase halten, die belegen, dass das Durchschnittseinkommen in Armutsland xy sich ver-x-facht hat usw. ich habe diese Diskussionen schon tausendmal geführt…

          • Das ist, bzw. kann „lügen mit Statistik“ sein, aber das musst du erstmal nachweisen. Entwicklungslandstatistiken taugen m.E. eh nicht viel und werden meist von den Marktöffnungsfetischisten entsprechend frisiert veröffentlicht.

            Das Problem ist aber ohnehin ein anderes, nämlich die Frage, ob die Einwohner die Entwicklung gut finden oder nicht. Angenommen eine Familie hat sich selbst mit einem kleinen Feld ernährt, Jahreseinkommen, was weiß ich, umgerechnet 10 Euro, dann werden sie z.B. von ihrem Feld vertrieben und leben in einem Slum, mit Gelegenheitsarbeiten haben die nun vielleicht ein Jahreseinkommen von 100 Euro, von denen 50 Euro schwarz als Miete für die Wellblechbude an den lokalen Clanchef fließen. Finden die das besser als die Feldarbeit oder nicht?

            Auch das kann man nicht pauschal beantworten, ich habe einiges an Dokus über China gesehen, was ich gruselig fand. Aber die meisten befragten Chinesen waren begeistert, dass es so steil aufwärts geht. Übersahen die eine oder andere Umweltverschmutzung und die 12h-Plackerei und waren stolz auf ihre moderne Wohnung in einem Plattenbau.

            Es hängt halt immer davon ab, wo man herkommt, was man durchgemacht hat, wie der Bildungsstand ist, wie die Kultur, wie die Aussichten…

            Ich schrieb ja schon weiter oben, dass so eine pauschale Diskussion irgendwie sinnlos ist. Jemand der die Meinung hat, Kapitalismus sei pauschal gut und würde zu Wohlstand führen, der glaubt das halt, man wird ihn ziemlich sicher nicht vom Gegenteil überzeugen können, jene die glauben, der Kapitalismus sei nahezu durchgängig schlecht, denen kann man ja auch oft nicht mit Argumenten kommen…

            Letztlich müsste jedes Volk für sich entscheiden, was es will und wie weit es geht, nicht wir! DEN Kapitalismus gibt es ja ohnehin nicht.

          • …Jahreseinkommen, was weiß ich, umgerechnet 10 Euro, dann werden sie z.B. von ihrem Feld vertrieben und leben in einem Slum, mit Gelegenheitsarbeiten haben die nun vielleicht ein Jahreseinkommen von 100 Euro, von denen 50 Euro schwarz als Miete für die Wellblechbude an den lokalen Clanchef fließen…

            Das ist natürlich viel besser. Immerhin hat sich das „Nettoeinkommen“, also abzüglich der Miete an den Chef, verfünffacht. Da müssen die Menschen einfach glücklicher sein als mit ihrem schmalen Jahreseinkommen von 10,-€ bei schnöder Feldarbeit.

            Ein Hoch auf den Kapitalismus. Er macht Menschen nicht nur reich, sondern glücklich.

            In der Rechnung eines Kapitalisten tauchen die Ernteerträge vermutlich nur auf, wenn er sie verkaufen kann oder aber von der Steuer absetzen kann als Betriebsausgaben/Verpflegung. Und Gesundheit und Freiheit und Unabhängigkeit sind eh völlig überbewertet. 😉

          • @Mario

            „In der Rechnung eines Kapitalisten tauchen die Ernteerträge vermutlich nur auf, wenn er sie verkaufen kann oder aber von der Steuer absetzen kann als Betriebsausgaben/Verpflegung. Und Gesundheit und Freiheit und Unabhängigkeit sind eh völlig überbewertet“

            Genau deshalb habe ich das Beispiel benutzt.

            Wir haben auch nicht die Auswahl zwischen DEM perfekten System und Kapitalismus, sondern nur ein Spektrum an verschiedenartig schlechten Systemen. DEN Kapitalismus gibt es eben nicht, er ist immer sozial durchwoben, manchmal staatlich, manchmal privat, so wie es auch keinen perfekten Kommunismus etc. gibt. Einer optimalen Gesellschaft kann man sich imho nur stückweise, am besten demokratisch nähern und dabei wird immer irgendeine Hybride rauskommen, schon deshalb weil die Extreme eben nicht funktionieren, nicht zum Menschen passen…

      • Die Länder sind arm weil es da eben KEINEN funktionierenden Kapitalismus gibt. Extreme Korruption, keine Sicherheit, keine Rechtssicherheit, Großfamilien und Clanstrukturen.

        Wenn da eine Stelle zu vergeben ist, bekommt sie nicht der beste der Bewerber, sondern ein Cousin des Chefs, oder einer aus seinem Dorf. Wenn da einer ein Geschäft aufmacht, erwarten seine zahlreichen Familienmitglieder, alles billiger zu bekommen (und natürlich wird auch erwartet, dass er seine Cousins einstellt, egal was die können). Und wenn das Geschäft zu gut läuft, kann es sein, dass die Konkurrenz hm einen Killer auf den Hals schickt. Das einzige was die Regierung für die Selbstständigen tut, ist Steuer zu kassieren (im Zweifel zu viel); wenn der Konkurrent jemanden in Stadtverwaltung kennt, kann der dir das Leben sehr schwer machen.

        Kurz: Es gibt für dich als Besitzer eines Geschäftes unzählige Risiken und Hindernisse, die dich hindern, effektiv zu wirtschaften. Und es gibt zu viele Leute, die ein Interesse daran haben, das es so bleibt, weil sie profitieren. Deshalb sind die arm, nicht wegen des Kapitalismus.

    • „Ich suche gute Gegenargumente zur These, Kapitalismus schaffe Wohlstand für alle“

      Es gibt keine. Selbst die Sozialisten hier in den Kommentaren können Dir keine bringen.

    • Zentraler Motor der Wohlstandsmehrung ist der technologische Fortschritt. Ohne die Dampfmaschine hätten die Holländer und Engländer noch so viel Pfeffer aus Ostindien heransegeln können, die allgemeinen Verhältnisse wären heute so gut oder schlecht wie im 16. Jahrhundert.

      Was man dem Kapitalismus zugute halten kann, ist, dass er dazu motiviert, diesen technischen Fortschritt zur Steigerung der Produktivität auch wirklich zu nutzen. Langfristig steigt dadurch der allgemeine Wohlstand, kurzfristig werden Menschen erwerbslos. Um diese erwerbslosen Menschen kümmert sich der Kapitalismus herzlich wenig, deren Unglück wird heute durch den Sozialstaat gemildert, sonst hätten diese Menschen u.U. während des Rests ihrer begrenzten Lebenszeit nichts vom gestiegenen allgemeinen Wohlstand.

      Kapitalismus hat Vorzüge, aber man muss seine Nachteile ausgleichen, sonst ist er doof.

  1. Aus der Serie „Frauen besonders“:
    Eine Doku des WDR über obdachlose Frauen.
    Tenor: 25% aller Wohnungslosen sind Frauen. Sie haben es besonders schwer.

    Ich habe die Doku aus Zeitgründen nur zu ca. 2/3 angeschaut.
    Die drei Frauen haben es schwer. Sie hatten Pech. Der Umgang der Ämter mit ihnen ist unter aller Sau.

    ABER:
    Ich erkenne keine geschlechtsspezifischen Probleme. Selbst die Aufforderung zur Prostitution dürfte einem (gutaussehenden) männlichen Obdachlosen passieren.
    Warum ist es also für Frauen besonders schlimm?

    Ich sehe das so: ganz unten sind wir alle gleich (arm dran).
    Wenn man sein ganzes Leben privilegiert war, fühlt sich Gleichbehandlung wie Diskriminierung an.

    • Zu Obdachlosigkeit hatte ich mal was, daraus:

      – Ihre Gesundheit wird zu einem großen Teil durch Vorsorgeuntersuchungen geschützt, und wenn man diese verpasst, könnte das lebensbedrohlich sein.
      – Obdachlose Frauen haben oft emotionale und seelische Probleme.
      – Obdachlose Frauen sind vom Leben ganz schön fertig gemacht worden.
      – Obdachlose Frauen haben keine Adresse.
      – Obdachlose Frauen haben kein Telefon.
      – Obdachlose Frauen sitzen oft in derselben Notunterkunft, ohne miteinander befreundet oder durch das Gefühl verbunden zu sein „Wir stecken alle zusammen in diesem Schlamassel.“
      – Obdachlosen Frauen geht es ganz schön mies.

    • Also körperlich schwächer, und aufgrund Geschlecht anfälliger für Vergewaltigung zu sein, ist tatsaechlich ein schwerwiegender Nachteil.
      Ich hab im Laufe meines Lebens in vielen finsteren Ecken geschlafen, (wurde auch beklaut), als Mädchen/Frau hätte ich mich das nicht gewagt.

    • Ich habe es jetzt zu Ende geschaut.
      Alle haben am Ende eine Wohnung.

      Eine bei „housing first“ für Frauen.

      Die 59jährige mit ihrem 25jährigen Sohn kommt in einem Flüchtlingsheim unter. Erzählt, dass da nachts immer Party ist.
      Hej, WDR, euch ist schon klar, dass das 1a-Werbung für die AfD ist?

    • Das ist doch ein Taschenspielertrick. Absichtsvoll wird wohnungslos und obdachlos zusammen gewürfelt, um eine möglichst hohe weibliche Quote zeigen zu können. Und dann dreht es sich nur um Obdachlosigkeit. Obdachlos sind nahezu ausschließlich Männer und wohnungslos ist was völlig Anderes.

        • Das ist wirklich spannend, inkl. Whistleblower, ich zitiere mal, für die Klickfaulen:

          „“THE HAMMER” is a counter-intelligence surveillance program used to spy on activities on protected networks (like voting machines) without detection while “Scorecard” is a vote-manipulation application that changes votes during transfer.”
          .
          Hammer wird also eingestezt, um geschützte Netzwerke auszuspionieren, Scorecard ist eine Anwendung, die abgegebene Stimmen während der Übermittlung verändert. Hammer und Scorecard wurden 2009 unter der Obama Administration entwickelt und sollen bereits 2012 zum Einsatz gekommen sein, um den Wahlausgang in Florida zu manipulieren. Das jedenfalls behauptet Denis Montgomery, der “Hammer” entwickelt, vor einigen Jahren die Seiten gewechselt hat und zum Whistleblower geworden ist. Auch Lt. Gen. Thomas McInerne, ein ehemaliger General der US-Luftwaffe, der hohe Positionen innerhalb des Ministeriums für Verteidigung der USA begleitet hat, ist der Ansicht, die Ergebnisse in Wisconsin und Michigan zeigten eindeutig den Einfluss von “Hammer “und “Scorecard”

          Unfassbar welchen Müll die da zur Stimmzählung einsetzen, na ja, Amis halt.

          Wenn sich das bestätigt, dann dürfte Trump kein Problem damit haben, die Wahl anzufechten. Zumindest juristisch, unsere Propagandamedien tun ja schon seit Freitag empört darüber, dass überhaupt jemand Zweifel haben kann.

        • Und noch eine interessante Info-Quelle für Diejeniegen, die Interesse an detaillierten Insider-Infos haben, zu den erlebten Erfahrungen eines renommierten Wahlbeobachters:
          „EXCLUSIVE: Former Michigan state senator exposes voting scandals in Detroit
          Patrick Colbeck explained how he encountered blatant violations of voting law and procedure at every step of the process. He says the perpetrators should be tried for sedition.“:
          https://www.lifesitenews.com/news/exclusive-former-michigan-state-senator-exposes-voting-scandals-in-detroit?utm_source=LifeSiteNews.com&utm_campaign=1189a9031c-

    • Von Markus Gärtner hab ich auch noch was Interessantes/Empfehlenswertes zu den US-Wahlen gefunden, nämlich ein Kommentar zur hiesigen „Bericht“erstattung des ÖRR (ab 3:40) – die ÖRR-Propaganda gegen Trump geht bis in den Wetterbericht des SWR3 hinein:

      „MEDIENKRITIK – Nachrichten im ÖRR sind ein Dschihad“
      Knapp sechs Minuten dauert das Video insgesamt.
      Die beiden Themen davor sind der aktuelle ÖRR-„Journalismus“ bzgl. Corona und bzgl. Islamismus.

    • „Skincare-Bubble“

      Manche kämpfen darum unabhängig von den Launen einer Frau ihre Kinder sehen zu dürfen.
      Andere reden sich in ihrer Skincare-Bubble in Rage, dass Männer sich nicht genau so viel Zeit für ihre dickere, fettigere Haut nehmen, die nicht so schnell altert.

      • Ich war auch begeistert. Da dokumentiert eine junge Frau, dass sie sich ernsthaft beruflich mit tik tok Videos beschäftigt und daraus eine Meinung bezieht. Mit dem Schreiben darüber Geld verdienen zu können, ist eines der größtmöglichen vorstellbaren Privilegien. Ich zitiere mal „spätrömische Dekadenz“…

  2. Selbst beim Tagesspiegel blickt man jetzt kritisch auf ID-Pol:

    „70 Millionen Stimmen für Trump
    Drei Lehren für die deutsche Politik

    Der US-Präsident hat mehr Wähler begeistert als 2016. Europa muss gewarnt sein, denn die USA waren immer Vorreiter gesellschaftlicher Trends.
    [….]
    Die Bedeutung wirtschaftlicher Fragen zu unterschätzen ist der dritte Fehler. Solange sich viele Linke lieber mit Identitätspolitik beschäftigen als mit sozioökonomische Fragen, Unisextoiletten und Gendersternchen für wichtiger halten als Einkommens- und Vermögensverteilung, werden sie weder bald wieder eine Regierung führen noch der Macht des großen Geldes viel entgegensetzen können.
    […]
    Leider ist Eskens Irrtum im fortschrittlichen Lager weit verbreitet. Auch beim Thema Migration oder in Geschlechterfragen gilt dort schnell als dumm und bösartig, wer die eigene, feste Meinung nicht teilt. 

    https://www.tagesspiegel.de/politik/70-millionen-stimmen-fuer-trump-drei-lehren-fuer-die-deutsche-politik/26600744.html

    Fragt sich nur, wann die Medien mal ihre eigene Rolle hinterfragen. Wohl nie.

    • Ich habe das Gefühl das es immer mehr kritische Stimmen gegen Identitätspolitik gibt und dass das was die Linke da betreibt, nämlich Identitätspolitik schuld an der Misere ist.

      • @Matze

        Na mal schauen, wie viele GenderPayGap-Artikel der Tagesspiegel nächstes Jahr so bringt…..
        Bis jetzt ist das alles nur mediales Geplänkel. Interessant wird es dann, wenn die Medien in Wahlzeiten auf identitätspolitische Äußerungen aus den Parteien reagieren und da unter Umständen sogar eine Oppositionsrolle gegenüber den Parteien einnehmen (müssen).

        Ich prophezeie mal, daß, wenn Biden als Sieger hervorgeht, diese ganzen kritischen Stimmen ganz schnell wieder verschwinden werden.

        • „Ich prophezeie mal, daß, wenn Biden als Sieger hervorgeht, diese ganzen kritischen Stimmen ganz schnell wieder verschwinden werden“
          Ich würde sagen: höchstens kurzfristig. Die Demokraten haben bei einem Sieg nämlich ein Problem: Wenn Trump weg ist, fällt für viele ihrer aktuellen Wähler der Hauptgrund weg, wegen dem Sie die Demokraten gewählt haben. Wenn also die Demokraten keinen programmatischen Kurswechsel vollziehen, kann man fest davon ausgehen, dass Sie spätestens bei den nächsten Zwischenwahlen wieder abstürzen. Insbesondere, wenn jetzt bei den Republikanern die Gmäßigten stärker werden und dadurch für die Demokraten kein neues Feindbild findet das wenigstens halb so gut funktioniert wie Trump.
          Davon abgesehen wird ja jetzt bereits diskutiert, wieso die Demokraten deutlich schwächer abgeschnitten als von Vielen angenommen.

          • @Marcus

            „Wenn also die Demokraten keinen programmatischen Kurswechsel vollziehen, kann man fest davon ausgehen, dass Sie spätestens bei den nächsten Zwischenwahlen wieder abstürzen. “

            Na mal schauen. Wie kann man so einen Kurswechsel, also eine 180°-Drehung, glaubwürdig verkaufen? Biden hat zB vor der Wahl bereits angekündigt, die Reformen an der Title-IX-Gesetzgebung, die Trump durchgesetzt hat, wieder zurückzunehmen, falls er gewinnt. (Nun hat er gewonnen.)

          • Wenn die rassistischen und sexistischen Linken an der Macht sind, warum sollten sie ihre Strategie ändern? Sie sind doch vollauf davon überzeugt das sie richtig ist und das es wichtig ist weißen Männern an allem die Schuld zu geben, sie zu entmenschlichen und zu Selbsthass zu erziehen. Und jeder Linker der dagegen aufbegehrt wird sofort in die Nazi/White Supremacist Ecke gestoßen und mit solchen Schmuddelkinder spricht man nicht. Die haben sich selbst gegen Heilung immunisiert.

            Ich glaube nicht das Biden die Eier hat etwas dagegen zu unternehmen. Und die US-Linken sind doch mittlerweile so abgedreht, das wenn Trump sagen würde das man den Menschenverstand einsetzen soll, dann wäre das aus Woke-Sicht verwerflich. Genauso verhält es sich dann mit allen anderen auf deren Abschussliste: wenn die für etwas sind, dann muss diese Sache schlecht sein.

            Die AfD hat das Spiel ja auch schon gespielt, da die Linken so vorausschaubar sind.

          • Besonders schön finde ich es, wenn (wie jetzt wieder von Biden) gesagt wird, man wolle die Menschen nicht spalten, sondern zusammenführen. Normalerweise bedeutet das, dass man alle abweichenden Meinungen einfach zu schweigen bringt.

  3. Es gibt neues im Fall Giffey. Zwei Gutachten, zwei Ergebnisse.

    Plagiatsverfahren gegen Giffey laut Gutachten mehrfach rechtswidrig
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/doktortitel-haette-entzogen-werden-muessen-plagiatsverfahren-gegen-giffey-laut-gutachten-mehrfach-rechtswidrig/26564698.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Gutachter hält Rüge der FU prinzipiell für zulässig
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/bei-plagiatsfaellen-wie-dem-von-giffey-gutachter-haelt-ruege-der-fu-prinzipiell-fuer-zulaessig/26594220.html

    Die Sache ist also noch nicht vorbei. Schön, dass die CDU da nachgehakt hat, obwohl sie das sicherlich nicht uneigennützig getan hat. Bin gespannt, wie es weitergeht. Sowohl für Giffey als auch für die FU Berlin ist der Vorgang aber jetzt schon rufschädigend.

  4. Nach Plänen des Bundesjustizministeriums sollen die Bewerbungsanforderungen für die Vorsitzenden Richter an den obersten deutschen Gerichten gelockert werden.

    https://www.tagesschau.de/inland/besetzung-richterstellen-101.html

    Andere befürchten, dass die Politik Juristen zu Bundesrichtern wählt und dann zeitnah zu Vorsitzenden bestimmen könnte, die zwar nicht die nötige Erfahrung haben, aber dafür einer bestimmten politischen Linie entsprechen. (…) Solche früheren Beamte könnten dann womöglich sogar als Vorsitzende Richter über die Auslegung von Gesetzen entscheiden, die sie kurz zuvor im Ministerium selbst mitentwickelt hatten. (…) Für zusätzlichen Unmut an den obersten Bundesgerichten sorgte offenbar auch das Vorgehen der zuständigen Bundesministerien. Anders als bislang üblich, wurde das neue Anforderungsprofil zunächst nicht gemeinsam mit den Gerichtspräsidenten erarbeitet. (…) Zu den Hintergründen ihres Vorhabens wollten die Ministerien sich mit Verweis auf die anstehenden Gespräche nicht näher äußern.

    Eine sehr bedenkliche Entwicklung, wie ich finde. Denn es könnte nicht nur politische Einflussnahme auf die Rechtsprechung geben, sondern vor allem ideologische.

      • @Mispel:
        In dem Zusammenhang empfohlen:
        „Der Staat als Beute – Skandalöses Mauscheln, Tricksen, Kungeln im Umfeld des Richterwahlausschusses“

        Die beiden BT-Abgeordneten Stephan Brandner und Jens Maier (beide AfD) berichten kurz (4 1/2 Min.) über ihre Erfahrung im Richterwahlausschuss bzgl. dessen Vorauswahl der zuletzt neu zu wählenden Bundesrichter.

        Ich halte übrigens bzgl. der „Wahl“ der BVerfG-Richter schon den Einsatz des Richterwahlausschusses des Bundestags für verfassungswidrig, weil er im GG nicht vorgesehen ist und sein Vorschlagsrecht nur eine Ja-/Nein-Abstimmung und nicht – wie es in Art. 94 Abs. 1 GG bestimmt ist – eine Wahl (d.h. mit Auswahl) durch den Bundestag bewirkt. Art. 94 Abs. 2 GG sagt natürlich nicht, dass das Wahlverfahren per Gesetz abweichend von Art. 94 Abs. 1 GG geregelt werden darf und soll (lediglich das Verfahren vorm BVerfGericht ist natürlich per Gesetz zu regeln). Die bloße Ja-/Nein-Abstimmung des BT über die vom Wahlausschuss vorgeschlagenen Richter beschneidet die Abgeordneten in ihrem verfassungsrechtlich verbrieften Recht und verstößt gegen das Demokratieprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG). Das reicht schon für die Verfassungswidrigkeit.
        Zusätzlich kommt nun auch noch hinzu, dass das Bundesverfassungsgerichtsgesetz (BVerfGG), auf dem der Wahlausschuss basiert, verfassungswidrig und (weil die Grundrechte laut Art. 1 Abs. 3 GG die Gesetzgebung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht binden*) nichtig ist, weil es gegen das Zitiergebot aus Art. 19 Abs. 1 GG verstößt. Ich zitiere aus der Expertise von Günter Plath, Richter i.R., die sich mit der Frage beschäftigt:
        „Hat bereits die teilweise Missachtung der absolut geregelten Zitiergebote gemäß Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG und / oder Art. 80 Abs. 1 Satz 3 GG die Unwirksamkeit des betreffenden Gesetzes und / oder der Verordnung ex tunc zur Folge?“:
        „- BVerfGG (Bundesverfassungsgerichtsgesetz)
        In den Vorschriften der §§ 38, 42 und 47 werden die Freiheitsgrundrechte des Art. 2 Abs. 2 GG (Freiheit der Person – Unverletzlichkeit der Person), des Art. 10 (Post- und Fernmeldegeheimnis), Art. 13 (Unverletzlichkeit der Wohnung) und Art. 14 Abs. 1 GG (Recht auf Eigentum) eingeschränkt. Gleichwohl zitiert das BVerfGG diese durch die genannten Vorschriften des BVerfGG eingeschränkten Grundrechte nicht. Auch wenn der § 42 BVerfGG 1964 ersatzlos weggefallen ist, so ändert das nichts an der Tatsache, dass das Zitiergebot bis heute nicht erfüllt wird.
        Jede einzelne Missachtung des Zitiergebotes gemäß Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG hat die Ungültigkeit eines solchen Gesetzes von Anfang an – ex tunc – zur Folge, eine Teilnichtigkeit sehen weder Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG noch andere Vorschriften des Bonner Grundgesetzes vor.“

        Klicke, um auf zitiergebotexpertise.pdf zuzugreifen


        (Somit ist das BVerfG übrigens zu keiner verfassungskonform konstituiert worden.)

        Entsprechendes (wie für den Wahlausschuss im BT) gilt für die „Findungskommission“ des Bundesrates.

        * = Die Grundrechte sind nicht nur subjektive Abwehrrechte des einzelnen Bürgers gegen staatliche Maßnahmen, sondern zugleich objektive Grundentscheidungen der Verfassung, die für alle Bereiche des Rechts gelten (BVerfGE 21, 362 [371 f.] m.w.N.). Sie binden die gesamte Staatsgewalt und sind nach der ausdrücklichen Anordnung des Art. 1 Abs. 3 GG unmittelbar wirksames Recht und damit Gesetz im Sinne des § 12 EGZPO. Hinzu kommt die Bindewirkung gemäß Art. 20 Abs. 3 GG an Gesetz und Recht.

        V.a. zu dem zweiten Kommentar (von GOI):
        „Adé, Gewaltenteilung“ ist noch aus anderen Gründen illusionsbasiert. In der BRD herrschte nie Gewaltenteilung, wie man es von einem modernen Rechtsstaat erwarten würde. Das hat auch der EuGH im Mai 2019 festgestellt, weshalb Deutschland als einziges EU-Land keine EU-Haftbefehle mehr erlassen darf (resp. sie sind nichtig).
        https://www.heise.de/tp/features/EuGH-Deutsche-Staatsanwaltschaften-zu-abhaengig-fuer-Europaeischen-Haftbefehl-4434884.html
        https://www.lto.de/recht/justiz/j/eugh-europaeischer-haftbefehl-deutsche-staatsanwaelte-nicht-unabhaengig/
        https://deutschepetitionen.de/startseite/deutsche-justiz-ist-nicht-unabhaengig-eugh-urteil/
        Auch die Berufung und Beförderung von Richtern wird von Amtspersonen (Exekutive) gemacht, sodass auch hier keine Unabhängigkeit, kein Rechtsstaat herrscht.
        Und das sind nur die dicksten und am einfachsten vermittelbaren Brocken. Der Eisberg des deutschen (Un-)Rechtswesens reicht noch viel tiefer. Exemplarisch empfehle ich (als AfD-Unterstützer) noch die Lektüre von dem (linken) RA Alexander Würdinger (Juristen ist er vielleicht bekannt: das BVerfG ist seiner Argumentation/Rechtsmeinung zum Klageerzwingungsverfahren (KlEV) – seit 2019 – und v.a. zum Ermittlungserzwingungsverfahren (EEV) – seit 2020 – im Kontext des Rechts auf Strafverfolgung Dritter, nämlich Anwendung von VwGO auf diese Verfahren, in seinem HRRS-Aufsatz „Die Zeitenwende im Klageerzwingungsverfahren“ gefolgt (auch wenn er in den BVerfG-Entscheidungen nicht genannt wird), und er ist einer der Anwälte im Fall Ouri/-y Jallow/-h gewesen, aber Letzterer spielt hier eigentlich keine Rolle):
        https://community.beck.de/user/profil/ra-wurdinger
        Es geht hier nur um folgende Teile:
        Anfang bis ausschließlich „VII. Oury Jalloh“. Und dann erst wieder ab „XIV. Die Zeitenwende im Klageerzwingungsverfahren, HRRS 2016, 29“ bis Ende.
        Sodann empfehle ich noch die Lektüre zweier Artikel der (linken) Neuen Rheinischen Zeitung:
        „Politische Geheimjustiz wie zu Roland Freislers Zeiten (1) gegen einen Richter i.R. Hauptverhandlung in Cuxhaven am 25. März“, von Burkhard Lenniger und Peter Kleinert,
        sowie v.a.
        „Richter und Staatsanwältin vor dem Amtsgericht Cuxhaven. Prozess gegen einen Richter im Ruhestand“, von Walter Rademacher.
        https://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21444
        https://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21459
        Zur Nichtigkeit des deutschen Steuergesetzes ein Gast-Artikel oder Leserbrief von Bukhard Lenniger (damals Mitglied der inzwischen aufgelösten Grundrechtepartei) im Westfalen-Blatt Nr. 232 (von 2008):

        Außerdem noch zwei weitere Expertisen von Günter Plath, Richter i.R., die ich auf die Schnelle gefunden habe (es gab/gibt noch mehr von ihm):
        „Expertise zur Frage: Ist das bundesdeutsche Strafbefehlsverfahren gemäß § 407 StPO zulässig?“
        https: //media. wix. com/ugd/da06f8_d6704aa7add947cda226d94c74ca40ea. pdf
        (Die 4 Leerzeichen aus der URL entfernen, damit sie korrekt ist.)
        „Expertise zu der Frage:
        – Wie wird der „gesetzliche Richter“ gemäß Art. 101 GG im Einzelfall bestimmt?
        – Können die vom „nicht gesetzlichen Richter“ getroffenen Entscheidungen Bestand haben?“
        https: //www. staatenlos. info/images/Verfassung/Expertise-Guenter-Plath. pdf
        (Die 4 Leerzeichen aus der URL entfernen, damit sie korrekt ist. Bitte nicht von der Domain abschrecken lassen. Ich hab die Expertise nur nirgendwo anders mehr gefunden auf die Schnelle. ;-))
        Und ebenfalls bei Beck online ein Beitrag von Prof. Dr. H. E. Müller, auch ganz interessant bzgl. des Themas „Rechtsstaat“:
        „Strafzumessung als Lotterie gefährdet den Rechtsstaat“
        https://community.beck.de/2017/08/31/strafzumessung-als-lotterie-gefaehrdet-den-rechtsstaat

        • Sie schreiben:

          „Exemplarisch empfehle ich (als AfD-Unterstützer) noch die Lektüre von dem (linken) RA Alexander Würdinger (Juristen ist er vielleicht bekannt: das BVerfG ist seiner Argumentation/Rechtsmeinung zum Klageerzwingungsverfahren (KlEV) – seit 2019 – und v.a. zum Ermittlungserzwingungsverfahren (EEV) – seit 2020 – im Kontext des Rechts auf Strafverfolgung Dritter, nämlich Anwendung von VwGO auf diese Verfahren, in seinem HRRS-Aufsatz „Die Zeitenwende im Klageerzwingungsverfahren“ gefolgt (auch wenn er in den BVerfG-Entscheidungen nicht genannt wird), und er ist einer der Anwälte im Fall Ouri/-y Jallow/-h gewesen, aber Letzterer spielt hier eigentlich keine Rolle):
          https://community.beck.de/user/profil/ra-wurdinger
          Es geht hier nur um folgende Teile:
          Anfang bis ausschließlich „VII. Oury Jalloh“. Und dann erst wieder ab „XIV. Die Zeitenwende im Klageerzwingungsverfahren, HRRS 2016, 29“ bis Ende.“

          Danke für die Blumen.

          Viele Grüße aus München

    • Wobei die 2.: Selbst wenn man mit einem Messer auf den Freund einsticht, kommt man als Frau nicht zwingend ins Gefängnis. Die Frauen im Gefängnis müssen also schon richtig scheiße gebaut haben. Demnach also eine noch höhere Konzentration von schwer kriminellen/gewalttätigen Person wie im Männergefängnis.

  5. Unter dem netten Titel: „Die Amerikanische Revolution machten ausnahmslos Reiche“ führte Jeff Brown ein Interview mit dem m.E. zu Unrecht in den USA verurteilten Mumia Abu-Jamal.
    Mein Punkt ist hier der Umstand, der mir in der Größenordnung gar nicht bekannt war und der die Organisation Black Lives Matter betrifft.

    Der Interviewer recht salopp (meine Herv.): „In diesen Tagen ist die »Black Lives Matter«-Bewegung, BLM, weltweit in den Mainstreammedien präsent, und sie erhält breite öffentliche Unterstützung. Aber nicht alles passt ins rosige Bild der Revolution. Die Ford Foundation, eine der mächtigsten privaten Stiftungen der Welt, und mit ihr verbundene Nichtregierungsorganisationen haben diese Bewegung nach ihrer Gründung im Verlauf von sechs Jahren mit hundert Millionen US-Dollar finanziell unterstützt.

    Erst kürzlich soll auch die Gruppe der Open Society Foundations des Milliardärs George Soros 220 Millionen in Gruppierungen gepumpt haben, die für Gerechtigkeit und Antifaschismus eintreten. Die Ford Foundation und sich als liberal verstehende Philanthropen auftretenden Stiftungen sind nicht selten Frontorganisationen der CIA und des »tiefen Staates«, die sich hinter einem liberalen Image verbergen. Dies deutet stark darauf hin, dass BLM und Antifagruppen unterwandert werden, um sie als »gelenkte Opposition« den Ambitionen unserer Oligarchie – des »einen Prozents« – dienbar zu machen. Die Bewegung »Occupy Wall Street« wäre ein weiteres Paradebeispiel dafür.“
    https://www.jungewelt.de/artikel/390026.staatliche-unterdrückung-die-amerikanische-revolution-machten-ausnahmslos-reiche.html

    Ich wusste, dass Soros im letzten Jahr 23 Millionen Dollar an BLM gespendet hat, von den 100 Millionen der Ford Foundation wusste ich nichts. D.h. nur von diesen beiden hätte BLM als „trainierte Marxisten“ sagenhafte 123 Millionen USD erhalten. Warum wundert man sich eigentlich darüber, dass es BLM nie um sozioökonomische Fragen geht? Wieso wundert es mich nicht, dass diese Partikularismus so ausgesprochen saftig medial medial hofiert und von Oligarchen finanziert wird?
    Hat BLM eigentlich jemals einen Finanzbericht abgeliefert, wo die Gelder geblieben sind? Ich habe keinen gesehen.

    Persönliche Erklärung: Ich habe in einer politischen Auseinandersetzung mit Soros in einem anderen Land zu tun gehabt und „gegen ihn gewonnen“. Darum geht es mir aber nicht, sondern darum, dass Soros demokratische Vorstellungen darauf hinauslaufen, es kann nur die Vorstellungen von Soros zur Demokratie geben und sonst gar keine. Ich halte ihn für einen Heuchler mit entschieden zu viel Geld und Macht.

    • Meist hört man ja eher von „Rechten“, wie einflussreich und infiltratorisch Soros‘ Wirken sein soll. Teilst Du auch als Linker dieser Einschätzung?

      • Gemessen an den Geldern von explizit rechten oder neoliberalen think tanks für deren Propaganda ist Soros ein Fliegenschiss. Das muss man im Hinterkopf behalten.
        Ich erinnere an das hiesige Wirken der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und der (sogenannten) „Bertelsmann Stiftung“, deren Verflechtung mit Medien und Politik, als es darum ging, den sozialen Kahlschlag Anfang der 2000er durchzusetzen.

        Soros und Gates sind Beispiele für progressive neoliberale Eliten – also eine andere Geschmacksrichtung der gleichen Chose.

        Dass Soros so explizit von der Rechten im Rahmen einer antisemitischen Verschwörungstheorie benannt wird, hat selbstredend mit seiner jüdischen Herkunft zu tun, sein Sendungsbewusstsein jedoch mit seiner US-amerikanischen und letztere nervt.
        Man kann das individuelle Engagement von Soros nicht unabhängig von der Außenpolitik der USA sehen – wo die „Open Society“ wirkt, ist auch „Freedom House“ nicht weit. Eine „Nichtregierungsorganisation“, die zu sagenhaften 86% von der US-Regierung finanziert wird.

        Soros als Feindbild von Orban ist besonders lustig, wenn man – ein wenig süffisant – in einem Artikel der Deutschen Welle lesen kann: „Von Soros‘ philanthropischem Engagement profitierten auch der junge Viktor Orbán und seine Partei Fidesz (Bund Junger Demokraten). Der Milliardär unterstützte die damals radikal-liberale Organisation mit großzügigen Summen; er ermöglichte Orbán und seinen Mitstreitern, ihre eigene Zeitung herauszugeben; Soros finanzierte Sprachkurse und Parteibüros. Später erhielten zahlreiche Fidesz-Mitglieder von ihm Stipendien für ein Studium im Westen. Orbán ging nach Oxford.

        Als nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft 1989 Nationalisten begannen, Soros für dessen Unterstützung liberaler Kräfte im Land zu diffamieren, verteidigte Fidesz dessen Engagement gegen die „niederträchtigen Attacken“. Begeistert unterstützten Orbán und Co. die Gründung der von Soros mitfinanzierten Central European University, die schon bald zur angesehensten Hochschule Ungarns avancierte. Rund dreißig Jahre später vertrieb die mittlerweile nationalkonservativ-rechtspopulistisch ausgerichtete Orbán-Partei eben diese Universität aus dem Land.“
        https://www.dw.com/de/wie-george-soros-zum-feindbild-wurde/a-53572731

    • „Hat BLM eigentlich jemals einen Finanzbericht abgeliefert, wo die Gelder geblieben sind?“

      Ist alles für Plakate drauf gegangen, ‚Defund the Police‘ und so ein Zeug.

      Mich würde mal interessieren, wie viel Geld man einem Aktivisten in der Arsch schieben muss, damit er aufhört auch in dem kleinsten Mückenfurz noch Rassismus zu entdecken, weil selbst ihm das jetzt doch zu lächerlich ist.

      • Soweit ich das mitbekommen habe, sind der Großteil der Spenden direkt an die Wahlkampfkampagnen von sog. „Demokraten“ und an deren Partei weitergereicht worden.

    • Ich finde es generell interessant, dass man BLM als Vertretung aller Schwarzen in den USA sieht. Ist für mich irgendwie genauso unsinnig, wie als würde man die NPD als Vertretung aller Deutschen sehen.
      Aber, während das bei der NPD lächerlich wirkt, scheint BLM weltweit als eine solche Vertretung zu gelten. Als ob alle Schwarzen nur eine einzige kollektive Meinung hätten.

        • Sprich nur für dich. Für mich sind Feministen immer schon das gewesen, was die NSDAP für Deutschland war. Das bedeutet nicht, dass Frauen den Feminismus nicht durch ihr Schweigen unterstützen.

    • „von den 100 Millionen der Ford Foundation wusste ich nichts.“

      Die Ford Foundation ist seit Jahrzehnten der wichtigste Hauptsponsor des akademischen Intersektionalität und hob einst die Women´s-/Black- und Wer-weiss-nicht-was – Studies aus der Taufe. Da Ford einer der prominentesten Antisemiten aller Zeiten war, ist es ja nur folgerichtig und logisch, dass die progressive Bewegung darauf ideologisch aufbaut & „intersektional“ fokussiert ist. Dass die jetzt ihr Ziehkind (man sagt besser -enkel!) BLM hätscheln, ist dann auch nur folgerichtig.

  6. toll geschrieben:

    But Trumpism? It did far better than anyone expected. Down-ballot, many Republicans out-performed their nominal leader. The GOP made real gains in the House — during a health crisis and a recession — and will probably hold the Senate, effectively checkmating any truly progressive ambitions Biden might have had. The rural turnout was spectacular, responding perhaps to Trump’s incredibly boisterous series of big rallies as the campaign came to a close. This was far from the Biden landslide I had been dreaming about a few weeks back. It was rather the moment that the American people surgically removed an unhinged leader and re-endorsed the gist of his politics. It was the moment that Trump’s core message was seared into one of our major political parties for the foreseeable future, and realigned American politics. If Trump were sane, this is how he would describe his success — and leave office graciously to become the kingmaker in his own party. But he is not sane.

    https://andrewsullivan.substack.com/p/trump-is-gone-trumpism-just-arrived-886

        • „DARF der das?“

          Natürlich, der und Volker Beck deflektieren ganz plakativ alle Kritik an der peinlichen islamophilen und antisemitischen Grundhaltung der Linksalternativen. Das ist ihr Job. Die Grünen sind eine vollendete Heuchlerpartei, die ein absolut konsequentes Gegenbild ihrer selbst – für die Öffentlichkeit – produziert hat.

          Man kann es aber ziemlich leicht durchschauen, dieses jämmerliche „… bitte auch gegen islam. Vertretern.“ ist ja eine allzu halbherzige und unernst gemeinte Beschwörung.

          Özdemir wollte mal Aussenminister werden. Zurecht hat er sich Hoffnung gemacht, da hockt jetzt eine ganz ähnliche Figur wie er.

  7. Was für ein Hammer-Absatz, der auf eine Darstellung von Elisabeth Holmes, der Theranos-Betrügerin folgt.

    Während ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, über diese außergewöhnliche Person berichte, die zu allem fähig ist außer zu Empathie; die hartgesottene Profis scharenweise um den Finger wickelt wie weiche Spaghetti; die den kleinsten Widerspruch mit Rauswurf ahndet; die niemanden für eine Nanosekunde in ihre Karten schauen lässt; die Milliarden in technisch aussichtslose Projekte und deren Propaganda pumpt; die heute diese Strategie fährt und morgen jene; die 15 Jahre lang ungeniert ihre Machtbesessenheit zur Schau stellt – Während ich Ihnen also all das über Theranos und dessen Gründerin erzähle, habe ich eine Assoziation, die Sie vielleicht für abwegig halten, die ich aber dennoch mit Ihnen teilen möchte.

    Ich muss unwillkürlich an ein Land denken und dessen Regentin, die Milliarden ausgibt, um ihre Macht zu stärken; ein Land, in dem aussichtslose Vorhaben mit unendlichem Aufwand immer tiefer in den Morast gefahren werden. Wo Projekte gepeitscht werden wie tote Pferde, obwohl sie, für jedermann sichtbar, leblos auf der Straße liegen.

    Wenn Männer glauben, Frauen seien per se gut und edel, werden sie zulassen, dass eine Frau alles in den Morast lenkt, bis nichts mehr geht.

      • Wow, das ist so verdammt gut geschrieben (wie mein vorgestelltes Anti-Trump-Stück von Sullivan).

        Warum aber muss der Autor das mit der neuesten Bevölkerungspolitik in Zusammenhang bringen, wenn die Technologieförderung und seit langer Zeit staatlich geförderte „Start-up-Kultur“ viel eher Parallelen aufweist … untrennbar verbunden zumal mit einem „grauen Kapitalmarkt“, der einer Bananenrepublik würdig wäre. Nur mal an die Pleite von „Prokon“ und all dieser Unternehmen („Solar“-Sonstwas) im Sektor „alternative Energie“ erinnert, schlimmer noch als aller Schwindel bei der innovativen Medizintechnik.

    • Das kannte ich noch nicht Potemkinsches Dorf:
      „Als Potemkinsches Dorf (russisch потёмкинская деревня) – meist im Plural als Potemkinsche Dörfer, seltener auch Potemkin’sche Dörfer oder Potjomkinsche Dörfer (erlaubt ist laut Duden auch die Kleinschreibung: potemkinsche Dörfer usw.)[1] – wird Vorgetäuschtes bzw. die „Vorspiegelung falscher Tatsachen“ bezeichnet:[1] Durch materiellen und/oder organisatorischen Aufwand („Attrappen“, Schauspieler usw.) wird die Illusion von vorweisbaren Erfolgen, Wohlstand usw. geschaffen. Die Bezeichnung geht zurück auf die unwahre Geschichte, dass Feldmarschall Potemkin (moderne Transkription: Potjomkin) Kulissen von Dörfern aufgestellt und angebliche Dorfbewohner von einem zum nächsten transportieren lassen habe, um Katharina die Große auf einer Reise nach Neurussland über die Entwicklung bzw. den Wohlstand der neubesiedelten Gegend zu täuschen.“

      Ähnlich wie Feministinnen und ihre Behauptungen zur häuslichen Gewalt, dem Gender Pay Gap und noch andere Themen. Wer hier Widerworte gibt, muss sofort zum Vogelfreien erklärt und bei seinem Arbeitgeber angeschwärzt werden.

      • Der berühmte Schriftsteller Gogol hat etwas Vergleichbares zu den „potemkinschen Dörfern“ in seinem Romanfragment „Die toten Seelen“ beschrieben. Hier versucht ein windiger Geschäftsmann den Gouverneuren russischer Bezirke die Stimmen eigentlich verstorbener Untertanen (-> die vordergründige Erklärung für den Titel) abzukaufen. Absolut grandios beschrieben, typisch Gogol, man sieht, wer die wahren „toten Seelen“ sind, nämlich die korrupten Gouverneure …

  8. Die Bild titelt das Johnny Depp nie wieder eine Rolle in Hollywood erhalten wird.

    So wie ich das sehe war Heart die Aggressorin, die ihn nach eigener Aussage tatsächlich angegriffen und aber auch bei anderen Gelegenheiten initial für die Aggressionen gesorgt hat. Das zeigen ja auch mehrere Studien, das Frauen häufiger in Beziehungskonflikten initial auf Gewalt zurück greifen. Auch die Aussagen der Bediensteten weisen darauf hin das Heart die Aggressorin war.

    Aber Heart sieht das anders und Frauen lügen ja nicht. Hier soll ein prominenter Mann abgesägt werden. Selbst wenn er in Berufung geht, ist nicht sicher das die nächste Instanz nicht auch einfach alle Beweise ignoriert und dem stupiden „believe women“ folgt.

    Häuslicher Gewalt ist tatsächlich ein Tabu-Thema, aber nur eine Hälfte davon.

  9. Schafft Kapitalismus Wohlstand?

    Nein, tut er nicht!

    Kapitalismus beutet Mensch und Natur aus und schafft langfristig Armut. Kapitalismus benötigt ständiges geometrisches Wachstum und geometrisches Wachstum führt unweigerlich zum Kollaps. Der Zwang zum Wachstum bedingt immer mehr sogenannte Innovationen, die sich bei genauer Betrachtung als sinnlose Gimmiks herausstellen. Beispiele gibt es genug. Ein 2,5 Tonnen Tesla mit 500 Kilo Giftmüll an Bord ist kein Fortschritt gegenüber einem Trabbi. Der Tesla ist nur eine Vergeudung von Material und Arbeit.

    Wenn man sich mal die Planwirtschaft der DDR ohne ideologische Scheuklappen ansieht, dann wird man sehr schnell wach. Aber die DDR war doch marode und pleite! Ja – war sie. Aber nicht wegen der Planwirtschaft! Die hat sehr gut funktioniert und die Bürger der DDR sehr gut versorgt. Die DDR Planwirtschaft hatte 3 unlösbare Probleme. Die Reparationen an die UDSSR, die aufgezwungene Rüstung und der überhöhte Kapitaldienst für westliche Schulden. Ohne diese Mankos hätte die DDR den goldenen Westen schon 1980 überholt.
    Ich will dieses linke Regime hier nicht verteidigen. Politisch war die DDR ein Unrechtstaat. Aber wirtschaftlich war sie besser dran, denn es gab nicht diesen idiotischen Drang zu sinnloser Innovation. Hätte die DDR Planwirtschaft nicht die Kriegslasten gegenüber der UDSSR alleine tragen müssen, die Arbeiterschaft dort wäre mit der halben Arbeitsleistung des Westarbeiters ausgekommen. Zum Preis von einfacheren Autos und weniger Technik, die eh keiner braucht.
    Und wer meint, der Kapitalismus wäre das Paradies, der schaue sich mal die Verschuldung des Staates an. Der ganze Mist hier erzeugt Schulden und verbrannte Erde, mehr nicht. Und wozu das alles? Für sinnlose Autos, nutzlose Technik und verlorene Lebenszeit. Nutzen haben nur die wenigen Machthaber, Bill Gates und Konsorten. Denkt mal darüber nach.

    Und nein, ich stamme nicht aus der DDR

    • „Schafft Kapitalismus Wohlstand?

      Nein, tut er nicht!“

      Klar schafft er Wohlstand. Die Bandbreite ist nur größer, deswegen erscheint es anders.

      Aber selbst der beste Trabbi blieb weit hinter den schlechten Autos zurück.

      Wären wir ins Handyzeitalter gekommen wäre es noch offensichtlicher gewesen.

      • Autos und Handys sind kein Wohlstand. Es sind Geld und Zeit-Diebe.
        Die DDR war bestimmt keine Paradies, ich will die nicht verteidigen. Aber was die Planwirtschaft gebracht hat, das war sagenhaft. Der Output der DDR Wirtschaft war enorm. Kassiert haben es halt die Russen. Wenn man die Produktion der DDR umlegt und Militär und Stasi rausrechnet, dann standen die echt super da.

          • Christian, der Luxus der DDR war Militär, Stasi, SED und Russland.
            Nochmal: die Produktion nach Plan hat funktioniert, die Verteilung an die Werktätigen nicht.

          • Daß die Bundesrepublik im selben Zeitraum das siebenfache produziert hat. Soviel zur Effizienz der Planwirtschaft.

          • Die letzten 10-5J ist die DDR abgestürzt. Das hat Mika ausgelassen/verschwiegen(?)

            Aber die Wirtschaftszahlen davor haben der BRD, den westlichen Mächten gehörige Angst bereitet, das ist kein Unsinn.

          • Die DDR war nicht pleite. Im Gegenteil, die hatten bessere Wachstumsraten als der Westen. Die Regierung Kohl war wirtschaftlich am Ende und ohne die DDR Übernahme wäre Kohl voll an die Wand gefahren. Erinnert sich noch jemand an die Arbeitslosigkeit damals?
            Die DDR hat politischen Konkurs anmelden müssen, das hat Kohl gerettet.

            Und was die Statistiken betrifft, wer hat die gefälscht? Und wie wurden die Leistungen bewertet? In der DDR kostete ein Brot 50 Pfennige und im Westen 2 Mark. Hat man das umgerechnet?

          • Mika, Breschnew hatte beschlossen, dem sozialistischen Bruderstaat nur ein geringes Kontingent an Öl zur Verfügung zu stellen, weil die DDR das in den 80ern bereits an den Westen verhökerte, um den Staatsbankrott aufzuschieben. Der UdSSR ging es selbst auch nicht mehr gut.
            Daraufhin stellte die DDR kurzfristig auf Braunkohleförderung um, um das nahende Ende noch hinauszuzögern. Da wäre ob kurz oder lang gar nix mehr gegangen.

          • Mika, Deine Beiträge werden immer bizarrer. Die DDR war nicht nur pleite, sie war vollkommen heruntergewirtschaftet, die Betriebe waren teilweise auf dem Stand der 50er und 60er stehengeblieben, Forschung und Entwicklung gab es keine mehr.

    • Guter Rant! 🙂

      Ich denke zudem, dass der „goldene Westen“ ohne die System-Konkurrenz überhaupt nicht so „golden“ gewesen wäre. Soziale-Programme hätten erheblich weniger Chancen gehabt, ohne UDSSR und DDR.

      Ich fordere einen Öku-Fußabdruck-Vergleich: Tesla vs Trabbi !!

      • Also mit dem Trabbi kenne ich mich nicht genug aus. Aber ich hatte mal nen Golf. So in den 80ern. Platz für 4-5 Leute und 3-4 Koffer. Lief knapp 160 und verbrauchte bei vernünftiger Fahrweise so um 6 Liter Normal bleifrei. Das reichte vollkommen aus. Gewicht war so um 800 Kilo. Reparieren konnte man selbst.
        Gekostet hat er neu ca. 16.000 DM. Verdient hab ich den mit nem Nebenjob am Bau, waren so etwa 900 Stunden Arbeit. Gehalten hat er fast 300.000KM in fast 20 Jahren.

        Stell mal nen Tesla daneben. Der sieht dann ganz alt aus. Und nebenher verdienste den auch nicht

    • „Aber die DDR war doch marode und pleite! Ja – war sie. Aber nicht wegen der Planwirtschaft! Die hat sehr gut funktioniert und die Bürger der DDR sehr gut versorgt. “

      Du hast nie vier-fünf Stunden angestanden, um mal ein halbes Kilo Kirschen zu ergattern? Du hast nie mehrere Quadratmeter Fliesen gegen eine Schubkarre eingetauscht, um diese dann mittels Beziehungen wieder in ein paar Rollen Raufasertapete zu tauschen? Du hast nie in ranzigen Altbauwohnungen mit Etagenklo und Kohleheizung gewohnt? Du musstest nie nach Deiner Geburt gleich eine Fahrzeuganmeldekarte ausfüllen, damit Du eine Chance hast, 18 Jahre später einen Trabbi zu ergattern?

      C’mon, man…….Erzähl mir bitte nichts.

      • Setzen – 6!

        Hab ich doch ausführlich geschrieben, warum die knapp dran waren. Produziert haben die jede Menge, aber bekommen haben es die Russen. Gebaut haben die auch wie blöde. Nur eben Bunke rund Kasernen statt Wohnungen. Die Planwirtschaft für sich hat super funktioniert. Man brauchte kein Marketing, keinen Vertrieb und keine Werbung. Viel weniger Verwaltung und nicht diesen bescheuerten Kapitaldienst.

          • Den Russen ging es beschissen. Das lag an den Kommunisten und nicht an der Planwirtschaft.

            Planwirtschaft geht auch demokratisch, wahrscheinlich sogar viel besser als Kapitalismus.

          • Planwirtschaft geht auch demokratisch, wahrscheinlich sogar viel besser als Kapitalismus.

            Warum sollte das so sein und wenn dem so ist, warum haben dann (höchstwahrscheinlich) alle demokratischen Wirtschaftsnationen, vor allem die führenden, eine Marktwirtschaft? Allein schon die Realität widerspricht deiner Behauptung.

          • Japan hat eine Planwirtschaft. Nicht so exakt wie im Kommunismus, aber so grob gesehen schon. Funktioniert ziemlich gut.

          • Laut Wikipedia nicht:

            Japan hat eine industrialisierte, freie Marktwirtschaft. (…) Die anfänglichen planwirtschaftlichen Tendenzen wurden Mitte der 1950er Jahre durch die zunehmende Dominanz der Liberalen und Demokraten, die sich 1955 zur Liberaldemokratischen Partei zusammenschlossen, zurückgedrängt.

            Und auch sonst wäre es mir neu, wenn es in Japan eine Behörde gäbe, die bestimmen würde, von was wieviel produziert wird.

          • Das deutsche Bildungswesen ist echt schlimm.

            In Japan gibt es das MITI. Dort wird die Wirtschaft sanft gesteuert. Es ist eine Planwirtschaft basierend auf Konsens. Und es funktioniert nicht schlecht. Ich hab das noch in der Schule gelernt……

          • Hab mir grad mal den Artikel auf Wikipedia dazu durchgelesen. Das ist definitiv keine Planwirtschaft. Es ist noch nicht mal nah dran, da die Preisbildung auch in Japan durch Zusammenspiel von Agebot und Nachfrage erfolgt, so wie es in einer Marktwirtschaft üblich ist.

            Das MITI diente als Architekt der Industriepolitik, als Regulierer und als Schlichter bei Problemen und Meinungsverschiedenheiten in der Industrie. Das Hauptaugenmerk des Ministeriums lag auf der Stärkung der industriellen Basis des Landes. Von einer gelenkten Wirtschaft zu sprechen geht dabei zu weit, aber es hat die Wirtschaft mit formeller und informeller Anleitung bedacht, auf den Gebieten der Technologie, der Modernisierung, der Investition in neue Anlagen, und dem heimischen und internationalen Wettbewerb.

          • Wikipedia als Quelle – lachhaft.

            Hast du je in Japan gearbeitet? Oder zumindest für eine japanische Firma? Die planen dort mit Sicht auf 10-50 Jahre. Und das Miti „berät“ dabei. Japaner suchen den Konsens und so sind sich am Ende alle einig…….Natürlich legt dort niemand die Preise fest, das geht sanfter in Japan. Man muss das erlebt haben.

          • Nun ich glaube eher Wikipedia als jemandem, der einfach nur der sagt „Natürlich legt dort niemand die Preise fest, das geht sanfter in Japan.“, ohne irgendwie konkreter zu werden. Wie kannst du von mir erwarten, dir zu glauben, wenn du nur Behauptungen aufstellst, ohne diese zu belegen? Du hast ja noch nicht mal begründet, warum Planwirtschaft besser sein soll als Marktwirtschaft.

        • Nee – 1 mit Sternchen!

          Du hast geschrieben, daß die Versorgungslage in der DDR gut war:
          „Die hat sehr gut funktioniert und die Bürger der DDR sehr gut versorgt. “

          Das war sie nicht, sie war beschissen und zwar in allen Bereichen. Das kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen. Wenn man nicht unbedingt in Berlin, Leipzig oder Karl-Marx-Stadt wohnte, mangelte es täglich an allem, was über das „Grundsätzliche“ hinausging. Und das „Grundsätzliche“ hatte in der DDR eine miserable Qualität.

          Daher waren die teilweise leeren Regale während der ersten Corona-Welle für Viele eine interessante Zeitreise in die Vergangenheit.

    • Kapitalismus beutet Mensch und Natur aus und schafft langfristig Armut.

      Der Mensch beutet Mensch und Natur aus. Seit jeher. Auch ohne Kapitalismus. Dieser verstärkt die Entwicklung sicherlich noch, weil er halt extremes Wachstum generiert (was übrigens zu deutlich mehr Lebensqualität geführt hat also vor hundert Jahren). Aber auch hier obliegt es dem Menschen, der Fehlentwicklung Einhalt zu gebieten. Ich finde es immer bezeichnend, wenn Menschen sagen „Der Kapitalismus ist Schuld“, aber der Kapitalismus trifft keine Entscheidungen, sondern der Mensch.

    • @Mika

      Drei konstruktiv gemeinte Kritikpunkte meinerseits:

      Hohe bzw. überhöhte Ausgaben für Rüstung gab es auch im Westen.

      Ebenso Kapitaldienst. Wieso musste sich die DDR bei der BRD verschulden und nicht umgekehrt? Hier wäre eine Erläuterung angebracht.

      Kannst Du die Reparationen Richtung UdSSR mit Zahlen unterfüttern? Wie bedeutsam war das wirklich?

      • „Hohe bzw. überhöhte Ausgaben für Rüstung gab es auch im Westen.“

        Ja. Die DDR hatte etwa doppelt so hohe Ausgaben wie die BRD, pro Kopf.

        „Ebenso Kapitaldienst. Wieso musste sich die DDR bei der BRD verschulden und nicht umgekehrt? Hier wäre eine Erläuterung angebracht.“

        Die DDR hatte erhebliche Kosten für Energie zu stemmen, da die UDSSR den doppelten Marktpreis für Öl und Gas forderte. Dadurch mussten Importe finanziert werden. Der Zins lag um 2-3 Punkte über dem Marktzins.

        „Kannst Du die Reparationen Richtung UdSSR mit Zahlen unterfüttern? Wie bedeutsam war das wirklich?“

        Sehr schwer. Es waren bis zu 22% des BIP.

        In Summe hat die DDR so etwa die Hälfte ihrer Wirtschaftskraft in politisch verordnete Dummheit gesteckt. Trotzdem wurden alle satt. Und das Bildungssystem war weit besser als der Mist heute.

      • @Renton

        Die Reparationsleistungen waren gigantisch – DDR-Wissenschaftler haben das nach der Wende auf über 500 Milliarden DM veranschlagt. Faktisch hat die DDR die Reparationen für Gesamtdeutschland an die UdSSR alleine gezahlt. Der entscheidende Faktor war aber nicht das, sondern WANN.

        Alleine, was die Wismut AG für eine Bedeutung hatte: „Die Wismut AG/SDAG Wismut war eines der größten Industrieunternehmen in der DDR mit anfangs über 100.000 und später rund 45.000 Mitarbeitern. Die finanziellen und materiellen Aufwendungen für das Unternehmen stellten eine große Herausforderung für das Land dar. Die Kosten für den Abbau musste bis 1954 die DDR vollständig tragen, danach nur noch teilweise.

        Was verschweigt, für das abgebaute Uran (für die russischen Atombomben) gab es in dieser Zeit kein Geld. 130.000 Mitarbeiter beschäftigen plus Infrastruktur aufbauen für 0 Erlöse.
        Zur gleichen Zeit hatte VW in Westen lediglich 25.000 Mitarbeiter.

        Und noch geiler: „Zum Jahresende 1953 wurde die Wismut AG liquidiert und als Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) neu gegründet, die bis 1991 existierte. Die SDAG übernahm alle Anlagen der Wismut AG, wurde aber nicht deren Rechtsnachfolger. Das Aktienkapital wurde zur Gründung auf zwei Milliarden Mark festgesetzt, wobei die DDR und die UdSSR je die Hälfte besaßen. Die DDR musste ihren Aktienanteil allerdings in Raten von jeweils 200 Mio. Mark pro Jahr von der UdSSR kaufen.“

        Sie mussten also alles, was sie bis dahin als Investition gestemmt hatten, zu 50% noch einmal zurück kaufen. Auf die Idee muss man erst einmal kommen!

        Weiter: „Die Belange der Wismut hatten oftmals Vorrang vor allen anderen Dingen in der DDR. So wurde z. B. die Eisenbahnstrecke Zwickau-Aue-Johanngeorgenstadt zweigleisig ausgebaut, während andernorts in der SBZ/DDR ein Gleis zweigleisiger Strecken als Reparationsleistung für die UdSSR demontiert wurde.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Wismut_(Unternehmen)#Bedeutung_für_die_Wirtschaft_der_DDR

        Die Ausgangssituation der deutschen Teilstaaten Anfang bis Mitte der 50er Jahre waren höchst ungleich.
        Die DDR-Politik saß zudem in der Falle, wegen des „sozialistischen Bruderstaats“ die Ausplünderung einfach hinnehmen zu müssen.
        Auch die Wiederaufrüstung nach dem 2 WK führte zur Situation, dass die Staaten des „Warschauer Pakts“ die Waffen natürlich in der UdSSR kaufen mussten – zu einem Währungskurs, den die UdSSR festlegte. Ist das nicht praktisch? /sarcasm

        Vor diesem Hintergrund sollte nicht erstaunen, dass die DDR pleite gegangen ist, sondern vielmehr erstaunen, dass sie so lange durchgehalten hat.
        Und was bis dahin geleistet worden ist.
        Das Bildungssystem bspw. war so überlegen, ein Vergleich mit der BRD ist beinahe peinlich.

          • Die UdSSR hat alles getan, damit die DDR pleite geht.
            Da gibt es nichts zu diskutieren.
            Die DDR war nichts weiter als ein weitere Kolonie in der zaristischen Tradition.
            Russland hatte keine afrikanischen Kolonien, deshalb sind sie damit davon gekommen, üble Kolonisatoren zu sein.

        • Meines Wissens verkaufte die SU auch ihr Öl und Gas (?) in Devisen an die Bruderländer, zumindest zum Ende hin. Das dürfte ein Grund dafür gewesen sein, warum man den KfZ-Verkehr lieber überschaubar hielt und noch bis in die 90iger mit Braunkohlenbriketts geheizt wurde. Ich habe den charakteristischen Geruch immer noch in der Nase und denke daran, wenn die Grünen gerade mal wieder eine Feinstaub-Panik fahren 🙂

          In den optimistischen Büchern aus den 50iger und 60igern, träumte man noch von der Braunkohleverflüssigung, Braunkohle war halt das Einzige was die DDR einigermaßen ausreichend hatte…

  10. https://archive.is/pSj9p Orig.: https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2020/oct/31/i-wanted-to-meet-a-mate-and-have-a-baby-without-wasting-time-the-rise-of-platonic-co-parenting Sat 31 Oct 2020

    „‘I wanted to meet a mate and have a baby without wasting time’: the rise of platonic co-parenting“

    „…– neither was looking for romance. They were both in their late 30s, … and were searching for the same thing: a non-romantic partner to have – and raise – a child with. A co-parent.“

    „…it is on the rise among heterosexual singles. Tens of thousands have signed up to matchmaking sites …

    On Coparents.co.uk.., two-thirds of its 120,000 worldwide members are straight. …

    Modamily, .. has 30,000 international members, of whom 80% are straight and 2,000 are British.

    ..PollenTree.com has 53,000 members, split 60/40 women to men, … During lockdown, the latter two sites reported traffic surges of 30-50%.“

    „Prof Susan Golombok, […Buch-Werbung…]…Golombok’s team turned their attention to elective co-parenting as an emerging trend in 2015. They are now following 50 families in what they believe to be the world’s first study considering the impact of the arrangement on children.“

    „…The quality of parents’ relationships with one another, and their level of intimacy, has a large bearing on children’s welfare, she says. “It is possible, though, that taking away romantic baggage could even make for a more stable environment.”

    „…Anderson already had a young son… …‘ I wanted to grow my family with somebody who wanted to be a doting father and wasn’t just having a baby for me.‘ ”

    „… (Most co-parenting partnerships either have sex or choose the “turkey baster” method of artificial insemination at home. Some choose IVF.)“

    “So many of my mates had children and ended up with disastrous, costly divorces, only seeing their kids irregularly,” says Oliver. “I thought it would be better to get on with somebody as a mate and have a baby without wasting time.”

    „…they scored 93% in a compatibility test through the agency, which sits at the top end of the market, charging £4k-£10k for its bespoke membership packages. “

    „…Now aged four, their son spends every other weekend and one night a week at his dad’s; the pair live within an hour’s drive of each other. They go on family days out, and spend Christmas and birthdays together. Both describe their relationship now as one akin to best mates.“

    …“When Oliver picks him up or drops him off, he comes in for tea; I know plenty of divorced couples where the dad sits outside in the car. We both believe that men and women bring different things to a child’s life.” says Kate.

    „Unlike surrogacy,… platonic co-parenting remains little understood and less spoken about. Sites are overrepresented by members working in the media, senior civil service, law, medicine and banking, where privacy is prized,“

    …“Having sex to conceive was probably confusing for us both. There was a shift. He started calling me ‘hun’ and ‘babe’. He was hoping for a relationship,” she says. Boundaries became a source of tension. “We went to therapy together soon after [Emma] was born. My big fear was being separated from her; his was being left out.”
    In the UK, co-parents can draw up a private agreement of terms, but the paperwork is unenforceable in court – in a custody battle, a judge would only consider what was in the best interests of the child.

    “If someone was to say now, ‘Should I co-parent?’ I’d say, ‘Absolutely not,’” says Amy. “People used to ask me how I’d protect myself: you can’t. I have a gorgeous, smart, empathic daughter, but it’s much like going through a divorce. The whole point of co-parenting was to avoid that.”
    She adds: “I feel a lot of shame because I chose this. I thought I could make it work. Looking back, I wonder if I really felt my child needed a father, or whether that was societal pressure?”

    It is impossible to calculate how many children have been born this way; bigger websites unscientifically guess that they have been responsible for about 1,000 births each.

    Bin nur ich das? Ist es ein Zeichen des älter Werdens? Wenn man vermehrt Begriffe liest, welche nach eigenem Verständnis in Gänsefüßchen gesetzt werden sollten? Hier zB „Familie“.

    1920er: Ehe vor Gott u. Staat, ihr seit jetzt zusammen, bis ihr sterbt, fertig.

    1960er: Ehe sollte aus Liebe eingegangen werden, und möglichst nur aus Liebe!

    2000er: Scheidungsrate wächst über 50%

    2020er: Kinder kriegen vor Gesetz und Staat, arangiert, Liebe ist nur „romantic baggage“ (romantischer Ballast), Gefühle besser heraushalten …

    Da dreht sich doch was im Kreis…Oh Gott ich glaub ich werde möglicherweise die zwoten 68er als alter Greiß, der mißmutig aus den Fenster schimpft verbringen. X) Statt mit 20 J wild in der neuen Komune rummzuvögeln. 😉

    • Ich habe mir das nicht alles durchgelesen, aber als Mann muss man ja schon völlig bekloppt sein, da mit zu machen. Sobald die Frau sich dazu entscheiden, das sie nur sein Geld, aber keine Mitsprache will, wir ein Gericht ihr das liebend gerne auch ermöglichen.

      • Bei einem der beschriebenen Fälle ist genau dies passiert, aber die legalen Konsequenzen werden nur beschönigt dargelegt, bzw. mit dem Fokus auf die emotionale Belastung der Frau durch die „Trennungssituation“.

    • https://avoiceformen.com/featured/millennial-manifesto-the-dissolution-of-monogamy/
      John M Davis November 10, 2020

      Hier werden die Probleme die Männer mit dem Dating-Pool des 21. Jahrhunderts haben, und die für sie schwierige staatliche Gesetzgebung betrachtet. Im Gegensatz zum TheGuardian.com, der männliche POVs völlig außer acht ließ.

      Mit DeepL übersetzt:

      Hallo, ich bin ein Millennial, Sie kennen diesen Schneesturm von Schneeflocken, der droht, die westliche Kultur unter zwanzig Fuß eiskaltem, leeren, postmodern-induziertem Nihilismus zu begraben. Die Gruppe, die vorhat, jede Institution der westlichen Welt in einen nicht wiederzuerkennenden Kitt existenzieller Selbstvernichtung zu erodieren. Obwohl es bemerkenswert ist, dass die nächste Generation immer schlimmer wird. Wenn meine die Schneeflocken-Generation ist, dann sind gen-z ein Hagelsturm, der droht, die Windschutzscheibe Ihres Autos in der Einfahrt zu zertrümmern. Sie glauben mir nicht? Sehen Sie sich nur Tik-Tok an. Oder wenn Sie noch nie von Tik-Tok gehört haben oder die App nicht herunterladen wollen, holen Sie sich ein Schnapsglas aus dem Küchenschrank, gehen Sie in die Garage und nehmen Sie zwölf Shots Benzin. So erhalten Sie eine allgemeine Vorstellung von der Ästhetik der App.

      Aber ich bin nicht hier, um generation-z zu verprügeln. Dies ist ein Stück, von dem ich hoffe, dass es ein für allemal jeden, der sich immer noch über die nachlassende Motivation der Männer wundert, an den Dating- und Heiratsmärkten teilzunehmen, endgültig verstehen lässt, warum so viele Männer auschecken. Vielleicht lasse ich nur Luft ab, vielleicht ist dies nichts anderes als ein sintflutartiger Frustrationsschwall. Bis zu einem gewissen Grad weiß ich, dass ich vor dem Chor predige.

      Lassen Sie uns mit dem Offensichtlichen beginnen. Der Gesellschaftsvertrag zwischen den Geschlechtern ist seit sechzig Jahren eine Verhandlung zwischen dem Feminismus und dem Staat. Das Ergebnis – das völlig vorhersehbare und wenig überraschende Ergebnis – ist ein gynozentrischer Lappen direkt aus Isebels Muschi, den ein wachsendes Kontingent von Männern nicht mit einem Schutzanzug berühren würde, selbst wenn sie Krebs im Endstadium hätten.

      Lassen Sie uns den Inhalt des Gesellschaftsvertrages zusammenfassen. Denken Sie daran, dass jede einzelne Art und Weise, in der die Gesellschaft früher Frauen dazu zwang, zum Leben der Männer beizutragen, in der einen oder anderen Form in „patriarchalische Unterdrückung“ umbenannt wurde, und folglich gibt es keine Gewissheit über irgendeine Form der Gegenseitigkeit.

      Sie kann kochen oder auch nicht. Sie kann putzen oder auch nicht. Tatsächlich tragen alle Annehmlichkeiten des häuslichen Lebens neben sich ein Sternchen der Unsicherheit. Sie kann Sex haben oder auch nicht. Sie kann mit Ihnen Sex haben oder auch nicht. Sie kann Kinder haben oder auch nicht, da man bei Abtreibungen nichts zu sagen hat. Auch diese Kinder, wenn Sie sie haben, können Ihre eigenen sein oder auch nicht. Es gibt immer noch keinen Schutz vor Vaterschaftsbetrug, keine Diskussion darüber und noch nicht einmal eine kulturelle Anerkennung dafür.

      Sternchen neben all dem oben Gesagten ist die eine Gewissheit – die eine absolute kulturell sanktionierte, staatlich erzwungene Garantie – die erzwungene Arbeit von Männern, zu ihrem Leben beizutragen … ob sie Sie in ihrem Leben haben will oder nicht, da sie den Mann immer chirurgisch aus ihrem Leben entfernen lassen und immer noch Beiträge dazu erzwingen kann.

      Die Tatsache, dass Frauen in der Welt trotz ihrer weitreichenden Ansprüche auf Einfühlungsvermögen, emotionale Intelligenz, soziale Wahrnehmung und Intuition immer noch verwirrt sind und immer noch keine Legitimation für den Widerwillen der Männer erkennen können, dieses Arrangement zu akzeptieren, ist eine Anklage gegen die Intelligenz von Frauen. Dennoch vermutet ein Teil von mir, dass Frauen sich des giftigen Zustands der Ehe bewusst sind, aber die übliche Formel der Selbstbefruchtung und der Beschämung der Männer für die Leiden der Welt ist einfacher als die Demütigung der Frauen, den Schaden, den sie diesen Institutionen zugefügt haben, anerkennen zu müssen, ganz zu schweigen von der Verantwortung, die von Frauen verursachten Probleme lösen zu müssen.

      Es ist auch erwähnenswert, dass die Monogamie selbst, das eigentliche Paradigma der sexuellen Selektion, auf dem die am höchsten funktionierenden Ehen aufgebaut sind, ebenfalls als unterdrückend für Frauen bezeichnet wurde. Dies hat zusammen mit der sexuellen Befreiung der Frauen dazu geführt, dass eine einst hoch funktionierende monogame Kultur in eine dysfunktionale, polygone Kultur zusammengebrochen ist.

      Zumindest insofern, als die Monogamie eine Form des existenziellen Sozialismus war, der die gebärfähigen Jahre in eine egalitäre Institution der Verantwortung verwandelte, hat sie sich stattdessen in ein Paradigma aufgelöst, in dem die gebärfähigen Jahre eine konkurrierende Ressource darstellen. Das gibt den Frauen Spielraum, ihre Sexualität drakonisch zu bepreisen, während sie ihre wertvollsten gebärfähigen Jahre damit vergeuden, Karrieren statt Familien aufzubauen, und sich zwanghaft auf einen so winzigen Prozentsatz der männlichen Bevölkerung fixieren, dass wir heute eine dichotome Verteilung der Gebärfähigkeit unter den Männern haben. Da eine Gruppe von Männern so reichlich Zugang zu diesen Kindern hat, haben sie jeglichen Anreiz verloren, Verantwortung für sie zu übernehmen, da es wenig bis gar keine Dringlichkeit gibt, dies zu tun, und der übrige Zugang der Männer zu gebärfähigen Jahren ist so winzig, dass es nur sehr wenig bis gar nichts gibt, für das sie überhaupt Verantwortung übernehmen könnten.

      Das polygyne Paradigma der sexuellen Selektion hat, da es so einseitig ist, ein Vakuum unerfüllter männlicher sexueller Interessen geschaffen, das nun von Industrien gefüllt wird, die versuchen, die menschliche Intimität zu atomisieren. Um es einfach auszudrücken: Wenn wir die Monogamie nicht kulturell reproduzieren, ist klar, dass wir sie stattdessen technologisch produzieren werden.

      Pornografie, Hook-up-Apps, Dating-Websites, Sex-Puppen, Sex-Roboter, Simulationsspiele für künstliche Liebhaber, Freundinnen-Simulationen, Onlyfans, Cam-Modellierung, virtuelle Realität usw. Die Welt ist in dieser Hinsicht nicht in einem mehrdeutigen Zustand. Die Umbenennung der Monogamie als unterdrückend für Frauen richtet verheerenden Schaden an der Paarbindung zwischen den Geschlechtern an und stimuliert diesen Zusammenschluss von Multimilliarden-Dollar-Industrien, die alle in hitziger Konkurrenz zueinander stehen, ein für alle Mal das menschliche Liebeswerben auszulöschen und sich einer Zukunft anzunähern, in der Männer und Frauen ihre Romanzen mehr mit Industrien als miteinander teilen. Wir haben bereits den Punkt erreicht, an dem viele Männer und Frauen mehr Loyalität zu ihrer bevorzugten Spielkonsole und Make-up-Marke haben als zum anderen Geschlecht. Stellen Sie sich vor, dass sich dies in weiteren dreißig Jahren weiter entwickelt. Fünfzig Jahre. 100? Wollen wir überhaupt wissen, was daraus wird?

      Ich bin mehr als bereit zu sagen, dass die sexuelle Befreiung der Frau eine gescheiterte Idee ist, oder zumindest die Paradigmen, die sich daraus ergeben, sind katastrophal giftig für jeden vernünftigen Standard des sozialen Zusammenhalts und die Vollendung der Disziplin, die erforderlich ist, um die subjektive Dissonanz zwischen Männern und Frauen zum Einsturz zu bringen, die erforderlich ist, um eine funktionierende Familienstruktur zu ermöglichen und Kinder großzuziehen. Ich weiß, dass dies eine Tabubeobachtung ist, aber sie muss gemacht werden. Zumindest, damit es irgendwo eine kleine Aufzeichnung gibt, irgendwo, wo zumindest eine Minderheit in der westlichen Welt sich ihres Selbstmordes bewusst war. All dies, weil sie ihre Frauen bis zu einem heimlichen, giftigen, schädlichen und letztlich generationenübergreifend ruinösen Fehler liebt und sich weigert, irgendeine ihrer Funktionsstörungen zu hinterfragen oder intelligent zu kritisieren.

      Die Verdoppelung des Arbeitsmarktes, das Stoppen des Lohnwachstums, die Abschaffung der Familie mit nur einem Einkommen, der Zusammenbruch der Monogamie zur Polygamie und sogar die wirtschaftlichen Beiträge der Frauen, die aufgrund der fast zwanghaften Konsumausgaben der Frauen kaum mehr als eine Pipeline für die Vorherrschaft der Unternehmen darstellen. Die Paradigmen der sexuellen Freiheit haben nur sehr wenige positive und mehrere vernichtende Ergebnisse hervorgebracht.

      Die gynozentrische Ära des 21. Jahrhunderts ist eine Ära des institutionellen Kannibalismus, in der eine launische, wütende Anspruchsberechtigung versucht, die Vorteile des westlichen Einfallsreichtums zu konsumieren, ohne die für das Überleben dieser Institutionen erforderliche Verhaltensdisziplin aufrechtzuerhalten. Wenn alles verbraucht ist, was bleibt dann noch übrig? Welche Hoffnung haben künftige Generationen, nicht in eine Abwärtsspirale der Dysfunktion zu geraten? Anthropologen finden polygynen Gemeinschaften in Insel bewohnenden Kannibalenstämmen. Gesellschaften, die bei jedem Vollmond Bildnisse verbrennen und Daumenhalsketten herstellen. Das Abwärtspotential des Westens ist so weit unten wie möglich, und der Schuldige ist klar: die höheren moralischen Fähigkeiten der Menschheit, insbesondere ihre gynozentrische Neigung.

      In der Zwischenzeit finde ich trotz des Unheils und der Düsternis Trost in dem Wissen, dass zumindest das Glück der Menschen auf dem Vormarsch zu sein scheint. Ich kann die kindliche „Lebe-im-Moment“-Mentalität annehmen, die in den Jahrtausenden so weit verbreitet war, und die Tatsache genießen, dass ich in der Ära der Xbox und des legalisierten Marihuana lebe, und mich beruhigt zurücklehnen, weil ich weiß, dass die schrillste Form der Verfolgung, der ich wegen meiner Weigerung, mich mit dem Zirkus, der mich umgibt, ausgesetzt sein könnte, das schrille, bansheeähnliche Wehklagen der Frauen ist, die mich beschämen (oder der Männer, die mich als Stellvertreter der Frauen beschämen).

      Ich wünschte, ich könnte eine Lösung sehen. Oder zumindest wünsche ich mir, dass der Dating-Pool, der meiner Männergeneration zur Verfügung steht, einen größeren Prozentsatz an richtigen, denkenden Erwachsenen enthält. Leider müssen wir uns stattdessen mit einem Grad von Papas kleiner Prinzessin auseinandersetzen, der Farbe abblättern oder einen Atheisten zum radikalen Islam bekehren kann. Es gibt einen Grad an selbstbefruchtendem Narzissmus, der Männer dazu bringt, von Bier auf Abflussreiniger umzusteigen, so sehr, dass für viele Männer meines Alters Beziehungen zu Frauen zu einer Form der Selbstverletzung geworden sind, und ich bin kein Masochist.

      • Ich fand den Text fürchterlich. Er geht aus von einigen Beobachtungen, die man noch als tendenziuell zutreffend ansehen kann (aber immer mit Vorsicht genießen muß), verabsolutiert die dann und verrennt sich in apokalyptischen Visionen, die noch unsicherer sind als der Wetterbericht 6 für Monate im voraus. Die zentrale Frage ist ja gerade, ob diese Befürchtungen auf 1, 10 oder 100 Promille der heiratsfähigen Jahrgänge zutreffen, mehr dürften es kaum werden, und in allen drei Fällen ist es letztlich gesellschaftlich irrelevant.

        • Die Übersetzung hätte ich etwas mehr überarbeiten sollen, Deepl hat viele Feinheiten nicht erkannt, es sind noch Fehler drinnen.

          Das dystopische verabsolutieren stört mich auch, vor allem wollte ich ein Kontrast zu dem vorherigen Text.

          (Leider) muss ich ihm in vielen Punkten recht geben Geschlechtervertrag, durch Feminismus u. Staat bestimmt, überzogenes Anspruchsdenken, wütendes Geheul bei Kritik.

          Ich weiß nicht, mir kam ein Graph vor Augen, nur noch 33% (??) der Amerikaner verheiratet, so Tief wie seit der Wirtschatskrise ~1933.

          Ich meine jetzt oder schon bald wird die Mehrheit der Kinder dort, von unverheirateten geboren.

          Ob das nur einige „Promille“ betrifft? Könnte angezweifelt werden.

  11. Gute Frage, klare Antwort:

    Weil die Biden-Präsidentschaft schlecht für die USA, die Welt und für Deutschland sein werden.

  12. … Man könnte der jungen Frau außerdem zugute halten, dass sie nach dem, was ihr angetan wurde, geschockt und traumatisiert war, nicht imstande, der Wirklichkeir ins Auge zu schauen. Eine solche Entschuldigung kann man gegenüber Matthias Strolz, einem in Wien weltberühmten Unternehmer und Politiker, nicht ins Feld führen, der vermutlich stocknüchtern einen von Mitgefühl und Verständnis triefenden Brief an den jungen Mann schrieb, der kurz zuvor vier Menschen ermordet und 22 zum Teil schwer verletzt hatte, bevor er von der Polizei „neutralisiert“ wurde.

    https://www.achgut.com/artikel/traenen_fuer_die_taeter

    Hier werden sie vergossen:

    https://www.story.one/de/u/matthias-strolz-73b9cf8e/meinen-hass

    Ich fühle mit den Tätern, jedem einzelnen. Den übergroßen Hass, die unerfüllten Sehnsüchte, die versteckten Ängste. Du bist ein Mensch. Ich werde dich zu nichts anderem machen.

  13. „Lasst uns diese düstere Ära der Dämonisierung beenden“

    Jetzt wird sie erst richtig anfangen! Die Progressiven werden jetzt den Rückenwind bekommen, den sie unter Trump nicht hatten, hier gab es nur Gegenwind.

    Die Linke hat in Biden ihre ultimativen Grüssaugust-Zombie gefunden, genau nach dem Vorbild der untergehenden Sowjetunion … what could go wrong?!

  14. Keine Ahnung ob man das glauben kann und das ist eigentlich das schlimme: ich erwarte das die lügen.

  15. @Matze

    Ich finde das alles auch sehr interessant. Die Frage wird sein, ob das Trump-Team den SC überzeugen kann, aufgrund dieser und anderer Hinweise Neuauszählungen oder eine Wahlüberprüfung anzuordnen. Bei Twitter liest man gerade sehr viel darüber und überall geistern Screenshots mit angeblichen Beweisen herum – aber wieviel davon ist wirklich substanziell?

    Für Trump gibt es noch weitere Möglichkeiten:

    „CNN’s Van Jones said Trump can win IF he doesn’t concede: 1. Lawsuits can flip votes 2. Electors can choose candidate 3. If 1 + 2 fail, vote goes to House of Reps and each state gets 1 vote… there are more Red states than Blue“

    https://mobile.twitter.com/JoshuaCadavez/status/1325457342377435139

    Ich denke, Trump wird jede Möglichkeit nutzen, die sich ihm bietet.
    Al Gore war ja im Jahr 2000 auch 37 Tage lang der „neugewählte Präsident“, bis Gerichte dann Bush jr. als Wahlgewinner bestätigten.

    • Klaus Blessing, ehemaliger SED-Funktionär, steht mit dieser These aber ziemlich alleine da. Ab und an darf er mal auf einer Veranstaltung unter alten Genossen seine Ansichten verbreiten, ansonsten nimmt ihn aber niemand ernst.

      Tolle, glaubwürdige Quelle, die Du da aufgetan hast.

      • Die Zahlen stimmen aber. Kannst es ja mal überprüfen.

        Die DDR hatte 1989 ca. 20Mrd Mark echte Schulden. Peanuts.
        Die BRD hatte ca. 1000Mrd Mark Schulden. Faktor 50! Dazu etwa 3000Mrd Mark versteckte Schulden.
        Heute stehen wir bei ca 8 Billionen Euro Schulden. Geil? Seit 1990 jedes Jahr im Schnitt 200Mrd. neue Schulden. Wir sind sowas von Pleite, das glaubst du nicht.

        • Die Frage ist immer, welche Schulden bei wem. Die USA sind auch verschuldet oder Japan, haben aber in erster Linie Schulden bei sich selbst oder lassen das Geld gleich von ihrer Zentralbank drucken, so dass es nur als Schulden erscheint, aber im Prinzip unendlich aufgestockt werden kann („the lender of last resort“), was aber auch wieder Nebenwirkungen hat (z.B. Abwertung, wenn die Leistung nicht mitsteigt). Wenn die Zentralbank will, können die Zinsen sogar negativ werden, wie wir gerade beobachten können.

          Ich weiß nicht genau, bei wem die DDR wie hoch verschuldet war, ob die 20 Mrd Eigenschulden (in Ostmark) oder Devisenschulden waren. Wenn es Devisenschulden waren, musst das das aber gegen die Devisenbilanz vergleichen, die BRD, die mit der D-Mark selbst m.W. eine frei konvertierbare Devisenwährung hatte, dürfte da, verglichen mit dem mageren Deviseneinkommen der DDR, sehr viel besser dagestanden haben.

          Pleite war die DDR trotzdem nicht, auch wenn das gerne kolportiert wird. Ein Staat geht nicht in dem Sinne pleite wie eine Firma und wird abgewickelt, sondern er verarmt halt immer mehr, d.h. er kann sich keine Technik und Rohstoffe mehr im Ausland kaufen. Ich hatte eine rumänische Kollegin, die immer stolz erzählte, dass Rumänien überhaupt nicht verschuldet war. Die Kehrseite: dort mussten halt auch mal die Kinder organisiert aufs Feld geschickt werden, um die Ernte einzubringen, weil moderne Technik fehlte und das Land sehr zurückgeblieben war. Die DDR mühte sich da sehr ab, hatte ja sogar eine eigene Computersparte aufgebaut (Robotron), nachdem im Westen das Zeug durchstartete. Genützt hat es weder Rumänien noch der DDR…

  16. Interessantes Coltaine-Video mal wieder zum Dating-Markt

    WHATGMG steht für: Where Have All The Good Men Gone
    Coltaine war auf einem Sub-Reddit mit diesem Namen und hat sich angeschaut, über was die Frauen sich dort beschweren.

    In Kurz: In jungen Jahren sind sie das Schwanz-Karussell gefahren und nun will sie keiner der Männer mit Status mehr, da diese Zugang zu besseren Frauen haben.

    Interessant auch diese Grafik:
    Dargestellt der Marktwert von Männern und Frauen. Frauen fast mit Maximum, Männer müssen sie ihren Wert erst erarbeiten (und können ihn durch die falsch Frau mit Hilfe des Staats auch wieder verlieren).

    Eine Frau die in jungen Jahren, als ihr Marktwert hoch war und sie die Auswahl hatte, sich einen Kerl zulegt, der vielleicht nicht die Spitz darstellt, steht am Ende besser da, wie eine Frau die alle Typen immer wieder abserviert, weil es vielleicht noch was besseres gab, bis sie so alt ist das nur noch Low-Status Männer sich überhaupt für sie interessieren.

  17. lol

  18. https://c2cjournal.ca/2020/11/the-millionaire-his-ex-girlfriend-and-the-family-court-judge/


    The Millionaire, His Ex-Girlfriend, and the Family Court Judge
    Janice Fiamengo
    November 5, 2020

    „…in the case of prominent Toronto multi-millionaire Michael Latner provides an occasion to consider the moral and philosophical bases for such decisions. Latner has been ordered to pay out over $53,000 per month to a woman he never married or even lived with. The case prompts the question of whether the State’s appetite for expropriating (mostly male) personal assets and transferring them to (mostly female) spouses (or non-spouses) has any limits at all.“

  19. „We have to burn down the Republican Party, we have to level them, because if there are survivors, they will do this again” Media pundit & Biden supporter Jennifer Rubin on MSNBC

    Was eine Wortwahl…

  20. Wie werden wir künftig informiert? Die Öffentlich-Rechtlichen dominieren klar das Informationsgeschehen in Deutschland. Schließlich sind sie auch üppig finanziert und überall präsent.
    Jetzt haben die Volontäre, also die Nachwuchsjournalisten der ARD, sich mal gegenseitig untersucht:
    60 Prozent weiblich, 30 Prozent Migrationshintergrund, 60 Prozent aus Großstädten, 95 Prozent Akademiker. Bei einer Wahl am Sonntag würden 57 Prozent von ihnen Grün wählen, insgesamt 92 Prozent linke Parteien. FDP und CDU würden unter der 5-Prozent-Hürde verschwinden.
    Also sieht es da ziemlich anders aus als im Bevölkerungsdurchschnitt.

    Als Haltungsjournalist Innen werden die uns in den nächsten Jahren unablässig damit konfrontieren, was für für richtig zu halten haben und was wir nicht mal denken dürfen:

    [audio src="https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/01/84/0184ede3-706d-4286-bb96-f437b8fc36b7/05535290-9aa4-456e-bdae-78da6e877845_1866f4d0-044a-4b09-bf25-9617f35f1327.mp3" /]

    (ab Minute 05:33)

    • Danke.

      „Als Haltungsjournalist Innen werden die uns in den nächsten Jahren unablässig damit konfrontieren, was für für richtig zu halten haben und was wir nicht mal denken dürfen:“

      Sind die ja längst dabei. Immerhin gibt es eine Partei in Deutschland, die diesen korrupten ideologischen Zirkus zumachen will, die Frage ist, ob sie gegen dessen Macht und Manipulationen anstinken kann, bisher offenbar nicht…

      • Diese Haltungsjournalisten sind die neuen Parteigänger der SED. Die DDR ist nicht mangels Bananen gescheitert, sie ging an ihren Lügen zugrunde.
        Kaum jemand hat seit 1980 noch ein Wort der Bonzen geglaubt. Die Lügen waren zu offensichtlich. Es fing an zu gären und 1989 war es dann vorbei.
        Hätten die SED Granden 1980 ehrlich gesagt, wir haben Mist gebaut und gelogen, aber jetzt bauen wir das ordentlich wieder auf, also Ärmel hochkrempeln und ran, dann hätte die DDR eine Chance gehabt. Wirtschaftlich wäre das gegangen. Politisch hätten die Russen es wohl verhindert und darum gingen die Lügen weiter.
        Deutschland heute steht wieder unter der Fuchtel der SED, aber ohne Aufpasser und großen Bruder, aber auch ohne den reichen Westonkel. Wenn es jetzt versemmelt wird, dann ist der Ofen aus. Die USA werden nicht helfen, die haben genug mit sich zu tun. Aber China steht bereit, um die Konkursmasse zu plündern.
        Ich bin gespannt, wo es hin geht, aber ich denke dabei oft an H. Heine. „Was ich gesehen, das sage ich nicht, aber was ich gerochen………“ War bei mir damals im Abi dran. Wann verschwand das aus dem Lehrplan?

        • „Kaum jemand hat seit 1980 noch ein Wort der Bonzen geglaubt.“

          Man nahm oft sogar automatisch an, dass das Gegenteil stimmt! So weit bin ich auch jetzt fast schon wieder, nur eine gewisse Altersweisheit sagt mir, dass es nicht ganz so einfach ist und man doch genauer hinschauen sollte.

          Propaganda wirkt, aber nicht immer und dauerhaft in dem Sinne, wie es gewollt ist.

      • Wie in dem Podcast zu hören, haben sich die angehenden Haltungsjournalist       Innen da selbst ein kleines Ei ins Nest gelegt. Die haben diese Umfrage selbst erstellt, dann dem „Journalist“ zunächst das ganze exklusiv zur Verfügung gestellt. Der hat die Zahlen artig zu einem Brei verarbeitet, in dem die gesellschaftliche Dimension nicht wirklich zu erkennen war. Dann wurde das in FAZ und Social Media aufgegriffen und einzelne Zahlen herausgeholt. Und das wiederum führte dann letztlich zur Klage von Nils im Podcast: „Wir finden es schade, wie das jetzt gelaufen ist“ (ca. 11. Minute). Und Lynn: „Es wäre natürlich eine Lösung, das intern zu halten, aber ich glaube, dafür ist es zu wichtig.“ (Minute 18:30)

        Offenbar haben Lynn und Nils noch immer nicht kapiert, was es bedeutet, wenn sich in den Funkhäusern fast nur junge Leute mit einheitlicher Meinung und Haltung tummeln.

    • Ich möchte Zweifel an der Statistik säen, indem ich auf eine Ungereimheit aufmerksam mache:

      Man beachte die 3,0% für die Union. Bei 77 Antworten entsprechen 2 Stimmen für die Union 2/77=2,6%, 3 Stimmen wären bereits 3/77=3,9%. 3,0% kann also nicht sein. (Die anderen Werte sind plausibel.)

      Zu den interviewten Schülern:
      Bläh… gesprochene Pause vor -Innen, *schüttel*

    • Sicher? Ich habe den Artikel nur überflogen, da stand doch 15J alt?

      Ich meine ich habe keine Zeitangabe finden können wie damals oder heute.

      Aber ich glaube da stand das der damalige Junge jetzt über 20J alt ist.

      Nun gut, 15J und die LehrerinKind -beziehung reichen IMHO für eine Verurteilung aus, zudem hat sie den ihr unterstehenden Jungen mit Selbstmord-Drohung unter Druck gesetzt.

  21. der allgegenwärtige sexistische Geschichtsrevisionismus:

    „obvious bullshit all the time in literally everything“

  22. This rage of the elites against the masses, despite the victory of the elites’ preferred candidate, suggests they instinctively recognise their failure to bring significant sections of the masses to heel. They splutter out terms like ‘racist’ and ‘white supremacist’ as reprimands against the millions who refuse to take the knee to their politics of fear, politics of identity, and politics of cancellation and control.

    https://www.spiked-online.com/2020/11/06/the-real-resistance

  23. Dieser neue Impfstoff, übrigens. Der wird wohl eher keine Rolle spielen, bei der Corona-Bekämpfung. Die Massenproduktion des Impfstoffs sollte sich als die grosse Schwachstelle erweisen. Da es sich nämlich um eine RNA handelt, die hier produziert werden muss, ist das alles ganz besonders aufwändig. Ein konventinelles rekombinantes Protein(fragment) als Impfstoff wäre ungleich leichter herzustellen und viel tauglicher für die Massenproduktion. Der Vorteil der Ribonukleinsäure war einfach der, anfänglich schneller bereitzustehen, so dass es einen zeitlichen Vorteil gegenüber dem Impfstoff-Protein gab, der sich jetzt im Gewinnen des Rennens niederschlug: „Erster“! Doch man wird Probleme haben, Massen von Material zu liefern, so dass dieser Durchbruch vermutlich nur ein symbolischer ist und bleiben wird. Eine nette Werbeaktion für Pfizer.

    • Arbeitest du nicht in dem Bereich?

      Wieso kann man nicht massenhaft RNA produzieren, was ist daran so aufwendig?

      Und wieso ist RNA schneller als ein „rekombinantes Proteinfragment“ ?

      • Diese RNA muss über ein biologisches System produziert werden und das ist ganz sicher sehr teuer! Allein das Aufreinigen danach.
        Dagegen ist ein Proteinfragment aus Bakterien in Nullkommanichts in gigantischen Mengen zu erzeugen. Das Aufreinigen ist auch einfach und relativ billig.
        Während das mit der RNA jede Klischte kann, in kleinem Masstab, ist das andere Verfahren über Protein grösseren, erfahrenen Betrieben vorbehalten, das ist verhältnismässig kapitalintensiv!

        Warum eine RNA schneller geht als Proteinfragmente?

        Ein Sample mit Coronavirus liefert in ein paar Stunden eine DNA, mit der praktisch sofort die Produktion von RNA erfolgen kann. Das ist auch die Ausgangsbasis für Protein, aber man nimmt immer nur Fragmente daraus und muss zahllose wählen, weil viele einfach nicht funktionieren oder so gut laufen wie andere. Dieses Vorabuntersuchen dauert ziemlich lange, bis man wenige Kandidaten hat, die dann in die klinische Testphase kommen. Bei der RNA bracht man das nicht, diese Vorauswahl, man kann praktisch gleich zur Klinik gehen, das Material dafür bekommt man sicher schnell hergestellt, auch im Klitschenmassstab!

        Problem ist nur: man ist zwar etwas schneller, aber der Produktionsnachteil kommt am Ende! Man hat einen Stoff, der so teuer und schwer zu gewinnen ist wie zB Uran und einen anderen, der so wie Zucker ist….

  24. Kommt mir so vor als diene eben diese „Leidenschaft“ nicht zuletzt dazu, gegen den politischen Islam nichts machen zu müssen! Zu erkennbar deutlich werden Rechtsextremismus mit Islamfeindlichkeit von seiten der deutschen Politik verknüpft, eben um den politischen Islam zu schützen. Und geht Deutschland nicht seltsamste Irrwege, um eines der extremsten Islamistenregime der Welt, das des Iran, in Schutz zu nehmen?
    Die Merkel-Regierung ist ein überaus treuer Verbündeter der Islamisten. Um davon abzulenken, gibt es diesen geradezu hysterischen Kampf gegen Rechts. Damit will man seine Islamisten-Allianzen übertönen.

    Den Deutschen wird die neue konkrontative Ausrichtung Frankreichs, die Macron gegenüber den islamistischen Staaten wie Türkei anstrebt, nicht gefallen. Genau aus diesem Grund wurde die deutsche Heuchelei, man würde ja gegen die Islamisten vorgehen wollen, neulich eine Stufe hochgeschaltet. Besonders auffällig dabei: die Grünen. Wenn es was zu heucheln gibt, sind diese guten Deutschen ja immer ganz vorne mit dabei, haha.

  25. https://www.nzz.ch/feuilleton/generation-beleidigt-wie-die-linke-den-universalismus-entsorgt-ld.1585016

    … warum die Ideen von Vielfalt und Offenheit jedoch in ihr genaues Gegenteil – Konformismus und Engstirnigkeit – umschlagen, vermag Fourest nicht überzeugend zu ergründen. Das liegt womöglich daran, dass sie bei aller Kritik an der Linken nach wie vor die grösste Bedrohung von rechts kommen sieht. Dem wäre entgegenzuhalten, dass sich eine Linke, die sich im Rekurs auf Identität vom Universalismus lossagt, gegen die zentrale Errungenschaft der westlichen Zivilisation stellt – und damit nicht weit entfernt ist von Positionen, welche die faschistische Rechte einst innehatte.

  26. https://www.tagesschau.de/inland/beziehungsgewalt-bka-statistik-101.html

    Tagesschau versucht sich wieder vergeblich beim objektiven Journalismus.

    Zwar wird kurz zugegeben: „Das Dunkelfeld ist erheblich“. Das Gewalttaten an Männer in diesem unbekannten Dunkelfeld überwiegen, lässt man unter den Tisch fallen.

    Es wird diese marktschreierische „jeden dritten Tag…“-Floskel verwendet.

    Nicht darauf eingegangen wie viele der Morde, sog. Ehrenmorde von Migranten sein könnten.

    Es wird ohne Scham von einer „repräsentative Studie der TU München“ (https://www.hfp.tum.de/globalhealth/forschung/covid-19-and-domestic-violence/) berichtet, wobei „repräsentativ“ bedeutet: „…for violence against women and children. “ also Männer nicht befragt wurden.

    Können gewaltbetroffene Männer sich leise Hoffnungen machen?
    „Familienministerin Giffey weiß um das Problem, dass die meisten Gewaltfälle in Beziehungen nicht bekannt werden und offizielle Statistiken deswegen im Nebel stochern. Sie plant deswegen eine sogenannte „Dunkelfeld-Studie“. “

    Jedenfalls nicht wenn Studien von vorne herein keine Männer als Opfer betrachten, und in der Presse dennoch als „repräsentativ“ kolportiert werden.

    • https://drive.google.com/file/d/19Wqpby9nwMNjdgO4_FCqqlfYyLJmBn7y/view

      Kurzfassung der Ergebnisse ist online verfügbar.
      „Online-Befragung von 3800 Frauen in Deutschland
      zwischen 18 und 65 Jahren…“

      Kinder hat man auch nicht befragt…

      Und: „komplexeren indirekten Messmethodik (einem “Listenexperiment”)“

      „●Gruppe 1: 4 neutrale Aussagen + 1 sensible Aussage (z.B. “Ich wurde innerhalb des
      letzten Monats von meinem (Ehe-)Partner zum Geschlechtsverkehr genötigt.“)

      ●Gruppe 2: dieselben 4 neutralen Aussagen, keine sensible Aussage“

      Das waren die Forscherinnen die selbst meinten ihre Studie ließ keine vergleichenden Schlüsse zu, wegen unterschiedlicher Messmethodik und Zeitabschnitten…was aber dann in unzähligen Artikeln behauptet wurde.

    • Dazu auch als ein Thema bei Arne:
      https://genderama.blogspot.com/2020/11/wikipedia-eintrage-von-und-uber-frauen.html

      Das dürfte Teil der von Giffey mal wieder angestoßenen Kampagne sein. Mein Gott, wie viel Kohle haben Giffey und all die Sexistinnen vor ihr in diesem Amt eigentlich schon für derlei einseitige Kampagnen immer nur für Frauen zum Fenster rausgeschmissen? Nie vergessen: jeder Cent, den dieses Charakterprekariat da verheizt, dient der Marginalisierung von männlichen Gewaltwiderfahrnissen.

      Aber mal wieder schön zu sehen: ein Bundesministerium startet eine Kampagne und sofort wird diese jubelnd und wie vom Ministerium gewünscht einrahmend orchestriert. Warum noch einmal regen sich diese Horden arbeitsverweigernder Schmierfinken noch mal auf, wenn man sie als Staatsfunk oder Regierungspresse bezeichnet? Mir fehlten an deren Stelle auf jeden Fall die Argumente dagegen…

  27. Man sollte bei dieser Badesalz Uni mal die noch staatlich Förderung prüfen.

  28. heftig spannend:

    https://www.persuasion.community/p/a-sorry-excuse

    Der Anfang:

    When Peter Handke was awarded the 2019 Nobel Prize for literature, intellectuals from the former Yugoslavia responded with revulsion. The Austrian writer had a long record of genocide denial, revisionism regarding the Yugoslav Wars, and sordid personal ties to the former Serbian strongman Slobodan Milošević. Yet Handke was only the latest luminary of the international far left to harbor affection for purportedly anti-imperialist dictators.

    … Indeed, large segments of the Western far left find themselves running interference for génocidaires, kleptocrats and dictators.
    The origins trace back to Friedrich Engels. ….

  29. Die Initiative von Frankreich und Österreich macht Ernst:

    Die Deutschen sehen derzeit einfach nur ALT aus. Von vorgestern.

    • Einschränkend würde ich aber anmerken, dass ich hoffe, dass das Gesetz am Ende diesen Straftatbestand wesentlich griffiger zusammenfasst, als es diese Kurzbezeichnung vermag. „Politischer Islam“ ist so erst einmal ein sehr vager, dehnbarer Begriff, der, je nachdem, wer ihn zu interpretieren gerade demokratisch legitimiert ist, am Ende fast alles oder gar nichts bedeuten kann.

      So etwas sollte nicht mit der heißen Nadel gestrickt werden, wie es bei aktionistischer Symbolpolitik nur allzu häufig geschieht, weswegen ich auch immer Plaque bei einer solchen bekomme.

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