Feminismus – Quo Vadis ? (Gastartikel)

Dies ist ein Gastartikel von Bernd

Wir befinden uns in turbulenten Zeiten. Die Welt scheint im Aufbruch zu sein und wir nehmen teil daran, sind Teil eines Planes und beeinflussen dies bewusst oder unbewusst. Über die Tragweite unseres Handelns sind wir uns – das kann wohl mit Sicherheit gesagt werden – sind wir uns „NICHT“ bewusst. Wüssten wir uns, würden wir anders drüber denken und auch anders handeln. Aber dazu später mehr.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er braucht sich gegenseitig, um bestehen zu können. So gab es seit eher eine Rollenverteilung für den Mann und für die Frau: der Mann ist „Ernährer“ der Familie, ging auf die Jagt und brachte die Beute nach Hause, damit die Frau sie zubereitete und zu Mahlzeiten bereitete. Er war gleichzeitig der Verteidiger der kleinen Keimzelle der sozialen Gemeinschaft, der Familie. Eine weitere Aufgabe der Frau war, für den Nachwuchs zuständig zu sein. Sie gebar neues Leben und sorgte „zuhause“ dafür, dass dieser gesund aufwuchs und damit für dass die Gemeinschaft so weiterleben konnte. Später lebten nicht nur einzelne Kleinfamilien, sondern mehrere in kleinen Gemeinschaften. Dies hatte den Vorteil, dass man bei großen Gefahren für die einzelne Familie eine gebündelte Macht gegenüberstellen konnte und so sicherer leben konnte (z.B. Säbelzahntiger). Die soziale Gemeinschaft war geboren, in der die „Arbeitsteilung“ zwischen Mann und Frau sich immer mehr festigte. Den weiteren Verlauf der gesellschaftlichen Evolution kennen wir, es gab irgendwann mal Länder, Staaten, die für die Interessen ihrer Lebensgemeinschaft eintraten, es wurden Kriege geführt, während die Frauen zuhause Kinder gebaren, die sicherstellten,dass die Interessen der Gemeinschaft auch in Zukunft gegenüber anderen Gefahren vertreten werden konnten, durch wehrfähige Krieger und gebärfreudige Töchter. Nicht ohne Grund hat die Evolution Männern und Frauen verschiedene Fähigkeiten „in die Wiege gelegt“. Männer sind körperlich robuster, widerstandsfähiger, besitzen mehr Muskelmasse – sie sind damit eher geeignet für die Verteidigung nach außen. Frauen sind eher sanftmütiger, sozialer, kommunikativer und damit für die Verteidigung nach innen befähigt worden. Ein Krieger wird mit den den Frauen zugeteilten Eigenschaften kaum äußere Feinde abschrecken können. Eine Mutter wird kaum mit den eher groben Eigenschaften des Kriegers in der
Erziehung der Kinder Erfolg haben, weil wir heute wissen, dass Compliance (Bereitschaft zur Mitarbeit) i.d.R. nur empathisch gelingen kann. Mit dieser klassischen Rollenverteilung sind Männer und Frauen bis heute bisher hervorragend klar gekommen, alle Gefahren von außen und auch von innen konnten abgewehrt werden, weil sich jeder seiner Rolle bewusst war und sie soweit einhielt. Die Gesellschaft konnte wachsen, weil die menschlichen Ressourcen, die sonst durch Auseinandersetzungen mit anderen Gemeinschaften/Ländern/Staaten ständig beansprucht wurden („Kriegsopfer“), geschont wurden und sich durch Innovationen die Lage der Gesellschaft und den Wohlstand ständig verbessern konnte. Die Gesellschaften gedeihten, es entstanden sogar Allianzen von verschiedenen Gesellschaften, die wiederum die Bedrohung durch andere Gesellschaften oder Gesellschaftsallianzen gemeinsam abwehren vermochten, notfalls durch kriegerische Auseinandersetzungen, in denen Männer und Frauen ihren eigentlichen Rollen entsprachen. Wir können eigentlich schon von Ländern oder Nationen sprechen, denn eigentlich befinden wir uns inzwischen in der Neuzeit.

Man könnte fast meinen, dass Frieden durch Abschreckung eine gewisse Lethargie erzeugt in der Evolution, äußere und innere Feinde erfolgreich abgewehrt lässt er Blüten neuer Ideologien entstehen, die sich in der Regel im Nachhinein als schwer vorstellbar bezeichnen lassen. Bisher haben Männer und Frauen immer zu ihren Rollen zurückgefunden, nachdem kriegerische Auseinandersetzungen immer dafür gesorgt haben, dass sie ihre traditionellen Rollen eingenommen und erfüllt haben. Im Bewusstsein dieser Sicherheit mussten die Menschen nach neuen Werten suchen wie Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung. Der Kommunismus ist im 19./20. Jahrhundert krachend gescheitert, weil man festgestellt hat, dass Gesellschaften nicht wie Ameisenstaaten funktionieren, wo der Einzelne sich sozial für die Gemeinschaft aufopfert. Der Mensch ist von Natur aus ein egoistisches Wesen für sich und für seine (Klein-)Familie und daher eher kapitalistisch ausgeprägt. Es scheint im Moment zwar eine Renaissance des Neokommunismus zu geben, aber das hat andere Gründe. Im Kommunismus war Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung auch eher unerreichbar, als im Kapitalismus. Frauen begannen in verschiedenen Wellen des Feminismus im ihn begünstigenden Kapitalismus, ihrer traditionellen Rolle entfliehen zu wollen, um sich selbst zu finden oder zumindest herausfinden zu wollen, was sie wirklich wollen. Damit sollte sich bis heute vieles auf den Kopf stellen und die gesamte vorangegangene Evolution in Frage gestellt werden.

In den Anfängen begrüßten viele Männer als Gesamtes diese Entwicklungen und ließen die Frauen machen. Klar gab es auch ausreichend männliche Stimmen, die das kritisierten, aber im Großen und Ganzen gab es kaum nennenswerten Widerstand gegenüber den Frauen. So erkämpften sich die Frauen immer mehr Rechte, weil sie das Gleiche wollten wie die Männer. Eigentlich ja auch kein falscher Gedanke, wenn man auf Grundrechte wie Freiheit und Gleichheit denkt. Leider kommt hier wieder die Evolution ins Spiel, Probleme in Gesellschaften entstehen immer dann, wenn die evolutionären Rahmenbedingungen außer acht gelassen werden. Viele Frauen wollten nicht mehr nur noch für ihren Nachwuchs da sein, sondern auch einer beruflichen Selbstverwirklichung folgen und so Gleichheit erlangen. Ja, Gleichheit, weil das Hausfrauendasein sie nicht mehr erfüllte. Eigentlich auch kein Vetorecht seitens der Männer. Man kann ja nicht gegen die eigenen Regeln/ Gesetze verstoßen, wenn man sie für alle aufgestellt hat, also auch für die Frauen als Teil dieser Gesellschaft. Damit fingen eigentlich aber erst die Probleme des heutigen Feminismus an, weil er fehlenden Widerstand aus Logik missdeutete und das als Aufforderung verstand mehr zu fordern, als eine Gesellschaft verträgt. Ich nenne das mal einen schlummernden Riesen wecken – immerhin machen Frauen ja die Hälfte der Gesellschaft aus. Das Gleiche wie die Männer wollten sie. Dabei haben sie wie bereits gesagt die evolutionären Rahmenbedingungen nicht bedacht. Eine Frau ist insgesamt körperlich schwächer, somit ist der arbeitstechnische Output geringer in einigen Berufen, die Arbeit in kapitalistischen Unternehmen ist von Wettbewerb geprägt, eine Disziplin, die Männer seit Jahrtausenden in kriegerischen Auseinandersetzungen gewohnt sind, wenn sie sich messen wollten. Das entspricht nicht der weiblichen Grundeinstellung. Ich will den Frauen nicht grundsätzlich absprechen, das Gleiche erreichen zu können, aber es erfordert mehr Einsatz als gewohnt. Und hier verlangt der Feminismus in ihrer Ideologie, dass ein Staat für die Möglichkeit des Ausgleiches einspringt und dafür einen Ausgleich schaffen muss. Entschuldigung, aber das ist für mich, als ob ich bei den Olympischen Spielen im 100-Meter-Lauf einem bestimmten Läufer 10 Meter Vorsprung gebe, damit er die Chance hat zu gewinnen. Gewinnt er nicht, wird argumentiert, der Vorsprung war viel zu wenig und verlange 15 oder 20 Meter. Eine Ideologie, für die nur ein bestimmtes Ergebnis zählt und beliebig angepasste Rahmenbedingungen wählen kann, grenzt an Selbstbetrug und letztendlich ist es eine Verletzung des Gleichheitsprinzips, obwohl man doch nur Gleichheit und Gleichberechtigung will. Gegen die evolutionär unterschiedliche Entwicklung der Geschlechter kann eine Gesellschaft meiner Meinung nach aber nicht in Regress genommen werden. So kommt es wie es kommen musste: die feministischen Forderungen sind maßlos geworden. Wo durch Rahmenbedingungen der Wettbewerb ausgeschaltet wird, funktioniert auch kein Kapitalismus mehr und die Wirtschaft befindet sich im Niedergang, zumal es zusätzlich gesellschaftliche Unruhe mit sich bringt. Ein Mensch ist von Natur aus egoistisch sagte ich oben. Warum sollten Männer für das Gefühl einer wildfremden Frau, Gleichheit zu empfinden, einen zusätzlichen Obulus entrichten, indem sie zurückstecken müssen und sich in ihrer eigenen selbstverwirklichenden Entwicklung behindert sind. Der Feminismus möchte Frauen empowern. Soweit von Männerseite her nachvollziehbar, aber Recht behalten wollen mit einer Art Selbstbetrug, das gefällt selbst vielen Frauen nicht. Einige durchschauen das Spiel und machen das nicht mit, wollen nicht die Quotenfrau sein. Andere wiederum gefallen sich in der Rolle, den „bösen“ Männern einen ausgewischt zu haben und merken gar nicht, wie sie Teil einer Entwicklung sind, die nicht nur die deutsche, sondern eigentlich alle westliche Nationen in Richtung eines Abgrundes drängen, der sicherlich nicht so gewünscht ist. Und das nur, weil sie einer feministischen Manipulation unterlegen und einer verblendeten Ideologie verfallen sind.

Feminismus – das möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen – ist in ihrer Urform eine schöne Vorstellung von Gleichheit der Geschlechter. In heutiger Form sind die Forderungen einfach nur utopisch. Und ein überbordender Feminismus, der die Grundgesetze und Regeln der Gesellschaft aufhebt ist einfach nur todbringend.

Was hat das jetzt für Folgen für eine Gesellschaft, die in vielen wenn nicht sogar allen wichtigen Institutionen feministisch besetzt ist ? Kritische Stimmen werden mundtot gemacht, wenn nur laut genug gekreischt wird. Diesen Eindruck gewinnen wir in einer Gesellschaft, die nicht nur bei Frauenthemen, sondern auch bei vielen anderen politischen Themen, eine Debattenkultur und somit jegliche Diskussionsgrundlage vernichten will. Als Kind habe ich immer einen Spruch gehört, den sicher viele noch kennen: Wer nicht hören will, muss fühlen. Ich übersetze das mal wie ich es verstehe. Wer sich über alle Meinungen anderer hinwegsetzt und sich nur einer bestimmten Ideologie verschreibt, die unbedingt und unter allen Umständen durchgesetzt werden soll, darf sich nicht darüber beklagen, wenn die Situation eintritt, vor der alle Kritiker gewarnt haben. Warum habt Ihr denn nichts gesagt ? Ich glaube darauf brauche ich nicht zu antworten. Ja, welche Folgen oder welche Situation tritt denn jetzt ein ?

Frauenförderung ist immer fremdfinanziert. Wenn eine Frau Ärztin wird, kostet das Studium vielleicht eine halbe Million Euro. Gut investiertes Geld, wenn die Frau anschließend 35 Jahre ihrer Tätigkeit nachgeht, ein Teilverlust für die Gesellschaft, wenn sie erst 5 Jahre arbeitet, dann 10 Jahre wegen der Kinder zuhause bleibt und anschließend nur noch 15 Jahre arbeitet, weil sie früher in Rente geht, während ein Mann seine Zeit voll aussitzen muss, um vollen Anspruch auf die Rente zu bekommen. Die Quotenfrau, bei der der normale Wettbewerb ausgesetzt wird und die Männern vorgezogen wird, obwohl sie nicht hinreichende Qualitäten besitzt, kostet einem Unternehmen u.U. Wirtschaftskraft, weil falsche Entscheidungen getroffen werden. Das bedeutet für ein Unternehmen u.U. weniger Gewinn und damit weniger Steuern für den Staat. Zwei einfache Beispiele, die aber nur repräsentativ für eine Vielzahl von Beispielen in unserer Gesellschaft stehen. Leiste wenig und erhalte die optimale Zuwendung, von den ganzen Genderprofessuren möchte ich gar nicht mal anfangen. Viel gravierender finde ich die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Politik:

Es fällt schwer, überhaupt anzufangen, weil es so viele Anhaltspunkte gibt. Dann fangen wir einfach mal beim Datingverhalten von Frauen an. Aus evolutionärer Sicht macht es Sinn, wenn Frauen den optimalen Versorger für ihren Nachwuchs suchen. Frauen verhalten sich heute noch so. Hypergamie , also die Suche nach immer besseren Versorgern, sitzt bei den Frauen in Fleisch und Blut. Dabei wird es heutigen berufstätigen Frauen immer schwerer fallen, einen gleichwertigen in höheren Gefilden situierten Mann zu finden, weil sie oft selber schon höherwertige Berufe besetzen, ob wirklich selber erarbeitet oder als Quotenfrau sei mal dahingestellt. Downdaten ist von vornherein ausgeschlossen, würde wahrscheinlich auch beziehungstechnisch, ich will es mal so ausdrücken, schwierig werden. Männer finden immer weniger Frauen in unteren Gefilden. Es gibt immer weniger Paare und dafür immer mehr Singlehaushalte. Frauen werden vom Feminismus empowert, die berufliche Selbstverwirklichung an oberster Stelle zu stellen und ihre feminine Seite hintenanzustellen. Die ungläubige Selbsterkenntnis des Was-will-ich-im-Leben-wirklich-erreichen kommt bei vielen Frauen erst, wenn sie in eine was die Reproduktion angeht, kritische Phase kommen und sie stellen schmerzlich fest, dass der Zug der Selbstverwirklichung bisher doch nur in eine Richtung ging. Es gibt sicherlich viele Frauen, die auch weiterhin mit voller Überzeugung Karrierefrau sein wollen und Muttersein komplett ablehnen. Dies ist ja auch ihr gutes Recht, aber viele mit anderen Lebensvorstellungen bemerken die feministischen Manipulation, den feministischen Betrug der Selbstverwirklichung jeder Frau erst sehr viel später. Der Feminismus will seine Agenda vorwärts bringen – die Unabhängigkeit der Frau, unter allen Umständen, auch auf Kosten der Gesellschaft. Was sind das jetzt für Kosten für die Gesellschaft ? Eine Gesellschaft lebt in einem gesunden Ausgleich zwischen Geburten- und Sterberate, die sich einigermaßen die Waage hält. Die Tatsache, dass viele Frauen durch o.g. feministischen Selbstbetrug ihrer eigenen Lebensplanung beraubt wurden, das feministische Selbstbestimmungsrecht einer Frau auf ihren eigenen Körper in Abtreibungsfragen und eine weiterführende eigentlich menschenverachtende Indoktrination kontra das Leben sorgen dafür, dass die Frauen in unserer Gesellschaft als Gruppe viel zu wenig Nachwuchs bringen. Wenn man die Reproduktionsrate einer Gesellschaft als Pflichtbeitrag der Frauen als Gesamtheit für eben die Gesellschaft sieht, kommen die Frauen dieser Aufgabe nicht nach. Männer sehen sich in einer gynozentrierten Welt, in der alle Rechte auf Seiten der Frauen sind (Scheidungsrecht, Sorgerecht, Vergewaltigungsvorwurf, Jungenbenachteiligung in Schule und späterem Arbeitsleben), stark benachteiligt. Sie ziehen in allen Lebenslagen den Kürzeren, vor allen Dingen mit staatlicher Förderung, bei der man sieht, wie weit feministische Ideologie einen Allgemeinvertretungsanspruch in unserer Gesellschaft hat. Das verunsichert viele jüngere Männer, wenn sie durch ihre bisherige Biografie in Schule und Gesellschaft dies nicht schon durchgemacht haben. In der Schule werden sie als „defekte Mädchen“ angesehen und erzogen, erzielen auch aufgrund unterschiedlicher Bewertungen gleicher Leistungen schlechtere Noten. Das feministische Narrativ der beruflichen Selbstverwirklichung von Mädchen wird unnötig gepusht, obwohl es bekannt ist, dass die Gesellschaft sich immer noch auf die Leistungsfähigkeit von Männern stützt. Dieses Polster schrumpft aber immer weiter, je mehr Quotenfrauen in Positionen rücken, deren Anforderungsprofil sie aber eigentlich nicht gewachsen sind. Männer spüren immer mehr, dass sie wie ein Geschlecht zweiter Klasse behandelt werden und ziehen sich immer mehr von Frauen, Familie und Gesellschaft zurück. Sie lernen, dass partnerschaftliches Engagement scheinbar nur Nachteile bringt: 50 % Scheidungsrate von Ehen, wenn dann noch Nachwuchs ins Spiel kommt heißt es dann Zahlemann-und-Söhne und die Kinder sieht man als liebender Vater auch kaum noch, weil Frauen es in heutiger Zeit nicht gelernt haben, Gründe für ein Scheitern irgendeiner Lebenssituation auch in einer Selbstreflektion zu suchen und das Scheitern einer Ehe immer dem Ex zuschieben, der dann rachemäßig auch dafür die Kinder nicht sehen darf, juristisch schön versteckt in irgendwelche Vergewaltigungsvorwürfe, denen vor feministisch angehauchten Gerichten schnell mal Recht gegeben wird. Junge Männer sehen die vielen negativen Beispiele im Verwandten- und Bekanntenkreis und überlegen sich heute 2 x ob heiraten sich für sie lohnt. Sie sehen aber auch das Positive an diesen Beispielen, wie befreit Männer als Single leben können, wenn sie die Last der „feministischen Familie“ von sich gestreift haben, die Vorteile, wenn sie sich wie ihre Vorbilder nicht Altlasten ans Bein binden, die Freiheit genießen, die ihnen erst der Feminismus sozusagen vor Augen geführt hat. Viele Männer gehen gerne Beziehungen zu Frauen ein, eine Hochzeit kommt für sie nicht mehr in Frage und die Spirale der Kinderarmut dreht sich immer weiter. Gesellschaften stehen damit vor großen Problemen, zumal falsche Ideologien Menschen dieser Gesellschaft ein wirklich selbsterfülltes Leben vorenthalten, weil sie nicht die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und der Ideologie zu viel Entfaltungsspielraum gegeben haben. Das beste Beispiel sind die japanischen Herbavores, die Regierungsverantwortlichen wissen nicht mehr weiter und die dortige Geburtenrate ist noch viel schlechter als bei uns. Aber: bewegen wir uns in genau diese Richtung ? In Japan gibt es meines Erachtens nicht viel bzw. keine Einwanderung, bei uns schon, meist aus patriarchalen Kulturen, die immer mehr Einfluss in unserer Gesellschaft gewinnen. Der Feminismus muss sich meiner Meinung nach schon entscheiden was er will. Quo Vadis, Feminismus:

Bekämpfung dieser eingewanderten patriarchalen Strukturen (wobei er da auf wenig Hilfe seitens der Männer rechnen kann, warum sollten sie sich für eine Gesellschaft einsetzen, die sich sowieso nur verachtet ?)

oder

Eingeständnis, dass er mit seiner radikalen Ideologie zu weit gegangen ist und zurückrudern will (wobei ich auch hier eine Rückkehr als sehr schwierig sehe, weil viele viele Männer einfach aufgewacht sind und sich ihrer Freiheit immer mehr zuungunsten der Familie bewusst geworden sind)

Einen Aspekt möchte ich hier noch bringen: warum ist der Feminismus eigentlich so stark geworden in unserer Gesellschaft ? Ich glaube, dass es auch an der Schwäche unseres politischen Systems liegt. Heutzutage gibt es viel zu viele Politiker, die einer politischen Überzeugung gar nicht mehr fähig sind. Im Laufe ihrer politischen Biografie haben sie leider gelernt, dass man sich verbiegen muss, wenn man höher kommen will und näher an die Töpfer lukrativer politischer Ämter. Man kann also resümieren: je weiter ein Politiker kommt, desto mehr ist er gezwungen, seinen Idealismus wie einen gebrauchten Mantel abzulegen. Das politische Mandat ist nur noch ein Job und mit WhiteCollar-Mentalität kann ein Politiker seine Gelöbnis für Demokratie einzustehen, schnell ablegen, Korruption ist ja „in“ geworden. Warum sich also gegen keifende Feministinnen durchsetzen, wenn es doch viel einfacher ist. So hat sich der Feminismus zu einem Machtinstrument von Frauen in der Politik entwickelt, der keinen Widerspruch duldet, erst recht nicht von Männern, die in Frauensachen ohnehin nicht mitreden dürfen. Ich habe einen anderen Anspruch an eine Demokratie und kann es keinem Mann übel nehmen, wenn er sich einfach zurückzieht und der Dinge abwartet.

In Lösungsansatz 1 kann der Mann wirklich einfach abwarten, weil diese patriarchalen Strukturen bei den Migranten so tief verankert sind – diese lassen keinen Widerspruch zu. Diese Männer nehmen sich einfach, was sie haben wollen. Wir sehen es ja täglich in den Straßen mit den vielen Straftaten gegenüber Frauen. Aber statt dieses Thema feministisch anzugehen, wird lieber in der Blase weiter verweilt und es werden andere Dinge gefordert. Dass sich dabei Mann und Frau immer weiter auseinanderdriften, scheinen unsere Feministinnen nicht zu bemerken. Ganz nach dem Motto: „ Lebe gut so lange Du kannst. Nach mir die Sintflut !“ Oder stecken da vielleicht andere Mächte hinter ? Wenn Mann also abwartet, bis die neuen Patriarchaten das Land sozusagen widerstandslos zu erobern, bräuchten die Männer eigentlich nur noch konvertieren und alles wäre beim Alten, oder ? Ein Riesengewinn für den Feminismus und ein wirklich schwacher für die Frauen, für die sie eigentlich einstehen.

Im Lösungsansatz 2 wird natürlich viel von den Feministinnen abverlangt. Aber wer retten will, was noch zu retten ist, sollte diese Variante nicht einfach nur abtun, sondern ernsthaft seine eigenen Standpunkte überdenken und einmal den Männerhass der diktierenden Feministinnen reflektieren. Ich kann es jetzt schon mal sagen: ein sehr langer Weg ! Weil das zerbrochene Vertrauensverhältnis sitzt tiefer als gedacht. Lippenbekenntnisse nützen da rein gar nichts. Dringender Aktionismus mit Nachhaltigkeit kann da schon eher helfen. Aber: eine teure Porzellanvase ist schnell zerbrochen, das Zusammenkleben der Stücke (sozusagen Heilen der gerissenen Wunden) dauert viel länger und die Erinnerung (Narben) wird immer bleiben. Wobei das in Lösungsansatz 1 beschriebene Gesellschaftsproblem ja immer noch bleibt (patriarchale Migranten).

Ein anderer oben schon angedeuteter Grund für das Aufkommen des Feminismus geht aber eher in Richtung Verschwörungstheorie, die aber so abwegig gar nicht sein muss. Es ist bekannt, dass die globale Elite speziell George Soros schon seit Jahrzehnten feministische Organisationen weltweit unterstützt. Und wie bekannt ist, machen solche Leute das nicht umsonst oder weil sie so femiphil sind. Laut Theorie plant die globale Elite eine Neue Weltwordnung (NWO), die nur durch Zerstörung von Nationen und Gesellschaften möglich wird. Die Gesellschaften werden durch die Zerstörung der Institution „Familie“ als Basis eben dieser Gesellschaften ebenfalls zerstört.Die globale Elite wird synchron gesehen zum Deep State, der elitären Weltfinanzlobby, die Staaten und Weltorganisationen unterwandert, um die Welt auf diese NWO vorzubereiten. Trump kämpft zur Zeit gegen diese Machenschaften und steht kurz vor diversen Anklagen an hochrangige Mitglieder dieser Elite und an Politiker in den USA. Die Kehrtwende und die Anklagen wegen Lobbyarbeit von Wirtschaftsunternehmen und Finanziers wird auch Auswirkungen auf Europa haben. Es gibt Gerüchte, dass ein Großteil der EU-Parlamentarier, WHO und auch Politiker bestochen wurden oder gar erpresst werden (s. Epstein-Skandal) und so die Spur einhalten, die die Vorbereitung zur NWO ermöglicht. Weltweite Bewegungen wie FFF oder BLM werden von der linken Antifa unterstützt und sollen von den Vorbereitungsmaßnahmen ablenken, genauso wie die Corona-Pandemie, die die Bürger gefügig machen soll. Gemäß NWO sollen dann alle Bürger bei Zwangsimpfungen gechipt werden und so zu gläsernen Weltbürgern werden, eine Scheindemokratie nach chinesischen Muster, damit der Westen gegenüber dem kommunistischen, sehr effektivem Kapitalismus wieder konkurrenzfähig werden kann, zugunsten der globalen Finanzelite, zuungunsten der Bürger in der freien Welt. Man kann an diese Theorie glauben oder nicht, ganz auszuschließen ist diese Theorie nicht. Und wenn Trump Erfolg hat und es diesen Leuten an den Kragen geht, fließen auch nicht mehr die Gelder für den Feminismus in Europa. Diese Radikalfeministinnen werden dann trotzdem noch in erschlichenem Amt und Würden sein und es wird schwer sein, diese daraus zu entfernen, wenn sie nicht freiwillig gehen oder durch die amerikanischen Anklagen in den Fokus weiterer Ermittlungen rücken. Für diese Radikalfeministinnen wird es jetzt eng. Auch sie können ihre Lage noch überdenken und umkehren. Aber vielleicht wird das nicht mehr benötigt, weil viele Frauen dies vielleicht von selber tun, weil sie selber denken können und dem Feminismus den Rücken kehren, der unsere Gesellschaft nur in die Irre führt.

Deshalb noch mal die Frage, vor allem an alle Frauen:

Quo Vadis, Feminismus ?

69 Gedanken zu “Feminismus – Quo Vadis ? (Gastartikel)

  1. „weil wir heute wissen, dass Compliance (Bereitschaft zur Mitarbeit) i.d.R. nur empathisch gelingen kann. “

    Ich glaube das geht auch ohne Empathie.

    Quellnachweise fehlen hier leider.

    • Natürlich geht das auch ohne Empathie. Schon mal etwas von Zweckbündnissen gehört?
      Ich wage zu bezweifeln, dass Menschen diese eingehen, weil sie alle so empathisch sind. Und trotzdem funktioniert eine Zusammenarbeit recht gut.
      Bevorzugt übrigens bei Männern und mit Männern. Denn die haben ja bekanntlich eine ziemlich hohe Dosis dieses verteufelten Männlichkeitshormons. Wie hieß das noch mal? Ach ja, das böse Testosteron.

  2. Ich finde es amüsant, dass soviele Menschen glauben, hinter gesellschaftlichen Veränderungen stehe ein perfider Plan irgendwelcher politischer oder ökonomischer Mächte.
    Dabei sind sowohl Feminismus als auch Globalismus recht logische Folgen bestimmter vorheriger gesellschaftlicher Entwicklungen. Eine funktionierende Verhütung muss zu Feminismus führen. Und die Erfindung von Flugzeug und Internet muss zu Globalisierung führen. Und beides führt wiederum zu neuen Fragen, Herausforderungen und Spannungen. Wie immer in der Geschichte. Dazu braucht es keinen perfiden Plan.

    • „Ich finde es amüsant, dass soviele Menschen glauben, hinter gesellschaftlichen Veränderungen stehe ein perfider Plan“

      Ich finds nur noch nervig. Heilige Einfalt! Unter einer „neuen Weltordnung“ geht gar nichts mehr! Wieviele Leute wollen eigentlich gleich das ganze Bad mit dem Kinde ausschütten?! Statt zielgerichteter Aufklärung über Phänomene wie Feminismus bekommen wir mit dem ganz groben Pinsel hastig hingekleckste Entwürfe, gegen die das Aktionpainting eines Pollocks sich ausnimmt wie eine hingebungsvolle Gedulds- und Fleissarbeit!

    • Adrian,

      Feminismus gab es lange vor der Entwicklung pharmazeutischer Verhütungsmittel. Auch ist Feminismus nicht, wie der Gastautor postuliert die Idee von der Gleichheit der Geschlechter.

      Vielmehr war Feminismus immer schon ein ideologischer Rahmen für den „Kampf“ von Frauen gegen Einschränkungen die sie als Frau empfinden. Dieser Rahmen ist den Bedürfnissen der Frauen nachgeordnet, er ist nur Deko und Schutzmantel. Daher wirkt diese Ideologie auch von außen betrachtet so inkonsistent.

      Globalisierung gab es auch schon lange vor Flugzeugen und Internet. Verkehrstechnisch hängt die Globalisierung auch eher an (Container-)Schiffen.

      Und natürlich braucht das ganze einen Plan zur Koordination flankierender Maßnahmen und Sicherhungsmechanismen für die Handelstreibenden um Wachstumspotentiale zu schöpfen.

      Deswegen muss man heute wenn man etwas aus China einkaufen will, nicht mehr mit dem Segelschiff und einem Sack Silberbarren nach China fahren um dort Silber gegen Ware einzutauschen.

    • „Dazu braucht es keinen perfiden Plan.“

      Das ist richtig, mit geht es aber schneller und reibungsloser 😉

      Wenn du so willst, sind die „Verschwörungen“ und Pläne (von denen viele längst aus dem Verschwörungsstatus heraus sind und mittlerweile offiziell verfolgt werden, etwa der Versuch die europäischen Nationen in der EU aufzulösen) ebenfalls eine naheliegende Folge aus der Entwicklung, zielen sie doch i.d.R. auf Kapital- und Machtmaximierung.

      Dennoch sind es eben Pläne, die von konkreten Menschen gemacht werden, die theoretisch ebenso das Gegenteil anstreben könnten.

      Flugzeuge und Schiffe machen auch keine „Globalisierung“, mit dem Begriff wird eine ähnliche Gehirnwäsche betrieben, wie mit „Gleichstellung“ und „Gleichberechtigung“. Das was allgemein mit „Globalisierung“ bezeichnet wird, ist nicht primär eine Technikfolge, sondern die Folge von internationalen Vereinbarungen, in erster Linie entsteht sie durch Freihandel und Kapitalfreizügigkeit, durch Grenzöffnung, Marktöffnung und (gewollte) Migrationsströme. Das hat unleugbar einige Vorteile und genauso auch eine Menge Nachteile, aber es ist eben nicht (wie gern suggeriert) eine Naturgesetzmäßigkeit!

      • Was vielleicht zu „Verschwörungstheorien“ anzumerken ist.: In den Theorien wird ebenso, wie auch in den tatsächlichen Plänen und Handeln der Macht-Eliten unterschätzt, wie sehr die Umsetzung der Pläne und Ziele auch davon abhängt, wie sehr sie durch das Handeln Anderer oder auch zufällige oder nicht berücksichtigte Einflüsse die außerhalb menschlicher Beinflussbarkeit liegen, oder schlicht aus nicht erkannten oder berücksichtigten Nebenwirkungen und Rückkopplungen des eigenen Handelns entstehen
        beeinflusst werden können. Die Fähigkeit eigene Pläne zu 100% zu realisieren wird daher von Macht-Eliten und auch von Verschwörungstheoretikern sicher meist überschätzt. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist daher immer die Resultante aller Wechselwirkungen des Handelns mit allen anderen Wirkzusammenhängen der Realität, also mit dem Handeln anderer und den natürlichen Prozessen, die nicht meinem Willen unterliegen.

        • Das ist sicher eine realistische „Relativierung“ eines Konzepts/von Bestrebungen zur Gewinnung „totaler Macht“.
          Das „neue Normal“, und alle damit verbundenen Konsequenzen, dürften es für die angestrebte machtgierige Zielsetzung hochgradiger Sozio- und Psychopathen aber sicher um einiges leichter machen…

          • @Sabrina Seerose

            “ … angestrebte machtgierige Zielsetzung hochgradiger Sozio- und Psychopathen …“

            Die Frage wäre ja: Wie viel „Macht“ haben die tatsächlich? Und wie stark sind sie selber Getriebene. Getriebene ihrer eigenen Psychostruktur, Getriebene der Kräfte, die in ihrem Wirkungsfeld vorherrschen, Getriebene ihrer eigenen emotionalen Leerstellen, die sie verzeweifelt zu füllen versuchen, Getriebene durch …. (hier beliebig lange Liste weiterer „Treiber“ dazu denken)

          • Eine Verschwörungstheorie ist, wie der Name schon sagt, eine Theorie darüber, daß bestimmte gesellschaftliche Vorgänge – so sie keine Ursache oder keinen Verursacher erkennen lassen – auf Initiative einer im Hintergrund stehenden, nicht sichtbaren Macht gesteuert und/oder initiiert werden.

            Eine der bekanntesten Verschörungstheorien ist z.B. der Marxismus, der ja bekanntermaßen davon ausgeht, daß es eine Clique finsterer Kapitalistenstrippenzieher gibt, die alle Räder in Bewegung setzen, damit sie die im Kapitalismus lebenden Menschen weiter ausbeuten können.
            Mithin sind eigentlich alle Ideologien, welche gesellschaftliche Vorgänge auf das Wirken einer hintergründigen, nicht sichtbaren Macht zurückführen, ebenfalls Verschwörungstheorien.

            Auch der Feminismus ist eine Verschwörungstheorie, da dieser davon ausgeht, daß einen bestehende gesellschaftliche Konstellation auf das gezielte Wirken der Patriarchen zurückzuführen ist, die alles daran setzen, Frauen weiterhin in Unterdrückung zu halten. Die Existienz dieser im Hintergrund steuernden Pariarchen ist genauso wie ein allgemeines männliches Bestreben, Frauen in Unterdrückung zu halten nicht bewiesen worden – es wird als Begründung aber immer wieder behauptet.

            Oder z.B. kurz: Feminismus ist die Theorie der Verschwöung der Männer, die Frauen in Rechtlosigkeit und Abhängigkeit zu halten.

          • @virtualcd
            Ich benutze den Begriff nicht negativ, sondern einfach als etablierten, wenn auch unglücklich gewählten Begriff, bei dem allgemein gewusst wird, was gemeint ist.
            Eine Verschwörungstheorie ist nun aus meiner Sicht nichts weiter als der Name sagt, eine Theorie. Eine Theorie, die versucht Erklärungen für bestimmte Phänomene zu finden, die sich aus dem etablierten oder offiziellen Wissensstand nicht zwanglos erklären lassen. Manche sind hanebüchen, in vielen steckt ein wahrer Kern, viele sind aber zu konstruiert. Erstaunlich viele Verschwörungstheorien, dazu gibt es Untersuchungen (auch die >Nachdenkseiten> haben sich damit beschäftigt), haben sich in der historischen Rückschau ganz oder in Teilen als wahr erwiesen.
            Mir ist klar, daß der Begriff oft ideologisch aufgeladen zur Verunglimpfung benutzt wird, aber das ist nicht meine Verwendung.
            Ich hoffe das beantwortet die Frage.
            Die späte Antwort bitte Entschuldigen, bin beruflich oft unterwegs und stark engagiert, halte mir meist das Wochenende frei mal hier vorbeizuschmökern, wenn mein MFA unten putzt und schrubbt und kocht.
            (Die ist die Woche auch oft unterwegs, allerdings nicht zum arbeiten, sondern um mein Geld auszugeben.)

        • Ja, was glaubst du denn, warum Trump das Establishment so völlig aufgeschreckt hat – und zwar nicht nur in den USA (hierzulande bspw. wird ja ständig über ihn „berichtet“) … Kräfte/Personen wie Trump werden mit allen als tauglich angesehenen Mitteln bekämpft – sogar auf die Gefahr hin, dass man dabei selber als Verbrecher/Totalitärer auffliegt. Schon mitbekommen, dass sich die Anschuldigungen gegen ihn als haltlos erwiesen haben? Und dass es wohl genau umgekehrt ist: dass nämlich die „Demokraten“ – speziell Clinton – die Landesverratlüge mit Russland, zumindest mithilfe eines russischen Agenten, ausgeheckt, also Landesverrat begangen haben? Davon, was in den USA grade wirklich abgeht, liest/hört man außerhalb von Fox-News, New York Post und sog. alternativen Medien nichts. Warum wohl … Ich empfehle, sich zu dem Thema bei Lion Media zu informieren; dort wird das ganze immer auf Deutsch zusammengefasst mit reputablen Quellen.

          Zum Begriff „Verschwörungstheorie“ !

          Die Gründungsväter der USA hegten ein tiefes Mißtrauen, daß Männer im Amt ihre Position mißbrauchen und das Volk durch heimliche Absprachen und versteckte Aktivitäten – verschwörerisches Handeln also – betrügen könnten. Als Grund für ihr Mißtrauen führten sie die böse Natur des Menschen an. Sie konstruierten die junge US-amerikanische Demokratie daher so, daß sich sowohl die drei Gewalten (die gesetzgebende, die rechtsprechende und die ausführende) gegenseitig kontrollierten als auch die Bundesebene (Repräsentantenhaus und Senat, in Deutschland in etwa vergleichbar mit Bundestag und Bundesrat). Bis ins 20. Jahrhundert hinein blieb in Politik und Rechtsprechung der USA dieses Mißtrauen lebendig, hohe Amtsträger könnten hinter dem Rücken des Volkes verschwörerisch an Zielen arbeiten. Den Tatbestand der Verschwörung hätten die Bürger nie durchgehen lassen, wäre ein solcher bekannt geworden.

          Aber seit einigen Jahrzehnten sind die Begriffe „Verschwörung“ und „Verschwörungstheorie“ gesellschaftlich geächtet, teilweise sogar soweit tabuisiert, daß sich die Leute nicht mal mehr wagen, darüber nachzudenken, um was es bei einer Verschwörung eigentlich geht, sodaß diese Begriffe nur noch als Schmäh- und Diffamierungskampfbegriffe gebraucht werden, und zwar mittlerweile teilweise sogar im umgekehrten Sinne, sodaß sie beide dasselbe bezeichnen sollen (ein „Verschwörungstheoretiker“ wird dann absurderweise als „Verschwörer“ bezeichnet, so als ob diese Gegensatzbegriffe synonyme Begriffe wären – was zeigt, daß jemand, der sie so widersinnig gebraucht/versteht, gar nicht mal weiß, von was er da spricht, oder aber natürlich der bewußt eine solche Sprache zwecks Diffamierung verwendet, da er eben davon ausgeht, daß auf die große Mehrheit der Bevölkerung Ersteres – also die Nichtkenntnis und das Nichtwissenwollen – mittlerweile zutrifft und sie nur den Tabucharakter der Begriffe beachten, mit dem sie nicht in Berührung kommen wollen, und zwar offenbar auch schon im Geiste nicht, sodaß sich mit etwas oder jemandem, das bzw. der mit diesen Begriffen bezeichnet wird, nicht näher befaßt wird). Warum?

          In seinem Buch „Conspiracy Theory in Amerika“ untersucht Prof. Lance deHaven-Smith, der in Florida lehrt und dort Präsident der Politikwissenschaftlichen Vereinigung war, eine Reihe von Ereignissen, in deren Folge Gegner der jeweils regierungsamtlichen Erklärungsversuche mit dem Begriff „Verschwörungstheoretiker“ belegt wurden, etwa nach dem Mord an US-Präsident John F. Kennedy. Präzise analysiert er den Ablauf der Ermordung des Präsidenten und die Ereignisse unmittelbar danach und benennt eine ganze Reihe haarsträubender Ungereimtheiten und offener Gesetzesbrüche.

          Die Fülle an Beweismaterial, die Prof. deHaven-Smith zusammenträgt, um seine These zu untermauern, daß sich sehr hohe Amtsträger verabredet hatten, den Präsidenten umbringen zu lassen, ist schier ungeheuerlich.

          Die größte Ungeheuerlichkeit ist jedoch, daß er auch herausfand, wie die Regierung es schaffte, die Tätigkeit und die Interessen dieser Regierungsbeamten aus der Diskussion um den Mord an Kennedy herauszuhalten. Der US-amerikanische Geheimdienst CIA habe es nämlich mithilfe von Verbindungsleuten in sehr vielen großen Medien geschafft, alle Überlegungen, was hohe Amtsträger mit dem Mord zu tun haben könnten, landesweit als „Verschwörungstheorien“ schlechtzumachen: „Der (…) Ausdruck ‚Verschwörungstheorie‘ verbreitete sich als Begriff, der von der CIA für jedwede Theorie vorgebracht wurde, die die offizielle Lesart, daß Kennedy von einem ‚einzelgängerischen Schützen‘ umgebracht worden war, zurückwies. Die Kampagne der CIA, den Begriff der ‚Verschwörungstheorie‘ zu popularisieren und den Glauben an Verschwörungen der Lächerlichkeit und Feindseligkeit preiszugeben, muß leider als eine der erfolgreichsten Propaganda-Initiativen aller Zeiten bezeichnet werden.“ Diejenigen, die leugneten, daß Verschwörungstheorien zutreffen könnten, würden sich jedoch weigern, „eine Definition dieses Begriffes zu formulieren, die es Beobachtern erlauben würde, unvernünftigen verschwörerischen Verdacht von vernünftiger Überzeugung zu unterscheiden.“ Das habe gefährliche Folgen, „denn der Begriff ‚Verschwörungstheorie‘ ist ein Mechanismus sozialer Kontrolle geworden (…)“.

          Mit anderen Worten: Mit dem Begriff „Verschwörungstheorie“ wird alles abgekanzelt, was sich außerhalb des jeweiligen Deutungsrahmens bewegt, der absteckt, was bezüglich eines bestimmten Ereignisses oder einer Entwicklung erlaubt ist zu denken.

          • Genau so verhält es sich, mit den Hintergründen der erfolgreich implementierten Konnotation der Begriffe „Verschwörungstheorie/Verschwörungs-Theoretiker“.
            Jeder geistig noch so minder Bemittelte kann sich mit diesem Totschlag-„Argument“ über andere Menschen und deren noch so plausibel-fundierte Meinung zum unumstrittenen Richter und Anzeiger/Melder für die Exekutive aufschwingen. Inzwischen sollen auch schon entsprechende Meldeportale eingerichtet worden sein…
            Einzige Voraussetzung für die Berechtigung zur Ausübung eines solchen, sogar anonym wahrnehmbaren, „höchstrichterlichen Amtes“ ist die mainstreamkonforme HALTUNG, die von der herrschenden Obrigkeit vorgegeben wird!

    • Die Globalisten wollten eine NWO und es ist bekannt, dass der Globalist Soros weltweit feministische Organisationen fördert. Feminismus, vor allem, wenn er radikal ist, führt m.M.n. zu einer Spaltung der Gesellschaft, wie wir sie ja zur Zeit deutlich sehen können. Und dass für die Durchsetzung der NWO gespaltene und damit widerstandsunfähigere Gesellschaften von Vorteil sind, sollte jedem klar sein. So abwegig finde ich das nicht. Oder glaubt irgendwer, dass ein Kapitalist wie Soros ein heimlicher Feminist ist ?

  3. Ok, ein aus einer konservativen Sicht geschriebener Artikel mit am Schluss in hochgradig Spekulative abgleitende Thesen, die der Autor als „Verschwörungstheorien“ kennzeichnet, weil sie es auch sind.

    Zwei Kernprobleme aus meiner Sicht:
    1. Im ganzen Artikel geht es letztlich darum, was Frauen wollen. Die Ausrede kann man immer auf präzise ein Argument zurechtstutzen: Frauen bilden das reproduktive Nadelör einer Gesellschaft.
    Die feministische Ideologie der glücklich allein erziehenden Frau wird jedoch weder von Frauen geteilt, noch gewünscht und das wäre auch absurd, da es zeitgleich einen medialen Diskurs darüber gibt, an was allein erziehende Frauen alles leiden (Armutsrisiko, Mehrfachbelastung etc. pp.).

    Woran Männer leiden, geht aus dem Artikel hervor, was Männer wollen und fordern (können und müssen) nicht. Er beschränkt sich auf die richtige Beobachtung, als „Geschlecht zweiter Klasse“ behandelt zu werden, wie man gesellschaftlich von diesem Zustand hin zu einer „tatsächlichen Gleichberechtigung“ kommt jedoch nicht.

    Klassiker der Vergesslichkeit von Konservativen: Dass Männer nach der Scheidung Zahlväter werden, hat mit dem Umstand einer konservativen Hauptzuständigkeit des Mannes als Ernährer der Familie und der Hauptzuständigkeit von Frauen für die Kindererziehung zu tun.
    Es wird nur etwas festgezurrt, was vorher als konservatives Modell schon da war.
    Die Väterbewegung hat sich hingegen gegründet, weil liberale Väter sich um die Kinder kümmern wollten und gekümmert haben, nach der Scheidung jedoch lernen mussten, sie werden auf ein konservatives Modell festgenagelt, das sie nie leben wollten.
    Was dem Autoren als Irrsinn nicht klar genug zu sein scheint: Es ist egal, welche Partei im politischen Spektrum man in D wählt, man erhält als familienpolitische Antwort immer konservativ.

    2. Es herrscht durch die sich sehr auf „die Evolution“ stützende Argumentationsmuster eine Verwirrung darüber, ob es sich mit „Feminismus“ um die Evolution weiblicher Interessen handelt (Hypergamie, Gleichheit bspw.) und damit Feminismus an etwas ansetzt, was als weibliches Interesse ohnehin existiert.

    Oder ob „Feminismus“ etwas ist, was a. gegen weibliche Interessen (Kinderwunsch und eingeschränkte Möglichkeit der Realisation), b. gesellschaftliche Interessen (Ausbildungskosten vs. Erwerbsorientierung) richtet oder gar c. von außen mit politischer Absicht (Zerstörung der Familie) durchgesetzt worden ist.

    Dass „Frauen es in heutiger Zeit nicht gelernt haben, Gründe für ein Scheitern irgendeiner Lebenssituation auch in einer Selbstreflektion zu suchen“ kann man teilweise der negativen Stereotypisierung von Männern durch „Feminismus“ anlasten.
    Aber der andere Teil setzt einer historischen weiblichen Unterverantwortlichkeit für die eigene Lebenssituation an, für die „Feminismus“ (als Platzhalter) einfach nur einen Ausredenkalender stellt.

    Auch hier gilt einerseits das unter 1. bereits gesagte: Was Männer wollen und fordern (können und müssen) spielt keine Rolle und die Rolle desjenigen, der immer nur die Klappe gehalten, brav genickt und Erfüller von Frauenwünschen war, spielt ebenfalls keine Rolle.
    An dieser Stelle zeigen nämlich drei Finger der Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf unsere Pappnasen.

    Die (zahnlose) Forderung, Frauen müssten sich irgendwie zur Geburt verpflichtet fühlen, wiederholt immer wieder nur 1. „Frauen bilden das reproduktive Nadelör“, sind Gynozentrismus und bestätigen diesen.
    Dass eine radikale Forderung sein könnte, Männern via Leihmutter legale Vaterschaft zu ermöglichen, womit man sich mit einer Partnerin gar nicht erst auseinandersetzen müsste, wird noch nicht einmal angedacht.
    Als MGTOW sehe ich in dieser Konstellation nur Vorteile: Ich hätte meinen Kinderwunsch realisiert, ohne im Gegenzug auf irgendwelche absurden weiblichen Forderungen eingehen oder in Verhandlungen eintreten zu müssen und das Scheidungsrisiko ist Null. Risiko des Verlusts meiner Kinder und meines Eigentums ist Null. Dass Kinder eine biologische Mutter brauchen, halte ich für einen Mythos.

    Das Dilemma dieses Artikels ist m.E., es bewegt sich keinen Millimeter aus der gynozentrischen Box heraus.

    • Der Gynozentrismus ist längst zum Anachronismus verkommen, in Zeiten der modernen Technik, vollautomatischer Waffen und vollständiger Reproduktionskontrolle. Wer dahinter zurückwill, der muss wohl ein antimoderner Reaktionär genannt werden und hier schenken sich die Feministinnen und die woken Männervertreter, die sich als die Nachfahren der Jäger und Krieger begreifen nicht viel …

      • Ja, sollte man meinen.
        Die US-Armee hat jedoch Frauen im Fronteinsatz unter (simulierten) Einsatzbedingungen getestet und herausgefunden, dass sie durch die Bank weg schlechter abschneiden als reine Männereinheiten.
        Selbst in Bereichen, wo Männern ihre körperliche Überlegenheit nichts nützt (ein M16 verursacht gleich viel Schaden – egal, ob nun in der Hand eines abgehungerten mit Brown-Brown vollgepumpten afrikanischen Kindersoldaten oder einem Pro Bodybuilder) – doch auch in dieser Disziplin erzielten Männer mehr Treffer.

        Quizfrage: Warum macht Israel das trotzdem?

          • Gerade weil die israelischen Frauen die einzigen in der Ge- schichte sind, die zum Militärdienst herangezogen wurden, sind ihre Privilegien größer als irgendwo sonst. Verglichen mit den Männern ist es für israelische Frauen einfacher, sich der Einberufung zu entziehen, mit dem Ergebnis, daß weniger von ihnen tatsächlich dienen. Sie können entlassen werden, indem sie einfach erklären, sie seien religiös; allein die Hinterfragung der Glaubensüberzeugungen einer Frau gilt als Verletzung ihrer Würde und ist per Gesetz verboten. Anders als religiöse Män- ner verpflichtet die Befreiung vom Militärdienst sie nicht dazu, eine gewisse Zeit an einer religiösen Hochschule (yeshive) zu studieren und während dieser Zeit ohne Verdienst zu sein.

            Auch verheiratete Frauen sind vom Dienst freigestellt. Wie Premierminister David Ben Gunon es ausdrückte, als er das Gesetz 1949 in Kraft setzte, könnten Männer zuerst dienen und dann heiraten; aber eine »achtzehnjährige frisch Verheiratete« aus den Armen ihres Ehemannes zu reißen sei fast schon ein Verbrechen.

            Weibliche Rekruten dienen 22 Monate, 14 Monate weniger als ihre männlichen Kameraden. Die überwältigende Mehrheit hat angenehme Aufgaben und verbringt beinahe jede Nacht zu Hause. Nach einem Vorschlag der Frauen Vereinigung der Knesset aus dem Jahr 1997 erhalten Rekrutinnen eine zusätz- liche Vergütung, um Verhütungsmittel zu kaufen. Da Rekru- tinnen per definitionem alleinstehend sind, ist das fast so, als ob man sie auffordere, auf Kosten der Allgemeinheit promiskuitiv zu sein. Dadurch ermutigt, forderten im Dienst invalide ge- wordene Soldatinnen Anfang 2001 eine Kompensation, die weit über alles hinausgeht, was ihre männlichen Kameraden er- halten. Ihrer Ansicht nach sind die Verletzungen einer Frau schwerwiegender als die eines Mannes. Überdies sind Frauen von gewissen Aufgaben befreit. Dazu gehört das Fahren von Lastwagen, weil Fahrer immer als erste dasein müssen und als letzte nach Hause kommen. Auch das Kochen ist so eine Auf- gabe, weil es als Herabsetzung betrachtet wird, wenn eine Frau für Fremde dasselbe tut wie sonst für ihre eigene Familie; im Slang der israelischen Armee war »Koch« viele Jahre lang ein Synonym für »Dummkopf«. Sobald sie ihre Pflicht als Wehr- dienstleistende erfüllt haben, dienen Frauen kaum je als Reser- vistinnen. Das heißt, daß sie von einer Pflicht befreit sind, die zusammengenommen einige Jahre im Leben eines Mannes be- anspruchen kann. In meinen gesamten dreißig Jahren als Pro- fessor an der Hebrew Umversity hat nicht eine einzige Frau eine einzige Unterrichtsstunde deswegen versäumt.

            Nachdem Frauen jahrelang nicht in Kampfeinheiten gedient hatten, wurden sie im Januar 2000 auch dazu zugelassen. Die Knesset fügte allerdings schnell einen Gesetzeszusatz an, daß keine Frau verpflichtetet dürfe, in einer solchen Einheit Dienst zu tun; Frauen können es sich also aussuchen, und sie machen von diesem Recht auch Gebrauch. Die wenigen, die sich freiwillig für eher unangenehme Aufgaben melden, übernehmen sie und geben sie wieder ab, fast wie es ihnen gerade in den Kram paßt. Daß sie nicht das ganze System durcheinanderbrin- gen, ist einzig der Tatsache zu verdanken, daß es so wenige von ihnen gibt. Das Ergebnis ist auf den zahllosen Kriegerdenk- mälern abzulesen, die die israelische Landschaft überziehen. Wer nach Frauennamen sucht, sucht fast immer vergeblich.

            Martin van Creveld – „Das bevorzugte Geschlecht“, Seite 268

      • @Alex

        Es ist immer eine wechselseitige Bestätigung von dem, was Geschlechterrollen „eigentlich“, „natürlich“ usw. usf. sein müssten vorgenommen und es wird auf einen Vertrag zum „wechselseitigen Vorteil“ verwiesen. Gemäß der „eigentlichen“ und „natürlichen“ Geschlechterrollen.
        Dann kommt das Eingeständnis, Frauen kündigen den Vertrag, nützen alle Vorteile und überlassen Männern die Nachteile.
        Und wieso?
        Weil es den Vertrag zum „wechselseitigen Vorteil“ nie geben hat.
        Materiell ist der Vertrag die Fortschreibung, dass Männer auf jeden Fall die eigene Reproduktion selber erarbeiten müssen + zusätzlich die Familie finanzieren, die für Frauen hingegen, die eigene Reproduktion wird erarbeitet. Aber nicht von ihnen.
        Wenn ich systematisch das kürzere Streichholz greife, würde ich irgendwann mal prüfen, ob das „natürlich“ ist oder ob da nicht „strukturell“ beschissen wird, weil das lange Streichholz nicht existiert.

        • Weil es den Vertrag zum „wechselseitigen Vorteil“ nie geben hat.

          Ein Vertrag nützt dir im echten Leben auch nur bedingt. Wenn z.B. dein Vertragspartner pleite ist und mangels Masse nichts zu holen ist, wirst du trotzdem auf deinen Forderungen sitzen bleiben.

          Für bedeutende Verträge ist deshalb die wichtigste Garantie, dass das Nichteinhalten der Vertragsbedingungen durch den Vertragspartner für ihn zu teuer wird, z.B. indem ich erst nach Vertragserfüllung vollständig zahle. Wichtig ist auch, dass ich mich bei bedeutenden Veträgen informiere, wie vertrauenswürdig mein Vertragspartner ist. Einen Vertrag mit jemanden einzugehen, der schon in der Vergangenheit Verträge nicht eingehalten oder gekündigt hat, ist nicht besonders klug.

          Wer zu der Erkenntnis kommt, dass

          … Frauen kündigen den Vertrag, nützen alle Vorteile und überlassen Männern die Nachteile

          hat definitiv was falsch gemacht. Bitte nicht falsch verstehen. Auch ich wurde praktisch feministisch erzogen und wurde insbesondere als junger Mann oft genug vom falschen Versprechen, dass Frauen einfach immer gut und liebenswert sind, entäuscht. Politik und Medien machen es auch Frauen heutzutage sehr leicht, sich egoistisch gegenüber Männern zu benehmen. Aber ein klein wenig Eigenverantwortung müssen wir uns an dieser Stelle auch zugestehen. Das fängt eben damit an, dass ich mich mit Frauen nicht einlasse, die dieses schlechte Verhalten schon bewiesen haben bzw. immer wieder aufs neue zeigen. Andererseits muss ich auch meine „Vertragsbedingungen“ deutlich machen, d.h. Dinge dir mir wirklich wichtig sind benennen und gegebenenfalls durchsetzen. Meine Erfahrung nach schätzen viele Frauen diese Klarheit sogar.

          • @Kibo

            Zur männlichen Eigenverantwortung habe ich weiter oben ein wenig drastischer formuliert:
            „Auch hier gilt einerseits das unter 1. bereits gesagte: Was Männer wollen und fordern (können und müssen) spielt keine Rolle und die Rolle desjenigen, der immer nur die Klappe gehalten, brav genickt und Erfüller von Frauenwünschen war, spielt ebenfalls keine Rolle.
            An dieser Stelle zeigen nämlich drei Finger der Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf unsere Pappnasen.“
            Nämlich: Klappe halten, brav nicken und Frauenwünsche erfüllen.

            „Ein Vertrag nützt dir im echten Leben auch nur bedingt.“ war nicht mein Punkt.
            Ursprünglich war die Übernahme der finanziellen Verantwortung in der Ehe eine Verpflichtung des Mannes, die durch Rechte ausgeglichen worden sind – die Rechte wurden gestrichen, die Verpflichtung blieb. Unter dem Aspekt der „Einigung“ wird nur das männliche Soll festgelegt. Das war es auch schon.

      • Ei logisch.
        Ist er nicht vorhanden, muss man „Väterlichkeit“ begreifen und trainieren.
        Umgekehrt gilt ebenso: Auch „Mütterlichkeit“ kann man lernen.
        Beides ist natürlich nur in gewissen Grenzen möglich.
        Aber der derzeitige „Diskurs“ ist doch traditionell: Mütter sind unentbehrlich, aber Väter verzichtbar.
        Ich erlaube mir den Luxus, das genau anders herum zu sehen. 🙂

    • @crumar:

      Dass eine radikale Forderung sein könnte, Männern via Leihmutter legale Vaterschaft zu ermöglichen, womit man sich mit einer Partnerin gar nicht erst auseinandersetzen müsste, wird noch nicht einmal angedacht.
      Als MGTOW sehe ich in dieser Konstellation nur Vorteile: Ich hätte meinen Kinderwunsch realisiert, ohne im Gegenzug auf irgendwelche absurden weiblichen Forderungen eingehen oder in Verhandlungen eintreten zu müssen und das Scheidungsrisiko ist Null. Risiko des Verlusts meiner Kinder und meines Eigentums ist Null. Dass Kinder eine biologische Mutter brauchen, halte ich für einen Mythos.

      Die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland halte ich für eine wichtige Forderung und das würde es so z.b. schwulen Paaren leichter machen Eltern zu werden. Allerdings kann ich dir als Vater sagen, dass ich, obwohl ich sehr gern Vater bin, mir die Rolle als alleinerziehenden Vater nicht wirklich vorstellen kann. Ein Kind verändert dein Leben erheblich. Die Eltern müssen sich tagtäglich um das Kind und seine Bedürfnisse kümmern. Schon zu zweit kommt man da an Grenzen und ist froh, wenn man z.B. Hilfe durch die Großeltern bekommt. Was machst du denn als alleinerziehender Vater, wenn du selbst mal ins Krankenhaus musst? Ein Kleinkind kannst du nicht alleine lassen. Du bist hier auf die Hilfe von anderen angewiesen. Und diese Hilfe bekommst du auch nur, wenn du bereit bist, dich auf Kompromisse einzulassen. Deswegen bin ich überzeugt, dass eine Familie, die aus zwei Elternteilen besteht, die besseren Voraussetzungen für die Entwicklung der Kinder bietet. Die biologischen Eltern haben natürlich auch den Vorteil, dass man Erbkrankheiten besser erkennen und behandeln kann. Stammzellenspender (bei Leukämie) finden sich zu über einen Drittel in der eigenen Familie.

    • Erst einmal danke für Deine Antwort. Ehrlich gesagt ist es mein erster Artikel mit sicherlich manch unglücklicher Formulierung. Sicherlich fehlen auch einige Aspekte und Lösungsansätze habe ich mir erstmal geschenkt, sondern habe mir erst mal meine Sicht der Dinge von der Leber geschrieben.

      Ja, Frauen sind das „reproduktive Nadelöhr“ der Gesellschaft. Mit meiner Einleitung sollte auf keinen Fall der Eindruck erweckt werden, dass für mich die klassische Rollenverteilung zementiert sein sollte. Das widerspricht meiner Auffassung der individuellen Freiheit eines jeden Menschen. Da aber Frauen nunmal die Kinder bekommen, muss sich eine Gesellschaft mit dem Problem bestehender niedriger Geburtenraten befassen. Die Problemlösung liegt nicht bei uns Männern, sondern bei den Frauen. Sie müssen sich vom starren feministischen Frauenbild lösen zu mehr individuellen Lebensvorstellungen und der Feminismus muss dieses abstreifen, wenn er auf Dauer die Frauen nicht verlieren möchte. Frauen und Männer müssen den Weg zum ehrlichen Diskurs unterschiedlicher Wünsche wiederfinden, erkennen, dass sich deren Rollenerwartungen breiter aufgestellt haben. Erst in der Realisierung des Status Quo ist eine beginnende Eigenverantwortlichkeit möglich. Diese Neubesinnung sollten nicht Frauen, Männer und der Feminismus durchmachen, es ist auch zwingend erforderlich, dass das in der Politik und in den Gerichtssälen passiert. Aber so solle man anfangen, wenn der Feminismus den Dialog genauso ablehnt wie die Politik.

      Es ist wie gesagt gar nicht meine Absicht, Lösungen zu präsentieren, zumal ich das Problem nicht bei uns Männern sondern eher bei den Frauen sehe. Ohne deren Compliance wird das ganze nichts. Wenn sie erkennen, dass sie in ihrer vom Feminismus eingeimpften Ich-Zentriertheit sich selber in ihrer Selbstentfaltung einschränken, ist ein Veränderungsprozess möglich. Mein Artikel zeigt nur auf, wohin mangelnde Bewegungsfähigkeit der Frauen führen kann. Du sprichst von mangelnder Selbstreflektionsfähigkeit der Frauen. Da gebe ich Dir ausdrücklich recht. Erst eine Rückbesinnung auf eigene Stärken und Lebensziele kann zu einer positiven Veränderung führen. Ansonsten führt wohl nur ein totaler Zusammenbruch der Gesellschaft zu dieser.

      • Bernd B.,

        „Die Problemlösung liegt nicht bei uns Männern, sondern bei den Frauen.“

        Das stimmt. Auch wenn witzigerweise deutlich mehr Männer über „Feminismus“ diskutieren denn Frauen; es ist am Ende ein reines Frauenthema.

        „Sie müssen sich vom starren feministischen Frauenbild lösen“

        Es gibt kein starres feministisches Frauenbild. Dazu ist der Feminismus auch viel zu sehr ein ideologisches Baukastensystem. Da wird dann bei Bedarf von den Feministas das passende Frauenbild zusammengesteckt und das kann diese Woche ein ganz anderes sein als nächste Woche.

        „ihrer vom Feminismus eingeimpften Ich-Zentriertheit “

        Diese „Ich-Zentriertheit“ ist integraler Bestandteil des Frau-seins. Da sorgen schon die Eierstöcke für. Der Feminismus impft da nichts ein, sondern ist mehr ein sehr kopflastiger Versuch einer Rationalisierung weiblicher Gefühlswelt durch Frauen.

        „Ansonsten führt wohl nur ein totaler Zusammenbruch der Gesellschaft zu dieser.“

        Dass er total sein muss denke ich nicht. Aber signifikante Änderungen der Rahmenbedingungen reichen schon, um eine schmerzfreie und konsequente Neuorientierung zu bewirken. Pragmatismus kann man von Frauen lernen, da sind sie Großmeisterinnen drin.

        Wir werden sehen, sind ja alle gerade live dabei und am Anfang eines solchen…

  4. Dumm nur, das es diese „Klassiche Rollenverteileung“ nicht seit Jahrtausenden existiert, sondern erst seit der Industrialisierung.

    Also mal wieder ein Artikel, der sich leider auf dem Niveau der Gender Studies bewegt.

  5. Ach ich weiß nicht ….
    Oder sagen wir mal so: Ein etwas anderer Blickpunkt wäre vielleicht folgender:

    Gesellschaften und damit auch gesellschaftliche Arbeitsteilung (nicht nur zwischen den Geschlechtern) entwickeln sich. In größtenteils unbewusster Selbstorganisation. Und dann wird ein Teil dessen, was sich natürwüchsig entwickelt hat, bewusst bemerkt. Und dann machen Menschen eine Ideologie daraus. Und dann gibt es im Laufe der Entwicklung unintendierte Konsequenzen und Nebenwirkungen. Und dann bauen wir auch diese in einen Ideologie ein. Das passt nicht immer so wirklich bruchlos, dann braucht es eben etwas mentale Gymnastik … um die Widersprüche so zu verkleistern, dass sie doch noch (scheinbar) in die Ideologie passen.

    Feminismus entstand vor dem Hintergrund, dass sich weitgehend agrarisch produzierende Gesellschaften in Gesellschaften mit industriellen Warenproduktion wandelten. (Ist jetzt arg verkürzt, ich weiß …)
    Damit einher ging: Der Wandel von der Mehrgenerationen-Familie erst zur Eingenerationen-Kleinfamilie und neuerdings zur … ja, was eigentlich? Also die Kleinfamilie gibt es noch, aber sie ist auf dem Rückzug. Die Reproduktion in Form von Allein-Erziehenden-Haushalten nimmt zu. Insgesamt nimmt die Reprodukiton aber ab.
    Weiterer Hintergrund: Für die Mehrzahl der Menschen verlagerte sich das Leben von kleinen, überschaubaren dörflichen Gemeinschaften in die Städte, die wiederum zu Mega-Agglomerationsräumen heranwuchsen.
    Durch technische Entwicklungen sankt die notwendige Arbeitszeit, die für Haushaltführung (Bekleidung, Ernährung usw.) aufzuwenden ist. Das machte andere Formen der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern erst möglich.

    Diese verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungsstränge bedingen einandern. So funktioniert die klassische Kleinfamilie und teilweise sogar die Mehrgenerationen-Großfamilie noch eher im ländlichen Raum. Die Auflösungserscheinigungen der Familiensystem sind in den Großstädten deutlicher.

    Wie auch immer: Faktisch stellt es so ein, dass Frauen zu einem größeren Anteil Teil der „work force“ werden, sprich der Lohnarbeit. Dies wird zum Teil auch als Befreiung empfunden, als Befreiung von einer sehr engen Begrenzung auf das unmittelbare häusliche Umfeld. So entsteht eine Befreiungsideologie. Der Feminismus.
    Ich will damit nicht sagen, die Ideologie sei falsch. Ich versuche es so weit wie möglich wertfrei zu beschreiben. Es entsteht einfach ein Ideensystem. Und diese spiegelt das wieder, was sowieso bereits entstanden ist. Darum geht es mir hier: Ideen reflektieren eher, was sowieso schon da ist.

    Nun also, der Feminismus. Als Ideensystem. Er propagiert die rechtliche und ökonomische Unabhängigkeit der Frau vom (Ehe)Mann. Und er ist erfolgreich und realistisch. Beides, weil er eben widerspiegelt, was sowieso schon passiert oder passiert ist. Und es passt ja auch sehr schön zu den Idealen von allgemeinen Menschenrechten, Gleichheit vor dem Gesetzt usw. usf.
    Wer würde dagegen etwas sagen wollen? Ich jedenfalls nicht.

    Aber – jetzt kommen wir zu den Widersprüchen jeglicher Entwicklung. Es gibt unintendierte Konsequenzen. Kein Ideensystem kann alle Wirkaspekte berücksichtigen. Dazu sind Ideengebäude zu beschränkt, dazu ist unser Verstand zu begrenzt.

    Hier kommt das Thema dieses Blogs ins Spiel: Biologische Dispositionen und Unterschiede zwischen den Geschlechtern diesbezüglich.

    Viele Frauen spüren irgendwie, irgendwo, es ist etwas diffus: Etwas fehlt. Etwas in meinem Bedürfnissen wird nicht berücksichtigt. Unterstellen wir einmal, es gibt ein Bedürfnis nach Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung. Das wird (in Grenzen) befriedigt. Gleichzeitig gibt es ein Bedürfnis nach Sicherheit, nach Schutz, nach Versorgung. Dies aktualisiert sich bei Frauen besonders dann, wenn Kinder ins Spiel kommen. Und viele Frauen – nicht alle natürlich – haben ein Bedürfnis nach Mutterschaft. Ungewollte Kinderlosigkeit ist bei vielen Frauen psychologisch gesehen eine tiefe Wunde, unter der sie leiden.

    Woher bekommt man jetzt, mit zunehmender Vereinzelung und der Schwächung traditoneller Bindungsmodelle Schutz und Versorgung? Hier tritt jetzt ein Akteur deutlicher zu Tage: Der Staat. In Form des modernen Sozialstaates. Im der gelebten Wirklichkeit der Alleinerziehenden ersetzt er den Ehemann. Und: Er ist in dieser Funktion sehr viel potenter, er ist mächtiger, als es ein konkreter (Ehe-)Mann je sein könnte. Aber: Er ist auch sehr abstrakt. Es ist unpersönlich. Er ist eine große bürokratische Maschine ohne emotionalen Bezug. Der biologisch hypergame Impuls wird durch eine abstrakte gesellschaftliche Struktur nur bedingt befriedigt. Das bürokratische System ist dazu zu „kalt“. Es sieht zu sehr vom konkreten Einzelfall ab.

    Also: Die moderne Frau fühlt sich betrogen. Etwas fehlt, etwas wird nicht adressiert in ihrer biologischen Disponiertheit. Dafür brauchen wir einen Schuldigen. In der feministischen Ideologie ist es dann: Das Patriarchat. In Konkretio: Die für mich konkret erlebbare Männerwelt. DIE haben die Dinge so arrangiert, das ich mich nicht richtig wohl fühle. Das etwas an meiner biologischen Disposition nicht wirklich ungebrochen zum Tragen kommen kann.

    Und der Mann: Zu seiner biologisschen Disponiertheit gehört, für Frau und Kind sorgen zu wollen. Sie versorgen zu wollen. Auch er fühlt sich in diesem Bedürfnis betrogen: Er wird (weniger) gebraucht.
    Auch hier wird eine Ideologie gebraucht, eine Lebensphilosophie.

    Da kann man jetzt sagen: Wir wollen die Kleinfamilie und die männliche Ernäher- und Versorgerrolle zurück. Das wäre so einen romantische, tatsächlich rückwärtsgewandte Ideologie oder Denkweise. Oder sagen wir neutraler: Es ist konservativ. Es möchte etwas bewahren. Und vielleicht gibt es ja auch etwas, was als bewahrenswert empfunden wird. Z.B. eine Familie mit Vater und Mutter, die sich gemeinsam – in welcher vereinbarten Arbeitsteilung auch immer – der Aufgabe widmen, ihren Nachwuchs möglichst gut groß zu ziehen.
    Ich kann verstehen, was daran attraktiv erscheint. Wenn es glückt und ein Paar sich in großer Harmonie erfolgreich dem widmet, ist es wirklich eine schöne Sache. (Wenn allerdings die Paarbeziehung disfunktional ist, kann es auch für alle Beteiligten, insbesondere die Kinder, einen Hölle sein. Auch das ist war.)
    Und: Auch hier droht natürlich immer eine ideologische Überzeichnung. Die Kleinfamilie z.B. ist ja noch nicht ganz tot. Es gibt sie ja noch. Wenn auch schwindent.

    Oder die Männer entwickeln, bewusst oder allenfalls randbewusst, eine MGTOW-Philosophie oder Ideologie. Sie ziehen sich aus der Reproduktion zurück in Anerkennung der Tatsache, dass sie hier nicht UNBEDINGT gebraucht und geschätzt werden. Dann brauchen wir eben etwas anderes. Das könnte auch sein, ein exzellenter Videospieler zu werden und sonst nicht viel (materiell) im Leben zu brauchen. Scheinbar.
    Jedenfalls: Auf mänlicher Seite kann diese Ideologie entsthen und gelebt werden, weil in der männlichen biologischen Disposition die Vaterschaft nicht ganz so stark verankert ist wie bei Frauen die Mutterschaft.

    Aber auch hier: Es bleibt eine irgendwie gefühlt Leerstelle. Etwas fehlt. Auch die MGTOW-Ideologie (man beachte wieder: Ich meine es wertfrei als Ideensystem) ist ein gewisses sich Anpassen, manchmal widerwilliges Anpassen, an vorfindliche Bedingungen. Es ist eben so wie es ist. Von der Frauenwelt ist für mich nicht viel zu erwarten, also orientiere ich mich auf die Dinge im Leben, die davon möglichst unabhängig sind.
    (Deswegen ist Mann dann besonders angepieckst, wenn die feministischen Ideologien in genau diese Rückzugsräume einbrechen wollen und hier Vorschriften machen, warum Gamergate eine so heftige emotionale Gegenwehr bei der eigentlich unpolitischen Gamer-Gemeinde auslöst. HIER tobte der Kulturkampf richtig offen, nicht bei politischen Auseinandersetzung um Quoten und dergleichen. HIER wehren sich die Männer mit einem mal massiv und deutlich und kämpferisch, während z.B. in Fragen des Familienrechts oder Quoten oder dergleichen allenfalls hinhaltender Widerstand zu verzeichen ist.)

    Jedenfalls, ob man nun eine Ideologie einer konservativen Sehnsucht nach der heilen Kleinfamilie oder eine MGTOW-Ideologie entwickelt: Auch hier wird ein Schuldiger gesucht für die empfundene emotionale Leerstelle. Und das ist dann der Feminismus. Ohne den wäre alles besser, hätten wir nicht die Probleme usw. usf.

    Jetzt stehen sich die zwei Ideologien gegenüber. Das Patriarchat ist schuld! Oder: Der Feminismus ist schuld!
    Tatsache ist aber auch: Nur eine der beiden Ideologien ist hegemonial.

    Mein Eindruck: Beide Ideologien haben – bis zu einem gewissen Grad – einen Punkt. Und beide täuschen sich, sind illusionär bezüglich des empfundenen emotionalen Defizits.

    Wie sich das entwickeln wird? Wir werden es sehen. Ich traue mir da keine Prognose zu.
    Das einzige, wo ich mir ziemlich sicher bin: Jegliche einseitige Übertreibung einer Entwicklung wird Rückstellkräfte im System erzeugen. Wie die konkret aussehen werden? Auch hier: Wir werden sehen.

    Abschließend noch etwas konkreter zum Gastartikel: Ja, der Feminismus als Ideologie produziert einiges an Widersprücken und beißt sich auch mit manchen Aspekten unserer Säugetiernatur. Aber er ist wohl doch eher Ausdruck und nicht Urheber einer eben widersprüchlichen gesellschaftlichen Entwicklung. (Jede Entwicklung ist notwendig widersprüchlich. Es gibt keine Entwicklung ohne den Widerspruch als Motor). Jedenfalls scheint mir die Idee, wenn nur die Ideologie verschwände, wäre alles wider gut, naiv. War jemals alles gut?

    Noch etwas kommt aber hinzu. Der Feminismus lebt ja von den Lauten. Die wenigen lauten Frauen mit den stark aufmerksamkeitswirksamen Forderungen. Diese beanspruchen, für ALLE Frauen zu sprechen. Die Mehrheit der Frauen steht dem ja eher wohlwollend distanziert gegenüber. Wohlwollend, weil: Das, wo etwas für mich herausspringt, nehme ich das halt gerne mit, wenn sich etwa meine Rentenansprüche durch Anerkennung von Kindererziehungszeiten erhöhen. Da, wo es mich nicht direkt betrifft, bin ich – auch als Frau – eher desinteressiert. Quotierte Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten sind für die allermeisten Frauen weitab von ihrer Lebensrealität, es betrifft sie nicht. Und die Schulzuweisung an alle Männer in der feministischen Ideologie muss die handelübliche Feld-, Wald- und Wiesefrau ja auch nicht teilen. Sie muss ja nicht, wie es die Patriarchatserklärung eigentlich verlangen würde, jeden Mann in ihrem Umfeld, ihren Vater, ihren Bruder, ihren Arbeitskollegen usw. für die konkrete Inkarnation des Bösen halten. Und die durchschnittliche Frau tut das auch nicht, und kommt im Alltag im Groben und Ganzen mit den vorfindlichen männlichen Exemplaren der Spezies auch irgendwie klar. Mit manchen mehr, manchen weniger. Aber das geht der Frau mit anderen Frauen ja genau so. Also: Was solls.

    Das Problem ist eher: Die wenigen Lauten bestimmten den Diskurs. Die Mehrheit der Frauen hält sich da raus.
    Die lauten aber müssen sich naturnotwendig immer mehr radikalisieren, je mehr sie Erfolg haben. Je weniger tatsächliche Benachteiligungen gefunden werden können, deste mehr Beanchteiligungen müssen erfunden werden. So weren die Forderungen immer schriller, immer absurder.

    Und hier kommt jetzt eine Besonderheit im Geschlechterverhältnis ins Spiel. Nämlich die Frage: Wie stoppen wir die Extreme, die neurotischen Übersteigerungen?

    Meine Behauptung ist: Männer können das nicht! Es gibt keine Möglichkeit für Männer, die kleine, aber politisch wirkmächtige Gruppe der „harpie sisters“ zu stoppen und zu sagen: Genug! Es reicht! Hier ist eine Grenze! Es geht von der biologischen Disposition nicht. Weil der Mann möchte ja auf dieser sehr alten Ebene des Nervensystems Frauen dienlich sein. Er möchte die Klagen als Anlass nehmen, etwas für die Frauen zu verbessern. Und es geht sozial nicht, weil jeder Versuch seitens eines Mannes, den Ausuferungen der femistischen Forderungen eine rationla begründete Grenze zu sezten, als Frauenfeindlichkeit sozial geächtet ist. Und welcher Mann möchte schon als Frauenfeind erscheinen. Dies soziale Beschämung IST die stärkste Waffe des (extremen) Feminismus. Und sie wirkt!

    Wer könnte also dem eine Grenze setzen. Nur Frauen könnten das. Die vernünftigen, die nicht neurotischen Frauen.
    Aber warum sollten sie? Die vernünftigen Frauen sind, weil sie ja eben vernünftig sind, viel zu sehr damit beschäftigt, vernünftige Dinge zu tun. Sich um ihre Kinder zu kümmern, ihren Job gut zu erledigen, ihr Parternschafts- und Sozialleben zu pflegen. „Rightly so“ möchte man sagen. Kann man von vernünftigen Frauen wirklich fordern, ihre Zeit und Energie in unvernünftigen ideologischen Grabenkämpfen aufzureiben? Ich kann es den vernünftigen Frauen nicht verdenken, wenn sie es nicht tun. Ich täte es auch nicht.

    Also haben wir die Situation: Ja, es gibt destruktive Aspekte in der vorherrschenden feministischen Ideologie. Aber diejenigen, die ein Interesse daran haben müssten, den Extremen vernünftige Grenzen zu setzen, können es nicht. Und die, die es könnten, haben keinen Grund dazu. Und so radikalisiert sich die femistische Ideologie immer weiter ungebremst. Mit dysfunktionalen Wirkungen.

    Und erst das zeitlich verzögerte überhand nehmen dieser dysfunktionalen Wirkungen wird dem eine Grenze setzen. Ein Zusammenbruch des Wohfahrtsstaates oder ein Zusammenbruch der Zivilisation würde den Spuk sehr schnell beenden. Das aber kann man nicht wirklich wünschen.

    • Vielen Dank, für eine in der gebotenen Kürze recht gut gelungene Skizzierung der die entwickelte Realität widerspiegelnden „Knackpunkte“ für besagte „Probleme“.
      Sicher auch zutreffend, der Handlungs-Appell an die „vernünftienFrauen“, als eine Möglichkeit, eine Auflockerung der (heillos?) verkrusteten Strukturen bewirken zu können.
      Vielleicht bedarf es wirklich des vermehrten gemeinsamen Nachdenkens, aus was und wie diese vernünftigen Handlungen im einzelnen bestehen können, und wie sie umgesetzt werden können…
      Der als „spekulativ“ angedeutete „Zusammenbruch des Wohlfahrtsstaates (und) der Zivilisation, ist aus meiner Sicht sehr viel näher, und damit wahrscheinlicher, als dies durch abwartendes Nichtstun („weiter so!“) die Möglichkeit zur Besserung verspricht…

      • Möglich. Aber wer weiß. Erstens kommt es anders, als man zweitens meistens denkt.

        Ich als alter Sack habe auch schon viele Katastrophenszenarien kommen und unerfüllt wieder gehen sehen.

        Also das worste case Zsenario: Zivilisationszusammenbruch qua Zusammenbruch des wirksamen staatlichen Gewaltmonopols. Dann kriegen wir die Zeit des Faustrechts. (Schlechte Zeiten für Frauen, aber auch für wenige gewaltaffine Männer, für genderfluide Irgendwas, für Intellektuelle, ….). Recht hat dann, wer sich erfolgreich etwas nehmen kann. Aber das ist natürlich nur ein Übergangszustand. Irgendwann stabilisiert sich das wieder. Es bilden sich Klanstrukturen, Warlord-Strukturen. Nicht so gut für Feminstinnen und für den Feminismus als Ideologie, der wäre dann tot. Und zivilisarisch ein gewisser Rückschritt. Aber vielleicht nur ein paar Schritte zurück, um einfach neu Anlaufs zu nehmen.

        Kann aber auch anders werden. Nämlich das Gegenteil von Zivilisationszusammenbruch qua Zusammenbruch staatlicher Strukturen. Im Gegenteil bildet sich ein Überstaat, oder überstaatliche Instanzen. Die verwalten dann die erarbeiteten und produzierten Güter und teilen sie zu. Und zwar gegen Wohlverhalten, also mit autoritären Zügen. Ja, und dann braucht es natürlich Verteilungsregeln. Und das wäre dann wieder das Paradies für alle verteilungstheoretischen „Pressure Groups“, die also mit allen möglichen wohlklingenden Ideologien hier Einfluss nehmen auf die Ausgestaltung. Für Feminismus als Ideologie eine wunderbares Biotop. Und das könnte alles ganz ohne große zivilisatorische Disruption auskommen. Nur kleine graduelle Veränderungen. Ein kleines Belohnungs-/Bestrafungssystem über social credits. Das läuft weitestgehend automatisch, da braucht man keine großen menschlichen Ressourcen zur Erfassung. Kombiniert mit einem rein elektronischem Geldsystem kann das ohne die Notwendigkeit großer Zwangs- und Unterdrückungsmaßnahmen funktionieren.
        Die Kritiker und Ketzer muss man nicht mit einem riesigen Polizeiapparat verfolgen, wegsperren, in Lager einpferchen oder gar umbringen. Es reicht eine kleine Regel im System. Wer zu oft zu vorlaut war, hat vielleicht noch Guthaben auf dem Konto – nur findet er niemanden mehr, der ihm etwas verkaufen darf. Keine Zugfahrkarte, kein Flugticker, keine Miete für einen Veranstaltunssaal für eine Veranstaltung. Als Häretiker wirs du einfach mal kurz aus dem kompletten gesellschaftlichen Leben ausgesperrte. Das sollte reichen als Lektion. Und wer immer noch unzufrieden ist, dem kann man vielleicht mittels einer mit sanftem Zwang verabreichten Glücksdroge überhelfen, das kuriert dann auch von der Unzufriedenheit …

        Alles ohne ins Mittelalter zurückfallen zu müssen.

        Frauen wären auf solche Verhältnisse vermutlich besser angepasst. Und Männer wären hier wirklich in ihrer biologischen Disposition für diese Bedinigungen defizitär. Das Narrativ von der Frau als überlegene Form des menschlichen Seins würde eine großartige und offensichtliche Bestätigung erfahren. Aber gütig, wie die Frauen sind, würden sie die Männer natürlich nicht einfach nur schlecht behandeln. Nein, sie würden sich erzieherisch den Männern widmen, um sie zu bessern.
        Wie überhaupt der gesamte Staat und seine Institutionen ein Erziehungsstaat wäre. Überall kleine pädagogische Hilfen und Erinnerungsstützen, wie man zu sein hat. Und wenn man so ist und sich so verhält erhält man ein aufbauendes „braver Junge!“. Alles ganz ohne unmittelbaren Zwang und Gewalt. Und ohne erkennbaren Zivilisationsbruch.

        Alles denkbar …

        • Leider gehst Du hier nur auf das Szenario eines von mir für durchaus möglich gehaltenen Zusammenbruchs „des alten Normal“ ein, mit dem Schwerpunkt von möglichen „Realitäten“, der sich bereits im „neuen Normal“ absehbar bis ins Unerträgliche weiterentwickelnden negativen „neuen Welt“, was mMn die Horrorvision schlechthin darstellt.

          Umso wichtiger wäre es doch, sich beizeiten konstruktive Gedanken zu machen, im Sinne Deiner ursprünglichen Anregung; vielleicht machst Du an der Stelle gelegentlich weiter, mit ersten konkreten Impulsen?!

          • „vielleicht machst Du an der Stelle gelegentlich weiter, mit ersten konkreten Impulsen?!“

            Was sind denn deine Vorschläge?

            Die Ansätze von dem was virtualcd hier skizziert, sieht man ja schon in China mit ihrem Überwachungsstaat und Umerziehungslagern (mit freundlicher Unterstützung von Google) oder in der anderen Variante in Teilen von Berlin, Bremen oder Schweden, wo ausländische Clan bereits die Macht übernommen haben und die Polizei nichts mehr zu sagen hat. Sicherlich könnte man diese Clan jetzt noch in einer Großaktion wieder loswerden, aber die Grünen werden sofort ´Nazi` schreien und so können die sich immer weiter ausbreiten. Und wenn dann mal wieder 1400 weiße Mädchen über Jahre hinweg vergewaltigt werden, dann tun diese Heuchler ganz überrascht und sind auch ganz besorgt… das Rechte das jetzt irgendwie für sich und ihre Anti-Massenimmigrations-Agenda verwenden könnten.

          • @Sabrina Seerose

            „Umso wichtiger wäre es doch, sich beizeiten konstruktive Gedanken zu machen …“

            Tja … Gedanken … Gedanken kann man sich viele machen, aber viele davon sind auch einfach impotent …

            Ich sehe es im Moment eher so: Was man tun kann, ist den verschiedenen Ideologien ein wenig die Energie zu entziehen. Aufmerksamkeit ist auch eine Form von Energie.
            Es ist natürlich eine schwierige Gratwanderung. Einerseits kann man sagen, wenn man unschöne und bedrohliche gesellschaftliche Entwicklungen meint auszumachen, dann hat man doch die Pflicht, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten etwas dagegen zu tun. Den Mund aufzumachen, zu widersprechen und all diese Dinge. Man kann es aber auch so sehen, dass meine Beteiligung an ideologischen Kämpfen genau diese ideologischen Kämpfe überhaupt erst aufrechterhält. Man nehme ein Fußballspiel: Jeder der beteiligten Mannschaften wird sagen „wir wollen genau der Gegenteil der anderen Manschaft“. Die wollen den Ball in unser Tor bekommen, das wollen – und müssen! – wir verhindern. Und wir wollen den Ball in deren Tor unterbringen und da stehen die uns halt im Weg und müssen (sportlich) bekämpft werden. Und das stimmt ja auch. Nur: Ein außenstehender Beobachter sieht, dass beide dasselbe Spiel spielen. Und das Spiel nur besteht, solange beide Seiten weiter spielen.
            Verlässt eine Manschaft einfach den Platz, ist das Spiel vorbei. Ja, jetzt könnte die auf dem Feld verbliebende Mannschaft natürlich sagen, prima, das Tor ist frei, keine Gegenwehr mehr, jetzt können wir Tore beliebig am Fließban erzielen. Aber was bliebe da noch vom Spiel? Wie viel Energie ist das noch drin?

            Also: Eine Sache ist, den ideologischen Kämpfen die persönliche Energie nicht zur Verfügung zu stellen. Und konkret bedeutet das einfach, jede/n Vertreter/in der ideologisch anderen Seite erst einmal als Einzelperson, als einzelnen Menschen zu sehen. Nicht als Vertreter der feindlichen Gruppe …

            Ist nicht immer so einfach. Weil: Verbohrte Ideologen sind ja nicht immer nur die Anderen. Ich bin es auch …

  6. Ernsthaft?
    Am Anfang noch ein guter Kommentar, aber spätestens bei „Corona soll die Bürger gefügig machen“ aka absichtlich in die Welt gesetzt und „alle werden gechippt“ hat der Autor jegliche Glaubwürdigkeit verloren.
    Scheinbar auch nur eine verirrte Seele die jeden Schwachsinn aus dem Internet glaubt

    • Oh, dass der Virus mindestens künstlich verbessert wurde, ist m.W. recht valide belegt, auch wenn sich da (wie bei jedem komplexen Thema) die „Experten“ gegenseitig widersprechen. Ob es absichtlich ausgesetzt wurde oder nicht, darüber ist sicher auch noch nicht das letzte Wort gesprochen (wahrscheinlich werden wir es nie erfahren). Ich finde die Selbstsicherheit, mit der Glaubenssätze heutzutage vertreten werden immer wieder faszinierend, deine Glaubwürdigkeit erhöht sich jetzt auch nicht dadurch, klingt eher, als ob du ein Mainstreamschäfchen bist.

  7. Ich finde den Text grobschlächtig, sprunghaft und eklektizistisch.

    Männer sind körperlich robuster, widerstandsfähiger, besitzen mehr Muskelmasse – sie sind damit eher geeignet für die Verteidigung nach außen.

    Merkwürdig auch, dass alle Männer für die Verteidigung nach außen geeignet sind – das romantische Bild, dass der Angreifer immer der Andere ist, funktioniert leider nicht, wenn das auch alles nur Männer sind, die für Verteidigung geeignet sind.

    Die Aufrechterhaltung der Population ist ein Gedanke, der aus dem Nichts auftaucht und nicht begründet wird. Ist nicht die Population, seit der Homo Sapiens Sapiens auftauchte, hunderttausende Jahre nur gewachsen, gewachsen und gewachsen? Ist nicht Stagnation heute schon problematisch?

    Am Schluss, mit Soros etc. dreht es ja völlig ab.

    Man kann an diese Theorie glauben oder nicht, ganz auszuschließen ist diese Theorie nicht.

    Doch, das kann man. Ich kann das.

    Aus Soros werden bei Dir erst diese Leute, von denen man das kennt – wieivele Leute wie Soros gibt es denn, von denen man das kennt? Dann ist es die Weltfinanzelite. Instinktiv hält man die Nase zu, um den strengen Geruch von Antisemitismus zu vermeiden, der vor der Tür steht.

  8. Das ist jetzt so ziemlich der größte Bockmist, den ich seit langer Zeit gelesen habe. Irgendein Lauch, den scheinbar die Frauen unterdrücken, leitet aus der Idee, dass seine muskelbepackten Vorfahren sich seit Jahrtausenden die Birne eingeschlagen haben, das Vorrecht ab, weiter der gefühlte Herrscher des Planeten zu sein. Lauch, bleib bei deinen Blättern!
    Vollkommen hirnrissig wird es dann im letzten Absatz, wenn er (natürlich) antisemitische Sujets verwendet, um zu zeigen, wie die NWO Frauen fördert und unser Lauchkrieger nicht mehr mit dem Schwert andere Länder überfallen darf.

    Und natürlich sollen die Frauen alle Rechte und Möglichkeiten haben, das zu tun, was sie wollen. Sie stehen sich dabei auch gern mal im Weg, aber es gibt keine Tradition, die dem Mann verbietet eine Mikrowelle zu bedienen und der Frau, eine Kampfdrohne zu steuern.

  9. Ich habe für den Artikel 20 Sekunden investiert, weil sein Duktus konservativ anmutet. Da linke Analysen zum Thema Feminismus für die Vermehrung nützlichen Wissens eher untergeordnete Bedeutung haben, wäre es schön gewesen, dieser Text machte es besser,
    Aber dieser prominente Satz:
    „Feminismus – das möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen – ist in ihrer Urform eine schöne Vorstellung von Gleichheit der Geschlechter.“
    zerstört die Hoffnung.
    Er übersieht erstens, dass das Genus von Feminismus männlich ist und zweitens setzt er die Gleichheit der Geschlechter. Ein anspruchsvollerer Text zum Feminismus muss begrifflich stringent vorgehen: Geschlechter sind nicht gleich. Danach kann er sich meinetwegen ein Kriterium nehmen, unter dem die Gleichheit „eine schöne Vorstellung“ wäre.
    Die „schöne Vorstellung“ der Gleichheit bezieht sich also nicht auf das reale Wesen von Geschlecht. Eine Vorstellung ist nicht real (auch wenn bestimme Formen des Idealismus dies bestreiten). Etwas, was nicht real ist, soll nach der Meinung des Autors Feminismus in seiner Urform begründen.
    Der Feminismus betrachtet sich selbst als außerordentlich real und die von ihm festgestellte patriarchale Ordnung als Verschwörung. Er selbst erkennt sein Interesse als gegensätzlich zum männlichen Interesse, insofern ist der Feminismus realistisch und die Meinung des Autors subjektivistisch irreal. Es ist alles umgekehrt. Der Text hat verdrehte Prämissen und wird deshalb so eklektizistisch, wie ein anderer Kommentator hier im Blog treffend bemerkt hat.

  10. Auch noch mein Senf dazu:

    Ich finde schon einige der Prämissen falsch. Diese Vermischung von Evolutionärem und Gegenwärtigem führt auf den falschen Weg.

    Was hat die Muskelmasse damit zu tun, dass Frauen an der Front kein Schießgewehr bedienen, keine Kampfjets fliegen müssen? Wenn der Fußballer Philip Lahm kaum Kopfballtore macht, weil er so klein ist, dann muss er sich eben etwas anderes ausdenken, um erfolgreich zu sein. Körperliche Attribute können nicht für alles herhalten, was unpässlich erscheint. Wieso ist der „arbeitstechnische Output von Frauen geringer“? Wo braucht man denn heute im Arbeitsleben noch wirklich Muskelkraft?

    Und was ist denn das für eine Behauptung: „Feminismus – das möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen – ist in ihrer Urform eine schöne Vorstellung von Gleichheit der Geschlechter.“
    Wie kann Feminismus die Vorstellung von der Gleichheit der Geschlechter sein, wenn er sich nur an Frauen orientiert? Sobald ein solcher Satz in einem feminismuskritischen Text erscheint, schaudert es mich immer, weil sichtbar wird, wie tief die Hirnwäsche über die letzten Jahrzehnte eingedrungen ist. Schlimmerweise müsste es außerdem heißen „in seiner Urform“.

    „Ich nenne das mal einen schlummernden Riesen wecken“
    Der aufkommende Widerstand fühlt sich eher an, als würde ein siecher, leberkranker lila Pudel seinen letzten Seufzer herausdrücken, während er träumt, ein stolzes Alphatier zu sein.

    „Quo Vadis, Feminismus ?“
    Na der läuft halt dahin, wo es gerade warm, gemütlich, wohlhabend, also rundum angenehm ist. Wo die Work-Life-Balance für jede einzelne Frau ideal ist. Wo man sich nicht anstrengen oder in Gefahr bringen muss, um die dicksten Früchte des Lebens zu genießen. Wo man verlangen und fordern kann ohne selbst zu leisten. Wo man über den Nachwuchs, also die Kinder, beliebig bestimmen kann und ihn entsprechend formt. Und wenn der Nachwuchs mault, dann verklappt man ihn in der Ganztagsbetreuung und geht in den Gym oder ins Nagelstudio.
    Und was die ganze Gesellschaft betrifft: Scheint Feministen scheißegal zu sein – sonst wären doch viel mehr Frauen in der Politik aktiv.

    Ich stelle mir mal vor, es gäbe so einen Geschlechtervertrag, wie auch immer vom Generationenvertrag gesprochen wird. Der Mann schafft an, beschützt und versorgt seine Familie. Die Frau betreut die gemeinsamen Kinder und macht die Höhle warm, damit Kinder und Mann nicht erfrieren, wenn er von der Jagd bei Wind und Wetter zurückkommt.
    Nun kündigt die Frau den Geschlechtervertrag auf und schafft den Feminismus. Na dufte, soll sie doch auch jagen gehen! Dann kommen halt beide in eine kalte Höhle zurück, in der der Nachwuchs hoffentlich alleine überlebt hat.

    Das Bild passt heute nicht mehr so ganz. Denn die Versorgung und der Schutz des Nachwuchses werden gesamtgesellschaftlich geregelt. Die Folge: Der Vater verliert seine Kinder. Und die sind eine zentrale Lebensmotivation. Feministen und viele Frauen verdrängen Väter zunehmend aus dem Leben ihrer Kinder. Kinder gehören den Frauen.

    Warum sollte also ein Mann jenseits der Triebabfuhr Interesse an einer geschlechtlichen Partnerschaft haben und seine Dienste vollbringen, wenn er faktisch keinen Anspruch darauf hat, seinen Nachwuchs zu erziehen oder zu prägen, ihn womöglich nicht mal sehen darf? Ich erkenne keinen Grund mehr. Und die Triebabfuhr kann er sich sonstwo holen.

    So geraten wir in eine gesellschaftliche Endzeit, vereinzeln und löschen unsere Kultur aus. Der Feminismus nimmt Männern die Möglichkeit, Kinder haben, beschützen und direkt versorgen zu können. Damit nehmen ihm die Feministen den zentralen Sinn des Lebens.

    Quo vadis? Beim Feminismus ist mir das klar. Ich finde viel spannender: Quo vadis, Männer?
    Unter die Brücke?
    In die Kneipe?
    Oder wohin sonst?

    • Ich denke schon, dass man die Evolution auf die heutige Situation der Geschlechter zueinander heranziehen kann. Du wirst sicherlich nicht anzweifeln, dass eine Frau weniger Kraft aufwendet als ein Mann. Sicherlich haben technische Verbesserungen sehr viel getan, dass Frauen heute viele Berufe genauso wahrnehmen können als Männer gar keine Frage. Ja, der Feminismus hat in „seiner“ Urform wirklich sehr viel und berechtigterweise für Frauen getan, in seiner heutigen Ausprägung aber mit Quoten und Jungenbenachteiligung in der Schule bewirkt er genau das Gegenteil von dem, was er vorher mal ausgemacht hat: Gleichheit oder von mir aus auch Gleichberechtigung der Geschlechter.

      Nein, ich persönlich komme damit klar, wenn Frauen eine selbstbestimmte Lebensform wählen. Ich mache mir nur Sorgen um die Gesellschaft.

      Das sehe ich genauso mit der gesellschaftlichen Endzeit. Mir ist das aber nicht egal, weil ich vermute, dass das viele nicht wirklich wollen, aber diese verhängnisvolle Entwicklung nicht wirklich sehen.

      • „Du wirst sicherlich nicht anzweifeln, dass eine Frau weniger Kraft aufwendet als ein Mann.“

        Das zeigt ja schon die Lebensrealität: Während der Mann 100 Prozent gibt, gibt die Frau halt ein bisschen teilzeit mit klar definiertem Feierabend. Das hat aber nichts mehr mit Muskelkraft zu tun. Das ist die Work-Life-Balance.

        „Feminismus hat in „seiner“ Urform wirklich sehr viel und berechtigterweise für Frauen getan“

        So habe ich auch mal gedacht. Bin aber inzwischen anderer Meinung. Der Feminismus hat mit seinem ehemaligen Anspruch auf Gerechtigkeit von vornherein das Ziel verfolgt, von Männern dominierte gesellschaftliche Bereiche für Frauen zu öffnen – aber eben nicht von Frauen dominierte gesellschaftliche Bereiche für Männer. Das hatte nichts mit Gerechtigkeit zu tun, als die Suffragetten den Männern, die nicht an der Front sterben wollten, eine weiße Feder als Stigma anhefteten. Die Frauen hätten ebenfalls in den Krieg ziehen müssen – anstatt immer nur die Aufopferung der Männer zu fordern. Das wäre ein Zeichen gewesen, dass es ihnen um Gleichberechtigung geht.
        Aber es geht ihnen bis heute im Feminismus um ihren Vorteil. Und das ist insbesondere im Kontext dessen, was du schreibst, absolut verwerflich. Jungenbenachteiligung und Ergebnisgleichheit ohne entsprechendes Engagement (sog. Gleichstellung) sind die hässliche Fratze des Feminismus und zeigen, dass ihnen sogar die Kinder weitgehend egal sind, wenn sie nur ihre Vorteile genießen.

        Letztes Jahr hätte ich mich noch als Feminismuskritiker definiert – inzwischen aber als Antifeministen. Denn Feminismus konn schon vom Begriff her nicht inklusiv sein, also auch die anderen Menschen wie Kinder oder Männer entsprechend berücksichtigen. Er dreht sich nur um die Frau.

        • „Der Feminismus hat mit seinem ehemaligen Anspruch auf Gerechtigkeit von vornherein das Ziel verfolgt, von Männern dominierte gesellschaftliche Bereiche für Frauen zu öffnen – aber eben nicht von Frauen dominierte gesellschaftliche Bereiche für Männer.“

          Wer hat sich den Boys-Day ausgedacht bzw. von wem wird er kritisiert?

          • Das ist doch genau der Punkt. Es wurde nicht ein Tag geschaffen, an dem unterrepräsentierte Gruppen für entsprechende Berufe interessiert werden sollten – es wurde ein Girl’s Day geschaffen. Jahre später wurde dann auch ein Boys Day eingerichtet.

            Das heißt doch, dass der Feminismus seiner Bezeichnung entsprechend zwischen den Geschlechtern spaltet, sonst wäre ja ein Tag für alle Kinder entstanden vielleicht mit dem Titel „Work different“ oder „Andere Horizonte“ oder wie auch immer.
            Aber nein, es wurde nach Geschlecht separiert. Deswegen werden Kinder getrennt an unterschiedlichen Tagen motiviert. Und das ist nur ein kleines Beispiel für die Spaltung der Gesellschaft nach Geschlecht.

      • „Ja, der Feminismus hat in „seiner“ Urform wirklich sehr viel [..] für Frauen getan“

        Du schreibst es ja selbst. Der technische und medizinische Fortschritt hat einen deutlich größeren Anteil daran das Frauen heute mehr Möglichkeiten haben als Männer.

  11. Quo vadis, Männer?

    Solange die Gesellschaft bei der Reproduktion auf Frauen angewiesen ist, deren freie sexuelle Wahl unbeschränkt bleibt (-> alle Frauen reproduzieren sich mit Männern ihrer Wahl, immer weniger Männer reproduzieren sich und werden dadurch das evolutionäre Nadelöhr) werden wir die Antwort auf deine Frage durch die durchgeführte Wahl von Frauen erhalten.
    Die sexuelle Wahl von Frauen, wenn sie nicht beschränkt wird, tendiert zur Dysfunktionalität (-> z.B. Menschen werden immer ähnlicher wegen des geringeren männlichen Genpools und vermutlich auch immer dümmer).
    In gynozentrischen Gesellschaften sind Menschen viel ähnlicher, als in patriarchalischen Gesellschaften, weswegen ich vorschlage, die physische Ähnlichkeit von Menschen in Gesellschaften als Gradmesser des herrschenden Gynozentrismus zu nehmen. Wird eine Gesellschaft von einem markigen Despoten geführt, der Frauen als minderwertig betrachtet und ihnen Zugang zu gesellschaftlichen Positionen verwehrt, Abtreibung verbietet und bei Ehebruch steinigt, so kann hier doch eine feministischen Gesellschaft vorliegen, die sich durch die dysfunktionale weibliche sexuelle Wahl zu dieser Form entwickelt hat, wenn alle Männer und Frauen überraschend ähnlich aussehen. I.d.R. sind feministische Gesellschaften homophob, weil männliche Homosexualität dem weiblichen Interesse widerspricht. Iran ist in meiner Perspektive ein feministischer Staat.
    Das antike Griechenland mit seinen wissenschaftlichen Glanzleistungen wäre dann eher eine patriarchalische Gesellschaft, von dem ich jetzt nicht weiß, wie es bei den Griechen mit der physischen Ähnlichkeit der Menschen beschieden war, aber die Toleranz und sogar Förderung von männlicher Homosexualität ist ein sicheres Indiz für ein echtes Patriarchat. Die in unserer aktuellen Gesellschaft zu beobachtende Förderung männlicher Homosexualität ist nur ein politisches Vehikel (z.B. via Ehe für alle) und hat immer weniger kulturelle Verankerung in der Gesellschaft, weil aktuelle Gesellschaften immer feministischer (-> Unbeschränktheit der weiblichen sexuellen Wahl) und homophober werden.
    Die Möglichkeiten zur Vermeidung dieses Umstandes haben alle ihren Ursprung in der Beschränkung der freien sexuellen Wahl durch Frauen. Diese Beschränkungen können kultureller, religiöser oder materieller Natur sein.
    Z.B. könnte die Corona- und Klimapolitik des aktuellen Gynozentrismus den wirtschaftlichen Zerstörungsprozess beschleunigen, was eine materielle Beschränkung der oben erwähnten Wahl zur Folge hätte. Daher wäre ein rationaler Umgang aus der Sicht eines langfristigen Männerinteresses, linke, globalistische Politik zu unterstützen.

    • „Daher wäre ein rationaler Umgang aus der Sicht eines langfristigen Männerinteresses, linke, globalistische Politik zu unterstützen.“

      Der Satz leuchtet mir nicht ein. Das Gegenteil erscheint mir angebracht. Könntest du das bistte näher erläutern? Ansonsten stimme ich dir zu.

    • Das mit dem Akzelerationismusversuch halte ich für keine gute Idee. Denn diesmal ist es gobal-total; es gibt kein Druck mehr, mit einem Konkurrenzsystem eines bedeutsamen Machtblocks zu konkurrieren. (Auch die angestrebte EU-Task-Force und gegenseitige Unterstützung von EU-Armeen in einem EU-Land, bei dem es „nötig“ werden sollte ist dazu da, nationale Revolutionen/Aufstände scheitern zu lassen/ niederzuschlagen.)
      Ich empfehle nun noch, Folgendes zu lesen (bzgl. der letzten beiden Texte empfehle ich die am Ende der jeweiligen verlinkten Seite verlinkten englischen Originaltexte zu lesen; deren Übersetzung ist teilweise „suboptimal“/unsinnig).

      https://www.epochtimes.de/wirtschaft/unternehmen/es-begann-mit-hygienevorschriften-bewusst-herbeigefuehrte-unwirtschaftlichkeit-zwang-gaststaetten-in-der-ddr-zum-verkauf-a3342330.html

      https://uncut-news.ch/2020/10/26/klaus-schwab-sie-werden-in-10-jahren-nichts-besitzen/

      https://uncut-news.ch/2020/10/13/tipp-klaus-schwab-und-sein-grosser-faschistischer-reset/

      (Anmerkung zu den letzten beiden Texten und darin verwendeten Begriffen: Was wir haben, ist kein „Kapitalismus“ (in einem solchen gäbe es kein „to big too fail“, keine „Systemrelevanz“ von irgendwelchen Unternehmen), sondern ein mehr oder weniger sozialistischer Korporatismus. Und ebensowenig wie ein „Kommunismus“ angestrebt wird, wird ein „Faschismus“ angestrebt (beide Definitionen treffen nicht zu, auch wenn aus beiden diverse Elemente synthetisierend implementiert werden), sondern ein Totalistarismus sui generis, nämlich ein weltweiter transhumanistisch technokratisch-totalitärer Globalistensozialismus/-korporatismus, in der China vermutlich eine Welthegemonialrolle zukommt, ungefähr vergleichbar mit derjenigen, die die USA in den letzten hundert Jahren hatten – aber umfassender.)

  12. Das war der zynische Ansatz für Hazardeure, also: anstatt gegen linke Politik, die zur Verminderung von Ressourcen führt, zu kämpfen, kann es Sinn machen, dass Männer, deren Ressourcen gering sind (die Größe dieser Gruppe nimmt stetig zu), dazu übergehen, die Knappheit der Ressourcen zu verschärfen (Ausstieg, Unterstützung linker Politik, die Industrien abwickelt, etc.) und auf dem Vulkan zu tanzen, was den Zusammenbruch begünstigt, Horden auf die Straßen treibt und das politische System zum autoritären Durchgreifen zwingt. Renten könnten nicht mehr bezahlt werden, Durchschnittsverdiener verlören ihre Perspektive und den Glauben an den Staat. Eine kritische Masse der bisher unpolitischen Mittelklasse, die unmittelbar vom Untergang bedroht wäre, würde das politische System zu stürzen (und mit ihm den Feminismus), die industrielle Strukturen bewahren und das Heer von mittellosen Männern zurück in das System integrieren (durch Änderung von Gesetzen, wie z.B. Scheidungsrecht, Reduktion von Steuern,etc. )

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