121 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 290 (21.10.2020)

  1. Heute einen neuen Begriff kennengelernt: Euphemismus-Tretmühle

    „Der Begriff der „Euphemismus-Tretmühle“ wurde von Steven Pinker eingeführt. Er beobachtete den Effekt, dass euphemistische Wortneubildungen alle negativen Assoziationen jener Wörter aufnahmen, die sie ersetzten, also eine Bedeutungsverschlechterung erlebten.
    (…)
    Andere Versuche der Aufwertung durch Verwendung neuer Bezeichnungen kaschieren die negativen Nebenbedeutungen der fraglichen Wörter durch Abkürzungen, indem etwa „Zigeuner“ mit dem amtssprachlich anmutenden Kürzel „MEM“ (für „Mobile Ethnische Minderheit“) ersetzt wird. Auch können junge Intensivtäter als „BASU 21“ („Besonders Auffällige Straftäter Unter 21“) in Erscheinung treten. Kürzel solcher Art werden – analog dem Ausdruck „Maximalpigmentierter“ für einen Menschen mit schwarzer Hautfarbe – auch als an der Grenze zur Parodie stehend empfunden. “

    https://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus-Tretm%C3%BChle

    Dass die woke Fraktion aus Gründen des Lebensunterhaltverdienens und des Prestiges nicht die Absicht haben, diese Tretmühle jemals außer Betrieb zu nehmen, wurde ja hier schon öfter thematisiert.

    • Vor Jahren schon mal in einem Kolloquiumsvortrag von einem Didaktiker gehört: SuS. Als ein Wort ausgesprochen, also etwa wie suss. Er hat das ganz selbstverständlich gebraucht, aber die meisten im Auditorium, die Fachwissenschaftler und keine Didaktiker waren, haben es nicht verstanden. Er hat dann aufgelöst: Schülerinnen und Schüler.

      • SuS und LuL ist heute Standard an Schulen. Die KuK sind die Kolleginnen und Kollegen.

        Wie sehr in den Fachseminaren zur Lehrerausbildung auf Gendersprech geachtet wird, ist bis zu einem gewissen Maß vom einzelnen Fachleiter abhängig. Man soll es verwenden; den Vernünftigen reicht bei der ersten Verwendung des Wortes Schüler in einem Unterichtsentwurf eine Fußnote mit dem Hinweis auf die generische Bedeutung des Wortes.

        Aber in der schulinternen Kommunikation haben die Bezirksregierungen mit Hilfe williger Direktoren*) SuS & Co durchgesetzt. Zumindest in NRW.

        *) Damit sind hier und im folgenden Männer und Frauen gemeint.

    • „BASU 21“ („Besonders Auffällige Straftäter Unter 21“)

      #Aufschrei!!
      Also wenn dann bitte BASuSU 21“ („Besonders Auffällige Straftäterinnen und Straftäter Unter 21“)

  2. Ist wohl in GB.

    Ein Sonnenstrahl am Horizont. Wenn das Unterrichten von White Privilege gegen das Gesetzt ist, muss es das Unterrichten von White Privilege auch sein. Der intersektionale Feminismus und seine Kopfgeburten werden hoffentlich endlich als das Gift erkannt, dass sie für eine Gesellschaft sind.

    Einige, wie (zu meiner Überraschung) diese Equalities Ministerin hier, haben es wohl erkannt.

    Die Cancel Culture hat auch eine ganze Reihe von Journalisten aufgeweckt. Die Unausstehlichkeit diese Person kann nicht mehr ignoriert werden.

    • Ah, es muss die hier sein:
      https://www.gov.uk/government/people/kemi-badenoch
      „Exchequer Secretary to the Treasury and Parliamentary Under-Secretary of State (Minister for Equalities)“
      Faszinierende Titel haben die.

      Es gibt nämlich noch einen „Secretary of State for International Trade and President of the Board of Trade, Minister for Women and Equalities „,ein Posten der mit einem Weißbrot-Weibchen besetzt ist:
      https://www.gov.uk/government/people/elizabeth-truss

      Jedenfalls ist sie eine Konservative…
      https://en.wikipedia.org/wiki/Kemi_Badenoch
      und Brexit-Anhänger:
      „Badenoch supported Brexit in the 2016 UK EU membership referendum.[9] She voted for then Prime Minister Theresa May’s Brexit withdrawal agreement in early 2019. In the indicative votes on 27 March, she voted against a referendum on a withdrawal agreement and against a customs union with the EU.[35] In October, Badenoch voted for Johnson’s withdrawal agreement.[36] In the December general election, she was re-elected with an increased majority of 27,594 (43.8%) votes.“

      Wenn alle schwarzen Frauen so wären… die hier würde ich glatt gegen Merkel tauschen.

  3. Sie belegen Studienplätze, die auch mit Männer besetzt werden könnten, die auch wirklich Interesse an dem Job haben und nachdem sie fertig sind, sind alle die Männer die wegen ihnen keinen Platz abbekommen haben, im Status zu niedrig.

    Polygamie ist im Iran (noch) verpönt.

    • Das ist doch eine konsequente Weiterentwicklung der Hypergamie: Anstatt am Rande zu warten bis der stärkste Mann sich in der reinen Männerkonkurrenz durchgesetzt hat, spielt frau mit und kegelt alle raus die schwächer sind als sie (Frauenbonus und Sexappeal sind dabei gleichwertig zu Wissen und Können).

  4. YEEEEESSSS, ein weiterer schwerer Schlag gegen den miesen Linksextremismus! Die Trump Admin rockt! Another term, please!

  5. @Renton

    „Ich bin da auch extrem skeptisch. Wenn der CCC ein solches System für gut befände, würde ich mich darauf einlassen, darüber nachzudenken.“

    Der CCC analysiert nur bestehende Systeme, ohne Anreiz werden aber keine entwickelt. Er sollte mal das herkömmliche Wahlsystem analysieren…

    Was hältst du von folgendem Verfahren: man geht ins Wahlbüro, kann gegen seinen Wahlschein und ein Abhaken auf der Wählerliste einen Briefumschlag mit z.B. einem eindeutigen QR-Code ziehen (damit ist nicht nachvollziehbar welchen du bekommen hast), damit gehst du zum Wahlautomaten, scannst den ein und triffst deine Wahlentscheidung, welche sofort online geht und daher nachträglich nicht mehr manipuliert werden kann. Anhand des Codes kannst du immer nachprüfen, ob die Zuordnung noch stimmt (abgesehen davon, dass jeder der die Daten protokolliert eine nachträgliche Änderung bemerken würde). Der Code enthält außerdem die Information über das Wahllokal, so dass Anzahl der Stimmen usw. abgeglichen werden können. Pünktlich zum Wahlschluß, schaltet sich das Ding aus, so dass unverbrauchte QR-Codes nicht etwa nachträglich eingespeist werden können. Die Automaten basierend auf möglichst einfach nachvollziehbarer offener Software.

    Man hätte damit mehrere kritische Punkte entschärft: Blankowahlscheine die nachträglich ausgefüllt werden, widersprüchliche Ergebnisse, lange Wartezeiten auf das Endergebnis, ungültig machen von Wahlscheinen, Absprachen, Übermittlungsmauscheleien usw. außerdem verkürzte sich der Wahltag für die Helfer auf angenehme Weise. Die Kosten wären überschaubar.

    „Dann beauftrage halt jemanden aus dem Nachbarort.“

    Die wildern normalerweise nicht in angrenzenden Revieren. In Unterbeschäftigungszeiten oder bei 0815-Aufträgen mag das mal funktionieren, heutzutage nicht. Ich habe allein fast zwei Jahre darauf gewartet, dass unser lokaler Tiefbau(? wie nennt man die?) Unternehmer hier unsere alte Wasser- und Abwasserleitung austauscht und bin nur reingerutscht, weil ein Kunde weggestorben ist. Und der hatte m.W. nichts gegen mich, aber als Rei’gschmeckter kommst du halt auch so schon immer ganz ans Ende der Liste. Da solche Sachen auch in enger Abstimmung mit der Stadt gemacht werden müssen, machen das Externe normalerweise nicht, weil sie keinen Draht zu deren Mitarbeitern haben. Du lebst nicht auf dem Dorf, oder? Der Gas-Wasser-Scheiße-Platzhirsch deckt schon mehrere Dörfer ab, dem kommt auch niemand in die Quere. Von dem wollte ich eine neue Toilette installiert haben, Wartezeit: mehrere Monate und man bekommt überhaupt nur was, wenn man regelmäßig drängelt. Am Ende hab ich das Ding selbst eingebaut…

    “ Faustregel: Wenn man für seine Rechte nicht selber kämpft, macht es keiner.“

    Solche oberlehrerhaften Plattitüden gehen mir auf den Sack! Die Welt würde nicht aussehen, wie sie aussieht, wenn das so einfach wäre. Davon abgesehen ist das ein „Tragik der Allmende“-Problem, weil ich eben nicht nur für meine Rechte kämpfe (das ist schon anstrengend genug), sondern für die aller, die sich mehrheitlich aber einen Dreck darum scheren. Die ganzen Axiome der „repräsentativen Demokratie“ sind hanebüchener Unsinn und weltfremd, aber gut, darüber kann man endlos diskutieren.

    „Wenn Du den Verdacht hast, dass es bei euch verdächtig viele ungültige Stimmen gibt, sei Wahlhelfer und achte auf so etwas! Ich wiederhole mich: Kontrolle ist, was wir daraus machen. Am Ende sind es immer Menschen, die die Kontrolle ausüben (müssen).“

    Ich dachte ich hatte schon dargelegt, dass man bei uns nicht so ohne Weiteres in den Kreis der Erlauchten aufgenommen wird? Nicht? Und nein, Wahlbeobachter mache ich nicht. Soll der Schei**ehaufen halt untergehen. Und ich wiederhole mich auch nochmal: ein System, welches meine ständige Kontrolle erfordert, ist ein schlechtes System. Warum basieren wir z.B. nicht die Lebensmittelsicherheit auf freiwilligen Kontrollen durch Bürger? Es ist doch in ihrem ureigensten Interesse, oder nicht? Warum glaubst du, macht man das nicht? Und wieso sind dort (zumindest theoretisch) systematische amtliche Kontrollen möglich, aber bei einer Wahl geht das angeblich nicht?

    „Wir sind nicht die DDR. Wir werden auf ganz andere Art um Demokratie betrogen als durch Wahlfälschung. Meine ich.“

    Ja, wir diskutieren darüber, wieviele Engel auf eine Nadelspitze passen. Normalerweise spielt es keinerlei Rolle, welche Partei man wählt. Zirkus für die Gläubigen. In seltenen Fällen, kann es aber halt dennoch überlebenswichtig sein.

    • Ach übrigens:

      „Als mein Urgroßvater von den Nazis eingeknastet wurde, gab es sowas wie die SA, die mit Stahlstangen Leute zum Krüppel oder gar tot geschlagen haben. Wenn sich damals Leute nicht getraut haben, das Maul aufzumachen: Okay, ich kann es verstehen.“

      Die SA entwickelte sich als Reaktion auf linke Gewalt (kannst du in „Mein Kampf“ nachlesen, Hitler war stolz wie Bolle, dass die NSDAP die einzige Partei war, die nicht vor den Kommunisten einknicken musste, selbige waren nämlich selbst kurz vor der Machtübernahme gewesen und zogen keine Samthandschuhe an, wenn sie z.B. Wahlkampfveranstaltungen platt machten, komischerweise lernt man diesen Teil der Geschichte kaum im Unterricht).

      Linke Gewalt, gedeckt von den Massenmedien, haben wir bereits wieder zur Genüge. Prügeleien mit Stahlstangen sind jedenfalls keine wirkliche Ausnahme und medial nimmt man übergroße Rücksicht auf diese wackeren „Kämpfer gegen rechts“. Das „Maul aufmachen“ darf man also schon, aber nur um mitzugrölen, nicht um zu widersprechen, denn dann ruinieren sie dir dein Leben und deinen Ruf und wenn du Pech hast, endest du wie Kalbitz oder halt so:

      So hat der CCC übrigens letztes Mal geflaggt:

      Quelle:
      https://netzpolitik.org/2019/35c3-hackerkonferenz-zeigt-rechten-den-mittelfinger/
      Die überschlagen sich vor Freude darüber, dass das jetzt eine Bessermenschenveranstaltung mit Linksfaschisten-Unterstützung ist…
      „Wenn AfD-Sympathisanten über „mangelne Neutralität“ beim #35C3 quengeln, dann ist das gut.“

      Und es wurden angeblich auch Leute angegriffen, die ihre Nationalflaggen an ihrem Stand angebracht hatten und ähnliches. Linksextreme Idioten wie fefe haben fleissig mitgeholfen, dort die zeitgeistige Gesinnungsdiktatur zu etablieren. Der CCC ist für mich so tot, wie die Piraten. Gekapert und versenkt.

      • „Die SA entwickelte sich als Reaktion auf linke Gewalt (kannst du in „Mein Kampf“ nachlesen)“

        Sehr glaubwürdige Quelle.

        „die Kommunisten waren nämlich selbst kurz vor der Machtübernahme gewesen“

        1933? Nein, das haben die Nazis behauptet, um mit der Angst vor dem Kommunismus Stimmen abzugreifen. Diese Lügen sind längst historisch widerlegt.

        Wenn Du 1918/19 meinst – tja, sie waren erfolglos, den Verrätern Ebert, Noske & Co sei Dank.

        • „Sehr glaubwürdige Quelle.“

          In diesem Punkt durchaus. Schon deshalb, weil du die beschriebenen Ereignisse nachprüfen kannst. Sorry, könntest, natürlich würdest du nie solchen politisch inkorrekten Schund lesen, dazu bist du viel zu brav…

          „die Kommunisten waren nämlich selbst kurz vor der Machtübernahme gewesen“
          1933? Nein, das haben die Nazis behauptet, um mit der Angst vor dem Kommunismus Stimmen abzugreifen. Diese Lügen sind längst historisch widerlegt.“

          *lol*, na dann her mit deinen Quellen!

          „Wenn Du 1918/19 meinst – tja, sie waren erfolglos, den Verrätern Ebert, Noske & Co sei Dank.“

          Nein, meine ich nicht. Und Gott sei Dank waren sie erfolglos…

          • „Sorry, könntest, natürlich würdest du nie solchen politisch inkorrekten Schund lesen, dazu bist du viel zu brav…“

            1. Ich bin nur zu brav, Dir ein „Fick Dich“ zu schreiben. @Androsch, wie oft haben wir hier schon diskutiert? Wenn Du jetzt noch der Ansicht bist, ich würde einen Scheiß darauf geben, was als „politisch inkorrekt“ gilt, frage ich mich, ob Du meine Beiträge wirklich liest. Ich hatte bisher doch den Eindruck. Also was soll diese alberne Bemerkung?

            2. „Mein Kampf“ ist die Kampfschrift eines Mafiapaten mit enormen politischen Ambitionen. Wenn man den Inhalt als „subjektiv geprägt“ bezeichnet, ist das noch nett ausgedrückt.

            Ich zweifle nicht daran, dass innerhalb der rechten Bewegung das Narrativ herrschte, sich ja bloß nur gegen die Kommunisten zu ‚verteidigen‘. Ob das in der Gesamtschau so stimmt, werde ich aber garantiert nicht allein anhand der Kampfschrift eines ihrer Vorkämpfer beurteilen.

            „*lol*, na dann her mit deinen Quellen!“

            Okay. Für Dich mache ich mir extra die Mühe, das abzutippen.

            Bernt Engelmann „Einig gegen Recht und Freiheit, Teil 2“ 9. Druck, 1998, S. 224f:
            „Noch am Tage der Machtergreifung […] am 31. Januar 1933, hatte sich Goebbels notiert: „In einer Unterredung mit dem Führer legen wir die Richtlinien im Kampf gegen den roten Terror fest. Vorläufig wollen wir von direkten Gegenmaßnahmen absehen. Der bolschewistische Revolutionsversuch muß zuerst einmal aufflammen. Im geeigneten Moment werden wir dann zuschlagen.“ Doch nun waren bereits mehr als drei Wochen vergangen, ohne daß die Linke einen Revolutionsversuch unternommen hatte; bis zum Tag der Wahlentscheidung, dem 5. März, verblieb nur noch wenig mehr als eine Woche, und noch immer war nichts „aufgeflammt“. Man hatte die Gewerkschaften und die Linksparteien, vor allem die KPD, nach allen Regeln der Kunst provoziert, ihre Versammlungen entweder verboten, polizeilich aufgelöst oder von SS-Kommandos sprengen lassen; die kommunistischen Zeitungen waren auf unbestimmte Zeit verboten, die sozialdemokratischen Blätter immer wieder behindert und beschlagnahmt worden. Man hatte tausende von linken Funktionären, Flugblattverteilern und Plakatierern verhaftet und brutal mißhandelt; mindestens 51 – wahrscheinlich weit mehr – waren dabei ums Leben gekommen. Aber der von den Führern der Nazi-Partei herbeigesehnte, weil für die entscheidende Reichstagswahl zur Mobilisierung auch der letzten bürgerlichen und bäuerlichen Wähler dringend benötigte „Aufstand der roten Horden“ schien auszubleiben.
            Am 23. Februar ließ Hermann Göring das Karl-Liebknecht-Haus, den offiziellen Sitz der Parteizentrale der KPD in Berlin, polizeilich besetzen. 48 Stunden lang durchsuchten Hunderte von schwerbewaffneten Beamten, verstärkt duch SA und SS, jeden Winkel des von Panzerwagen umstellten, hermetisch abgeriegelten Gebäudes am Bülowplatz. Doch sie fanden nichts, ausgenommen einige Stapel älterer Propagandabroschüren, die im Keller liegen geblieben waren, als die kommunistische Parteileitung die Räumung der Zentrale angeordnet hatte und in den Untergrund gegangen war.
            Es nützte wenig, daß Göring erklärte, diese Schriften seien „Beweise“ für eine unmittelbar bevorstehende „bolschewistische Revolution“, und daß Dr. Goebbels aus dem Fundort der Broschüren, dem Papierkeller, sogleich Katakomben machte. Die Öffentlichkeit und selbst die bürgerlichen Minister im Kabinett zeigten sich wenig beeindruckt.[Hervorhebung von mir.] Zur Aufstachelung der mittelständischen Wählerschichten reichte das von Göring präsentierte Altpapier nicht aus.“

            M.a.W.: Nicht mal die Leute damals sind auf diesen Bockmist reingefallen, Du aber gehst den Nazis, denen von damals, heute auf den Leim.

            Was folgte, war der Reichstagsbrand. Du kannst mirwegen glauben, dass Marinus von der Lubbe ihn gelegt hat, obwohl der im Prozess gegen ihn offensichtlich unter Drogen gesetzt war, damit er keine klare Aussage machen konnte und der Brand nur den Nazis nützte. Denn selbst wenn van der Lubbe den Reichstag angezündet haben sollte: Auch das ist keine kommunistische Revolution.

            Wenn Du mir mit „Mein Kampf“ den „politisch inkorrekten Schund“ der Nazis ans Herz legen möchtest, empfehle ich Dir im Gegenzug Bernt Engelmanns Buch. Oder zu den Verhältnissen in der Weimarer Republik auch „Justitia schwooft“ von Kurt Tucholsky. Dann hast wenigstens Du die Darstellung beider Seiten gelesen.

            „Und Gott sei Dank waren sie erfolglos…“

            Oh ja, es hätte statt einer parlamentarischen eine Räterepublik gegeben, welch furchtbare Vorstellung. Und die konservativen Militärs und Industriellen, die Deutschland in einen zweiten Weltkrieg nebst Holocaust geführt haben, wären entmachtet worden. Wirklich eine grausige Vorstellung /sarcasm off

          • „Ich zweifle nicht daran, dass innerhalb der rechten Bewegung das Narrativ herrschte, sich ja bloß nur gegen die Kommunisten zu ‚verteidigen‘.

            Das dürfte der Grund dafür gewesen sein, dass die Alliierten die Nazis überhaupt haben groß werden lassen und den deutschen Widerstand (nicht nur den kommunistischen) nicht unterstützten. Stalin war sehr erpicht darauf, Deutschland unter seine Kontrolle zu bekommen, die Angelsachsen taten entsprechend alles, um genau das zu verhindern (geben sie ja auch zu, siehe Friedman).

            „Ob das in der Gesamtschau so stimmt, werde ich aber garantiert nicht allein anhand der Kampfschrift eines ihrer Vorkämpfer beurteilen.“

            Sollst du auch gar nicht, aber es ist und bleibt ein wichtiges Zeitdokument von Täterseite, ist ja nicht so, dass man bei dem Thema irgendjemandem trauen könnte…

            „dringend benötigte „Aufstand der roten Horden“ schien auszubleiben.“

            Im Prinzip belegst du mit deinem Zitat ja sogar meine Aussage. Man rechnete damit! Dass er 1933 nicht eintrat, also nach der Machtergreifung (!) und nachdem man (schreibst du selbst) Flugblätter und Zeitungen verboten und seine Schlagkraft bewiesen hatte, die KPD längst auf dem Rückzug war und in den Untergrund ging, überrascht jetzt nicht so wirklich. Oder?

            Ich weiß nicht, ab wann genau die NSDAP stärker war, als die Kommunisten. Hitler beschrieb den Prozess ja selbst, wie die Gewerkschaften und Kommunisten zwischen Bekämpfung und Ignorieren hin- und herschwankten, denn die NSDAP plünderte massiv deren potentielle Wählerschaft, u.a. dadurch, dass sie stark und abwehrbereit war und nicht halb so verkopft wie die Kommunisten und ihr weltfremdes Ideologiegebilde. Die Hauptkämpfe wurden aber vermutlich schon in den 20igern geschlagen.

            1921 bereits wurde der Keim für die SA gelegt, bzw. kräftig gedüngt, zumindest nach Hitlers Aussagen:

            „Am 4. November 1921 erhielt ich nachmittags zwischen sechs und sieben Uhr die ersten positiven Nachrichten, daß die Versammlung unbedingt gesprengt werden würde, und daß man zu diesem Zweck besonders aus einigen roten Betrieben große Arbeitermassen in die Versammlung zu schicken beabsichtige.

            Als ich um drei Viertel acht Uhr in die Vorhalle des Hofbräuhauses kam, konnte allerdings ein Zweifel über die vorhandene Absicht nicht mehr bestehen. Der Saal war übervoll und deshalb polizeilich gesperrt worden. Die Gegner, die sehr früh erschienen waren, befanden sich im Saal und unsere Anhänger zum größten Teil draußen. Die kleine SA. erwartete mich in der Vorhalle. Ich ließ die Türen zum großen Saal schließen und hieß dann die fünfundvierzig oder sechsundvierzig Mann antreten.

            In wenigen Sekunden war der ganze Raum erfüllt von einer brüllenden und schreienden Menschenmenge, über die, Haubitzenschüssen ähnlich, unzählige Maßkrüge flogen; da-zwischen das Krachen von Stuhlbeinen, das Zerplatschen der Krüge, Gröhlen und Johlen und Aufschreien. Es war ein blödsinniger Spektakel. Ich blieb auf meinem Platz stehen und konnte beobachten, wie restlos meine Jungen ihre Pflicht erfüllten. Da hätte ich eine bürgerliche Versammlung sehen mögen! Der Tanz hatte noch nicht begonnen, als auch schon meine Sturmtruppler, denn so hießen sie von diesem Tage an, angriffen.“

            „Oh ja, es hätte statt einer parlamentarischen eine Räterepublik gegeben, welch furchtbare Vorstellung. Und die konservativen Militärs und Industriellen, die Deutschland in einen zweiten Weltkrieg nebst Holocaust geführt haben, wären entmachtet worden. Wirklich eine grausige Vorstellung“

            *lol* Renton als Kommunismusanhänger

            Komischerweise hat der real existierende Kommunismus einen BodyCount der dem der Nazis in nichts nachsteht und er war nirgends die utopische idyllische Räterepublik, die Kommunisten sich immer wünschen. Er wäre es auch in Deutschland nicht geworden, dafür hätte Stalin schon Sorge getragen…

          • @Renton

            Schreibt sogar Lügipedia:

            „Nachdem im Juli/August 1920 der 2. Weltkongress der Kommunistischen Internationale (KI) die Bildung illegaler Organisationen zur Durchführung systematischer Untergrundtätigkeit beschlossen hatte, begann die KPD gezielt mit dem Aufbau eines „Apparates“, u. a. des militärischen Apparates (M-Apparat). In der so genannten „Einheitsfrontpolitik“ unter Führung der KPD, die das Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (EKKI) nach den gescheiterten Aufstandsversuchen in Mitteldeutschland (Märzkämpfe) und Hamburg (Hamburger Aufstand) im folgenden Jahr beschlossen hatte, stellten die so genannten Proletarischen Hundertschaften ein zentrales Element zur Machtergreifung dar. Als diese jedoch im Zuge des erneuten Aufstandsversuchs 1923 mitsamt der Partei vom 23. November 1923 bis 1. März 1924 verboten worden waren, war die Führung der KPD und der KPdSU um – zumindest vorläufige – Legalität bemüht. Offiziell wurde auf eine Weiterführung bzw. Erneuerung der Wehrverbände verzichtet, die Diskussion darum ging aber schon bald weiter. So wurde in den Lehren der deutschen Ereignisse des Präsidiums des EKKI vom Januar 1924 die Arbeit in den „Organen der Einheitsfront von unten“, zu denen besonders die bewaffneten Hundertschaften zählten, als vordringlich hervorgehoben.[1] Trotzki und Radek brachten einen Entwurf ein, der im Wesentlichen eine Fortsetzung und Erweiterung der Ordnertruppen vorsah. Danach sollten die Hundertschaften auch auf der Straße „zur Verteidigung der Demonstrationen der streikenden Arbeiter gegen die Gewalttaten der faschistischen Diktatur“ eingesetzt werden.[2] Angenommen jedoch wurde die eher verschwommene Konzeption Sinowjews, hinter der sich die Vorstellung einer nicht näher definierten Roten Armee verbarg. In seinem Thesenentwurf heißt es ausdrücklich:
            .
            Die KPD darf keinesfalls die Frage des bewaffneten Aufstandes und der Eroberung der Macht von der Tagesordnung absetzen […] Mit aller Hartnäckigkeit muß die Bewaffnung der Arbeiter, die technische Vorbereitung der entscheidenden Kämpfe fortgesetzt werden. Rote Hundertschaften lassen sich nicht auf dem Papier finden, sondern in Wirklichkeit nur dann, wenn mit ihnen die ganze Arbeitermasse sympathisiert und sie unterstützt. Zur Erreichung dieser Unterstützung und dieser Sympathie ist es unerläßlich, sie in engstem Zusammenhang mit den Teilkämpfen des Proletariats zu entfalten.“

            Das ist ganz sicher nicht alles von „den Nazis“ erfunden worden…

            Auch sehr schön:

            „Rund zwei Monate nach Aufhebung des KPD-Verbots waren sich auf dem IX. Parteitag der KPD (7.–10. April 1924) alle Fraktionen innerhalb der Partei über das Motto der Einheitsfront von unten und der Schaffung entsprechender Organe grundsätzlich einig. Unterschiedlich wurde lediglich die Gewichtung der Aufgaben betont: Legten die zu dem Zeitpunkt in der Opposition stehenden Linken den Schwerpunkt auf Agitation und Propaganda, so wollten die anderen die Bewaffnung in den Vordergrund stellen. Beschlossen wurde die
            .
            „Schaffung von Organen zur Führung dieser (Teil-) Kämpfe. Ständige Aktivität in der Schaffung von Einheitsfrontorganen (Betriebsausschüssen, Hundertschaften, Kontrollausschüssen, Räten), auch wenn die Kommunisten zunächst in ihnen noch um die Führung ringen müssen. Dabei geschickte und schnelle Verdrängung etwaiger gegnerischer Funktionäre.
            .
            Der Aufbau einer neuen „Schutztruppe“ gehörte zu den vorrangigen Aufgaben. Diese Truppe sollte in Konkurrenz zum republiktreuen Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold zum Sammelbecken aller Linken unter der Führung der KPD werden. Zusätzlich sollte Zersetzungsarbeit im Reichsbanner betrieben werden.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Frontk%C3%A4mpferbund

            Die armen Opfer!Die waren damals schon genauso irre, wie sie heute auch noch sind. Bekloppte Ideologen halt.

          • „Im Prinzip belegst du mit deinem Zitat ja sogar meine Aussage. Man rechnete damit!“

            Nein.
            1. Das Zitat könnte allenfalls belegen, dass Goebbels bzw. die NSDAP-Führung damit rechneten.
            2. Dabei bleibt die Möglichkeit bestehen, dass sie sich irren. Ihre Lageeinschätzung ist kein Beweis für Deine Aussage „die Kommunisten waren nämlich selbst kurz vor der Machtübernahme gewesen“.
            3. Entscheidend ist aber: Meiner Ansicht nach interpretierst Du das Zitat falsch. (Unabsichtlich, natürlich.) Die Nazis wollten einen ‚Aufstand‘, bzw. genauer: Unruhen, provozieren, um darauf reagieren zu können. Diese Interpretation liegt nahe, wenn man die Nazi-Außenpolitik der späten 30er Jahre betrachtet (Zwischenfälle in Österreich, im Sudetenland, in Polen orchestrieren, um darauf ‚reagieren‘ zu können) ebenso wie die Innenpolitik Anfang der 30er (z.B. Altonaer Blutsonntag – wer hat da nochmal in welcher Wohngegend provoziert?, der besagte Reichtagsbrand). Die Nazis gingen davon aus, dass sie diesen „Aufstand der roten Horden“ locker niederschlagen könnten; eben deshalb wollten sie ihn ja haben.

            Ich bitte Dich, mal realistisch zu bleiben. Solange KPD und SPD zerstritten waren, war eine kommunistische Machtübernahme ausgeschlossen. Dafür war die KPD nicht mächtig genug. Dass die beiden einander wie Hund und Wolf gegenüberstanden, sieht man ja daran, dass sie nicht einmal kooperiert haben, als Hitler Kanzler wurde. Später hätten sie es vielleicht gemacht, aber da hatte die Reichswehr sich schon positioniert und es bestand keine Chance mehr auf einen für die linke Seite siegreichen Bürgerkrieg.
            Aufgrund der traditionell rechten Reichswehr war eine kommunistische Machtübernahme auch vorher äußerst unwahrscheinlich. Die Reichswehr hätte dabei nie und nimmer zugesehen. Und welche professionellen Soldaten hätten die Kommunisten ihnen entgegenstellen können? Richtig, gar keine. Das ‚Zeitfenster‘, dass der erste Weltkrieg geboten hatte, war geschlossen, die Veteranen entwaffnet und ins zivile Leben zurückgekehrt. Ein kommunistischer Aufstand hätte, anders als 1918/19, über keine ernst zu nehmende bewaffnete Macht verfügt. So war aber keine Machtübernahme möglich. Es hätte 1918/19 nicht gereicht, und jetzt standen die Chancen noch viel schlechter.

            Zu Deinem Zitat aus Mein Kampf: Das verstehe ich so, als habe Hitler das Hofbräuhaus von ihm nicht genehmen Zuhörern (die friedlich waren?!?) gewaltsam säubern lassen. Soll das die kommunistische Gewalt sein, auf die zu reagieren notwendig war?
            Gib mir doch mal bitte die Kapitelnummern aus Mein Kampf, auf die Du Deine These der SA als Reaktion auf kommunistische Kampfverbände beziehst. Und am besten auch einen Link zu einer Online(lese)version von Mein Kampf, wenn Du einen hast, dann muss ich nicht selbst mühsam suchen.

            „*lol* Renton als Kommunismusanhänger“

            Seufz… Du und ich, wir können nur spekulieren, was geschehen wäre. Stalin war 1919 noch kein Faktor. Du argumentierst mit dem kommunistischen Schreckgespenst, ignorierst ein Land wie Kuba, wo der „kommunistische Body Count“ sich doch eher in engen Grenzen hält. Ich verweise darauf, dass es während der gesamten Revolution von 1918/19 gerade mal 10 Geiselerschießungen von linker Seite gab (Münchener Räterepublik), während die Bluttaten der rechten Gegenreaktion Legion sind. Plausibel erscheint mir Dein Horrorszenario nicht. Aber was wir mit Gewissheit wissen, ist, wohin die Nichtentmachtung der konservativen Kreise geführt hat: 2. Weltkrieg, Holocaust. Daran gibt es nichts zu rütteln. Hätte ich eine Zeitmaschine, und könnte nur beeinflussen, ob die Geschichte so verläuft wie sie es tat, oder ob es 1919 eine Räterepublik gegeben hätte, ich würde letzteres wählen. Du nicht? Wieviel schlimmer hätte es denn bitte kommen sollen?

            Zu Deinen Wikipedia-Auszügen:

            Erkenne ich an. Die KPD hat langfristig eine bewaffnete Machtübernahme angestrebt. Nur war sie davon eben meilenweit entfernt, s.o.

            Zu Deiner zynischen Bemerkung „die armen Opfer“:

            Erkenne DU bitte einmal die Realität der politischen Gewalt in der Weimarer Republik an. Vielleicht hilft Dir diese Grafik:
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1077779/umfrage/politische-morde-nach-ausrichtung-und-strafmass-der-taeter/#:~:text=Die%20Jahre%20nach%20dem%20Ersten,von%20linksradikalen%20T%C3%A4tern%20ausgef%C3%BChrt%20wurden.

            „Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg [1919-1922] waren im Deutschland der Weimarer Republik von Gewalt und zahlreichen politischen Morden geprägt: 354 Morde wurden von rechtsradikalen Tätern – überwiegend ehemalige Soldaten und Freikorpskämpfern – verübt, während 22 Morde von linksradikalen Tätern ausgeführt wurden.“

            Die Justiz sah aber Handlungsbedarf vor allem gegen linke Gewalt:

            „Die Justiz der Weimarer Republik urteilte jedoch einseitig und so führten die 354 rechtsradikalen Morde insgesamt zu Haftstrafen von 90 Jahren sowie einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe. Für die 22 linksradikalen Morde wurden jedoch 249 Jahre Haft und drei lebenslängliche Freiheitsstrafen verhängt – zehn der Täter wurden hingerichtet.“

            Du hättest wahrscheinlich ähnliche Urteile verhängt. Fakt ist aber: Die Kommunisten waren keine Unschuldslämmer, aber im Vergleich zur politischen Rechten ein Knabenchor. Deshalb hatte das dritte Reich die KZs, die DDR nicht.

          • Oh, ich vergaß:

            Bei unserer Meinungsverschiedenheit geht es im Kern darum, wer sich gegen wen verteidigen musste. Die Opferzahlen sprechen da eine deutliche Sprache.

          • @Renton

            Ich mag deine Hartnäckigkeit 🙂

            „Aussage „die Kommunisten waren nämlich selbst kurz vor der Machtübernahme gewesen“.

            Gut, andere Quelle:
            „Bis Ende 1932 wuchs die Anzahl ihrer Mitglieder auf fast 300.000. Bis zur Reichstagswahl am 6. November 1932 konnte die KPD einen kontinuierlichen Stimmenzuwachs verzeichnen und als drittstärkste Partei schließlich nahezu sechs Millionen Wähler mobilisieren. Viele von der existenzbedrohenden Arbeitslosigkeit betroffene und vergeblich in langen Reihen vor den Arbeitsämtern wartende Menschen verbanden mit dem Kommunismus ihre letzte Hoffnung. Die Kommunisten entfesselten zu Beginn der 1930er Jahre eine für die KPD bis dahin beispiellose Agitation gegen die demokratische Ordnung sowie das „herrschende Finanzkapital“ und die „regierende Bourgeoisie“. Darin sahen die Kommunisten die Hauptschuldigen der wirtschaftlichen und sozialen Misere, als deren Folge sie den Kapitalismus am Ende und das von ihnen ersehnte „Sowjetdeutschland“ in greifbarer Nähe glaubten. Die Innenpolitik im Deutschen Reich verlief aber entgegen der von der KPD erhofften Richtung, denn die revolutionäre Stimmung kam vor allem der NSDAP zugute.
            https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/innenpolitik/kpd

            Und mit Verlaub: mit der Situation 1933 zu argumentieren, finde ich reichlich unredlich. Dass die Nazis die Kommunisten aus mehreren (teilweise gerechtfertigten) Gründen als die gefährlichsten Gegner (neben oder kurz nach den Juden) einstuften, war naheliegend, dass sie es nach der Gleichschaltung nicht mehr waren, ist ein anderes Thema. Dass die Nazis FalseFlags und Propaganda nutzten: geschenkt! Das tun selbst heutige „Demokratien“ exzessiv. Natürlich hätten die sich über einen (niederschlagbaren) Revolutionsversuch gefreut, dann hätten sie den Reichtagsbrand nicht inszenieren müssen (falls sie es waren).

            „Ich bitte Dich, mal realistisch zu bleiben. Solange KPD und SPD zerstritten waren, war eine kommunistische Machtübernahme ausgeschlossen. Dafür war die KPD nicht mächtig genug.“

            Tststs, in Russland hats auch geklappt. Eine kleine schlagkräftige Truppe reicht dazu vollkommen aus (und dass der Wille dazu bestand, ergibt sich aus der Wiki-Quelle und aus dem sowjetischen Vorbild). Die Nazis hatten auch keine Mehrheit, weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten hat die 1932 gewählt, es hat trotzdem zur Machtübernahme gereicht.

            „Aufgrund der traditionell rechten Reichswehr war eine kommunistische Machtübernahme auch vorher äußerst unwahrscheinlich. Die Reichswehr hätte dabei nie und nimmer zugesehen.“

            Oh, ich mag mich hinsichtlich der Kräfteverhältnisse täuschen, aber waren es nicht u.a. die roten Matrosen, die selbige Reichswehr zu einem katastrophalen Friedensschluß nötigten? Kurz nach der Kapitulation Russlands? Als die Reichswehr sich auf der Siegerschiene wähnte? Ein Frieden der erkennbar die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln war? Eine Aktion die den Hass der meisten damaligen Soldaten garantierte und zur Dolchstoßlegende führte?

            Es ist schwierig Aussagen darüber zu treffen, wer im Falle des Falles den Sieg davongetragen hätte, Fakt ist und bleibt: die Kommunisten waren nicht zahnlos und schon gar nicht harmlos. Alles andere bleibt Spekulation.

            „über keine ernst zu nehmende bewaffnete Macht verfügt.“

            Die Reichswehr, nach dem „Reichs-Entwaffnungsgesetz“ aber schon?

            „Zu Deinem Zitat aus Mein Kampf: Das verstehe ich so, als habe Hitler das Hofbräuhaus von ihm nicht genehmen Zuhörern (die friedlich waren?!?) gewaltsam säubern lassen. Soll das die kommunistische Gewalt sein, auf die zu reagieren notwendig war?“

            Lies einfach die ganze Schilderung, es ist auch nicht die einzige im Buch und sicher übertreibt er auch ordentlich, nichtdestotrotz wird sie einen wahren Kern haben.
            https://archive.org/details/Hitler-Adolf-Mein-Kampf-Text
            PDF S.563
            Es gibt auch eine Hörbuchversion, ist nicht so anstrengend, die zu konsumieren. Braucht man aber ein Tool, um sie runterzuladen (da viele Einzelteile):
            https://archive.org/details/MeinKampfAudio_201811

            Hitler hatte auf diese Auseinandersetzung gewartet. Du kannst ähnliche Radikalisierungstendenzen auch bei den jetzigen Rechten beobachten, die ständig Opfer von Antifa-Übergriffen werden, auch wenn bis zu einer SA noch einiges fehlt. 1920/21 war die NSDAP einfach eine Partei von vielen, aber sie war den Kommunisten halt ein Dorn im Augen, schon weil sie sich „Arbeiterpartei“ nannte. Im Ggs. zur durch-und-durch bürgerlichen AfD wusste Hitler aber, wie man dieser Schikane wirkungsvoll ein Ende bereitet.

            „Du argumentierst mit dem kommunistischen Schreckgespenst, ignorierst ein Land wie Kuba, wo der „kommunistische Body Count“ sich doch eher in engen Grenzen hält.“

            Was auch schon das Positivste ist, was man über Kuba sagen kann, abgesehen von den Frauen, Zigarren und dem schönen Wetter 🙂

            Ich bin selber noch in der DDR aufgewachsen, ich will das nicht wieder! Nur weil Marx (vielleicht, nein Crumar und Leszek, ich will das jetzt nicht ausdiskutieren) hier und da mit seiner ökonomischen Kritik Recht hatte, bedeutet das halt noch keine funktionierende Alternative. Ich verstehe beide Seiten, ich verstehe den Idealismus der Kommunisten genauso, wie den der Nationalsozialisten. Beide Ansätze sind aber brutal gescheitert, in erster Linie deshalb, weil die Fehleranalyse ebenso unzureichend war wie die alternative Vision und weil ihnen außerdem jeglicher demokratische Gedanke abging.

            Zu deiner „politische Morde“-Statistik: die sehe ich nicht (da kommt nur ein Abo-Hinweis). Ja, es wurden (vermutlich, mit politischen Statistiken muss man besonders vorsichtig sein) mehr „rechte“ Morde verübt, es gab wohl einen gewissen Groll der rückkehrenden Kampftruppen gegen die Kommunisten. Allerdings muss man halt auch einbeziehen, dass ein „vom Gerüst gefallen“ (wie es Hitler angeblich angedroht wurde S.42 obige Quelle) vermutlich nicht als linker Mord gedeutet worden wäre. Und natürlich ist „rechts“ bis 1922 noch nicht „die Nazis“ die sich ja selbst als links ansahen, „rechts“ waren die Kaisertreuen, Freikorps usw. die oft genug auch Gegner der NSDAP waren.

            „Die Justiz sah aber Handlungsbedarf vor allem gegen linke Gewalt:“

            Was maximal beweist, dass die Justiz immer die Hure des Zeitgeistes ist (der heute konträr ist).

            „Du hättest wahrscheinlich ähnliche Urteile verhängt.“

            Ich kenne diese „Linke sind Opfer“-Statistiken und ich will sie nicht bewerten, solange ich sie nicht im Detail gesehen habe. Mich beschleicht nämlich der Verdacht, sie könnten ähnlich einseitig interpretiert sein, wie die Statistiken über „Opfer von Rassismus“ und ähnlichem, welche in linken Kreisen kursieren und die überwiegend nur ein Ziel haben: die eigene Gewaltanwendung als Notwehr zu inszenieren. Lassen wir das, es führt zu nichts. Dass die Kommunisten im dritten Reich zu den Opfern zählten, wird hingegen kaum jemand bestreiten.

            „Fakt ist aber: Die Kommunisten waren keine Unschuldslämmer, aber im Vergleich zur politischen Rechten ein Knabenchor. Deshalb hatte das dritte Reich die KZs, die DDR nicht.“

            Jetzt wirst du extrem unsauber, „die Rechte“ waren in der Weimarer Republik nicht die Nazis. Die DDR hatte keine KZs, aber das „gelbe Elend“, die Russen Gulags, die Chinesen Arbeits- und Umerziehungslager und die rote Khmer machte gleich kurzen Prozess. Du kommst mit dieser „schlimm-weniger schlimm“-Masche nicht sehr weit. Kommunisten muss man ebensowenig verteidigen, wie Faschisten. Beide waren Kinder ihrer Zeit und beide wollten eine bessere Welt (das wollen alle Ideologen) und beide wählten die falschen Methoden dafür, nichts davon sollten wir wiederholen!

          • @Androsch

            Ich habe Deinen Dank und Deine Schlussankündigung unten gelesen. Ich verstehe, was Du meinst, ich finde es auch sehr zeitaufwendig. Ich gestatte mir auch noch ein Schlusswort und würde mich freuen, wenn Du es wenigstens noch liest. Eines aber vorweg: Du konntest mich leider nicht überzeugen :-/ Dennoch respektiere ich Deine Hartnäckigkeit 😉

            Ich weiß nicht genau, was Du mit „mit der Situation 1933 zu argumentieren, finde ich reichlich unredlich“ meinst. Deine Aussage war, dass die Kommunisten kurz vor der Machtübernahme standen – dann reden wir doch von 1933?!? Oder meinst Du, dass nach der ‚Machtergreifung‘ 30. Januar ’33 die Kommunisten die Macht eben nicht mehr ergreifen konnten, weil sie zerschlagen und im Untergrund waren? Das kann ich als Argument gelten lassen, nur hast Du damit immer noch nicht belegt, dass sie vor dem 30.1.33 kurz vor der Machtübernahme standen. Wenn Du die Behauptung aufstellst, musst Du sie belegen. Mitgliederzahlen, Agitation: Alles keine Belege für eine unmittelbar bevorstehende Machtübernahme. Ausgehobene Waffenlager, aufgefundene konkrete Pläne, Aussagen von Zeitzeugen – hat Walter Ulbricht je gesagt: „Die Nazis sind uns kurz zuvorgekommen“ ? – das sind Belege. Aber die gibt es ja anscheinend nicht, sonst hättest Du sie mir längst um die Ohren gehauen. Weil es eben ein Märchen ist, dass das bürgerliche Lager verschrecken sollte. Die bloße Absicht und Hoffnung, irgendwann das System zu stürzen (was ich nicht bestreite!), ist keine konkrete Umsturzabsicht. (Sonst stünden Du und ich wohl auch kurz vor der Machtübernahme 😉 )

            Zu sagen, der Vergleich mit Russland hinkt, wäre eine Beleidigung für jeden Gehbehinderten. (Danke, Georg Schramm.) Die Bolschewiki waren in Russland erfolgreich, weil das Land nach drei Jahren Weltkrieg erschöpft, reformunwillig und die Regierung damit völlig diskreditiert war, und die Bolschewiki auf große Mengen an revolutionär gestimmten Soldaten zurückgreifen konnten. Ich schrieb bereits: Diese Situation gab es in D so nur 1918/19, und selbst dann hat es nicht gereicht. 1933 war es praktisch unmöglich.

            „waren es nicht u.a. die roten Matrosen, die selbige Reichswehr zu einem katastrophalen Friedensschluß nötigten?[…] Dolchstoßlegende?

            1. Habe ich schon erwähnt, dass 1918 eine einmalige Situation war?
            2. Du kennst die Dolchstoßlegende und wiederholst sie trotzdem. Es waren nicht die roten Matrosen, die die Reichswehr zum Friedensschluß nötigten, sondern die Entente. Die hat den Krieg nämlich gewonnen. Die Reichswehr wähnte sich auch nicht auf der Siegerschiene: Sie war an allen Fronten im Rückzug, sämtliche Verbündeten hatten bereits aufgegeben, und die Überlegenheit der Alliierten an Menschen und Material haben die deutschen Soldaten täglich erlebt. Deshalb hat die Reichswehrführung in Person von Ludendorff die Politik bereits im Oktober ultimativ zu Waffenstillstandsverhandlungen genötigt. Erst, als klar war, dass die Bedingungen hart werden würden und der schwarze Peter bei der Politik lag, haben Ludendorff & Co entrüstet so getan, als hätten sie damit nichts zu tun. (Die Aufforderung seitens Ludendorffs war nie öffentlich gemacht worden.) All das weißt Du sicherlich. Die roten Matrosen haben zunächst nur die Sabotage des unumgänglich gewordenen Waffenstillstands verhindert, daraus erwuchs dann später mehr. Den Frieden hätte das Deutsche Reich so oder so unterzeichnen müssen. Es war besiegt und hatte keine Wahl. Dass nach dem Waffenstillstand angesichts des empörenden Friedensvertrags bei vielen der psychologische Effekt eintrat „Hey, waren ja gar nicht wirklich besiegt worden, die Alliierten standen ja noch gar nicht auf deutschem Boden“ war nichts als Selbstbetrug, geboren aus Verbitterung über den alliierten Siegfrieden. Noch im November 1918 hätte dem Satz wohl kaum ein Soldat zugestimmt, nicht einmal ein Offizier.

            „die Kommunisten waren nicht zahnlos und schon gar nicht harmlos. Alles andere bleibt Spekulation.“

            Die Kommunisten waren nicht harmlos, nein. Aber alles andere ist nüchterne Kalkulation. 100.000 Mann Reichswehr, organisiert, trainiert und bewaffnet mit Maschinengewehren, Artillerie, gepanzerten Automobilen und haufenweise Munition, hätten auch 500.000 mit Weltkriegskarabinern bewaffnete Kommunisten aufgewogen. Und auf der Gegenseite standen ja noch die SA, SS, politisch das versammelte Bürgertum und wahrscheinlich sogar die SPD. Wie zum Teufel hätte die KPD da die Macht übernehmen sollen?

            Danke für den Link zu ‚Mein Kampf‘. Werde ich mir irgendwann mal durchlesen, hat für mich aber keine Priorität.

            Ich will auch keine DDR. Worum es mir geht, ist der Charakter der politischen Linken in Deutschland zwischen den Weltkriegen. Deshalb auch die Statistik zu den politischen Morden, crumar hat sie weiter unten nochmal zitiert. Lies Dich ruhig mal in das Thema ein. Die politische Linke in Deutschland war, in jedem Fall verglichen mit den Nazis, gutmütig. Offiziere wurden 1918 nicht erschossen, sondern entwaffnet und auf Ehrenwort nach Hause entlassen. Ich kann es nicht beweisen, aber diese Linke hätte keine Gulags errichtet, Umerziehungslager oder sonstwas. Du kannst noch sooft auf die UdSSR, China usw. verweisen, ich rede von Deutschland und kann den Charakter dieser politischen Linken wie eben geschehen auch belegen. Du hast nichts als den Verweis auf Länder, in denen die deutsche Linke gar nicht war.

            Etwas Offtopic zum Schluss:
            „Beide waren Kinder ihrer Zeit und beide wollten eine bessere Welt“

            Wohl war. Ich stelle mir immer wieder mal vor, wie ein überzeugter Nazi bitterlich geweint hat, als seine Vorstellung von einer rassisch aufgewerteten Welt ’45 den Bach herunterging. „*Schnief*, ich habe auch Gefühle, und wir hatten es doch nur gut gemeint…“ Klingt sarkastisch, wenn ich das so formuliere, aber natürlich haben sich die Nazis selbst als die Guten gesehen.

        • @Androsch Kubi

          Politische Morde nach Ausrichtung und Strafmaß der Täter in Deutschland 1919-1922

          „Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren im Deutschland der Weimarer Republik von Gewalt und zahlreichen politischen Morden geprägt: 354 Morde wurden von rechtsradikalen Tätern – überwiegend ehemalige Soldaten und Freikorpskämpfern – verübt, während 22 Morde von linksradikalen Tätern ausgeführt wurden.

          Urteile und Vollstreckungen

          Die Justiz der Weimarer Republik urteilte jedoch einseitig und so führten die 354 rechtsradikalen Morde insgesamt zu Haftstrafen von 90 Jahren sowie einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe. Für die 22 linksradikalen Morde wurden jedoch 249 Jahre Haft und drei lebenslängliche Freiheitsstrafen verhängt – zehn der Täter wurden hingerichtet.“

          https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1077779/umfrage/politische-morde-nach-ausrichtung-und-strafmass-der-taeter/

          Ich würde sagen, das erklärt, warum die Linke sich militarisiert und warum man von der Justiz nicht so viel gehalten hat.

          • Ja, aber man muss Androsch natürlich zweierlei zugestehen:
            Zum einen war die Linke auch nicht vollkommen gewaltfrei und zum anderen war der bewaffnete Umsturz prinzipiell das Ziel der KPD.

          • Gar keine Frage – aber ich darf noch einmal daran erinnern, der erste Weltkrieg war gerade vorüber.
            Allein zwei Millionen deutsche Soldaten starben auf dem Schlachtfeld, insgesamt 17 Millionen Menschen.
            Die Wiederholung dieser Schlachterei war ein ernsthaftes Anliegen und wie wir wissen, ist das nicht gelungen.
            Man muss sich auch die historischen Abstände vor Augen führen: Stell dir vor, der letzte Weltkrieg wäre 1999 vorbei gewesen und wir beginnen genau heute den nächsten.

          • Das wäre das nächste Argument gewesen, dass ich gegen Androschs Widerspruch gebracht hätte. Man darf ja nie den historischen Kontext außer acht lassen. Wieviel Gewalt konnte damals als ’normal‘ durchgehen? Wieviel es auch immer gewesen sein mag, wenn man beurteilen will, welche Seite die Gewlt eskaliert hat, sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Es war die Gegenrevolution, es waren die Nationalsozialisten. Und eben deshalb war damals wie heute auch beim Thema Gewalt links nicht gleich rechts.

    • „Was hältst du von folgendem Verfahren:…“

      Ich muss grinsen 🙂 Ich schrieb ja, dass ich vielleicht ein Verfahren in Erwägung ziehe, nachdem der CCC – stellvertretend für in der Sache kompetentere Menschen als ich – es für gut befunden hat. Ich bin also eigentlich nicht wirklich kompetent, darüber zu urteilen.
      Aber was soll’s 😉
      Generell ist das Problem mit Wahlcomputern, dass sie manipulierbar sind und die Manipulation nur von Experten aufgedeckt werden kann. Damit ist dem normalen Bürger die Kontrollmöglichkeit bei der Wahl versperrt. Offene Software löst das Problem nicht, die verstehe ich als Nichtprogrammierer ebenfalls nicht. Und sicherlich kann man ein System so manipulieren, dass es die Spuren dieser Manipulation später verwischt.
      Das direkte Online-Gehen der Wahlentscheidung würde das Wahlgeheimnis aufheben. Eine spätere Kontrolle mittles QR-Code ist auch nur eine scheinbare Kontrolle. Es bringt nichts, wenn dem einzelnen seine Stimmentscheidung korrekt angezeigt wird, wenn die Stimmen falsch zusammengezählt wurden.

      „Du lebst nicht auf dem Dorf, oder?“

      Kommt mir zwar so vor, aber per definitionem ist der Ort, wo ich lebe, eine Stadt, und ich habe bisher auch nur in Städten gewohnt. Es ist in Städten sicherlich leichter, alternative Anbieter zu finden. Aber das sollte doch auch auf dem Dorf machbar sein.

      „“Faustregel: Wenn man für seine Rechte nicht selber kämpft, macht es keiner.““ –
      „Solche oberlehrerhaften Plattitüden gehen mir auf den Sack!“

      Das macht die Platitüde nicht falsch.

      „Soll der Schei**ehaufen halt untergehen.“

      Besser wäre es, wir würden ihn aufräumen.

      „Warum basieren wir z.B. nicht die Lebensmittelsicherheit auf freiwilligen Kontrollen durch Bürger? Und wieso sind dort (zumindest theoretisch) systematische amtliche Kontrollen möglich, aber bei einer Wahl geht das angeblich nicht?“

      Lebensmittelkontrollen sind kontinuierlich erforderlich und erfordern Spezialwissen. Im übrigen kann prinzipiell jedermann seine Lebensmittel kontrollieren, auf Salmonellen etwa, wenn auch nicht auf die Herstellungsbedingungen. Wahlen sind weniger als einmal im Jahr. Und glaubst Du tatsächlich, die laufen besser ab, wenn sie „amtlich“ kontrolliert werden? Ich habe da meine Zweifel, DU schriebst doch selbst skeptisch von Behördenmitarbeitern, die Wahlergebnisse auszählen.

      „Ja, wir diskutieren darüber, wie viele Engel auf eine Nadelspitze passen. Normalerweise spielt es keinerlei Rolle, welche Partei man wählt. Zirkus für die Gläubigen. In seltenen Fällen, kann es aber halt dennoch überlebenswichtig sein.“

      Leider hast Du recht 😦

      • @Renton

        „Generell ist das Problem mit Wahlcomputern, dass sie manipulierbar sind und die Manipulation nur von Experten aufgedeckt werden kann.“

        Bei diesem hätte eben der Wähler die Möglichkeit einen Betrug aufzudecken, ebenso wie jeder, der die eingehenden Werte mitprotokolliert.

        „Das direkte Online-Gehen der Wahlentscheidung würde das Wahlgeheimnis aufheben.“

        Ja, nicht direkt. Vielleicht stündlich. Vielleicht auch nur nach Schließung der Wahlkabinen, dann wäre halt die Möglichkeit mitzuprotokollieren dahin. Ich habe die verschiedenen Feinheiten weder fertig durchdacht noch ausformuliert, es sind aber eben Feinheiten. Mich interessiert, ob ich prinzipielle Denkfehler drin habe.

        „Damit ist dem normalen Bürger die Kontrollmöglichkeit bei der Wahl versperrt.“

        Im Gegensatz, jeder kann nachträglich prüfen, dass seine Stimme nicht verfälscht wurde. Das ist theoretisch ungefähr genauso wirkungsvoll wie die theoretische Möglichkeit den Sonntag als Wahlbeobachter zu verbringen, bei dem sinnlosen Versuch, den Überblick zu behalten (was m.W. nur selten in Anspruch genommen wird, weil diese Optionen halt nicht zur Mentalität und Lebenswirklichkeit der meisten Menschen passt, so wie die theoretische Möglichkeit, eine eigene Partei zu gründen, wenn man unzufrieden ist)…

        „Eine spätere Kontrolle mittles QR-Code ist auch nur eine scheinbare Kontrolle. Es bringt nichts, wenn dem einzelnen seine Stimmentscheidung korrekt angezeigt wird, wenn die Stimmen falsch zusammengezählt wurden.“

        Wenn du alle Ergebnisse online hast, kannst du das mit einer simplen Excelanwendung selbst summieren. Die Summe aus rückgehenden und benutzten QR-Codes müsste natürlich zusammenpassen, wir sind schließlich nicht die USA, hier gibt es funktionierende Wählerregister.

        Natürlich müsste man an den Feinheiten feilen und natürlich kommt kein perfektes System heraus. Es geht nur darum, dass es einfacher, sicherer und schneller geht, als das jetzige. Das halte ich für relativ leicht erreichbar, wenn man es nicht von vornherein zerredet, sondern zur Abwechslung mal guten Willen zeigt. Aber im Parlament machen sie ja auch noch den Hammelsprung, so ist das halt im Land der Dichter und Denker (oder besser: Bedenkenträger)…

        „Soll der Schei**ehaufen halt untergehen.“
        Besser wäre es, wir würden ihn aufräumen.

        Ja, na dann. Ich bin schon ausreichend beschäftigt mein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen. Meine Motivation, die Fehler überbezahlter Sesselfurzer in meiner knappen Freizeit auszubügeln, tendiert gegen Null. Aber meinetwegen. Wo fangen wir an, und wie? Mit der Migrationspolitik? Mit der Wirtschaftspolitik? Mit der Umweltpolitik? Mit der mangelnden Demokratie? Mit der Bildung? Mit der Männerpolitik? Mit der Korruption? Oder mit einem der anderen tausend unbefriedigend laufenden Themen?

        „Lebensmittelkontrollen sind kontinuierlich erforderlich und erfordern Spezialwissen. Im übrigen kann prinzipiell jedermann seine Lebensmittel kontrollieren, auf Salmonellen etwa, wenn auch nicht auf die Herstellungsbedingungen. Wahlen sind weniger als einmal im Jahr. Und glaubst Du tatsächlich, die laufen besser ab, wenn sie „amtlich“ kontrolliert werden? Ich habe da meine Zweifel, DU schriebst doch selbst skeptisch von Behördenmitarbeitern, die Wahlergebnisse auszählen.“

        „Spezialwissen“ braucht man auch bei der Wahlbeobachtung. Und natürlich wäre es möglich Sachen amtlich zu kontrollieren, das ist einzig eine Organisationsfrage. Natürlich funktioniert es NICHT, wenn du den normalen Behördenmitarbeiter seine Kollegen kontrollieren lässt. Soviel Vernunft setze ich voraus.

        • „Mich interessiert, ob ich prinzipielle Denkfehler drin habe.“

          Diese Passage verstehe ich vielleicht noch nicht:

          „Wenn du alle Ergebnisse online hast, kannst du das mit einer simplen Excelanwendung selbst summieren. Die Summe aus rückgehenden und benutzten QR-Codes müsste natürlich zusammenpassen, wir sind schließlich nicht die USA, hier gibt es funktionierende Wählerregister.“

          Muss ich mir das so denken, dass eine riesige Liste im Netz steht, mit einem Code in Spalte 1 a la „qmjd34ndjgf“ und dahinter die Wahlentscheidung „GRÜNE“? Und ich kriege in der Wahlkabine eine Quittung, auf der besagter Code notiert ist, so dass ich überprüfen kann, ob unter diesem Code, also mit meiner Stimme, die richtige Partei steht – was man dann natürlich leicht zusammenzählen kann?

          Das würde natürlich gehen. Das Wahlgeheimnis wäre so zwar gefährdet, solange ich meine Quittung aufbewahre, aber ich kann den ‚Verbleib‘ meiner Stimme kontrollieren.

          Dann böte sich zur Manipulation noch an, zusätzliche Stimmen abzugeben. Und das ließe sich elektronisch leider einfach in erheblichem Maße machen. Das ist mein zentraler Kritikpunkt an Wahlcomputern. Ich wiederhole mich: Das Auszählen per Hand bietet Sicherheit, eben weil es umständlich ist.

          Aber einen prinzipiellen Denkfehler sehe ich nicht, davon ab.

          „Wo fangen wir an?“ – „Mit der mangelnden Demokratie?!“

          Das ist für mich der entscheidende Punkt. Der Rest ergibt sich quasi daraus.

          • Hm, hm… Das Wahlgeheimnis ist ein entscheidender Punkt.

            „So, liebe Familie/Gemeinde/Angestellte/whatever, jetzt reicht mir mal schön alle eure Wahlquittungen rüber, damit ich nachsehen kann, ob ihr auch richtig gewählt habt. Sonst gibt’s Dresche/Exkommunikation/Rausschmiss/whatever.“

            Nein, so mit Quittung geht es nicht. Dann können wir den SA-Trupp, bzw für Dich: Den Linksfascho-Trupp, auch direkt in den Wahlkabinen aufstellen, damit er kontrolliert, wie gewählt wird. Das Wahlgeheimnis dient ja eben dem Zweck, eine freie Wahl erst zu ermöglichen. Ich sehe nicht, wie man das beibehalten kann UND die Möglichkeit geben, die eigene Stimme stets rückzuverfolgen.

          • „Muss ich mir das so denken, dass eine riesige Liste im Netz steht, mit einem Code in Spalte 1 a la „qmjd34ndjgf“ und dahinter die Wahlentscheidung „GRÜNE“? Und ich kriege in der Wahlkabine eine Quittung, auf der besagter Code notiert ist, so dass ich überprüfen kann, ob unter diesem Code, also mit meiner Stimme, die richtige Partei steht – was man dann natürlich leicht zusammenzählen kann?“

            Genau so.

            „Das würde natürlich gehen. Das Wahlgeheimnis wäre so zwar gefährdet, solange ich meine Quittung aufbewahre, aber ich kann den ‚Verbleib‘ meiner Stimme kontrollieren.“

            Das Wahlgeheimnis ist auch heute schon gefährdet, solange man den Leuten vor der Wahl nicht die Smartphones abnimmt, mit denen sie ihren Stimmzettel abfotografieren könnten. Ich sehe das als geringeres Problem an, so lange offiziell Stimmenkauf und ähnliches geahndet wird.

            „Dann böte sich zur Manipulation noch an, zusätzliche Stimmen abzugeben.“

            Genau das wäre eben nicht möglich, da nur so viele QR-Codes ausgegeben werden, wie es Wahlberechtigte gibt und weil diese eben nicht im Wahlcomputer stehen, bis der Wähler sie eingibt und weil der Wahlcomputer die Eingabe nach Schluß der Wahlzeit verweigert.

            Nehmen wir als worst case eine große Verschwörung an: die Stelle die die QR-Codes erstellt und eintütet, hätte Zugriff auf alle Wahlcomputer und dort die Software manipuliert, nun übermittelt sie alle QR-Codes an die Wahlcomputer und diese stellen sukzessive während der Wahl welche rein. So meinst du das?

            Was würde passieren? Es würde zu Konflikten kommen, weil QR-Codes schon vorhanden wären, die ein Wähler gezogen hat und eingeben möchte. Es käme außerdem zu Widersprüchen mit den Wählerlisten, weil etwa summiert über Lokal X etwa 120 Stimmen eingegeben wurden, aber laut (offline) Wahlliste nur 50 Leute wählen waren! Sprich: auch hier wäre eine groß angelegte Manipulation zu umständlich und würde leicht auffliegen. Sowohl Sicherheit wie auch Vorteile, entständen aus der Kombination von Offline- und Online.

            War wie gesagt nur eine spontane Idee von mir, sicher sind auch noch andere Kombinationen oder Lösungen denkbar, wenn man guten Willens ist und mit ehrlichen worst case-Szenarien gegenprüft.

            „„Wo fangen wir an?“ – „Mit der mangelnden Demokratie?!“
            Das ist für mich der entscheidende Punkt. Der Rest ergibt sich quasi daraus.“

            Gerne, ich bin seit Jahren bei „Mehr Demokratie e.V.“ so richtige Fortschritte sehe ich nicht, auch weil die, politisch korrekt, bei der EU mitmischen wollen und nicht erkennen, dass selbige die Bewegung um Jahrzehnte zurückwirft. Was nützt die nationale Volksabstimmung, wenn national nichts mehr entschieden wird? Und selbst die ist immer noch in weiter Ferne, Parteien, die einmal die Macht errungen haben, tun sich halt immer schwer, sie mit dem eigentlichen Souverän zu teilen.

            Ich war damals beigetreten, weil die Tendenz zu teile und herrsche, sowie zur Abschaffung nationaler Souveränität schon damals offensichtlich war und ich befürchtete, dass am Ende wieder die extremen Ränder deswegen an die Macht kommen. Tja, sieht aus, als ob das Zeitfenster einfach zu kurz war, um auf friedliche Art was zu bewegen…

            Eigentlich ist das Hauptproblem unserer „Demokratie“ ja ein mediales. Würden alle Medien zeitgleich eine Volksgesetzgebung propagieren, wir hätten seit Jahrzehnten eine. Entschließen sie sich hingegen, gegen selbige anzukämpfen, kann es auch noch Jahrzehnte dauern. Aber vielleicht erledigt sich das Problem mit den Propagandamedien ja von selbst. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

          • @Renton

            „Nein, so mit Quittung geht es nicht.“

            Dann halt ohne Quittung, dann hast du das selbe Sicherheitsniveau wie heute, wer seine Entscheidung überprüfen will, müsste sich den Code halt aufschreiben.

            Wenn jemand solche Quittungen straffrei kontrollieren kann, brauchst du sowieso keine Wahl mehr, dann ist es längst zu spät. Das Argument ist daher ein bisschen realitätsfremd. Sollten bei uns arabische Clans zum Standard werden, bei denen der Clanchef von allen einen Wahlnachweis will, dann müsste man eh noch andere Geschütze auffahren, bis hin zur Körperabtastung, damit keine Kamera eingeschmuggelt wird etc.

    • @Jochen

      Vielen Dank für den Link! Ich stelle einige Zitate ein, die ich kommentiere und hoffe, für das Forum ist das interessant.

      Prof. Peter Brenner: „Wer wissen will, was die Bewegungen wirklich antreibt, sollte eine alte Regel der Mafiabekämpfung beherzigen und der Spur des Geldes folgen. Von einem Meinungsmarkt zu sprechen, ist mehr als eine Metapher. Es trifft den harten ökonomischen Kern der politischen Diskussion in der Zivilgesellschaft. Denn es geht hier nicht nur um Macht und Einfluss und Diskursherrschaft. Es geht um Geld.
      Die Protestbewegungen sind marktförmig organisiert und ihre ideologischen Dienstleistungen stehen in Konkurrenz zueinander. Ihre Slogans ähneln denen der Werbeagenturen und folgen der gleichen Logik des globalen Branding: „Black lives matter!“, „#meToo“, „Fridays for Future“ oder eben „Cancel Culture“ sind internationale Marken geworden, mit denen sich gute Geschäfte machen lassen. Nicht von ungefähr wurde für „Fridays for Future“ Markenschutz beantragt und ein Rechtsstreit über die Verwendung dieses Namens wurde vor dem Landgericht Wiesbaden auch schon geführt.“

      D.h. es handelt sich um (vorgeblich) ideologische Kämpfe, die in einem Verdrängungswettbewerb um öffentliche Aufmerksamkeit münden, welche wiederum zu monetären Verteilungskämpfen werden.

      Er sieht unterstützende Politiker und Journalisten als „Lobbyisten einer subkulturellen Schattenwirtschaft, die kein Volksvermögen produziert, sondern es verzehrt.“
      Brenner schließt, es handle „sich bei den Cancel-Culture- und den vielen anderen Polit‑ und Klimaaktivisten, die von dieser Schattenwirtschaft profitieren, überwiegend um Personen mit Immatrikulationshintergrund.“ Hähä.

      Ursache sei (meine Herv.), es gäbe „an deutschen Hochschulen ziemlich genau vier Millionen Studenten und 20 438 Studiengänge. Angesichts dieser Zahlen ist das alte Versprechen des sozialen Aufstiegs durch Bildung längst nicht mehr einlösbar. Denn der Aufstieg durch Bildung stößt dort an seine Grenzen, wo der generelle Akademikerbedarf des Arbeitsmarktes gesättigt ist und nur noch sehr selektiv hochqualifizierte akademische Berufe nachgefragt werden. Wer dagegen „irgendwas mit Medien“ machen möchte, hat auf dem Arbeitsmarkt schlechte Karten, findet aber umgekehrt ein umso größeres Studienangebot vor (…).“

      Das passt auf die Vervielfachung der Studentinnenzahlen (weiblich) für die genannten Fächer sowie bspw. Germanistik bei gleichbleibender Nachfrage. Die Qualifikation ist im Grunde wertlos.

      Bei diesem Schluss: „Die Absolventen auch dieser Studiengänge wollen versorgt werden. Die NGOs, die nach dem Vorbild der Amadeu Antonio Stiftung von der Regierung hofiert und subventioniert werden, bieten ein gewisses, wenn auch meist prekäres Arbeitsplatzangebot.“ fehlt mir eine Analyse, WARUM die Regierung solche „Stiftungen“ (Tipp: Es sind ebenso wie die Parteistiftungen keine) hofiert.
      Dazu gleich mehr.

      Demzufolge wird es hier schwammig: „Bei diesen Fördersummen handelt es sich um eine Art Helikoptergeld für perspektivlose Medien‑ und Kulturwissenschaftler. Sie finanzieren eine Schattenwirtschaft, in der Privilegierte um den Erhalt und die Ausdehnung ihrer Privilegien kämpfen.“

      Jein. Der Autor verkennt m.E., dass via öffentlicher Hand eine politische „Struktur“ simuliert wird, die ohne diese gar nicht existieren würde. Man kann bspw. auf der Wikipedia nachlesen: „Der Deutsche Frauenrat – Lobby der Frauen in Deutschland e. V. ist ein deutscher Dachverband von Frauenorganisationen mit Sitz in Berlin. Er ist eine Vereinigung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen.“ – was übrigens unwahr ist.

      Das Ministerium verweist auf die 60 größtenteils eingetragenen Vereine (wir dürfen raten, wer diese finanziert), die Mitglieder des Lobbyverbands sind und auf deren „12 Millionen Mitglieder“.
      Wovon der größte Teil sich rein rechnerisch aus der Mitgliedschaft des Deutschen Gewerkschaftsbunds „Frauen im DGB“, dem Deutschen Olympischer Sportbund „Frauen Vollversammlung“ rekrutieren dürfte. Es versteht sich von selbst, keines der Mitglieder dieser Organisationen hat den Frauen ein Mandat gegeben, als „Frauenorganisation“ aufzutreten.

      Nun wird diese Lobbyorganisation nicht von ihren Mitgliedern finanziert, sondern zu über 90% vom BMFSFJ, also einem Ministerium.
      Genau das Ministerium, an welches sich diese Interessengruppe primär wenden müsste, um „die Exekutive, die Legislative und andere offizielle Stellen zu beeinflussen“ (Wiki, Lobbyismus) bezahlt den Lobbyverband, um „die Exekutive, die Legislative und andere offizielle Stellen zu beeinflussen“.

      D.h. es handelt sich mit dem „Frauenrat“ um einen vorgeblich unabhängigen Akteur der „Zivilgesellschaft“, den es ohne politisches Motiv ihn zu finanzieren gar nicht geben würde.
      Der Verweis auf diese „unabhängigen Akteure“, die es im Rahmen demokratischer Entscheidungsprozesse „einzubeziehen“ gelte, simuliert Demokratie.
      Wenn die Grünen also titeln: „Demokratiefördergesetz für eine starke Zivilgesellschaft“, dann sollte man „Zivilgesellschaft“ in Anführungszeichen lesen.

      Denn tatsächlich – so der Antragstext (S. 5) – geht es „dafür zu sorgen, dass in einem solchen Forum auch Vertreterinnen und Vertreter von MigrantInnenorganisationen und Organisationen weiterer von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit besonders bedrohter Bevölkerungsgruppen“ mitarbeiten.
      Selbstverständlich kann es erstens keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen Männer geben, deshalb tauchen sie wohlweislich nicht als Betroffene auf, Islamisten gelten zweitens nicht als Gefährder, sondern nur als Opfer von „Muslimfeindlichkeit“ und – man ahnt es fasst – der „Dachverband der Migrantinnenorganisationen“ (!) e.V. wird bereits von gleich drei Ministerien finanziert.
      https://www.damigra.de

      Ich würde mutmaßen, da sitzt die künftige „Expertise“ für „Demokratieförderung“.
      Textprobe: „Das Patriarchat wird durch die generalisierende Kriminalisierung von BIPoC verdeckt“ – BIPoC steht für „Black, Indigenous, and People of Colour“. Plagiatorinnen und Kopisten von Theorien aus den USA haben schlechte Karten, wenn die „indigene Bevölkerung“ nun einmal weiß ist.
      Sie klingen dann unfreiwillig komisch.
      Aber die Übernahme und Einbindung der feministischen „Patriarchatsthese“ zeigt die Hofierung der identischen Ideologie, die scheinbar durch multiple Akteure vertrieben wird, die sich jedoch alle durch die öffentliche Hand finanziert werden.

      Brenner schließt: „So entstehen Mikroidentitäten, die sich durch ihre ethnische Herkunft, ihre sexuelle Orientierung oder durch sonst irgendetwas von anderen abgrenzen und aggressiv moralische, politische und monetäre Ansprüche gegenüber dem Rest der Gesellschaft erheben.“

      Ich glaube, zur Entstehung, Kultivierung und Institutionalisierung von Opfer-Identitäten brauche ich an dieser Stelle nichts mehr schreiben. Interessant ist hier m.E. nur, wie diese Bewegungen von singulären „Identitäten“ als Ausdruck von Partikularinteressen politisch gezielt gefördert werden.

  6. Judith Butler sagt in einem Interview mit „El País“ aus Madrid (17.10.):

    „Die Aussagen von J.K. Rowling über Transsexuelle haben mich genervt. Mit ihren Worten verleugnet sie die Würde der Transsexuellen, sie verleugnet die Realität. Und die Feministinnen, die ihre Aussagen unterstützen, glauben immer noch, dass Anatomie und Biologie das Geschlecht definieren. Das bedeutet Ablehnung von Simone de Beauvoir, die Ablehnung der zweiten Welle der feministischen Bewegung. Feminismus ist ein Kampf für die Gleichstellung von Männern und Frauen, aber er ist auch eine Untersuchung des Geschlechts selbst, jenseits der Kategorien Mann oder Frau, und dies wird nicht durch das Geschlecht bestimmt, das Ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Selbst wenn wir über biologisches Geschlecht sprechen, über das, was von medizinischen und rechtlichen Institutionen diktiert wird, gibt es viele Menschen, die diese Zuschreibung nicht annehmen, weil der Versuch, innerhalb der Mauern dieses aufgezwungenen Geschlechtsauftrags zu leben, für sie eine Quelle enormen Leids ist. Diese Menschen haben das Recht, so zu leben, wie sie es für richtig halten, so zu sein und sich so auszudrücken, wie sie wollen, sei es in Bezug auf das Geschlecht oder das Geschlecht. Und niemand, nicht einmal J.K. Rowling, kann das Recht beanspruchen, diese Realität zu leugnen.

    Frage: Liegt Ihrer Meinung nach das Problem in der Tatsache, dass das binäre Denksystem (männlich/weiblich, gut/böse, das in unserem Unterbewusstsein verankert ist) schlecht ist?

    Butler:  Ja, es erfasst nicht, wie die Menschen tatsächlich leben, wie sie denken oder sich selbst betrachten, oder wie sie ihre eigene Erfahrung des Lebens in dieser Welt erklären. Wir müssen lernen, zuzuhören. Wenn wir nicht lernen, dass es nicht nur zwei, sondern mehrere Realitäten gibt, sind wir gegenüber Millionen von Menschen grausam. Wenn wir ihrem Leben Fächer aufzwingen, erzeugen wir Leid. Die Institutionen müssen darauf hören, was die Gemeinschaften über ihre eigene Realität sagen.“

    https://elpais.com/ideas/2020-10-17/judith-butler-si-trump-gana-destrozara-la-democracia-tal-y-como-la-conocemos.html

    Das behauptet sie alles schon seit 30 Jahren, ohne es wirklich belegen zu können. Kein Fortschritt im feministischen Denken?

    (Der Titel des Interviews lautet übrigens: Wenn Trump die Wahl gewinnt, wird er die Demokratie wie wir sie kennen, zerstören)

    • „Wenn wir nicht lernen, dass es nicht nur zwei, sondern mehrere Realitäten gibt“. Es gibt exakt eine Realität. Daß Dinge in dieser einen Realität aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden können und dann oft sehr unterschiedlich anmuten, ändert daran nichts. Die Intransigenz, mit der die woke Schwafelcommunity einen in ihre seltsamen „wirs“ einsortiert, geht mir erheblich auf den Zeiger. Ich möchte in aller Regel zu deren „wirs“ ebensowenig dazugehören, wie meinethalben Transsexuelle zu einem ihnen zugeschriebenen, aber als irgendwie falsch empfundenen Geschlecht. Daran, daß die Schwafler dafür aber ganz offensichtlich keinerlei Wahrnehmung haben, zeigt sich schon die ganze idiotische Selbstwidersprüchlichkeit des woken Unsinns.

    • „Wenn Trump die Wahl gewinnt, wird er die Demokratie wie wir sie kennen, zerstören“

      Ein kluger Kopf schrieb neulich, dass, bei einem erneuten Wahlsieg Trumps, fanatische Trumpgegner Wahlen und Demokratie insgesamt in Frage stellen werden, aber diesmal nicht verdruckst in ihren Zirkeln, sondern öffentlichkeitswirksam. Vermutlich wird der Begriff „postdemokratische Gesellschaft“ von ihnen positiv besetzt werden, mit dem unvermeidlichen Hinweis, dass auch Hitler durch demokratische Wahlen an die Macht gekommen sei.

  7. Werde grade vermehrt auf die Prognose eines Allan Lichtman gestoßen, der einen Wahlsieg für Biden prognostiziert und seit Jahrzehnten immer richtig lag, z.B. hier:

    https://www.express.de/news/politik-und-wirtschaft/us-wahl-experte-tippt-seit-1984-immer-richtig—seine-trump-prognose-ist-deutlich-37508084

    Sein Verfahren ist eine Bewertung nach 13 Punkten:

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Keys_to_the_White_House#The_13_Keys_to_the_White_House

    Wenn für den amtierenden Kandidaten mehr als 5 mal mit „falsch“ geantwortet werden muss, dann wird er verlieren.

    Hier erklärt er sein bewertungssystem und seine Zuordnung für die gegenwärtige Wahl selbst:

    Ich widerspreche seiner Einschätzung zu 11: „The incumbent administration achieves a major success in foreign or military affairs.“ ziemlich deutlich: Der Vertrag mit Israel ist nach internationaler Einschätzung der wichtigste Coup für den Nahost-Friedensprozess seit Camp David.

    12 ist mindestens diskussionswürdig: „The incumbent party candidate is charismatic or a national hero.“
    Für seine Anhänger jedenfalls ja, für die Gegner halt nicht.

    Lichtman betont, dass seine Vorhersage nicht mit dem verschulden oder Verdienst des Präsidenten an den jeweiligen Punkten zu tun haben müsse – dennoch gilt für die Punkte 5 und 6: Short term und long term economy – die massiv von Corona beeinträchtigt wurden, dass in seinen bisherigen Daten eine veränderung der Wirtschaft durch eine solche Pandemie noch nicht vorkamen und die Bewertung durch die Wählerschaft möglicherweise anders ausfällt.

    Wie immer:
    schaun mer mal.
    Ich denke, Trump wird gegen sleepy Joe gewinnen, auch wenn es eine Weile dauern wird, bis das Ergebnis vorliegt.

  8. In der NZZ erschien heute ein langer Text von Niall Ferguson über die Zensur, die Google, Twitter, Facebook u.a. ausüben Ist seit der Damore-Affäre hier gut bekannt. Dazu passend heute ein weitere krasses Beispiel:

    Die Transaktivsten haben die Tech-Giganten voll im Griff. Mich wundert inzwischen, daß nicht alles mit dem Hashtag #OnlyFemalesGetCervicalCancer automatisch gelöscht wird.

  9. Auch während der Corona-Krise können Feministinnen keine Stundenlöhne miteinander vergleichen und versuchen einen Keil in die Gesellschaft zu treiben.

    • Als weiß wird bezeichnet, wer keine Probleme durch Rassismus hat. Wer also nicht aufgrund seines Aussehens oder seiner Herkunft diskriminiert wird.

      Moment. Heißt das jetzt, dass Schwarze in Schwarzafrika weiß sind?

        • Außerdem war Obama auch weiß, denn nur die kommen in einer strukturell rassistischen Gesellschaft an die Macht. Nur wer nicht glaubt, dass die „white supremacy“ und der strukturelle Rassismus existiert, kann mir da widersprechen. Also nur ein Rassist. Checkmate! 🙂

      • Ja, die Idee weiß und Schwarz so zu definieren ist nicht neu.

        Im Jahr 1991 wurde der Film „The Commitments“ veröffentlicht. Ein vollkommen unmusikalischer Arbeitsloser aus der Northside von Dublin versucht eine Soul-Band aufzubauen.
        Auf die Frage, ob Soul nicht eher eine Musik von/für Schwarze ist sagt er (aus meinem Gedächtnis):
        „Schwarze sind die Benachteiligten jeder Gesellschaft. Wir Iren sind die Schwarzen Europas, wir Dubliner sind die Schwarzen Irlands und wir Northsider sind die Schwarzen Dublins.“

    • Danisch halluziniert vom „marxistische(n) Terrorsyndikat „Die Grünen” und „linksextremistische(n) ZDF-heute-journal“.
      Für ihn ist inzwischen alles links von der AfD „linksextremistisch“ und in seinem Glaubenssystem ist „Marx“ wohl gleichbedeutend mit „Satan“.
      Denn er gibt weder Belege oder Definitionen für „marxistisch“, noch für „Terror“ oder „Syndikat“ oder „linksextrem“. Das sind keine Begriffe, sondern seine Art von mythischen Bannflüchen.
      Er hat den Übergang zum Irrationalismus mit Bravour gemeistert.

      Wenn er jemals die Fähigkeit besessen hat, politische Orientierungen nüchtern einzuschätzen, dann ist ihm diese seit langer Zeit abhanden gekommen.
      Der linke, „öko-sozialistische“ Flügel der Grünen existiert seit 30 Jahren nicht mehr – das könnte er auf Wikipedia nachlesen (Stichwort: Ebermann, Trampert, Ditfurth).
      Wenn man den Grünen eine politische Theorie mit großer Sicherheit nicht vorwerfen kann, dann ist es „Marxismus“ und das gute alte „heute-journal“ des Regierungssenders ZDF ist ungefähr so „linksextrem“, wie es der Musikantenstadl war.
      Er verbreitet nur noch Paranoia und Verschwörungstheorien.
      Zum Glück kann er mit der Männerbewegung nicht mehr identifiziert werden.

      • Ich verstehe Deinen Beitrag nicht.

        Du hast doch auf den Beitrag von uepsilonniks oben geantwortet.

        In diesem Beitrag geht es um eine Hypothese von Danisch: „Man will eine neue Rassismusdefinition ins GG aufnehmen, wonach man Weiß nicht diskriminieren kann (da an der Macht). Das würde bedeuten, dass man Weiße beliebig auch staatlicherseits benachteiligen dürfte.“

        Diese Hypothese kommentierst Du, indem Du Danischs Fähigkeit zur Einschätzung von Parteien, Fernsehanstalten und politischen Orientierungen in Zweifel ziehst.

        Diesen Kommentar von Dir verstehe ich nicht. Es geht in uepsilonniks‘ Beitrag nicht um die Einschätzung von Parteien, Fernsehanstalten und politischen Orientierungen. Stattdessen geht es um zwei Dinge:

        a) welche juristischen Konsequenzen hat es, wenn man den Begriff der Rasse aus dem Grundgesetz streicht?
        b) aus welchem Motiv heraus haben die Grünen diese Änderung des Grundgesetzes durchgesetzt?

        Erkläre mir bitte, was Dein Kommentar zu den beiden Punkten a) und b) beiträgt.

        Um den Beitrag von uepsiloniks oben zu ergänzen: Ausgangspunkt für Danisch ist der folgende Tweet der Grünen:

        „Der Begriff „Rasse“ soll aus dem Grundgesetz gestrichen werden. Vielen Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben! Nun muss bei der Neuformulierung auf den Input von Rassismus-Expert*innen gesetzt werden. Es reicht nicht, den Begriff zu streichen.“

        • Auch wenn ich grundsätzlich crumars Einschätzungen zu Danischs Dampfplaudereien zustimme, gebe ich in diesem Kontext Jochen Recht. Auch wenn sich Danisch (mal wieder) in sein wildes Runterspulen der immergleichen Buzzwords versteigt, so ist doch die Sache nicht so ganz ohne, wenngleich ich nicht glaube, dass die Grünen mit dem Vorstoß weit kommen werden, trotz des gewiss nicht zufällig gewählten Zeitpunktes, in dem sich die vollends ins Irrationale abgedriftete Rassismusdebatte wunderbar eignet, um sie für derlei Vorstöße zu instrumentalisieren.

          Der von Jochen abschließend zitierte Tweet lässt zumindest vermuten, dass die Stoßrichtung nicht zu weit von dem entfernt sein dürfte, was Danisch da, wie gewohnt, ins dystopisch Hyperbole treibt. Wir alle wissen, was die Grünen unter Rassismusexperten (ich verzichte darauf, deren Sprachvergewaltigungen zu übernehmen) verstehen: ausschließlich alles, was postmodern „links“ unter PoC zusammengefasst wird und natürlich einschlägig aktivistisch unterwegs ist. Deren erklärtes Ziel sind Maßnahmen zur einseitigen Bevorzugung derer, die sie zu vertreten behaupten, was aber bei traditioneller, manch einer würde sagen einzig korrekten Lesart des Grundgesetzes ausgeschlossen ist.

          Würden sie einfach den ungeliebten Begriff der Rasse durch Hautfarbe ersetzen, wäre die Sache weit weniger heikel, aber ich bin sicher, deren Ziel einer „Neuformulierung“ sieht so aus, dass sie ihren intersektionalen Faschistenbullshit irgendwie im GG verankert bekommen.

          • „Vielen Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben! Nun muss bei der Neuformulierung auf den Input von Rassismus-Expert*innen gesetzt werden. Es reicht nicht, den Begriff zu streichen.“

            Wegen Neuformulierung könnten sie auch einfach mich fragen:
            Streiche „Rasse“, setze „niemand darf aufgrund seiner Hautfarbe STRUKTURELL diskriminiert werden.“

            Wirkmächtige Institutionen (Bundeszentrale für politische Bildung, Amadeu Antonio Stiftung, Frauenministerium bemühen sich seit Jahren, „strukturelle Diskriminierung“ als einzig relevante Diskriminierung darzustellen, sowie zu suggerieren, dass Weiße davon nicht betroffen sein können.

            eine Frage, die mir heut gekommen ist:
            Konnten Briten zu Kolonialzeiten in der woken Leseart eigentlich hunderte (?) Millionen Inder strukturell diskriminieren? Hab irgendwo gelesen, daß lediglich 350.000 britische Beamte und Soldaten im Land waren.

        • Danisch ist doof: „Man will eine neue Rassismusdefinition ins GG aufnehmen, wonach man Weiß nicht diskriminieren kann (da an der Macht). Das würde bedeuten, dass man Weiße beliebig auch staatlicherseits benachteiligen dürfte.“

          Der originale Artikel 3 GG beginnt im Wortlaut:
          (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
          „Rasse“ steht hier und ich hebe hervor:
          (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

          Nun soll mir die Dummbretzel erklären, wie man Weiße staatlicherseits benachteiligen darf in Absatz 3, ohne damit gegen Absatz 1 zu verstoßen.
          Man müsste ihn a la Animal Farm in „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Einige sind gleicher.“ umformulieren.
          Bisher habe ich solche Ambitionen noch nicht vernommen.
          Man kann „Rasse“ einfach streichen, ohne einen Jota am Geist des GG-Artikels zu ändern.

          • Crumar, nur weil du den Begriff Rasse auch nicht magst und dessen Streichung aus dem GG mindestens nicht weiter schlimm fändest (ich könnte auch damit leben), solltest du die Grünen da nicht zu leicht vom Haken lassen. Ich weise nochmals auf den von Jochen zitierten Tweet der Grünen hin. Die schreiben dort ausdrücklich, die Streichung würde nicht reichen. Und wenn es nur um Streichung des Wortes ginge, warum müsse man sich nun extra noch mit „Rassismusexperten“ (aka aktivistisch schwafelnde Dumpfbacken auf einem lobbyistischen Kreuzzug in eigener Sache) zusammensetzen, um an einer „NEUFORMULIERUNG“ (!) zu arbeiten.

            Für mich steht es außer Frage: die wollen exakt das irgendwie im GG unterbringen, was wir hier schon seit Jahren unter der Überschrift „Intersektionalistische Theorien“ rauf und runter kritisieren.

            Ich bezweifle die Chancen auf Erfüllung, aber das ändert nichts daran, dass die Grünen hier sehr offensichtlich versuchen, eine faschistoide Ideologie zur Verfassungsnorm zu machen. Wer immer noch nicht wusste, woran man bei dieser Partei ist, der sollte da mal ganz genau hinschauen.

            Nur weil Danisch da mal wieder in seiner gewohnten fachkenntnisbefreiten Dampfplaudermanier abgeht wie Schmidts Katze und mannigfaltige Falschzuschreibungen und Fehlurteile tätigt, macht das das Agieren der Grünen keinen Deut weniger kritisch.

          • „(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
            (…)
            Nun soll mir die Dummbretzel erklären, wie man Weiße staatlicherseits benachteiligen darf in Absatz 3, ohne damit gegen Absatz 1 zu verstoßen.“

            Man verstösst einfach gegen Absatz 1.
            Das findet doch seit Jahren (manche sagen, Jahrzehnten) statt.
            Sonst würde es doch diesen Blog gar nicht geben, in dem auch Du gegen diesen permanenten Verstoß argumentierst.

            Wie man das einigermaßen unverfänglich formuliert, hab ich in einer Antwort auf Billy Coen geschrieben (weiter oben).

          • @Billy
            „Für mich steht es außer Frage: die wollen exakt das irgendwie im GG unterbringen, was wir hier schon seit Jahren unter der Überschrift „Intersektionalistische Theorien“ rauf und runter kritisieren.“

            Sehr wahrscheinlich und die interessante Frage wird sein, wie das genau versucht werden wird. Die Beseitigung des Begriffs Rasse im negativen Kontext des GG lässt ja schon vermuten, dass dieser Begriff neu auferstehen soll. Wir wissen ja: Rassenblindheit soll Rassismus sein. Ergo: die Progressiven brauchen eine positive Neubesetzung des Rassebegriffs.

          • @Blue Jaw @Billy

            „Streiche „Rasse“, setze „niemand darf aufgrund seiner Hautfarbe STRUKTURELL diskriminiert werden.“

            Eine genauso clevere Idee, wie das Wieselwort „tatsächlich“ bei der Gleichberechtigung. 😉
            Nur ist bereits bekannt, „strukturell“ ist ein Wieselwort.

            Man müsste also definieren, was mit „strukturell“ gemeint ist und wenn mich nicht alles täuscht, ist die grundlegende Vorannahme der RoßtäuscherI_*:nnen: Alle sind vom Ergebnis her gleich, existiert Ungleichheit, dann steckt dahinter Rassismus/Sexismus Ergo: Um Gleichheit zu erreichen, müssen die Menschen daher nachfolgend vom Staat ungleich behandelt werden.
            Widerspricht dem GG. Sie müssten diese Vorstellungen also woanders unterbringen, wo es nicht ganz so auffällt; bspw. im AGG.
            Letztlich läuft es doch auf Staatsknete für „politische Bildung“ im intersektionalen Muster und „Demokratieförderung“ hinaus sowie selbstredend Migranten-Quoten und ABM-Stellen für vormals prekär in NGOs und „eingetragenen Vereinen“ beschäftigte.

            „Für mich steht es außer Frage: die wollen exakt das irgendwie im GG unterbringen, was wir hier schon seit Jahren unter der Überschrift „Intersektionalistische Theorien“ rauf und runter kritisieren.“

            Logisch.
            Nur haben sie mit dem Paritätsgesetz bereits die zweite Niederlage in Folge erlebt und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jetzt erfolgreich sind.

            „Nur weil Danisch da mal wieder in seiner gewohnten fachkenntnisbefreiten Dampfplaudermanier abgeht wie Schmidts Katze und mannigfaltige Falschzuschreibungen und Fehlurteile tätigt, macht das das Agieren der Grünen keinen Deut weniger kritisch.“

            Keine Frage, aber wenn du eine „faschistoide Ideologie“ am Werk siehst (ich übrigens auch) und Danisch eine marxistische, dann sehen wir eine Partei aus zwei grundsätzlich verschiedenen Blickwinkeln.
            Nicht nur aus demokratischer, sondern auch aus sachlicher Sicht würde ich sagen, unsere Einschätzung ist zutreffend. 🙂
            Meine These ist immer noch, es gibt keine bessere Neuauflage einer biologistischen Elite-Theorie als die der Pseudo-Linken und die grüne Verzichtsideologie samt moralischer Selbstkasteiung ist das Sahnehäubchen auf diesem Scheißhaufen.

          • „Nun soll mir die Dummbretzel erklären, wie man Weiße staatlicherseits benachteiligen darf“

            Dürfen tun sie es nicht, aber machen können sie es trotzdem und wenn dann nicht geklagt wird, kommen sie damit durch.

          • Im Prinzip schreibst du das ja schon.
            Aus „Niemand darf wegen seiner Rasse benachteiligt“ könnte beispielsweise „niemand darf rassistisch benachteiligt“ werden.
            Wenn man dann, wie es unter anderem diverse Teile der ÖR seit einiger Zeit zu tun pflegen, noch festlegt, dass es per Definition keinen Rassismus gegen Weiße geben kann, sind Weiße damit vom Schutz des Gesetzes ausgenommen.
            Danach erklärt man noch alle Nicht-Weißen für prinzipiell benachteiligt, und schon führt Absatz 1: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ direkt zu „Wir müssen Nicht-Weißen Sonderrechte geben, um ihre Benachteiligung auszugleichen.“
            Man braucht dafür auch nur einen ganz kleinen Knoten im Hirn. Leichte Übung für die Verantwortlichen.

            Was die Begrifflichkeiten anbelangt, so vermute ich die Ursache in Fällen wie z.B. der Selbstbezeichnung der BLM Leute als „trainierte Marxisten“, und da die Grünen hierzulande nur zu gerne in deren „Rassismus!“-Geschrei eingestimmt haben, und diesen Narrativ für ihren Machtkampf verwenden.
            Da es hier ja immer wieder zu Streitigkeiten über diese unterschiedlichen Begriffsverständnisse kommt, die von viel interessanteren inhaltlichen Diskussionen ablenken, sollten wir das mal selbst definieren?
            Z.B. „Gossenmarxismus“ für etwas, was von anderen Marxismus genannt wird, ohne tatsächlich Marxismus zu sein?

            (Mir persönlich sind die Begriffe recht egal, aber dann hätte die Sache mal ein Ende. 🙂 )

          • @Yayson
            „Aus „Niemand darf wegen seiner Rasse benachteiligt“ könnte beispielsweise „niemand darf rassistisch benachteiligt“ werden.
            Wenn man dann, wie es unter anderem diverse Teile der ÖR seit einiger Zeit zu tun pflegen, noch festlegt, dass es per Definition keinen Rassismus gegen Weiße geben kann, sind Weiße damit vom Schutz des Gesetzes ausgenommen.“

            Ja, dann hast du aber die Kombination von zwei Sachverhalten, nämlich a. die diffuse Unterstellung von „Macht“ plus b. „Rasse“ = Rassismus. Dazu müsstest sich aber die entsprechende Theorie durchgesetzt haben, fand hier aber nicht statt.

            Und auch diese Import-Theorie der Plagiatoren hat den fulminanten Nachteil, wenn Nicht-Schwarze 98,75% der Bevölkerung stellen, wie genau stellen sich das diese Hohlköpfe eigentlich vor? Dass 1,25% Schwarze in der Bevölkerung mehr Macht haben sollten, als sie überhaupt in der Bevölkerung vertreten sind?
            Dass alle Migranten poc sind, ist Angesichts der Tatsache, Polen stellen die größte Migrantengruppe albern. Ihr gesamter Pigmentfarbkasten ist ein Produkt der „Theorie“ aus den USA und funktioniert hier nicht.

            „Danach erklärt man noch alle Nicht-Weißen für prinzipiell benachteiligt, und schon führt Absatz 1: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ direkt zu „Wir müssen Nicht-Weißen Sonderrechte geben, um ihre Benachteiligung auszugleichen.“
            Man braucht dafür auch nur einen ganz kleinen Knoten im Hirn. Leichte Übung für die Verantwortlichen.“

            Logisch, für den Knoten im Hirn brauchen sie kein Training.
            Aber leider sind nun einmal zwei der drei größten Migrantengruppe in D weiß und nach US Census Bureau sind ALLE Europäer weiß, nur die Spanier „hispanic“ und die Portugiesen „lusitanic“.
            Türken wären teils europäisch und teils „asian“.
            Und jetzt fangen wir noch einmal an zu sinnieren, welche „Nicht-Weißen“ eigentlich benachteiligt werden können…

            „Was die Begrifflichkeiten anbelangt, so vermute ich die Ursache in Fällen wie z.B. der Selbstbezeichnung der BLM Leute als „trainierte Marxisten“, und da die Grünen hierzulande nur zu gerne in deren „Rassismus!“-Geschrei eingestimmt haben, und diesen Narrativ für ihren Machtkampf verwenden.“

            BLM sind ganz ordinär postmoderne Intersektionalisten, siehe: „In unserer Arbeit sind wir bestrebt heteronormative, cis-dominierende Denk- und Handelspraktiken zu Gunsten einer nicht-binären Praxis zu dekonstruieren.“

            Ihr spezielles Verständnis von Anti-Kapitalismus: „Wir sind fest davon überzeugt, dass Kapitalismus Schwarze Menschen niemals befreien wird und daran interessiert Alternativen zu diesem System der Unterdrückung zu finden.“ Als wäre es die Aufgabe des kapitalistischen Gesellschaftssystems, eine spezielle Bevölkerungsgruppe zu befreien.
            Während das gleiche Gesellschaftssystem jedoch eine besondere Bevölkerungsgruppe besonders unterdrückt: „Schwarze Menschen und People of Color gehören in Deutschland zum größten Teil der arbeitenden Klasse an und machen die Drecksarbeit.“
            Gelogen.
            In der Gernegroßschreibung a. „Schwarze Menschen“ stecken vorwiegend Afro-Deutsche aus der Mittelschicht; solides Kleinbürgertum. Die übrigens meistens b. nicht schwarz, sondern „two or more races“ sind; unfein ausgedrückt: „gemischtrassig“.
            Wie ich oben bereits schrieb, sind c. die Mehrheit der „Menschen von Farbe“ in Wirklichkeit weiß. (Quelle der Zitate: BLM Berlin)

            Wie wird wohl eine Analyse des Gesellschaftssystems verlaufen, wenn man mit Betrug und Selbstbetrug beginnt?

            „Da es hier ja immer wieder zu Streitigkeiten über diese unterschiedlichen Begriffsverständnisse kommt, die von viel interessanteren inhaltlichen Diskussionen ablenken, sollten wir das mal selbst definieren?
            Z.B. „Gossenmarxismus“ für etwas, was von anderen Marxismus genannt wird, ohne tatsächlich Marxismus zu sein?“

            Nope. Das ist kein „Gossenmarxismus“, es ist gar keiner. Marxismus ist eine Wissenschaft und die muss man beim Blick auf die empirische Realität und die Geschichte trainieren. Sie hingegen wollen sich den Anschein von „radikal“ geben und damit ihre ideologische Handelsmarke BLM aufpeppen.
            Sie ersetzen den Blick auf die tatsächliche Sozialstruktur der Gesellschaft durch Hautfarbe und lügen sich eine Realität zurecht, die nicht existiert.

            Was diese „Theorie“ leistet ist, gezielt gesellschaftlichen (Groß-) Gruppen (weiß, männlich) die Empathie und jede Hilfe zu verweigern und jede Solidarität auf der Basis gemeinsamer Interessen und einer gemeinsamen sozialen Lage zu verhindern.
            Zugleich stattet man Menschen mit dem Bedürfnis nach besonderen (Opfer-) „Identitäten“ aus und unterstellt biologisch/kulturell fundierte Gemeinsamkeiten, die objektiv nicht existieren.

  10. Drüben bei der Schrupp schreibt ein gewisser Lars:

    Gott, was seid ihr hier alle dumm!!!
    Erschreckend!!
    Und durch Quoten wollen sich diese dummen Leute nach oben schleichen, um Macht auszuüben.
    Dies sollte Angst machen, denn am Ende entsteht mit Sicherheit eine totalitäre Gesellschaft, pure dumme Ideologie, welche Andersdenkende einfach so mordet.
    Ihr seid ein echter Alptraum, und von daher sind wohl alle Mittel gerechtfertigt.
    Danke für diese durchgeknallten Infos!!!

    False Flag?

  11. Die NASA verkündet einen Erfolg bei kalter Fusion, der bisher kaum Beachtung findet:
    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/raetsel-um-nasa-erfolg-bei-kalter-fusion20201020

    Zitat:
    „Anm. GreWi: Bleibt sich die Frage, warum ein derart revolutionärer Durchbruch in der Fusionsforschung bislang zwar sauber in einem Wissenschaftsjournal publiziert, aber noch kaum öffentliches Interesse hervorgerufen hat und auch nur auf einer Unterseite der NASA selbst veröffentlicht wurde? Hierzu hat Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) Dr. Theresa Benyo vom Glenn Research Center der NASA bereits vor vier Tagen um eine Erläuterung gebeten. Eine Antwort lag bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung jedoch noch nicht vor. Ähnliche Fragen stellen sich auch andere Journalisten, u.a. auf NASAwatch.com. Doch auch hier bislang ohne Antwort. Sobald diese vorliegt, wird GreWi erneut berichten…“

    Außerdem zwei Meldungen zur Venus, eine positive und eine negative:
    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/weiterer-hinweis-auf-leben-auf-der-venus-aminosaeure-glycin-in-lebensfreundlicher-zone-der-venus-atmosphaere20201018
    und
    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/zweifel-an-nachweis-des-biomarkers-phosphin-in-der-venus-atmosphaere20201021

    Und sicher habt ihr es schon mitbekommen: beim angeblich super gut erforschten menschlichen Körper wurden (mehr oder weniger durch Zufall) zwei neue Speicheldrüsen entdeckt, im Kopf:
    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/mitten-im-kopf-mediziner-finden-bislang-unbekannte-speicheldruesen20201021

    Immer wieder faszinierend, wie wenig korrekt man seinen eigenen Wissensstand einschätzen kann…

      • Tja, aber die Feinde unserer Demokratie und Freiheit sind IMMER DIE ANDEREN!!!

        Übrigens interessant, wie sich hier eine Staatssekretärin, also in einem öffentlichen Amt Beschäftigte, in aller Öffentlichkeit herablassend über ein Urteil von Verfassungsrichtern auslässt.

        #Gewaltenteilung?
        #UrteilVonLeutenDieSichMitSowasAuskennenAkzeptieren?
        #EinfachÖfterMalDieFresseHalten?

    • Was ich ja bezeichnend finde ist da eigentlich jedes feministische Vorhaben, was angeblich für mehr Gleichberechtigung sorgen soll, immer in einer Diskriminierung von Männern resultiert. Also ob das immer der Ausgangspunkt ist, die Startbedingung und dann wird darum eine Gesetz gezimmert.

      Oder kennt jemand ein von Feministinnen erzeugtes Gesetz oder Regelung die tatsächlich mehr Gleichberechtigung ermöglicht?

    • Das zeigt einmal mehr, wie wichtig Verfassungsgerichte sind. Und umgekehrt, welche uferlose Verfassungsfeindlichkeit bei rot/grün vorliegt. Auch nach 20 Jahren Debatte kapiert man dort nichts.

      • Die sind schon dabei die Verfassungsrichter auszutauschen. Das ist wirklich wie im Film mit einer Verbrecherorganisation, die ihre Leute überall hat.

        • Jupp! Man beachte, dass in Thüringen wohl BEIDE weiblichen Verfassungsrichter für das Gesetz gestimmt haben. Das wurde dann medial so verarbeitet, dass da mal wieder ein ja ach so wichtiges Gesetz an dem Widerstand weiß-männlicher Überpräsenz gescheitert ist.

          Ich ziehe da eher die besorgniserregende Erkenntnis draus, dass es bereits an Verfassungsgerichten Richterinnen gibt, denen ihr Geschlechtsorgan wichtiger ist, als die Gesetzestexte auf Basis derer sie ihre Entscheidungen treffen müssten. Selbst auf Bundesebene haben wir mit dieser Baer-Tante ein solches Exemplar sitzen…

  12. Gicker:
    https://www.heise.de/news/Gericht-Angeblich-rechtsextremer-Polizei-Chat-war-Hitler-Parodie-4936922.html

    „Die abgebildete Person sei offensichtlich nicht Adolf Hitler, sondern jemand, der mittels einer Parodie Hitler verspotte, überzeichne und der Lächerlichkeit preisgebe. Die vom Landesamt gezogene Schlussfolgerung, hierin liege ein „schwerwiegendes Dienstvergehen“ und ein „Verstoß gegen die politische Treuepflicht“, teile man nicht, so das Gericht.
    .
    Der Vorwurf, die Beamtin habe den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen, sei somit „fernliegend“, zumal nicht einmal klar sei, ob sie die Datei überhaupt wahrgenommen habe (Az.: 2 L 1910/20). Die Polizistin sei lediglich Mitglied einer WhatsApp-Gruppe gewesen, in der die Datei gepostet wurde.“

    Vermutlich war das der Grund dafür, dass man in den Relotiusmedien weder hörte welche Chat-Gruppen gemeint waren, noch was die konkret gemacht haben sollen.

    Und das muss erst ein Gericht feststellen! Mein Gott ist das alles ein widerlich-lächerliches Schmierentheater geworden. Unfassbar!

  13. „Die Demokratie ist weiblich (männlich ist Krieg, ist wie der Sieg)“ von den Prinzen

    Offensichtlich wurde dieser potentielle Sommerhit vom Patriarchat unterdrückt, ich hab den jedenfalls im Radio nie vernommen. Interessant auch die mutigen männlichen Promis, die im Video auftauchen, manchen hätte man soviel Dissidententum und Opfermut gar nicht zugetraut.

  14. Oh, spannend, die Webseite scheint aktualisiert worden zu sein, zumindest war das m.E. bisher nicht online:

    „Häufigkeit der an MUFON USA gemeldeten UFO-Sichtungen aus aller Welt seit 2013“ (vermutlich vor allem englischsprachige Länder):

    Man beachte, dass an die hundert Berichte monatlich (!) Objekte melden, die näher als 30m sind (also kein „das wurde mit einem Stern verwechselt“). Meines Wissens werden die 90% Schrottmeldungen bei Mufon schon vorher ausgelesen, es handelt sich also um „nicht einfach zu erklärende Fälle“. Nur um sich der Größenordnung mal bewusst zu werden…

    Nicht minder spannend:
    “ Häufigkeit der an MUFON USA gemeldeten Beobachtungen von kurzen UFO-Landungen seit 2013′“:

    Im Durchschnitt werden also monatlich fast 20 Landungen gemeldet.

    Auch die Formen sind interessant, weil popkulturell viel weniger Formen kommuniziert werden, als tatsächlich auftreten (was m.E. für die Glaubwürdigkeit spricht und dagegen, dass es sich nur um ein popkulturelles Phänomen handelt):

    Weiter unten wird noch der angewandte Zuverlässigkeitsfaktor erläutert (mit Rechenbeispiel), den Mufon benutzt.

  15. Noch schlimmer: „Ein zentrales Projekt der deutschen Politik“ ist fundamental demokratiefeindlich. Denn was bedeutet Demokratie? Die Gleichheit der Stimme. Und daraus sollen jetzt unterschiedliche Stimmen gemacht werden, abhängig von Sexus und vermeintlicher Rasse!

    Dass sowenig Leute dagegen allergisch sind, zeigt nur, auf welchem dünnen Eis unsere Demokratie existiert. Immerhin stabilisiert die Gewaltenteilung.

  16. „Als Inclusion Rider wird eine Vertragsklausel in der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie bezeichnet, die verlangt, dass die Besetzung eines Films möglichst vielfältig ist. Schauspieler können sich hierdurch vertraglich zusichern lassen, dass in ihren Filmen Frauen und Minderheiten ausreichend repräsentiert werden.
    (…)
    Die Idee für den Inclusion Rider stammt von Stacy Smith, der Gründerin und Vorsitzenden der USC Annenberg Inclusion Initiative und Professorin für Medien- und Genderstudien an der University of Southern California.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Inclusion_Rider

    Pfeift doch auf die Glaubwürdigkeit von Milieufilmen, die können woke Filmkritiker mangels Erfahrung eh nicht einschätzen, Hauptsache Zahlenverhältnisse stimmen.

    Inzwischen wünsch ich mir glatt die hochschwurbelnde feuilletonistische Filmkritik auf der Grenze zwischen Wortkunst und Hochstapelei zurück.

  17. @Renton und Mitdiskutanten zum obigen Kommunistenthema:

    Ich danke für den angeregten Austausch (man lernt immer was dabei und ist gezwungen zu recherchieren, meine bevorzugte Lernvariante 🙂 ).

    Für dieses Mal soll es genug sein, es wird mir zu zeitaufwendig und unübersichtlich und ich will auch Christians Forum nicht mit solchen Themen überbeanspruchen. Ich bin dankbar dafür, dass er das überhaupt zulässt, leider keine Selbstverständlichkeit heutzutage.

    Ein Schlußwort sei mir vergönnt, nur um nicht mißverstanden zu werden. Es lag nicht in meiner Absicht die Nazis zu verteidigen, mich stört nur die Einseitigkeit, die, i.d.R. allen historischen und menschlichen Kontext ignorierend, die eine Seite zum absolut Bösen und die andere zum quasi unschuldigen Opfer erklärt. Sowas ist fast immer falsch und führt u.U. zu fatalen Fehleinschätzungen beim Status Quo. Einschätzungen, die aktuell in der Gesellschaft immer extremer und m.E.fast schon absurd schief werden…

    Ich wünsche allen ein angenehmes Wochenende, bis demnächst.

        • Nope, unbekannt. Danke.

          In „So starb eine Partei“, dem unvollendeten Roman von Jura Soyfer, wird die Feindschaft zwischen Linken und Rechten im Österreich der Zwischenkkriegszeit illustriert.

          Wer politisches Kabarett mag, dem würde ich das Gesamtwerk von Soyfer empfehlen. Ist nur ein Buch bzw. drei Bände. Seine Theaterstücke sind gut bis genial. „Der Weltuntergang“, obwohl klar auf die damalige Zeit gemünzt, wird heute noch gerne aufgeführt. So wie Shakespeare 😉

  18. Trump hat mit Sudan einen weiteren islamischen Staat zu einem Abkommen mit Israel gebracht und setzt damit die erfolgreichste Friedensinitiative in Nahost seit Jahrzehnten fort.

    Man kann fast den körperlichen Schmerz spüren, der die armen Journalisten bei Tagesschau und der Welt geplagt haben muss, als sie diese meldung schreiben mussten.

    Allein dem Focus gebührt diesmal der Verdienst, auch diese Meldung noch mit einem soliden Trump-bashing eröffnen zu können:

    „In Schalte mit Israel und Sudan spottet Donald Trump plötzlich über Biden“

    https://www.focus.de/politik/ausland/praesidentschaftswahl-im-news-ticker-deutlicher-als-im-ersten-duell-cnn-umfrage-sieht-biden-als-sieger-der-tv-debatte_id_12480590.html

    • So macht man eben Politik; man setzt sich zusammen und spricht über die jeweiligen Interessen und wie man ihnen am besten gemeinsam gerecht werden kann.

      Wenn man grundsätzlich eine globale Lösung für alle Probleme der Welt erreichen will, kommt man i.d.R. nicht weit.

  19. https://melmagazine.com/en-us/story/ugh-men-bad-viral-tweets
    „Everyone’s Getting Tired of Shitty Viral Tweets About Men

    Even if you found ‘Ugh, MEN!’ jokes funny or a useful form of social critique, it falls completely flat now that it mocks men for doing nothing wrong“

    …“ “I swear every day there’s a tweet like ‘cis straight men STOP putting so much jelly on your PB&J sandwiches challenge’ and it gets 50k likes.” They’re such a reliable content stream that BuzzFeed seems to round them up monthly, with headlines like “25 Tweets That Absolutely Obliterated Men This Month,” and “28 Tweets About Men From This Month That Made Me Laugh So Hard a Little Pee Pee Came Out.” “

    …“It seems we’ve reached saturation point for #MenAreTrash-style missives, and a more protective and gentle attitude toward men is emerging in its wake; see, for example, the dudes rock movement, described by Chapo Trap House’s Matt Christman as “essentially a way of laundering the toxins out of masculinity,” or the dad reflexes community.“

    Wow! Neuer Wind? 😉

  20. Ein kleiner Infoschnipsel aus der Vergangenheit, der aber so unendlich viel andeutet. Absolut faszinierend.

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