Selbermach Samstag 312 (17.10.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

143 Gedanken zu “Selbermach Samstag 312 (17.10.2020)

    • Du erziehst mich mit solchen Beiträgen noch zum Antinatalismus. Eine Welt mit solchen Regeln kann man ja einem Kind nicht zumuten, oder?

      Was würdest du mir empfehlen, wenn mir das Regelset dieser Welt nicht gefällt?

      • „Was würdest du mir empfehlen, wenn mir das Regelset dieser Welt nicht gefällt?“

        Nicht mehr hier inkarnieren 😉
        Unbestätigten Gerüchten zu Folge soll es noch eine Menge andere Simulationen geben, die weniger anstrengend und frustrierend sind.

  1. https://www.derstandard.at/story/2000121004815/drei-kinder-in-wien-offenbar-von-ihrer-mutter-getoetet

    „Mutter soll drei Kinder in Wiener Wohnung getötet haben

    Frau meldete Tat bei Polizei, sie wurde inzwischen festgenommen. Die Kinder waren acht Monate, drei und neun Jahre alt, sie wurden vermutlich erstickt.“

    Und mal wieder sind es die Reaktionen bei solcher abscheulichen Tat wo mir das Kotzen kommt. Wo Wut angebracht wäre und das zu äußern vollkommen menschlich ist, mahnt man innerhalb der Kommentarspalte zu contenance. Dito auf FB unter dem ORF-Artikel dazu. Man müsse ja die Umstände und Verhältnisse der Frau in den Vordergrund rücken und dürfe bloß nicht vorschnell urteilen. Wir benötigen jetzt besonders viel „EmPaThIiiIiiIIEee“.

    Foarts olle miteinaund in oasch, sog i eich.

    Apropos, wisst’s was das g’schissenste an der Sache für mich ist? Ich hab den ganzen Spaß am Funk mithören dürfen. Hat sich heute gegen ca. 05:30 Uhr zugetragen. Da hast das Schreien der Frau im Hintergrund nach nicht geglücktem Selbstmord gehört, die Kollegen, denen man anhand ihrer Stimme ihre Betroffenheit unmittelbar anmerken konnte, das hektische Funken „Notarzt, Notarzt“ nachdem der Kollege wahrscheinlich die Kinder tot liegend vorgefunden hat..

    Da sieht man wöchentlich Leichen, meistens natürliche Exitus oder Selbstmorde in jeglicher Variation, steigt beim Durchsuchen der Wohnung über den Toten und betrachtet die Person als eine leere Hülle, kann ohne Probleme danach schlafen gehen und ein „That’s life“ Pickerl unter die Errinerung picken, aber sofern Kinder mit im Spiel sind will ich mir nicht vorstellen müssen was das mit einen macht, der Ersteintreffer vor Ort ist. Gott bewahre, dass ich jemals so etwas erleben muss.

    • „In der Familie, die offenbar schon jahrelang in Österreich lebte …“
      Und beide können nur mit Dolmetscher vernommen werden …

      Der nicht geglückte Selbstmord waren ein übrigens ein paar Kratzer am Handgelenk.

      Und: “ … war es vor einigen Wochen zu einem heftigen Streit mit _gegenseitiger_ Körperverletzung gekommen, der mit einer Wegweisung des 44-Jährigen endete. Es wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt, …“

  2. Ich denke mal der „Bachelor“ wird, ähnlich wie GNTM, hauptsächlich von Frauen angesehen die dann die einzelnen Kandidatinnen diskutieren bzw. über diese lästern. Dies wird dann unterstützt indem in der Regel eine oder mehrere Zicken herausgestellt werden oder es Streit zwischen den Frauen und Grüppchenbildung gibt. kommt. Frauen können ja sehr harsch werden in der Beurteilung anderer Frauen.

    Ich frage mich wie das bei der „Bachelorette“ funktioniert. Lästern da die Männer über die Kandidaten analog zu den Frauen oder wird die Frau und ihr Auswahlverhalten analysiert? Wobei ich finde dass ja das Szenario bei der „Bachelorette“ um Welten realistischer ist. Also eine Reihe von Männern die um eine sehr schöne Frau buhlen.

    • Ich glaube kaum, dass Männer Bachelorette anschauen. Es ist irgendwie entwürdigend, dabei zuzuschauen, wie Männer sich für so ein Weib zum Hampel machen. Das ganze Beziehungsgedöns ist in erster Linie für Frauen.

    • Ich schaue die Sendungen nicht, aber wenn ihr wissen wollt, wer das tut, seht euch die Werbepausen mit an. Wofür wird geworben? Bei Werbung für Tampons, Yoghurette und den Amorelieadventskalender sind’s junge Frauen, bei Werbung für Axe, Gilette & Co junge Männer, bei Voltaren alte Menschen. Bei einer Mischung sind auch die Zuschauer gemischt, im Verhältnis der jeweiligen Werbespots.

  3. Schöner alter französischer Brauch: köpfen. Habt ihr sicher gehört. Danisch hat noch einen Tweet dazu verlinkt, der gut illustriert, warum ich mit den meisten Lehrern weniger Mitleid habe, als mit normalen Leuten:

    Gefunden auf:
    https://www.danisch.de/blog/2020/10/17/heiko-der-honecker/

    Nicht vergessen: nichts hat mit nichts zu tun. Geköpft wurde schon immer.

          • Jepp, habe aber nur die 80er installiert.
            Firefox wird eh immer unbenutzbarer, je mehr man als Benutzer bevormundet wird.

          • @Mario

            Frage falsch gestellt, du schreibst ja, dass du den 80iger benutzt, aber kannst du eine Alternative empfehlen, der google-Kram ist doch noch bevormundender, von Microsoft nicht zu sprechen. Opera gab es noch, den habe ich auch einige Zeit benutzt, ist aber schon lange her. Firefox wird wenigstens regelmäßig geupdated.

          • Firefox, allerdings kam hier noch kein Update auf die 81.
            Evtl. ist ein Wechsel auf eine ESR-Version noch besser. So läuft man nicht Gefahr, ständig irgendwelchen nicht mehr funktionierenden Addons hinterhersuchen zu müssen. 😉

            Konkret auch FF Android, wo nach dem Update kein Zugriff mehr auf about:config möglich ist und das Herunterladen von Bildern/Grafiken nicht mehr abgeschaltet werden kann. Sehr gut, wenn man nur einen kleinen Datentarif hat.

            Alternative bisher ist tatsächlich Opera. Ansonsten biete sich einige Forks an, die aber im schlimmsten Fall mit Sicherheitsaktualisierungen hinterherhinken.

          • Komisch, bin jetzt auf einem anderen Rechner, ebenfalls Firefox 81.0.2 hier wird es angezeigt *grübel*

          • Evtl. oben in der Adressleiste beim Firefox schauen: ist da der blaue Schild vor dem Schloss? Dann anklicken und „Schutz vor Aktivitätenverfolgung“ abschalten.

          • @zbosone

            Ja, Schild ist an, funktioniert auf diesem Browser aber trotzdem. Vermutlich ist an dem anderen was verstellt, ich hatte da, wenn ich mich richtig erinnere, mal mit dem „Privat-Modus“ herumexperimentiert, den dann aber wieder abgestellt, weil der zu einigen Seltsamkeiten führte, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Aber Danke für die Mühe. Wahrscheinlich ist wäre es das Beste, ich lösche den mal komplett und mache ihn neu drauf.

    • PI hat, im Ggs. zu den Pinocchio-Medien noch Hintergründe:
      http://www.pi-news.net/2020/10/deutsche-medien-vernebeln-enthauptung-von-lehrer-in-paris/

      „Nordwestlich von Paris ist dem 47-jährigen Geschichtslehrer Samuel Paty von dem 18-jährigen Tschetschenen Abdullah Anzorow auf offener Straße der Kopf abgeschlagen worden. Der Mord ereignete sich am späten Freitagnachmittag in Conflans-Sainte-Honorine. Die Gemeinde gehört zum Département Yvelines, sie liegt 27 Kilometer von Paris entfernt und zählt zu den Vororten der Hauptstadt, den Banlieues.“

      Er hat wohl das mit dem „Je suis Charlie“ nicht als das gesehen, was es lediglich war, eine verlogene virtue-signalling-Show:

      „Bei dem Opfer handelt es sich nach Informationen der Zeitung Le Parisien und der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) um einen Mittelschul-Geschichtslehrer aus der Pariser Metropolregion, der seinen Schülern Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed präsentiert hat – mit dem unterrichtlichen Ziel, dass diese satirischen Zeichnungen diskutiert werden. Die grauenvolle Enthauptung könnte die Rache dafür sein, dass der Lehrer sich mit seinen Schülern kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt hat.“

      Das wird das „selbst schuld“-Narrativ natürlich stärken, unsere Medien sind ja schon komplett zum Islam-Opportunismus übergeschwenkt, im Ggs. zu Kritik an „den Rechten“ ist eine Kritik an dieser Religion nicht gefahrfrei und billig zu haben und wird daher halt einfach nicht mehr geübt…

      „Frankreich wird seit Jahren von islamischen Anschlägen erschüttert – dabei starben bisher mehr als 250 Menschen.“

      Wie hoch ist der Anteil der Muslime in Frankreich? Wenn das jetzt schon so abgeht? Merke: immer die Radikalsten bestimmen, wo es lang geht…

      • Noch ein Nachschlag für die „eine Islamisierung findet nicht statt“ und „die muslimische Mehrheit will nur in Ruhe leben“-Fraktion (Letzteres ist vermutlich sogar wahr, ändert dennoch nichts daran, dass sie den Kompost stellt, auf dem die Radikalen wachsen).

        Einer der seltenen guten DLF-Beiträge (aber es geht ja auch ums Ausland, noch dazu eines, bei dem die Nato momentan keine strategischen Interessen zu haben scheint, in Deutschland wären es FakeNews und „krude rechte Verschwörungstheorien“):
        https://www.deutschlandfunk.de/kulturkampf-in-frankreich-radikale-islamisten-erobern.886.de.html?dram:article_id=468466

        Die Studie von Rougier Bernard findet man wohl hier:
        https://b-ok.cc/book/5337451/97bc88

        Zitat aus dem Artikel:
        „Die französischen Sicherheitsdienste haben in einer geheimen Analyse, über die das „Journal de Dimanche“ dieser Tage berichtete, 150 Territorien ausgemacht, die sich bereits in der Hand der Islamisten befinden.
        .
        Sowohl Gilles Kepel als auch Bernard Rougier weisen darauf hin, dass die große Mehrheit der Muslime keineswegs der djihadistischen Vision des Islam anhängt. Aber die sehr aktive Minderheit der Militanten – oft sind es von außen kommende Prediger – schafft es, das religiöse Leben in den Gemeinden zu dominieren. Wie, das haben die Studenten von Bernard Rougier genau untersucht“

        Frankreich ist angeblich das europäische Land mit zahlenmäßig den meisten Muslimen, angeblich 6 Millionen (also rund 10%, auch in Frankreich gibt es scheinbar nur Schätzungen):
        https://www.domradio.de/themen/weltkirche/2019-10-31/wenn-eine-religion-die-gesellschaft-polarisiert-frankreich-ringt-um-einen-angemessenen-umgang-mit

        Mir ist nicht bekannt, wie viele es in Deutschland sind, angeblich 4 Millionen, was ich für eine veraltete Zahl halte und etwa 5% der Bevölkerung entspräche. Eine Minderheit von 10% reicht also aus, um erhebliche Unruhe und sehr hartnäckige Parallelstrukturen im Land zu schaffen, sie wirkt sich auf Bildung, Meinungsfreiheit, Polizei und Justiz, historische Baudenkmäler, sozialen Frieden usw. aus. Kurz: sie macht eine Gesellschaft unfreier, uneffektiver, uneiniger und gefährlicher, man könnte auch sagen: sie schwächt sie…

        Genau das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb Kelly Greenhill ihr Buch „Weapons of Mass Migration“ nannte. Aber Geopolitik scheint das Auge zu sein, auf dem deutsche Medien, Linke und Grüne besonders blind sind, unsere Politik sowieso. Positiv ausgedrückt, denn vielleicht ist deren Verhalten auch Absicht.

        • Michel Houellebecq hat es doch in seinem Roman beschrieben. Diese Situation ist schon lange etabliert und Frankreich – nur eben nicht auf der partei-politischen Ebene.

          Das zeigt sich schon in der Prüfung der öffentlich verordneten Corona-Maßnahmen: die Franzosen werden genau kontrolliert und auch entsprechend bestraft – die Muslime können machen, was sie wollen.

          „Aber Geopolitik scheint das Auge zu sein, auf dem deutsche Medien, Linke und Grüne besonders blind sind, unsere Politik sowieso. Positiv ausgedrückt, denn vielleicht ist deren Verhalten auch Absicht.“

          Nein, sie sind nicht blind. Ja, es ist Absicht.

  4. Es treten wieder vermehrt Tierverstümmelungen auf:
    https://terra-mystica.jimdofree.com/r%C3%A4tsel-mystery/tierverst%C3%BCmmelungen-nun-auch-aus-oklahoma-gemeldet/

    Natürlich sterben immer mal Tiere und werden von Aasfressern angeknabbert. Die vorgenannten Fälle unterscheiden sich dadurch, dass Aasfresser sie meiden, dass sie oft blutleer sind (ohne dass Blut in der Gegend gefunden würde) und dass (chirugisch präzise) Organe und Körperteile entfernt wurden, obwohl ansonsten keinerlei Täterspuren gefunden werden.

    „A strange harvest“ aus den 80igern dokumentiert das gut, findet man online leider nicht mehr. Oft werden „Ufos“ als Ursache angenommen, wie gut belegt das ist, weiß ich nicht, m.W. ist es eher Spekulation. Die wirklichen Gründe kennt keiner. Auf der Skinwalker-Ranch soll auch so ein Fall vorgekommen sein.

      • „Wir haben etwas sonderbares, wofür wir nicht sofort eine Erklärung haben. Klar, das müssen UFOS sien.“

        Ah, wir haben seit Jahrzehnten keine Erklärung für das Phänomen, aber Ufos sind lächerlich!

        Ich schrieb ja, dass ich nicht weiß, wie gut es belegt ist. Einige Fakten, etwa gebrochene Gliedmaßen bei den Tieren, so als ob sie aus einigen Metern Höhe abgeworfen wurden, sprechen durchaus für die Ufo-Hypothese. Meines Wissens gibt es auch Beobachtungen in dem Zusammenhang, die aber auch simple Koinzidenzen sein oder auf andere paranormale Vorgänge hinweisen könnten. Last but not least spuken seit Jahrzehnten Behauptungen herum, diverse Regierungen hätten Verträge mit Außerirdischen, die im Austausch gegen Technologie solche Entführungen erlauben (was reine Desinformation sein könnte). Historisch gesehen gibt es viele Hinweise durch Berichte über „die wilde Jagd“, bis hin zu Pferdeschenkeln etc. die aus freiem Himmel auf Fischboote fielen u.ä.

        Aber die Diskussion ist ohnehin akademisch, da wir ja auch nicht wissen, was das Ufo-Phänomen verursacht…

      • In archive.org finden sich mehrere Änderungen des Artikels über die Tage.
        Die Überschrift war die erste, die dann schnell geändert wurde. Version 3 vom 16.10. hat die Überschrift
        „French Police Fatally Shoot Man Who Beheaded Teacher on the Street
        The victim was immediately depicted as a martyr to freedom of expression.“

        Erster Satz, über dem Bild (und insofern möglicherweise auch das, wie weit viele Leute nur lesen:

        „The victim was immediately depicted as a martyr to freedom of expression“

        Aha:
        „depicted“
        „as a martyr“

        Und dann auch noch „freedom of expression“. Weiß doch inzwischen jeder, dass sowwas nur „rechte“ einfordern.

    • Berliner Wirtschaft…. da wird sie es schwer haben wenn Stadträte aktiv dass ansiedeln moderner Wirtschaftszweige verhindern, oder wie war das mit dem Google Campus, bei dem jetzt die Grünen ganz stolz drauf sind, den verhindert zu haben.

      Passt aber, die einzige Hauptstadt im Westen, die das BIP senkt wird von einer Quotenbefürworterin regiert, die ihren Doktortitel mit Plagiaten erwirbt, was auch noch gedeckt wird von ihrer Partei und der parteinahen Unileitung. Warum man sich im Norden über den bay. Filz aufregt entgeht mir irgendwie.

  5. Ich habe mir den Film „Blau ist eine warme Farbe“ angesehen.

    Es geht um eine lesbische Beziehung ist aber nicht männerfeindlich. Der Film hat eine seichte Spannungskurve und eine langsame Erzählung. Es geht nicht darum, die Welt zu retten, sondern um die kleineren Dinge im Leben, die einen bewegen wie zum Beispiel Beziehungskisten. Empfehlenswert für Menschen, die Kultur schätzen.

    • Spannend ist am Film (außer Lea Seydoux 😉 ) die Differenz zur Vorlage – einer „graphic novel“ von Julie Maroh – denn die dort erzählte Geschichte ist komplett anders.
      Sie beginnt mit einer Rückschau nach dem Tod von Clementine (= Adele).
      Der Grund, warum die Autorin sie hat sterben lassen ist für den aufmerksamen Leser offensichtlich, denn in Clementine kommt im Laufe der Beziehung ein Kinderwunsch auf, der in dieser Beziehung nicht realisierbar ist. Die Tragik der Geschichte ist sozusagen, die Tragik der Geschichte gleich am Anfang zu beerdigen.

      Was dem Regisseur als Thema so unheimlich war, dass er die gesamte Geschichte vollständig umgebaut hat. Adele hat im Film Affären mit Männern – das wird offen gezeigt, aber das unbewusste Motiv dafür verschwiegen.
      Kechiche hat hat sehr wohl verstanden, um was es in der Geschichte eigentlich geht, denn die neue Partnerin (!) von Emma (!) am Schluss des Films ist hochschwanger.
      Es gibt immer mehr männliche Regisseur, die als Frauenretter und Frauenbediener agieren.

      Die Behandlung und Darstellung der Klassendifferenzen zwischen Adele und Emma ist zwar nett, aber der Holzhammer nervt. Und latürnich wäre der #aufschrei groß, wenn ein Student sich in eine 15-jährige Schülerin verliebt und sich „graphisch“ mit ihr im Bett vergnügt.

      Der Film ist empfehlenswert, aber die Ehrungen, die er und die Hauptdarstellerinnen eingesackt haben verdanken sich nicht den Leistungen, sondern der Thematik – es waren rein „politische“ Preise.
      Eine unselige Tradition.

      • „Es gibt immer mehr männliche Regisseur, die als Frauenretter und Frauenbediener agieren.“

        Das liegt daran, dass es für Regisseure immer schwieriger wird, überhaupt ein Filmprojekt anvertraut zu bekommen. Der Beruf des Regisseurs ist ja sehr stark heruntergekommen. Bis zum Anfang der 1990er Jahre war das ein Traumjob. Und dann setzte der Verfall ein. Heute sind die meisten Regisseure einfach nur noch prekär Beschäftigte. Darum machen die alles, wenn sie nur irgendwo Regie führen dürfen.

        Und so beginnt der Tanz von oben: Produzenten / Produktionsfirmen nehmen Filme in Angriff, für die sie Filmförderung kriegen. Die gibt es nur noch für feministischen Stoff. Also wird Feministisches produziert. Dafür sucht man dann einen passenden Regisseur. Der muss dieses Konzept natürlich mittragen. Und damit niemand auf die Idee kommt, dass er vielleicht nicht feministisch genug ist, benimmt er sich vorher schon ausreichend feministisch.

        Insgesamt koppelt sich die Filmproduktion noch stärker vom Konsumenten (dem Zuschauer) ab und finanziert sich immer mehr über Filmförderung, Zuschüsse usw., also letztlich aus Steuergeldern.

        • Da kannst du durchaus richtig liegen.
          In Schweden werden die Filmfördermittel „geschlechtergerecht“ vergeben, was zweierlei heißt und auch so verkauft wird: Erstens müssen „mehr Frauen“ auf die Leinwand und hinter die Kameras, in die Regie usw. usf. (wg. „Repräsentation) und die Themen müssen zweitens „aktueller und politischer“ werden. D.h., was auch immer den (politischen) Zeitgeist gerade umtreibt – drölftausend Flüchtlingsdramen bspw.
          Das ganze wird dadurch gekrönt, auch die Preise werden nach diesen Kriterien vergeben.
          Was automatisch heißt, sie werden wertlos.

          „Insgesamt koppelt sich die Filmproduktion noch stärker vom Konsumenten (dem Zuschauer) ab und finanziert sich immer mehr über Filmförderung, Zuschüsse usw., also letztlich aus Steuergeldern.“

          Partiell. Deutsche Komödien sind zwar seit langer Zeit abgeschmackt, aber sie sind kommerziell erfolgreich und in der Regel von Männern gemacht.
          Während der geforderte „female gaze“ von der Kritik gefeiert wird und an der Kasse floppt.

          Nicht, weil die Zuschauer frauenfeindlich sind, sondern weil die Kritik gar nicht Filme kritisiert, sondern nur noch identitätspolitische Checkboxen abhakt. Ist der Cast „divers“ genug, kann die Geschichte nach dem Prinzip funktionieren: „Loch an Loch und hält doch.“

          Das Resultat kann man dann auf „Rotten Tomatoes“ bewundern, wenn „Cuties“ nach: Schwarze Regisseurin, diverser Cast, feministische Botschaft (vierfach Doppelplusgut) von den Kritikern bewertet wird und von den Zuschauern nach „Softporno für Pädophile“ und Kindesmissbrauch.
          Man kann nicht mehr davon ausgehen, dass Identitäre den gleichen Film sehen wie normale Zuschauer – das Glöckchen der „freudigen Botschaft“ erklingt und es ist alles vergessen, was sie jemals über Filmkritik gelernt haben. Falls sie es jemals gelernt haben.

  6. Ist hier eigentlich schon dieses neue Papier diskutiert worden? (@EvoChris: wäre vermutlich einen eigenen Blogpost wert):

    Lara M. Wierenga, et al. (160 Autoren!!):
    Greater male than female variability in regional brain structure across the lifespan
    Human Brain Mapping, DOI 10.1002/hbm.25204
    https://onlinelibrary.wiley.com/toc/10970193/0/0
    12.10.2020

    Eine gigantische Meta-Studie (bzw. Mega-Studie 😉 )
    Danach dürfte die greater male variability-Hypothese als gesichert gelten, das Papier ist ein Meilenstein.

  7. Hallo,
    für den 3. Teil des Anti- Gender Beitrages hier:
    https://maennerschmie.de/index.php/2020/10/18/maskulist-anti-gender/
    suche ich Quellen zum UNDEMOKRATISCHEN ZUstandekommen des Gender Mainstream im öff. Dienst.
    Von der Agenda der UN- Frauenkonferenz (zusätzlicher Tag, die Frauen der ärmeren Länder hatten nicht verlängern können, wiurden in Abwesenheit überstimm..) über EU- Beschluss bis zu Schröders Kabinettsbeschluss – all das gesachah völlig an Bundestag und Wahlvolk vorbei.
    Wer hat Quellen?

    • Ob es jetzt zum GenderMainstreaming im öffentlichen Dienst passt, weiß ich nicht, aber Danisch ist bei dem Thema eine reiche Quelle, allerdings muss man in den tausenden Artikeln ganz schön suchen.

      Zur Berufung der Susanne Bear ans Bundesverfassungsgericht hatte der sehr interessante Details herausgefunden, ebenso zu ihrer vorherigen Pseudobeschäftigung an der HU, bei der sie angeblich keinerlei Tätigkeitsbeweise vorbringen konnte und wo Geld von der SPD(?) floß. Auch zu ihrem rechtlich nicht existenten Institut, zu der Praxis sich Verfassungsbeschwerden zu casten (z.B. zum dritten Geschlecht) und damit am Parlament vorbei Tatsachen zu schaffen. Auch geostrategische Interessen und evtl. Geheimdienste spielen da mit rein, denn Bear wurde in Michigan (?) groß gemacht, einer typischen cia-Anwerbeuni. Oder so ähnlich. Müsste man alles nochmal nachlesen, eine hochspannende Sache und Danisch würde dir sicher auch Kopien etc. zukommen lassen, der bloggt ja nicht nur, sondern prozessiert auch. Nur als Einstieg:
      https://www.danisch.de/blog/2020/07/01/zum-stand-des-genderkorruptionspegels-im-bundesverfassungsgericht/

      Hier kommentiert er ein Urteil eines Landesgerichtes, welches genau dein Thema trifft:
      https://www.danisch.de/blog/2017/10/10/das-landesverfassungsgericht-mecklenburg-vorpommern-hat-entschieden/
      „Ein männlicher Beamter hatte vor dem Landesverfassungsgericht von Mecklenburg-Vorpommern Beschwerde erhoben, weil dort nur Frauen Gleichstellungsbeauftragte werden und auch nur Frauen sie wählen dürfen, Männer sich aber von ihr vertreten lassen müssen, im Ergebnis also rechtlos und einem Matriarchat unterstellt sind.“

      Seine juristische Einschätzung ist dabei durchaus nützlich, denn der steckt tief in der Materie drin, ob sie immer richtig ist, sei dahingestellt.

  8. Sehr interessanter Artikel über die Doppelmoral von Linken am Beispiel Rassismus:

    „Ihr Linken seid genauso ausgrenzend wie die Rechten!

    Diskriminierung von Migranten kommt auch von den vermeintlich antirassistischen Linken, die dafür aber blind sind. Das erleben zu müssen, macht stumm. Ein Essay
    [….]
    Die politisch Linken sind nicht besser als das, wogegen sie zu kämpfen glauben. Auch sie reduzieren Menschen auf ihre Herkunft, auch sie diskriminieren, auch sie vertreten einen Klassismus, gerade weil sie die Identitätspolitik der Klassenfrage vorziehen, und auch unter ihnen herrscht ein unglaublicher kultureller Rassismus.“

    https://www.tagesspiegel.de/politik/rassismus-in-deutschland-ihr-linken-seid-genauso-ausgrenzend-wie-die-rechten/26284482.html

    • Vielleicht hat er ja Recht. Dass der Mossad genauso wenig Moral hat, wie alle anderen Geheimdienste auch, mag dir nicht in deinen ideologischen Kram passen, ist aber eine Tatsache.

      Fakt ist doch: wir beide werden sehr wahrscheinlich nie erfahren wie er wirklich gestorben ist, weil alles was nach außen dringt, höchstwahrscheinlich hochpolitische Lügen sind. Und egal was die Todesursache war, sie kann durch einen Geheimdienst i.d.R. leicht herbeigeführt oder inszeniert werden, genau für sowas gibt es diese Verbrechervereine ja.

    • Aus dem Artikel:
      „I didn’t expect a decapitation — it went too far,“

      Da fragt man sich doch spontan, was nach meinung des interviewten denn angemessen gewesen wäre?
      Denn wenn es „too far“ ging, dann scheint seiner meinnung ja die grundsätzliche Richtung schon in Ordnung gewesen zu sein.

      Vielleicht wäre ein humaner Kopfschuss passender?
      Oder wie oder was?

      • Muslime sehen etwas, das ihnen nicht gefällt und sie antworten mit völlig überzogener Gewalt. Danach haben dann alle Angst, auch selbst Opfer dieser Gewalt zu werden und da es funktioniert, werden Muslime das nächste Mal wieder mit Gewalt antworten. Und die Linke und die Medien unterstützen sie dabei.

      • Taz:
        „paris greift hart durch“

        https://taz.de/Nach-Mord-an-Lehrer-in-Frankreich/!5721236/

        „Die französische Republik war am Freitag durch ein brutales Attentat gegen einen Lehrer in Conflans-Sainte-Honorine an einer Schwachstelle getroffen worden. Der Geschichtslehrer Samuel Paty hatte Anfang Oktober Karikaturen des Propheten Mohammed aus dem Satireblatt Charlie Hebdo im Unterricht gezeigt. Am Freitagnachmittag kam es dann zu dem Angriff auf den Lehrer, bei dem er von dem Attentäter mit einem Messer attackiert worden war.“

        Da fragt man sich doch, wie es dem angegrifenen denn so inzwischen geht?

        „Insgesamt elf Personen sind seit dem Mordanschlag auf Samuel Paty am Freitag festgenommen worden. Unter ihnen befanden sich zunächst die engsten Verwandten des von der Polizei erschossenen Attentäters Abullakh Anzorov, aber auch zwei Personen, denen jetzt eine aktive Rolle bei der Hetze gegen Paty im Internet angelastet wird.“

        Oh – es war nicht nur ein „Angriff“, bei dem er „mit einem Messer attackiert“ worden ist – es war gar ein „Mordanschlag“?
        Na, gut dass der Attentäter erschossen wurde (aber hätte es nicht genügt, ihn ins Knie zu schießen?).
        Doch wohl hoffentlich rechtzeitig, damit der Anschlag nicht auch noch erfolgreich war?
        Fragen über Fragen.
        Ja, es gibt Artikel in der Taz, denen man entnehmen kann, dass nicht nur der Attentäter, sondern auch der Lehrer tot ist, und sie werden immerhin in dem Artikel auch verlinkt. Aber in diesem Artikel wird das sooo vorsichtig umschrieben, dass es nicht klar ist.

        Die verharmlosende Sprache bezüglich der Ermordung des Lehrers KOTZT MICH AN.

        • „Die verharmlosende Sprache bezüglich der Ermordung des Lehrers KOTZT MICH AN.“

          „taz“ halt, die berichten doch eh nur darüber, weil es sich nicht mehr verschweigen lässt. Gerüchten zufolge rekrutieren die Mainshitmedien den Nachwuchs von der taz, da wundert mich wirklich nichts mehr. Frag mich, wie die das geschafft hat.

  9. Da ja 2021 nicht nur die Bundestags- sondern auch die Berliner Senatswahl stattfindet, ist es interessant zu sehen, wie sich die SPD zu Berliner Themen inzwischen äußert.:

    „Giffey und Saleh gehen auf Distanz zu Grünen und Linken
    […]
    Mit Blick auf die Szene rund um die Rigaer Straße in Friedrichshain und die unterschiedlichen Haltungen dazu in der Koalition fordert Giffey: „Wir müssen auch beim Linksextremismus eine klare und deutliche Sprache sprechen und Grenzen deutlich aufzeigen. Wer durch die Stadt marodiert, alles vollschmiert, Scheiben zertrümmert, Autos anzündet, Menschen verletzt, kann das nicht damit rechtfertigen, sich für faire Mieten oder bezahlbaren Wohnraum einzusetzen.“

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-spd-spitze-will-kurswechsel-giffey-und-saleh-gehen-auf-distanz-zu-gruenen-und-linken/26286056.html

    Das käme einer fast 180°-Wende gleich. Jahrelang hat man sich von Linken und Grünen am Nasenring durch die Manege ziehen lassen.
    Damit verlöre die SPD wahrscheinlich ihre beiden Lieblings-Koalitionspartner und dann käme wahrscheinlich der Gang in die Opposition.

    Ob sich das im Bund so fortsetzen wird?

    • „Protester: statues are racist“

      Mal ein Wenig OT: es ist echt ernüchternd, wie weit sich der Virus grassierender Desinformation schon ausgebreitet zu haben scheint. Als Beispiel: ich hab mir mal so zur Belustigung nebenbei einen amerikanischen YT-Channel gegeben, wo der Betreiber recht launige Filmkritiken macht und irgendwann mit der Herkulesaufgabe begonnen hat, alle Filme zu rezensieren, die jemals einen Razzie als schlechtester Film gewonnen haben.

      In seiner Rezension zu Star Trek V triggerte ihn eine dortige Aussage, dass Columbus der Entdecker Amerikas gewesen wäre und er einen Beweis dafür erbracht habe, dass die Erde rund sei. Das veranlasste ihn zu einer fast einminütigen Tirade über Columbus. Ich habe aus Interesse mal die Kommentare darunter gelesen und ernüchternderweise erhielt er fast nur Zuspruch, wenn auf diesen Teil des Videos Bezug genommen wurde. Etliche freuten sich darüber, wie „klar und deutlich“ er sich mal zu diesem historisch völlig unverdient in Erinnerung geblieben „Rassisten, Lügner und Mörder“ geäußert habe. Es gab kaum mal Widerspruch, erst deutlich nach Einstellung des Videos waren ein paar Kommentare zu finden, die versuchten, die Sache mal ein Wenig ins rechte Licht zu rücken. Wobei ich da fast die Vermutung habe, dass das daher kommen kann, dass, als das Video noch frisch und die Diskussion noch lebendig war, fleißig Widerworte redigiert worden sind.

      Was mich echt fassungslos gemacht hat, war die schiere Dummheit der Art und Weise, wie dort mit der Person umgegangen wurde. Ja, Columbus hat wohl in seinen Einschätzungen zu der „indigenen“ Bevölkerung Empfehlungen rausgegeben, die nicht nett waren. Andererseits sollten aber gerade jene, die selbst gerne gar Geschlechter für soziale Konstrukte halten, etwas Nachsicht mit einem Menschen walten lassen, der vor 500 Jahren gelebt hat und ein Kind der damaligen Sozialisation war. Und die sozialisierte Haltung „rückständigen“ Naturvölkern gegenüber entsprach dem, was er von den „Indianern“ hielt.

      Aber alleine das reicht aus, um ihm auch jede andere Lebensleistung abzusprechen. Ich fasse mal zusammen: Columbus hat keinen Beweis für die runde Form der Erde erbracht und es gibt nichts, was darauf hindeutet, dass er selbst überhaupt daran glaubte. Er hat ja auch Amerika gar nicht entdeckt, sondern er wollte nach Indien und landete nur mit Ach und Krach in Amerika, weil er (O-Ton) zu dumm war, die Größe der Erde richtig einzuschätzen. Außerdem haben er und seine Leute Krankheitserreger nach Amerika gebracht, denen unzählige Einheimische zum Opfer gefallen sind.

      Also mal der Reihe nach: Ja, dadurch, dass er Indien nie erreichte, ist ihm kein Beweis der runden Erde gelungen. Amerika hätte auch irgendwo auf einer Erdscheibe gelegen haben können, nur eben sehr weit westlich von Europa aus. Dass er selbst aber gar nicht wirklich an eine runde Erde glaubte ist wiederum leicht zu erkennender Stuss. Wenn er, wie korrekt erkannt, nicht ein fremdes Land suchte, sondern einen neuen Seeweg nach Indien, welches östlich von Spanien liegt, warum sollte er, wenn er doch insgeheim an eine flache Erde glaubte, dann bitte schön einen Seeweg dorthin suchend nach Westen starten? Da steigern sich Pomolis mal wieder so sehr rein in ihren Hass auf eine Person / eine Gruppe, dass sie gar nicht mehr die Konsistenz eigener Aussagen prüfen können vor lauter Schaum vorm Mund. Und es geht gleich so weiter denn: Der Vorwurf, er sei nur in Amerika gelandet, weil er so dumm war, dass er die Erde für viel zu klein gehalten habe steht in erkennbarem Widerspruch zur direkt zuvor formulierten Unterstellung, er habe selbst gar nicht an eine runde Erde geglaubt. Und, mal davon abgesehen, gibt es etwas bornierteres und selbstgerechteres, als einem Menschen Dummheit zu unterstellen, weil er, zu einer Zeit, in der das Hinterfragen der christlichen Vorstellung einer Erdscheibe als Mittelpunkt des Universums noch als Ketzerei galt, nicht in der Lage war, die Größe der Erde korrekt zu berechnen – und das auch noch einem „einfachen“ Seefahrer? Und da schließt auch der Vorwurf an, dass er und seine Männer Krankheiten eingeschleppt haben. Auch hier wird völlig ignoriert, von was für Zeiten wir sprechen. Die Menschen hatten zu Columbus‘ Zeiten keinerlei Vorstellung von Bakterien und Viren und ebenso natürlich auch nicht von so etwas wie Immunsystemen. Der Glaube, Krankheiten seien Ergebnisse böser, dämonischer Kräfte war zu dieser Zeit noch sehr weit verbreitet. Wie kann man unter diesen Bedingungen den europäischen Seefahrern also bitte vorwerfen, sie hätten Krankheiten eingeschleppt, gegen die die Immunsysteme der „Ureinwohner“ nicht gefeit waren. Sie hatten selbst ja keinerlei Ahnung davon und hätten sich das plötzliche massenhafte Sterben der „Indianer“ auch nicht erklären können, selbst wenn es sie interessiert hätte.

      Das war für mich auf jeden Fall ein kleiner, erhellender, wenn auch durchaus schockierender Einblick in den Zustand der Desinformation und Gegenaufklärung in den USA, der dazu führt, dass mittlerweile unter stillschweigender Duldung vieler Medien und Politiker massenhaft Statuen von Menschen umgerissen werden, die die Schuld trugen, weiß und männlich zu sein und manchmal dann auch noch sogar Dinge so zu sehen, wie es sie zu sehen zu ihrer Zeit völlig normal gewesen ist und erst aus heutiger Sicht moralisch mit unseren Wertvorstellung kollidiert.

      Und all diese Deppen, die sich jegliche Fähigkeit zu differenzierendem Denken haben freudig abtrainieren lassen, halten sich selbst für progressiv und aufgeklärt. Dunning-Kruger lässt grüßen…

      • Ach ja ….

        es wär natürlich nett, eine Quelle für die behaupteten Behauptungen zu haben, aber sei’s drum:
        Der Fehler beginnt mit der Behauptung in Star Trek, Kolumbus habe „einen Beweis dafür erbracht [..], dass die Erde rund sei“.

        Was unterstellt, dass man einen Beweis dafür für nötig erachtet habe. Was impliziert, man habe die erde für etwas anderes als Kugelförmig gehalten.

        Was alles zusammen falsch ist.

        “ zu einer Zeit, in der das Hinterfragen der christlichen Vorstellung einer Erdscheibe als Mittelpunkt des Universums noch als Ketzerei galt, nicht in der Lage war, die Größe der Erde korrekt zu berechnen“

        Die Vorstellung war weder „christlich“ noch galt sie als Ketzerei – sie war eher vor-altertümlich.

        Zum Lesen z.B.:

        https://www.wissenschaft.de/magazin/weitere-themen/kolumbus-und-die-erdkugel/
        (nur im Anriss)

        https://de.wikipedia.org/wiki/Flache_Erde#Mittelalter

        „Die Vorstellung, dass das mittelalterliche Weltbild von einer Flacherde ausgeht, ist verbreitet, aber falsch. “

        Absatz: Moderne Rezeption des „Mythos der flachen Erde“
        „Folgende Forscher räumten mit der Legende auf, im europäischen Mittelalter habe die Kirche die Scheibengestalt der Erde gelehrt:
        […]
        Eine in Zusammenarbeit mit dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung durchgeführte Studie, die deutsche und österreichische Geschichtsschulbücher aus dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts untersuchte (Stichjahr 2009), kam zu dem Ergebnis, dass in einem großen Teil der Lehrwerke bis heute die These des mittelalterlichen Glaubens an eine Erdscheibe verbreitet wird. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sei demnach, so der Historiker Roland Bernhard, in den Schulbüchern der Umschwung zu immer fiktiveren, unter anderem in der Tradition von Washington Irvings Erzählungen stehenden Darstellungsweisen vollzogen worden. Hingegen sei in den letzten Jahrzehnten aus vielen US-amerikanischen Schulbüchern der Mythos vom Glauben an die flache Erde entfernt worden.[23]“

        Die Idee, im Mittelalter habe man die Erde für eine Scheibe gehalten, ist also selbst nichts als dumme Polemik.

        • Danke für die Aufklärung, auch wenn sie gerne etwas weniger angriffslustig hätte eingebracht werden können… 😉

          Gilt dasselbe auch für die Vorstellung eines geozentrischen Universums. War das tatsächlich so eine Art „heilige Kuh“ des christlichen Mittelalters oder gibt es da Anzeichen, dass auch das eher eine in der Neuzeit entstandene, rückblickende „Unterstellung“ war?

          • Sorry wenn das zu aggressiv klang…
            aber okay, ja, war wohl schon in etwas „aggressiver Stimmung“ 😉

            „Gilt dasselbe auch für die Vorstellung eines geozentrischen Universums“
            Nein.
            Anders als bei der Kugelgestalt gab es keinen zwingenden Grund, da etwas anderes anzunehmen als eine geozentrische Sicht.

            Es gab zwar schon antike gelehrte, die nicht-geozentrische Vorschläge hatten, aber die waren
            1. weder überzeugend noch
            2. auch nur annähernd richtig.

            Das einzige damals wirklich beobachtbare Problem, das erst durch ein heliozentrisches Weltbild richtig und überzeugend gelöst wurde (und das natürlich aus heutiger Sicht ebenfalls nicht wirklich wahr ist – die Sonne ist halt auch nicht das Zentrum des Universums) ist das Problem mit den Epizyklen in den Planetenbahnen.

            Zur Zeit des Kolumbus war das aber reine Zukunftsmusik – Kolumbus starb 1506, Kopernikus‘ „de revolutionibus“ erschien erst 1543, und bis das seine Kreise zog und bekannt wurde, dauerte auch seine Zeit.

            Zudem hatte Kopernikus, selbst Kepler und Galilei, zwar eine elegante und überzeugende Theorie, aber bei weitem keine Beweise, wie es sie etwa für die Kugelform der Erde seit langem gab.
            Zudem war auch diese Theorie rein phänomenologisch – sie beschrieb, WIE die Bewegung aussehen sollte, konnte aber keinen Grund dafür angeben, warum das denn so sein sollte – einen Grund, aus dem die Bewegungen der Planeten dann eben diese und nicht andere Bahnen als Ergebnis hatten – einen solchen tieferen Grund lieferte erst Newton mit der Gravitationstheorie.

            Insofern waren ihre Ideen durchaus sehr akademisch – es waren „nur“ Theorien.

            „Gilt dasselbe auch für die Vorstellung eines geozentrischen Universums. War das tatsächlich so eine Art „heilige Kuh“ des christlichen Mittelalters oder gibt es da Anzeichen, dass auch das eher eine in der Neuzeit entstandene, rückblickende „Unterstellung“ war?“

            Es war schlicht die gängige Vorstellung des Mittelalters – und es gab keinen guten Grund, es zu bezweifeln. Es entsprach dem Augenschein und führte nicht zu echten Widersprüchen.

            Es gibt verschieden Auffassungen, wann das Mittelalter zu Ende ging, aber die Entdeckung Amerikas ist so ziemlich der späteste Zeitpunkt dafür. Die Idee eines nicht mehr geozentrischen Weltbildes ist eine Idee der Neuzeit. Zumindest diejenigen, die sich als näherungsweise korrekt erwiesen haben (Kopernikus ff.)

      • „diesem historisch völlig unverdient in Erinnerung geblieben „Rassisten, Lügner und Mörder“ geäußert habe.“

        Menschen von früher nach heutigen Moralvorstellungen zu bewerten, kann nur in die Hose gehen. Die heute Woke-Linke ist nach alten und hoffentlich auch nach zukünftigen Maßstäben absolut rassistisch und sexistisch. Nur erkennen sie es heut selbst noch nicht.

        • Erstaunlicherweise ist das das Wichtigste, was ich im Geschichtsunterricht (Gymnasium) gelernt habe: beurteile historische Quellen, Taten etc. immer mit dem Wissen/aus der Sicht eines Zeitgenossen, nicht mit dem Wissen von heute.

          Das war in den 80/90ern, frage mich, was davon heute noch übrig ist.

          • In postmodern linken Kreisen NICHTS. Da wird einfach alles nach den heutigen mannigfaltigen Ismen abgescannt und sobald sich ein böser, weißer Mann auch nur eines einzigen Ismus‘ schuldig gemacht hat – was auf so ziemlich jeden zutreffen dürfte, schon allein aufgrund der Beliebigkeit der Auslegung dieser Zuschreibungen – wird er umfassend zum Monster erklärt und soll umfassend aus der Geschichtsschreibung getilgt werden.

  10. Genau das ist der Rassismus made in USA 2020, Farrakhan. Der sprichwörtliche Elefant im Raum. Keiner sieht ihn.

  11. Die Ersteller der Studie, aus der dieses Training entstanden ist, sagen selbst das es nosense ist, aber es wurde trotzdem umgesetzt, damit die Firmen so tun können als ob sie was machen.

  12. Der Gendergap in Mathematik wird teilweise verursacht durch eine hohe Anzahl von Multiple-Choice Fragen. Kern der These eine hohe Anzahl an Multiple Choice Fragen vergrößern den „Stereotype Threat“.

    Da bleiben noch ein paar Fragen offen, zB wie aie Anzahl Multiple Choice Fragen überhaupt Einfluß auf den Stereotype Threat haben können. Aber auch ob das Frageformat einen Einfluß auf Bereiche hat in denen Mädchen einen Vorteil haben.

    Insgesamt bin ich von dem Paper nicht wirklich überzeugt.

  13. „Pädagogik paradox“
    https://freitag.de/autoren/der-freitag/rosa-ist-nur-eine-farbe
    Während in der Gesellschaft weitere Geschlechter oder sexuelle Orientierungen immer sichtbarer werden und Eltern nun das Geschlecht ihres Kindes im Geburtenregister mit „divers“ angeben können, schiene davon im „normalen“ Kindergarten oder in der Grundschule kaum etwas angekommen zu sein. „Da bin ich regelrecht erschrocken und habe mich gefragt: Ist eigentlich der ganze Diskurs an den Menschen im realen Leben vorbeigelaufen? War das alles zu akademisch, zu abgedreht oder nur in der LSBTQII*-Community verortet?“

    Mich würde mal interessieren, welche Rollen diese Muttis den Kindern vorleben. Die müssen ja z.B. besonders „geschlechtersensibel“ gekleidet und frisiert sein. Geschlechtersensibel Fußball gucken. Und geschlechtersensibel die Brauanlage im Keller aufbauen.

  14. Mal wieder eine interessante Kritik an James Lindsay.und Helen Pluckrose von Sam Hoadley-Brill.

    Es geht u.a. um ihre Falschdarstellung von Positionen des französischen postmodernistischen Philosophen Jean Francois Lyotard in Lindsays und Pluckroses schlampig recherchierten Buch „Cynical Theories“

    Sam Hoadley-Brill – On Cynical Theories

    https://letter.wiki/conversation/960

  15. Wählt das was ich sage, sonst gibt es Gewalt. Das ist hier nämlich eine Deomkratie!!!

    Was ich nicht checke: Was hat Trump Schwarzen getan? Im Grund hat er ihnen sogar geholfen, in dem er die illegale Einwanderung reduziert hat. Hat er irgendwas über oder sogar gegen Schwarze gesagt? Von meiner Warte aus muss Trump nur noch einen Tag länger leben und die werden alle noch wütender. Selbst wenn er den ganzen Tag My-Little-Pony schaut und mit niemanden redet, ist er für die doch am Ende des Tages irgendwie zu einem noch größeren Rassisten geworden.

    Während sie selbst mit sowas kommen:

    Es gibt anscheinend Menschen, die einfach zu viel sind, obwohl global gesehen eine ziemliche Minderheit. Es bleibt dabei. Diversity ist super wichtig und 0% Weiße ist 100% Diversity.

    • Dsa Kind wurde 2014 geboren, 2 Jahre hat man bei uns Zeit, wird in Finnland nicht groß anders sein. Also Pech und zuviel Gottvertrauen!

      Ein Vaterschaftstest auch ohne Wissen der Mutter ist einfach. Wenn man Gewissheit hat kann man sich immer noch Maßnahmen überlegen.

    • Ob wohl das Bild im Artikel symptomatisch für die Stoßrichtung der Ausstellung ist? Als Artikelbild also ein Foto von „The Nazis“, auf dem auch wirklich nur Männer zu sehen sind. War Frau Goebels, die ihre eigenen Kinder vergiftet hat, noch nicht Nazi genug? Und Eva Braun fand es sicher auch alles ganz fürchterlich, was ihr Addi da so machte. Und von den ganzen KZ-Wärterinnen, die teils gefürchteter waren, als ihre männlichen Kollegen, muss man wohl gar nicht erst anfangen.

      Und bei den genannten Verantwortlichen für die Ausstellung lese ich nur Frauennamen. Was wäre wohl los – gerade im deutschen Ground Zero der „Wokeness“ – wenn eine Ausstellung über „Weiblichkeit“ nur von Männern initiiert würde?

  16. Auch ne gute Frage, die ja schon die Antwort ist ….

  17. Und natürlich wird dieser irrationalistische Dreck von der „Bundeszentrale für politische Bildung“ gefördert!

    Das mit dem Klimawandel ist genauso ein irrationalistischer Dreck. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: die Grünen sind eine rein irrationalistische antimoderne Partei und der Glaube an denn Klimawandel ist reiner Antimodernismus, der sich allerdings einen rationalistischen Anstrich geben konnte.

    • Eine Abfrage von mainstreammedialen Glaubenssätzen. Zum Beispiel „Briefwahl wird zu Wahlbetrug führen“. Das ist scheint sogar speziell auf Deutsche gemünzt, die man extra dafür wieder mit Halbwahrheiten versorgt hat. Ich zitiere mal einen Leserbrief bei Klonovsky:

      „Was mich an der Sache so aufregt, ist wahlweise die Dummheit oder Inkompetenz oder der böse Willen, der aus dieser Berichterstattung nicht spricht, sondern schreit. Es wird einfach der Begriff ‚mail-in voting‘ mit ‚Briefwahlen‘ übersetzt, um beim deutschen Zuschauer zu suggerieren, es handele sich um Briefwahlen, wie man sie aus Deutschland kennt.
      .
      Der Streitpunkt ist aber ‚mail-in voting‘ versus ‚absentee voting‘. Es ist das ‚absentee voting‘, das unseren Briefwahlen hier entspricht. In Ermangelung von Einwohnermeldeämtern muss man sich in den USA beim Wahlamt als Wähler registrieren, um einen Wahlschein für die Briefwahlen zu erhalten. Dafür braucht man einen Reisepass oder muss sich auf andere Weise amtlich identifizieren, um die Wahlunterlagen zu erhalten. Aber auch da kann es zu Pannen kommen, wenn man sich die Vorgänge um Al Gore gegen George W. Bush in Erinnerung ruft. Nun denn.
      .
      Beim ‚mail-in voting‘ kauft man Adresslisten und schickt einfach Millionen von Blanko-Wahlzetteln an Hinz und Kunz, und zählt dann die Stimmen, die eingeschickt werden. Da nun auch in den USA die Wahlzettel selber anonym sind, schreit dieses Verfahren geradezu nach Wahlbetrug. Warum wollen die Demokraten unbedingt das ‚mail-in voting‘? Warum sagt Trump öffentlich, dass er mit dem bewährten ‚absentee voting‘ kein Thema habe, dass er sich nur am ‚mail-in voting‘ störe?“

      https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1459-12-oktober-2020

      Immerhin twittern die GEZ-Empfänger manchmal was brauchbares:

      „Stefan Niemann, der Leiter des ARD-Studios in Washington, hat nach eigenen Angaben gleich dreimal Unterlagen für die US-Präsidentschaftswahl zugeschickt bekommen. „Das von Trump beklagte Chaos bei Zustellung Briefwahlunterlagen gibt es“, twitterte Niemann am Wochenende. „Ich darf hier nicht wählen. An meine Washingtoner Adresse kamen aber drei Wahlzettel: für vor fünf Jahren verzogene Vormieterin, in Puerto Rico lebende Vermieterin und deren verstorbenen Mann.“ Das meldet die Nachrichtenagentur dts, und da in Deutschland auch Nachrichtenagenturen der regierungskonformen Kommentarpflicht unterliegen, schließt die Meldung mit den Worten:“
      https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1462-15-oktober-2020

      Ich wollte das Ding erst duchklicken, aber schon bei „Die Steuern für Wohlhabende sollten erhöht werden“, der ersten Frage, hatte ich keine Lust mehr. Viel zu pauschal, viel zu dumm, viel zu tendenziös.

      • „Es wird einfach der Begriff ‚mail-in voting‘ mit ‚Briefwahlen‘ übersetzt, um beim deutschen Zuschauer zu suggerieren, es handele sich um Briefwahlen, wie man sie aus Deutschland kennt.
        Der Streitpunkt ist aber ‚mail-in voting‘ versus ‚absentee voting‘.“

        Laut dieser Webseite
        https://www.dictionary.com/e/absentee-ballot-vs-mail-in-ballot/
        liegt das Problem darin, dass es in den USA keinen konsisten Gebrauch der Wörter ‚absentee voting‘ und ‚mail-in ballot‘ gibt. Je nach Bundesstaat haben diese Begriffe unterschiedliche Bedeutung und können auch schon mal das meinen, was in einem anderen Bundesstaat der jeweils andere Begriff meint. Kleinstaaterei eben.

        ‚Absentee voting‘ hat seine Urspünge wohl im Bürgerkrieg und meint in der Regel, dass jemand, der am Wahltag nicht persönlich seine Stimme abgeben kann, das Recht hat, per Briefwahl zu wählen. Zuvörderst ist das für Soldaten im Ausland gedacht, aber auch für Behinderte oder jeden sonst, der am Wahltag nicht in seinem County wählen kann (Studenten, Geschäftsreisende, etc.). Man muss beim Antrag den Grund angeben, warum man nicht am Wahltag persönlich anwesend sein kann.

        Immerhin 29 US-Staaten haben inzwischen das ‚No-excuse-absentee ballot‘ eingeführt. Ist wie Absentee voting, aber man muss keinen Grund angeben, warum man am Wahltag nicht persönlich wählen kann. Einige Bundesstaaten bezeichnen dieses ‚No-excuse-absentee ballot‘ als ‚mail-in voting‘.

        Fünf Bundesstaaten (Washington, Oregon, Colorado, Utah, and Hawaii) praktizieren ‚mail-in voting‘ in folgendem Sinne: Jeder registrierte Wähler bekommt automatisch Briefwahlunterlagen, also ohne, dass er danach gefragt hat. (Er muss sich aber als Wähler registriert haben – die in den USA oft entscheidende Hürde.)

        Angesichts der relativen Bedeutungslosigkeit der genannten fünf Bundesstaaten frage ich mich doch, wie bedeutsam möglicher Wahlbetrug beim ‚mail-in voting‘ wäre. Hätte Stefan Niemann von der ARD denn die Briefwahlunterlagen (falls das mit „Wahlzettel“ gemeint ist) abschicken und drei Stimmen abgeben können? Oder hätten ihm relevante Informationen für das Ausfüllen des Begleitumschlags gefehlt, z.B. das Geburtsdatum oder eine etwaige Registrierungsnummer der Wähler?

        • Fakt ist: es ist viel komplexer und chaotischer, als bei uns. So sehr ins Detail wollte ich gar nicht gehen, nur vermitteln, dass es nicht so ist, wie es die Mainstreammedien suggerieren. Ich schätze selbst die meisten Amerikaner wissen nicht so genau Bescheid, was da wo und wie geht und was nicht.

          Und ich habe selbst mal bei einer Briefwahlauszählung in Deutschland mitgemacht. Wenn man betrügen will, dann geht das bei einer Briefwahl am besten. Dass es nicht oder nur in kleinerem Umfang passiert, liegt m.E. nur und ausschließlich daran, dass die meisten Verantwortlichen sowas wie einen Ehrbegriff haben und dass die Fronten noch nicht so verhärtet und extrem sind, wie in den USA. Briefwahl ist auch bei uns nicht sicher, nichtmal die normalen Wahlen sind ausreichend abgesichert.

          • Wo würdest Du die persönliche Stimmabgabe sicherer haben wollen?

            Bei der Briefwahl stimme ich mit Dir überein. Die Gelegenheiten zum Betrug sind vielfältig und werden auch mehr oder weniger genutzt. Kein verantwortungsbewusster Wähler sollte per Brief wählen, wenn er es vermeiden kann.

          • „Wo würdest Du die persönliche Stimmabgabe sicherer haben wollen?“

            Lass mich meine persönlichen Eindrücke schildern:

            1) Die normale Wahl wird bei uns auf dem Dorf i.d.R. von den Gemeinderatsmitgliedern gestemmt (bei der Briefwahl sind es mehrheitlich dazu verdonnerte abhängige Behördenmitarbeiter!), die sich zum Teil noch aus der Schule kennen und die auch die Auszählung machen. Kontrollen sind nicht systematisch vorgesehen, sondern obliegen sozusagen der Opposition, ihrer Stärke und Organisationsfähigkeit. Gerade in kleineren Gemeinden wird ein Wahlbeobachter aber als Störenfried wahrgenommen, der den offiziellen Instanzen mißtraut.

            Die bessere Option wäre daher, sich selbst als Helfer zu melden (das was ich einmal bei der Briefwahl gemacht hatte), es wird aber nicht offiziell nach Helfern gesucht, sondern ist im Ggs. maximal intransparent. Ich hatte bei der nächsten Wahl z.B. nicht mehr herausfinden können, wer für die Auszählung verantwortlich ist, die Kontaktmails vom letzten Mal gingen ins Leere usw. so dass ich es dann gelassen habe.

            2) Bei einer Wahl lagen statt Kugelschreiber Bleistifte zum Ankreuzen in den Kabinen.

            3) Die Übermittlung der Ergebnisse stellt m.E. die größte Sicherheitslücke dar. Durch das komplizierte und umständliche Auszählen von Erst- und Zweitstimmen, kombiniert mit ungültigen Stimmscheinen, mehreren Verzählern (die immer vorkommen) schaffte es der Leiter bei meiner Briefwahl z.B. nicht, eine konsistente Statistik zusammen zu bekommen. Die meisten Mitarbeiter warteten das Ergebnis nicht ab, sondern waren genervt und gingen (nach einer ewigen Wartezeit habe ich es dann auch aufgegeben). Im Endeffekt wurde vom Leiter irgendein Ergebnis übermittelt, von dem keiner von uns sagen konnte, ob es stimmte. Auch hier gibt es keine systematischen Verantwortungen und Überprüfungen. Wer geschickt kungelt, kommt damit durch.

            4) Bei der Briefwahl selbst kam es vor, dass Briefe aus anderen Bezirken bei uns gelandet waren (keine Ahnung wie das passieren konnte), die wurden dann halt nicht gezählt.

            5) Ich habe nicht herausfinden können, ob ein Abgleich mit dem Wählerregister stattgefunden hatte (wir haben keinen gemacht, immerhin das klappt bei der normalen Wahl, zumindest bei uns).

            usw.

            Verglichen mit der angeblichen Praxis in den USA sind das Belanglosigkeiten, zumindest wenn die Mehrheit ehrlich ist. Es wäre für Auszähler z.B. auch recht einfach, einen Wahlzettel (mit der falschen Partei drauf) ungültig zu machen oder auf dem ungültig-Haufen zu entsorgen usw. was lediglich durch die Erst- und Zweitstimmenauszählung auffällt, wenn sie unterschiedliche Leute machen.

            Kurz: das Ganze ist primitiv, umständlich und geht nicht vom worst case, sondern vom best case aus. Es herrschen eklatante Kontrollücken und eine gewisse Naivität hinsichtlich Manipulationsmöglichkeiten. Mein Geld würde ich diesem System jedenfalls nicht anvertrauen…

          • Ich halte unser Handzettelsystem für gut. Bei vielem, was Du anschneidest, stellt sich nämlich die Frage, ob es bei einer Verbesserung im Sinne der Sicherheit noch praktikabel wäre.

            Ich nehme mal Punkt für Punkt Stellung:

            1) Die Kontrolle erfolgt überwiegend durch die Wahlhelfer selbst. Deshalb dürfen zu keinem Zeitpunkt weniger als 3 im Wahllokal anwesend sein. Es müssen sich also, wenn die Wahlhelfer ihre Aufgabe ernst nehmen, mindestens 3 Personen zum Wahlbetrug verschwören. Ist schonmal ’ne Hürde. Man kann mehr Personen fordern, aber dann muss man halt auch mehr Wahlhelfer kriegen, was teils schon schwierig ist, und für die es außer der Kontrolle auch keine sinnvolle Aufgabe während des Abstimmvorgangs gäbe. Während der Auszählung muss ein Minimum von 5(?) Wahlhelfern anwesend sein, üblich sind 6-8.

            Wenn ein Wahlbeobachter als Störenfried wahrgenommen wird – na und? Würde ich mich als Beobachter nicht von einschüchtern lassen.

            Wer für die Auszählung zuständig war, ist prinzipiell zurückverfolgbar, dafür unterschreiben die Wahlhelfer das Protokoll. Dass das transparenter sein sollte, einverstanden. Die Namen der Wahlhelfer sollten öffentlich zugänglich sein. So kann sich jeder überzeugen, ob ein Wahlvorstand eventuell komplett aus einer lokalen Ratsfraktion zusammengesetzt war, die dann – Zufälle soll’s ja geben – in ihrem Wahllokal doppelt so viele Stimmen bekommen hat wie anderswo.

            2) Bleistift ist prinzipiell erlaubt. Zumindest war es das bei der letzten Wahl, bei der ich ausgezählt habe.
            Um Stimmzettel zu manipulieren, kann man auch einfach nicht genehme aus der Urne zerreißen, wegwerfen und ungebrauchte dafür ausfüllen.
            Hier könnte man vielleicht verlangen, dass die Stimmzettel abgezählt geliefert werden, und die ungebrauchten Stimmzettel ebenfalls gezählt werden müssen. Dann könnte man konsequenterweise auch dokumentenechte Stifte verlangen.
            Zum Verhindern dieser Manipulationsmöglichkeiten dient allerdings die gegenseitige Kontrolle durch den Wahlvorstand, also durch 6-8 Personen, s.1)

            3) Das ist bei euch in der Tat scheiße gelaufen, auch, weil ihr aufgegeben habt. Bei uns stand das letzte Mal in den Vorschriften: Es wird im Zweifelsfall zweimal gezählt, danach werden auch widersprüchliche Ergebnisse übermittelt, mit Vermerk im Protokoll. So braucht nicht endlos lange gezählt zu werden.

            Ich habe mich inzwischen aber auch gefragt, ob am Ende wirklich die von uns ausgezählten Ergebnisse genutzt werden. Deshalb habe ich sie mir letztes Mal notiert und mit den amtlich veröffentlichen verglichen. Stimmte alles überein. Man sieht erneut: Die Kontrolle erfolgt durch den Wahlvorstand; der muss sie aber auch ausüben. Es hängt von uns ab.

            4) Skandal. Wieso wurden die nicht dorthin gebracht, wo sie hingehörten, auch noch während der Auszählung? Ein schönes übles Beispiel für die Anfälligkeiten der Briefwahl.

            5) Da kenne ich mich leider nicht aus. Bei der letzten Wahl wurden die Briefwahlstimmen zu uns ins Lokal gebracht und zwei andere Helfer haben sie geöffnet und irgendwelche Kontrollen vorgenommen. Keine Ahnung, welche. Der Abgleich mit dem Wählerverzeichnis sollte aber das geringste Problem sein, wenn die Stimmen im Wahllokal ausgezählt werden, dort liegt das Wählerverzeichnis inklusive Wahlvermerken (also ob jemand mit seinem Wahlschein da war) vor. Wenn sie an einem anderen Ort ausgezählt werden, weiß man prinzipiell natürlich nicht, ob sich jemand ein Duplikat seines Wahlscheins besorgt hat und einmal im Lokal und einmal per Briefwahl abgestimmt hat.
            Wobei ich dabei zu bedenken gebe: Das wäre vergleichsweise viel Aufwand für eine zusätzliche Stimme.

            Insgesamt finde ich, dass man natürlich Wege finden kann, beim jetzigen System der Stimmzettelwahl zu bescheißen, aber diese Wege sind aufwendig bei geringem Ertrag oder mit einer hohen Zahl an Mitwissern verbunden. Wenn Wahl und Auszählung praktikabel sein sollen, muss man das in Kauf nehmen.

            Das gilt aber nicht für die Briefwahl. Hier kann mit teils weniger Aufwand und deutlich weniger Kontrolle Wahlfälschung im großen Stil stattfinden. Mir ist es deshalb unverständlich, wieso manche Politiker noch mehr Briefwahl fordern. (Ich gehe davon aus, dass sie selbst keine Manipulationsabsichten haben, sonst wäre es ja klar und erschreckend.)

          • @Renton

            „Ich halte unser Handzettelsystem für gut. Bei vielem, was Du anschneidest, stellt sich nämlich die Frage, ob es bei einer Verbesserung im Sinne der Sicherheit noch praktikabel wäre.“

            Das muss man natürlich im Blick behalten, aber z.B. im Amtsblatt nach freiwilligen Helfern zu suchen, wäre kein Hexenwerk. Jemand Externes zwingend bestimmen (bzw. dafür bezahlen), der zusätzlich zum Wahlleiter die Ergebnisse und die Übermittlung prüft, würde das System ganz sicher auch nicht sprengen. Ebenso wie man Kugelschreiber vorschreiben könnte, ohne eine Kostenexplosion zu verursachen, denke ich mal.

            Ich fände, zumindest ergänzend und entlastend, ein digitales Abstimmverfahren gut, allerdings müsste das dann wirklich höchsten Sicherheitsanforderungen genügen. Wir hatten das oft auf heise.de diskutiert und die meisten schienen der Meinung zu sein, das sei Teufelswerk und man könne zwar seine Bankgeschäfte darüber abwickeln, aber keinesfalls eine Wahl, die sei mit lapprigen Zetteln unschlagbar sicherer. Ich teile diese Meinung nicht.

            „Wenn ein Wahlbeobachter als Störenfried wahrgenommen wird – na und? Würde ich mich als Beobachter nicht von einschüchtern lassen.“

            Hier kennen sich alle persönlich. Im Gemeinderat sitzen u.a. die lokalen Handwerksmeister, wenn die dich nicht mögen dann wartest du auch mal zwei Jahre, bis die bei dir was richten.
            Davon abgesehen ist es unangenehm, ist ja nicht so, dass es nicht ohnehin schon lästig ist und Einsatz erfordert, einen ganzen Sonntag für sowas zu opfern, als bloßer Beobachter erhält man m.E. ja nichtmal eine Entschädigung. Umso unangenehmer aber etwas ist, umso weniger finden sich dafür…

            „Wer für die Auszählung zuständig war, ist prinzipiell zurückverfolgbar“

            Rückverfolgbarkeit ist nur interessant, wenn schon ein Betrug aufgedeckt wurde. Das passiert vermutlich selten genug.

            „Zum Verhindern dieser Manipulationsmöglichkeiten dient allerdings die gegenseitige Kontrolle durch den Wahlvorstand, also durch 6-8 Personen, s.1)“

            Bei mehreren Stunden konzentrierten Zettelraschelns findet defakto keine wirkungsvolle Kontrolle statt. Man muss auch keinen Ersatzwahlschein ausfüllen (auffällig und eher kompliziert), es reicht vollkommen, wenn man einen mit der falschen Partei ungültig macht, selbst das muss man nicht, u.U. reicht es, ihn ungültig zu zählen.

            „Das ist bei euch in der Tat scheiße gelaufen, auch, weil ihr aufgegeben habt. Bei uns stand das letzte Mal in den Vorschriften: Es wird im Zweifelsfall zweimal gezählt, danach werden auch widersprüchliche Ergebnisse übermittelt, mit Vermerk im Protokoll. So braucht nicht endlos lange gezählt zu werden.“

            Offiziell war schon alles ausgezählt, einige Sachen auch mehrmals, weil die Anzahl manchmal nicht stimmte. Die Einzelergebnisse würde ich als weitgehend korrekt einstufen. Nur die Bilanz stimmte nicht, keine Ahnung, an was es klemmte, die hatten sich die Zahlen zu den Parteien auf Zettel notiert und die Gesamtsumme kam nie richtig hin. Widersprüchliche Ergebnisse bei der Auszählung von einigen hundert Stimmen sprechen m.E. auch nicht gerade für dieses System…

            „Stimmte alles überein. Man sieht erneut: Die Kontrolle erfolgt durch den Wahlvorstand; der muss sie aber auch ausüben. Es hängt von uns ab.“

            Hängt es immer. Ein System das davon abhängt, dass ich es ständig kontrolliere, ich ein schlechtes System. Auch in der DDR konnte man übrigens Wahlbeobachter machen, ich hatte einen Kollegen der das praktiziert hat, aber jeder wusste um die subtilen Nachteile, die das dann (vermutlich) haben würde. Offiziell war hingegen alles irgendwie sauber, während am Ende 99,9%-Zustimmungswerte rauskamen…

          • 1) „z.B. im Amtsblatt nach freiwilligen Helfern zu suchen“
            2) „Jemand Externes zwingend bestimmen (bzw. dafür bezahlen), der zusätzlich zum Wahlleiter die Ergebnisse und die Übermittlung prüft“
            3)“Kugelschreiber vorschreiben“
            4) „Ich fände, zumindest ergänzend und entlastend, ein digitales Abstimmverfahren gut, allerdings müsste das dann wirklich höchsten Sicherheitsanforderungen genügen“

            1),3) D’accord
            2) Wer sollte das wie machen?
            4) Ich bin da auch extrem skeptisch. Wenn der CCC ein solches System für gut befände, würde ich mich darauf einlassen, darüber nachzudenken. Mir ist aber nicht bekannt, dass die ein solches System vorgeschlagen hätten.
            Das Problem bei digitalen Systemen ist halt oft, dass mit wenig Aufwand viel Betrug erreicht werden kann. Das ist ja das Gute an unserer umständlichen per-Hand-Abstimmung-und-Auszählung: Der Betrug wird aufwendiger.

            „, wenn die lokalen Handwerksmeister dich nicht mögen dann wartest du auch mal zwei Jahre, bis die bei dir was richten.“

            Dann beauftrage halt jemanden aus dem Nachbarort. Faustregel: Wenn man für seine Rechte nicht selber kämpft, macht es keiner.

            „Davon abgesehen ist es unangenehm einen ganzen Sonntag für Wahlbeobachtung zu opfern, als bloßer Beobachter erhält man m.E. ja nichtmal eine Entschädigung.“

            Deshalb bin ich selber Wahlhelfer. Da kann ich für eine ordentliche Auszählung sorgen und kriege 25 €.

            „Bei mehreren Stunden konzentrierten Zettelraschelns findet defakto keine wirkungsvolle Kontrolle statt.“

            Ich kann selbst natürlich nicht alle Stimmzettel nachzählen, aber glaube mir, ich achte mit Argusaugen auf alles meinem Bereich.

            „es reicht vollkommen, wenn man einen Stimmzettel mit der falschen Partei ungültig macht“

            Wenn Du den Verdacht hast, dass es bei euch verdächtig viele ungültige Stimmen gibt, sei Wahlhelfer und achte auf so etwas! Ich wiederhole mich: Kontrolle ist, was wir daraus machen. Am Ende sind es immer Menschen, die die Kontrolle ausüben (müssen).

            „Offiziell war schon alles ausgezählt,…“

            Wie bereits erwähnt: Zahlen selber notieren, später mit dem Amtsblatt abgleichen.

            „…DDR…subtile Nachteile…“

            Wir sind nicht die DDR. Wir werden auf ganz andere Art um Demokratie betrogen als durch Wahlfälschung. Meine ich.

          • „Ich bin da auch extrem skeptisch. Wenn der CCC ein solches System für gut befände, würde ich mich darauf einlassen, darüber nachzudenken. Mir ist aber nicht bekannt, dass die ein solches System vorgeschlagen hätten.“

            Ich teile deine Bedenken, einzig bin ich mir nicht sicher, ob ich den CCC noch als verlässliche Instanz für so etwas ansehen würde. Man hat da doch in den letzten Jahren einiges gehört, dass die da auch inzwischen Leute drin haben, die zwar nicht nen Computer von nem Toaster unterscheiden können, aber im ganz großen Stil Gender, Frauenbevorzugung und Codes of Conduct forcieren. Und wie das immer so ist – wie z. B. bei den Piraten – tritt diese Minderheit in einer so organisierten Aggressivität auf, dass sich die Mehrheit derer, die noch an dem interessiert sind, was mal ihr eigentliches Kernanliegen war, nicht mehr trauen, noch das Maul aufzumachen.

            Es bewahrheitet sich leider immer wieder: überall, wo sich Pomolis reindrängen, verwandelt sich alles binnen Rekordzeit in Scheiße. Als ehemaliger SPD- und dann ersatzweise Linkenwähler kann ich da ein Liedchen von singen… 😦

          • „einzig bin ich mir nicht sicher, ob ich den CCC noch als verlässliche Instanz für so etwas ansehen würde“

            Würdest Du bitte aufhören, die letzten Reste meiner Vorstellung von einer heilen Welt zu zerstören? Du machst mich nur traurig und es bringt nichts 😦

            „…dass sich die Mehrheit derer, die noch an dem interessiert sind, was mal ihr eigentliches Kernanliegen war, nicht mehr trauen, noch das Maul aufzumachen.“

            Als mein Urgroßvater von den Nazis eingeknastet wurde, gab es sowas wie die SA, die mit Stahlstangen Leute zum Krüppel oder gar tot geschlagen haben. Wenn sich damals Leute nicht getraut haben, das Maul aufzumachen: Okay, ich kann es verstehen..

            Wer sich heute nicht traut, angesichts von „Pomoli“ (was ist das?) den Mund aufzutun, hat die Freiheit, die er verliert, auch einfach nicht verdient 😡

          • Pomoli ist eine Abkürzung für „postmodern Linker“, eine Fraktion mit großen Schnittmengen mit denen, die man als SJWs bezeichnet. Und ja, so ähnlich wie Abkürzungen der Marke Gröfaz ist auch hier der lächerliche Klang des Wortes kein Bug sondern beabsichtigtes Feature. 😉

            Natürlich kann man deren Gebaren nicht gleichsetzen mit der offenen körperlichen Brutalität, mit der die Nazis ein ganzes Volk auf Linie geprügelt haben (im wahrsten Sinne des Wortes). Wobei die widerlichen Mobbingmethoden der Pomolis auch nicht so ganz ohne sind und schnell zu psychischen Leiden führen können. Also ganz so hart würde ich auch nicht über jene urteilen, die vor deren faschistoidem Gebaren zurückschrecken.

    • 60% Biden, 20% Trump.

      Trotzdem hoffe ich, dass Trump gewinnt. Nicht, weil ich ihn für besser oder fähiger als Biden hielte. Innenpolitisch sind mir deren Standpunkte egal, außenpolitisch zerschlägt Trump ein bißchen Porzellan, aber die Amis waren schon immer assi.

      Nein, ich würde mich einfach unheimlich über den Ärger all derjenigen freuen, für die Politik zu einer inhaltsleeren personalisierten Veranstaltung geworden ist. Also über den Ärger eines großen Teils unserer Mainstreammedien.

      • Geht mir genauso. Ich halte Trump als Diplomaten, was er in den USA als Präsident automatisch auch ist, für vollends ungeeignet. Dennoch wird es mir sicher größte Genugtuung bereiten, das Geheule der „politisch korrekten“ Agenda – und Haltungsjournalisten mitzuerleben, ihre völlige Fassungslosigkeit und Unfähigkeit zur Einordnung und Selbstreflexion zu genießen, sollte Trump gewinnen.

        Und die Dems halte ich gesamtpolitisch für keinen Deut besser; sie sind nur eben irgendwie anders Scheiße.

        Schon zum zweiten Mal in Folge können sich die Amerikaner zwischen einem Rieseneinlauf und einer Kotstulle entscheiden. Und South Park wusste es schon vor sechzehn Jahren…

        😛

      • Ich hoffe, dass Biden gewinnt. Der ist zwar halb dement, aber was solls. Trump lehne ich wegen seiner Anti-Europa-Haltung und seiner geopolitischen Inkompetenz ab. Inneramerikanische Streitereien sind mir relativ egal, sind aber unterhaltsam. Sollte er aber doch gewinnen, dann bleibt mir als Trost das Gejammere und die Hysterie der Verlierer. Das war einfach köstlich vor vier Jahren.

      • Ja, die SJWs leiden zu sehen, wenn Trump gewinnt hat seinen Reiz. Wenn ich aber ans Klima denke oder Gesundheitsversicherung schrecke ich doch davor zurück, da bleibt das schadenfrohe Lachen im Hals stecken.

  18. Die Überschrift täuscht, es geht um Exekutive (Poliz., Militär und Schule), welche immer wieder Jungen sexualisierte Gewalt antut.

    Ein 13J.a. Junge hat Streit mit einem anderen, der Polizeichef mischt sich ein: d.h. der Junge wird entführt, vergewaltigt und stirbt an den dabei erlittenen Verletzungen. Erst nach Protest und Aufruhr werden Verantwortliche der Polizei verhaftet. Angehörige denken die werden wieder freikommen.

    Die Überschrift täuscht, der Terminus „Students“ sollte durch „Schoolboys“ ersetzt werden.

    Umfrage an 3 Schulen 165 Jungen geben Vergewaltigung an.

    • „Women are for children, boys are for pleasure“
      https://vera-lengsfeld.de/2019/02/16/bericht-aus-afghanistan-teil-i/

      Ein Alptraum, das Land ist eine riesige menschliche Schei**egrube:

      „Ich musste mir anhören, wie Kinder vergewaltigt und Frauen misshandelt wurden, ohne eingreifen zu können. Ich habe gesehen, wie Kinder mit kochend heißem Wasser als Erziehungsmaßnahme überbrüht wurden und Kleinkinder schwarz gefrorene Füße hatten, weil sie in frostiger Kälte ohne angemessene Kleidung von ihren 4- oder 5-jährigen Geschwistern durch die Gegend getragen wurden, weil die Mutter das Haus nicht verlassen durfte. Ich habe auch unterentwickelte kleine Mädchen gesehen, die vielleicht 10 Jahre alt waren, zwangsverheiratet, vergewaltigt und misshandelt bis zur Unkenntlichkeit. Ich habe Frauen getroffen, die zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt wurden, weil sie von Zuhause geflohen waren.“

      oder Jungen betreffend:

      „Ich habe mit Lehrern gesprochen, die mir stolz „ihre Jungs“ präsentierten – kleine Jungen, die sexuell ausgebeutet wurden – und habe die Statistik gelesen, die aussagt, dass die Mehrzahl aller Jungen in Nord-Afghanistan Opfer sexuellen Missbrauchs wurden.
      .
      Das sogenannte Bacha Bazi-Phänomen (Bacha=Knabe, Bazi=Spiel) ist weit verbreitet. Da die Trennung der Geschlechter annähernd lückenlos und es unmöglich ist, eine Freundin zu haben (für viele arme Männer ist es auch unmöglich, sich eine Frau zu kaufen), so benutzt man ganz einfach Jungs für seine sexuellen Bedürfnisse. Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Women are for children, boys are for pleasure.“

      Warum weiß das aber kaum jemand? Weil unsere Bessermenschen bzw. die „alle Menschen sind gleich“-Fraktion es nicht erträgt, die Wahrheit zu hören:

      “ Als ich in meinen Vorlesungen über meine Begegnungen mit afghanischen Frauen und Kindern berichtete, verstand ich schnell, dass ich nie über die wirklich dramatischen Treffen oder Erlebnisse berichten durfte. Selbst wenn die Menschen ernsthaft interessiert waren, ertrugen sie doch nie mehr als nur Teile der Wahrheit. Alles darüber hinaus, was die Afghanen nicht als „edle Wilde“ oder als unschuldige Opfer einer brutalen Kolonialmacht beschrieb, wurde (im besten Fall) hartnäckig abgelehnt oder ich (üblicherweise) des Rassismus beschuldigt. Schließlich stellte ich meine Vorlesungen ein. Wenn die Leute nicht einmal eine auf Kinderniveau zurück gestutzte Version der Wahrheit hören wollten, wollte ich auch nicht weiter darüber berichten. Ich wusste, wie die Wahrheit aussah.“

      • Und nun?

        Der Westen könnte dieses Shithole einfach ausräuchern, sprich alle Afghanen terminieren. Dann ist Ruhe. Nicht vermittelbar.

        Das Land abriegeln und im eigenen Saft schmoren lassen. Schwer umsetzbar.

        Hilfe leisten und 20 Millionen Leute dort in Therapie schicken? Kaum machbar und nicht finanzierbar.

        Leck mich denken und keine Leute von dort hier reinlassen. Machbar.

        Ich bin übrigens sicher, das es dort noch viel schlimmer ist. Aber was solls. Nicht unser Problem solange die dort sind. Sollen sie einen eigenen Weg finden.

        • „Leck mich denken und keine Leute von dort hier reinlassen. Machbar.
          Ich bin übrigens sicher, das es dort noch viel schlimmer ist. Aber was solls. Nicht unser Problem solange die dort sind. Sollen sie einen eigenen Weg finden.“

          Eine andere Möglichkeit haben wir gar nicht! Wir geraten ja selbst schon überall in die Defensive! Wir sind auch nicht in der Lage, nur die Opfer hierherzuholen, wie das Linksgrüne gerne glauben wollen. In der Regel kommen die Täter, denn nur die können sich das leisten, hin- und wieder vielleicht auch mal ein psychisch gestörtes, traumatisiertes Opfer, für das man selbst mit teuerster Psychotherapie vermutlich nur selten was ausrichten kann. Holen wir hingegen die wenigen Klugen und Gebildeten hierher, verschlechtern wir dort die Perspektiven zusätzlich. Ohne eine strikte Abschottung sind wir über kurz oder lang geliefert.

          Ich bin absolut überzeugt, dass nicht nur Afg. derart primitiv ist. Auch aus afrikanischen failed states hört man gruseligste Sachen. Wir kennen die Welt kaum und wenn die Massenmedien darüber berichten, dann aus den Metropolen und von den wenigen Bürgerlichen, es sei denn, das Elend lässt sich in ein schlechtes Gewissen für uns ummünzen…

          Es geht mir nur darum, der täglichen Gehirnwäsche entgegenzuwirken. Der Illusion die man aufgebaut hat, um uns zu unserem Nachteil zu manipulieren, um uns ein Menschenbild einzuimpfen, welches zwar nicht vollkommen falsch, aber unrealistisch idealistisch verzerrt ist.

          • Ganz deiner Meinung. Denen ist nicht zu helfen, Alexander der Große hat es versucht ohne Erfolg, die Engländer haben es auch nicht geschafft. Mehr als 50 deutsche Soldaten sind da gestorben; Schluss damit, Grenzen zu für Afghanen.

          • @El_Mocho:

            „Ganz deiner Meinung. Denen ist nicht zu helfen“

            Ganz so hart würde ich es nicht ausdrücken. Ich bin immer dafür zu helfen, allerdings hat Selbstschutz bei jeder Hilfsaktion absolute Priorität und dieser kommt mir aktuell gefährlich zu kurz. Militärische „Hilfen“ sind schon gar nicht angebracht, Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, lehne ich ab.

            Überhaupt fehlt mir der Realitätsbezug. Wenn wir noch nichtmal die wahren Zustände und die Mentalität vermittelt bekommen, wie soll dann wirkungsvolle Hilfe stattfinden? In einigen Dokus über Afrika wurde z.B. offensichtlich, dass sich die Genderpriesterinnen auch in den NGOs festgesetzt haben und bei den Hilfsaktionen dort eine hälftige Beteiligung der Frauen forderten und ähnliches. Weder die Frauen, noch die Männer dort verstanden das, noch entsprach es ihrer Lebenspraxis. Auch viele normale Konzepte die hier funktionieren, lassen sich nicht so einfach auf andere Staaten übertragen.

            Kurz: bei der Hilfe wäre sehr viel mehr Demut angebracht. Den absoluten Irrsinn, in Afrika die Fluchtursachen beseitigen zu wollen, lasse ich mal ganz außen vor. Ein Größenwahn, den vermutlich nur eine Frau wie Merkel, mit eklatanter Dyskalkulie, ernsthaft vorbringen kann.

  19. „It soon became clear that this was not simply a case of individual hooligans running amok but the intentional targeting of a Jewish neighborhood by the co-founder and leader of the Los Angeles chapter of Black Lives Matter, Melina Abdullah. An outspoken supporter of Louis Farrakhan and his Nation of Islam, Abdullah promotes his view of Jews as white supremacists complicit in the subjugation of blacks.“

    https://www.camera.org/article/the-blm-movement-and-antisemitism/

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