In den USA sind die Leute mehr um ihre Söhne besorgt als um ihre Töchter

Aus einem Bericht:

Americans are more worried about boys in general. Forty-one percent agree or strongly agree with the statement “I am worried about boys in the United States becoming successful adults, compared to 33% saying the same for girls. But there is a big partisan divide here. Half (48%) of conservatives are worried about boys, and only 28% are worried about girls. Liberals, by contrast, are if anything slightly more worried about girls (44% compared to 41%). There is also a gender gap: 45% of men are worried about boys, only 31% are worried aboutgirls. Overall, women are also more worried about boys than about girls, but by a much smaller margin (38% compared to 35%).

(…)

Respondents are about equally as worried about their sons and daughters as they are about boys and girls in general , with the gap between their worry for boys and girls shrinking modestly. But all four groups liberals, conservatives, mothers, and fathersare more worried about their sons than their daughters.  

Conservatives are less worried about their sons than they are about boys in general. Strikingly, liberals are more worried about their sons than their daughters, even though as we showed above, they are more worried about girls in generalIn fact, liberals are as worried about their own sons (48%) as conservatives are about boys in general (48%). On the other hand, liberals are a little less worried about their own daughters (40%) than about girls in general (44%).  

Gerade das letzte ist interessant. Konservative sind weniger besorgt um ihre eigenen Jungs als um Jungen im allgemeinen. Ich vermute mal eine „Mein junge schafft das schon“.
Linke sind mehr besorgt über ihre Söhne als über Jungs an sich. Vielleicht: „Meiner ist doch einer von den guten Jungs, aber er leidet trotzdem“?

Aus Sicht des Feminismus könnte man sagen, dass sie eben besorgt sind, wie sie die toxische Männlichkeit überwinden. Aber ich vermute sie sehen einfach den Lebensweg der Jungs als schwieriger an.

Aus dem nächsten Absatz:

Some of the other question in the AFS provide more context for these general findings, including the differences between conservatives and liberals. Parents are asked about how well their son(s) and/or daughter(s) cope with setbacks, intended as a measure of resilience, “stick-with-it-ness,” or grit. Parents see their daughters as more resilient, with 66% agreeing that “setbacks don’t discourage her. She doesn’t give up easily,” compared to 58% saying the same for their sons. Conservatives report higher levels of resilience in their children than liberals overall, andsee a somewhat smaller gap in resilience between their sons and daughters on this question. Only half of liberal parents (50%) agree that their son is resilient, compared to 63% saying the same for their daughtersconsistent with the higher levels of worry about sons among liberal parents reported above

Also Linke sehen ihren Jungen nicht als widerstandsfähig genug an, ihre Tochter aber schon.

Und auch eine interessante Wendung:

The U.S. has never elected a female president, and lags badly in terms of gender equality in politics, as I’ve written elsewhere in “100 years on, politics is where the U.S. lags most on gender equality.” It is remarkable, then, that Americans are more likely to agree that their daughter could become president than their son (again, the results are for those who have sons and/or daughters). 

The overall gap is smalljust three percentage pointsbut there are differences by political affiliation, and on this particular question, by race too. Liberals are more likely to say that their daughter could become president compared to their sons by a seven percentage-point margin. Again, this is consistent with previous findings on liberals worried about their sons.  

Das wäre dann ja schon „female Privileg“.

Aber vielleicht haben sie nur die politisch korrekte Aussage aufgenommen, dass eine Frau natürlich alles werden kann.

Most striking here are the gaps by race. Black parents are much more likely to say that either their son or daughter could become president than Hispanic or white parentsWhiterespondents are in fact most downbeat on this score. Two in five Black parents said their daughter could become president; white parents were half as likely to say that their son could. These findings are consistent with the remarkable optimism of Black Americansin light of the legacy and reality of anti-Black racism, as reported by our colleague Carol Graham.  

Auch interessant.

6 Gedanken zu “In den USA sind die Leute mehr um ihre Söhne besorgt als um ihre Töchter

  1. kommt eigentlich niemand, kommt eigentlich niemand, insbesondere von den Linken, auf die Idee, dass sie selbst die Ursache dafür sind dass ihre Söhne „nicht so widerstandsfähig sind „.

    Wobei das Problem ja nicht mangelnde Widerstandsfähigkeit, sondern dauernde Diskriminierung ist. Würden Jungen nicht ständig erleben, dass Mädchen und Frauen bevorzugt werden und Männlichkeit etwas Negatives ist, müssten sich die Eltern deutlich weniger Sorgen machen.
    Und ich fürchte, dass uns das auch hier passieren wird.

  2. Müsste im Titel nicht eigentlich das Wort „besorgt“ durch „beunruhigt“ ersetzt werden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Amis mitten in den Genderwars plötzlich wirklich um das Schicksal von Jungs sorgen, während sie gleichzeitig in allen Lebensbereichen positiv besetzte Männlichkeit eliminieren.

    Sie sind doch beunruhigt, dass die Bälger kriminell werden könnten, dass sie Drogen dealen, als vaterlose Söhne Amokläufe begehen und wie so viele im Knast enden könnten. Wenn sie da wieder rauskommen, werden sie noch schlimmer. Und wie sollen sie dann noch Präsident werden können?

    Ich glaube, das ist eine extrem unscharfe Befragung, mit deren Ergebnis sowas wie Empathie nur geheuchelt wird.

  3. Nüchtern betrachtet muss ich mir bei meinem Sohn auch mehr sorgen machen, dass sein Leben durch einen leichtsinnigen Moment oder eine betrügerische Freundin nachhaltig negativ beeinflusst wird als bei meinen Töchtern.
    Wenn dessen Freundin ihn durch Stealthing unfreiwillig zum Vater machen hat er keinen Sinnvollen weg, der gesteigerten Erwerbsobliegenheit und der damit verbunden Einschränkung der Berufsfreiheit für die nächsten 20 Jahre zu entgehen. Bei meinen Töchtern wandert er dafür wegen sexueller Nötigung in den Knast und sie haben alle Möglichkeiten langfristige Verpflichtungen zu vermeiden.

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