„Eine Welt ohne Heten“

Nach dem Erfolg ihres Polizeiartikels ist es wenig erstaunlich, dass Hengameh mit einem Provozierartikel nachlegt und auf eine weitere Protestwelle hofft.

Diesmal wünscht sie sich eine Welt ohne Heten. Der Sache nach erinnert das, was sie damit verbindet sehr an die „Welt ohne Männer“:

Wie würde sie aussehen, gegenseitige Unsichtbarkeit zwischen Queers und cis Heten?

Auf jeden Fall weniger brutal. Einfach in der Öffentlichkeit draufloszuknutschen wäre nicht mehr von der Angst begleitet, im nächsten Moment angegriffen zu werden. Ein Thrill, auf den ich gerne verzichte. Wie könnten Straßen aussehen, auf denen sich Menschen weniger verstellen, verstecken, kleiner machen?

Hinsichtlich der Fashion würden Türen geöffnet: Endlich geile Outfits ballern, ohne als Freak zu gelten, ohne von den falschen Leuten gegeiert zu werden, und ohne die Tränen deiner local Anna-Lena, die sich neben dir langweilig fühlt, als wäre es per Zwangsvorschrift auferlegt, dass sie von Kopf bis Fuß in s.Oliver gekleidet ist. Der Nachteil: Ohne den permanenten Anblick von Typen in Camp David und Frauen in Street One fehlt auf lange Sicht die Inspiration zum Camp.

Dafür gäbe es seltener Missverständnisse wegen Codes. Und bessere Witze. Verloren ginge jedoch einiges an Meme-Material. Zumindest eine ganze Sparte an Comedy bliebe uns erspart. Der Karnevalsauftritt von Annegret Kramp-Karrenbauer wäre keine Referenz mehr. Generell weniger Fasching: Endlich wieder von Partys nach Hause kommen, ohne von Heteros auf der Tanzfläche vollgeglitzert zu werden.

Meine Vermutung wäre ja, dass es genug Homosexuelle oder Quers gibt, die dennoch über Outfits lästern würden. Aber vielleicht unterliege ich da ja auch nur dem durch Klischee, dass gerade homosexuelle Männer liebend gerne tratschen und lästern.

Bei ihren Äußerungen wird aber auch deutlich, dass es ihr eigentlich gar nicht gefallen würde, wenn sie nicht mehr als besonders wahrgenommen werden würde und nicht mehr das Gefühl hat besser zu sein als die Heten in ihrem Modegeschmack. Sie will ja sehr gerne als arrogant wahrgenommen werden. Sie müsste sich dann innerhalb der eigenen Szene Leute suchen, auf die sie herabsehen kann.  In ihrer Welt sind alle neidisch auf ihren tollen Style. Meine Vermutung ist eher, dass negative Aufmerksamkeit mit Neid verwechselt.

Das Homosexuelle oder Quers es einfacher hätten, weil es eben natürlich Leute gibt, die sich daran stören, dass man dies nach außen trägt, kann ich mir unproblematisch vorstellen. Es gibt sicherlich Gründe dafür, dass viele eher von konservativen Landstrichen wegziehen und sich etwa in bekannt homosexuellefreundlichen Städten wie etwa Köln niederlassen.

 

70 Gedanken zu “„Eine Welt ohne Heten“

    • Es ist für Lesben schon heute kein besonders großes Problem an Sperma zu kommen. Warum sollte dies in einer fiktiven Welt ohne Heten anders als noch einfacher sein?

        • Auch schwule Männer produzieren üblicherweise fortpflanzungsfähige Spermien und ejakulieren diese. Hardcore-Lesben wollen eh nur mit Becher und Spritze agieren, egal ob die Quelle Hetero oder Homo ist 😉

          • apokolokynthose,

            keine Ahnung.

            Auf jeden Fall bringt mich Deine Frage auf eine Idee für einen Horror-Porn Film: Zwei lesbische Zwillingsschwestern (Hengameh in der Hauptrolle, wird in der Nachbearbeitung dann geclont) durchstreifen das Berliner Nachtleben auf der Suche nach geeigneten Zuchtbullen um aus diesen dann das Sperma zu extrahieren. Ein alter weißer Kripo-Mann ist ihnen auf der Spur, wird aber jedesmal wenn er dicht an ihnen dran ist zum Reichstag gerufen um den Sturm des Gebäudes durch Nazis zu verhindern. Der Strang wäre das humoreske Element im Film, denn jedesmal wäre es Fehlalarm. Einmal betrunkene bayerische Touristen, einmal ein albanischer Rosenverkäufer…

          • apokolokynthose,

            wie es sich für einen postmodernen Film gehört, hat er verschiedene Ebenen und die Dialoge sind so konzipiert, dass nach 10 Minuten keiner mehr weiß worum es geht und nur noch die Macht der Bilder zählt.

            Die zwei Hauptebenen sind gendergetrennt: Für die Männer ist es ein Horror, für die Frauen ein feministischer Porno. Details möchte ich aus Jugendschutzgründen hier nicht ausführen, aber mit dem Label feministischer Porno lassen sich bestimmt Extra-Fördergelder abgreifen.

            Die Produzentin sollte am besten eine übergewichtige, lesbische PoC sein, die nach einer missglückten Schönheits-OP im Rollstuhl sitzt. Und Regie sollte ein sich weiblich identifizierender Trans-Mensch führen (oder gibt das zuviel Ärger mit den TERFs?).

            Auf keinen Fall dürfen irgendwelche Tiere zu Schaden kommen und die Haupfiguren (geklont) sind überzeugte Veganerinnen und sowohl bei XR als auch bei PETA aktiv…Puhh, jetzt habe ich hoffentlich alles berücksichtigt…

    • Jup. Zudem liegt die Wahrscheinlichkeit, es handelt sich beim Nachwuchs – durch die Segnungen der patriarchalen Reproduktionsmedizin – ebenfalls um einen queeren niedrig einstellig.

      Ihr Hass auf die „Normativen“ ist so gesehen ein Hass auf die biologische Normalität/Realität, bzw. hinter diesem verbirgt sich die unverhohlene Verachtung der Mehrheit der Gesellschaft aus der Sicht einer selbst ernannten „Elite“.

      Diese „Elite“ in Gestalt von HY hat den dankenswerten Vorteil, einen Distinktionsgewinn durch „Fashion, Outfits, Codes“ herstellen zu können; also über Selbstdarstellung und nicht über die Ausstellung von Fähigkeiten, wie z.B. „denken“ und „schreiben“. Beides kann HY nicht.
      Ihre gesammelten Qualifikationen führten zu einer auf sie passenden Stellenausschreibung, wie: „Fett, faul, Frau, irgendwie sexuell abweichend, mit Migrationshintergrund. Und das muss reichen.“

      PS: Schon bemerkt? Es gibt eine modisch neue Sprachregelung. Sie schreibt: „User:innen“ – man beachte den Doppelpunkt statt des Gendersterns.
      Jetzt wo ihn alle verwenden, ist er für das durchgeknallte, kleinbürgerliche Pack zu langweilig geworden.
      Denn wodurch unterscheidet sie der Sprachgebrauch von der Mehrheit?
      Noch einmal die Entwicklung der „jetzt-aber-endgültig-geschlechtergerecht-Sprache!“ rekapituliert: Binnen-I, Unterstrich, Genderstern, Doppelpunkt, drei davon in den letzten 10 Jahren und ich mache mir keine Illusionen, diese Idiotie wird weitergehen.

      • Ich schlage vor, dass wir proaktiv die Trenner -> und :: einführen und jeden Woken canceln, der bei der Verwendung nicht sauber zwischen Klassen und Instanzen unterscheidet.

        Denn was könnte klarer von mangelnder moralischer Klarheit zeugen, als dass jemand nicht kapiert, dass es natürlich „Am Warteraum sitzt ein->e Bürger->in“ heißt, aber „Liebe Bürger::innen, willkommen in der Schönen Neuen Welt“.

          • a) Seit wann ist strukturelle Logik und konsistenz ein Kriterium der Wokeness?

            b) Wenn schon, dann Bürger::ich und Bürger::in

            „Bürger“ ist eben NICHT die Funktion, die das männliche Subset liefert, sondern die Klasse selbst. Es gibt derzeit keine Bezeichnung für das männliche Subset.

          • Nein, C-Sharp ist viel zu männlich und geht gar nicht.

            Die Notation gibt es aber genauso auch in Pretty Highly Progressive (aka PHP), das geht also schon.

          • Was aber auf alle objektorientierten, also Frauen objektifizierenden Programmiersprachen zutrifft, besonders solche, die die männliche „Objektivität“ schon im Namen tragen, wie z.B. „Objective C“.

          • Da Funktionale Sprachen ja eo ipso auch eine Domäne der Human Doings und nicht der Human Beings sind, bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung, dass C+= alles hält, was es seit 7 Jahren verspricht.

            Zur Erinnerung:

            The idea came about while discussing normative and feminist subject object theory. I realized that object oriented programmed reifies normative subject object theory. This led me to wonder what a feminist programming language would look like, one that might allow you to create entanglements (Karen Barad Posthumanist Performativity).

            I realized that to program in a feminist way, one would ideally want to use a feminist programming language. So what is a feminist programming language? Well I took a look at the major programming paradigms, the following are the four main groups a programming language can fall into: imperative, functional, object-oriented, and logic. I decided to explore feminist logic such that a feminist programming language could be derived.

            I am currently exploring feminist critiques of logic in hopes of outlining a working framework for the creation of a feminist programming language.

          • Also ehrlich gesagt sieht MIR das in der Kombination viel zu C/C++ aus, und keineswegs zu C#.

            Im Vergleich jedenfalls werden in C# „::“ und „->“ viel seltener verwendet (bzw. „->“ i.d.R. schlicht und einfach als „.“ geschrieben) als im „original C/C++“.
            „=>“ (Lambdas…) hingegen, die mit den zwei Strichen auch gleich viel penisiger aussehen, benutzt man in Kombination mit LinQ andauernd 😉

          • @z_O

            Immer wenn ich denke, meine Satire wäre dufte und neu, dann gibt es eine Feministin, die mich in die Schranken weist, weil sie die Realsatire bereits formuliert hat.
            Ich prangere das an! 😦

            Aus den Kommentaren eine Hypothese: „A feminist programming language is a language that respects the agency of objects, acting upon them only upon mutual consent.“

            Wie willst du mit jemandem diskutieren, den die Tatsache in Erstaunen versetzen wird, man kann in dem Begriff „Haus“ gar nicht wohnen?

      • Im Sinne einer Lesbarkeit und Vorlesbarkeit schreibe ich immer gerne aus:
        Aus „Staubsaugervertreter:Innen“ wird somit „Staubsaugervertreter und stets besonders hervorzuhebende Staubsaugervertreterinnen“.
        Nun würden mich taz und queere Community natürlich dafür auspeitschen, dass ich keine Form für die vielen hundert anderen geschlechtlichen Ausrichtungen berücksichtige mit irgendwelchen kryptischen Sonderzeichen. Das halte ich aber etwa für so relevant, als ob sich in der taz jemand das Verschwinden von Heten wünscht.

        Bei den PoCs ist das ähnlich. Kaum einer weiß, was ich meine, wenn ich mit diesem Kürzel komme. Außerdem wird dabei nicht unterschieden zwischen dem Pigmentierungsgrad, so dass alle zu einer nicht wirklich farbenfrohen Soße werden. Mir gefällt daher bei hohem Pigmentierungsgrad beispielsweise die Formulierung: „ehemals mit dem N-Wort bezeichnete Männer“

        Jeder weiß, was gemeint ist, es ist vorlesbar – und so korrekt, dass ich es schon wieder witzig finde.

        • Irgendwann, wenn ich dann meinem Kind aus einem solchen in den Augen der meisten sicher jugendgefährdenden Text vorlese, kommt garantiert die Frage:

          „Papi, was ist denn nun das N-Wort?“
          „Das dürfen wir nicht sagen, so dürfen sich nur die ehemals mit dem N-Wort Bezeichneten selber ansprechen?“
          „Warum? Wie kann das so schlimm sein, wenn sie es doch selber sagen?“
          „Tja mein Kind, das ist damals halt so gekommen. Da wurde es den Menschen wichtiger, wer etwas sagt, als was er sagt.“
          „Aber es bleibt doch das selbe.“
          „Ja, aber die Menschen haben sich eingeteilt in Gruppen, die sich immer übereinander beklagten. Und die einen durften das nicht sagen, die anderen etwas anderes nicht.“
          „Und was hatten die davon?“
          „Frag nicht so viel. Es ist eigentlich wie bei Kindern und Erwachsenen. Wenn Mutti der Ohrring ins Klo fällt, dann schreit sie laut „Scheiße“. Wenn du das machst, dann wirst du gleich ermahnt, dass man sowas nicht sagt.“
          „Ist doch total ungerecht.“
          „Stimmt. Aber wenn du mal groß bist, dann kannst du das auch so brüllen wie Mutti.“
          „Und dann kann ich auch das N-Wort erfahren und sagen?“
          „Nein, so einfach ist das nicht. Und jetzt hör endlich auf mit der Fragerei.“

          Es bleibt spannend: Wann wird das Kind erfahren, welcher Begriff hinter dem N-Wort steckt. Es muss wohl etwas ganz Besonderes sein.

          • Und sobald dem Kind gewahr wird, welche Macht der Opferkult in dieses Wort gesteckt hat, welches Kreischen, Heulen und welche Traumata gar es so leicht mit diesen wenigen Buchstaben auslösen kann, wird die Verlockung, die Welt ein wenig tanzen zu lassen, wohl sehr stark werden. Tja.

          • „Wann wird das Kind erfahren, welcher Begriff hinter dem N-Wort steckt.“

            Wenn Dein Sonnenschein in teuren Sneakers, Baggypants, Hoodie, Basecap & Goldkette bei euch aufschlägt (und ihr ihn fragt, wo er eigentlich das Geld dafür herhat), dann kennt er schon alle Snoop Dog- Texte auswendig (falls der alte schwarze Sack überhaupt noch angesagt ist).

          • Man könnte (und sollte sowieso) auch Bücher von Gernhardt mit diesem Blatt

            oder Ringelnatzens Kuddeldaddeldu mit diesem Gedicht:

            Abendgebet einer erkälteten Negerin
            Ich suche Sternengefunkel.
            Sonne brennet mich dunkel.
            Sonne drohet mit Stich.

            Warum brennt mich die Sonne im Zorn?
            Warum brennt sie gerade mich?
            Warum nicht Korn?

            Ich folge weißen Mannes Spur.
            Der Mann war weiß und roch so gut.
            Mir ist in meiner Muschelschnur
            So negligé zu Mut.

            Kam in mein Wigwam
            Weit übers Meer,
            Seit er zurückschwamm,
            Das Wigwam
            Blieb leer.

            Drüben am Walde
            Kängt ein Guruh – –

            Warte nur balde
            Kängurst auch du.

            offen im Wohnzimmer rumliegen lassen.

        • Hat aber auch den Vorteil, dass wieder eine Einstufung anhand der Schreibweise möglich ist. So kann man bereits im Voraus erahnen, wie der/die/das Auto/r/in/nen tick(t)en. 😉

          Das ist tatsächlich an dem Addon zu kritisieren. Ein Merkmal im Text wird halt einfach weggefiltert.

      • „PS: Schon bemerkt? Es gibt eine modisch neue Sprachregelung. Sie schreibt: „User:innen“ – man beachte den Doppelpunkt statt des Gendersterns.“

        Wir hatten gerade Betriebsversammlung. Der Clown von der IGM sagt jetzt sowas wie Arbeitnehmer_innen, wie die vom Zwangsgebührenfernsehen und in der Präsentation steht überall nur noch Ingenieurin, also immer die frauenexklusive Form, ohne Hinweis das Männer da doch angeblich mitgemeint sind. Einmal wollte er noch „Kolleginnen und Kollegen“ sagen, wie letztes Jahr. Der Fehler ist ihm aber noch rechtzeitig aufgefallen so das es nur zu einem „Kolleginnen“ wurde.

        Völlig fremdgesteuert…

        • Und was hast du dazu gesagt? Hier darüber zu berichten ist ja schön und gut. Aber vielleicht hast du dich ja auch mal direkt bei ihm darüber beschwert. Und zwar möglichst nicht in einem vertraulichen Vier-Augen-Gespräch.

  1. Sie wünscht sich ja eine Welt, in der queere und cis-heten sich gegenseitig nicht sehen (können).
    Interessanterweise rennt sie damit offene Türen ein; und zwar bei den Homophoben.

  2. So, das ignoriere ich jetzt mal, das hat die Dame verdient. Voller Aufmerksamkeitsentzug ist die schlimmste Strafe für solchr Persönlichkeiten.

  3. Wir leben in einem Land, in dem eine presigekrönte „Journalistin und Kolumnistin“ so einen Satz schreibt:

    Endlich wieder von Partys nach Hause kommen, ohne von Heteros auf der Tanzfläche vollgeglitzert zu werden

    und nicht sofort innehält und über eine Umschulung nachdenkt.
    Zur Modeberaterin für nonbinary Demisemiqueers zum Beispiel.

  4. Ah, neulich hatte ich mich ja gefragt, ob es ein deutsches Namensäquivalent zu „Karen“ gäbe. Mein weiblicher Freundes- und Bekanntenkreis wusste dies nicht (die meisten wussten nicht mal, wer Karen ist). Jetzt also in der taz jetzt der Vorschlag der Hen…dingsbums: „Anna-Lena“.

    „Sie will ja sehr gerne als arrogant wahrgenommen werden. Sie müsste sich dann innerhalb der eigenen Szene Leute suchen, auf die sie herabsehen kann.“

    Ja, was wäre eigentlich wenn das intraweibliche hierarchisieren nicht mehr über passive Aggression und der Referenz auf weibliche Meme funktionieren würde?

    Die Antwort: Physische Aggression. Also von wegen „weniger brutal“. Genau das Gegenteil wäre der Fall: Frustrierte Lesben würden glücklichen Lesben bei jeder Gelegenheit aufs Maul hauen.

  5. Das unaussprechliche Wesen (hnmähia yznmbufarsl?) ist so ein ohne Trick Pony, das kann wirklich gar nichts anderes. Ich stell mir gerade vor in der Redaktion wäre personalengpass, und es müsste gezwungenermaßen über etwas anderes schreiben. Über die Boeing 737max Affäre, oder über die Situation in Berg Karabach oder was weiß ich. Ein totales Desaster. Das Wesen ist so dermaßen in seiner kleinen kleinen Blase gefangen. Das würde sich wundern wie groß und bunt die Welt ist, wenn es imstande wär über seinen eigenen Bauchnabel hinaus zu schauen.

  6. Tja, in so einer Welt könnte das Hengameh ihr armseliges kleines Opferröllchen nicht mehr spielen und müsste eventuell tatsächlich mal was arbeiten. Denn Lesben (oder was sich dafür hält) sind mit riesigem Abstand die privilegierteste Minderheit überhaupt.

  7. Solche Phantasien hat auch dieser amerikanische Hassprediger: Alles Schwulen und Lesben in in großes Gehege einsperren, und sie dann aussterben lassen. Er leidet auch unter den gleichen Logikdefiziten wie Hengameh.

  8. Fetties Spinnereien sind auch immer das gleiche.

    Besseres Thema: Kann mir jemand erklären, wie man – als Laie – den Unterschied zwischen „total schickes Designerteil“ und „Wühltisch bei Kik für nen Euro“ erkennt? Damenmode, jetzt, natürlich.

    • Tja, wird vermutlich beides von Minderjährigen in Bangladesh hergestellt, aber: Das eine bezahlt die Dame in Bar, das andere bekommt in Mailand noch ein italienisches Etikett eingenäht und Du findest es später auf Deiner Kreditkartenabrechnung.

  9. Hinsichtlich der Fashion würden Türen geöffnet: Endlich geile Outfits ballern, ohne als Freak zu gelten

    Klingt so, als sollte das Leben für sie ein Christopher Street Day sein. Dass es sich dabei um einen Tag handelt, bei dem einzigartige Schneeflöckchen sich selber feiern, passt zu ihrem Narzissmus.

  10. Von wegen der Ausgewogenheit hier mal ein positiver Kommentar zum Artikel:

    „Olibrius
    Samstag, 08:59

    Ja, mal wieder ein echter HY. Bissig in den Worten, kämpferisch in der Sache und den Finger in die Wunde legend. Ein Beitrag, der den Aufschrei und den Wunsch nach einer diskriminierungsfreien Gesellschaft pointiert und unverblümt artikuliert.“

    https://taz.de/!ku58900/

    „Endlich geile Outfits ballern, ohne als Freak zu gelten“

    Mit ihrem Taz- Foto könnte sie sich glatt als Türsteher der Sorte bewerben, die allzu schrille Vögel vor dem Club grimmig beäugt. Nur die kurzen Ärmchen sind etwas unpraktisch zum Zulangen.

  11. Wie wär’s stattdessen mit einer Welt ohne Hengameh?

    Ich bin mir 100%ig sicher, dass es ohne solche Nervensägen deutlich weniger Schwulenfeindlichkeit in der Welt gäbe. Aber leider bekommen die lautesten und dämlichsten Rüpel immer wieder eine Bühne. Dort quaken sie rum, provozieren ungezielt – kriegen Gegenwind – und quaken dann nur NOCH lauter.

    „Ihr homophoben Alman-Cis-Arschlöcher habt mich nicht lieb?! Rassisten, Nazis!“ – Immerhin konsequent, dass sie die Einladung vom Bundespräsidenten ausgeschlagen hat.

    Würde mich nicht wundern, wenn sich diejenigen, die er/sie/es/wasauchimmer andauernd beleidigt, nicht so sehr über ihn/sie/es/wasauchimmer ärgern wie die, für die sie zu sprechen glaubt.

    Toll gemacht. TAZ hat das Tönnchen ganz toll gemacht.

    Als Briefbeschwerer für Pakete wäre er/sie/es/wasauchimmer sicherlich nützlicher. Für so ziemlich jeden Personenkreis.

  12. „Worauf sich alle einigen können: Heten ficken einfach den Schädel. In der Bekämpfung der Hetero- und Cisnormativität schlummert also ein Versprechen: das vielleicht effektivste Mittel gegen Kopfschmerzen.“

    Hengameh Yaghoobifarah bedient mit ihren Texten eine kleine Minderheit. Vermutlich gibt es in Berlin mehr Liebhaber von sauren Nierle und Kuddeln, als Hengameh-Yaghoobifarah-Text-Versteherinnen und noch weniger Hengameh-Yaghoobifarah-Gläubige. Das KaDeWe folgte nur der billigen Aufmerksamkeit, einem Kaufhaus in Stuttgart wäre dies nicht mehr gelungen. Der Maler Balthus, bekannt durch seine Bilder erotischer Mädchen, hatte dies mal in einem Interview schön zusammengefasst, wie man Aufmerksamkeit generiert. Seine Bilder seien der Beweis. Hengameh Yaghoobifarah versucht dies ebenso, wie viele andere Jungautorinnen (und solche, die sich dafür halten) auch, weil ihre Texte an Inhaltlosigkeit und kruden Gedankengängen einfach keine Aufmerksamkeit erzeugen. Sind wir nicht alle satt? Würde sich die TAZ dazu durchringen, einen Text von Arne oder Christian oder Lucas zu veröffentlichen, sie hätten mehr Wirkung. Aber die TAZ kann es sich leisten.
    Deshalb: einfach ignorieren.

    • „Aber die TAZ kann es sich leisten.“ – Können sie eigentlich nicht. Es ist ein letztes Aufbäumen. Keine Sau kauft doch heute noch Zeitungen. Alles eine Riesenblase, die zu zerplatzen droht.

      Die Anzeigenkunden wissen es längst.

  13. Was sie in Wirklichkeit will, ist ohne Widerspruch leben zu können. Jeder soll der [Zensiert, verbale Gewalt gegen Tiere] jederzeit zujubeln, egal was sie trägt oder sagt.
    Was eine [Zensiert, verbale Gewalt gegen Tiere]

  14. Sie steht ja nicht allein da mit ihrer Meinung:

    Heterosexualität ist kapitalistisch, rassistisch, natürlich homophob und selbstverständlich frauenfeindlich, wie einfach alles heutzutage. Die Nazis warne ja auch zum größten Teil hetero, daran kann man ja schon sehen wie schlecht das ist!

    Und merken diese ganzen Heteros eigentlich nicht, das wenn sie sich in der Öffentlichkeit ihre Liebe zeigen, damit nur ihrer Angst vor Homosexuellen Ausdruck verleihen.

  15. Mir ist folgendes Zitat aufgefallen: „Einfach in der Öffentlichkeit draufloszuknutschen wäre nicht mehr von der Angst begleitet, im nächsten Moment angegriffen zu werden. “

    Ist das wirklich ein Problem für Lesben, werden die von Heten überdurchschnittlich körperlich angegriffen? Ist das nicht wenn eher ein Problem für Schwule?
    Mir scheint dass hier mal wieder das übliche Spiel gespielt wird aus der (historisch meines Wissens deutlich weiter verbreiteten) brutalen Ahndung männlicher Homosexualität eine äquivalente Ahndung jeglicher Homosexualität zu basteln.
    Am Ende natürlich aus Sicht von Nicht -Identitässpinnern egal, da der Übertrag historischen Übels auf lebende Personen zum Zwecke der Kompensation auf Basis eines gemeinsamen Merkmals selbstverständlich immer unlauter ist.

    Nebenbei: Werden Lesben nicht hauptsächlich von Lesben verkloppt, Stichwort Partnerschaftsgewalt?

    • Lesben sind schon seit langem darum bemüht sich als Opfer dazustellen. Siehe z.B. den Wiki-Artikel zu Homophie, dort gibt es einen extra Link zu Lesbophobie. Etwas vergleichbares für Schwule gibt es nicht.

    • „Ist das wirklich ein Problem für Lesben, werden die von Heten überdurchschnittlich körperlich angegriffen? Ist das nicht wenn eher ein Problem für Schwule?“

      Für beide

      „brutalen Ahndung männlicher Homosexualität eine äquivalente Ahndung jeglicher Homosexualität zu basteln“

      Es gibt Vorurteile gegen beide, vielleicht gegen weibliche weniger stark.

      „Nicht -Identitässpinnern“

      Die Kritik an Identity Politics sollte nicht davon ablenken, dass es tatsächlich auch Diskriminierungen gibt. Dass die Identity Leute das alles völlig überdrehen und bei den Normalos dadurch vermeidbaren Widerwillen erzeugen, ist übrigens einer ihrer Kollateralschäden.

      „Werden Lesben nicht hauptsächlich von Lesben verkloppt“

      Es gibt da wohl einiges an Gewalttätigkeit, wodurch der Verdacht entstand dass die Anprangerung der „Männergewalt“ durch die Femis nur von den eigenen Missetaten ablenken soll.

      Trotzdem sind natürlich die allermeisten Lesben friedfertig und nett, das sollte man nicht vergessen bei dem allen.

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