Ruth Bader Ginsburg (+Amy Coney Barrett)

  1. Über Arne habe ich diese interessante Darstellung zu der kürzlich verstorbenen amerikanischen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg gefunden:

(Übersetzung bei Arne)

Ruth Bader Ginsburg was a men’s rights advocate. I doubt that she ever called herself that. But when you fight for gender equality, that means you fight against discrimination against men, unless you’re a hypocrite. And though I don’t agree with Justice Ginsburg on much, I don’t think she was a hypocrite. If you don’t believe my characterization of her work, take a look at the five cases RBG won in arguments before the Supreme Court:

Fronterio- A female Air Force officer was denied dependent benefits for her husband, because only wives could automatically receive such benefits. Husbands could only be dependents if they relied on their wives for more than 1/2 of their support.

Weinberger v. Wiesenfeld– Stephen Wiesenfeld’s wife died in childbirth. He applied for Social Security benefits for himself and his newborn child. He was denied benefits for himself, because widowers were not entitled to the same survivor benefits that widows were.

Califano v. Goldfarb- Leon Goldfarb was another widower who applied for Social Security benefits and was denied. This time there was no child involved, yet the law still required widowers to prove something that widows did not.

Duren v. Missouri– Billy Duren appealed his criminal conviction because the jury pool did not fairly represent the community. Specifically, women in his county did not have to serve on juries unless they wanted to do so, men had to. So, the defendant was male, and the law, as is often the case, gave women choices, men responsibilities.

Edwards v. Healy– Another case that turned on the same law that allowed women the choice to serve on juries. In RBG’s arguments, she outline three classes of people who were discriminated against by that law, including men who were required to do something women were not.

Ein guter Verfassungsrichter sollte eine gewisse Neutralität an den Tag legen und seine Arbeit als Arbeit sehen und nicht als Ideologie. Was ich bisher von Ruth Bader Ginsburg gesehen habe scheint mir dazu zu passen. Sie hat sich beispielsweise auch nicht in den Streit um Kavanaugh hineinziehen lassen:

Supreme Court Justice Ruth Bader Ginsburg came to the defense of her more conservative colleagues on the bench, Justices Brett Kavanaugh and Neil Gorsuch.
„I can say that my two newest colleagues are very decent and very smart individuals,“ she said Wednesday at an event in Washington, D.C., hosted by Duke Law as she answered questions from Neil Siegel, a law professor and one of her former law clerks.

Now that the Supreme Court term has ended, Ginsburg, 86, has been pushing back against criticism of the court, saying in a recent interview with NPR that the nine justices work well together and rebutted the idea that the Supreme Court is a partisan institution, according to the news outlet.

Über solchen Streitigkeiten zu stehen und mit Leuten fair zusammenzuarbeiten ohne einen Keil zwischen sich treiben zu lassen ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz.

Und natürlich müssen Richter eben auch Ungleichbehandlungen bei allen Geschlechtern angehen, der Ansatz, dass Männer nicht diskriminiert werden können, ist eben keiner, der sich in Verfassungen findet.

Now, it doesn’t matter one bit if RBG took on these cases as a way of fighting “sex role pigeon holing” of women, as she called it. The fact is she well understood that “almost every discrimination against males operates against females, as well…. I don’t know of any line that doesn’t work as a two-edged sword, doesn’t hurt both sexes.” I just want to remind everyone that once upon a time there were feminists that didn’t vilify those men and women who fought for equal rights for men as well as women.

Sex role pigeon holing’ is at the root of men’s issues such as the lack of services for male victims of domestic violence, the 20 times greater likelihood of dying on the job that men face, the bias against men in our criminal and family courts, and the remaining de jure discrimination against men in the law such as the all-male draft registration.

Trump hat angekündigt ihren Sitz mit einer Frau zu besetzen. Das ist aus meiner Sicht eine gute Entscheidung, man darf gespannt sein, ob es erneut eine Schlammschlacht gibt wie bei Kavanaugh um die Besetzung des freien Sitzes vor den Wahlen zu verhindern, denn dies würde eine Mehrheit der durch Republikaner ausgesuchten Richter bedeuten. Angeblich will man auf eine Aussprache sogar verzichten und direkt wählen lassen, ob das möglich ist und klappt wäre interessant. Wenn es zu einer Aussprache kommt, dann wäre es auch interessant, ob eine Frau so hart angegriffen werden kann wie Kavanaugh.

Nominiert ist  Amy Coney Barrett , eine Kandidatin, die wohl gegen Abtreibungen ist aber wohl auch an der Erstellung neuer Regeln beteiligt waren, die Männern bei Anschuldigungen wegen sexueller Vergehen an Universitäten wieder Verfahrensrechte bzw ein faires Verfahren geben.

Unter Konservativen ist gerade das Kippen der Abtreibungsrechtsprechung etwas, was dort als erheblicher Sieg angesehen würde, was ich persönlich relativ idiotisch finde. Ob sie dann ihre Amt auch neutral wahrnimmt und danach urteilt, was die Verfassung dazu hergibt (ich habe keine Ahnung, wie da die juristische Debatte in den USA aussieht) wird man sehen. Es bleibt zu hoffen, dass sie der Einstellung nach Ruth Bader Ginsburg nachfolgt.

 

42 Gedanken zu “Ruth Bader Ginsburg (+Amy Coney Barrett)

      • Die Messlatte dafür ist aber auch außergewöhnlich niedrig. Wer Männern helfen will, ohne ihnen vorher eine Schuld einzureden und dabei die Chance hat ihnen sogar wirklich zu helfen, der macht in den Augen von Feministinnen ja schon zu viel.

        Siehe hier. Es geht um die Gesundheit von Männern:

        Wer da etwas verbessern will, muss Frauen hassen.

          • Die werden von Femi-Nazis in Lehrer/Professoren-Uniformen ja darin ausgebildet so zu denken.
            Wenn dir in der Schule über Jahre hinweg jemand beibringt, dass die Erde eine Scheibe ist und die keine Alternative geboten bekommst, dann wirst du das auch erstmal glauben.

  1. Trump hat angekündigt ihren Sitz mit einer Frau zu besetzen. Das ist aus meiner Sicht eine gute Entscheidung,…

    Wieso? Gut an der Wahl ist nur, dass man Trump nur schwerlich Sexismus nachschlagen kann. Hätte einen Mann zum Nachfolger ernannt, hätte man hier nur einen weiteren Kritikpunkt gefunden.
    Ansonsten finde ich die Entscheidung geschlechtsbezogen weder gut noch schlecht.

      • Das halte ich für einen Irrtum, die politisch Korrekten nehmen auf Geschlecht, Herkunft und sexuelle Ausrichtung nur dann Rücksicht, wenn diese Personen auf ihrer Seite kämpfen. Jeder auf der anderen Seite ist hingegen vogelfrei. Das gehört zum gepflegten Doppelstandard.

        Ein Beispiel ist z.B. Milo Yiannopoulos, ein Homosexueller, der mit einem Schwarzen zusammenlebt und trotzdem als „Rechtsradikaler“ bekämpft wird, wie der Leibhaftige selbst. Durch seinen Lebensstil und seine Ansichten macht er quasi schon passiv die Gegenseite lächerlich, weil er nicht die passende Opferhaltung zeigt.

        Oder hier in Deutschland, der Mihigru Abdel-Samad oder Akif Pirincy, die den üblichen Narrenfreiheitsbonus verloren haben, weil sie vor dem politischen Islam warnen. Oder eine Frau: Eva Herman, die ihren Job in den ÖR verloren hat, weil sie nicht die „richtige“ Meinung vertrat. Frauen wie Beatrix von Storch oder Frau Weidel (sogar eine Lesbe) muss ich nicht erwähnen, oder? Wenn es bei diesem Kampf sowas wie einen Geschlechterbonus gibt, dürfte er eher gering sein.

        • „Milo Yiannopoulos“

          Ben Shapiro find ich sehr beeindruckend, scharfsinnig, eloquent, meist die Kippa aufm Kopf, kann oft mit einem Satz seine Gegner ins Straucheln bringen.

          Unvergessen, wie ihm in einer Talkshow ein sehr kräftiger Transsexueller erst denn Nacken gestreichelt, und dann Prügel angedroht hatte. ;-)))

          • „Unvergessen, wie ihm in einer Talkshow ein sehr kräftiger Transsexueller erst denn Nacken gestreichelt, und dann Prügel angedroht hatte. ;-)))“

            Hast Du den link, so daß ich/wir uns „diese Gaudi“ auch mal anschauen können?!

          • Hallo Sabrina,
            leider ist mir der Text abhanden gekommen, also noch mal von vorn.

            Aus technischen Gründen kann ich grad nicht verlinken, aber der Transsexuelle nennt sich Caitlin Jenner, ist Ex- Pilot (weiss grad nicht, von was).

            Im Gespräch hat er Ben Shapiro am Nacken gepackt (oder gestreichelt, da scheiden sich die Geister), und ihm leise in etwa gesagt: „Ich kann dich auch im Krankenwagen nach Hause schicken.“

            Später hat Shapiro dann in etwa erwidert:
            „Ich dachte, im Krankenwagen fährt man
            ins Krankenhaus.“

            Nu ja, wenns Dich wirklich interessiert, google bitte Caitlin Jenner , da dürfte es ganz vorne sein.
            Gruss

          • @Blue Jaw:
            Dank für den Hinweis; damit sollte ich/man es finden!

            Caitlin Jenner hat übrigens seinerzeit, 1976, als „Bruce“ noch die Goldmedaille im Männer-Zehnkampf gewonnen, und ist nach dreifacher Ehe, mit jeweils gezeugtem Nachwuchs, im Alter von 66 Jahren mit ihrem Wunsch in die Öffentlichkeit gegangen, künftig als „Frau“ leben zu wollen, wobei sie in dritter Ehe mit einer Frau aus der Kardashian-Sippe verheiratet war/ist(?)
            Also schon ein außergewöhnlicher Fall, der die obige „Gaudi“ verständlich macht, wie wohl es aus meiner Sicht durchaus Respekt verdient, ein Goldmedaille im Männer-Zehnkampf zu gewinnen. Jedenfalls finde ich das ungleich besser und fairer, als wenn z.B. Männer, die als Gewichtheber oder in anderen Kampfsportarten Wettkämpfe bestritten haben, nach wenigen Jahren „Hormon-Therapie“ bei Frauen-Wettbewerben sämtliche Titel „abräumen“…

          • Das er geifert, ist unverkennbar. Aber was macht ihn zum Faschisten? Das ist eine ernst gemeinte Frage, weil zurzeit gefühlt jede nicht politisch korrekte Meinung mit dem Etikett faschistisch versehen wird.

          • Ich wüsste jetzt spontan nicht, was ihn dazu macht. Du schon?

            Würde auch keine Rolle spielen, in einer liberalen Gesellschaft müssten auch die sich äußern dürfen ohne danach einer Hexenjagd ausgesetzt zu sein. Aber liberal war mal…

          • @Tristan und Frogorek

            Der Begriff „Faschismus“ ist m.E. völlig ungeklärt, und damit in politischen Debatten wertlos. Reine Beschimpfung.

            Nicht böse gemeint Kritik.

            Gruss

          • Solche quecksilbrigen Finten kennt man von Danisch zur Genüge. Kein Argument, jeder halbwegs helle Verstand weiß, was mit Faschismus gemeint ist. Nicht bös gemeint.

          • Dein Kommentierungs-Vokabular (mit Schaum vorm Mund?) belegt Dich als „treuen Jünger“ des Politisch-Korrekten, und bezogen auf das, was AK zuvor gepostet hat:

            „…die politisch Korrekten nehmen auf Geschlecht, Herkunft und sexuelle Ausrichtung nur dann Rücksicht, wenn diese Personen auf ihrer Seite kämpfen. Jeder auf der anderen Seite ist hingegen vogelfrei. Das gehört zum gepflegten Doppelstandard.

          • Spannend, Du scheinst mich besser zu kennen als enge Weggefährten. Pirinccis Ergüsse gingen schon vor geraumer Zeit in Richtung Abgründe der Rassenhygiene und -genetik ab. Daran ändern auch solche Schnellschubladen nichts.

          • Ich habe meine Frage wirklich ernst gemeint.
            „Kein Argument, jeder halbwegs helle Verstand weiß, was mit Faschismus gemeint ist.“

            Dann würde ich als nicht ganz so heller Verstand, das erklärt bekommen wollen. Er ist sicherlich ein „Rassist“, aber das gilt mehr oder weniger für alle auf der Welt lebenden Menschen. Die, die das nach eigener Angabe nicht sind, definieren nur den Begriff entsprechend.

            Also noch mal, was macht ihn zum Faschisten?

            Im Osten Europas haben Menschen nach dem Krieg Deutsche generell als Faschisten bezeichnet. Aber das war eher so als Synonym für Feind gemeint. Vielleicht ein besonders gemeiner oder bösartiger Feind. Einen tieferen Sinn hatte die Bezeichnung Faschist nicht gehabt.

  2. »Als Atheist sehe ich den Fötus bis zu einem gewissen Grad zunächst als ein paar Zellen …«

    Zeigt schön, wie kalt, herzlos und nihilistisch der Atheismus ist. Er ist eben eine Endstation. »Fötus«, »Embryo«, »Zellhaufen« – es ist der älteste Trick im Buch: Entmenschliche, wen du ohne Skrupel umbringen möchtest. Ekelhaft.

  3. RGB war eine von der alten Schule, d.h. sie war wohl von konservativem höflichen Verhalten. Man mag nicht alle ihre Positionen teilen (etwa soll sie die Abtreibung bis zum Schwangerschaftsende befürwortet und sich einen rein weiblichen Obersten Gerichtshof gewünscht haben), aber im Vergleich mit modernen Feministinnen, war sie eine faire Intellektuelle und sie hatte (im Ggs. zu den meisten heutigen Frauen) auch tatsächlich noch unter den in den 60igern üblichen Rollenvorstellungen zu leiden. Zumindest wenn man Wikipedia glauben darf.

    Es ist nicht unbedingt zu erwarten, dass so jemand nachrückt. Der politische Kampf wird derzeit unglaublich brutal und unfair geführt und hat längst beide Seiten verroht. Weiterhin hat er vor Augen geführt, dass solche „hohen Gerichte“ offenbar keine unangefochtenen Rechtsinstanzen sind, sondern zu einer nachgeordneten Legislative mit großem Handlungsspielraum und unangemessener Macht geworden sind, die nach Möglichkeit von politischen Ideologen gekapert wird. Ähnliches kann man mit Susanne Bear ja auch bei unserem Verfassungsgericht beobachten. Ich bin mittlerweile der Meinung, das grundlegende Streitfälle, wie die Verfassung zu interpretieren ist, nicht vor ein Gericht gehören, sondern in ein Referendum.

  4. Dass Christian als Juristen das Thema interessiert, kann ich verstehen.

    Nicht verstehen kann ich, dass das Thema unseren Hauptnachrichten Sendezeit wert ist. Nicht einmal die Besetzung unserer Verfassungsrichterstellen ist denen sonst Sendezeit wert. Die leben echt in ihrer eigenen, transatlantischen Welt.

    Mich interessiert es jedenfalls nicht die Bohne. Irgendein Präsident jenseits des Ozeans beabsichtigt(!) eine freigewordene Richterstelle mit einer ihm genehmen Kandidatin zu besetzen, und in San Francisco fällt ein Sack Hamburger um. Gähn.

    • Nein, eben nicht irgendein Präsident sondern Trump. Das kann an nämlich wieder herrlich kritisieren.
      Bei Obama, der unseren Medien ja deutlich Lieber war, dürfte die Berichterstattung entweder kleiner bis gar nicht oder aber sehr wohlwollend ausgefallen sein.

        • Ist auch schwer, diesen Eindruck nicht zu gewinnen. Irgendwie hatte jetzt wohl mal (wieder) Biden irgendwas falsch vom Teleprompter abgelesen, so dass seine Aussage klang, als sei er seit 180 Jahren Parlamentarier. Ich bin da eigentlich immer so drauf, dass ich mir sage, es ist lächerlich, auf solchen Versprechern oder ungeschickter Wortwahl herumzureiten, aber ich vertrete diese Haltung eben universell. Unsere Medien hätten aber, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche, auf allen Kanälen die ganze Woche lang darüber amüsiert gefrotzelt, was für ein Stuss der Idiot da wieder abgelassen hat, wäre dieser Stuss dem Idioten Trump entwichen. Und diese Doppelmoral kotzt mich zunehmend an. Ich will nicht eingetrichtert kriegen, dass Trump ein Idiot ist. Ich will unabhängig und sachlich darüber informiert werden, wer was ablässt und mir selbst ein Urteil darüber bilden, wer meiner Meinung nach ein Depp ist oder auch nicht. Diese von unseren „Journalisten“ immer militanter zur Schau gestellte Überzeugung, die doofen Bürger erziehen zu müssen, ihnen immer sagen zu müssen, wer gut und wer böse ist und in der Auswahl und Gestaltung der Themen alles diesen Narrativen unterzuordnen, lässt ich nur noch Erschaudern. Und es ist dabei alles auch noch so plump, dass es mich erstaunt, dass denen die Nummer nicht schon längst selber peinlich ist. Ich meine, wir reden hier ja nicht von Schülerzeitungen, die von irgendwelchen Vierzehnjährigen verfasst werden…

    • Da finde ich das noch einigermaßen interessant, weil es ein wichtiger Posten im Kampf der Ideologien ist, die die USA zu zerreißen drohen.

      Aber warum die uns jeden Pups von Trump in Gläser abfüllen, verstehe ich nicht, wir können ihn eh nicht wählen. Die zelebrieren ihre eigene Abneigung, nicht weil es Sinn macht, sondern weil sie es können und wir nichts zu melden haben.

      Das Verfassungsgericht würden die auch thematisieren, aber nur, wenn ein AfD-freundlicher Kandidat dort einzöge, eine Gender-Trulla wie die Baer ist hingegen keine Zeile wert…

      • „wir können ihn eh nicht wählen“

        Das ist der entscheidende Punkt. Es bringt uns überhaupt nichts, wenn uns die Tagesschau oder Heute-Nachrichten ein Zweiundeinhalbminutenportrait der Frau Ginsburg liefern (oder den letzten Klatsch über Trump). Wir sind an der poltischen Willensbildung in den USA nicht beteiligt, und die zu 99.99% innenpolitischen Entscheidungen des Supreme Court betreffen uns nicht. Für uns sind Informationen über die Richter also zwar vielleicht interessant, aber irrelevant.

        In diesen zweieinhalb Minuten hätten die Nachrichtensendungen uns aber für unsere politische Meinungsbildung relevante Informationen liefern können. Das tun sie nicht, und deshalb trifft sie der Vorwurf, ihre Zuschauer unnötig dumm und unpolitisch zu halten (aus welchen Motiven auch immer) zurecht.

    • »Nicht verstehen kann ich, dass das Thema unseren Hauptnachrichten Sendezeit wert ist. Nicht einmal die Besetzung unserer Verfassungsrichterstellen ist denen sonst Sendezeit wert. Die leben echt in ihrer eigenen, transatlantischen Welt.«

      Das muss keine Absicht sein.

      Eigene Artikel recherchieren zu einem Thema, das der Bundestag gerne ohne großes Brimborium unter den Teppich kehren möchte, ist viel mehr Arbeit als einen Artikel aus der befreundeten Presse auf der anderen Seite des Teichs zu Copy-Pasten.

    • „Nicht verstehen kann ich, dass das Thema unseren Hauptnachrichten Sendezeit wert ist. Nicht einmal die Besetzung unserer Verfassungsrichterstellen ist denen sonst Sendezeit wert. Die leben echt in ihrer eigenen, transatlantischen Welt.

      Mich interessiert es jedenfalls nicht die Bohne. Irgendein Präsident jenseits des Ozeans beabsichtigt(!) eine freigewordene Richterstelle mit einer ihm genehmen Kandidatin zu besetzen, und in San Francisco fällt ein Sack Hamburger um. Gähn.“

      Denke eher, dass da viel aus der Berichterstattung bzw. Meinungserstattung in den USA übernommen wird, so wie sonst halt auch. Und die Berichterstattung der „Küstenmedien“ da drüben fällt halt so aus.

      Unabhängig davon ist es nicht ganz irrelevant wer da ernannt wird, ist schließlich auf Lebenszeit…

      • Es gab nicht um Relevanz allgemein, sondern um Relevanz für Dich und mich.

        Welche Dich betreffende Entscheidung hat der Supreme Court je gefällt? Welche könnte er in Zukunft fällen? Gar keine. Du lebst nicht in den USA und bist auch kein amerikanischer Staatsbürger. (Mutmaße ich mal. Dein Nick deutet schließlich nur auf den Konsum von amerikanischen Zeichentrickserien hin.)

        Aber für solche Dich nicht betreffenden Angelegenheiten verschwendet der von Dir gebührenfinanzierte Rundfunk seine kostbarste Sendezeit. Die dementsprechend für Dich betreffende Angelegenheiten fehlt.

    • „Mich interessiert es jedenfalls nicht die Bohne. Irgendein Präsident jenseits des Ozeans beabsichtigt(!) eine freigewordene Richterstelle mit einer ihm genehmen Kandidatin zu besetzen, und in San Francisco fällt ein Sack Hamburger um. Gähn.“

      Das kann man so sehen; ich weiß allerdings nicht, ob das den Gegebenheiten angemessen ist.
      Faktisch war nach 1945 zunächst der Westteil Deutschlands, und später erweitert um die ehemalige DDR und ist bis heute ein Satellit der USA, trotz aller behaupteten „Souveränität“.
      Diese Hegemonie umfasst alle Bereiche unseres täglichen Lebens, ob „Feminismus“, „Gender“-Gaga, „BLM“ – „ACAB“, Bildungs-Verfall (Verblödung), etc., worüber hier u.a. crumar desöfteren so zutreffend kommentiert.
      Das „USA“ nicht etwa die vielen lieben netten, ganz normalen Alltags-Menschen meint, muß ich wohl nicht weiter ausführen, und wie sich dieser „Transmissionsriemen“ gestaltet, darüber berichtet skizzierend:
      https://www.anti-spiegel.ru/2020/transatlantischer-filz-wie-soziale-netzwerke-medien-und-geheimdienste-zusammenarbeiten/

      Von daher könnte die Zusammensetzung des obersten Gerichtshofes der USA und die aktuelle Neuberufung schon auch von gewissem Interesse für uns hier in der BRiD sein.

  5. Was man bei der Berufung einer Frau noch mitbedenken muss sind zwei Punkt:
    1. Frauen kann man in jüngerem Alter berufen als Männer, weil sie auch über Frauenbevorzugungsregeln früher Karriere machen und weniger Frauen-Konkurrenz an der Spitze der Richterkaste haben. So kann Trump jetzt eine 48jährige Frau nominieren ohne sich den Vorwurf auszusetzen, dass er 100 besser qualifizierte Richterinnen übergangen hätte. Hätte er einen Mann nominiert, dann müsste der wohl schon Mitte 50 sein.
    2. Frauen leben statistisch länger.
    Summa summarum ergibt sich, dass eine nominierte Frau statistisch ca. 15 Jahre länger Richterin am obertern Gerichtshof wird als ein nominierter Mann. Das ist durchaus erheblich, wenn es darum geht, den obersten Gerichtshof mit seiner politischen Richtung möglichst lang zu dominieren. Eigentlich sollte man also nur noch Frauen in jede Position nominieren, welche lebenslang vegeben wird.

    • Eine Frau auf den Papststuhl!

      Eine Frau als Merkel – äh, Bundeskanz… – äh, achso, haben wir schon… und werden sie vor ihrem Ableben wohl nicht mehr los 😦

  6. Ich setze große Hoffnungen auf die Wahl von Frau Amy Coney Barett.
    Sie ist eine Frau im mittleren Lebensalter, die von ihren Aktivitäten her gesehen „mitten im Leben“, und „mit beiden Beinen auf dem Boden“ steht, d.h., sie kennt das reale Leben und weiß es, was es heißt, die Herausforderungen des „sozialen Alltags“ zu bewältigen. Sie ist keine Quotenfrau, und es ist zu erwarten, daß sie -ähnlich wie ihre Vorgängerin- ihr Amt verantwortungsvoll und fair ausüben wird.
    Daß sie persönlich -anders als ihre Vorgängerin- eine Abtreibungs-Gegnerin ist, wird sie m.E. ebenso ethisch-abgewogen wie diese handhaben.

    Ich hoffe, daß sie der Abtreibungs-Industrie „auf die Finger schaut“, die Föten und ungeborene Kinder bis zur Geburt für ihr völlig unethisches Organhandel-Geschäft brutalst ausschlachtet:
    https://www.lifesitenews.com/news/trump-officially-announces-his-third-scotus-nominee

    • Ohne mich jetzt zu sehr in die Adoptions-Debatte der beiden haitianischen Kinder einzumischen, sei aber doch wohl die Frage erlaubt, ob es den beiden haitianischen Kindern im nach-Erbeben-zerstörten Haiti und dem damit dort bis heute verbundenen Chaos und erbärmlichen Lebensverhältnissen wohl besser gehen würde, so sie denn dort überhaupt noch am leben wären oder ob es ihnen in einer wohlhabenden und sicherlich emotional bestmöglichen Schutz, Geborgenheit und Förderung ermöglichenden US-amerikanischen Familie nicht wohl doch besser geht.
      Aber gutmeschlichen „Demokraten“ ist einfach nicht mehr zu helfen, die lassen an nichts ein gutes Haar, was nicht von ihnen kommt.

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